Nr. 35 Zweites Erscheint täglich mit AuSnah,ne des Sonntags. Verlagen: „Sietzrner Zümiliendlättrr" und „Ureisbiatt für den Ureis Sietzen". Postscheckkonto: tfranffnrt am Main Nr. UbSb. Vankverkehr: Gewerbebank Gietzen. vlatt >b!. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen 5amstag. tk. Lebruar ZwillingSrundvruck und Verlag: B r ü hl'jche Universttäls-Bnch-u.Stsindruckerci R. Lange, Kiesten. Zchristleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulst r ave 7. GeschäfiSslelle u. Vertag: Schriftleitung: 112. Anschrift für TruhtaachrlchtenrAnzeigerGießen Uriegsbriese von der rumänischen Zront. Von nnserrn zum südöstlichen Kriegsschauplatz entsandten Sonderberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.! Kleine Kiirgserlebnisse aus dem neuen Jahr. IV. Foksani, Mitte Jammr. A ^ f der L a n d st r a st e zur Front. Tie rund 70 Kilometer ton Buzen bis zur Front nördlich des soeben eroberten Foksani. lege ich auf der Landstraße zurück. Meine schönsten polnischen Erinnerungen von vor zwei Jahren werden wach. Wahrhaftig, dies hier ist wieder einmal eine richtige 'Lanjestraße. Sie ist genau ebenso zertvühlt und zerfahren wie die Wege damals. Und : n r. Trost der ganzen Arnree, die gesamte Zufuhr ist auf sie angewte,cn, bis die Bahn wieder in Gang ist. Es ist die einzige weithin, die nach Norden führt. An ihr sind die Schlachten vor Rimnicul-Scrrat und vor Foksam geschlagen nwrden. - . ^ueit es, bald regnet es. Die Vormarschstraße ist besteckt mit gefallenen Pferden, wie überall ton Targu Im mis und sonst von den Pässen herunter. Indessen werden es hier allmählich ihrer docki noch beträchtlich mehr, als auf früheren Abschnitten. Ich sckchtze, hast schließlich rund zehn 2uf den Kilometer ^umen: es erinnert an den Mackensenzug in Südpvlen vom Spätsommer 1915, wo es ähnlich aussah. Sind es deutsche Tiere, Riiinänen oder Russen, die dort, alle Piere steif ton sich gell rem. aufgetrieben und sperrig am Wege liegen? Ich weist es ii'.clft, pe tragen keine Uniform und Geschirr, Sattel oder Zaum- zeug hat man ihnen vom Leib genommen. Für die angeblich un- rcrnimftige Kreatur ist es ja schließlich auch egal, in wessen Dienst ne sich zu Tode analen must und hier hat zu Tode quälen müssen. tut stumm ihr Bestes, gleichviel auf welche Seite ihr Geschick src an^ichts des Haders der Menschen stellt, und zu senttmen- tmen Betrack-tungan über ihren Antttl am Märtyrertum des Kneges ist letzt keine Zeit. Rein sachlich hätte die Frage der Verkettung des Pferdeverlusts aus beide Gegner wohl ihr Interesse, doch ist es sehr schwer abzuschätzen. Mb und zu liegt mich ein gefallener Zugochse am Wege. Das war sonst nicht. Mag sein, daß es in Serbien und in Mazedonien derlei bereits gegeben hat; ich persönlich begegne jedenfalls dem Achsen lner zum erstenmal als Ziigtier in MllitärttansPorten, rast auch von ihnen welche gefallen sind, zeigt, wie beträchtliche ^ckmnengkeiten hier zu überwinden gewesen sind, gleichviel, ob das - >^ r öeim abrückenden Feind oder bei einer anrückenden deutschen Koloirne verlrnnm gegangen ist. Tenn der Zugochse ist zähe, zäher sogar und dann Auch leichter zu behandeln, als der trotz seines iitrmpfiinnigen Aussehens launische und eigensinnige Büffel. Wemi er traben konnte, wäre er ein geradezu ideales Kolonnentier. beider liegt ihm diese Kunst ruckst. Ungeheure Krähenschwärme lialten auf den kahlen Marken ihr unruhiges Feldlager, oder sie. hasten krächzenden schweren Fluges auf unbekannte Botschaft lstn einem ge bei mnis tollen Ziel entgegen. Eigentlich sieht man die Krähe rmr selten unmittelbar an gefallenem Getter, um so eifriger und frecher, wenn auch uur einzeln oder in kleineren Flügen ludert die elegante Elster. Ab und zu fällt aus der Kolonne ein Schuß: dann hat einer der wildernden Hmrde daran glauben müssen, die überall in Menge herum- laufen und nach Einbruch der Dunkelheit zusammen mit heimlicherem nächtlichen Raubzeug die toten Gäule anschneiden. Die Lunde sind ein Mittelding zwischen unserem Spitz und dem Strastenhund des Orients; im Frieden sind sie wild imb bissig, fttzt ober scheu und verprügelt, )pie anderwärts auch, wo Krieg ist. Sie weichen allem, was Uniform ttägt, in weitem Bogen aus. Da Tollwut unter ihnen ist, läßt sich von keinem Standpunkt aus etwas dagegen einwenden, wenn man nach Möglichkeit reinen Tisch mit ihnen macht. Ihre überall herum liegenden Kadaver gehören auch zu den Besonderheiten dieses Feldzuges. Tie zerschlissene, zerfahrene, schlammige Straße, die aus dem Leeren zu kommen und ins Leere, Endlose, zu gehen scheint, die ivässerige, öde, weithin dorflose Landschaft, die gefallenen Gäule, der Zug der Totenvögel in den Lüften, die schürenden, einsamen Hunde, der düstere, wvlkenschwere Himmel — all das gibt zu- 'ammcn ein Bild ton vollendeter Trostlosigkeft. Dazu die blanken Holz kreuzlein mit dem aufgestülpten Helm ab und an aus den kahlen Feldern. Streckenweise Picken starke österreichische Schipperkommandos am Wege herum. Immer und immer toieder schneiden Wasser und Wässerchen vom nahen Gebirge her die Straße. Sie rieseln und plätschern zur Donau, die größeren als dünne geschlängelte Ader in breitem, flachem Bett, das Getvalt und Ausdehnung ihrer Hochwasser torschauender Beachtung empfohlen hält, die kleineren als dünnes Rurnsal, das sich am Boden tvenige Meter breiter, aber in doppetter Tiefe in das weiche Schwemmland eingewaschener Steilschluchten verbirgt. Ueber sie alle führen Brücken, und sie alle haben die Russen, wo ihnen die Zeit dazu geblieben ist, hinter srch in die Lift aesprengt oder abgebrannt. Auch hier hatten unsere technischen Truppen harte Arbeit, doch auch hier sind sie ihrer /tufgcwe glanzend gerecht geworden. Längs der ganzen Sttaße ist gekämpft worden. Jeden. Graben, jede Schluckst haben sie gehalten, so lange es ging. Ging es nicht mehr, so legten sie sich vor den nächsten Einschnitt und richteten sich in Rache ein, bis nur wieder heran waren. Denn das erforderte Zeit, da die Pioniere erst den gesprengten Ueber gang für die Arttllerie zurechtmachen nrußten. >Mnner in derselben Manier: vorn eine dünne Kette ni mit Stroh warm ausgepolsterten Schützenlöchern, die Masse dahinter in dem Einschnitt, bereit, beim Sturmangriff im Gegenstoß torzubrechen, im übrigen aber sich auf die Ergänzung in der Schützenlinie eintretender Verluste beschränkend. Vor Rim- nieul Sarat und dann vor Foksani lagen von langer Hand stark ausgebaute Stellungen mit dickem Drahtverhau. Sie wurden in regelrechten Schlachten gegen zähen Widerstand niedergezwungen, ü^ie Entscheidung fiel in beiden Fällen aps unserem linken Flügel, am und im Gebirge. Wer die Stellungen gesehen hat, luirb sich nicht entschließen können, an die ^..Planmäßigkeit" ihrer Räumung, von der die Russen fabeln, zu glauben. Nein, Solche Stellungen räumt man nicht, wenn man nicht muß. Tie Wahrheit ist, daß die Russen hier Stellung und Reservestellung angelegt hatten, um unter allen Umständen iwch vor Foksani unseren Ge samtan griff endlich zum Stehen zu bringen und dann zum Schützengxabenttieg überzugehen. Truppen, die hier haben marschieren, vielfach auch im Freien haben Nächtigen müssen! Mehr wie einmal verwandelt sich die Straße in einen richtigen Schlammsee, dessen durch die Räder des Autos gepeitschter Inhalt auf 100 Meter Länge und mehr wild durcheinander brandet. Adolf Zimmermann Kriegsberichterstatter. Aus Stadt und Laud. Gießen, 10. Fehruar 1917. Kleingeldhamsterk Wie unsinnig vielfach an Kleingeld gehamstert wird, veranschaulicht nachstehende Plauderei, die uns von geschätzter Seite zur Verfügung gestellt wird: „4. Masse Mieschkow" — mit diesen Worten legt Michel einen Markschein in den Kasten der Fahrkartenausgabe. „15 Pfennig", ruft der Beamte- scharf durch's 'Fenster. Wenig geistreich schaut Freund Michel von dem Beamten auf den Markschein und von dem Schein wieder auf den Beamten tritt) brummt etwas von „kein Kleingeld haben" in den Bart. „Ja, woher soll denn ich das Kleingeld nehmen, wenn jeder, der 15 Wg. zu bezahlen hat, mit einem Markschein und mehr ankommt und darauf wartet, daß ich ihm herausgebe. Das Kleingeld steckt Ihr zu Hause in den Sttumpf, und hier müssen die Leute warten. Abgzähltes Fahrgeld, 15 Pfg.! oder es gibt keine Fahrkarte" — schilt der Beamte und wendet sich mit „Wohin?" an den Nächsten, der schon ungeduldig vordrängt. Michel, zur Seite geschoben, holt verstohlen seinen Geldsack heraus, in dem noch ein stattliches Häuflein Meingeld steckt, und zahlt als Letzter 15 Pfg. für seine Fahrkarte. — „Wie teuer ist das Hähnchen?" — „2,50 Mk." — „Es ist aber noch so klein und mager. 2 Mk. wären auch genug". — „Ktiegs- zeit", sagt die Verkäuferin; „alles ist teuer und das Futter knapp; da geht's nicht billiger/' — „Na, na, mit der Futterknappheit ist's doch gewiß nicht so schlimm. Aber ich wckl das Hähnchen doch nehmen. Hier sind 3 Mk." — „Wis? Papiergeld! und noch 50 Pfg. rausgeben! Das gibt's nicht. Mein Kleingeld habe ich selbst nöttg. Da behalte ich lieber das .Hähnchen." — „Dann behalten Sie's meinetwegen", sagt die Käuferin und versucht ihr Glück anderswo. „5 Briefmarken zu 15 P?g. und ob Sie nicht so freundlich wären und mir auf'n 10 Mk.-Schein herausgeben wollten" — fragt der Kaufmannslehrling am Postschalter. „Wir haben gar kein Kleingeld zum wechseln. Alle Leute bringen Papiergeld; und wenn sie kein Kleingeld wieder herausbekommen, so kaufen sie nichts. Briefmarken zum wechseln wollen sie auch nicht". — „Tut mir leid", erwiderte das Schal terfräulttn. „Für 10 Mk. Briefmarken kannst Du bekommen. Ein Wechselgeschäft ist hier nicht." — „Morgen, Herr Rentmeister. Ich möchte wohl meine 8,75 Mk. für diesen Monat abheben." — „Sollen Sie haben; hier si,rü 9 Mk., geben Sie mir 25 Mg. wieder heraus." — ,Länn ich nicht gut, Herr Rentmeister: das Kleingeld ist so knapp." — „Denken Sie bei nnr nicht?", versetzt der Rentmeister. „Es tut mir leid; da kann ich Ihnen kein Geld auszahlen." — „Na, wenn's denn unbedingt sein muß, da muß ich wohl die 25 Mg. hergeben." — „Hören Sie mal, mein Lieber; das ist doch etwas stark: „Sie können heraus!- geben und halten mich hier auf", erwidert der Rentmeister ärgerlich. — „Na ja", erwidert der Rentenempfänger sich entfernend, „man versucht's halt." — „Und Sie, Herr Kärwicki", wendet sich der Besamte an den Gemeindevorsteher von Owieschön, „was bttngen Sie?" — ,Hä, Herr Rentmeister, wir haben honte eine Versammlung auf dem Landratsamt wegen der Fettabliefernng für die Sol- datcn und Schwerarbeiter gehabt. Da wollt ich gleich die Gemeindesteuern abliefern." — „Wie ist's denn bei Ihnen mit der Butter^ abgabe?" fragt der Rentmeister. — „Na, wir sotten die Leinen doch etwas straffer anziehen; die Leute müssen doch einsehcn, wie sehr sie sich am Vaterlande versündigen, wenn sie nicht alles irgend' Entbehrliche hergeben", erwidert der Gemeindevorsteher. „Jetzt sängt das Schlachten so recht an. Ziehen Sie auch überall die Hindew- bnrgspeckseite ein?" — „Damit geht's noch am besten," versetzt der Gemeindevorsteher; „das machen wir gleich bei der Gewährung der Schlachterlaubnis ab." — „Nun ja, ich verstehe", sagt der Rentmeister, „so'n lleiner Druck für den guten Zweck kann auch nicht schaden. Na. nun zählen Sie mal Ihre Gemeindesteuern auf: 873,45 Mk. Hoffentlich haben Sie wenigstens einen ordentlichen Posten Kleingeld." — „Leider nur für ein paar Mark", erwidert der Gemeindevorsteher. — „Es ist eine Not mit dem Kleingeld« Ueberall fehlt's, und das macht Aerger und Verdruß und hält's Geschäft auf, wie Sie vorhin bei dem Rentenempfänger sahen", versetzt der Rentmeister. „Jä, so geht's überall; beim Einziehen der Steuern habe ich auch solche Last gehabt. Die Leute sind so un- vernünftig, das Geld in den Sttumpf zu stecken, statt es in den Verkehr zu bringen."— „Ja, der Himmel mag wissen, was so ein! Kleingeldhamster eigentlich für Zwecke verfolgt", versetzt der Rentmeister. — „Früher ging's '.vit dem Goldgeld so, jetzt mit den Nickeln und Pfennigen" — wirft Kärwicki ein. „Ja", erwidert ber Rentmeister, „die ganz argen Sünder haben zwar auch heute noch das Gold in der Truhe liegen oder an ber Weste hängen. Mer es! sind doch wohl verhältnismäßig nur wenige so töricht. Das Mein- geldhamstern dagegen scheinen mir doch recht, recht viele zu betteiben. Man saßt sich an den .Kopf und ftagt: warum eigentlich? Irgend welchen vernünsttgen Grund dafür gibl's docb nicht." —- „Ich wüßte auch keinen", antwortete Kärwicki, „aber ich kann mir denken, wenn so viele hamstern, daß man's im Geschäftsleben merken muß." „Ganz sicher merkt man's", erwidert der Rentmeister, „aber allein daher kommt der Mangel an Kleingeld doch wohl nichts wenn auch die Torheit der Leute ihn verstärkt. Die Reichsbank hat Unmengen von Kleingeld in den Verkehr geworfen. Ein beträchtlicher Teil davon geht mit unseren Soldaten ins Feld und in die besetzten Gebiete und kommt begreiflicherweise nur sehr langsam? zu uns wieder zurück. t Dazu kommt noch, daß die heuttgen Preise für die Lebensmittel, die hohen Löhne, viel mehr Bargeld überhaupt ersorderu als vor dem Kriege, also auch viel mehr Kleingeld. Kürz! und gut, es kommen so mancherlei Gründe zusammen, die den Klein- geldmangel Hervorrufen". — „Ja, aber die Hamsternester," versetzt der Gemeindevorsteher, „müßte doch eigentlich der Gendarm ausnehmen". — „Eigentlich ja", erwidert der Rentmeister, „aber das Meingeldhamstern ist zu dumm, und man sollte doch annehmen, daß die Leute von selbst zur Vernunft kommen." — „Hoffen wir's." „Also Ihre Zählung stimmt, Herr Kärwicki. 873,45. Hier ist -Quittung." — „Danke schön, Herr Rentmeister — Auf Wiedersehen !" — „Auf Wiedersehen!" * Stiftung. Geheimrat Heichelheim hat der KriegS- iürsorge 2000 Mk: zur Verfügung gestellt zur Kleidung von Kindern aus Kriegerfamilien. NZr Licht uäagefüfSt 25 und 60 Watt Nui das auf dem Glas- ballon einöeätzte Wort 05RArIb üitft furdasfabrikat der Auer$cfe!lf(haft,Berlin Ueberall erhältlich! Äberhe?M,er Aimstvereln. Gießen, 10. Februar 1917. Unsere jetzige Ausstellung umfaßt eine Kollektton des Berliner Malers Franz Türcke, einige bayerische Künstler und eine kleine Sammlung von H. Trenner, Frankfurt, z. Zt. hier im Gefangen-enlager. Türcke, geborener Dresdner und Schüler von Bracht, Kallmorgen und Hertel, dessen Werke sich zum Teil in der Pinakothek zu München und in preußischen Kunstsammlungen befinden, ist vertreten mit Oelbildern, Aquarellen, Pastellen und Zeichnungen. Ueberall zeigt sich ein reifes Können. Jeder Strich sitzt. Die Technik, die manchem Modernen als Hauptsache erscheint, ist bei ihm vollkommen nebensächlich. Er arbeitet mit dem OelPinsel nicht anders als dem Aquarellpinsel, und man ist erstaunt, in seiner „Hol- steinschezi Landschaft' ein Aouarell zu finden. Besondere Beachtung verdienen: „Scheidender Tag". „Abend it Holstein" und „Winterabend im Riesengebivge". Das letzte, vielleichr das qualttätvollste Bild der ganzen Sammlung. Dtan vergleiche damit den „Abend in Holstein", ein Bild, trotz aller Farben Harmonie dennoch sttlmpf. Das Pastell: „Bor der Großstadt", atmet viel Licht und Sonne und bildet einen angenehmen Konttast zu dem erstgenannten. Auf dem Bilde: „Allerseelen" zerstört das Grau der Fri^hofs- maner den opttsckMi Zusammenhang. Man muß sich erst überlegen, ob das ein Fluß oder eine Mauer fein soll. Ausgezeichnet sind die Zeichnungen. Hcrtorzulieben such „Das Kreuz" und „Alte Wwden". -' ö v i? roßte r. l!e / ,ITl ^" l ^ c reuen ist in ber Bleistiftzeichnung: „Fabrik- ^ r ^ t r CT1 - Hinge haucht in Silb ergrau, vereinigen sich die striche zu Körpern, werde?» plastisch und geben ungewollt Farbe, die ,^roe des Alltags, eines nie rastenden Betriebes in kohlen- geschwangerter Atmosphäre. cn^L L ^l G n ^ und E Dekkert arbeiten mit moderneren -. atten r Ihre Lehrer sind die Franzosen geüvesen, in Technik und Lo l< j3? ir l; r ^^tterts „Fischerdorf" erinnert cc dj|, ein gutes Stttteben von G. Büchner nach Cözanne'schem Arrangement urtd eine wohlgelungene Kopie nach einem Selbstbildnisse von Raffael von I. Brasch. Das Original des Bildes befand sich in der Sammlung des Monfig. Don Mariello in Rom, und es mag des Interesses halber erwähnt sein, daß die ganze Sammlung lange Zeit für 600 000 Lire zu eriverben war, daß sie aber schließlich für 4 Millionen in «unerikanischen Besitz überging. 88. — Die Uraufführung einer Schumauniade in Magdeburg. Man schreM uns aus Magdeburg: Man mag sich zn den Tonverfilmungm großer Musiker vergangener Zeiten stellen wie man will — von einer künstlerischen Wertung kann von vornherein keine Rede sein —, das eine wird man ihnen zugestehen müssen, daß sie mehr noch als soziale Vortväge und Bücher für Verbreitung guter Musik, wenn auch nur im beschräntten Nmfangej, beitragen. So war es dem „Trermäderlhaus", das Schubert populär machte, und so wird es auch mit den „Fa hr e n d en Gesell e n" werden, die am Magdeburger Stadttheater ihre erfolgreiche Urauffilhrung erlebten. Der Textverfasser Hgns Gaus hat den an erhebenden aber auch ttagischen Momenten überreichen Liebesroman Robert Schumanns mit Clara Wieck, die Entstehung des Konfliktes mtt seinem Schwiegervater und schießlich die Aussöhnung zu einer Bühnen Handlung zusammengefaßt, in die als Gegenspiel zum Lyrisch-Senttmentalen einige Buffofiguren eingefügt find. Jolxrnnes D o e b b u hat die Musik, zu der ihm Robert Schumanns Werke überreich zur Verfügung standen, mit unleugbarem Geschick der Handlung angepaßt. Wander- und Liebeslieder, Chöre und Duette wechseln in bunter Folge, die „Träumerei" und der 2. Satz des A.-Moll-Macherkow-ertes bilden die Zwisck>enakt- mnsiken. Ter 3. Akt wird säst ganz ton Schumanns „Paradies und Peri" ausgefüllt. In der Jnsttumentatton ist Doebba moderner Orchstertechniker, )vtt§ übrigens besonders der „Paradies"-Musik zum Vortell gereicht. Wie sehr btt dieser Zusammenstellung daS Richttge gettoffen wurde, bewies die Aufnahme bei der Uraufführung. Das Publikum erioies sich von kttnerltt künstlerischen Bedenken angekränkelt und berttttte dem neuen Werk und den Verfassern^ die sich wiederholt zttgen konnten, freudigen Empfang. Die Wiedep- gabe Singspiels selbst, mit B a t t e u x als Schumann und Frau E l b als Clara, bewegte sich in den ton Dttektor Vogeler selbst vorgezttchneten Liifien guter Darstellungskunst. = Ma inz , 8. Febr. Das Röm i sch-Germanrsch« Zentral mu seum erhiett durch die hockcherzige Sttftuna des Kommerzceurats Karl Opel in Rüsselshttm ein prachtvolles ro- m U/. eT r m 0 rrel i ef zugeeignet, das wahrscheinlich einst- Eb Me Vorderseite eines mächtigen Sarkvphagdecke!s bildete. Naä>- Forschungen über die verttmft des Kunstwerkes ergaben, daß es sich bis vor etwa 30 Jahren in den Magaziiren der Büla Liwovisi in Rom befand, dan in österreichischen und später in Frankfurter Prlvatbesitz gelangte. Bon hier erwarb es Herr Opel für tos Zenttalmuseum. Das Relief besitzt eine histottsch-arckäolvgische Beocmtung erjten Raiiges imd wird das Glanzstück der Sammlung ton Germanen-Tarstellimgen des Museums blldoii. Die iwch 2,35 Meter lange, 0,76 Meter brefte und 0,10 Meter dicke Sarlopbag- platte aus bläulichem italienischen Marmor .zeigt unter der Jn- ichttfttafel eure Heinere Bildszene, beiderseits derselben das Brustbild einer vornehmen Dame, sowie eine größere Figuren gruppe, ton der aber lecher ttnige FiMven fehlen. Die größere Grupps' veranschaulicht eine Gerichts- oder Huldigungsszene. Vor dem Kaiser stehen mehrere „Barbaren", deren Gesichtszüge und sonstig« individuelle Meiimale deutlich auf Germanen, und zwar Sueven oder ein diesen verroandter Bolksstamm, himveisen. Lluch in der Gruppe unter der Jnschttfttafel kommt der Germanentyp in merkenswerter Weise zur Erschttnung. Es läßt sich nach den Ausführungen von Professor K. Schumacher lMainzs im Kv-rvv- spondenzblatt des Archäologischen Instituts nicht ton der Hand wttsen, daß der auf den: Deckel dargestellte Vorgang eine Begebeil- httt der Markomannen-, Sueven- oder Menunrnenkriege behandelt, wodurch das Relief seinen aichervibentlich hohen hisvottsck)en unarchäologischen Wert erhält. %t9 herrschenden Kohlerimuncrels Halber werden in den nächsten Wochen ans Beschlutz des cvmrgel. (Gesamt- nrchen Vorstandes die son ntäa l ichen Gottesdienste ab- wechselnd nur tit einer Kirche abgehalten. Am nächsten Sonn-" tag, 'den 11. Februar, finden die Gottesdienste (9Vs Ulw vormittags Und 6 Uhr nachmittags) nur in der Stadtkirche, am daraus- folgemdrm Sonntag, den 18. Februar, nur in der Johanneskirche statt. Tie Kriegsbctstunden werden vorerst nicht mehr Mittwvckr-s gcchrlten, son^rm mit den Sonntags-Nachmittags-- gotlcsdieusten vereinigt. Zur Abhaltung der Konsirmandensttiit- deir. Bereinigungen usw. dienen die Kirchen und der untere Gemeindesaal, Kirchstraße 9. Die nächste K o n f i r m anden stunde für die Lukasgenieinde wird Sonntag, den 11. Februar, nachm. '6—4 Uhr in der Stadt kirrlie gehalten, diejenige fiirr die Jo Hannes - gem^nude Nlpntag, den 12. Febrnar, vorm. 8Vr Uhr, in dem Ge- memdesaal, Kirchstratzc 9. Die K i n d e r g o t t e s d i e n st e ftirden vormittags um 11 Mn und nachmittags um 2 Uhr statt; Sonntag, den 18. Febrnar, nachmittags 2 Uhr, für die Lukasgerneinde. — ßJletd«citig beschlotz der Gesamtkirä>cnvorstand, das früher übliche Fsiü n s u h r l ü u t c h (narlvnittagS) wieder ernznführen. Dieses Geläute kanr einst in Kricgszeiten auf und sollte die Bewohner der Stadt zum Gebete mahnen. In unseren Tagen schwerer.^briegsnot gewmnt eS wobl für manch? die Ursprüngliche BedeiMnig zurück, so daß br'i dem Klang der Glocke sich aus dim Herren die Bitte erhebt: „Ach bleib bei mrs, Herr Jesu Christ, Beriech uns Friedet gnädiglich." ** D a s E r g c b n i s d e r O b st k e r n s a m m l u n g. Die im vorigen Jahre eiugeleitctc Obstkernsamitnlimg hat trotz nrancher Unvvllkonmreiiheit.il Ergebnisse gezeitigt, die der Beachtung lvert erscheinen. Datz s« unserem Oelmangel in entscheidender Weise obheljen würde, hat von vornhen'in wohl niemand angenommen. Doch aucl, geringere Mangen, die unsere knappen Oel vor röte auf- besserten, müssen als hochwiMonimen angesehen! werden. Der Erttag der Svmrenbbrnvenkerne mar sehr mäßig. Ans 77 Tonnen Aussaat kamen 100 Donnen Ernte zurück, so datz cs fraglich erscheinen kann, vb die Mühe dar i?lussaat sich lohnte. Auch das Ergebnis der Buch eckernsamülllmg war dürftig. Der Grund lag uw hl. darin, daß du Bundesstaaten, die die grötzten Buchenwälder haben, die Erträge an sich heran gezogen, und weiter darin, datz viele Sammler ihre Vorräte selbst behielten und zu Oel verarbeiteten. Dawsgen halbe die Obst' kernsaimulung sehr gute Erfolge. Sie ergab 120000 Tonnen Obst- kerne, die 4 — >500 000 Kilogramm Oeli lieferten. Der Verbleib dieses Oel es, nachdem auch eirrige Fragen laut geworden sind, erklärt sich durch den starken Verbrauch der Margarinefabriken, an die monatlich 4000 Tonnen abgegeben werden. Die Oelnueugen, die wegen ihres hohen Preises Aufsehen erregten, stammten aus der türkischen Haselnußernte und sind ivohl unterdessen automatisch aus dem Verkehr vericktvnnden. Landkreis Gießen. ** S t e i n b a ch, 9. Febr. Dein Kanonier Heinrich Becker im Garde-Feld-Artillerie-Regt. Nr. 7 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Büdingen. ^ Orten berg, 8. Febr. Ta für die hiesige 1400 Morgen grotze Feld- und Waldjagd bei der letzten Verpachtung nur^die Halste des bisherigen Pachtpreises mit 660 Mk. geboten wurde, wurde die Verpachtung nicht genehmigt und eine nochmalige Ver- Pachtung tm Rathaus au? Samstag, den 10. Februar, vormittags 11 Uhr, festgesetzt. - Wie warm und geschützt unser so schön ge- le ene« Städtchen liegt, konnte man in diesen kalten Tagen aufs ne M ue beobachten. Während in den umliegenden Gemeinden dek NiddertalS Temperaturen bis zu — 16 Grad R. festgestellt wurden, betrug die niedrigste Temperatur hier nur tn zivei Nächten 42.5 Grad R., während am Tag Temperaturen bis zu-j-10 Grad K. erreicht wurden. Hessen-Nassau. ra. Bi e de nkopf, 8. Febr. Recht häufig waren dir Truppen- durc^ügc aus dem 7 jährigen Kckea, welche unser Hinterland berührten. Als nach der Schlacht bei Bergen die Franzosen unter Marschall Contadcs gegen Oberhessen vorrückten, benahmen sie sich bei uns »vie überall recht geioalttätig. Biedenkopf hatte zloei Wochen lang eine Einquartierung von 2000 Mann zu ertragen. Ein Jahr darauf folgte die legion royale des Margurs de Chabo, der sich auf devl Bormarsch gegen die am Niederrhem stehende Abteilung des Erbprinzen von Braunschweig befand. Nim kamen Abteilünge« von Terzinisck>en und Chamborantschen Husaren, Schweizerreginww- tern und des Condcschen Kvrps. Am schlimmsten hausten die Regimenter Orleans und Bourbon. Damals kostete das Mittkorn 12 Gulden. ra. Königsberg, 9. Febr. Königsberg verdankt seine Entstehung dem Schloß, tvelckes 1226 von Marguard von Solms, dem Stifter der Solms-Köm gsbergischen Linie, erbaut wurde. Ter letzte Zweig dieses Stamrnes, 6)ras Philipp von Solms-Königsberg, verkaufte 1350 die Burg Königsberg mit dem Vorbehalt des Benutzungsrechtes bis zu seinem Tode an den Landgrafen Heinrich den Eisernen von .Hessen, trat jedoch 1357 alle Rechte auf die Burg an den Letzteren ab. Im 30jährigen Krieg 1647 wurde das Schloß zunr großen Teil zerstört und später an seiner Stelle ein Amts haus erbaut. Börsen-Wochenbericht. Frankfurt a. M., den 9. Februar 1917. Ter Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Deittschbmd, ist Natur^nnätz nickst ohne Einfluß auf die Effekterrmärkte geblieben. Auch hier stand der freie Berkehr ganz unter dem Eindruck der Meldungen aus Washington, ^venngleich das Ereignis nicht entfernt eine so tiefgehende Wirkung ans die Haltung aus geübt hatte, wio die ibalienisck-e Kriegserklärung im Mai 1915 und die rumänische Kriegserklärung im August 1916. In Finanzkreisen Tratte man seit der Verkündung des.uneingeschränkten Däuchbootkrieges mit dieser Eventualität gerechnet. Immerhin wurde durch den 'Abbruch der den t f rfMimerifh n i schien Bezielstmaen — das übrigens noch keine KrrvgserVlä-rimg bedeittet — eine Verstimmung und ein Rückgang der Kurse herbeigeführt. Dem Kursrückgang wurde aber bald wieder Einhalt geboren, indem von allen Seiten zur Ruhe und Besonnenheit gemahnt -und betmtt wurde, daß der der Stärke Deutschlands auf militärischem und maritimem Gebiete kein Grund zu ernsten Besorgnissen bestelle. Die Zuversicht wurde dann weiterhin auch gestärkt durch die Tatsache, daß Wilson bei seinem Vorgehen gegen Deutschland auf seiten der europäischen neutralen Staaten keine) Gesellschaft findet. Spekulation und Publikum hielten infolgedessen mit weiteren Verkäufen zurück, sahen, sich vielmehr in der Hoffnung, daß der U-Bootkrieg bald die gewünschten Erfolge zeitigen und unS dem Frieden näher bringen iverde, zu Rückläufen trranlaßt, wodurch die KAcrse wieder «sehnliche Steigerungen erfnhven, so daß die Rückschläge, die der Konflikt mit Amerika herbeigcfülut hatte, schon nahezu vollständig ansgeglick^'n sind. Eure Ausnahme macksten Schis ,a hrtsaktien. die sich von ihren starken RückgMWen nur langsam erholten, da die Be- schlagnahme deutscher Schiffe in Amerika verstimrnend wirkte. Am Montan markte fanden nach den Verläufen am Anfang der Wvcbe im weiteren Verlaufe größere Rückkäufe statt. Eine besondere Anregung bot die Erklärung der Phönchverwaltung, wenn sie auch Ziffern vermissen ließ, und schließlich nur selbst- verständliclies zunr Ausdruck brachte.. Namentlich fanden in Phönix selbst umfangreiche Käufe statt, aber auch Bochumer, Deutsch- Luremburger, Coro, Oberbedarf und Gelsenkirchener waren leb- l-aft gefragt und gingen schließlich noch über den Preisstand der Borwoche etwas kstnaus. Das gleiche gilt allgemein für R ü st u n g s w er t e, von denen Deutsche Waffen, Dynamit und Rheinmetall im Vordergründe des Interesses standen.. Autowerke hoben ihre zu Beginn der Woche erlittener .Rückgänge ebenfalls wieder ein geholt, mir Daimler steltterr sich noch etwas niedriger. Schwächer Tagen auch noch chemische Werte. Bankaktien waren nach vorübergehender Abschwächung wieder gebessert. Anlagewerte blieben gut-behaupttst. Der Geldmarkt war andauernd flüssig. Tägliches Geld war zu 4 Prozent angeboten, ohne für nennenswerte Beträge Nehmer zu finden. Privatdiskonten stellen sich auf etwa 4'/« Prevent, Devisen ruhis und kaum verändert, RirctzU^che rrachrr^t-ks. Lvsngelische Gememdr. Sonntag S e x a g c \ \ m a, den 11. Feb r. Kollekte für das hessische Krnppelheim. G o t t e L d t e n st nur in der Stadtkrrche. Vorm. 9'/, Uhr: Pros. D. Schian. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeiilde. Pfarrer Mahr. Nachm. 8—4 Uhr: Konsirmandenstlmde für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtols- h e i m e r. Nachm. 6 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe. — Sonntag, den 18. Febr., finden Gottesdienste n»r in der Johanneskirche statt. Kirchberg. Sonntag, 11. Febr., vorm. 10Uhr. — Lollar. Nachm. 14/, Uhr. — Daubringcn. Mittwoch, 14. Febr., abdS. 8 Uhr: KriegSbetstnnde. Dekan G u ß m a n n. katholische Gemeinde» Gottesdienst. Sa instag, den 10. Febr.: Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, 11. Febr., Sonntag Sexagesima. Vorm. 6'/, Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr : Hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der keil. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heil.Mesie mit Predigt. Nachm. 5'/, Uhr: Ehristenlehre; darauf Andacht. — Dienstag und Freitag, abds. 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht. Diaspora - Gottesdienst am 11. Febr.: In Griin- berg 9»/, Uhr, in Hungen 9'/, Uhr. Amtlicher %tüL Betr.: Bestandserhcbnng von landwirtschaftlichen Maschinen ml Geräten. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Allen Interessenten, die nach der Bekanntmachung des stell- verttetenden Königlichen ^Generalkommandos zu Frankfurt a. M. rn obigem Betreffe vom 1. Februar 1917, ab gedruckt im Kreisblatt Nr. 23 vom 9. Februar, in Betracht kommen, wollen Sie alsbald von dem Inhalt der Bekanntmachung Kenntnis geben. Gießen, den 9. Februar 1917. Großherzogliches Kreiscnnt Gießen, vr. U sing er. XVHT. Armeekorps. Stellvertretendes Generalkonunando. Abt. II b A, III b. Tgb.-Nr. 27 981/489. Frankfurt a. M-, den 26. 1. 1917. Belau ntm a ch ung. (Nr. 310. 1. 17. W. R. II. 2e) betr. Sicherung der Reparatur landwirt- schastUcher Maschinen. Bestellung von Reparaturarbeiten bei den Werkstätten. Unter den l?euttgen Verhältnissen ist es ausgeschlossen, daß landwtttschastliche Maschuren zu ibver Bedarsszeit rechtzeitig - repariert sein können, wenn sie nicht sofort zur Reparatur gegeben Werden. Jeder Laud4oirt hat dal>ec sofort seine Maschinen auf Reparaturbedürstigkeit nachzusehen und die Instandsetzung bt-i seiner gewohnten Reparaturwerkstütte zu bestellen; denn die Ausführung der Mparalur erfordert tycate naturgemäß mehr Zeit als im Frieden. Landwirte, die der Aufforderung nicht Folge leisten, setzen sich der Gefahr ans, datz ste ihre Maschinen nicht mehr rechtzeitig repariert erhalten. Es wird ihnen danv aber auch schwer möglich sein, neue Maschinen zu bekommen. Ausführung der Reparaturarheiten durch die WerMtten. Tic Rcparattkrwcrkstätten sind verpflichtet, die Aufträge Hereinzunehinen und solche, die sie nicht mit Sicherheit zur Bedarsszeit der bcstr. Maschrnengattung serttgstellen können, sofort an die für die zuständige Maschinen-Ansgleichstelle des Vereins Deutscher Ingenieure oder an die Kriegsamtstellc bei dem ftir sie zuständigen Generalktommando weiterzuleiten. Die Maschinen-Ausgleichstckllen weisen nach Alöglichkeit Werkstätten nach, welche die Ausführimg der Bestellung übernehmen können. Die Reparadlttverkstätben sind dem Besteller gegenüber zur Auskunft verpflichtet, wie es mit der Durchführung der Repara- ttrrcrrbeit.steht. Meldung von 'Fabriken und Werkstätten zur Uebernahme von Reparaturarbkiten. Alle Fabriken und Werkstätteu, die nicht voll beschäftigt sind und Reparaturcm an landwirtschaftlichen Maschinen übernehmen können, haben sich bei der für sie zicstärrdigen Ma- schinen-Ausgleichst'ellc des Beveins Deutscher Ingenieure oder bei der Kriegsaintstelle des für sie zuständigen GeneralLoimnan- dvs zu melden, damit ilmen Arbeit zugewiesen werden kann. Arbeitsausgleich durch die Maschinen-Ausgleichftellen und Kriegsamtstellen. Die Adressen der Maschinen-WisgletchstÄlen können durch die Krirgsamtstefteir der für die verschiedenen Bezirke zuständigen Generalkommandos erfahren werden. -Adresse: Kriegsamtstelle in Frankfurt a. M. Jede Maschiuew-AusglerchistelTe lat bet der Krisgsamtstelle ihres Bezirkes einen Bertveter zu bestellen. Wenn die ZTrbeit nicht in den BczirHen der Maschmen^kisgTeichstellien oder der Kriegsamtstellen untergebracht werden können, so erfolgt der Ausgleich entweder duvch die KriegsamtstelTeir unter sich oder durch die Landwirtschaftlick-e Maschinen-Bersorgungsstelle des Waffen- und Munitions-Beschaffungsamtes in Berlin W. 15, Kurfürstendamm 193/194. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. ZumbestenterdurchdenRumäneneinsall geschätzigten Siebenbürger Sachsen. Samstag, den tv.Zebruar abends 8V- pünktlich in der Neuen Aula Vootvag mit Lichtbildern von^r'ofeffokvr.Schlesingev Ventsch-Siebenbürgen Land und Leute Eintrittskarten (1. Platz 2 Mk., 2. Platz 1 Mk., 3. Platz UV Mk.» bet der Ferber scheu. Frees'schen und Ricker'schen Brrchhandlung und an der Abendkasse. Studentenkarten (zu 00 Pfg.) Leim Univ.-Hauömeister. Verwundete haben für den drillen Platz freien Eintritt. GieSener Konzertverein. Da Herr llackhans Urlaub erhalten hat, findet das morgende Konzert bestimmt statt. 1187D /i Cafe Amend Samstag and Sonntag Künstler - Konzert Sanatorium Lindenfels i. Od. zw. BarnstiAt-HeiBiberg 4M n.li. In Ideal.'Waldjwcol. Iöp Nervöse, eil rw. Kranke DndErholunpbedOrflroe >:aß. rreiae- Prospekt kostenlos. S. R. Dr. Stakmltt. Die gesetzliche GesellMilsW Der Wiek-Zmttg für die Stadt und Kreis Gießen findet im März d. I. statt. Anmeldungen haben spätestens bis 18. Februar bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Bei der Anmeldung sind 5 Mk. Prüfungsgebühr zu enttichten. Gießen, den 3. Februar 1917. Der Vorsitzende des Prufungs-AnsschnsseS. Joh. Heß. ‘ 984D Gymnasium Fridericianum zu Laubach. Anme|dnneen neuer Schüler weiden schriftlich jederzeit, mündlich an den Wochentagen von 12 bis 1 Uhr entpregrenKenommen. Vorznlegen sind Geburtsschein. Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Aufnahmeprüfung: Montag, 16. April, vormittags 8 Uhr. Laubach, 7. Februar 1917. 11169hv Mliragl DMin des km«» Henk. armstädter Pädagogiusn Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur KinjAhrieen-, Primaner-. Kühn rieh»- und AblturlentenprüfunK, (auch für Damen). Seit Ostern 1916 bestanden 63 Schüler, seit Kriegs- beglnn 122 Schüler ihre Prüfungen. 1100D mm 1187D Landes- fagewsrMnle DarmsML W des Sommersemeslers aei II. tpiil. Pne M die «Im. NecMral 3. Zuverlässige Personen finden sofort Beschäftigung zu Hause durch Herstellung von Strumpf waren auf unserem Schnellstricker. Vorkenntuisse nicht nötig. Ent- femungkein Hindernis. Verlangen Sie alles Nähere durch Auskunft umsonst u. postfrei durch Strninpfwaren- fabrik, Hamburg 6, 836hv Sezirkssparkasse Sietzen. Die am 31. Dezember 1916 fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in den nächsten 14 Tagen ohne Kosten bezahlt werden. Bemerkt wird, daß eine weitere Zahlungsaufforderung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 10. Februar 1917. 1170O BezirkSsparkaffe Gießen. Man^ am 31 .§e)br. 1916 . Aktiva JC Kassenbestand 8738.17 Vorschüsse gegen Bürgschaft 20232.14 Vorschüsse gegen Hypotheken 164822.50 Vorschüsse gegen Kansschillinge 21274.66 Vorschüsse gegen Wertpapiere 800.— Vorschüsse in zed. Forderungen 2727.79 Guthaben bei Banken 15028.90 Lausende Rechnungen 23000.— Wertpapiere 29400.— AuSsteh. Zinsen 19034.05 „ Provisionen 2.05 Kosten 9.85 Mobilien 156.93 305227.04 305227.04 Stand der Mitglieder Ende 1915 46 In 1916 gingen zu.— In 1916 gingen ab..1 Stand der Mitglieder Ende 1916 45 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage lang bei Rechner Schlapp zur Einsicht offen. Mainzlar, den 9. Februar 1916. 1185 Spar- und Vorschußkasie Mainzlar. Eingetr. Gen. m. u. H. Der Vorstand: Vogel. Brück. Der Rechner: Schlapp. Passiva JC Geschäftsanteile 2250.— Reservefonds 7406.04 Spareinlagen 289270.41 Lausende Rechnungen 5404.07 Reingewinn 896.52 (Hühei-e Privatschulo Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen-, Prinnareafe-, Abitnrienten- prüfmrag. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren dergesetzlichenSchul- pflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Lud wigstr.70, Fernr. 633 Gründl. Unterricht in 817 Stenographie Buchführung n. allen Handelsfächern durch bewilhrte Lehrkräfte. Tages* a. Abaadfcnrse Honorar inouatl. Mk. 10.- Knrsdauer nach besond. Ver Inbarnnq;. Anmeld ng ägHch. Kostenlosest llenvermltt- lnitß. FranzVegt&Co.,Gieflen Goethostr. 32. Tel. 2051. Jagd - Verpachtung. stk St^^Butzbach^ ladende Jagd aus 380 Hektar Wald und 577 Hektar Feld und Wiesen der Ge.narkung Butzbach aus 9 Jahre in 2 Losen öffentlich vervachtet werden. ^ J Bulach ist Station der Maiu-Weser-Balru unb jiDetey Nebenbahnen. Ter Wald liegt 15 Mumien vom Zahn Hof entfernt. ^.as im Walde aeleaeiie Butzbacher Z^ltdaus bietet anerkannt gute Pension und Berpfteqimq. ^ ^ Ii nb lVcl ? 1,1 pfleglich behandelt. Vorherige Auskunft durch unterlertigte Stelle. Butzbach, den 3. Februar 1917. 1193D tSroffh. Bürgermeisterei Butzbach. Ausgeloste Obligationen der Stadt Butzbach. Lit. A. 41, 200, 18, 144 „ B. 111, 25, 194, 23 o cm rr ^ 0. 169, 114, 199, 248, 97 Zahlstellen: Stadtkasse Butzbach, Bankhaus Ferdinand Sander in Frankfurt a. Dt. 1194V Butzbach, dcn 5. Dezeniber 1916. Großh. Bürgernieisterei Butzbach. ___ Flach. HolzÄersteigeruug' in der Fürstlichen Oberförsterei Sich. p) tm cP e £*£?' ß'fPfPl*' werden versteigert nnSLJrPSr-i »vitcböflxaud) Jubttcb der Eisenbahn: 20 Nm. Luchen-Schener. M Nm. Buchen- und 50 Nm. Eichen- 6 Rin. Buchen- und 0 Nm. Eichen-Stöcke, 580 ..O^cn^enen, 32 Elchen-Garlknvsosten. K“: % e, i 6oli "' ?Nk>c» Hauien. b) im Distrikt S® 1 !*-" „S," 1 .!“#,'" 5 unb8iRm.©!6cn.©c6ciict. 87 Mm. fA» Un J? %£*: Klchen-Knüvvel. 3!) Rur. Buchen- Ub 47 Rm. Eichen-Stöcke. 1490 Buchen- und 1390 Eichen- 6 Z^zchen-Slmnme von 35 bis 39 Ztm. Durch- ?^,^^^'^^Ä,"^.^rschen-Stämmc von 23 bis 28 Ztm. =w2^w , SS5»!r öltm., 6, Etchen'Gartenpfosten, 49lHm. Esbolz m langen Hausen. Das Hvlerholz sitzt unwett der,Strotze Lich—Garbemeich. c^.^kL?I?^"! 5 nruntt ist vormittags 9'/, Uhr im Distrikt ■ at l öer Bahnunternihrung. 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Es soll eine Jnbiläumsstistttttg entstehen zur Schaffung von Einrichtungen, die der Erholung und Kräftigung unserer hessischen Krieger in einem Erholungsheim dienen. Mitbürger! Spendet reichlich, damit dieser schöne Plan verwirklicht werde, der uns allen am Herzen liegt? Jede, anch die kleinste Spende ist willkommen. Es findet eii»e Haussammlung statt. Gaben nehmen entgegen: die Banken, die Bezirksspar kaffe und die -T»- 1 ^ i £ Derjenige Herr welcher sich elegant und schick kleiden will, findet bei mir die größte Auswahl von besseren Herrschaften wenig im Gebrauch gewesene, teilweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22.—, 25.— Mark und üöüer Anzüge für korpulente Herren in grosser Auswahl Paletots von 16.-, 20.—, 24.- Mark und höher Einzelne Hosen, Sakkos und Kinder-Anzüge 2 ©~ sehr prelsweri. *^S Frack-,Gekrock- u. Smokinganzüge auch leihweise Anßcrdesu Neue moderne Garderoben für Herren u. Damen Zi® in allen Preislagen. - 350 E Kapes in grosser Auswahl. 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Mitqliederqut- haben Verwaltungs kosten Rest Reservefonds Reingewinn 1410.— 1633.66 4026.10 2907.62 Mitgliederstand Ende 1915 Zugang 1916 . Abgang 1916 . . . . . M 9977.38 158 — 1180 Stand der Mitglieder 1916 158 Herbert Horn Baiser V. Direktor Lagerhalter und Rechner Kontrolleur AbsatzFerkel von bester Zucht schnellwüchsige Rasse, langgestreckte. breit- buckettge Tiere, die besten -.nr Zucht und Schnellmast. Sehr gute Fresser. Kernqesnnd.cn. 6-8wöchige. »6—42 Mt. 8—10 wöchige. 48—48 Mk. 10—12 wöchige. 40—56 Mk. 12—14 wöchige. 87—65 Mk. 14—1« wöchige. «5—75 Mk. Läufer 1-70Mk.pr Pfd.abhter. Für la Schweine lebende Ankunft Garantie. Nach- nabmeversand. Bahnstation genau angeben. 797 V Fr. Jo«. Ilochmann, Eherstadt b. D. „Sehweixar- aan*“. Peroral Hr. 282. am aller Art werden >tl eichungssähig hergestellt. 00437 Karl Schmidt, Gießen Neuenweg 42. Zöpfe Oaarunterla Locken.Dreher sow. alle sonst. 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Auf Grund des 8 1 der Bundesratsbekanntmachung über Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915 (Reichs- gesetz-Blatt S. 54) werdet: hiermit 1. die Kommunen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Verbände, 2. die landwirtschaftlichen und gewerblichen Uttter- nehmer. in deren Betrieben Kohlrüben geerntet oder verarbeitet werden, 3. alle, die Kohlrüben aus Anlaß ihres Handels- betriebes oder sonst des Erwerbes wegen in Gewahrsam haben, strnfen oder verkaufen, aufgesordert, die am 10. Februar 1917 in ihrem Besitz befindlichen Kohlrüben (Steckrüben, Wruken, Bodenkohlrabi) spätestens am 11. Februar 1917 bei der für sie zuständigen Gr. Bürgermeisterei (Oberbürgermeister, Bürgern! eister) schriftlich anzun'relden. Tie Gr. Bürgermeisterei (Oberbürgermeister, Bürger' meister) hat die ein gegangene Meldung in ein Verzeichnis einzntragen und die in ihrer Gemarkung vorhandene Gesamtzentnerzahl bis spätestens den 12. Februar 1917 dem Unterzeichneten, Großh. Kreisamt, mitzuteilen. Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Bekanntmachung verpslickstet ist. nicht in der gesetzten Frist erteilt oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft: auch können Vorräte, die verschwiegen sind, im Urteil für den Staat verfallen erllärt werden. (8 5 Abs. 1 der angegebenen BundeSratsbekmntmachung vom 2. Februar 1915.) Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Bekanntmacknmg verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben ntacht, wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder im Unvermögensfalle mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. (8 5 Abs. 2 der angezoaenen BundeSratsbekanntntachung vom 2. Febritar 1917. Gießen, den 3. Februar 1917. Großherzogliches .Kreisamt Gießen. _ Dr. Usinger. _ Bekanntmachung über Enteignung der Fahrradbereifungen. Diejenigen Personen, die noch Fahrradbereifungen besitzen, haben diese bis zum 15. d. Akts, einschl. auf dem techn. Bureau des Gaswerks anzumelden. Tie Besitzer von Bereifirncren sind auch dann zur Anmeldung verpflichtet, werm. sie nicht Eigentümer sind. Personen, die die Berechtigung zur Benutzung des Fahrrades besitzen, sind nickü zur Anmeldung verpflichtet. Tie Unterlassung der Anmeldung wird nach den geltenden Bestimnrungen bestraft. 1191B Gießen,! den 9. Febritar 1917. __ Ter Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die bestehende .Kvhlenknappheit werden die Dienststunden des Städtischen Lebensmittelamtes, Ostanlage Nr. 13, bis auf weiteres auf die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags festgesetzt. An Sonntagen findet vorniittags von 10 bis 12 Uhr die Aitsgabe von Lebensmittelkarten an Urlauber stab Gießen, den 9. Febrrtar 1917. Ter Oberbürgermeister: Keller. Vorstehende Festsetzung der Tienststtmden gilt auch für das Großherzogliche Finanzamt Gießen. Tre Amtstage finden nutrmehr statt jedeit Dienstag und Sonnabend von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags. 1190B Gießen, den 9. Februar 1917. Olrvßherzogliches Finanzanit: _ I. D.: Franz. _ HolzversteigerungderStadtGießen Tie auf Montag, den 12. Februar 1917 ausgeschriebene Holz Versteigerung findet nicht statt. Gießen, den 9. Februar 1917. 11896 Der -Oberbürgermeister: I. V.: Grünewald.