m, 4| Zweiter Blatt Erscheint tagitch mit Ausnahme des Sonntags. Beilagen: „ökgcner zamilienblätter" und „Xreisblatt für den Ureis Gietzen". -ostscheSkonto: Frankfurt am Main Nr. \\ 686. Varrlverlehr: Sewerbebanl Gießen. \t>Z. Jahrgang General-Anzeiger für Gberheften Samstag, \J. Februar \9\T Zwillingsrundoruck und Verlag: Brüht'scheUniversiiäls.Luch-u.Stelndluckerel. R. Lange, Gießen. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstraße?. Geschäft,lelle u. Verlag: Schriftleilung: e-sD 112. Anschriftfür Drahtnachrichten:AnzeigerGießen. Die Uriegsvordereitungen in den einzelnen Staaten. Die erläuternde Note Balfours an Wilson hat wieder betont, daß Deutschland sich seit 40 Jahren aus diesen Krieg vorbereitet habe, während seine Feinde ahnungslos über sauen worden seien. Den besten Beweis für die Unwahr berten dieser Behauptung erbringen die Etats der Hoere und Lotten bei den kriegführenden Staaten in den Jahren vor dem Kriege. Während der drei Jahrzehnte vor Ausbruch, des Krieges, von 1881 bis 1900 hat Deutschland für sein Heer und seine Motte 25,2 Mill. Mark Oesterreich 10,3 „ England 30,9 „ Frankreich 269 Rußland 30,3 ausgewerldet. Also jeder einzelne der Staaten des Dreiverbandes hat seinen Völkern größere Lasten der Kriegszwecke auferlegt als Deutschland. Für die Kriegsrüstuugen gegen dre Mittelmächte waren in drei Jahrzehnten 88,i Mi'lliar- ben, und wenn man vor: dieser Summe die Kosten des Burenkrieges und des Russisch-Javanischen Krieges avzieht noch immer 79 Milliarden nusgegeben worden. Die'Mittel-- inächte dagegen haben in dem gleichen Zeitraum nur 35,7 Milliarden für diese Zwecke ausgegeben. — Rach dem Etat von 1912/13 hat Deutschland 1570, Oesterreich 617, England 1467, Frankreich 1236, Rußland 1547 Millionen für Heer und Flotte ausgegeben; also der Dreiverband 4277, die Mittelmächte 2186 Millionen. Die Kriegslasten, welche die Westinächte ihren Völkern ausgebürdet haben, sind also viel höher als die, welche der Preußische Militarismus für erforderlich hielt eanüvrrtkchaftliche Erzeugung und Preisbildung. Angesichts der entscheidenden Bedeutung der Förderung lind nichtigen Verwendung der landwirtschaftlichen Erzeugung habet Unterzeichneten Hochschullehrer für landwirtschaftliche Betriebslehre die Frage der künftigen Preisgestaltung eingehend bemalen. >vas Ergebnis wird znsammengefastt in folgenden Leitsätzen. ^ I. Im allgemeinen: 1. Das erste Ziel ist die möglichste Vermehrung der Bvden- erzeugnisse durch volle Sicherung der technischen und wirtschaft- luhen Leistmigsfähigkeit der Lanchvirtschast. Ter Aufrechterhal-- ^ung oder womöglich Bermehrrmg der Gesamterzeugung sind durch den Mangel an erfahrenen Betriebsleitern, durch die Knapp- beit der menschlichen und tierischen Arbeitskräfte und des Kunstdüngers enge Schranken gesetzt. „ , 2* Das Recht und die Pflicht der Kommunakverbände, zur Bestellung geeignetes Land, das der Besitzer nicht bestellen kann oba: will, anderweit bebauen zu lassen, mruß beibehalten weiden^ Em darüber binaus gehen der Anbauzwang verbietet sich bei der Eigenart des landwirtschaftlichen Betriebes. Er würde im Kriege noch verhängnisvoller wirken als im Frieden. _ 3. Für die Ernährung der Tiere dürfen Körner und Hack- trüchte in ländlichen und städtischen Betrieben nur insoweit beansprucht werden, wie es nach Deckung des unbedingten menschlichen Ernährungsbedarses möglich ist. Unter de,: Tieven geht das Arbeitsvieh vor. Schafe und Rinder müssen in solcher Zeit gehalten werden, wie es zur wirtschaftlichen Ausnutzung der nicht oder nicht mehr für menschliche Nahrung geeigneten Badenerzeug-, Nisse zweckmäßig ist. Tie tierische Höchsterzeugnng kann nicht durch möglichst große Berne,inng, sondern durch richtige ^Abgrenzung der Zahl der Tiere erreicht'werden. Tie Schweinehaltung erschwert am meisten die Verhinderung widerrechtlicher Verfütternng menich noch unter dem Friedenspreis der Winterkartoffel. In Ostdeutsch- «N L rt J\ L.^ r erheblich höher als dieser, aber er berücksichtigt Nicht voll, die schweren Nachteile, dre dort die Miestrung der normalerweise zur Aufrechterhaltung der eigenen Wirtschaft erstrder- lichen Kartoffeln den meiste:: ältlichen Betrieben bringt. Ange- melchn erscheint für ganz Deutschland ein Mindestpreis von 100 Mark die Donneim Herbst mit der Berechtigung der Landeszentral- behorden m Gebiete,: mit besonders Holsen Friedenskartoffelpreisen oen Preis iu angemessenen Grenzen darüber hinaus zu erhöhen. Im Reiche ist den Landes Zentralbehörden die Regelung der Fruhiahrkartoffelprei st zu überlassen. < ' Reichliche Gemüsepreise sind schon bei dein großen Arbeits- beoars dieser Früchte geboten. Eine Gefährdung des Anbaues anderer notiger Früchte durch Gemüsebau ist nicht zu befürchten, erwüäksckff^i ^ et,te kläglichste Ausdehnung des Gemüsebaues 14. Kohlrüben (Wrußen) und Runkelrübeniverden überwiegend zur ^ersutterung :m eigenen Betriebe erzeugt. Ein Höchstpreis muß aber zur Vermeidung unerwünschten Wettbewerbs mit Kar- wsseln und Zuckerrüben festgesetzt werden. Angemessen erscheinen solgende Preise ab Hof mit der Möglichkeit der örtlichen Preis erhohung für besttmmte Gebiete wie bei Kartoffeln' Wruken (Kohlrüben, Steckrüben, 30 Mark je Tonne Futterrüben.25 Mark je Tonne , Fltttermöhven.40 Mark je Tonne . 1.». Ein mäßiger Preis für die käuflichen Kraft- und Ersatz- sutterm ittel, nötigenfalls mit Reichszuschüssen, ist nötig, um die gio^en Schwankungen in den Kosten der Hervorbringung der Vieherzeugnisse zu vermeide::. 16. Die Preise für Schlachtrinder sind im Vergleich zu den Preisen der Bodenerzeugnisse zu hoch. Dadurch ist auch eine vom landwirtschaftlichen Standpunkt bedenkliche Steigerung der Preise für Zucht- und Magervieh hervorgernsen. Das für dieses Höchstpreise nicht durchführbar sind, kann die Minderung dieser Preise nur mittelbar durch Herabsetzung der Schlachtviehpreise erfolgen. Ern verhältnismäßig hoher Preisstand ist trotzdem beizubehalten, weil durch den Wegfall eiweißreicher Kraffsuttermittel eine starke Verminderung und Verteuerung der Erzeugung eingetreten ist. Gegenüber dem heutigen mittleren Höchstpreis von 195 Mark für den dz erscheint ein mittlerer Preis für Schlachtrinder von Iva Mark angemessen. r „17- Die Preise für Schlachtschafe sind aus den gleichen Gründen zu hoch. Da die Schafhaltung, insbesondere des dringlichen Wollbedarfs wegen, der Förderung :md Ausbreitung bedarf,^ müssen die jetzigen Weltpreise für mindestens drei Jahre zugesichert werden. Für Schlachtschafe ist ein mittlerer Höchstpreis von 165 Mark für den dz angemessen. 18. And) die Schweinerpeise sind zu hoch. Tie Herabsetzung der letzt geltenden Preise der Schlachtschweine unter 80 kg um 20 Prozent, über 80 kg um 25 Prozent erscheint geboten. 19. Tie Frischmilchpreise sind infolge der außerordentlichen Knappheit eiweißreicher Futtermittel in den meisteii Gebieteii erheblich zu niedrig. Tic Bntterpreise sind im Verhältnis zu den bisherigen Milchpreis, wenn man den höheren Wert der Magermilch in Betracht zieht, verhältnismäßig hoch. Die Frisch- mckchpreist bedürfen daher einer erheblichen Erhöhung, die allerdings eVst %m Wiirtersütteruugsperiode einzutreten braucht, da rm Sommer die Erzeugungskosten durchschnittlich erheblich nie driger sind. Unter Berücksichtigung des höheren Wertes der Mager- wilch ist der Biitterpreis so sestzusetzen, daß die Mckchverioertung be: Butterherstellung nicht vorteilhafter als beim Frischmilchverkauf wird. Hiernach ist für das Berliner Preisgebiet 30 Pfg. ab Hof für 1 Liter Vollmilch angemeffen. Für die übrigen Gebiete haben die Landeszentralbehörden: eine angemessene Heraufsetzung der Milchpreise vorzunehmen. Lcne dazu geführt werde,:, einzusehen, daß die Eltzbachersche Bo- rechrmngsart der Produktionskosten direkt irreführend ist und den tatsächlichen Verhältnissen bei weitem nicht gerecht wird. Im dringenden Interesse der Landwirtschaft liegt eine mögliche Stetigkeit der Preise. Eine solche ist fixe ihre gesunde Ent- T - rr L ^ ,iy 0 / 1 mutiur | wicklnng unentbehrlich, luner üoahrungsmrtt.el. ne Anpassung der L>ckzwe:nezahl an dio aez Aereboe-Breslau Brinkniann-Ronu ^-öblickt-^ss«' Ä .«“*« Berücksichtigung des | Ä«, Kirchner-Leipzig. Schnieder-München, v. Seelhvrst-Göttin gen, Waguer-Weihenstephan, Warmboldt-Hohenheim Weide- und Abfallfutters besonders wichtig. 4. Tie vorsteherchen Ziele sind nicht nur durch Zwangseingrisfe, sondern in erster Linie durch eine sachgemäße Preisgestaltung für alle Erzeugnisse des Bodens Mid der Tierhaltung zu erreichen. Die jetzige Preisgestaltung hat sich inr Laufe der Kriegszeit in völlig unrichtiger und auf die Dauer verhängnisvoller 'Richtung entwickelt. J,rdem man bei rnedriger Preisfestsetzung von Brot getreLe und Kartoffeln die Prcisenvvicklung der tierischen Erzeugnisse, vor allen: des Fleisches, zu lange frei laufen ließ und erst spät durch Höchstpreise regelte, hat sich das falsche und verhängnisvolle Preisverhältnis entwickelt, dessen alsbaldige Berichtigung' notwendig ist. 5. Die gesamte Preisbemessung muß so erfolgen, daß das Hauptziel, die Beschaffung niöglichst ausreichender Nahrungsmittel für die Menschen, erreicht wird. Sie ist derart zu gestalten, daß auch für Betriebe in biesonders ungünstiger natürlicher und wirt- schasllicher Lgge, sowie für die von Frauen geleiteten, von Arbeits-- kräften stark entblößten Betriebe, eine die Lebensfähigkeit gewährleistende Rente sich ergibt. Daß dabei besonders aünsttg liegende Betriebe eine höhere Rente, als unbedingt notwlendig wäre, erzielen, ist unvermcidlick) 6. Eine höhere Festsetzung der gesamten Preislage, als hiernach erforderlich, ist 'nnzulWg. Die freie Preisbildung für einzelne ivirtschaffliche Haupterzeugmsse ist unmöglich, weil sie für weite Volkslreisc zur unerträglichen Neberteuernng führen muß. Die Po- littk des Anreizes ist zu verwerfen. Nur der Anbäu besonders notwendiger und in: Frieden zurücktretender Früchte (Oelfrüchte, Hülsenfrüchte, Gesprnjtpflanzen ist zur Deckung des Mindestbtzdarfs durch verhältnisinäßig günjtige Preisbemessuug zu fördern. II. Im einzelnen: 7. Die verschiedenen Preis- und Mlieserungsbediugnngeu für Hafer und Gerste sind betriebs- und volkswirtschaftlich unberechtigt. Sie benachteiligen die ohnedies in ihrer Leistungsfähigkeit an: nieisten gefährdeten ärmeren Bodenarten und müssen durch gleiche Behandlung beider Fruchtarten beseittgt werden. Die jetzige Preis- Höhe ist ungefähr bcizubehalten. 8. Der Roggen- und Weizenpreis ist dieser Preishöhe anzu passen. 9. Hiernach sind solgende Getreidepreise für die nächste Ernte angemessen, zur Erreidiung der unter 5 ausgestellten Ziele aber auch unbedingt erforderlich: ! für Roggen . 260 Mark je Tonne „ Weizen.300 „ Gerste.270 „ Futtergerste .... 260 „ Heeres Hafer .... 270 ,, Hafer ...... 260 „ „ 10. Unter Berücksichtigung der Ausführungen zu Ziffer 6 erscheinen die heute geltenden Preise für Hülsenfrüchte angemessen. Für Oelsaaten erscheinen die für den Herbst festgesetzten Preise angemessen. 11. Unter Berücksichttgung eines Roggenpreises von 260 D^ark ist ein Zuckerrübenpreis von 40 Mark zu niedrig, ein solcher von 50 Mark je Tonne angemessen. Der Zwang zum Anbau einer bestimmten Fläche führt nicht zum Ziel. 12. Ter diesjährige Kartoffelpreis ist zur AusrechtLrhältung der Erzeugung ungenügeiid. In Westdeutschland steht er zun: Teil Von einem Landwirtschaftslehrer erhalten wir folgende Zn schrist: . Inr Leitartikel des „Gießeuer Aiczeigers" vom 14. Februar wird ein Aufsatz von Professor Eltzbacher besprochen, betttelt Irrwege unserer Ernährnngspolittk", in dem mit Sachkeiurtnis und Gründlichkeit Ernährungssvagen behandelt sein sollen. Tie auszugsweise aus diesem Aufsatz angeführten Berechnungen über P r odu k tio n sk-o stkn fatfrm: jeidoch unbedingt zu einer Nachprüfung heraus. Wir halten es für nöttg, durch unsere Ausführungen die städtische Bevölkerung zu dieser Nachprüfung der Eltzbacherschen Berechnungsweise der Produktionskosten anzuregen. Beim Lese:: der Berechnungen drängt sich nämlich unwillkürlich die Vorttcllung ans, ob es sich bei unseren landwirtschaftliche,: Nutztieren um Automaten handelt, bei denen der Einwurs von 55 Pfe,mig in Gestalt von Roggen genügt, um unten ein Pfund Schweinefleisch und Speck (Eltzbacher meint doch wohl Lebendgewicht, d. h. Fleisch und Speck, ^einschließlich Knochen, Einge- weiden, Blut nffv.) mit 'unfehlbarer Sicherheit hevauszuziehen Nach.Eltzbacher bestehen nämlich die Produktionskosten scheinbar nur aus den Ausgaben für das Fxttter. Mjan versteht wirklich nicht, wie ein SachkmMger u. a. folgende Punkte unberücksichtigt lassen kann: 1. Verzinsung und Anwrttsatton der Stallgebäude und In standhaltung derselben. 2. Wartting und Pflege bei den heute erschwerten Leutever hältnissen und hohen Löhne,:. 3. Kosten für die Zubereitung des Futters kDämpf^n der Kartoffeln, Schroten der Frucht usw.) 4. Verzinsung des in den Tieren und Futtermitteln investierten Kapitals. 5. Der günstige Ansatz vm: 1 Pfd. Schweinefleisch (Lebendgewicht) durch 5 Pfd. Roggen usw. stimmt m,r für die eigentliche Mastzeit. 6. Das Pfund Lebendgewicht be: arrznkausendem Ferkel bettägt jetzt 1—2 Mark. Dieser Mehrpreis wirkt natürlich erhöhend auf die Kosten des fpäterei: Ansatzes. 7. Starke Beeinflussung der Ziuiahme oder sogar Riickgang des Gewichts der Tiere bei weitergehender Fütterung durch Ausbruch von Seuchen oder sonstigen Erkrankungen. 8. Ausgaben für tierärztliche Bemühungen und Medikanrente und Stalldesinfektion-en. 9. Abgang von Tieren durch Tod; im Fall der Versicherung Prämieirza httrng :md nur teilweiser Ersatz des entstandenen Lchadens. Diesen die Produktion vertenerrrden Fattoren steht der evtl, geringe Vortell durch Gewnrnung von Dünger gegenüber. Ob ferner ein Kapital ff: Roggen und Gerste oder in Gestatt von lebenden Schweinen einem Verlust mehr aus gesetzt ist, darüber dürfte man doch eigenttich rare einer Meinung sein. Das angeführte Argument der Betriebserleichterung durch Ersparung der Abfuhr des Getreides kann nicht als stichhalttg anerkannt ,verden, eS biirfte sogar in vielen Fällen das GegeittM der Fall sein. Hoffeiitlich wird durch diese kurzen Ausff'ihrrmgen auch jeder Aus Stadt und Land. Gießen, 17. Februar 1917. Spart mit Kartoffeln, denn fie müssen bis IS. August reichen. Die deutsche Kultur in den baltischen Provinze». lieber dieses Thema sprach aus Veraulassung des Vereins für das ^lmtschtum im Auslande Bruiw G ö tz aus Riga gestern abeud im großen Hör)aale der Universität. Der Vortrageride begründete die diatur des ballischen Teutschtuurs aus seiner geschichtlichen Ausgabe bei aller Friedensarbeit, Vorpostei: zu stehen gege,: nn Ueberslutettverden Deutschlands durch die slavischc Welle. Trotz äußerlicher Abhängigkeit, der sic nicht entgehen könnten, hielten Deutschen Herren an ihre,:: Deutschtum uiwediugt fest und blieben den ] umgebenden Fremd Völkern gegenüber' dadurch immer die Herrn:. Das deutsch-baltische Herrntticn: umfaßte dabei nicht nur den Wel, soiwern ar:ch den Bürgerstand. Ihre Kraft wurzelt m ihrer Aufgabe, in ihrer Sendung. Was die Baltnr nicht aus Liebe zu Rußland, sondern nur aus Tätigkeitsdraug diesen: Lande genutzt haben, hat da: Deutschenhaß der Russen groß werten lassen, da sie zu bitter -empsaxcheu, daß sie ohne die Dienste der Deutschen ihre eigene Barbarei nicht überwinden konnten. Bo,: diesem Ge- ttchtspunkte aus deutete auch der Redner die Haltung der Deutsche Balten be: der lettischen Revolution. Zu den wchttragcndsten bal- tffchen Unternehmungen der letzten Zeit gehörte die illusiedluug von 20 000 deutschen Bauern aus den innerrussifchen Kolonien, wo- durch ein nationaler Bauernstand geschaffen wurde. Tie ent- ichechende Rolle, die die nationale Selbstbehauptting bei den Batten gejp:elt hat, führte auch zu den: .vielberufenen Konservatismus, der e:ne bewußte Waffe im Kampf gegen die russische Regierung war. Das Verhältnis zur Scholle, zur Fa mitte, zur Stadt, erhält eine starte Gesuhlsbewnung. Das baltiiche Geistesleben hat eine Fülle von bedeutenden Künsllern, Politikern, Gelehrten und Jvur- ^^^^orgebracht Tie Enge und Abgeschlossenhctt hat viele zu weltfreiuden Lwicherlmgen gemacht. Erst durch eine Angl:ederung an D^rtschland ww:de den Batten die MögttckLett gegeben, in unmittelbare Beziehung zum wirkenden Leben der großen. Wett zu treten. ..nt der bewußten Abgeschlos 1 enheit der Balten hängt es zusammen, daß die^baltiscbe Kunst keinen bedeutenden Dramatt^r auszuwcnien hat. Das Erblühen einer starken imd ttgmwillig originellen Lyrik m den letzten Jahren weist ab-r darauf hin, daß Verborgene .Kraste sich dort gesamnrelt und geformt habm. Das Gemernsame der Zungen baltischen Dichter ist die Art ihrer Geistiq- als in Deuffchland.^ r 1 ?' 1 hat be: aller Urwuchsigkett etwas lleberwissendes, UebevwachE, spielerisches Nervöses. Ihre leidenschaftliche Inbrunst kommt mehr vom Geiste, als vom Blute. Es ist die spate Kunst Inllschttims. Zum Beweist hierfür trug der Rckner Gedichte des mngverstorbeneu Kurt Bartels, Herbatt von Hoerner, Guido Hermann Eckardt, Elfriede Skal- berg, Gustav Specht, Hellmull) Krüger und Bruno Goetz der Redner eff:e feine eindringliche Charakteristik, die die schMmgsn unserem Fühlen noch naher brachten. lieber ^sck und Malern faßte er sich küi^er und nannte mit knapper Charatteristtk die w-lchttgsten Namen. Die Architektur des Dalle»- drms veranschaulsthtvn u. a. die voi^üglichen Lichtbilder, die sich dem mrt großem Beifall aufgenommenen Vorträge anschlossen. Poftscheckverkehr. rr ^Folgendes von,der Reichs-Postve.rloattung vertriebene Merkblatt über i.er: Pochcheckverkehr sei hiernttt im Auszug tveiterenl Krerjen zur Kenntnis gebracht. vaterläudische Pflicht ist es, mit alle:: Mitteln dahin zu stteben, daß der Umlauf an Bankiwten und anderem baren Gelbe auf das notwendigste Maß beschränkt und der bargeldlose Zah- lungsau^gleich ge,ordert unrd. Diesem Ziele dieur auch der Post- scheckverkehr der Zugleich den Ztthlungsverkchr vereinfacht, ver-- billigt und beschleunigt. Jlxz Beteiligung an dieser zum Nutzen der empsohttn ^i^ ^^lfenen Einrichtung wird daher eindringlich Ter Postscheckkunde braucht keine größeren Geldbestände in der Wohmriig oder :m Geschäfte berett zu halten oder zu vertvahben: W keine Verluste durch Unterschlagung, Diebstahl, Feuer zu! befurchte::. Der Post,checkkuiide weist vom Sckireibttsch aus seine Zahlungen durch Ausfüllen von Vordrucken lUeberweisungen oder Schecks) m: Fwiisprecl)gebühren, Zeitungsgelder m:d andere Zahlungen an Postkassen werden auf Antrag des Postscheckkunden ohne iveiteres von seinem Postscheckkonto abgebucht, ohne daß er jedes- mal eine Ueberweisung auszustelten hat. Keine Mühe, kein Versehen durch Zahlen, Verpacken, Versenden von Geld. Tie Wege zur Polt, um Postanweisungen oder Wertbriest aufzulststru. und Mi- dere lästige Gange die notwendig sind, um die für die Ferttgun-g eines Wertbriefs erforderlichen Banknoten, Reichskasstnscheine usw zusammenzn^kommeii, fallen weg. Ter Postscheckttnide rveiß auch daß be: den Vorzügen d:e die bekannt blaue Zahlkarte bietet, die Rechnungen von deil Schuldnern schneller bezahlt werden. Die Be- ttage die der V"stschEcKunde erhält, norden fernem Konto beim Postscheckamt gutgeschrieben. Auch hier fällt das zeitrm'bende imS lästtge Geldzählen iveg, das Bestellgeld wird gespart ^ .Dre Eingänge an Zahllarten irnd Ueberweisungen von tmbmt beim Postsck>eckauit dem 'Posffck»e^mch^ gutgeschrreben che Zahlungsaufttäge des Postscheckkunden äleber- werlungm und Schecks) werden vom PostsckEonto abgechickt. Ter Postscheckkunde erhalt über alle Eingänge und Aufträge, die tagsüber auf seinem Postschecttonto gebucht worden sind, am n ä chsten M v rg c n durch die Post kostenfrei emen Rechmn'asauszug, der- auch dre HoheGuthabens angibt, lieber da- (Guthaben kamr der, Postscheckkunde ,og ech Wiede, durch Ueberweisung oder Scheck Klugen bic^UcBertragimg bcS Zahttmgsverkehrs an das Postscheckamt wird also auch die Kassenführmrg des Postscheckkunden sehr vereinfacht und verbilligt. Er braucht nur den Rechnumrs- ouszug des Postscheckamts nachziiprüfen und die einzelnen Posten' m die Kassenbücher zu übertragen. Aus dem Postscheckkonto muß eine Stanimeinlage von 50 Mk gehalten werden. ^bührnk rm Postscheckverkehr sind sehr niedrig m:d viel billiger als die Gebühren für Postamvei,ungen und Wertbriefe ^ Beitritts genügt bie Ausfüllung eines Formulars, das be: allen Postanstatten erhältlich ist. * o »" ^ ö ei ch nu n g. Dem Offitter-Stellvertretor A. Rübl SumJlVn® «'b'-. d-n 20?^^ ‘'»'s'Bib..oth«k wi-d am $ieti8tag, «91 Mi? Un -? lt ’'T® r ' ®? ltKta 8, 18. Febr.: Krimp 620 uni 62t feldmorichmaßrg antreten um 12% Uhr an bar (ung Sicher und Grünberger Straße Rütttebr neun, - n« Zahlreiche-:. Erscheinen rntmufd^T " flfSn ' 5 **OberhesfischerKun st Verein. Die Ausstellung hat wieder eine durchgreifende Aenderung erfahren, indem einige Münchener Gemälde von P. Bürck, E. Lieberinann, P. P. Müller, E. H. Schräder, F. Schmitz, E. Volmer neu zur Ausstellung gelangten. Ferner ist O. Gritt-Wren mit z^wei, Olga Hasselmann-Kurtz-Wiesbaden mit vier Arbeiten, wovon ein Bildnis aus hiesigen Kreisen, welches dem Ober- hessischen Museum einverleibt werden soll, vertreten. Daniel Greiner-Jugenheint hat einige Plaketten und zwei figürliche Arbeiten zur Ausstellung gebracht. ** Zur Abgabe der Kriegs- und Besitz steuer- erklärungen. Nach der amtlichen Bekanntmachung sind zur Abgabe dieser Steuererklärungen verpflichtet u. a. diejenigen, deren Vermögen sich gegen den Stand zu Beginn des Veranlagungszeitraums um mehr wie 3000 Mark oder — für die Besitzsteuerveranlagung — um mehr wie 10 000 Mark vermehrt hat. Von der Abgabe einer Steuererklärung sind an sich hiernach diejenigen bo- freit, deren Vermögen sich am Schluß des Veranlagungszeitraums nicht um jene Beträge vermehrt hat, vielmehr gegenüber dem Stand zu Beginn des Veranlagungszeitraums (in der Regel 1. Januar 1914) gleichgeblieben ist oder sich gar vermindert l)at. Da aber auch in diesen Fällen, soweit die Verminderung nicht mehr beträgt wie 10 v. H. des Vermögens vom 1. Januar 1914, eine Abgabe nach § 9 Ziffer 2 der Kriegssteuergesetzes zu erheben ist, liegt es im eigensten Interesse des Steuerpflichtigen selbst, eine Bermügens- anzeige auch dann cinzureichen, wenn ein kriegs- oder besitzsteuerpflichtiger Vcrmögenszuwaclz-s nicht vorliegt, wenn es sich vielmehr nur darum handeln kann, den'. Finanzamt die zählenmästigen Unterlagen für eine sachlich zutreffende Berechnung der Vermögensabgabe nach § 9 Ziffer 2 Kriegssteuergesetzes zu geben oder durch die Vermögensanzeige darzutun, daß infolge einer Verminderung um mehr wie 10 v. H- des früheren Vermögens eine Abgabe nach § 9 Ziffer 2 Kriegssteuergesetzes überhaupt nicht in Betracht kommen kann. Würde eine Vermögensanzeige in diesen Fällen nicht abgegeben, dann müßte das Finanzamt jene Vermögensabgabe in dem an sich höchstmöglichen Betrag berechnen, und der Steueransgleich könnte dann nur auf dem Wege der Berufung herbeigeführt werden: damit wären aber mir sowohl für den Pflichtigen wie für die Veranlagung sstelle Weiterungen verbunden. Das steuerpflichtige Vermögen hat sich z. B. seit 1. Januar 1914 von 100 000 Mark auf nunmehr 98000 Mark vermindert. Eine Pflicht zur Abgabe einer Bermögensanzeige besteht daher nickt, wiest ein besitz- oder kriegssteuerpflichtiger Zuwachs nicht vorliegt. Wohl aber wäre nach § 9 Ziffer 2 Krregs- steuergesctzes eine Abgabe von 1 v. H. von (98000 — 90 BroAent von 100 000 Mark) = 8000 Mark, mithin in Höhe von 80 Mark zu erheben. Wenn aber eine Vermögensanzeige auf die allgemeine Aufforderung hin nicht abgegeben wird, dann wird das Finanzamt, sofern es einen steuerpflichtigen Bermögenszuwachs nicht unterstellt, diese Abgabe voraussichtlich unter Zugrundelegung des höchstmöglichen, eine Vermögensznwachsfteuerpflicht noch ausschließenden Vermögensstandes, das ist von 103 000 Mark, also zu (103 000 — 90 000) 0,01 = 130 Mar? berechnen. Die Erstattung der zu Unrecht cm geforderten 50 Mark müßte dann der Steuerpflichtige im Berusungsversahren betreiben. Das erspart er sich, wenn er schon jetzt, und zwar wegen des bevorstehenden Ablaufs der Frist, sofort den jetzigen Stand seines' steuerbaren Vermögens dem Finanzamt anmeldet. Landkreis Gießen. ** Großen-Bu s e cf , 16. Febr. Gefreiter Moritz K a tz , der bei Ausbruch des Krieges als Kri^sfreiwilliger in das Kaiser- Wilhelm-Re ginrent eintrat, Ml den Felvzügen auf den verschiedenen Kriegssü-auptätzen teilnahni und zweimal verwundet wurde, erhielt am 15. Februar in feierlicher Weise vor versammeltem 2. Ers- Bat. 115 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Diese Auszeichnung erfolgte, wie der Kommandeur in seiner Ansprache hervorhob, wegen tapferen Verhaltens des Gefreiten vor dem Feinde und ?veil er fernen verwundeten Leutnant mitten aus dem Kugelregen herausholte. Der Balaillonsüommandeur empfahl dieses aufopfernde Verhalten als nachahmungsw-jirdi-g. •• £ c « d? e l f) c i m , 17. Febr. Der Unteroffizier Hoboist Albert Freitag im Res.-Inf.-Rgt. Nr. 265 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ?. Lumda, 16. Februar. Der Unteroffizier Wilhelm befindet sich schon seit Beginn des Krieges im Felde. Vor nicht allzu lMrger Zeit erhielt er die Hessische Tapferkeitsmedaille. In den letzten Tagen teilte er seinen 2lngchörrgen mit, daß er zum Sergeanten befördert worden ist. — Karl Rau, Lund sturmmann, kämpft seit Herbst 1.915 ununterbrochen in den Vogesen. Für tapferes Verhalten vor dem Feinde wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. — Auch der Richtkanonier Wilhelm Rühl im Artilleris-Reginrent Nr. 252, wurde mit der Hessischen Dapferveitsmedaille ausgezeichnet^ und gleichzeitig zum Gefreiten ernannt. Kreis Büdingen. # Büdingen, 16. Febr. Aus dem Felde der Ehre starb der Musketier Ludw. E ck e r t. Er wurde in der heimatlichen Erde bestattet. # Leidhecken, 17. Febr. Den Tod fürs Vaterland starb der Kreisstraßenwart Landsturmmann H o f im 44. Lebensjahre. ch: N i d d a . 17. Febr. Der hiesige Kaninchenzuchtverein hat eine Sammelstelle zur Verwertung von Kaninchenfellen errichtet. iß O b e r - W i d d e r s h e i m , 17. Febr. Die Hessische Tapfer- keitsmedaille erhielt der Musketier Adolf Müller im Reserve- Jnf.-Ngt. 224. ßk Rinderbügen. 17. Febr. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Kanonier Heinrich Röder im Feld-Artillerie- Regiment 102. Kreis Schotten. 4ß Schotten, 16. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Straub im Feld-Art.-Rgt. 61. die Hessische Tapferkeits- medaille der Landsturmmann Wilh. Gebhard im Res.-Jns.- Rgt. 40, das Kriegs-Ehrenzeichen der Pserdepsteger Karl Stein, Sanitäts-Kompagnie 277. # Eichelsachsen. 16. Febr. Die Hessische Tapferkeit?» Medaille erhielt der Musketier Otto Pfeffer imJnf.-Rgt. 186. lj Laubach, 16. Febr. Heinrich 'Siegfried, dem Sohn des hiesigen Metzgermeisters Georg Siegfried, der in einem Art.-Regt. steht und die schweren Kämpfe an der Somme mitgemacht hat, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. - Zur freiwilligen Hilssdienstpflicht hatten sich 35 Mann von hier gemeldet, um sich zunächst an den Holzmacherarbeiten in den Wäldern 51t betätigen. Sie wurden in Rotten eingeteilt und den älteren Holzmachern, die schon den Winter über draußen gearbeitet, zur Anleitung unterstellt. 4ß M i ch e l b a ch, 17. Febr. Die Hessische Tapferkcitsmedaille erhielt der Landsturinmann Karl Nepp im Inf.-Rgt. 34. 4ß Dom 0 b e r e n V 0 g e l s b e r g , 16. Febr. Durch den starken Frost der letzten Tage sind viele Wasserräder derart ei ii gefroren, daß der Mühlenbetrieb ganz still liegt, bis mildere Witterung einkehrt. Hessen-Nassau. X Hanau, 15. Febr. Der Goldarbeiter Waffenschmidt von hier hatte sich einen Stempel angefertigt, um Brotmarken her- stelleu zu können. Die Nachbildung des auf den richtigen Brotmarken befindlichen Stadtwappens war ihm gelungen, weniger dagegen die Schrift. Auch das von ihm zur Verwendung gekommene Papier wich stark von dem der echten Marke?: ab, so daß die Fälschung bald erkannt und der Urheber ermittelt werden konnte. Börsen-Wochenbericht. Fr an kfurt a. M., 16. Febr. Der freie Verkehr der Börse hatte in dieser Woche im allgemeinen ein ruhiges Aussehen, die Grundstrmm.u.ng war aber fest, da die Gesamtlage einer lOJifcöttemb zuversichtlichen Beurteilung begegnet. Eine wesentliche Stütze hätte die feste Haltung! in den Absagen der neutralen Staaten an Wilson und in den überraschende?! Erfolgen, die unsere U-Boote schon im erste?? Anlauf erzielten. Mit welchem Vertrauen unsere Finanzkreise der nächsten Zukunft entgegensetzen, geht aus der Treuesten Ausdehnung 'des Wirkungskreises der Deutschen Bank hervor, berat diese großzügige -Operation setzt volles Verttauen zu dein guten Ausgang des Krieges rmd der späteren Ausnutzung unserer Siege voraus. Ausgehend von der Kurssteigerung der Aktie?: der Deutschen Bank konnte?! auch andere Ba?rlaktien ihre Kurse etwas erhöhen, zumal die Erwartung günstiger Jahresabschlüsse und die bereits bekannt gewordenen Dividenden Vorschläge einige Anregung gaben. Schiffahrtsaktien, die auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen ?nit Amerika in der Vorwoel-e stärkerem Druck unterlagen, konnten sich ebenfalls erhöhen, da eine beruhigtere Auffassung zutage trat, als die Beschlagnahme deutscher Schiffe in Amerika in Abrede gestellt wurde. Von Trans- por tan ft alten waren im übrigen nach langer Vernachlässigung auch Lombarden und SchantmrgboHn, erstere für Wiener Rechnung, gefragt und höher. Ausgesprochen feste Haltung zerchen Montanüoapiere, die andauernd aus den günstigen Berichten aus denMontanrevieren Nutzen zogen. Tie Führung hatten! diesmal die Aktien der Laurahütte, in denen Kaufe von einer dem Unternehmen nahestehenden Großbankseite erfolgten. Es verlautet, daß die Ergebnisse des oberschlesischen UrrterneInnen s im ersten Halbjahr Haupts äclilich infolge der günstigen Kohlenmarktlage sich' befriedigend gestaltet haben. Fermer waren Caro und BisMarck- hütte, sonne von rheinisch-westfälischen Werten Phoenix. Bochumer und Gelscnkirchener begünstigt. Betreffs Bochrrnrer verlautet, daß der Hakbjahrsgewinn nur um eitrige Ätillionen gegen den ganzen Jaliresgewinn von 1915/16 (etwa Mk. 28 Millionen) zurückbleibe. Lebhafterem Interesse begegneten auch Buderussäie Eisenwerke sonne Kaliwerke Heldburg-Aktien. Von anderen Jndustriepa- pieren blieben Rüstungswerte vernachlässigt. Deutsche Waffen, Rlieinnretall urrd Munscheid schwächten sich etwas ab. Dagegen' stellten sich Hirsch Kupfer und Hedderntzeimer etwas höher. Fest lagen auch die Aktien chemischer Fabriken, wogegen Auto- und Elektrowerte zur Schwäche neigten. Fuchs Waggonfabriken waren weiter begünstigt. Adler urrd Oppenheimer Leder angebvten und niedriger. Anlagewerte verkehrten im Einklang mit dev Flüssigkeit am Geldmärkte in fester Haltung, wenn! auch das Geschäft in ruhigen Bahnen sich bewegte, da die im nächsten Morrat zu erwartende Enrission der sechsten Kriegsanleihe Zurückhaltung auferlegt. Privatdiskont etwa 4 0 / 0 . Meteorologische Beobachtungen der Station SietzeD Febr. 1917 S'lij S Temperatur der Lust ■t2 55 Q* CO s .2 « jg S s; Z CO 05 E 5 -b *c x> S g i-> ! C n 0 L i 2 e = j 9s 5^ «J Wetter 16. 2" + 0,9 4,0 83 0 Sonnenschein 16. 9» — - 2,7 3,0 79 — — 0 17. 7" — 3,5 34 95 9 Höchste Temperatur am 15. bis 16. Februar 1917 — + 2,1' 0. Niedrigste * . 15. „ 16. . 1917 --- -12,1'6. Niederschlag: 0,0 mm. Airchttch« Nachricht««. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 1 8. Fe b r., Est 0 m i hi. Gottesdien stl n u r in der Johannertirche. Vorm. 9X Uhr: Pfarrer A u s \ c l b. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer - A u s s e l d. Nachrn. 2 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer B e ch t 0 l s h e i m e r. Nachm. 6 Uhr : (Kriegsbetstunde): Pfarrer B e ch t 0 l s h e i m e r. — Sonntag, den 25. Febr., finden Gottesdienste nur in der Stadtkirche stall. — Äbds. 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung. — Die Konsirmandenver- einigungen der Gemeinden fallen für die nächste Zeit aus. Kirchberg: Sckrntag, den 18. Februar, vorin. 10 Uhr. — Mainzlar : Sonntag, den 18. Febr.. nachm. IV, Uhr. — Lollar : Mittwoch, den 21. Febr., abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan G u ß nr a n u. katholische Gemeinde. Gottesdien st. Samstag, den 17. Februar: Nachtn. 5 Uhr und abtzs. 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 18. Febr., Sonntag Quin quagefima. Vorm. 6V, Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 7 Uhr: Hk. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. SV, Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaft«-Andacht. — Dienstag und Freitag abends 8 Uhr ist Kriegßbittandacht. - Am Mittwoch wird vor der hl. Messe um ?V. Uhr die geweihte Asche ausgeteilt. Diaspora-GotteSdien st am 18. Februar: In Lich 9‘/, Uhr. gvr Vermeidung »eit Verwechselungen MHbbcrtellutig von 'Bcnrnttiuujr- tejeigm vd«r bgL wirb brlngenb um Vngabc btrHnzefgennommcr gebet Verlag desGieb.Anzeigers Die seither von Herrn Rechts anwalt nud Notar »iimdeid innegehabte (76 Wohnung Seltersweg 56. I. ist ab 1. Avril 11)17 oder später anderweitig zu vermielen. Babnbosstr. 54 11. Stock, 8-Zimmer-Wohnung m. reich!. Zubehör, »nehreren Kellern usw., Loggia, zum 1. April 1917 z. vermieten. >15 Näh. Gr. Steinwea 20 I. 7 Zimmer | Geräumige 1442 7-Zimmer-Wohnung mit oder ohne Lagerräumen f. 1. Juli zu v. Norä-AuU 13,11. 6 Zimmer \ 2 Ger.6Zimm.'Wohnung, m. reicht. Zubehör zu verm. 2261 Näh. Plockstraste 14 I. Ost-Anlage 31 p„ sch. 6-Mm.- Woka. m. Mansz. zu v. Mäh. Eergrfr. 17 U a. H. WaUach, Bisumrckftrahe 14 IL l 22 * *»} Kartaner Str. 43,1. St. 6 ZLW.-W. mit Mansardeoa. ilnd C-artsMBtett per 1. April zu verrn. J. Atxbach. Qst Aulage 38, 6-Zimmer- Wohnung im 1. Stock für bald od. später zu vermieten. 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Giessener Paedagogium (Private Höhere Lehranstalten) A PapHannnilinv Sexta-Oberprima, kleine Klassen, individ. Be- - . y_«!_L handlung. Arbeitsstund, unt. streng. Aufsicht. Einjährigen-, Primareife-, Abiturientenprüfung. Fast sämtliche unserer Prüflinge bestanden, deshalb gute Empfehlung. R Handpkrpakp.hlllp' Realklassen Untertertia - Unter- O ndllueiblBdlbüflUie. sekunda . Kaufmännische Ausbildung. Einjährigenprüfung. II. Oberklasse: Jahreskursus zur kaufmännischen Durchbildung für solche, die Einjährigenzeugnis besitzen. III. Musterkontor. C Snhiilprhpim fiir ^ÖEiiuge beider Abtlg. Oharakterbildung ^ mr durch crnste Arbeit und Beste Verpflegung. Häuser im Park - Musik - Sport. Drucksachen und jede Auskunft durch Direktor Brackemann, Ludwigstrasse 70, in der Nähe der Universität, Fernruf 633 und 953. Bankhaus Joseph Herz Neuen Bäue 23 Giessen Neuen Baue 23 Ausführung aller bankmässigen Geschäfte Errichtung provisionsfreier Scheck - Konti Umwechslung von Kupons und Sorten Darmstädter Pädagogium Pi ivatßchule mit. den Klassen Sexta bis Oberprima. V orbereitun*? zur Einjährige so-, Primaner-. Fähnrichs* und Abitnrfentcnprüfanc* (auch für Damen). Seit Ostern 1916 bestanden 63 Schüler, seit Kriegsbeginn 122 Schüler ihre Prüfungen. 1100D (Pfalz). Höhero flandelsschnlefjacdan für Schüler v.ll-20Jahren. 1314/16 60 Einjährige. , , zur kaufrn. Ausbild. !ste8»TÄ 0T0D Im SchQterhclm gute Verpllegvng u. Beaufsichtigung. Auafilhrl.clahresbarichteversend. DirekterA.HaiT. Neuaufnahme 18 April 1917. Sanatorium Lindenfels i. Od. zw. Barustadit Heidelberg 403 » b. in ideal. Waldg.gel färNer?üse, cfiran. Kranke DBdErholyggsbedurltige MAß. Preise—Prospekt kostenlos. 8 . B. Br. Bebaut. Gießener ßröbel-5eminar. Aufnahme neuer Schülerinnen April u.Ottober. a) Ausbildung zur Fröbe Ischen Kinderpflegertu. ,b) Ausbildung mit staatlicher, in Preusten und Hessen anerkannter Abschlußprüfung zur Kindergärtnerin lsür Familie, kleine Kindergärten, Spielkreise). Prosp.,Auskünfte,Anmeld.: Gcirtenstr.30. L.Moeser. Anmeldungen für den Seminarkindergarten werden jederzeit entgegengenommen. 1013D Die gesetzliche WllkMiisW der AMe-ZmiiiW für die Stadt und Kreis Gießen findet im Marz d. I. statt. Anmeldungen haben spätestens bis 18. Februar bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Bei der Anmeldung sind 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 3. Februar 1917. Der Vorsitzende des Prüfungs-Ausschusses. Joh. Heß. ss4D i LeffnurrgSzeit Dienstag, den 20., Mittwoch, den 21., Donnerstag, den 22. d. M., vormittags 0—1 Uhr, nachmittag» 3—5 Uhr, Freitag, den 23. und folgende Tage, vormittags 0—1 Uhr. D Gießen, den 16. Februar 1917. I. B.: H e u s e r. vezirkssparkaste Gießen. Die am 31. Dezember 1916 fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in den nächsten 14 Tagen ohne Kosten bezahlt werden. Bemerkt wird, daß eine weitere Zahlungsaufforderung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 10. Februar 1917. 11700 BezirkSsparkasse Gießen. Die Firma Wilhelm Mörser, Grohh. Hess. Hoflieferant, Gießen, SelterSweg Nr. 63, bringt hiermit ihr reichhaltiges Lager inZiaarren Zigaretten und Rauchtabaken angelegentlich in Empfehlung. krüilberAkr Pfer!>tttrfiil,miilgSi>erkin Srnnfieta. Nochmalige Besichtigungen derPferde finden entsprechend dem Generalversammlungsbeschluß vom 11. Februar 1917 statt: Orte der Rabenau: in Londorf Donnerstag, den 22. Februar, vormittags 8 l / 2 Uhr. Grotzen-Bufeck: Dienstag, den 27. Februar 1917, nachmittags 3 1 /, Uhr. ReiSkirchen: Dienstag, den 27. Februar 1917, mittags 12 Uhr. Garbenteich: Donnerstag den 1. März 1917, nachmittags 2 Uhr. Auf 8 21 der Satzung wird hingewiesen. Grünberg, am 12. Februar 1917. Der Direktor: Schäfer. 13460 Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Dokumenten, Hypotheken etc. etc. Entgegennahme von Bareinlagen, täglich abhebbar oder auf Kündigungsfrist gegen Verzinsung Vermietung von Schrankfächern (Safes) gegen mässige Gebühr 528D SrnWChciIIier RudolpfTs Fladif. Siehen • üeuenweg 9 • Tel. 671 Hlusikallen* u. niuslfelnsfruiiientenßaus Grammophone «■ Offizielle Verkaufsstelle der Deutfäien Grammophon- 1 J Aktien* Gelellfchtft Berlin Holzversteigerung Mittwoch, den 21. d. Mts., soll im Wald der Gemeinde Mainzlar. Distrikt Hcegstück, nachfolgendes Holz versteigert werden. 154 Rm. Buchen-, 43 Rm. Eichen-Scheit, 76 Rm. Buchen-, 24 Rm. Eichen-, 32 Rm. Kiefern- Knüppel, 280 Rm. Buchen-, 40 Rni. Eichen-, 50 Rm. Kiefern-Reisig. 39 Rm. Buchen-, 15 Rm. Eichen-, 6 Rm. Fichten-, 6 Rm. Kiesern-Stöcke. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr im Distrikt Heegstück. 1348 Mainzlar, den 17. Februar 1917. Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Holzversteigerung. Dienstag, den 80. Februar 1917 nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am .Heuweg beim Pflanzgarten, in dem Distrikt: Grosthäuserberg, Scheuer Rm.: Buchcu 350, Knüppel Rm.: Buchen -)00, Fichten 15, Stöcke Rm.: Buchen 200, Reisig Wellen: Buchen 5000, sichten lgebiindcnj erste Durchforstung 1500, Fichten Terbttangen Rm.: 15, Fichten Rntzreisig Rm.: 100. 12676 Lich, den 9. Februar 1917. Grobherzogliche Bürgermeisterei Vitfc. Dörmer. Holzversteigerung Dienstag, den 27. Februar 1917 nach Zusammen- kunft vormittags 10 Uhr am Burkhardsfelder Weg am Eingang vom Feld nächst Lich, in den Distrikten: Eisen- kaute, Eichwald, Fichtenkopf und Gänswetde. Scheiter Rm.: Buchen 100, Eichen 8, Fichten 8; Knüppel Rm.: Buchen 50. Fichten 30: Stöcke Rm.: Buchen 70, Fichten 130: Reisig Wetten: Buchen 1000, Fichten 3500 (gebunden). Das Holz lagert grösstenteils an chaussierten Wegen. Lich. den 15. Februar 1917. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Dörmer. 13688 Holzversteigerung in der Fürstlichen Obersörsterei Lich. Montag, den 20. Februar, werden im Distrikt Riedwald versteigert: Scheiter, Rm.: 376 Buchen, 12 Eichen: .Knüppel, Rm.: 202 Buchen. 38 Eichen. 1 Elzbeer, 92 Kiefern: Stöcke, Rm.: 152 Buchen, 25 Eichen, 131 Kiefern, 16 Fichten: Reisholz-Wellen: 6500 Buchen, 650 Eichen, 1000 Weichholz, 3650 Kiefern. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf dem Fustweg von Hattenrod nach Ettingshausen beim Eintritt in den Riedwald (Pfaffenschneise). 13548 Ankauf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt, einen sprungfähigen Simmenthaler Bullen anzuschaffen. Besitzer von solchen Tieren wollen sich bei Unterzeichneter Bürgermeisterei unter Kaufpreis-Angabe melden. 1349 Mainzlar, den 16. Februar 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Freiwillige Mobilien-Versteigerung. Montag, den 26. Februar, vormittags von 9 Uhr an, werden in der Hofreite des Heinrich Znlaus in Atzenhain folgende Gegenstände gegen Barzahlung freiwillig versteigert: 1355V 3 vollständige Wagen, 2 Wagentücher und Säcke, eine Mähmaschine, 1 Häckselmaschine, 1 Schrotmühle, 1 Fegmühle. 1 Ackerwalze, 1 Krupver, 1 Iauchepumpe, 1 Paar Ehaisengeschirre und andere Pferdegeschirre. 1 Egge, verschiedene Ketten, Schränke. Betten, 1 Sofa. 2 Sessel und noch sonstiges Haus- und Küchengerät, darunter 1 Küchengestell, 1 fast neuer Herd, 1 Kesselgestell, 1 Buttermaschine. 1 Haspel, Spinnräder, graste Brat- und Kochkroppen usw. ^ (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plant Wwe. Spezial - Damen - Frisier - und Haar-Geschäft Selteröweg 8:: Seltet smcg8 l 5 öpfe Haarunterla Locken.Dreher sow. alle sonst. -Haararbeiten werden schön und dauerhaft angeferügt in dem 8pc2!.-Damen -Frisier- and Haar-Oeachätt Hermann Plant Ww. 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