j. ra. N Der »ietzeaer «uzelger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: ©tej| richtssaal: Fr. R. Zenz., v. Druckerei: 8chulftr.7. ^‘Äln ®Ä Erfolgreicher Sturmangriff in der Champaßne. » Hauvtauartler iß _ (AmtlW?* Trotzes Hauptquartier. 16. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz. .yecrcsgruppe des G encralfeldma rschalls Krau Prinz Rupprecht von Bayern sF*r°wöstl'ch voii^Armentisres. südlich des Kanals von mnr Sk «"illerietätigkeit it:ifhr^ ^ ! i t n wv ü ?f.! t i .Kindlicher Infanterie in den Gräben nol0!rch von ^rmentrercs, westlich von Lens und auf beiden .lnroe-llrern Mirdcn von uns unter Dernichtungs-Fcuer ae nommen: A.ignffe staben sich daher nicht entwickelt ^Front des Deutschen Kronprinzen. wurde südlich von Ripont nach Vordere,tung durch Artillerie und Mincnwcrfer ""z,k vo n unserer Infanterie mit Umsicht und Schmetd zum vollen Erfolg durchgeführt. Im Stü'ml ^ Champagne-Fe. und auf Höste 185 vier feiiiti= NnNlÄ'.^ttaufeichfechshundert Meter Breite und » Meter Tiefe genommen. 21 Offiziere und A, 1*?-««" 0 nd gefa ngen, 2ü Maschinengewehre und ^''.^wenwersee als Beute eingebracht. Unsere Berluste sind öic feilten bei nutzlosen Gegen- ÄäK* """""" --«»«- ^ Zuf dem Westufer der Mosel wurden bei Vorstößen von (^rkuickungsoffj/.reren 44 Gefangene meist ans der dritten französischen Linie zunickgebritcht. kraft von Regierung Vott iTfJtl b V € £ 9te BoÄ-I deutschen Geschütze die Arbeit auf. Bei herrlichem klaren Wetter die Fein^^d-^gUtwBolktnkuhnemAuffchwung gegen leiteten die Augergeichwader, Beobachter der Artillerie und Minen- ^Een der Stunde" des Herrn Werfer das deutsche Feuer, das bis ins kleinste vorbereitet war, in Serben viele Millionen Deutscher ganz unbewegt 4?^ die feindlichen Stellungen in Trümmer trommelte und vorubergehen . . . ^folgreich die ftanzöstsche Artillerie niederrang. Die französischen Sogar der „Vorwärts" bat beute ein onderpä verhaue wurden weggefegt, die Unterstände von schweren Gra- KM! tz.r-r, J -vontit, |o fuhrt Sunow aus, und er meint, daß die Zu- Stelliuny An einzelnen Punkten wurde mit Handgranaten, Pf!?. ^ amerikanischen Nationalvermögens vom Beginn und Kolben erbittert gerungen. Abgeschnitten, durch das des Krieges bis zum 1. Oktober 1916 auf mehr als 21 Mil- rf^er. dezimiert, verschüttet in Gräben und Unterständen, narben Dollar, also ungefähr 90 Milliarden Mark geschätzt ^ ^Franzosen gruppeirweisc ergeben. Bei dem vollen lverdc. Ganz richtig erkennt Cunow auch die Gründe weL l N^ ^^.L^orbereitmrg waren dse deutscher Ver- halb die Amerikaner in ibrer Mcbrbeit den c^ien (fnnfmtSfi Französische Gegenangriffe, die am Abend und fol- wünscken- ^ -vceyryeit den Sieg Englands senden Morgen zur Wiedereroberung der verlorenen Höhe vorgetragen wurden, brachen unter den schwersten feindlichen Vfer- lüsten zusammen wünschen: „In keinem Fall darf nach der Ansicht der meisten Amerikaner England unterliegen oder auch nur so geschwächt werden, daß es ^seme dominierende SteMrng in Europa verliert. Erblickt man drüben auch viel Lernst in England Zechen imrtschaftlichen Riv alen, so suhlt man nch doch durch die Sprache, Literatur, durch poli- tische und wistenichaftliche Anschauungen mit England ver- !mlnven. Be, anders die wissenschaftlichen Kreise der Bereimgteii Staaten denken fast sämtlich proenglisch ^azu kommen, zwei andere Gründe, weshalb nach Ansicht der amerikamfchen Kapitalsten Englands Stellung nicht geschwächt werden darf Mehr als man in Europa denkt ., hält man m Amerika erneu. zukünfttgen Krieg mit Japan für unvermeid- "H und rechiut dafür aus die Unterstützung Englands und seiner lüsten zusammen. * Kaiser WilhOlm Großadmiral der österreichisch- ungarischen Flotte. e ^ Febr. (WTB.) Kaiser Karl ernannte Kat- s c r Ä 1 1 b e 1 m zum Großadmiral der österreichisch-un- gartschen Kriegsmarine. Botschafter Gerard. Kopenhagen, 16. Febr. (Privattelch mm»ehrrlmo«en und Znfanteriefeuer sieben Flugzeuge. Oestlicher Kriegsschauplatz. Kraut des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Zwischen Oftffee und Dnjestr war bei Schneesturm und 5uMe nurm wemgen Abschnitten die Gefcchtstätigkeit lebhaft. L" ver Bystrzyca-Solottv-mSka wiesen unftre Vorposten mächtigen Flotte. Ferner aber f>at die ^tmt7nicht nu^Mbr ^ rnn^sl? C " ^ -F ^r. (Privattel.s Ein hervo des Krieges Mi l lia r dena n l e i he n in den Vw?eimgten Staa- ^9ende^.^memkanisckier Pressevertreter ist aus Berlin hi I ten ausgenommen, 'es befinden sich auch sonst ansehnliche Posten I stattgt, daß das vom „Mattn" verö-ffer ätia^- 1 in Vankeehänden, und alle diese Werte wiür-I!^§^-.^^ervlew der Züricher Korrespondenten mit »lug- - M^chernttch bettächtliche Berluste erleiden, wenn England \i9 a ' tex ^ ^rard ans der Luft gegriffen sei. D< Bei Tag und Nacht war die beiderseitige Fliegertätia^ l "^^g'^-lmnoen, uno aue viele Werte wür-! o uliu f fett rege. Dre Gegner verloren im Luftkampf durch Flua- wach-schernftch bettachtttche Berluste erleiden, wenn England!after Gerard aus der ^ ^ siebe,r Lgzenge.^ ° ^^. .... , Eavte ihm ttLmttch b»r seiner Abreise: Wem. Sie Bot Der Bot- ^ LLfin iuuuulu; wl jexittrr Anreise; Wenn Sve ~r abev in keinem Fall eine rn der europäischen Presse irgendwie Erklärungen von mir »<£**«8 Eilands! Das finden, donn können Sie sickA: sein, daß sie bi C ft Schien. Sw. finb. Ich werde mich nicht Wel Ä ÄS ^ Est W-rshingtmr znrückgetzchrt bin. qs?™ ^stss^nds^ SoarechtQVerletzungen wie das ~ denssorberungeir und iS!m Rt Wn Dor°h«dczany ein« russischen Angriff ab. Au der Front des Generalobersten Erzherzog Josef und Lrei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. ist die Lage unverändert. Mazedonische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister L tr d e n d o r f f. * Der Abendbericht. Berlin, 16. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Von keiner Front sind besondere Ereignisse genteldet. Kür uud Herschwrmkcm zwischen allerlei Friedensfva^rMgM uno ^ bNglischM Kriegführung. Stände der Kampf D«" Wilson Eine spanische Militärmisfion in Berlin. Berlin 16. Febr. (WTB. Nichchamttich.) Auf EmladMtgi txx obersten Heeresleitung traf eine spanische Offizier--, abordnung in Berlin ein. An der Spitze steht General ^ Santtago, der als Chef der Artillerieabteilung im spc»> nrschem Kriegsminifterium als bester Kenner des arttlleristischo, Gebietes großes Ansehen genießt. In seiner Begleitung befinden ÖTEr ücn J 'E VM)cyatter Gercrrd soll, wie in I stck OberMeuttrant rm Generalstabe Carlos l^eza de les Mo- Parr|er Blattern zu lesen ist, rn der Schweiz Ausfragern A^llerreharrptmann Jose Genec und Jngenieurhauptorimr gegenüber bererts wrllfahrig sich gegen Deutschlands all- I Mellverrda. Die spaniichm Offiziere wurden von Generak- gemerne. Ziele ausgesprochen haben. Die entsprechenden wwmarschall von Hmdenburg und Ludendorff eurpfangen. Sie Ausdrucke, die der „Matin" verzeichne?, klingen sogar recht ^ Belgien mid dctnn auf den westlich«^ gehafsrg. Immerhin, lvir ivollen die Meldmcgen einstweilen' Das ist ein anderes Bild als die iroch vor ermaem Wochen in Berlin abaehaltene bekannte Amerikaner-Ferer, wobet so seltjame Loblieder auf die beiderseittgen Beziehungen gesungen wurden! Der Botschafter Gerard soll, wie in Barrier Blattern rn lespn tsl i-n s.or _ ’L rr ) ^ e ckstugsWoche, die uns morgen eingeläutet wird, Allyls zu nrelden. ^^bermütig und humordurchsirEt. Die Südöstlicher Kriegsschauplatz ircühsten Wochen und Monate brrngen vielleicht noch eine Ein französistlkees Reoiment mit surtuurit . ÄSÄÄÄÄÄ ankomnten zu jÄ V« W W^Ärtcr®*^ feiert hat, nrcht viel bedeutet. Wir schöpfen indessen aus der ^ ev ^^llvertreter des Chefs des Generalstabs amtlichen Darstellung dieses Kampfes in der Champagne! ^ Dofer, Feldmarschalleutnant. wieder das alte Vertrauet,, daß unsere Wacht im Westen nach auf festen, sicheren Füßen ruht. Das Kommende steht | Der Natter ikher p-.. /c*. mit einer zu ernsten, alle Sinne und alles Denken anspan- ^ MNser nber den Erfolg in der Champagne. oluqci au3mme Mcöe voltttändia MnkmMt" <-> f nenden Gewalt vor uns, als daß das Volk in seiner Gesamt-- fmS 2 e \-T'i 6 Ä; (WTB. Amtlich.) S. M. der Kaiser mich zweihundert Meter vor unserm WundstqÄrf! f)nt etwa an der neuen Wahlrechtsdebatte im vreußrschen E>es Erfolges bei R r p o ut dem Oberbefehls- Batterten vefttärkte feindliche Reiterreg^m enter Abgeordnetenhaus, wo die bei Etatsberatungen üblichen ^ Heeresgruppe Kronprinz Sr. kaiserl. Hoheit dem I ^lglo» am 13. Februar morapn^ -nnt«* - Meinungsaustausche nur in kaum veränderter Form wieder I ^^nprinzetr des Deutschen Reiches folgendes Telegramm; erschienen, ein großes Interesse nehmen könnte. Wenn der L ÖV re l uni) Truppen, die bei dein gestrigen Angriff in i aleicb<>n 7 l ^w u i u W 0101 ^xeuungen ron. vm «tlte Lanzenbrecher für solche ümerpolitische Ziele der Reich-. 1^. Champagne sich durch Planvolle Borbereitunqsarbeit 2b em artt5rfrf^L frtnb ! ltf,e ^!& nte ^. n<1 ^ vorbr- tagsabg. Sivkovich, im „Berliner Dagebb" an die „Pslich- l^rdtoe Durchführung ausgezeichnet und bewährt. ziEqeschlagm ^ ,rafra Itnfm Tkugel an, ichirdc abb, teu der Stunde" gemahnt, po sollte man bei dieser Ueber- 1spreche^tch meme Anerkennung und ' ~ '' ' - schrift eigentlich doch an " ^ ^ nagenden Wünsche und PtttyÄK SÄ^"LbiZ«t- lU ÄÜ I m» *, .ft f j* ri b ? n gleichen GMÄin viel ist geschehen. Etliche VackePa dsfreu^de d.e Nor Mo. 5LL ^.^ustnd« semer voldat-n in nutzlosen Der bulgarische Bericht. . . ?Ua, 15. Febr (WTB.) Amtlicher Heeresbericht. Maz«»- do,ri, che Front: Nördlich von Bitolia schwaches Feuer der Graüenarttllerie und Ma,chmengewehre. Im Cerna-Boaen heftiges Feuer der feindlichen Artillerie auf Höhe 1050 Deutsche Errundungsabtetlungen drangen in die seindlicheti Gräben bei Da-- ca^vo ern und nahmen Italiener gefangen. Auf der übrigen Frmtt geringe Artcklertetattgkeit. " »» KÜfÄ »SSSSttsÄ S*-J®t SiVÄ“ 1 * ‘ w “ “ w> <« Der türkische Bericht. . o n st a n t i n o p e k, 15. Febr. Amtlicher Heere^bei'sl'b^ ferp 1 mir *\ n ^lht Mm 13. Februar nahm der Feind un- ,ere am Tigns gelegenen sstelllntgen unter heftige« ?lrttllerie^ ^uer. Dte feindliche Infanterie, welche den Angriff gegen unseren wurde vollständig abgewiesetr, als sie sich ^l ist Mchohem Ehrliche ^at^laudsfreunde, die vor C «K S. mt ^nutzlosen graten dem Reichskanzler wegen seiner Bereitschaft zu inneren bruar warfen die deutschen Truppen die Franzosen auf derHöhe 185 Reformen zujubelten, trauen ihm jetzt zu einer uns einem nahezu 1050Meter rieftn, über 2l/sKiloineter breitem wirklich durchgreifenden Verbesserung ihn f e £ er staatlichen Zustände nicht die Kraft zu. Zehntausende machen sich schon mit dem Gedanken vertraut, daß das Volk sich seine Rechte selbst werde durchsetzen müssen/ Da taucht also das Wld des „schwachen" Reichskanzlers wie ru r r V. v , ° < • X, - r . ' L u 2 oLiumiitmta vreirem Grabensystem, das dre Franzosen snt 25. September 1915 behaupteten und nrtt allen Erfahrungen der Feldbefestigungen und Nabi- kampfmttteln aller Art außergewöhnlich stark ausgebaut hatteu Außer einer groyen Anzahl von Gefangenen, Toten und Verwundeten , fotöiie Maschinengewehren büßte der Franzose sehr wrchttqe Be- Mchtungsstellen em. Mit dem anbrechenden Tage nahmen dw Da l a l N a°sP' " ^'/ 6 - F°br. (WTB.) Der Grosttoesir Ffrtrnni "T a gab in btt Kammer eine längere Er Infolge des Rücktritts Said Hätim Paschas ül>'ru^»,^ M Leserliches Jr^ die Vercmtto^^ach \ r ,?'! beguineii imtcrc ?lrbeit im Verttauak n.it" sSv> ( S? loslgtett der sldrtiou, die seit mebr rrf^ - o-.-t, stu oellifr furchtbaren Krieges trägt, der ruhmvo ^ ^ IcBK-n Krieges tz-seitigt^ schm Geistes und PattiotisnvS llefate, während er den ruhM- reich»n Wättern ihrer Geschichte neue HeldentaLen hinzu fügte. Wir sind uns des Gewichtes der Verantwortung bewußt, die wir unter diesen schweren Umstünden übernehmen. Unser Ämd war von jeher die Beute innerer Schwierigkeiten und sieht sich jetzt gezwungen, sich Opfern zu unterziehen, wie sie unsere Geschichte niemals verzeichnete. Es mußte alle seine Kräfte zu der größten! Anstrengung in dem allgemeinen Kriege zusammen« ehmen, der kurz nach dem Tripolis- und dem Balkan kriege ausbrach, aus denen es schwer geprüft und einer langen Ruhezeit bedürftig her-» vorgegangen ist. Unsere Feinde, die uns unser Dasein mißgönnen, erklären ihren Willen, uns tief nach Anatolien zurückzutteiben und uns aus Konstantmopel und von den Meerengen zu entfernen. Diesen lächerlichen Drohungen unserer Feinde, die an den Dardanellen geflüchtet sind, wo ihnen zu Wasser und zu Lande durch unsere tapfere Armee, die den Lebenstvillen imd die feste Standhaftigkeit der ganzen Nation verkörpert, eine Niederlage bei gebracht wurde, antworten wir: Wir geben Konstantinopel nicht preis, solange es noch einen einzigen Os- manen gibt. (Lebhafter Beifall.) Wir wecken in diesem riesigen Kampfe in enger aufrichtiger Waffenbrüderschaft mit un- seren tapferen siegreichen Verbündeten verharren, ohne vor noch so großen Opfern zurückzuschrecken, und aus halten, bis wir unsere Feinde zwingen, unsere Taseinsberechtigung anzuerkennen. Das ist unser Ziel, soweit es den Krieg betrifft. (Beifall.) Mach der Rede Talat Paschas sprach die Kammer dem treuen Kabinett einstimmig das Vertrauen aus. * * * Die ErnteauSfichtcn in Frankreich. Bern, 16. Febr. (WTB.) Wie französische Blätter melden, ist nach den Schätzungen vom 1. Februar der Stand der Aussaaten nicht zufrieden stellend. Die Aussaat bleibt beträchtlich hinter der Aussaat des Borjahres zurück. Nur in vier Departements von Südfraukreich kann die Lage als günstig bezeichnet werden. Amtlich wird erklärt, daß gpoße Anstrengungen gemacht werden müssen, um die Frühtahrssaat intensiver zu gestalten, da sonst ein großer Ausfall gegen die bereits unter dem Durchschnitt gebliebene Ernte des Vorjahres zu erwarten sei. * * * Der wahre Anstifter des Weltkrieg». „Ucker den Krieg selbst vergißt man schon, daß die Entente die Mörder des Erzherzogs Franz Ferdinand schützt. Wie kuiH ist doch das Gedächtnis der Melk! Ucker unseren Feinden liegt doch von Anfang an der Schatten eines Verbrechens!" Diese jüngst in Wien gesprochenen Kaiserwarte fanden ihre dokumentarische Bestätigung durch den Hochverr-tsprozeß gegen den bekannten österreichischen Politiker und Reichsratsabgeordneten Dr. Karl Kramarsch. Wie konsequent und rücksichtslos er als Haupt der neoslawischen Bewegung auf des Endziel hinarbeitete, die Befreiung der Slawen vom österreichisch-ungarischen, bezw. vom türkischen Joch zu ermöglichen, wie er bei jeder Gelegenheit auf den unmittelbar bevorstehenden furchtbaren Kampf zwischen Germanen- tmn und Slawentum hinwies, das schildert Reichsratsabgeordnetet Dr. Friedrich Wi ch t l in der neuesten Nummer 6 vom 10. Februar 1917 der Zeitschrift „Das größere Deutschland". Wie eine Spinne im Netz arb eitete Krvmarsch am Zerfall der Donaumonarchie und der Einkreisung Deutschlands, zusammen mit unseren' jetzigen Fei üben. Der Balkomkrieg, der Mord von Serajewo, und damit der jetzige Krieg sind nach Wichtls Ausführungen nicht zuletzt aus Kramarschis Schuld zurüc^uführen. Ganz besonders interessant ist der Hinweis aus eine Erklärung Greys, der dem Freunde mrd werktätigen Mitarbeiter des Dr. Kramarsch, dem russischen Exdiplomaten Braucaninow, zusichert ,chaß England an dem großen Kriege teilnehmen werde". Der Verfasser deS Aufsatzes würde sich durch die getreue Ver- öffeuSrchung jener Zusage ein großes Verdienst erwerben, denn sie Wäre nicht nur ein Beweis für die Schuld des Neoslawismus am Wckckriege, sondern würde zu den vielen bereits bekannten Dokumenten ein neues, wichtiges hinznfügen, das Grey als Schützer voü Mördern zeigt und Eu^arrd als Hauptschuldigen an Europas Zer- fleffchuns. > LrMrrichrr U-Voottneg. Ein U-Bootrekord. Berlin, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Innerhalb 24 Stunden wurden Won einem unserer Unterseeboote Treuerdings versenkt: Ern Hilfskreuzer von 20000 Brutto-Hkegister-Tonnen, zwei Hilfskreuzer oder Transportdampfer von je 13 600 Brutto-Registertonnen und ein Trcrnsportdampfer von 4600 Brutto-Re^stervnrnen, insgesamt 51800 Brutto-Register- tonnen. Bon den am 13. Februar als versenkt gemeldeten sechs Dampfern und einem Segelschiff von insgesamt 25 000 BruttlEogistertonnen führte ein Dampfer 1000 Tonnen Heu, 1500 Tonnen Weizen, 2000 Tonnen Hafer und ein Dampfer 5000 Brutto-Registerto nnen Petroleum nach England. Als Gefangene wurden eingebracht drei Kapitäne, zwei Ingenieure, ein Funkentelegraphist. Zwei von den Dampfern waren bewaffnet. Lvndvn, 15. Februar. (WTB.) LloydsmrDtrng. Der Dampfer „Margarita" (2788 Donnen) und die Schaluppen „As Hw old" (129 Donnen) und Irland" (152 Tonnen) sind versenkt worden. Die Besatzung der Irland" ist gelandet, nachdem sie neunzig Sllmden auf offenem Meere gewesen ist. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen .Bureaus. Der englische Dampfer „Kharr i 1 o" und das Fischerfahrzeu^„B e l v e i r c a st l e" sind ' London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Lonascer" (2777 Bruttoregistertonnen), das Fischerfahrzeug „M aryBell" und der englische Segler „P e r e y R e y" sind versenkt worden. London, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der englische Dampfer „Creen- l a n d" wurde versenkt. Die Bemannung wurde gerettet. Barcelona, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Alexandrien eingetrofsene Schiffsmannschaften berichten, daß in den Tagen vom 20. zum 29. Januar zwei mit Weizen beladene englische Dampfer von 11000 und 10 000 Tonnen vor dem Hafen durch Unterseeboote versenkt wurden. Hafenarbeiter von Alexandrien erklärten, daß die von dort verkehrenden englischen Lazarettschiffe ausschließlich zum Transport von Truppen und Kriegsmaterial nach Salonik benutzt würden. Stockholm, 16. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Es verlautet, daß fünf schwedische von England mit Kohlen nach schwedischen Häfen aus gelaufene Dampfer in dem Nordsee-Sperrgebiet versenkt worden seien. Kristiania, 16. Febr. (WTB.) Das norwegische Konsulat in Bordeaux drahtete an das Handelsdepartement: Der Dampfer „Progresso" (1620 'Tonnen) ist versenkt worden, der Kapitän und die Besatzung ist gerettet. Rotterda nt, 16. Febr. (WTB.) Nach hier ein getroffenen Nachrichten wrck in England für Butter bereits jeder Preis gezahlt. In Schiffährtskreisen herrscht Beunruhigung über die Absicht Englands, in großbritannischen Häfen liegende Schiffe zu kaufen. Es lvick gemeldet, daß drei schwedische Schiffe in England gezwungen wurden, ihre Lcümng zu löschen. Lugano, 16. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Das französische Torpedoboot „317" ist am 28. Dezember 1916 verloren gegangen. Bern, 16. Febr. (WTB.) Lyoner Blätter melden aus Almarm: Der englische Dampfer „Meteor" ist bei Sunta Entinae gescheitert. Die Rettungsarbeiten werden unter Aufsicht zweier englischer Kreuzer aus geführt. Am dem Reiche. Ein preußischer Staalskoinmissar für Volksernährung. Die „Franks. Ztg." schreibt: Unsere vorgestrige Meldung, daß der Leiter der Reichs- getreidestelle, der bisherige Unterstaatssekretär im preußischen Finanzministerium Dr. Michaelis zum preußischen Staatskommissar für Volksernährung ausersehen sei, wird jetzt bestätigt. Seine Ernennung wird in den nächsten Tagen erfolgen. * Berlin, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der,.Staats- anzeiger" meldet: Dem Prinzen Philipp von Sach- sen-Coburg-Gvtha, .Herzog zu Sachsen, ist der Schwarze Adler-Orden verliehen worden. München, 16. Febr. (WTB. Mchtamtl.) Der König empftng heute in feierlicher Audienz den außerordentlichen Botschafter des Kaisers und Königs Karl, den ungarischen Ministerpräsidenten a. D. Grafen Khuen-Hedervary, der von dem Legatiopsrat Kämmerer Grafen Bukuwky begleitet war. Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer. rb. D a r m st a d t, 15. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer setzte in seiner Sitzung am Donnerstag vormittag die Besprechung mit der Regierung fort, die durch die drei Minister, die Stcvatsräte Süffert, Hölzinger und andere vertreten war. Bei Kap. Bad-Nauheim wurde die Besetzung der Stelle des ärztlichen Leiters der medizinisch-wissenschaftlichen Llb-teilung des bäderkundlichen Instituts zusammen mit der Besetzung dtft Stelle eines 4. Ministerialrates im Ministerium des Innern bespwck)en. Einige Mitglieder des Ausschusses sprachen sich grundsätzlich gegen die endgültige Besetzung neuer Stellen Während des Krieges aus, während andere nach der Schaffung verschiedener neuer Stellen in der Bauabteilung im vorigen Jahre für die Bewilligung der beiden Stellen sind, die voraussichtlich gutgeheißen werden. —Bei der Oberrechnungskammer sagte die Regierung bezüglich der aushilfsweisen Besetzung des Präsidiums' der Oberrechnungskammer durch den Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes zu, daß diese Stellvertretung nur während des Krieges stattftnden solle. durch die eine Ersparung von etwa 110Ö0 Mark erzLelt werbet könne. Es wurden Bedenken darüber laut, ob nicht eine präzise« Faffmrg dahin, daß das Provisorium nur für die Dauer des Krieges zu erfolgen hätte, am Platze wäre. Ucker die Besetzung eines anderen sreigewvrdenen Postens wird die Regierung demnächst eins besondere Vorlage machen. Bei der Landes Universität soll die endgültige Gestaltung des agrikulturchemischen Instituts erst nach dem Frickensschluß geregelt iverden. Bei Kapitel 43 (Jugendpflege) wird Auskunft über die Verwendung der 30000 Mark gegeben. Der Bettag ist nickt vollständig ausgegebcn worden und soll im wesentlichen zur militärischen Ausbildung^ der Jugend verwandt werden. Bei der Landeswaijsenanstalt ist eine Steigerung der Verpflegungssätze in Aussicht genommen. In besonderen Einzelfällen soll Erhöhung eintteten. Magen über zü geringe Sätze sind nach der Mitteilung der Regierung nicht eingelaufen. Am Freitag hält der Finanzausschuß seine Schluß-* sitzung ab. Das Plenum der Zweiten Kammer wird zur Abhaltung der Etatsberatung Dienstag, den 6. März, zusammen- tteten. ' Au« Stadt und Land. Dießen, 17. Februar 1917. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 19. bis 27. Februar 1917 haben nachfolgende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 8. Woche, gültig vom 19.—27. Februar 1917 Buttermarken „ 8. „ , „ 19.-27. „ , Fleischmarken ,8. „ , „ 19.—27. , , Kartoffelmarken 9 8. „ „ v 19.—27. „ B Zuckermarken Nr. 6 und 7, gültig bis 28. Februar 1917. Seifenmarken für den Monat Februar. Ein Umtausch verfallener Marken stutzet nicht «ehr statt: ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. GeschäftSstuudeu de» Stützt. LebeuS«tttela«teS von S—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. Sonntags 10—12 Uhr vorm. Markenausgabe für Urlauber. *'AmtlichePerfonalnachrichten. Entlasten wurde am 12. Februar der Lehrer an der Volksschule zu WormS Karl Winkler auf fein Nachfuchen vom 1. Februar 1917 an auS dem Schuldienst. Der Gro ßher zog hat dem Postsekretär Balthasar Krell in Auerbach das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. •* Auszeichnung. Oberlehrer Prof. Karl V ö l z i n g wurde die Rote Kreuz-Medaille 3. Klaffe verliehen. ** Unterstütz nnggeschädigter Arbeiter in den Zigarrenfabriken. Vom Großh. Hauptstoucrarnt unck uns mitgeleilt, daß unsere Mitteilung ins der Nummer 38 vom 14. Fckr. 1917 der Richtigstellung bckarft Die Maßnahme der Einschränkung der Herstellung von Tabakerzeu-gnissen steht mit dem Gesetz megoi Erhöhung der Tabakabgaben vom 12. Jmri 1916 in keinem Zusammenhang. Sie ist vielmehr erfolgt, weil das Verbot der Einfuhr von Tcckak und Tabakerzeugnissen eine Stteckung der im Jn- lande befindlichen Tabakvorräte nollvendig macht. Werden daher Tabakarbeiter infolge dieser Regelung des Verkehrs mit Tabak arbeitslos oder im Verdienste geschädigt, so können hieraus An- sprüche auf Gewährung einer Unterstützung nach Artikel V des genannten Gesetzes nicht abgeleitet werden. ** Bersicherunrgspflicht in Detailhandels 8« - trie ben. Von der Detaflhandels-Decufsgenossenschaft nt Berlin W. 68, Charlottenstraße 96, wird mit geteilt, daß noch zahlreiche Inhaber von Detailhandelsunternehinen, welche die Reichsversicherungsordnung ab 1. Januar 1913 der gewerblichen Nnfallver^ sicherung unterstellt hat, ihre Betticke nicht bei dem zuständiger^ Versicherungsamt zur Arnueldung gebracht haben. Die Handelskammer macht deshalb daraus aufmerksam, daß Detailhandelsbetticke schon dann versicherungspflichtig sind. Wenn in ihnen ständig zwei kausmänmsche Angestellte (Verkäufer, Verkäufe rinnen, Kontoristen, Lehrlinge, LckrmDchen — auch ohne Gehalt —) oder ein gewerblicher Arbeiter (Laufbursche, Laufmädchcn, Kutscher usw.) beschäftigt Wecken. Familienangehörige mit alleiniger Ausnahme des Ehegatten sind, auch wenn sie kein Gehalt beziehen, als Angestellte im Sinne des Gesetzes anzusehen. Die nicht rechtzeitige Anmeldung den. Allen Inhabern von oben bezeichneten Betrieben, die mindestens zwei kaufmännische Angestellte oder einen gewerblichen Arbeiter ständig beschäftigen, wick deshalb dringend ängeraterr, ihre Betricke bei dem Verficherungsamt der Stadt bezw des Kreises Gießen in Gießen ohne Verzug schriftlich anzmnelden. ** Das Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81, das ab heute Samstag wieder ständig geöffnet ist, bringt im Programm vom Samstag, 17. Febr. bis einschl. Montag, 19. Fckr., den rwrdischen Kunstftlm ,,Fremdes Blutt'. in drei Men, von ersten nockischen Künstlern dargestellt, das Militär-Lustspiel „Ja, schön ist die Svldatenlicke^' in zwei Akten, mit Anna Müller-Linke in der Haarpttolle, wtb „Der Glockenguß zu Breslau", eine dramatische Begebenheit und das übrige Beiprogramm. ** Das Lichtspiel haus Bahnhofftt. 34 bringt auf seinem Spielplan für Samstag, Sonntag und Montag ein seltsames Filmschaufpiel „Das Skelett". Hauptdarsteller sind Ellen! Richter und Hans Mühlhofer, beide vom Wnigl. Schau- A«nst, wigenschast und Leben. — Die Uraufführung einer „Ring"-Kom ödie. Mml schreibt uns aus Wien: Harry Kahns „Ring" streift oder schneidet das scharsgeprägte Wort, mit dem Moritz Hermann die unentrinnbare Tragödie Adams und Evas zu umtteisen und zu umschließen versucht: „Die Frau will den Mann, der Mann will sein Werk." Ter etwas leise urck lose gefertigte „Ring" schneidet bloß diesen ehernen Kreis, denn Harry Kahns Spiel pendelt bedercklich aus der hohen Moritz-Heimannschen Ebene in die tiefere Henry-Bataillesche der Ehebruchskomödie einer ein bißchen unverstandenen, ein bißchen vernachlässigten Frau, die sich mit ihrem Mng an dem Ring ihres Marmes rächt. Ter oft genannte Ring hat nämlich — durch nicht gerade kostbare Witzigkeit — doppelte Fassung: er bedeutet, zum ersten, das Symbol der Ehe und ihres Zusammenhallens — den Trauring, und ist zum andernmal ein Geschäfts-Trust, ein Metall-Konzern, ein Messing-Ring. Weil der Baron der Frau Lissie, der Gattin des Messingttust-Direktors Georg, Ring ddummer 1, ansteckt, droht dem Mann sein in Bildung begriffener Ring Nummer 2 zu zerspringen, denn bei einer ganz großen Sache, wie sie diese Vertrustung eben ist, muß einer nicht mcr mit seinem ganzen Kopf, sondern auch mit seinem ganzen Herzen dabei sein. Herr Direktor Georg kann es am Ende auch ohne das, auch ohne heiles Herz, wenn er nur bei heiler, von keiner Tuellkugel durchschlagener Haut bleibt, und so „wrll er nicht bettogen sein". Urrd so . . . Harry Kahn selbst scheint über diese steile Sterirheimsche .Kühnheit erschrocken zu sein, denn er druckt sie durch die Randbemerkung des Barons, ob Georg auch bei einer Defraudotton seines Buchhatters nicht betrogen sein „wollte", sofott wieder auf sentimentalisches Niveau. Tro^em, trotz allem tastenden Hierhin und Totthin zu Neuem und Klischeehaftem, zu Bedeutenden! und Banalem, trotzdem hat der junge Autor sicherlich Talent und hat die ausgezeichnete Aufführung an der Neuen Wiener Bühne verdient, in der die zum Schreien drastische und zuweilen zmn Weinen wahre Gulbvausson-Komik Paul Morgans den Erfolg des Abends entschieden hat. — DieUrausführungeinesneuenOratoriums. ^"^Dresden wird uns gescknicken: In der Dreikönigskirche in Dresden erlebte das Oratorium ..Jesus" für Soli, Chor, Orchester uick Orgel von Paul Gläser seine Uraufführung aus hem Manuskript. Es ist das erste große Werk, mit dem .Gläser. der 'Kantor in Großenhain in Sachsen ist, an die Oeffentlichkeitz tritt. Die Lebensgeschichte Jesu wird in ganz lapidaren Szenen von der Verkündigung der Hirten bis zum Tode am Kreuzü episch vorwärtsdrängend aufaerollt. Tie Wahl der Bibekstellen ist mit künstlerischem Sinn geschehen, ebenso die Einfügung eines Wiegenliedes von Lope de Vega. Das Charakteristische der musikalischen Gestaltung ist ckenfalls ein Vorwärtsdrängen, ein Nichtverweilen. So kommt es, wie in dem Einzug in Jerusalem, der Gethsemane-Szene, Petri Verleugnung, den Szenen Jesu vor Kaiphas, vor Pilatus zu packenden Dialogen, zu fast dramatischen Ausdrücken, die aufs Stärffte bewegen. Andererseits aber hat sich der Komponist um jene Ruhestelben gckrackst, jene Augenblicke ganz tiefen Versenkens in das Mysterium, die gerade die Höhepunkte in den Werken unserer großen Orcrtorien-Meisver bedeuten. Tie Stärke des Gläfersckien Werkes liegt in den Chören und dem Orchester. «Auch sie gehen nirgends in die Breite, aber in ihrer schlagfertigen Kürze ist echte Musik. Frei und selbständig folgt Gläser den großen Meistern. Lilzt-Dvaeseke steht sein Orchester am näckfften. Es hat Farbe, Rythnms und das Aufleuchtende echter Inspiration. Das edle Werk gehört zur wertvollen Bereicherung! unserer modernen Oxatorienliteratur ütrib verdient es, noch oft in so schöner AuMhrung zu erklingen wie sie unter Kantor Strauß- kys und Kirchenmusikdirektor Dorr ma nns Leitung die vereinigten Kirchenchore der Treikönigs- und der Lukasgemeinde zu Wege brachten. — Die Erstaufführung eines Lustspiels von Franz Blei. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Franz Blei, der in seinen Essays urrd in seinem Buch über das „moderne Theater^' eine glänzende, wenn auch am stärksten kritisch-negativ gerichtete Geistigkeit zu entfalten vermochte, hat mit dem im Leidiger Alten Theater erstmalig gegckenen Lustspiel „Logik des Herzen s", die ohnehin magere heitere Literatur um ein nicht sondeckich lebensfähiges Produkt vermehrt. Versäüedene LiebtzÄ- schicksale komplizieren sich in diesen drei Akten. Der Kern der Hand- limg ist eine Eifersnchtsinttigue, verursacht durch die Tücke von Zufällen und geschürt durch die Aufreizungen einer auf Hausehre haltenden väterlichen Fürsorge. Ulrich von Türheim, der die liebenswürdige Einfalt selbst ist, hat Liselott geheiratet und läßt sich seinen Mnderglauben an weibliche Treue nicht erschüttern, auch als ge- wichttge Tatsachen diesen zu bedrängen scheinen. Liselott hat nämlich für eine andere einen Liebesbrief geschrieben, weil diese ander« der Kunst des Schreibens nicht mächtig ist. Der in der Tat nicht un- bckenklich klirigende Brief fällt natürlich in die Hände Ulrichs und! droht den Frieden des Hauses zu verwirren. Aber die „Logik deS Herrens"' behält recht; Äselott geht sttahlend hervor. Ulrich verulkt die erhitzten Väter durch eine gespielte Othelloszene, und es gibt am Ende eine Anzahl Liebespaare. Auch die Aufführung vermochte dem kühlen Dialog des Stückes nicht das fehlende Blut zu ersetzen. — Luise Hacker-Zabel, Gattin des Darmstädter Hof- schauspielers Hacker, in den 70er und 80er Jahren g?efeierte Heroine und zugleich ein der geist- und humNrvollsten Dcrttetermnen des seinen Lustspiels, ist in Tarmstadt verschicken. Die längste Zeit ihrer künstlerischen Wirksamkeit gehörte sie der Oldenburger Hofbühne mi, die unter Jülius Mvfen's Leitung und Adolf Dtahr's kritische« Einfluß eine der vornehmsten geworden war. R. v. Dalwigh nennt in seiner „Chrsmik des alten Theaters in Oldenburg" Luise Zabel als dessen kräftigste Stütze. Außer Oldenburg wirkte sie vornehmlich noch an den Theatern der rheinischen Städte Düsseldorf, Köln und Mainz! sowie in Riga und ihrer Vaterstadt Königsberg. Große Verdienste erwarb sie sich auch nach ihrem Abgänge von der Bühne durch ihr organisatorisches und dichterisches Talent insbesondere bei den BÄHltättgkeitsfesten der Ge- nosserffchast Deutscher Bühnenangchöriger und dem „Verein für das Deutsckftnm im Ausland", der sie mrch M seinen! Ehrenvor- standsmitglicke ernannte. — Friert das Kattegat zu? Im skandinavischeu Norden herrscht zurzeit außergewöhnliche Kalle. Das Kattegat ist in großen Teilen vollständig zugefroren. Dauert die Kalle und die Windstille noch einige Tage so weiter an, so rechnet man damit, daß das Kattegat dieses Jahr, prakttsch gesprochen, ganz zufrieren wird. An der Westküste von Schweden und bis hoch gegen Nocken hinauf stellt das Eis fest. Vorige Woche mußten verschickeile Schiffe, die von Norwegen auf der Fahrt nach Süden waren, in Gotenbnrg einlausen, weil sie nicht weiter konnten. Von einer Lotsenstation au der schwedischen Westküste wick gemeldet, daß das Eis, so weit inan überhaupt mit dem Fernrohre sehen kann, das ganze Meer bedeckt. Auch im Hafen von Christicmür vollzicht sich der Berkelw unter Schwierigkeiten. Durch die lange Kälte ist die See so abgeki'ihlt, das; sie selbst dann Eis bildet, wenn die Kälte nur mäßig ist. Das Eis aber macht das Wasser dann noch kälter. Nur nrilderes Wetter und ein kräftiger Nordwind, der die Eismassen in Bewegung setzt, könnte die Lage bessern. E>as Stück sc^c^^^lmigsrcich ju frirt. Xct S? S-ge«acktV-rti«m imd gtaw- »m^ ,BrrNMtfMrwe^ D-ls Programm wird vervollständigt Das LichtsprrlhÄls ist geüK ^KLn72V-^. m ° m MaS ** 2V2 - 10 Udr ** Das heutige Kreisblatt Nr. 29 enthält Bekannt- »swewfÄt stÄ ‘ssa,? 1 *"' ••orrr s « Landkreis Gieren. .. f 1 * c ud Pt f a. d. Lda., 17. Febr. Gesr. Karl Reinhardt, zurzeit tn Rußland, wurde zu Kaisers Geburtstag das Eiserne Kretn verliehen. Der den dampfen im Westen wurde er schon im Vor jahre mrt der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. .. 5,°ufen, 17. Febr. Zum Unteroffizier befördert ment'Vn Westen **° ncaö Schomber bei einem Insauterie-Regi , Mainzlar, 17. Febr. Die Ortssammlung für die Groß- «(Mb h«r 191,30 "E«r-Mvvs ^ 17 Febr. Tie am 14. d Mts. durch ffZr? ^r^^wuMene HcruLsnmMluwg für die Großher^og-Ernst- LudwiA-.J'ubrlqLlumZspe'nde brmhtc 19 Mff. ttw ' Kreis Schotten. Wilhelm Lang von.hier. Erlernen ceuzes, wurde nrit der veWvwai Dapferkeitsinedarlle ausgezerckuiel. Lang rückte als Land- MMnvekrut tat umi» wnrÄ^btt deir Kämpfen an der Somme zum E^r^ert^ Der MusfettLr Heinrich Theiß von hier, wacher rat Frühjahr 1915 schwer verwundet in rassische Gefangen-- )ch^t ger«t^mrd rm Mar vorigen Jahres als Invalide ausge- r^ÄuÄ vor einigen Wochen nrit der Hessischen! Tapfettettsnwdcnlle auZgezerchnet. Inhaber des Eisenren Kreuzes rft er schon läng«. Kreis Wetzlar. ^ ^ebr. Der Vorsitzende des KreiSauSschusses gä bt bc tatmi, bofr gemäß Erlaß des Oberpräsidenten der Rhein- provürz für dr« Htndenburg-Spende aus Hausschlachtunqen nur noch dr« örtlichen Höchstpreise gezahlt werden und zwar sür freche« und geraucherteu Speck mit Schwarte 2.40 Mk. für das ^rr unausgelassenes Schweinefett 2 Mk. für das Pfund und für Schmalz 2L0 Mk. für das Pfund. - Der Landrat warnt die Krers «»gesessenen dringend davor, bei der Zubereitung (Pökelung) von Neifch und Fleischwaren im privaten Haushalt, wie z B. bei HauSfchlachtungen, chlorfaure Salze zu verwenden, da diese Gift- Wirkungen Hervorrufen können. Kreis Friedberg. ^ u Gambach. 17. Febr. Lehrer K a i s e r, der bis Ausbruch des Krieges aks Lehrer in unserer Gemeinde wirkte, diente als Kriegsfreiwilliger im Res.-Jnf.-Rgt. 222, wo er verwundet wurde, und jetzt beim Jnf.-Rgt 254, wo er zum Leutnant befördert ist und das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt. Kreis Wetzlar. „ m AUS fcKta NEfe Wetzlar, 16. Febr. In sämtlichen ^^rndgememdsr wurde folgender Ausruf etteitt: An die Männer und Frauen «Lus dem Laude! Landarbeit ist vaterlcnrdischer Hilfsdienst. Unfeoe Brüder cm der Front draußen trüd in den Fabriken daheim verlassen sich auf Euch Seid stotz darauf! Wer um wenige Groschen mehr Verdienst vom Pfluge weg zur Stadt eilt, begeht Fahnenflucht. Hattet solche Weichlinge nrit Vorbild und Wort zu- tüd \ ßbit deutschem Gruß! Grüner, Generalleutnant. Chef des KriegAaMteS. Hessen-Nassau. .= J£, ö H c t/ 16 ^br. Die hessen-nassauischen, hessischen, wardecrgchen und angrenzenden westfälischen Kalk werke haben sich in einer hier abgehaltenen Versammlung zu einem Verband zusammengeschlossen. Ein aus sechs Kalkwerksbesihern bestehender Vorstand übernahm die Leitung des Verbandes. — Gaffel, 16. Febr. Für den Regierungsbezirk Kassel ordnete die Regierung an, daß während des Winters 1917 zur Ersparnis von Heizung und Beleuchtung der Unterricht erst morgens um SH Uhr zu beginnen hat und daß an den späten Nachmittagsstunden der Unterricht ausfällt. = Cassel, 16. Februar. Die Stadtverordneteuversamm- lung bewilligte kürzlich 250 000 Mk. für den Bmi einer städtischen Entbindungsanstalt. Ter zur Vollendung des Baues, der 50 Betten vorsieht, noch fehlende Betrag von 260—300 000 Mk. wurde am Tonnerstag von Geheimrat Tr. Carl Henschel der Stadt zur Verfügung gestellt. Das Haus wird zur Erinnerung an die Mutter des Geheimrats Henschel den Namen „Sophienhttm" erhalten. Ziur Erlangung von Entwürfen für die Anstalt soll unter den Architekten der Provinz Hessen-Nassau ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Für Preise sind 3000 Mt. ausgesetzt. Dem Preisgericht gehören u. a. an i Frau Geheimrat Henschel, Mitglieder des Magistrats und des Studtverordnetenkollegiums, Geheimer Baurat Ho ff mann-Berlin und Geh. Baurat Petri- Mesbaden. ]f Marburg 16. Febr. Vor dem Landgericht machte heute ein wogen Diebstahls an geklagter Händler namens Fröhlich den „wilden M a n s£'. Er erging sich, als er wegen Ungebühr in eine sofort zu vollstreckende Freiheitsstrafe genommen wurde, in gröblichen Beleidigungen, und, in die Gerichts zelle zurückgebracht, ***** Wfcrt* DE Hunt dem Geftckl kurz und klein. 5rra§en. Ecn schon weljach vorbestrafter tunger kräftiger Me Lebensmittel für mehrere Monate aufzuspeichern. Durch den Massenankauf wird die Ware noch knapper und die Preise steigen immer höher. Jnl maßgebenden^ Kreisen befürchttt mmr infolge des Mangtts bet Munitionszufuhr eine Einwirkung auf die nrilitättscl^en Operationen an der fvanzösischen und italieuischen Front. Berlin, 17. Febr. (Trahtn.) Wie ein Londoner Gewährs-' mann der „Voss. Ztg." meldtt, ist man in England nicht tml Zweifel, daß die Unterseeboots^Humen gefahrvoll für die Operationen an der italienischen und französischen Front werden. Italien brauche für große Aktionen, zu denen es vom Feinde gezwungen werden könnte, reichliche Ausfüllung seiner Munition. Seit ba U-Bootkrieg begonnen habe, seien aber feine Munitionsttansporttj mehr nach Italien gelangt. Versenkt. Kristiania, 17, Febr. (WTB. Nichtamtl. Trahtn.) Die' norwegische Gesandtschaft in London telegraphiett an das Ministerium des Aeußeru; Der Dampfer „Dalwato" ist am 11. Febr. i morgens versentt worden. Die Besatzung würde geretttt. Ein Aiann ist infolge Erschöpfung gestorben. Nachdem die Besatzung 73 Stunden in einem offenen Boote zugebracht hatte, wurde sie von dem Dampfer „Ellen Benzow' ausgenommen und am 15. Februar in Queens town gelandet. Paris, 17. Febr. (WTB. Nichtamtl. Trahtn.) L'JnttvN-l rgeant meldtt aus Santander: Im Angesicht der Küste wurde ein Trttmaster durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Die dichtgedrängte Menschenmenge an der Küste beobachtete den Vorgang mft außerordentlicher Spannung. London 17. Febr. (WTB. Nii^amtt. Drahtnachr.) Der Dampfer „Kyamtv^ und das F-ischerfehrzeug „Beloynerch'^ ind geftmken. Eine BernAorff-Erklärung? Haag, 16. Febr. Der KorrespoTident der „Associated in.Amerika hatte eine Unterredung mit dem Grafen Bernstorfl. Meser erklärte, die einzige Gefahr für den Dampfer „Frederik VIII" wäre, daß das Schiff auf eine Mine laufen würde. Wenn das ge- chieht, und wir zugrunde gehen, so bin ich dazu berttt. Es macht' keinen großen Unterschied für mich. Ich glaube, daß mttne offizielle Laufbahn in Amettka beendet ist. Ich bin von der amettkanischm Regierung nach Hause geschickt, für etwas, was ich zu ändern keine Macht hatte. Llber ich glaube, daß dies der günstigste AugeiÄic? ür mich ist, um abzutteten. (Es ist anzunehmen, daß diese ganz nach dem amerikanischen Ge- chmack stilisietten Aeußerungen von dem Journalisten, der sie emp- angen haben will, b^i der Wiedergabe in diesem Sinne umgeformt worden sind. — D. Red.) Stürnrer gegen Wilson. Kopenhagen, 16. Febr. In dem Blatte „Somb- china" erklärt Stürmer: Wilson hätte, wenn seine Friedensaktion ernst gemeint gewesen wäre, nur die Munitions- und Waffenausfuhr zu verbieten brauchen. Wilson habe jetzt, indem er gegen die Mittelmächte, vorging, sein richtiges Gesicht gezeigt. Eine aussichtsreiche Friedensaktion müßte von anderen Leuten als Wilson geleitet werden. In Rußland ist man von Stürmers Erklärung überrascht. Bissolati in Paris. Paris, 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich. Dvahtn.) Del italienische Minister Bissolati ist hier etngetroffen. X! Cafe Amend Samstag and Sonntag Künstler - Konzert Hotel Schütz Sonntag und Dienstag Künstler-Konzert Anfang V28 Uhr. [1369 ! 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Näheres in derGeschäftSstelle des Gießener Anzeigers. iE-« IJMOIS Montag, b. 19. Februar, abds. 9Ubr i...Postkeller" ^dl»sanger-^ebrgang in Gabelsberg Stcnoaraphfa f Damen u Herren. [' UnterrichtSgeld 6 Mk. Angeld. an Herrn Haaenfc?»», fn fE Sufr üb am Mo.1- La abd. 9 Uhr i. „Bostkeller". «^^^'»^aovrapden.VerOj, f.mi a.D*B.,-V®r#ia :K Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein lieber Sohn, unser Bruder, Schwager, und Onkel Karl Deibel Landstarmmann im 5. pommerischen Inft.-Regt. 42,4. Komp. Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille am 12. November 1916 nach 28monatiger treuer Pflichterfüllung im 39. Lebensjahre den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Heinr. Deibel VII. Ww. nebst Angehörigen. Wieseck, den 17. Februar 1917. 1373 'rf:f m) am Am 16. November fiel infolge eines Kopfschusses mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Monteur Otto Kämper im sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 107, 9. Komp, im Alter von 39 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: krau Hanna Kämper nnd Kinder. Giessen (Kanzleiberg 5), Blankenstein a. d. Ruhr, Langenberg a. Rh., Frankfurt a. M., Homberg-Hochheide, Dorlar bei Wetzlar, Oberhausen (Rheinland), Asslar bei Wetzlar, den 17. Februar 1917. 0919 Donnerstag früh entschlief sanlt unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau Sophie Roth Witwe geb. Reuschling im 84. Lebensjahre.* Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. Februar, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehaufe in Steinbach aus statt. 1356 Für die uns »011 allen Seiten in so reichem Maffc erwiesene Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte und dem Personal des Lupusheim zu Gießen für alles Gute, das sie an ihm getan haben, sprechen wir unseren herzlichen, tiefgefühltesten Dank ans. 0957 Kath. Größer und Kinder. Grotzen-Linden, 17. Februar 1917. Für die vielen beweise herrlicher Teilnahme, sowie kür die Zahlreichen Kranzspenden, bei dem uns so schwer betroffenen Verlustemeineslieben unvergeblichen Cannes, unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Orobvaters und für die trostreichen V^orte des Flerrn Pfarrer Fleinebach am Orabe, sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Flamen der tieftrauernden Flinterbliebenen: Hau Sophie Seipp. Msgewttbemm Gieße« (E.B.). Unentgeltliche Beratung der Mitglieder und deren Angehörigen in sozialen Angelegenheiten, Steuerfrageu usw. Sprechstunden: Milt" wochS und Sonntags von 1—2 Uhr im Gewerbehaus. »irchstraße 16. _ j234D Garten, Acker oder Stück Grabland z. pachten gesucht. Angebote z. richten an Job. Jacob Simon, Mühl- straffe 24. _ 100914 Sanitas-Brot ist frisch eingetroffen u. gegen l-'ö0 ob. 600 Gramm Marken zu erhalten bet: (Scoro Meusels Marktplatz 21. OieBen-bergwerk, den 15. Februar 1 Ql7. 1350D ist wieder in allen Breiten u. 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