Ar. 2? Der Gietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Gießen er Famll Unblätter; Areirdlali fflr den Kreis Gießen. Bezugspreis: monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitungI 12 Verlag,Geschästsstelleöl ' Anschrift für Drabtn ach- richten: Anzeiger Sichen. Erstes Blatt für. Jahrgang Donnerstag, \ Giehener Anzeiger Donnerstag, l. Zebruar X9XZ Postscheckkonto: Zrankfurt a.M. II686 General-Anzeiger für Oderhesfen »...ahme von Anzeigen die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher, ^eilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Vf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., Reklamen 75 Pf.^. bei Platzvorschrift 90 Pft Hauptschriftleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik «.Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Goetz, Stadt und Gewerbebank Gießen Land, Vermischtes«.Gerichtssaal: Ir. R. Zenz. Zwillingrrunddruck u. Verlag: vriihl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei 8. Lange. Schristlettung. Geschäftsstelle ». Druckerei: Schulstr. ^ Anzei-,ent-ü: ©.'S«!, amtlich in Gießen. Ser imeingeschräiitte ll-vsoikrieg ab f. Kdruar wirksam! MTB.) Großes Hauptquartier. 31. Januar. (Amtlich.) W e st sicher Kriegsschauplatz. Starker Frost und Schneefälle schränkten Die Gefechtstätigkeit ein. Au der lothringischen Grenze bei Leintrey war von inittag an der Artilleriekampf stark. Abends griffen Die Franzosen einen Teil unserer Stellung an: sie wurden abgewiesen. O e st l i che r Kriegsschauplatz. Front des G e u e r a l f e l d m a r s ch a l t s Prinzen Leopold von Bayern. Auf Dem Ostufer Der A a stürmten unsere Truppen eine russische Waldstellung und wiesen in ihr mehrere starke Gegenangriffe zurück. ! 4 Offiziere u n d über 900 M a n n wurden gefangen, l 5 Maschinengewehre erbeutet. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Nach heftigem Feuer griffen Die Nüssen mehrmals die Stellungen südlich der Valeputnastrahe an. Zwei starke Angriffe scheiterten. Beim dritten Ansturm gelang es einer russischen Abteilung, in einen Stützpunkt einzudringen. Heeresgruppe des G e n c r a l f e l d m a r s ch a l l s von M a ck e n s e n. Nahe der Donau gingen starke feindliche Aufklärungsabteilungen vor. sie wurden von den osmanifchen Posten zurückgetrieben. Mazedonische Front. Deutsche Erkunder brachten von einer Streife im Eerna- bogen mehrere Italiener gefangen ein. Der Erste Generalguartiermeiiter L u d e n D o r f f. * Der Abendbericht. Berlin. 31. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Bei Kälte und Schneefall an allen Fronten nur geringe Gefcchtstätigkeit. Heute ist der erste Februar, und heute bereits machen unsere U-Boote in uneingeschränkten Angriffen gegen die Gegner Front! Eine Ueberraschung. die schnell und gründlich alle Zweifel und Zwiespältigkeiten, die sich im deutschen Volke drohend bemerkbar machten, beseitigt. Die Aera des Berständigungsgkaubens, die unsere leitenden Stoatsinäniwr vorsichtig abwägend die Pulse des Auslandes fühlen ließ, ist vorüber: Volk und Regierung fühlen jetzt die diotwendiqkcit und Sicherheit, eine Rettung bringende Operation vorzunehmen. Eins drängt sich bei der Würdigung des neuen Ereignisses vor allem andern auf: Die deutschen «Herzen sind wieder geeinigt, der entschiedenste, folgenschwerste Entschluß, der von einem großen Teil des Volkes, von wohl erfahrenen und sachkundigen Männern seit langer Zeit drängend und dringend gefordert worden war, ist endlich gefaßt, und diejenigen. Die bisher, einer solchen Agitation widerstrebend, einen unsicheren oder gegenteiligen Standpunkt vertraten, reihen sich heute in eine einzige Front ein. Bedenklichkeiten und Lauheiten schwinden: es ist wieder frische, reine Luft im deutschen Hanse, und Vertrauen, Zuversicht und gehobener Sisgeswille werden sie neu erwärmen. Wenn wir auch »angesichts der ernfteit, folgenschweren Entscheidung unserer Regierung nicht jauchzen und etwa sagen mögen, daß es wieder eine Lust sei, zu leben, so leben doch die alten, fortreißenden Mahnungen, die in der deutschen Geschichte den Lebenssaft zum Wachstum und zu Siegen bildeten, in den Geistern wieder aus: „Gott will es!" so'klingt es wie der Wahlspruch der .Kreuzfahrer zu uns herauf, und das spätere Dichterwort der Freiheitskriege „Es ist ein Kreuz- zng, ist ein h-eil'ger Krieg" erschüttert uns alle, die wär an der Verantwortung der Regierung vor Gott und Menschen teilnehmen und die sittliche Reinheit unserer Krisgsunternehmungen nicht beflecken, aber auch nicht antasten lassen wollen. Der freie Geist eigenen Verantwortungsgefühls hat jene unrichtige Einschätzung der psychologischen Wirkung unserer früheren Tonart, von der noch gestern hier die Rede war, endgültig abgelöst. Die amtliche Note, die nach Amerika abgegangen ist, läßt keine Abschwächung unseres unerschütterlichen Entschlüsse-.zu, und wir harren nunmehr mit der Kaltblütigkeit und Vorbereitung des Kraft- bewnMen und seiner Sache Sicheren der Antwort, die uns von Wilson oder anderen Neutralen kommen mag. Was unsere feinde tun und sagen werden, wissen !vir. Sie werden die bisherigen Schmähungen der deutschen Handlungen kaum noch überbieten können und wir werden nicht rnehr allzu viel Worte über ihre ausgemachte Lügentaktik zu verschwenden haben. Mt sicheren Strichen sind in der amtlichen Note die Absicht und Wirkung des neuen deutschen Seekrieges niedergelegt. Wir hoffen, den Krieg, der auch über die Neutralen Leid auf Leid bringt, ab zu kürzen, rm Interesse der gesamten Menschheit und im Sinne eurer höheren Menschlichkeit, als sie in unfruchtbaren Worten liegt. Das Recht der todesmutigen Abwehr liegt offen vor aller Welt, nachdem die Feinde ihre Hohnvolten und geradezu gotteslästernden Ziele enthüllt haben. Wir Mell Amerika durch die Zusicherung einer bestimmten Möglichkeit, den Passagierdampferdienst mit England aufrecht zu erhalten, Gelegenheit, auf dem Boden einer ehr- lrchen Neutralität zu bleiben oder vielmehr dahin zurückzukehren. rc Untersuchung der Frage, ob der gestern gefaßte Entschluß unserer Reichsregierung nicht besser schon früher gefallen wäre, kann billig unterbleiben. Wir haben nach wie vor die Mittel sticht, dies im einzelnen zu prüfen. Der Reichskanzler hat in seiner Rede an die versammelten Parlamentarier kundgetan, jetzt erst sei die Zeit reif geworden, den uneingeschränkten U-Bootkrieg in Wirksamkeit treten zu lassen, und wir wollen das Recht dieser Ueberzeugung heute nicht anfassen.Die Hauptsache ist, daß jetzt alles nach ernem geschlossenen Willen dcks gesamten Volkes und seiner Negierung seinen Laus nimmt. So wollen wir das freudige Vertrauen erneuert:, in das wir mit unserem Kaiser im ^zahre 1914 in den Krieg eingetrelen sind, das Vertrauen, das durch die vorliegenden amtlichen Veröffentlichungen die kräftigste Nahrung erhält. Denn es steht in der Kanzlerrede der bedeutsame Satz: „A d m i r a l s st n b und Hochseeflotte sind der festen Ueberzeugung, einer lleber- zeugung, die in den Erfahrungen des U-Boot? kreuzerkrieges ihre praktische Stütze findet, daß England durch die Waffe zum Frieden gebracht werdeil wird." Unsere Verbündeten stimmen unseren Absichten zu. Vor allem aber ivird auch eines noch die Herzen heute freudig erheben. Hindenbnrg übernimmt für unsere Fronten zu Lande die Gewähr, daß allen etwaigen Folgen der neuen. Seekriegsührniig ruhig und sicher entgegen geblickt werden kann. Auch er hat den schärfsten U-Bootkrieg nicht nur befürwortet, sondern gefordert! So werden wir nach des Kanzlers Wort zwar noch eine sehr ernste Zeit vor uns haben, aber sie wird, so hoffen wir zu Gott, bald zun: siegreichen Ende führen! * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Januar 1917. O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackenfen. Die osmanifchen Truppen wiesen zunächst der Sereth- Mündung starke russische Erkundungstruppen ab. * Heeresfront des Generalober st en Erzherzog Josef. Im Mestecanesci-Abschnitt nahmen die Russen ihre Angriffe wieder auf. Zwei ihrer Anstürme wurden restlos abgewiesen. Bei einem dritten ging ein Stützpunkt südlich der Valeputna-Straße verloren. HeeresfrontdesGencralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Südlich des Pripjet keine besonderen Ereignisse. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftaüs v. Hofer. Feldmarfchalleutnant. Line deutsche Note an Amerika. Berlin, 31. Jan. (WTB. Amtlich.) Der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist heute die folgende Note übermittelt worden: Berlin, den 31. Januar 1617. Euere Exzellenz haben die Güte gehabt, mir unter dem 22. d. Mts. von der Botschaft Mitteilung zu machen, die der Herr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika am gleichen Tage ag den amerikanischen Senat gerichtet hat. Tie Kaiserliche Regieruttg bat von dem Inhalt der Botschaft mit der ernsten Aufmerksamkeit Kenntnis genommen, die den von hohem Verantwortlichkeitsgefühl getragenen Darlegungen des Herrn Präsidenten zukomntt. Es gereicht mir zu großer Genugtuung, festzustellen, daß die Richtlinien dieser bedeutsamen Kundgebung in weitem Umfang mit den Grundsätzen und Wünschen übereinstimmen, zu denen sich Deutschland bekennt. Hierzu gehört an erster Stelle das Recht der Selbstbestimmung und die Gleichberechtigung aller Nationen. In Anerkennung dieses Prinzips würde Deutschland es aufrichtig begrüßen, wenn Völker wie Irland und Indien, die sich der Segnungen staallich-er Unabhängigkeit nicht erfreuen, nunmehr ihre Freiheit erlangten. Bündnisse, die die Völker in den Wettbewerb um die Macht Hineintreiben und sie in ein Netz eigennütziger Intrigen verstricken, lehnt auch das deutsche Volk ab. Dagegen ist seine freudige Mitarbeit allen Bemühungen gesichert, die auf die Verhütung künftiger Kriege abzielen. Tie Freiheit der Meere als Vorbedingung für den freien Biostand und den friedlichen Verkehr der Völker hat ebenso wie die offene Tür für den Handel aller Nationen stets zu den leitenden Grundsätzen der deutschen Politik gehört. Um so tiefer beklagt es Pjf kaiserliche Regierung, daß das friede ns feindliche Verhalten 1 'ir ?^ ncT Es der Welt unmöglich macht, schon jetzt die Ver- wlrkllchung dieser -erhabenen Ziele in Angriff zu nehmen. , aentschland und seine Verbündeten waren bereit, alsbald in ^riedensverhandlungen einzutreten und hatten als Grundlage die ™! 7 £, crini{ * Daseins, der Ehre und der Entwicklungsfreiheit ihrer Volker berechnet. Ihre Pläne waren, wie sie in der' Note vom -i' TEzember 1916 ausdrücklich betonten, nicht auf die Zerschmetterung oder Vernichtung der Gegner gerichtet ürtb nach wrer "Überzeugung mit den Rechten der anderen Nationen wohl verembar. Was insbesondere Belgien anlangt, das den Gegenstand warmherziger Sympathie:: in den Vereinigten Staaten bildet, so hatte der Reichskanzler wenige Wochen zuvor erklärt, daß eine Einverleibung Belgiens niemals in Deutschlands Absichten ge- legen l)ab:. Deutschland wollte in dem mit Belgien zu schließenden Frieden lediglich Vorsorge dafür treffen, daß dieses Land mcr dem die Kaiserliche Regierung in. guten nachbarlichen Ver- haltnmen zu leben wünscht, von dem Gegner nicht zu feindlichen! Au,chlagen ausgenutzt werden kann. Solche Vorsorge ist umso dringender geboten, als die feindlichen Machthaber in wiederholten Reden und Artikeln seit dem Abschluß der Pariser Wirtschasw- Lomcrenz unverhüllt dre Absicht ausgesprochen haben, Deutschland nach Wiederherstellung des Friedens nicht als gleichberechtigt an- zuerlennen, vielmehr systematisch weiter zu bekämpfen. An der Eroberungssucht der Gegner, die den Frieden diktieren wollen, ist der Friedensversuch der vier Verbündeten gescheitert Unter dem Aushängeschild des Nationalitätenprinzips haben sie als Kriegsziel enthüllt Deutschland, Oesterreich-Ungarn, die Türkei und Bulgarien zu zerstückeln und zu entehren. Dem Versöhnungs- Versuch stellen sie ihren Vernichtungswillen entgegen. Sie wollen den Kampf bis anfs äußerste. So ist eine neue Sachlage entstanden, die auch Deutschland zu neuen Entschlüssen zwingt. Seit 2y 2 Jahren mißbraucht England seine Flottenmacht zu dem frevelhaften Versuch, Deutschland durch Hunger zur Unterwerfung zu zwingen. In brutaler Mißachtung des Völkerrechts unterbindet die von England gefühttst Machtgruppe nicht nur den legitimen Handel ihrer Gegner, durch rücksichtslosen Druck nötigt sie auch die neutralen Staaten^ jedett ihr nicht genehmen Handelsverkehr aufzugeben oder den Handel nach ihren willkirrlichen Vorschriften einzuschränken. Das amerikanische Voll kennt die Bemühungen, die unternommen worden! sind, um England und seine Bundesgenossen zur Rückkehr zum Völkerrecht und zur Achtung vor dem Gesetz der Freiheit der Meere m bewegen. Die englische Regierung verharrt bei ihrem Aushungerungskrieg, der zwar die Wehrkraft des Gegners nicht trifft aber Frauen und Kinder, Kranke und Greise zwingt, um ihres! Vaterlandes willen schmerzliche, die Volkskraft gefährdende Entbehrungen zu erdulden. So häuft britische Herrschaft kalten Herzens die Leiden der Welt, unbekümmert um jck»es Gebot dev Menschlichkeit, unbekümmert um die Rechte der Neutralen, unbekümmert selbst um die stumme Friedenssehnsncht bei den Völkern der eigenen Bundesgenossen. Jeder Tag, den das furchtbare Ringen andauert, bringt neue Verwüstungen, neue Not und neuen Tod, jeder Dag, um den der Krieg abgekürzt wird, erhält auf beiden Seiten Tausenden tapferer Krieger das Leben und ist eine Wohltat für die vereinigte Menschheit. Die Kaiserliche Regierung »oürde es vor ihrem eigenen Gewissen, vor dem deutschen Volke und vor der Geschichte nicht verantworten können, wenn sie irgend ein Mittel unversucht lreße« das Ende des Krieges zu beschleunigen. Mit dem Herrn Präsidenten der Vereinigten Staaten hatte sie gehofft, dieses Ziel durch Verhandlungen zu erreichen. Nachdem der Versuch von dem Gegner mit verschärfter Kanrpfansage beantwortet worden ist, wird die Kaiserliche Regierung, wenn sie in höherem Siirne der Menschlichkeit dienen Und sich an den eigenen Volksgenossen nicht tuew sündigen will, den ihr von neuem aufgezwungenen Kampf ums Dasein :runmehr unter vollem Einsatz aller Waffen fortführen^ Sie mini daher auch die Beschränkungen fallen lassen, die sie sich bisher in der Verwendung ihrer Kriegsmittel zur See auf- erlegt hat. Im Vertrauen darauf, daß das amerikanische Volk und seine Regierung sich den Gründen dieses Entschlusses und seiner Notwendigkeit rächt verschließen Jpeiben, hofft die Kaiserliche Regier rurrg, daß die Vereinigten Staaten die neue Sachlage von dest hohen Warte der Unparteilichkeit würdigen und auch an ihrenr Teil daran mithelfen werden, weiteres Elend und vernieidbcrrc Opfer an Menschenleben zu verhüten. Jrrdem ich^wegen der Einzelheiten der geplanten Kriegsmaß- nahmen zur See auf die anliegende Denkschrift bezugnehmeü darf, darf ich gleichzeitig der Erwartung Ausdruck geben, daß die amerikanisäzc Regierung amerikanische Schiffe vor den: Einlaufen in die in der Lbnlage beschriebenen Sperrgebiete und ihre Staatsangehörigen davor^ warnen wird, den mit Häfen der Sperrgebiets verkehrenden Schiffen Passagiere oder Waren anzuvertrauen. Ich benutze diesen Anlaß, um Euerer Exzellenz den Ausdruck nieiner ausgezeichnetsten .Hochachtturg zu erneuern. Z i m rn e r m a n n , Staatssekretär des Aeußern. Die deutschen Sperrgebiete. Tie in der Note erwähnte Denkschrift lautet wie fdlgt: Vom 1. Februar 1917 ab wird in den nachstehend bezeickneten Sperrgebieten um Großbritannien, Frankreich und Italien herum und im östlichen Mittelmeer jedem. Seeverkehr ohne werteres mit allen Waffen entgegengetreten. Deutsche Sperrgebiete sind: A) im Norden ein Gebiet um England uird Frankreich, das begrenzt wird durch eine Lime von 20 Seemeilen Abstand längs der holländischen Küste bis Ter schell ing-Feuerschiff, den Längengrad von Terschelling-Feuerschiff bis lldsire (Insel an der Westküste Norwegens. T. R.), efaie Linie von dort über den Punkt 62 Grad Nord 0 Grad Länge nach 62 Grad Nord, 5 Grad westlich, weiter zir einenr Punkte drei Seemeilen südlich der Südspitze der Färöer, von dort über den Punk!t> -63 Grad Nord, 10 Grad West nach 61Grad^ Nord 15 Grad West, dann 57 Grad Nord, 20 Grad West bis 47 Grad Nord 20 Grud West, weiter nach 43 Grad Nord 15 Grad Wesft dann auf dem Breitengrad 43 Grad Nord cittlang bis 20 Seenceilen vor Kap Finisterre imd in 20 Seemeilen Mstand entlang der spanischen Nordküste bis zirr französischen Grenze. ß) tut ©öDfri das OTittrlmwr 'Xrr neutvalen Schiffahrt BfiefiBt vffen das ZeeAebiet westlich der Linie Pt. de L'Espiauette bis 28 Grad 80 Min. Nord und 6 Grad Ost, nördlich und toestlich ernes 60 Seemeilen b rette:: Streifens längs der TMrdaftMrnisckien Küste, beginnend auf,2 Grad Wesllärrge. Bur Verbindung des Se-'gebietes mit O-riachlenland fülwt ein 80 -Seemeilen- breiter Strecken .nördlich beztv. östlich folgender! Lime: 38 Grad Nord und 6 tfkab Oft nach 38 Grad Nord und 10 Grad Ost, nach 37 Grad Nord und 11 Grad 30 Min. Ost, . nach 34 Grad Nord und 11 Grad 30 Min. Ost. nach 34 Grad Nord und 32 Grad 30 Min. Ost. Bon hier führt ein 20 Seemeilen breiter Streifen westlich 22 Grad 30 Min. Ostlänge in das britisckie -Hohettsgewässer. Neutrale Schiffe, die das Sperrgebiet befahren, tun dies auf eigene Gefahr, wenn auch Vorsorge getroffen ist, daß neutrale Schiffe, die an: 1. Felnnar ans der (Jaljrt nach Häfen der Sperrgebiete sind, während einer angemessenen Frist geschont werden. Sonst wäre noch dringend anzuraten, daß sie mit allen verfügbaren Mitteln gewarnt und umgeleitet werden. Neutrale Schiffe, die in Häfen der Sperrgebiete sind, können, mit gleicher Sicherheit die Sperrgebiet,' noch verlassen, itrcitn sie vor dem 15. Februar ans- lausen nnd den kürzesten Weg in freies Gebiet nehmen. Der Bcrckehr der regelmäßigen amerikanischen. Passagier- dumpfer kann unbehelligt weiterhin geschehen, wenn a) Falmouth als Zielhascn gei:vn:n:en »oird: b) auf dem .Har- und Rückwege die Seillys s-oimc ein Punkt 50 Grad Nord 20 Grad West angesteiiert wird auf diesem Wege werden keine deutschen Minen gelegt pierden; c. die Dampfer die folgende besondere in den crmeri- konischen Häfen ihnen allein gestattete Mzeichen führen: Anstrich des Sckriffrnmpfes und der Aufbauttm, drei Vieler breite Vertikal- Stteife::, abwechselnd weiß und rot, in jedem Maste eine auf weiß nnd rot tarierte Flagge, am Heck amerikanische Nationalflagge, bei Dunkelheit müssen Nationalflagge rmd Anstrich der Schiffe nach Möglichkeit von weitem gut erkennbar und die Sckiiffe durckstoeg hell erleuchtet sein: 6) ein Dampfer wöchentlich in jeder Richtung gebt, dessen Ankunft in Falmouth Sonntags, ?lbfahrt aus Fal- nwukl» Mitwochs erfolgt: e) Garantie der amerikanischen Regierung gegeben wird, daß diese Dampfer kerne Bannware (nach deutschen Bannwaren!istew mit sich führen. Karten, in welchen die Sperrgebiete eingezeichnet sind, sind in je zwei Evenrplaren bergefügt. An die Regierungen der anderen neutralen Saaten sind entsprechende Noten übermittelt worden. Die vegründung durch den Kanzler. Berlin, 31.Jan. (WTB. Amtlich/, In der heutigen Sitzung des .Hauptausschusses des Reichstages nahm der Reichkanzlcr Dr. von Bethmann Hollweg das Wort zu folgenden Ausführungen: Am 12. Dezember habe ich im ReickMage die Erwägungen dargelegt, die zu unserem Friedensangebot geführt hatten. Die Antwort imserer Gegner hat klipipl und klar dahin gelautet, daß sie Verhandlungen mit uns über den Frieden ablehnen, daß sie nur von einem Frieden etwas wissen »vollen, den sie diktieren. Damit ist vor aller Welt die Schuldsrage wegen der Fortsetzung des Krieges entschieden. Die Schuld fällt allein auf unsere Gegner. Ebenso fest steht unsere Aufgabe. Uäber die Bedingungen des Feindes können wir nicht diskutieren, nur von einem aufs Haupt geschlagenen Volke können sie angenommen werden. Kämpfen also heißt es. Die Botschaft des Präsidenten Wilson an den Kongreß zeigte den ernsten Wunsch, den Weltfrieden wieder herbeizuführen. Viele der von ihm aufgestellten Maximen begegnen sich mit unseren Zielen: Freiheit der Meere, Beseitigung des Systems der balance of Power, das immer zu neuen Verwicklungen führen muß, Gleichberechtigung der Nattonen, offene Tür. Was aber sind die Friedens- bedingimgen der Entente? Deutschlands Wehrkraft soll vernichtet werden, Elsaß-Lothringen und unsere Ostnurrken sollen wir verlieren, die Donaumonarchie soll aufgelöst, Bulgarien abermals uM ferne nationale Einheit betrogen, die Türkei aus Europa verdrängt und in Asien zerschlagen werden. Die Vernichtimgsabsichten unserer Gegner können nicht stärker ausgedrückt werden. Zum Kampf aufs Letzte sind wir herausgefordert. Wir nehmen die Herausforderung an. Wir setzen alles ein und wir werden siegen. Durch diese Entwickelung der Drnge ist die Entscheidung über die Führung des UI-Boo ^Krieges in ihr letztes und aktuelles Stadium gedrängt worden. / Die Frage des U-Bood-Orieges hat uns, wie die Herren sich erinnern werden, gemeinsam in diesem Ausschuß dreimal beschäftigt, im März, im Mai und im September vorigen Jahres. Ich habe jedesmal den Herren in eingehenden Darlegungen das Für und Wider der Fragen vorgettagen. Ich habe mit Nachdruck darauf hmgewiescn, da ich jedesmal pro tempöre sprach, nicht als grundsätzlicher Anhänger oder grundsätzlicher Gegner der uneingeschränkten Anwendung der U-Boote, sondern in Erwägung der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation, immer von der Prüfung der Frage ausgehend: Bringt uns der uneingeschränkte U-Boot-Krieg dem siegreichen Frieden näher oder nicht? Jedes Mittel, sagte ich im Marz, das den Krieg abznkürzen geeignet ist, ist das allerhumanste. Auch das rüch'ichtsloseste Mittel, das uns zunr Siege und zum Frieden führt, fa/ffte ich 'damals, muß angewendet werden. Ter Reichskanzler führte dann weiter aus, weshalb er im März und im Mai des vergangenen Jahres gegen den uneingeschränkten U-Boot-Krieg gewesen sei und weslialb die Frage auch im September nach dem übereinstimmenden Urteil der politischen und der militärischen Leitung nicht spruchreif war. Er kam in diesem Zusammenhang ans seine frühere Erklärung zurück: Sobald ich in Uebereinstimmung mit der Obersten Heeresleitung zu der Ueberzeugung kominie, daß uns der rücksichtslose U-Boot-Krieg dem siegreichen Frieden nähert, dann wird der U-Boot-Krieg gemacht werden. Dieser Zeitpunkt, fuhr er fort, ist jetzt gekommen. Im voriger: Herbst war die Zeit noch nicht reif. Aber heute ist« der 'Augenblick gekommen, wo wir mit der größten Aussicht auf Erfolg das Unternehnren wagen können. Einen späteren Zeitpunkt dürfen wir also auch nicht abwarteu. Wds hat sich geändert? Schon das wichtigste, die Zahl unserer U-Boote hat sich gegen das Vorjahr sehr wesentlich erhöht. Damit ist eine feste Grundlage für den Erfolg geschaffen. Dann der zweite mit ausschlaggebende Punkt: Die schlechte Wcltgetteideernte. Sie stellt schon jetzt England, Frankreich und Italien vor ernste Schwierigkeiten. Wir haben die feste Hoffnung, diese Schwierigkeiten durch den uneingeschränkten U-Boot-Krieg zur Unerträglichkeit zu steigern. Auch die Kohleusvage ist im Kriege nne Lebensfrage. Sie ist schon jetzt, wie Sie wissest, in Frankreich und Jtälttn kritisch, unsere U-Boote werden sie noch krittsckwr machen. , Hinzukommt namentlich für England die Zufuhr von Erzen für die Atunitionsfabrikation im weitesten Sinne und von Holz für den Kohlenbergbau. Noch gesteigert werden die Schwierigkeiten unserer Feinde aut diesem Gebiet durch die Zunahme der feindlichen Frachtraumnot. Hier hat die Zeit und hat der Kreuzerkrieg der U-Boote den entscheidenden Schlag >vorbereitet. Unter der Frachtraumnot leidet die Entente in allen ihren Gliedern. Sie macht sich für Italien und Frankreich nicht weniger als für England geltend. Dürfen wir -so jetzt die positiven Vorteile des uneingeschränkten U-Bootkrieges sehr viel höber einschätzen als im vorigen Frühjahr, so sind gleichzeitig die Gefahren, die uns aus dem U-Boot- tticg erwachsen, sett jener Zeit gesunken. Ter Reichsklnzler erörterte darauf eingehend die allgemeine polftischc Lage. Er fuhr darauf fort: Ter Fel-marschall von Hindenburg hat mir vor eitrigen Taget: die Lage wie folgt bezeichnet: Unsero Front steht auf allen Seiten fest. Wir haben überall die nötigen Reserven. Die Stimmung der Truppen ist gut und zuversichtlich. Die militärische Gesamtlage laßt es zu, alle Folgen auf uns zu nehmen, die der uneingeschränkte U-Bovtkrieg nach sich ziehen könnte, uird weil dieser U^Bovtkrieg unter allen Umständen ein) Mittel ist, um unsere Feinde auf das schwerste zu schäbigen, muß er begonnen werden. / Aduttralsstab und Hochseeflotte sind der festen Ueberzeugung, einer Ueberzeugung, die in den Erfahrungen des U-Boottreuzer^ ZVrieges ihre praktische Stütze findet, daß England durch die Waffe zum Frieden gebracht werden wird. Unsere Verbündeten stimmen unserer Ansicht zu. Oesterreich- Ungarn schließt sich unserem Vorgehen auch praktisch an. Ebenso wie wir um England und die Westküste von Frankreich ein Sperrgebiet legen, indem wir jede Schiffahrt nach dm feindlichen Län- dern zu verdrängen ttachten werden, ebenso erklärt Oesterreich«- Ungar:: ein Sperrgebiet um Italien. Allen neutralen Ländern ist für den Verkehr untereincnidcr außerhalb des Sperrgebietes freie Bahn gelassen. Amerika bieten wir, ebenso wie »vir es schon 1915 getan haben, unter bestimmten Modalitäten gesicherten Personenverkehr auch mit bestimmten englischen Häfen an. Darauf verlas der Reichska:rzler die Note an die Regierung der Vereinigten Staaten und teilte mit, daß entsprechende Notett an die übrigen Neutralen gerichtet »vvrden sind. Der Reichskanzler schloß mit folgenden Worten: Niemand unter uns wird vor dem Ernst des Schrittes, den »vir tun, die Augen verschließen. Daß ss uny unser Leben geht, weiß seit dem 4. August 1914 jeder, und durch die Ablehnung unseres Friedensangebotes ist dieses Wissen blutig unterstrick>en. Als wir 1914 gegenüber der russischen Generalmobilmachung zum Schwerte greifen mußten, da taten wir cs in dem Gefühl tiefster Verantwortung gegen unser Volk und in dem Bewußtsein entschlossener Kraft, die da spricht: Wir müssen, darum können »vir auch! Unendliche Sttöme Blutes sind seitdem geflossen. Aber das! Msülfscm und Können werden sie nicht »vegwaschcn. Wenn »vir uns jetzt zur Anwendung unserer Waffen und sckstjrfsten Waffen entschlösse»: haben, so leitet uns nichts als nüchterne Errvägung aller in Frage koininenden Uinstände, nichts als der feste VMle, unserem Volke herauszuhelfen aus der Not und Schmach dsie uns unsere Feinde zugedacht. Der Erfolg steht in höherer Hand. Wir werden ihn für unser Vaterland zu erzwingen »visseu. Seien Sic überzeugt, »»reine Herren, nichts dazu ist versäumt, alles däzu wird geschehen. \ *■, Ter Staatssekretär des Reichs marin eamts nrachte ittt Anschluß an die Rede des Reichskanzlers Mitteilung'en vom militärischen und marinetechnischen Standpunkt aus. Der Staatssekretär des Innern behandelte an der Hand ausführlicher statistischer Airgaben die wirtschaftliche Weltlage. Sodann nrachte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Mitteilungen über eine Reihe besonderer Fragen. Es folgte eine geheime Sitzung des Ausschusses. Bei der alsdann wieder aufgenommenen v ^traulichen Beratung nahmen Vertreter des Zentrums, der Nationalliberalen Partei nnd der Fortschrittlichen Bvlkspartei das Wort. Morgen vornrittag wird die Beratung fortgesetzt. * * * Fliegertätigkeit am 29. Januar. Berlin, 31. Jan. (WTB.) Am 29. Januar herrschte an der ganzen Westfront r e g e d e u t s che F l r e g e r t ä t i g k e i t. Durch klares Frostwetter begünstigt, unternahmen unsere tapferen Flieger viele Fernflüge bis aus Meer und brachten »vichttge Erkundungsergebnisse zurück. In den Häfen von Calais, Bonlogne und Etaples Nnrrden zahlreiche Scknffe und reger Berühr festgestiellt. Auch auf den Bahnen chinter der englischen und französischen» Front wurde von unseren Beobachtern der feindliche Verkehr über- »nacht, die »viehttgen Bevbachttlngs:ngebnisse »vurden durch zahlreiche Photographische AufnalMen belegt. Mit der Fliegerbvobachtung »mrrde eine große Mer:ge »vichttger Schirßew durchgesül/rt. Wir belegter: den für den Nachschub der Engländer ivichttgen Bahnhof von Lllbert :mt 500 Kilogramm Bomben, das Truppe.nl ager westlich Päronne mtt beobachtetem gutem Erfolg nttt 550 .Kilogramm Abniursmunition. Durch ein mrdeves Geschwader wurden die Fabrikanlagen von Dombasle, südöstlich Nancy, die sich mit der Herstellung von Kriegsinabnial beschäftigen, nttt msgesamt 1000 Kilogramm Bomben beworferi. Feindliche Geschwaderangriffe auf Morgesi unb BapaUine in der 5^gerrd von St. Quentin forderteni als Opfer mehrere französische Einwohner icnd verletzte»: einige Pferde. Smrst »ourde kein Schladen angerichtet. * Der bulgarische Bericht. Sofia, 30. Jan. (WTB.) Bericht des Generalstabes. Mazedonische Front: Nur an einigen Mschnitten sch»va- ches Gescknitzfeuer, außer an denen »wrdwestlich Bitolia (Mo- nasttr). In der Gegend von Moglma und im Vardartale vereinzelt Gewehr-, Maschineng^ewehr- und Mttvenwerferftuer. Südlich Serves Pattouillengefechte. i Rumänische Front: Es ist nichts Wäsenttiches zu melden. * Der türkische Bericht. Konstantinopel, 30. Jan. (WTB.) Heeresbericht vom 30. Januar. Tigrisfront: Unseren tapferen Erkundungspatrouillon, die Von unserer Felähre-Stellung a-usgingen, dränge:: bis^ zur zweiten -eindlichen Drahtverhau-Linie durch und zerstörten einen Tell der> Drahtverhaue und Telephonleitungen des^ Gegners. Im Verlaufe unseres Gegenangriffes am 25. Januar erbeuteten »vir drei Ma- chinengewehre und 12 antvmattsche Gewelfre. In der Nacht zum 29. Januar südlich des Tigris krüfttger Artillerie- und Jnfanterie- Feueraustausch. Am 29. Januar vormittags richtete der Feind tarkes Arttlleriefeuer gegen unsere Felahie-Stellung, das »vir »virk- am erwiderten. Einige schwache Angriffsversuche des Feindes konnten sich nicht entwickeln. t Persische Fronst: Wr zogen in Diz Abad ein, unsere Kavallerie verfolgt den Feind llveiter, der sich von Deplet Abad zurückzieht. Unsere Kavallerie nähert sich Sultanabad. G a l i z i s ck:e Fr on t: Die Russen griffen a:n 28. Januar hintereinander mtt überlegenen Kräften die Stellunge»: unseres 15>.< Armeekorps an. Alle Angriffe wurden mit großen Verlusten für ie z-urückgeschlagen. Die Russen konnten sich nur an einer Üeinest Stelle unserer Stellung l-alten, aber auch dieses wurde durch unseren Gegenangriff, der uns bis zur zweiten Linie des Feindes führte, zurückgewvnnen. Gegen dlbend zogen sich :rnsere Truppen befehlsgemäß in die alten Stellungen zurück: sie fÄhrten 13 Gefangene mit sich. l * . An den übrigen Frv»tte»r kein Ereigiris von Bedeutung. Lord Lromer t Haag, 30. Jan. Aus London wird gemeldet, Lord Crom er ist gestorben. Evelyn Baring, Earl of Cromer, der einstige Regent von Aegypten und unumschränkter Herrscher dort, wurde arn 26. Februar 1841 zu Cromer Hall in Norfolk als Sohn des Parlamentsmitgliedes Henry Baring und dessen Gemahlin Anire, Tochter des Vizeadmirals Wttliarn Windham, geboren. 1858 in das kömgliche Artilleriekorps eingetreten,' wurde er 1870 zum Haupttnann und 1876 zum-Obersten beordert. Im gleiche»: Jahre erfolgte auch seine Ernennung zttm Konnnissar bei der ägyptischen Schuldenverwalluita. 1879 bis 1880 wurde ihm die Generalkontrolle über die ägyptischen Finanzen und 1880 bis 1883 das Finanzministerium von Ostindien übertragen. Jrn folgenden Jahre trat er als Generalkonsul und bevollmächtigter Minister an die Spitze der ägyptischen Regierurrg. 1892 »virrde er zum Baron, 1898 zum Brscount und 1901 zum Earl erhoben. 1907 trat er in den Ruhestand. Crmner nahm mit Kitchener an der Wiebereroberung )es 1885 verloren gegangenen ägyptischen Sudans bedeutenden Anteil. Sein Name tvurd-e auch gelegentlich des F aschod a-Zwischenfalles genannt, »vo der französische Major Marchand von de»n energischen Verlangen Cmg- lands die Flagge der Republik einziehen mußte. Am 6. Januar 1899 erklärtte Lord Cromor in Chartnm, daß von dem „Sttdatt" Kitchener das Land selbständig als Vertreter des englisckwu Königs verwaltet würde. Cromer »var kein Anhänger der völligen Anglisierung Aegyptens. Sein Ziel war die gründliche Entwickelung des Vasallenstaates nach der Seite von Handel- und Ackerbau: seine Meinung war, daß eine sogenannte Allgeineinbildung (Kenntnis des Englischen) für die äghptisck)e "Bevölkerung vollver»valtet wurde. Die finanzielle Vertvaltung des Landes kanr unter ihm trotz häufiger Unruhen und verheerender Ml- Überschwemmungen zu hoher Enttvicklung. Ein Anschlag gegen Lloyd George. cm ,,, r • t ' ■v)««». Ji/ic ,,^/uuy daß gestern tiier Personen (drei Frauenrechtle- rlnnen und ern Mm:n mtt religiöse»: Skrupeln) unter dem Ver- verlostet »vurden, einen Anschlag geplant zu haben. „Daily Sketsch meldet, daß drei Franen und ein Mann unter der Be- schuld:gung verhaftet »purdcn, daß sie den Premierminister mit Gitt aus dem Wege räumen wollten. Tie vier Verhafteten »verden heute vor dem Polizeirichter erscheinen. Tie Voruntersuchung beanspruchte mele Tage. Man erwartet »vichttge Zeugenaussagen. Aus England. Amsterdam, 29. Jan. (WTB.) Die Blätter melden ans London, daß ein dringeirder Ausruf um 20000 Frauen zur Arbeit in de»r Munitionsfabriken mit Löhnen von 27 bis 30 Schilling die Woche ergangen ist. Der Lebensmittelkontrolleur dementiert die Mitteilung Andersons, daß die LebeTrsmittelaustzabe an die Bevölke- rung rationiert werden soll. Anderseits melden die englische»: Blätter, daß in nächster Zeit Karten für einzelne Lebensmittel eingeführt »verden sotten, nnd daß bereits ein Pla»: dafür ansgearbeitet sei. Das von heute an in England eingeführte Kriegsbrot wird füns Prozent Mais,Gerste oder Reis enthalten. . London, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen Bureaus. Der König hat an alle Lordleutnants der Grafschaften eine Botschaft gerichtet, in der er auf ihre Mitwirkung bei der Ausstellung von Freiwillig e n a b t e i l u n g en ersucht; diese sollen ans Männern, die über das wehrpflichtige Altar hinaus sind und e:ne bürgerliche Beschäftigung haben, bestehen und daz^ bestimmt sein, die Regulären in verschiedenen militärischen Diensten abznlösen. Der König hebt die Verdienste der Territorialtruppen hervor und sagt: Ursprünglich für die Verteidigung der Heimat besttnunt, haben ^brr:tor:ald:vlsionen in Frankreich, ans Gallipvli, Aegypten uno Ntesopotamien Schulder an Schulter mit der regulären Armee gekämpft und sich als ihr gleichwerttg ^an Mut und Tapfer- tt:t und als den besten feindlichen Truppen überlegen erwiesen. Wahrend sie so die Schlachten des Reiches im Auslande schlagen, muisim w:r .Kräfte organisieren und ausri'isten, die ihren Platz'als Verteidiger unserer Kastei: im Falle eines Einfalles einnehmanj sotten. ^er .Kö»ng fügt hinzu: Ich kann mit Freude,: mitteilcn, da»; ich den Herzog von Cvnnaught zum Oberbefehlshaber dep rvrenvllttgen ernannt habe. Ich vertraue, daß alle Männer, die »etzt nicht imstande sind, Auslandsdienst zu tun, sich den Freiwilligen anichtteßen und unseren Feinden zeigen »verden, daß meine Untertanen ieden Alters bereit sind, für die Verteidigung des geliebten Landes Drenft zu tun. Seekrieg. Die Versenkung des „Admiral Dagon". Basel, 31. Jan. (zf.) Havas. Das franMsche Ma- rinemmlstenum meldet amtliche Ein Schiff der Vereinigten Reedcrgesellschaft, der „Amiral Dagon", der etwa 900 Mann Truppen nach Saloniki führte und vom Torpedojäger „Are" begleitet »var, wurde am 25. Januar durch e:n feindliches Unterseeboot versenkt. Das Periflop wurde erst bemerkt, als das Torpedo angesahren kam. Der „Amiral Dagon" sank in 10 Minuten. 809 Mann wurden durch den begleitenden Torpedojäger und den Torpedojäger „Bombarde" gerettet, der in der Gegerrd patrouillierte und mit sieben Fischerbooten herbeieilte. Der Kommandant und die Besatzung des „Amiral Dagon", wie auch die Truppen, zeigten eine vortreffliche Haltung. Der Stab und die Besatzung des „Are" zeigten den. größten Opfermut. Die Leute warfen sich öfters trotz des schlechten Wetters ins Meer, um den Soldaten zu helfen, sich, dem Schisse zu nähern, nnd um sie an Bord zu ziehen. Die meisten Opfer wurden durch die Explosion getötet. Der Untergang der „Laurentic". London, 31. Jan. (WTB.) Die Admiralität teilt mit: Es :jt festgestellt, daß die „L a u re nti c" durch eine Mine untergegangen uiid nicht durch ein Tauchboot versenkt worden ist. B e l f a st, 31. Jan. (WTB.) Meldung des Renterschen Bureaus: Der 5)ilfskreuzer „Laurentic" lies am Freitag früh, kurz nachdem er ausgefahren war, an der Nordküste von Irland auf eine Mine. Er hatte eine Besatzuna von 475 Mann, von der nngefähr 260 Mann umgekommen sind. Ein großes Lock» wurde in die Schiffswand gerissen. Eine Anzahl .Heizer wurde sofort getötet. Das Schiff sank fast sofort, aber es gelang nock», zahlreiche Verwundete in die Boote zu bringen. Bisl-er »vurden hundert erfrorene Leichen an- geschlvemmt. * Kristiania, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Tidens Tegn" erfährt aus Hmnmersest über die Rettung einer deutschen U-Bvot-Besatzung, daß ein kleineres Boot, das »»»ehrrnals hinansgehen mußte, die Rettung belverksdelligte. Die nieisten Deutschen mußten ins Wasser springen und mittels einer Leine an Bord gezogen »verden. Während der letzten Fahrt des Rettungsbootes sank das U-Boot. Das Rettungsboot entging mit knapper Not der Gefahr, mit hinabgezogen Zu Dverdeu. Die Mannschaft wurde in Hammer- fest interniert, am nächsten Tage sreigegeben und reiste südwärts wetter. K r i st i a n i a , 30. Jan. Meldung des Norwegischen Telegramm-Bureaus. Der Dainpfer „A r go" von Hauge- snnd ist am 28. Januar bei Jnnerdowsing auf eine Mrne geraten. Der Kapitän und acht Mann ertranken, neun wurden gerettet. Der Dainpfer „Fultan" nmrde vor der Nord- küstx Spaniens von den Deutschen aufgebracht. Die Besatzung ist gelandet. Haag, 31. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Die Zeitung „Het Boterland" schreibt über die neue englische Minensperre in der Nordsee: Man wird wohl nicht fehlgehen, »venn man annimmt, daß ein wichtiger Grund vorlag, zukünftig zu. verhindern, daß deutsche Schiffe durch die Blockadelinie' schlüpfen und als Hilfskreuzer den Ozean unsicher machen. Der Sckxreck, den der letzte Fall dieser Art in England verursachte, besagt viel. Was die neutrale Schiffahrt betrifft, so ist sicher, daß die mit der neuen Maßregel beabsichtigte engere Wschließitng des mr unser Land angrenzenden deutschen Seegebietes für uns nur Nachteile mit sich dringt int) keinen einzigen Vorteil. * Amsterdam, 31. Jan (WM.) „Mgenreen Handels- blad" berichtet, daß der vermißte niederländische Tankdampfer ,^Jrm a/' mit völlig ansgerissenem H»eck in Hoek van Holland angekommen ist Das Schiff ist zuerst aus eine Mine gelaufen und dann in den Donms mit einem anderen Schiff zusammengestoßen. London, 31. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel- det, daß der dänische Dampfer „Daisy" versenkt und die Besatzung gelandet wurde. Lloyds meldet, daß der spanische Dampfer „Punta Teno" versenkt wurde. Bern, 31. Jan. (WTB. Mchtamtlich.) „Temps" zufolge ist der russische Dampfer „Egreu" versenkt worden. Aus dem Reiche. Ein Erlab des Kaisers. Berlin, 31. Jan. (WTB. Nichtamtll Ter „Reichsan-." veröffentlicht nachstehenden ka r serlich e n Erlaß: Dem Ernst der Zeit entsprechend, sind am meinen Wunsch ailch an meinem diesjährigen Geburtstage die landesüblichen festlichen Veranstaltungen auf kirchliche und Schulfeiern beschränkt morden. Das deutsche Volk ließ es sich aber nicht nehmen, an diesem Tage im Gvtteshause und daheim meiner mit treuer Fürbitte zu gedenken, und mir freundliche Glück- und Segenswünsche telegraphisch und schriftlich aus allen Gauen des Vaterlandes darzubringen. Aus diesen überaus zahlreichen Kun'ogebun- gen städtischer, ländlicher und kirchlicher Gemeinden, sowie Korporationen und. Vereinigungen aller Mt sind mir mit über-» wältigender Kraft und Einmütigkeit entgegengeklungen: Die Entrüstung über die schnöde Zurückweisung unseres Friedensangebotes und der enthüllten schändlichen Pläne unserer Feinde, sowie das Gelöbnis, jedes Opfer an Gut und Blut freudig iVU tragen, um das Vaterlcnw vor den ihm zugedachten Erniedri- aungen zu bewahren und den, verweigerten Fritüren mit allem Nachdruck unserer Waffen zu erzwingen. Tiefbewegt durch solche Aeußerungen achter Vaterlandsliebe möchte ich allen — Jung und Alt in Stadt und Land — die an meinem Geburtstage zu dem erneuten Treugelöbnis sich gedrungen gefühlt haben, hierdurch meinen wärmsten Tank sagen. Schwere Zeiten liegen noch vor uns. Aeußerste Kräfteanspannung fordert die Not des Vaterlandes von jedem Einzelnen. Aber fest und unerschütterlich steht das deutsche Volk bereit, von .Kraftbewußtsein und Sieges- willen erfüllt, im Felde und in der lHeimat zur Verteidigung seiner gerechten Sache bis zum letzten Mann, und mit Zuversicht sehe ich dem Ausgange des blutigen Ringens um Sein oder Nichtsein von Kaiser und Reich entgegen. Gott wird auch weiter mit uns sein Nnd unserer Waffen den Sieg verleihen. Ich ersnche Sie. diesen Erlaß zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Großes Hauptquartier, den 30. Januar 1917. Wilhelm I. R. An den Reichskanzler. , Au» Stadt und Land. Gießen, 1. Februar 1917. Februar. Nun ist sie da, die Zeit, in der wir im Frieden den aUstzelassen- sten Festen und wllsten Narreteien huldigten, der Narrenmond, Hornung oder Februar, dem man in manchen Gegenden unseres Vaterlandes auch den Namen Daumond gegeben hat, weil die Ackerscholle, die der Januar zu festen Klumpen zusammengeschweißt hat, aufzutauen beginnt. Im Leben des Landmannes spielt der Februar kerne kleine und unbedeutende Rolle, das zeigen schstn die vielen sprichworte und Bauernregeln, die sich auf diesen Monat beziehen. Vor allem wünscht man ftch den kürzesten aller Monate kalt und trocken, denn „im Februar ist es besser, zwei Fuß tiefen Schnee auf dem Miste zu sehen, als einen Mann in Hemdsärmeln", ist es riämlich „im Februar warm, friert man an Ostern bis in den Darm" imd heißt es doch in der ganzen Schweiz: „W!enn im Februar die stürme fackeln, daß den Ochsen die Hörner wackeln, das haben die Bauern von Bern, sehr gern", oder wie der friesische Ackerer glaubt ..Nordwind im Februar, treibt das Korn ins Land". Im Siegerland, der Lohngegend nNd Kuthessen behauptet man: „wenn im Februar der Mistwagen stäubt, dann sickert der Erntewagen im August". Recht humorvoll warnt man im Mecklenburgischen den Monat, es mit seiner Kälte nicht allzu stark zu macheix, kurz aber treffend: „Februari, Schepier woar (hüte) Di." Die Feldarbeit nimmt allmählich wieder ihren Anfang, weit ,,di faßnacht uns der Hornung bringt, zum feldbaw der akkerman ringt". (Kalenderspruch aus dem Jahre 1584.) Dennoch soll Februartau Nachtfrost im Mai bringen Auch atufl die Einzelnen Tage des Monats hat sich im Volke manches treffende Wort erhalten und von Mund zu Mund vererbt. „Maria Lichtmeß (2.) im Klee, Ostern im Schnee." „St. Agath (5.), die Gottesibraut, macht, daß Eis und Schnee gern taut, aber oftibringr Dorothee (6.) hernach noch den meisten Schnee." „Wenn der Nordwind an!Rvmuald (7.) nicht will, kommt er sicher im April," behauptet der steiermärkische und oberösterreichische Volksmund. Um die Mitte des Monats pflegt es etwas wärmer zu werben, daher stamrrtt wohl auch die rheinische Bauernregel: ,j5t. Sevevrn (11.) wirst den kalten Stein in den Rhein, St Gertrud (16. November) holt ihn wieder raus." „Wenns an Petri Stuhl- seier (21.) kalt iftp soll die Whte noch 14 Tage >währen", erzählt manftchin der Fuldaer Gegend und der Frost hat wohl auch meist an St. Matthias (24.) seine größte Stärke überschritten, denn im Hildesheimer Sprengel glauben die Leute bestimmt: „Der Februar baut manche Brück, doch Mattheis bricht ihnen das Genick", oder wie man im Badischen des öfteren hört: „St. Matthias Hab ich lieb, denn er gibt dem Baum den Trieb". Dieses Sprichwort bat auch nicht gar so unrecht, denn Ende Februar ist in milden Jahren in der Natur lchon ganz,gut ein Fovtsch reiten in der Vegetation zu beme rken. Die IKüospen an den Bäumen schwellen zwar langsam, wrer doch merklich. Dev Landmann legt die letzte Hand an die Instandsetzung seiner Werkzeuge und Geräte, denn bald geht die Arbeit wieder los und jede Stunhe ist im Mürz und allen anderen folgenden Monaten wertvoll. Hoffen wir, daß sich auch dieses Jahr der Februar mtt seiner Kälte nicht allzu hart anlM und sich au das Sprichwort der Altmark Wt, das ihn ausspottet mit den Worten: „Der Feber, der faule Wicht, erreicht den Bruder Jänner Nicht." * * * Auszeichnungen. Landsturm -- Gefreiter Heinrich Feußer bei einer Bewachungs-Kompagnie im Westen, erhielt die Krtegsverdienst-Medaille am Kriegsbande. - Ersatz-Reservist Wilhelm Schweitzer. zurzeit verwundet in einem Feldlazarett in Rumänien, wurde mit deni Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Den beiden Lcmdräteu Dr. Daniels-Biedenkopf und Dr. Sartorius-Wetzlar wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß- schwarzen Bande verliehen. - Der Freiwillige Heinrich Burk aus Gießen hat, nachdem er vor zirka 6 Wochen zum Gefreiten befördert worden ist, jetzt am 27. Januar das Eiserne Kreuz erhalten. •* Das KriegS-Ehrenzeichen wurde außer den gestern genannten Mitgliedern der Freiwilligen Sanitätskolonne Gießen Herrn Sauer verliehen. ** Die Anmeldungen neuer Fernsprechan- »chlüsfe, welche gelegentlich des planmäßigen Ausbaues der Fernsprechanlagen im kommenden Frühjahr und Sommer herge- stellt werden sollen, müssen — abgesehen von den Orten, in denen keme Unterbrechung der Fernsprechbauarbeiten einttitt — spätestens! ms zum 1. März bei den zuständigen Postanstalten vorliegen. V er- W Sj” 9 r m - c * bete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung eines Bautrupps usw.) hergestellt werden können^ werden rn dem kommenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller als Entschädigung für die Mehrkosten einen Baukostenzuschuß von 15 MH entrichten, oder, falls die Mehrkosten den Betrag von JO Mk. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostestbettag erstatten. i ö i c Zuckermarken 9t r. 6 und 7 können vom Februar 1917 je 250 Gramm Zucker bezogen werden. Nach Ablauf des 28. Februar 1917 verlieren ste ihre Gültigkeit, ^lehe^ Bekanntmachung. 10 ‘ ? " ? 6 a b e von Süßstoff (Saccharins In der 15. Februar dss. Js. wird gegen den Lieferunqs- Sußsioffkarten „H- (blau) und „G“ (gelb) von den ^^Abgabestellett Süßstoff abgegeben. Siehe Bekanntmachung. K Ue * cr r beschlagnahme und Bestandserhe- ^ung von rohen Seiden und Seidenabsällen allev icrn/i Ä' Januar 1917 eine Bekanntmachung Nr. W. IV. iw, 1 ' m Kraft getreten, durch die sämtliche vorhan- venen^ anfallenden und noch weiter eiugeführten rohen Seiden und Lecdenabsalle aller Arten beschlagnahmt werden. Die Be- süMguahme erfaßt die Seiden, vorr denen eine größere Anzahl bezeichnet werden, auch in gerissenem und effilockffertem Zu- itanoe, sowie gemischt mit Baumwolle, Wolle und Kunstseide oder rrgendwelch-en anderen Spinnstoffen und die aus ihnen oder ihren l'LriMlngen hergestellten Züge, sowie die beim Spinmm, Zwirnen und Weben anfallenden Abgänge. Trotz der Beschlag na lim e ist die Veraußerimg und Lieferung der beschlagnahmten Gegenstände an dre Kriegswollbedarfs-Miengesellsck/aft, Berlin SW. 48, Verlängerte Hedcmannstraße 1—6, erlaubt. Ebenso blerbt die Verarbeitung der (begeustäude gestattet, sofern es sich um die Er- •uuung 00 *1 Aufträgen bestimmter Stellen handelt, die in der Bekanntmachung näher bezeichnet such, oder die Verarbeitung mit Zusttmmung der Kliegs-Rdl-stosf-Abteilung des Kriegsamts des König!. Preuß. Kriegsministeriums erfolgt. Die von der Bekanntmachung betroffenen Gegenstände unterliegen auch, sofern die Gesamtmenge bei einer Person mindestens 20 Kilogramm bettägt, einer m o n a t l i ch e n M c l d e p fl i ch t an das Webswffmeldeamt der^ Kriegs-Rohstosf-Mteiluug. Die erste Meldung hat für den Behänd vom 1. 2. bis zum 10. 2. aus den vorgeschriebenen Meldescheinen zu erfolgen. Außerdem ist auch die Führung eines Lager- b n ch e s, aus dem jede Aeuderung in den Vorratsmcngen und ihre Verwendung ersichtlich sein muß, angeordnet worden. Gleichzeitig fft eme Betanntmachung Nr. V. IV. ,'160/1. >17. K. R. A. bttreffend Höchstpreise für rohe Seiden und Seidenabfälle aller Art in Kraft getreten, durch die Höchstpreise seftgesetzt werden, deren Höhe sich im einzelnen aus der der Bekanntmachung beigefügten Preisliste für die verschiedenen Sorten der Seiden und Seidenabfälle ergibt. Der Wortlaut beider Bekanntmachungen, die verschiedene Eiirz-elbestirumungen, insbesondere auch über Aus- u ah inen enthalteri, ist in unserer heutigen Nummer veröffentlicht und auch am Bürgermeistereigebäude einzuse'heil. **Ueber Beschlagnahme vonNatrou- (Sulfat-) Zellstoff,Spill np apierundPapiergarn ist am 1. Februar 1917 eine Bekanntmachung Nr. W. III. 4000/12. 16. K. N. A. erschienen, durch' die aller Natron- (Sulfat-) Zellstoff, alles unter Mitverwendung von Natton- (Sulfat-) Zellstoff hergestellte Spinn- papier, sowie alle Papiergarne, welche aus dem vorbez eichstetest Spinnpapier allckn oder mrter Mitverwendnug von Faserstoffen hergestellt werden, beschlagnahmt werden. Ausgeiwmmen bleiben nur die Garne, die aus Papier und Bastfasern bestehen. Diese Öwrne unterliegen den Bestimmungen der Bekanntmachung Nr. W. III. 3000/9.16. K. R. A. vom 10. November 1916. Trotz der Beschlagnahme bleibt die Lieferung von Natton- (Sulfat-) Zellstoff, von Spinnpapier und von Papierflachgarn zur Herstellung von Papierrundgarn gestattet, während die Lieferring von Papierrundgarn nur unter besttmmten Einschränkungen und Bedingungen zulässig ist. Ebenso bleibt ttotz der Beschlagnahme die Verarbeitung von Spinn- papier zu Papierslachgarn und zu Papierrundgarii, sowie die Verarbeitung und Verwendung von Papierrundgarn allgemein und die Verarbeitung von Papicrflachgarn zu Papierrundaarn erlaubt, während die Verarbeitung von Natton- (Sulfat-) Zellstoff an bestimmte Bedingungen, insbesondere an eine bestimmte Mischung mit Sulfit- Zellstoff geknüpft ist. Der Wortlaut der Bekanntmachung, deren einzelne Bestimmungeir für die beteiligten Kreise von Wichtigkeit sind, ist in unserer heuttgen Nummer veröffentlicht und auch am Bürgermeistereigebäude einzusehen. Landkreis Gießen. X X Lollar, 1. Febr. Offizier-Stellvertreter «taä. theol. Daab wurde zum Leutnant im Feld-Artillerie-Regt. Nr. 205 befördert. Wa. Oden Hausen (Rabeirau), 31. Jan. Unser Beigeordneter Karl Werner, der als Sanitätsfeldwebel seit Beginn des Krieges im Westen in einem Feldlazarett wirkt, erhielt am .Kaisers- ge'bnrtstag das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Das goldene Verdieust- kreuz erhielt er im Vorjahre. Der Unteroffizier Otto Konradj erhielt die Hessische TapferkeitsmedaiUe, er ist ebenfalls seit Beginn der Krieges im Westen und Osten tättg, gegenwärtig steht er in einer Musketenabteilung im Westen. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. erwarb er sich in Rußland. Kreis Alsfeld. up. A u s d e m O h m t a l, 31. Jan. In den Ortschaften Ruppertenrod, Ober-Ohmen, Unter-Seibertenrod und Groß-Eichen hielt gegenwärttg der Missionar Stahl aus Kamerun Missionsvorträge, die um so größerem Interesse begegneten, als die Anwesenheit des Missionars rn Kamerun gerade zur Zeit war, als der Weltkrieg ausbrach. Trotz der zurzeit herrschenden Kälte waren die Missions- vortvägc gut besucht urrd brachten gute Kollekten ein. up Ruppertenrod, 31. Jan. Der älteste Einwohner unserer Gemeinde, der Landwirt Heinrich Diehl, wurde vorgestern zu Grabe getragen. Er hatte das 86. Lebensjahr überschritten und war bis in sein hohes Alter hinein rüstig geblieben. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 31. Jan. Ter Veteranen-und Militär- Verein hielt gestern seine Generalversammlung ab. Nach einem Kafferhoch erstattete der Vorsitzende den Vereinsbericht über das adgetaufene Jahr. Es ist daraus zu bemerken, daß über 100 Mitglieder unter den Fahnen stehen, von denen etwa 40 .Krieqsaus-' zeichnungen erhalten haben. Rund 1000 Mk. wurden für die Kriegsfürsorge aufgewandt, namentlich zur Unterstützung bedürftiger Familien der im Felde stehenden oder gefallenen Kameraden. Ueber 300 Liebesgabenpaketchen wurden den Vereinsmitgliedern ins Feld geschickt. — Zum Schluß wurde der alte Vorstand wiedergewählt und Metzgermeister Karl Hoff mann zum Ersatzmann bestimmt. rr. Uellershaufen, 1. Febr. Reservist Lldam Jörg wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaitle ausgezeichnet. Kreis Schotten. np. Vom Vogelsberg, 31.Jan. Wenn in früheren Jahren ein so strenger Winter aufttat wtie eben, dann konnte map in allen Hofreiten auf den Miststäjtten eine große Schar mrserer Standvögel sehen. Jetzt, nachdem der Winter schon in deri i vierten Woche mit Eis und Schnee reichlich uns bedroht, siebt man in den Dorf- schaften kaum in einem ganzen Dorfe so viel Vögel als damals in einer Hvfteite. Die Abnahme unserer Standvögel führt der gegenwärtige Winter besonders vor die A,gungeu für d.e Acifnahme dieser Anleihe, die den Zwecken der Kriegshrlfskaffe dienen festzusetzen. — Kirchhain, 1. Febr. Im nahen Sindersfeld wurde der Bahubeamte Hühn am Dienstag vormittag beim Ablader- von Milchkannen von einer Lokomotive umgestoßen und aus der Stelle getütet._ Vermachtes. Das Erdbeben bei Laibach. L a i b a ch, 30. Jan. (WTB.) Das' gestrige Eiwbeben richtete in *Munkcudvrf an der Save großen Schaden an. Beinahe alle Häuser wurden beschädigt. Einzelne sind ganz emgestürzt. Die Bevölkerung verließ fluchtartig die Wohnstätten uub suchte in Holzhäusern und Stallungen Zicslucht. Zwei Bauernsöhne wurden von einstürzenden Mauern versMittet, aber durch sofort eingeleitete Bergungsarbeiterl gerettet. Bon militärischer Seite wurde Zette, Decken^ Feldküchen usw. nach Munkendorf abgesandt. Auch in Rann sind infolge des Erdbebens sämtlicki>e Häuser beschädigt, davon der Kirchturm und das Gebäude der Bezirkshauptmannschaft schwer. Die Bevölkerrmg ist znnr Teil in Zelten imd Baracken wtterge-, bracht. Dem Erd beben ist ein Menschenleben zilm Opfer gefallen. Aivchttche Nachrichten Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStag, den 3. Febr 1917: Vorabend: 5.15 Uhr. — Morg.: 9.00 Uhr. — AbdS: 5.35 und 6.10 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 3. Febr. 1917: Freitag abd. 4.55 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. — Nachm. 3.30 Uhr. — Sabbatausgaug 6.10 Uhr. — Wocheiigottesdienst: morg. 7.00 Uhr, abds. 5.00 Uhr. Letzte Nachrichle«. Blätterstimmen zum ungehemmten U-Bootkrieg. Berlin, 1. Februar. Zur dlufnahme des ungehemmten U- Boot-.Krieges heißt es im „L v kal - Anzeige r": Andere Nationen hätten, wenn sie eine so furckstbare Waffe besäßen, wie unsere U-Boote es sind, sich in ihrer Mivendung nicht beschränkeir lassen, mn allerwenigsten England, das sich den Teufel Uchert. um Menschlichkeit und Völkerrecht, sobald seine Interessen auf dem Spiele stehen. Deutsche Gewissenhaftigkeit und Langmut habeic, immer wieder gezaudert. Jetzt aber heißt es: U-Boote heraus ? Und jetzt werden icnsere Feinde den U-Boot-Schrecken erst gründlich) kennen fernen. Was jetzt von unserer U-Boot-Flotte verlangt nnrd, geht iveit über den Rahmen des schorc Geleisteten hinaus. 9'Uemand aber zweisett loohl dararr in Deutschland und bei unseren Verbündeten, daß ihnen hier nicht zuviel zugemutet wird. Sie Werdau. es schaffen? In unerschütterlicher Entschlossenheit ist das derttsche Volk bereft, sich seiner Hmrt bis zum Aeußersten zu wehren. Wir alle wissen, bc() wir schicksalsschweren Tagen entgegensehen. Sie. werden kein kleines Geschlecht vorsinden. Die „K r e u z z t i t u n o" sagt: Mit dem heutigen Tage zieht die deuffche Regierung die letzte Folgerung ans der schnöden Zurückweisung unseres Friedensangebotes, und dieser Entschluß wird in den allerweitesten Kreisen des deutschen Volkes mit einem Ge- , fühl ausatmender Erlösung und mit rückhaltloser entschlossener Zustimnnlng ausgenommen werden. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Dieser Weg ist nötig, um den Krieg zu einem vollen Erfolg zu ftrhren, und darum muffen wir ihn beschreiten, komme, was da wolle. Das deutsche Volk dankt dem Deutschen Kaiser und der Obersten Heeresleitung für den Entschluß, der ein imbeugsanrer ist, und dessen! Durchführung durch nichts beirrt werden kann. Tie „V o l k s z e i t u n g" schreibt: Es Muß sein? Ter .Krieg tritt in ein neues Stadium. Wir lioffen, daß es das entscheidende sein wird. Air wollen den Frieden! Will der Feind keinen! Frieden auf dem Boden der ehrlichen Verständigung, so müssen wir unter vollem Einsatz unserer Waffen den Frieden erz-viirgen. Die „Tägliche Rundschau" spricht von einem folgenschweren Schritt, der beschlossen wurde. Wir ivissen nicht, wie die Neutralen, insbesondere Amerika, ihn aufnehmen. Ader falle chre Stellungnahme wie immer aus. Es gibt kein Zurück mehr. Wtt haben lange genug mit gebundenen Armen gefachten. Nuunrehr, da uns der Gegner ans Leben geht, lvollen wir unsere beiden Armie und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel gebrauchen. Die „Post/' meint: Wir müssen uns vor leichtferttger Urtter- schätzung der gegnerischen Kräfte so gut sichern, wie vor der Ver- kenmmg der Sttmmungselernenle, die in Amerika gegen uns wirksam sind. Aber wir wissen auch, daß dem, der lauge genu^ erwogen hat, das Wagen allein taugen kann. Deutschland steht nun, Herz und Geist erhoben, einig und entschlossen hinter den Männern, die in angestrengter, opferreicher und entsagimgsvoller Arbeit die Helden des Endkam p s e s gegen England werden. Es vertraut, daß aus diesem stillen Heldentum endlich doch noch das deutsche Ziel erreicht wird: Der Sieg über alle unsere Feinde urrd Neider. In der „Bossischen Zeitung^ wird ausg-efühtt: Me auch immer die Folgen sein mögen, wir müssen sie ttagen, wo es sich um den Kamps von Deutschlands Existenz imd um den Fortbestand der ihm durch Waffeubrüdn:schaft verbündeten Reiche handelt. Und dieses Wagen wird getragen sein von der einmütigen Entschlossenheit des derttschen Volkes. Mes, was uns bisher irr dieser Frage ttennte, ist fottgeblasen. Ter Schlag, der letzt von uns gegen England geführt tvird, trifft, so hoffen wir, das JNsel- volk tödlich. Der Schritt, den Deutschland jetzt tut, beioeist aller Welt, daß es den Sieg will, nicht um des Sieges willen, sonderst weck es erkannt hat, daß der Weg zum Weltfrieden nur über den deutschen Sieg ftchrt. Das „B e r l i n e r X a g e b l a 11" erklärt: Mit dem Reichskanzler, dem ram gerade seine bisherigen Gegner nicht mehr Schwäche vorwerfen können, ist die Oberste Heeresleitung einig in der Ansicht, der unbeschränkte U-Boot-.Krieg dürfe und müsse, unternommen werden. Er sei 'ein Mittel zum Siege. Wie im Sommer und im Herbst des vorigen Jahres die Meinung der Obersten Heeresleitung an sf-'- lag gebend sein mußte, so muß sie auch jetzt für alle, die bisher diesen oder jenen Standpunkt ver- ttaten, entscheidend fein. Nichts kann mehr ersehnt werden, als die Verwirklichung der Verheißung, daß England durch diese ^Lafse zum Frieden gebracht werden wird. Amerika und die U-Boote. Rotterdam, 31. Jan. Nach Meldungen aus englischer Quelle wird die amerikanische Regierung einen greifbaren Falt abwarten, bevor sie entscheidet, daß« .Handelsschiffe triegführender Nattonen berechtigt sind, ein deutsches U-Boot anzugreifen. Lansing in London? Zürich, 31. Jan. Aus einer Ententeqnelle wird lant, daß Lansing den Londoner Botschasterposten übernehnien wird. n , . , ^' icster n abend 9 Uhr verschied sanft nach langem schweren, mit großer SSÄ 0 S 1 l " r " n!g "" r Vl “ r ' Ludwig Volkmann III. im SO. Lebensjahre. Heuchelheim, den 31. Januar 1917. Gast- und Landwirt Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Volkmann, Metzgermeister, und Familie Friedrich Volkmann, z. Zt im Felde, und Familie Wilhelm Hofmann, z. Zt. in Garnison, und Familie Philipp Volkmann, z. Zt. in Garnison, und Familie. 940 Die Beerdigung findet am Freitag, den 2. Februar 1917, mittags IV Uhr vom Sterbehaus, Brauhausstraße 21, aus statt. Gott hat es gefallen, unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Elisabeths Feisei nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im Alter von 24 Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Feisel Familie Carl Glaum Klein-Linden, 30. Januar 1917. 00611 Die Beerdigung findet Freitag, den 2. Februar, nachmittags 2 ! / 4 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Todes-Auzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere liebe, ante Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Lepper geb. Hosmann heute vormittag 10'/, Uhr nach langem Leiden im Alter von 70 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Lepper int* Kinder. Wieseck, den 31. Januar 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 2. bruar. nachmittags 2 Uhr statt. b'i' 949 Danksagung. Für die uns bewiesene herzliche Teilnahme sagen wir innigen Dank. 936 Im Namen der Hinterbliebenen: Elise Schindler. Gießen (Ludwigstr. 26), den 31. Jan. 1917. A.li.SS-ZSb.'UlS OdSSSSrr,. I. Seminare für Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten und der Hauswirtschaft. Die staatliche Abschlußprüfung berechtigt zur Anstellung in Hessen u. in Preußen. Beginn des neuen Schuliahres am 16. April. Aufnahme- beim Schulvorstand einzureichen. II. HauSbaltungSichule. Beginn de« halbjährigen "Aunmerknrses am 12. Mürz, Anmeldungen bis 3. März. * 31 - Koch-, Werkzeug-, HandarbeitS-, Schneider und Bugelkuric. Beginn von Vicrteliahrskursen am 12. März und am 31 Mar. Anmeldungen spätestens am 10. März und am 29. Mm ^-teinstraffe 10. 9261) Pennonat n'ir auswärtige Schülerinnen. Prospekte gratis Mein Ucbes mutterlein. Zeitgemäßes Lied von Große. Text und Melodie ergreifend R? d S* T,er l Mk., Fantasie 150 Mk., ZitherSOPkErnslCkalUer.ainsik.-Hdlg.,Gießen, NenenvegS. Jagd - Verpachtung. Donnerstag, den 8. Februar Ifd. Js. nachm. 2 Uhr sollen in dem hiesigen Rathaus die Jagdbezirke I und II zusammen, bestehend aus Wald- und Feld- iagd, einschlieblich des in der Gemarkung Stockhausen gelegenen Domanial-Walddistrikt Hölzchen, zusammen 430,51 Hektar, auf 6 Jahre verpachtet werden. 944O Grünberg (Hessen), den 31. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Raust. Holzverkaus ttt der fürstlichen Oberförsterei Lich. > - Dre. pbersörsterei ste llt aus den Distrikten Fuchsstrauch und -voler t^olnhauserseite, zum Berkanf: 11 Fichten ‘7r2'& e fi )ltn h<&cS ie l ex dabei). 236 FichtenDerb ftnnnen = 6,^4 Film., 4482 Frchten-Reisstangen = 11,16 Fstm. Bohnenstangen und 191 Rm. Fichtenstangen in Schichthauien, welche,e ca. 140 bis IW Stück von ca. 5 cm Zurchm. enthalten. Nummerlisten stehen aus Wunsch zur Beringung. Das Angebot gilt freibleibend. 9426 Bekanntmachung. Auf die Zuckermarken Nr. 6 und 7 können vom 1. 2H ' 19 /l i e ffijP':-Surfer bezogen werder?^ ® c6l,wr 1917 0CrIi ' ten biefc Gießen, best ^ Januar 1917. rb Der Oberbürgermeister: Keller 9386 Ziegenzucht-Verein Gießen. Generalversammlung Samstag, den 3. Februar abends 8 Uhr in der Stadt Kassel. 812 Tages-Ordnung: Rechnungsablage. Berichterstattung. Zusatz der Satzungen. Vorftandswahl. Bersichernngsprämien. Verschiedenes. Ilm zahlreiches Erscheinen wirb gebeten. Der Borstand. Akademischer Gesangverein Wiederbeginn der Proben (Kantaten von Reger) gemeinsam mit dem Fvang. Kirchengresangvereln Montag, den 5 . Februar abends 8 Uhr anstattim bisherig.Ubungslokal in der kleinen Aula (Eingang Ludwigstraße) * Der Vorstand. Bekanntmachung I" unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Ernst Niemann, Gießen ein- Zetragen: Der Ernst Niemann Ehefrau, Käthe geb. Kirch in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 26. Januar 1917. 922B _ Gwßherz o glrches Amtsgericht. Ja gd - Verpachtung. Samstag, den 10. Februar, nachmittags 2 Uhr, wird aus bem hiesigen Gemeindehaus die Jagd der Gemarkung Eberstadt (538 Hektar Feld) «ch 6 Jahre verpachtet. Die Bedingungen werden im der Verpachtung bekannt gegeben. Eberstadt (Kreis Gießen), den 31. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Eberstadt. Görlach. 933 Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom 1-15. Februar 1917 wird gegen den ^.seruugsab,chn1tt4 der Süßstoffkarten,.8" (bläu) und ,,G (gelb) von den Sußstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. S!ri eIon0t cm Brieschen bezw. «ine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 15. Februar verliert der Abschnitt 4 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufenc Snystoffmengen dürfen von den Abgabe stellen frei verkauft werden. * w besten, den 31. Januar 1917. [9398 Der Oberbürgermeister: Keller. Gebe. Waag 8sIt6s-3WSg 58. 5sIt6I8V,6g 58. I 6 Zimmer | Süd Anlage ÄÄ Parterre 8-Zimmer-Wohnung mit Zubehör, elcktr. Lrcht, Gas. Gartenanteil. Bleichplatz ver 1. Avril zu verm Carl Krailirra. <688 kosldeslrsße IS p., schöne SLiw.-Wobn. m. Bad, GaS u. Elektr., zum 1. April zu ver mieten. Näheres Oeor« Becker. Goetbestr. 21. (923 ( 3 Zimmer Krofdorfer Straße 37 Siflönc 3-Zim.-W«h>lMg mit Zubehör und Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Näheres bet Wilhelm Flank, Mühl straffe 3. [20 ^I3-Zimmerwovu. zu ver m ieten. Marburgcr Str.66 . Sch., Srdl. 3-Zimmer-Woüny. mit Zubehör zu verni. 1»^" LSerstr. l. Ecke Nord-Anl. p. I Verschiedene Part. Wohnung 6 auch 7 Zimmer mit allem Zubehör ver 1. April oder Mai zu vermieten. Zu erfr. Moltkettr. 20, Mans. 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[946 Ein ordentlicher [951 Junge der das Schmtedehand- werk erlernen will, sucht Martin Obl. Schmiedemeister, Bad Naubeim. Braver netter Junge als Kellnerlehrling gesucht. oce»l Hotel Prins Carl, Gießen SlrhPlfmn 1 einfache Näh- ZUUtllUl.i arbeilcngesucht 00,18 Schwan, MäuSburg 16. Ordentliches ' Mädchen oder junge Frau s. Hausarbeit, sofort gesucht. ReEormhans, Krcuzplntzb. Zg., MstMi>igtsMSl>Lt>l zur Hilfe im Geschäft lagöüb. ges.Srnmm, Marktpl. 18. [“ Brav. f!. Zimmermädchen esucht. Hotel Prinz Earl, ieffcn. [006Ä oe G Tüchtiges Mädchen sofort oder später > gesucht. Frau von Düring, Wetz- larer Weg 17. [00619 Energische Dame erteilt [931 griindl.Klavierunterriclif Näh, in der Geschst. des G. A. Bollst. Bett geg.monatl. Ber- gütnng z. leib. evtl. z. kauf. ges. Zu erfr. im Gieß. Anz. [00627» Eiermaiin’s tSaekpulver von höchster Triebkraft 1000 fach bestens bewährt Aus 1. März ein (934 tücht. Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Zu sprcckcn6—8 Uhr. .1. Adaiul, Süd Anlage 19. 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