Nr. 35 Der Giehener LAzeiß« erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: SietzenerKaiiiiÜenblätter: Kretstlatt für -en Kreis -letzen. Bezugspreis: monatl. 90 Pf., oicrtcl- jährl. Mk. 2.66; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jät)tL ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchrdtleitungllZ Verlag.GeschästSstelleol Anschrift fürDrahtuach- rlchten: Anzeiger Giehen. jmw ^alt H6Z. Jahrgang Samstag. IC GietzenerAnzeiger Samstag. 10. Zebruar WZ }*u, k **«me voll Knzetgen s. die Lagesrunnrner bi» zumNacymittag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u- Stellengesuche 15Pf.. auswärts 2b Pf., b Plahvorfchrist 30 Ps., Reklamen 75 Pf.^ bei Platzvorschrift 90 Ps. Hauptschrillleiter: Aug. Go eh. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: «MAfverkedr- Aug. Goetz. Stadt und. »ewerbebank Gietzev Land. Vermischtes Ge»eroebanr «leye« ^^aal: Fr. R. Zenz.l 3willingrruni>druck u. Verlag: vriMsch. Unio.-Such- u. 8t«Indn.ckrr.i 8. Lang.. Schr.ftlettung. Geschäftsstelle «. Dnuterei- Schalste, r. MUln ÄÄ PoftfcheSkont»: ^tatiffurt a.M. U686 General-Anzeiger für Oberhessen Zunehmende Wirksamkeit k§ Ll-Vostkrieges. „JgW Grotzrs Hauptquartier. 9. Februar Westlicher Kriegsschauplatz. Im Apern- und Wytschaetebogen. sowie von der Aucre blv zur ©ommc herrschte lebhafter Artilleriekampf. Vormittags griffen die Engländer bei Serre an: sie wurden abgewresen. ' ' Auf den: NorÄufcr der Aucre setzten nach kurzer Unter- vvochung neue Angriffe eilt, m deren Verlmif wir bei Bailles- court etwas Boden verloren. Nördlich des St. Pierre Vaast-Waldes ist von einem im mW* gescheiterten Vorstoß den Engländern eine schmale ^rnbruchstelle verblieben, die abgeriegelt ist. Maas und Mosel stieß bei Flirrp nach wirk- ^urer ,-ceuervorbereitung eine Kompagnie bis in die dritte fmnzoslsche Linie vor und brachte bei geringem eigenen Verlust sechsundzwanzig Gefangene zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nsn der Düna bis zur Donau keine größeren Kampf- Handlungen Mazedonische Front. Nichts Neues. Dre Flreger erfüllten im Januar trotz strenger Kälte ihre wichtigen Beobachtungs-, Erknndungs- und Angriffs- Aufgaben. Wir verloren im verflossenen Monat vierunddreißig Flugzeuge. Die Engländer. Franzosen und Russen buhten in Lustkümpfen und durch Abschuß von der Erde fünfundfünfzig Flugzeuge ein. von denen neunundzwanzig jenseits der Linien erkennbar abgestürzt, sechsundzwanzig in unserem Besitz sind. Außerdem rmnÄen drei feindliche Fesselballons brcnneiw zum Absturz gebracht: wir verloren keinen Ballon. Der Erste Generalauartiermeister Lvdendorff. Der Abendbericht. Berlin. 9. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen nur an der S o m m e rege Feuertätigkeit. In Rußland. Rumänien und Mazedonien keine besonderen Ereignisse. Der Verteidigungskrieg, in den wir hinein gedrängt worden sind, hat uns, rauf) großen, überraschenden Erfolgen, keinen nationalen Grö ßenwahnsinn an gezüchtet. Heute haben nicht die „Annexionisten" und Altdeutschen, auch nicht die Pazifisten und Welwerbrüderer das Wort, sondern einzig und allein spricht die höhere Macht des! Schicksals. In Hardens neuestem „Zuknnft"-Heft finden wir, mit einer unklaren Wsicht des Herausgebers untermischt, ein paar jetzt in eigentümlichem Lichte erscheinende Zitate aus Schriften Friedrichs des Großen und ans Goetheworten. Der alte Fritz schimpfte auf die deutsche Literatur, sa auch auf die Shakespeare-Verehrung seiner Zeit: „Shakespeares abscheuliche Stücke (Hamlet, Lear, Macbeth, Othello, Romeo, die Döbbelin den Berlinern zeigt) werden in deutscher Sprache anfgesührt und die.Hörer scheinen im Genuß dieser albernen, eines wilden Kanadiers würdigen Reißer, die ich läppische Farcen nenne, in Wonne hinznschmelzen. Das Zeug verstößt gegen alle Regeln des Theaters." Er war besangen in Vorurteilen, ging im Feuer der Zeitgeschichte zwar vorwärts, sah jedoch das Licht nicht, das einer deutschen iKultnrentwickliing voranlenchtete. Goekhe hat umgekehrt, aug dem Dunkel des politischen Schicksals der Deutschen, Sätze geschrieben, die wir heute durch die Macht der Zeitgeschichte überholt finden. Goethe schrieb: „Wozu das verwegene Aufitreben nach einer Empfindung, die wir weder haben können noch mögen, die bei gewissen Völkern nur zu gewissen Zeitpunkten das Resultat vieler glücklich zusammentreffenden Umstände war und ist? Vor Römerpatriotismus bewahre uns Gott wie vor einer Riesengestalt! Wir würden keinen Stuhl finden, darauf zu sitzen, kein Bett, drinnen zu liegen." Wir haben auch jetzt iwch keinen „Römerpatriotismus", allein eine aufwärts steigende nationale Empfindung hat sich bei uns niemand angemaßt, sonderst die ungestümen Ereignisse unserer Tage haben sie uns gebracht. Die Lehre der Geschichte, die Sprache des zur Tat zwingendeil Schicksals hat größeren Bestand als die Theorien auch größter Männer, die schließlich nur Kinder ihrer Zeit waren. Heute lesen wir über das, was uns Not tut, nicht in Büchern, irnr studieren nicht die Ratgeber früherer Epochen, sondern wrr richten, sorgenvoll, aber auch hoffensreich, den Blick auf me gebietende Stunde, auf die schwerwiegenden Ereignisse, mit denen uns jeder Tag neue Lehren kündet. „Die Welb- wage neigt sich' so überschreibt heute die „Post" einen Leit- auffatz, der nt folgenden Sätzen gipfelt: . ist_mächtig, das zu bestreiten, wäre verblendete Tor- fre?', aferc rucf}t allmächtig, und an einem Punkte gibt es auch ftrs .ngland ^n Halt. Heute wissen das schon manche klarsehenden Engländer, und wrechen ^ auch ans, es zeigt sich heute schon an den geivaltrgen Schwrerrgkerten — wrr Wertreiben hier nicht —, denen Nch England ausgesetzl steht, seit seinen Bundesgeiwssen die Kräfte amangen zu erlahmen und die Last des Krieges'fast ganz auf seine schultern Ku ruhen komntt Es ist natürlich nicht leicht st'ir einen Engländer wie far euren Neutralen, schnell umzulerucn, ivenn sie den Glaubeir die Rechte geltend, gemacht, die daraus abzuleiten sürd. Ilm ein praktisches Ergebnis zu erzielen und die Prinzipien des VöllccrechLs anfreclK zu erhalten, hat sich die Regierung mehrinals an die nenttaleir Mächte gewandt, um zu einem Zusammenarbeiten zu dem genannten Zwecke zu gelangen. Insbesondere hat es die Regierung' nicht unterlassen, der Regierung der Bereiangtsr Staaten Vorschläge zu diesem Zwecke zu unterbreiten. MU Bedauern Hst dro Regierung des Königs festgestellt, daß die Interessen der Vereinigten Staaten es ihnen nicht erlauben, sich diesen Vorschlägen anj©- schließen. Me so von der Regierung des Königs gemachten Vorschläge HWen zu einem System von gemeinsamen Maßnahmen zwl--> schen Schweden, Dänemark und Norwegen gegenüber den beiden kriegführenden Parteien geführt. In der Politik, die die Regwrmig des Königs zur Aufiechterhaltung ihrer Neutralität und zur Sicherung der legitimen Rechte des Landes befolgt, ist die Regierung des Königs, die ejin Herz für die unbeschreiblichen Leiden hat, die von Tag Mi Tag grausamer auf der ganzen Menschheit lasten, bereit, jebe sich darbietende Gelegenheit zu.ergreifen, um zur Herbeiführu^ eines dauernden Friedas beizuttagen. Sie hat sich daher beeill, sich der vollen Initiative des Präsidenten anzuschließen, zum Zwecke, die Möglichkeiten zur Herbeiführung von Verhandlungen zwischen den Kriegführenden zu prüfen. Der Vorschlag, der den Gegenstand des gegenwärtigen Briefwechsels bildet, gM als Ziel die Abkürzung des Kriegsübeltz an. Mer die Regierung der Berfinigten Staaten wählte als Mittel, zu diesem Zweck zu kommen, ein Verfahren, das durchaus im Gegensatz zu den Grundsätzen steht, die bis zur gegenwärtigen Stunbe die Politik der königlichen Re^ gierung geleitet haben. Die Regierung des Königs, die sich auf die Meinung der Nation stützt, wie sie durch die einstimmigen Entschließungen ihrer Vertreter dargetan worden ist, wird zukünsfigl wie in der Vergangenheit gegenüber den beiden kriegführenden Parteien weiter verfolgen. Sie wird ihn nur dann zu verlassen geneigt sein, wenn die L e b e n s i n t e r e s s e n des Landes und öie Würde der Nation sie zwingt, ihre Polittk zu ändern. (gez.) K. A. Wallenberg. Die schweizerische Rote au Wilson. Bern, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem der Bundesrat bereits mn vergangenen Montag die vorläufige Antwort ans die Note Wilsons erteilte, hat heute der Burr^ desrat den endgültigen Wortlaut der Note an Amerika sestgestellt. In ihr werden die Gründe auseinander- gesetzt, die der Schweiz verbieten, sich dein amerikanischen Vorgehen anzuschließen und aus der Neutralität heranszu- treten. Ferner hat heute der Bundesrat den Wortlaut dev Note an Deutschland feswesetzt, in der zu der verschärften U-Bvot-Sperre die Stellung der Schweiz umschrieben wird. Die Noten werden morgen in Berlin imbi Washington überreicht. Uruguay und der U-Bootkrieg. Montevideo, 9. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Die Regkv- rmrg von Uruguay lehrtt in ihrer Antwort auf die deutsche Note die deutsche Auffassung über den Ib-Boot-Krieg atz. * Freies Geleit für Bernftorff. Washington, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mel-. düng des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird bekarrntgege- ben, daß Großbritannien und Frankreich dem Grasen Bernstorfs und seinem Personal freies Geleit gewährt haben. Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe. New York, 8. Febr. (WTB. Nichtamllich.) „Central News^^ meldet: Staatssekretär Lansing hat den amerikanischen Reedern mitgeteilt. daß Handelsschiffe Geschütze an Bord haben dürfen, um sich gegen U-Boote zu verteidigen. New Dork, 9. Febr. (WTB. Nichtanttlich.) Meldung de^ Reuterschen Bureaus. Me Amerikan Line hat die Abreise ihrer Dampfer „St. LouiT( und „St. Paul" für unbcstimntte Zeit aufgehoben, da die Regierung es ablehnte, der Gesellschaft einen! Rat zu geben, ob ihre Schiffe eine Fährt unternehmen kömrten oder nicht, die sie in das deutsche Kriegsgebiet bringen würdem Die Behandlung der deutschen Schiffe in Amerika. Berlin, 3. Febr. (WTB. Nichtamtl.) Nach einer hier ein- gegangenen diretten Meldung der „Newyork Times" haben weder die amerikanischen Militär- noch Marinebehörden die Verhaftung deutsckjer Matrosen angeordnet. Die Mati'osen, die ihre Schiffe verlassen wollten, wurden aufgefordert, sich zur Eimvanderer- )tatton zu begeben und das Land auf diesem gewöhnlichen Wege zu betteten. Den Dampfer „Krmrvrüczessin Cecllie" lxrt man m Boston un Verlaufe eines seit laiHem anhängigen Zivilprozesses nnt Beschlag belegt. Diese Maßnahme ist aber mir gettofsen worden, nm eventuellen Schaden zu verhindern, der den Wert des Schiffes als Sicherheit für die Kläger herabminderu könnte. Was diie anderen deutschen Schiffe betrifft, crllärte die Regierung offt- zrell, daß sie diese n i ch t b e s ch l a g n a h m c n werde und öaß die Deutschen über die Schiffe nach Belieben verfügen könnten Die Mannschafterc der internierten deutschen Kreuzer wurden aus Sicherheitsgründen von dort entfernt, sie sind gut ausgebobeu. Ties ist der vollständige Tatbestand der dorttgen Ereignisse im Zu- sammenhang mit den Deutschen und den denfickmi Sckftffen. C ebu (Philippinen), 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Renter- Meldung. Nach eiuenc Gerüchte soll an Bord der „Prinzessin Alice" voni Norddeutschen Lloyd Feuer entdeckt wenden sein, nachdem die Bemamiung. das Schiff verlassen hatte. Das Feuer wurde gelöscht, ohne daß Mel schaden angerichtet worden )värc. Ein Dampfer des amerikanischen Hilfsausschnffes für Belgien versenkt? Kopenhagen. 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Meldung von Lloyds Agentur, daß der dänische Danipfer „Larsj K,ru)e' von emem deutschen Unterseeboot versenkt worderi )ti, ruft hier großes Auffehcn liervor. da das SaM in! Diensten) des anienkmiischen Hilfsausschusses für die notleidcniden Belgier stand und mit einer Getteideladmig für Belgien voll Bunws Aires ^^^^pllbvdam wilerwegs war. „Nationaltidende" erklärt, da das Schiff vermutlich am 4. Febinar versenkt worden sei und nach Kerndeutschen ^ amtlichen Erklärung unter die Schiffe bis zum 5. Februar geschont werden sollten, so stehe die Versenkung sowohl rnit dem Abkommeii ztmschen Deutschland und Amerika, als auch mit der amtlichen deiitschen Erklärung in Widerspruich. Da über die Be)atzmig in der Lloyd-Vteldimg^mchks gesagt ist, so sei anzuneh- men, daß sie gerettet wurde. ^ Falls der Dampfer die vorgeftlr-riebenen Abzeichen der belgischen Hilfskvnrmission getragen hat. ersaMnt die Versenkung durch ein deutsches U Boot ausgeschlossen. Bestimmtes iaun erst nach der Rückkebr unserer U-Boote sestgestellt werden. Berlin, 9. Febr. (WTB. 'lftchtamtlich.) Zeitungsnacki* richten zufolge ist der dänische Dampfer „Lors Kruse", mit! etner Äetrelloeladmig Dran StrgenÜiriet für daS W&&e HtlfSdomitee unterwegs, am 1. Februar westlich vvm k^rml infolge einer Explosion gesurrken^ 17 Mann der Besatzung JSrS?« ertrunken und nur der erste Maschinist gerettet sein. In Dänemark wird der Unfall aus ein deutsches Unterseebvot zuruckgeprhrt. . Demgegenüber ist folgendes festAustellen: Nach den den deutichen Unterseebooten erteilten Befehlen ist es ausge- schtosten, daß ein dänischer Dampfer oder ein Schiff mit den Abzerchen der belgischen Hilfskommission bisher westlich der Lrmen Dover—Calais ohne Warnung torpediert wor den fft. Es ist daher mit größter Wahrscheinlichkeit anzu nehmen, daß ,Lo-rs Kruse^' auf eine Mine lief. * * * Der englische Druck auf die Neutralen. Berlin, 8. Febr. (WDB.) Ein neues Beispiel der Vergewaltigung der neutralen Schiffahrt durch England gibt der Bericht des Kommandanten eines! unserer dieser Tage von einer Unternehmung zurückgekehrten Tauchbootes. Das Tauchboot hatte Anfang Januar einen auf der Reise von Buenos Aires über Falmouth nach Amsterdam bestimmten holländischen Dampfer angehalten, der unter anderem auch eine für die englische Regierung bestimmte Ladung von 15 000 Kolli Tomaten und Bananen un Werte von 500000 Mk. an Bord hatte. Diese Ladung wurde als Bannware auf Befehl des Tauchbootskomman- vanten über Bord geworfen. Bei diesem Anlaß erklärte der Kapitän des Dampfers, daß er diese Ladung gegen seinen Willen in einem neutralen Hasen habe an Bord« nehmen müssen, weil er sonst keine Kohlen erhalten hätte. Auch feine Besatzung habe sich volle zwei L.age geweigert, die Bannware an Bord zu nehmen, 'weil imch dem Heuerkontrakt der Dampfer keine Bannware führen durfte. Kaufangebote auf norwegische Schiffe. Kristiania, 8. Febr. (WDB.) Es liegen auch von französischer Seite Kaufangebote aus nor- wegisck^e Tonnage vor, nicht so sehr auf schwimnrende, als vielmehr auf im Bau befindliche Schiffe, die für norwegische Mchnuug auf ameri kam scheu Schiffswerften liegen. Kristiania, 9. Febr. (WTB.) Zu dem englischen A^ebot an die norwegischen Reeder, die in englischen Hafen liegenden norwegischen Schiffe aufzu- Hw***t en ' dens Tegn", das sogar von eiriem Angebot zum Arrkarff der ganzen norwegischen Tonnage fprrcht, in einem Aufsatze unter der Ueberfchrift „Selbstaufgabe" davor, auf ein derartiges Anerbieten einzugehen. Was Norwegen Vöacht und Ansehen in der Welt verleihe, sei ferne Handelsflotte. Trotz der Schwierigkeiten, die der Krieg verursache, sei zju hoffen, daß die norwegische Regierima andere ivurdigere Mittel finde, um die norwegische Handelsflotte zn schützen, als die Flagge zu streichen, was mehr bedeuten würde, als daß nur die Flotte die Flagge streiche, da rn Norwegen ein Ausfuhrverbot für Schiffe bestehe und mrr btt Regierung davon befreien könne. Dio Folgen der deutschen Seesperre auf das dänische GefchäftSlcben. r , .Kvvenchagen, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Mini- stermmde^ Innern verSffentlicht eine Bekamrtmachlmg, durch die putschen Seesperre ungeordnet wird, daß E GesHrste Montags, Atrttwochs und Donnerstags um 6 Uhr Tren stags und Freitags um 7 Uhr und Samstags um urTr abeiws zu schließen haben. Theater, Varietes nnd andere BemimgMEÄtM Wießcn um 10 Uhr, Gastwirtschaften und waftees um 11 Uhr. Ter Swaßenbahnverkchr urw die Straßen- «reuaitung werden bedeutend eingeschränkt. Tie Bekanntmachung tritt morgen, Samstag in Kraft. Die griechischen Schiffe beschlagnahmt oder gepachtet. Bern, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Cor- riere della Sera" aus Athen meldet, haben die Alliier ten alle griechischen Schisse beschlagnahmt oder gepachtet. Bereich der RegieamgÄEkative Wenn die Kämmer den Antrag annehme gebe es ein neues Ministerium, aber keine Regierung Mbchte Bewegung.) Der Radikäle Flandrin griff die ^.yefe Brumds an, die die Kammer um so weniger aunehmen rönne, als die landwirtschaftliche Lage äußerst ernst sei. B r i a n d leA der Regierung die zur Erfüllung ihrer »chweren Pflichten notwendigen ftcebite nicht verweigern. Auch ourte man aus der Abstmmnmg kein politisches Manöver machen •?o?K E 3urufe von allen Seiten.) Der Antrag Joubert wurde mit 589 gegen 182 Stimmen abgelehnt. Zahlreiche Deputierte enthielten sich der Abstimmung. Der Deputierte L o n g brachte darauf sofort den Jnterpellationsantrag über die GeäwideVersorgung Frankreichs ein. * * * Einh national-flämische Tagung in Brüssel. Am Sonntag, den 4. Februar vereinigten sich, wie bereits mitgeteilt, in Brüssel über 250 Obmänner und Vertrauensmänner sämtlicher aktiver flämischer Gruppen von der gemäßigten bis zur radikal-nationalen Richtung^ um über die Zukunft Flanderns zu beraten. Die Versammlung wählte einen „Rat für Flandern" mit einem geschäfts- fuhrenden Ausschuß >für die Leitung der Geschäfte. Sie sprach Uch einmütig für. vollkommene Autonomie des flämischen Volkes aus. Arrs Stadt und Land. Gießen, 10. Februar 1917. Ein wahlrechtsantrag im ungarischen Abgeordnetenhaus. Budapest, 9. (WTB. Nichtamtlich.) Ach'geordne- t e n h a u s. Ein Antrag des Oppositionellen Stefan Rakovszky auf Verleihung des a l l g e m e i n ein Wahlrechts wurde nach längerer Debatte mit 122 gegen 75 Stimmen abgelehnt. Minister- Prä,ident Graf Tisz a bekämpfte den Antrag und sagte: Man darf nicht in den irrigen Glauben verfallen, daß das Interesse der Nation imter allen Umständen das allerdeiTwkrattschste Wahlrecht fordert. Wenn es eine Frage gibt, die in Kciegszeiten und in der jetzigen erregten Atmosphäre nicht gelöst werben kann, so ist es die Wahl-- rechlssrage. Ein übereilter Schritt könnte großen Schaden anrichten (Zusttmmung rechts.) Der (Erfolg des ll-Sootskrieges. Die Versenkung der California. London, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- che Bureau meldet, daß sich an Bord des Dampfers „Ca li- ornia" 240 Personen befanden. Das Schiff war für die Vereidigung bewaffnet, konnte aber von den Geschützen keinen (^brauch machen, da es das U-Bovt überhaupt nicht zu Gesichte bekanr. Die „California" sank in neun Minuten: ein anderer Dampfer nahm kurze Zeit nach der Versenkung die Schiffbrüchigen auf und brachte sie an Land. London, 9. Febr. MTB. Nichtamtlich.) „Daily Nervs" meldet, daß der torpedierte Dampfer „Californic" der Anchor-Linie gehörte und von New York nach Glasgow unterwegs war. Das -Vchiff wurde am Mttwoch früh.in der Nähe der englischen Küste torpediert. Die geretteten Personen e^ählen. daß der Dampfer durch zwei Torpedos von zwei verschiedenen U-Booten getroffen wurde. Lebensmittelmarken. - , 3ert vom 8. bis 12. Februar 1917 haben nachfolgende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 7. Woche, gültig vom 12.-18. Februar 1917 Buttermarken „7.12.-18. „ » arf - - l' " - 12.-18. . Kartoffelmarken. 7. „ 12.-18. Zuaermarken Nr. 6 und 7, gültig bis 28. Februar 1917. Deffenmarken für den Monat Februar. _ Umtausch bcrfuKctier Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. GeschäftSfiuuden des Stadt. LebeuSmittelamteS von S—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. Sonntags 19 — 12 Uhr vorm. Markenansgabe für Urlauber. Die Rede Donar Laws. London, 8. Fcdr. (WM. Nichtamtlich.) Zu der Rede Bona r L a WsimU n t e r h a u f e ift noch imchzuttagen: Donar -cvv kam am Schlnfsc ferner Rede kurz auf beu Abbruch der Be- ^ehmigen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland zu fpoechen und sagte, Willson habe stets gezeigt, daß er die Nentralb- wi und den Frieden zu erhalten wünsche, zwar nicht unter allm Bwrngmigen, cwer unter allen Bedingungen, deiien die Alliiertem fich anfchließen römtten. Daß die Regierung der Bereinigten Staa- ten die Begehungen zu Deutschland abgebrochen habe, sei an und rür sich oo^ beste Zeugnis für die Gerechtigkeit der Sache der Entente durch 8ie die Feinde den Sieg zu erringxfN trachteten Schließttch -zog Vonar Law einen Vergleich zwischen der Law Deutschlands von heute und der Napdleons, der immer uneder lur den aber die Zeit gekommen war, wo das sittliche tvepchl der ganzen Welt sich gegm ihn empörte mw er aus Europa ?^-^^beu wurde. Das sittliche Gefühl wende sich heute gegen Englands r'eernde, das Ergebnis werde dasselbe fern ^ ^^^'^lWTB. Mckstamtlich.) Lloyds meldet: Der Tamp^ „Vedamore" (6330 Tonnen) und der russrsche Schoner „Banapuhtis" (259 Taimen) sind ver- k t wordOr. Der amerikanische Schoner „Cha r l es K. S ch ull o o4 To nnen) rft auf der Fahrt von Gulfpvvt nach Rotterda in am ^v^g westlich Tordrgas (Westindien) gesimken und vollständig Die englischen Schiffsbauten. London, 8. Febr. (WTB. Mchtcrmtlich.) Unter- Leo Mmury teilte in Vertretuny des Schiff- fayrtdretodors mit, daß Abmachungen getroffen seien um ^<^^^^^biches Bauprogramm für Häusels schrffe nach mehreren geeigneten Typen durchzu- fuhren, und daß außerdem alle Austrengungen gemacht werden, den Bau geeigneter .Handelsschiffe, die sich gegenwärtig m Llrbeit befinden, zu beschleunigen. * * * Eine neue Abstimmung über die RegierungSpolitit in der franzüfischen Kammer. (sh ^ e a n ' 9. Febr. (WTB. Nichtamtl.) In der französi-- lA e u Kammer rührte Lyoner Blättern zufolge gestern bei lLrorternug der Kredite der Unterstaatssekretarialr der Deputierte be- der^Neubildung feines Mbinetts .englische Muster nachgeahmt und die Korfftttutton übertreten. Sr ^ nb entffCfmetc heftig. Formalisinus sei im Kriege nicht angängig- Wenn Benerst die Regierung angrcifen wolle, solle er wfort reden. Ben ei st erklärte, er wolle die Vorwürfe bis nach d^nDnege miffparem Er müsse aber sagen, die Regierung l>abe msher nur erreicht, daß das Publikum zum eigenen Schaden alle ^chrmerrgkerben selbst lösen müsst- Der Radikale Joubert sagte dwRemerung habe dst Mmfche der .Kammer bezüglich Kon- Hentvatwn imd eneogrschc Tätigkeit nicht erfüllt. Der Revubli- der:^ Regierung Unfähigkeit vor Er tönnc der Regierung nur insoweft Vertrauen bezeugen, daß er sich ^ Joubert den Antrag stelle, das r ^ . das zurzeit die höchste Bedeutung habe mrvufyt wcrd«r, erklärte Briand unter angespannter Aufmerksamkeit, was Joubert wolle, gehöre in beu Berlin, 9. Febr. (WTB.) Eines mrserer in See be- indlichen Tauchboote meldet seiue bisherigen Erfolge itrit 16 000 Donnen versenkten Schiffsraumes; ein anderes hat bisher sieben Dampfer und drei Segelschiffe versenkt. London, 8. Febr. (WTB.) Meldung des Muberschen Bureaus. 2lm 6. mrd 7. Februar sind Schiffe mit 6 0 000 Tonnen Inhalt versenkt worden. London, 9. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Hogne Castle" (245 Tonnen) und der schwedische Dampfer „Vauag" sind gesunken. London, 8. Febr. (WTB.) Der einzige amerikanische Reffende auf der „California" wurde gerettet. Nach einer Lloyds-Meldung ist der englische Dampfer „Saxontow' (4855 Tonnen) verserrkt worden. Berlin, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter brachte vor kurzem die Meldung aus London, daß der holländische Dampfer „Gamma", von einem neutralen nach einem snentralen Hafen mit neutraler Ladung, torpediert worden sei; dagegen wurde die deutsche Meldung gesetzt, daß die holländischen Reeder ihre Befriedigung über die Freilassung der neutralen Zone westlich des deutschen Sperrgebietes auZgefprock-en hätten. So nehme Deutschland die Interessen Neutraler wahr. Hierzu erfahren wir von zuständiger Seite, daß bereits zwischen der deutschen und der holländifchen Regierung ein Gedankenaustausch über den Fall „Gamma" stattfand, bei den7 erstere eine genaue Uitterfnchung des Falles^ nach der Rückkehr des betreffenden U-Bootes zusicherte, s. .^ursterdam, 9 Febr. (WTB. Nichtamtlich.) „Handelsblad ' meldet aus London, daß 55 Mann von den Besatzungen der englischen Schiffe „H a l l i n s i d e" und „T n - r i n o" und des norwegischen Dampfers „S o n g e l" durch das englische Schiff „P e n m o u n t" gelandet wurden. Die drei Kapitäne erklären, daß, nachdem die Schiffe torpediert waren, du Besatzungen auf ein italienisches Schiff gebracht wurden, das das deutsche U-Boot begleitete. Das als Gefangenenschiff dienende italienische Schiff war aus einem englischen Hafen ansgefahven nnd erbeutet worden Der Name des italienischen Schiffes war übermalt und nicht zu ^kennen. Als die „Penmount" in Sicht kam, ttm-Tbeu die Gefangenen cm ihren Bord gebracht. Der Kapitän erhielt den Auftrag, sie an Larrd zu bringen. 9 - (WTB. Nichtamtlich.) Der Niederlande che Dampfttaw'ter, der, wie bereits gemeldet, am Donnerstag früh ungefähr 35 Meilen nordwestlich von.Ymniden vvn einem deuffchen U-Boot versenkt wurde, ist die „Derika Pmaiden 2 65 ". Haag, 9. Febr (WTB. Nichtanttlich.) Dke niederländische Regierung hat von der englischen die soforttge Freilafsunä einer größeren Zähl von Säffffen der Packetvaart Maatschappff' verlangt, die in dm Häsen SLngapore und Penang sestgehalter, werden. Die Nachricht von der Anhaltung der Schffst ist erst ver- pätet eingelangt' da die englische Zensur die darauf bezüglichen- Telegramme des Generalgouvernenrs an den Kolonialminffter offene bar zurückgehalten hatte. Die Erste Kammer hat das Gesetz angenommen, das der Regie- rung das Recht gibt, Schiffe zu requirieren. Ymuiden, 9. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Der Segel- r J* „Holland" meldet, daß am 8. Februar 11 Uhr vormittags ettva 35 Meilen nordwestlich von Pmuiden ein niederländischer Fffchdampfer von einem deutschen U-Boot mit Bomben versenkt wurde. Die Besatzung lvurde von dem lb-P-oot einem anderen Segellogger übergehn. Am dem Reiche. B e r l i n, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht Bekanntmachungen betreffend Stun- )ungsvorfchrist des Zahlnngsverbotes gegen Rußland, An- loenduiig der Vertragszollsätze für Waren aus Rumänien, zollfreie Einftrhr für Arbeitserzeugnisse der in der Schweiz untergebrachten deuffchen Gefarlgenen und Aenderung der Bekanntmachung über Kartoffeln, wonach Kartoffel- erzeuger bis 20. Juli auf Tag und Kopf ein Pfund (bisher 1/2) Kartoffeln für sich und jeden Angehörigen verwenden ™ rmrd die Tageszulage für Schwerarbeiter bis 20. Juli auf Vi Wund (bisher 5 /i Pfund) ermäßigt. Um der Kohlen not zu steuern, ist vvnr vevrn Oberbürgermeister ein besonderer Ausschuß ernannt lvorden, der sofort im Einvernehmeil mit den Kohlenhänd-- lern bei den zuständigen Behörden, zmn Teil telegraphisch, die nötigen Schritte eingeleitet hat, um eine bessere Versorgung der Stadt mit Kohlen zu ermöglichen. Auch sollen weitere Maßnahmen zur größeren Sparsamkeit an Heizung ilnd Beleuchtung gettoffen werden; so sollen z. B. öfftnMche Vorträge und sonsttge Veranstaltungen nach Möglichkeit: eingefchrantt werden. Eine Maßnahme, nach welcher irr Kontoren und gewerblichen Betrieben vor 8 Uhr morgens nnd nach 5 Uhr >abends nicht gearbeitet werden darf, mit Aiisnahme der für die Lebensmittelversorgung oder Kriegs-' industrie unmittelbar arbeitenden Betriebe, steht bevor. Des weiteren ist vorgesehen, größere Mengen Brennholtf' aus den Waldungen anzufahren und an die Bevölkerung zu Heizzwecken abzugebeir. 'Zlnch soll versucht werden, ob nicht von den Militärbehörden aus deren Bestäiiden Brenne material leihweise oder käuflich zu erhalten ist. Mir die Verteilung der Kohlen wird den Händlern zur Pflicht gemacht, die Verteilung je nach Bedarf in gerechter Weffe und' insbesondere auch in kleinen ÄNengen vorzunehmen. Dabei rst vorgesehen, gegen solche Personen, die trotz genügenden; Vorrats an Brennmaterialien noch Kohlen usw. hinzuerwev« ben, energisch vorzugehen, wozu gegebeneiffalls eine knrzt wird, als das kleinere Uebel und muß wie jo viekes in dieser Zeit rm vaterländffchen Interesse ertragen werden. . . , ^ Städtisches Lebenmiltelaml. Mtt Rücksicht auf du bestehende Kohlenknappheit norden die Dicnftstun- d c n des Städtischen LlMmsmittelamtes, Ost-Anlage Nr. 13, bis auf weiteres mrf die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags festgesetzt An Sonntagen findet vormittags von 10 Uhr 12 Uhr die Ausgabe von Lebensmittelkarten an Urlauber statt. Grvßherzogliches Finanzamt Tie Amtstag« finden nunmeln jeden Dienstag und Samstag vvn 8 Uhr vormit^ tags bis 1 Uhr nachmittags statt. ** Ausweis für Reisende. Im Interesse der Landesverterdtgung muß eine militärffche Ueberwachung und Kontrolle des Reisendenverkehrs stattfinden. Um diesen Dienst zu erleichtern und sich selbst Schwierigkerben zu er-! sparen, muß jeder, der reist, einen Ausweis haben. Das gilt ebenso für jeden Deutschen, wie für die Ausländer. Trotz vielfacher.-Hinweise wird besonders von Frauen diese Notwendigkeit immer noch wenig beachtet Es sei deshalb von neuem daran erinnert, daß fefcer vor Antritt einer; Reffe sich einen geeigneten Ausweis beschafft (am besten behördl. Ausweis mit Personalbeschreibung und Lichtbild). ** Gießener Konzertverein. Den Bemühungen des Herrn Oberbürgermeisters ist es gelungen, für Sonntag erneu Urlaub für Herrn Backhaus zum Korczert zugunsten der Ernst-Ludwig-Jub-iläums-Stiftung zu erwirken. Das angekündigte Konzert füibei demnach bestimmt morgen statt. " Oberhessischer Kunst verein. Wegen erneuten Zusendungen von Gemälden muß in der erst seil Sonntag neuen Ausstellung schon in den nächsten Tagen teilweise eine Aenderung vorgenommen werden, weshalb ein baldiger Besuch der jetzigen Ausstellung zu empfehlen ist. Verkauft wurde bis jetzt ein Öel- gemälde ^Enten im sonnigen Waldwaffer" von A. Koester-München. r5Ür die nächsten Ausstellungen sind Vereinbarungen getroffen mit. dem Aussteller-Verband Münchener Künstler, der Freien Gruppe Düsseldorf, dem Verein Münchener Aquarellisten; auch schweben bereits Verhandlungen wegen einer Ausstellung Münchener Kunstgewerbler. ** Zttr Statistik über die Vorräte an Kohlrüben müssen sämtliche Vorräte an Steckrüben, Wruken, Boden- kohlrabi spätestens am 11. Februar 1917 bei der zuständigen Gr. Bürgermersterei (Oberbürgermeister, Bürgermeister) schriftlich an- gemeLet wecken. (Siehe Bekanntmachung im heutigen Blatte.) Enteignun g der Fahrradbereifungen. Die- 1 ewigen Personen, die noch Fahrradbereifungen besitzen, haben dies« brs zum 15. d. Mts. eiTffchl. aus dem techn. Bureau des Gaswerks onznmelden. Die Besitzer von Bereifungen fick auch dann Kur An- Meldung verpflichtet, wenn sie nicht Eigentümer sind. Personen die die Verechttgung zur Benutzung des Fahrrades besitzen, sind! nicht zur Anmeldung verpflichtet. Siehe Bekanntmachung. ^Lichtspielhaus, Bahnhof st raße 3 4. Unwiderruflich nur 3 Tage tritt Henny Porten in ihrem großen Schauspiel in 4 Akten Der Ruf der Liebe auf. Dazu ist ein gutgewähltes Beiprogramm vorgesehen. Von Dienstag ab bleibt das Lichtspielhaus wegen Kohlenmangel bis auf weiteres geschlossert. " Das Schwarz-Weiß-Theater, Selterswea 81, bringt ab SamStag, 10. Febr., bis Montag, 12. Febr.. einen der schönsten A st a Nielsen-Filme: ^Sünden der Väter", großes mimisches Drama tn 3 Men, mit Asta Nielsen in der Hauptrolle und Regie von Urban Gab, sowie das Militär-Lustspiel „Schön ist die Soldatenliebe^, tn 2 Akten; „Bruncho BillyS Bruder", Wild- West-Drama, und das übrige Beiprogramm. — Das Theater ist ab Dienstag. 13. Febr., wegen Kohlenmangels bis auf weiteres geschloffen. Landkreis Gießen. - . J ' ?., er ? T 0 k* 10. Febr. AuS unserent Dorfe erhielten folgende Kriegsteilnehmer Auszeichnungen: Krankenträger Graf das Mli- tär-SanitätSkreirz am Krtegsbande, vom Großherzog persönlich überreicht; Gefr. Karl F n chin einem Feld-Art.»^; Mnen» >D*eTtt ÜijSL H o f« »nn, ott» VeckTrr tn emfm vwh-*!rt • ® i l r iS arl> ^ffoöen); Pionier Mlh. Döring nnd Geireiter Heinrich Spaar die HeVsehe TaoierkeitSmedaiNed Unteroffizier Heim Kutfcher (Besitzer der Hessischen Tanserkeits- medaille) Unterosftzier Heinr. Schnitt u»d"KLLHm?p Kr?uz ^ * >C ^ d)en Tapferkeitsmedaille) das Eiserne ^ Ä MFAr. Uittpoffizicr Ludwig Bopp erhielt rn den Kämpfen an der Somme das Eiserne ferui jmritrr Klo sie imi) Ärichzeittg bie Öefftfäc Tapserteilsmedaillc. Bopp war bei lemer Embcwuftmg — Heckst 1914 — Lehrer in tteu=°Umhirro Sein im ****** Ulü> Eöm bcnm ä"r Jn- o pp, Sanitätsvnterofnzier am AE das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen. “J 1 ??,, aSZ vvesrye Kampfer, Musketier Karl Berg, Jnf.- Grcmchrer Ludwig Schar dt, Garbe- Jws.-Regt. Rr. 7, 8. Komp., tourten mit der .Hessischen Tapferkeits- medaille Mlsgezeichncl. ** S t a n i e n b e r g, ly. Febr. Der Schütze Karl H e i b e r t S- s ÖU ]wu ? UC « e 8U 2' iJ nt ®rofftjict befördert und gleichzeitig mit öcm . Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Mit ihm flehen noch zwer Bruder lm Felde, der eine bei der Marine, und kürzlich wurde auch sein Vater elngezogen. 10- Hchr, Unteoffeiex 22' l - «v-M- , Soljn Bon gg g* v^u^ch Bich in Steiribrrg, louiix- dirrck Bcrlcihunq dos EgemWr KrenHOs 1. Klasseansgezeuimet, nacl)dem er schon früher die Hessisckg- TapftwteptÄr«dcrilla erhalten hatte. — Dem llnter- omvtt vornmnn Philipp bei der 69. Maschinengewehr-Komp. AM^vvn Balth. Philipp 8., Wagner in Watzenborn., wurde die VMYche Tapserkeitsinedmlle verliel^en. Das Eiserne Kreuz 2 Kl wucke ihm schon vor längerer Zeit zuerkannt. — Dem Ludwig udler von Sternberg, beim Armierungsbataillon 53 wurde dre Hessische Tapserkeitsmedaille verltelien — Karl Scbmandt von Stemberg. Oberheizer aus S. M. Schiff ..Graudenz" erhielt ivegen seiner wiederholt unter sehr schwierigen Umständen bewiesene Umsicht und Tapferkeit das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kreis Büdingen. # Tübingen, 10. Febr. Da sich die Knappheit der Kohlen noch bedeutend verschärft hat, ersucht das Großh. Kreis- amt um jegliche Einschränkung an Heizung und Beleuchtung in Läden, Wirtschaften und Privatwohnungen. Die Läden sind um 7 Uhr. die Wirtschaften um 10 Uhr zu schließen, ebenso ist die Straßenbeleuchtung auf das notwendige Maß zu beschränken. # 3111 e n |t a b t, 9. Febr. Montag, 12. Februar, wird auf dem Rathause die Jagd im hiesigen Markwalde (ca. 150 Hektar) aus weitere sechs Jahre verpachtet. ft: Bergheim, 9. Febr. Auf dem Felde der Ehre starb der Gefreite Christian Reutz el. ^ BorSdorf, 9. Febr. Das Eiferne Kreuz erhielt der Kanonier Gefreiter Albert P o i n t n a u. # Nidda, 10. Febr. Die Hessische TapserkeitSmedaille erhielt der Kanonier Karl Orbig im Feld-Art.-Regt. 15. # Wallern hausen, 10. Febr. Die Hessische Tapferkeits, medaille erhielt der Unteroffizier Bach im Landwehr-Jnsanterie- Regt. 385, Pionier-Abteilung. Kreis Schotten. G Eschenrod, 10. Febr. Ten Heldentod starb der Schütze Heinr. Buß, Maschinengewehr-Scharsschntztruppe 122, Res.-Jnf.- Rgt. 222, von der benachbarten Weidmühle. ^ F e l d k r ü ck e n, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Aug. Trapp. # Kölzenhain, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt an Kaisers Geburtstag der Musketier Karl Kraft. O Rudingshain, 10. Febr. Ein weiteres Opfer hat der Krieg in unserer Gemeinde gefordert, indent der Musketier Heinrich R u p p e l im 5. Pommerschen Jns.-Rgt. 42 nach schwerer Verwundung sein sunges Leben aushauchte. G U l r i ch st e i n, 10. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt am 27. Jan. der Jäger Gg. Scheich. — Zum Unteroffizier befördert wurde der Maschinengewehrschütze Gefr. Otto Fischer, Maschinengewehr-Kompagnie Nr. 1 Jns.-Rgt 353. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 10. Febr. Die Mitte voriger! Monats erlassen« Bekanntmachung des städtischen Lichtwerks betreffend „Einschränkung .des Gasverbrauchs auf zwei Drittel deS im Vorjahrs benötigten QuautumS oder den Mehrverbrauch mit einer Mark für den Kubikmeter zu bezahlen", hat so günstig auf den Gasverbrauch eingewirkt, daß für Januar und Februar diese Maßregel anßer Kraft gesetzt werden konnte. — Aus Einladung der Stadtverwaltung wird Prof. Kleeberger - Gießen heute abend im Saale des Turnvereins 1860 über »Anbau von Frühgemüsen und dergleichen* sprechen. — Das Gießener Stadttheater spielt heute und morgen im Kurhaustheater. Zur Aufführung kommen: ,Wie einst im Mai* und „Goldfische*. Kreis Wetzlar. F. C. Wetzlar, 9. Febr. Im 81. Lebensjahre verstarb in Leun der frühere Gemeinderechner, Sparkaffenrechner und Postagent a. D. Johann Jakob H e b e r l i n g. Hessen-Nassau. Erplosum in der Stempelschen FckbE Frankfurt«. M., 9. Febr. (WTB.) Eine Explosion in der Stempelschen Fabrik, die sich Donnerstag nachmittag ereignete, hat leider weitere Opfer gefordert. Außer der bereits aLs tot gerneÜdeten Frau sind inzwischen 17 weiterer ihren schweren Brandwunden erlegen, so daß die Gesamtsumme aller bis jetzt Verstorbenen 18 beträgt. Allerdings noch einige in Lebensgefahr. Me die amtlichen Ermittlungen ergeben haben, war die Explosion an sich ganz bte'N 'L?' ^ykleiner Pulversatz entzündete sich urS setzte P l€ rwerer Arbeiterinnen in Brand. Nur der hier- Panik ist die weitere Ausbreitung des ^uers zuzuschreiben, welche die bedauerlichen Opfer gesor- • mt. Frankfurt a. M., 8. Fckr. In der Stadtverord- ÜJ:? rsammlung am Dienstag kam es zu einer einaehen- 2™ über die Milchversorgung hiesiger Stadt. ^Unlieber der birrgerlicl)en Parteien Uesen gegen die neue art Der ,-Verteilung, bei der man die Milchnern Händler fast völlig misgeschmtet hat Sturm. Das an sich schon recht gcwinnreick)-e Geschäft der Großhändler habe man noch einträglicher gestaltet aus Kosten der Kleingewerbetreibenden. Tie städtische Milchverarbei- ttingsgesellsÜMst könne keine hygienisch einwandfreiere Milch Herstellen, als jeder Kleinhändler. Von der sozialdcnrokratischen Seite Nmrde bemerkt, daß nian die ftädUscl)e Milswerbeilnng begrüße imd es sei ein Unding, über 600 Milch klein Händler versorgen zu wollen bei einer Milchmenge von knapp 50 000 Lidern, wie sie eben noch täglich nach Franksiirl kämen. Auch sei durch die städtische Verteilung einer großen Reihe von unsmiberen (Stemmten das Handwerk gelegt worden. Dennoch brachten die bürgerlichen Parteien einen Antrag ein, durch welchen die Neuorganisation zu-- grinsten der Kleinhändler umgestoßeu wird, der auch gegen die Stimmen der Sozialdemokraten zur Annahme gelangte. Gleichzeitig soll an eine Rationierung der Mager milch herangegangen werden, von der heute gegen 10000 Liter täglich in die Stadl kommen. F. C. Diez, 9. Febr. Infolge des starken Frostes sind dahier in der Bahnhosstraße die Stämme der Kastanienbäume von oben bis unten geplatzt. F. 0. Sossenheim, 9. Febr. Am 11. Februar begehen dahier die Eheleute Adam E w a lsd das Fest jder Goldenen Hochzeit. , F. C. Von der Lahn, 9. Febr. Das Eis der Lahn hat an einzelnen Stellen einen Durchmeffer von x / % Meter. Die Lahn ist von Limburg bis zur Mündung fast lückenlos zugefroren. Gießener Strafkammer. Gießen, den 9. Februar 1.917. 1. Ter 14jährige Schüler Hermann E. und der 16 Jahve alte Taglöhner Otto R., beide von Dorn-Affenheim, sind an ge klagt mid geständig, zu Doru-Assenheim in der Nacht vom 1. zum 2. November 1916 gemeinschaftlich mit dem inzwischen zum .Heeresdienst einberufenen August R. zwei dem Landwirt Philipp R. in Dorw-Assenheim gehörige Stallhasen im Werte von etwa 60 Mark dem Eigentümer aus einem umschlossenen Raum durch Einsteigen und Erbrechen eines Beliältnisses weggenommen zu haben. Die Hasen, welche in der E'sclMi Wohnung geschlachtet und abgezogen wurden, hat der Angeklagte E. an seinen in Frankfurt a. M. wohnendeii Onkel verkauft. Das Gericht verurteilte die beiden jugendlichen Angeklagten, unter Zubilligung mildernder Umstände, zu Gefängnisstrafen, und zwar E. von 5 Tagen und R. von einer Woche. Durch Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim vom 21. Dezember 1916 wurde der Rmtner Theodor Br. zu Bad-Nauheim wegen des ihm zur Last gelegten Jagdvergehens sreige- sprochen. Er war angeklagt, anfangs September 1916 in der Gemarkung Nieder-Mörlen, an Orten, au denen zu jagen er nicht berechtigt war, die Jagd ausgeübt zu haben. Gegen dieses Urteil verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Aus Grund der I-euti- gen Beweisaufnahme erachtete das Gericht den Angeklagten, der Pächter der an bie Gemarkung Nieder-Mörlen angrenzenden Gemeinde iagd Ober-Mörten ist, der Uebertretung aus § 368 Ziffer 10 Sl.G.B. für überführt und verurteille ihn dem Anträge der Staatsanwaltschaft entsprechend zu einer Geldstrafe von 1 Mk. Dem Ingenieur Georg M. in Wächtersbach, der früher Betriebsleiter der Ohmtal-Basaltwerke in Orteuberg war, wird zur Last gelegt, zu Ortenberg in der Zeit von September 1915 bis Ende Februar 1916, um sich einen Vermögens vorteil zu verschaffen, zum Nvästeil seiner Auftraggeberm, der Ohmtal-Basalt- werke, bare Geldbeträge in Höhe von etwa 235 Mark veruntreut zu haben. Auf Grund der BeTveisaufnahme verurteilte das Gericht den Angeklagten, der die ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen in Abrede stellte, zu einer Gefängnis- stwfe von einem Nionot. Der Speck als Lockmittel. .ss.Marburg, 9. Februar. Eine gefährliche Hochstaplerin hatte sich heute vor dem hiesigen Landgericht in der Person der aus dem Schwabenlande stammenden, schon etwas bejahrten Elisabeth Herdt zu vermitworten. Die Angeklagte, die schon viele Jahre ständiger Gast der deutschen Gefängnisse und Zuchthäuser ist, ihr Vorstrasmvegister bekani heute die Jubiläumsnunrmer „25", kam im letzten Jahre noch kaum verbüßter Strafe von Kassel nach Marburg und führte sich bei zwei armen Kriegerftauen dadurch ein, daß sre behauptete, Speck verschaffen zu können. Ihre Verwandten in Anzefahr bei .Kirchhain hätten.solchen zu verkaufen, man müsse ihn aber dort holen. Sie erhielt von den beidm Frauen 32 Mark und dann fuhr sie in Begleitung des Töchtevck-ens der einen Frau nach An-efahr. Dort ging sie in ein Haus, Vehrte aber bald wieder zurück imd sagte dem Mädclirn, der Aiann habe den Korb behalten und würde den Speck nach Marburg bringen. Auf dem Marburger Bahnhof wieder angelangt, versckzwand sie auf NimmeriWiedersehen. In Gelnhausen machte sie eine ähnliche Sache. Sie nahur dort ein Mädchen mit nach Hanau, nahm ihm 54 Mark für Speck ab und lieH das Mädchen mit leerem .Korbe in einer. Wirtschaft sitzen. Die JhuFflagfc Wr*e M 3 I-hren SmhthMiS, 600 Mark «eit*- strafe unb 5 Jahren Ehrenverlust veru rteilt. r _ Letzte Nachrichten. Ein neutrales Urteil. , ^ or Kopenhagen, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) .AnEuY eines gestern von der Zeitung „Natioiral Tiaeiide" Ändoner Telegramms, wonach das Blatt „Eoenmg ^ ?.. erklärt habe, das; die deutsche Kontrolle des neiftralen Verl yrs ungesetzlich sei, und Großbritannien und seine Alliierten den Reu tralen angeboten hätten, während der Kriegsdauer ihre flotte zu übernehmen, sucht die Zeitung „Sozialdemokraten oem deutschen Standpimkt zum Seesperre-Krieg gereckü zu werden uno erklärt, daß die englische Auffassung einseitig sei, denrr es ja.England gewesen, das Morst eine solche Kontrolle eingcriailer habe, um Deutschland auszuhungern. Das Blatt fährt sott: , Wir kennen sie von der beständigen TurckMckxung un \ecrx Ainerika-Tanipfer in Äirkwall her, von der englischen Politik mit ZwangsbestimTMuigen, von der Aufbringimg des dämiunm Ro- gierungsdampfers „Godtl)aag" mit Fischbadung aus Grönlalid, von der Beschlagnahme unserer Post usw. ebenso, wie ein grvtzer Teil der neutralen Schiffe, verlockt oder gezwungen, Bannwaren^ sahrten für England ausführen muß. Der verschärfte U-^Mot-rcrieg Deutschlands ist Notwehr gegenüber dem englisckien^'äushunge« rungskrieg. Es ist furchtbar, daß der Krieg derarttge < 5 ormrn an- gciwmmen hat, daß neutrale Schiffe, die innerhalb einer deitimm- trn bisher fteien Zone fahren, ohne Warnung torpediert Nierlxm Es ist aber auch furchtbar, daß eine Kriegsmackst veriucht eins große Nation nrit Frauen und Kindern ausznlumgern. Der lariq- same Hungertod dieser Frauen und Kinder verursacht, falls d« Absicht erreicht wird, vielleicht schrecklichere Qualen, als der ichnelle Tod in den Wellen, wie tragisch mü) empörend dies auch sein mag. Dir Haltung Spaniens. Paris, 9. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Meldrmg der Agenee Havas. Die Zeitungen melden aus Madrid, daß der Miiiiitep des Aeußern dem amerikanischen Botschafter als Antwvtt an Wil?on eine Abschrift der Ankwott der spanischen Regierung an Deutschland überreichte. Er fügte hinzu, Spanien könne keine andere Haltung einnehmen, als sie in der lAntwott an die Mittelmächte angv- geben ist. l Laut Blattermeldungen aus Madrid ist Oesterreich-llngarp eine nrit der Antwort an Deutschland genau übereinstimmende Ante wort erteilt worden. Verbot der schwrdischen Auslandsschiffahrt. Kopenhagen, 10. Febr. „Politiken" meldet aus Malmö: Hiesige ReÄxw teilen mit, es sei M erwarten, daß die schwedische Regierung im Reichstag eine Vorlage einbringen werde, wonach M- künftig den schwedischen Dampfern verboten werdm soll, ohne Erlcrnbnis der Regiernng nach ausländischm Häfen zu fahren^ Krtegsschiffdegleitung der englischen Hollanddampfcr. Kopenhagen, 9. Febr. „Politiken" berichtet cruÄ Arnsterdani, daß die Engländer ihre Frachtdnmpfer wie Postdanrpser im Verkehr mit Holland durch Kriegsschiffe begleiten lassen. Am 7. und 8. d. Mts. seien Dampfer avy gekommen und abgegangen. Englands Aufgebote. Rotterdam, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuve Rotterdamsche Courant" meldet aus London, daß der Generaldirektor^ des Nationaldienstes angeordnet hat, daß alle beamteten jungen Männer zwischen 18 und 20 Jahren sofort unter die Waffen zu rufen sind. Der Befehl betrifft Beamte aller Art, darunter Polizisten. Feuerwehrlcntte, Schullehrer, Gemeindeangestellte Postbeamte und Zollbeamte. Er kommt nicht zur Anwendung gegenüber MMmern, die in der Landtvirtschaft der Staatsindusttie, in! Bergwerken und Steinbrüchen, in Eisenbahnbetrieben, beim Transportwesen, in Schiffswerften usw. tätig sind. Außerdem Werdens auch die.Männer der Gruppe 6 2 und C ß unter die Waffen gerufen. Die Verteidigung von New York. Rvtterdam,9. Febr. Nach einer New Aorker Renter> meldung wurden alle verfügbawen sechszö-lligen Geschütze von Westpvint nach New Dork verschifft. Sie sollen in de« Fords, welche die Stadt schützen, ausgestellt werden. Schwierigkeiten in Frankreich. Bern, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mirrister Harriek' erklärte im Senat nach heftigen Angriffen, er habe erwirkt, daß vier Jahrrsklasfen .unter gewiffen Bedingungen von der Front zurückgenommen werden sollten, um in den Bergwerken zu arbeiten, wo außerdem eine Ar^ahl Kriegsgefangener beschäftigt istz England versprach, zur Behebung .der TransvvrtsckMierigkeiten 20 000 Wagen M senden. Er hoffe, in einiger Zeit Besserung schaffen zu können, doch müsse man dem Lande offen und ehrlich sagen, daß ernste Zeiten kommen würden. Frankreich werde zwar triuniphieren, müsse aber Entbehrungen und Einschränkungen auf sich nehmen. Vizradunral g. D. Livonius f. Im 88. Lebensjahre ist gestern unser ältester Admiral, Vizeadmiral a. D. Otto Livonius gestorben. Die Blätter? erinnern daran, wie während des deutsch-französischen Krieges der damalige Korvettenkapitän das Panzerfahrzeug „Ar- minius" kommatrdierte, mit dem er am 27. Juli von Kiel nach Cuxhaven in See gegangen war. Obwohl die am 28. Juli in Skagen eingetroffene französische Flotte den Weg dorthin versperrte, gelang es der ebenso geschickten wie kühnen Führung von Livonius sein Schiff glücklich nach seinem Bestinr- mnngsort zu bringen, was ihm reiche Anerkennung eintrug. Höhere ». Im. MßeiWle, Llltzni-LÄichs- GW»lßm, Löerreilschule »ni> RelilMmsm. Der Unterricht beginnt wieder Dienstag, den 13. Februar. Die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Gymnasial. Vorschule finden sich zur gewohnten Zeit ein. Die Schülerinnen der Höh. und Erw. Mädchenschule haben um 1»/* Uhr in der Oberrealschule, die Schüler des Gymnasiums um dieselbe Zeit im Realgymnasium zu erscheinen. Auswärtige Schüler und Schülerinnen können bei schlechter Zugver- bindung von dem Nachmittagsunterrichte zunächst befreit werden. 1200 D Gießen, den 10. Februar 1917. Die Direktionen. Gothaer Feuerversicherimgsbarik auf Gegenseitigkeit. Im Jahre 1821 eröffnet. Der Ueberschuß l.yNLf f«6J7 Jutzbach _ J Taschenuhren, neu u. fleht., Kinderohringe,Tafchenlmnp. u. Batterien, Mundharmonikas äußerst billig. Partie Brillen u. Zwicker L I Mk. 50. Silbersachen und Taschenuhren werden in Zahlunfl genommen. 100818 Uhrmacher Ojp, Koch, Mühlftraßc 2. m SüinwstraEiWeSss«Theater gg^sr. Im Programm von Sarastac, d. 10. Februar bis ftnkl. 12. Febrnar (Samstag, Sonntag und nur noch Montag geöffnet, ab Dienstag. 13. Februar, wegen Kohlenmangel bis auf weiteres geschlossen.) Nur 3 Tage ! Als Hauptschlager Mur 3 Tage S Bi© Sünden der¥ät®r Großes, spannendes, mimisches Drama in 3 Akten. In der Hauptrolle die berühmte Schauspielerin ASTA NIELSEN Regie : Urban G ad — Dieser Film ist unbestreitbar einer der schönsten Asta Nielsen-Films, der bisher gezeigt wurde. Außerdem noch das 2 akt. Militärlustspiel: Schön Ist die Soldaten liebe. Broncha Billys Brnder. Wild-West-Drama. 1198a Und noch das übrige Beiprogramm, nanram 'SC ÄO J rach erprobt und bewährt! i Jeder repariert seine Sachen I wlbit und erspart Zeit und ! Geld. Man nabt Rucksäcke, ; Riemen, Taschen, Gamaschen Sättel, Geschirre, Decken, Zelte, Säcke, Jilzwaren, »vahrraddecken, alle Arten Lederzeuge. Schuhe leicht, schnell allein, jedoch nur mit der gesetzlich geschützten Räb' - Ahle „Haushelf.rin", D. R. G. M. dc'äht den Steppstich einer Nähnraschine. 1209 Ä)lk. 2.50 mit 4 oerschiedenep Nadeln, 1 Nolle Faden. 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Kompagnie nach kaum fünftägiger Rückkehr zu seiner Kompagnie im Alter von 19 Jahren sein junges Leben durch einen Volltreffer lassen musste. In tiefer Trauer: Daniel Oswald und Frau ESisab. geh. Koch Karl Oftwald, z. Zt. im Felde Elisabeth Oswald Wilhelmine Oswald. Wieseck, den 10. Februar 1917. Wiederseh’n war seine und unsere Hoffnung. 079 !) Glück ’ u .. , Können wir dein Grab nicht schmücken. Gatte, kehrst nimmermehr zurück Trauernd an deiner Gruft nicht ßteh’n, nf« da djf deinen. Auf zum Himmel wollen wir blicken. Die in der fernen Heimat um dich weinen. Wo wir uns einst wiederseh’n! rÄ 1 ™ “’5 ind Sing Schlaf wohl, ruh du in Frieden, n . H?ßZ? d J£E a 2tui« ^ bist daheim, wir noch hienieden, dleSei KSiSHSS ZUrück Oar sehr quält uns der harte Schmerz, Auf dieser Erdenbahn — Du ruhst in Gott, mein heißgeliebtes Herz. Nach langer schmerzlicher Ungewißheit erhielten wir heute die erschütternde amtliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser braver Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Musketier Andreas Schneider Reserve-Infanterie-Regiment 224, 8. Kompagnie nachdem er am 11. September 1915 in Gefangenschaft geraten war, am 19. Januar 1916 im blühenden Alter von 35 Jahren gestorben ist. ' Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 00806 Louise Schneider geb. Sommerlad. Beuern, Schlitz, Griesheim, Offenbach, Bürgel a. M.. Birklar, 7. Februar 1917. Auf dem Felde der Ehre sind bisher unsere folgenden Werksangehörigen geblieben: Karl Bräuning aus Lardenbach am 22. Aug. 1914 bei Anloy i. B. Gustav Sehrt aus Solms-Ilsdorf am 22. Aug. 1914 bei Anloy i. B. Karl Merz aus Altenhain am 22. Aug. 1914 bei Anloy i. B. Ludwig Hofmann aus Laubach am 10. Sept. 1914 bei Vitry le Francois Heinrich Hofmann aus Wohnfeld am 24. Sept. 1914 bei Servon Wilhelm Becker aus Solms-Ilsdorf am 6. Juni 1915 bei Kfilusz in Galizien Heinrich Funk aus Seinrod am 28. August 1915 bei Hallue i. Fr. Gustav Knöss aus Solnrod am 11. Sept. 1915 bei Zellouse i. K. Karl Knöss aus Stockhausen am 13. Januar 1916 bei Dünaburg Karl Merz aus Altenhain am 9. Juni 1916 vor Verdun Ludwig Kraft aus Altenhain gest. am 30. Juni 1916 im Lazarett Darmstadt Otto Lein aus Lardenbach am 1. August 1916 vor Verdun Kar! Burg aus Ruppertenrod am 29. Aug. 1916 an der Somme Otto Schmidt aus Ruppertenrod am 15. Sept 1916 bei Wilna Karl Görnert aus Weickartshain am 20. Sept. 1916 vor Verdun Wilhelm Rahn aus Altenhain am 12. Oktober 1916 an der Somme Konrad Preiss aus Ruppertenrod, verw. am 3. August vor Verdun, gest. im Lazarett zu Giessen am 15. Nov. 1916 Heinrich Biedenkopf aus Weickartshain am 26. Dez. 1916 in Rumänien Sie sind für den Fortbestand und die Größe ihres Vaterlandes in den Tod gegangen. Ehre ihrem Andenken! Gewerkschaft Luse und Ilsdorf, Giessen. Brauneisensteinbergwerke. E. Miinker. uoid m srai I Gestern abend 6 l / 2 Uhr verschied sanft nach kurzem schweren Leiden unsere liebe, gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Christiane Krailing Ww. geb. Lenz im 75. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Carl Krailing 4 ä Lina Just geb. Krailing (giessen (Süd-Anlage 22), Mainzlar, Karl Jnst den 10. Februar 1917. Johanna Leib Karl Leib Mari© Krailing. tS“ ^bsrdigung findet Dienstag, den 13. Februar 1917, nachmittags ;)i l 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 1206D Heute morgen um 4 Uhr verschied sanft nach kurzem, schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unser lieber, herzenzguter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Otto Volk, Kaufmann im blühenden Alter von 19 Jahren. ogo6 Die tief trauernden Hinterbliebenen: Jobs. Volk nnd Frau Wilh. Volk und Familie Christian Volk Ph. Weiss und Familie Fried. Stroh nnd Familie Grossen-Linden, Giessen, Friedberg, den 10. Februar 1917. Die Beerdigung findet Montag, den 12. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Bahnhofstr. 52 aus statt. IMimthmtii • «ietze» (E. 93.). Unentgeltliche Beratung der Mitglieder und deren Angehörigen tu sozialen Angelegenheiten, Steuerfragen ufw. Sprechstunden: Mittwochs und Sonntags von 1—2 Uhr im Geweroehaus. Kirchstrake 16. (234 D 1 m Lichtspielhaus • Bahnhofstr. 34 i — - • ■ ■ - .. |r#j Unwiderruflich nur 3 Taue i m Henny Porten in ihrem unvergleichlichen Schauspiel in 4 Akten * OerRufderLiebe w Dazu das gutgewählte Beiprogramm. \w\ Unserer geehrten Kundschaft zur Kenntnis- (♦ !♦! nähme, daß das Lichtspielhaus wegen Kohlen- |#! mangel bis auf weiteres geschlossen bleibt. ♦♦♦♦♦♦♦♦ 1195a Im südlichen Stadtteil ein Garten au pachten gesucht. Schrift l. Angeb. mit Preisangabe u. 1082 an den Gieh. 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