Nr. 51 Zweites Grfth»tn1 «glich mit Ausnahme des Sonntags. Beilagen: ..«tehensr ZamUienbUttef und „Ureisblatt für den Kreis Sietzen". psffscheckkonto: Zranffurl am Main Nr. N68b. Vankverkehr: Sewerdebank Gießen. Äiatt ir>r. Jahrgang General-Anzeiger Dienstag, t. Februar 1917 ZwtlUngSrundüruck und Verlag: Brü hl'jche Untversttäts-Bnch-ii.Stl'iltdinckerüc. 9t. Lange, Dieben. 5chr1s1leltiing, Geschäftsstelle und Druckerei: Echuisttnüe?. ^eschüf'Slletteu.Verlag: Cchristleuung: 112. Anschrist f :v T r> htnachr«chtcn:An-eigerDtGben. Ariegshriese von der rumänischen 5ront. Bon rmserm Mut südöstlichen Kriegsschauplatz kvcksandten Sonderberichterstatter. Mnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.! Kleine KrbegSerlebnisse aus dem neuen ?hlhr. lH- . Fokscmi, ÄkMte Januar. Buzeir. %kt JfarmAuert sind cUtitwbcr reich, und bann meflt xecht reich, oder arm. Sie wuchern, oder sic werden bewuchert. (Ämen Mittel stand in unserem Anne gibt es fast garnicht. 'Ihn ^ »wtrctcir die Juden nstb allenfalls noch die Angehörigen fremder ^mrcrtcn, also Grierhcn, Frxnrzosert, Deutsck-e, Oesterreicher und Umgarn, auch einhelne Bulgaren. Man sagt dem elsgwctett Rirmänicu nack,, daß' cs sehr viel Geld für seinen Juwelier und sedren Schneider, sschon tvcuigeü für Wäsche und ganz wenig- fürs Seife Esgebe. T'tm entspricht das Aussehen der Städte. Ihr Hockchanluxus ist das Steckenpferd der Kommunen. Auf §kairalisatimr legen sie weniger Wert. Entweder fehlt sie gortz, oder sie bargt nichts. Die Reich tat bewohnen vrrmkhafte, kostbar ansgcstattcte Häuser, Einfatnilieuhä irser mit bäl- dachrugcschmückter Vorfcklirt und gediegmeir ftanzösis ^.eu Möbeln im Innern. Anch Etnrchtung und Instand gewisser Ärmlichkeiten sind echt französisch — ick) lvage nicht mehr anzudeutcNi! Es läuft einem ein leises Grauen über beit Rücken, wenn titan , von den Männern ganz abgesehen, die anspruchsvollen Frautcku aus den Boulevards der Städte — jede hat ihre Boulevards 'rach Pariser Vorbild — ansieht irrtb sich vorzustellett sticht, w tc rarg-efähr sie sich mit dieser dunklen Serbe ihres Privatlebens i vie anch die Nutzmetzer der besten Stabsquartiere jetzt gründlchst ki nneu lernen) wohl abfindeu mögen. Das Pack, im Gegensatz zu )xn oberen Zehntausend, ivo-hnt elend. Ich gebraml>e der: Ansdru ft.' im Siunc der Ecnfchatzirng seiner wrbentitteltm Mitbürger feite »yä des vorn eh men Rumänen. Typisch sind die Frauen vom Lar »de. Strasse Erscheirrungen, wie alle Köpfteägerinnen. Sie kleiden ^sich in die berühmte nationale buntgestickte Bluse — weist oder ifnnt in der Grundfarbe, je nach bent Lande Steil — uUd tvatei: bars'^st tmd bar- beinig mit wirklich bis zur Unmöglichkeit hock-geschwiz^n Röcken durch den nationalen Treck. Wenn >es irgendwie feucht odir kalt ist, sckinrückt sie ein alter, möglichst bunter, echt eirropäisckst^' Theater- moutel, ein Fanlilienerbstück, — ant liebsten von rotchi*. oder sanft gr ü n em Plüsch. Beim Waten wird er vorn ausermmdv rg>eschlageu und mitgerafft, so das; mir die Rückseite durch Schl-gm m und Pfützen schleift. All das sieht ungeheuer malerisch alt'd, doch ist einem die Freude an der schonen Bluse usw. ein fülr ^allemal verdorben, sowie man M erstenmal gesehen hat, wie ihtc: Trägerin die wetten Aermel geräuschvoll als Taschentuch benützt. Uebcr die Sauberkeit .abseitiger RäumlichSeiben iknes Hauses brau/ hen sich die ländlichen Runränimren nicht werter den Kopf zu zerbrechen: da solche meist nickst einmal andeutungsweise vothanden sil tb. Es siud eben fröhliche Naturkinder, die fröhlich in der freien A'atur leben. Der Städterin der unteren Schichten fehlt die Bluse i/ ab fehlt der Mantel meist. Sie bringt es nicht zu ihnen. Iveil sie^ gu arm ist- dvch sind sic auch ihr Ideal. Uebrigens sind die Franc/, der ärmeren Bevölkerung, die man in den Strasteir der großen Städte trifft, mech vom Lande. Oder es sind Zigeunerinnen. Di^Z Zigeuner als unt e rste Bevölkerungsschicht sind anch «irre der -strnkleu (Selten, rumänischer Kultur. ^Dons les Roumams svnt saks, trds sals!^, . belehrt mich Madame F., die FvanzSsttr, zu der ich in Bnz-eir/ins Quartier komme, einmal ums arweve. „Me Rumänen sind- schmutzig, sehr schmutzig. . . . Ihre deutsche Soldaten sind ganz cst/lders. Das erste an jedem Morgen bei ihnen ist, dcrß sie sich wosäienx Die Rumänen waschen sich wochenlang Nicht!" Sie ahmt in Uper Lebhaftigkeit pantomimisch nach, wie die Deutscher: es mache« i, wenn sic sich frühmorgens waschen, und prustet dabei und schüttr £t sich. O, sie hat nidjfö gegen die „Boches", die alte Dame: sie sirrd ihre Netter gewesen. Rumänen und Russen, die bei ihr irgl Quartier lagen. A«nft, wigenschatt r»nd Leben. — Kinodümmerüng. Man schreibt uns ans Wien: Knapp vor Weihnachten hat die österreichische, und ungarische Regierung ein Einfuhrverbot für LuxusgegenstLrQe erlassen, zu denen M,ch Roh- und Minstfilme gezählt worden sjönd. Aber da es in Oesterreich-Ungarn nur 3 Kunstfilmfabriken Und gar keine Rohfilm sabrik gM. stehen die österreichisch-ungarischen — theoretisch — vor der Sperre. Theoretisch sage ich, und das hojt »einen sehr guten und bervck'tigten Snm. KiNoverächter möge,: sich f rerkän, Kinov-ersechter ihr Haupt in Sack nnb Asche hüllen. Die Stühe hat nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine sehr gewichtig-wirtschaftliche Seite: In Oesterreick- besahen, inrmerhin 2000 Kino ?, die rund 50000 Pir soncn besck>äftigen und ernähren. Besonders rill Wien hat das ft/ino- wesen in den letzten Jahrm beträchtlich zug eilommeir. Kein gröste rer Neubau, in dem nicht für die Unterbci uq ung einer Lichtspiel- bühne gesorgt wäre. Die Erlangung einer ^lÄnolizenz ist sozusagen die Anwartschaft auf eine Million. Mittlei le Kinos werfeir 20 000 und 30 000 .Kronen im Jahr ab, aber Gli vkspilze bringen es auf 100 000 und darüber, trotzdem die Tages tz»esen ganz beträchtlich sind, in einem mittleren Kino rund 350 Kronen per Dag, das ist 125000 Kronen im Jahr. Wenn davon J30 000 Kronen Rein- geromn bleiben, so sieht man, dast das Geschl^t seinen Mann mehr als redlich nährt und der „Artikel": KinoiVorstellung recht sehr gesucht ist. Kurz und gut: das Kino ist barfl n, dem .Kaffeehaus in der Tagesgunst der Wiener den Rang abznlausen, und das will m der Stadt der Kaffeehäuser, in der es bereits 300 Kientopps gibt, etwas heißen . . . Ganz gewiß würde dur,h ein drakonisches Einfuhrverbot nicht nur das ganze Leben der/Stadt eine wesentliche Aenderunq erfahren, sondern auch so und st> vielen Huirderten der Lebensnerv abgeschnitten werden: denn am Kino verdient nicht ratr der Besitzer irrtb seine Angestellten, faWxxn es verdient auch ein ganzes Heer von Zwischenträgern, A.wnten, Filmverleihern, die sozusagen die Theateragenten des KiNo tz sind unlb dvn Kunst- film von der Fabrik zur Mihne leiten. Z.hrer gM, es hier m Men, teils konzessioniert, teils nicht konzcstiomert, nicht weiiiger als hundert: sie sind gerade in Oesterreich fa Eretch, wdil es iN Oesterreich fast keine (nur 3) Filmfabriken! gibt. Alles Material also kommt aus Deutschland, Dänemärk, Sc hl vedeu, Norwegen, und mit den heimischen Kinvbesitzeru wären eMnso die ausländischen Filmfabriken geschädigt. Und darum gab eis in den letzten Tagen in Wien internationale Kinoversammlirngeiil, Deputationen, Resolutionen, Proteste und Ministeraudienzen. Obwohl die Sache nicht gar so arg ist: denn gleich ein paar Tags nach jeirer Einfuhr- verordiiniig, am 1L. Dezember schon, hat ddr. österreichische (und die ungarische- Regierung verfügt, das; reichsdcKtsche Filme eingeführt werdet: dürfen. Die Kinobesitzer, insbesorAiere die großen Filmverleiher, die zum Teil mir mit ..neutralcDi" (dänischen, norwegischen, schwedischen) Filmen handeln, sehen freilich mit der Freigabe deutscher Filme ihre Existenz nicht als fjeiettet an. Das ist für sie sehr bedauerlich, aber eine Frage voll öffentlichem Jhtt^reste ist es nicht. Für die Exislen?^ der 50 00ch Personen in der österreichischen Kinoindustrie und die Existenz; des Kinos ist durch die Verordnung vom 19. Dezember vollauf «vsorgt, und das bleibt schließlich- hoch das Wesentliche. haben sie ansgeplüudert. Sie reißt ihre Schränke auf. „Tvut efti vtde, monsieur! Tout!" „Mlcs ist leer, alles!" Nicht nur für 9lrcksttettcii, gute und schlechte, närrisck>e und ver- Zünftige, ist Ruuiäuiau ein Dorado, sondern fast noch mehr filv Bildhauer. Alle diese Städte stiwtzeu voi: Deukmälmn jeder Art. Besmiders beliebt srud die Brouzebüsleii illustrer Persönlichkeiten. Man hat im Anslande keine Alnurng, wie viele solche der dankbaren Erimrermig il/rer Ntitbürger würdige Männer hier wirken und geimrkt haben — wenigstens nach der Zahl der Standbilder zu urteueu! Weniger als die Bildhairer kommen die Ntaler aus ihre .Kostzvi. Dem häusli-chen Kimstbedürfiiis des Rumänen genügen im allgemeiiien fabrikmäßige Buutdnicke schäbigster Ausfülirnua ii: anspruchsvollen Goldrahmeit. Auch die Zusaiume.nstellnug ist wuiidcrbar. In dem Zimmer, in dem ich diese Zeilen sckweche, hängen z. B. ein König Earol, ein sagender Ehristns und Lcda mit dem Schwan, letztere als liier sehr beliebter und in versclned-eiisten Darstellungen perbreiteter Vorwurf. Von wirklichen Bildern findet man allenfalls die billiger Franzosen. Tie Arbeit des Porträtisten ersetzeit auch in den voinehmsten oder vielmehr reichsten Häusern dergröstertc Photographin!: anch iudiistri »läßig h wgestellte zeichne rtsche VergrÜsterungan sind überaus beliebt. Sie werden ja auch bei uns durch ZeitnugSairzeigeu — „völlig umsonst, ratr gegen Gebühr für den RÄMen!" — und durch Reisende genug angeboten. Selten, dast in Deutschland jemand darauf hincinsüllt, man wundert sich, von welchen Abnehmern die Unternehmer, die in Paris ihren >^itz liaben, eigentlich leben. .Hier sieht man es. Sonst ist alle -L-ch>varz-Weist 4t :nust in gimnänien so ziemlich unbekannt. Insbesondere sind Stickte als Wwidsclminck etwas, wonach man sich vergeblich umsieht. Sic knallen nicht genug. Ick komine zu dieser kurzen Skizze rnmänisckier Kultur gerade bei der Erwähnung Buzeus, weil diese schöne Stadt noch dreckiger ist, als, andere rumänische Städte. Noch schroifer als anderwärts steht hier das, Wohlleben Weniger der Verkümmernug der Masse gegenüber. Die Denrmalwut allerdings scheint l)ier nicht so stack zu grassieren, wie sonst in Rumäuien. Im ocksteckigeu, schlanken Turm des holländisch-belgisch an- mntendeu Ratl-auses mit seinen Spitzgiebelu und Artadcu sitzt ein Kuusttresfer mrserer Artillerie. Er hat ausgereicht, den Beobachter dort zu beschleuniglcm 9lbslicg zu veranlassen, sonst aber keinen Schaden weiter getan. Das Geschoß ist yenau in die Achse des Turmes gefahren, ohne dessen Gleichgewicht weiter zu erschüttern, und war sogar so rücksichtsvoll, ihn nicht erst auf der anderen Seite wieder zu verlassen, nachdem cs angczeigt, dast das Ziel gefaßt war. Sonst ist der „Palazul Muuicipal" völlig unversehrt. Nein, wir sind wirklich nicht darauf aus, Kunstbanlen unnötig zu zerstören. Selbstverständlich sind auch die Krankenhäuser mrl ihrer pompösen Stirnseite unverletzt geblieben. Oben hui, unten pfui: es ist in ganz 9iumänicu überall dieselbe Geschichte! Außen auch lyer Glanz: drinnen Stank und Kot, und auf faulendem Stroh inmitten davon eine Ueberfülle unglücklicher, jammernder Menschen. So haben wir das große Militärspital bei unserem Einzug vorgefunden. Viele iwch ganz unverbunden, keiner mit einem Verbcntd, der nicht längst erueuerungsbedürftig gewesen wäre, eine Masse dringlichster Operationei:; was l)alf da alle Anfopfevung, so mierkenneuswevt sie war, der zwei rumänischen Schivestern, zweier Ofsizicrsfranen, Sie allein bei den Patienten zurückgeblieben waren? Unserer Aerzte l>arrte harte Arbeit. In der Stadt wohnt Herr Marghilomau, btn Großbojar und einer der rcichsk'U Leute Rumäniens. Nicht schlecht, natürlich: und auch sonst gibt es der Schwergescgneteu eine ganze Anzahl in Buzeu. Doch die Masse bewohnt ein elendes Gerümpel von kleinstädti- sck>en Häusern und bmifälligen, schiefen, schmutzigen Hütten: das Elend guckt auS allen Ecken: und selbst in den Vierteln der Vornehmen kann man, sofern es regnet, über keinen Straßenübergang hinweg, ohne bis au die Knöchel in Wasser und Schlamm zu patschen. Die kleinen Leute sehen in uns, wie überall in Rumänien, so etwas wie ih« Befreier. Nicht nur für den Augenblick: sic machen sich ans besteve Zeiten Hoffnung, dre für 'sie unter detttscher Herrschaft mm endlich kommen sollen. Für so naiv, wie wir es —- Berliner Musikbries: Eine Sinfonie^Ur- aufführung in Berlin. Aus Berlin wird uns geschrieben: Zu einem künstlerischen Ereignis wurde die Urausführung der „S i n f o n i a g i o c o s a" für großes Orchester vonMarTrapp durch das Philharmonische Orchester unter Max Fiedler. Der Essener Dirigent, der in Berlin eine große Gemeinde anzieht, hat sich durch die Wiedergabe dieses eminent schwierigen Werkes aus> dem Manuskript ein neues Verdienst um die deutsche Musikpflege erworben, obwohl ihm, dem WrahmÄnterpreten ersten Ranges, die dMiysischc Mustk Trapps wenig liegt. Der junge Berliner Komponist hat mit dieser Sinfonie (Opus 8) ein ganz prächtiges Stück Musik geschaffen. Freilich ist es keine Smfonia giocosa, keine lustige Sinfonie, schon der Meite Satz, eine sich von wohltuender Einfachheit zu gewaltiger Gcfühlsausladuug steigernde Romanze, niehv aber noch dchs beinahe ernste Dri!o de, barocken Scherzos sprechen gegen die Bezeichnung, und auch das Filiale ringt sich erst nach mancherlei Widerständen zur befreieiiden Fröhlichkeit durch. Bewundernswert ist vor allem die themattsche Gestaltnugsgabe Trapps, wie er mit wenigen, konziseit Motiven cruskvmwt, sie in allen viev Sä^cn verwendet, verändert und kunstvoll verschlingt ■— das werden ihm nur wenige nachmachen. Selbstverständlich erscheint ftä einem modernen ToUsetzer heutzutage die Bdbertschung der Instrumentation; Trapp findet aber trotzdem noch neue Klangkombii- uationen und mischt die Tonfarben, besonders im erften und dritten Satz, aufs glücklichste. Nattirlich finden sich in den grotesken Teilctz: öfters Anklänge an Richard Strauß: aber als Ganzes betrachtet, erklingt die Srnfonie durchaus als selbständiges Kunstwerk. Wie die G-Dur-Siirsvirie von Weingartner und die D-Moll-Smfonie von Straeßer sollte sie dei: Eingang in alle größeren .Konzertmstitute finden, ein stolzes Wahrzeichen deutscher Schafsenskuust im Weltkrieg. <— Neue ausgegrabene Kirchenrefte frührhrist. licher Zeit. Aus Trier wird uns geschrieben: Die alte einstige römische Kaiserstadt im Moselland besitzt noch eine Anzahl stolzer Baurcfte alter Jahrhunderte. Unter sachkimdiger Leitung ist manches wertvolle Monument des Mtertums sveigelegt worden, iiud mich der Knieg verhindert die Forschungsarbeiten nicht. Kürzlich wurden in der alten Mariminer Abteikirche interessante Ausgrabungen vorgenommeu. Be: Nrederlegnng eines Teils der Klosterge- bäude hatte man bereits ein gut erhaltenes Kirchenportat gefuiiden, dessen kunstvolle Ranken verzierunger: und saubere Ausführung die Freude aller Altertums freunde fand. Neuerliche Ausgrabung^ legten eine uralte Kircheuhalle frei, die aller Wahrscheinlichkeit nach eines der erften cknüstttchen Gotteshäuser in Trier war. Die aus Men Sand- und Ziegelsteinen ansgcführte Mauer, in die das schöne Kirchenportal eingesetzt war, umschloß einen Raum von etwa 9 Meter Breite und (18 Meter Länge. Der Boden, auf dem dieser be-mervenswerte Fund gemacht wurde, die frühLre) Mariminer Abtei, ist kulturgeschickülich berühmt und intereisant. Als größte und chänGendste Abtei, die auf eine anderchalbtmrs endjährige Vergangenheit zurückblicken dürfte, genoß die Maxmimec Abtei und ihre der Wissenschaft und Kunst dienenden Mönche Weltenruf. Die ldold- und Kunstschätze der Maximmer Mönche, ihre wertvollen Handschriften- und Reltauiensammlungen fmiden durch Jahrhunderte hindurch die Bewunderung aller Fremden. ui diesem Falle nach ihrer Anssassung sein würden, beim Friedcit Erobertes wieder hcrauSzugeben, halten sie un-3 nicht. Das Gesetz der Wasseu IxU ihnen in der Vergangenheit oft genug neue Herren gebracht. Ltzarum sollen wir jetzt nickt als solche koiillueu? So erklärt sich die Freude bei unserem Einzug iiberall in Rumänien: sie blieb auch nicht aus, als General v. E. in Buzeu einsuhr Kämxu die Deutschen doch iiberdies als Helfer in uumittelbarer Not! Die Rumänen waren geschlagen gewesen und latteii, nach russischem Diktat, nach Mrdeu abrückeu sollen. Ihre Fülwimg ivar jedoch ebenso demoralisiert, wie die Truppe selbst: sie brackste es weder fertig, sich vom Feinde zu lösen, noch auch mir den Trost über den Fluß im Rücken der Stadt zu bekommen. Alle Straßen in der Stadt waren gestopft voll mit Wagen, Artillerie und Truppen, die zurück wolltet, und da sie damit doch nickst weiter kamen, plünderten Ofsiziercuvie Mannschaften znnäcl)st einmal die (Geschäfte der Stadt. Dann kamen, um jlmen zu Helsen, die giussen. Sie ninclsten erst an der Brücke Ordnung, dann in der Stadt, deckten den Rückzug der Rumänen und — nahmen ihnen, um sic nicht anfzuhalten, auch das Geschäft des Plünderns ab, das sie rau: ihrerseits gründlichst besorgten, lkebri- gens duldeten ihre Ossiziere ' - ^ ebenso 'itm* vorlM auch die traten ihren Leuten giMNüber — nicht, dast sie in die vi-rschosjenen o nehmen Häuser einbrachw. Dort wohnten Mitaustifter des Krieges, die sich in Sicherheit gebracht hatten vielleicht ganz irn- mittelbar Pensionäre des „Rubels ans Reisen"!, Sie wurden geschont. Dagegen konnte die Truppe mit den kleinen Leuten um- springen, wie sie ioollte. Dast die Russen das Zurückgetzen besser verstanden als die Rumänen, zeigte sich schließlich auch in Buzeu. Noch am ?lbcnd hatten sie sich benommen, wie getvöhulich. Am anderen Morgen ivaren sie wie fvrtgcblasen. Und an iljrcr Stelle waren schon um 6 Uhr Pickelhauben. Bcsoirders ausführlich erzählt mir von all dem ein Spießbürger, einer der anögeplünderten kleinen Kmiftente. Auch ihm sind, wie der Madame F., nette (Seiten au unseren Soldaten ausge- fallen. „Es sind gute Menschen!" meint er. „Man merkt das an allem. So daran, wie sie mit ihrett Pferdeit nmgelien. Tie Russen und auch trnsere Soldaten lasset: die Pferde im Freien stehen, mag das Wetter sein, lvie es will, bis sie selbst Unterkratft haben, und dann stellen sie sie in beu ersten besten Torweg Ihre Leute aber ruhen nicht, bis die Pferde gut nutergebracht und versorgt sind. Erst 'dann jel>eit sic, lvo sic selbst bleiben." Es macht immerhin Freude, das; auch Fremde und besonders Angehörige des Landes, mit denen wir im Krieg sind, so etwas bemerken. „Feindeslob klingt!. .." Und nun noch die Stimme eines rnniänisclstn Patrioten, eines gebildeten Mannes, über ben Krieg als (Ganzes. „.. . ich lveist im Augenblick nicht, ob die Kaiserin Eugettie. noch immer lebt. Sie erirarerir sich, ivelche Rolle sie 1870 acspiell hat? Der Krieg war ihre ..Petitegluerve", ihr Miner Krreg. Dam'rlS haben Frankreich und die Dynastie bas Unersetzlichste verloren, ums eilt Staat oder eine Dynastie verlieren kann: ihre Prestige. Es tvar die Schule der Kaiseritt. Mnlier lacct in ccclcjia! Man soll Werber nicht in die Polftik hincittreden lassen! ES ist selw klug von den Deutschen, dast sie sich ans Untcrrockpolitik nicht einlasscu Wir waren nicht so klug! Die Königin von Rumänien l>al die Rolle der Kaiserin Eugenie von danrals gespielt: dieser Krieg ist tfyr „llerner Krieg" mit dem gleick)en Ergebnis im Hinblick auf unser Land und il>re Familie. Beide sind ihr Prestige los gewvrdett: die Dynastie König Kavols hat ihren Rick als geschickter Antvalt unserer Jirtevessen gegen Etiropa verlöre::. und Ru- mäinen selbst den als etitscheideirde Vdilitärm«cht des Alkans! An unserer Stelle tritt Bulgarien. Gs ist tim Jammer! Mitschuldige der Königin warm eine gewisse Bojaren- klicke, und einige bestochene Politiker — nickst Bratiann, wohl aber Take Jonescu!" — Ich habe dieses Urteil immer Wiederkehr^ hören, votr Crajowo an über Bukarest bis Foksani. Adolf Zimmer mann, Kriegsberichterstatter. Auch Goethe nnb fein fürstlicher Gönner, der Herzog öou Weimar, weilten 1792 als Gäste in dem Max immer Kloster. Detr Pamk der Gemächer, die reiche, glänzende Möicchstafel ttnb die Kunst- schätze hatte Goethe in begeisterter: Worten gerühmt. Und doch konnte er nur einen lleitrerr Teil der Kuristsamnilimgeti sehen, da! das Kostbarste davon die Mönche vor der: eitrdrmgetrdetr Franzosen fvrtgesckstlfst hatten. 4 Jahre nach Goethes Besuch, 1796, drattgen die Franzoset: in die' Abtei ein, schleppt«: vieles fort und zertrÜrrt- merten alles übrige. 1802 hob eit: srmrzösisches Gesetz das Kloster und seine Rechte aus: Abt und Klosterbrüder irrustlen fliehen. (Goldgräber rnachten sich im' Jahre 1807 in der verlassenen ?llbtei an die Arbeit, denn sie glaubten, die Mönche hätten die .Klosterschätze vergraben. Doch sie fauder: nichts, nur einen aus römisck)er Zeit staminendeii Stcinsarg und Totengaben. Alle diese früheren Eni- dcckungeil und geschichtlichen Ereignisse in Max im in treten ;etzt in den Hintergrund vor den neueir iittereffcmtert Misgrabungen, bw ihren Abschluß noch nicht gefunden haben. — Wiederherstellung-arbeiten ant Aa che u e r Münster. In der Hauptiahresversammlung des „KortsvereiuS zur Restauration des Aachener Münsters" Niachte der Vorsitzende Mitteilungei: über die Wiederl^erstelluirgsorbeirert an diesem geschichtlich und klöistberisch gteichbedeutsan:en Bantverve. Mit dem Ja lue 1916 ist die Fertigstetttlng des eigentlichen Münsters im lücttcflcit Maße abgeschlossei: tvorden: Übrig blieb nur noch die Aus- Nialmtg des Chores. Tieserhalb setzte sich der Vorstand oes Karls- Vereins mit dem Ztunstnialer Berdonl-eiier in Köln in Verbindung, und es erwies sich fitr die Vorarbeiten zunächst ein (Äerüst bis zu schtoindelrider Höhe als erforderlich. Diese Vvrarbeiteil führten Over, tvie die Kunstchronik berichtet, schot: in der: erster: Taget: zu der Entdeckung, daß in den (vewölbcriptpim, besotiders im öjl- lichen Teile, sehr bedeiitmide Senkimger: eingetveten irxiren. VCITnr Ernstes droht der Einsturz des hoheil Chorgewölbes und eS bedarf dringetrd einer umfasseirdeti mtb recht kostspieligen Grneloerimg. Darüber ist e eine ganze Artzahl gottscher und späterer Malereien zutage, die größtes Interesse hervorriefen und ztreisellos dem Ansgange des 1.). Jam- hunderts angehören. Die Hofftmttg, diese Mltzcr wieder I^rztl- stellen, wurde bei fottschrc-ften der Arbeit zwerfekhaft . du- Wieder- Herstellung wlrrde über 100000 Piark kosten. Jnsolgeoessy: neigt der Ausschuß der Meiramg zu. diese Bilder ^ mit nnnu entsprechenden Stoffe zu überspanuett und es der Zukunft zu. überlagert. die Mittel sttt eüte Errreuerung der Mackevtt-er: «mi-nstkvrqen mr. Frankfurt a. M., I.Febr. EuGN d'Alderts Oper „Die toten Augen" hatte bei der ErstaufMrtmg am heuttaen Sonntag abend im Opernhaus, wie auch in änderet: deirttchet: Sttüüen einen vollen Erfolg zu verzei ckMrn. Ter anwesende .Komponist wmcke mehrfach gerufen und begeistert gefeiert. Kriegsbriefe aus dem Osten. Bon unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Die Kälte an der Nordoft-Front. Mit au, 3. Febr.- Seit gestern hat die schneidende Kalte noch zugenom- tuen und heute an der Front 30 Grad, an besonders aus- gesetzten Stellen 34 Grad erreicht. Damit ist die Kampf- tätigkeit so aut wie unterbunden. Mit der Artillerie ist kein Präzisionsschießen mehr möglich. Die Minenwerfer versagen, die Flieger müssen, wegen Einfrierens der Leitungen aus der Lnft, aber auch die Widerstandskraft der Menschen ist dieser Kalte nicht gewachsen. Die Gewehre können in den erfrorenen Fingern nicht mehr gehalten werden, die Stürmenden frieren beim Aufdenbodenwerfen fest. So bleiben sich entwickelnde Kämpfe im Keime stecken. Die Leistungen, die unsere Truppen unter diesen Bedingungen vollbringen müssen, sind ungeheuer schwer. Freilich nützt auch den Müssen ihre Uebermacht der Naturgewalt gegenüber nichts mehr: ein russischer Angriff heute morgen erstarrte in der Kälte. Die Nachricht vom uneingeschränkten U-Boot-Krieg ivurde überall hier an der Front mit nachhaltiger, ernster Freude begrüßt. Gerade diese Truppen hier, die Ungeheures nushalten nlüssen, sreuter- sich ganz besonders, daß jedes Mittel angewandt wird, alle Leiden zu kürzen. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Airs Stadt nrrd Land. Gießen, 6. Februar 1917. Auszeichnung. Dem Musketier Franz Henn aus Gießen, im Jrll.-Rgt. 168, 9. Komp., wurde das Eiserne Kreuz und die Ernst-Ludwig-Eleonoren-Medaille verlieben. ** Nachzahlung der Kranke streute. Der jetzt 26- jährige Dffegsbeschädigte £. aus 23., früher Weißbindergeselle. seit 1. Dezemoer i9l5 als Postaushelfer beim Postamt Gießen tätig, diente bei -Kriegsausbruch als aktiver Soldat beim Garde-Drago- ner-Regiment stör. 23. Am 29. August 1914 erlitt er durch Gewehrschuß eine schwere Verletzung des rechten Fußes; er stand bis Tum 29. April 1915 in Lazarettbehandlung, während welcher und zwar am 2L. Oktober 1914, der rechte Fuß abgesetzt wurde. Am 8. Juni 1918 wurde H. aus dem Heeresdienst als dienstunbrauchbar entlassen. Erst am 7. August 1916 stellte er Antrag auf Bewilligung der Invalidenrente. Durch Bescheid vom 28. September 1916 erkannte die Landesversicherungsanstalt mit dem Vorsitzenden bes Versicherungsamtes Gießen an, haß Antragsteller vom 29. August 1914 bis 30. Juni 1915 vorübergehend invalide gewesen svr, lehnte jedoch Auszählung der Rente ab. weil der Auttag auf Rente verspätet gestellt war. Gegen diesen Bescheid hat die Verwundeten-Beratungsstelle fristzellig Berufung erhoben imb im Termin vor dem Oberversicherungsämt, in welchem H. vertreten wurde, beantragt, die Kraukenrente für die Zeit vom 7. August 1915 bis Ende dtovemÄer 1915 zu gewähren. Das Gericht hat dem Antrag stattgcgeben. Nach der vorgelegten Bescheinigung der Grvßherzvglickstn Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg, mußte H. in den ersten Monaten nach der Einlassung aus dem Lazarett noch an zwei Stöcken gehen. Der künstliche Fuß wurde ihm bei der Entlassung aus dem Militärdienst am 8. Juni 1915 beschafft. An das Gehen mit dem künstlichen Fuß mußte er sich erst gewöhnen. Dies war nach Ansicht des Gerichtes bis Ende Funi 1916 noch nicht aentiqend möglich, und Kläger deshalb auch über diesen Zeitpunkt hinaus als invalide zu betrachten. Die Groß- herzogliche Bürgermeister« Watzenborn-Steinberg bescheinigt werter, daß Hi. erst fin der letzten Zeit vor Antritt des Dienstes als Postaushelfer (1. Dezember 1915) im Sitzen leichtere Arbeiten aus- yefuhrr habe, vorher aber keinerlei Berufsarbeiten ausführen konnte. Bei dieser Sachlage tan* das Gericht der Ansicht, daß die Invalidität des Klägers erst Ende November 1915 beseitigt war. Dem Anttag der Berwundeten-Berattingsstelle auf Zuerkennung der Krankenrente für die Zeit vom 7. Auaust 1915 bis Ende November 1915 wurde deshalb entsprochen. — Leider sind die Fälle, in denen die Versicherten wegen verspäteter Geltendmachung ihrer Ansprüche einen Teil der Rente verlieren müssen, außerordentlich zahlreich. Es kann deshalb nicht genug darauf hing schiefen werden, sich rechtzeitig scher die in Frage kommenden gesetzlichen Bestimmungen zuiusor- m i c r e tt. Wer vor seiner ElliLerufung zum Militär Mitglied einer Acankenkasse gewesen ist oder Beiträge zur Invalidenversicherung geleistet hat, wird, auch wenn er jetzt keine Ansprüche stellen kann, gut tun, sich über seine ferneren Rechte und Pflichten aus diesen Verstckerungsverhältnissen in den Dienstags und Freitags von 21/2 bis 3,Vs Uhr im Sokdatenheim stattfindenden Sprechstunden beraten zu lassen. Landkreis Gießen. ** Beuern, 0 . Febr. Der seltene Fall, daß ein Vater liebst seinen drei Söhnen mit Kriegsorden ausgezeichnet wurde, hat sich hier ereignet. Tie drei Söhne des Gemeinderechners »Stern haben das Eiserne Kreuz erhallen (der letzte an Kapers Geburtstag), wahrend er selbst vor kurzem mit dem Ehrenzeichen für Kriegs sürsorge ausgezeichnet wurde. ** Lich, 6. Febr. Das Fest der Silbernen Hochzeit eiern am 7. Februar Louis Hammel und seine Ehefrau Minna geb. Franz (Restaurant zum Goldenen Engel). Kreis Büdingen. D Büdingen. 4. Febr. Hier wurde unter der Leitung der Herren Kreisassessor Henrich, Oberlehrer Krämer und Pr. Schultheis eine Feldbücherei errichtet, die das Lele- bedürsnis in der Heimat und in der Front beledigen soll Mitglied kann jeder Erwachsene für 50 Mg. und ieder Schüler mtt 30 Pfg. Monatsbeitvag werden. Tie Bücherausgabe findet Dienstags und Freitags nachmittag in der Hosbuchhandlung von Eb^- lmg statt, die bereitwillig ihre Dienste und Erfahrungen der tfelb büchcrei zur Verfügung stellte. — Eine sehr empfeblenslverte Ern- eichtung für alle die, welche nicht in der Lage ,md. schlachten zu können, ttaf der Metzgereiverband unseres Kreises. Unter Anrechnung nach den allgemeinen Grundsätzen und auf Grund eines Bezugscheines können Nichtselbstversorger bei den Metzgern M e t - esset in Büdingen und Ringshausen m Nidda Dörrfleisch, Teräucherten Speck, Zervelatwurst, Mettwurst, Rollschinken, Leb^-, Blut- und Mengwurst sowie Schwattemagen beziehen. Die Bestehet: gelten vom 1. Aprll dann eure kürzere oder längere Zeit je iach ihrer Wahl als selbstversorgl. h Leidhecken. 4. Febr. Dre der hiesigen Gemeinde gehörige, I960 Morgen große Feld- und Waldjagd kommt Mittwoch, den 7. Februqr, vormittags 10 Uhr auf dem Rathause ,ur Versteigerung. Das Jagdgebiet ist in erner Viertelstunde lequern vom Bahnhof Reichelsheim zu erreichen. I) Orleshausen, 4. Febr. Die in unmittelbarer Nahe wn Büdingen gelegetre hiesige Gemeindejagd, die einen vorzug- ichen Rehbestand aufzuwcisen l-at, soll am Donnerstag, dem .5. Februar, nachmtttags 2'/.s Uhr. in der Wirtschaft von Nagel «hier zur öffentlichen Versteigerung kommen. n. Wenings. 5. Febr. Der von hier gebürtige Ampagnie- eldwebel Heinrich Flach, der den Feldzug,mm fett Beginn des Krieges bei den 116e«i mitlnacht, wurde dieser Tage verwundet. Er war im Krieg vom Unteroffizier zum Kvmipagmefeldwebel gefördert und bei seinen Leuteii sehr beliebt. Kreis Schotten, n. Schotten. 5. Febr. Einer der heimatlosen llrlauber. der nt Lehrerheim seine Weihnachten verleben durste, der Gefeiter Xaver Wilhelm, wurde jetzt an der Westfront verwundet. Lr stammt aus den besetzten Gebietsteilen des Elsaß. Kreis Wetzlar. ia Braunfels, 4. Fedr. Zollennrebmer a. D. Heinrich B u d) () 0 I A, Veteran von 1K66, starb tm Alter von 73 Jahren. ra. E b e r s g ö n s , 4. Febr. Fliegerleutnant E 0 rly. ein Lohn nnseres Plärrers Eorty, wurde mit dein Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. ^ ^ _. . , ... r d AusdemKreise Wetzlar, 0 . Febr. DzeHolzffal uugen in den Gemellidewalduugsn des Kreises ,tm>. durch den ängütretenen Schnee und starken Frost vielfach zum Stillstand gekommen, ivas in. Aiibettacht der Notwendigkeit, möglichst große Mengen Nutz- uiid Brennholz zum Einschlag zu bringen, um,o- nehr einen Nachteil bedeutet, als sich die diesjährigen .vwlz verkaufe ehr hinaus, Hieben werden. Wesentlich sind auch die vauerlohne zegen früher gestiegen, wenn man rn Betracht z^ehit, daß für den) Festmeter Stammholz bis zu 2 Mk., Derbholz bis zu 2,25 Mf., Swckbolz bis zu 2,60 Mk. und für den Raummeter Reiser bis zu 3,95 Mk. bezahlt werden. — Au Speisefetten standen in der vergangenen Woche -zur Verstellung an die versorgungsberechttgten Per- mnen des Kreises zur Versügnng 2050 Pfund Landbutter aus dem Kreise. 167 Psuud auslvärtige Butter. 1600 Mund Margarine und 96 Pfund Schweineschmalz. Es kamen hiernach oO Gramm Speise fett ans die Fettkarte zur Verausgabung. Es kosten: 50 Gramm Butter 26.5 Pfg., 50 Gramm Schweineschmalz roh 22 Pfg., ausgelassen 24 Pfg., 50 Gramm Margarine 20 Pfg. Hessen-Nassau, mr. Frankfurt a. M., 4. Febr. Ta wegen der .strengen Kälte seit nunmehr über 14 Tagen jegliche Kartosfellieferungm ansbleiben und manche Familien völlig ohne eine einzige Kartoffel dastehen, hat sich der Magistrat hiesiger Stadt nach langem Zaudern entschlossen, an Stelle der fehlenden Kartoffeln auf, den Kopf des Haushaltes zwei Brotscheine mehr zu vertellen, um dem dringenden Mangel abzuhelfen. ][ Marburg, 4.Febr. Wegen des auch hier m vielen Fa- mllien sich unangenehm bemerkbar machenden Kohlenmangels hat der Magistrat die Einführung von Kohlenkarden angeordnet Es dürfen nur noch Kohlen an solche Haushaltungen verlaust werden. deren Vorrat nicht bis zum 19. Februar reicht. Abgegeben wird nur ein Zentner auf einmal, ausgenommen bei Zentralheizungen, wo die Abgabe von 25 Zentnern zulässig ist. — Werter werden letzt an diejenigen, b\e ihre Kartoffeln durch dre Stadt be »ehen, wöchentlich drei Pfund Kartoffeln und sechs Pfund Kohl raben verabfolgt. Der Landrat macht darauf aufmerksam, daß der Verkauf von Getreide, Hülsenfrüchten usw. an die zahlreichen im Kreise umherziehenden Leute verboten und schwer besttaft wird — Im Alter von 66 Jahren starb hier Provinzialrabbmer Dr. Leo Munk, ein weit bekannter Mann. Länger als 40 Jahre beklet- dete er hier sein Amt, er war auch Mitglied der Kgl. Wi,sen,chast>- lichen Prüfungskommission ][ Marburg, 4. Febr. In letzter Nacht stteg ^ hrestgtt Gegend in manchen Lagen die Kalte bis auf 20 Grad E U Mariburg. 4. Febr. Tle stadlrsche Mol eret m am nächsten Dienstag in Betrieb gesetzt werden. Es wird m t ber Herstellung von wöchentlich 14 Zentnern Butter gerechnet. Außer dem können i^lich nnge'ähr 200» Liter Mnqermtlch unt> -200 1 tec Butternnlch akicgebeu werden. — Set Nonhansen bram ern tle2 Mädchen a«i dein Eise ein und ertrank, ehe thm Hüfe werven konnte. - Die 2% Zenttier Schweinefleisch, dre em ILirt ctus Frankfurt hetnlllch ansmlwen wollte und die ans dem Hanptvahn- Hof von der Pvlizei bejchlagnaümt wurden sind von der rZrelvaiN rn 1.50 Mark.das Pfund verknust worden. * = Vom Feldbcrg. Mit 17 Grad unter Null erdichte Sonntag stE das Thernwmeter seinen seit 1909 lxwbachteten tiefften Stand (in diesem. Jaü-r ,ant das Thermometer aus 27 Gr^ Celsius). Doch wirkten die Sonnenstrahlen im Lause des .Tages so stark, daß bus Queckillber rasch in bk Höhe kletterte und wahrend einiger Zell 2 Grad Wärme zeigte. —.Der Verkehr war trotz der ?giasr!U^ etwa 80 Zeüitzneter hoch. Auf dem Feldberg hat der ^turm allerdings Schrrerfchanzen von nahezu 2 Meter Höhe aufgenrrmt. Das hungernde Wild komnll scharenweise aus den Wäldern Md irmschleicht ^tf llwnngsheischend die Dörfer. ^ , Gießener Strafkammer. Gießen, am 2. Februar 1917. iM-hrim-' Schr«bg"hüre Biswr O «n Obcr-«oE°ch ist anycklagt «>t> gesUiirüig. am 1 9fo»emf>et 1916 M Bad-Naichnm in tedjtlmtnter Absicht eint P r rn a tur künde lai'chllÄ nnae fertigt rmd, indem cr einen anf sden Namen des städtischen Tivstauamrs Vad-Naicheiur ausges-erttgten, Bürgermeister I. Ä- ^rnrdt". mttersäwiebenen VesteMchem. fälschte aus dem um Lieseruug eines ^ullsedcrhalttrs un Warte von 18 Mäark ersucht war. sich, unter Vorlage diesem Bestell- sch-ins vvn dem Kaustwanu Koch in Bad-Nauherm einen Full- iederbalter -cchs händigen Ließ. Das Gericht verurteilte den An- aellaqteu, Aridem es ihm mlldeNide Umstände zubllligte, wegen, Urkundvnfälfchung in Tateinhell mit Betrug zu emev GesängnisÄrafe von 3 Tagen. . Durchstttteil des hiestgen Schöffwgerichts vom 19. De-zember 1916 war dry: Generalagertt Alfred F. in Gießen von der llnklage, daß er zu EHe'ßen rrnd an anderen Orten ^alatol nachgemacht und unter Bqrfchweigung dieses Umstandes verkauft und unter erner zur Täuschuh g geeigneten Bezeichnrmg fellgehalten habe, imb für einen GegerKauL des täglichen Lebensbedans, den Salatöl^satz Marke TlEello, Preise gefordert lwbe. dre emen nbexma^geu Geivinn enkhalten. freigesprochen. Gegen die,es Urtell verfolgte dre GroßherSojÄche Staatsamoallschast Beriimng, um eine Bestrafung des An geklagten herbeizufüh-ren. Die ^traffammer konnte srch aus Grmrd der heutigen Perhandkung und Beweisaufnahme von der Schuld des' Augeklagten rllcht überzeugen und wres veshaw dre Berufung bx? Sreatsarnrattschast zurück unter Bela,tung der StaatÄassie mit den Kostem der Beruffingsinstanz Die aeßchiedene Ehnrau des Jagdaupehers Arthur G. m Laübach, PrLrbara geb. Eiigels, in KÄ'.r-Nippes tvar wegen Beleidigung Dres früheren Mamres und ferner jetzigen Evepau vom Schössengvrrirbt Lcrubach zu einer Estldstrafe von 30 Mark verurteilt warben. Die von der Ängeklagt«i gegen dieses Urtell verfolgte Bell-sting hatte keinen Erfolg, die Bernstmg wurde tosten- fällig ?mrüt kgewiesen und es bleibr beim Urteil 1. .vnst anz. DöcheM. Aederficht der Todesfälle i. d. Stadt Sietzen. ■i. Woche. Vom 21. br4 37. Januar 1917. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Mllllarß Sterblichkeilsziffer: 29,85 °l 0 ,. Vacf) Abzug von 8 Ortsfremden: 17,30 °/ 0 .,. Er- Kinder Z°l wachsen- Uul. 2 -b.ns- 2 2 - ! (1) T - i — — Es starber«.an AlterSfchwäck»e Diphtherie Lnngenfchwindfiucht Gehirntuberkuflr^fe Krankheiten best Kreislaufs- organe Gehirnfchlag anderen Krankheiten des Nervensystems; Krankheiten der ^Urrnorgane Krebs auberert Neublldrsingen Verunglückung anderen benannten! Todesursachen vc>w 2- diä IS. Jahr MD 4(2) 1 1 1 3(1) 2 ( 2 ) KD Kl) 4(2) - 1 — 1 — 1 - 3(1) - 2 ( 2 ) - 1(1) - 1 ( 1 ) Etzrmma: 19(8) 17 (7) — % (1) Anm.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, Nne tnn ber Todesfälle in der betreffenden Krnnkhell auf von auswärts nach Gießen gebracht Krastke kommen. ... - Werösjenttichung. des Großh. Kreisge,undheitsamts Gießen. Dr. Wirlger. Med.-Rat. VUcrfan - T^mp eji . 25 -lOO Watt t)in fich. <9US oV/cä zÄ/% fo o ?2Q UstxüUlX*, üipe vortteUhafte Ucb±verte£tung und ihn Jchoms vxAz^Ses Idchf , / 6m T^fäLO o wart/ häufig VJcrtan -£3 - Lampen haben, bei oepmgfteni ( Sisomx/eibx^sucb ^lw die die gegeizvifäi*=, ¥rj techni/ch böch/i eispeichbere Lebensdauer*, Sie fSohtahmamke auf der* Cflasglocke ifF die QuaJjiä^smm*ke, * 2JQ3.fyf&hI&£L& l&£zxp<2£l ^UPUCfC GIESSENER KONZERT- VERF1N Sonntag, 11. Februar 1917, abends 5 Uhr in der NEUEN AULA Sechstes K!onzer*t zugunsten der Stiftung zum 25jährigen Reqie- rungsjubiläum Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ausführende: Wilhelm Backhaus aus Berlin Adriaan van der Sf ap(Bariton) aus Frankfurt a, M. Professor Gustav Trautmann PROGRAMM: Schumann op. 46, Andante und Variationen; Mozart, Sonate Ddur, für 2 Klaviere- Liszt, Sonate H moll, Klaviersolo; Schubert op.103 Fantasie, op. 40 Nr. 2 u. 51 Nr. 3, 2 Märsche für 1 Klavier, 4 händig. Altitalienische Arien u. Lieder. Eintrittskarten : ^ k - • Mk. L-, Mk. l- u . öo Pfg., r~ Tp- ry. —rrrrr-r— särathch numeriert. Studentenkar- V? Pf f ltär Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind ^ Ernst Chalher, Tel. 671 und abends an der Kasse g2 L habfln - ___ 97GD 3um Besten der durch den RmWmreinsU geschädigten Siebenbürger Sachsen. Samstag, den w.zebrüar abends 8 V- pünktlich in der Neuen Aula Vsvtrag mit Liehtbildern von^)rofeffovvr.Schlsfingev veutsch-Siebenbürgen Land und Leute K?MttSkarte« <1. Platz 2 Mk., 2. Platz 1 Mk., 3. Platz «O-Mk.» bet der Ferber schen, Frees'fchen und Ricker'fchen Buchhandlung und an der Abendkasse, Studentenkatten lzu 60 Psg.) Beim Umv.-Hausmetster. Verwundete haben für den dritten Platz freien Eintritt. Amtliche BeküMtmschrmgeil Ser StiitSiegeäT - Nachstehende Vekamrtmochmrg des Großh. Kreisamtes Bietzen bringe ich wt öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 31. Januar 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Betr.: Auflauf, Verkauf und Versendung von Eiern. Unter Bezugrmhme auf die Bekanntmachung der Lun- dvK-Ererftxlle vom 9. Oktober 1916 (Kreisblatt Nr 127s ÄtBesttm nmnigen Sie nochmals ortsüblich bin- a^?b^Ä^^«wflragen wir Sie, folgendes ortsüblich alsbald bckanrtt nwcl>en zu lassen. q kTS Bekanntmachung der Landes-Eierslelle vom O^^ober v. Js. rst der Auskauf und Verkauf Jon (£ A Versendung geregelt Nwrden. Es wird erneut ans diese Regelung aufmerksam gemacht und im einzelnen auf folgendes hmgewiesen:- 1- h^slen Eier nur an diejenigen Personen verkaufen, die von der Landes-Eierstelle bestellt s^^^^ girier Ausweiskarte als Auftäuser 2. Jftux diese Auftäufer dürfen Eier bei den Geflügel- haltern erwerben. < ^ 3. Jeder Erwerb von Eiern bei deir Geflügelhaltern Boten trauen, Händlern usw. durch andere Gewerbe- treibende. Private, Daushaltungen usw. ist verboten. 4. Tie Wiftchifer haben die aufgekauften Eier an die für reden Kreis errichtete Sam meiste! le abzufuhren. 5. Als Sammelstelle für den Kreis sind bestimmt: a) Gebr. Grieb, Gießen, b) A. Steinreich, Gießen. 6. Tie Versendung von Eiern mit der Eisenbahn oder Post oder anderen Befördernngsgelegenheiten ist nur den Aufkäufern imb Sammelstellen ober mcr mit besonderer Genehmigung der Landes-Ei er stelle gestattet. Andere Sendungen werden angehalten und veschlagiiohmt. 7. Gegen die Geflügelhalter, die Eier an andere Personen als die bestellten Aufkäufer absetzen, ebenso gegen alle Personen, die ohne Ausweiskarte beim ^umuf von Eiern betroffen werdeii, wird nachdrücklich mit Zwang und Strafe vorgegangen werden. Neben der Eiiizrehung und Enteignung der Eier kann auf Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr und Geldstrafe bis zu 10 000 Mark erkannt werden. Tie Eierauftäufer haben von der Landes-Eierstellc dirrch die Bürgerineistereien ihre l grüne) Ausweiskarte erhalten: andere Aiisweiskarten sind ungültig. Tic Polizeiorgane wollen für Durchführung der Bestimmungen besorgt sein. Gießen, den 24. Januar 1917. 1062P Großh. Kreisamt Gießen. Qr. U s i n g e r. Nachstehende Bekanntinachimg des Großh. Kreisvmtes Gießen bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis: Gießen, deii 31. Januar 1917. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Betr.: Reichsreisebrotmarken. Ter Kommunalverband Gießer: hat mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 17. Januar 1917, zu Nr. M. d. I. III 1120 auf Grund des § 48b und c der Verordnung des Brmdesrats über Brotgetreide und Mehl aus der Errrte 1916 vom 29. Juni 1916 und der Ausführirngsanweismig Großh. Ministeriums des Innern vom 24. Juli 1916, weiter auf Grund der Anordmrug der Reichsgetrcidestelle vom 14. Sepü 1916 und den Ausführungsbestimmungen Großh. Ministeriums des Innern vom 29. September 1916 und 8. Januar 1917, als Zusatz zu der Bekanntmachung vom 23. Oktober 1916 (Krcisblatt Nr. 136) bestimmt: 8 2*. Eöenlo wie für die A u sstellung des Brotkarteltabmeldescheins die Aenderung des Wohnsitzes Voraussetzung ^ ist diese Vormtssetzuna durch die polizeiliche Abmeldung auf Reisen für unbestimmte Zeit gegeben. Falle der Ausstellung eines Brotkartenabmeldescheins werden beim Uebergang nt die Brotversorgnng eines anderen Kommunalverbandes auf Anttag auch Reichs- retzebrotmarken verabfolgt. In diesem Falle ist auf dem Brotkartenabmeldeschein ein Vermerk über die Zahl der aus gehändigten Reichsreifebrotmarken sowie über den Zeitraum zu machen, für welche sie ausgehälidigt worden lind und für den somit der Bezug anderweitiger Brotmarken - Komniunalverbai ids-Brottnarken usw.) ausgeschloffen ist. § 2b. Reichsreisebrotmarken können ohne Kürzung der kommunalen Brotkarte außer an Auslandsfremde an alle dreienigen Personen verausgabt werden, die der kommunalen Brvtversorgimg nicht unterstehen, insbesondere affo an Militärurlauber: die der kommunalen Brotver- sorgung nicht unterstehenden Per.ionen dürfeii Reicl>sreise- brotmarken in dem der Brotration der versorgungsberech- ttgten Be Völker, mg entsprecheriden Umfang erhalten. Zur Verhinderung eines mehrsatben Bezugs sind Reichs- reffebrotmarken an Auskandssrenide und Militär- urlauber alwr nur gegen Vorlegmrg des Reise- bczw. Ur- lailbspasses zu verabfolgen. Tabei ist auf dem Paß der Militärurlauber unter Angabe der Zahl der ausgähän- digten Reichsreisebrotmarken der Zeitraum, für welchen diese bezogen sind, zu vermerken. Die Eintragilng eines gleichen Bernierks auf dem Paß drw Ausländer ist sticht gestattet. Die Feststellung hinsichtlich der Ausländer hat diirch Befragung desselben, Rückfrage bei dem Kvm- munalverband, aus dem er zugereist ist, und sonstige Feststellung zu erfolgen, ob und gegebenenfalls si'cr welchen Zeitraum der Paßinl)aber etwa schon mit Reise- brotmarken versehe:: ist. Ten Militärnrlaubern steht hiernach nur die gleiche Brotration wie der versorgungsberechtigten Zivilbevölkerung zu. Soweit Militärurlauber in der Heimat als Schwerarbeiter tätig sind, haben sie dagegen selbstverständlich auck Anspruch auf die Schwerarbeiterzulage bis zu 100 Gramm Mehl für den Dips und Tag. Gießen, den 23. Januar 1917. Großh. Kreisantt Gießer:. I. B.: L a n g e r m a n n. Hchm-eigermlg kr AM Wen. Montag, den 12. Februar *017, vormittags 9'.« Ul»r beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Ziegenaä'er. Neuer Schlag, Wannacker, Saubüttendörner und Wimnefeld versteigert: 8,2 Rm. Buchen-Schekcholz 16 „ Eichen-Scbeirhol: 6 „ Fichten-Scheirholü 121,4 „ Eickien-KnüvpÄlbols 1i>,1 „ Kiefern-Knüpp«elholz 64 „ Fichten-Knüppelholz 1930 Wellen Etchen-Reiirg 280 „ Kiesern-Reistg 400 „ Fickiten-Rei^g 37,8 Rm. Eichen-Stottholz. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröder We^ an der 5. Schneise. [1063B Gießen, den o. Februar 1917. Der Oberbürgermeister: I. V.: Grünem ald. Ferkel EbesterZuchl-schnellwüchSse vdelr, langaestr., Schlapp obren, die besten zur Zucvt n- Schnellmast, vrima Freste:. seuchenfrei, kernaesuno. * or dom Versand kreistierirst- liehe ÜnSersmchona. 7o*ss 8-10 Woch. alt ä ©t M- 45-50 10-12 „ „ „ /r S6-8S 12-15 „ „ „ „ * e *'l 6 Für prima Schweine, gesunde Ankunft Garantie. Nahltstation genau augeben krtsär. üergdvrm. oüsse.Eor' Land 6. 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