Ur. 29 ZwrtteZ Blatt Erscheint «-Nch mit Aufnahme de« Sonnt«--. vetlagen: „Gteße«er ZamiUendUtttrr" und „«reirblatt für den Breis Stehen". POstfchrSronto: am Main Nr. ;;tz 8 b. Vankvettehr: «emerbedsnk Stehen. lbl. Jahrgang General-Anzeiger für Gberheffen Samstag, 3. gebruar X%1 ZwillingSrundoruc! und ' evla«-,; Br ühl'jcheUnioersitälS-Buch-u.St 'mdrucll? N. Lange, Gießen. Schriftleitung, GeschLstsstellr und VruÄerei: Schulstruizc 7. OjefdjöfiSiteuc u. 'oevlctg; Schriftlettung: 112. AnschriftfürTruht,iachrichtcn:AnzeigerS-ie,e.!. Kriegsbriefe aus dem Osten. K«fp3ranim im[erc§ zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Dir Kämpfe «m Brückenkopf von Riga. M.itau, 30. Januar 1917. ^steril war ich in den am 27., an Kaisers Geburtstag, von gnrormnenen Grabenstücken auf der lange,: Düne, ll ev erall^konntc man die Ueberzeugung hören, daß die Kämpfe zu vkwmSetten der An, die >atz ihres Londoner Berichterstatters Wladimir (äiebe- ttnsn. ch:e , Rußkija Wödemesti" ist ein sehr englandfreirndliches Blatt, aber dreier Londoner, Bericht, den das jürrgste Heft der ,, der Wichtigkeit en,tsprechei:d irrt einer klMizen Wockic täglich auf ihrer ersten Seite, mitten! unter sonstige:: Kriegsnachrichten, kleine Betrachtungen, über die Gerechtigkeit und Notwendigkeit dieser „Neuorientierung". Tie übrige Presse kam dem kühnen Plane mit Ausurerksamkeit und El)r- etbrctung entgegen, einige Zeitungen widmeten ihm so<;ar 51eit- arttkel. Und so ist denn diese Reform Tatsache geworden 7 st die Lektüre der „Times" eine ganze Wissenschaft. Jede Nummer faßt gegenwärtig 16 Seiten — Beilagen nicht mitgerechnct. Man muß die Lektüre nicht mit der ersten Seite, sondern von der Mitte aus anfangeu, wo die wichtigsten Nachrichten und Aufjätze zu finden sind. Ter übrige Stofs ist rechts und links von diesen: Mittelpunkt verteilt. Natürlich handelt es sich hier nicht um eine bloße Verteilung des Stoffes. Alles fußt auf „Tra- ditionR Tie Gepflogenheit, diese oder jene Nackrichten gerade an dieser Stelle zu bringen, hat sich in dem neuen Jahre ausgebildet, und diese oder jene Rubrik ist dann und dann eingeführt worden. Mit solchen Dingen scherxt man nicht. Ms es sich aber heraus- ftellte, daß infolge der stark gestiegenen Papierpreise die Zeittmg wöchentlich gegen tausend Pftiiid — also über 20 000 Mark — Verlust hatte, da sah sich die Schristleitung vor die große Frage gestellt: soU sie sich von jetzt ab wirklich kürzer fassen?'Diese Frage wurde nun auch in jenen Abhandlungen den Lesern vorgelegt Tie allnmsasseiide Fülle der „Times" — so hieß es dort — in eine uralte Institution. Tie Hosnochrchten, die Achzäylung bex Or- densauszechuungen, und Beförderungen in allen Ressorts das alles seien geschick-ttche Eigentümlich Veiten der Zeitung. Dirrfte man su so ohne weiteres fallen lassen? Wäre es nicht richtiger, daß ieber Leser einer: halben Penny mehr opferte? Das wäre das Richtige, das war der Schluß den die Abhandlungen zogen. Aber —« d:e Sackte hat noch einen kleinen Haken. Tie „geschichtlichen Eigentümlichkeiten" der „Times" erfordern Papier. Diel, selw viel Papier. Gegend fünshundett Tonnen, wöchentlich, was 25—30 000 Tonnen jährlich nmcht. Zu ihrer Beförderung braucht man Dampfschiffe. Würde die „Times" ihren Umfang um die Hälfte verrin- gern, so Brnitm jährlich 15 000 Tonnen Getreide oder svnsüga vfpÄrt /WW* 4 1 AM ^ M X rtto. . ’i C. . -P / . f f* I < 1 * t f . Bedarfsgegenstände nach England geschafft werdeii. Und Wetter: dre „Times" gibt den Ton an. Sie hat den Preis -erhöht, alsos erhöhen ihn auch alle anderen Zeitungen. .Hätte sie aber ihrenj Umfang verringert, so hätten auch aUe anderen großen Blätter das Gleiche getan. Sie habet: im Jahre 1914 allein für 7 Mtt- livnen Pfund Sterling Papier und für 6 Millionen Zellulose und sonstiges Rüstzeug verbraucht. Wieviel Tonnen sind das? Wie viel Tonnen können gespart werdet:? Unabsehbar. Freilich, freilich! dazu müßte man auf die „geschichttichen ^lgEmlichketten" verzichten. Die „Times" müßte z. B. die Hos- nachrm/teu kürzen oder ganz fallen lassen. Sie dürfte nicht mehr ^richten, daß die Markise os Ail von ihrem Schlosse Eulzecn Castle nach London abgereist sei, utid baß demnächst die Vermählung des Oberleutnants B. mit Miß M. stattfindeL, der zweiten Tochter des verstorbenen Mr. M. und seiner twch lcbetiden Gattin Mrs. M. au | ,^olmsey-Line. Tas alles müßte wegsalleuUnd was mchtt ^ Ableuguungs- und EntrüstungSztischriften an die Redaktion, die die Mitteilung der Miß Hob! ouse bervorgerufen hat, daß Löwen mit Ausnahme einzelner Stadtteile unversehrt geblieben se: — für das daratif verschwendete Papier hätte mau! genug Eier nach England einführetr können, um die Versorgung einer ganzen Grafschaft für einen Tag sicher zu stellen. Aber gegen die „historischen ^Eigentumlichkei vtn'' läßt sich nicht cm- tampsen —_ bis es schließlich irnter dem Drucke der Not doch dazu rommeu wird! Tie U-Boote arbeiten unermüdlich,, und c> tütro wohl der Augenblick kommen, wo die „Times" jich gczsuungetr sieht, ohne Mucket: ilsre geschichtlichen Eigentümlichkeiten fahren zu lassen utid im Interesse der Papierersparnis ihren Umsang! wesentlich einzuschränken. Vorläufig aber ist' man von dieser Ketint- ms nock weit entfernt. Tas Gespenst der Lebensuiittelnvt steht vor ^r Tur, aber man nimmt etwa nickt nach deutschem^ Muster die Bestände ans und führt Karten eilt, sondern man begnügt sich —, Sparsamkeit zu predigen. Aus diese Werbearbeit ist so viel Zei- tungs- unb Plakatpavier^verschwendet worden, daß es ein leichtes gewesen wäre, an dessen 2tatt einen großen Teil der besten australischen Ernte herül—-bringen. Man spielt det: Vogel Sttauß, man schließt die Atigcti gegen das Notwendige. Nicht die Ver- braucher, sondern nur die Erzeuger und die Verkäufer stellt man! unter Aufsicht. Dem Nrüller wird vorgeschrieben, nur eine ganz bestimmte Sorte Mehl herzustellen m:d jeder Bäckerei nur das festgesetzte Maß zu liefern; der Bäcker wird an jeden einzeltren Käufer nur eine bestimmte Atenge Brot avgeben dürfen. Das Ergebnis wird ein vollstätidiges Durcheinander sein: der Bäcker wird erklären, er könne sich unmöglich merken, wer heute schon sein Brot geholt habe und wer nicht, lind ganz und gar außerstande sein, fest- zustellen, ob Mrs. Jones ilwe vier Töchter nicht in verschiedene! Bäckereien geschickt habe. Endlich wird es zu richtigen Brotschlachten kommen, und die Ordnung wird erst toieder hergestellt sein wenn die Marken da sind. Tas wissen auch alle — warum führt mast sie nicht gleich' ein? Es würde gegen die Traditton setti. , Eine große Rolle spielt auch die Frage der Speisekartest :n Klubs und Gasthäusern. Tie .Klubs haben sich den Verhältnissen angepaßt t:Nd die Mehrzahl hat eine vereinfachte Speisekarte zu) 2Vs und 3 Schilling eingeführt. Aber die Gasthäuser cüunen sich! nicht dazu, entschließen. Sie berufen sich daraus, daß ihre Gast« zum größten Teil beiirlaubte Offtziere seien, denen man nicht zumuten könne, sich einzuschränkeu. Ganz schön, aber di? Herrest Offiziere sitzen nienrals allein bei Tisch; sie sind immer in größerer Gesellschaft, natürlich will keiner dem andern nachstehet: — irndl so werden täglich tausende von Fleischporttonen verschwendet, die gespart werden können. Natürlich wird der Zeitpunkt auch einmal komnien, wem: man gegen die Gasthäuser einschreiten. muß, und dan'u wird sich zeigen, daß ein beurlaubter Offizier ebenso gemütlich für 3 Sckstlling speisen kann, wie für V 2 Pfund. Alles wird kommen, alles wird sich machen lassen, die Regenschirme roerdenz alle einmal aufgeklappt, aber — erst muß man tüchtig naß geworden sein. Au« Stadt und Land. Gießen, 3. Februar 1S17. Vaterländischer Hilfsdienst der Studentenschaft. Der Rektor unserer Landes-lluiversitctt hat folgend« Bekannttnachluny an die Studierenden der ilnüferfttät erlassen : Kommilitonen! Vielfachen Wünschen autz den Kreisen der Kommilitonen, die aus alsbaldigen Eintritt in den vaterländischen Hilfsdienst zielten, bin ich bisher nrit der Bitte um Geduld begegnet. Auch jetzt ist nicht mit einer raschen und weitgreifenden Einberufung der Studierenden zu den Arbeiten des Hilfsdienstes zu rechnen. Aber es ist nunnrehr an der fteit, die schon früher in Aussicht genommene Maß- nähme zu tteffen, durch welche die Einstellung Gie^trer Studierender vorbereitet wird. Von heute an liegt auf dem Univ.-Sekretariat, Bismarckstr. 23 Gieszener Stadtiheater. Gastspiel Max H 0 s p a u e r. Wenn königliche Hofschauspieler sich auf Gastspielreisen in die Brovmz verirren, so kann man mit ziemlicher Sickterhett anneh- men, daß sie nicht mehr ganz jung an Jahren sitrd utid ihre beste .Kwaft l^reits vevausgabt haben Der königl. bayerische Hofschau- Ipreler Dclax Hospauer, der uns gestert: abend die Ehre seines Besuches gab hat im Juli 1916 sein 70. Lebensjahr vollendet und mm dre^em Gesichtspunkte m:s will und muß seine Leistung als Rezttator und Schauspieler immer noch- mit voller Hochachtung anerkannt werden Sein Borttag ist heute noch- ttastvoll und! klangvoll und voll Wärme. Er verschmäht glücklicherweise alle ~ o ältere Schauspieler, was sie at: tiatttt- ttcher Dawftellnngskvaft verlöret: haben, zu ersetzen pflegen. Das IciL wwo hl bei dem _ Vorttag von Kriegsgedichten. wie bei dem "d 77 .b«aperischer Löw'", einem ansprechenden Kriegsbild vorr .icax Streler, angenehm auf. Bei dem einen wie dem änderet: war noch der Ruf zu ahnen, der dem Künstler in seinen beiten Schaffenchahren mit Recht vorat: ging und den ihm eine dem Stadttheaterbuceau auch diesmal voraus- geschicktchat. In dem Einakter „Ein bayerischer Löw'" sekundierte rW aufs beste Hermine Wossidlo als französisches Bauern- mtt viel Temperameitt Llnmitt und anerketinenswettem, ^wanzonsch durchführte. Der Abend wurde ausqeftlllt durch ein von den hiesigen; Kräften gegebenes älteres Luslipiel mit Veveinsbühnencharakter Einsiedler" von Bem:o Jakobson. Es war viel gute Kraft und auschemend sorgfältiges Studium — ntcq: möchte bei- u«ye. sagen, daran verschwendet, demi die Einzelleistungen waren vorzüglich ausgearbeitet. Am besten hatte ?ldols Falken seine Rolle als junger schüchterner El)emann aufgefaßt und zu diesem ^Rvecke auch eine ausgezeichnete Maske angelegt. Es Ware zu wün- tch^, daß der Künstler solch liebevolle Zeichnung der Einzel hellen ic ^öhvren Aufgaben mit der ihm anscheinend gegebenen verbände, die ihm ohne dies zum Verhängnis toewen rmrn. Als neugebacketre Gattin war ihm Helene K a l l - mar zugesellt, die wiederum Gelegenbdt fand, ihre natürlichen umagen zu einem reiz endet: Getirebildchen zu verwerten. Ein 11 Ehepaar lmirbe durch Rudolf ©oll mit gewohnter Tornhöfer mit synipathischer lln- miflttttiglichkeitdargestellt. Außerdem waren noch beschäftigt Kurt ^erch al^ Oberkellner, Hettha Havenith Öls Zimmermädchen und vermann Stichel als Hausknecht. Die Darbietungen wurden tnit dem Beifall ausgenommen, den mqen ^ m - ev ' lnxnn belangloser AbetrdunterHaltung — Eine Jmmermann-Uraufführung in Magdeburg. Aus Magdeburg wttd uns geschrieben: Magdeburg hat seinem großen Sohne Karl Immer mann zwar e:n Deiikmal gesetzt, das vor dem Stadtthcater Aufstellung gefunden hat, aber aus der heimischen Bühne ist Jmmermann noch nicht zu Worte gekontmet:. freilich lag die Schuld daran am Dichter selbst, dessen Dramen vorab der „Andreas Hofer", sich als unausführbar erwiesen baben. Weder eme Neubearbeitung des „Hofer" von Jnrmermann selbst, noch der Versuch Paul Lindaus, beide Fassungen zu vereinigen, hat zu einem Ergebnis gefühtt, bis es jetzt dem Magdeburger Ne«lkteur Erich Feld Haus gelungen ist, der, namentlich technischen Schwierigkeiten Herr zu werden, und ein nimmehr lebensfähiges und bühnenwirksames Schauspiel z-u verfassen, dem auch über den augenblicklichen Aktualttätswchtt, der sich ans der Parallele der heuttgen Kämpfe in Tirol mtt denen in: Jahre 1809 ergibt. hinaus Beachtung zukommt und dem sich manche Bühne öffnen wird. Es ist das Drama eines schlichten, gottgläubigen und kaisettreucn Bauernsührers, ohne große psychologische Verwicklungen und Probleme, das Jmmevtnllnn geschaffet: hat, aber, von emigen Schwächen abgesehen, voll dichterischer Gestaltungskraft, der jich auch der heutige Zuschauer nicht entziehen kann. Das bewies bereits die Uraufführung, die unter Direktor Vogelers ausgezeichneter Lellurig vor allem Albert Fried ri ch Gelegen-, heit bot, einen lebenswahren Hofer zu schatten, der noch über den Willen des Dichters hinaus zum Mittelpunkt des Schauspiels wurde. Die Aufnahme durch das Haus war überaus tvarm. — .Die Uraufführung von Weingartners „F ü u st". Aus Chemnitz wird uns geschrieben: Im Rahmen emer Weingartner-Moche erlebte am Sonnabend abend im N e u e n Stadttheater z-u Chemnitz die Wertigartnersche Bühnenb«- arbeitung des Goetheschm „Faust", 1. Teil, mll Musik von Weingartner ihre Uraufführung. Felix von Wttngartner ist bekanntlich nicht der erste, der das Problem, zum Faust eine Diusik zu schaffen, d:e den Eindruck der gewaltgien Tichtmig vertieft, zu lösen gesucht hat. Dieser Versuch ist zweifellos der bedeittetidste seiner Art und hat die gattze Frage dem Ziele ein girtes Stück näher gebracht. Um das zuwege zu bringen, war zunächst eine Bühtrenbearbeitung nöttg, die, ohne der erhabenen Größe des dichterischen Werkes Abbruch z-u tun, tvotz der ein tvenig verlängernd wirkenden Musik die Ausführung in höchstens ffünf Stunden ermöglicht. Diese Aufgabe nat Weingartner in einer Weise gelöst, die Bewutiderung verdient. Zwar haben manche Teile dev Dichtung durch Ktlrzung und szenische VeremhettlvckZung ein etwas verändettes Aussehen gewönne,: — was übrigens Weingartner in einem ausgezeichntten Bottvott dialttttch und logisch glech wirürtigsvoll begründet —, die Schaffung größerer Geschlossenhell des Ganzen war aber unerläßlich, wenn der Komponist mehr als eine stimnmngSvolle Beglellnmsll beabsichtigte. Tie Aufgabe war also schvec und es kann nach der einen Aufführting noch nicht mll m:bedingter Sicherhell gesagt werden, ob die gefundene Lösung eine restlose ist. Im ersten Teil, bei: wir nun kennen, beweist die maßvolle Verwenduna der Musik, das starke Bestreben Weingartners, den poettschm Gchalt dev Tickrtimg nicht zu schmalerm Das dürfte in der Hauptsache gelungen sein, und sicherlich wird mancher Zuhörer auch bei dieser größter! aller draniatischen Schöpfungen der Musik eine Vertiefung des Erlebens zugestehen .können, viele werdet: aber ttotz Meingattners rcdlichet: Bemühetrs', den Goekheschen Geist unberührt zu lassen, nicht über leise Bedenken hiniveggekommen sein, ins-, besondere beim Gesang der Erzengel, deren mächtig hallende Wort« gesungen von ihrer tiefen Eindringlichkeit verlieren, und weller. bei der etwas opernhaft gewordenen Vertonung der Wotte des! Bettlers (Osterspaziergang). Diese Bemängelungen dürfen aber, ohne gegen Goethe zu sündigen, richig zurückgestellt werden, angesichts der großen Gäxrnkcn. von denen Weingartner sich hat leiten lassen. Es wäre ja vielleicht vermessen, zu sagen, daß fecn- Musik Goethescher Geist ist, aber man kann tovhl behaupten, daß sw sich nicht gegen diesen Geist versündigt. Daß er, indem er be: der Gretck-en-Episode die Instrumente sck)weig«n ließ, dieser Mädchenttagödie von ihrem poetisckren Gebalt mrd ihrer erschütternden Wirkung nichts genommen hat, so verbockend gerade hier eine StimmungsMalerei der Musik gewesen wäre, darf man bem Meister der Tonkunst hoch anrechnen. Dem .Komponisten wurden vom Publikum, das zum Teil von well her nach Chenrnitz. gekommen war, lebhafte Ovationen dargebracht, ebenso wie den Darstellern, unter denen sich besonders Frl. Hagenbruch als Gretchen hervortat, sowie Herrn Direktor Tauber, der die Aufführung ausgezeichnet inszeniett hatte. Die Erstaufführung des alten Urner Tell- Spiels. Aus Leipzjig wird uns geschrieben: Jni Schau- sprel h aus gab man erstmalig das alte Urner Spiel von Wilhelm Teil, das Ernst Leopold Stahl für die Bühne erneuett und ein- gerichtet hat. Die kernhaftige, treuherzige Sprache, die unmittelbar sich gibt wie nur ein Volkslied, verfchlte ihre Wirkung nicht. Er- man im übttgen, rn welchen: Maße das mittelalterliche Gedicht der Dramatisierung Schillers vorgcarbeitet hat. Fast alle wesentlichen dramattsck-en Situationen ftnden sich bereits vott Die Auftritte rckhen sich locker aneinander: m:r einige Male, tvo die Theattalifterung versagt, nmß der Herold durch Emohlnng ver- nnttelnd nngreifen. Die Ausführung war eine Regietat Fritz Bi e h - Wegs. Alles hatte herben wuchtigen Riß; elementar formten sich Gruppen; das Schlußblld des Schwurs von monumentaler Eindringlichkeit und mit malerischen Sinnen erlebt. Goethes Ge- scliwifter" und Kleists „Zerbrochener Zttug" beschlossen den Alumd Das Publikum nahm das Urner Spiel begeistett auf. - Gustav Sckönleber ch Im Alter von 68 Jakwen ist Freitag früh der Maler Gustav Schönleber, Profesior und Lebrer an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, gestorben. st —1 Nhr 4*—*6 H!jt n«chMikt^gM) eine Lifte ans, trt die alle Kommilitonen, die fitfj -um Hilfsdienst frei toill'i'g melden wollen, sich aivMfc eir^itragen gebeten sind. Die Liste bietet die Möglichkeit, besondere 'SLü'nsche für Art und Ort der Verwendung anzugeben. Bin ich im Besitze der sreiwiNigen Meldungen, so werde ich mit den m-Üitörischen Behörden ins Benehmen treten, um die geeignetste Art der Berlvendung zu erreichen. Soweit angängig und soweit gewünscht, werde ich dachru wirken, daß Gießen seit'st der Ort der Beschäftigung im Hilfsdienst werde. Der Universitätsunterricht geht, wie ich ausdrücklich feststelle, en Zeit geschlossen werden; auch int Sommer werden Borlesungen wird Hebungen bestinrmt gehalten werden. Die in feieren selbst im Hilfsdienst Beschäftigten werden also wahrffche-in- lich wenigstens zu einem Teil ihr Studium fortführen können. Meine Bitte geht nicht an die zum Heeresdienst in irgend einer Form Verpflichteten. Sie wendet sich auch noch nicht ent die studierenden Frauen. Sie meint die nicht heeresdienstfähigett, aber hilssdienstfähigen männlichen Studierenden. Kommilitonen! Das Vaterland ruft aberntals. Es rttft jetzt auch die, welche nicht die Waffen führen tönnen. Es ruft sie aus, zu Helsen, danrit die waffenfähigen Männer, die rtoch im Land zuruckgehalten werden, um das wirt^ schaftliche Leben der Heimat ansrecht zn erhalten, durch brachliegende Kräfte ersetzt werden können. Der Jdealis- trtus der akademischen Jugend läßt sie allezeit im Dierfft fürs Vaterland vorangehen; so wird sie auch jetzt bereit sein, dem Rufe zu folgen. Ich bitte die Eintragung in die Liste bis spätestens 10. Februar zu bewirken. S ch i a n. ** Ob er hessisch er Kunst verein. Die neue Ausstellung bietet auch diesmal eine Fülle von Kunstwerken, die sickrer ihre Anziehungskraft auf unsere Kunstfreunde nicht verfehlen werden. Bor allen hat Franz Türcke- Berlin eine recht künstlerische Sammlung ausgestellt, worrrnter sich Werte befinden, welche schon auf größeren Ausstellungen die goldene Medaille erhielten. Dem Künstler selbst wurden schon vom preußischen Staat, von der Stadt Berlin, von München und Brüssel Auszeichnungen zuerkannt. Noch einige Münchener Künstler, wie B ü r ck, Koester, Schayerer, Splitgerber, Schwarz- meier, Dielberg, Vetter, sowie die Künsller Treu- n er-Frankfurt und Brasch-Karlsruhe veevollstSndigen noch mit ihren Arbeiten die Ausstellung. Die Ausstellung ist morgen Sonntag von 11 bis 3 llhr, an Werktagen mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 Uhr und auch noch Mittwochs nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet. Starkenburg und Rheinheffen. ch. Bingen, 2. Febr. Ruhig mtb mnjeftätisch raal^t der Rheim in feiner ganzen gewaltigen Breite mächtige Eisschollen talwärts. Zwar fahren die Dvajektboote zwischen Bürgen und RtLcsheim noch, ober die übrige Schiffahrt hat ihren Betrieb eingestellt und verharrt in Ruhe, bis andere Zeiten wiederkehren. Auch die Fahrt der Trojektdampser hat ihre Schwierigkeiten und kann nur unter Schwierigkeiten aufrecht erhalten werden, znmal bei der frühzeitig cnrtretenden Dumkelheit, die für die Schiffahrt besondere Fährlichkäten mit sich bringt. Der Rhein, der bis vor einigen Tagen Noch mit Main- und Neckareis trieb, hat jetzt vor allem sein eigenes Eis. Daß der Miein so schnell zufriert, ist nicht M erwarten, da die Dtromverhältnisse infolge der vielen NegN- lierungen usw. heute ganz andere als vor Jahren find, das Gefall stark und die Stroncköhe noch recht ansehnlich. Der Rl>ein hü am hiesigen Pegel noch immer 1,70 Nieter Wasser, also in der Fahrrinne noch etwa 2,20 Meter. Stellen würde sich der Rhein wohl in erster Linie an der Loreley, der Stelle, au der er sich früher, wenn er zufrvr, immer stellte. Nock vsr 9 Jahren im Winter 1908 auf 1909 zeigte der Rhein sich in der gleich«: Winterland- schaft wie diesmal. Noch länger trieb er mit Eis und doch fror er nid# zu. In Anbetracht des Kohlemnangels wäre ein baldiger Umschlag der Witterung zum Besseren zu wünsck>en. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 1. Febr. Bei der Kreissmnmelstelle sind aus dam hiesigen Kreise 1600 Eier entgegangm, welche int Laufe der Woche Mrs die Stadt- und Landbürgermeistereicn verteilt werden. Der Verkaufspreis ist pro Stück aus 32 Psg. festVesetzt. ra. Atzbach, 2. Febr. Die Kaisers Geburtstags- sa m m l u n g für Soldatenheime ergab hier 159 Mk., in Kinzenbach 139 Mk. und in Dorlar 122 Mk. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 2. Febr. Die Villa Oppenheim er auf der Bockenheimer Landstraße sollte gestern im Aufträge des Zwangsverwalters auf behördliche Anordnung zwangs- meiie versteigert werden. Zu dein Termine hatten sich wohl mehrere Makler und Kaufliebhaber einqefunden, doch gaben diese kein dem Wert der Liegenschaft entsprechendes Angebot ab. Infolgedessen wurde kein Zuschlag erteilt. Die weitere Entscheidung über das Schicksal des Grundstückes, das mit allen Gebäuden auf rund 500 000 Mk. bewertet ist. bleibt nun der Behörde, in diesem Falle dem preußischen Landwirtschaftsininister, Vorbehalten. SpielslaB ve? Sietzsrm Mi» 8 he»kerr. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 4. Februar, nachmittags 3 1 /, Uhr, bei kleinen Preisen: „Robert und Bertram" oder „Die lustigen Vagabunden." Ende QX Uhr. Abends 7 1 /, Uhr, bei kleinen Preisen: »Könige., Ende nach 10 Uhr. Dienstag, den 6. Febrnar, abends 7 1 /, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 10. Dienstag-AbonnementS- Dorstetlung: .Goldfische." Ende nach 10 Uhr. Freitag, den 9. Februar, abends 7'/, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 10. Freitag - Abonnements - Vorstellung: „Stein unter Steinen." Ende 10*/ 4 Uhr. Sonntag, den 11. Februar, nachmittags 3^', Uhr, bei kleinen Preisen: „Könige." Ende nach 6 Uhr. Abends 7*/, Uf)f, bei kleinen Preisen, zum letzten Male: »Wie einst im Mai." Ende nach 10'/. Uhr. RirehUche tXacbridMe&$« Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 4. Februar, S e p t u a g e s i m ä. G o t t e 8 d i e n st. In der Ztadtlirche. Vorm. 9‘/ a Uhr : Pwrrer Schwabe. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. — Montag, den 5. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. — Dienstag, den 6. Februar, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein. — Dienstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der, konfir- ntierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. — Mittwoch, den 7. Februar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe. — - der 3ohcnmerkirche. Vorm. 9)4 Uhr: Pfarrer Aus seid. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer ?l u s s e l d. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 7*8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde. Abend? 8 Uhr: Versaunnluna und Bibel- besprechuitg im JohanueSsaal. — Freitag, den 9. Februar, abends 7,6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Kirchberg: Sonntag, den 4. Februar, vorm. 10 Uhr. — Lollar: Sonntag, den 4. Febrnar, nachm. 17, Uhr. — Mainzlar: Mittwoch, den 7. Februar, abends 3 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan ® lt 6 tu n n n. kirchliche Nachrichten. katholische Gemeinde. Gottesdien st. Samstag, der: 3. Februar: Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte: Sonntau, ben 4. Februar, Sonntag Septuagesima. Fest Mariae Lichtmeß. Dornt. 6'/, Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte; 7 Uhr: Hl. Miesse. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm 4& Uhr: Jungsrauenkongregation. Nachm. 57, Uhr: Christenlehre; daraus Andacht mit Segen. — Dienstag und Freitag abends 8 Uhr ist Kriegsbittandacht. Diaspora-Gottesdienst am 4. Febr.: In Laubach 7'/, Uhr. In Lich 9'/, Uhr. _ Wer seine ttüchenabsälle abliefer!, fördert die Fleisch- und Ketlversorgung. 8 rchh. RtalWsgjisnl p Gießen. Anmeldungen für die Sexta werden Dienstag, den 6. Februar, vorm, von 11—1 und nachm, von 4—6 Uhr, solche für die übrigen Klaffen Mckttwoch, den 7. Februar, zu den gleichen Stunden im Amtszimmer des Direktors, Ludwigstraße 11,1, enlgegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, Impf- (bezw. Wieder- inrps-Mchein und letztes Schulzeugnis vorzulegen. Schüler der hiesigen Vorschulen brauchen ihr Schulzeugnis erst nach Ostern mit dem Eintritt in unsere Sexta vorzulegen. Gießen, den 20. Januar 1917. Großh. Direktion des Realgymnasiums. Or. Bau r. l6ö0v Oberrealschule. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Dienstag, den 6. Februar, vorm, von 9 bis 1 Uhr und nachm, von 4—6 Uhr auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten entgegengenommen. Borzulegen sind: Geburts- und Impfschein und Schulzeugnis. Gießen, den 20. Januar 1917. Großh. Direktion der Oberrealschule. Dr. Schnell. B48D MMe des ReulWnajMs bhÖ kt AermlsHule. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Mittwoch, den 7. Februar, vorm, von 9 bis 1 Uhr und nachm, von 4—6 Uhr auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten enlgegengenommen. Vorzulegen sind: Geburts- und Impfschein und Schulzeugnis. Die in die unterste Vorklasse aufzunehmenden Schüler find persönlich vorzustellen. Die Vorschulen des Realgymnasiums und der Oberrealschule sind vereinigt und unterstehen der Direktion der Oberrealschule, weshalb nur bei dieser die Anmeldungen zu erfolgen haben. Gießen, den 20. Januar 1917. Großh. Direktion der Oberrealschule. Or. Schnell. l«49v Landgraf - Ludwigs - Gymnasium nebst Vorschnle Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1917/18 werden vom 5. bis 8. Februar, vor mittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäude entgegengenommen. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen Gießen, den 27. Januar 1917. Die Großherzogliche Direktion. vr. Hensell. 807V Die gesetzliche tztsckerlMsW der Schmede-Innung für die Stadt und KreiHGießen findet im Mürz d. I. statt. Anmeldungen haben spätestens bis 18. Februar bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. Bei der Anmeldung find 5 Mk. Prüfungsgebühr zu entrichten. Gießen, den 3. Februar 1917. Der Vorsitzende des Prüfungs-Ausschusses. Joh. Heß. 984 D Nationaler Frauendienst Allgem. Deutscher Franenvercin Ortsgruppe Gietzen. Auskunft und Hilfe für Angehörige von Kriegsteilnehmern bereitwilligst und unentgeltlich: Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vormittags: 211 Süd-Anlage 4H, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat für Feldpostbriefe gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzfteüe Bietzen. Giehener 8 röbel- 5 emina?. Aufnahme neuer Schülerinnen April «.Oktober. a) Ausbildung zur Fröbel sehen Kindervflegerin. d) Ausbildung mit staatlicher, in Preußen und Hessen an- erkannter Abschlußprüfung zur Kindergärtnerin ssür Familie, kleine Kindergärten, Spielkreise). Prosp., Auskünfte, Anmeld.: Gartenstr.36. L.Mörser. Anmeldungen für den Seminarkindergarten werden jederzeit enlgegengenommen. 1013V Höhere K aEdslssshBlef jandiag LhlfeHaMi fall). für Scholar v.ll-20Jahren. 1914/16 60 Elnjlhrlge. .. . . i zurkaefm. Ausbild. ILiallijälir .Meiste » 5 " T0D Im Schdlerheim fute Verpflegung u. Baauislchtlflurij. A uaführl. Jahresbericht e versend. 0 i rekto r A. H a rr. Neuaufnahme 18. April 1917. Sanatorium ündenfeis i. 01 zw. DaraiiUiit-leläelbar g 48 ra.h. in ideal. Walds?. srel ürüCTfose, cinm Me nJHriBßMflrfüig Miß. Preise—Prospekt kostenlos. 1. B. Dr. Schutt«. Aufgebot. f» WM Oi m B ES 10 rstliches Konservatorium in Sondershausen. Hochschule für Dirigenten,Gesang, Klavier, Kompos., Orchester, Orgel, Harfe. Alle Fächer der Musik. Freistellen f»ir Bläser und Bassisten. — Aufnahme den 13. April und jederzeit. — Prospekt gratis. 100 g hv Hofkapellmeister Prot Corbach. Holzsubttiission. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Staufenberg soll aus dem Submissionswege vergeben werden: 1 Kiefevnstamm 4. Kl. 26 Ztm. Durchm. 0,64Fstm. 1 Fichtenstamm 2. 22 Fichtenstämme 3. n 58 „ 4. .. 160 „ 5».,, 393 „ 5b. „ 93 Fichtenstangen 1. 11 43 „ .30—39» 25-29,, 20- 24,, 12-19,, 9—11.. 3,48 38,72 68,08 117,38 135,04 9,37 Der Postschaffner Wilhelm Heberer aus Ohligs hat beantragt den verschollenen Weißbinder Wilhelm Heberer, geboren 17. August 1847 in Kirchberg, bis 1900 in Gießen wohnhaft, seitdem unbekannt wo, für tot zu erllären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgesordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch, 31.Ott.1917, vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gericht Saal Nr.6 anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An Alle, welche Auskunft über Leben und Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. 989B Gießen, den 1. Februar 1917. Grvherzogliches Amtsgericht. Die Offerten sind bis zum 8. Februar Isd. Js., nachmittags 4 Uhr, bei der Unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Das Holz lagert in den Distrikten Tiesen- bach und Mühlwald, zur Hälfte unmittelbar an der Staatsstraße, der Rest 1 / 2 Klm. von derselben entfernt und 3 Kilometer von der Bahnstation Lollar. Eine Zusammenrechnung findet nicht statt. Staufenberg, den 27. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. sse (Höhere Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler iederaeit Gnte Erfolge. Einjährig©!*-, Primareif©-, Ahitnrienten- prüfnn^. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70.Fernr.633 Holzversteigerung. Im Sicher Stadtwald, Distrikt Eisenkaute, werden Montag, den 6. Febrnar 1917, versteigert: Scheiter Nm: Buchen 800, Hainbuchen ird) 8. Eichen 30, Knüppel Nm: Buchen 300, Eichen 40, Reisig Wellen: Buchen 6300, Eühen 700, Stöcke Nm: Buchen 320, Eichen 50. Zusammenkunft an der Kreuzung am BurkhardSselder- Weg und der Nieder-Bessingerschneise: Anfang vormittags 10 Uhr. Lich, den 25. Januar 1917. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Lich: Dörmer. 7868 Jagdverpachtung. Montag^den 12. d. MtS., nachmittags 4 Uhr, ill die hiesige Gemeinde-Wald- und Feldjagd auf Jahre in der Diel'schcn Wirtschaft verpachtet erden. Lardenbach, den 2. Februar 1917. Großh. Bürgermeisterei Lardenbach. L e t n. nnc Steppdecken werden augefcrtigt,sowie alte in Wolle, Watte oder Tannen auf»earbeitet od.ausgedessert bei billiger Berechnung. Mte Wolldecken werden aagekanft TOalttorBtr. 34 V Brennholz-Versteigerung. Donnerstag den 8. Februar 1617 werden im Gast Hans Srolberger Hof in Hirzenbaiu vormittags 9 Uhr aus dem Försterbe^trk Usenborn, Distrikte Schneiderzipf, Feldstrauch, Schönberg und KrebSgrund versteigert: chichcu: Rm. 13 Rundfcheit, 14 Knüppel, 18 Reiserknüppel. Buchen: Rm. 260 Rundscheit, Scheit 1. Kl. 248, 2. Kl. 164, Knüppel 188, Affreiser 746, Sonstiges Lanbbolr: Rm. Rundfcheit 4, Knüppel 1, Aichte: Rm. Rundscheit 27, Scheit 22, Reiserknüppel 7, Sonstiges Nadelholz: Rm. Nundscheit 2. 998D Fürstliche Revieroerwaltung Gedern. Bilaiiz tm A. Sejemict 1910. Attiva Passiva Kassenbestand 86.67 Reservefonds 3470.— Warenvorrat 9701.75 Mitgliedergut- Ausstände n. An- haben 985.— gäbe des Lager- Betriebsrücklage 1921.42 Halters 2502.75 Rückständige Ber Mobilien n.Absch. 106.42 gütung 1222.— Geschäftsutensilien 64.53 Warenschulden 1896.62 Reingewinn 2967.08 12462.12 12462.12 Die Zahl her Mitglieder betrug Ende 1915 Wählend 1916 schienen aus. Es traten während 1916 zu . . . . . 99 Daher Stand Ende Dezember 1916 100 Hausen, am 1. Februar 1917. 981 LMmrAiistlMr flonfwnuctcin §iinien b. Weil Eingctr. Genosscuschast mit unbeschr. Haftpflicht. .HFrr< Direktor. Ludwig Happel, Rechner. Orünäl. Unterricht In 217 MascfelMEWsB Stenographie Buchführung u. allen Handelsfächem durch bewahrte Lehrkräfte. Tages* a.£1ioad!nirse Honorar monatl. Mk. 10.- Korsdaner nach besond. Ver Inbamne. Anmeld ng ägUch. Kostenlosest llenVermittlung. ftmWrko.Mii Goethestr. 32. Tal. 2054. Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für alleKlass- Englisch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rum u. Ergänzungsprüf. [ 8S7 Dp Dnacü OberlehrerLP. ur.no esu Goethestr. 31. Energische Dame erteilt [931 äh. in der Geschst. deS G. A. Bollst. Bett geg. monatl. Vergütung z. leih. evtl. -. kauf. aes. Zu erfr. im Gietz. Anz. 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Zum Jnbiläumstag will das hessische Volk dem Landesherr« ein äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Verehrnng darbringen. Es soll eine Jttbilänmsstistnug entstehen zur Schaffung von Einrichtungen, die der Erholung und Kräftigung unserer hessischen Krieger in einem Erholungsheim dienen. Mitbürger! Spendet reichlich, damit dieser schöne Plan verwirklicht werde, der uns alten am Herzen liegt? Jede, auch die kleinste Spende ist willkommen. Es findet eine Haussammlnng statt. Gaben nehmen entgegen: die Banken, die Bezirkssparkasse nnd die Stadtkasse. „ Der Stadtausschntz für die Stadt Gießen. Derjenige Herr welcher sich elegant und schick kleiden will, findet bei mir die grollte Auswahl von besseren Herrschaften wenig im Gebrauch gewesene, teilweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22.—, 25.— Mark nnd höher Anzüge für korpulente Herren in grosser Auswahl Paletots von 16 —, 20.—, 24.— Mark nnd höher Einzelne Hosen, Sakkos und Kinder-Anzüge Zj’JT' selir preiswert. Frack .Gehrock- u. 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