Nr. 34 Der »tetz««er L«zel-e, erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Otehener Kamlllendlätter; «reirblatt ffit den Kreis Hießen. Vez»grpre1r: nwnatl. 90 Pf„ viertel- iährl. Mk. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 30 Pf.: durch die Post Ml. 2.45 viertel- jähri. cmsschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüffe: für die Schristleitung l 12 Berlag.Geschäitsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Blatt Jahrgang Postscheckkonto: Krankfnrt «.Hl. U686 General-Anzeiger für Oberhessen 5reitag. y. ßebruar s9lr Vankverkehr: Gewerbebank Gießen ^«...uyme vvii Anzeigen *. die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorher Zeilenpreir, s. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswä rtS 25 Pf., b Platzvorschrifh 30 Pf., Reklamen 7b Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriitleiter: Aug.^ Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton.' Aug. Goetz. Stadt uni Land, Vermischtes u.Ge> 3»illft,gznmddn,«k u. Verlag: vrühl'sche Unw.-Vuch- u. Stclnftrndcret 8.ränge. Schristleitung. Geschäftsstelle «.Druckerei.. Schulstr.7. Absage der Neutralen an Wilson. Eine Rede Sonar Law§ im englischen Unterhause. rohes Hauptauartier ^ A-brnnr . ' _ . ^ MTB.) (Amtlich.) mrm „ Kriegsschauplatz. 81 irhr®/rf.VI tt,fe i ömarf<, ’ onö Herzog Albrecht von Württemberg. fctt 3m Npernvogen herrschte abends lebhafte Feuertätig- 3m Wytschorte-Bogen zerstörten wir durch! umfang Mbneng/nge"^"^" e,nai erheblichen Teil der feindlichen Fliegergeschwader warf auf die Stadt htrhuS- die, neben Häuserzerftömngen, 3rau und sechzehn Kinder getütet, zwei verwundet wurden. An militärischen Anlagen ist Schaden nicht entstanden. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. h Allerseits des Kanals von La Baisse, an der Ancrc Bouchamsnes war der Artilleriekampf gegen sie Lungert. Nach Mitternacht griffen die Engländer an ^rdnfer der Anere und südöstlich von Bouchavcsncs «abAA^^dlnfangserfolgc wurden durch nnsereil Gegen- noy schnell ausgeglichen. Front des Deutschen Kronprinzen. und bei Vauquois. östlich der Argonncil, l^^i^totztrupps siebzehn Gefangene aus den französischen Oestlichcr Kriegsschauplatz. Front des GencralfeldmarschallS „ . «5 r , ,näcn Leopold von Bayern. 'Bcr Krfwlin. westlich von Luck, war ein Erkundungsvor- itotz für uns erfolgreich. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Karpathen und im Berggetündc der E ^iZ?eftnngew^°^ ** 5CUatätiRffit und Gefechte Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Macfensen. Die Lage ist unverändert. M a z e d o n i s ch e F r o n t. Dchrida- und Prespa-See Vorposten-Lcharr mutzel, der denen französische Gefangene eingebracht wurden Der Erste Generalauartiermeister Ludendorsf. der niederländischen Souveränität, von Melcher Seite Ne auch kommen möge, mit der Waffe in der Hand entgegentreben werde, befreit uns von einer Sorge. Denn ^ssen daß unsere deutsche Regierung im Falle strikter r 1 der holländischen Neutralität keinen An- aß yctt und -auch nicht die geringste Neigung hegt, gewaltsam rn dre Rechte des Nachbarlandes einzugreifen. Wohl 5^. s^rd solches von Enaland zu befürchten, dos wohl vrel drum geben würde, wenn es an der mederl-andrscheir Inste Truppen landen und das Volk selbst, wie das belgische, ins Schlepptau seiner Gegnerschaft gegen Die Hoffnungen entschwinden ihm. Auch -^utralen, sogar auch die amerikanischen Süd- treten^ Elgern sich, in die Fußstapfen eines Wilson zu George hat and) der zweite Machthaber in r* ' J?. ül j rtr eine große Rede über die Kriegslage gehalten. Sie hat ganz und gar nicht die Wucht, die von Dik- ^?ren auszugehen pflegt. Man kann nicht sagen, daß er das Blaue vom Himmel heru n te rlügt, sondern daß er es ^EfßHwindelt! Es bereitet uns ein uneingeschränktes Vergnügen, einmal die Weltlage durch diese Brille eines Der Abendbericht. ?erlin,8. Febr., abends. (WTB. Amtlich ) .. . mme-GMet zeitweilig starkes Feuer. Bei Sailly nnd Deilkampfe nn Gange. ' An den anderen Fronten nichts Wesentliches. * * * Die allgemeine Lage ist gut. Wir freuen uns nicht etwa Hr^chknt Wilson uns noch nicht den Krieg ^ diese Freude wäre verfrüht, denn dic . rregserklarung kann noch kommen —, aber wir verzeichnen mit einer unverhohlenen Genugtuung dic Erklärungen ^^utralen Regierungen die sich als Antworten an die bekannte Aufsor^rung Wilsons frei hervorwagen. Allgemein wird es abgelehnt, rn das Fahrwasser der Bereinigten und dre diplomatischen Beziehurigen l^osen. Es ist bemerkenswert, daß diese Errlarnngen so vrornpt und fteimütig erfolgeii, qan^ im Gegensatz zu der offiziellen mnerikairischen Politik, die jetzt verkünden laßt Vorsicht und Umsicht-sei die Parole, also 'Sthw? 6 9elülf l e lluentschlossenheit angesichts der deutschen baß von Berlin aus in Sachen des U-Boot- krrege^ kern Schritt rnckwärts mehr geschehen könne. Die ^wyv'rk ein ganz merkwürdi- rn deni er heißt: „Der-Gedanke des ndd! mvralische Ueberzeugnna der nicht K-rieg führenden Welt zur Vernunft zu bringen, scheint also hoffnungslos. Werter werderr die Amerikaner durch den ^. nbcrren Erfolg der ersten Tage des neuen fcl cnvartet mit k,.^bie Englands der Lage Herr werden, aber non befurchtet, das; dies nicht ohne solche Verluste dre groß genug wären, um das »er» S&tffcr w deutschen Volkes zu dem .Krieg unter Schier, lei ev auch nur zertwerfe, zu stärken." das verschwommene, schwankende Vrld Ameritas gefallt uns z. B. das jetzt offen enthüllte Pro- gramni Hollands. Vor klärung des holländischen'Ministerpräsidenten 'in^derZ^^- uns liegt heiite die wörtliche Er- SiöS m uns die ersrenlichste Gewähr bietet, daß wir l° heimtückisch abwartendes lind mänien^v^E^", zu erwarten haben, wie es Ru- f 1 den Tag gelegt hat. Es liegt in diesen Minister- fcÄÄ'llfS IS* r h ^ t shmpathischer Zug. da er es daß der neueste deutsche Swritt h#r den Neutralen Schwierigkeiten bringt, nur die Konkemre^ sä» ät s,s #"•>««” tÄ«? ^ ' —., uulu .) uic c aolL ut. eines Engländers zu schauen, der sicherlich ebenso ernste Sorgen rm Herzen tragt wie Lloyd George, aber in seinen Schilderungen das Unmögliche möglich macht. Die Ermunterungen, r l i e Lj e . tnc Hl ^olke vorträgt, gründen sich nicht auf uiirk- .iche Ereignisse und Tatsachen, sondern ans den guten Stern künftiger glücklicher Einfälle. Wie nett ist die Feststellung, England hcche wenigstens auf der Oberfläche der See sich die Vorherrschaft bewahrt, und welche Teufelchen jauch- ^en hinter dem Satze her, iiene Maßnahmen müßten er- die U-Bootsgefahr zu beschwören. hn j? Maßregeln erst erdacht werden miissen, der Welt neu und interessant sein. Auf derselben W ^^ lrch die Hoffnungen auf das künf- der Italiener, das Bonar Laiv merkwür- Mertverse nn der Spitze seines Rundblicks erwähnt hau ^ or dre Aussichten auf russische Schlachtenerfolge. Er nennt also diejenigen Waffenbrüder zuerst, deren Durch- westen geworden ist. .Herzbewegend ist fraglos auch der Satz, daß an Rumänien keiner der Miier- ^ohne Kummer denkeii könne- an Saloniki, so fügen wir dem Bonar Law'schen Gedankengang hinzu, keiner ohne Verlegenheit! Damit ist der Feingehalt dieser Ministerrede im wesentlichen erschöpft. Amtlich wird Oestlichcr Kriegsschauplatz. ^.®' n Angriffsversuch des Feindes östtich des Ea si nu- Tal es wurde bereits in seinen ersten Anfängen durch unser vereitelt. Westlich von Woronrzyn in die feindliche Stellung cingedrungene deutsche Stoßtrupps fiigten deren Ntzung erhebliche Verluste bei und kehrten ohne eigene Verluste mit einigen Gefangenen zurück. Italienischer Kriegsschauplatz. Außer kleinen für uns erfolgreiche» Unternehmungen kein Ereignis vonVelang^ Von amtlicher Stelle, wird zur Meldung der britischen Admiralität festgestellt, daß bei den erwähnten Flieqeranqris- fen men dm $afat tun Brügge außer einem leeren Sckuiwen ^ eV oi V9 I^- noch Docks in Brand gesetzt worden Md. Aach sind knm Ei,anbahn,trecken beschädigt. Bon unseren (Zahrzeugen rm Hafen ist temes getroffen worden. * * Amerika und die Neutralen. Eine Antwort Hollands. ^ H a ag, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der Z,veiten Kammer gab zu Beginn der Sitzung Minister go rt v a n der Linden folgende Erklärung ab: Vch bin jefct in der Lage, der Kammer einige nähere Mitteilungen über die ernsten Ereignisse der letzten Zeit zu machen. Die Regierung hat bisher unter den schwierigen Verhältnissen des Krieges ihre Haltung selbständig bestimmt. Sie hat keine Ursache gefunden, anläßlich des von Deutschland angekündigten verschärften U-Bootkrieges anders zu handeln. Die Regierung hielt sich während des Krieges streng an das Völkerrecht. Was einmal Recht ist, bleibt ihrer Meinung nach Recht, auch -wenn es vorr onderen verletz^ wird. Die Regierung ließ nicht nach, wo die Interessen der Niederlande benachteiligt wurden, ernstlich gegen das Auftreten der verschiedenen Kriegführenden zu protestieren, wenn dieses ihrer Ansicht nach nicht genau mit dem Völkerrecht übereinstimmte. Sie hat namentlich den Grundsatz der Freiheit der Meere hochgehalten. Gegenüber den jetzt von Deutschland angekündigten Maßregeln protestierte die Regrerung unter Beibehaltung ihres un parteiischen Standpunktes nachdrücklich, sowohl was die Behinderung der freien Fahrt betrifft, als auch die beabsichtigte Benützung des U-Boots, die nicht mit dem Völkerrecht übereinstimmt. (Beifatt.) Ebenso wenig, wie bei den anderen Ereignissen, bei denen das Völkerrecht verletzt tvurde, hat die Regierung jetzt einen Anlaß gefunden, etwas an ihrer internationalen Politik zu ändern. Sie hält entschieden an !der von d-en Generalstaaten stets gebilligten Politik strikter Neutralität gegenüber allen Pa.r- teien fest. Sie läßt nicht von ihrem Vorhaben ob, jeder Verletzung unsere Gebietes und unserer Souveränität, von welcher Seite sie auch koinmen möge, bewaffneten Widerstand zu leisten. Die Schwierigkeiten, die eine Folge der rnternationalen Lage sind, hofft die Regierung mit Entschlossenheit und Umsicht zu überwinden. (Lauter Beifall.) Eine kräftige dänische Abfertigung Wilsons. Kobe nhage n, 8. Febr. (WTB.) „Ex tr a b l a de t" schreibt zur Wusonnote: Es ist nicht unbekannt, daß her Weltkrieg jetzt 27 2 Jahre ge- Oancn hat, ohne daß es Wilson jemals cingefallen wäre, als Beschützer der neutralen Staaten aufzutreten. In dieser- Züt nahm £”3 er j£* an dem .Knege auf seiten Englands für gute Bezahlung Nit. Ganz gewiß aber ist, wenn wir angeben sollten, wie vielä Tausende Tote und Verwundete ?lmerika auf dem Gewissen hat, )o wurden nur sicher zu einer hohen Zahl gelangen. Amerika lieh England Geld und lieferte unzählige Millionen Granatan und Patronen unzählige Mengen Geschütze, Gewehre imd anderes .striegvmaterral an England und Ruszland. Ist es nicht eigentlich eme Verzerrung des Begriffes „neutral", die Vereinigten Staaten ^ l^utrale Macht zu nennen? Wenn Amerika im August 191ft alle LtusNlhr von Kriegsmaterial verboten hätte, so wie Tä- ^ C r?h a Xri-y - ^ tat ' dann hätte man iit Verbindung mit her Re- Urbln Wchons von Neutralität sprechen können. Aber Anaerika ^ l 5 8n a ” 5e Jnd ustrie um, mit für eine ^ 01^1 des Weltkrieges Waffen zu schmieden, und die Republik lat es rm Sckutze der Neutralität. In dieser ganzen Zeit war die Wage der kleinen neutralen Staaten Europas nicht angenehm, eher Herr Wilson kani uns nicht zu Hilfe und rührte sich nw/t eher, als bis ein paar amerilanischk Schisse angegriffen unti einige amerikanische Bürger getroffen wurden. Ta stand plötzlich r^ an * e 1,1 ftlammen. Und als die" deutsche Seesperrnotzs erschien und letzt endlich der amerikanischen Waffenatlsfuhr ein Ende gemacht werden sollte, da zeigte sich plötzlich das Interesse Wons für die kleinen Staaten so lebhaft, daß er sie einlud, das Schnchal Serbiens, Montenegros und Rumäniens zu teilen Ist das nicht ein großartiger Gedanke? Amerika erklärt Deutschland den Krieg m emer Weise, daß Dänemark, Norwegen, Sclvmden Holland, die Schweiz und Spanien die 'Arbeit und Gefahr über- nehmm. Das Wort, daß die Einladung Wilsons an die neutralen Staaten em verhängnisvoller diplomatischer Fehlgriff gewesen ist. wird bestehen bleiben. Man ist versucht, die Einladung!, sich m Lfrcit mr verspäteten amerikanischen Friedensbestrebungen schlach- ten zu las sen, eine T u m m h e i t oder eine Frechheit Wir wollen uns aber mir dem Fehlgriff begnügen, deiiih die Meinung ist ;a doch^ die gleiche. . Vase l, 8. Febr. (zf.) Havas meldet aus Kopenhaaen: aNN che Regrerung teilte gesteru dem amerikanischen Gesandten die Antwort Dänemarks mit, die darlegt, daß die geographischen und wirtschaftlichen Bedin- gungen Dänemarks nicht gestatten, den Stand- p u n k t i l sons e in z nnehme n. Pie skandinavischen Staaten beratschlagen über die gemeinsame Note an Deutschland, nnr gegen den Tauchbootrrieg zu protestieren. Kundgebungen der Neutralen. "Madrid, 3. Febr. (WTB.) Funkspruch vom Vertreter des' ZpPW K- ..und K. Korrespondcnzbureaus. Verspätet eingetroffen Mmitterprapdent Gras Roma non es erklärte in den beiden Kammern, das wirtschaftliche Leben Spaniens solle nicht und werde nicht unterbrochen werden. „Mir werden alle Mittel versuchen, die uns innerhalb unserer Stellungnahme erlaubt sind, aus der schtvieri- gen Lage herauszulommen, und hoffen eine zufriedenstellende Lö- sung zu finden." Graf Romanones verweigerte Näheres zu sagen veil dies mit den nationalen Interessen Spaniens im Widerspruch tande. Der Minister des Acußern hielt sodann eine Kon- ferenz nnt den diplomatischen Vertretern aller neutralen Staaten Die Note der M i t t el m ä ch t e wurde amtlich allen 3ivil- gouvemeuren, Hafenbehörden und Schiffsreedereicn mitgeteilt Dia Tenkschrift bezüglich der Seesperregrenzen wird im amtlichen Ver- ordnungsblatte veröffentlicht werden. Als unmittelbarer Erfolg der Note der Mittelmächte macht sich in allen Hasen Piä.;e n ein anger- olömticchos S t c lg eil h c t©cc srackit sä b c bem.-rkbar. An' der Börse m Bilbao trat eme lstdeutcnde Baisse in Schissahrts- und O'ntmftrieaftit» ein Die Mehrzahl der spanischenn Schiffe ist nicht ausgelaufen, andere haben die Verladung unterbrochen. Ein Thi- der Reeder hat die auf hoher See befindlichen Schiffe zurückgerufen. In einigen Hasenplätzen haben Offiziere und Mannschaften die Einschiffung verweigert. Basel, 8. Febr. Havas meldet aus Madrid: Die Antwort Spaniens auf die deutsche Note bezüglich des Tauchbootkrieges bemerkt, daß die loyale und unerschütterliche Neutralität Spaniens ihm das Recht geben, daß das Leben seiner Untertanen nicht in Gefahr gebrack>t und daß sein Seehandel iveder vermindert noch gestört werde. Da die deutschen Kriegsmethvd-en aufs äußerste gebracht worden seien, lege die spanische Regierung ebenso entschlossen als ruhig Protest ein und mache )ie notwendi-gen Vorbehalte in Bezug auf die Berantwort- ichkeit Deutschlands wegen Menschenverluste. Stockholm, 7. Febr. (WTB.) Svenska Telegram Byran erfährt, daß der hiesige anrerikanische Gesandte schon oei Ueberreichnng der Note Wilsons am 5. Februar wm Minister des Aeußern davon unterrichtet wurde, daß Schweden den Schritt der Vereinigten Staaten wahrscheinlich nicht nachahmen würde. Ein dahingehender Entschluß ist im gestrigen Ministerrat gefaßt worden. Kristiania, 7. Febr. (WTB.) Meldung des norwegischen Telegramm-Bureaus. Die Aufforderung der a m e- rikanischen Regierung an Norwegen, eine ähnliche Haltung wie Amerika gegenüber der deutschen Erklärung bezüglich des Seekrieges einzunehmen, beantwortete die norwegische Regierung dahin, daß sie nicht der Meinung sei, sich dem Schritt der Bereinigten Staaten an- schließen zu können. Die Regierung fügt hinzu, es seien augenblicklich in Stockholm Verhandlungen zwischen den drei nordischen Reichen im Gange über die Stellung, die sie aus der Kriegslage und des Völkerrechts zu der Erklärung Deutschlands annehmen würden. Berlin, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach hier vorliegenden Nachrichten lehnen die s ü d a m e r i k a - nischen Staaten es ab, sich dem Vorgehen Wilsons an zu schließen. Sie werden sich vermutlich mit einem Protest gegen die deutsche Sperrgebietserklürung begnügen. Haag, 8. Febr. (zf.) Reuter meldet aus Rio de Janeiro: Amtlich wird mitgeleilt: Die Antwort Brasiliens auf die deutsche Note ist an den brasilianischen Gesandten in Berlin gesandt worden. Brasilien protestiert gegen die Verletzung des Völkerrechts, die in der Verhängung des verschärften Tauchbootkrieges liege. Eine Bloaade, wie Deutschland sie in seiner Note ankündigt, würde, wenn sie effektiv wäre, die ganze See abschneiden und eine Lage Hervorrufen, die nicht geduldet lverden könne. Brasilien protestiert im voraus gegen jede feindliche Tat zum Nachteil brasilianischer Schisse und macht Deutschland verantwortlich für solche Taten. Rio de Janeiro, 7. Febr. (WTB.) Meldung der ,,Agence Havas". Der Minister des Aeußern hat dem deutschen Gesandten einen Protest gegen die Maßnahmen der Seesperre übermittelt, in dem Deutschland für die von den Unterseebooten begangenen Handlungen gegenüber Staatsangehörigen, Gütern und Schiffen Brasiliens verantwortlich gemacht wird. * Amerikas militärische Hilfe für die Entente. London, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Mor- ning Post" meldet aus Washington: Die militärische Hilfe, die Amerika den Alliierten leisten wolle, sei von dem Präsidenten nach einer Unterredung mit den Staatssekretären für den Krieg und die Marine bereits festgestellt. Sie werde sich vorläufig nur auf die See beschränken. Amerika werde den Patrouillendienst in dem nördlichen und südlichen Atlantischen Ozean auf sich nehmen und diese Meere von Kaperschiffen und U-Booten frei-' halten. Es toerde die Schiffe, die aus amerikanischen und kanadischen .Häfen kommen, beschützen und es ermöglichen, daß die englischen und französischen Kreuzer, die jetzt an der .amerikanischen Küste patrouillieren, anderswo verwendet iverden. Die Marinebehörden glauben, daß sie genug Schiffe zur Verfügung haben, um die amerikanischen Häfen und den Handel der Amerikaner und der Alliierten zu schützen, und daß sie bei entsprechender Verteilung der Flotte den Handelsschiffen genügend Schutz werden geben können, bis sie die offene See erreichen. Dann würde die Verantwortung für ihre weitere Sicherheit von der Flotte der Alliierten übernommen werden. Es werde auch die Möglichkeit einer Konvoiierung von Skiffen besprochen, aber man glaubt, daß diese Methode nicht so wirksam wäre wie die Verteilung der Kriegsschiffe über gewisse Punkte. Das Marinedepartement schlagt vor, .Handelsschiffe zu übernehmen und als Kreuzer auszurüsten und schnellfahrende Motorboote zur Unterstützung der Torpedojägerflottillen und Pa- trouillenfahrzeuge in Dienst zu stellen. Bern, 8. Febr. (WTB.) Me „Gazette de Lausanne" meldet aus Paris: Die Kaufverträge der Alliierten in den Vereinigten Staaten, die im ersten Halbjahr 1917 ausge- fichrt werden sollten, umfassen insgesamt 600 000 Tonnen Granatenstahl (für das zweite Halbjahr sogar 800 000 Tonnen) für England, Frankreich und Italien. Außerdem bestellten diese Länder für denselben Zeitraum 100 000 Tonnen Panzerplatten, 160 000 Tonnen Schienen, 100 000 Tonnen Roheisen, 50 000 Tonnen Bau- ojsen und 40 000 Tonnen Eisendraht. Diese Bestellungen haben die amerikanische Metallindustrie derart in Anspruch genommen, daß die Vereinigten Staaten Wer die Beeinträchtigung des eigenen inneren Marktes Nagen. Die Abstimmung des amerikanischen Senats. Washington, 7. Febr. (WTB.) Der Senat ratifizierte mit 78 gegen 5 Stimmen den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Nach einem Funkentele- gramm der englischen Station Poldhu sind von der amerikanischen Regierung zahlreiche Kriegs maßregeln angesichts möglicher Zufälligkeiten getroffen worden. Darunter befindet sich ein Gesetzentwurf, der über ausländische Anstifter und Spione größere Vollmachten gibt, ebenso eine Vorlage, die es der Regierunb ermöglicht, in den amerikanischen Häfen aufliegende Schiffe zu erwerben. Eine andere Vorlage, die die zweite Lesung bereits passiert hat, ge- rrehmigt die Ausgaben für Maschinengewehre, Lustabwehrgeschütze und Munition und ermächttgt zur Bewaffnung von Handelsschiffen und ihre Versorgung mit Munitton. Bern, 7. Febr. (WTB.) Das Pariser „Journal" erfährt aus Netw York: Die amerikanische Regierung bemüht sich, den Bruch mit Wien zu vermeiden. Das Staatsdepartement erkläre amtlich, daß zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland keine Verhandlungen über ein Nachgeben Deutschlands stattfänden. — Die Mehrheit der amtlichen Kreise glaube, Deutschland werde seine Haltung nicht ändern, Wilson sei fest entschlossen, die im Kongreß skizzierte Politik fortzusetzen. Bern, 7. Febr. (WTB.) Der „Matin" meldet aus New Port: Die Vertreter von 500. deutschen u!Ud österreichisch- ungarischen l Gesellschaften beschlogen gestern eine Kundgebung gegen den Krieg. Die Vertretung der deutschen Interessen. B ern , 8. Febr. (WTB.) Meldung der Agence Telegraphique. Die deutsche Regierung hat die schweizerische Vertretung ersucht, die deuts chen Interessen in den Vereinigten Staaten zu übernehmen. Der Bundosrat hat dem statt- gegeben. Der schweizerische Gesandte in Washington teilte dies Mittwoch der Regierung und Wiilson mit. Be rn ,3. Febr. WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Schweizerischen Depesck-err-Agentur. Die Schweiz hat die Vertretung der deutschen Interessen in Frankreich .übernommen, die bisher von den.Vereinigten Staaten war Nordamerika wahrgenvmmen wurden. Aus Schweden. Kopenhagen., 7. Febr. (WTB.) „Berlingske Tidende" meldet aus Stockholm, die Arbeitslosigkeit unter den Seeleuten mache sich überall sehr fühlbar. In Göteborg eien jetzt ungefähr 2000 Seeleute arbeitslos. Im Hasen lägen jetzt über 300 größere und kleinere Schisse still, von denen nur 20 Ladung einnehmen würden. Das neue Kriegsversicherungsgesetz, das heute in Kraft trete, ermögliche es, daß auch ausländische Schiffe, die wichtige Bedarfsartikel nach Schweden bringen, in Schweden versichett werden. Tie schwedische Staatsbahnverwaltung läßt ab Samstag 111 Personenzüge, darunter die beiden Nachtzüge zwischen Stockholm und Malmö, ausfallen. Die Einstellung der englischen Kohlenzufuhr nach Holland. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Wie wir ans guter Quelle erfahren, mochte England die Kohlenzufuhr an Holland bereits vom 29. Januar ab von Bedingungen abhängig, die für Holland unannehmbar waren und daher von der holländischen Regierung abgelehnt werden mußten. Hiernach hat England schon vor der deutschen Erklärung vorn 31. Januar die Kohlenzufuhr nach Holland tatsächlich unmöglich gemacht. Minen an der holländischen Küste. Haag, 3. Febr. (WTB.) Im Januar wurden 237 Minen an der niederländischen Küste angespült, wovon 230 englischen. deutschen und 6 unbekannten Ursprungs waren. Seit Beginn des Krieges ivurden angespült: 1223 englische, 64 fran- zösische, 256 deutsche und 326 unbekannten Ursprnngs. Ans dem englischen Unterhaus. London, 7. Febr. (WTB.) Meldung des Rmterschm Bu reaus. Unterhaus. Bei der Derattrng über die Beantwortung der Thronrede hielt Asguith als Führer der liberalen Partei eine Robe, in der er erklärte, >eS dürfe sich keine Stimme^ eines Gegners aus persönlichen oder parteiischen kleinen Gründen störend vernehmen lassen. Asquith keirrlzeichnete Deutschlands jüngste Politik als eine Politik unverhüllter Dildhett avd di eine Kriegserklärung gegen die Neutralität! In seiner Antwort sagte Bonar Law, Asquiths Rede sei das bestmöglich' Zeugnis für die Einigkeit des Landes in deni großen Kampfe. Seine Schlußworte gäben, so gut wie Worte es nur vernröchbm, die Meinung tos Landes von der Gerechtigkeit der eigenen Sache und den Anteil wieder, den, wie England hoffe, die Neutraler in tom Kampfe übernehmen werden, deren Rechte ebenso sehr tvie die englischen in Frage gestellt worden eien. In Beaittw-ortirng einer von Asguith wegen der Schiffahrt gestellten Anfrage, erklärte Bonar Law, die Handelsschiffe würden mehr und mehr der Regierung mrbedingt zur Verfügung gestellt, irr der gleicher Weise wie zu einem früheren Termin die Eisen- bahrren. Man habe sich für die Schiffahrt über ähnliche Abkommen chlüssig gemacht. Tie Rvgierimg haue, daß es in kurzem möcflich ein werde, dem Hause genaue Maßnahmen anzugeben, die getroffen werden sollten. London, 7. Febr. (WTB.) Bonar Law führte im Unter- harise weiter aus: In der Frage der Bos chaffun a von n e u eit Schiffen hat der Schiffahrtsdirektor bereits äußerst wertvolle Arbeit geleistet, indem der Pan einer großen Zahl von neuen! Schiffen gefordert wird. Und was für Verheerungen auch von (b>en Unterseebooten ausgeführt wer dev ollten, hoffe ich doch, daß etwas geschieht, um ie verlorenen Schiffe zu ersetzen. Was die Beherrschung der See über der O b e r f l ä ch e anbelangt, hat die briti- che Marine uiewals eine so vollkommene Herrschlaft gehabt wie in diesem Krieg. Niemals in der ganzen Geschichte ist diese Macht mit solck-er Rücksicht nicht nur auf die Rechte, sondern auch auf^die Empfindlichkeiten der neutralen Mächte ausgeübt worden. Die Marine bat alles und nrehr als alles getan, ivas von ihr erwartet werden konnte. Ohne die Marine wäre es für uns und unsere Allliecten immöglich gewesen, diesen Krieg zu gewinnen. Mit der Marine ist es trotz der Unterseeboote ausgeschlossen, daß wir der von ihnen drolMton Gefahr nicht begegnen können sollten. Neue M a ß n a h m e u müssen erdacht werden, e i n ige der be sten Köpfe unseres Landes sind mi tdieser Frage beschäftigt. Wir können uns des Gefühls uicht ernähren, daß wir die Erfahrung sich wiederholen sehen werden, die wir mit einer ähnlich, Drohung Deutschlands im Jahre 1915 gemacht lxrben, und wir > verton sehen, daß Deutschland alles tut, was es kann, und doch keine Aussicht hat, unser Land auszuhungern und dadurch eine Niederlage herbciznführen. In einem kurzen Ueberblick über die militärische Lage führte Bonar Law aus: Es sind alle Anzeichen für einen Unt- schwung zu Gunsten der Alliierten vorhanden. Tie Italiener sind infolge der 9ärtur il-res Klimas und tos Landes, in dem. sie operieren, nicht imstande gewesen, mehr als Streifen torrchtzuführen. Aber sic sind erfolgreich gewesen, und von überall l-öran wir, daß der Geist der italienischen Truppen gut ist, und daß tvir, wenn der neue Feldzug beginnt, größeren Erfolgen entgegensehen können, als die waren, die ihre Waffen gegen Ende tos letzten Feldzuges krönten. ^ Wenn wir uns Rußland zuwenton, )o finden wrr, daß Mut, Entschlossenheit und die Weigerung, jemals eine Niederlage hinzuuehmen, die in ihrer ganzen Geschichte die russischen Truppen kennzeichnen, sich noch ebenso wahr finden in allem, was sic tun. Trotz schrecklichen Wetters nnd Frostes macksten unsere russischen Alliierten in der GegeW von Riga Fortschritte und brachten Gefangene ein. Derselbe Erfolg, wenn auch vielleicht in geringerem Umfange, )var ihnen in der Bukowina toschieton. An Rumänien kann keiner der Alliierten ohne Kum- mer den ken. Wir erkennen alle das schrecklicto Unglück, das über dasselbe herembrach, ein Uuglück, zu dessen Verhinderung, unser Land und unsere Alliierten gerne alles getan haben, tvas sie konnten. Dank der Kampfeigenschoftni der dortigen Soldaten, der rumänisck)en und russischen, obwohl ein großer Teil des Landes iwerrannt ist, besteht noch ein großer Teil tos rumänischen Heeres und ist bereit, zu kämpfen. Durch seine Ansttengungen wurden die Fortschritte der Deuts-cton am Sereth zum Stillstand gebracht Wir haben Grund, zu hoffen, daß sie wenigstens keine weiteren Erfolge auf diesem Kriegsschauplatz gewinnen. Das Uetorrennen Rumäniens war ein schreckliches weiteres politisches Unglück ftir die Alliierten, Wer es ist kein militärisck>er Gewinn für unsere deut scheu Feinde. Sie haben die Ziele nicht erreicht, nach tonen sie strebten, sic erlitten sehr schwere Verluste und sind um so viel nxmi ger als sonst imstande, die Anstreirgungen auszuhalten, die ihnen an anderen Fronten auferlegt werden werden, toenn die Jahreszeit vorrilckt. Sv sind alle Anzeichen vorhanden, daß dank namentlich der Tätigkeit britischer Offiziere ein großer Teil tos Getreides das die Deutsck>en in Rumänien zu evtorrten hofften, zerstött nnrfto. Wir toben Grund, zu glauben, daß die Petroleum sch ächte in wissensckxrftlicher erfolgreicher Weise verstopft wurden. An der S a l o in i k - F r o n t ist die Lage, obwohl wegen der Härte der Jahreszeit außer Streifen keine Operationen möglich waren, nicht entmutigend. Obnwhl der Heimat beraubt sind die serbischen Truppen bereit, ihren^ Anteil am Kampfe zu über-« nehmen, wann die Zeit dazu kommt. Bonar Law gab dann einen Ueberblick über toe Lage m Aegypten, beschrieb die Einnahme von El Arisch und Magdhabs Rafsa und ftchrte weiter ans: Bei diesen Operationen, die zur Säuberung der Sinai-Halbinsel führten, wurden zwei Abterlungen irt Stärke von je etwa 3000 Mann zerstreut und 2950 Gefangene ge* macht, während die britischen Verluste im ganzen nur 632 betrug«r. In Mesopotamien wurde die Lage wieder völlig hergestelit. Unsere dorttgen Erfolge wurden errungen, obwohl der Feind Verstärkungen erhielt. Das ist an sich schon ein großer,militärischer Vorteil, tonn es verringert die Kräfte, die unseren russischen Alliierten entgegengestellt werden sollen. Die Verluste des Feinto s wü h* rend der umfangreichen Operationen der letzten Wochen werden schon bis zum 3. Februar aus 2630 allein an Toten geschätzt, märend unsere Verluste sehr leicht sind. Me Eroberung Deutsch- Ost a f ri ka s ist so. gut wie vollendet. Der Feind wurde aus allen fruchtbaren Teilen tos Landes, aus allen Teilen, wo es Eisenbahnen gibt, vertrieben, und hat die größten SchwiÄigkerten bei der V^ pfegung. Es ist nur eine Frage kurzer Zeit, daß die letzte deutsche Kolonie dem Szepter des deutschen Kaisers eittglettet. Bei dieser Gelegenheit widmete Bonar Law General Smuth herzliche Worte der Anerkennung, dann fuhr er fort: Nun komme ich zu den Operationen in Friankrei ch. Da unsere Truppen in so vollkommener Ucbereinstimmung mit ton ftanzösischen Vorgehen, könnte ich alles, was ich über sie sage, ebensogut über unsere französischen Alliierten sagen. Die Lage ist dort so, daß wir sie mit Stolz, waÄ die Vergangenheit anbelangt, mit Verttauen hinsichtlich der Zukunft betrachten können. Der Natur tor Sache entsprechend HWen, seitdem sich das Haus vertagte, keine größeren,Kampfha^lungen stattgefunden. Aber es wurden beständig Streifen unternommen. Mese waren fast unterschiedslos erfolgreich. Me Gegenangriffe führten, glaube ich, in keinem einzelnen Falle zum Erfolge. Das Ergebnis ist, daß nicht nur unsere Soldaten, sondern auch unsere französrscheni Kameraton die Empftndung habew, daß sie moralisch dem Femde völlig überlegen sind. Sie fühlen, daß das moralische Uetorgewichl auf ihrer Seite ist, auch wo unsere Truppen an tor ansgesprochea- sten Unterlegenheit tos Materials litten, daß aber diese Unterlegenheit nicht mehr besteht, daß wir nun ton Erfolg der Charakter- Überlegenheit und tos Kämpfergeistes, verbunden mit der Ueber^ legenheit tos Materials und tor Kriegführung erwatten können. Bonar Law sagte weiter: Es besteht kein Zweifel, daß der Feind von Anfang an ton Grundsatz annahm, daß der Weü zum Siege nicht allein darin besteht, die Feinde zu bekämpfen, die Soldaten sind, sondern alle Welt in Schrecken zu setzar, ein- geschlossen die Nerctralen. Ich torte kürzlich sagen, dieser Krieg habe es offenbar gemacht, daß es zwei verschiedene Dinge gebe, nämlich die Natur der Menschen und die Naturder De nischen. In seiner letzten Rede sagte der deutsche Reichskanzler: Wenn die rücksichtslosesten Methoden als tos ZwecLienlichstc zur Errnchrng tos Sieges, eines schnellen Sieges anzusehen sind. müssen sie angelvandt werden. Da haben Sie^ die Natur der Deutschen. Wir l-aben sie schon vorher bei dem Einfall in Belgien uiü) ^en anderen Grausamkeiten dieses Krieges gesehen. Hier hören war es unverhüllt anssprechnr, daß die wahre Menschlichkeit darin besteht, alle Haager Uebereinkünfte und alle bisher gemachten Bemühungen zur Herabmintorung der Kriegsschreckeu zu mißachten und dafür jedes Verfahren anzuwenden, das ihrer Meinung nach ton Sieg sichern Ivird. * * Beunruhigende Nachrichten aus Mexiko. Bern, 8. Febr. (WTB.) „Petit Pcrrisien" meldet aus Washington: Die letzten Nachrichten aus Mexiko sind' beunruhigend. In Chihuahua fanden am 6. Februar schwere Kämpfe statt. Gerüchttveise verlautet, General Pershing habe den Befehl erhalten, den Rückzug der amerikanischen Truppen einzustellen und die Grenze weiterhin zu schützen. r Seekrieg. 52 000 Tonnen versenkt. Bern, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner Mitarbeiter des „Secolo" drahtet unterm 7. Februar abends, in den letzten 24 Stunden seien 52 000 Donnen Schiffsraum verloren gegangen. Die Erfolge seien um so bedarrerlicher, als zwei Ueberseedampfer .Port Adelaide" (8181 Donnen) und „Floridian" (4777 Tonüen), dem U-Bootkriege zum Opfer sielen. Sechs englische Dampfer gesunken. Kr i st i a n ia, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Me Ge-^ rettete von dem norwegischen Dampfer „Argo", der eine Tagereise von Hüll am 28. Januar auf eine Mine lief, aus- äg'ten, sind an demselben Vormittag sechs englische Damp fer an derselben Stelle in die Lust geflogen.. Die Minen wären deutsche gewesen und in der Nacht vorher ausgelegt worden. Ein britischer Passagierdampfer verfenkt. London, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Der britische Passagierdampser „Cali- ornia" wurde von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Besatzung und Passagiere zählten zusammen 205 Personen. 28 Mann der Besatzung und drei Passagiere sind ertrunken. Bier Personen wurden durch die Explosion getötet. Die Ueberlebenden sagen aus, daß keine Warnung gegeben lvurde. m Berlin, 8. Febr. (WTB. Nichtcrmtl.) Ern rückkehrendeÄ U-Boot versenkte im Atlantischen Ozean zehn Schiefe mit einem Gesamt-Tonneirgehalt von 19000 Tonnen. Außerdem nmrden in tor diordsee versenkt ein unbekannter englischer Dampfer von etwa 3000 Tonnen und die englischen Fischdampfer „Shorreck" und „Thietle". sowie je ein englisckier und fornzösischer Fischkutter. , Berlin, 9. Febr. Zum erstenmal seit Krieasbeginn ist, die Bersicherullgsprämie für amerikanische Schisse bei Fahrten nach der Kriegszone ebenso hoch, wie für die Fahrzeuge klnegsührender Nationen. 'London, 8. Febr. (WTB. Mchtamtl.) Lloydmeldung: D« englische Dampfer „Tvrino" (1850 Tonnen) wurde von einem deutsche'^ U-Bvvt versenkt. Tie Besatzung ist gerettet. Ter iwttvegische Dampfer „So mg ela" (2682 Tonnen) wurde versenkt. Ter Kapitän ist gerettet. Die Besatzung wurde in einem Boote zurückgelassen. , ^ % Der englische Dampfer „Da null ege" (2157 Tonnen) rst versenkt ivorton. Von ton 23 Mann tor Besatzung sind sechs gelandet, mm denen seither zwei Personen gestotben sind. London, 7. Febr. lWTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bon tor Besatzung des, wie man glaubt, versenkten belgischen Unterstützungsschiffes „Lars Kr uze" ist nur ein Monn am Leben geblieben. Wie Lloyds meldet, wurde tor Dampfer „Prince" (2776 Tonnen) heute Morgen versenkt. Ein Dell der Besatzung wurde ^ gelandet. (London, 8. Febr. (WTB. Nichtamtl.) Me „Times" meldet ans Rio de Janeiro vom 7. Februar: Der brasilianisch« Dampfer „Perona" mit 95 000 Säcken Kaffee hat die Abreise, verschoben, bis man Iveiß, ob Cette, tos Deutschland für die Einfuhr nach tor Schweiz angewiesen hat, außerhalb des Sperrgebiets liegt. Die Reeder, tonen der Dampfer gehött, besitzen eine große Flotte von Schiffen, die regelmäßig nach Havre fahren. Sie haben, bisher nie Schwierigkeiten mit U-Bvoten gehabt. ,, > - . ^ - 6 Febr. (WTB.) Flschersahrzeug „R vmt o „Ferruccio ^1; Ö8$®- Äichtamtl.) Lloyds meldet' ^F"-^rs°hrzcug „Rupert" (117 Tonnen) ist versenkt London, 8. ?SeBr. (WTB.) Lloyds meldet, daß das (144 Br.-R.-T.) und der Dump . Versenkt morden fhth z»tzi?LLLKL! KS? JS(|?r iS SS? W ^ktou Brrtvn" (1337 Tonnen), dus Arscherfalir^e^ Prrmerose" (113 Donnen) periranische Bark „Lorton" (1418 Br.-R.-T). Bern, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Dem ers en kt: (163 Tonnen), die eng- Tonnen), Tonnen), englische und die Äf fi ? b £-f a T 80 Mann d7r B«sätzung^s'v'Aenkten Dampfers ,,B„age" eingetroffen. ^ Aus dem Reiche. . d«?lin, 8 Febr. (WTB.) In der heutigen Bundes- ratssrtzung gelangten zur Annahme: der Eirtwurf einer Be- kanntmachung Ivegen Mwendung dn- Vertragszollsätze auf Waren der Entnnnf einer Bekanntmachung wegen Zoll- Ar^ertserzeugirijse der in der Schweiz untergebrachten deutschen Gefangenen, der Envourf einer Bcirnnt- machung überden Zahllos verkehr mit dem Ausland, Lr Cmt- winf emer B^anntmachnng über den Kettenhandel in Textilen, I usw der Entwurf einer Verordnung überden ^ussKnö der OefseMichkeit für Patente und Geb^Ämnster ^^^^rner Bekanntnrachung zum Schutz von Kriegs- !Ä^6en, der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Ent- Berl^aftung oder AufentlMltsbeschränkuug N Q^cr ^^^bes und des Belagerungszustandes. * e fJLU!' (WTB.) In der heutigen Sitzung ^rsttrrkten^StaatshausHalts crusschusses des Llbaeord neteichcruses erklärte beim Etat der Eisenbahnverwallung der Minister, daß nach dem Kriege die Frage einer all Erhöhung der Tari fe für den Güter- uno Personenverkehr von ungewöhnlicher Bedeutung sei Dre Weigerung der personellen und sachlichen Kosten mache erne Erhöhung unerläßlich. Der Minister wies unter mi- deren r ferner darauf Hin, daß die Reichsvle r kehrs. 1 teuer unter allen Umständen kommen werde. Der Zeit- würde abhängen von der Belastung des Reiches. Es sei aber ertvünscht, daß diese Steuer vor der Tariferhöhung der einzelnen Staatsbahnen einqeführt werde. des E W »ri-M-u»ervLnmg« S‘7,^ l M^. -blaust. Zur Abgabe einer B e s i tz stcuerer- Z^aonm dcrsEn -mt emem steuerpflichtigen Vermögen von 20 000 Mk. und darüber verpflichtet, wenn sie srüber nicht zum Wehrbeitrag veranlagt worden sind so^ Webrbküi?^^.' derrn Vermögen sich seit der Veranlagung 'zum Wehwntrage oder gegenüber dem für eine zukünftige Veranlagung zur Besitzsteuer als nurßgebend sestgestellten BcrmögensstandcOu m vers^n ls10 000 Ml. er h ö h t ha t. Ebenso sind alle Einzel- deren Vermögen sich seit dem 1. Januar 1914 bis 31. De- i um mehr als 300 0 M. auf mindestens geben 0 er ^ ^ at/ verpflichtet, nne Steuererklärung abzu- ^l e ^ Januar 19 00 geborenen Landskurm- Michtigen der ^Vtadt Gießen mülsen sich am 15. Februar d. Js.. vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Siehe Bekanntmachung. m ^cn^ortrag. Aus den SamStag abend 8H, Uhr in der neuen Aula deS Vorlesungsgebäudes stattsindeuden Vortrag über L a n d u n d L e u t e in Deutsch-Siebenbürgen möge auch an ** ec ^^lle noch einmal hingewiesen werden. Da sh e u t i g e K r e i s b l a t t Nr. 23 enthält Bekanntmachungen iwer Bestandserhebung von landwirtsäiaftlichei: Ma- MMen und Geräten, Ablieferung von Brotgetreide, Hindenburg- spende, Hausschlachtangen, zur Entlassung kommende Schüler, dre em^yandwerk erlernen wollen, Kciegsbeschädiateiifürforge, Militär- Verhältnisse der ehemaligen Hilfsschüler, Vorratscrhebung vom 15. Februar 1917. Landkreis Gießen. 9. Febr. Den: Gardefüsilier Heinrich Will an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz rb. Aus Hessen. Finanzausschuß der Zweiten Kammer. Darmstadt, 8. Februar. In der heutigen Sitzung ^lii üll ? au !^ u r f f e i bcr Zweiten Kammer wurde dre Etatsberatung fortgesetzt. Bor Beginn der Besprechungen richtete Kammerpräsident Köhler an den 1. Ausschuß die Bitte, wegen der Kurze der Zeit die Verhandlungen möglichst zu beschleunigen und von allzu umfangreichen Berichten abzusehen. Der Ausschuß erklärt sich gern bereit, dem zu folgen, und erledigte l>eute den größeren Teil des Voranschlags bis aus wenige Kapitel des Ministeriums des Innern. Es stehen noch aus. das Ministerium der .uistiz! und der Finanzen. Mit der. Regierung soll besprochen werden : die Neuansorderung für einen ärztlichen Leiter der Medizi- niich-wii senschaftlichen Abteilung'der Bädcrkundlichen An- ^ ^ v Bad-Nauheim , sodwin die Stelle eines viertem Ministerralvats im Mmisterium des Innern, ferner die Erwei- terung des landwirtschaftlichen Instituts in Greßen durch Errichtung des agriruhur^emt-» 1 chen Lab 0 rat 0 riums. Im übrigen werden die sämtlichen Kapitel nach den Vorschlägen der Regierung erledigt. Au« Stadt und Land. Gießen, 9. Februar 1917. Schützt eure Kartoffeln vor 5roft. Keine Kartoffel, die noch verwerrdet werden kann, darf verderben. ** Seid sparsam im Kartoffelverbrauch und ersetzt die Kartoffel durch die Erdkvhl- rabe. Unsere Kartoffelvorräte sind knapp. Einen brauchbaren Ersatz für die Kartoffel bietet die Erdkohlrabe, die aber in frischem Zustande mir bis etlva Mitte März verbraucht werden kamr. Jedermann sollte daher jetzt noch uroglichst Erdkohlraben an Stelle von Kartoffeln verzehren, inm so recht lauge mit seinen Kartoffeln zu reichen. Die Krnnmunalverbaude, zu deren Gunsten die Erdkohlraben lieschlagiurhiut sind, werden es sich angelegen sein lassen, die Erdkohlraberi gerade jetzt an die Verbraucher obm* geben. " A uszeichnung en. Dem Gelreiten Karl Lenz im ^eld-Artillerie-Rgt. 805, Sohn von Marie Lenz Witwe hier, wnrde an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz verliehen. - Ter Kriegsfreiwillige Aug. Noll im Jnf.-Regt. 116 wurde am Geburtstage des Großherzogs zum Gefreiten befördert und erhielt am Geburtstage des Kaisers daS Eiserne Kreuz 2. Klasse. t ** Dersonalnachricht. Ter Grvßherzog hat am 7. Febr. d. Js. den Wasierbauassessor Bauinspektvr Ludwig I ck e s zu Mairrz märe Verleihung des EhcrrakterS als „Baurat" zum ständigen Hilfsarbeiter in der Minisderialableilung für Bauwesen ernannt y Oberstleutnant Hessig ist am 22. Januar nach langem schweren Leiden in Erfurt verschieden. Er war alter 116er und Veteran von 1870/71. ** Verhalten bei Gasentweichungen. Infolge des starken Frostes ist der Erdboden bis zu einer Tiefe von 0,90 m gefroren, und es besteht dadurch die Möglichkeit, daß Brüche und« Undichtheilen am Gasrohrnetze entstehen und das Gas unter der gefrorenen Straßendecke in die Häuser, auch die keinen Gasanschluß haben, geleitet wird. Bei etwa auftrctcndeni Gasgeruch in einem Hanfe ist die allergrößte Vorsicht geboten. Wo Gasgeruch sich bemerkbar macht, ist Licht und Feuer feruzuhalte!n, die Türen und Fenster sind zu ö ffnen und das Gaswerk auf dem schnellsten Wege zu benachrichtiaem Kein Raum, in idem es nach Gas riecht, darf zu längerem Aufenthalt für Personen, namentlich nicht zürn Schlafen, benutzt lverden. **,Schlüssekwaren-Verteilung (Haferflocken). Tie Haferflocken können von Samstag, den 10. Februar 1917 ab in, den Geschäften, bei denen die Eintragung in die Bestell-Liste ergolgt ist, gegen Barzahlung imd Vorzeigung der 9lusweisrrum- nvern ot Empfang genommen werden. Es entfallen auf die Per- wn 125 Gramm Haferflocken. Tie Ausgabe von Gries erfolgt spater Näheres siehe Bekannlnlachung. 'Auch ausländisches Fleisch ist niarken- p s l i ch t r g. Immer wieder wird aus verschiedenen Teilen des Reiches gemeldet, daß angeblich ausländisches Fletsch öffentlich als als markenfrei ausgeboten wird. Insbesondere soll vielfach Wurst und Speck als nicht markenpflichtig bezeichnet und zu Wucher- prelsen angeboten werden. ES wird wiederholt daranf hingewiesen, daß Au^nahinen vom Markenzwange auch für Fleisch ausländischer Herkunft nicht bestehen. Hierauf werden insbesondere alle ^"^E'^^orden schon zur Verbinderung wucherischer Ausbeutung des Publikums und im Interesse strenger Durchführrrng der Ver- brauchsregelung zu achten haben. ^ Kriegssteuer. Die Handwerker-Beratungsstelle dos Ortsgcwerbevcreins weist nochmals darauf hin, daß •* Annerod, von Annerod wurde 2. Klasse verliehen. ** Beltershain, 8. Febr. Wiederum sind einige unserer Krreger wegen bewiesener Tapferkeit vor dem Feinde ausgezeichnet worden. Ter bei einer Mniritionskolonne im Osten stehende llnter- offrzrer Emil Hach, dem bereits vor zwei^ Jahren im Westen das Erserne .Krenz zweiter Klasse verliehen umrde, erhielt vor kurzem die Hessische Tapferkeitsmedaille: die gleiche Auszeichnung erhrelt der Jäger Will)elm Kautz bei einem Jäger-Regiment zn Pferd im Osten. Tenr Ntusketier Karl Petri wurde das Eiserne ftrai; zweiter Klasse verliehen. — Zum Gefreiten befördert wurde der Grenadier Heinrich Erb, der auch Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist. * Beltershain, 9. Febr Zlnn Gefreiten befördert wurde der Gardefiistlier Karl L a u n s v a ch , der bereits im vorigen Sommer das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalte« hat. *' Lich, 6. Febr. Dem Musketier Wilhelm Nix, Res.-Jnf.- Regt. Nr. 67, 1. Komp., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. b. S t e i n b a ch, 8. Febr. Kanonier Heinrich Becker, Sohn des Heizers Karl Becker I. dahier, erhielt znm 27. Jan. das Eiserne Kreuz 2. Klasse. r r,a 0 r *° ff' 9- Febr. Eine große Ehre wnrde dteser Tage dem seitherigen Unteroffizier Adolf B ö ch e r von hier zuteil. Bücher trat im Herbst 1912 bei dem Garde-Jnf.-R-egt Nr. 115 als Rekrut ein. Im Spätjahr 1914 wurde er zum Ge freiten befördert und mit der .Hessischen Tapserkeitsmedaille aus gezeichnet. 1915 wuiLe er Unterofsizier und erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Ende vorigen Monats ernannte man ihn weiter znm Bizeseldwebel und beehrte ihn mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse. Kreis Büdingen. G Anlen-Diebach. 9. Febr. Für sein tapfere« Verhalten vor dem Feinde erhielt der Gefreite Heinr. Jüngling im In Rgt. 116 das Eiserne Kreuz. 4ß B l e i ch e n b a ch , 9. Febr. Die hiesige Feld- und W a l d j a q d wurde an den Fabrikanten Fr. W. Schneider- EscherSheim bei Frankfurt a. M. für 1625 Mk. verpachtet. Der bisherige Pachtzins betrug 1400 Mk. £ (Staub erg, 8. Febr. Bei der letzten Verpachtung der biefigen Jagd wurde der doppelte Pachtpreis gegen früher mit 1600 Mk. erlöst. Pächter wurden drei Herren aus Nierstein a. Rh 4t H a i n ch e n, 9. Febr. DaS Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Lösch. Er rettete drei verschüttete« Kameraden das Leben und wurde für diese brave Tat ausgezeichnet. 4t H i m b a ct), 9. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Kanonier Heinrich K n t ck e l im Res.-Feld-Art.-Rgt. 56 4t Leid hecken, 9. Febr. Hier wurden nachtS Wäschestücke und Hühner gestohlen. Ein Polizethirnd nahm die Spur nach einem Nachbardorfe auf. A Unter-Schmitten, 8. Febr. Otto Dechert von hier, Musketier, galt seit anfangs Dezember v. IS. vermißt. Kürz lich erhielten seine Angehörigen von ihm die Nachricht, daß er in französische Gesa,igenschaft geraten und krank sei. Der Vater und der älteste Bruder des Genannten stehen gleichfalls beim Heere. 4t Wolf, 9. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt Heinrich Malfeld. Kreis Lauterbach. ü. O b e r - M 0 0 s , 9. Febr. Landstuvnrmmm Paul R a u s der Sohn des Hch. Rausch, eines alten Kriegsinvaliden von 1870/71, erhielt das Eiserne Kreuz. Er steht seit August 1915 im Felde und liegt eben wegen einer schweren Kopfverletzung in einem Frankfurter Lazarett. — Musketier Paul Schäg, ein Sohn des Landwirtes Paul Schäg, Nnwde ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz misgezeichnet. Er nimmt seit Mai 1915 am Kriegs teil und ist bereits Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille. rr. Schlitz, 8. Febr. Kaufmann Paul T h ö t, Unteroffizier im Landwehr-Jnf.-Regt. 116, erhielt zur Hessischen Tapserkeits medatlle noch das Eiserne Kreuz. Desgleichen wurde Emil T h ö t, Sohn des Lokomotivführers T h ö t, mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Schotten. Schotten, 9. Febr. Landwehrmann Schaub tm Jnf.-Regt. 114 erhielt das Eiserne Kreuz. — Lehrer Pfeifer in dem benachbarten Dorfe Götzen, Leutnant d. R., erhielt dasselbe Ehrenzeichen. Aus dem oberen Bogelsberg, 7. Febr. Mit anhaltend grimmiger Kälte scheint m diesem Jahr der Winter zu verlausen. Niemand kann sich einer so kalten und so lange ununterbrochen dauernden Wirrterfälte entsinnen. Bon Tag zu Tag nimmt sie zu und erreichte bis jetzt über 20 (^vad C. Mag dieser strrriSa Frost auch der überwinterndem Saat infolge des dicken Schnees nichts anhaben, so hört man doch allenthalben Nagen, daß selbst in Kellern, die jetzt besonders üwhl verwahrt wurdeir. DicQvurz und Kartoffeln zum großen Teil erfroren seien. Sehr vrÄe rm Keller abgestellte Wasserleitungen brachen durch die allzu starke Kälte aus. Ununterbrochener Schnee fäll schützte die Würtersaal vor dem Erfrieren. Durchschnittlich liegt der Schnee! 40—50 Zentimeter hoch, sämtliche Hohlivege sind zug^eweht. Wo man versuchte sie dem Verkehr frei zu schöpfen, waren sie in »veniger Zeit durch den starker: Sturm wieder vollständig unteirnllich. So ist es keine Seltenheit, Schneewehen, die riber 2 Meter hoch fiitb zu finden und diese über* Aftern zu müssen. Sehr geschickt hilft sich in jetziger Zeit der geübte Schneeschichläuser über alle diese Verkehrshindernisse hinweg. Kreis Friedberg. -Ü-. Trais- M ünz en be rg, 9. Febr. Musketier Gustav Storch von Münzenberg, Enkel des Pferdehändlers Storch hier, geriet am 15. Dezember v. Js. in französische Gefangenschaft. Starkenburg und Rheinhessen. )( D a rm st ad t, 8. Febr. Am Dienstag, den 13. Februar, findet die 25. Frauenkonferenz deS Verbandes evangelisch-kirchlicher Frauenvereine statt. Im Mittelpunkt der Tagesordnung steht ein Portrag der Missionarin Antonie Steiner vom Morgen- ländischen Frauenverein über »Erfahrungen ans der Arbeit unter den christlichen und heidnischen Kols-Frauen". Auch Herren sind bei dem Vortrag herzlich willkommen. Hessen-Nassau. , = Frankfurt a. M., 7. Febr. Ter erste diesjährige Ar- be:tsPferdemarkt anr Ostbähnhvf war von etwa 150 Tieren beschickk. Bel fchvep^endem Behaus des Marktes wurden seifte hohe Preise angelegt. Erst als die Preise etwas fartfot, wuchs die Kauflust, so daß der Markt schließlich geräumt wurde. Das dargebotene Material an schweren, leichten und mittleren Arbeits- und Wagens Pferden war im ganzen gut. .Llnch für Schlachtvieh bezahlen die Händler hohe Preise. --- Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Stadtverwaltung plant die Errichtung von G e m ü s e t r e t b r ä u m e 11, um die Bevölkerung inöglichst frühzertig mit Gemüsepflanzen zur Weiterkultivierung versorgen zu können. Die Einrtchtungskosten sind auf 15 000 Mk. veranschlagt. — Frankfurt a. M., 8. Febr. Auf Beschluß des Magistrats bleiben die höheren Schulen, die FortbildungS- und Fachschulen uoch weitere acht Tage, bis zum 18. Februar, geschlossen. (9cric^t$|aa(. Zuchthaus für Lebensmittelkartendiebc, .= Frankfurt a. M., 8. Febr. Tie Strafkammer .ver- urtnlte heute früh den desertierten^ Soldaten Emil ©dnönemann wegen^Tiebstahls von 30 (XX) Brotmarke,:, 760 F! üschkarten und 1000 Seifentarten zu drei Jahren Gefängnis. Schön >i r,:ns Hehler, der Schneider Karl Easpari, der Fahrrad Händler Martin Gerhard und der HäMer K l ü h, die mit den Marken einen lohnenden Schleichhandel betrieben hatten, wurden ebenfalls zw schweren Strafen verurteilt. Klüh erhielt, da er auch am Ticb- ftahl beteiligt war, zwei Jahre Zuchthaus, Caspar: wegen Hehlerei im Rückfall drci Iahr uno 1 Monat Zucht Haus, Gerhard 3 Jahr und 2 Monat Gefängnis. Außerdem verloren die drei ans fünf Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte. Im Urteil führte der Richter begründend aus, daß derartige Diebstäbl ebesonders hart geahndet weÄ»en müßten, da sic die gerechte Brotverteilung in Frage stellten und ein Verbrechen an der Allgenreinheit darstellen. Letzte Nachrichten. Lmerikas abwartende Haltung. Newhork, 9. Febr. (WTB. Ndamtl.) Funkspruch des Vertreters vom W.T.B.: Eine Depesche der „Affociated Preß" ans Washington meldet, Wilsan habe Schritte getan, damit die Haltung der Regierung während dieser gespannten Wartezeit eine Haltung ruhiger Ueberlegnng und über jeder Kritik erhaben sei. Es wird amtlich bekannt gegeben, daß die amerikanische Regicrmrg sehr darauf sehen wird, daß Deutschland und alle anderen ftem-- den Länder keinen gerechtfertigten Grund zu einer Klage haben sollen. Allgemeine Anweisungen sind an die Beamten der Bundesregierungen in allen Teilen des Landes ergangen, un: jede über-^ eilte Handlung zu vermeiden ::nd nichts zu run, was nicht gan; gesetzwidrig ist und in das Gebiet der Regierung fällt. Von den Beamten wird erwartet, daß sie jede Tat vermeiden werden, die irgend zweifelhaft erscheinen könnte. Bern, 8. Febr. (WTB. Nicbtamtl.) „Matin" übernimmt eine Depesche des „Newyorker Herald" aus Washington, in der die Regierung erklärt, es sei augenblicklich materiell unmöglich, alle amerikanischen Sclftffe, die das Seesperrgebiet berühren, begleiten zu lassen. Sie beto:rt nachdrücklich, daß die Frage, ob amerikcw nische Schiffe die deutschen Vorschriften übertreten und in die Gescchrzone eindringen wollen, von den Reedern selbst gelöst werden nrüsse. Tie amerikanischen Schiffe seien berechtigt, der deutschen Bekanntgabe nicht Rechnung zu tragen. Tie Reeder ihrerseits möchten, daß die Regierung euren endgültigen Entschluß fasse. Es sei ungerecht, ilmen die Verantwortung si'tr Handlungen zu überlassen, welche den Krieg entfesseln könnten. NcwPork,5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspr::ch vom Vertreter des WTB. Washingtoner Depesä>en finden es im Hinblick auf die übertriebenen und irreführenden Berichte über die einfachsten, seit Abbruch der Beziehungen zu Deutschland ergriffenen Verwaltungsmaßregeln bezeichnerü), daß die hartnäckigen Meldungen! über die bevorstehende Beschlagnahme der durch den Krieg in amerikanischen Häfen ftstliegenden Schiffe eine autorisierte Erllärung hervorgerirfen-haben, daß ein solchetr Schritt nicht einmal erwogen werde. > Amerika bewaffnet Handelsschiffe. Kopenhagen, 8. Febr. „Times" berichtet aus New Dort Eine der ersten und wichtchsten Beschlüsse, die Amerika traf, war, daß sämtliche amerikanische Handelsdampfer mit Geschützen am! Vorderschiff, Hinterschiff und Mittschiff versehen werden sollen Dir brutschen Schiffe in Amerika. Paris, 8. Febr. „Matin" erfährt: Zu den ernstex Beschädigungen deutscher Schisse in Amerika erklärt man in Amtskreisen, die deutschen Besatzungen hatten hierzu ein Recht, da sie nur deutsches Eigentum schädigten. Wilson und die Neutralen. Wien, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Wendblätter stellen übereinstimmend mit großer Genugtuung fest, daß die europäischen Neutralen dem- Präsidenten der Berei:ngten Staaten deutlich zu verstehen aabeir, daß bei allem Respekt vor der ungeheuren Machtfülle, mit der ihn sein großes Reich bekleidet, seine Wünsche nicht ihre Wünsche sein können, da'ß sie sich vielmehr Vorbehalten, frei und n-nabhängig über ihre Politik und über ihr Schicksal zu entscheiden. Amsterdam, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuters sche Bureau meldet aus Buenos Aires vom 7. Februar: Die argentinische Regierung hat dem deutsche:: Gesandten die Ant- uwrt aus die deutsche U-Bobt-Mitteilung überreicht. Tie Regliernng spricht darin das Bedauern aus, daß extreme Maßregeln für notwendig erachtet werden und erklärt, daß die Regierung ihr Ver-, halte:: wie immer nach den simda:7nntalen Gesetzen und Prin> zipien des Völkerrechts einrichten werde. Amerikanische Propaganda gegen den Krieg. iAmsrerdam, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Londoner Telegramm des „Allgemein Hondelsblad" wird aus New Port berichtet, daß in den Vereinigten Staaten eine grvß<( Propaganda gegen den Krieg begamr Es werden die großen Vorteile, die den Bereinigten Staaten aus der Erhaltung des Friedens ertvnchsen würden, geltend gemacht und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Wilsor:s Erllärung, daß er die FeiMeligkeiten'noch abznwenden hoffe, mMunützen. Die (Bolkttfatif fit den Räumen der Bezirkssparküffe Sichen ist morgen von (0 bis \ 2 % Uhr geöffnet! Komplette Dreschgarnituren zu mieten gesucht. 54 und 60 Zoll mit automat. Strohpresse zumAusdreschen der Ernte 1917 in eroberten Gebielen. Vollständige Be- lriebsfähtgkett ist ntw: unbedingt erforderlich, kleinere Reparaturen werden mit übernommen. Kriegsteilnehmer finden Berücksichtigung. Sämtliche Betriebsmittel. sowie Personal wird gestellt. Angebote unter Angabe der Große, Fabrikmarke und Jahr der Anfertigung sind zu richten an Ludwig Schcer, Höchst g. 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[1146D Nonnenroth, Hungen, Laubach, den 8. Februar 1917. v.-y :.-h- Danksagung. Süv die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schlver betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Enkels und Neffen, des MMierz Heinrich hörr Infanterie-Regiment Nr. *68, 2. Komp., ganz besonders dem Kriegerverein, Schulkameraden, sowie Verwandten und Bekannten für die vielen Kranzspenden, dem Ersatzbataillon vom Fusanterie RegimcntNr. 116 für seine militürische Ehrung und Herrn Pfarrer Bern deck für seine tronrekchen Worte am Grabe sagen wir allen unfern herzlichsten Dank. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Hörr Familie August Kreiling Fräulein Anna Fvhrbach. Wieseck, den !>. Februar 1917.' 1151 [ Mo bl. Zim mer | Pension Brandl Honen Bäno22 iBellcvnetZim.m.u.ohneBer- pfleg. f. ,ede Zeitdauer. Mittag- u. Äbendtisch. Elektrisrl» Vicht, B ad. T e l. 1085. [758 Gut mehl. Wohn- n. Schlalz. an besseren Herrn oll nenn. Sslteraweg 61, im Laden. 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Frees scheu und Nicker scheu Buchhandlung und an der Abendkasse, Stndentenkarten [zu 60 Psg.) beim Univ.-Hausmeister. Verwundete haben für den dritten Platz freien Eintritt. Stellenangebote 1 tüchtiger Schneider und 1 Lcbrling gesucht. [00779 F. Schrciner.Dammstr. 30. Haagsbursche zum 15. Februar gesucht. Hotel Lenx. JriWcr, kriistiger Biirs-iie gcs. llsarg allenleis, Gießen, Marktplatz 21. (11(>4 In meiner VerlagSbnch- ibandlung u. Lebrmittel- anstalt findet z. April ein mit gut. Schulkenutnisscn lanSaerüffeter junger Mann [Aufnahme als 1155a LehriiBig Bewerbungen, denen das Schulzeugnis beizufügen ist, werden schriftlich erbet. von Emil Roth in Gieffen. Leiirtingil mit guter Schulbildung für gleich oder zu Ostern gesucht. 1158 M. Rosenthal landwirtschaftl. Maschinen tKithfrrrtat ü'r Laden zu -pUlZsL'NU reinigen ges. .Kaiser-Magazin, Seltersweg 2. [0791 Saubere Frau für Samstag mittag gesucht. 100792 Lüdersdorf, Bismarckstr. 7. p. rum Ladcnpntzen gesucht. Licher Straffe 5. gesucht. Schmidt, [00785 Tticht., Honbere Fran oder älteres Mädchen zur Aushilfe für einige Stunden vormittags und nachmittags gesucht. Täglich zu sprechen von 8—10 Uhr früh, krsn Prof. Voll, Klinikstr.41. [ 137 Zum 1. März besseres Mädchen und eine Frau zum Ladenputzen gesucht. o7oi Krevert, Plockstrahe 7. Eins. ges. Mädchen für Hausarbeit, sowie eine I,auffrau gesucht. 1127 Mete, Liebigstraffe 15. Z. 1. März gesucht Itüchliges, erfahr. HauSmädchcn und 1 Mädchen, das kochen kann und Hausarbeit übernimmt. Frau Marie Schräder, Friedrichstraffe 35. [1113 Gesucht zum 1. März tücht. zuverlässiges [1123 AUeinmädchen das kochen kann und kinderlieb ist, in kl. Haushalt. Pr»n vr. Ltihr, Friedrichstr. 14 II. i ZUllsles Maxell aus achtbarer Familie für Ostern in die Lebre gesucht, bei monatl. gut. Vergütung. Lai»er-lllagasln Seltersweg2 Zum möglichst sofortigen Eintritt wird [1153 D langer Kaufmann LKAA gesucht. Derselbe muff mit allgemeinen Bureau-Arbeiten, Kurzschrift und Maschinenschreiben, möglichst auch mit Lohn- und Lagerbuchsührung vertraut sein. Persönliche Vorstellung oder schriftliche Angebote unter Beifügung von Zeugnisabschriften und Gebaltsforderung Wetzlar. Bnlinhofstraße 65. Mehrere tüchtige Bekarmtmttf Zsng. Der Voranschlag der Genleinbe Langsdorf für 1917 liegt vom 13. ds. Mts. ad eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutrageu haben. Langsdorf, den 9. Februar 1917.» ll89 Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Schiel. Elegante 7-Zimmer-Wohiiuilii 1 Stock, mit allem Zubehör, Gasu.eleku. Licku. abhAvril oder später zu vermieten' S. Ganff, Bleichste. 26. [175 5 Zimmer { S-lft-Wilia II. 81 . m. Badezimmer u. sonstigem Zubehör, Wett'Anlagc 46, neu hergerichtet- per sofort oder später zu verm. [168 sofort gesucht. [1163 Göbel <& Nippel, Alicestratze Ä 5 . Für ein junges Mädchen v. 15 Jahren wird hvnkm. Lehre z. 1. März in Groffbandl. od. Bank gesucht. Schr. Angeb. u. 00783 a. d. Geschästsst. d. (6. A. 111B ] Prima Znobtsan, einmal 10, einmal 11 Ferkel gezogen, wieder trächtig, verkauft um- ständebalb. unt. Preis. Pnnk. Lirohmtthle-Vlsbor b. Gieffen. Ein gut erhalt., gebrauchter ISadiafor 13Glieder, Höhe 1,15m, preiswert z. verkaufen. Gärtnerei Becker, Kmser-Allce 13. laMpl 0077s jC45ebv.,nut crh.Lommode z. kaufen gesucht. 8chM2ensir.17 zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 00784 a. d. G. A. S.rt.Pligr.-taral z. kaufen ges Schr. Angeb. m. Preis u. 00788 a. d. G. A. Gut erhaltene Wz. - AuSriistungsstiilke zu kaufen gesucht. 100789 Kern, Weserstr. 7 p. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter Frau Elisabethe Bücher geh. Aff sowie für die Blumenspenden, die trostreichen Worten des Herrn Pfarrer Gombel sagen wir allen unseren herzlichsten Bank. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Bücher und Kinder. Saasen, den 8. Februar 1917. U 56 Gebrauchte 1/1 SektkorkelWeinkorke 24 Psg. I 3-/4 Psg. das Stück u. alle anderen Arten Korke ZelliilO- und Stnniol» Abfälle 11154 ss kaust R. Hirsch, Frankfurt a. M., Mainzer Landstr. 181, Hof l. Telefon: Hansa 5974. Verschiedenes 2K er/ beaufsichtigtfr anz., enal. u. inathm. Hauöarb. eines Unter-Sekund.? Schr. Angeb. m. Honorarforderung unter 1125 an den Gieffener Anzeiger erbeten. 00787 1 Werdas frühernnregel- «S Hc». (in. 2omt= W Ltuttß. ßD. SOnHtttgSM(ltt F re"e{? müffig wieder erhalten will, wolle sich wenden an Plärrer Adolph, Frankfurter Str.1011 K. 1/15 ZimiDttsteizerullg. Freitag, bcu 15. Juni 17, vormittags 9 Uhr, wird aus dem hiesigen Amtsgericht Zimmer Nr. 14 die dem Johann Heinrich LanaSdorf zu Va und dessen Ehefrau Elisabethe geb. Heithecker zu V« beide in Gieffen zugeschriebene Parzelle Flur 23 9ir. 215 3 /io = 461 □ m Wohnhaus mit Hofraum, zwischen dem Gleiberger und LeufertS- röder Weg tKrofd. Str. 42) versteigert. Die amtSgericht- ltche Berfügnng ist auf unserem Anuszimmer öffentlich zur Einsicht aufgehängt. Gieffen, den 11. Jaif. 1917. Groffh. OrtSgericht. I. B.: Le 0 . Stenoonphen- Gesellschaft iGabeliliriir* Glessen und Damenabteilung E. V. Anläfflich des Geburtstages unseres Altmeisters «abeleberger, Sonntag, de» 11. Februar, nachm. 6 Uhr im Vereinslokal, Zusammenkunft. Vortrag des &erni Karnbach über: Franz Xaver Cabelslierger. 1138c Der Vorstand. n. Damenverein eabelsbarger Samstag,den 10. Februar, abendsS' 2 Uhri.Postkeller Vereinsabend. Ausgabe der Diplome vom Frankfurter Wettschreiben. 1152v Die Vorstände. V.C.-V.H.C.J Samstag liub Sonntag, den 10 . und 11. Februar: Wlntersvortwandernng nach dem HoHerodskopf. Abfahrt Samstag m.l.18nachSchotten Llnmeldungen für Ueber- nachtnng und umgehend an Herrn Sauer zu richten. 1 IIU Dir.: Hermann Steingoetter. bleibt das Stadttbeater bis auf weiteres gkschlossen. Die bereits angekündigten Abonnements'Borstellungen werden später nachgcholt. Die Wiederaufnahme des Betriebes wirdzetttg bekannt gegeben werden. [1078c Dl« Direktion d. Stadttheaters Kräftiger Kriegsjunge angekommen Beamten-Stellvertreter Bauer und Frau Frieda geb.,Waas,' Döberitz. 7. Februar 1917. Giessen. Jagd - Verpachtung. Dienstag, den 13. Febr. lfd. Js, nachm. 2 Uhr, soll die Jagd der Gemarkung Watzenborn- Steinberg, bestehend aus zirka 2800 Morgen Wald und Feld, aus 6 Jahre auf hiesigem Rathaus verpachtet werden. Die Jagdgrenze ist leicht erreichbar. Bahnstrecke Gießen—Gelnhausen, von Haltestelle Schifsenberg 1 km, Station Garbenteich 1 km, Mainweserbahn Station Großen-Linden 2 km. Watzenborn-Steinberg, den 7. Februar 1917. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Hirz. 1144 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieffen. Die im Fanunr 1000 geborenen Landtturmpflich- t,gen der Stadt Gieffen müssen sich am 15. Februar ds. Js. vornlittngs von 8—12 Uhr u. nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathaus am Piarktplatz zur Landsturmrollc melden. AuSlvarts Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. 1149B Gieffen, den 5. Februar 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Tihliiiseliiiattn - Verteilung [HnfersliM. Tie Haserflocken können: Samstag, den 10 . $ebruar 1917 ob in den Geschäften, bei denen die Eintragung in die Bestell-Lisle erfolgt ist, gegen Borzahlimg mtb Vorzeigung der Answeisnummern in Empfang genomknen werden. Es entfallen auf die Person 125 Gramm Haserflocken. Beschwerden gegen Geschäfte, bei denen Unrec Mäßigkeiten bei der Ansgtcke Vorkommen, sind c städt. Lebensmittelmnt milzuteilen. Tie Llusgabe von Grieß erfolgt später: die Ausgabe wird bekannt gegebm. Tie Bestell-Listeir haben die Kleür- handelsgeschäste auszubewahrcn und bei der dcmnächski- gen Ausgabe von Grieß wieder zu verwenden. Gießen, den 7. Februar 1917. 1150B _Der Oberbürgermeister: Keller. Verhalten bei Gaseutweichungen. Infolge des starken Frostes ist der Erdboden bis zu einer Tiefe voit 0.90 m gefwoen und cs besteht daduÄ die Möglichkeit, daß Brüche und Undichtheiten am Gas- rohrnetzc entstehe und das Gas unter der gefrorenen. Straßendecke in die Häuser, auch die keinen Gasanschluß haben, geleitet wird. Bei etwa austretendem Gasgeruch in einem Hause ist die allergrößte Vorsicht geboten. Tvo Gasgeruch sich bemerkbar macht, ist Licht uns Heuer sernzuhalten, die Türen und Fenster sind zu öffnen und das Gaswerk auf dem schnellsten Wege zu benachrichtigen. Kein Raum, in dem es nach Gas riecht, darf zu längere,n Aufenthalt für Personen, nmnentlich nicht zum Schlafen, benutzt werden. Gießen, den 8. Februar 1917. 1147B Städt. Gas- und Wasserwerk Gießen. S t c d i n g. Bei dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen sind seit der letztcn Veröffent-» lichirng lveiter ein gegangen: 2 ) für die allgemeine Kriegsfürsorge (Lie-, üesgabensonds): Ans einer Sülmesache 10 Mk., Frau 2llbert Hcichel-' heim 50 Mk., A. 3. 10 Mk., Geh. Medizinalrat Prof. Tr. Strahl 250 Mk., Aus einer ^ühnesache 3 Mk., Jnstizrat Grünewald 10. Rate 200 Mk., G. S. St. 283,50 Mk.. Geheimrat Pasch 100 Mk.. K-egelkasse des Vogesenklubs 40 Mk., Beamtenvcrein Gießen 50 Mk., Ungenannt 20 Mk., Unge7wnnt (Buße^ 20 Mk., Ungenannt drei Fälle Buße 30 Mk., FrÄlichtbühne durch Prof. Tr. Bernbeck 50 Mk., G. S. St. 43.45 Mk., Stadtverordneter Krumm für August, September, Oktober, November find Dezember 500 Mk., Ungenannt iBuße) 2 Mk., Ungenannt 6,75 Mk., Ungenannt 30 Mk., Ungenmmt (Buße> 10 Mk., Vom Stadt- thcater Reinertrag der WohltätigkeitsVorstellungen an Großherzogs und Kaisers Geburtstag 1428,05 Mk., z n s a nt m c n 3136,75 Mark. d) für die Sammlung für crblindeH Krieger: Frau Tomänenrat Schliephake 8 Mk., Freilichtbühne durch Pros. Tr. Bernbeck 50 Mk., z n s. 58 M k. e) für die Santmlung für Kriegsbeschädigte n f ü r s 0 r g e.- Ungenannt 30 Mk. d) fÄrdie Hinterbliebenen der im F c l d e g c - fallenctl Gicßener Krieger: Loge Ludwig zur Treue 100 Mk., Allgemeiner Staatseisenbahnverein 75 Mk., Freilichtbühne durch Prof. Tr. Bernbeck 50 Mk., z ws a m m c n 225 M k. e) zur Ratio nalsti flu ng für die Hinterbliebenen derim Kriege Gefallenen: Ungcmannte Firma 1000 M k. 11488 Für alle diese Galten sei hiermit herzlich gedankt.