Ar. 42 Ter Hietzenre Anzelßrr erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Girßener^amilünblätler; Kreisblatt fi; Len Kreis Sieben. vezugspreir: menatl. 90 Vs., oicctcl- jähr!. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Dtt. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchrütleilungllZ Verlag,Geschästsstellebl Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erstes Blatt Montag, \% Zebruar Y)\Z Postscheckkonto: gianffnrt a.M. U686 eneral-Anzeiger für Göerhe Yankverkehr: Sewerbebank Sieben .?»!lliAgrn,nddruS u. Verlag: Brühl'sche Unio.-Buch- u. Steindruck««! R. Lange. Schrtstleitung. Geschäftsstelle ts. Druckerei- -chulstr. 7. ■ r.i.üijmt von Anzeigen die Tagesnummer bis uni Nachmittag vorher, öeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorfchrift 30 Pf., Reklainen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und Land, Vermischt es u.Ge-» richtsfaal: Fr. R. Zen?. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 17. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. An -er Artois-Front und irnS 0 inme - Gcbiet, besonders auf beiden Usern der A n c r e, erreichte der Artil- lenekampf beträchtliche Stärke. Au mehreren Stellen wurden englische Erkundungsabteilungen, südlich non Miraumont ein nach Tromnielftuer entsetzender stärkerer Angriff abgcwiesen. Heeresgruppe Kronprinz. An der Aifne, westlich von Berry-au-Bae und in der Champagne, südlich von Ripont, schlugen französische Vorstöße fehl. Unsere Fliegergeschwader bewarfen wichtige Anlagen hinter der feindlichen Front ausgiebig mit Bomben. An der Somme flogen mehrere Mrmitionslagcr der Gegner in die Lust: Knall und Erschütterung waren bis St. Quentin wahrnehmbar. Oestllcher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prirrzen Leopold von Bayern. Bei Jlluxt, südwestlich von Luck, bei Zborow, südlich von Brzezany und südwestlich von Stanislau scheiterten russische Unternehmungen. Front des Generalobersten Erzherzog Zosef. , . x Auf den Höhen nördlich des O j t o z - T a le s haben sich seit Morgengrauen Kämpfe rntsponnen. Bei der Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls von Mackensen und an der Mazedonischen Front hat sich die Lage bei geringer Gefcchtstätigkeit nicht geändert. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Nach lebhafter Feuervorbrreitung verlachten starke englisch,: Erkundungsabteilungen nördlich von Armentiöres und ftidmestlich von Lille, sowie nördlich des La Bassee-Kanals mD bei Ransari in unsere Gräben zu dringen. Sie sind teils m Nlchkümpfen, bei denen Gefangene in unserer Hand bliebe«, teils durch Ferrer abgewiesen worden. Nach dem Scheitern seines Angriffes südlich von Mi rau- morst am 16. Februar abends verstärkte der Feind die Nacht hindurch seine Artillerrewirkuny und griff auf beiden Ancre- ustrn am Morgen erneut an. In den tagsüber andauernden wechselvollen Kämpfen machten wir einhundertdreißig Gefangene, erbeuteten fünf Maschinengewehre und überließen dann dem Gegner unsere vorderen Trichterstellungen. „ Südlich von Pys wurde ein heftiger englischer Angriff zurückgeschlagen. Alle Stellungen sind gehalten. An der Oise bei Dreslinrourt brachte uns ein Vorstoß 14 Gefangene ein. Front des Deutschen Kronprinzen. Zn der Champagne lagen die neuen Stellungen südlich von Ripont, auf dem DÄstuftr der Mosel, unsere Gräben im Priesterwalde unter lebhaftem Artillerie- und Mineiw werfer-Beschuß. Die Angriffe kamen in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Durchführung. * 3u der Nacht zum 17. Februar bewarf eines unserer Luftschiffe Stadt und Hafen von Boulogne ausgiebig mit Bomben. OestlicherKriegsschauplatz. # Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. An der Lawkessa südwestlich von Dünaburg brachen Stoßtruppen in die russischen Linien und führten etwa fünf- zrg Gefangene zurück. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Bergen nördlich des Oitoztales stellte der Russe den Angriff ein, nachdem seine ersten Sturmwellen in unserem Abwehrfeuer zurückgeflutet waren. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls von Mackensen. Nichts Neues. Mazedonische Front. Nördlich des Doiran-Sees wurde eine englische Kompagnie, me gegen unsere Posten vorging, durch Artitteriefeuer vertrieben. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Die Abendberichte. Berlin, 17. Febr. 1917, abends. (WTB. Amtlich.) An der A n c re haben sich vormittags bei starkem Artilleriefeuer neue Jnfanteriekämpft entwickelt Im Osten keine besonderen Ereignisse. Berlin, 18. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Kesimdere Ereignisse fittö nicht gemeldet worden rrämpse im Der deutsche Lmidwirtschastsntt Hut sich gestern in <>erirn zu einer Huuptversa-nrmlung zusanunengefnnden, und der Eotcmtssekretär Dr. Helfferich Hut dabei eine Rede gehalten, dre wir nuchsteherrd wiedergeben und in der zustim- mif ein bedentnngsvolles Wort des britischen Lund- wrrtschufts-ministers hingewiesen wird: „Der Krieg wird uns dem britischen Acker entschieden." Diese Rede Helfferichs ist ganz dem gleichen Optimismus durchtränkt, wie ihn dre Vertreter der schärfsten Tonart bei uns bisher un den Tag gelegt tjaben: wir werden dus stolze Jnfellaird Niederkämpfen, und „wir werden uns den Erfolg nicht entwinden lassen, durch nichts und von niemandem!" Dus ist also eine gründliche Abkehr von der politischen Methode der Ver- mittlungsgedanken und des Pazifismus. Helsferich weist uns nuck), duß der Buu des britischen Weltreichs heute schon m seinen Grundfesten wirtschaftlich erschüttert sei, und er lugt hinzu, daß unsere gewaltig vermehrte U-Bootflotte dem Haupt fände ohne Unterlüß mit Nnichtigen und unbarmherzigen Schlugen weiter zusetze, „bis der Tug gekommen ^rrd, beit jedes deutsche Herr glühend ersehnt." Der Staatssekretär sprach ferner von dem „eiserneit Ring des -rodes , den wir „in unerbittlicher Entschlossenheit um unsereri stärksten und bittersten Feind enger und enger ziehen wurden. Der deutsche Acker gegen den englischeit A u ! baß ueue Losungswort, und wir sehen die ruuyen Tuyuchen wieder über träumerische Vorstellungen von Weltfrieden uiid Weltverbrüderung triumphieren. Wollte man an einen ewig gesicherten Weltfrieden glauben, sv mußte man auch der Weltvecbrüderung schrankenlos vertrauen. Unsere Feinde von heute, die uns überreich ihr volles Herz ausge,chntta haben, fverden schwerlich jemals Brüder von morgen werden. Huven wrr Anlaß, die neueste Ankündigung des Vertreters unseres Reichsluuzlers von der Weltwende 1917 mit elegischen Gefühlen zu empfuugeii? Nein, es J?” glücklich machen, daß der Sieg der eigenen Kruft auch das Gesetz der den Weltkrieg überdauernden neuen ist. Wie klingt es hurt und schroff, wenn wir f u J, e ^Tag" in einem Aufsatz des Generalleutnants Rechenau „5-crrte Notwendigkeit" folgende Sätze lesen: i'JLl* iTx£ w 611 P 7 * 1 Mid ht ber uiib durch die n ' ^^cht bat Zu,tand eines willigen Friedens .werhanpt nicht. Wenn wrr m ihrem großen, vor uns aufge- verstehen, finden wir Endloses über den und Krieg aller gegen alle — doch von einem jeden Kämpf aus, chaltarden Zustand ,agt Mutter Natur ünö nichts — wirklich w T 501 ® 1 ' ist nichts anderes als eine JÄ.Äjä Kampfzustandes — ein völliges Ruhen des Kumpfes wohnt m m der Welt der Illusionen. Wohl ^ Frrechn m seiner Seele erringen, friedlos! Eine WÄt, in 3^ me Erhaltung alles Lebens dre unausgesetzte SckMstgung midi von Lchetvefen zur Voraussetzrmg hat, kwmunrnög- U ®EL ^Erper .ferner dessen Raum nicht debn- mi und dessen Fulchtertragnts beschrankt ist, dessen fortgesetzt sich mehrenden Bewohner aber infolge des ihnar aufgezwungeneu yrtfam dem Daseinskampf in wachsendem Maße urchrstehen, cm solcher Weltkörper ist kein Hort des Friedens. ^Schließlich müssen die Erdenbaoohner in Lagen ge- vaten, m denen der Mtbewerb um die Lebensbedürfnisse bis zu, den äußersten Gmden steigt. Daß solche Annahmen nicht nur auf Phantonwn, sondern auf realen Unterlagen berirhen, beweist die . ^anUbevölkerung, die sich jährlich auf ra^Ä,^/n beziffert. D^BevölkemiNg unseres großen Nachbar- g allan vermehst sich zurzeit im Jahre um etwa ^ Zahl, die eine fortlaufende Steigerung erfahren 50 ^ 1 . Machen,lick roird schon von diescr Seite her in ? k i TT Zähren gegen unsere Grenzen anbranden! Wenn wir zudem bedenken, daß alle Staatengruppierungen das Ergebnis der bmeinreichenden kriegerischen Kou- ^ bcit ltnr keinerlei Recht, anzu- fahrm wÄ Prozeß kimfttg eine grundsätzliche Aenderung er- Da stößt das rauhe Soldatenherz auf dieselbe Erkennt- ms, me auch den jungen Goethe überwältigte, als er in die edelste Flut ferner Wertherwvrte crusbrach: „Es hat sich vor meiner Seele wre ein Vorhang lveggezogen, und der Schauplatz des unendlichen Lebens v^rwand^lt sich vor mir in den Abgrund des ewig offenen Grabes." Ein großes Volk, dav durch furchtbaren Kampf, durch weite Gefahren, zum Steg geführt wird, hat einen festeren Herzschlag bei der Betrachtung der „zerstörenden Gewalt, die im All der Natur verborgen Utgif , als an milder, weichherziger Dichter Nicht W bC sf deutschen Landwirts schlägt höher bei bcm Gteba-nfcn be§ (Bwgeä des deutschen Ackers über den englischen, sondern die Seele aller Deutschen glüht an der naren Wegeswarte. Kein fauler, falscher Friede, sondern an starker, werter Bau der deutschen Zukunft, in dem kein Ertkanischer Pazifist gevietender und gesegneter Gast sein * * - Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' 17. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Seit heute morgen greift der Feirw unsere Stellungen nordwestlrch von Herestrau an. Die Kampfe sind im Gange Bn Stanislau, südlich von Zborow und südlich! Br^czeny tvlesen unsere Feldwachen starke russische Erkundnngsabtei- lungen ab. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besorlderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschnlleutnant. . , Wien 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. Februar 1917. Oestlicher Kriegssch a aplatz. Die gestern gemeldeten Kämpfe nördlich des Oitoz-Tales flauten am Nachmittag ab. Der Feilld wurde iibrrall zurückgeschlagen. „ An der Front nördlich der Karpnchen vielfach stärker Austlarungsarbeit. Italienischer und südöstlicher ,, Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, FeldmarschalleutnanL< * * " Angriffe deutscher Marinestugze«g.e. Berlin, 17. Febr. (WTB. Amtlich.) Deutsche Marin^- slug zeuge belegteii in der Nacht vom 15. zum 16. Fobruav ^. ^mgpt^b St. Pol bei Dünkirchen müi Coxlche mit Bomben. Ein,chläge in bot_ Gebäuden der Flngplatzanlagai wurden beobachtet. ferner griff ein Wasserflugzeug die in den Towns liegenden Handels,chiffe mit 20 Bomben an. Sämtliche Flugzeuge sind znrückgekehrt. Die Kämpfe im Westen. Berlin, 18. Febr. (WTB. Nichünntlich.) Ti« Franzosen zeigm sich durch die Weg nähme der wichtigen Höhe 185 bamruhigt. Ihre nnederholten Versuche, die verloren gegangenen Höhen,tellungen wieder erobern, brachen blutig zusammeii. Ern.in der Nacht zum Lamstag vorgetragener Handgranatenan- griff führte zu erbittertoi Nahkämpfen, die trotz der Zähigkeit, mit der die Franzosen in die deutschen Stellungen einzudringO! versuchten, zu keinem Ergebnis für den dlngreiser führten. Am Samstag vormittag begann der Franzose sich mit schwerem^ Kaliber auf die neuen deutschen Stellungen einzuschießen. Zahlreiche französische Flugzeuge lenkten das Feuer. Nachmittags und besonders abends steigerte sich die stanzösische Art-itlerietätigkeit, anscheinend durch rasch herangeführte Batterien mitcxft&U. zu großer Heftigkeit. Die deutschen .Geschütze legten indessen eine so heftige und wirksame Feuersperre aus die sranzöstschcn Stellungen, daß die Franzosen einen erneuten Angriff nicht wagten. Ter französische Heeresbericht versucht den schweren Verlust zu verschleiern, indem er lediglich mideutet, daß es den Deutschen mit Hilft mehrerer MiElsprengungen gelang, in einen vorsprrngenden Winkel westlicii von Maison-Charnpagne einzudringen. Der vorspriiMmde Winkel itfor indessen eine kunstvoll ausgebaute Höhenbastion, die weithin das Gelände beherrschte und den Angelpunkt der ftaw- zosischen Cliaurvagnefront bildete. — Bei dem Angriff eines deutichen Luftschiffes auf Hafen und Festung Boulogne wurden Brande m militärischen Anlagen beobachtet und ebenso gut liegende Treffer in den Hafenanlagen. Minensprengung bei Zborow. Berlin, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlch.) Aus Gefangenem aussagen war bekannt gewordeir, daß die Russen nördlich von Zborow Minenstvllen gegen unsere Stellungen vorgetriebcn. Diesen Minensdolleii des Gegners wurde durch einal uner- warteten Gegenstoß unsererseits ein Ende gescht. Es galt die feindliche Stellung zu ,türmen, die Eingäige zu den Stollen zu ftnden imd drese zu, sprmgen.. Tie Stoßtrupp-, denen die schwere Aufgabe zuftel, die ftindlche Stellung zu nehmen und sie mr dre Tauer der Pionier-Arbeiten zu halten, beftaiidLn aus- schlreßlich aus Mannschiaftai, die sich in mehr als iwtwatdiger Zahl freiwillig gemeldet hatten —ein Beiveis für den vortrefflichen Geist unserer Leute Am 14. Februar um 3.30 lchr nachmittags sturntten nach ernernhalbstündiger artilleristischer Vorbereitung diese Stvßtrntpps dre sandliche Stellung in einer Lülsdehnung von etwa 600 Meter und drarrgen bis in die zweite russische Linie vor Tic gesanite Besatzung der feindlichen ersten Linie, welche Dank unserem gittgaftllen Artillerie,euer zunr größten Dell in den Unterständat geblieben war, wurde gefangen genommar. Tie hinter der Infanterie vorrückenden Minensnch patro uillen stellten fünf Miium- stollen m dem gestürmten Mschnitt fest. Einer derselben war bereits lmndert Meter lang und reichte bis unter unseren Graben- er war schon zur Spren.gung geladen und vorbereitet. Die andern wer ^ s tellen, welche erst je etwa 25 Meter vorget rieben waren, kowtten durch mitgekmachte^Ladungeii sofort gesprengt u^> unschädlich gemacht, werdor. ^er lange HunderLmeLer-Stollen hin- gegm benötigte ewer Pionterarbell von fünf ^Stunden Tauer, also ernes reckst langen .Zeitraumes, ,rührend desftn unsere Stoß- rustrschar Linie liegend, fick- ständig^ ^3, llebermackst geführter Türgriffe zu erwehren hatten, c. sie langsam, planmäßig, vom Fell«« Stellung wieder zuriickgeben. Fünf S lmt9enc " SWet W;inaBoc, * r Die spanische Rote an Deutschland. .^.^derlin, 17 Febr (WTB. Anttlich.) Tie Antwortnote, welche die spanische R c g i c r u n g bem kaiserlichen Botschafter 5^0 Ms überreicht T>at mtb dessen rickstiggcRellter /.^ä^ äer ,panischen Botsckpaft in Berllli nunnrebr der wie folgt^ Aegierung zugestellt ivorden ist, lautet tu lftbersetzung königliche Regierung lyat die Note 'eingehend geprüft, die ihr am 31. Januar ilberreicht haben und in der ^esttnmfte Cutschluß der deutschen Regierung angckündigt wird ^m folgenden ^age ab reden Schiffsverkehr nur Großbritaimicn' ^^Erei^' Jtalien und un östlichen l>Nittelme^ oftie weiters und mrt allen Mitteln zu unterdrückeii. Ich inuß sagen daß ilw ?übvt&l ^nigliche Regierung sehr schmerflich be- Tie korrekte neutrale Haltung, die Svanien Anfang an eingenonunrn und die es mft nmuschilttei-lick^r kert und Loyalität ausreckst zu erhalten aeivuß! Recht zu verlangen. dZ d7s ^ ^ fc^iben „ajhnlat Untetatiat nwt in g»E Sie sä il m nudT , das RE. bieft-r X) c tl,I> c I auf dem gesamten Gebiet weder gestört, noch geschmälert wird, auf welchem sich die Kaiserliche Regierung genötigt sieht, gemäß ihrer Ankündigung und zur Erreichung ihres Zweckes alle Waffen anzuwenden und alle Beschränkimgeu außer acht zu lassen, die sic sich bisher in der Anwendung ihrer See- krregsmittel auserlegt hat. Schon bevor die Kaiserliche Regierung diese Beschränkungen ausgegeben batte, hat die Königliche Regierung protestiert, .da ne diese Beschränkungen nicht für ausreichend erachtete, um dre Erfüllung der Bestimmungen des internationalen Seekriegs rechts außer acht zu lassen. Da aber die von Deutschland angekündigte Kriegführung auf ein unerwartetes und ohne Vorgang dastehendes Maß gebracht wird, so muß die spanisckje Regierung mit Rücksicht auf dre Pflichten und Erfordernisse ihrer Neutralität mit noch größerer Bnechtigung ihren ebenso wohlerwogenen, wie« eindringlichen Prot e st an die Kaiserliche Regierung rrch- teu, wobei sie zugleich die Vorbehalte macht, auf welche die berechtigte Umrahme einer u nachweislichen Verantwortlichkeit der ^kaiserlichen Regierung namentlich wegen des durch ihre Maßnahmen möglicherweise verursachten Verlustes an Menschenleben sie hinweist. Tie Königliche Regierung grmrdet ihren Protest darauf, daß die vollkommene Schließimg des Zuganges zu bestimmten Gewässern und die Ersetzung des urrter gewissen Umstanden unleugbar bestehenden Wegnahmerechtes durch ein in jedem Falle anwendbares angebliches Zerstörungsrecht unvereinbar sind mit den anerkannten Grundsätzen des internationalen Lebens. Vor allem gründet sie ihren Protest ganz besonders darauf, daß die Ausdehnung dieser Rechtsauffassung in der angekündigten Weise auf die VevnichtlMg des Lebens von Nichtkämpfern, auf die Untertanen eines neutralen Staates, wie Spanien, jenen Grundsätzen ziuvider- läuft, die von allen Nationen selbst zu Zeilen größter Zwangslage eingehalten worden sind. Wenn die deutsche Regierung, wie sie sagt, darauf vertraut, daß das spanische Doll und seine Regierung sich den Gründen für ihren Entschluß nicht verschließen lvürden, und hofft, daß sie , ihrerseits Mitwirken, weiteves Elend unv weitere Opfer an 'Menschenleben zu verhüten, so wird sie ebenso verstehen, daß die spanische Ikegiermrg, die bereit ist, zu einem geeigneten Zeitpunkte die Initiative zu ergverfen und ihre Stütze jeder Bestrebung zu leihen, die zu einsm tagtäglich sehnsuchtsvoller herbeige- wünschten Frieden führen kann, andererseits ein autzer- ; gewöhnliches Kriogsrecht nicht als gesetzlich zulassen kann. Trotz der Rechte Spaniens als neutraler Staat und der Gewissenhaftigkeit, ' mit der es die ihm hierin obliegenden Pflichten erfüllt, erschwert diese Avt ber Kriegführung den Seehandel Spaniens nicht nur, sondern untrrbindet ihn sogar, wobei seine wirtschaftliche Existenz bedroht und gleichzeitig das Leben seiner Untertanen ernsten Gefahren ausgesetzt wird. Tie Königliche Regierimg baut mehr denn je auf die ihr zur Seite stehende Gerechtigkeit und bezweifelt nickü, daß die .Kaiserliche Regierung sich von freu Gefühlen der Freundschaft, die beide 'Länder verbindet, leiten lassen und daß sie ferner unterhalb der harterr Notwendigkeiten des schrecklichen modernen Krieges Mittel finden wird, um den Einwänden Spaniens zu eUtsprechen. Diese Einwände beruhen auf der nnabweislichen Pflicht der Regierung, das Leben ihrer Untertanen zu schützen lmd die Souveränität in vollem Umfange aufrecht zu erhalten, damit die nationale Exister^ nicht gefährdet wird, wobei sie die Gerechtigkeit urrd das Recht auf ihrer Seite weiß. Englische Minisierreden. Rotterdam, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rütterdamsche Courant" meldet aus London: Minister Hender - son sagte gestern rn einer Rede in Manchester: Wir haben das' Gefühl, daß ikyser großes Volk und seine tapferen Verbürrdeten in den nachsteir Monaten auf eine Probe gestellt sein werden, wie nie zuvor, seit die erste Schlacl)t in diesem Kriege geschlagen wurde. Ich teile dieses Gefühl voll und ganz. Ter Minister erklärte dann, daß er rtoch nie so festes Vertrauen gehabt habe, daß die Alliierten ihre Feinde besiegen Nrürden. Die Befehlshaber der im Felde stehenden Armeen würden bitter enttäuscht sein, wenn sie im kommenden Sommer dem Feinde nicht einen Schlag versetzt haben, der ntit den anderen bekannten Faktoren zusanrmen zu einem Endsiege führen, wie die Alliierten ihn wünschen. London, 17. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lord Derby hat in Bolton eine Rede gehalten und gesagt: Ich sehe Wversichtlich dem Endergebnis des Krieges entgegen. Aber wir dürfen nicht Ul optimistisch sein oder glauben, daß das Ende leicht «reicht werden wird. Ich glaube, daß Deutschland eine gigantische Anstrengung macken wird, um die Oberhand zu gewinnen. Der kritische Z«tpu:rkt des Kanwfes wird in der: nächsten Monaten kommen. GS werden erfolgreiche Monate fein, aber es wird kein Ueber- rmrnen geben. Die englische ErpressnngStaktik gegenüber den Neutralen. Stavanger, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesigen Re-deveren erhalten folgende neue englische Regeln für die Lieferung von Bunkerkohle: Skandinavische unts holländische Sckiffe, die von den betreffenden Häfen nach dem Inkrafttreten der deutschen Soesperre Löge gangen sind und in England nrit der vollen Last gutgeheißener Waren eintveffen, erhalten die Erlaubnis, eine Kohlen- oder Koksladung nach der Heimat mit- f i^bnven. Gutgeheißene Waren sind Kies, Nitrate, Porphyrite, tterstoffe, Lebensmittel, Grubenholz, Garn, Staht usw. Mit llast nach England kommende Schiffe erhalten die Erlaubnis, eine Kohlen- oder KokÄadimg nach der Heimat zu bringen, wenn sie zwei Fahrten mit Kohlen von England nach den französischen Kianalbäfen oder eine Fahrt nach einem französischien Hafen cm der Biscaya-Brnbt ansführen. Mit Teilladung ankommen-e oder augenblicklich ohne Ladung in England liegende Schiffe werden als in Ballast fahrend betrachtet, befrachtete augenblicklich in England liegende Schiffe können abgehen, wenn sie durch' andere Schiffer der gleichen Nation ersetzt werden, die die genannten Verpflichtungen hinsichtlich der Fahrten nach Frankreich übernehmen. Dre neuen Regeln gellen für Skandinavien und Holland, für Norwegen jedock erst nach Aufhebung des geltenden Kohl-enverbotS. Einfuhrverbote in England. £*> rtb© tt, ;16. Febr. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: In ckurzem wird ein Erlaß erscheinen, der die Einfuhr einer großen Anzahl von Waren verbietet außer mit einer Erlcurbnis. Das Handelsamt behält sich das Recht vor, die Erlaubnis für Güter der verbotenen Klassen zu verweigern, wenn sie nicht vor dem 17. Februar für den Empfänger in denl Bereinigten Königreich verschifft oder von ihm bezahlt sind. Eine am 16. Februar unter dem Reichsverteidigungs- gchetz ergangene Verfügung ermächtigt das Handelsamt, während des Krieges von allen Kanälen in dem Bereinigten Königreich! Besitz zu ergreifen. Juckerkarten in England. London, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich^ „Manchester Guardian" meldet, daß probeweise Juckerkarten eingeführt werden. Die Finanzen Frankreichs. Bern, 17. Febr. (WTB.) Wie die Pariser Blätter melden, betragen die seit Kriegsausbruch geforderten Kredite über 80,3 Milliarden Franken, von denen 58,5 Milliarden reine nrLitärische Ausgaben sind. Die monatlichen Kriegsforderungen betragen im Durchschnitt für 1914 1340 Millionen, 1915 1909 Millionen, 1916 2697 Millionen, im ersten Viertel des Jahres 1917 2998 und em zweiten Viertel 3191 Millionen. Der Ausfall an vuldqettnäßrgen Einnahmen in den ersten dreißig Kiriegsmonaten gegenüber der gleichen Normalperiode 1600 MÜlionen, d. i. 45,81 Prozent. Die zurzeit irrt Umlauf befindlichen Staatsschatz- iäjem emadjejt bic LMe von 13421 Millionen. In dem Bericht betvM Fmanzmiuister Ribot, daß dre größten ScknnerrgkeUen von den ungeheuren Einkäufen im Auslands herrühren. Diese seien infolge des Anwachsens der äußeren schuld Gegenstand der größten Sorge. Es sei nicht ohne Gefahr, ivenn man von dem Auslande sowohl für Nahrungsmittel wie für Kriegsmaterial so abhängig sei wie augenblrcklich Frankreich. Es sei unbedingt notwendig, alles zu unternehmen, um die bisher im Auslande gemachten Anleihen herabzusetzen: deswegen müsse die Pro- duktionskraft Frankreichs gesteigert werden. Die Nachmusterungen in Frankreich. Bern, 18. Febr. (WTB.) Nach Lyoner Blättern ergriff bei der gestrigen Erörterung des Nachmusterungsgesetzes im Senat der Krügsminister Liautey das Wort und erklärte, es fei unbedingt notwendig, daß das Gesetz schnellstens und ohne Aenderung angenommen werde, da die Einheiten an der Front die Verstärkungen, die aus dem Gesetz erzielt werden, nicht länger entbehren können. Infolge dieser Erklärung wurden die mei- sten Zusatzcmträge zurückgezogen oder nach kurzer Erörterung abgelehnt. * * * Aus Holland. Amsterdam, 17. Febr. (WTB.) Die holländischen Tageszeitungen teilen mit, daß sie wegen Kohlenmangel gezwungen sind, den Betrieb einzuschränken und daß sie deshalb die wettere Ausgabe der seit Kriegsbeginn eingeführten Montagsfrühausgabe einstellen. Aus Schweden. Stockholm, 17. Febr. (WTB.) Die Regierung ordnete vom 19. Febr. an die Beschlagnahme aller Kaffee- vorräte Schwedens an. Es wird eine Rationierung durchgeführt, bei der 300 Gramm im Monat auf den Kopf entsäuert.» * * * Türkische Handwerkerlehrlinge in Deutschland. K o n st a n t i n o p e l, 18. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Nach! dem Osmanischen Lloyd werden durch Vermittelung der deutsch-türkischen Vereinigrtng und mit Hilfe deutscher Handwerkskammern 300 türkische junge Leute nach Deutschland gesandt zwecks Ausbtldung durch Handwerker kleiner Stäote. Später sollen weitere 200 als Hcmdwerkslehrlinge na chDeutschland gehen. Die Anregung hierzu ist von Enver Pascha ausgegangen. Erfolgreicher ll-vootlrieg. U-Bootmeldungcn. Berlin, 17. Febr. (WTB.) Es wurde veröffentlicht, daß ein U-Boot Schiffe von insgesamt 35 000 Bruttoregistertonnen versenkt habe. Hierunter befanden sich folgende bisher in der Presse nicht genannten Schiffe: Der englische Dampfer „Gravina" (1142 Bruttv- registertonnen), Ladung Südfrüchte; der italienische Segler „Maria" (1082 Bruttoregistertonnen) mit Kaffee nach London; der schwedische Segler „Hugo Hamilton" (2536 Bruttoregistertonnen) mit einer Ladung Salpeter. Unter den übrigen Schiffen war ein Dampfer von 4500 Bruttoregistertvnnen mit Kriegsmaterial im Werte von 60 Millionen Mark nach Aegypten, ein Dampfer von 8200 Bruttoregistertonnen mit Stückgut nach Australien, ein Segler von 2000 Bruttoregistertonnen mit Kohlen nach Frankreich und ein Dreimaster-Vollschiff von 2700 Bruttoregistertonnen, das Salpeter nach Bordeaux führte. Es wurden 18 Gefangene eingebracht, darunter vier Kapitäne. Ferner wurden neuerdings als versenkt gemeldet drei Dampfer mtt 9600 Bruttoregistertonnen und sechs Fischerfahrzeuge mit 900 Druttoregistertonnen. Bemerkenswert ist noch, daß eine Reihe der aus der Nordsee zurückgekehrten U-Boote gemeldet hat, daß sie in der Nordsee keinen Handels schiff sverkehr an- gettoffen haben. * Kristiania, 17. Febr. (WTB.) Die zuletzt gemeldeten großen Erfolge deutscher U-Boote verfehlen nicht, hier großen Eindruck zu machen, was teil- lveise auch in der Presse zum Ausdruck kommt durch große .Kopfüberschriften wie: „52 000 Donnen im Laufe von 24 Stunden versenkt". Kristiania, 17. Febr. (WTB.) Die norwegische Gesandtschaft in Paris drahtet: Der norwegische Dampfer „N o r d k a p" (322 Brnttoregistertonnen), von Bilbao nach Nantes mit einer Ladung Hufetsen unterwegs', ist am 12. Februar ohne Warnung, 12 Meilen vom Land entfernt, versenkt worden. Bon der Besatzung von elf Mann sind vier am 13. Februar in Talmont gelandet. Das Schicksal der anderen rst unbekannt. Rotterdam, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Hier eingetvoffene Nachrichten besagen, daß am 12. Februar in der Themsemünduna beim Funkfeuerschiff ein englisches Transportschiff auf eine Mine gelaufen und gesunken ist. Rotterdam, 16. Febr. (WTB.) Der belgische Dampfer „Egypte (2412 Tonnen), der französische Dcmtpfer „Mont Dantonxi" (3233 Totmen) und der französische Darnpfer „Ainee Maria" (327 Donnen) sind versenkt worden. \ London, 17. Febr. (WTB.) Lloyds meldet, daß die englischen Dampfer „Marie Leonhard" (1466 Brutto- registertonnen), ,,Marion Dawson" (2300 Brutto- registertonnen) und „Qu eens wo o tt" (277 Brutto- registertonnen) versenkt wurden. Die Besatzungen der „Marion Damsow" und ,/Queenswoon" wurden gerettet. Der Segler „Friedenshiep" aus Brixhmn und das Bagger- schifs „Leven" wurden versenkt. London, 17. Febr. (WTB. Mchtamttich.) Lloydsmeldung. Der ertglische Dampfer „Lady Ame" (1016 Ämnen) ist auf eine Mine ge sto ßen und sank. Zwei Mann der Besatzung wurden hierbei getötet, fünf verwundet. London, 17. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Die englischen Dampfer „Hopemoor" (3740 Donnen) und „Afton" (1156 Tonnen) sind versenkt worden. Paris, 17. Febr. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Der frarrzösische Dampfer „Herrnine" (3810 Brrtttv- registertonnen) ist versenkt worden, die Besatzung ist gerettet. Bern, 8. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Mailänder Blätter melden aus Palma (Hallorea): Ein öfter reichisch- ungarisches U-Boot hat den italienischen Dampfer „O c e a n i a JI (4217 Brultoregi stertonnen) versenkt. Die Besatzurtg wurde gerettet. Bern, 18. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Die Agenzia Nazionale meldet, der amerikanische Dampfer „Amman Law" sei von einem österreichisch-UTttzarischen U-Boot versenkt worderr, wovon Wchhirtyton benachrichtigt worden senkt worderr, wovon Washtugtoti benachrichttgt worden sei. Luz dem Reiche. Bundesratsvescklüsse. Berlin, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Der Entwurf eines Gesetzes über die Erhebung eines Zuschlages zur Kriegs st euer, der Entwurf eines Gesetzes über die weitere Kriegsabgabe der Reichsbank, der Entwurf einer Verordnung über die Versicherung der im vaterländischen Hilfsdienst Beschäftigten und der Eritwurs einer Verordnung über den Verkehr mit Terpentitwl und Kienöl. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht Bekamttmachungen über Druckfarbe und über den Verkehr mtt Knochen, dlnochen- erzeugnissen usw. nebst den am 16. Februar in Kraft getretenen Ausführungsbestimmungen. Der Beleihungssatz für Kriegsanleihen. Berlin, 16. Febr. (WTB.) Die Hauptverrvaltutrg der Darlehnskassen hat den Beleihunassatz für Kriegsanleihen von 75 auf 85 Prozent erhöht. Der Beleihung zugrunde gelegt wird für fünfpro^enttge Kriegsanleihen oer letzte Ausgabekurs von 98, für viereinhalbprozerrttge Schatzanweisuttgen ebenfalls der Ausgabekurs von 95, für fünfprozcntiae Schatzanweisungen von 1914/15 der Kurswert von 99. Silberbarren Wunen bis zu zwei- Dritteln deS Marttwertes beliehen werden, der auf 150 Mark für ein Kilogramm Fein bis auf weiteres anzunehmen istz * Berlin, 17. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Der Gesetzentwurf zur Sicherstellung des kommunalen Wahlrechts der Kriegsteilnehmer wurde nunmehr von beiden Häusern des preuß. Landtags rrnverärrbert angenommen. Er wird voraussichtlich schon in einigen Tagen irr Kraft tteten. Die Landgerneinden, in denen rtach den Gv- meindeverfassnngsgesetzen die Ausstellung und Auslegung der Liste der Gemeindemitglieder sonst zu Beginn des Kalenderjahres hätte erfolgen müssen, erlangen durch das neue Gesetz u. a. die Befugnis, von dieser Ausstellung und AuK- legung für das Kalenderjahr 1917 abzusehen und bei etwa notwendig werdenden Wahlen zur Gemeindev e rtre t ung die letzte endgülttge Liste zugrunde zu legerr. Dadurch wird eine erhebliche Arveitsersparnis irr den Gemeinden eintreten. Berlin, 18. Febr. Wie dem „Berliner Tageblattt^ gemeldet wird, hat Generalober st von Weyrsch anläßlich seines 50jährigen Militärdienstjubiläums eine Stiftung mit einem Kapital von 25 000 Mk. errichtet, die den Namen Lmrdwehrkorps Weyrsch-Tarnamka-Stiftung führt und zur Unterstützung von Offizieren und Mannschaften bestimmt ist, die in der Schlacht bei Tarnamka als Zugehörige des Landwehrkorps gekämpft haben. Der Stiftung hat der Generaloberst auch den gesamten Betrag der Weyrschspende, die anläßlich seines Geburtstages ins Leben gerufen wurde, hinzugefügt. Berlin, 17. Feb-r. (WTB. Nichtamtlich.) Verschiedene Mor- gercklätter bringen die Nachricht, daß der Landwirtschafts-, minister Freiherr von Schorlemer sein Plottsseilillo zur Verfügung gestellt habe. Wtt können zu dieser Nachricht mtt- teilen, daß die für den Landnüttschaftsminister nach der Berufung des preußischen Staats sekretäsr für Volksernährung sich! aüfdvänaende Frage seines Verbleibens im Amte durch allerhöchste Enttchließung in bejahendem Sinne entschieden ist. — Der „Unabhängige Ausschuß für einen Deutschen Fried etf' hat in seiner letzten Borstandssitzung Stellung zur derzeitigen polittschen Lage getrommen. Neben der lebhaften Gnugttrung über die Eröffnung des uneingeschränkten U-Bootkriege§ Varn insbesondere die Ueber- zeugung von der Notrvendigkett zum Aütsdruck, der Agitation des Abigsordneten Scheidemann und seiner Gefolgschaft nachdrücklich entgegenLutteten. Gegen den Grundsatz: „Jeder ttage seine eigne Last" müsse, rricht zuletzt im Interesse des deutschen Arbeiterstandes, entschieden Verwahrung eingelegt werden, denn er bedeute die Bernichtung deutschen Wohlstandes, deutschen Erwerbslebens und deutscher Kultrrr- betätigung für Menschenalter. Mtt allen Mitteln sei dahin zu wirken, daß die am 1. Februar beschrittene Bahn bis zum vollen Endsiege unentwegt weiter verfolgt werde. Dann werde ein Deutscher Friede mtt Wahrung deutscher Macht in Ost und West und Uebersee und mtt größtmöglicher Ab- bürdung unserer Kriegslast auf die Feinde die schweren Opfer des Krieges lvhnen. Nürnberg, 18. Febr. (WTB.) Die unter Borsitz eine- Schiedsrichtertt>uegimns geführten lanaen Verhandlungen zwischen dem Arbeitnehmerverband und dem allgemeinen deutschen Arbeitgeberverband für das Schneider-Gewerbe ergaben eine Verständigung auf folgender Grundlage. Bei Stückarbeit wird auf sämtliche Berdiensd- löhne eine feste 25prozenttge Erhöhuirg gewährt. Bei Zeit- arbett erhalten die Dag- und Wochenarbeiter für die Dauer der Streckungsverordnung, die in dem Tarif vorgesehenen Dag- bezw. Wochenlüh ne. Bei Beschäfttgung im Sttmdenlohn werden 25 Prozent Zuschlag gewährt. Alle während des Krieges geioährten Zuschläge kommerr in Wegfall. Alle bestehenden Tartfe werden verlängert. Sie künnert als Gartzes unter Einhaltung einer dreimonattgen Kündigungsfrist gekündigt werden. Nach erfolgter Ansagung der Kündigung sind sofort die Verhandlungen zum LÜffchluß eines Reichs« tarifs in Angriff zu rühmen. Die rteuen Vereinbarungen tteten am 1. März 1917 in Kraft. A«» Hessen. Eine Botschaft Kaiser Karls, ha. Darmstadt, 19. Febr. (Drahtn.) Heute nachmittag 4Vs Uhr ttifst hier in Darmstadt eine außerordentliche österreichffch-ungarische Gesandtschaft ein, um dem hiesigen Gvoßh. Hofe in offizieller Weise die Thronbesteigung Kaiser Karls anzuzeigen. Die Gesandtschaft besteht aus oem bekannten ungarischen Magnaten und Politiker Thun, dem Stuttgarter österreichisch-ungarischen Gesandten und zwei Botschaftsattaches. Zu Ehren der kaiserlichen Gesandtschaft findet heute abend eine Hoftafel statt. Hauptverjammlung des deutschen Landwirtschastsrates. Berlin, 17. Febr. Ter „Lokal-Anzeiger" meldet: Der deutsche Land Wirt schaftsrat begarm l)eute vormittag unter dem Vorsitz des Präsidertten des Abgeordnetenhauses Grafen Schwerin-Löwitz die 45. Vollversammlung. Ta die Verhandlungen nicht öffentlich sind, ist auch die Berichterstattung durch die Presse ausgeschlossen. Berlin, 18. Febr. In der gestrigerr 45. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrales im Herrenhaus hielt Staats-, sekretär im Reichsamt des Innern Tr. Helffcrich eine Rede, in der er ausfühtte: In diesem Kampf auf Leben und Tod ist der Landwirtschaft eine Aufgabe von entscheidender Bedeutung zrrgewiesen. Der Brite, als er den Hunger gegen uns aufrief, glaubte sich hoch erhaben über jeder Nahrungsforge. Er hat umgelernt. Vor wenigen Wochen hat der britische LandtoirtschastsminisLer das Wort ausgesprochen- „Ter Krieg Nnrd auf dem britischen Acker entschieden.^ INe)«* Wort ,ovNnr )vrr sefthalten. Es zeichnet den Wandel ^>ähressrtst noch durfte England wähnen, es könne *ic Aecker der ganzen Welt mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten gegen den deut'chen Acker mifbictim. Heute sieht sich England vor euier treuen in Ieurer ganzen Geschichte mrerhörten Lage. Der überseeische Boden ichwindet unter seinen Füßeii. Die weiten Gefilde, ims denen der Brite wie aus dem mr- erm^ßluhen Meer glaubte schöpfen zu können, die Bereinigten Staaten und Emtcwa, Argentinien, Indien und Australien, — sie und in diesem ^ahr. mrt erner schweren Mißernte gesästagen. Wo iin Boriadr ob Aillwnen Tonnen Weizen geerntet wurden, kamen letzt mrr 36 ,>)cillion-en Heveen. Bor Jahr und Tag tvar der Einfuhr- bedorf unserer Fernde durch den Ueberschuß der Erzeugungsländer wert überdeckt: h^te stehen England, Frankreich und Italien bei ungewöhnlich kmrppM Eigenbeständen vor einem uneirtrinn- ^ Fehlbetrag. Im vorigen Erntejahr konnte England mehr als v Behn^ile seines Einsuhrbedarfs aus den nächstgelegenen überseeischen Ueberschußgebieten beziehen, aus den Vereinigten Staaten und l^maoa; letzt liegt ein großer Teil des für die Verschiffung verfügbaren Getreides bei unseren Antipoden in Australien und braucht für den Transport zu unseren Feinden die dreifache Zeit, das hnßt den dveisachen Fvachttanm wie der Transport von Nordamerika. rr- -H5L* c f e knappen Zufubrmöglichkeiten, sie werden eine weitere Mlischrankung, sie werden eine entscheidende Hemmung erfahren durch die Sperre, die unsere U-Boote Tag für Tag wirksamer um das seegewaltige England legen. Wir haben gewagt und haben gewagt W/CTm i e auf regelmäßige, sichere urrd reich- lrck^ Zufnhreu angewiesen ist. Den in seinen Grundfesten bereits erichrcttcrten Bau des britischen Weltreichs trifft unsere an Zahl gewaltig vermehrte U-Bootflotte ohne Unterlaß mtt wichtigen und unbarmherzigen Schlägen, bis der Tag gekommen ,em wnd, den jedes deutsche Herz glühend ersehnt. Schon hncke aber sind wrr denk Wort des englischen Landwittschaftsmini- )ters nahe: England lieht sich mehr denn je auf die eigene Scholle angamesen. Der britische Acker steht gegen den deutschen Acker. . Es mußte ein schlechter deutscher Landwirt \ e '*' dem bei diesem Kampf das Herz nicht höher s chla g t, der mcht dre felsenfeste UÄtt^eugnng hat, daß wir auf diesem Boden liegen müssen. WE-.der deutsche Acker zum englischen steht, dafür will ich Ihnen Nur wenige i chlagende Zahlen nennen: Ans den Kopf der Bevölkerung gerechnet lieferte vor dem Krieg cme normale Ernte an Brotgetreide in Deutschland etwa 230 Kilogramm, rn Großbritannien und Irland nur wenig mehr als .30 Kilogramm, normale Ernte an Getreide insgesamt ergab in Deutschland rund 400 Kilogramm, in England nur rund 130 Kilogramm aus den Kops. An Kaittoffeln ernteten wir mehr vks 650 Kilogramm, die Engländer ^nur etwa 150 Kilogramm pro Kopf. _ kommt unser Zuckerrübenbau, der in Friedensjahren fast wewoviÄ für dre Aussiihr frei ließ, wie unser gesamter heimischer verbrauch «rusmackftc: England hat uns auf diesem Felde überhaupt nichts entgeyenzuftellen. w-SL” Zbsband an Rindern betrug etwa 320 Stück auf tan- WWEmwvhner, in England nur etwa 260 Stück. Unser Schweine- vesümd pro twisend Einwohner war etwa 370 Stuck gegen wenig mehr L>tück in England. Nur an Schafen und Ziegen war uns England ltark tiberlegen. Die deiUsche Laiidwirtschast hat in den zwei Kriegsjahren, die hlnöer uns lre^n, gezeigt, daß sie auch unter den schweren Ber- haltnrsien des Krieges in rastloser und batter Arbeit im Aufgebot aller Kr aaste von Vdann und Frau ihre große Aufgabe zu erfüllen vermag. Wir lxrben der Welt den Betoeis erbracht, daß wir mit dem Eigenen bei iparsiamcr Wirtschaft auskommen können. England dagegen braucht für drei Viertel bis vier Fünftel seines Be- twrjS an ^otgetreide Zusirhren aus dem Ausland. Nach neueren ^xrl en rst JÄi g land, das den Ackerbau binxf* die Weiden Wirtschaft ijal verdrängen lassen, für die Deckung seines Bedarfs an Butter mrt nabezu zrvei Dritteln, an Fleisch mit zwei Fünfteln apf das Ausland angewiesen. Wenn Englwid also nach eigenem Bekenntnis sich ans das Sch^chtseld der Ackerscholle gÄwängt sieht, so dürfen wir das ohne lleberyebirng als einen Erfolg in der Gesumtentwicklung des Kriegs verzeichnen, als einen Erfolg, der uns dem entscheidenden Srege um einen gewaltigen Schritt näher bringt. merr^ Herren, die günstigen Aussichten, die uns das neue Schlachtfeld knetet, dürfen uns nicht blind machm. sie dürfen uns nicht einen Augenblick in der Anspannung aller unserer Kräfte erlahmen lassen. Während draußen auf hoher See unsere U-Boote die Wacht halten, während sie allen Urchilden und Gefahren trotzend, in unerbitterlicher Eiitschlossenhttt und unermüdlichem Kampf den eisernen Ring des Todes um un- s«en stärksten und bittersten Feind enger und enger Ziehen, darf Mch wird die Heimat nicht rasten. Sie werden heute scher den Wirtschafts plan für das neue Erntejahr beraten. Sie dürfen überzeugt fern, daß Sie bei der Reichsleitung und den Regierungen der Einzelstauten jede nur inögliche Unterstützung urid Förderung finden werden in Ihren Bestrebungen, die Erzeugung zu erhalten und zu heben. Aber meine Herren, bis zur nächsten Ernte ist noch ein weiter und rächt ganz leichter Weg. Auch der beste Witt schafts plan für das nächte Jahr, auch die zäheste Arbeit und Aufopferung des Landwirts für du kommende Ernte enthebt uns nicht der eheriren NotwMdigkeit, für eine Reihe von Monaten mit dem Vorhandenen auszukommen. Wir haben die Gewißheit, daß unsere Bestände ousreichen, imm überall die gebotene Sparsamkeit waltet, nicht Jw,«, a°! Brrbrauchen^bri benm flch bie StrtTfamfctf durch bte »oit sewst, «Mutgt, sondern «ruck bet ben Er- KLE: Fruchten der eignen Scholbe lebeiu^ Di« -Bevölkerung der Städte und JndustriebeLirke, die Million«! obne «L« Scholle, haben Wochen schwerer EntbeLgm “i M '"En durch druhart-nFrost, bt l^ ufu ^ ren JS£? e ' ““f dos EmpfiiMichsk :in- ^ E»tb«hrmtgM mit brwnndernswrrter di- ^ biKtgk-ü ertrug«,!, un Benms;tsein. das, Turchl-altm ^ swges yd Das sind die Hände, die unswen Brüdern draußen rm Felde und auf der See dir Waffen ^ TLfrter Arbeit Er Tag und vor dem Feuer, an Lrchbauf und ^Schraubstock, m Fabriffaal intb Schreibstube für den ^Zbert verrichten, eme Arbeit, ebenso hart und ebenso wichtig tmc dre Arbeit des Landwirts. Es gilt, ihre Arbeitskraft Srnahrnng zu erhalten. Diese Pflicht, diese lcotwendigkeit muß Tag iind Nacht ernem jeden vor Augen stehen, ter ut der glücklichen Lage ist, über den eigenen knappen, dem Kttege angemesienen Bedarf hinaus über eigene Bestände zu ver- was er irg«^ mtbehven kmm, der hilft, unsere wer zuruckhalt, der hilft dem Feind. Wir sind planmäßig durch eine über das ganze Land zu erstreckende Organisation die Mieserung der entbehrlichen Er^eug- msse zu beforc/ern. Wenn alle ihre volle Schuldigst tmr, — und 1 ?^ ' e ^ ne . Schuldigkeit —, dmrn werden wir das Jahr Weltenwende gestalten, dann wird das Jahr 1917 die britische ^eetyrcmnei zerbrechen und den: deutschen Volke die Tore einer freien und großen Zukunft aufmachen. Aus Stadt und Land. Gießen. 19. Februar 1917. s. - Beförderung. Dizefeldwebel Dr. H. Rausch. Sohn des Kaufmanns H. F. Rausch hier, wurde zirm Leutnant d. Re beordert. , _Schweigepflicht. (WTB.) Die strenge Geheimhaltung aller Vorkehrungen, die die Heeresleitung ziun ^chrche des Vaterlandes trifft, ist von größerer Bedeirtirng für den Erfolg. Jeder einzelne hat daher die Pflicht, über nnlitarische Vorgänge jeder Art, die er wahrgenommen hat ^der dre sonst zu seiner Kenntnis gelangt sind, strengstes Stillschweigen zu beobachten. Leider wird die so notige Zurückhaltung dann nicht beobachtet, wenn man glaubt, es handele sich um eine unwichtige Angelegenheit, oder man befinde sich in einem Kreise durchaus vertrauenswürdiger Personen. Auch die Weitergabe einer scheinbar unbedeutenden Nachricht an eine vertvanenswürdige Person kann un- heilvolle Folgeii zeitigen. Die militärischen Stellen haben sich Häher veranlaßt gesehen, auf diese Schweigepflicht erneut nachdrucklichft hinzuweisen. Auch im diesseitigen Korpsbezirk ift durch eine in den Amtsblättern bekanntgegebene Ver- ordnung des Stellvertretenden Komniandierenden (öenerals ausdrücklich verboten worden, einen: anderen Mitteilungen zu machen, aus denen auf militärische Maßnahmen Schlüsse gezogen lverden können. , ., !? ^p^ner Konzertverein. Die verflossene, letzte Veranstaltung des K o n z e r t v e r e i n s in diesem Winter, am Sonntag, 11. Februar, ergab bei ausverkäuftent Hause einen gläuze::deu, künstlerischen Erfolg und einen reichen Ertrag. Dank des selbstlosen Eintretens des Herrn Wil- helm B a ck haus und Prof. T r a n t m a n n für den guten Jweck konnte ein Ueberschuß von etwa 700 Mk. der Stiftung zum Regierungsjubiläum Seiner Kgl. Hoheit des Großherzogs überwiesen werden. , -t? ^ugeinschränkmrg. Bon Dienstag, den 20. Febttwr ab lallen die Züge Sz. v 45 Frankfutt ab 12,08. Berlin Fttedrich- straße an 10,48 Uhr, Sz. I) 46 Berlin Friedttchstraße ab 7,02, 7^^?o^Lb.Ul7r, Pz. 797 Frankfurt ab 3,42, Friedberg an 4.59 Pz. 1660 ^iedberg ab 9,28, Hanau Ost an 10,23, Pz. 1868 fjW ab 4,33, Hanau Ost an 5,34, Pz. 1859 Hanau Oft an 9,09 Friedberg an 10,13, Pz. 1869 Hanau Ost ab 4,03, Fricdberg oi: 5,02 Uhr, vorübergehend aus. Es werden verlegt: Pz. 1856 ^db^ <ü> 007 (bisher 6,50), Hanau Ost ai: 8,08 (bisher 7,51) mrd Pz 18v3 Hanau Ost ab 5,o2 (bisl-er 6,00). Fttedberg an 6,55 chisher 7,01) Uhr. Ferner fallen aus die S ch ne l l z ü g e: D 123 Coblenz ab 11,05, Gießen an 1,19 und D 124 Gießen ab 6,04, Allenz an 8,35 Uhr, urib die Personenzüge voruvergehend ans: Pr-^1722 Siegburg ab 3,54, Troisdorf an 4 \\\yc, Pz. 639 Gießen ab 1^,48, Köln an 5,51, Pz. 1661 Sinn ab 6,09, Herborn an 6 16 «b 7,50, Troisdorf an 8,25, Pz. 1712 Eitorf' ab an 11,40, Pz. 634 Köln ab 9,40, Gießen ab 2,58, Pz. 1622 Troisdors ab 12,14, Siegburg an 12,20, Pz. 1709 Troisdorf ab 4,10. Siegbnrg an 4,16, Pz. 1711 Siegburg ab 10,42 Eitorf an 11,11 Uhr. ** Die Heizung in den Zügen. Die Königliche Eisenbau, direktivn Frankfutt (Main) teilt uns mit: Bei der zurzeit bestehende großen .Knappheit -an Gummiheiz schlauchen ist es nicht inrmer möglich, alle Personeiizüge — selbst Fernschnellzüge — ordnungsmäßig heizen zu können. In erster Linie nrüssen aber die Fernzüge ordimngsmäßig gel)eizt sein. Wir sind deshalb notgedrungen zu der dAaßnahme veranlaßt, die Heizung der Personenzüge im Nahverkehr wie auch die eines großen Teiles der auf den Nebenbahnstrecken des Direktionsbezirks Frankfutt (Main) ver- kehrendeu Personenzüge gänzlich einzustellen. Ten Reisenden wird deshalb empfohlen, sich durch Mitnahme von Winterschutzllerdern Decken oder dergleichen vor Kälte zu schützen. Es darf angenommen werden, daß die Fahrgäste den obwaltende,l Umstärrden Voltes Verständnis entgegenbttngem Beschwerden über immgelhviftes Heizen der Züge werden im allgemeüren keine Berücksichttgimg finden! können. " Paketbeförderung. Die außergewöhnlich großen Schwierigkeiten im Besörderungsdienst machen es, wie in den Tagen vor Weihnachten, Ostern und Pfingsten, notwendig, die Befugnis, mehrere Pakete mit einer Paketkarte zu versenden, vorübergehend ausiuheben. Vom 19. Februar ab muß daher jedes gewöhnliche Paket von einer besonderen Paketkarte begleitet sein. '"Der Unterricht in den städtischen Schulen beginnt wieder Donnerstag, den 22. Februar 1917. Die Schülerinnen der Stadtmädcheuschule haben um 8*/, Uhr morgens im Schulhaus West'Anlage Nr. 43 und die Schüler der Stadtknabenschule im gleichen SchulhauS nachmittags Uhr zu erscheinen. ** Eine Erhebung der Kartosselvorräte findet am 1 . März 1917 statt. Wir weisen unsere Leser auf die Wichtigkeit der Erhebung hin, da deren Ergebnis für demnächst zu ergehende Maßnahmen dienen soll. Anzeigepflichtig sind alle Personen. Näheres siehe ipekanntmachling im heutigen Blatte. Zu den vierteljährlichen Viehzählungen gibt die Großh. Zentralstelle für die Landesstatislik eine Anweisung für die Großh. Bürgermeistereien, die wir in unserem heutigen Blatte veröffentlichen. * Lichtspielhaus, Bahnhof st raße 34. Ellen Richter in ihrem eindrrlcksvollen Schauspiel „Der Traum eines Phrenologen" oder ^Das „Skelett" wird mir noch heute gegeben, worauf das Lichtspielhaus bis zum Samstag geschlossen bleibt. Der Film „Das Skelett" verdient wegen seiner prachtvollen In- szenlerung und Ausstattung alle Anerkennung. Kreis Schotten. ^ Schotten, 18. Febr. Das Kreisamt gibt bekannt, daß dle Provinz Oberhessen gegenwärtig von Agenten bereist wird, die der den Kolonialhändlern alle vorhandenen Farbwaren —, Spiritus-, Lack- und Leiuöl-Vorräte — zu hohen Preisen aufzukaufen suchen. Zur Steuerung dieses verbotenen Kettenhandels wird von der Behörde die sofortige Anzeige derartiger Händler gefordert. Kreis Friedberg. fc. Friedberg, 19. Febr. Das Kreisamt weist daraufhin, daß der Höchstpreis für Handkäse iin Verkauf an den Verbraucher 1,05 Mark pro Pfund beträgt. Das macht pro Stück acht bis zehn Pfennig. Preise von 20 bis 2b Pfennig für das Stück, wie sie jetzt gefordert werden, sind Milcher, und werden bestraft. Q. Bad-Nauheim, W. Febr. Der feit 1903 dem Großh Kurhaustheater angehörende Charakter-Komiker Ottv Conradi feierte am Samstag sein f ü n s z i g j ä b r i n e § Bühnenjubiläum. Ter Lttter unserer Kurhausbühne, Direktor Stein- g vetter, hatte seinem larrgjähttgen Mitglu^de euren Ehren- abend bewilligt, an dem der wärkimgsvplle Schwank „Raub der Labinerinnen", mit dem Jubilar iu der Itolle des Thcaterdirektors „Ltriese" zur Aufführung kmn. Das Theater war vorzüglich besticht und der Kunstveteran wurde in ^reicher Weffe geehrt. Die Großh. Bade- und Kurvenvaltung ließ ihn mit einem längevar Glucknmnschschireiben einen mächtigen KranA nrit einer Schleife in den Landesfarben überreichen. Inoxidierter Siahieciessei autogen geschweißt Bester Ersatz für Kupferkessel Eineiger für die Landwirtschaft brauchbarer Ketsel. Eig net sich f ür alles.—Zu bez i ehen durch alle größer en Eise n w aren-Handlungen. — Lief erung in einigen Tagen 13 *®D Heinrich Amend 6. m. b. H. Hanau a. M. Letzte Nachrichten. Unsere U-Boote. Berlin, 19. Febr. (Drahtnachricht.) Die Taten unsrer U-Boote übertreten alles, so sagt die Voss. Ztg., was wir von ihnen erwartet haben. 10 Dampfer überfällig. ! Genf, 19. Febr. Ans Le Havre wird berichtet, daß 10 lange vor dem verschärften U-Boot-Krieg aus brasilianischen Häfen abgegangene Frachtdampfer überfällig sind. Rom, 19. Febr. (WTB. Nichtamtlich. Drahtnachricht.) Der Berichterstatter des Journal in Barzelona meldet, der spanische Reederverband habe beschlossen, die Schiffe mit Mo- toorbooten auszustatten, was bestätigt, daß die spanischen Handelsschiffe durch das Sperrgebiet fahren wollen. Wirkung der Seesperre in Amerika, i. Köln, 19. Februar. (Drahtnachttcht.'' Laut der Wln Vvlls-Ztg." bestätigt eine Londoner Sekolvmttdung, daß die Transport- und Wrttschaftskttse in Amettka täglich einen größeren Umsaiig aiinehme. Tie Häfen des atlaittischeu Ozeans seien geradezu blockiert voil amettka irischen Handelsschiffen, Erntesckisseit und chlste, vollgepfropft mit Waren aus allen Jndustttezcntten. Dir ge)airrten Ltapelplätze und Toks sind überfüllt. Tausende Waggons stauen sich an den Bahnknotenpunkten. Infolge Mangel an Rohmaterialien können die Fabttken keine fertigen Produkte mehr abllesern. 30 Bahnlinien sind ausschließlich reservrett um das Inland mtt Lebensmitteln zu versehen. Die Kämpfe in Oftafrika. c,r r, 1 ; ? Dwl^ul-chr.) Zu der jüngst in der „Köln. Bolksztg. geschlldetten ^ ktober-November-Niederlage des Generals ^muts erhalt das Blatt weitere Meldungen, lvotrach die beiden Brigaden des Unterführers Notthey nahezu vollständig anfge- rittien wurden und die übttgbleibenden sich unter .Hintettassung' zahlreicher Bagage durch ttne tagelange Flucht retteterr. Schlimmer noch erging es dem Obmten Bapendale, dessen Truppen m morde- rrf chem Gefecht umzingelt und völlig vernichtet wurden. Der ge- mnte Geschütz- Und Fuhrwerkspark fiel in die Härrde unserer tapferen Afrikaner, die währelid zweimonatlicher Kämpfe sich mit bei, 'stielloser Erbitterung schlugen. Der Feind verlor über 6000 Mann Außerdem wuttren 15 Geschütze und 15 Maschinengewehre erbeutet. Der bulMrische Bericht. ™ ^^.lia, 18. Febr. (WTB. Nichtamtlich, Drahtinttdmrg). Mazedonifche Front: Zwischen Prespa-See und Dopvan- schwache Attillettetättgkttt. NöMich des Toyransoes versuchten zwei feindliche Konipagnien nach starker Attillettevvrbereitung gegen Misere vorgeschobenen Posten vorzugehen. Sie wurden abec durch Feuer zum Halten gebracht. In der Ebene von Serres ver> ernzelles Feuer. 9lus der gesanttQ- Front Tätigkett in der Luft. Ein ieindliches Flugzeug tviirde im Cernabogen durch> AttiNsrv^ ^er abgeschossen. Zwei feindliche Flugzeuge warfen ohne Wirkung 8 Bomben auf den Bahnhof Oktschilar. Rumänische Front: Spärliches Artilletteseuer m 1 Tüchtiger, zuverlässiger sofort gesucht. [9313 Göbel «Sk Appel, Alicestraße. Jnngcr. krästiaer Bursche gesucht. Georg Wallenfels, Marktplatz 2t Fernspr. 942. Militärfreie, rüstige Leute sofort als 11308B warte gesucht. Freie Station,Dienst- kleidung u. 450 Mk., jährlich steigend um 50 Mk. bis 600. Kriegsbeschädigte bevorzugt. Direktiiii! ö« Heil- «. Mgklinstslt ßieficn. Zuverlässiger Kutscher gedienter Kavallerist, auch Kriegsbeschädigter, zum 'sofortigen Eintritt gesucht. i‘ 3W tstsenlverk Herborn. Ein hiesiger Verein beabsichtigt eine Geschäftsstelle zu errichten und sucht hierfür einen geeigneten Herrn Derselbe muß mit schriftlichen Arbeiten vollständig vertraut sein und ein gewandtes und sicheres Auftreten haben. Kriegsbeschädigte nicht ansgeschlossen. Es handelt sich hierbei um einen dauernden selbstständigen Posten mit gutenl Einkommen. Angebote mit näheren Angaben über die seitherige Tätigkeit unt. Nr. 1395 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung erbeten. auch Kriegsbeschädigte, für unsere Munitions- Abteilung für dauernde Beschäftigung gesucht. 0 i 6386 N 6 r Poppe & Co. für dauernde Beschäftigung gesucht. fizs?D Stahl- u. Eisenwerke Ätzlar ß.m.b.H. Aßlar bei Wetzlar. 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Februar, nachmittags 37s Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. ü I Wer, Erbsen, Linsen, Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen gegen 9 Uhr unsere gute, treubesorgte Mutter Frau Margarete Christian Bück Ww. geh. Schäier im 92. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. Wir bitten um stille Teilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Schwester Philippine Bück. Annerod, 18. Februar 1917. 1407 Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 2 Uhr statt. Bon Dienstag, den 20. Februar ab fallen die Züge Sz. D 45 Frankfurt ab 12.08, Berlin Friedr. Str. an 10.48, O 46 Berlin Friedr. Str. ab 7.02, Frankfurt an 7.06, Pz. 797 Frankfurt ab 3.42, Friedberg an 4.59, „ 1860 Friedberg „ 9.28, Hanau Oft „ 10.23, „ 1868 F-riedberg „ 4.33, Hanau Ost „ 5.34, 1859 Hanau Ost „ 9.09, F-riedberg „ 10.13, rau 4.03, Friedberg 5.02 Am 18. Februar, vormittags 8 1 /, Uhr, entchlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Schwester Frau Katharine Schadeck geb. Schreiner im Alter von 61 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Schadeck. Ruttershausen, den 19. Februar 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. 1398 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder! Schwager und Onkel Herr Dietrich Becker Gastwirt und Schweinehändler im 52. Lebensjahre nach kurzem schweren Leiden Freitag nachmittag um 7 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Becker geb. Grün und Kinder. Homberg, Deckenbach und Büßfeld, 16. Februar 1917. Die Beerdigung findet Montag, den 19. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. 1397D Donnerstag mittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante ö Elisabeth Seibert geb. Vogt Familie Georg Marx Ww. Familie Louis Vogt, Giessen, den 19. Februar 1917. 0961 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 20. da. Mts vormittags 11 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt. Für die vielen Glückwünsche und sonstigen Aufmerksamkeiten bei der Feier unserer Goldenen Hochzeit gestatten wir uns auf diesem Wege allen unseren borzilehsten Dank auszusprechen. 09701 K. Dörr und Frau. Flotten Verein, Gruppe Gießen. iu'.r unserer Marine wurden mir heute von <;rll L jÜ.S!. rrn c. bcc r. u «öl?«anut bleiben will, lOOO 9fark Ubergeben. Herzlichsten Dank' Der Vorsitzende: Oberbtbliothekar Heuser. Gl 1869 Han äu Ost vorübergehend aus. ES werden verlegt Pz. 1856 Friedberg ab 7.07 lbis her 6.60», Hanau Ost an 8.08 {bisher 7.51» und Pz. 1853 Hanau Ost ab 5.52 (bisher 6.00), Friedberg an 6.55 tbis- her 7.01). 14051 Königliche Eiienbalind irektion Frankfurt (Main). .. Bon Dienstag, den 20. Februar ab fallen die Schnellzuge D 123 Coblenz ab 11.05, Gieffen an 1.19 und D 124 Gieffen ab G.04, Coblenz an 8.35 vorübergcbend aus. i.osij K önigliche Eisenbabudirektion Frankfurt (Main. " ülia Zimmer Bon Dienstag, den 20. Februar ab fallen nachstehende Züge vorübergehend aus: 14041 Pz. 1722 Siegburg ab 3.54, Troisdorf an 4.00, 12.48, Cöln „ 5.51, 6.09, Herborn „ 6.16, 7.50, Troisdorf „ 8.25, 11.19, Siegburg „ 11.40, 9.40, Gieffen „ L58, 12.14, Siegburg „ 12.20, 4.10, „ > 4.16, „ 639 Gieffen „ 1661 Sinn „ 1675 Eitorf . 1712 * „ 634 Cöln „ 162*2 Troisdorf .. 1709 1711 Siegbnrg 10.42, Eitorf 11 . 10 . Königliche Eiienbahndirektion Frankfurt (Main). Holzversteigernng in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, den 36. Februar, werden im Distrikt Riedwalü versteigert: Scheiter, Rm.: 376 Buchen, 12 Eichen,- Knüppel, Rm.: 202 Buchen, 38 Eichen, 1 Elzbeer. 92 Kiefern: Stöcke, Rm.: 152 Buchen, 25 Eichen, 131 Kiefern, 16 Fichten: Reisbolz-Wellen: 6500 Buchen, 650 Eichen, 1000 Wejchholz, 3650 SUcfertt. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf dem Juhweg von Hattenrod nach Ettingshausen beim Eintritt in den Riedwald lPfaffenschneise). 1354B Bekanntmachung. Der Unterricht in den städtischen Schulen beginnt wieder Donnerstag, den 22. Februar 1917. Die Schülerinnen der Stadlmädchenschule haben um 18'/r Uhr morgens im Schulbaus Wcstanlagc Nr. 43 > und die Schüler der Stadlknabenschule im gleichen Schul haus nachmittags 1=7« Uhr zu erscheinen. Gieffen, den 17. Februar 1917. Der Schulvorstand: Keller. 2ns ölsnsn Bäne L ist eine K-Zimmer-Wobnung mit gr. Vorplatz zu vermieten. Näheres Geseltschaftsverein, ^onnenstraffe 19. 3 Zim me iT [ 3 Zlmcisr vart. für Knrcata geeignet, z. 1. Avril z. vermieten. 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Forstinstituts. I. B.: Dr. Wtmmenauer. [1385D Ankauf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt, einen sprungfähigen Simmenthaler Bullen anzuschaffen Besitzer von solchen Tieren wollen sich bei Unterzeichneter Bürgermeisterei unter Kaufpreis-Angabe melden. 1349 Mainzlar, den 16. Februar 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Ist wieder m aHon Breiten u. Preislagen am Lager ,,«,a Pappelholzversteigerung. Donnerstag, am 22. Februar lfd. IS., nachmittags 3 Uhr, werden auf der Straße Brauer- fchwend— Alsfeld, bei km 4 beginnend, versteigert: 14 Pappelstämme von 35—120 cm Durchmesser mit zusammen 28,01 Fstm. Inhalt. Al-seld, 16. Februar 1917. Der Großh. Kreisbauinspektor. 1394D Einf.,dopp.n.amerikan. B uch führ«Hg IBgräpIiie, Maschinen-“ - m schreiben, alle Handeislächer lehrt grün dl. durch ge- U prüfte Lehrkr. n. Garantie ein.sich.Erfolges Hermes Leiir-Institnt SisSea, Bahnhofstr. Hochtragende Moäter- schweine hat abzugeben Fürs!!. 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