Hr. 45 Ter «lehener Anzeiger erscheint täglich. außer Äonntag«. - Beilagen Gietzener ^a,"i' :enbI811er, Urexl iatt für den Kreis Stehen. Vezugsprelr: monatl. 90 Pf., yiertel- jährl. m. 2.65; durch -^bhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ausscht. Bestellq Fernjvrech- Anschlüsse! iurdieSchristleitungN 2 Verlag,Geschäitsstelle51 Anschrift fürDrodknach- rrchten: Anzeiger Stehen. Donnerstag. 22. §ebruar X94Z MMF 1 30^90119 Donnerstag, 2 ; Gietzener Anzeiger äs« General-Anzeiger für Oberheffen - — * Will,,,«MW»« .. IM.,: wurw,. Sl.lrtnnf.fe, ». t., a , ,Jj Regierungserklärungen über den glanzenden Erfolg . ^tvme uoji Anzeigen 11 ? Lage«nummer bt§ zuinNachmilkag vorher^. Zeilenpreis.^lnzeigen:, örtlich 20 Pf., Ver-i nueningen u. Stellenge-i iucye 15 Pf., ausivärtS! 25 Pf., b. Platzvorschristi 30 Pf., Reklamen 75 Ps.^ bei Platzvorschrift 90 Pf^ Hauptschristleiter: Aug.^ Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: vankverkehr: -lug. Goetz. Stadt nnp Gewerbebank Gießen Land, Vermischt es u.Ge -1 richtssaal: Fr. R. Zenip «. Druckerei.- Schuiftr. 7. E Trotzes Hauptquartier, 21 . Februar. lAmttlch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Trübes Wetter und Ne gen hielten die GefechtStätiakeit kn mäßjgru 6Zrenzen. Südöstlich von Ypern und beiderseits des Kanals von ^a BassSe schlugen Ertundnngsvorstötze der Engländer, bei ?vlrrey, zwischen Maas und Mosel, Teilangriffe der Franzosen fehl. Bei Wegnahme des Stützpunktes südlich von Le TranS- loy am l9. Febrrlar sind zwei Offiziere und sechsunddreißig ^ngländei gefangen und fünf Mafchinengeweha'e erbeutet worden. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. ^n einzelnen Frontabschnitten, vornehmlich in den Valdkarpathen und beiderseits des Oitoz-TaleS, Artilleriefeuer und Borfeldgefechte. M a z e d o u i s ch e Fron t. Lebhaftem Feuer zwischen Wardar nnd Doiran-Lee folgten abends Vorstöße englischer Abteilungen, die abgewiesen wurden. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin, 21. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Auf den KnegSschanplätzen keine wesentlichen Ereignisse Dem HauptauSschuß des Reichstags sind gestern glanzende Eröffnungen gemacht worden, die dartun, daß die Staatssekretäre der sämtlichen Reichsämter nicht nur völlig einig sind in der neuen Taktik zur See, sondern daß sie auf O^niitb der fetzt bereite vorliegenden Erfahrungen die aller- groute Zuversicht haben, daß unser Plan, England zum -vrieden zu zwingen, Qelinc\en werde. Insbesondere ist ° c ' herzerhebend, daß der oberste Vertreter der Marine, .Herr v Eapellc, ausdrücklich hervorhebt, die bisherigen Erfolge der N Boote erfüllten nicht nur die gehegten Erwartungen, sondern überträfen sie noch! In der Nordsee ist jeder Schiffsverkehr so gut wie aufgehoben! Wie Italien, das fetzt gerade den General Sarrail wirksam unterstützen sollte, unter der Wucht der neuen Gefahr und Abschnürung stöhnt, das wird gar bald vielleicht noch deutlicher zutage treten, als es jetzt schon durch die Feststellungen eines gut unterrichteten neutralen Blattes, des Berner „Bundes" geschehen ist. Bei dieser Sachlage ist es klar, daß etwaige Neigungen unserer amtlichen auswärtigen Politik, durch Verhandlungen und kleinere Zugeständnisse die „Neutralität um uns noch etwas zu festigen nnd zu versteifen, durch ein enges Schlupfloch kriechen müßten. Auch kleinere Zugeftä'nd- mne wurden immerhin mit einer Abschwächung der Wirkung des U-Bootkrieges erkauft werden. Wir wollen nicht dran glauben. Mehr als einmal ist uns von Berlin ans amtlich erklärt worden, es gebe jetzt fein Zurück mehr: dann )oird es auch teilt Ausweichen, kein Hin und Her, lein Schwanken und Zögern mehr geben. Tenn einiges bleibt doch innerlich überzeugend, was ans der gestrigen Tagung des Bundes der Landwirte kritisch geäußert wurde: daß das bekannte amerikanische Handelslammerbankett, die falschen der U-Ysotkrieges. eine Eiche zu pflanzen, Heldenhaine zu schaffen! Die Tt" ®. itIenS ' die draußen mit hartem Skotwend,gkerten für unsere Zukunft, für kommende Generationen erftillen. die m diesem Werke keine Senti- mentalitat kennen dürfen — wie mild und schön und ^ TC Sprache, wenn sie von den Toten prechen und von Gütern, die jenseits der schroffen Geqen- Ä 1 Hmdenburgs Lob der bravsten Soldaten, die ?aü voe^'M^^t^Emeu, Steins tief empfundene, be Ja ^°^e über die Schauer der Ehrfurcht, die mit dem Kauschen der Etcheiiwipsel und dem Gesang der geficder- 5" dl« », ihnen eine Heimstätte gefunden lfaben, Gefallenen uinwittcrn, wie befreiend L^^^uns an in einer Zeit, da Zwang, Not und Quak m ungültige Scheine umzumünzen Ichcinen. Hindenburg und seine Getreuen bekunden damit, h JUL ” Ut Q i f Sieg uiid Niederlage des Feindes ver- Guten'in d^r WeM ““ f 9 $teUe ' be§ ® b[en lmfa Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 21, Febr. ters ^tein, des Generals v. Gröner, Worte, die dem Vorschläge gewidmet sind, jedem Gefallenen in der Orstlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Artilleriekampf an per küstenländischen Front war nachmittags wieder recht lebhaft. « ..^ Es warf -in fcindlich-s Luftfastrz«ug auf unsere Karstftellung mw auf einige Ortschaften ohne je&e Wirkung donwen ab. Im Iudikarien-Abschnitt holte unser Maschinen- gewehrfener ein italienisches Flugzeug östlich von Monte Dadria herunter. Der Fichrer ist tot. der Beobachter schwer verletzt. ■■ Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. ^nlgegensehen. Die Erwartunge-n. die dos deutsche Volk an sie knüpfe, seien durch die bisherigen Ergebnisse voll gerechtfertigt worden. ^teir Ausfüllungen über die finan- rx i e >■ ? e, ..^ n erem Angabeir der Presse über Verhandlungen mit Te m a^r k und angebliche Anknüvßingsversnche mit A m e r i ka crorteu. ^.ie Erklärungen, die der Staatssekretär hierzu ab<;ab. wurden allgemein gebilligt. Der U-Vootkrieg und der hauptausschutz des Reichstages. Berlin.Febi. ,WTB.) Tcr Hauptausschuß des .ne i cys t a g e s i,t heute rormittag zusammengetrssten. Tie Be- ra tun gen, denen die Staatssekretäre Helsserich, v. Capelle Graf trmilich ^ imb Zimmermann beiwohnten, waren zunächst ver- rar i) es Auswärtigen machte ror Eintritt m die Tagesordnung eiiigeheiide vertraiklicke Mitteü lnngen über die Entwicklung der politischen Lage seit dem 81 äa- nuar. Er behandelt die Haltung der verschiedenen neutralen Staa- ^Erßbu ch mit den gewechselten diplomati- lthtückeii m Auchicht ^er Staatssekretär ging dabei Lr^N'^^uf die Lage ein, die Amerika gegenüber durch den Abbruch. der diploniattzchen Bezrehungeii eingetreten ist. ßnm ^chln); sprach er unter dem Beifall des Ausschusses seine f'e ste Zuversicht aus, daß, wir durch die Anwendung der Tauch- bootwalw das Vorgesetzte Ziel erreichen ^werden. , , Der Staatssekretär d c s Reichs m a r i n e a m t s betonte in längeren am Schluß mit lebhaftem Beifall begrünten Ans-- iuhrungem, daß die E r w a r t u n g e n , die die Marine aus den uneingeschränkten Tauchbootkrieg gesetzt habe, nicht nur erfüllt andern ubertrossen worden,seien. Bei der systematisch durch- geführten Verschleierung, deren sich vor allem die englische Presse beiden Schilfs Versenkungen auf Veranlassung der Regierung be sleisngc, sei es naturgemäß schwierig, schon jetzt mit sicheren Wahlen hervorzutreten. ^ie vor einiger Zeit in einer großen Berliner Tageszeitung gebrachte Zahl von versenkter Tonnage sei. dafür hatten wir bereits Beweise in Hanoen. keineswegs ziitrefiend Es wi-rde gut sein, derartige summarische Zusammenstellungen, die von den Femden nur dazu benutzt würden, gegen Holland zu agitieren und die großen Ersolge des Tauchbootkrieges zu verkleinern und zu verschleiern, lieber zu unterlassen, bis die amtlicl)cn Feststellungen vor liegen. Er könne, obgleich eine Reihe von Tauchbooten enlsprechend ihrem großen Aktionsradms und den ihnen erteilten Amveisungen von ihrer Streife noch nicht in ihre Ausrüstung^ Hasen znruckgekehrt seien,-schon jetzt versichern, daß das Ergeb- ni6 die von der Marine gehegten Ersvartungen übertreffe Sehr ersrcnlich sei, das; keine Veranlassung vorliege, mildem Verlust auch nur eines Bootes seit dem Beginn des uneingeschränkten Tauchbootkrieges zu rechnen. Tie Abwehrmaßnahmen, von denen in der englischen Presse und rm englischen Parlainent so viel Wesens gemacht werde, hielten sich nach den Meldungen der zurückgekehrten Tauchboote in normalen Grenzen. In der Nordsee herrsche so gut wie gar kern Schiffsverkehr. Tie neutrale Schiffahrt sei offei'ibar so gut leie eingestellt. Zu, ammenge saßt lomv die Marine mit der größten Zuversicht der weiteren Entwicklung Amerika und Deutschland. p r. 21. Febr. (WTB. Ncichtmirtlich ) Wie wir er- Myren, find die an Bord der „Parr ond a le" nach Deutsch, mtit) eingebrachten anierikanischen Mitglieder der Besatzuu- gen aufgebrachter beioaffneter ferndlickser .Handelsschiffe frei- gelassen worden. Obwohl nach Lage der Sache die Amerika n er als kriegsgesangen behandelt werden könnten, hat mcm ihre ausnahmsweise Freilassung schon vor längerer Zeit beschlossen, da sie bei Antritt ihrer Reise nicht wußten, daß sie in Deutschland als Besatzung eines feindlichen be- wasmeten Handelsschiffes als kriegsgefangen behandelt werden wurden. Die nach Abbruch der diplomatischen Beziehung gen mit den Vereinigten Staaten hier eingekommenen Nach- rrchten aus Anierika über die Be schlag nah nie deutscher Schtsfe und die Jntermierung der deutschen Besatzungen liefen es jedoch ratsam erscheinen, bis zu einer'amt- .oj £ 11 . ® m e r i f ö ii t [ cf> e n M ttteilung über den wirklichen Sachverhalt dic^Leute nicht frei, zu ge den. Dies ist nunmehr geschehen, nachdem aui amtlichem Wege die Mitteilung hierher gelangt ist, daß die deutsck'en Schiffe in New Port nicht beschlagnahmt und ihre Besatzungen nicht interniert sind. Die Vorbereitungen Amerikas. Washington, 21. Febr. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Tie Regierungsvorlage gegen Spionage ist vom^Senat mit 60 gegen 10 Stimmen angenommen Nwrden. Sie sieht schwere Strafen für Berschlvö-- ^ungen zur Verletzung der amerikanischen Neutralität und Ausspähung rn Sachen der Landesverteidigung vor. Die Vorlage öescksästigt sich auch mit den internierten Mann- jchiaften und Seeleuten und enthält «trasmaßnahmen gegen den Paßschwindel. Ein anderer Abschnitt ermächtigt den IPrä- identen der Republik, Munition und Schiffe, die solche fuhren, die für den Feind von einer ^Nation bestimmt sind mit der die Vereinigten Staaten in Frieden leben, zu b^ chlagnahmen, zurückzuhalten und für verfallen zu erklären Die Antwort Wilsons auf Carranzas Vorschlag. ^rf? a ^ in9 , t0 S' 21 - ^ cbr - MTB.) Meldung des Reu- terschen Bureau--: L a n n n g beantwortete die Note des Prasldenien von Mexiko, Carranza, der die Einstel- 0 .d ei -cuml ton s a u s f u 1} r von Amerika zu den Kriegführenden vorgeschlagen hotte, durch eine bloße Bestätigung des Empfanges der Mitteilung. Ter englische Acker. s C = C ^l- Febr. Laut ..Daily News" werde die LteUung dev Präsidenten des Ackerbauamtcs. Protherv von Tag u Tag imlMliarcr. Dü Ro»»I ««nc«,.»r Ltolm, kMc tjg da,-. Pr.',der» dieselbe» Ä!°ä»rbefug. Nisse erhalte wie der Rliiniiianciminiii.'v der hat nisse^rhalte'wie der Mi.nitionsmimswr. ^ einer Bcrsammlung der L>iiidwirtschastskan,iner fnqte ^ dk-s , Ackerbaiiamles, Prothew: Ta» 'kriaqzamt not "" die Arnrec verlangt. Ich würde nneit garkem, $&m,& h ZhJ? en , tt -‘1 ™ n,10 t 11 ^ *«* Mmritisnsmmiüenum die Ki™ wurde. ;u bcsymnien. wer ltimWommlidj ist mÄn m bCC ' Ctn ' b,Cä fiir bic «nrelnen Fülle i'onbon, 22. Febr. In einen, Leitartikel über die mrttelvcriorgnng Ichreibt die Atvrniag Post, man dürfe kwiim das Politik es als eins ihrer Ziele ^trachte» Lrde"fl« einem gwven wvblhadenden Ackerland inachen' Vtmb Lcmenwebcre, müßten dort eingerüb« weL? ^adnich imirde eine E.mgknl an, der solidesten aller S lagen, der Jnteres,«gemein,gesessen imwdcii Bon der Westfront. Berlin. 21. Februar. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Westfront sieht Lei Regen und unsichtigem Wetter noch immer im Zeichen von Artillerie- und Vorfeldkämpfen. Tie Engländer haben bei den Bemühungen an der Ancre seit Neujahr nur ein uw- bedeutendes Geläiidestück, das größtenteils planmäßig geräumt wurde, besetzt. Es ist noch, nicht einnial das Doppelte des deutschen Gewinnes eines einzigen Tages, des Vorstößes auf die Höhe 185, südlich Ripont, der Gelände von 2600 Meter Breite und 800 Meter Tiefe einbrachte. Tie Beitte hat sich hier auf 30 Maschinengewehre, 22 Schnell jene rgewehre, einen schweren und zwei leichte Minenwerser erhöht. An der Anere ist es wieder still geworden. Tagegen griffen die Franzosen mit Erkundungsabteilnngen in den: Raume Remieres-Wald, westlich Flirey, die deutschen Stellungen an. In der Hauptsache brachen die Angriffe vor den deutschen Stellungen zusammen. Einzelne Abteilungen kamen an der Bahn Thiaumont-Bernecourt in die deutschen Gräben, wurden aber durch sofortigen Gegenstoß wieder hinaus geworfen. Ebenso wurden starke englische Erkundungsabteilungen, die nach Sprengungsversuchen beiderseits der Bahn Mern-Comines vorgingen. durch das deutsche Sperrfeuer schnell zum Stehen gebracht. Auch hier gelangten nur kleine Teile südlich der Bahn in die deutschen Gräben, die .durch Gegenstoß wieder geworfen, unter Zurücklassung von Gefangenen flüchten mußten. Bezeichnend ist, daß die hier gefangenen unverwundeten Engländer infolge völliger Trunkenheit vernehnnmgsunfähsg waren. Erfolgreicher U-Vootkrieg. Die Beute zweier Tauchboote. Berlin, 21. Febr. (WTB.) Zwei heute zurückgekehrte U-Boote haben 24 Dampfer, 3 Segler und neun Tischerfahrzeuge versenkt. Unter anderen befanden fich darunter Schiffe mit Ladungen von 9100 Donnen Kohlen, von 3000 Tonnen Eisenerz, von 3500 Tonnen Lebensmittel (darunter die Hälfte davon Butter und Margarine), von 2200 Donnen Weizen und Heu, ein Dampfer von . 2700 Ton- iten Kriegsmaterial nach Italien, von 400 Tonnen Zinn, von 800 Tonnen Stückgut, von 300 Tonnen Hufeisen. Ferner befand sich unter den versenktest Schiffen ein D a n k d a m p - fer von 7000 Donnen. Än Geschütz wurde erbeutet. * London, 21. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der englische Dampfer „B r i gab e" (625 Tonnen) ist versenkt worden. L o n d o n, 22. Febr. Der englische Dampfer Brigade (425 Domren) ist persenkt worden. _ veknutnisse zur Heldenehrung. Zudem von der ,.Arbettsgemeinschast für Deutschlands Helden- haine" lWcmnsoch seit 1914 gestatteten und verbreiteten Gedanken von Willy Lange: ,^Jedem Gesattelten in seiner Heimat eine Eiche . . HÄdenhaine !" haben nun Männer gesprochen, zu denen bo£ Ackerland mit besonderer Dankbarkeit ausblickt; sie beknnden ihr volles (Nrwerstärümis, indetn sie schreiben: Großes Hauptquartier, den 9. Febrnar 1917. Unsere braven Soldaten kehren nicht in die Heimat zurück. sie haben ihren Treuschlour mit dem Tode besiegelt und rache» in F^achesland. Dccheivr ihnen ein Denkmal in .Heldenhainen zu setzen, ist ein verdre n sü ich es Werk der Dankbarkeit und treuen Gedenkens. Mägen dEse deutschen Eichen ein Wahrzeichen werden für das ietziye wrib dre kommenden Gesthlecliter, stets der Männer sich zu erinnern, deren HerMut Deutschlands Turchhalten rmd Steg gegen eine Welt in Waffen verbürgte. Der deutsche Baum, knorrig fester •flfarry J enttoachgend. fei ein Sinnbild der Kraft des Einzelnen, ihre Bereinigung ein Abbild der Sammlung zu gleichem Ziel. Nrech Menstbenaltern noch künde das Rauschen der Helden Haine bk Erinnerung an die Zeit, in der das Vaterland Kindeskmder sollen in den Hainen bk Kva^ finden, n-achzufühl-eir, nachzuerfern und bereit zu fein, wenn wieder dos Vaterland ruft zu treuem Waffen gange. Das ist der ßchönste Dank an dÄi-enigen, die durch ihr Sterben für Kaiser und Reich den Boden schafften zu freier, stolzer Weiterentwicklung unseres geliebten, deutschen Vaterlandes! Das walte Gott! von Hindeitbnrg. Mriegsminisderinnt, Berlin, W 66 , den 6 . Januar 1917. Der ArbeitsgemeinsclMst für Deutschlands Heldenhaine, sage ich für liebersendung der Schrift „Deutschlands Heldenhainc" mit Nachträgen meinen herzlichsten Tank. Man sollte solche Fragen nicht nach dem Geldwerte behandeln. Etwas höheres liegt zu- grimde und muß gepflegt werden. In verschiedenen Gegenden unseres Vaterlandes ragen einzelne Bäume einsam aus der Umgebung hervor. Ihr Ursprung und Alter ist sagenhaft umwvben. dNögen sie die Bersammkungsplätze unserer Vorfahren beschattet haben oder zur Erinnerung an befördere Ereignisse gepflanzt sein ober auch dos einsame Grab eines Helden bezeichnen, immer werden sie einen Schauer der Ehrfurcht erregen, als Zeugen eines besonderen Geschehens aus alter Zeit, an denen viele Jahre des Lebens unseres Volkes vorüber gezogen sind. Wenn wir heute unseven gefallenen Helden zum Gedächtnis Haine pflanzen, so sollen sie ein lebendiges Zeugiris geben von dem größten Kampfe um Deutschlands Bestand und Zukunft und von der Volkstteue unserer Toten. Mag auch sie einst die Sage umspinnen und die länast vergangene schwere Zeit verklären, so sollen sie doch den Nachfahrenden das große Ereignis dauernd im Bewußtsein erhalten. Vielleicht lauscht ein Dichter oder das dichtende Volk dem Rauschen ihrer Wipfel und dem Gesang der gefiederten Sänger, die in ihnen Wischer eine Heimstätte gefunden haben. Tann mögen neue Lieder erklingen, die dos (Gedächtnis und die Taten rmserer Gefallenen lebendig erhalten, solange unser deutsches Volk besteht. So denke ich mir den Sinn der Helden Haine mrd ich begrüße sie als Wiederaufnahme eines geheiligten uralten Brauchs unseres! Volkes. v. Stein. Kriegsmi nisterium. Kriegsamt. Berlin W. 9, den 27. Dezember 1916. Ich begrüße die Bestrebungen der Arbeitsgemeinschaft, durch Errichtung von Heidenhainen die Tankbarkett für die auf dem Felde der Ehre Gefallenen wach zu erhalten, aufs wärmste. Solche Gr- irrnerrmgsstätten werden das Volk ermahnvn, an der unter dem Drange der Not neuerstandenen Einigkeit aller Volksschichten untereinander sestzuhalten, wenn anders nicht das Leben von lpindert- tausenden von Deutschlands Söhnen umsonst geopfert sein soll. Groener, Generalleutnant, Chef des Kriegsamts. Aus dem Reiche. Die neuen Steuern. Berlin, 21. Febr. lWTB.) Außer dem Etat für das Rechnungsjahr 1917 gingen dem Reichstage noch folgende Gesetzentwürfe zu: 1. ein Nachtrag zum Reichshaushaltsetat für 1916, nach dem zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben 1,5 M'i l - liarden Mark aus dem Wege des Kredits flüssig gemacht werden dürfen, 2. ein Gesetzentwurf, nach dem auf Grund des Kwiegs- steuergesetzes zugunsten des Reiches ein zwanzigprozentiger Zuschlag zur außerordentlichen Kriegsabgabe erhoben werden sott, 3. ein hiermit in Verbindung stehendes Siche- r u n g s g e s e tz, noch dem Einzelpersonen vor der Verlegung ihres Aufenthaltes in das Ausland der Steuerbehörde auf Verlangen Sicherheit für eine künftige Kiäegssteuer zu leisten haben, 4 . ein Gesetzentwurf über eine weitere jKriegsabgabe der Reichsbank von 100 Mittionen Mark und 5. ein Gesetzentwurf über den Haushaltsettat für die Schutzgebiete, nach dem für diese die Bestimmungen des Etats für 1914 auch für 1917 maßgebend Neiden. (Siehe zwckteH Blatt.) Entwurf eine- Kohlenstesergesetze». I. Abschnitt: Allgemeine Vorschriften, § 1. Tie inländische sowie die aus dem ÄlusLrnd etugen^te Kohle unterliegt einer in die RetthAiasse fließenden Llbgabe. (Koy- per | 5 2.3nt Sinne dieses Gesetzt gelten e SS Stoffe Me Arten nicht anfbererteter ober aufberettetrr Sttzrn- und Brauurohke, auch om aus ihr hergestellten Preßkohlen, bei der Einfuhr aus dem Ausland, außerdem Koks sowie die aus Steinkohle hergesteklten Preßkohlen. § 3. Zur Entrichtung der Steuer ist verMichtrt, wer von ihm im Inland gewonnene Kohle oder aus von ihm geimmnener BraunkolSe hergestellte Preßkohlen auf Grund eines Kaufvertrags liefert oder sie sonst, abgibt oder sie der Verwendung rch eigenen Betrieb oder dem eigenen Verbrauche zufühtt. Zur Entrichtung der Steuer ist ferner vervfttcMet, wer von einem anderen im Inland gewonnene Steinkohle aufberettet odep wer von einem anderen im Jrckand gewonnene Braunkohle zu Preßkohlen vevarbettet und dann auf Grund eines Kaufvertrages liefert oder sie sonst abgibt oder sie der Verwendung im eigenen Bettiebe oder dem eigenen Verbrauche zuführt. Er erhätt btt Versteuerung 'bet bei ihm steuerpflichtig gewordenen Kohle die Steuer vergütet, welche für die zur Ausbreitung oder Verarbeitung bezogene Kohle entrichtet worden ist. Zur Entrichtung der Steuer für aus denk Auslande ttngeführte Kohle ist der Empfänger verpflichtet. § 4. Die Steuerpflicht für die innländisä>e Kohle tritt ein, sobald die Kohle geliefert, sonst abgegeben oder der Verwendung im .eigenen Bettiebe oder dem eigenen Verbrauche zugeführt wird; die Steuer wird fällig am 15. des folgenden Monats. D ie Steuerpflicht für aus dem Auslande ein geführte Kohle ttitt ein mit der Grenzüberschreitung. Die Steuer wird fällig, sobald die Sendung zum freien Verkauf abgefertigt worden ist. ß 5. Der Versteuerung unterliegen nicht nur die zur Aufrecht- erhaltuug des Betriebes des Bergwerkes, sowie der Aufbereitungsanlagen erforderlichen Kohlen, sondern diejenigen .Braunkohlen, die zur Herstellung der Preßkohle benötigt werden. Der Bundesrat ist ermächtigt, Bestimmungen zu treffen, inwieweit Kohle steuerfrei zu belassen kst, die zum Betrieb von Schiffen lpder Äsenbahnzügen dient, die den Verkehr mit dem Auslande vermitteln. § 6 . Die Steuer beträgt 20 Prozent des Wertes der gelieferten oder sonst abgegebenen oder der Verwendung im eigenen Bettiebe oder dem eigenen Verbrauche zugeführten oder der eingeführten Kohle. § 7. Tie steuerpflichtig gewordene Kohle ist nach Menge und Wert nach näherer Bestimmung des Bundesrats bei der behördlichen Steuer schriftlich mrzumeleden. 8 8 . Als Wert der aus Grund eines Kaufvertrages gelieferten Kohle gilr der Verkaufspreis ab Grube (§ 3, Abs. 1) oder Ver- arbeitungsstelle (§ 3, Ws. 2) gerechnet. Nach Vergütungen oder neben dem Verkaufspreis genährte Vorteile gelten als Teil des Verkaufs Preises. Steht der vereinbarte Verkaufspreis im Mißverhältms zu den sonst ab Grube oder Verarbeitungsstelle abgeschlossenen Preisen für entsprechende Mengen von Kohle gleicher Art, so kann die Steuerbehörde die Anmeldung beanstanden. / Führen die Verhandlungen mit dem Steuerpflichtigen, nicht zu einer Einigung, so ist die Steuerbehörde berechtigt, der Versteuerung den Marktpreis zugrunde zu legen oder in Ermangelrrng eines solchen den Wert schätzen zu lassen und darnach die Steuer festzusetzen. Der Wert der in anderer Weise als durch Verkauf abgegebenen, sowie der der Verwendung im ttgenen Bettiebe oder dem eigenen Verbrauche zugesührten Köhlen bestimmt sich nach dem für Kohlen gleicher Art ab Grube oder Verarbeitungsstelle geltenden Verkaufspreis. § 9. AP Wert der aus dem Auslande eingeführten Kohle gilt der Erwerbspreis zuzüglich der bis zur Grenzeingaugsstelle entstandenen Kosten. Der- Bundesrat ist ermächtigt, für diese Zuschläge feste Sätze für je eine Tonne Kohle zu bestimmen. 8 10. Trägt die Steuerbehörde Bedenken, den nach 8 8 Abs. 4 oder 8 9 angemeldeten Wert als richttg anzunehmen, so ftnden für die Ermittelung des Wertes der Kohle und für die Festsetzung der Steuer die Vorschriften in 8 8 Ws. 3 entsprechende Anwendung. 8 11. Wird der Wert der Kohle von, der Steuerbehörde abweichend von der Anmeldung des Steuerpflichtigen festgesetzt (8 8 Ws. 3 und 8 10), so ist dem Steuerpflichtigen über die Festsetzung ein Bescheid zu ertetten. Gegen den Bescheid ist die Beschwerde im Verwaltungsivege zulässig. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung. 8 12. Die Steuer kamt ohne Sicherheitsleistung auf drei Monate, gegen Sicherheitsleistung aus sechs Monate gestundet werden. 8 13 betrifft die Verjährung. Die Kriegsabgabe der Reichsbank. Der Gesetzentwurf über die weitere Kriegsabgabe der Reichsbank, die, wie wir gemeldet haben, wiederum 100 Millionen Mark beträgt, lautet: 8 1. Bon dem Gewinn der Reichsbank für das Jahr 1916'wird vorweg ein Betrag von 100 Millionen Mark dem Reiche überwiesen. Z 2. Die für bas Jahr 1916 von der Michsbank füv Kriegsverluste bilanzmäßig zurückzustellende Reserve darf bis zum 31. Dezember 1920 nur zur Deckung von solchen Verlusten verwendet werden. Soweit der zurückgeftellte Betrag bis zu diesem Zeitpunkt keine Verioendung gefmiden hat, ist über ihn durch das nächste zufolge 8 41 des Bankgesetzes zu erlassende Gesetz endgültig Bestimmung zu treffen. Der Betrag ist der konnnunalen Bestenerimg nicht unterworfen. Dazu ist zu bemerken, daß die Reick-sbank bereits für die Jahre 1914 und 1915 Kriegsabgaben an das Reich hat entrichten müssen, die im ganzen 150 Millionen Mark betrugen. Für das Jahr 1916 wird nun eine weitere Kiüegs- abgabe bestimmt und die Wgabe stellt einen Ausgleich dafür dar, daß die aus bankpolitischen Gründerc gebotene Aufhebung der Steuerpflicht aus Gewinnen der Reichsbank über sein gerechtfertigtes Maß hinaus sich gesteigert hat. lieber!den Arbeitsplan des Reichstages haben der Hauptausfchuß und Ael testen ans schuß des Reichstages Beratungen gepflogeil. Es wurde eine Verständigung dahin erzielt, da^z die am Donnerstag auf der Tagesordnung stehenden kleineren Beratungsgegenstände erledigt iverden. Am Freitag wird der Staatssekretär des Reichsschatzamtes zu den Kredit- und Steuervorlagen sprechen. Die Kredite sollen an diesem Tage zur Erledigung gebracht werdmi, Samstag und Montag sollen sitzungssrei bleiben, am Dienstag wird voraussichtlich der Reichskanzler über die politische Lage sprechen. Der Hauptausschuß wird mittler- toeile seine Beratungen fortsetzeu. Zur Entlastung des Hauptausschusses wird ein besonderer Ausschuß zur Berattlng der Ernährungsfragen gebildet. hauptveNammwng der Bundes der Landwirte. Berlin, 21. Febr. (WTB.) Die erste Gene rast- ' Versammlung des Bundes der Land warte seit Ausbruch des Krieges wurde heute mittag von Freiherrn von Wangenheim mit einer längeren Ansprache eröffnet, me in ein Kaiserhoch ausklang. Nach weiteren Ansprachen des Bundesvorsihendcn Dr. Rösicke, des Landrats a. D. 3wt- ger vom Zentralverband deutscher Industrieller und des Reichstagsabgeordneten Dr. W i l d g r u b e, sowie ernem Schlußwort Freiherrn von Wangenheims wurde eine Ent- 'ch l ie ß u n g einmütig angenommen, in der es heißt: In voller Erkennttns des Ernstes der Lage, aber auch in ungebrochenem Opfermut wollen wir deutschen Landwirte alles geben, was wir hüben, und schaffen, was Menschenkraft zu schaffen vermag, mit dem gesamten deutschen Volke Entbehrung und Einsclrränkurrg teilen und auch unsererseits alle Kraft daransetzen, um ben Teil des Kampfes siegreich zu bestehen, den zu ftchren wir berufen sind. Ans Hessen. Die Genossensch aftsv erfammlung der land- und fvr st wirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen fand kürzlich unter dem Vorsitz des Großh. Geh. Regierungsrats^ B i ch m a n n in Darmstadt statt. Nach dem vorgelegten Verwaltungsbericht bettug die .Zahl der im Berichtsjahre angemeldeten Betriebsunfälle 2538. Ans dem Vorjahre waren 2103 Unfälle übernommen worden, so daß insgesamt 4641 Unfallsachen neu zu bearbeiten waren. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten des Heilver- ährens usw. wurden 1 221 481 Mk. gezahlt und 6679 Ren- tenbefcheide erlassen. Me Summe der erstmalig im Rech- rmngsjahre gezahlten Entschädigungen betrug 172 089 Mk. Die Mittel der Rücklage beziffern sich auf 2 351 981 Mk. Die angegliederle Haftpflichtversicherungsauftalt hat 12 000 Mitglieder. Die Rücklagen betragen 150000 Mk. Dem Rückver- jicherungsverbaud gehören die Anstalten von Ostpreußen, Schlesien, Hessew'Nassau, Pommern, Brandenburg, Hefse-n, Reüß j. L., .Hannover, Posen, Braunschweig und Anhalt mit insgesamt 131 000 Mitgliedern an. Die Haftpflicht, die aus der Beschäftigung der Kriegsgefangenen erwächst, ist ohne besonderen Antrag in die Versicherung eingeschlossen, auch werden von der Anstalt keine besonderen Beitragszu-schläge hierfür erhoben. Au» Stadt und Land. Gießen, 22. Februar 1917. Uriegrarbeit in Gießen. XXVII. Großh. Untersuchungsamt Gießen. Aus dem Jahresbericbtt (1916) des Großh. Untersu.-. chungsamts für Infektionskrankheiten ia Gre- ß e n wird folgendes auszugsweise wiedergegeben: Im Kriegsjahr 1916 wurde das Amt in 1 6 30 7 Fällttr nt Anspruch genvmmen. Tie Zahl der m o n a t l i ch e n Ein Fänge insektionsverdächtigm! Materials schwankte zwischen 1119 und 1520. Dfe T a g e s l e i st u n g, belief sich einschtte-ßttch der Sonn- und Feiertage — durchschnittlich aus 45 Untersuchungen. Tatsächlich schwankte aber die Zahl der täglichen Eingänge in sehr erheblick>em Umfange, so daß in: verflossenen Jahre Tage mtt Uber 100 Untersuchungen 311 verzeichnen waren. Von diesen 16 30.7 Unlersnchungen wurden 7643 (1915: 7236 ) für Reserve-, Vereins- urtd Seuchenlazarette, Kriegs gef angenaie- lager und Rtilitärärzte ausgeführt. Es kamen somit über 47 0/0 (47,2 0 / 0 ) der int Jahre 1916 vorgenommenen Untersuchungen im Interesse der SenclienVerhütung bez. der Seuchenbekänrpfung iM Heere zttr Erledigung. An der Einsmdung des Untersuchungsmaterials war die Provinz Starkenburg mit 5752, Rheinhessen mit 3125 und> O ber- hessen mit 6898 Proben beteiligt. Der Rest der Untersuchungen; (532) wurde aus Verlangen preußisäier Aerzte ausgeft'ihtt. Im Berichtsjahre erstreckte sich die Tätigkeit des Amtes wieder in der .Hatlptsache auf alle mit der Seuchenbekämpfung zusamMen- hängeu.den bakteriologischen und serologischen Untersuchungen: es wurde fernerhin aus Wunsch der Aerzte eine Reihe anderwerttget diagnostischer Erhebmtgen vorgetronimen, die im Nachstehenden kurz angeführt weiten sollen. Verlangt und ausgefticht wurden 5294 bakteriologische Untersuchungen aus Typhus-, P a r a t y p h u s ^ b * und 0 - Bazi l l e n. Bei 1005 Unttrsuchungsproben bandelte es sich um die serologische Bestätigung oder Ausschließung eines vorttegendenl Typhus- oder Paratyphus verdachtes. Zur Feststellung, emer etwaigen Infektion mit Nabrnngsmittelvergistiings-, bakterien kamen ft04 Organe notgeschlachteter Trere und 7 Speiseproben zur Untersuchung. Der bakteriologische Nackiweis einer Tuberkulosen erkrankung wurt^e bei 6351 Probkii verlangt. Ente wesentliche Zunahme zeigten die W a ss e r m an nschen- (847> und T ip ht b e r i e un t e r s u chu n g e n (1076), deren Zahl sich seit dem Vorjahre verdoppelt hat. Zum Nachweis von Ruhrerregern gingen 386 Proben em — In 224 Fällen lag der Verdacht einer Gonorrhoe vor^ bei 90 Proben der einer epidemischen Genickstarre.^ Weitere 184 Untersuchnngen bezweckten den mikroskopischen imd bakteriologischen Rachtveis von: Choleravibrionen, 'Pneuma-, Strepto-, Stapbyloeocceii, Jnfluenzabazillen, Akttnomycespitten, Rekurrensspirillen, Malariaplasinodien, Syplflisspirochacten, Colrbvkterien, Milzbrandbazillen, Wundstarrkrampfteiinen sowie von Erregern der Angina-Vincenti. Bei dem Reste der Untersuchung (379) handelte es sich schließlich um Material und Erhebungen der verschiedensten Att: Kontrolle v on T a m p f der I n f e k t i 0 n s a p p a r a^ e ii, H e r st e l - lung imd Prüfun g twn Testobjekten, ^terilitats- kontrollen, Feststellung des KeiMgehaltes der tm Großh. Landesimpfinstitut gewonnenmi Kuhpockenvaccinen, Her- st e l l u n g von Auto Vaccinen, Milchuntersuchun- qen, Feststellung von Entozven .Wurmeiern, elastischen Fasern ünd Sper mat 0 z oen, Nachweis von M u!t und Veränderungen des Blutbildes, sowie fernen Urin-, Stuhl-, Magensaft- und L u mbalpu n ktat- Untersuchungen usw. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß im Berichtsjahre ivieder 2 Aus-bildungskurse für Desinfektoren im Untersuchmrgsamt ab- ae halt eil wurden mit besonderer Berücksichtigung der Bekämpfung der Zwischenträger bei Flecktypl-us und Rückfallfteber. T r. B ö t t i ch e r. * Unjulassiger Kavszwang- * Berlin, 21. Febr. Der fortschrittliche Reichstagsabgeordnete Dr. Heckscher hat folgenden Antrag an den Reichskanzler gerichtet: „Seit Abbruch der diplomatifckien Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland ist der Nachrichtenverkehr zwischen den beiden Völkern auf gefälschte und verhetzende Reutermeldungen beschränkt. Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, ob von amerikanischer Seite irgend welche Maßnahmen getroffen worden sind, einen von Reuter und der englischen Regi erii.n g unabhängigen Nachrichtendienst zwischen Amerika und Deutschland ausrecht z» erhalten? Neuerdings mehren sich die Fälle, wo oie Abgabe von Waren vom gleichzeitigen Kons anderer Waren abhängig gemacht tvird. So erhält man bei manchen Kleinhändlern Apfelsinen nur, wenn man die gleiche Menge Zitronen gleichzeitig kauft; ferner werden vielfach Süßigkeiten nur in Attrappen oder nur auch als Beigabe ztc Märchenbüchern oder unter der Bedingung des Kaufs einer teuren Tasse in der das Kvnsekt liegt, zu einem zum Nährwett natürlich aanz' unverhältnismäßig 'hohen Preise verkauft. Vor derattigen Handelsmißbräuchen hat die Reichspttisungsstelle für Lebensmittelpreise säwn im April 1916 gewarnt. Das erwähnte Verfahren ist rechtlich unzulässig und sttasbar: denn mit derattigen Verkäufen! ist eine Zurückhaltung der vom Verbraucher geforderten Ware verbunden, so daß eine Sttafbarkeit imch § 5, M, 2 der Verordnung rttgnt ub^mLtzrgc «ttSWjnimit ist flruftrrhrm »w™ in tVtagc kommen, das; ein derar-iiger Windsor' dm- stimmten Bedingungen veekaust. ans Grund der- du- (imihalfung unzuverlüssiger L« ^ >uverlang vom Lande! ausgeschlossen wird, F-ern«^ nach bn ÄTftÄ' '.r ri | ^ M«uÄtcllkn^ Xn M PueiDcrzerchnrssen vorgeschriebe,! bwudier zu den angekündigten Pre^s«!'geacii'Ba-rzMun« lücht^ver- 5uinn >r m.S BAnimung noch dahin ergänzt, daß die Gec^nM^ gs^ n,d)t bcm gleichEgen Verkauf an- dercr Gegenftandc abhangl.g gemacht werden darf. - ^ u der Preisprüftmgsstellen und der sonstigen PrZmuchL ^NMs^Ln SC9Cn f0 ‘* Cn E-lbaren p; rt h« >>7! eichnn n g. Kriegsfreiwilliger Fritz Linker X *'^ h,? w j, r^ C ^ meiftcr§ - Linker, früher im Res.-Regt. 222 G$Lm ftmi 9 l 2 m ,u a l ° mp L i,n ^l 'Bat. Weimar, erhielt das und wurde zum Gefreiten befördert. - Kurt F r e y aus Gteßeu, welcher mit dem Eisernen «HILI'-k .* c 1 ?"Sgcze,chnet tüurbe, erhielt nun wegen her- keä?meda^ 3:av ^ crfcit vor dem Femde auch die Hessische Tapfer- ^ Gr oß Herzog-Ern st-Ludwig-Jub iläums- ^rrstung Die Sammlungen in unserer Stadt haben, lme wrr hören, xn den letzten Tngen eineir ersvenlichen Fort- gung genommen.^Von Einzelpersonen, Firmen und Banken sind ansehnliche Beiträge gespendet worden. Bei der .öous- fammlunH zeigen die vielen kleinen und kleinsten Gaben, das; dch? Verständnis für den segensreichen Zweck der Stiftung rn die weitesten Volks kreise gedrungen ist. Auch mehrere Vereine haben Spenden teils bereits' geleistet, teils in cknssicht gestellt. Da am 26. Februar die Mrechnung oorgenommen werden soll, ist es dringend erwünscht, daß jeder, ber rwch sein ©djerflein beitragen will, dies möglichst J®* 1 i>eni Schlnßertzebnis wird hoffentlich zum ckn-sdruck wurmen, daß unsere Stadt hinter den übrigen Städten des Landes nicht zuriicksteht und daß der bekannte -Opfersrnn unserer Bürgersck>ast sich auch in diesem Falle bewahrt hat, wo es gilt, die Mittel zur Erholung und Ge- sundirng unserer heimgekehrten Krieger herbeizuschaffen. **Zum Verkehr mit Kriegsgefangenen. | u 7 Verordnung des stellv. Generalkommandos vom H- lOj.4 tft u. a. das unbe fügte Verkaufen und Verschenken von Sachen an Kriegsgefangenever- ^o^en worden, hiernach ist insbesondere auch die unentgeltliche Verabfolgung von alkvholisck>en Getränken an Kriegsgefangene durch nicht berechtigte Berkaufftelleninhaber ^ooten und strafbar. Es liegt im dringendsten Interesse aller Wirtschaftsrnhaber, fick) genau an diese Verordnung zu halten, da sie bei Zuwiderhandlungen außer den Strafen'des Belaqerungsqesetzes auch die Schließung ihrer Wirtschaft zu gewärtigen haben. ** Kartoffelhöchstpreise Bei einem Verkauf untereinetn (Zentner dürfen für das Pfund Kartoffeln ab Lager oder Verkaufs stelle nicht mehr als 6 1/2 Pfennig gefordert und genommen werden. Bei eineni Verkauf vvi, einem Zentner oder mehr Kartoffeln darf fiir den Zentner frei .Keller des Verbrauchers nicht mehr als 5,85 Mark gefordert und genommen werden. Siehe Bekanntmachung. ** Schlüsse lwarenVerteilung (Grieß). Der lörieß 'kann von Freitag, den 23. Februar 1917 ab in den Geschäften, bei denen Eintragung erfolgt ist, in Empfang ge- mmxjtm werden. Es entfallen aus die Person 125 Gramm (Arrest. Siese Bekanntmackpmq. ** Dre Hessischen La n d e s be zu g s s ch e i n e für den Bezug tarn Zucker für den Monat Marz 1917 find ein- getwffen. Diese Scheine niüffen spätestens bis znvl 28. Februar 1917 zum Umtausch vorgelegt sein. Siehe Bekanntmachung ** Bierglas- und Bi er krugdeckel ans Zinn sind bis zum 1 März d. I. einschließlich auf dein technischen Bureau des Gaswerks anznmelden. Mlseres siehe Bekanntmachung. "Der Konzertverein macht nochmals daraus auf- merksam, datz das für den 35. Februar 1917 angesetzte Orchester- Konzert bis auf weiteres verschoben werden »nutz. Der Tag, an welchem daS Konzert startfindet, wird sofort nach Festlegung bekannt gegeben. ** Die Melde fri st für die techni scheu Lehre- r innen-Sem i na re. (Hcmdarbeits- und Hansivimchafts- lchverttmea) ist vom Gvoßh. Ministerium. 2lbt. für Schul an ge lege n- hetten, weuerdmgs bis 16. März erstreckt worden. Es empfiehlt sich aber, mit der Emreichmrg der Gesuch? nicht bis zum letzten Termin zu warten, da mir eine beschränkte Zahl von Seminaristin mm ausgenommen werden kann urw für die hiesigen Seminare an der Aliceschule bereits eine größere Zahl von Aufnahmegesuchen wjdiegt ** Das heutige Kreisblatt Nr. 22 enthält Bekanntmachungen, betreffend die Reichsstelle für Druckpapier, Durchfuhr vor» Marmeladen und anderen Fruchtkonserven, Verkehr mit Gerste, höhere Ausmahlung des Brotgetreides, Treibriemen in slill- aelegt«, Betrieben, sowie Beschlagnahme und Freigabe von Calci um-Earbid. Landkreis Gießen. O D 0 r f - G i l l, 22. Febr. Die Sammlung für die Grob- Herzog - Ernst-Ludwig - I u b i l ä u in S - S p e n d e ergab 115 Mk. in-der hiesigen Gemeinde. An der Sammlung sind'auch die Schulkinder mit 14 Mk. beteiligt. " Grüningen, 22. Febr. Dem Kanonier Wilh. Euler, welcher feit AuSbruch deS Krieges bei dem Feld-Art.-Rgt. Nr. 25 steht, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. )( Mainzlar, 21. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielten Wehrmanri 2Lilhelin Dietz und Fahrer Ludwig Vogel von hier I. Saasen, 22 Februar. Der seit Kriegsbegiun im F'lde flehende Gefreiter Karl S che pp wurde, nachdem ihm schon im Jahre 1915 die Rassische Tapferkeitsmedaille verliehen wurde, mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl- ausgezeichnet. Kreis Alsfeld. ** Lehnheim, 22. Febr. Für die Ernst Ludwig Jubiläum s spende wurden in hiesiger Gemeinde der recht schöne Betrag von 93,80 Mari aufgebracht. Tie Schule brachte 11,30 Mark aus. 20 T, r W < ü !?.* *7 t " t !**■ 501 -->,«« «emeiwOe sind ki« der aus Gieße» angemeldet worden. Ein &l&* en barmh-rziger Nächstenlt-b- i n schwerer Zeit der Kreis Louterbach. 1 * K' ^ ^Ebr. Nachdem nunmehr der Schnee ganz alln ahüch von den Feldern verschwunden ist. wird eS möglich? ein Urteil über den derzeitigen Stand der Wintersaat abzugeben Weise kann nun sestgestellt werden, daß die Saaten, wie auch der Klee, dank der schützenden Schneedecke die lanq- strengen Frosttage durchweg vorzüglich überstanden au . b ! n be X te l) Hoffnungen berechtigen. Eben sind unsere Ü V n l L b c C . m O^nen der Runkel- und Kohlrabenmieten be- »chattlgt. Dre Befürchtung, daß die arge Kälte hier großen Schaden mi lchtet haben könnte, erwe.st sich glücklicherweise als irrig. H c ®l c t V unf ®K beara - Kohlrüben, welche unmittelbar unter der a ügehausten Erde lagerten, haben Not gelitten, während alle anderen wohl erhalten sind. - Aus dem falbe der Ehre fiel einer oer ältesten Kampfer aus unserer Gemeinde, der Landsturmmann Üf/h. ^stand 2" Lebensjahre und hinterläßt eine Witwe m»t einem Klnd. Er war von Berrif Weber. Kreis Schotten. Vogelsberg, 22. Febr. Heute fliegen me -memn d. h. sie unternehmen ihren ersten Reinigunqs-Aus- >W nach harter, langer Winterszeit. Soweit sich jetzt übersehen, laßt, haben dre Bienen die strenge Mnterkälte gut überstanven, vorailsgesetzt, daß es ihnen an Futter und Schutz nicht gefehlt bcr -txfytec noch nicht überall gewichen, so kommt es bei den ersten RemigunHsausflügen leicht vor, daß die Bienen von dem Lxhnee, der in der Nähe des Menensicmdes liegt, geblendet wewerr, auf den kalten Boden fallen und zugrunde gehen. Dadurch rötmen Völker geschwächt tvcrden. Ein Stroh- oder Bretter- velag auf dem Boden schützt hiergegeir. Bei dem großen Wert, den der Bienenhomg in dieser KriVs'zeit hat, ist die Bienenpflege umsomehr angebracht. yfi, ^Vogelsberg, 22. Febr. Enre jahrhundertkcmgt ^rnrichtnng imsever Gegend tvaren die Spinnsiüben. Sie hatten «w. ^^kHer^i-elvrisckn Bckeuitung, sie waren die Pske gestatten des Volkslieds, der Vökkserzählung, des Märchens, des Vvkkswitzee mrd des Volksschwankes. In ihrer Blütezeit bildeten sie einen Born^ der geistigen und sittlichen Bolkskräfte. Mit dem Schwinden Spinnrades, das den SpinTrstuden den Nameir gegeben, begann der Verfall dieser Volkseinrichtung. Nicht fettevi kam es vor, daß S'pwvstnben toegen ärgerniserregender Vorkommnisse polizeilich geichlossen werden mußten. Was heute >wch von den Spinnstuben übrig geblieben, fristet ein kümmerliches Tasävr nüd besteht nur noch dem Namen nach-. Spinnstuben im früheren Sinne gcht es nicht mehr. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 21. Febr. Die hier erfolgte Versteige- rmrg der Münzensammlung des verstorbenen Staatsanwalts Dr. M. W e p g a n d (Düsseldorf', brachte überraschend hohe Preise. Es wurden u. a. bezahlt: für zw>n Taler von Johann III. von Jülich und den Goldabschlag eines solchen 9500 Mk., für eine dreifache Taler- klippc Johann Wilhelnrs von Eleve 3100 Mk., für einen Doppel- taler 1567 des Grafen Herniann von Neuenahr 27.50 Mk., für einen goldenen Gnadenpsennig Wilhelms von der Pfalz 3200 Mk., für einen Goldgulden und pvei Broschen der Burggrafen von Ham- merstcin 1100 Mk. ustv. — Die Preise übertrafen im Durchschnitt die aller fncheren Versteigerung^ ganz erheblich. 7~' G r 0 ß - Z i ni nr a r i,, 22. Febr. Wegen Geslügelausfuhr ans Hessen wurde der Geslügelhändler P u l l m a 1111 zu 1000 Mk. und sein Sohn zu 500 Mk. Geldstrafe durch gerichlliche Entscheidung verurteilt. Scric^tsfaal. Ein unaufgeklärter Mordversuch. )\ Marburg, 20. Febr. In der Nacht zum 14 Tazember vor. Jahres imirb? im Torfe Speckswinkel im Kreise .Kirchhain eine LandNnrtssrau, deren Mann im Felde tveilt, zu nächtliä>er Stunde in ihren: Bett überfallen und durch einen Beill-ieb am Kopfe verletzt. Nur dem Umstande, daß sie den Kops zur Seite geneigt, hatte sic es angeblich zu danken, daß der Sck^ädcl nicht zertrünmiert tvurde. Ter Täter, der es augenscheinlich auf das im Bette versteckte Geld abgesehen, hatte sich auf ihr Hilferufen- eiligst entfernt. Ter Verdacht lenkd- sich auf einen im Hause befindlichen 17jährigen Landwirtschastsgehilfen, der mit der Verletzten sehr nahe verwandt ist. In der hmttgen Verhandlung, in der außer einer Menge Zeugen auch noch), der Tircktor' der Landesheilanstalt, Prof. Tr. Iahrmärker, vernommen nmrde, stellte der- junge Ndrmi, der höhere Lehranstatterr besucht hat, die Tat in dlbrcde. Es wurde mrch festgestellt, daß er mit seinen Ber- wmrdten in bestem Eiirvernahmen lebte, und daß ihn fein Vatev mit Geldnritteln nicht knapp hielt. Das Gericht sprach ihn frei. Uttiversttäts-Naebriehten. Die Frankfurter Studenten an den Kaiser. Frankfurt a. M., 21. Febr. Von einer vom Altgememen Studentenarlsschuß der Universität Franklurt a. Dl. einberusenen allgemeinen Studenten-Versammlung wurde heute abend folgende? Telegramm an den Kaiser abgefandt: „Die Studentenschaft der Universität Frankfurt a. M., von ihrem Rektor zürn Zivildienst aufgernfen, hält es, vo,n Geiste der '.'lnqusttage 1914 durchdrungen, b'ir ihre selbstverständliche nationale Pflicht, sich erneut dem Vaterlande zur Verfügung zu stellen. Bürger und Bürgerinnen der jüngsten alrmt mater bekunden damit, daß sie von demselben opferwilligen Gietfte, von derselben Treue zu Kaiser und Reich beseelt ind tvie die alten dentsck.eir Hochschulen. In begeisterter Versamin- lung geloben sie Ihrer Majestät unwandelbare Treue und bringen Gefühle tiefster Verehrung zum Ausdruck." vermischte». Berlin, 21. Febr. (WTB.) TieZ. am Mittag" meldet: In N e u k ö l n wunde die Familie S ch in i d t, bestehard aus den Eheleuten, einern vierzehnjährigen Mädchen und einem acht- jälwigerr Knaben tot aufgo öV o ^ g 3 .3 o- 5 = «* OS c 5 € JO s i ‘C O C owd 5*2 2s 2 J Wetter 21. d 5,9 5,1 73 _ 2 Sonnenschein 21. — 0.6 4,2 96 — - 0 KlarerHimrnek 22. 1 -1,6 4,0 98 10 Nebel 1 1 I Höchste Temperatur am 20. bis 21. Februar 1917 ----- + 6.6* C. Niedrigste „ „ 20. „ 21. , 1917 --- — 0,8*0. Niederschlag: 0,0 mm. —.. ■ 1 1 letzte Nachrichten. Wilsons Vollmachten. Haag, 22. Febr. Die Vorlage für die von WNson erstrebte Vollmacht, alle Schiffe unter arrrerikanischer Flagge. gleichgÄttg- ob sie dem Staate gehören oder PvivatbleM find, oder ob sie im Auslände sich befinden, der amerikanischen Staatsgewalt zu unter»-, stellen, wurde dem Senat eingereicht. Me Opposition dagegen ist keineswegs unbedeuvmd. Besonders in polittschen und inriftischen! Kreisen herrscht starke Empörung darüber, daß Wilsons Rechte in der Art ausgedehnt werden sollen. Cs sei unwürdig und stehe tn£t der Verfassung im Widerspruch. Dadurch würde Wllson über .Krieg und Frieden entscheiden körmen, was nicht einmal in monarchischen Staate?k dem Träger der Krone möglich sei. Natürlich führen diese Proteste zu heftigen Angriffen der englischen Kriegshetzer gegen die Pazifisten, denen oorgewvrfen wird, daß sie Wilsons Machtvollkommenheiten systematisch beschränken wollen, und dadurch, wie die „New York Times" behauptet, die Ehre und die Interessen der Vv> einigten Staaten bedrohen, > Die neutrale Friedenskonferenz. Kopenhagen, 22. Febr. Die neutrale Friedenskow- serenz gibt bekannt, daß ihre Mitglieder in Holland und der Schweiz, Nonoegen, Schweden und Dänemark nach Aüstritt .Henrys Fords ^einig seien, die Friedenstätigkeit auch ohne Uitterstützung Fords in gemeinsamer Arbeit forlzusetzen. Der „Bund" zur Kriegslage. Bern, 21. Febr. Das Problem des englisch-französischen Durchbruckis in einfacher wie konzentrierter Gestalt wird räumlich allmählich so genau abgegrenzt, daß die Deutschen es verhältnismäßig leicht haben, offensive Gegenmaßnahmen zu treffen. Znm U-Bootskrieg schreibt er u. a., den nachweisbaren Erfolg des U-Bootkrieges müsse man in der Unter- bindimg des Seeverkehrs im Mittelmeer erblicken. Unter an- derm werde die Verschiffung italienischer Truppen nach Saloniki in hohem Maße gefährdet. Frankreichs Stimmung. Bern, 22. Febr. 9lngesichts der wirtschafklrchen Sorgen Frankreichs, erllätt der „New Yorker Herald" in seiner Pariser ^ Ausgabe, daß die Landesstimmuug derzeit der Stimmung ähnelt, als die Regierung im Herbst 1914 nach Bordeaux übersiedelte und alle Pariser in Erwartung giuter NachrichtM sich um dick Zeitungen rissen. ?^tch jetzt sei die Bevölkerung gewilll, Leö>e« zu ertragen, >vünscl)e aber zu wissen, wie weil die Entbehrungenf gehe,:, die man ihr auferlegen wolle. Man solle also cmfhüren, Frankreich die Wahrheit ttvpfemveise beizubringen. Der bulgarische Bericht. Sofia, 21. Febr. Mazedonische Front. Zwischien. Wardar und Doiransee lebhaftes Artilleriefener, das namenttich in^ der Umgebting von Matschukovo gegen Mitternacht sehr lebhaft ivurde, wo feindlich? Instniterieabteillmgen vorznrücken versuchten, aber durch Sperrfeuei' angehalten wurdeic. Auf dem übrigen Telle der Front schrvache Artillerietätiäteit: längs der Südabhänge der Belasica Plauina nnd in der Ä»ene von Serres zerstreuten wir dmch Feuer feindliche Patrouillen. Ein feindliches Flugzeug warf wirkmrgslos Bontben auf den Bahnhof von Oktschillar. Ru m änische Front: Oestlich von Tulcea Jnfantew- nnd Viafchinengewehrseuer aus beiden Seiten des St. Georgsarmes. Markwähiung in Polen. Königsberg i. Pr., 22. Febr. (BT.1 Auf Grund der imrgst erlassenen neuen Wcifynnlgsvvrsckrriften stellt der Magistrat vvn Warschau den rcercen Hauslialtplan in Markwährung auf. Alle Rechnungen, Gebälter und svnstige Ausgaben werden von ihm künftig in dieser Währung gezahll. Die Japaner in Tsingtau. Rotterdam, 21. Febr. Der „Nieuwe Rvtterd. Eourant" > erhielt twn Bord des japanischen Dampfers „Sakske Maru" interessante, voin Januar 1917 stammende Mitteillmgrnl über Tsingtau. Darnach besteht die deutsche Bevölkerung in Tsingtau größtenteils aus Frauen und Kindern, welch' vielfach durch das deutsche! Konsulat in Schanghai unterstützt >oerden. Die Mehrzahl ber Männer befindet sich in .Kriegsgefangenschaft in Jat«n. Sie^ dürfen mit ihren Famllien regelmäßig korrespondieren und hab«r keinen Grund zur Klage. Japan sorgt ausgezeichnet für sein« Kriegsaesangenen. Man kommt in Tsingtau im Verkehre mit japanischn Offizieren imb Voamten mit der deutsä?en Sprackv mel weiter als mit der englischen. Die Japaner haben ein eigenes Stadtviertel errichtet, dessen Bauart eine Mischung deutschen und japanischen Stiles ist. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Chrifttian Ran und Fran geb. Deibel Familie Adoll Rau I. Familie Ludwig Deibel V. Wieseck, den 22. Februar 1917. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Philosophenstr. 22) aus statt. ( I4g9 Lichtspielhaus - Gießen Bahnhofütraftc 34. Rahnhofstraße 34. Der Kinofilm ist der Spiegel Gastspiel derDentschen Jagdfllm-Gesellscbaft. der Natur! Was vor Jahren in der afrikanischen Wildnis geschah, können wir überall und zu jeder Zeit im Spiegelbild Wiedererstehen lassen. Dieses ist die Kulturaufgabe des Filmes. Afrikas Tropenlandschaften. seine Urwälder und Steppen werden vor Ihnen erscheinen. Sie werden sehen, wie sich unsere Jäger an die scheuen Antilopenherden heranschleichen und mit sicherem Schuß ihre Leute erlegen. Die gefährlichsten Tiere Afrikas, Nashorn, Elefant, Flusspferd, werden direkt vor Ihren Augen erlegt werden. Unsere Expedition brauchte 4 Jahre und über 400 000 Mark. Was wir erreichten, können Sie für wenige Oroschen in zwei Stunden sehen. täglich ab Freitag, den 23. Februar von 11—1 Uhr vormittags. Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse 34. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen um 7 Uhr unsem lieben, unvergeßlichen Sohn, Bruder, Enkel und Urenkel Heiuricli im nahezu vollendeten 6. Lebensjahre nach einem kurzen schweren Krankenlager zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Familie H. Schwarz Familie ]W. Becker. Trohe, Alten-Buseck, den 21. Februar 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 23. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. 1472 Heute morgen um 12'/., Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Louise Vogel Witwe geh. Vogel im 78. Lebensjahr. ln tiefer Trauer : Familie Vogel Ludwig Vogel, z. Zt. in Garnison, n. Familie Wilhelm Vogel, z. Zt. im Felde, n. Familie 2 Enkel, z. Zt. in Garnison. Mainzlar, Ruttershausen, Geilshausen, Allendorf, den 21. Februar 1917. Die Beerdigung findet Samstag, den 24. Februar nachm. l n / 4 Uhr statt. 01 Vorverkauf Sitte die nächste Annonce beobachten. 1473a Tüchtige Dreher, sowie Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen skr GeschoßbearbeituuI sofort gesucht. [1487 Kisc«n>erkHaigtr8 .l ii.b.H^Marl>l ir eteilWeKicßtii Eäupeau-Fräulein in Stenographie und Bedienung der Schreibmaschine gut bewandert, sofort gesucht. Angebote mit Angabe des Bildungsganges, des Alters unb der Ansprüche an / l4fi, D 6i!ciiiüccfö(iij|tr,ß.ini.0.,l(ir!iiirfte_iipttfßitBfa Laufjunge iSchüleri gesucht. Willy Schulhof Virginia Schulhof geh. Holstein Vermählte New-York, den 22. Februar 1917 236 W. 28 Str. Nachruf. Am 2. Juli 1915 starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sangesbrnder und Vorstandsmitglied Jakob Haas, Schreiner Landsturmmann im Fns.-Aegt. 108, 8. Komp Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen treuen, langjährigen Sangesfreund, dessen eifriges Bestreben die Pflege des deutschen Männergesanges ivar, was ihm eilt dauernd ehrendes Andenken bei uns gesichert har. 1480 Gesang-Verein,,Eintracht" Stciubach. I. V. Piv. Darmstädter Pädagogium Privatschule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur Einjährigen-, Primaner-. Pllhit- richs-und AfoitfirientenpHifunß', (auch für Damen). Seit Ostern 1916 bestanden 63 Schüler, seit Kriegsbeginn 122 Schüler ihre Prüfungen. 1100 D I lucht zum 1. Avril 2 möbl Zimmer. Schriftliche Angebote unter 001007 an den Gl eh. Anz. In der Nähe der Sladi- Mädchenschule wird möbl. Zinnner slir sofort gesucht. Schriftl. Angebote mit P'eio unter 01028 an den G. Anz. JagÄ-Verpachtung. . Montag, den 26. Februar, nachm. 2 Uhr soll die der Gemeinde Grüningen zustehende 514 Hektar Feld- und Waldjagd unter beti vor Beginn der Verpachtung bekanntgegebenen Bedingungen aus hiesigeni Rathaus auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt sei noch, daß der Jagdbezirk l / 2 Stunde von den Bahnstationen Lang-Göns und Garbenleich obliegt. Brimingen, den 21. Februar 1917. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Bingel. \Möbl. Zimmer\ ^onnunA ‘9. 4 Glimmern, Oed, Veranda, 2- 3 Man' s«rden-Zimmern p,. 1. April äij verimeten. vtäh. Bcre ftraste 11 9. oder Schlei, (taffe Ift im 2aden, Hein, Uittienbauges. m. b. H. ll053 [Verne jbl öden e 1 Part.-Wohnung u auch 7 Zimmer mit allem '.ubehör per 1. April oder Vlai zu vermieten. Zu erfr. Moltkettr. 30, Dtans. 1”° Zimmer. Kabinett und Küche zu verm. Kreffl. 8tr. 21. otot1 PoqrIod Brandt Planen Bär,r>22 i^sellevuetOim.m.u.obneVer- ptleg. s. lede Zeitdauer. Älii tag u. Abendlisch. Elektrisch Licht, Bad. 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ILeeH, Altihlstrahe 2. 101013 EinfacSie Stütze per 1. März oder später ges. Lrevert, Plockstrahe 7. ordentliches l"'" Dienstmädchen gesucht. Philosovhenwald. Chrt. Mädche»« aus nur guter Familie für Haushalt t?nd Laden sofort oder später geslicht. Fran t'. Kroll. Ploctstr. 10. >""» Brav., wnb healwädehev f. baldig. Eintritt gesttchl. Vor stellitiigv. 10- 1 n.v. 3-8 Uhr. Fres lt.. Lek. Alicestr. 12. “ Gesucht znm I. April 1 IflsjKSelaen für Gliche und Haus itt einen kleinen Haushalt. Vermittlungen niäit ausgesditossen. Meldungen erbeten vor- tnirtags oder abends ztvischell 6 und !! Uhr. Frau Prof. Bousset, Giltenbergstr. 3t», l. Znm 1. Avril tüchtiges Alleimuädchen das kochetl kann, bei gutem Lohn gesucht. Vermittlung nicht ntlsgesdilossen. 11475 FraaFrol.Lal8sr.Löberstr.25. Durchaus zuverl. .7114,1 ch«*n ktnderlieb, tüchtig in Küche und Hausarbeit znm 1. Avril gesucht. 11474 Frna 1 FmniellviN, Neuen Baue 25. Zuverl. Zeituuosträgerin welche Hilfe hat, für morgens uttb abends zum 1. März ges. Weinert, Neuenweg 9. I'"« 6eti. bescheid. Frln. ^Waise, Akad.-Tocht.) arbeite- freudig, mrOt soiort Stellung als Helferin b. Arzt oder in Apotheke. Freie Stat erw. Off. u. b\ I>. 4017 an Rad. IIokhc, I>ttrmiHön«l<. ,4wl as Fleiiiigeö, tüchtiges, i. Kochelt bewandertes Mädchen snd>t in kinderlosen Haushalt Stellung. Schriftliche Angebote unter 1479 an den Giehener Anzeiger erbeten. I Verschiedenes Wer übernimmt die Wiederherstellung m. Gartens? Albin Klein, Süd-Anl. 21. (Höhere Privatschulo Sexta — Oberprima! Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Ein,jÄhrigen-, Primareife-, Abiturienten- prüfung. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist. Verfügung vom 13. V. 14!. Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70, Fern r. 633 Für die vielen Glückwünsche und Geschenke bei der Feier unserer Silbernen Hochzeit sagen wir allen unseren herKliclWen Dank. 01022 Zugführer Zinn und Frau. Soubertr LanfjiiiM sofort gesucht, krevert, Plockstratze 7. 11492 Wer erteilt l!ame Unterricht in der engl. Sprache .' Schriftl. Angeb. mit Preis »t. 01037 an den Gießener Anzeiger erbeten. finlwtlile juroer D. Datei,t. r. r. Ssterr. u. f. Ungar. Patent. Jeder (efneig.Rep.i- raieur I 5te nöhi Steppstiche wie eine nahmasch. Größte ^rfinvung. „ m Leder, Felle. Leinwand ntw. mii der Hand zu nähen. ZumN epnrieren von Schuhen. Geschirr., Sätteln, Seaeln, gelten, Treib- rirmen, Fahrrad, mäiilktiü »Iw. Drei» per Siück mit 8 verschiedenen Nadeln und Faden Mb. 3.50 unter Nach». Porto u. Verpack, frei. Ständig viele Nnerkennnngen. Man beachte: 1 „Oatoel" ist unübertreffliche« * -Grlgiualsabrital! O „Dattel“ ist aus Metall (kein