Hr. 2 ) Der Gtetzeaer 1Tn;en Bureaus: In der heutigen einstündigen geheimen Sitzimg des Reichsrats, der alle Mitglieder der Regierung und alle Abgeordneten beiwokptte::, machte der Minister des Aeußern Mitteilung über die gegenwärtige Lage. Er teilte mit, es sei die Tlb- sicht des Ministeriums, im Zusammenarbeiten mit den verschiedenen Ettverbsvrganisationen dahin zu wirken, daß der Handel mit dem Anslande unter den gleick>en Grundsätzen wie bisher aufrechterhalten wecke. Die Mrhrer der verschiedenen Parteien erll arten ihre Zustinunung zu den: vom Ministerium vorgeschlagenen Verfahren. Der Minister des Innern, gab Aufllärimg über die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen. Der Präsident der Folkething schloß in Uebereinfrimnuntg mit dem Minister des Aeußerr: die Sitzung mit der Aufforderung, der neuen Lage mit wückiger Rübe und Kaltblütigkeit zu beaegi:en. Kopenhagen, 1. Febr. (WTB. Nichtamtlich!.) Die im Laufe des Tages von Vertretern der verschiedenen Ha::dels- :md Schiffahrtsl'reise abgehaltenen Beratungen anläßlich der letzte:: deutschen Note hatten zur Folge, daß die, g e s a m t e Ausfuhr der Lebensmittel nach England, sowie aller Schiffs-? verkehr nach England und Frankreich vorkanffg eingestellt wurde. Ueberall ist die Ansicht vorherrsä-end, nvaxt müsse wegen der neuen Lage eine abwartende Haltung einnehmen. Ter dänische Amerika-Dampfer „Hellig Olaf", der heute von New Nork nach Kopenhagen abgehen sollte, erhielt drahtlichen Befehl, die Abreise bis auf weiteres zu verschieben. Tie dänische Kriegsversicherung lehnte bis auf werteres alle neuen Versicherungsabschlüsse ab. Gleichzeitig wurden die Reeder aufgefockert, ihre unterwegs befindlichen Schiffe zurückzurufen, falls Gefahr besteht, daß sie bis znm 5. Februar irr die Sperrlinie gelangen. ,Fn der heutigen Geheimfitzung des Reichstages teilte der Minister des Aeußern zunächst die deutsche Note mit und gab darauf eine Darstellüng der neugeschaffenen Lage. Der „National Tidende" zufolge waren die Llusführungen auf eine hoffnungsvollere Form gestimmt, als man befürchtete. Tie ganze Tagung! stand unter den: Eindruck der Rede des Ministers. Bei allen) herrschte volles Einverständnis für den Ernst der Lage, jedoch wurden nirgends Anzeichen einer Panik bemerkt. Nach dem Minister des Aeußern ergriff der Minister des Innern das Wort^ Er teilte die im Laufe des Tages von den Vertretern der verschiedenen Erwerbsweige gefaßten Beschlüsse mit und deutete Maßnahmen .an, die infolge der neuen Lage noüvendig werden könnten, wobei er auch darmrf hiruries, daß Dänemark gegenwärtig über verhältnismäßig bedeutende Kohlenvorräte verfüge. Kopenhagen, 1. Febr. (WTB.) Heute abend fand eine Besprechung der Lage Zwischen Vertretern des Handels, der Landwirtschaft und oer Regierung statt. Die R^ierung hat den Verkauf von Waren zu höheren Preisen als am 30. Januar verboten, außer wenn der Verkäufer beweist, daß der Erwerb der Waren größere Unkosten verursacht habe. Schweden. Stockholm, 1. Febr. (WTB.) Die Stockholmer Wendblätter behandeln in ausführlichen Auffätzen die Bedeutung des angekürckigten deutschen U-Boot-Krie- g e s. „A l l e h a n d a" schreibt: Auf AnrmnSas Haltung wartet man mit großer Sparmwrg Sollte Amerika sich jetzt, iwchtdem es sich fo fefe um den Frieden! bemüht hat, wirklich noch in den Krieg stürze»? Wagt es das im Hinblick auf Japan? Was die Wirksamkeit der deut^ scheu Blockade anbelangt, so ist Man in den schwedischen Marinekreisen allgemein der Ansicht daß diese sehr bedeutend sech wird. Ter Umstand, daß die Blockadckmie so weit ab von England liegt, erfordert große Mengen van U-Äovte». erschwert aber »A- gleich die DLöglühkeit, daß sich die Schiffe im Schutze der TrvrvrH- heit durch die gefährliche Zone hindnrchschrmrageLn wnneu. „A f t o n b l a d e t" betrachtet die U-Boots-Blockade der Mittelmächte gegen England als eine notwendige Folge des abschlägigen Bescheides der Ententemächte auf das deutsche Friedensangebot und als entsprechende Antwort auf den Hungerkrieg gegen Deutschland. Was wir Neutralen jetzt leiden niüssen, heißt es weiter, ist eine Sache für sich. Wiv Müssen uns darein finden. Nur die Einfalt kann verlangen, mitten im Feuermeer in unerschütterter Sicherheit sitzen zu dürfen. Wir müssen mit den Tatsachen rechnen, nicht mit einem theoretischen Recht. Deutschland und Norwegen. Berlin, 2. Febr. (WTB.) ^Die „Nordd. Ztg." schreibt: Durch die Vervcknung vom 13. Oktober 1916 unterwarf die norwegische Regierung die Unterseckoote im Verhältnis zu anderen! Schiffen einer weitaus sckiärferrn Behandlung in den norwegischen Küstengewässern. Kriegsnnterseckooten' war der Aufenthalt in solchen Gewässern überl-aupt untersagt mit der einzigen Ausnahme, d-aß es sich un: die Rettung von Menschenlebei: handelte; Handelsunterseeboote durften nur aufgetaucht mit gehißter Nationalflagge! fahren. Durch diese Verocknung machte sich Norwegen als enrzige unter allen neutralen Mächten die Auffassung über Unterseeboote zu eigen, die England durch die Zirkularnote vom 27. August allen Neutralen aufzndrängen versuchte. Demgegenüber vertrat die deutsche Regierung den Standpunkt, daß ein Knegsunterseeboot in neu°i traten Gewässern wie jedss andere Kriegsschiff zu beha:weln ist; sie erhob daher bei Norwegen: Einspruch lgegen die Verordnung^ Die Streitfrage erzeugte eine bedauerliche Spannung zwischen den! sonst durch sreimdschaftliche Beziehungen verbundenen beiden Mächten. Bon norwegischer Seite wurde besonders darauf hingewiesen, daß die Verordmmg vom 13. Oktober den gleichen Inhalt habe, wie die schwedischen Verordnungen über Unterseeboote vom 29. November 1914 und 19. Jüli 1916, und daß die norwegische Verocknung nicht auf englischen Druck, sondern auf den Kreuzerkrieg deutscher Unterseeboote im nöcklichen Eismeer zurückzusühren sei. Beide Be- haupttmgen konnten Deutschland iricht befrickigen, denn die schwoft bische Verordnung, die durch die Uebergriffe englischer und russischer Tauchboote in, den schwedischen Gewässern veranlaßt war, ging viel weniger weit, als die norwegische, indem sie den Zutritt von Unterseebooten in schwedische Gewässer bei Seenot und Havarie uneingeschränkt gestattete und Handels::nterseckoote überhaupt kei^ neu Sonder Vorschriften unterwarf. Auf der anderen Seite gab dev deutsche Kreuzerkrieg im Weißen Meer, der außerhalb der norwegischen Hoheitsaewässer gegen Bannwareschiffe jeder Flagge nach den Regeln der Londoner Deklaratw:: geffihrt wucke, Norwegen! keinen Rechtsgrund zu einer Verocknimg, die sich osfensichll:ch gegen Deutschland richtete und daher den Charakter wahrer Neutralität vermissen ließ. Nunmehr entschloß sich die norwegssche Regierung, sich in der Behandlung dür Unterseckoote völlig auf den Stand>- pimkt der schwedischen Regierrurg zu stellar. Sie erließ eine neu« Verordnung. Die „No-rdd. Allg. Ztg." bringt dann den Wvrtlaztt der bereits am 31. Januar von dem Wölfischen Bureau gemeldeten VerordnuTu; und fahrt fort: „Hiermit verlor die norwegische Unterseebootsverord'mrng den gegen Deutschland gerichteten Charakter, und wenn auch der de:ttsck>e Sta:ckpuukt von der norwegischen Regierung ebenso wenig wie von der schwedischen voll anerkannt wurde, so läßt sich doch die neue Verordmmg ebenso wie die schwedische mit den erhebliche:: Nentralitätsirrteressen der beiden so nahe am Seekriegsscha::platz gelegenen Staaten erklären. Dre deutsche Regierung beschränkte sich daher der norwegischen Regierung wie der schlvedischen gegenüber daranft ihrs grundsätzliche auffaffmtß bttrrf> eine Rechtsverivahrnng auf- traft zu erhalten, ohne dieser praktische Folge zu geben. Damit dürste der Zwischenfall in enter für beibe Deile amrehmbaren Form erledigt sein. Es ist zu hoffen, daß der strrchtbare Kampf, der die Beziehnnigen zwischen Kriegführenden und Neutralen auf so manche harte Probe stellt, zwischen Deutschland und Norwegen keinen neuen Streitfall schafft, der nicht im Geiste gegenseitigen Verständnisses und GnLgcgankonrmerts ausgeglichen mürbe." Die Schweiz. Bern, 1. Febr. (WTB.) Der Bundesrat hat in Lwei Sitzungen die wirtschaftliche Lage besprochen, die für die Sckpveiz durch die Ankürrdignng der Seesperre entstanden :st. Der Bundesrat stellte fest, daß Grund zu Be,rnruhigung nicht vorhanden sei. Er wird indessen die durch die neue Lage lvünschenswert geworderren Maßregeln imgesäumt treffen. Weitere Mitteilungen werden voraussichtlich schon morgen erfolgen. Bern, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Zürcher Post" schreibt Wer die Stellung der Neutralen zum U-Boot-Krieg nuten anderem: Von Wichtigkeit für unsere wirtschaftliche Versorgung ist, daß der stanzüsische Hafen Cette nicht in der durch die deutschen Sperrmaßnahmen geschaffenen Zone liegt. Diese Ausnalnnc ist, Wir deutscherseits ausdrücklich hervorgchoben wird, mit Rücksicht darauf erfolgt, daß die Znsnhrl aus den Ente:: te ländern nach dev Schwerz bislier großenteils über den Hasen von Cette geführt worden ist. Cette ist «während der Kriegszeit der eigentlich Hafen der Schweiz getvorden. Man wird mit Genugtuung feststellen dürfen, daß Deutschland auch bei seiner so l gm schweren, den Seekrieg zur höchsten Erbitterung und Rücksichtslosigkeit steigernden Maßnahme dvRücksichtnahmeaufdieSchwciznichtaußerAcht läßt. Dieses Entgegenkommen ist unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, daß Deutschland um seiner eigenen, aufs aller schlverste bedrohten Interessen willen heute alles daransehen muß, um nitiliW torisch und wirtschaftlich bestehen zu können. Das „Berner Tagblatt" erkennt ebenfalls das Entgegenkommens ^betreffs Cette an und schließt: Die heutige Erschwerung des Weld- handets dürste die EntentelÄrder derart hart treffen, daß an eine längere Fortdauer des Krieges nichit zu denken ist. * . * Der Mißbrauch britischer Hospitalschiffe London, 2 . Febr. (WTB.) Die Admiralität macht folgende Mitteilung: In einem heute verbreiteten deutschen drahtlosen Bericht wird von neuem und mit grösseren. Einzelheiten behauptet, es sei Brauch der britischen Regierung, die Unverletzbarkeit, die bisher den Hospichlschifsen zugesbanden wurde, zu mi schachen und diese Schiffe ftrr die Beförderung von Trupven imd Ausrüstung zu verwenden. Der Bericht enthält eine besondere Bezugnahme auf das Hospital- schuft „Britanntt", von dem gesagt wiro, es habe 2500 britische Soldaten befördert, die nicht invalide gewesen seien Als Beweis wird die chschoorene Aussage des österreichischen Sängers Albert Meffany angeführt, der bei Ausbruch des .Krieges auf Malta ntter- mrrt war und im November 1914 an Bord des Hvspftalschiffes „Brrtannic" nach England zurückkehrte. Die ganze Meldung ist ein Gewebe von Falschluft. Die einzige wahre Stelle in der Messanv zugeschriebene:: Erllärung ist hie Tatsache, daß er auf der „Brftannic" nach 5)ause gebracht wurde, da er zurzeft invalide loar und atrs diesem Grunde in die Heimat entlasse« wurde. Wie zu erwarten lrar, sind gegenwärtig die Meldungen der deutsckien Presse voll von falschen Mitte illut gen dieser «Art, um einen Vorwand für die neueste von Detftschllrnd angegebene Methode der Krieasführung zu schaffen. Es ftnm nicht enffchieden genug betortt werden, daß bei keiner Gelegenheft seit Beginn des Krieges an Bord englischer Ho-spitalsMffe andere Personen als invalide und Lazarettnrannschaften eingeschifft wurden. Dos Wolfs-Bureau bemerkt hierzu: Die Munitions- tvcmsporte werden also nicht geleugnet. Mß England wegen der Truppentransporte muh dem Grundsatz handeln würde: Si feeesst nega! war voraus zusehen. * » • Aliegererfalg. Berlin, 2. F nachmittags hat einer unserer SeeLiurpfeinsitzer an der flandrisch:: Küste einen englischen Landkampfeinsitzer ab- g e s ch o s s e n. Das feindliche Flugzeug fiel in unsere Hand. Der Flieger, ein englischer Soevffrzier wurde gefangen genommen seekrleg. Berlin, 3. Febr. (WTB.) Bon in diesen Dogen zurück- gekehrten U-Booten sind 21 Fahrzeuge mit rund 30 000 Brutto-Reg i ster-Tonnen versenkt worden. Unter der Ladung der versenkten Fahrzeuge befarrden sich u> a. ca. 7500 Torrnen Kohlen, 5000 Tonnen Erz, außerdenr Phosphat und Grubenholz. London, 2 . Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Tr 6 bau" und der belgische Dampfer „Euch h r a t e (2809 Tonnen) sind versenkt worden. Der Schlepper ,Lda Dun can" (139 Tonnen) ist auf eine Mnre gestoßen und gesunken. Der norwegische Dampfer „Dandy" ist gestern durch ein Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung ist bis auf einen Mann gerettet. Mr Segler „Trevoune" wurde durch ein Unterseeboot versenkt. Drei Mann wurden gerettet. Der Koch und der .Kapitän sind ertrunken. London, 2. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der holländische Dampfer „Epsilon" ist versenkt worden. Me Mannschaft ist gelandet. London, 2. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Segler „Helena" und „Samuel" sind versenkt worden. London, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Aioyds melden- Ter norwegische Dampfer „Kortia" (1127 Domren) ist versenkt worden. Tie Besatz: i:ui wurde gelandet. London, 2. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Me Segelschiffe „Merit Wa h" und „Westherill" wurden versenkt London, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmeldung Der englische Dampfer „Ra vcnsbourne" und der norwegische Dampfer „Hekla" ftnd versenkt worden. Der norwechsch Dampfer „Sardinra" (1500 Tonnen) soll versenkt worden sein. P m u i d e n , 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Den Fifchrfahv- zeitgen wurde wieder gestattet, anHu fahren, aber nicht weiter, aks» bis z,rr Tcrschellingbank und innerhalb einer Zone von 20 Meilen von der Küste. _ Bern, 2 . Febr. (WTB.) „Progrös de Lyon" meldet aus Madrid: Der spanische Dampfer „Punteno" ist versenkt. Aus Cadiz wird gemeldet, daß der griechische Dampfer „Aristoteles versenkt worden ist. Me Besatznng ist in Cadiz gelandet. lionen, 1914 trat 41,7 Millionen, dagegen 1915 einen Wert von 150,7 Millionen Mark hatte und auch gegenwärtig Weine sehr hoch bezahlt werden? Sind Maßnahmen getroffen, die der Er- nährmrg entzogenen Zuckermengen MlsschlleMü notleidenden Winzern zuzusühven, und welches sind die Maßnaymen? Ich begnüge mich mit einer schriftlichen ylntwort. Der Abg. Held hat folgende Anfrage eingebracht: Der Präsident des Kriegsernährungsamts hat im Reichs- haushaltsausschuß bei der letzten Besprechung der Ernährungs- fragen in Ausftcht gestellt, daß die Beschlagnahme aller Futter- wfttcl und Zuführung derselben an die Viehzüchter erfolgen solle. Von einer Ausführung dieser Maßregel ist bisher nichts bekannt geworden. Ist der »Herr Reichskanzler bereit, die an gekündigte Maßregel zur Ausführung bringen zu lassen, damit die durch die onsgedeckben Schiebungen im Osten erwiesenen großen GerstentNrräbe für die Schweftremast nutzbar gemacht Weichen können? Ich begnüge mich mft einer schriftlichen Antwort. Ablieferung des Getreides. Berlin, 2. Febr. (WTB. Amtlich.) Durch die Verspätung der Ernte- und Herchstbesdellungsarbeiten und durch den vielfach herrschendst Kohle nrnangel, der den Ausdrusch des Getreides verzögert, ist die Ablieferung von Brot g et re ide, Gerste und Hülsenfrüchten hinter der dringenden Anforderung der bewirffchaftenden Stellen zurückgeblieben Der Haferbedars der Heeresverwaltung ist für einige Zeit gedeckt, so daß hier die Ätblieferung nicht so dringend ist. Mit Rücksicht hierauf wird die Abnahme von .Hafer für die .Heevesverlvalturig im Monat Februar dahin eingeschränkt, daß Hafer, soweit er nicht am 31. Januar 1917 lieferungsbereit war, nur von solchen Landlvirten abgenonnnen werden darf, die nicht noch Brotgetreide oder Gerste abzukief-ern haben. Die Landwirte müssen also jetzt die Ablieferung von Brotgetreide, Gerste und Hülsenfrüchten auf das Aeußerste beschleunigen. Da viele, insbesondere kleinere Landwirte aus den oben angeführten Gründen am der Lieferung des Hafers bisher verhindert worden sind, ist bestimmt worden, daß der Höchstpreis für Hafer vom 1. Februar bis 30. April 1917 27 Mk. für den Doppelrentner beträgt. Da der gesäurte Haferbedarf des Heeres brs zur neuer: Ernte noch nicht annähernd gedeckt ist, müssen die Verfütte- rungsbeschränkmrgen für Hafer nach wie vor streng beobachtet werden, damit später der Rest des Bedarfs voll abgeliefert wird. Ein Einheitsgroßgebäck in Berlin. Berlin, 1. Febr. Die Vertreter der Groß-Berliner Stadtkreise haben im Ausschuß der Groß- Berlin er Brotkartengemeinschaft mit großer Mehrheit beschlossen, ein Einheitsgrvßgebäck im Gewicht von 1900 Gramm und 1000 Gramm unter Fortfall des Kleingebäcks einzuführen. Das Großgebäck soll irr der Regel aus 55 Teilen Rvggenmehl, 35 Teilen Weizenmehl und 10 Teilen StreckunHsmitteln bestehen. Für besonderen Bedarf, der bei den Bäckereien amzumelden ist, darf das Großgebäck in den bezeichnelen Gewichten auch aus reinem Weizenniehl hergestellt werden. Das bereits' beschlossene Kuchenbackverbot für Bäcker soll alsbald eintreten. Die den Konditoreien im Zukunft noch gestatteten Kuchensorten und die Preise hierfür werden in .Kürze festgestellt werden. Die Beratungen über die beabsichtigte Einführung der KNnden- liste werden in der nächsten Woche fortgesetzt'. Das Weizew brot soll die Form einer Reihen- oder Kerbsemmel haben, d. h. so geformt sein, daß es in Teile vom je 50 Gramm zerfällt und infolgedessen kleinere Mengen Weißgebäck abgegeben werden können. (Frks. Ztg.) Am dem Reiche. Änftngrn im Reichstag. Der Mg. Mumm stellt im Reichstag folgende Anfrage: Nach Bläticrmeldmrgen sind bereits 170000 Dvppelzeirtncr Zucker zur Weinbercftung abaeqcbem tvorden. Meviel Zentner Zucker sind seit Kricgsbetüttu der Crirährung entzoqen mid der Umwandlung m cilßyholrsche Getränke überanttvortet worden? Fst bekannt, dqß die W«nmosterntie 1913 ernert Wert von 48,4 Mil- Rriegrarbett in Gießen. XXVI. Die KrtegStätigkett der freiwilligen SanitStS-Kolonne vom Roten Kreuz Gießen im Jahre 1916. Das Jahr 1916 hat rnr Zkriegsdienst der .Kolonne wesentlich? Aendertmgen nicht gebracht. Die Einrichtungen, wie sie auf Grund der Erfahrungen des ersten Krvegsjah-res'allnräWch getroffcm wurden, haben ftch l>ewährt und konnten beibehalten werden. Nur in eruqelnen Punkten waren Arnderungen nötig, insbesondere auf dem Gebüte der Erfrischomg durchreisendcr Soldaten ?md Verwundeter, die bedingt tvaren durch die weiterfortschreitende Lebens- nnttekbrappheft. Tie Erfrischung beschräntt sich jetzt auf die Verabreichung von Kaffee und nur in Fällen besonderer Not wird Zwieback oder Schokolade ansgegeben, wovon ein lleiner Vorrat aus der Erfrischtmgsstelle bereitgelmltwt wird. Der Zucker tmtrde durch Sacckiarrn ersetzt. — Zum leichteren Heraursnehmen Schw^r- verwimdeter aus Eisenbahtrzügen wurde ein, von einem Zugführer der F-ranksurter Sanitäts-Kolonne rvnstruiertes!Krankentrage b e 1 1 angeschafft, das sich gut betvübrt \yat, indem es das Aufheben Schiwerverwundeter unnö-tig macht. Es genügt ein leichtes Anheben des Körpers, itm das Bett unberzuschteben, so daß die SchmerzverursackMrg auf ein geringes Maß beschränkt wird. Me Bereitstellung eines Krankenfahrstuhles zur Beförderung von gehunsahigen Vertvundeten von einem Züq zamr ändert! entsprach ebenfalls einen: Bedürftris. Mit der Leittmg des .Kriegs- gefcmgenen-Lazaretts, bezw. den: Garnisonkorymando wurde ein Ab- ommen dahin gettoffen, daß die Sanitäts^.Kolonne das Ausladen, l/ier ankommender verwundeter Kriegsgefangener und die Verbring gung in die vom Garnisonkommando bereitzustellenden Befördev. rungsmittel (Wagen der elektrischen! Bahn oder .Mankenautomobil) zu besorgen hat, während die Miterbeförderung nach dem Kriegs^ gesangenen-Lazarett und das Ausladen dort durch militärische Hilfskräfte erstlgt. Mese Einschränkimg der Tätigkeit der Kolonne ist mit bedingt durch die im Laufe des Kahres 1916 erfolgte Einziechtng von 23 wetteren Mitgliedern der Kolonne zur Fahne. Dadurch waren Ende deis Jahres Nur noch 18 Mitglieder zum Dienst aiff der Sanitätswache verfügbar. Das Bestreben, neue Mitglieder zu gewmnen, hatte :rur geringen Erfolg, da sich nnr zwei Lntle meldeten. Der geringe Mannschaftsbestand machte auch eine Einschränkung ft: der Besetzung der Nachtwachen erforderlich, die seit dem 15. November nur mch mit zwei Leuten besetzt werden, »nährend die Tagwachen mtt drei Leuten besetzt Reiben. Auch die Radsahr-Abteilung konnte »licht beibehaller: werden. Tie Alarmierung der Kollonne erstlgt jetzt mrr noch telephonisch, was bei der immer früsteftig erfolgenden Anmeldrmg, der Lazarettzüge zu Störungen nicht geführt hat. freiwillige .Krankenpfleger im Felde stehendei: Mitglieder Wilhelm Steuerwald, Heinrick» Pfeiffer und Eurt von Mlünchow sind im Lause des Jahres zur Verwendrmg von dem westlichen Nach dem östlichen Kriegsg-ebiet gekommen, während das Mitglied Pros. Rauch im .Kriegslazarett in Dvuai geblieben ist. Bon den während des .Krieges neu aufgenommenen Mitgliedern waren die Krmtkenpfleger Nicolaus, Schmoll 'und, Westphal in emem Lazarettzug tätig, ebenso Mich vorüber- y-ehend der .ikvankenpflegcr Behrens. Der .K«m6mpfleger Gi- sevius war bei einer Kranken-Transpvrt-Abteilung im Osten MiL mußte aber nach mehrmonatiger Tätigkeit wegen Kvank- hett zurückkehven und bat nach stirer Wiederherstellung hier Dienst. Alle zuletzt genannten Mttgllcder mtt Wlsnahme von Behrens such n^tvischeu el^wo zum Heeresdienst eingezogett immdeit. Tie als Sundefichrer mts«bl«»etest Kostmnmrmtglieher H a - risr und Rink waren als solche auch im veygangetten Jahre tätt-g, ersterer zuletzt in der Heimat, in Fanqschkeuse bei Berlim letzterer im westlichen tlkriegsgebret. Sämkliche hier Verbllebenen Mitglieder wtreden stlvoN bei der Kranfen-Tra:^pvrt-Abteil:cng, als auch im Santtät^ttitft ans der BMthossnmche verwendet, wo sie «uh die Mtf-aben der ausgo- hob«»e:t Verband- mst ß^ankem-Grsris«du« ^-Station erftrllcn. Me Krankeu-Transchvrt-Abtrilumg hat auch im vergangenen Jahre Transporte ausgeft'thrt. Mts der SanitätS- lvache wurde ebenfalls Hllfe geleistet. Me Zahl der Wachen betrug 1095, die mit 3240 Mann besetzt waren. Zu den Leistungen im Kriegsdienst gesellen sich diejenige:: im früher schon geübten öffentlichen Rettungsdienst. Hier sind 653 Hilfeleistungen zu verzeichnen, darunter 646 Kranken- ttansportc, von denen 23 nach auswärts gmgen. Es zeigte sich. Die Unterstützungskasse hat auch im abgelaufenen! Jahre ivohltätig gewirkt. Regelmäßig unterstützt wurden 9 bedürftige Familien von im Felde stehenden Kolonnenmitgliedcrn, außco-« dem einmalige Untersttitzungen rn besonderen Notfällen gewährt. Ausgegeben wurden daMc iM60 Mark, die in der Haupttache durch Mitgliederbeiträge aufgebracht wurden. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 5. bis 11 . Februar 1917 haben nachfolgende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 6. Woche, gültig vom 5.—11. Februar 1917 Buttermark°n . 6. „ . „6.-11. „ .fleischmarken , 6. , 5.— 11 . , , Kartofselmarken. 6. „ 5.-11. Zuckerntarken Nr. 6 und 7, gültig bis 28. Februar 1917. Serfenmarken für den Monat Februar. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. tteschäftSstuuden des Stadt. LcbenSmittelamte» von 9 — 12 Uhr vorm., 2—4 Uhr «ach,«. Sonntag? ly—12 Uhr vorm. Markenausgabe für Urlauber. ** Die Kälteperiode, die sich in ihren Folgen so unangenehm bemerkbar macht, stellt, wie wir erfahren, einet: völlig anormalen Umstand dar, da eigentlich daS Wetter schon längst einen Umschlag erfahren haben müßte. Auch die augenblickliche Wetterlage ist noch nicht geklärt, läßt aber irnmerhin einen baldigen Umschlag mit zievv- licher Sicherheit erwarten. Zunächst wird der Frost für 3—4 Tage an halten und bei tvechselnder Bewölkurrg leichte Schneefälle bringen. Hierauf wird mtt einem vermutlich stärkeren Schneefall und anderen Winden eine wärmere Witterung eintreten. Der llitteste Tag war bisher der 23. Januar mtt einer Temperatur von — 8,75 Grad, dt« kältesten stLächte waren vom 21.—24. Januar und vom 1-—3. Februar mit — 12 Grad im Stadtinnern z uver- I. 7 - 8 . Februar mit —12 Grad im Stadtinnern zu ver> auf 14—15 Grad Celsius. ** Jungwehr. Sonntag, 4. FÄ»ruar: Komp. 620 und 621 Antreten 2i / 4 Uhr Ecke Licher und Grürrberger Straße. ** Neue Bestimmungen über Feldpostad ressen. Am 15. Februar treten folgeirde Beftimmun- Adressierung von Feldpoftsendungen jeder Art lp Kraft: In ben Aufschriften sind verboten alle Angaben über Kriegsschauplätze, Zugehörigkeit zu Armeen, Armeegruppen oder Armeeabteilungen, Armeekorps, Divisionen und Brigaden: die Angabe eines höheren Stabes darf nur bei Adressen von Angehörigen dieser Stabe erstlgen. Die FeldpostAdressen dürfen nur die Bezeichnung des Truppenteils bis zum Regiment aufwärts enthalten, also enttveder Regimettt, Bataillon (Abteilung), Kompagnie (Batterie, Eskadron), oder selbständiges Bataillon (Abteilung) und Kompagnie (Batterie, Eskadron), oder die dienstliche Bezeichnung besonderer Formationen (Höhere Stäbe, Kolonnen, Flieger, Funker usw.). Bei Truppenteilen, die einem Regimentsver- baird angehören, darf außer der Angabe von Regiment, Bataillon (Abteilung), Kompagnie (Batterie, Eskadron) nichts hinzugesetzt werden, auch nicht die Feldpost-Nummer. Bei Truppenteilen, die keinem Regimentsverband angehören (selbständige Bataillone, höhere Stäbe, Kolonnen, Flieger, Funker), ist als Feldpostadresse die dienstliche Bezeichnung der betreffenden Formation erforderlich, jedoch mit dem Zusatz: deutsche FeLpost Nr. . . . (die Nummer der zuständigen Feldpoftanstalt ist von dieser zu erftagen). Bei Angehörst gen der Stäbe von Armeekorps (Generalkommandos) sowie von Divisionen und Brigaden muß die Feldpost?urmn«r in der Adresse fortbleiben. Alle Feldpostämler und Feld- postexpedttwnen werden für die Folge mit „Deutsche Feldpost' und einer Nummer bezeichnet. Die Bekanntz- igabe der neuen Feldpo stad ressen nach der Heimat erstlgt durch die Truppenangehörigen. ** Die Handtzverker-Benatuiagsstelle des OM-, gewerbe Vereins Wurde bereits im ersten Monat ihres Bestehsnsj schr rege in Anspruch genommen und z>war von 39 Personen in 66 Fällen. Bon den Ratsuchenden war«: 35 Gewcrbckreibendq i^dcrrmrter vier Hmrdwerkerstaucn), 4 sonstige Personetr Min Berufe nach gehörten von den Gewerbetreibenden 17 dem Baugewerbe cm und zioar 1 Bounntenn-chtner, 1 Dachtk'ckernveister, 6 Sckweiner- meister, 7 Weißbindermeifler, 1 Spenglernreister, 1 SckLosser- meister; die übrigen (gewerbetreibenden waren mts stlgendeu Be- rufeit: Buchbinderei 3, Gelbgießerei 1, Wagtverei 1 , Mengerei 1, Mckerei 3, Kolmriallvareühändler 2, Drtrckerei 2, Sattlerei 1, SchtÄMacherei 3, Klavierhändl-er 1. Bon den erteilten Auskünften betrafen 58 Steuerfragen und zwar Uursatzstetrer 30, Besitz- und Kriegssteuier 22 , Einbnmnensbetver 4, Vermögenssteuer 2 , Arbeiterversicherung 6 (Kranken-1, Unfall- 3, Invalidenversicherung 1 ) Militärische Angelegenheiten 1 , Sonstiges 2 Fälle. Da nach einem Beschluß des Bezirksausschusses Gießen Mich die Mitglieder der in der llmgebung tot* Gießen bestehenden Gewerbevereiwe unentgeltlich beraten werden sollen, wurde die Beratungsstelle bereits auch von Lollar und Lich in Anspruch genommen. Außer der Wlsertigimy dev Unterlagen für die Besitze und KriegSsttmererllärimgen, die bis znm 15. Februar eingereicht sein muß, sticht die Beratungsstelle auch in sosttigem Steuerangelegenheiten, sowie in allen Fragen der Arbeiter Versicherung, Kriegsversorgung, Unterstützung der Angehörigen der einbe- rnfenen Mitglieder, sowie in persönlichen Angelegenheiten in den Mittwoch und Sonntag von Ibis 2 Ulir im ^ftkiverbehans, Kirchstraße, stattfmdenden Sprechstunden unentgeltlich zur Verftdgung. ** Der Rheinmainische Verband für Volksbildung lädt seine Mitarbeiter, Mttglicher :md Fvenmde, aber mccd alle anderen Bolkskveise, toelche dem Gegenstand der Verhandlungen Interesse entgegenbringen, zu einer Bez.irksoersanrmllocg ein, welche Sonntag, den 4. Februar, nachmittags 3 Uhr. im Saales der „Aktien Post" zu Limburg a. d. L. stattftnihet. Mt der Bezirksversaminlung ist eine um ll 1 /» Uhr vornrfttagS beginnende Besichtigtcng der Stadt Lttnbuvg und des Domes ver- btrnden. Abends veranstaltet der Rbein-Mainische Verbm:d für Volksbildung im Saale der „Alten Postt' einet: Baterländischetr Volksabend mtter dem Titel: „Mutsche Frauen, deutsche Treue, dnttscher Wem und deutscher Sawft'. ** AuS dem Stadttheaterburearr. Gs fei darairf hrnyewiesen, daß die morgige Auffühnrng von „Robert und Bertram" die vormMchilich letzte der beliebten Possen in dieser Spielzeit ist. Diese Nachmittags- anfsühriucg findet wie die Merrdvorstolkllrrg des Schauspiels „Könige" von H«ws Müller bei kleinen Preisen statt. ** Die Annahme von Frachtstückgut und Eil stück gut. Um dem starken Andrang in den letzten Abendstunden vorzubenqen, wird mit Genehmigrmg dev Wnigl. Eise,:bahndirekt:on bei den hiesigen Abfertigungsstellen vom 5. Februar d. I. ab bis ans weiteres der An- ncchmeschilnß für Frachtstückgnt ans 5 Uhr und für ffltf 6 HT)t nmymrivrgT feftgeft-t. «itftfffcv. r>mg bt onT Vormittags ftr'nden rotrb besonders für die »üchste-n Taye infolge Ablanfs der Bekehr«sperre empfohlen, da gegebenen falls wettere Einschränkungen für die 9öach- vttttvqKstunden eintreten werden. ** Gließener Kong«rt-Berein. Somrtag, 11. Fee- !^ucmch rin ganzes Hühnervolk, 9 Kopf stark verschotuden zu lassen. Am andern Morgen stand der Bauer trauernd und kopfschüttelnd vor dem leeren Stall. Doch welche Freude: mehrere Tage später meldet sich eines der vermißten und als tot betrauerten Hühner gackernd ans dem heimischen Hose an. An einem freudigen Enkpsang, aber auch eimra1 Dr. Z ei ß als Dramaturg vom Herbst ab für das Schauspielhaus verpflichtet. ][ Marburg, 1. Febr. Unter der Leitung des Mrektors der Chimrrgischen Universitätsklinik, Geh.. Rat Prof. Dr. Köni g, wird seitens der Genossenschaft freiwilliger .Krankenpfleger im Kriege wieder ein Ausbildungskursus für Kriegskrankenpfleger abgehalten. Meldungen werden bis zum 10. Februar entgegengenommen. Vüchertisch. — Neue Gesetz-Ausgaben. Die seit langen Jahren allerorten auss beste eingesührte Sammlung „D e u t s ch e r N e i ch 5- gesetze in Einze l abdrucken" (begründet vom Geh. Ittstizrat Univ.-Prosessor Dr. Karl Gar eis, jetzt herausgegebeu vom Ersten Staatsanwalt M. H a h n in München) wurde nun nm zwei neue Gesetz-Ausgaben vermehrt durch das soeben erfolgte Erscheinen der Nummern 571 572: Gesetz über den Kriegszustand. Vom 4. Dezember 1916. — Gesetz, betreffend die Verhaftung und Aufenthaltsbeschränkung aus Grund deSKriegSzustandes und deSBelagerungs- z u st a n d e S. Vom 4. Dezember 1916 (Schutzhaft), Preis 40 Pfennig, und der Nummern 573/574 : Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst. Vom 5. Dezember 1916. Mit den AussührungSbe stimm ungen vom 21. Dezember 19>S. Preis 40 Pfg. — Diese neuen Gesetze nehmen gegenwättig daS allgemeine Jntereffe in Anspruch ; und gerade die H a h n ' s ch e n Bearbeitungen empfehlen sich insbesondere wegen ihrer zweckmäßigen U e b e r s i ch t l i ch k e i t, — sie bringen sachgemäße Einleitungen. Kern- und Stichworte in fettem Druck über den einzelnen Paragraphen, sowie alphabetische Sachregister. Durch Korrektheit, gutes Papier, klaren Druck und Handlichkeit ausgezeichnet, empfehlen sich diese im Verlage von Emil Roth in Gießen erschienenen und in allen besseren Buchhandlungen vorrätigen Gesetzes-Ausgaben von selbst. ___ Letzte Nachrichten. Die Deräntzerung der Oftgrenze des Sperregebietes. Berlin, 3. Febr. Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Bisher griff das deutsche Sperrgebiet und das eigentliche Blockade gebiet ungefähr 30 Seemeilen nördlich) von Ter- schelling etwas übereinander, so daß dort für die hollän-- dischen Schiffe keine Möglichkeit vorhanden war, in die freie Nordsee zu gelangen, ohne eines der beiden gefährdeten Gebiete zu berühren. Durch die Aenderung wurde dieser Uebel- stand beseitigt. Die „Norddeutsche Allgem. Ztg." über die englische Presse. Berlin, 2. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die englische Presse antwotttt auf unsere U-Bootnote mit Wutausbrüchen, die von Reuter ausfühttich in alle Welt verbreittt werden. Mit einer Heuchelei, die für die englische Beattrittmg der Oeffentlichkrit so be- zeichne^rd ist, wird in den Vordergrund geschoben, daß Deutschland auch den Verkehr der Hospitalschiffe unterbinde. Daß diese Maßregel durch den Mißbrauch dev Hospitalschiffe notwendig geworden ist, wird natüttich unterschlagen. Mit größtem Nachdruck verlangt die englische Presse nach dän von Reuter weitergegebenen Meldungen Vergeltungs!maßregeln. „Glotzt z. B. fordert die Erschießung gefangener deutscher Offiziere für den Fall eines Angriffes auf ein sogenanntes Hospttalschiff. Die „W^estminster Gazette" bemerkt mtt besonderer Feinheit: W!as auch unsere Gegenmaßregeln sein werden, sie werden sich knicht gegen Verwundete richten. Im übrigen stimmt die englische Presse dahin überein, daß eine sehr schreckensvolle Phase des Krieges bevorsteht. Möge sie die Schutt) daran Iftdi denien su-chem, die durch die Ablehnung unseres Friedensangebotes die Veranttvvttung trifft. Mit sorgfälttger Auswahl, wie es scheint, hat Reuter sodan« aus der a m e r i k a n i s ch e n P r e s s e alles zusammen gestellt, was au Stimmen gegen Deutschland vorliegt und einen Brncy mit Deutschland vettangt. Da wir von dem direkten Nachrichtenverkehr mit Amerika abgeschnitten sind, so fehlt uns zunächst noch die Möglichkeit, die Reutettche Mache im einzelnen nachzuprüsen. In Deutschland wird man sich durch die englischen Manöver weder aus der Ruhe bringen noch von der wohlüberlegten Linie unseres Vorgehens ab bringen lassen. Wir nchmen an, daß auch in deN neu traten Ländern der Eifer Reuters und der englischen Presse als zu aufdringlich empfunden werden wird. Die Interessen Englands sind nicht gleichbedeutend mit denen der übrigen Welt. Auf die Wiedergabe des ganzen Wustes der Reuterschen Pcesse- stimmen können wir verzichten, weil wir nicht die nnndeste Neigung haben, uns zur Verbreittmg der Reuterschen Entstell imkert und Schmähungen herzu geben. Erste Wirkrmffen des verschärften U-Bootkrieges. Stockholm, 2. Febr. «WTB. Nichtamtl.) Tie scAvedischen Blätter enthüllen zahlreiche Nachrichten über die ersten Wttkuu- yen b& v ers ch ärfte n deutschen ll- B votkr io ges Nach „Svenska Dagbladet" beschloß die Kriegsversicherungswmmission, alle Versicherungen für Lasten nach England und Frankreick) aufzuheben. In .Kalmar ist /nach deni gleichen Blatt die Einschiffung von .Holz einaestellt. Außerdem ist der Postvettehr Schwedens mit Eng- brno und Westeuropa fett Donnerstag vollständig unterbrochen. Amsterdam, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.» Tie Direktion der Dampffchiffahrisgesellschast Neederland teilt mit, daß die Schiffe der Gesellschaft, die sich in Indien und Amerika befinden und nach Holland bestimmt sind, vorläuftg nicht ausfahren lverden. Auch die Fahtten von Holland sind ganz eingestellt, lieber Schiffe, die unterwegs sind, wird mtt dem Minister des Aeußern verhandelt. Aus Haag tetegraphiett das Korrespondenz-Bureau, daß der Marinestab gestern abend an alle Häfen telegraphierte oder telephvniette, daß das Verbot der Ausfahtt von Sec-schisfen vorläufig noch in Kraft bleibe, daß aber die niederländischen Scksiffe. die Mif eigenes Risiko abreisen wollen, darum beim Ncarinestab an suchen können, daß der Marinestab diese Gesuche dem Ackerbau- ininister vottegen und nach dessen Entscheidung die nötigen Befehle geben werde. Holländische Maßnahmen. Berlin, 3. Febr. Im Haag erschien am Freitag eine Regierungsankündigung, die öffentlich in den Sttaßen angeschlagep wurde. Sie^ besagt, daß kein Holländer, der fähig ist, Waffen zu tragen, zwischen 19 und 48 Jahren das Land verlassen dürfe. Das Volk drängt sich überall zusammen, wo ein solcher Anschlag zu lesen ist. Für die bolländischen Handelsschiffe bleibt das Auslauf verbot vorläuftg in Kraft. Fremde Schiffe können die Genehmigung zur Ausfahrt auf eigene Gefahr erhalten. Die englische Mmiralität in Sorge. London, 3. Febr. Der Erste Lord der Mnniralität, Sir G>ward Carson schreibt in einem' Briefe, in dem er sein Bedauern ausspricht, daß er an der KttegSanleiheversammlung nicht teil* nehmen Tarnt: Ich verhehle mir nickst, welche Gefahr die deutsche U-Boot-Kampagne mtt sich bringt und will es auch Jhiren nicht verhehlen. Tie Admiralität ist Tag trnd Nacht mit dem Problem beschäftigt, und die Sorge, die jede Stunde mtt sich bringt, spornt sw an, sich stoch lgrößere Nttlhe zu geben. Eim englische Erklärung. Kopenhagen, 3. F^br. In London wirb der „Berlingske Ttbenbe" zufolge eine Ministersitzung abgehalten, nach der voraussichtlich eine Erklärung der Mmiralität zur deutsck)en Blockadenote veröffentlicht werden wird. In dänischen Schiffalwtskreiseni verlauttt, daß England die n-eutrÄen Schiffe, die in seinen Häfen liegen, znttickhalten und unter englischer Flagge ausfahren lassen wird. Englische L^etzensmittelnot. Haag, 3. Febr. Daß der verschärfte U-Boot-Krieg für England äußerst gesähttich sein wittd, beweisen die aus 'alten Teilen Englands vorliegenden Londoner Meldungen über die Lebensmittel-- not.. Protestversammlungen über die Preiserhöhungen und über den Mangel an alten Lebensbedürftrissen finden alltäglich im Lande statt. Englands Ländergier. Amsterdam, 2. Febr. lWTB. Nichtanttlich.> Nach Meldungen aus London wünscht „Daily Chronicle" anläßlich der Ankündigung des Staatssekrttärs für die .Kolonien, daß die deutschen Kolonien nicht zurückgegeben werden, die qhidye Erklärung für dev am persischen Golf gelegenen Teil Mesopotamiens. Deutschland und Amerika. Haag, 3. Febr. Die „Morning Postt" schreibt: Deutschland hat nichts von der amerikanischen Flotte und Armee zu befürchten. Zweierlei kommt in Bettacht: Entweder Deutschland vermag die Meere zu schließen und damit den Krieg zu gewttrnen, dann kann es auch die Neuttalen ignorieren, oder Deuffchland versagt und ändert also an der Lage der Alliierten wemg. Dann ist seine Niederlage sicher. Die New Yorker Börse und der verschärfte U-Bootkrieg. N e w y o r k 2. Febr- Die Ankündigung des un-eingeschränkten U-Bootskrieges und seine Einwirkung aus die gestrige Fondsbörse war ungeheuer. Tie Spekulation trahm auf allen Marktgebieten! enorme dlbgotzen vor, sodaß außergewöhnlich hohe KirrsVerluste zu verzeichnen waren, so die leitendeit EisenbaltzNvette über 4 Dollars. Bedeittend waren die Rückgänge natürlich bei den Rüstungs- lverten. Steels verloren bis zu 11 Dollars, Btthlehem 30 Dollars, Corporation 9 Dollars, Amerikan 17 Dollars, Schiffahtts- wette hatten eine Einbuße von über 7 Dollars. Lebensmittelvorsorge der Schweiz. Bern, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat faßte hinsichtlich der Lebensmittelversorgung folgende Beschlüsse: 1. Ter Brotverkauf ist am Tage der Herstellung verboten. Tie Nachtarbttt ist von 11 Uhr abends bis 7 Uhr morgens in Bäckereien verboten. 2. Jede Verwendung von Mehl zu anderen Zwecken als zur Herstellung von mensckstichen Nahrungsmitteln ist verboten. Tie Ver- fütterung von Mehl an Haustiere und die Verarbeitung zu Futtermitteln ist utrzulässig. Der Mehlhandel ist nur noch mtt BcwilliguTtg des Oberkantonkmnmissariats gestattet. 3. Das Militär-Departement wird durch den Brmdesrat ermächtigt, zur Erzielimg einer gleichmäßigen Verteilung und Einschränftmg des Verbrauches der Lebensmittel, lvelche ausschließlich vom Bund eingeführt werden, fnur noch an die kantmiaten Regierungen abzu-geben. Tie Regierungen der Kantone sind verpflvckstet, für eine gleichmäßige Vertellung zu sorgen. Diese Maßregel wird vom Militär-Depar- temertt sofort eingeführt, für die Abgabe von Reis und Zucker. Andere Warengattungen bleiben vorbehatteit. 4. Den normalen Bedarf von Lebensmitteln übersteigender Aufkauf ist verlöten nnd strafbar. Die Regienrngen der Kantone haben diesbezügliche Vorschriften. Nachmusterung in Frankreich. Bern, 2. Febr. (WTB. NicAamtl.) Lyoner Blättern zufolge wurden in der gesttigen Kammersitzung die Art. 3 und 4 des Nach- mnstenmgsantrages angenommen, die bestimmen, daß die tauglich Besimdenen ihrer Jahresklasse einverleibt werden sollen. Der Än- ttag des Abgeordneten Jgna-e, daß alle, die sich freiwillig für Spezialdienste anboten und eing-ezogen wurden, neu gemustert werden sollen, wurde mtt 226 gegen 22 Sttnrmen angenommen. Moskauer Unruhen. Sofia, 2. Febr. Nach russischen Mittellnngen meldet ,,Na- rodni Prava" über die letzten Moskauer Unruhen. Tie Volksmenge versammelte sich Dienstag früh, um gegen den Lebensmittelmangel zu demonstrieren. Die ganze Bevölkerung des dlrbeiterviertels nahm daran teil. Sie führte aus Holztafeln Inschriften mit wie: Wir hungern. Gib uns Brot, Schließt Frieden, Nieder mit England! Mtt diesen auf langen Staitgen ctngebrachten Tafeln schlugen die Tentonstvanten die Fenster der oberen Stockwerke ein. Die Unruhen fanden in Plünderungen der Geschäfte ihren Fortgang. 20 Polizisten tvurden erschlagen. An: Donnerstag griff Militär Als die Soldaten schließlich den Gehorsam verweigerten, rin. 500 Arbeiter und 54 Soldaten büßten ihr Leben ein. tvollten ihre Offtziere sie züchtigen. Bei dem Zwischnfall fanden zwei Offiziere den Tod. In der Nacht zum Freitag setzte ein Schneesturm den Unruhen ein Ziel. Die polnischen Juden Berlin, 3. Febr. In den „Neuen Jüdischen Monatsbetten^' findet sich rin tttteressonter TelegrMmmoechsel zwischen dem deutschen Botschatter Grasen Bernstorff irnd dem Staatssekretär dos Ltnswärtigni Amtes Zimurermann über die La^e der polnischen Juden. Die arnerikanifchen Juden hatten gewünfcht, zu erfahren, ob das neue Gesetz über religiöse Autonomie für die polnischen! Jichen die kulturelle Autonomie auf nationaler Grundlage einschließe, und ob es wahr sei. daß die polnischen Juden in die neue polnifck>e Armee eingerriht werden sollen. In der Arrttvort heißt es imter anderem: Eine Zwtmgsaushebung der polnischen Juden erfolgt nicht. Nur ftriwillige Meldung von Polen und Juden fttt die polnische Legion kommt in Frage. Die Kälteperiodk. Berlin, 3. Febr. In Ost- und Westpreuhen sank das Thermonreter gestern auf 13 nrrd 20 Grad. Auch in West> Deutschland harscht starker Frost. Im Ruhrtal wurde eine seit 25 Jahren nicht vorgeHonnnene Kälte von 19 ©osh’ feMesiellt. Unser geliebter Sohn, Bruder und Schwager Heinrich Haas Unteroffizier und Offiziers-Aspirant im Reserve-Infanterie-Regiment 254, 11. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaiüe ist am 21. Januar den Heldentod gestorben. Gießen (Frankfurter Str. 59), den 2. Februar 1917. Wir bitten von Beileidsbesuchen abzusehen. In tiefer Trauer: Carl Haas und Familie. V001D Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung-. Ach es ist ja nicht zu fassen. Zerstört ist unser aller Glück. Hali du me mehr kehrst zurück. Du gutes Herz ruh still in Frieden, co jung mußt du dein Leben lassen, Ewig beweint von deinen Lieben. Nach Gottes unendlichem Ratschluss erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser innigstgeiiebter, treuer, hoffnungsvoller Sohn, Bruder und Bräutigam Karl Fischer Krankenträger im Res.-Inf.-Regt. Nr. 254, 11. Kompagnie am 1. Januar 1917 im 26. Lebensjahr nach 29 monatiger treuer Pflichterfüllung den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Familie Christian Fischer Bäckermeister Ludwig Kronenberg und Familie nebst allen Angehörigen Nachruf. Nack 22 monatmer treuer Pflichterfüllung Int Felde starb tm Kreise seiner lieben Angehörigen, infolge längerer Krankheit unser liebeö Bereinsmttglied. der Gefreite .äfS’viUr-X’frV'i -. -'-.H Eisverein Giessen Bei günstiger Witterung ftndet'Sonntag, den 4. Februar nachmittags von 3—5 Uhr ..fu.Hc iiumciei .Tiiuiuoeir NN,er iieoeö — litglteb, der Gefreite raL M ® 1 ®° UF j Philipp Petri ff Militär - Konzert mit 20. v. MtS. Sein Andenken werden mir stets in Ehren halten. 1000 Jcr Kricgervereiii Steiöfirfficn. K _ WVMMWWV mm Lieh, Giessen, 3 Februar 1917. UMS Holzheim Mathilde Ohly Karl Seif i Lehrer Verlobte Febnmr 1917. Bettenhausen •7 5 statt. Eintrittspreise für Mitglieder sowie Tageskarten 10 Pfg Zuschlag. Die Bahn ist geöffnet von 2 1 / 2 —7 Uhr. Der Abendlauf fällt aus. Der Vorstand 9851) Statt Karten. /\ Cafe Atmend Samstag nnd Sonntag Künstler - Konzert T ödes-Anzeige. Nach kurzem Leiden wurde unser lieber Johannes ICEos ¥E. im Alter von 89 Jahren in die Ewigkeit abgerufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Selb Familie Klos Familie Baiser and alle Verwandten Rödgen, 2. Februar 1917. 1009 Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2 1 /» Uhr in Rödgen statt Ein kräftiger Bengel angekommen. Brackemann und Frau Friede, geb. Südmersen ~ Gießen, den 3. Februar 1917 AsMen für s Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen von 10 Pfg. bis 1.OO Mark. J j Welnert. Neuenweg 9. VrtsWerbkvttei» Gieße» (E. V.). Unentgeltliche Beratung der Mitglieder und deren Angehörigen in sozialen An- gelegenhettew Steuerfragen usw. Sprechstunden: 'Mittwochs und Sonntags von 1—2 Uhr im Geweroehaus, Kirchstratze 16. [234D Hotel Schütz Sonntag abend ICünstBes*-Konzert im Saal. * Anfang 7 Uhr Schwarz«Weiss»Theater S2SS*ST Proframi von Samstag, 3. Februar bis inkl. 5. Februar. Als Hauptschlager Danksagung. Allen denen, die während dem langen Kranksein unserer lieben Tochter Besuche ah gestattet und Hilfe geleistet haben, sowie für die Kranzspendung und Teilnahme bei dem Hinscheiden sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Feisel Familie Carl Glanm Klein-Linden, 2. Februar 1917. 00612 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, insbesondere Herrn Pfarrer Dörr für die trostreichen Worte am Grabe und der Krankenschwester Hof mann für ihre liebevolle Pflege, sowie allen denjenigen, die ihm das letzte Geleit gegeben haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Zamilien volkmann u. hofmann. Heuchelheim, den 3. Februar 1917. 1008 G1ESSENER KONZERT-VEREIN Sonntag, 11. Februar 1917, abends 5 Uhr in der NEUEN AULA Sechstes Konzert zugunsten der Stiftung zum 25jährigen Regie- rungsjubiläum Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ausführende: Wilhelm Backhaus »ms Berlin Adrian von der Stap (Bariton) »ms Frankfurt «u H. Professor Gustav Trautmann PROGRAMM: Schumann op. 46, Andante und Variationen; Mozart, Sonate Ddur, für 2 Klaviere; Liszt, Sonate H moll, Klaviersolo; Schubert op. 103, Fantasie, op. 40 Nr. 2 u. 51 Nr. 3, 2 Märsche für ] Klavier, 4 händig. Altitalienische Arien u. Lieder Eintrittskarten: Mk. a- Mk. 2.-. Mk. t- u. so Pfg., — - sämtlich numeriert. Sfcudentenkarten 75 Pfg. Militär vom Feldwebel abwftrts 30 Pfg. sind bei Ernst Challier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. ___ 976D Akademischer Gesangverein Wiederbeginn der Proben (Kantaten von Heger) gemeinsam mit dem Kräng. Klrehenfemsaffrerelti Montag, den 5. Februar abends 8 Uhr anstattim bisherig.Übungslokal in der kleinen Aula (Eingang Ludwigstraße) Durch Nacht zum Licht Großes soziales Lebensdrama eines Sträflings in 4 Akten. In den Hauptrollen: Karl Schoaftlfl, Ein Calafrta. — Regie : Karl Schönfeld. Der feindliche Flieger Dramatische Episode aus den’dentaeh-rnsalaclien Kämpfen in 3Akten. Hauptdarsteller: Ingenieur Hartmann.Emst Ludwig. 1904a] Seine drei Kinder . . . Lotte, Hilde und Rolf Müller. Ausserdem noch das gute Beiprogramme 932D Der Vorstand, ♦ * $ I r ♦ r Lichtspielhaus ♦ Bahnhofstr.34 Spiel plan vom 3. bis 5. Februar: Maskenspiel der Liebe Schauspiel in 4 Akten yyyg In der Hauptrolle die reizende Künstlerin HEDDA VERNON Als 2. Schlager ein pikantes Lustspiel in 2 Akten Papa soll nicht heiraten Dazu das glänzende Beiprogramm ■ ■ ' " » 1 > ■ * Am 17. Februar kommt der größte und ♦ beste Film des 20. Jahrhunderts. ^ ♦! -SH I! 1 #’ ♦ 4> ♦