Nr. 40 Der Gießens Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Giehener^amUlenblätter. Kreisblalt für den Kreis Gießen. Bezugspreis: rnonatl. SO Pf.. oiertei- fährt. Ml. 3.65: durch Mhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Dtk.3.45 viertel- jährl. ausschl. Bestell-. Iernsprech - Anschlüsse: iür die Schriftleitunglia Perlag.Geschästsstelleöl Anschrist für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. lör. Fahrgang ßrettag. sh. Februar \9\l Postscheckkonto: Frankfurt a.M. U686 General-Anzeiger für Oberhessen Swiltt»grr«nddr«ck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei «.Lange . Anzeigen . ÜU' Tagesnunrmer bis ;umNachmittag vorher, Zeiienpreis, s. Älnzeiaen: örtlich 20 Bi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 35 Bi., b Platzvorscdrist 30 Bi., Reklamen 7b Pi^ bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriitleiler: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Vankverkehr: Aug. Goey. Stadt mb Gewerbebank GieK-n Land.Vermischtesu.Äe» richtssaal: Fr. R. Zenz^ Schristlettung, Sefchästzstelle I. Druckerei: ^ Ani°ia°n-°iu H• a«f, Zchulftr. 7. sämtlich in Gießen. Gm Aaiserwort über den verschärften U-Vootkrieg. (WTB.) Großes Hauptquartier. 15. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. In letzter Zeit haben sich an der Front zwischen Armen- ttHves mUi Arras zahlreiche Gefechte von Aufklärungsabteilungen abgespielt. Der Gegner hat bei seinen häufigen. teils mit teils ohne Feuervorbereitung angesetzten Unternehmungen beträchtliche Verluste gehabt. In unserer Hand gebliebene Gegangene brachten wertvolle Aufschlüsse, die durch die Ergebnisse vieler eigener, mit Geschick durchqesührter Erkunr- dungsvorstoße ergänzt worden sind. (gestern war zwischen Serre und Somme unter Einsatz vielerschwerer Geschütze der Artilleriekampf vornehmlich in «n Abendstunden stark. Jnfanterieangriffe erfolgten nicht Es kamen in unserem wirksamen Feuer nur kleine Teilvor- swße gegen einige unserer vorgeschobenen Posten zustande, u«befehlsgemäß auf unsere Hauptkampfstellungen aus- wichen. Vom Kanal bis zu den Vogesen begünstigte klare Luft dw Fliegertätigkeit. Die Gegner verloren gestern sieben Flugzeuge, von denen Leutnant von Richthofen zwei — seinen 20. und 21. Sieg im Lufttampf — abschoß. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. An der Bahn von Kowel nach Luck überfiel eine unserer Streifabteilungen eine russische Feldwache und brachte ein lmdvierzig (befangene zurück. Südwestlich davon, bei Kisielin, holten Stoßtrupps dreißig Russen und ein Maschinengewehr aus der feindlichen Stellung. Nördlich der Bahn von Zloczow nach Tarnopol glückte ein gut angelegtes, mit Schneid durchgeführtes Untcnieht- men iw vollen Umfange. Rach kurzer Feuerwirkung drangen Sturmtrupps etwa 100 Meter tief in die russischen Linien nn nahmen dreBesatzung von sechs Offizieren, zweihundert- funfundsiebzig Mann gefangen und hielten sich fünf Stunden m den feindlichen Gräben. Inzwischen gelang es den Mineuren, die ausgedehnten Minengänge zu zerstören und unter unsere Stellung führende geladene Stellen unschädlich zu machen. Front des Generalobersten r v Erzherzog Josef. Keine besonderen Ereignisse. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. An der Putna wurde ein russischer Posten aufgehoben E Sereth der Vorstoß mehrerer Kompagnien z . rückgewiesen. Der Hafen und militärisch wichtige Anl. von Ga- '4ch wurden wirkungsvoll beschossen. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 15. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen Somme und Anere lebhafte Artilterietätigkeit. In der Champagne südlich von R ipo n t entmickel- ten sich Infanterie kämpfe, die für uns günstig verliefen. 2m Osten nichts Besonderes. * * * Gs ist nichts Ungewöhnliches, sondern etwas, was ^ EE ssut eingebürgerte Stimme des deutschen Willens mw Gewissens erwarten und vernehmen durften, daß der Kmser auch die zum neuen, schärfsten Kampfe gegen den Fernd ausgeschickten U-Bvote mit einem Geleitwort be- bEstke n würde. Er hat den Friedensvorschlag an unsere Minde mit einer offenherzigen Aeußerung begleitet, und o^uudet nach der Ablehnung des Vorschlages auch >medermm ganz persönlich die Konsequenzen, die er daraus ^Kleyen gewillt ist. So erscheint uns die deutsche Kriegs- ™ l [ in würdigen und stolzen Gewände. Gerade naly den Melfachen Verdächtigungen:, die wir von draußen zu hören bekamen, daß der deutsche Friedenswunsch nur on nahender Ohnmacht geboren wäre, ist es uns eine i ' v L [jv<üvu.ll IUU bl; L|L Cv II llv t IJlt- Genugtuung, von der höchsten deutschen Stelle die Bedeu- L^.Etlichen Schritte, das Entweder — Oder, b« uach der Entscheidung einsetzende deutsche ***** cirana( hell beleuchtet z.u sehen. Das ^ t f e ?S OTt an hic Manne klingt hell und fdwrf. J^? tC u " § gesagt werde,,, bcf; wir nicht über “ bk nenc. verschärfte Kampfes- sei«,, sondern daß der Entschluß sittlicher Mäßigung und ,n der Ec- ^Eknt an den bererts erreichten Zielen ztvar eine kurze ^.gemacht, dann aber, elastisch lind aller bewußt, festen Schrittes ^tvEc, daß diese in weiser Don .«rtwickelte Masse den Kriegs- ^ ^er brechen wird." Das ist die Hoffnung und i Ö I^l von allen Deutschen gehegt wird. „Vorwärts" ringt sich ttxtt beruhigende Auffassung der neuen Lage durch. Der ftühere Oberst Gädke, der dem Blatte regelmäßig über die Kriegslage berichtet, schreibt am 15. Februar: „Wenn die Gegner schon jetzt prahlen, daß sie der U-Boob- Gesahr durch wirksame Abjw c hr mi tte l begegnen werden, so folgen ffe well mehr ihren Wünschen und Hoffnungen als sicheren unterlagen. Tatsächlich ist die Lage für sie gegenwärtig sehr ernst geworden: und auch die Bewaffnung aller Handelsdampser, auf die |u to großes Vertrauen setzen, wird ihnen nach dem 1. Februaü geringeren Schutz verleihen als vordem. . rj, 11 . dürfen aus diesen Gründen ohne weiteres annehmen — E^len daraus Zuversicht für unsere eigenen Aussichten schöpfen —, daß die Stimmung in England eine weit besorgtere ist. als aus den Reden "der Lloyd George, Bcknar Law, Carson hervor geht. Wenn ffe jetzt nicht feste Siegeszuversicht bekennen würden, dann wäre das Spul ja schon verloren, und sie müßten sich zu Friedens- Verhandlungen berell erklären. Darum dürfen wir m diesem Falle Den vereinzelten Stimmen, die mll der Möglichkeit einer Nieder- Me rechnen, höheren Wert beilegen, als den großsprecherischen Mmqrerreden die unsere Niederlage und unsere „Bestrafung" verkünden. Selbst etn Bvnar Law muß, doch zugeben, daß England jetzt erst vor d:e furchtbarste Gefahr in: ganze:: Verlause des schweren Krieges gestellt sei." Gädke bewahrt auch, den prahlerischen Ergüssen unserer Gegner über deren bevorstehende „überwältigende^ Früh- jahrsossenffve gegenüber eine zuversichtliche Stimmung, die er rn folgenden Sätzen ausdrückt: „Wenn unsere Feinde erklären, daß sie uns diesmal den Vorteil der inneren Lime, das Hin- und Herwerfeu der Truppen von einer Front zur anderen, unterbinden würden, dann ist das eine Versicherung von Laien Laien gegenüber. Sie rechnen dabei nicht mit der freien Entschlußkraft der anderen, die sich Gesetz des Gegners zu beugen braucht, wenn Ne Hilfsmittel und Voraussicht findet, ihm zu begegnen. Bisher wareu wrr es, die das Gebot des Handelns vorschrie- oen, und ich kann keinen Grund entdecken, warum sich das :n Zukunft ändern sollte." England und seine Freunde haben natürlick), .wie auch Gadke angedeutet hat, das größte Interesse daran, über die Wirkung unseres U-Bootkriegcs „beruhigende" Erklärungen abzugeben. Dazu fördern sie erstens die durchweg falsche und von der deuljchen Regierung stramm zurn-kgewieseue Annahme als würde von den deutschen ll-Booten den Neutralen gegenüber dock) nicht recht Ernst gemacht. Die ft i l l s ch w e i - Deutschland erweiterte Schonfrist für neutrale ^ Um 13. Februar, die jetzt a b g e l a u f e n ist, erklärt sich nur so, daß England in frivoler und die Rechte der Neutralen wieder schroff mißhandellider Weise die hol- ^schisse über den 6. Februar iii seinen .Häfen guruckhielt. Wir haben loyal so lange gewartet, bis die Neuralen unsere Warnung gehört haben inid berücksichtigen rviinen. Fortan gibt es kein Zaudern inehr, soiidern :mr noch die Ausführung unseres Vorhabeiis. Zweiteiis bemüht sick) England, durch Hinrveise aus seine neuen ittel gegen unseren U-Bootkrieg Stimmung zu machen -can gibt vor, ein neues Mittel gesunden zu haberi' die Konvoi rer ung neutraler Schisse ohne Bann- durch ihre Kriegsflagge, d. h. es sotten mehrere .Hau- delsschrffe unter dem Geleit eines neutralen Kriegsschiffes die Fah durch das Speergebiet autreten: der Befehlshaber des Kriegs,chiffes hat dann die Pflicht, sich für die Richtig kell der Angaben der Schiffspapiere seines Konvois zu ver bürgen. Diese Pläne werde:: von der „Köln. Volksztq." in fol genden Sätzen richtig mtifiert: • „Verfolgen wir die völkerrechtliche Entwickelung dieser Einrichtung, so mwon wir, daß sie auch von der Londoner Seekrieg- rechtskonserenz in ihre Deklaration ausgenommen ivorden ist: denn auch sie kemll das Institut der Geleitschiffe, die neutrale .Handels- ahrzeuge durch die Blockade bringen. Schon hier sehen wir daß diese Bestimmungen nicht ans den verschärften Untcr- denn dieser kennt keine Blockade: er schließt nur ein bestimmtes Seegebiet von jedem Verkehr ab, und alle Fahrzeuge, die es doch besahrcil, tun dies a:ff eigene Gefahr. Deutschland hat diese Methode der Seekriegffjhrmig mcht ausgebracht, sondern sich an das Beispiel gehalten, das England gegeben, als cs anr 4. November 1914 die Nordsee zum Sperrgebiet erklärte. Damals ist von den Neutrale:: — auch von ben Vereinigten .Staaten l— kein Widerspruch erhoben worden. Es ist daher auch nicht recht erkemrbar, rvoraus diese mm einen Elchen herlellen und begründen könnten." Technisch würde übrigens die Zusammenstellung eines solchen „Konvois" solche Schwierigkeiten machen, daß dieses Mittel nicht sehr rosige Aussichten bietet. England muß nach den Worte:: seiner Minister über zweckmäßige Abwehr vorläufig noch — nachsinnen. Italienischer unö südöstlicher Kriegsschauplatz. Nnvcrvndert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant -» * . * Marinebefehl des Kaisers. ^r Cl 2V 1 ' ^ F^br. (WTB.) Das Mariiieoerordnungsblatt vom 15. gppuciT veröffentlicht folgenden Befehl des Kaisers: An meine Marine! In dem bevorstehenden Entscheidungskampfe fällt meiner Ma-> rrne die Anisgäbe zu, das englische K riegs mittel dev n n s y u n g e r u n g, mit welchen: unser gehässigster und ha rin a er i g )t e r Fein d das deutsche Volk niederzwingen will, jt 1 un k s^in«e Verbündeten z u kehren durE die Bekamstmng ihres Seeverkehrs mit allen zn Gebote stehendest Mitteln^ Hierbei werden die Unterseeboote in erster Reihe stehen, -^ch erwarte, daß diese in weiser Voraussicht technisch über-« ^^'^ckelte, auf leistungsfähige und leistungssrcudige Werften gestutzte Waste im Zusammentvirken mit allen anderen Kampf- Mitteln der Marine und getragen von dem Geiste, der sie im ganzen Verlause des Krieges zu glänzenden Taten befähigte, den K rre gvw:l len unserer G egner b r ech en wird. Großes Hauptquartier, den 1. Februar 1917. Wilhelm.- * Erfolgreiche Marineflieger. Berlin, 15. Februar. ^WTB. Amtlich. Unsere Marine- stugzeuge belegteil am 14. Februar morgens die Flugplätze bei i;?'- J rdJen ■ uat * > ^ oxyde ausgiebig mit Bomben. Die Eiw- Ichlage lagerr gut. ^ A^? 5 ^.^oarf ein Wasserflugzeug die in den Towus liegendest Handelsschiffe mll guten: Erfolg mit Bomben. * Der türkische Bericht. öe.l^uü'rntinopel, 15. Febr ,WTB. Etlicher .Heeres- 14 Februar. An der T : g r r s - F r o n t nahm der Femd der Nacht vom 13 Februar unsere Stellungen südlich 1 e2l eX r^ eft 2'f- AEerieseuer. Zwei BEn, die der P 10 de" Kanal nach Tigris lenken wollte, wurden durch das steuer ulfferer Beobachtiurgsposten gezwungen, sich zu entfernen, Februar morgens steigerte der Feind abermals sein Ar- ^^er und näherte sich unseren Stellungen mit Jnranteri« :md abgejessencr Kavallerie, ohne indessen lzum-Angriff überzugehen. An den anderen Fronten ereignete sich nichts von Bedeutung, Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: 15. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei Focsanj wiesen wir einige russische Kompagnien ab. An der Putna betätigten sich unsere Patrouillen mit Erfolg im Vorgeländc. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Südlich des Mestecanesei-Tnnnels mmdc ein russischer Vorstoß vereitelt. !Aecresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich der Bahn Zloczow—Tarnopol und bei Swid- nifj, iit Wolhynien überfielen Stoßtruppen die russischen Grä- !»eMDie Unternehmungen glückten. Der Feind erlitt starke EiM-ißen an Menschen und Kriegsgerät. Ocftlich von Zloe^ow wurden überdies 0 russische Offiziere und 275 Mann als befangene abgeführt. Die skandinavische Protestnote. %cbr - WTB.) Meldung des Ritzan)ch«t Eireau.. Tie dänische, norw>egische und schwedische öfsenllichen- ^beremgekomnien, folgende Mitteilung zu per- rrorweaische und schwedische Regierung habest ^ utlf fe 1T 1CTT ^ dkm österreichischmnqarischyst S i Wortlauts übermittelt, welche geg sich daraus beschrankten, dre unandrstbaren Reckste der Neuiralen -ä verteidigen. E Nachdem die Note hervorgehoben hat, daß die Reqie- rungerk bei früheren Gelegenheiten gegen die Maßregeln der Knea- Einspruch erlwbeit haben, welche daraus^ abzielteil d^i freie Meer mr die Benutzung der Neutralen zu verengen, ge'yt sie twhr ^ Regierungen dresesmal um so Notwendigkeit versetzt sehen, bei denselben Gesichts punkten zu ver starren, als die der neutralen Schiffahrt bereitetest Hiichernis)e setzt emc noch beträchtlichere Ausdehnung mid Sch^s haben. Daraus leiikt dre Note die Aufmerksamkeit aus hnS völkerrechtlichen Vorschriften, welche alä St^ für dre dNaßregeln angerusen werden kömllen. deren 3iveck 2 allen Handel und alle Schistabrt iimi SSJijLÜf' «ot .verletzt «wtb«. irfflifffÄf t w fc c 9 |ÜI,rmbcr dos Recht st, der triedlläien Schiff-h^d^Drrch! KZKnÄr^rä"s^En, deren Menzeln L„ LUlichL pusten >ehr enisernt sind, dre allem aus gesetzliche Weise aelveert- 'S»?« öie SÄ ^»er die Seesperre, wonach ein w ^ Mifgebracht werden kmm, wem: es sich des rS x>n ' c 311 brecheii, enthält und wonach es im e:llsprechend den allgemeinen Vorschriften vor em Prrsengericht gebracht werden n:uß. Die Regienmgmr erklären hiermll, daß ihre Besorgnisse über die angetundigten Maßnahmen iwch duich die Tatsache erhöbt ^ !C G^fahrzonen ausschlieWich von Unterseebooten bewachst werden, deren Tätigkeit für die Angehöingen neill^s^ Gestrhr mll sich bringt, wie dies durch die iin Lauft; r^A Acn^achten Ersahrungen dargeleat worben ist Schlieft- lickihebt du Note d:e Tatsache hervor, daß die mlqekündigten Maül nahmen umsomehr den Grundsätzen des Völierr^ts widelltrcütm wenn ne, wie dies der Inhalt der Ntlltcihmg der ^s?^' Remmmqen anzndeuten scheint, oh:,e Unterschied auf afi S angewandt wurden, die tu dre bezeichnoten Zonen einsabven^^ auch ausdiiieiilgeii, dre nicht nach einem feiMichen .Hafen^bessi^^ smd sondern diese nur auf der Durchreise zwischen'zwei Hasen anlaufen. Indem sie sich auf die WSnfT Avalen Erwägungen stellen, protestieren tüe fei Ä* DeutscherTauchboöt-Minenleger. Eine Hauptrolle in dem verschärften Unterseedootskrieg ist den Minen zugewiesen. Zu diesem Zweck sind besondere Untersee-Minenleger gebaut worden, die ungesehen an jeder Stelle Minen auSlegen. Unsere Skizze zeigt einen solchen Tauchboot-Minenleger in Tätigkeit. Tie Minen sind in sechs Kammern des Vorderschiffs enthalten. Nach Lösung eines Sperrhebels vom Kommando- Turm aus gleitet die Mine samt Smhl und Anker zum Rohr hinaus und sinkt. Nach Berührung des Bodens beginnt die Sperrung der Mine im Stuhl sich zu lösen. Tie nach gewisser Zeit freigewordene Mine steigt, das Ankertau wickelt sich ab und die Mme stellt sich selbsttätig aus bestimmte Tiese unter dem Wasserspiegel ein. Chinas Protest. Die Erfolge des U-öoottrieges. Aus dem Reiche. Beschlüsse des Bundesrates. Berlin, 15. Febr. lWTB. Nichtamtlich^ Ingber heutigen Bundesratssitzung gelangten zur Annahme: ^er Entwirrt eines Gesetzes betreffend die Feststellung des Reicksbausbaltsetats auf das Recknungsjabr 1917. der Entwurf emes Gesetzes betreffend die Einberustmg von Hilssrichtern zum Rrtcks Militärgerächte, der i^rtwurf einer Bekanntmachung über Wohlfahrtspflege wahrend des Krieges, der Entwurf einer Bekanntmachung über den Verse ln mit Knocken ulw., der Emwurt einer Bekanntmachung rwer Truckiarbe. die Vorlage über die Errichrung von Kriegswirtichasts- ämtern, der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die V o r - Verlegung der Stunden inder Zeit vom 16. Avril bis 19. September 1917, der Entwurf einer Bekanntmachung l^et reffend die Prägung von Fünfpfennigstückerr aus- Aluminium, die Aenderung von Artikel 1 betreffeick Tagegelder, Fuhr - kosten und Umzugskosten der Beamten der Militär- und Marineverwaltung vom 16. Juli 1915 und der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Festsetzung eines dritten Nachttages zum Reicks- baushaltsetat für 1916. * Karlsruhe, 15. Februar. (WTB.) Der badische Landtag wird für den 24. April zu einer Sitzung ern- berufen werden. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung wird die Verlängerung der Sitzungsperiode des gegenwärtigen Landtages sein? dessen Wirkungskraft nach der Verfassung im Herbst dieses Jahres erlischt._ Aus Stadt und Land. Gießen, 16. Februar 1917. , Berlin, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ter hiesige chinesische Gesandte überreichte gestern dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes die Abschrift einer Note, die seine Regierung dem kaiserlichen Gesandten in Peking am 9. Februar zugehen ließ, in der gegen die neuen Maßnahmen für den U-Bootkrieg nachdrücklich Protest erhoben wird. Die Meldung feindlicher Deveschen- dienfte, daß die chinesische Regierung die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen habe, oder daß ein solcher Schritt unmittelbar zu erwarten sei, ist unzutreffend. * * * Tie bewaffneten Handelsschiffe. Rotterdam, 15. Febr. MTB. Nichtamtlich.) Der „Nisuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Lord Curzon teilte in seiner gestrigen Rede mit, daß die Zahl der bewaffneten .Handelsschiffe schon jetzt 40 bis 50 Prozent größer sei als Anfangs Dezember. Was den Bau von neuen Schiffen betteffe, so sei man damit beschäftigt, ein größeres Bauprogramm durchzumhren. Außerdem gebe man sich alle Mühe, um durch ein Abkommen mit den überseeischen Dominions, den Kolonien, den Alliierten und mit den neu- ttalen Staaten neue Schiffe zu bekommen. Durch den Bau von Standardschifsen hoffe man 500 000 Tonnen für die Handelsflotte zü gewinnen. Auch indirekt fördere inan die Schnelligkeit des Baues dadurch, daß man in den Werften auf Stück arbeiten lasse Außerdem werde ein Plan aus- gearbeitet, um die Einfuhr aller Artikel, die nicht unbedingt notwendig sind, zu verbieten. * Gnterstauungen in Amerika London, 15. ^fcrr. (WTB. Nichtamtlich.' Die „Times" melden aus Nerv Bork: In den amerikanischen Haien und Stationen trat Infolge der Werqernna der amerikanischen und anderer neuttaler Schiffe, üt-er den Qean vu fahren, eine gewaltige, Güterstaunng auf. Man glaubt, daß ungefähr eine Million Tomwn Stahl in New Bork lagett. Biele Güterzüge können^nickt ausgeladen werden, weil keine Schiffe zur Verfügung stehen. Schon irüher herrschte Waggon Mangel. Er hat fick jetzt noch verschlimmert. Tser Getreiderranspor t versagt vollständig. In Chicago liegt ein Weizenoorrat viermal so groß wie der normale Vorrat für diese Saison. In Boston lagett so viel Getteide, daß iridjtS mehr in die Stadt bineinkann. Tie Telaware-Lakawanna- Enenbahn und die Pennsylvania- und New Dork-Centtal-Bahn haben bekcmm gemacht, daß sie vorläufig keine Gütettranspw rtg von den Westbäien annehmen. # Dänemark. Kopenhagen, 14. Febr. (WTB. ) Die dänische Textilindustrie steht, der Zeitung „Politiken" zufolge, vor einer Katastrophe, da der Mangel an Rohstoffen die meisten Bettiebe zwingen wird, ttn Laufe der nächsten beiden Wscken die Arbeit einzustelten. Die Zufuhr von Rohbaumwolle war schon seit langem gering, so daß die Lager jetzt schon vollständig geräumt sind. Auch die Baumwollspinnereien und -Webereien, die schon seit langem die Arbeitszeit einfchränken mußten, werden Ende Februar vollständig schließen müssen. Der Minister des Aeußern verhandelt zurzeit. um Betriebseinstellungen zu vermeiden, die Aussichren für ein günstiges Ergebnis sind jedoch nur gering. * * Die Petersburger Konferenz. Stockholm, 15. Febr. lWTB.) Schwedische Blätter erfahren aus zuverlässiger Quelle über die Petersburger Konferenz Angaben, die von einem Teilnehmer der Konferenz selbst herrühren. Es ergibt sich daraus ein merkwürdiges Bild von den Bestrebungen der Weftmächte. Bei der Konferenz steht die Lösung finanzieller Probleme für Rußland im Vordergrund. Es will und muß Geld von England bekommen und zwar bald. Aber es ist begreiflich, daß der russische Finanzminister die finanziellen Fragen ebenst) wie die militärischen gleich endgültig geregelt wissen will. Lord Milner setzt diesen Bestrebungen Widerstand entgegen: er will die russischen Wünsche lediglich ad referen- dum nehmen. Rußland versucht natürlich, eine möglichst holst finanzielle Unterstützung zu erreichen. Die Gegenseite aber will die Leistungen an Bedingungen knüpfen, die auf eine den Engländern genehme Orientierung derinnerenPolitik Rußlands: und ans Garantien für die Verwendung der gelieferten Mittel abzielen. Ten englischen Delegierten schwebt der Gedanke vor, die Reise zu benutzen, um auf den Zaren hinsichtlich der inneren Lage einzuwirken. Ter Botschafter Buchanan hat das bekanntlich schon öfter getan. Tie Delogietten haben den Auftrag, sich Gewißheit über die Verwendung der Munition und Artillerie in Rußland zu verschaffen, um zu beurteilen, ob man sie nicht besser auf einer anderen Front Verwender, anstatt sie nach Rußland zu schicken. lieber definitive Forderungen, die England bei diesem Anlaß an Rußland stellt, verlautet ganz authentisch folgendes: England verlangt erstens eine Kontrolle über die Verwendung des Geldes durch englische Agenten, zweitens eine Aenderung der inneren Politik Rußlands nach den englischen Wünschen und drittens Besetzung der russischen maßgebenden Regierungsstellen durch Männer, die der englischen Regierung genehm sind. * * * Eine spanische Milititrmisfion in Berlin. Berlin, 15. Febr. (zf.) Eine spanische Militar- « i»s i o n, besr-hend aus Generalmajor Luiz de Santiago, Oberst- leutnanr aartos da Los Montero, Hauptmann Pedro Malenda und Hauptmann Jose Gener, ist heirte früh in Berlin eingetroffen. lFrks. Ztg - Berlin, 15. Fobr. (WTB.) Das U-Boot, dessen bisherigen Erfolge am 9. Februar mit 16 000 Tons bekanntgegeben wurden, hat im ganzen 35 000 Brutto- registertonnen versenkt. Amsterdam, 15. Febr. (WTB.) Bis zum 8. Februar einschließlich sind bei Lloyds Meldungen über den Verlust von 146 Schiffen eingelaufen, die seit dem 1. Februar versenkt wurden oder verunglückt sind. Kopenhagen, 14. Febr. (WTB.) Fünf Seeleute- organifationen, deren Mitglieder alle Klassen von Schiffsbesatzungen umfassen, haben in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, für Fahrten nach Amerika und England unter den jetzigen Verhältnissen, wo die Gefahren auf See größer sind als bisher, eine Verdoppelung der Unfallversicherungsbeträge sowie der Kriegszulagen zu fordern. Ferner wurde beschlossen, mit Rücksicht auf die Gefahren durch treibende Minen eine gleiche Kttiegszulage und Unfallversicherung auch für Jnlandsfahrten zu fordern, die bisher für die Nordsee galten. London, 15. Febr. (WTBch Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach den zuletzt eingetroffenen Nachrichten über den Untergang des Dampfers „Saxonian", der,>wie schon gemeldet', versenkt wurde, ergibt sich, daß 25 Granaten auf das Schiff abgefeuert wurden. Bevor es sank, wurde der Kapitän gefangen genommen. Ein Bootsmann ist au den Verletzungen gestorben. Unter den. vier Mann der Besatzung, die verwundet wurden, befand sich der amerikanische Staatsangehörige Weygard. Obwohl es 250 Meilen bis zur nächsten Küste war, wurde die Besatzung gezwuw- gen, das Schiff in zwei Booten zu verlassen, die das Laird erreichten, nachdem das eine 69, das ankere 25 Stunden auf See waren. Zwei andere amerikaTiische Staatsangehörige, Ellwood More und Jobn Suffand, befinden sich unter den Ueberlebenden, die sämtlich schwer zu leiden hatten, ehe sie gerettet wurden. London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: .Der Segler „Endora" und der Dampfer „Anzul" sind versenkt worden. London, 15. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Dampfer „I n is h o w e n Hoa d" ist versenkt worden. Cagliari, 15. Febr. (WTB. Meldung der Agenzia Stefani. Der amerikanische Dampfer „Lynan M. Lawzwar", mit Gerätschaften verladen, begegnete in der Nacht zum 12. Februar auf der Höhe der sardinischen Küste einem feindlichen U-Boot, das den Dampfer in Brand schoß und versenkte. Die aus zehn Mann, darunter acht Amerikanern, bestehende Besatzung landete in Cagliari. Ein Teilnehmer am Zeldzug gegen Rumänien sendet uns einen interessanten Feldpostbrief, dem wjir folgende Stelle entnehmen : Meinen letzteir Brief schrieb ich damals in dem Quartier von Ploestt, ein Quartier, das man im Krieg so leicht nicht vergißt, wenn man die Wahl zwischen gebratenen Hühnchen, Gänsen und Enten hatte. Ja das waren noch die ersten schönen Tage in Rumänien, wo es noch mit Riesenschritten vorwärts ging. Mit der Ein- ircchme von Buzau, wv uns das erste Mal wieder Russen gegenüberstanden und unsere Division 19 Lokomotiven und 400 Eisenbahnwagen erbeutete, rvar es vorbei. Die Gegend wurde arm att Dörfern und das bischen, was.dort war, nahmen die Russen und Rumänen mit. Es war Lehr schwer für Truppen und Stäbe Quartier zu schaffen. Unser Stab ging in zwei Staffeln vor'. Die zweite Staffel, zu der ich damals gehörte hatte das Glück, Weihnachten in Puzan zu verleben. Die erste dagegen 20 Kilometer weiter in einem Stall. Mit der Einnahme von Rimnicul-Serat kam ich zur ersten Staffel, um beinr Quartiermachen behilflich zu sein. Am letzten Dezembertage zogen wir bei strömendem Regen los uni^ kamen abends spät in Playinesti an, wo ein Schloß mit Gutsgebäude uns durchnäßt und todmüde aufnahm. Zu einer Sylvesterfeier hatte kein einziger Lust. Das holten wir am nächsten Tage gründlich nach imd zwar bei einer tadellosen Zigeunermusik. Der Älte war iwiick- lich ein .Künstler auf seiner Geige und reichte fast an einen jungen Runen heran, den wir in Buzau gefangen hatten, und der abends bei Exzellenz spielte und auch säwn vor dem Zar gespielt hatte. Nack mehreren Tagen ging es weiter nachF.. .wo wir jetzt noch in Quartier liegen. Hier gefallt es uns ganz gut. Habe ein kleines nettes Zimmer nur eingerichtet nnd alle nwg licken Möbel zusammen geschleift. Auch Barometer, Max. Min. Thermometer leihweise znsammenrequiriert. Haben seit fast 14 Tagen sehr kalt und viel Schnee. Trotz der südlichen Lage kommen hier Temperaturen von — 20 bis — 25 (tzrad C. vor. Was unter diesen Umständen die Truppen im Schützengraben noch ohne Unterstände lurs -7 zuhalten haben, ist kaum nuszndenken. Hier in der Stadt ist es dagegen ganz gemüttich. Das Stadttheater ist am 27. eröffnet worden. In drei Tagen hat eine Trnppe aus Künstlern, die von der Front des Reservekorps waren, ein kleines Stück eingeübt. Einige deutsche und österreichische Damen, die hier wohnen, spielen mit. Komiker, Jongleure. Drahtseilkünstler und die Kipelle von R-.füllen die übrige Zeit ganz nett aus. Und Preise: z. B. Sperrsitz 75 Bani 58 Pfennig, Balkonloge 2 Lei — 1,50 Mark. Die Zeit über konitte man auch ganz gut und billig hier leben. Rindfleisch kostete das Pfund 54 Pfennig. Doch seit gestern sind die Flckschkarten aus Deuffchland angekommen und magere Kvst hat wieder begonnen. Heute abend : Tee ohne Zucker und sonst nix. Außer Rindfleisch uni) Wein war ja auch in der Stadt nichts zu haben. Die Ruffen kvaren halt zu lange in der Stadt gewesen Die Einwohner waren froh, als wer kamen. Fast jeder dritte Mann spricht fließend oder gebrochen deuffch. Plauderei über die neuen Feldpostadreffen. !A.: Heute bekam ich eine Feldyostkarte von meinem Sohn, in der er mir mitteUt, daß seine Adresse vom 15. Februar ab nutz noch lautet: An Trainsoldat Ttto Abel Fuhrparkkolonne 284 Deutsche Feldpost Nr. 682. Statt der letzteren Angabe setzte ich früher hinzu: * 26. Infanterie-Division 10. Armeekorps 4. Armee, Westen. Jede Angabe über Kriegsschauplatz, Armee, Armeekorps und Division soll ick vom 15. Februar ab fortlassen: die Angaben seien sogar verboten: ich weiß nicht, wie die Pvst meinen oofjrc senden! wird: die Adresse soll doch so deutlicki wie möglich sein, imd mm beschränkt sie sogar selbst die Deutlichkeit. B.: Mir ging es ebenso: ich erhielt ebenfalls eine solche Postkarte und meine Nachbarn, die Söhne im Felde haben, ohne Ausnahme auch*). Ich soll schreiben: An Unteroffizier Michael Biermann Infanterie-Regiment 13 1. Bataillon 3. Kompagnie. Und, setzte mein Sohn hinzu, um Gotteswillen nichts^ inehr hinzufügen, also nicht einmal die Nummer der Teutjckstn Feldpost. A. : Ick möchte wissen, wozu jetzt noch eine solche Aenderung: der Zkrieg ist ja bald zu Ende. * B. : Da bin ick dock anderer Ansicht. Wenn jetzt solche Aen.de- rungen gettvffen werden, so müssen lvvhl schwerwiegende Gründe vorliegen: und die Hanpffachc ist ja, daß der Brief schnellstens, seinem Einpscürger zukommt. Ter Sinn der neuen Vorschrift ist kurz folgender: Bei allen Truppenteilen, die einem Reg imentsv erban H angehören, also bei Infanterie-, Kavallerie-, Artillerie- und Pionier-Regimentern, sowie bei den höheren Stäben von Armeekorps lGenevalkommandos' sowie von Divisionen imd Brigaden ist nur die Adresse des Empfängers mit seinem Truppenteil (der Formation) anzugcben, bei allen übrigen Truppenteclen. nne selbständigen Jägerbataillonen, selbständigen Fußartillerie-Bat- terien, Kolonnen, Stäben der Elappen-Jnspektionen, Armeen. Ar- meeabteilunqen usw. ist außerdem noch der Zusatz: „Deutsche Feldpost Nr." hinzuzufügen. In beiden Fälleii darf die Feldpostadresse nur die B^eichnung des Truppenteils^ bis zum Regiment aufwärts, also nur den Dienstgrad, Name, Kompagnie (Eskadron, Batterie» Bataillon (Llbteilung), Regiment oder dis amtliche Bezeickstiung der Formation entl>attcn. Die Angabe eines höheren Stabes ist nur bei den Angehörigen der höheren Stäbe selbst oder da, wo sie noch zur Benennung der Formation unbedingt gebraucht wird, zugelassen. A. : Ick verstehe. Aber was inan heutzutage nicht alles wissen muß, die vielen vielen Verordnungen. B. : Ja freilich.'Vor allen Dingen, genau die von Ihrem Sohne angegebene Feldpostadresse anwenden, genaue Angabä der Formation und, wenn nöttg, die richtige Deutsche Feldpost-Nummer. Sonst erleidet der Brief Verzögerungen. Ordnung muß sein und die Ordnung in allen Dingen bringt uns den Sieg, den deutschen Sieg, den wir alle erstteben. *) Die.Heeresangehörigen haben Weisung erhalten, ihre^ vom 15. Februar ab gültigen Feldpostadressen rechrzeittg nach der .Heimat mitzuteilen. * Japan. Einen lwckmteresfanten, wissenschaftlich durchgearbeiteten Vortrag, der viell-eichl etwas zu sehr in die Details ging, chelt gesterit abend in der Neuen Aula vor großem Publikum Freiherr von Reihen stein über Japan, das nach Ansickst des Redners in der kommenden Zeit, rmd vielleicht noch in diesem Weltkrieg, eine große Rolle spielen wird. Noch wissen unr nicht, in welcher Weise Japan England, seirrem jetzigen Berlmndeten, und Amerika, seinem stillen Feinde, entgegeittreten wird. Aber es bereiten sich jetzt in Japan Dinge vor, die daraus schließen lassen, daß es nicht als unser Feind, sondern als unser Freund auffritt und daß es in Amerika seinen natürlichen Gegner sieht, mit dem es sich über kurz oder lang anseinandmetzen muß. Auch sind die Rüstungen Amerikas nicht gegen Deutschland, sondern in Erkenntnis dessen, was in Japan vorgelst, gegen Japan gerichtet. Das Thema Japan ist etwas aktuell, und besonders wir Deutsche haben ein ?kugen- merk cmf Javan, das England des Ostens, zu richten, das mir ungern die Waffen mit seinem Lehrnreisder gekreuzt hat, und das uns vielleicht bald als mächtiger Freund zur Seite stehen wird. Nach diesen einleitenden Worten ging der Redner auf die Topographie des Landes, seine Pflanzen- und Tierwelt, aus die Bewohner und ihre Herkunst ein. Tann folgtet: Erörterungen über Kunst und Religion, Literatur:md Sprache, rrwbei uns der Redner eine lleine Lektion in der dlussprache der japanischen Wörter erteilte, und zuletzt besprach der Redner das moderne Leben und seine Einrichtungen — Geisha und Joshiwaraviertel blieben nicht unerwähnt —, so daß man einigermaßen eine abgerundete Vor- stellmrg jenes so seltsamen Landes bekam. Durch vortreffliche Lichtbilder wirdden die Ausführungen unterstützt. Wichttg fft nun, daß ein Land mit so starker Tradition —, denn die Tradition ist in Japan heilig — die bis zur Mitte des vorigei: Jahrhunderts alles Fremde fernhielt imd alle Lebenskraft aus eigenem Boden schöpfte, seil dem Jahre 1868 eine ganz neue nick ungeahnte Enttvicklung im Anschluß an die europäische .Kultur durclimvchte, so daß mit dem Beginn dieses Jahrhunderts Japan als Weltmacht auftreten konnte, was es mit seinem Kriege au Rußland bewiesen J)öt, und daß seine Flotte heuck- selbst' Eng- laick gegenüber einen nicht zu unterschätzendeu Machtsaktor dar- stellt. Dazu kommt noch, daß der Japaner .Kraft seiner Religion imd seinein Ahnenpult, ein eifriger Patrtot ist, wie uingekchrt der Dank gegen seine Borfahren, der sich im Ahnenkult äußert, Japan groß geniacht hat. Eine imgeahnte Energie, starke Entwicklungs- Möglichkeiten und Exvansionskraste stecken in diesem Land, nnd mögen uns manche Sitten und Einrichtungen etwas seltsam und primitiv vortiommeir, weil sie noch nicht, wie sp vieles andere in Zub mit « Ä ,.f!.® tefatnf,öil1 ' 14 ‘ Tebr. Heute fand die erste Holz- f. v " ?, gerung aus den Domanialwaldnngen der hiesigen Ober- D,e Preise waren außergewöhnlich hoch. Bnchen- ^chettyolz 1. Klaffe per Raummeter 18—22 Mk., 2. Kl. 10—11 Mk.; Bnchen-Knuppel pro Raummeter 6-8 Mk.; Buchen-Stöcke pro Raummeter 6-7 Mk.; Buchen-Reiser, ausgebengelt, pro Raum- worden — 0 ^lche Preise sind noch niemals hier erzielt Kreis Friedberg. «r er '• r ^ ^ ^ Er g, 15. Febr. Nachdem cs gelungen war, die Auflösung der früher bestandenen Hauptgenolsenschaft durchzufuhren, errichtete die Zentralgenossenschast der hessischen Iandw,rtt-chio>stlvchen Konsumvereine c. G. m. b. H. zu Darmstadt ern Umlchlagslager zur raschen Verteilung >,md besseren Ueber- fuhrung der Futterartikel nnd Düngemittel an die Bedarfsgemeim» den und Genoss-enschaften in dem Lagerhaus Fauerbacher <Äraße zu Friedberg. In einer unlängst unter dem Vorsitze des zweiten Präsidenten des Verbandes der hessischlen landwirtschaftlichen Ge- nosienschaften, Molkereidirektor B i l l- Oftheim, abgehaltenen Be- iprechung der früheren Mitglieder der Hauptgcnwsienschast wurde mesen, „ach einem einleitenden Vorttag von Tirekdor Berg, die Zlveckmäßigkeit vor Augen geführt, Anschluß an die Zentrak- geuosjenschaft ft, Darmstadt zu nehmen, während den Einzelland- witten und anderen Körperschaften, znm Beispiel Bauernvereinen, welche einer Bezugsgenossenschaft oder Zentrale nicht angeschlossen sind, empfohlen wurde, eine s e l b st ä n d i g e l a n d w i r t s ch a f t- l iche Bezugs- und Absa tz g,en ossen schaft in Friedberg zu bilden. Diese Anregung fand lebhafte Unterstützung und rn reger Aussprache stellten einige Genossenschaftsvertreter den Beitritt zur Zenttalgenosse,lschaft in Aussicht, während Einzellandwitte das Statttt für die neu zu gründende Genossenschaft Unterzeichneten. Mittlerweile haben weitere Interessenten dei, ü&eiiritt vollzogen, so daß die Gründung der neuen Genossenschaft gesichett ist. Tie Haftsumme ist auf nur Mk 300.— bemessen und der E^e- schäftsanteil auf Mk. 30.— festgesetzt. Heute nachmittag 3 Uhr fiichet die endgültige Gründung nebst Vornahme der Wahlen Deutschen Hans zu Friedberg statt. Bad-Nauheim, 15. Febr. Am 7. Februar starb den Heldentod fürs Vaterland Wilhelm Böller, Kauimann, beim Jnf.-Regt. 94, 12. Komp., in, Alter von 26 Jahren. Wilheln, Böller ist der Sohn der Frau Steueraufseher Böller, Witive, früher in Gießen wohnbait. X Tr a i s - Al ü nz e n b e r g, 15. Febr. Den, Einjährig-Frei willigen Willi K a u S beim 35. Fuß-Art.-Batl.-Stab, Sohn des Steuerauffehers Kans in Butzbach, wurde wegen tapieren Ver Haltens die Hessische Tapferkeilsmedaille verliehen und zum Unteroffizier befördert. Kreis Wetzlar. d. A u s d e m K r e i s e W e tz l a r, 15. Febr. Zur Vetteilung an die versorgungsberechtigten Personen des Kreises standen in der vergangenen Woche zur Verfügung: 2210 Pfund Landbutter aus dem Kreise Wetzlar, 1650 Pfund Margarine und 79 Pfund Schweineschmalz, so daß auf die Fettkarte 50 Gramm Speisefette zur Verausgabung kamen. d. To rn ho lz hausen, 15. Febr. Unteroffizier Althen von hier, bei einem Reserve-FeS> Artillerie-Reg-ftnent ftn Westen wurde mit dem Eisernen .Kreuz 2. Klasse ausg>ezeichnet. Mt den, wurde der der Mobilmachung als Gefteiter ein gezogen und im Winter 1914/15 zum Untewftizier befördert. ra. Dutenhofen, 14. Febr. Gleich den beiden vorjährigen Knegshaushaltungskursen zu Krofdorf und Aßlar findet jetzt ein solcher hier rn Dutenhofen statt. Um den Jndusttie- arbeiterinnen und Fabrckmädchen die Teilnahme möglich zu m achm finden die Unterweisungen in den Abendstuirden statt. Der Kursus hat am 2. Januar mit 24 Teilnehmeriniren begonnen und wird auf 7—8 Wochen ausgedehnt. Leider mußte auch hier der Unterricht infolge Kohlenmangels für einige Tage ausgesetzt iverdcn. ct. W e l d e n h a u s e n , 16. Febr. An Stelle des verstorbenen Gemeindevorstehers Hölß ist der Landwirt Johs. S ch ni i d t VII. zum Gemeindevorsteher hiesiger Gemeinde gewählt. Der Landrat hat die Wahl bestätigt. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 15. Febr. Die haftete heute früh einen von bald allen suchten Heiratsschwindler, der unter dem Namen ,m Kriminalpolizei ver- lften go- ™ . ttanfmann Bernhard Ehlers fajt in jeder größeren Stadt Deutschlai,ds seine Opfer gesucht und gefunden hat. Ehlers erließ regelmäßig Heirats- inserate als „Witwer mit einem .Mnd, der eine Frau auch ohne Vermögen suchte". In Wirklichkeit hieß der Schwindler Jür A d o l p h s e n , geboren am 24. Februar 1873 in Hadersleben. . letzt hielt sich d'^r Mann im westfälischen Jstdustriegebiet und ... Bayern auf, wo er unter den Namen Fritz Baumann, Joh. Diermg, Fritz Moll, Fritz Walter usw. inlstrat. Seine Verhaftung erfolgte auf der Kaiserstraße. Hier erkannte ihn ein Kriminalbeamter nach einer Photographie. , mr. Frankfurt a. M., 15. Febr. Oberbürgerinieister Tr. o i g t ist vom Reichskanzler zum Mitglied des Beirats des ReichskomTnissars für die Uebergangswirtschaft ernannt worden. — Der Main ist jetzt wieder nahezu frei von Treibeis. Die noch völlig vereisten Häsen sollen noch im Lause der Woche von Pionieren gesprengt ivcrden, damit mit dem Aufbau der Welwe und Schleusen möglichst bald lhegonnen werden kann, da der Mangel an Kohl«, in den Mainorten immer fühlbarer und uncmgenehum: wird. Hoffentlich macht die Witterung keinen Sttich durch die Rechnung, damit die Schiffahrt wieder in vollem Umfang aus genomme,i werden kann. _ Handel. Berlin, 14. Febr. (WTB.) Jmperatvr-Motoren- Werke A.-G. Wie uns von zuständiger Seite milgeteilt wird, and am 14. Februar ft, Berlin eine Vereinigung der Skodawerke, Aktien-Gesellschaff in Pilsen, und der Oesterreichischeu Daimler-Motoren-A.-ED in Wiener-Neustadt mft einer Reihe deutscher Großindustriellen zur Errichtung eines Werkes für den Bau von Skoda-Zugwagen und -Motoren statt. Ter Gruppe der deutschen Interessenten gehörei, die .Hamburg-Amcrika-Linie, die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin, die Firma Hügv Sttnnes in Mülheim a. Ruhr und die Firma F. C. Glaser & Erbpflaum an. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Tr. Freiherr von Skoda gttvälilt. Das neue Unternehmen hat die neue Fabrik der Maschinenfabrik „Cyllop" Mehlis & Behrens, Berlin-Wittenaus, an gekauft und wird schon ft, der allernächsten Zeit den Betrieb aufnehnren. _ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übermmmt die Redaktion dem Prchlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Brachlieffeuve Arbeitskraft. Der Verfasser des Artikels „Brachliegende Arbeitskraft^ weiß wohl nicht, was Kohlentragen für eine Arbeit ist, sonst würde er nicht den Kriegerirauen empfehlen, von Haus zu Haus in jedem mehrere Eimer Kohlen mehrere Treppen hoch z,i tragen. Die in Betracht kommenden Frauen sind meist für diese Arbeit nicht genügend ernährt und der Lohn ist der Kraftaufwendung nicht ent- prechend. Wenn der Vater draußen Leben und Gesundheit zum Opfer bringt, so sollten wir der Mutter wenigstens leichtere Arbeit zuweisen, als Kohlen tragen, schon um der Kinder ,villen! M. L. Letzte Nachrichten. Lebyaftt Patrouillenkämpfe an der Westfront. Berlin, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Am 14. FM:uar war die deutsche und feindliche Pattouillentättgkeft an der Westfront bei nachlassendein Frost und klaren! Wetter außerordeiftlick, lcbha^' Am Dpcrnbogen erlitt eine fEndliche Patrouille erhebliche -^5 ^ luste. Wir machten drei Gefangene. Zwei weitere feindliche^ x- trouillen wurden in diesem Frontabschnitt vertrieben. Eme oe, *■ sche Patrouille brachte vier Gefangene und ein Maschinengewey zurück. Bei dlruwntieres holten deutsche Patrouillen unter heftige Nahkampf z,vei Gefangene aus dem feindlichen Graben, ^udweil- lich von Lille iburde eine feindliche Pattouille abgewiesen, ^ouo- wcstlm, von Loos wurden zwei feindliche Kompagnien im joono* granatenkamps blutig zurückgeworfen. Zwei iveitere feindliche Aw- griffe an dieser Stelle scheiterten ebenfalls ai, der Zährgtert Verteidiger im Handgranatenkampft. Die deutschen Verluste \W> ganz unbedeutend. Oeftlich von Rerlincourt i-nirde eine feindliche Patrouille abgewiesen. Zwischen Serre und Ancre ivurdeu m vor Nacht zum 14. Februar mehrere Patrouillen verjagt und zwe, Gefangene und ein Maschinengewehr eingebracht. An der Aisne versuchten verschiedene feindliche Stoßttupps vorzugeheiu wurden unter Verlusten abgewiesen. Ein vottibergehend in unseren Graven eingedrungener Trupp wurde im Nahkampf geworfen, ivobe, zwei Gefangene ft, unserer Hand blieben. In der Champagne drangen nach heftiger Artillerievorbereftung feindliche Patrouillen ,n unp sere vorderen Gräben ein, wurden aber sofort wieder durch granaten verjagt. Auch an der Maas, btt St. Mihiel und in Lothringen stießen deutsche Patrouillen vor und brachten mehrere Gefangene zurück. Wie im Westen, fanden auch an den östlichen Fronten in Ruß land, Elalirien, Rumänien und Mazedonien kühn durchgeführte, für uns ersolgrttche kleinere und größere Patrouillenunternehmnn- gen statt. Graf Brrnstorffs Abreise. ^ Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Graf und Gräfin Bern- storff haben in der Nacht mit Sonderzug Washington verlassen. Der Dampfer Frederik VIII. lichtet Mittwoch nach- miäck.ag 2 Uhr die Anker. Ein Torpedojäger begleitet das dänische Schiff bis auf 15 Meilen von -der Küste. Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Laut „Deutscher Tageszeitung" hat die Schuld an der Verzögerung der Abreise Bernftorffs an dem Verlangen der Dampfergesellschafl nach Sicherheit gegen die deutsche U-Bootgefahr gelegen und nicht an böswilliger Zurückhaltung des Botschafters. Oesterreich-Ungarn und Amerika. Kopenhagen, 16. Febr. In Pariser Zeitungen wird laut „Berlingske Tidende" darauf hingewiesen, daß in den Verhandlungen zwischen Oesterreich-Ungcrrn und Amerika seit Dienstag eine bedenkliche Wendung eingetreten sei. Oesterreich-Ungarn habe sich mit Deutschland im Hinblick auf den Unterseeboot-Krieg vollständig solidarisch erklärt, und die österreichisch-ungarische Regierung sei entschlossen, dir Folgerungen daraus zu ziehen. Amerikas Maßnahmen. Berlin, 16. Febr. (Drahtn.) Wie amerikanische Blätter ankündigen, soll jeder Amerikaner mit einer Strafe von 5000 Dollar und einer Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren bedroht werden, der Beziehungen zu fremden Regierungen unterhält zu dem Zwecke, die Unterhandlungen dieser Regierungen mit den Vereinigten Staaten zu beeinflussen oder die Maßnahmen der amerikanischen Regierung zu hindern. Bern, 15. Febr. (Pttvattelegramm.) Tie Agentur Radio- meldet aus Washington: Der Korrespondent der „Kölnischen Ztt- tung" in Washington ist mrsgewiesen worden, wttl er die amtliche Funkenstation dazu benutzt hat, Pläne ttner fremden Regierung zu unterstützen, zu der die Regierung der Bereinigten Staaten die Beziehungen abgebrochen hat. Wilson hat eine UntersuchMg an- gcordntt, wttl die Marineverwaltung in verschiedenen Blättertt deswegen angegriffen worden ist. Seekrieg. $ Washington, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Nach hier ttngttroffenen Nachrichten ist das vor Cogliari versenkte Schiff „Lyman Law" nur ein Schoner. Es lmirde durch ttne Bombe eines österreichisch-ungarischen Unterseebootes in Brand gesetzt, das keine Flagge hatte Menschenverlustc sind keine zu beklage!,. London 15. Febr. (WTB. Nichbanttl.) Lloyds meldtt: Tie englischen Dampfer „Cilicia" und „Ferga" wurden versenkt. Tie Besatzungen sind gerettet. Reuter meldet, daß der englische Fischdampfer „King Alfred" von einem deutsckum U-Boot versenkt wurde. Neun Mann der Besatzung wurden gerettet, der Kapitän gefangen genommen. Norwegens Schiffsvcrlust im Januar. Kopenhagen, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Na- ttonaltidente meldet aus Christiania: Norwegen hat im Januar 44 Schisse mit einer Gesamttonnage von 66 484 Tonnen verloren. England schränkt sich ein. Rotterdam, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Nicuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: In der gestrigen Sitzung des Unterhauses haben sich mehrere Abgeordnete für strengere Maßregeln gegen die Produktion,md die Einfuhr gttsttger Getränke ausgesprochen, um Schiffsraum zu sparen und mehr Merzen «nführen ^u können. Ter Staatssekrttär des Innern, Sir George Cavc, versprach alle zur Sicherung der Lebensmittelversorgung nottveirdigen Einschränkungen vorzunehmen, m,d sagte daß dre wertere Erzeugung gegenüber der des Jahres 1915 uni 40 Prozent und gegenüber der des Jahres 1916 um 30 Prozent 1>erabgesetzt iverden soll. Tie neuen Einscbränkungsbestftnnrunger werden am 1. April in Kraft treten. Italien und die U-Boot-Sperre. . „Lugano, 15. Febr. Wie „Pettt Parisien" berichtet, !mt die Ecu,sche Flotte in ihren Abivehrmaßregeln gegen die U-Boote alle anderen Enttmeslotten be, weitem überflügelt. Tie rtal,eni- icbcn Meere würde».heute von einer großen Anzahl kleiner Lenk- bÄwns und Spezralballons überwacht, sodaß sowohl die U-Boote als auch dw ausgelegten Minen entdeckt werden könnten Die Jta lrener hätten also keine Furcht vor dem U-Boot-Krieg, sondern sie lehnten ,hn vielmehr derbe,, um endgültig mit den deutschen U-Booten auszuraumen. (?) ' ^ Butter-Höchstpreise in Paris. ^. Berlrn, 15, Febr., (WTB. Nichtamtlich. Drahtn.) Tie Höchstpreise ,m KleurverLwf m Paris sind für Milch auf 60Cen- ttmes, für Butter auf 5,60-6,70 Francs das Kilo festgesetzt « D« Sommerzett rn Frankreich. Bern, 16 Febr. Dem „Temps" zufolge befürwortete der Kammerausschuß, daß die JoinSte^it in 1 ber ® auf ben 2ö. Februar oder den 4. März eingefübrt werde. Die GolöankausfteAe in den NSnmen der vezirlssparkasse Sietzen ist morgen von I« bis \Vk Uhr geöffnet! «mtlrcher Teil. Bekanntmachung. In Ergänzung unserer Bekanntmachung vom 25 Januar 1 Q 17 tvcrd bestimmt: ' 15,1 ' l Zik- Wegevergüttmg steht nur Viehhändlern zu 2. D,e Bruchteile emes Kilometers werden bis zu einem hal*,, Krlometei- nach unten, von da nach oben afKicnnTiVt * Gießen, den 15 Februar 1917 Gberhessijcher Viehhandelsverba,lö. Rosenberg. Mittwoch morgen IO 1 /., Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel 1326 Cari Valentin im 65. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Krofdorfer Strasse 17), den 16. Februar 1917. Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. Februar, nachmittags 2V 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe statt. f^acüirufS Am 16. Januar starb den Heldentod fürs Vaterland mein treuer Gehilfe Garl Plans aus Steinberg Unteroffizier 4. Kav.-Div., Kav -Scbützen-Regt. 87. Derselbe hat in fast 10jähriger treuester Pflichterfüllung seine Kraft und sein Interesse. meinem Geschäft in vollstem Masse gewidmet. Ich werde demselben stets ein treues Andenken bewahren. Berthold Kühne, Sattlermeister. Giessen, den 16. Februar 1917. 1321 Herzlichen Dank allen lieben Verwandten freunden und Bekannten für die grohe Teilnahme. sowie für die überreichen Blnmenspenden, beim Heimgang unseres lieben, unvergetzlichen August Gontrum Harde-Füsilier Auch Herrn Pfarrer Koch aus Langd für seine trostreichen ^ Worte und dem Kriegerverein Münster für die militärische Ehrenbezeugung innigen Dank. Bürgermeister Hontrum und Krau Heinrich Hontrum, Bruder. j Münster, am 14. Februar 1917. 0901 Für die uns von allen Seiten in so reichem Matze erwiesene Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sprechen wir hiermit unseren herzlichen, tiefgefühltesten Dank aus. Helene Loos geb. Zimmer nebst Angehörigen. Gietzen, den 10. Februar 1917. 1342 Für unsere Zlieger und Luftsahrer! Wer sich an der Förderung der Deutschen Luftfahrt als Mitarbeiter betätigen will wende sich an den Deutschen Luftflotten Verein lk. *ö., Berlin W 50, Marburger Str. 6 . 1157 id Schreibmaschine sichtbare Schrift, privat gesucht mit Systemangabe, Preis. Äricke, banptvostlagernd Gietzen. 1343 Elegante 7-Zimmer-Wohnung 1. Stock, mit allem Zubehör. Gasu.elektr. Licht, ab 1.April oder später zu vermieten' S. Gang, Bleichstr. 26. 1175 5 Ziznmer | m.Badezimmer u. sonstigem Zubehör, West-Anlage 46, neu hergerichre!. ver sofort oder später zu renn. [168 1-Zim. Wvdu. mb Zu bevor sofort oder später \n verm. Näheres Steinst r. 23 p. °***' 1 3 Z i mmer“"] Höne 3-ZiMer-Wl>hN mit Gas und allem Zubehör ver März zu vermieten. ! m . 15- ( Vertj ahiarion* I Zimner, Küche zu verm. Krofdorierstr. nufi* 2- n. 4-Z.-W., neu hergerichtet, zu vermieten. [00657 Marktplatz 18 , l. | Möbl. 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Sie können ohne jede Verpflichtung Ihre Lösung an uns einschicken; dieselbe muß uns solort in genügend frankiertem Kuvert unter Angabe ihrer vollständigen Adresse zugesandt werden. Es wird Ihnen alsdann unter 3 Pfg.-Drucksache im Briefumschlag mitgeteilt, ob Ihre Lösung richtig ist Hücbporto Iflr untere Auskunft mnS jeder Löser seinem Schreiben beifügen. Schreiben Sie an den 1311 Verlag für Wort und Bild :: Dortmund Nr. 251. Freitag, 16. Februar 1917, 8 Uhr, im großen Hörsaal der Universität. Vortrag mit Lichtbiidern. Bruno Bötz - Riga Die deutsche Kultur in den baltischen Provinzen Eintritt 50 Pfg. Mitglieder 20 Psg. Veranstaltet vom Verein für das Deutschtum im Auslande und vom Alldeutschen Verband. _Ueberschuß für Kriegswohlfahrtsüvecke. 1259V auch Kriegsbeschädigte, für unsere Munitions- Abteilung für dauernde Beschäftigung gesucht. OiesLsnsr Gummi-Fabrik Poppe & Co. Maurer, Putzer, Bauhilfsarbeiter werden fortgesetzt eingestellt. Baukantine vorhanden. 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Land z. mieten nes., evtl. spät.gekSchr.Angev.m.Preiß u.00902a.d.Gefchäflsst. d. G.A Garten. Acker oder Stück Grabland z. pachten gesucht. Angebote z. richten an Joh. Jacob Simon, Mühl- stratze 24. [00914 Garte» ob. Gartenland zu pachten gesucht. Schriftl. Angebote m. Preisangabe unt. 00909 a. d. Gietzener Anzeiger. 0nwsntasehem.lnh.gef.Abzu- HolenWiesech.Gietz.Str.137 1 K. 3/17 J7 Freitag, den 30. März l»!7, vorm. 9 Ubr, sollen auf hiesigem Amtsgericht, Zimmer14,die nachbenannten a) der Joh. Leyerzapf Ww. zu % b) des Hermann Leuerzapf zu -/s, c) der Marg. Horn geb. Leyerzavf zu 2 /g zugeschriebenen Grundstücke der Gem. Gietzen. Fl. 28 Nr. 252 qm Hofrette, Krofdorfer Stratze Nr. 4. Fl. 28 Nr. 253 qm Grab- garten daselbst zwangsweise versteigert werden. Die amtsgerichtliche Verfügung ist im OrtSgerlchtS- zimmer östentlich auSgehängt. Gietzen, d. 14. Februar 1917. Grotzh. OrtSgericht. Simon. [1327 Alltztilsl-ell für § Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen von 10 Pfg. bis 1.00 Mark. J. Welnert, Neuenweg 9. Kleider- Sohr&nhe, Betten, Matratzen, Deckbetten, Selas, Divans, Kttehen, Sehls!- Zimmer, grösste Auswahl I. ItSmann Bahnholsirnsse 29. Vers. n. Auswärts i s< i a M 8 ellzüKtervtteiMie 8 ell«.UWMil V ersammlung. Sonntag, den 18. Febr., nachmittags 3 Uhr bei MitgliedKraft in Gietzen, frankfurter Stratze 81. Tagesordnung: Siehe Biene dir. 2. Alle Mitglieder, des Eifenbahn-Jmkervereins und Freunde der Bienenzucht sind freundlichst eingeladen. Leigestern, 15. Februar 1917. _ Butz. Allgemeine Ortskrallkenkaße Gietzen. Die Beiträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung sür Monat Dezember 1916 können noch bis zum 1. März ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 15. Februar 1917. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lentz. 1330 D Höhere Bürgerschule Nidda (mit Vorschulklasse). Die Aufnahme neu eiutretender Schüler findet Montag, den 16. April 1917, von 9—12 Uhr auf dem Amtszimmer des Utlterzeichneten statt. Vorzulegen sind dabei Geburtsschein, Impfschein und letztes Schulzeugnis. In die Vorschulklasse werden Knaben und Mädchen nach 2 jährigem, in die Sexta nach 3jährigem, in die Quinta nach 4jährigem Besuch einer Volksschule auf« genonunen. Wir empfehlen aber den Eltern dringend, die Kinder im Intereste ihres Fortkommens in den höheren Klassen möglichst irühzeitig unserer Anstalt zuzustihren. Die Höhere Bürgerschule befolgt den amtlichen Lehrplan für die Realschulen. Der Unterricht beginnt erst um S Uhr (Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt 511 ermöglichen. Anmeldungen werden bis zum 10. März an das Rektorat erbeten. Weitere Auskunft wird gerne erteilt. Nidda, 12 . Februar 1917. Rektorat der Höhere« Bürgerschule. I. E.: Lauckhard. 1289V iscle Boebsebole zd Darmstadt. Abteilungen für Architektur, Ingenieur wesen, Maschinenbau, Papieringenieurwesen, Elektrotechnik, Chemie (Elektrochemie u.Pharmazie), Allgemeine Abteilung (insbesondere f. Mathematik u. Naturwissenschaften), Kursus f. Geometer I. Kl. Prüfungen zur Erteilung des Grades eines Diplom ingenieurs u. der Würde eines Doktor-Ingenieurs. Fachprüfungen. Reichsprüfung für Pharma- bau- u. Maschinenbaufache.) Beginn des Studiums im Herbst oder zu Ostern. Aufnahme vom 23. April bis 21. Mai. Beginn des Unterrichts 24. April. Programm gegen postfreie Einsendung von 60 Pfg., Ausland _ [1337ssl _Pa» Rektorat. Inoxidierter Stahlblechkessel au togen ge s chweißt. Bester Ersatz für Kupferkessel. Einz iger für die Landwirtschaft brauchbar er Kessel. Ei gnet s ich für all es.—Z u b ezieh e n durch alle größeren Eisen waren-Handlungen. — Lieferung in einige n Ta gen X8 "D Heinrich Amend G. m. b. H. Hanau a. M. Gewinn-Auszug der 9. Prenssisch-Süddentschen (235. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie S. KIms«. 3. Ziebungetag. 14. Februar 1017. (Ohne GewShr.) (Naehdniek verboten.) In der Vormittagesiehtmg wurden Gewinne ltto*r 96 Mark getoger. 3 Gewinne *u 10000 M 4330 4 Gewinne *u 3000 M 119183 203139 4 Gewinne ru 1000 M 32678 218107 10 Gewinne m 600 M 11019 100982 13308t 189929 181990 10 Gewinne ra 400 M 8728 47909 87417 88081 108847 28 Gewinne an 300 M 9881 16068 29622 38488 76443 114242 142018 163751 104973 173870 190263 192877 196343 197033 76 Gewinne eu 200 M 18298 20739 23076 6101S 88084 40639 49271 66648 69096 01318 67364 72983 81383 82561 98641 99196 102664 107220 116912 11898« 119125 131180 147939 148674 161478 162109 164606 168520 169671 107123 172878 182360 191270 196191 199791 211641 214300 216008 In der NftchmitUgstiehting worden Gewinne «Tw 96 Mark gesogen. 2 Gewinne su 60000 M 49763 2 Gewinne zu 20000 M 13864 2 Gewinne zo 1000 M 191316 4 Gewinne zu 600 M 3798 140999 10 Gewinne zu 400 M 16941 31517 16811« 1084» 188748 24 Gewinne su 300 M 720 4568 12486 40742 07705 68788 81601 138310 137117 143634 174968 170476 60 Gewinne *u 200 M 2617 8880 23621 24391 20408 36970 43708 47032 61007 66208 76886 82«! 108480 108722 116684 119133 121259 138538 129869 141568 166789 168390 164988 181832 183816 190507 194127 196119 204985 217719 Die Ziehung der 3. 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