Nr. 46 Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: SietzenerKamilirnblätteri Kreist« hm fflr len Kreis Gießen veziigspreis: monatl. 90 Pf., viertel- jahrl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.3.45 oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse:' sürdieSchrrstleitungl 12 Verlag.Geschäitsstellebl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt I6Z. Jahrgang ichener Anzeiger Postscheckkonto: Zranksurt a.M. 11686 General-Anzeiger sür Oderhessen zreitag. 25 . gebruar .. i. i.ut/ine oom Anzeigen . £-u> Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher» Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Ser- niietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts! 25 Pf., b. Vlatzvorschrift! 30 Pf., Reklamen 75 Ps.^ bei Platzvorschrift W Pst Hauptjchriftleiter: Aug., Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: öankverkehr: Aug. Goetz. Stadt und« Sewerbebank Stehen Land. Vermischtesu.Ge-i Swillingsrunüdruck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch richtssaal: Fr. R. Zenz.j u. Stcirtöruderei rr. lange. Schrift,ettung, Geschäftsstelle ll.vruckcrei: Schulftr. ?. Erklärungen im englischen Unterhaus über die neue Lage zur See. MTB.) Großes Hauptquartier. 22. Februar. .. . , . . .... ... . „ ... „ . ls (WTB.) Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Ge«craIfeldmarscha Kronprinz Rupprecht von Bayern. SrSlich von Armemtitzres drangen nach starker Feuerwirkung mehrere englische Kompagnien in unsere Stcl- Urng^ Krastvckller Gegenstoß warf sie sofort hinaus. Bei Säuberung der Graben wurden 200 tote Engländer prahlt, 39 Mann gefangen zurückgeführt. Er- tnndungsvorstotze des Feindes südwestlich von W a r n e t o n Milch des La Bassse-Kanals und zwischen Ancrc und ^onime schlugen fehl. ls Ocstlicher Kriegsschauplatz. Sceresfront des Generalfcldmarscha Prinzen Leopold von Bayern. _ Südwestlich von Riga und am Südufer des Narocz- «ees icherterten Unternehmen russischer Abteilimgen bis Ko mvn fl niestärke. Bei Labusy an Der Schtschara und an mehreren Siebten zwischen dem Dnjeslr und den Waldkarpaihen wurden etnrfle oandstreiche von unseren Stoßtrupps erfolgreich durch- gefuhrt. An der Front des Generalobersten _ _ Erzherzog Josef und bei der . Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls von Mackensen herrschte bei Schneetreiben nur geringe Grfechtstätigkeit. Mazedonische Front. Südlich des Wardnr versuchten die Engländer sich vor unserer Stellung cinzunisten. Sie wurden im Handgranaten- kämpf vertrieben. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Aberrdberichi. Berlin. 22. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen bei Regen und Nebel keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Im Osten brachte östlich von Zloczow ein Vorstoß von Sturmtruppen 250 Gefangene ein. Hebbel hot in seinen; Tagebnche wiederholt seiner lustigen Freude Ausdruck gegeben über ein nach seiner Beschreibung vortreffliches Karikacknrenbild, das er auf einer Pariser Att-sstellung sah und das die Mitglieder des englischen Parlaments als anfhorchende, knurrige oder sonstwie „beseelte" Vertreter vas für Aufgaben der Flotte gesteNt wnrdeir, als der Krieg sich weiter ausdehnte. Die Admiralität imterstutzt weitgehend die Expedition in Mesopotamien, aus Saloniki und nt Aegypten und muß die Meere freitalteil. Im ganzen lhat ras Land weniger unter Entbehrungen gelitten, als irgend rin anderer .Krtegsstihrender. Um zu zeigen, was von der Flotte ge- leistet worden ist, erwähne ich. daß die Gesanttzahl von beit über S« beorderten Personen bis 30. Oktober 8 MiWoncn betragen hat.. Bis 30. Oktober haben wir über 8 Mllronen Donnen Sprcng- stoste befördert und über eine Mllion Kranke und Verwundete f c 11 ; Hoher See oder rw Hasen während des letzten Jahres 15150 Schiffe unter uchts. Allein im letzten Januar haben wrr in den britischen Häfen 3764 Schiffe untersucht. Tie letzten Zahleii erntu tigert mich, vorauszüsagen, daß die GesanttsuMme im Februar mcht kleiner als im Januar sein wird. Die Untersee- boot-Drohnng ist keine neue Drohung, sondern sie ist eine Gefahr, die während der letzten Monate 'uns immer wachsend itrs Gesicht starrte. Die Bedrohung ist schwer. Sie ist noch nicht gelöst worden. Kein eutzelnes Wnndernnttel besteht oder kann bestehen, ^lber ich bin voll Vertrauert, daß bei der Entwicklung der ALaßnahmen, die erdacht worden sind oder erdacht ioerden, der Ernst der Bedrohung allmählich gemildert werden wird. Während, der letzten zwei Rdonatc ist die Zahl der bewaffneten Handelsschiffe um 47,5 Prozent vermehrt worden. Das hat eilte riesige Menge von Arbett bedingt. Tie Bewaffnung der Handelsschiffe schreitet jede Woche tmmer besser fort. Dar Bruchteil von bervaffnetcm Handels- fchtsfen, dte nach dem Angriff fliehen komrten. beträgt 75 Prozent der der uribewaffneteil Handelsschiffe 24 Prozent) London, 21. Febr. lWTB.) Unterhaus. Bei der Vor- tegimg des Mjarriieetats sprach Carson eingehend über die T a u ch b o o t s b ed r o h u n g. Tic Bedvohmig sei ernst, es gäbe kein einziges Wundermittel dagegen. Er vertraue aber darauf, daß durch den Ausbau der jetzt erdachten Mittel ihr Ernst allmählich sehr gemildert werde. Die en g l i s chen V e r l u ste se i e n e r n st, aber sie enffprächen ttichtt der übertriebenen Pvahlerei der deut-j scheu Berichjte über sie. Während der ersten achtzehn Febritcrrtage seien 134 englischie, alliierte und neutrale Schiffe aller Art versenkt wordeu. Aber während dieses Zeitraums seien 6075 Schiffe in englischeil Häsen angekommen mtd 5873 hätten sie verlassen. Tie Politik des Schüwigens betreffend die Vernichtung feindlicher Tauchboote sei eine Politik, die der deutschen/ AdmiralüLr am wenigsten lieb sei. Ein roeiterer Grund gegen die Bekamttgabe der Zahlen über die feindlichen Verluste sei die Schwierigkett, Mi« Sicherheit die Vernichtung eines Tauchbootes festzustellen. Carsou sggte. er habe die Berick;te von 40 Kämp'sert mit Untzerseebootest erballen. Pierzigmal in ach«tz-ehn Tagen mit dem Feind hand- leitung fyrt deilrgegenMer erklärt, daß kein U-Bootvcrlust bisher gemeldet sei. « Unsere Verluste sind schlimnt und ernst genug: aber sie er* reichen offensichtlich die übertriebene Prahlerei der deittschen Berichte über sie nicht. Trotz dieser Versentüngen und der damit verbundenen Opfer und Leiden habe ich von keinem emzigeit Seemann gehört, der sich geweigert hätte, zu fahren. Das wird daN Krieg gewinnen. Wie sehr auch die Neutraleit nervös gemacht «oder erschreckt worden sind, sic werden unserenl Beispiel folgen. Ich glaube, die neutralen Sckffffe werden in kurzein ihre Fahrten! wieder aufitehmeit. Ich schlage vor, in Zuktmst möglichst täglich die .Zahl der britischen dnvck) Mimen oder Torpedos versenkten^ Handelsschiffe zu veröffentlichen, außerdem die Zahl der Handelsschiffe, die in den Häfcki des ,Bereiitigten Königreiches angekommen sind «oder sic 'verlassen haben und eine Lffte von beit!, Schissen, die von Unterseebooteit angegriffen wurden, aber ihnen errtkvinmeit sind. Carson wandte sich dem Problem zu, ob es ratsam sei, über die Verluste des Feiiides an U-Booten Einzelheiten bekannt zu geben, und sagte: Die Politik des Schlwsigens, )vie sie von! aufeiitmidcr folgenden iAdmiralstäben verfolgt ivorden ist, war eine Politik, Pie jder Feind am wenigsten liebte. Wenn ein U-Boot zu seinem MötHzug ausgefahren ist, so ist das einzige, was die deutsche Admiralität weiß, daß es nicht zurückkehrt.. jtijoinuuiuui. tut. Lfji, uufji t.» muri guiuiHiyii.i Ich habe Berichte über 40 Kämpfe mit Unterseebooten seit Anfang Februar r-ur Dip daß wir in 18 Tagen über Februar zur .Hand. Die Tatsache, daß wir tn vierzigntal handgemein geworden sind, ist eine anßerordenlliche: Leistung. Carson machte Mitteilung über eine Reihe van Berichten, um die verschiedenen Grade von Gewißheit klar zu machen. Ms Beispiel sür die volle Gewißheit wählte er die Crbeutun ei ites U-Bpotes mit seiner M ann scha ft dnr einen Zerstörer. Zwei andere Fälle, die er erivähnte, legten eiilige der von lder Mnttralität gegen die U-Bvote angewandten Methoden dar, so den Bericht eines Lnfffchrsses, ärs Bomben abgeworfen hatte, wo ein Unterseeboot eben irntergo- taucht war, und ein ähnlicher Bericht von emem Flugzeug in/ Verbindung mit einem anderen jll-Boot. Mit Bezug auf den Schiffbau sagte Carson: Keine einzige Helling ftvird während der nächsten Mvmwe unbenutzt bleiben. Ich bitte die Arbeiter, mtt unermüdlicher Energie zu cn:betten und die Nation, in die Beschränktmg der Einfuhr zu willigen, unt die Aufgabe der Admiralität leichter zu machen. Ich bin sicher, daß «die Bedrohung gelöst w'u'den kann, aber nur, wenn die Nation auf dem angedeuteten Wege mit der Flotte zusammenarbeitet. Reue Maßregeln Englands zur See. New Pork, 22. Febr. (WTB.' Meldung des Reuterschen Bureaus.^ In einer Unterredung mit dem Londoner Berichterstatter der „Associated Preß" über die Wirkuwqen des neuen T a u ch b o o t k rti e g e s sagte der Blockademinister Lord Ro b e r t C c c i l: Bisher hatte der Tauchbootkvicg wenig Wirkung aus die Einfuhr von Lebensmitteln in unser Land, Er griff aber auch in einiger U1U J. Vi- l. Vj L l I | uuu. UUUJ in uiuyu. Ausdehnling in den Haitdel zwischen bcu neutralen Völkern rät. Zum Beispiel laufen die meisten Schiffe, die von Skandinavien oder Holland nach Amerika und umgekehrt fahren, nach Uebvrein^ knnft die Häfen des Vereinigten Königreichs an, um Unbequemlich- riH frttt 1t1tO Stf' ^ A.tC C* ^ — leiten unb die Gefahren einer Durchsuchung auf hoher .See zu vermeiden. Einige dieser Schisst wollen den Gebrattcb nicht sort- setzen, untlugeriveise, wie wir denken, da die Gefahr des Anlaufen» von Häfen in dem Bereinigten Königreich keine ernste ist, mtd das Anlaufeit für alle Teile sehr begnem war. Tie denttche Piraten-» mllarung ist taffächlich kein Bliisf, dafür ist sie viel zu mörderisch. Aber ihr Schrecken liegt nicht irgendwie in einer allgemeine Zerjtörung, da die wirlliche Zahl der irersenkteit Schiffe nur einen sehr kleinen Bruchteil der Schisst beträgt, die unbeschädigt durch- kommen, sondern gerade in der Unsicherheit ihrer vereinzeltest chläge. Wir sind darum besorgt, die Wünsche der Neuttalen hierin wie in allen anderen Dingen zu erfüllen. Wir richten es deshalb so ein, daß ln geistifsen Fällen, wo ws«r davon überzeugt sind, daß dte betetligten Schiffe nicht zugunsten unserer Feinde Hmtdel treiben, diese Schtfse tu anderen brtttschen Häsen mttersncht werden ,ollen. Naturltch bedeutet dtes mcht ein Preisgeben unserer Rechte der Durchsuchung, was offenbar sür uns uimiöglich wäre Es bedeutet nur, daß nur eine Form der Ausübung dieses Rechtes mit anderen vertauscknnt. Um unsere Handlungsweise ganz llar zu zachen, erklären wtr, gletchzeittg, daß Schisst, die versuchen, die Blockade mtt Waren rur oder von Deutschland direkt oder indirekt zu durchbrechen, ttch der B e s ch l a g n a h> m e durch ein P r i s e n - ? c . ri . t !J! t aussetzen. Wir fügen hinzu, daß, wenn die Schiffe nicht sretwilltg etnen brtttschen Hasen zur Untersuchung antausen, ffe ttch.mcht beklagen können, w'enn ihre Haltung siechem Verdacht aus/etzt, ja etnen erstllassigen Beweis bildet, daß sie sich mit feind-i lichem vandel besaßen. Das ist der Simt unserer neuen Bekannt-, machung. Ste wird, das hoffe und glaube ich, keinen prakttschen Unters chted gegen das gegeirwärtige System bilden, das gcirau so Wetter lausen wird wie bisher. , < -c- ? öon, 22. Febr. (WTB.) Die „London Gazette" ver- ofsentttcht eine Bekanntmachnng, die erklärt, daß das . u t sch e /M e in o r a n d u in über den Tanchb o otkriea rii kras/em Widerspruch zu den Regeln des Völkerrechts, den ^rderttngen der Menschlichkeit und den Pflichten des Fein- w e iides Frärdes mache essür Engl and nötig, W iergretfen, um die Wirksach- Maßnahmen aufrecht zu erhalten, dte in dem ernsten Be- strebcn ergriffen worden seren, zu verlnndsnm, daß 6)ebr>-nirbLS, gntcr ^ irgendive!ckser Art die Länder des Feindes erreicben oder verlaneu komren. Zu diesem Zweck würdeii die Sckstfse die Waren strrchlicher Bestimmung oder feindlichen Ursprungs der Aufbringung und Beschlagnahme unterwors^n nidjt beit englischen und alliierten Stteitkräffen reicklick S ,lC hett böten, ihre Ladung zu lmterttick^t^ ß^ter der Beschlagnahme untentwrscn sein Es sei »^lckck sehen, das; ein Schiff das auf See cnff dem W^> vonT^ ? mm neutralen L-ch und den Zugm^uu-gvchL^Z^ angerxvffen tmtfe, ohne einen Aasen des Mglischeii oderdes alliierten Geknebes anzulaufen, als ein Schiff angesehen !l»^Den solle, das Waren mit Bestimmung für den Feint» ober Kindlichen Ursprungs führe, bis das Gegenteil sestgestxM sei. Es solle zur Untersuchung aufgebracht und vor einem Prisengerichtl abgeurterll werden. Jedes Schiff, das Waren mit der Besffmmnng für der: Feind oder feindlichen Ursprungs führe, solle der Auf orrngung und Beschlagnahme wegen Führung solcher Waren unter worfen sein. Im Falle, das; es sich um irgend ein Schiff handle t festgesetzten britischen oder alliierten Düsen zur Untermchung der Ladung anlaufe, so solle ein Beschlagnahmeurteil mir auf Grund der Mitführung von Gütern feindlichen Ursprungs wer mit der Bestimmung für den Feind gefallt werden. Es solle nutzt von vornherein die Annahme betreffend feindlichen Ursprungs o der B estimmung für den Feind bestehen. Gitter, bei denen bei der Untersuchung des Schiffes festgestellt wurde, daß sie feindlichen Ur )prungs oder für den Feind bestimmt seien, lv-även der Beschlag nähme unterworfen. Die Rede Lloyd George-. London, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Jim Unterhaus teilte Bonar Law mit, daß die Darlegungen Lloyd Georges bis zum 23. Februar verschoben worden seien * Die englische»; Unternehmungen in Persien. London, 22. Febr. (WTB9 Lord Curz'vn sprach iin O berhaüse über den Marsch britischer Streit kräfte irnter Sive Per cp Sykes nach Ispahan und Teheran Er sagte, der .Vormarsch führte dazu, daß, in wetten Gebraten Ordnung geschaffen worden ist. In Teheran sei die Existenz einer den alliierten Mächten freundlich gesinnten Regierung gesichert. Rußland und Großbritannien hätten die persische Regierung beständig finanziell unterstützt. Es sei die Absicht Percy Sykes, die südpersische militärische Gendarmerie mit brttischen Offizieren, die in Indien ausgebildet sind, zu organisieren und sie schließlich auf 11000 Mann zu bringen. Sykes verfügte momentan über ungefähr 5000 Mann und eine aus etwa 800 indischen Soldaten bestehende militärische Eskorte. Eine ähnliche Gendarmerie werde gegenwärtig aus Mitgliedern der Ba ächiarenstämme rekrutiert. Er hoffe, 'daß Sykes demnächst imstarwe sein Coerde, von Schi ras, wo er sich jetzt aushalte, ,vetter zu marschieren und -die Brigantenlagier und ^ Räubernester, die sich in diesem Tette Persiens befinden, zu säubern. Im östlichen Teile Persiens hatte eine andere Streit macht rmter Maxor Ketth ähnliche Erfolge. Es sei ihr gelungen, dieses ganze ausgedehnte Gebiet zu pazifizieoen. Curzion fuhr fort, er sei in der Lage, denr Dause M versichern, daß der Emir von Afghanistan seine Pflichten gegenüber Großbritannien loyal eingehalten habe. Ein verlockendes Anerbieten, im Pandfchab auf Beute auszu-gehen. wurde abgelehnt. Der Berfuch, die allgemeine LiZge in Persien zu verbessern, wurde durch die Erfolge des Generals Maude in Mesopotamien und 'durch das Vorgehen des Großscherifs von Mekka wesentlich imter- stützt. Es gebe noch immer Teile Persiens, die von den türkischen Truplpen gesäubert werden müßterr Im Dinterland des persischen Golfes herrsche noch immer Unordnung. Tie Sicherhett in den Oelfeldern sei so gart NM gSvähiterstet. Er habe viele Monate nichts von der llnter bvvchung der Verbindung in dieser Gegend gehört. Curzon drückte die Hoffnung aus, daß das Schlimmste vorüber sei und eine große Kette von ehrgeizigen Plä.;«;. die sich über Europa bis nach Asien erstrecken, z-ur Seite geschlelidert und vielleicht zerrissen sei. Die Stimmung in Amerika. London, 21. Febr. (WTB.) Die ,,Times" meldet aus New V o rk vom 20. Februar: Man versichert in der Presse, daß die Regierung zu hoffen beginne, daß Aussichten beständen, den Schwierigkeiten mit Deutschland aus dem Wege zu gehen. Diese Annahme der Presse sei zum in der Nachricht begründet, daß der Präsident vielleicht doch rricht vom Kongreß, ehe dieser auseinandergeht, die Machtbefugnisse zum Schutz der amerikanischen Interessen verlange. Die unermüdliche Tätigkeit der Pazifisten verfehlte auch nicht ihre Wirkung. Washington, 22. Febr. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Nach einer Besprechung mit Wilson teilte der Staatssekretär des Krieges Roker mit, er lverde noch in dieser Woche die vom Generalstab ausgearbeitete allgemeine Militärvorlage dein .Kongr^ zugehen lassen. Wie verlautet, ist der Präsident für den Grundsatz der allgemeinen militärischen Ausbildung, wenn sie in praktischer Weise zur Ausführung gebracht werden könne. Die hat Dänemark und der U-Bootkrieg. Kopenhagen, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Derernigte Dampfschisfahrtsgesellschaft beschlossen, infolge Kohlenmarrgels und Steigerung der Betriebskosten eine Erhöhung der Frachten für inlän- drsche Fahrten um 100 Prozent bei gleichzeitiger Einschränkung der dänischen Küftenschifsahrt vorzunehmen. Kopenhagen, 22. Febr. (WTB.) Ab 1. März wird wegen Kohlenmcmgels weiter eine bedeutende Einschränkung des. Eisenbahnverkehrs eintreten. Die hie* finen Brotfabriken haben beschlossen, sich zusammenzuschließen, um die Br ot her st e tl ung zu zen tra lisieben und den Einkauf von Rohmaterialien vorteilhafter gestalten zu könne;;. Aus Norwegen. Kristiania, 22. Fahr. (WTB. Nichtamtl.) Bei der Ans- ) mache über dir Thronrede sagte der Präsident des Stortrngs, Dowttukel, er habe gemeint und meine noch bie die norwegische U-Boot-Verordnung niemals hätte erlaßen werden ) ollen, da er ihre innere Notwendigkeit nicht ein- Ichen könne. Jvdessen wurde der Kv n fl i k t mi t T eu t s chl an d durch sreundschaftliche Verhandlung beigelegt. Weniger Rücksicht habe Großbrttannien gezeigt, das durch die völkerrechtswidrige Sperrung der norwegischen Zufuhr elektro- lytischen .Kupfers aus dein neutralen Amerika ein Ätäegsabkomman e^waug, das Anlaß zum englischen cktohlenverbot gab eine „Strafe" für unser „Verbrechen", die unbillig streng sei, nicht zum wenigsten im Hmblick auf die unschätzbaren Dienste, die die norwegische Handelsflotte England leiste. „Dagbladet" schreibt, die drückenden, vom norwegffchen Standpunkt aus unbilligen englisck-en Bedingumgen für die Lieferung von Bunkerkohle müßten auf großen Schwierigkeiten Englands beruhen, seine, Frankreich gegebenen ^Versprechungen monatlicher Lieferung zu erfüllen. Deshalb sollte;; jetzt norwegische Schiffe zu Kohlentransporten nach den Kanalhäsen geUvungen werden Die Kohtenlieferungen für Holland. Haag, 22. Febr. lWTB.) Meldung des Haager Korrespondenzbureaus. Die Reichskohlenverteilungsstelle berichtet, daß die Ei n s u h r d e u ts ch e r Kohlen im Januar nicht ganz 100 000 Tonnen l^trug, während man für diesen Monat auf 200000 Tbiinen rechnete, zumal bis heute wegen der Einstellung - aus dem Rhein die Einfuhr ganz ruhte. Jetzt können mit Extrszüaen monatlich 100 000 Tonnen eingeführt werden. Im günstigstßn Falle wird Holland, das monatlich 700 bis 750000 Tonnen braucht, mit Einschluß der Produktion der Limburger .Bohlenwerke über 600 000 Tonnen im Monat verfügen. Was England cmbetrifft, so ist .im Dezember die versprochene Kohlen- merrge von 220 000 Tonnen pro Monat seit 1. Februar ganz weg gefallen, da von englischer Seite eine Lieferung von Kohlen, For- derungen bezüglich der niederländischen Schiffahrt gestellt wurden Von unterrichteter Seile wird dem Korrespondenzbureau mit geteilt, daß in enjgli.schen Hälfen 21 niederländisch Kohlenschiffe liegen. England macht die Lieferung von Kohlen jetzt davon abhängig, daß die Schiffe mht einer vollen Ladung „Liconsed Coods" — also hauptsächlich mit Ackerbauprodukten und Margarine nach England zurückkehren oder sich verpflichten, zwei Reisen mit Steinkohlen nach den französischen Häfen für England zu unternehme;;. Auch die Rückreise der 21 Schiffe nach Holland mit Ballast ist mcht möglich, da England mir dann Bunkerkohle geben will, wenn die Schiffe sich verpflichten, zwei Reisen mtt Steinkohlen von England nach französischen Känal Häsen oder nach dem Golf von Biscaya und mU Erz zurück nach Estgland zu machen Infolge dieser Bedingung muß unsere Schiffahrt nach England fast ga»nz eingestellt werden. LebenSmittelnot in Italien. Bern, 22. Febr. (WTB.) Der italienische Abgeordnete Ruin spricht ttn „Messagero" die Notwendigkeit der Ra t i v n i e r u n g der Lebensmittel aus; doch werde die Ration; ernwg in Italien auf große Schwierigkeiten stoßen da der Italiener der größte Anarchist unter den Kvnsu-' men teil sei. Nur eine unumschränkte Diktatur und die Polizei gewatt würden helfen können. Man dürfe keine Zeit mehr verlieren; ein weiterer Aufschub der Maßregeln wäre eine materielle und moralische Katastrophe. In Italien mangele es v-or allem au Getreide und Fetten. „Popoto Romano' meldet in einer Zuschrift aus Sassari, daß in ganz Scrr dttnen Getrei d em a n ge l herrsche. Laut „Avanti" führte der Präfekt Von Bari für die ganze Provinz die Brotkarte und die Me hl karte ein. Zusammenstöße deutscher u»rd italienischer Truppen. . . Berlin, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der italienischev- )eits befürchtete Zusammenstoß deutscher imd italienischer Truppen erfolgte in Mazedonien ccm 12. Februar. Er kostete den Italienern die Stellungen südlick) der Höhe 1050 bei Paratowo Mit RücksictA aus die Stimmung in Italien, wo die Presse wieder holt Befürchtungen über ei;ie Offensiv in; Trentino unter deutsckser Beteiligung äußerte, haben die Italiener die Niederlage mit alten Mitteln zu verschleiern versucht. Der Orientbericht der Entente meldete ont 15. Februar die WiÄvreroberrmg der verloren gegange- nen italienischen Stellungen. Den Sieges-- und J ubel hl) innen, die italienische Blätter daraufhin über die imvergleichliche Tapfer kett der Truppen anstimm een, muß erttgegengeilten werden, daß die vermeintlich zurückeroberten Stellungen noch imnier in deutschen Händen siird. Die Italiener haben leixglicf) am Tage nach der Wegnahme einen schwächLich durchgefä hrten, iwllig fehl geschlagenen Gegenangriff versucht. Seitdem erfolgte kein neuer Gegenangriff, nicht einmal einen Versuch dazu. Jnz;vischen wurde die Stellung veut)cher)eits planmäßig .ausgebaut. Tie deutschen Patrouillen beherr)chen nach wie /oov das Vorfeld auch dieser neuen Stellung Erfolgreicher U-Soottrieg. Ein italienischer Trnppentransportdampfer mit 1060 Mann Truppen versenkt. Berlin, 22. Febr. (WTB. Amtlich.) Eines unserer ll;tterseebvote hat am 17. Febr. im Mittelmeere den i t a ienischen Truppentranspvrtdampfer „Mi nas" (2854 Dörmen) durch Dvrpedvschuß versenkt. Der Dampfer hatte tausend Manu Truppen, eine große Ladung Muniti'vn und Gold im Werte von 3 Millionen Mark für Saloniki an Bord. Die Besatzung dem Damp ers und sämtliche an Bord besindlichen Truppen sind um- gekommen, mit Ausnahme von zwei Mann, die von dem Unterseeboot gerettet wurden. Notiz: Der Dampfer „Mirms" ist schon in dem Bericht vom 10. Februar erwähnt. * Berlin, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Bon unseren Unterseebooten wurden versenkt: am 4. Februar der nor wegische Dampfer „Solbraken" mit 3470 Donnen Weizen von Buenos-Aires nach Cherbourg, am 6. Februar der norwegische Dampfer „Ellavare" mit Früchten und Wein von Neapel nach London, an demselben Tage der nvnoegische Dampfer „Havji" mit Nüssen nach Dünckirchen. Berlin, 22. Februar. (Privat tel.) Eines der beiden Unterseeboote, von denen heute vormittag gemeldet wurde, daß sie zusammen 3 6 S ch i f f e v e r s e n k t e n, stand unter den; Befehl des -Oberleutnants Steinbrink, der allein mit seinem Boote 23 vor; den gemeldeten Schisse;; versenkte. Stockholm, 22. Febr. (WTB.) Nach aus England stammenden Mitteilnugen machte die B ers chä r f u n g d e s deutschen Tan chboot krieg es in erster Linie in London tiefen Eindruck; besonders deshalb, weil England ;rur für etwas über einen Monat Lebensmittelvorräte habe. Stockholm, 22. Febr. (Sv. Teil. Btzr.) Die schwedische Regierung hot ihren Geschäftsträger in Berlin beauftragt, gegen die Bersentung des schwedischen Dampfers „Mrring" und des schwedischen Seglers „Hugo Hamilton" nördlich von Cmgland durch deutsche U-Bvote unter Vorbehalt aller Ent- schädigrrngsansprüche Protest zu erheben. Kristiania, 22. Febr. (WTB.) Da zwei englische .Hochseetorf^doboote am 20. Febrnar den norwegischen Dampfer „Svrtland" auf norwegischem Seegebiet bei Stat angehalten hatten, wies der Minister des Lleußern die Gesandtschaft in London an, bei der englischen Regierung bestimmt Verwahrung gegen diese Neutralitäts- verletziing einzulegen. H a ag, 22. Febr. (WTB.) Zur Versenkung der beiden ;n englischen Diensten fahrenden holländischen Ähiffe „O ostmarsum" und „Trom pe nberf schreibt der „haagsche Courant" vom 21. Febr.: Beide Schiffe waren mit aufgezwungenen Kohlenladungen für englische Rechnung von Holland nach Las Palmas unterwegs. Das sind die beiden ersten Schlachtopser des Fvohndienstes, den die bekannte „Beschirnrerin der Rechte der kleinen Nationen" von uns fordert. Amsterdam, 22. Febrnar. (WTBll Der holländische Da-mpfer „Driebergen" ist versenkt worden. Paris, 22. Febr. (WTB.) Liste versenkter Schisse vom 21. Februar abends. Am 19. Februar der englische Dampfer „Corso Ex ca radoc" 3242 Donnen, das Fischer-Fahrzena 9 89 aus Boulogne, das Fisther-Fjahrzeng 97 9 aus Bou- logne. Am 20. Februar der norwegische Segler „Fall-o f- Afton" 1963 Tonnen. Am 21. Februar der norweaisckfe Dampfer „Du tat" 1452 Tonnen. London, 22. Febr. (WTB. Nichtarntlich.) Lloyds meldet : D;e englischen Dampfer „C o r s e" und „Ro s a l i o" sind versenkt worden. Aur dem Reiche. Sozialdemokratie und Kreditbewilligung. Berlin, 28. Febr. In einer gestern abgehaltenen F r a k t i o n s s i tz u n g hat die sozialdemokratische Reichs- tagssraktion laut „Vorwärts" beschlossen, den Kriegskrediten ihre Zustimmung zuerteilen und bei dieser Gelegenheit ihre Stellung durch Abgabe einer Erklärung zu präzisieren. * Eine Rüge der „Nordd. Allg. Ztg." Berlin, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: .In der gestrigen Versammlung des Bundes der Landwirte lyat der Abgeordnete Dr. Wkstd grübe an zwei Reden des ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Ti s za eine Kritik geübt, die sachlich ohne Berechtigung ist und schon deshalb scharf zurückgewiesen werden muß Milbgrubie hat aber auch nicht berücksichtigt, daß die politische Leitung unserer Bundesgenosstn; in ihren Handlungen und Entschlüssen die volle Unabhängigkett besitzt, die der Gleichbervchtignng unter den verbündeten Mächten entspricht. Keinem deutschen Politiker steht ein Rügerecht gegen den ungarischen Ministerpräsidenten zu, und die schuldige Rücksicht aus einen der getteuesten und erprobtesten Staatsmänner wird außer Acht, gelassen, weim es jemand unternimmt, ihm in öffentlicher Ber)ammlung ebenso haltlose wie ungehörige Vorhaltungen zu machen. Wir bedauern daher auf das lebhafteste die Aeußerungen, me der Abgeordnete Dr. Wildgrnbe getan hat. * Berlin, 22. Febr. (WTB.) Der Woh nungsgesetz- ausschuß des Abgeordnetenhauses nahm in der gestrigen Sitzung das Bürgschastssicherungsgesetz unter Erhöhung der Bürgschaftssätze auf das fünfzehnfache der jeweils vorhandenen Sicki-ernn-gssunime einstämmig uno das Wohnungsgesetz »mit 14 ge ge;; eine Stimmt an. B e r l i n, 22. Febr. (WTB.) In der heutigen Sitzung des B u n d e s r a t s gelangte zur Annahme: Der Antrag auf Zulassung unelastischer Bereifung für Lastkraftwagen und der Entwurf eines Gesetzes über die Besteuerung des Personen- und Güterverkehrs. München, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der KammerderAbgeordneten äußerten sich bei der Beratung des Gesetzentwurfes über die Projektsierung eines Großschiffahtsweges ^ Main — Donau von Aschasfenburg b i s P a s s a u die Redner aller Parteien zustimmend zu der Regierungsvorlage. Sie betonten weiter- ^u, daß es auch Pflicht des Reiches sei, zu den Kosten des Großschissahrtsweges beizutragen. Verkehrsminister von ^>e i d le i n erklärte, der Krieg habe gezeigt, daß das Eisen- bahmvesen nicht allen Bedürfnissen gewachsen und der Rhein- Donau-Wasserweg ans strategischen u;rd wirtschaftlichen Gründen eine Notwendigkeit sei. Die Erfahrungen des Krieges wiesen auf einen engeren Zusammenschluß mit Oesterreich und den östlichen Nachbarn hin. Die geplante Wasser- straße werde dazu dienen, dauernd die mitteleuropäische Mächtegruppe zu stärken. *Das Reich sei an dem Unternehmen mit interessiert, und Bayern würde die Unterstützung des Unternehmens durch das Reich als eine Maßnahme begrüßen, hie Bayern für seine wirtschaftliche Lage wenigstens einigermaßen einen Ausgleich zu geben suche. Nur hierdurch könne )ene Verschiebung, die sich zurzeit zu Ungunsteu von Bayern ergebe, einigermaßen gut gemacht werden. Mit den: Unternehmen würde eine Großtat für Bayern und sicher auck für ganz Deutschland geleistet werden. Ans Stndt And Land. Gießen, 23. Februar 1917. Der Ernst öer Stunde mahnt zur Pflicht! Auch die Ablieferung des Soldes ist Pflicht. Die GolöankauffteAe in den Räumen der Bezirksspattasie Gießen ist morgen von *0 bis \ 2 % Uhr geöffnet! ** Ein möglichst umfangreicher Anbau von Frühkartoffeln in allen Gegenden, welche sich dazu eignen, ist in diesem Jahre ganz besonders geboten. Maßnahmen, um die Schwierigkeiten bei der Bckschaffung die s Saatgutes nach Möglichkeit zu beheben, sind eingeleitet. Wie im Ergangenen Jahre werden die frühesten Sorten, die in Mistbeetell, Treibhäusern und besonderen gartenmäßigen Kulturen gezogen sind', von der Festsetzung eines Reichshöchstpreises und von der öffent- lickien Bewirtschaftung, und Mar bis 30. Juni ausgenomnien bleiben. Ab 1. JkrK Mt sich bei der Lage der Vorräte diese öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln nicht vermeiden Jul; wird ein Höchstpreis für Frühkarwffeln, nirgends unter , ..!ark für den Zentner, festgesetzt. Um den großen Berschieden- heiten innerhalb der einzelnen Anban gebiete in Ergiebigkeit und,' Reifezeit der Frühkartoffeln gerecht zu werden, werden aber die Landes- -und Provinzialkartoffelstellen ermäckpigt, je nach deü Verhältnissen in ihrem Mntsbereiche eine Erhöhung des Julipreises bis höchstens Ms den im Vorjahre vom Bundesrat vorgesehenen Preis twit 10 Mark vorznnähmen und schon jetzt bekannt m geben. In gleicher Weife soll durch) die Landes- und gäbe vorgenommen werden, daß der Preis für die Herbstkartoffeln der in nächster Zeit bekannt gegeben wird, an; 15. Septemlv erreicht wird. Der Mban der Preise soll unter Zuziehung sack- verständiger Ausschüsse, welche sich aus Erzeugern, Verbraucher - und Händlern zusammensetzen, erfolgen. ** S tro inunt e r b r ech un g. Zur Vornahme von Aend' rung-eu an der Schaltanlage ist die Stromlieserung im Ueberland gebiet am Sonntag, den 25. ds. Mts., vormittags von 9 bv mittags 12 Uhr mtterbrvchen. **Die Stein kohlen -Bezugs-Gesellschaft Gieße, wird bis auf weiteres alle für sie von jetzt an eintreffenden Ruß kohlen, Eisorni- und Braunkohlenbriketts nur nock in einzelne' Zentnern abgeben. Die näheren Bestimmungen hierüber werde, nach Eintreffen der ersten Sendung im Anzeigenteil dieses Blatte« bekannt gegeben. ^ Vaterländischer Hilfsdienst. Wir verweisen auck an dieser stelle auf den Aufruf Httssdienftpflichtiger \m Verwendung bei Militärbehörden imd Zivilverwaltungen im besetzte; (Gebiet, für folgende Beschäftigungsarten: Gerichtsdienst, Post- uni ynd HUfsschreiber, ^tendienst Technischer D;en)t, Kraftsahrdienst, Eisenbahn dien st, Bäcker imt Schlächter, Handwerker jeder Art, Land- und sorstwirlfchattliche, Arbeitsdienst, Anderer Arbettsdienst jeder Art, K^^ .Vie^värter, Sicherhei^ienst (Bahnschntz, IN^ngenen- und Gesang;; isb efvachungy Kranken pflege. ** Kaninchen z ncht. Am Sonntag findet im Lokal< RettMiMt HvvsÄd". SBettarcrweg, Eck KriÄmchstE, -Hm öffentliche ^Versammlung der Gießener Käumehenzüchter und solche die es werten wollen, statt. Ein Vortrag über .^orkswirtscksvstU ltx »cmfmfrmsudr «tä> ®er oBeg MssmSwe» ®uff*tug geben 3-emr '»erden alle ,der j ttenthep. mrd K-minchemiM S .vrogen Ms ^ 'Ärfairnnlimg Bon Praktikern der Zucht behandelt Wogen öev fette rjtfee IBt b Bersorgung der Züchter mit Grr,z. Nutzungen und Landwegen. Zur UnhslanMnu »an Wmterftütrr >mrd ei« Ausspracktc sk,ttfinden^ iTÄTr S™ rr 1 ™ f “"i" l?UNäl7rrge Züchter ihr Erscheinen suqesaqt halben und auch der LladtBor'dand und Landtagsabgeordneter Pro emgeladeu sind, versprickn die Tiersammlung ürtereifant ?u wachen Wir venonsen noch -ruf das heiüige Inserat. Dir Preise fü r Sch l acht schwe i ne. Die un- gurNtigeli Futtcrverhalln^'e verhindern, daß die große Mehrzahl der Schlachtschwerne, soweit für sic nicht durch die Mast- orgamsatronen Futter zur Verfügung gestellt werden kann, von den Mastern nt eine Gewichtsklasse gebracht werden rönnen, die ihre Abgabe als Schlacht tiere nach den allgemeinen Auffassungen als wirtschaftlich erscheinen läßt. Im Lande smd zahlreiche Schweine von 140 bis 180 Pfund vvrhaiiden. von denen die Viehhalter hoffen, sie allmählich VUs^OO Pftlnd und darüber zu bringen, und deren Abgabe TU Saftachtzwecken sie daher bis zu diesem Zeitpunkt verzögern. Da in den nächsten Monaten mit größeren Futter- inengen zur Hcranmästung dieser Schweine nicht gerechnet 'werden kann, wäre es durchaus unwirtschaftlich, diese Tiere »toch länger zu halten. Es liegt vielmehr im Interesse der Besitzer wie der Verbraucher, wenn die Ablieferung dieser Tiere nötigenfalls durch Enteignung erzwungen wird. Um nun diese Maßnahme für die Viehhalter wetiiger empsindlich zu g^talten und sie williger zu machen, diese Tiere freiwillig zur Schlachtung abzugeben, hat das Großh. Ministerium des Innern durch Bekanntmachung vom 20. ds. Mts. aus Anordnung des Kriegsernährungsamts bestimmt, daß für solche Schweine im Gewicht von 100—180 Pfund derselbe Preis zu zahlen ist, wie bisher für Schweine votr 180—200 Pfund. Fleiscbversorgung. Auk Anordnung des Großh. Ministerin,ns des Innern werden die Bescher von Schweinen aber 18g Pfund Lebendgewicht ausqeiordert, diese Schweine sofort Lem Oberhessischen Viehhandelsverband zur Verfügung zu stellen. Sämtliche Schweine, die innerhalb der Gemarkung 'Gießen ge- 1,alten werden, sind bis spätestens 26. Februar 1917 dem Stadt. Mbensmittelamt, Zimmer Nr. 13, anzumelden. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Spinn papier und Papiergarne. Mit dem tiO. Februar 1917 ist eine Bekanntmachung (Nr. W III. 4700/12. >16. K. V. A.) in Kraft getreten, durch welche Höchstpreise für Spinnpapier aller Art sowie für einfache, gezwirnte oder ge- fcbnürte Papiergarne, welche mit anderen Faserstoffen nicht vermischt sind, einqefnhrt werden. Die im einzelnen festgesetzten Höchstpreise ergeben sich ans den beiden der Bekanntmachung angefügten Preistafeln. Der Wortlaut der Bekam,tmachung, die verschiedene Anzelbestimmungcn enthält, ist emzusehen. Landkreis Gießen. l_I H o l z h e i m . 22. Febr. Ten, Postagenten Ernst Zeitz Heim Res.-Jtff.-Rgt. Nr. 254 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. -«fe. Hungen, 22. Febr. Angesicht? der hohen Holz- und Kohlenpreise hatte matt behördlicherseits auch der hiesigen minderbemittelten Bevölkerung gestattet, LeSholz aus den, Walde zu holen. Wie so oft bei derartigen Anlässen, waren einige Leute nun in unsinniger Weise mit Beil und Säge zu Werk gegangen und hatten s,ch dadurch eines Forstfrevels schuldig gemacht, wofür ihnen heute ein Strafbefehl in der gelinden Höhe von 2 Mk. zuging. So schwer Las Borgehen einzelner Leute zu verurteilen ist, so bedauerlich ist es, daß mehrere milbestrast werden mutzten, die kann, für 2 Mk. Holz bekommen hatten, so daß sich die Wohltat, die man ihnen zuteil werden lasten wollte, noch m einen Verlust verwandelte. -m Langd, 28. Febr. Ein erfreuliches Zeichen von der Opferwilligkeit unserer kleinen Gemeinde geht aus der Haus- sammlung zur Großherzogs-Jubiläumsspende hervor, die den schönen Betrag von 4 0 3 Mark ergab. — Unsere fiskalische Waldjagd, deren Pacbt-eit dieses Jahr abgelanfen war, ist auf Ersuchen der bisherigen Pächter diesen von der Forstbehörde aus weitere 2 Jahre überlassen worden. an. Steinbach, 22. Febr. DaS Eiserne Kreuz 2. Klasse er- Iftelten aus unserer Gemeinde der Ersatzreservist Jakob Horn IV. wegen erfolgreichen Patrouillenganges und der nach Genesung von seiner schweren Verwundung als Krankenträger in Run,änien tätige Jakob Burk. ** Wieseck, 22. Febr. Am Samstag feiert Herr Wilhelin L o tz in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Ge- librtslag. Der Jubilar ist trotz seines hohen Alters in ungewöhnlicher Weise in der Landwirtschaft tätig. Kreis Büdingen. — Büdingen, 22. Febr. Vom KrelSamt wurde angeordnet, daß in Zukunft der Speck nicht inehr an der Luft getrocknet werden darf, wie das sonst in, Kreise seit altersher üblich ist, so,,» de«, daß er der besseren Haltbarkeit wegen geräuchert werden muß. Die Kreissammelstelle darf fortan nur noch geräucherten Speck zur Weitergabe an Schwerarbeiter entgegennehmen. X Büdingen, 22. Febr. Die hiesige Bezirkssparkasse bewilligte für die G r o tz h e r z o q - E r n st - L u d w i g - S t i s t u n g den Betrag von 2500 Mk. D B udingen, 23. jFebr. Der Petrimarkt, der am vorigem Dienstag irrt un fever Kreisstadt stattfand, hatte zwar eine Aldenge kauflustiger Menschen nach hier gelockt, doch die in dieser Zeit so gesuchten Borstentiere, denen sonst besonders der Markt galt, hatten es vorgezogen, jbei Idem herrlickM Früjhlttrgsivettec, das herrschte, nicht ziu erscheinen, glaubwürdige Besucher des Marktes verscherten, daß nur 1 / 2 Dutzend der kleinsten dieser Rasse er- schienen waren. — Am vorigen Dienstag tagte im Fürstenhotel unter dem Vorsitz von (^hermrat Boeckm a nn-Büdingen ein aus allen Ständen des Kreises z u fa mimen gesetzter engerer Ans- schust. um über die nötige Werbearbeit f irr die neue Reichst an lei he zu beraten. Es wurde beschlösse, in allen Orten vaterländische Lichtbildervorträge zu halten, die „das deutsche Heimat- Heer und seine Waffen" u. a. Themata behandeln sollen. Um die Vorträge zu organisieren, wurde der Kreis in 5 Bezirke geteilt, für die je ein Obmann die wertere DurchfWrung der Arbeit über-, nahm, und zwar für Büdingen Pfarrer Göbel-Büdingen, Nidda Dekan B r i l l - Oberwiddersheim, Ortenberg Pfarrer , Kahn- Ortenberg, Altenstadt Lehrer S t or ck- Altenstadt und Echzell Pfarrer Stra ck-Echzell. Versästedene Herrm haben schon bereitwilligst sich zur Ue bernahme von Vorträgen zur Verfügung gestellt) Auch auf die Hürden burgspende soll bei diesen Veranstaltungen empsetzletrd hinge wiesen werden. # Büdingen, 22. Febr. In einem Feldlazarett vor Verdun starb der Pionier Otto Volk, Sohn des Kreisamtsbureau» Vorstehers W. Volk. B ü d i n g en, 22. Febr. Grotzherzoql. Kreisamt hat infolge starker Ueberlastung des Personals die Dienststunden am Donnerstag (Amtstage) von 8 bis 12 und 2 bis 3 Uhr, an allen anderen Tagen auf II bis 12 Uhr zu persönlichen Verhandlungen mit den, Publikum verlegt. T. Bl eichenba ch, 237Feibr. Der hiesige Vorschuß-un d Kredfttv^ercjin e. G. m.u.H, hält am Sonntag, den 4. März seine diesjährige ordentliche Generalversammlung. Npbeu oen üblichen Berichten soll insbesondere über eine Dienstanweisung für den Vorstand und Auffichtsrat beratet, werden. # Düdelsheim, 22. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant Karl Klepper. ? Mer kenfritz, 22. Febr. Bei der heute in den hiesigen Fürst! Birstemer Waldungen abgehaltenen Brenn ho ^Versteigerung wurden folgende Durchschnittspreise für den Meter erzielt: Buchen- schettholz 21 Mk., Mtchenknüppel 17,50 Mk., das Hundert Buchen Wellen 48 Mk., das Hundert gemischte Weilen 32 Mk. Es waren Holzhändler aus der Nä!he von Hanau, Mainz und Wetzlar anwesend, die sich eifrig an dem Gebot beteiligten. )( N i d d a , 22. Febr. Die Bezirkskasie beschloß, als außer- ordentlichen Beitrag zu der JubiläumSstistung unseres Grotz- herzsgS 2008 Mk. beqrrsteuern. m Rote-Kreuz-Medallle erhielt «reis tnerwehr-Jnfpektor Vetzberger. von hf5 r £ e £^ rö ^Ter Bootsmaat WM Wiesner des chrsigen Byrgaordn^m Heinrich Wiesner, der Ä 12? Abmnn des Krieges unter den Waffen und satt etwa einen, ^"^osabtmlung an den Dardanellen steht, erhielt < nachten v.^s. den Eisernen Halbmond. Wiesner ist damit w Gemeinde, der eine Auszeichnung unserer LJ J? n Bundesgenossen erhielt. — Ern setoalttges Gänsegeschrei erionre am vorigen Sonntag abend in unserm Orte und schreckte 'um Te,l die Bewohner aus dem ersten Schlaf. M-rnchei eilten schnell an ihre Ställe, weil sie schon befürchteten, ein vier- oder gar zweibeiniger Noeftter Mein-ecke sei an die tostbaven Tiere geraten, aber alles war in bestqr -Ordnuitg, nach langem Sachen sarw man die Ursache, eine groß« Schar Schnoegäus« hatte ihr Standgrlartter m den Gärten und Feldern aufgeschlagen und voN- suyrte einen wüsten Lärm, zwei Nächte und Tage halten sich die Diere aus ihrer Wanderschaft nach dem Norden hier aus, aber trotzdem gelang es den Jägern nicht, auch nur eins davon zu er legen, .das gewiß manchen, in dieser fteischarmen Zeit einen hoch wftl ko inmenen Braten geliefert hätte. Hoffentlich deutet der Flug der Schneegänse ein baldiges Frühjahr. — Mit dem 20. d. Mts. erfolgte auf unserer Bahnstrecke Geben,—Stockheim eine weitere Einschränkung der Züge. Ter tmfommeube HauptpostMg des Vormittags siel aus, es verkehren jetzt nur noch 3 P-chsonenzüge nach seder Richtung. ? O rt e n b e r g , 22. Febr. Der Lebrer K r an s ch im nahen Bergheim, z. Zt. Leutnant in einen, Jnsanterie-Negiment, wurde mit den. Eisernen Kreuz 1. Klasie ausgezeichnet. 44 R a n st a d t, 22. Febr. Den Heidenrod fürs Vaterland Itapb durch Herzschuß in Rumänien Musketier Wilhelm P reu sch. Kreis Schotten. ^ E. Lardenbach, 22. Febr. Ter Pionier Heinrich Kn Üb, Lohn des Forstwarts Knöß dahier, ivelcher in einer Reserve- Plotuer-Konipagnie steht, erhielt für tapieres Verhaltet, vor dem Feinde in den Kämpfen um Dünaburg das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Die Hessische Tapie-rkeitsti,edaille hatte er schon früher erworben. Starkenburg und Rheinhessen. H. N i e r ft e i n (Rheinhessen), 22. Febr. Tie alljährliche Früh- sahrstagung der Rhein hessischen Mlijsionskonferenz sindet unter dem Vorsitz von Prälat Euler-Darmstadt, der als Vorsitzender die Konferenz mit einer Ansprache eröffnen wird, am 1. März statt. Im Mittelpunkt der Tagung steht ein Vortrag des^ Missionsinspektors v. Frohnmey er-Basel über ,.Mission und Passion in alter und neuer Zeit". Den Schluß der Tagung bildet der übliche Reckienschaftsbericht!des Schriftführers Pfarrer Hill-Talsheim. Hessen-Nassau. --Frankfurt a. Nt., 22. Febr. Der Nationalstistung wurden von der Deutsche,, V e r e i n s b a t, f 30 000 Mk., von Rentner Alfred Speyer 20000 Ntk., und von Hofjtttvelier Robert Koch 15 000 Mk. überwiesen. — Frankfurt a. M.,^82. Febr. Bei einem Einbruch in eine Wohnung des Hauses Schloßstraße 9l erbeuteten die Diebe sämtliche Gold- und Silbergegenstände in, Werte von mehr als 2000 Mk. Auch alle vorhat,denet, Lebensmittel nahmen die Einbrecher mit. mr. Frankfurt a. M., 22. Febr. Der Regierungspräsident von Wiesbaden hat das Heizverbot bis zum 4.März ds.Js. verlängert. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat aber gestattet, daß die Theater, Knws und Varietes am Freitag, Samstag und Sonntag dieser .Mock>e und am Samstag und Sonntag nächster Woche herzen dürfen. Ebenso beginnen sämtliche Frankfurter Schulen am nächsten Montag. — Mit dem Ausbau der Mehre aus dem Main wird am Freitag begonnen, so daß die Schiffahrt spätestens anfangs näckftter Woche wieder ungehindert stattftnden kann. mr. Franks h t t 'a. M., 22. Febr. Die städtischen Regie- l chl a-cht un g ein schließen fütr den Monat Januar mit einem Defizit von 3 Prozent des Gesamtumsatzes ab. Man will zum Aus- gleich eine EAwhung der Fleisch- und Würstpreise eintreten lassen. Höchst a. Mt, 22. Febr. Ter Miltel rh. Verband GviaNg!., Arbeitervereine hielt in den letzten Tagen hier seine Telegiertenversammlung ab, die von Bertretertt der Vereine aus Hessen (darunter auch Gießen) sowie Hessen- Nassau gut besucht tvar. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein von H. Kirchn er-Gi e.ßen erstattetes Referat über „Erfahrungen aus der Kriegsbeschädigten- und Hin- terbliebauenversor gu ncst'. Als BHrort des VErbandcsi wurde Höchst a. M. bestimmt, ebenso wurde der seitherige Verbands Vorstand wiedergewählt. Vermökehtes« * Das Leben der Kanone. Seit dreißig Monaten arbeiten an allen Fronten und auf den Meeren tausende und abertausende von Kanonen und manch eine darunter har den Tod m,f dem Schlachtfeld« gefunden. Vom Leben der Kanonen zu Kriegs- Zeiten erzählt ein französischer Fachmann, F. Marre, in, „Cvrre- spondent", wobei er augenscheinlich ausschließlich an die französischen Geschütze denkt, die ja von den unseren in vielen Beziehungen verschieden sind. Tie Lebenslange einer Kanone, so führt er aus, zählt nran natürlich nicht nach Jahren, sondern nach der Anzahl der Schüsse, die sie abgcben kann. Umgekehrt wie in, Reiche des Lebens ist die Lebensdauer eines Geschützes um so kürzer, je größer das .Kaliber ist, und die Erfahrung des Krieges hat gezeigt, daß die Annahmen über die Lebensdauer nicht immer richttg waren. So iglaubtq man vor dem Kriege, daß die französischen 75-Millimeter-Geschütze nach> 5 bis 6000 Schüssen ausgedient hätten allein manche unter ihnen sollen nach 12 oder 15 000 Sck>üssen noch genau so brauchbar sein, üne beim ersten Schüsse. Ganz erheblich geringer ist die Lebensdauer der 12-, 15,5-, 21- und 38-Zentt- meter-Geschütze: sie können gewöhnlich nur 120 bis 150 Schüsse abfeueru und die 42-Zenttmeter-Geschütze und die ungeheuren 51- Zentimeter-Geschütze (? von ihnen erfährt man hier zum ersten Male. Sie sollten nach INarre im November in Dienst gestellt werden) können noch iveniger Schlisse abfeuern. Wie etchet nun eine Kanone ihr Leben? Die Todesnrschen können, ganz, wie beim Menschen,. Unfälle, .Krankheiten, Ueberau streu gung oder allgemeine Abnutztmg sein. Unfälle kommen im Kriege am häufigsten vor und zu ihnen ist >auch der Heldentod eines Geschützes zu zählen, wenn es in der Feuerstellung durch einen Volltreffer abgetan wird. Freilich ist ein Volltteffer, der ein Geschütz volWnimen ut,brauckchar macht, viel seltener, als ein Treffer, der einen auswechselbare Teil zerstört und wcam eine solche Verletzung eintritt, konunt das beschädigte (deschütz, genau wie ein Vertvundeter in Bchandlmig, um nach längerer oder kürzerer Zeit als geheilt und wlddienstfähig N'ieder an die Front geschickt zu tverden. Schwere Gesckstitze enden ziNveiten durch Selbsttnord, wie man Vergleichs,ostse sagen könttte. Komtnt der Feind so rasch heran, daß sie nicht mehr in Sicherheit gebracht werden können, so muß ihre eigene Bedienung sic durch Smenguug vernichten, damit sie nicht dem Gegner in die Hand fallen. Die Krankheiten der Geschütze können auf angeborenen! Fehlern berul^en, sie kvmren aus Ueberanstrengnng und aus schlechter Ernährung erfolgen. Ein sehlerl^ftes Geschoß, fehlerhafte Sprengstoffe können ein Geschütz töten, und nach den Angaben Mar res scheint dies bei den ftanchsischLN Geschützett zuzeiten epidemisch vorgckkommen zu sein. .Besotrders gefährlich fft es, wenn ein Geschütz überfl'tttert wird. Wenn im Gefecht mehr Schüsse hinlereinander abgegeben werden, als das Geschütz verträgt, so verändert sich der Stahl: es famt eine „Seelenerweiterung" mn- treten nird das Geschütz schießt ungenau, zu kurz, so daß cs die eigenen Truppen treffen kmtn. Hat ein Geschütz lange Zeft lntümrch im Kampfe gestanden, so ivird es schließlich wegen Ueberarbeitung tinbrmlchbar- durck) ?lusbrennnng und 2lbnutzuug sinkt seine Schießgencutigkeit, die Züge werden unscharf und der Feind, der die Mhrlmgsrmse der abyef^«-rlmr Ge ckmtze fnxt>ct, lanit geführte Angriffe von vorn und beiden Seiten umfaßt und nach heftigem Nahkampfe zurückgeworsen. Tie Engländer ließen in dem Graben viele Tote zurück. Ter vorderste Graben wurde darauf ivtzDer besetzt. Di« Stellung ist restlos xti deutscher Hand. Tie deutscki-en Verluste sind gering. Di-r zweite Möwe. Kopenhagen, 23. Febr. Der zweite deutsche Hilfskreuzer, der angeblich P'nyme heißt, setzt, wie „Politiken" meldet, seine kühne Tättgkeit fort tzmd ^at bereits eine sehr groß« Anzahl von Schiffen versenkt. per letzten Dezembcrhälfte verlegte er seine Tätigkeit in den südlichem Tßil des Mlantischeu Ozeans. Tort brachte er nach einer Meldimg südamerikanischer Blätter auch den dänischen Dampfer HatnMerslM auf. Auch die nordameri- latlischen Zeitungen enthalten ausführliche Mitteilungen über die Tätigkcft des Hilfskreuzers. .Wo er sich jetzt aufbitt, ser unö«- kaunt. Elf englische ^Kriegsschiffe, Mehrere ftanzvsffche imd ein lapanisckM Kriegsschiff seien jetzt auf der Jagd nach dem Hilfskreuzer. Die Zahl der votr diesem v>ersmkten Schiffe ist in deck letzten Zeit auf 26 gesttegeti. Der Gesamtwert der versenktem und aufgebrachten .Schiffe mit der Ladung wird von den Blättern' mit 15 bis 20 Millionen Dollars angegeben. Ein amerikanisches Schiff ist ihm bisher nicht zum Opfer gefallen. Staatssekretär Laa- sing erklärte, daß der Hilfskreuzer tvie iedes andere Kriegs schiss beliandelL tverden rnüsse. Der Komtnamdant der P^uyme soll er-^ klärt haben, er habe Mnweifuing, Passagierdamvfer nicht auf- zubringen oder zu versanken. Aufrufe zur Eprrjamkeit in En-laltd. Berlin, 23. Febr. In London wird eine ungeheure Propaganda für Sparsamkeit und M e h r e t z e u g utig voti Lebens nt i 1 1 e I n gemacht Lloyd George richtete detit L. A. zufolge einen Brief an al?e Geistlichen und Lehrer Englands, in dem er sie anspornt, lokale OrgLnisationen für Feld- und Ackerbau zu bilden.,Es seikeine Zeitzuverlieren. Das Frühjahr stehe vor der Tür und wenn England davon keinen Gebrauch mache, seien seine Chancen verloren. Niemand köttne sagen, in welchem Maße die Eriftetrz Englands von der Arbeit in den rrächsten Monaten abhängen werde. England braucht Männer. Rotterdam, 23. Febr. Wie der,,Rotterdamsche Corrrautt^ aus London meldet, erklärte der Minister für den tmtionaler Dienst, daß er eine Million Männer brauche. England und die Neutralen. Berlin, 22. Febr. Die „BvMche Zeitung" schreibt: Die Neutralen sehen sich jetzt von Englatrd in eure Lage versetzt, die jedem Völkerrecht glatt widerspricht. England besinde sich auf der Jagd nach Schiffsraum. Der „Becl. Lokalanz." stellt fest, mtt dieser Verordnung lasse England auch öffemllichj Ne Maske fallen und habe in aller Form die Sperre über alle neuttalen Länder verhängt. Die französischen Märchen über Deutschland. Bern, 23. Febr. „Moulin Rouge" nracht sich weiterhin in scharfer Weise über die NachrichttM der französischen Presse betreffend der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland lustig und erklärt, es sei unverständlich, daß es in Frankreicki noch soviel Lettte gebe, die Trübsal blasetl, während doch die Artikel der französischen Presse soviel Anlaß zur Heiterkeit gäben. Notftandsmatznahmrn in Italien. Lugano, 23. .Februar. Die Lebmsmittelzentralkotmtrisftvn in Rom hat folgende Beschlüsse gefasst: 1. Der Regierung die Einführung von Lebensmittelkarten zu eurpfehlert: 2. für die wichtigsten Nahrungsmittel nicht nur Höchstpreise, sondern auch die Beschlagnahme zu verfügen: 3. beide, Höchstpreise und Beschlagnahme für alle Milchprodutte, Oele tmd Fette emzuftihren; 4. die Erzeugung ppn Süßigkeitett zu verbietet^ Der Beschlußfassung tvar laut „Stampa" eine lebhccfte Debatte vorausgögangen. Die Kartett werden in detr trächsten Tagen eingeführt werden. Dagegen sei es nicht gewiß, ob die Regiertmg zur Beschlagnahme schrecken wird. Bezüglich der Fette wurde festgestelll, daß die .Produktion inrmer nocks sehr bedeutend sei. und daß infolgedessen die hohen Preise -nicht gerechtfertigt wären. Vom 1. Mürz an wird das Kommißbrot der Soldaten auch für die übrige Bevölkerung eingesührt. Lugano ,-23. Februar. In einem vom Mirttsterium 'ernannten Ko mtt ec der ttalienischen .Kvblenverbrauckter und .Händler stellte das Mitglied Stadtrat Tepamis pon Turin den .Antrag mn Auflösung des Komitees, da es für dasselbe nichts mehr Ui tun gebe. Lugano, 23. Februar. Nach dem „Avanti" herrscht in dlpillien tmter den Lattdarbeitern eitle große Gärung, wett der Präfekt von Vary Brotkarten zu 500 Gramm pro Kopf tind Tag eingeführt hat. Tie auf den Latifundien schtver arbeitenden Land Heloten lehnen sich hiergegen auf. Spiomnfnnht in Amerika. Genf, 23. Febr. Nach einer Meldung des „Mattn" aus Washington best irden sich unter den zahlreichen wegen Spionage verdackstes Verhafteten sechs Mftglieder einer der ältesten ameri kanischen Familien. Holländische Vorräte. Rotterdam, 23. Febr. Seit dent 6. Februar tvucdett aus Holland keine Schafe mehr nach England gesandt. Aber seit jenem Tage tmirdcn 4100 Sck>afc für den belgischest Hilssausschuß ge schlachtet. Im ganzen tverden 10 000 Hammel nach Belgien ge- sandt tverden. In Holland droht nach einer neuerlichen Meldun - ein Riesenvorrat von Heringen zu verderben. Die Heringe dürfen -nicht nackt Deutschland, können aber trur schtver irgendwo anderst untergebracht tverden. und in Holland selbst können sie nicht ver braucht werden. Der Vorrat belauft sich auf Zchntauseurde von Tonnen, und Ivenn die Regierung nicht schnellstens Mittel er greift, -um die Vorräte dem« Konsum zuzuführen, gehen sie verlörest. Wiedereröffnmlg der Rkfeinschifftihrt. Berlin, 23. Febr. Die Verhandllmgen, die seit einiger Zett über die Wiedereröffnung der Rheinschiffabrt votr Mannlnsi ir utrd .Kehl bis Basel geführt worden sind, hal>ett, tvie die „V. Z -- berichtet, zu einem befriodigerrden Ergebnis geftrhrt. Der Tran^ ^ Port votr Nrassengütern ttackt der Schweiz ist grundsätzlich de schlossen. Er dtrrste mffgenmtntiett tverden. sobald die Wgsservet hältnisse auf dem Oberrhein es gestatten. Vermischte». i * Berlin, 22. Febr. (WTBö Professor v. Schmoller rriirde der Kronenordeir erster Klasse verliehen. L udw i gsha fe u, 22. Febr. Der Fabrikbesitzer Tr. R u i ch r g schenkt e der Stadtverwaltung etwa 200000 Qtra d r s t me l e r B a u [ n n d auf teilt Mfundenheimer Lor- ItaMgefottbc unter der Bedingmrg, daß sie bis zum 31. Dezember zu ihrem bereits vorhandenen Gelände von 150000 Quadratmeter ru>d; iveitere 100 000 Quadratmeter erwirbt, um es 4 0 0 51 r i e g s re i l ne h me r n je 1000 Quadratmeter zur Bersiig'ung! stellen zu können. Es soll dorr eine Gartenstadt erstehen. 2 e r Bäcker als Pfandleiher. Wenn jetzt von emeS dieser Gesetze zu verstoßen, so mögen sie sich damit trösten daß es in früheren Jahrhunderten damit zuweilen schlimmer war Es gab vielleicht nicht so viel Vorschriften, aber sie waren oft viel beengender. Besonders hatten die Bäcker viel anSzustehen; in jedem Orte gab es für sie andere Vorschriften, die Gesellen, die in einen neuen Ort kamen, hatten es schwer, sich erst in alle diese Beslnnmungen hineinzufinden. Eine besonders merkwürdige Vor- schrift, die an manchen Orten bestand, z. B. in Freiberg m Sachsen, nach .dem dortigen Stadtrecht vom Jahre 1307 war, daß die Bäcker vervflichtet waren, ihre Waren auf Borg gegen Pfand zu neben. ,£ie Bäcker," so hieß es da, .sollen Pfänder' nehmen von jedermann für ihr Brot ohne Widerrede, die noch einmal soviel wert sind (als die Ware) und sollen sie behalten, bis das Geld dafür erlegt wird." Die zweifellos arnienfreundliche Bestimmung führte aber zu sehr vielen Streitigkeiten über den Wert der Pfänder und zu manchen Ungelegenheiten für die Bäcker. Akademische Kundgebung für den Hilkfsdienft. = Frankfurt a. M., 22. Febr. Eine von Professoren, To- zenten und Studierenden der Universität starkbesuchte Versammlung beschäftigte sich hier nckt der Z i v i l d.i e n ft tyf I i rf> t der (5tubefiten. Ten einleitenden Vortrag lsielt Professor Tr. Giese über ,,Tas Wesen der Zivildienstpflicht unter besonderer Berücksichtigung der Anteilnahme der Studentenschaft an diesem Dienst". Ter Redner kam in seinen Ausführungen zu dem Ergebnis, daß der Militärdienst jetzt Anforderungen steile, die man bedingungslos erfüllten müsse, und die man im bürgerlichen Leben als seinem Bildungsgrad nicht entsprechend verweigern oder nur sehr ungern tun würde. Tie Frage, ob man aus die Beendigung des Studiums Rücksicht zu nehmen habe, sei dahin zu bejahen, daß der Staat ja an einem guten akademischen Nachwuchs ein ganz besonderes Interesse haben müsse. Eine gennsse Rücksichtnahme gegenüber den Studierenden erscheine aus diesem Grunde bei der Einberufung Kum Zivildienst geboten. Universitätsrektor Pros. Dr. von Arnchn erörterte die rein formelle Seite der Zivil- dienstpslicht der Studenten und gab zu den Onew'scheu Ausfül)- rungen einige Ergänzungen und praktische Vori'chlägc. Ich Aufträge der Studentinnen bedan.ertc Frl. Söder, daß mau die Frauenwelt vom Zivildienst bisher ^ausgeschlossen habe. Es sei zu hosseu, daß nmn auch bald die Frau offiziell in den Tienst der großen Sache stelle. Für die Studenkbujchast erklärte der Leiter der Versammlung, Stud. Fegers, daß sie jeden von ihr geforderten Tienst gern und begeistert ausuehiur. Ter deutsche Student kenne nur das eine eiserne Gesetz: „Für Kaiser und Reich". M a j o r v o n Brau n b e h r e n s, der Leiter der Kriegsamtsstelle des 18. Armeekorps, wies aus die demnächst stattfindende Errichtung der Hilfsdienst stellen hin, die auch in der Universität eine Zweigstelle erhielten. Mit einem warmherzigen Appell er Apparate, Wetzlar. m.gut.Schulbildg. z.Osternf. meiu Tapetengeschäft gesucht. Bewerbungen find schriftlich erbeten. 11454 Heinrich IKochstätter. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben iFriedricli üanss Lokomotivführer i. P. sagen wir hiermit allen unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 23. Februar 191 1511 Sonntag, den 25. Februar 1917, nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des Hotel- Restaurants Hopfeld, Wetzlarer Weg, Ecke Friedrichstraße (am Bahnhof) osfentl. Versammlung Tagesordnung: 1) Bortrag des Herrn K. Behrendt-Marburg über MsmrlsWliche KlimrieiMcht 2) Beantwortungen von Fragen aus der Praxis- Zu regem Besuche ladet freundlichst ein Kaninchenzucht- u. Pflege-Verein I. A. Hans Horst. 1502D Holzversteigerung. Montag, den 26. Februar, vormittags 9>/., Uhr ansangend, kommen in dem Albacher Gememdewald, Distrikt Buchwald, folgende Holzsortimente zur Versteigerung: '1 Eichenstamm 2. Kl. 50 Ztm. Durchmesser ----- D22 Fstm. 3 Eichenstämme 3. Kl. 40—48 Ztm. Durchmesser -- 2,98 Fstm. 6 Eichenstänlme 4. Kl. 30—38 Ztm. Durchmesser — 4,59 Fstm. ' 5 Kiefernstämme 3. Kl. 33 36 Ztm. Durchmesser Kl. 29 Ztm. Durchmesser — — 3,67 Fstm. 1 Kiefern stamm 4 0,46 Fstm. 3 Fichten-Derbstangen 1. Kl. — 0,24 Fstm. 45 Fichten-Derbstangen 2. Kl. = 1,95 Fstm. Scheit: 302 Rm. Buchen. 134 Rm. Eichen. 3,6 Rm. Kiefern. 4,8 Rm. Fichten. Knüppel: 58 Rm. Buchen. 25 Rm. Eichen. 2 Rm. Fichten. Reisig : 27,3 Hundert Buchen. 12 Hundert Eiche. 0,5 Hundert Kiefern. 2,5 Hundert Fichte. Stock: 78 Rm. Buche. 38 Rm. Eiche. 2 Rm. Kiefern. 5 Rm. Fichte. Die Zusammenkunft ist auf dem Bizinalweg Albach—Hattenrod beim Pflanzgarten, unb zwar kommt das Bau- und Nutzholz zuerst zur Versteigerung. Albach, den 21. Februar 1917. Großh Bürgermeisterei Albach. B als er. "ss W8WWW Elegante 7 -Zimmer-Wohmlüg 1. Stock, mit allem Zubehör. Gasu.elektr.Licht, abl.Aoril oder später zu vermieten' S. Gauß, Bleichstr. 26. st75 Snwrlifi. AcnjtinMen für Hausarbeit gesucht. l 1S98 Dürr, Mloster Thron bei Homburg v. d. Höhe. Junges Mädclieu tagsüber oder für ganz gesucht. [01020 _Diczutralie 8 pari. TWigks MnstnMen ncfurfit. Frau H. Weimer, Wetzlarer Weg 37. 11504 Zuverl., inub. Lausmädchen oder Frau für einige Stunden vormittags gesucht. 01042 Kaiicr-Allee 9, 18. Mädchen gesucht. 1514] Süd Anlage 7, H. Srftl! lieht halbe auch galtze Tage vutzen. Näheres Stciuslraße 27, 11 . St. 1501 ein l Wolfs Hund). [1515 Forstmeister Trautwein. Heirat. Für Berm., 25 Jahre, ev., mit guter Bildung, häuslich erzog., 15000 Mk. Vermögen, wäre pass. Lebensgef. aus den geb. Stand, erwünscht. Ernstgem. Aulr. unt. 1512 an d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. Berschwiegenh. Ehrensache. ÄwMilfe in Mathematik für Obertertianer gesucht. Schriftliche Angebote u. 1517 an den Gi«;ener Anzeiger. AlltjtHkll für s Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen von 10 Pfg. bis 1.00 Mark. J. Wclnert, Neuenweg 9 Ersrkl. Mtteh- v. kshrkuh. an- | gekörte Simmentaler, kalbt gegen Ende März, zu verk. iivegenEinb.) Eigentünler ist bis 28./2. beurlaubt. Wilhelm 2iwwsr IX., [.Lllüvirt in Viliingen bei Hungen. (1500 ö Zimmer | 5 -Ziin.-Wohn. II. 81 . m. Badezimmer u. sonstigem Zubehör, West-Slnlage 46, neu hergerichtet, per sofort oder später zu verm. >168 Trächtiges VogelsbergerRind zu verkaufen. Bieber bei Rodheim. HauS-Nr. 50. [ 0106 * 1 Hahn unt. 2 die Wahl, zu verkaufen. Krofdorf Nr. 203. 11509 1 Verschiedene | 2- 1.4-Z.-W., neu hergerichtet. zu vermieten. [00857 Marktplatz 18 , I. I Möhl. Zimmer Pension Brand! Renen BRie 22 lBellevuejZim.m. u.ohneBer- pfleg. f. jede Zeitdauer. 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IS., nachmittags 5 Ubr, im Sitzungssaals der Bürgermeisterei in Gießen. Tagesordnung: Rechnungsablage und Entlastung des Vorstandes. Wahl von Mtgliedern des Vorstandes u. Auffichtsrates. Verschiedenes. Bilanz ver 31. Dezember 1916 und Geschäftsbericht liegen ab Mittwoch, den 28^ Februar ds. I., 14 Tage laug auf der Bürgernieisterei, Zimmer Nr. 16, zur Einsicht der Aktionäre offen. Der Borttand: Eichenaue r. Schass st ä d t. Inoxidierter Stahlblechkessel autogen geschweißt Bester Ersatz für Kupferkessel. Ei nz iger für die Landwirtschaft brauchbarer Kess el. Eignet sich für alles.—Zu beziehen durch alle größeren Eisen waren-Handlungen. — Lieferung in einigen Tagen 1W >D Heinrich Amenil G. m. b. H. Hanau a.M. Bekanntmachung. Zwecks Vornahme von Aenderungen an der Schaltanlage ist die Stromlieferung im Ueberland- gebiet am Sonntag, den 25. d. Mts., vormittags von 9 bis mittags 12 Uhr unterbrochen. Elektrizitätswerk u. Straßenbahn der Stadt Gießen. St ölte. i5i.rp Gut erh. 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Tiere, die bis zu diesem Tage nicht abgenommen sind, gelten als enteignet unter den mit einer Enteignung verknüpften Nachteilen. Vorstehende Anordnungen gelten nicht für: 1. Mastschweine, über die mjt der LandwirtschafSkammcr ein Vertrag abgeschlossen ist, 2. Schrveine, die für Hausschlachtungen bestimmt sind. Sämtliche Schweine, die innerhalb der Gemarkung Gießen gehalten werden, sind bis ivätestens 26. Februar 1917, dem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 13, unter Angabe des Namens und der Wohnung des Eigentümers und dos Gewichts des Schweines anzumelden: soweit die Schweine Mastvertrags-Schweine der Land Wirtschaftskammer oder für Hausschlachtuilgen bestimmt sind, ist dies besonders anzugeben. Gießen, den 22. Februar 1917. 1506 ^ Ter Oberbürgermeister. Keller. HolzoersteigerMg kt AM Akßrn. Montag, den 26. Februar 1917 vormittags 9Vr Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des ForstwartS Arft, Abt. 77—79, versteigert: 245.6 Rm. Bud?enscheithvlz 59,4 „ Eichen scheitholz 153.7 ,, Buchen knüppelhokz 134 „ Eichentn üppelholz 4 „ Hainbuchen knüppeltzo^ 1 „ Kiefern kuüppelhöl^ 3900 Wellen Buchenreisig 1360 „ Eichenreisig 22,6 Rm. Buchenstockholz 27 „ Eichenstockkilr. Tie Zusammenkunft ist an der Licher Straße, 8. Schneise. Holzhändler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf mrr seinen Eigenb^arf steigern. Gießen, den 19. Februar 1917. 14246 Ter Oberbirrgermeister: I.B.: Grünewald. L.icht8pi6lhaii8>6ietien Bahnhofstraße 34. UNTER 6 R 0 ESSTER l Gastspiel der Deutschen Jagdfilm- Gesellschaft. LEBENSGEFAHR hat unsere Expedition im Innern Afrikas die Jagd auf sämtliche Raubtiere der afrikanischen Wildnis im Kinofilm aufgenommen. Unsere Leute haben, mit dem Leiter unserer Expedition. Robert Schumann an der Spitze, 4 Jahre lang in der Wildnis gelebt— Einer der Herren Direktoren der Deutschen Jagdlilm-Gesellschaft wird den erläuternden Vortrag zu dieser Filmserie halten. S. M. der Kaiser hat sich unserer Filme vorführen lassen. im Reichskanzlerpalast '*yr, ' , . viv - ,..v* .Vi.. A äiv ■,