Ar. 44 »tetzene? Rnzei-ess afätint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: SietzenerLamilienblätter: Arelsbiatt ffir den Kreis tieften. Vezugspreir: nwnatl. 90 Bf., viertel- jährl. Mk. 2.65. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 90 Pf..- durch diePost Mk.2.45 viertel- fährt, ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschliisse: sürdieSchristlcitung!12 Verlag,Geschästsstelleül Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erster Statt Mittwoch, 21. Februar M Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 Santo erkehr: Gewerbebank Gießen Swilüngsrund-ruck u. verjag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steintznickerei R. Lanze. Zchriftlettung. Geschäftsstelle Druckerei- Zchulstr 7. .abme von Anzeigen . die TageSnummrr bis „um Nachmittag vorher. Zeilenpreir, f. Anzeigen: örtlich 20 Bf., Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b Platzvorschrift 30 Pi., Reklamen 75 Ps.^ bei Platzvorschrist 90 Pf. Huuptschriitleiter: Aug., Goeg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Mtzersotze bn wmm engli ende Schicksal adzuwenden: erstens Vernichtung oder starke Schädigung der deutschen U-Boot-Flotte, zweitens Verstärkung der gegen Deutschland gerichtete,: Land fronten bis znm deutschen Zusammenbruch. Der erste Weg kann nur mit Hilfe der amerikani- 'r rC tte gegangerr werden. Mer seiue Aussichten sind minimal. Der gewaltigen englischen Flotte und ihren etwa 2000 Hilfs- sahrzeugen ist es :m Lause von sechs Monaten nicht gelungen, ein dLupches U-Boot zur Strecke zu bringen: was soll da dw schlecht vorbereitete, mit sckmell fahrenden Hilfssahrzeugen nur mangelhaft verseheme anrerikanis'che Flotte erreichen? Sie müßte ständig m.europäischen Gewässern kreuzen, während im Hinter- grund dw wpamsche Gefahr lmrert. Sie wilrde zahllose Handelsschiffe als Etavpenlinre anforderii, und das bei dem ohnehin so knappen Schiffsraum, und es ist nicht abzusehen, wie sie dabei den deutschen U-Booten sollte mehr fänden köimm, als es die englische Riesenflotte kairn. Dieser Weg also ist aussichtslos. Dann also die Verstärkung der gegen Deutschland ^!VfZr tC x Cn Fronten Gesetzt den Fall, der Krieg gegen Deutschland werde m der Untern so twpulär, daß sich Hundert- tausende von ^-rerwilligen melden würden, so bleibt doch klar dap u/re Aaifstellung und Ausbildung einige Mmiate mindestens erfordern würden. Wälwend dieser'.Zest versinkt aber in Vien gen oep sthon so knappe Schiffsraum. .Es erfordern 100 000 Mann oOO XXX Lch-kffsraum für ihre Beförderung und mindestens 500 000 Domren für ihre Etappe,:linien: 500000 Mann also wirrde,: der Welthandelsflotte ständig 3 Mülionen Tonnen Schiffsraum entziel^n Dieser Schiffsraum ist nirgends auszutreibtn, solange dre Entente selbst Krieg führt und eigene Etappenlinien aufrechter halten muß.' / .. anderen Fragen, so meint Bacmcister weiter, die Mit dem Eintritt Amerikas in den Krieg auftauchen, sind erst zweiten Ranges. Die Auswirkung der riesigen wirtschaftlichen und finanziellen Kräfte der Union nach dem Krieg kann uns dann schrecken, wenn sie Englands Schicksal zu ändern vermag. Es rst redoch nicht ersichtlich, wie das möglich sein sollte. * « m Der österreichisch.ungarlsche Tagesbericht. 'JP* (WTB. Nichtamllich.) Amtlich wird verlautbart: 20. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich von Toscani brachten Stützt nippen neben einer Anzahl von Gefangenen drei Maschinengewehre und euren Ncrnenwerfer aus den feindlichen Gräben ein. Im Ludowu-Gebiet wurde ein nissisches Blockhaus ae sprengt. An der Najarowka lebhafter Geschühkampf. Bei Radzlwilow hat einer unserer Flieger ein russisches Flugzeug abgeschossen. Italienischer Kriegsschauplatz. Gütern nachmittag nahm das feindliche Artilleriefeuer an der kustenländischen Front zwischen Pleve und dem Meere an Stärke zu. Nachts kam es nur zu einzelmnr Feuerüber^- sallen. An der Tiroler Front war die italienische Artillerie namentlichi im Abschnitt zwischen Torbeli und Loppio tätiger als gewöhnlich. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Südöstlich von Berat Feldwachengeplänkel. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die neuen englischen Abfichten, Bagdad zu erobern. Konstantinopel, 19. Febr. (WTB.) Unser -Sonderberichterstatter meldet: Seit einer Woche bül ich in Kut-el- Amara. Die Engländer trafen seit einigen Monaten ansehnliche Vorbereitungen, um diesen Ort zn erobern, indem sie alle verfügbaren^ Kräfte aus Indien mrd Großbritannien gegen uns eriisetzen. Sie legten bis m ihrem Quartier eine schmalspurige Bahn an, wobei sie Monate hindurch Itafe besten Leute für die Eroberung K,U5el-Amaras opferten. Sie find aber von ihrem Hauptziel ^weit entfernt. Wir sind i'iberzeugt, daß der Heldeirmut unserer Ä-oldatm den Engländern demnächst eine zweite Niederlage gleich der an, den Dardanellen lbereiter: wird. DieStellung von Fellahie ist ganz in unserem Besitz. Genräß dem von uns gefaßten Plan rämnten wir Teile der südlich von Krtt-el-Amara am rechten Ufer des Tigris gelegenen Gräben, uw den an "Zahl überlegenen Engländern durck) Umzingelung schrvere Verluste Mzu- fügen. Kut-el-Amara sowie die wnlieg>enden Stellungen befinden sich sämtlich in unserem Besitz. Die Engländer meinen, daß sie mit der Eroberung Kut-el-Amaras dazu gelangen werden, sich Bagdads zu bemächtigen. Der Tag ist nicht fern, wo diejenigen, die Downshend zu diesem Irrtum verleiteten, ernsehen werden, daß sie wieder in einen Irrtum versnlleu sind, der traurige Folgen nach sich zickhen wird. Das türkische Pressequartier teilt mit: Die Engländer verkünden durch die Vermittelung der Station Poldhu am 14. Februar, daß sie unsere Truppen, die auf dem^ südlichen Ufer des Tigris operieren, vollständig eirkgefchlossen hätten, und daß es den türkischen Truppen, die vor sich' die E,rg- läirder und hinter sich den durch die englischen Kräfte beherrschten Tigrisstrom hätten, unmöglich sein ivürde, sich aus dieser Lage zu ziehen. Obschon die Engländer uns gegenüberstehen, und der Tigris sich hinter .den Stellungen beffrchet, die wir uns selbst aus suchten, verstand der Feind diese Lage nicht ausziunutzen. Infolge der Operattouen des Wechsels des Flußufers, dir ohne jede Yiuderuug tm richtigen Augenblick infolge eines ausdrücklich gs- gebenen Beiehls ausgeführt wurden wrd auch infolge des Scheiterns dreies Planes der Engländer, den sie vorzeitig angekündigt hatten, ahen sich, wie m dem Bericht des vsmanischen Generalstabs vom s^.^^^^meldbt wird, die englischen Hauptkräfte gezwungen. sMrch des Flusses 10 Kilometer sich zurückzuziehen. Der türkische Bericht. ^K^n^antinopel, 19.Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Genv- Jnsanteriefeuer^ ^ ^ ^^ schwacher Austausch von Artillerie- und ■ ® n Q V asusfro nt:Jm Abschnitt unseres linken Flügels grkff eme starke feiTidliche ErkundungsaÄeilung unsere Vorpostenlinie an. Es gluckte ihr anfänglich in unsere Stellung einzudringen, sie wurde d aber durch Gegenangriff wieder hinaus geworfen. Außer- ^A^chtete der Feind ergebnislos Artilleriefeuer auf diesen M- Unsere in Rumänien operierenden Truppen schlug«: durch zurück^^ ,tor?e ru i C ^ e ^agdabteilungxn, die vorrücken wvlltzm, erneuerte der Feind am 18. Februar seine ^^!uSver,uche gegen unsere Stellungen bei Tzikilany. Dieser Ä-ngrqsjcheiterte sofort rn! unserem wirksamen Feuer. Än wichtiges Ereignis auf den anderen Fronten. Der bulgarische Bericht. Sofia, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht vom 19 Februar Mazedonische Front: An der ganzen ^ront veremzeltes Arttller:efener. Nordöstlich des Doiran-Sees Lcharmirtzel zwischm Wachabteiluiigen. Im Wardartal lebhafte Fliebertatrgkett Nach Lustkampf in der Gegend von Gewgeli wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht. Bei Drama sch)ß Seutuant von Eschwege ein anderes feindliches Flugzeug ab. ^ n 1 an L^ ro n von Jsaccea vereinzeltes zwischen t * m Mahmudie schipacher Feueraustauscb * * * Gerard bei PoinearS. Paris, 20. Febr. (WTB. Nichtcmrtlich.) Mekdrmy der Agence Havas. Der frühere mnerikanische Botschafter Gerard wurde am Montag nachmittag von Poincare empfangen nnd wird an: Dienstag abend nach Spanien abreisen. Bern 20. Febr. (WTB. Nichtcrmtlich.) „Jonrmrl du ^euple' teilt rnit, Gerard habe an die Presse ein förm- :ches Dementi gelangen lassen, er habe niemals Pa- riser Journalisten Unterredungen gewährt. Der Rest de? dNeldung rst von der Zensur gestrichen. Die Ausländer in den Bereinigtes Staaten. London, 20. Febr. (WTB. Nichtamtl.) „Daily Tele- graph^ meldet aus New Jork: Der Kongreß wird diese Woche einen Gesetzentwurf erledigen, nach dem die Ausländer m den Vereinigten Staaten verpflichtet werden sollen, ihren Beruf anzugcben und zu erklären, ob sie sich naturalisieren lassen wollen oder ilicht. Die Ausländer werden ihre Photographie :m Postamt desjenigen Ortes, in dem sie süb aufhalten, abgeben müssen. 1 1 Der wachsende Eindruck der U-Boot-Erfolge. ^ ArUn, 20. F^r. (WTB. Nichtamtlich,.) Die erfolgreiche -^urchifuhrung des U-Boot-Krieges fängt an, auch in den KreffAi, die ihr ursprünglich einigermaßen skeptisch gegenüber standen, m ihrer wirklicher Bedeutung gewürdigt zu werden. So Mht dre gesamte niederländische Presse sichtlich ? nte ?L dem Eindruck des bisher bereits Erreich- ten. Selbst deittsch-feindliche Politiker, wie Professor Kernkemp m der Wochenschrist „De Amsterdams" erkeniren an, daß der U- Boot-Kneg keme Verzweiflungstat ist, daß eine große Anzahl Don Schiffen der Alliierten verienkt worden sind und daß die neutrale gWÄ .y e 9t.. Das „Allgemeen Hcnidelsblad" K Deutschland «werchl )emcrt Zweck, tveim der gegenwärtige Zusäaud anhalt, da Englands Sästsfe allein für die Zufuhr von Lebensmitteln urrd Mpnitioii nicht ausreichen. „De NeederlandeN' fagt: Deutschland erzielt durch die einfache Ankündigung ver- boteiier Fxihrzonen ohr^ Dorpedoschuß ein bedeutendes Resultat Eourant" hebt hervor daß fiel), der B-Boot-Krirg Haupt, achlrch gegen dre bewafsnete Handelsflotte richtet, also Kriegsflotte gegen Kriegsflotte kämpft. - lWTB. Nichtamtl.) Während die meist-n rranzoliMn Blatter^ fartfahrM, auf Gnmd der Statistik über dm Schiffsverkehr m den französischen Häfen, die U-Baots- GAaln als gering hmrnstellen. schreckt „Pr ti t Pa ri sien" MN langen Artikels über die verschiedenen Mittel der tt-Bvot-Bekämpfung: Die^ll-Bvot-Gefahr bleibt trotzdem ernst. Die öffentliche Mci- werden^ m, muß beruhigt oder wenigstens unterrichtet Im „M a t in" süchrt der Abgeordnete Ga rat, Sekretär aus, die vom Marineminister an- rrrestjhreiid, da die Teutsck>en liaikptsächlich - -treide, Kohle, Knegsinaterial und Stahl versenkten Auch be zucflich der migeblich geringen Zahl der U-Boote und der Schwie- ingkett chvcr Bersorgiing fragt Garat, ob sich nicht die Ofst^ellen u nd O ffizioseii zu großen Selbsttmischmrgen hingeben Es wäre verwegen, m den jüngsten Trohmigen nur einen Bluff zu sehen. * » * Englische Selbfianklagen. m ^ Z? dt/ 20. Febr. (Zf.) Ter leiteirde Redakteur der D a i s ^ News", Gardiner, widmet Nnedeiwm der Tauchböotae. fahr m der Nummer- vom 10. ds. einen langen Artikel Es dann ausgeführt, das; am Tage zuvor 32000 Tonnm Schiffttn^ll drrrch dre Tmaä)booN' vernichtet worden fexen, von denen MO Tonnen auf EngLand steten, '»im man diese Zahl multtvio/^? so ergebe sich, sckbist Itfcrai man mir die Hälfte de» vernil" ^ Konnennchalts zu^rm rde lege, in Anbetracht der Tatsache do>^ rn SSrawrt das SchM°«w«S für fMitarisa»' Zwecke sW«t rh: außrwrdenüicher Verlust. Es ffl mm bemerkenswert, daß Gar- diucr klar den Satz ausspricht, es sei rächt erlaubt zu sagen, wieviel der Birlnst in Wirklichkeit betrage, womit er zugibt, daß die englische Zensur irgendwelche Offenheit in dieser schwcriviegenden Frage nicht gestattet. Gardiner sagt auch, daß der Schiffsbau ein geringeres Resultat ergebe, als der Schiffsverlust, und daß inan sich darauf gefaßt machen müsse, dieser Tatsache gegeirüberzutteten. Dermal land lmbe diesen neuen Schlag lange vorbereitet Deutschlarw tonne natürlich mit diesem Schlage nicht die Herrschaft über me britische Flotte anstreben, aber immerhin könne es die Wirk)amkeil der englischen Flotte in ihrer Hauptftnrktion bceinträchtigeu, nLmuch die britischen Transporte sicherzustellen. Die Blockade Deutschlands könne zwar hiermit nicht erleiclstert werden, aber es könnte etnc Gegerrblockade ins Leben gerufen werden. Die erste Blockade des Tauchboot-Feldzuges sei überwunden worden, aber der FerNvhabe . seine gmtze Energie aufge-vandt, um eine Flotte von Tauchboot- Kreuzern zu bauen, die ebenso rasch ftkhoenj, wfie SchlacbEchrffe an der Oberfläche mck) imstande seren, 10 000 Müllen fahren und Kanonen zu tragen, die auf z-wbi bis drei Mellen Abstand ledes Handelsschiff abschießen und die auf diese Weise die Handelsmarine der Welt labmlegen könnten. Gardiner tröstet sich mit dem Gedanken. daß in diesem Kriege schon manches Furchtbare aufgetaucht sei, dessen Unschädlichkeit imd Mißerfolg sich später herausgestellt habe. Er klagt jedoch über die mangelnde Ei nsrchtinEng- land. Es sei zzvar ein Freiwilligensystem der brungsmittelein- 'chränkpng ausgcarbeitet worben, 80 Prozent des Volkes wisse aber davon nichts. Außerdem habe man statt Frachtbvoten große Linienschiffe gebaut, und überdies zeige sich der vollkommene Mangel an^ Sparsamkeit in der Lasterhaftigkeit in London, die nicht länger verborgen blechen könne. 1 lieber diese Lasterhaftigkeit berichten nahezu alle hier erngetroffenen Blatter. „Daily News" zum Beispiel sagt, daß die Trunkenheit, die zu Beginn des Krieges außerordentlich ernsthaft gewesen sei, allmählich eine Besserung erfahren habe; in den letzten Monaten aber sei es schlimmer als je zuvor. Conan Doyle veröffentlicht einen Brief in den Blättern, in dem er zeigt, wie betrunkene Soldaten schareitweise von Freudenmädchen angelockt und ausgeplündert werden. Eine bevorstehende Rede Lloyd Georges. London, 20. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyd George gibt Meldung des Reuterschen Bu- Dvaus. Im Unterl>aus gab Bonar Law über die Kriegsanleihe folgende Erklärung pb: Die ZaA der am letzten Tage ein gegangenen Zeichnungen ist so groß. daß. obwohl die Beamten Dag und Rächt arbeiten, zwei- oder dveibiurderttcrusend Zeichnungen noch nicht erledigt werden konnten. Weitere Zeichnungen aus dem ganzen Lande sollen im Einlauf sein, die bei den Banken noch nicht eingetroffen sind. Unter idiesen Umständen ist es möglich, vov Anfang nächster Woche Einzelheiten zu geben. Ich freue mich indessen sagen zu tonnen, daß die Anleihe erfolgreich gewesen ist. /Beifall.) Ich lwffe aber, das; das, ivas ich soeben gesagt habe nicht Anlaß zu übertriebenen Schätzungen geben wird, die bei dem Bekam itwerden der wirklichen Zahlen zu der Gefahr führen können, daß das, was ich als erstaunlich für die Anstrengung des Landes betrachte, geringer gewertet wird. Um das Gefühl für das richtige Verhältnis Zu bewahren, wird es gut sein sich zu erinnern, was erwartet wurde, als die Anleihe außwlogt wurde. Bet meinen Besprechungen mit den Vertretern der Finanz in der City wurde ich gefragt, welche Summe ich für notwendig halte, um die Anleihe zu einem Erfolg zu machen. Ich nannte eine Zahl, die zwar meine Erwartungen, nicht aber meine Hoffnungen überstieg. Diese Zahl war ei: schlechter, als man nach dem Resultat der Produktion anzunehmen berechtigt war. Die Aribaufläche von Zuckerrüben erlitt seit 1913 einen Rückgang. Es sei deshalb eine Erhöhung des Preises für Zuckerrüben um 50 Psg. zu erwägew Was die Kalkstickstofferzeugung angehe, so kö::ne die Landwirtschaft auf etwa 50 Prozent ihres Bedarfs für die Frühjahrs- und Herbstbestellung rechnen. Thomasmehl und Phosphate seien wenig vorhanden. Die direkten Warenbezüge zwisckM Land und Stadt könne er nur empfehlen. Er erkenne an, daß das Verbot der Verfüttern:^ von Steckrüben aufgehoben werden müsse. Der fünfte Landframntag in Berlin. Berlin, 20. Febr. (WTB. dsichtanttlichi.) Der fünfte Landsrauentag wurde heute vormittag im Plenarsaale des Herrenl^nlses feierlch eröffnet. Die Kaiserin hat mit ihren Vertretung die Kronprinzessin betraut. Zahlreiche Behör-i den ::nd Vereinigungen entsandten Abordnungen. Tie Gräfn: von Schwerin-Löwitz hielt die BegrüßungsänspraÄ, in der sie sagte: Es sollen heute Fragen behandelt werden, wie die Bedeutung der Arbeit des Landmädcki>eus in den Augen der LmrdnrädckDen selbst zu steigern ist, damit dadurch die Liebe Zur Scholle und zur heimischen Arbeit gestärkt und der Landsluäü vorgebeuat werde. Tie Worte des Kriegsamtes: „Landarbeit ist vaterländischer .Hilfsdienst! Seid stolz darauf! Fastrenflüchtig ist der, der sich ihr entzieht!" :verden ihren Eindruck nicht verfehlen imd :Nit stammender Schrift sich Miseren Landmädchen tief ins Herz prägen. An die Kaiserin in Särlov Bellevue wurde ein HuchigimgstAegrainmi gerichtet. Tänn trat man in die Tagesordnung: ein. die mit einem Bortrage von Freiherrn Dr. von Rundstadt aus Badinaei: (Sachsen) über „den Wert und die Bhdeuckms dar LLrbeil occ Lands Mädchen" begann- Uns Stabt und Land. Dieken. 21. Februar 1917. Iv ,t II ?M ni i {\ 5^,f S ? € ciJJ ] 1 , 0 chrichten. Ter Großherzog M MN ^4 ^m..n d. Js. den Schaffnern in der Hessisch-Preußi- sen ElsenbahngemeriMaft C-eorg Laureb^ch zu Bingen und Venmch Er Leo zu Brschofsheim ans Anlaß „ner am 1. Februar i? 1 Nuh<,a..v vas Mgemeine ÜWdmt^My: treue Dienste" verliehen. - Ter Gwßher»og hat jom 19. Febmar, nachmittags 4 l / 2 Uhr. in DegMloart d» .^daatsmmisters Tr. von Ewald den in außer- ordentlrcher MLMn hierher entsandten Königlich Ungarischen Manste^rajrdentien a. T. Ärafen Khu. en - Hederväry und desseir Beglerter, een K. u. K. Oesterreichisch-Ungarischen Kämmerer und Legattonsrat Grafen Buk uw kV mr Eutaeaen- rmhme ^ Notifikation der Thronbesteigung ^des Kaffersvrm Oesterrwch, Komgs von Ungarn in besonderer Audienz enrpfangen. D der K. u. K. Oesterreichisch-Un^i- )dp außmordentüche Gesandte und Vevollmächttgte Minister Graf Nemes von Hrdv'sg sein erneutes Beglaubigungsschreiben, ^re Herren wurden zur Hoftafel zngezogen und auch, von der Großherzogm empfangen Dem Grafen Khnen-Hederväry wurde von dem Grotzherzog das Großkreuz des Ludewigsordens verliehen ^ u? Z/ich nun g^ Dem Unteroffizier Rudolf Bruß, Infanterie-Regt. 116, Sohn des Gr. Zugführers Ad. Bruß hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — Pionnr Adolf Henning bei der M>ne,nvener-Ko,nv. 103 nn Westen, Sohn des Betriebs- leitei- Karl Henning, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieben **Zungwehr.Mittwoch, { 21. Ftzbr.: Antreten8V4 Uhr.' Kornp. 620: Realgymnasium, Komp. 621Oberrealschule Ae rsteablieseru iig. Als letzter Termm für die 'srei- Ablieferung der noch Eefernngspflichtigen Gerste an die Rerchs-Gerstengesellschaft m. b. H., Berlm .(Bereinigte Getreide- Händler G. m. b. H., Geschäftsstelle der Reichs-Gerstenqesrllschaft m. b. H. in Berlm zu Gießen) ist der 28. Februar 1917 festgesetzt Es bleibt also nur noch eine verhältnismäßig kurze Frist, rrmerlwlv deren C^erste freihäudig gegen Bezugs sclieine verlauft Karden kann. Es wrrd für Gerste, die bis zum 25. Februar 1917 geliefert. 320.— Mk. fitr die Tonne und für die von da bis Ende tfefauar 1917 gelieferte 300— M. für die Tonne bezahlt Tie ablresernngspsliciftige Gerstenmenge, die bis xum 28. Februar 1917 om die Geschäftsstelle nicht freiimHig verkauft ist, wird enteigiiiet. Für Gerste, die auf die fein Wege erworben ist, wird nicht nrehr Äs der gesetzliche Höchstpreis von 250.— Mk. für die Tonne bezahlt. Tie Geschäftsstelle ist angewiesen, auch ungedroschene Gerste anzukausen und zirar für den Preis von 300.— 'Mk. pro Tonne Tie Verkäufer ungedroschener Gerste sind verpflichtet, die verkaufte Gerste unverzüglich, ohne besondere Entschädigung, auszudreschen. *■ * v ^ ^ r ^ ^ ^ l t e r. Es ist wiederholt zur Kenntnis der Behörden gekommen, daß die Schafhalter sich den Anordnungen der Bekanntmachung Nr. W. I. 1640/6. 16. K. R. A. betreffend Beschlagnahme lrnd Besdandsethebung der deutschen Schafschur !nnd des Wollgefälles bei den deutschen Gerbereien vom 18. Juli 1916 entziehen. Insbesondere wird anscheinend mit dem Zugeständnis der Heeresvenval tun g (gemäß § 12 der angezogenen Bekannt- maäxung , daß Schaf haltern aus Antrag geringe dRengen bis zu 5 Kilogramm Rohge nacht (Schmutzwolle) aus eigenem Besitz zwecks Verarbeitung, Verspinnung und Verwendung im eigenen Haushalt von der Kriegs-Rvhstoff-Abteilung sreigegeben werden, ein weitgehender Mißbrauch getrieben. Die militäriselfen Kommando stellen find ersucht worden, durch energisches Eingreifen diese Mißstände zu verhindern und nrff allenr Nachdruck darauf zu dringen, daß der beschlagnahmte Ertrag der deutscher! Schafschur tatsächlich in den Besitz der Heeresverwaltung beziehungswiese der Kriegswollbedarf- Akttengesellschaft, Berlin 8. W. 48, Äerl. Hedemannstr. 3, gelangt. Sofern die gerügten Mißstände nicht unbedingt aufhören, wird sich die Heeresverwaltung gezwungen sehen, die in 8 12 der angezogenen Bekcnmtmachung gemachte Ausnahme aufzuheben. Firmen, die sich mit dem Einkauf (beschlagnahmter Wolle beschäftigen, sind im Korpsbezirk folgende: A. H. Gnggenheim G. m. b. H. in Frankfurt (Mainl Gein-. Strauß in Frankfurt (Main). Sonnenberg & Engel in Wetzlar. Bereinigte Fellhandlungen Rosenthal G. m. b. H. in Wetzlar. ** Die hessische Lazare ttzeitung Nr. 38 enthält in ihrem allgemeinen Teile folgende Beiträge: Kleine Geschichten von Ludwig Aurbacher, Früher und Jetzt von Res. Josef Riedmüller, Tie Gefahren der schreibenden Berufe und die Ausbildung der Kriegsbeschädigten von Handelslehrer Raadke, Was niüssen Gläubiger und Schuldner, insbesondere die Hausbesitzer von den Kriegs Verordnungen wissen? Welche Ansprüche habe ich an meine Krankenkasse? Tie Beurteilrmg der Arbeitsfähigkeit bei versicherten Lazarettinsassen, Bücherschau, Lazarett-Beratung, Rätselecke. Die Gießener Beilage bringt folgende Beiträge: Schicksal von Reinhard Schvecker, Sprichwörter aus der Wetterau von Oberaktuar Stein, Tie verhexte Tier, Warnung der Kriegsbeschädigten vor den Winkelkonsulenten. Stellen für .Kriegsbeschädigte, Verwundetenlnrterricht. ** A fri kan ische Raubtierjagden im Film. Zum demnächst im Lichtspieltheater — Bahnhofstr. 34 — stattfindenden Bortrogsgastspiel der „Deutschen Jagdfilm-Gesellschaft" Berlin: „Ans der afrikanischen Wildnis", Jaäd- und Völker- studien des Afrikareisenden Robert Schumann erfahren wir heute nähere Einzelheiten. Die „Deutsche Jagdfilm-Gesellschaft" Berlin hat unter Aufwendung von Kosten in Höhe von annähernd einer halben Million eine Jagdexpedition ins Innere Afrikas ausgerüstet, die den Zweck hatte, die Jagd auf afrikanisches Großwild, sowie interefsante Völkerstudien ans dem Innern Afrikas zu verfilmen. Nach vierjähriger Abwesenheit kehrten die Mitglieder dieser Expedition im Frühjahre 1914 mit einer reichhaltigen Ausbeute an photographischen Aufnahmen nach Europa zurück. Es war selbstverständlich ungeheuer fchvierig, im Innern Afrikas, weit ab von aller Zivilisation, kinematographische Aufnahmen derart schwieriger Objekte her zu stellen. Ganz abgesehen von dep ^Ausnahme an und für sich, ergab der technische Prozeß eine ganze Reihe von Schwierigkeiten. Tie Kinofilme mußten mitten in der Wildnis erctmicfett iverden, da sie sonst in total verdorbenem Zustande in Deutschland cm gekommen wären. Landkreis Gießen. n. Schiffenberg, 21. Febr. Dem Pächter der hiesigen Domäne, Friedrich L y n ck e r , der zurzeit als Kompagnie-Feldwebel bei einem Armierungsbätaillon steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen, naivem er bereits vor längerer Zeit auch das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten hatte. u H o lzh e i ni, 20. Febr. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde dem Fahrer Heinrich Reih beim Brandenburger Res.- Fußarü-Regt. 3, 1. Batterie. MunitionSkolonne, verliehen. Heinrich Reih ist der Sohn der Frau Gg. Heinr. Reih I. Witwe, Gastwirtin. n. Lich, 21. Febr. Das 10jährige Söhnchen des von hier gebürtigen, zurzeit in Offenbach angesteltten Lehrers Hermann Dörmer fand auf bis jetzt unaufgeklärte Weise im Main den Tod. Die Leiche des bedauernswerten Kindes wurde an der Ober- rader Schleuse' geländet. Tie Teilnahme mit den schwerbetroffenen Eltern ist allgemein. ^ „ . •* Mainzlar, 20. Febr. Landbriestrager Peter M a y n vom 3. Pommerschen Jni.-Regt. Nr. 14, der seit November 1914 vor dem Feinde steht, ist mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet worden. Kreis Büdingen. # Glauberg, 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Jäger Wilhelm Schäfer. ch: H a i u - G r ü n d a u, 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Friedrich Geiß. chp Orleshausen. 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Ätusketier Friedrich Schneider. Kreis Schotten. chh Schotten. 21. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Georg Albert im Jni.-Regt. 468. n. Schotten. 21. Febr. Der Höchstpreis für Kartoffeln wurde auf Mk. 5,— für den Zentner festges>etzt. Bei Lieferung frei Keller des Bestellers kann ein Zuschlag von 80 Pfg. bis 1 Mk. gefmbevt werden. # Eschenrod, 21. oebr. Das Eiserne Kreuz erhielt am Geburtstage Sr. Dlajestät der Krankenträger Friedrich B e ch t o l d im Res.-Jnf.-Regt. US. U lf a, 20. Febr. An Kaisers Geburtstag erhielt das Eiserne Kreur der Musketier Karl Kröll. Res.-Jns.-Regt. 81. Es sind nun schon, über 20 Krieger unserer Gemeinde, denen diese Auszeichnung zuteil wurde. Kreis Friedberg. ■r Butzbach, 19. Febr. Dre heutige Jagdverpachtung war von Jagdliebhabern stark besucht. Bei dem Äusgebot in zwei Losen wurde die Taxation nicht erreicht. Hieraus wilrden die Lose I und 2 zusammen auSgeboten und so wurde ein jährlicher Pachtbetrag von 2005 Mk. erzielt; früher 1300 Mark jährlich. Letzi- bretender blieb Hermann Brauer in Frankfurt a. Ai., Bettina- Ilraße 9. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. At.. 21. Febr. Die städtischen Beamten, die mit der Nachprüfung der Privathaushaltungen auf Befolgung des H e i z v e r b o t e s - es darf nur die Hälfte der heizbaren Zimmer gehetzt sein - betraut sind, haben in zahlreichen Fällen Uebertretungen der Anordnung festgestellt und zilr Anzeige gebracht. Die Leute werden gerichtlich verurteilt. Hanau, 21. Febr. Ein Vorkommnis im benachbarten bayerischen Rothausen zeigt, in welch raffinierter Weise Versuche gemacht werden, Mitteilnirgen air die Kriegsgefangenen einzu- schmuggeln. Bei einer Sendung, die ein kriegsgefangener Franzose erhielt, befanden sich auch Nüsse. Eine nähere Untersuchung ergab, daß eine Nuß entleert war und einen eng zusammengefalteten Brref enthielt. ---Höchst a. M., 20. Febr. Eine außerordentliche Sitzung d e s K r e i s t a g e s für den Kreis Höchst beschäftigte sich heute m eingehender Weife mit der Einigung der drei Landgenreinden, Lrnwlrngen, Unterliederbach und Zeilsheim in den Stadtbezirk Höchst a. M. Tie vier Gemeinden habeir die Eingemeindungs- verträge in den letzten Tagen bereits ^einstimmig gutgeheißen. Ta dre Emgemeindungsverträge nunmehr von allen zuständigen Körperschacken einstimmig angenommen sind, bedarf man zur Genehmigung der Eingemeindung selbst nicht der Zustimmung des Landtags, jondern lediglich der des Königs. Es ist daher mit Be- strmmtheit zu envarten, daß bereits am 1. April ds. Js. die Erngemeindmng der drei Orffchaften zu Höchst vollzogen werden kann. --- Aus der Rhön, 19. Febr. In Brach schoß Hegemeister Kehr einen mächtigen Hühnerhabicht, der sich mit einem Bussard um einen von diesem geraubten Haushahn hermnbiß. Außerordentliche Sitzung des Provinzialtags der Provruz Oberhessen. Kz. Gießen, den 17. Febr. 1917. Anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger als Vorsitzender, 25 Mitglieder, 3 nicht dem Provinzial'tag an- C rende Provinzialausschußmitglieder, die Großh. Kreisräte der se Büdingen, Friedberg und Schotten sowie Negierungsrat L angerinann-Gic ß en. Nach Begrüßung der Anwesenden wurden die Herren Landgericht sdirektor i. P. Bücking-Gießen und Bürgermeister Birklenstock-Ranstadt zu UrkundsPersonen bestellt. Als Protokollführer wurde Verwaltungsaspirant Kpritz durch Handschlag an Eidesstatt verpflichtet. Nach erfolgter Feststellung, daß die Mitglieder zur heutigen Sitzung vechtzeittg eingeladen waren und dainit der Vorschrift des Art. 76 Abs. 3, in Verbindung mit Art. 33, Abs. 3 des Gesetzes betr. die innere Verwaltung und Verttetung der Kreise und Provinzen geniiat sei, sowie nach Feststellung der Beschlußfähigkeit, wobei der Vorsitzende darauf hinwies, daß die Herren Bürgermeister a. D. Baurat Stahl, Geh. Justizrat Jöckel und Kommerzienrat Trapp aus Friedberg, Phil. Keller-Melbach, soivie Rentner Wasserschleben-Gießen und Bürgermeister Zinßer-Schlitz ihr Fernbleiben entschuldigt hätten, gedachte der Vorsitzende mit ehrenden Worten des verstorbenen Mitglieds des Provinzialtags,? des Herrn Altbiirgermeister Zimmer-Grünberg. Ihm zu Ehren erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen, t ieraus wurde in die Tagesordnung eingetreten, unkt 1: Entscheidung über die Gültigkeit der Ergänzungswahlen zum Provinzialtag. Hierzu führte der Vorsitzende aus, daß die Ergänzungswahl'en zum Provinzialtag, die gemäß Art. 69 Ms. 2 der Kreis- und Provinzialordnung alle 3 Jahre stattznffnden hätten, in allen .Kreisen der Provinz durchgeführt seien. Tie von den Kreisämtern vorgelegten ^ Auszüge aus den Walilprotokollen wären gemäß Art. 71 Ms. 1 von dem'Provinzialausschnß vorläusig geprüft worden und es hätten sickt keine Formfehler ergeben. Er beanttage deshalb, die Wahlen für gültig zu erllären. Im Kreise Alsfeld wäre Bürgermeister Eiffänder-Raiurod, im Kreise Büdingen Kommerzienrat Clovs-Nidda u. Geh. Justtzrat Rabenau-Büdingen, im Kreise Friedberg Altbürgermeister Alles-Nieder-Florstadt, Hermann Bausch I.-Nieder-Wöllstadt, Phil. Keller IV.-Melbach wieder- und Bürgermeister Dr. Kayser-Bad-Nauheim neugewählt' Im Kreise Gießen seien wiedergewählt: Oekonvmierat .Hofs- mann-Hos-Güll, Brauereibesitzer Jbring-Lich, Landgerichtsrat Neuenhagen, Rentner Erich Wasserschlebew-Greßen und Apotheker Welcker-Allendors a. d. Lda. Kammervat Clemm-Winnerod sei neugewählt. Im Kreise Lauterbach wäre wieder ge rvählt Bürgermeister Zinßer-Schlitz, im Kreise Schotten seien Se. Erlaucht Graf Wilhelm zu Solms-Laubach wieder- und Bürgernieister Viehl-Rainrod neugetvählt. Sämtliche Wahlen erstreckten sich auf die Zeit von 1917 bis 1922, mit ^lusnahme derjenigen des Mitglieds Clemm--Winnerod, der an Stelle des verstorbenen Äditglie- des Zimmer-Grünberg von 1917 bis Ende 1919 zum Prvvinzial- tag getvählt worden sei, 'Durch einstimmigen Beschluß wurden die Wahlen für gültig erllärt. PUnkt2:ErgünKUNgswahlenznmProvinzial- a U s s ch u ß. Der Vorsitzende führte aus, daß Ende 1916 auszuscheiden gehabt hätten die Mitglieder: Geh. Justizrat Rabenau-Büdrngen. Bürgermeffter, Baurat Stahl-Friedberg, Mühlenbesitzer Hrch. BraUer-Ober-Ofteiden, Forstmleister Dr. Weber-Konradsdvrf, sowie das Ersatznntglied Landgerichtsrat Neuenhagen. Die ausscheüxnden Mitglieder wurden von der Versammlung einstimmig wieder- gewähilt. Punkt 3: Wahl eines Mitglieds und eines Ersatzmitglieds zur verstärkten Oberersatzkom- missivn für die Jahre 19 17, 19 18 und 1919. Die Herren OeLonomierat .Klingelhöffer-Hof-Graß und Wilhelm Reitz-Echzell als seitheriges Mitglied bezw. Ersatzmitglied hatten auszusck-eiden. Sie wurden einstimmig wiedergewählt. Punkt 4: Mahl von 4 Mitgliedern der Kommission für die Verwaltung der Provinzialsiechen anstalt. Hier hatten auszuscheiden die Herren Rentner Enrmelrus-Gie- ßen, Oberbürgenneister Keller !und Rentner Wasser schieben. Es erfolgte einstimmige Wiederwahl. Für den verstorbenen Land- gerichtsdirektvr Schmec^rrbecher wurde Landgerichtsdirektvr i. P. Bücking neugewahlt. Punkt 5: Wahl von 4 Mitgliedern der Kommission für die Verwaltung des Wasserwerks! Inheiden. ' Hier schieden aus die Herren Oekonomierat Falck, Bürgermeister Banrat Stahl in Friedberg, Bürgermeister Stöpler-Lauter- bach lund Forstmeister Dr. Weber-Konradsdorf. Einstimmige Wiederwahl erfolgte auch hier. Punkt 6 : Wahl von 4 Mitgliedern der Finanz- k o m m i s s i o n. Die früheren Mitglieder Rentner Emmelius-Gießen, Rentner Wafferschleben--Gießen, Bürgermeister, Bcrurat Stahl-Friedberg hatten auszuscheideu. Auch hier erfolgte einstimmige Wiederwahl. Für den verstorbenen Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher wurde Landgerichtsdirektvr i. P. Bücking einstimmig gcwähtt. Hierauf wies der Vorsitzende darauf hin, daß . zu den letzten Punkten der Tagesordnung der Provinzialausschuß dem Provmziattag oorjchlage, ui g e I) e i m e i Sctzmcg Beichmv zu fassen. Dieser Vorschlag ivurde zum Beschluß erhoben nud es wurde der Rest der auf der Tagesordnung stehenden Sachen in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt. Meteorologische veobachtungen der Station Sietzen. Febr. I 1917 2 Q fl c y D M M a *3 f* 2 S *05 "o S a a .3 3 ca 55 ’S 2 S § CT- 1 I u JO 3 i «o 'kj c 3?ll Wetter 20. 2»' 31 44 77 7 Sonnenschein 20. 9" — u 43 86 — — 0 KlarerHimmet 21. 7" 1,1 43 86 10 Bed. Himmel ^ " i i Höchste Teinperatur am 19. bis 20. Februar 1917 ---- -ff 3,6' C. Niedrigste „ . 19. ^ 20. „ 1917 -- — 1,1 • C. Niederschlag: 0,0 mm. Letzte Nachrichten. Französische Beimrichiaung über unsere Ersolge in der Chanlpagne. Genf, 21. Febr. Der erfolgreiche Vorstoß der Kronprinzen- Armee hat eine nicht zu oerbergerwe Unruhe l>ervorgerufen, ivenn» gleich die amlliche Berichterstattung ihn als harmlos hinzu- stellen „sucht. Am deullichsten kommt die Sorge um das Ongewisse an der deutschen Westfront in Urteilen der Militärkritiker zum Ausdruck. Zwar bemüht sich die Mehrzahl, die Leser ^imit zu berauschen, daß sie dem deutschen Vorstoß nur örtliche Bedeutung zuschreiben. Dagegen meinen andere SachverstärlMge, sedenfÄls seien Vorsicht, Mftnerfsamkeit und hüäffte Steigerung der Materialversorgung geboten, olxne sich vom Feinde das Gesetz des Handelns vorschreiben zu lassen, sondern ihm znvvrzn kommen. 'Am sorgenvollsten blickt Hervä in die Zukunft. Für ihn steht es außer Zweifel, daß eiue furchtbare deutsch? Offensive bevorstehe und ztvar allep Wahr> cheinlichkeit nach in der Ehanrpagnc. Ein deutscher Erfolg würde zu einem Zusammenbruch der ganzer französisck)en Westfront ft'ihren. Die rumänische Front. Wien, 21. Febr. Die „Wiener Mlgemeine Zeitung" »neldet aus Sofia: Mit dem Eintritt günstiger Witterung hat verhältnismäßig auch entlang der ganzen rumänischen Front eine erhöhte kriegerische Tätigkeit begonnen. Vorerst beschränkt sie sich auf ein ltarkes Artillerieseuer. Tie russischen Batterien sammeln sich^ bei Torgul-Olna, dem in den südlichen Llbhängen des dem Monte Casinu und dem Cameorile gegenüberliegenden Gebiete und feuern seit zwei Tagen nahezu ununterbrochen gegen unsere Stellrmgen. Auch südlich von Tecin, dann bei Fnndeni und Namolona kann seit zwei Tagen eine intensive Tätigkeit der russischen Artilleri« festgestellt werden. Cs unterliegt keinem Ztveifel, daß entlang der ganzen Front von den Gyömes-Pässen südostivärts bis zum Se- reth mit Beginn der günstigen Witterung heftige Kämpfe stattfinden werden. Am äußersten rechten Flügel der rumänischen Front zwischen Galatz und Tulcea finden gleichfalls heftige Artillerie-Duelle statt. Wilsons Vorbereitungen. Lugano, 20. Febr. Der „Corriere Hella Sera" meldet aus London vom 19. Februar, mittags: Wilson hatte arn Sainstag eine lauge Unterredung init den Führern per demokratischen Partei des Senats. Es wurde besckstossen. die Politik Wilsons zu unterstützen und dem Kongreß vor dessen am 4. März erfolgenden Schluß eine Tagesordnung zur Annahme zu unterbreiten, welch: Wilson bevollmächtigt, die bewaffnete Macht der Bereinigten Staaten zunr Schutze des Lebens und Eigentums der amerikanischen Bürger zu gebrauche, und zu diesenr Zwecke einen Kredit von 30 Millionen Dollars zu gewähren. Ter Beschluß wird dahin ge deutet, daß während der nächsten drei Wochm bis zum Schlüsse der Parlamentsarbeiten keine entscheidenden Ereignisse zu erwarten sind, da sich Wilson sonst keine Vollmacht zu (Ärffckfeidrmgen. die nach Schluß des Parlaments zu treffen sind, geben lassen würde. Rotterdam, 21. Febr. „Daily Telegraph" erfährt aus New Jork: Bisher herrscht keineswegs ein fieberhafter Eifer, sich für die Armee oder Flotte anwerben zu lassen. Trotz aller Ausrufe nreldeten sich im Bezirk New Bork in der vergangenen Woche mir 22 Mann. Bern, 21. Febr. Die Agerttur Radio meldetaus Washington, die SchiffskommandMtten hatten genaue neue Instruktionen bezüglich einiger Häsen, deren Zufahrtsstraßen durch Mimen gesperrt wurden, erhalten. Die U-Bootgeflchr. Bern, 21. Febr. Während die meisten sranzösffchen Blätter sortdauernd die U--Bvotgefahr als gering hinstellen, schreibt der „Petit Parisien", sie bleibe trotz der verschiedenen Mittel zu ihrer Bekämpfung ernst. —Im „Matin" führt der Sekretär der Kriegs- marinelommission, Mgeordneter Garar aus, es nmrde verwegen sein, in den jüngsten Drohungen der Deutschen nur einen Bluff zu sehen. Versenkt. London, 21. Febr. Lloyds melden, die Goeletten Ter re Neuve, Mayvla imd Dorovhy seien versentt worden. Die Lalnnlegung Italiens. Lugano, 21. Febr. Die italienischen .Handelsblätter haben seit 14 Tagen ausgehort, die Berichte über die Ein- und Ausfahrt der Schiffe in den italienischen Häsen zu veröffentlichen. Der Kohlenimport in Genua habe total aufgehört und die Lager seien gänzlich geräumt. Italienische Beunruhigung. Lugano, 21. Febr. (L. A.) Wegen der augenblicklich von England angekündigten Beichränkung soepsEinsubr- ist die italienisck»' Presse sehr beunruhigt. Ter „Corriere della Sera" hofft, Lloyd George werde in seiner deinnächst zu erwartenden Erklärung über diesen Gegmstand gleichwertig bekanntgeben, daß das Interesse der Verbündeten nicht geschädigt werden soll- Der .Kriegsminikttc hat die Ueberlassung von Kriegsgefangenen und von 160000 Soldaten der Territorialarmee, die ftir den Frontdienst unfähig sind, an die Landwirte angeordnet. Aus dem englischen Unterhauft. Rotterdam, 21. Febr. Ter „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: In der gesttigen Unterhaussitzung ftagte der Natwnalrst Lynch, ob in der internationalen Konferenz, dre die ^riedensbedingnngen festsetzen iverde, beglaubigte Vertreter Irlands eine unabhängige Erklärung über das Recht Irlands aus Selbstverwaltung würden abgeben können. Lord Bal- fonr verneutte dies. Aus eine weitere Frage Lynchs, ob die Autonomie auf der Rerchskonserenz zur Sprache gebracht werden würde, antwortete Bonar Läw, hierüber könne mir das Reichsparlament entscheiden. UflMiltatriip zm Wjchskßklnz Neue Auflage 100 Stück Mk. 3.75, 50 Stück Mk. 2.—. 25 Stück Mk. 1.10, im Einzelverkauf das Stück 5 Psg. Zu beziehen durch die Brühl 'scheUniversitüts- Druckerei Gietzen Schulftraße 7. Am 19. ds. Mts verstarb nach kurzem Krankenlager unser lieber Schwager und Onkel Friedrich Hauß Lokomotivführer i. P. im Alter von 70 Jahren, was wir Verwandten, Freunden und Bein fremder Erde ruht nun mein Glück, Du herzensguter Gatte kehrst nimmermehr zurück. Du warst meine einzige Stütze Und auch mein ganzes Glück, Nun ließt Du mich mit unserm Kind allein auf dieser Welt zurück. DuhastDich ja in letzter Stunde Gesehnt noch nach den Lieben Dein, Aber leider kam zu spät die Kunde. Wir ahnten nicht Deine Pein. Wir konnten Dich nicht sterben sehn, Nicht mehr an DeinerSeite stehn. Nun ruhst Du aus auf fernen Gauen, Kannst nicht mehr Deine liehe Frau und herziges Söhnch en schauen. So schlaf denn wohl, Du herzensguter, Du braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. kannten hiermit anzeigen. Giessen, Frankfurt a. M., den 21. Februar 1917. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Hauß Ww. Familie Carl Hauß Heinrich Wicke. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. Februar, nachmittags 2Y 2 Uhr auf dem Neuen Friedhofe statt. *434 Kranz- und Blumenspenden nicht im Sinne des Verstorbenen. 3-Z.-W. IN. Gas u. elektr. i l . zuv s Jta(;.Bahahofstr. 26 H.S‘ 32 Die seither von Herrn Neans- anwall und Notar Bömheld innegehabte 176 Wohnung Settersweg 56, I ist ab l. Avril 11117 oder später anderweit i g zu vermi ete 11. Babubofstr. 54 II. Stock, 8-Zimmer-Wohmnig m. reich!. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zu vermieten. Näh. Gr. Stein- wea 26 L 115 S4iBf 3-Zimtt-Mli. mit Gas und allem Zubehör per März zu vermieten. I"" Walltorstraße 15. 3 Zimmer part. für Bnrean geeignet, z. 1. Avril z. vermieten. 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Jammer and Kind Fraa Marie Haas Ww., Mutter W ilhelm Kreiling I ond Frau Heinrich Haas z. Zt. in engl. Gefangenschaft n. Familie Ludwig Haas z. Zt. im Felde ond Familie Unteroffizier Wilhelm Haas im Felde und Brant Friedrich Haas 7. Zt im Felde und Familie Karl ISnas z. Zt. im Felde Katharine Haas, Harle Haas 6efr. Heinrich Jammer z. Zt. im Felde und Familie Oppenrod, Heuchelheim, Trohe, Großen-Buseck, Burkhardsfelden, Düsseldorf-Gerresheim, den 20. Februar 1917. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 25. Februar, mittags l 1 /* Uhr, in der Kirche zu Oppenrod statt Wiedersehn war stets seine und unsere Hoffnung. 01001 Kuterh.BMiilrWiliiz vretsw. z. v. Asterw. 54,1. 0999 Ein noch neuer, zweirädriger Handkarren zu verkaufen. Nord-Anlage UH. [00996 1 Loki». 2 Tische, 1 Stehpult, 2 ?ls.Bettstellen, 2 Gaslampen, 1 Schraub, 1 Bflgolofen, billig abzngeben. Näheres zu erfragen in der Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers. 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