Nr. 5 Zweites Blatt Erscheint tS-llch mit Ausnahme des Sonntags J67. Jahrgang Beilagen: „Gietzener ZamUiendlätter" und „Uretrblatt für den Ureis Gießen". Postscheckkonto: Frankfurt am Main Nr. u*86. Vankverkehr. Gewerbebank Gießen. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejsen Zainslag, 6. Januar Zwillingsrund druck und Verlag: B r ü hl'fcheUniversüäts-Buch-u.Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Zchristleitvng. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstraße?. Geschästs>teUe u. Verlag: e^6l, Schriftleitungr 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGießen. Der neue Sasonow. Sir George William Buchanan hilft wieder ttnntal gut gearbeitet. Der Herr in London uttrd seinen Diener in Petersburg loben. Es ist dem britischen Botschafter ant russischen Hose gelungen, den E: minister Sergej d. Sasonow in den Kabinettsrat für auswärtige Angelegenheiten m bugsieren und ihn zum Ehrenvorsitze:lden der russisch-englische:: Handelskammer zu machen. Es muß bei den vielen Feinden, die Sasonow im heutigen Rußland 7mt, ein schweres Stück gelvesen sein. Fünf Wockien lang hat der tzähe Buck-anon an dieser Nuß geknackt. Sofort nach dem Rücktritt Stürmers, Ende November des verflossenen Jahres, gab der englische Botschafter dem still auf seinem Garte Kislowodsk lauernden Sasonow den erster: Wink. Da mit Stürmer ein persönlicher Feind und politischer Gegner Sasonows gestürzt war, stiegen auch wirklich die Aussichten. Sasonow siedelte also wieder nach Petersburg über, um sofort an Ort und Stelle zu sein, wenn man ihn wünsche, und Buchanan belagerte das Empfangszimmer Tre- vowtz, bis dieser weich wurde und dem Zaren die Zuziehung Sa- ionows riet. Nun hat Buchanan wieder seinen englische:: Stein im russischen Brett. Er und Sasonow verstehen sich ja, als roären sie wie zwei Gentryleute zusammen in Oxford oder Cam- brü>ge fußballspielend ausgewachsen, Sasonow ist schon 1890 in die englische Lehre gegangen. Er war damals vier Jahre lang Botschaftssekretär und schloß, sich durchaus den politischen An- ickanmryen des damaligen russischen Botschafters in London, von Staat, an, der eiftig, wenn auck.j noch vergeblich, für eine Annäherung Englands an Rußland tättg war. 1904 kam Sasonow wieder nach London, als Botschaftsrat, und arbeitete hervorragend an der Schaffung der btttisch-tusfischen Verständigung über Persien und Afghanistan. An diese Vergangenheit Sasonow^ muß gerade hatte erinnert werden, um den Schachzarg Buchanans in seiner ganze:: Schlauheit durchschauen zu lassen. Denn welche Aufgabe bat der „neue" Sasonow? Er soll alle Keime deutsch-russischer Verständigung, soweit sie trotz der offiziellen Kriegsmache doch im Verborgenen weiter wachsen, ausrotten. Er soll auf russisch erklären, warum England den Krieg „bis zuM Endsiege" wünscht. Er soll der Dardanellenfrage eine Färbung geben, die dem eng-, englischen Auge nicht weh tut. Er soll endlich — als Ehren Präsident der russisch-englischen Handelskammer — dem Handelskriege der Entente gegen Deutschland auf die Berne helfen nnh die Hemmungen und Ein wände, die sich da auf russischer Seite eingestellt haben oder noch ttnstelltti werden, beseitigen. Man hat ja auf den Pariser Wirtschaftskonferenzen gesehen, toelche Wider sorüche hier zwischen den lieben Alliierten klaffe::. Der neue Handelsseldzug, für den auch Rußland inobil gemacht werden soll, geht natürlich von den finanziellen und >oirtschaftlichen Fachblättern Englands aus. Eine ganze Anzahl neuer Vereine, offene ürrtb gemeinte, sind zu diesem Zweck gegründet worden. 9hus der 'Menge nennen wir u. a.: „The britisch empire industrial league", mit dem Herzog von Sutherland als Präsidenten. Das Ziel dieses Vereins ist es, für England den Platz zu erobern, den Deutschland bisher in Rußlands Handel und Industrie eingenommen hat. Frankreich ist nicht minder energisch zu Werke gegangen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Bestrebungen, die von französischer Seite gemacht wurden, um das riesenhafte russische Reich mit seinen ungeheuren Reickftünrern und Möglichkeiten in eine engere Handelsverbinduivg mit Westrenpa und ganz besonders mit Rußlands politischen BundesgXuoffen zu bringen. Rußland soll aus ban kommerziellen tu dem e* bisher zu Dattschland gestanden hat, befreit werden. Alle diese Fäden, die jetzt schon für die Zeit nach dem Kriege gesponnen werden, soll Sasonow, der Englandknecht, ve rstärken und zu einem unzerreißbaren Gewebe ansgestalten. Ganz abgesehen von der papiernen Schwäche dieser Plane, die der Sturm- wind des Friedens und der zukünftigen wirtschaftlichen Bedürfnisse hcnwcgfegen wird, scheint es kaum, daß Sasonow der heiklen Aufgabe gewachsen ist. Dem: einmal versteht dieser gerissene Sarmate aus dem Gouvernement Rjafan zwar recht viel von den reckt dchlomatischen Kniffen und Pfiffen, aber er kennt sich in schwierigen Handels- und Wirtschaftsfragen doch herzlich wenig aus. Sem Ge hin: ist auf diesem Gebiet nicht mit dem nötigen umfassenden Wissen ausgestattet. Er ist da für uns toirklich ungefährlich. Zweitens ist Sasonow ein kranker, schwer leidender Mann gewvr- leidet neuerdings, wie uns ein neutraler Berichterstatter brieflich versichert, an bedenklichen Seh- w:d Sprachstör:mgen, und sein geistiger Zustand wird auch von Freunden als nicht völlig klar bezeichnet. Der neue Sasonow ist nicht mehr der frühere. Bncha- nan hat fick) vielleicht diesmal doch verrechnet. Aur Stadt «nd Land. Gießen, 6. Januar 1917 *• Personalnachrichten derOber-Postdirektion inDarmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Kreuz I. Klasse den: Postassistenten Leutnant d. R. Stolz in Bad-Nau- he:m, das Eiserne Kreuz 2. Klaffe den Feldpostsekretären Kramer orcx n * imb Petri in Darmstadt, sowie dem Postassistenten ^ Eiertreter Geb Harb in Friedberg (Hessen): das Hessische Kriegs-Ehrenzeichen dem Feldpostsekretär Jager m Darm- stadt und dem Oberpollassistenten Walker in Friedberg (peffen): der Rang der Räte 4. Klaffe dem Postdirektor Sn eil in Gießen und dem Telegraphendirektor H a b e r m e h l in Mainz; der Charakter als „Rechnungsrat" dem Ober°Telegraphensekretär W i ß- mann in Darmstadt; der Charakter als „Postsekretär« den Ober- Postassistenten Langsdorf in Bad-Nauheim und Schmitt in Wörrstadt, sowie dem Postverwalter Becker in König (Odw.); der ."^Ober-Telegraphenassistent^dein Telegraphenassistenten Ehmig in Mainz. Aus Anlaß des Scheidens ans dem Dienste: der Charakter als Geh. Postrat dem Posldirektor Schäfer in G i e ß e n das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für lang fahrige treue Dienste" dem Ober-Briefträger Jakob Schneide (Hessen); dasselbe Ehrenzeichen mit der Inschrift »ttur Irene Dienste" dem Postschaffner Wagner in Neckar-Stetnach. T Übertragen wurde dem Postsekretär H a y aus Osthofen "ne Postmeisterstelle in Bous (Saar), dem Postsekretär Seip aus Michelstadt eine Postsekretärstelle in Osthofen. - Etatsmäßig ? " g e stellt wurde der Postassistent W e l ß b a ch aus St. Goar in Worms. Angenommen wurde als Telegraphengehilsin «ath. Hübner in Bad-Nauheim. — Freiwillig aus geschieden ist die Telegraphengehilsin Ober in Mainz. ** Auszeichnung. Wehrmann Hugo Möhl, welcher seit Kriegsausbruch :m Felde steht, hat am 1. Januar die Hessische Kriegsverd:ensttnedattle erhallen. ** Ackerbvynen und Pelusch ken. Seit dem 14. Dezember fallen Ackerbohnen und Peluschken unter die Hül- lensruchtverordnung. Sie sind, wie alte anderen Hülsensrüchte, beschlagnahmt und der Reichshülsenfruchtstelle anzumeloen. Der Ankaut wurde von der Reichshülsensrucktstelle der Bezugs Ber einigung der deutschen Landwirte G. m. b H Berlin, übertragen. Es wird wiederholt darauf hingewiesen. daß Itckerbohnen und Peluschken danach nur an die Bezugsoereinigung der deutsch)«: Landwirte, G. m. b. H., Berlin, abgesetzt werden dürfen. Jeder anderweite Verkauf, auch an Kommimalverbände, Truppenteile und dergleichen ist verboten. Auch als „Saatgut" dürfen Ackerbohnen und Peluschken nicht gehandelt üvecoen. Die nähere Regelung des Verkehrs mll Saatgut durch eine besondere, vom Reichskanzler zu erlassende Verordnung steht bevor. Trotz des hiernach bestehenden Absatzverbots werden noch ulmner Ackerbohnen und Peluschken im freien Verkehr gehandelt. Jeder bekannt werdende -Verstoß wird nunmehr ohne weiteres der Staatsan lvcck tscha ft an ge zeigt. Es wird deshalb nochmals vor der Außerachtlassung der bestehenden Vorschriften gewarnt Landkreis Gießen. r 0- Jan. Für ihre rege Tätigkeit der der hieirgen Jugendwehr erhielten folgende Führer vom Groß- sherzog das Kriegsehrenzeichen: Lehrer Friedrich Römer, Mä- gazmarbeiter Ludwig Schäfer, Dahnschafftrer Wilhelm Seth, Bahnschaffner .yemrich Größer. Bahnschaffner Ludwig Weber und Unlevassistent Heinrich Keßler. ** Kl ein-Lind en , 6. Jan. Das Fest der Goldenen Hochzeit sererte heute der Rentner, frühere Schneidermeister Heinrich Adolph nebst Ehefrau. ** Lich, 5. Jan. Leopold N athes, der seit 15 Monaten in Gakrien kämpft, wurde wegen tapferW Verhaltens vor dem Feinde daS E iserne Kreuz verliehe». Zu Neujahr wurde er zum Gcsvette« aesorvert. > ^ **.? **>3**' b. Jan. Ter sert iDrie-gsboginn inr Felde ürhende Reservist Karl Brück erhielt für sein tapferes Äeryallen bei Verdun das Eiserne Kreuz 2. Masse. nt. Echzell, 5. Jon. Vizeseldwebel Philipp Wolf erhielt das Eiserne Krenz 2. Kl. Tie Hessische TapferkeitsmedaiNL: Gefreiter der Landwehr .Konrad Hof mann, 2. Kvmp. Res.-Jnf- Regt. 88, Gefreiter Hermann Noll, bei einer Artillerie-Munitton s-Kolonne, Pionier Wilhelm Nagel, 306. Pionier-Komp O Wenings, 6. Jan. Nachden: Pfarrer Kumpf, der 19 Jahre lang in großem Segen gewirkt hatte, unsere 6>nneinde a :: oy» f litt v» r* di ri»« /w CTO • wf..— d B.. .13 rt f '. V I - § Herchenhain Kreis Schotten. 6. Jan. Gefreiter Emil Jost, in der verlassen hat und nach seinem neuen Wirkungskreis in Götzenhain übergesiedelt fft, .wurde Pf arrv e rw aller Schmidt ans Beilstesil in Wrrttemberg mit der Verwaltung der hiesigen Pfarrstelle beauf- ttagt. Zugleich wurde ihm die Versetzung des Dienstes in der zurzeit erledigten Pfarrsbelle Hitzkirchen übertragen. Pfarrverwal- ter Schmidt war bereits 3 Jahre lang als Auslandspfarrer in Australien tättg und stand bisher im Felde auf dem weltlichen Kriegsschauplatz: infolge einer Erkrankung, die er sich im Felde zuzog, wurdo er beurlaubt :rnd konnte sich dem hermatlichen Krrcheu- dienfte wieder widmen. Kreis Alsfeld. ga. Atzenhain, 5. Jan. Dem Gefreiten Karl Lenz, 61. Feld.-Art.-Regt. 6. Ballette 18. A.-K., Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse, wuive ffrr besondere Tapferkeit die Hessische Tapferkeitsmedaiile verliehen. 10. Kompagnie Jnfantette-Regiment Nr. 172 wird seit dem 15. Dezember 1916 vermißt-- Vermutlich! ist er in ftcrnrzöfische Gefangenschaft geraten. Vier weit me Brüder von tfjm stehen ebenfalls im Felde. — Unteroffizier Ernst Appel, btt einem Armee- Flug-Park im Osten, erhielt auf Wtthnachten das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Starkenburg und Rheinhessen. V o n d er Bergstraße, 5. Jan. In Laukershausen verübte der 16 jähttge Arbtttsbuttche Ludwig Gr äs mit ttner Vogel- ftinte allerltt Unfug, indem er auf bttreundete Burschen und Mädp> chen zittte. Plötzlich ging ein Schuß los, dessen Ladung dem 16jäh- rrgen Lehrling Denn er in die Augen ging, so daß deren Sehkraft verloren ging. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 4. Jan. Tie Städtverordnetenver- lammlung nahm heute abend ttnen Antrag Hene aus Einftrhrung eines Einheitspreises für das Kubikmeter Leuchte und Heizgas von 14 Pfg. an. In der darüber gepflogenenl langen Teballe teilte der Oberbürgermttster mit, daß das Gaswerk im letzten Jahre infolge der hohen Löhne und Kohlenpreise eine Mrnderttnnahme bezw. ttnen Fehlbttrag von 650 000 Mk. gehabt habe, der durch die Einführung höherer Gasprttse sich allerdings auf 100 000 Mk. ermäßigte. — Der bisherige Vorstand der Stadt- verordnttensitznng wurde einstimmig wiedergewählt, ebenfalls die Ausschüsse. Ter Vettammlung gehören jetzt 71 Stadtverordnete an: 32 Fortschrittler, 13 Nattvnakliberale, 23 Sozialdemokraten und 3 Zentrumsleute. = K ö n i g st e i n , 4. Jan. Seit dem 1. Januar sind auf der König stein-höchster Kleinbahn ettnge merkwürdige Verkehrsknriosa eingeführt. Eine Monatskarte zweiter Klasse von Hdchft nach Königstein kostet 16 Mk., umgekehrt aber 19 Mk. Vyn Höchst nach Kelkheim kann man dritter Klasse für 30 Pfg. fahren, zurück aber muß man 35 Pfg. bezahlen. Die Arbeiterfahrkarten von Höchst nach Königstern haben die alten Sätze inne behalten, während sie für dil umgekehrte Fahrt erhöht sind. [] Kirchhain, 5. Jan. Hier ftnden im Jahre 1917 folgende Märkte stall: Kranrmarll 29. Dezember. — Viehmärllc: 16. und 30. Januar, 13. und 27. Jebruar 13. März, 24. Apttt> 8. und 22. Mai, 12. und 26. Juni, 10. Juli, 7. und 21. August, 4. und 20. September, 16. Oktober, 13. November, 11. Dezember. — Füllenmärkte: 27. Inn: und 8. August. — Limburg, 5. Jan. Zum Nachfolger des verstorbenen Domkapitulars Tripp wurde Pfarrer Dr. Wühelm Fischbach aus Stephanshausen durch Bischof Dr. Augusttnus in das Domkapitel berufen. Zuglttch wurde der neue Domkapitular zum Wirklichen Gttstlichen Rat und Mitglied des Ordinattats ernannt. Dr. Fischbach steht im 50. Lebensjahr und wurde in Albshausen bei Wetzlar geboren. 0 Marburg, 5. Jan. Für das Jahr 1917 wurden folgende Märkte fiir Marburg festgesetzt: Krammärkte: 2. Februar, 26. März, 1. Mai, 2. .Juli, 28. September^ 19. November, 31. Dezember; Schweinemärkte: 15. Februar, 19. April, 21. Juni, 12. Juli, 9. August, 11. Oktober, 22. November; Vieh- und Schweinemärtte: 22. Marz, 24. September; Pserdemattlle: 15. März, 11. September. Geeichtsferal. X Hanau, 3. Jan. Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich heute eine gefährliche Schwindlerin, die Schneiderin Elisabeth Janoschek aus Beutheu (Schlesien) zu verantworten. Umherreisend, mietete sie sich bei Kriegeriraueu ein und gab an, ihren im Lazarett des betreffenden Ortes verwundet liegenden Mann besuchen zu wollen. Auf diese Weise Vertralien erweckend, benutzte sie die erste sich ihr bietende Gelegenheit, um Diebstähle auszusühren. In Hanau, Fulda, Frankfurt a. M. und anderen Orten hat sie auf diese Art „gearbeitet". Unter Einbeziehung einer jetzt zu verbüßenden Gefängnisstrafe von 27 , Jahren erhielt sie heute von der Strafkammer Hanau 3'/, Jahre Gefängnis. rz. Leipzig, 4. Jan. Vom Reichsgericht freige- proch en wurde heute die Landwirtswittvc Lina Steins/die! vom Landgettcht G i e ß e n am 27. Oktober v. Js. wegen sabrlä n 'er Mgabe einer eidesstattlichen Vetticherung zu einem Tage (Gefängnis verurteilt worden war. Als ihr- Mmm gestorben war, ging sie auf das Amtsgettcht Gttnrberg und bat um Ausstellung eines Erb- chaftsscheines, um ttne Versicherungssumme von 1000 Mk. erheben zu können. Die Fragen ob sie die allttnige Ett»in stt, bejahte sie mit dem Beinerken, daß ihr ttnzigcs Kind, ihre Tochter, in: Jahre 1907 im Alter von 173/4 Jahren ohne Leibeserben gestorben stt Diese Erklärung gab sic an Eidesstatt ab. woraus sie den Schein' erhrelt. Nach etttm vier Wvchen erschien sie wieder vor den: Gettcht Gietzener Stadttheatev. Wüs ihr wollt. Lustspiel von William Shakespeare. Tie Mitteilungen des Thcaterbureaus ließen einige Bedenken der Direktion ettennen, den „Engländer" Shakespeare zu Worte kommen zu lassen. In London wird man heute nicht Goethes ^Fausr' und in Patts nicht Schillers ,Jungfrau" spielen lassen, aber soll uns das davon abhalten, einen der Gkößllan btt unis zu Gaste zu laden und feilten Worten zu lauschen? Wir müßten schlechte Barbaren fein, wären wir so engherzig, ttnen Dichter, der 'Fler ganzen GttsteK- und Gemütsart nach zu uns gehött, darum abzulehnen, weil er von Geburt ttn Engländer ist. Einen derartigen Chauoinismus überläßt jeder Deutsche gern sttnen Fttnden nno wir nehmen es freudig aus, wenn auch andere Werke L-Hake- ^hür gebracht werden, und selbst ttnen Moliß re wollen . . .^^^üßen, wenn er — so unwahrscheinlich ejs auch ist — sich :n dieser Spielzeit noch btt uns ttnstellen sollte. Der Barbar !vird ihnen die alte Gastfreundschaft nicht verleugnen und die Reife sttnes Urteils nicht durch sinnlose Uebertrttbungen des Hasses trüben lassen. Es hieße offene Türen ttnrennen, inese Selbstvetttandlich- " ct * c üJ U3c *i ^i^ auszuführen. konnte man Bedenken hegen, ob die Kräfte nnsever Bulmc einer Io großen Aufgabe gewackffen seien, wie sie Shakttpeare stellt, Mid diese Bedenken konnten sich lttckst ttnstellen, als man die 2llr- rundigung^ der Rolle>nbesetz:mg las. R?on hätte einiges anders «erwarten sollen und war daher mißtrauisch, aber der Verlauf des Abends erwies doch, daß Direktor Steingoetter als Spiel- ^**8 bei der Einstudierung ausgewendet hatte und van dadurch, was von vOrnherein nach einem Rttßgriff aussah, flch mnierher als ganz kluge Beoechnnng heransstcllte. Die Auf- filyrung als solche hat erstaunlichellvttse eine sehr beachtenswette, Leistung unserer Bühne gezeitigt, die zu sottteren großen Aufgaben :rm: ermutigen läßt. Das Zusanimenziehen der vettchiedenen Szenenbilder zu ttnem emsigen möglichst vielseitigcin Bühnenbildc (nur ein ttnzigesinal! wich inan von diesem ab) war recht geschickt und tat der Einbü- dimg«kraft keinen allzugroßen Zwang an. Nür sollte die Spiele ttnrung :rum den ähnlichen Ehrgeiz haben, die Tages- :md Nacht- ze:ien m erue emzrge kurze ^stiffpannc zusammenzuziehen Das wrrrt gesmutsamer, und dcurn rsi bei Shakespeare nicht zu ersehen, oav M dieser Szene Tjag, in jener Nacht ünd in der daransi-' folgenden Mondschein sein still. Abgesehen davon, sollen die Verdienste der Spi-ellttllcng nicht geschmÄett werden. Bon den Einzelleistungen war die Ballv Scheidlers (Viola) am überraschendsten. Sie war fest und sicher in ihrer männlichen! Verkleidung und bestach durch Gesvondthtt t, Fttsche und gefälliges Auftreten. Mattba Gersdorff Halle -die Gräsin Olivia vielleicht um einen Grad zu modern, zu wenig illyttsch aufgesaßt, war aber sonst ihrer Aufgabe völlig gewachsen. .Hermine Wossidlo (Maria) wußte sich temperamentvoll dem Duo Junker Dobias von Rülp und Junker Andreas von Mttchenwang amntfwffen, das von Wilhelm Hellmuth und Karl Steinmeyer dargestellt wurde. Tie beiden .Kumpane ivaren bttde glänzend, obglttch sich Junker Tobias mit seinem breitwuchtigen Huinor noch! bttonders auszeich- nete. Neben ihnen kam der Narr, Ernst Theiling, ttotz unver- keimbaver Anstrengung nicht ganz aus, wenn er auch diese Rolle besser ausftrllte, als man erwarten kkonnte. Eine Musterlttstun/ war dagegen der Malvvlio Max W e s ol o w s k i s , der wiederum in Stil und Spiel sein überragendes schauspielerisches Talent erwies — ttn Talent, mit dem, nebenbei bemerll, die Theaterltttung lange nicht genug wuchert. Um klttnere Rollen machten sich Oskar Feigel (Herzog Orsrno), Adolf Falken (Sebastian' Haus WerthMtann (Antonio) und Kutt Lerch (Faüio) verdient. zz. * — Wie die Amerikaner über englische „Hel- dentatertt' denken. ^Zu Idem Zerrbilde, das dcw englische Nachrichtendienst von der Kriegslage entwirft, gehören auch die zahlrttchen Geschickten von den imgel-euren Heldentaten der englischen Tomnries, die mir nichts dir nichts, womöglich unbeivaffnet, hunderte von deutschen Soldaten auf einmal zur Uebergabe zloingen. Die die vernünftige amerikanische Presse über solche Münchhausia- den denkt, zttgt der „Newyork American^L der ein« seiner KiiegS- bettchterstatter ausgesandt haben will, um ttnen solchen englischen Heldensoldaten namens Tom Jones auszufragen. Der angeblick)e Kttegsberichtetttatter schickt seinem Blatte nun ttn paar reizende Geschichten, die er im Gespräch mit besagtem Dom Jones erfahren hat: König Georg stattete eines Tages unangemeldet dem Schützengraben einen Besuch ab. in dem seine braven Domwies für den Ruhm ihrer teuren englischen Heimat kämpfen. Der Gemeine Djvmas Jones war der n\tc, der Seine Majestät erkannte. „Gaw blimev!" (Gvd bleß mJc) rief Tommy aus: „der König muß königlich begrüßt werden," Sv sprang er aus dem Graben, setzte kühn über die deutschen Linien, ergttff 21 gewaltige 42 Zttn - Geschütze, kehrte mit timen unter dem Arm in den britischen öftaben Mrück und feuerte aus den 21 Geschützen Salut. „Nanu," tte: General Harg besorgt, was soll das heißen? Sie lassen ja Granaten um Seiltet Waicita Kop, Wetten!" — „Ales in Ordmmq." samt «we tüe King." - Durch sein Fern- Ömll ich säwn herausbekommen, Herr General". Sv stellte er sich mbm E ^rr gwßen englischen Ge^ütze und flüsterte dem Kanonier etwas ,d)r !L aus. aber es war zu spät: als die gewaltige Granate dre Mündung des Rohres verließ, schwana sich & ^ 0Tlt - kühn hinauf und in 'oeniger als einer .52, ^ ^rtwlb deutschen Linien. Eö:e Sttnche spate: meldell er dem General Haig: „Es waren nu-- ei:: paar Ärusend, daher habe ich sie gleich mitgebracht." — Hoch aus den Sieger eine ic »ÄÄ die streckte^ des britischen Grabens viele bahnt« UTeme. ,^Den verdammten Kerl will ich sckstrn Bregen " riet iVr bkS Ä einen kur^7Lff sprangin rAugel des Zweideckers und zog sich an Bott- 2? ^^lick water landete er mit dem uXSrUtcn Nno- und Füßen gefesselt saß. 52 wn-d von einem ungeheure^ 23afte in? r C,1 L^ ei i r f r ingenomntfni ' i>cr 'gewaltigste:: bergestellt hat .„Jawohl," sagte dm wea ^auf mente Frage, es nimmt zwar viel Platz ick nutzt entbehren. Missen Sie, früber pflegte ^kötet hatte, eine .Kerlw rn meinen , U utachen, alvr bnbei verbrauchte ich täglich m io r?al>c ich mir denn schließlich eine Sfcffa die eute Wecke reichen narb." Ich zälckte die Kerlwn lebten Logen war auch nicht viel loS." des Berliner Gravbi- a f Ms Berlin nnrd :ms geschrieben ?as s^ndrr'ÄÄ^'r^^ lckvn ,m Herbst und Winteranstmg von sich langender Regsamkeit war, lwingt gegemvärtig eine Fülle mil> Mberrief Pre Aussage. Die LieLwnte mrn m e h r, daß ihre Tpchler einen unehelichen Sohn hinteckaflen habe, den sie selbst in **j£0 e ^lrbe. She habe aber, so sagte sie, geglaubt, dieser sei nicht erbberechtigt, weil ihr verstorbener Mann dies stets behauptet und sie nicht daran gezweifelt habe. Das Landgericht hat nun aber cmgenonlmeu, daß dieser irrige Glaube durch eine schuldhaste Faho- lÄffigrctt hervorgerufen worden sei, ferner daß der Widerruf siB E straflos machen könne, da bereits ein Nechtsnachteil für ihr Enk^kmd eingetreten sein könne. Mit Rücksicht darauf aber, daß «e Schuld der Angeklagten nur eine geringe sei, und sie ihr Enkcl- Qnd, das )\£ stets liebevoll behandelt hat, nicht l-at schädigen wollen, wnrve aus die niedrigste Strafe erkannt. Auf die Revision der Angeklagten, welche vom Reichsanwalt befürwortet wurde, h o b das Rerchsgerickt das Urteil a u f und sprach die Angeklagte frei. . Reichsgericht war der Ansicht, daß der Straffreiheit gewäh- reiche Widerruf (8 163 Abs. 2) rechtzeitig erfolgt sei, da ein Rechts- sur den Enkel offenbar noch nicht cingetreten sei, denn csj CS, ltUT um die Erlangung eines einzelnen Betrages von WM gehandelt, während die gesamte Erbschaft um ein vielfaches höher war. Vermischter. * ^ Was versteht man unter Ampere, Volt Ohm iünd Watt? Diese Namen der elektrischen Maßeinheiten wurden m 4 Uhr. Freitag, den 12. Januar, abends 8 Uhr, bei Volks- preisen: Volks- und Schüler-Vorstellung: „Iphigenie aus Tauris." Ende 10^ Uhr. samstag, den 13. Januar, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: Einmaliges Gastspiel des Kgl. Bauer. Hoi- schausp.elers Konr. Dreh-r mit eigener Gesellschaft: „Der alte Feinschmecker" /Neuheit!) Ein Münchener Schwank in 4 Auszügen von Hai,S Georg Vogelfang. Ende 10«* Uhr. Sonntag, den 14. Januar, nachm. 3*/, Uhr, bei Volkspreisen: Kinder-Vorflelluuq: „Das Märchen vom Daumenlutscher" oder „Wunderbare Erlebnisse des kleinen Konrad im Lande Tripstrill." Ende 5 8 /„ Uhr Abends 7 1 /, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Robert undBertram" oder ,,-le lustigen Vagabu nden." Ende gegen 10*/, Uhr. Spielplan der vereinigten Zraittsurter StaSttheam. Gpernha«. Sonntag. 7. Januar, nachm. 3 Uhr: „Mar' und LieselchenL Wechnachtsreise/ Abends 7 Uhr: „Don Juan." Montag, den 8. Januar, abends 7 Uhr: „Das Dreimäderlhaus/ Dienstag, den 9 Januar, abends 6*/, Uhr: „Margarethe." Mittwoch, den "«“M Pr: .Max- und Li«,elch°ns Weih. nachtSrci^e Abend» 7 Uhr. „HoffmannS Erzählungen." DonnerS- tag den II. Januar, abends 7 Uhr: .Die Schneider von Schönau * Freitag, den 12. Januar, geschloffen (7. M„settmr-Kon,ert>. Samstag, den 13. Januar abends 7 Uhr: .Undine.» Sonntag, den Januar, nachm. 3'/, Uhr: „Max- und Lieselchens Weihnachts- 7 Uhr: „Frühlingslust.» Montag, den IS. Januar, abends 7 Uhr: „D,e Schneider von Schönau/ Zchaufpielhaur. Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 3^ Uhr: „Alt-Frankfurt/ Abends 7 /, Uhr: „V^ Lärm um Nichts/ Montag, den ^ Januar, abvids 7 f, Uhr: „Die Stutzen der Gesellschaft." Dienstag, den Januar, abends 7 Uhr: Deutscher Komödienabend : „DerFremde " sittliche Forderung." „Unter blonden Bestien/ „Die Hasenpfote." Mittwoch, den 10. Januar, abends VL Uhr: »Könige. Donnerstag, den 11. Januar, abends 7>* Uhr: Ein- mQ * l ru e f r? e§ Bayer. Hofschauspielers Konr. Dreher 7 L?^ellschast: „Der alte Feinschmecker/ Freitag, den 12. Januar. ??/ T C,tt01 y* r* üa . m§t °9, den 13. Januar, abends "^-nerinnem" Sonntag, den 14. Januar, nachmittags 3 /, Uhr. „Als ich noch im Flügelkleide . . ." Abends 7'/, Uhr: ^kirchliche Evangelische Gemeinde. fw,°£ n P en 7 ‘ ^ n n v 1. nach Epiphanias. ... ^ kte für die Heiden,nission. G o t t e s d i e n st. In der braotkirche. Vorm. 9*/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorm. 11 Uhr: K'nderrtrche für bic Markilsgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abds bUhr: Pfarrer Mahr.- Montag, 8.Jan., abds. 8Uhr: Vereinigung der konfirmierten werblichen Jnqend der Matthällsgemeinde. - Dienstag, 9. Jan., nachm. 4 Uhr: Frauenmissronsverein. — Diens- Jan., abds. 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. — Mittwoch, 10. Jan., abds 8 Uhr: Knegsbetstunde. Pfarrer Schwabe. M ?",?ohanne5ktrche. Vorm. 9^ Uhr: Pfarrer A uS fe l d. ™ lür die Johannesgemeinde. Pfarrer SjVi! 5 U ^ r: ^ omr Bechtol § heimer. Abds. /,8 Uhr: Verewigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lilkasgemeinde. Abds. 8 Uhr: VersaniNilung iind Bibelbefprechiing im Johannessaal. - Freitag, 12. Jan., abds. h,6Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Kirchberg. Sonntag 7. Jan., vorm. 10 Uhr. Lollar. Nachm. J// a Uhr. Dekan G n ß m a n n. — Mittwoch. 10 Jan abds. 8 Uhr: Pfarrer Memmert, Darmstadt. Berewsgeistlicher der ninereu Mission. (Kollekte.) katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den«. Jan.: ^cachm. 5 Uhr uiid abends 8 Uhr: Gelegenheit gur heil. Beichte, rv r * ? 0 " 6' 7> 9 an.. 1. Sonntag nach E r s ch e i n il n q. Fest der Erscheinung. Vorm. 6V. Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr: £>etl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der heil. Ko^iunlon Vorn,. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe ,ntt Predigt. Nach,,,. 4'/^ Uhr: Jungfrauen-Konqregation. Nachm, b*/, Uhr: Kmderpredigt. Abds. 8 Uhr: Predigt.'— Mo„° ifi^P^digt^^' ^"^twoch, Donnerstag und Freitag, abends 8 Uhr, 77, ' S !f,Z eSbiWft am Z3an - : 3n E-ub-ch Märkte. Gießen, «- Jan Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 0,00—0,00 Mk.- Hühner eier das Stück 00 P^^ Käse 0 Pfg., Kasematte 0 P'g. das Stück Luhner das Stuck 0,08—0,00 Mk., Hahnen das Stück 0,00—0,00 Mk. Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0 00 Mk Hammelfleisch das Pfllnd 2,20-0,00 Mk..- Kartoffeln 50 Kilo 0 Mk.; Zwiebeln das Pfund 80-00 Pfg.: Milch das Ltter 00 Pfg-!M«rr°.,ig 30—25 Psg. d.Psd.: Spinat 35-40 Mq das Pwnd, Weißkraut das Slück 10-00 Pfg., Rotkraut 15-20 Pfg Wirftng 10-00 Pfg. das Stück, Kohlraben 5-6 Pfennig das Stuck, Rote Rüben 15-20 Pfennig das Pfund: Gelbe Rüben 10 bis 15 Pfg. das Pnind, Endivicu 00-00 Pfg.: Sellerie 10—20 Pfg., Lauch 10 Pfg., Blumenkohl 20-70 Pfg- Aepsel da« Pfund 22-25 Pfg., Birnen das Pfund 30—35 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. Meteorologische sesbachtungen der Ltattöri GWen. Jan. 1917 «o S t=»_ 2» O 3 =5 8 o^L N ^ teu^pflichttgen willentlich der Steuerbehörde unriclvtiiie odev unvollständige Angaben macht, die geeignet sind, eine Verkürzung der Bcgitzsteuer herbeiznftlhren, wird mit einer Geldstrafe bis zum Betrage der geforderten Steuer bestvast. Neben der aus Gefängnis bis zu 6 Monaten erkannt werden (§§ 76, 77 B.St.G.). .5- Desgleichen wird ein nach dem .Kriegssteuergesetz Abgabe- Pftichttger oder der Vertreter eines solchen Äbgabepflickstigen, dev willentlich der, Steuerbehörde imrichtige oder unvollständige Aun- gaben macht, dre geeignet sind, eine Verkürzung der Abgabe^rbei- zusuhren, mrt erner Geldstrafe bis zum bf-achen Betrag der ge-, forderten Abgabe bestraft. Neben der Geldstrafe kann auf Gefängnis 'ms zu, 1 vMhre und neben -der Gefängnisstrafe auch «ruf Verlust der burgerttchen Ebrenroclite erkannt und im Urteil angeordnet werden, daß die Bestrafung auf Kosten dos Verurteilten ö-ffenllrch bekannt zu machen ist (|§ 33, 34 K.St.G.). 6- Mle darnach Verpflichteten werden lnermit airfaesordert, rnnerlMlb der Frist vom 15. Januar bis 31. Januar 1917 die ge- sttzlrch vorgelchnebenen Erklärungen bei den ^Koßh Finanzmrttern abzugeben. Zu diesan Erklärungen ist der vorgeschriebene, von dem Finanzamt zu beziehende Vordruck zu verlvenden. .. 7 - Tie Einsendung der Erklärung durch die Post ist zulässig, gelchreht, aber aus (besalM des Absenders und deshalli zweckmäßig nnt Elnschreibebrief. , Zur freiwilligen Wgabe einer Besitz- Nnd ^Kriegssteuererklärilng! fit ledcrrnann 'bereckitigt. Die Einreichung der Erklärurig dürfte sich Eso mehr empfehlen, als nach 8 9 Absatz 2 des.Kriegssieuergr'senes Me Abgabe vm: denr nach den: Bcsitzsteuergesetze ftir den 31. Dezem- ber 1916 sestge stellten Bernrögen, insoioeit es neunzig vom Hundert des sur den Beginn des Veranlagungszeitraumes sestgestellteu Vermögens übersteigt und insoweit es weder der .Besitz- noch der Krieos- steuer unterliegt, mit einer 2lhgabe von 1 vonr Hundert betrospeu wrrd. Giessen, Butzbach. Grunberg, Hungen, den 5. Januar 1917. Die Grossst. Finanzämter. J.V.: Franz, Flath, Wenzel, May. O ßaumana 6Lsk.±J?o±en, daß Me Landschaft vorherrscht und das Mldnis hinter rhr und dem Genregemälde und Stilleben auffällig zuri'icktritt. Unter den Malern ist wieder der durch seine lebendige Arbeits- nast während des Krieges und durch seine stets unverbrauchte Frische imponierende Willy I äckel cm erster Stelle m nennen, (rt kommt Mesrnal ruhiger, es ist wie ein Aufatmen nach dem grossen Wurf seiner letzten Monn meiitalarbeiten. In einem meisterlich getönten und in den Rahmen gebrachten Stilleben zeigt er sich auch dort stark, wo er aus kräftiges, kühnes Pathos ver^ Achter, wo er nun Malerei gibt, in bester, reiffter Art. Lovis E v r r n t h stellt wieder eine ganze Reihe von Werken aus, alle interessant and voller Anregungen, keines aber grossartig genug, um eine gesonderte, vertiefte Besprechung zu heischen. Ms Land- schaster erscheint arrch viesmal der sonst lmupffächlich in der ZiUnst dev Bildnisses heimische Eugen Spiro, eine schmiegsame, elegant glatte Begabimg, der unbeschwerte Pinselstrich nnd eine kecke Sicherheit in Anschauung und Medergabe sind auch die neuerdmgs festzustellenden Vorzüge. Besonderes Lob verdient der naturwahre Stimmungsaklorb der Farben und Töne. Wälder sieht nran auch von oer Hand Jaußens, sehr reizvoll gemalt, ohne gewaltsame originelle Lichter und doch mit viel Glück Me gerade auf Mesem Gebiete so leicht lMvvrtret-ende Konvention! vermeidend. Mehr abseits stehen Heckendorf und Paul Paschke. Heckendorf lässt eine Episode aus dem Krieg anfdänv- ment, einen Fluss mit Sollxcten, stark im Erlebnis, ausgezeichnet in der Bewegung. Der Flugplatz Paschkes scheint dem Beschauer entgegenMwachsen mit sei leer iLuftigteft imd der weittragenden Andwtirirg der Dimensionen. Tie Arbeit eines Könners, denr man immer mit Freude begegnen muss. Unter den Jüngsten ragt der seit Kriegsausbruch in Diurtschland wirkende Schweizier Bangerter hervor. Scine Episoden aus dem nächtlichen Berlin. sfnd noch reich an Gährendem, mancherlei rrngelöstes Wollen steckt in ftebriger Kompvsrtion. Aber man sieht das Wollen — an franko lschen -Urbildern und modernen deutschen Neueren geschult, Mld man ",c teilweise impressionistische Gestaltungskraft, aus eigenen 49 -nnr ihr Ziel zu erreichen verspricht. Auch eruige Frauen haben sich eingefunocn, darunter Angnste Z i tz e wi tz mit einem begabten Stilieben «no Charlotte Berendt. Schließe lick» fl'iJin'ii iwd) Erich Heckel, der begabte Friedrich Fei^l p- oer leider %u früh gestorbene Rössner genamll wer^Qn, Unter dm Plastikerln «us wieder bewerte Werse der krnfwoll-sichere Professor Metzner !und> eine gelungene Büste von Huf. (Sin neuer Menzel-Fund. Eine bemerkenswerte (^gänzung zu der Reihe berühinter Holzschnitte, die Menzel für „Kng-lers Geschichte Friedrichs des Grossen" schuf, ist den Bemühungen des Leidiger Bibliohhilen-Abends m danken. Die in stehenden Kunstwerke — sieben vergessene Holzschnitte - crichrmen nunmehr in einem Privatdruck der genannten Ber enngmrg. Die merkwürdige Geschichte der nach so langer Ber- gesfenhett endlich, ans Lickst gebrachten HolMstiitte ist dem Text, der me Veröffentlichung begileftel, M entnehmen. Wie Me Kimsb chronck ^hierüber mittcilt, erfl'illte der Msatz der vmr 1840—1842 erschienenen Geschichte Friedrichs des Großen mit den Illustrationen von Menzel nicht Me grossen .Hoffnungen, die rnckit daran geknüpft hatte. Dre erste Auflage reich,de bis 1855, also ganze 15 Jahre, während Menzel sich, ch.eich nach BvllenMmg des Druckes, nämlich 1842, mü den Vorbereitungen für Me zweite Auflage beschäftigte. Und 'zwar schuf Menzel u. a. 12 neue Stöcke, die ebenso viele ihm nlcht zusagende Jllnstrationen der ersten Auflage ersetzten sollten. Tiefe Stöcke verschwanden aber, wahrscheinlich, durch die Sorglosigkeit des Verlegers, und es ist nicht einmal bekannt, was sie darstellen sollten. Ausserdem schuf Menzel aber für die zweite Auflage auch eme Art Nachtrag, der neben sechs Statti.en auf dem Berliner Wil-- lfel ms platz auck) sieben der schönsterr Prachtbauten in Potsdam und Berttn, die Friedrich dem Grossen zu v>erdan.ken waren, enthalten sollte^ Ter Verleger ließ aber, als endlich^ 1856 die zweite Auflage hergestellt wurde, aus Sparsanckeit nur Me Heldenstatuen schneiden, und die Darstellungen der sieben Praclstbauten nmrden beiseite gestellt imd gerieten völlig in Vergesfenlstit. Erst jetzt wurden sie ans Licht gezogen und irrt Aufträge des Leipziger Biblvphilejn- Abends von Reinhold H-oberg geschnitten. Und zwar wuxHen Me Blöcke Menzels selbst n'nb>erührt gelassen und zur Reproduktivst auf plwtograplstschem Wege hergestellte Duplikate verwendet. Die stoben Holzschnitte, Me mm zum erstenmal ihrer Bestimmung zu geführt wurden, stellen Me Bildergalerie vpn Sanssotrci dar, das Nene Pstlais, die Eoimnuns, den Potsdanrea Marstall, die Berliner Bibliothek, das einstige Palais des Prinzen Heinrich nnd schließlich die Glncharmientärme. — Ein Vermächtnis an das Wallraf-Richartz- M u s e n m i n K ö l n. Jnr neuesten Hefte der bei E. A. Seemann in Leidig erscheinenden „ZEschrift für liildenbe Kivrst" gibt Josef Doppelrenter Bericht über ein wertvolles Vermächtnis, das dem Kölner Wallraf-Mchartz-Musenm zugefallen ist Dies Vermächtnis ist dm schöne Probe erster Kölner Samineltätigkeit und entstammt einem Berliner Hause, wolstn sich die ^Besitzerin der Sckstitzc ziurückge zogen hat. Dies ivar Frau Emmy Sckmitzler gab. (^amphmrssn, die dein Atusenin den alten Familien besitz au hollän- Mschen Bildern lctzimllig vermacht hat. Ein älterer Bestand dar Sammlung entstammt der Familie Camphauseu: der letzte Meliirr des Bestandes, Herr Schnitzler, wurde nock) mehrfach von Wilhelm von Bode beraten. Der Nachdruck des Verniächtnisses liegt, wie bemerkt, auf den H)vlländern. Ein Glanzstück bildet das Bildnis einer alten Dame von van der Holst; Ztzniestück im Prachtsessel — ein wahres Galeriewerk. Bon Torborch enthält das Vermächtnis eine im Werke Meses Meisters seltene Komposition: eine geistreiche Soldatenfzene. Ferner: umfasst die Sammlung Bildnisse vvn Karel du Jardin, von Nikolas Maes, sowie mehrere, deren Meister nicht ganz sicher sind; für das eine loird Antonia Mor als Schöpfer vermutet. Mit guten Arbeiten sind fernes der ältere TLniers und der Landschafter Borchen sowie mit einem bemerkenswerten großen Seestücke Backhuysen vertreten. Die Holländer des 17. Jahrhunderts finden eine nnllkonrmene Ergänzung in einigen früheren holländische^^ Arbeiten von M. de Dos, Kvtha- rina van Hemessen in. a. Auf dem Gebiete der holländischen.' Kleinmeister, auf welchem die Galerie des Wallraf-Rvchar(>- Mnseinns schon stets einen vortrefflichen Durchschnitt rmszuweisen hatte, ist sie durch das Schnitzlers che Bermäckstnis ast Qualität erheblich gesteigert. — Mackensen als Dich,1er. Ans Danzig schreibt man der „Frkf. Ztst": Ter humoristische Plauderer eines Danzigcr Blattes, Rentier Poguttke, hatte gelegentlich des letzten Geburtstages des Generalfeldmarschalls v. 9Nackeuscn in seiner Wochen- Vlaudevei die Frage aufgeworfen, ob der Feldmarschall der alten Stadt Danzig auchj weiter trei bleiben werde. Darauf hat Mackensen mit irachstehenden Versen geantwortet: „Der Herr Pognttke fragt mich! an, Ob ich! tat treu verbleiben Dem alten Danzig. An den Mann Muss ich denn doch mal schreiben: Ja, ahnen Sie nicht, Herr Rentier, Wv°ür ich rastlos reite. Wofür in Kälte, Regen, Schnee Ich unentwegt hier streite? Dock., nur allein, um möglichst schnell — Sobald es geht in Ehren — Rach Friedensschlüsse auf der Stell' Nack) Danzig fstimzukehren! Und sollte jemand Zweifel noch! meiner Treue hegen, So sagen Sie ihm bitte doch — Recht deutlich meinetwegen — Der Feldma rschall in Bukarest Ist Danzig er geblieben, Gehört zu uns, in Denc fest: Er hat mir's selbst geschri clvn." Gießener Paedagogium. Die Weihnachtsferien sind durch Verfügung des Grvßherzogl. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, bis zum 16. Januar verlängert lvorden. Beginn des Unterrichts am Mittwoch, den 17. Januar 1917. Die Heimatschüler reisen am 16. Januar. Die Prnfungskandidaten sind pünktlich am 9. Januar, morgens 9 Uhr zur Stelle; die Heimatschüler unter ihnen reisen am 8. Januar 1917/ Gießen, den 4. Januar 1917. Brackemann, Direktor. 27» Iuschneide - Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. Die verschiedenen Kurse in Mannehmen, Zeichnen, Zuschneiden und Anfertigen sämtlicher Damengarderobe beginnen am 8. Januar 1917. Eintritt jederzeit. [i Lins Petri. Die Firma Wi lhe lm Moeser, Grofth. Hess. Hoflieferant, Gießen, Sellersweg Nr. 63, bringt hiermit ihrreichhaltiges Lager inZigarren Zigaretten und Rauchtabaken an- gelegemlich in Empfehlung. Jur Vermeidung v«n Verwechselungen M HbbcfteUunfr »»n Derrnietu»^— Aqetycn *6er dgl. »trt dringend um Angabe bcrHnz«r. Heft, Lauterbach i. H. i 187 Tücht., steift. Zwoitmäö.e?ion, das Hausarb. u. Ganenarb. gut versteht u. gerne tut i. kl. fein. Haushalt b. gut.Behand lnng gesucht. Schr. Anerbiet. m.Zeugnisabschr. erbeten an Fron 4.8prsngel,Bienenkorb, BaäWanli ala, Hauptstr. 3. [205 Ein kr äst., ges., Jg. HÄßch. in kinderl., bess. HauSh. sof. ges. Bett. i. Gelegen!), geboren,sich in allen Hatisbalrungsarb. bestens artSzubiloen. Lohn n. Vereinb. Schr. Ang. erb. an Fran Erwin Stein, F anklnrt L .K.-MecksrrnklGoIdsteinstr.9 Suche für sofort oder später ein tüchtmes [196 Mädchen Fron Sam uel RotT,Neustadtl4. 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Dort können Sie sich an Hand der auf liegenden Abbildungen rasch und leicht orientieren, wie die Sache anzufassen ist, auch sind unsere Verkäuferinnen gerne bereit, Ihnen bei Auswahl von Schnittmustern behilflich zu sein. Sollten Sie die Abänderung Ihrer Mäntel und Kleider selbst nicht vornehmen wollen, so stellen wir Ihnen gerne unsere Werkstätten mit geschultem Personal zur Verfügung. Benutzen Sie bitte die jetzige Jahreszeit, in unserem Hause Rücksprache zu nehmen, in welcher Weise Sie Ihren Kleidervorrat der neuesten Mode entsprechend u mar beiten oder ergänzen können. Die übernommenen Aufträge werden aufs Sorgfältigste bei grundsoliden Preisen zur Ausführung gebracht. c ?ebr. Smfieuser Iftarktplatj 9 10 Die Haupt-Versammlung der freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz, Gießen sindet am Samstag, den 20. Januar 1917, abends 8 1 /«, Uhr in der Gastwirtschaft Sauer am Oswaldsgarten statt. Tagesordnung: Rcchnungsablage und Bericht Verschiedenes. Die aktiven und inaktiven, sowie die unterstützenden Mitglieder werden hiermit ergebenst eingeladen. [241 V Der Vorstand. ' LLLMMM l W 'A f^i M nnr n f Kreis-W- und kartenbaumeill. onntag, den 7. Januar 1917, nachm. 3 Uhr. im Saale des Felsenkeller in Gießen Hauptversammlung. TageS-Ordnung: 1. Rechmmgsablage. 2. SBovtrr.n des Kgl. Gartcninsvektors Junge aas Geisenheim übcrlrZrübgemüscbau und Bclämpfuna seiner Schädlinge unter besonderer Berücksichtigung der Kleingärten. 3. Aussprache — Beantwortung von Anfragen. 4. 0»ratisrerlosung von Hochstämmen. Pyramiden, Beerensträuchern. Sämereien und Gebrauchsgegew ständen. Unsere Mitglieder lade ich zu dieser Versammlung srenndllchit ein. außerdem aber auch jedermann, der Interesse für die Sache hat. 92b Simon, stellvertr. Vorsitzender. ^ ^ V n ' jj Ij (235. Königl. Prenßisclie) Klassen - Lotterie Die Ziehung; dieser Lotterie beginnt wieder am 9. .lammt*. jj r.Qp £ ''_ % _ 4 . . P ro M ,5_ 10 - H1.20- M.40.- Elass9 sind zu beziehen durch die Königlich PrenBischer Lottcrlc-Kimiehmer in Gießen: Bachacker klimm Legier Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Ziehungslisten für alle 5 Klassen 60 Pfg. bei freier Zusendung und vorheriger Zahlung. (23 Steppdecken werden angefertigt, sowie alte inWolle.Wattc oder Daunen auigearbeitet od. ausgebefscri bei billiger Berechnung. Alte « Wolldecken werden angetanst Walltorstr. 24 I. ooor ' i Bekanntmachung. Um unnötigen Andrang des Publikums an den Schaltern unserer Kasse zu vermeiden, machen wir die verehrlichen Einleger wiederholt darauf aufmerksam, daß das Beischreiben der Jahreszinsen in den Sparbüchern für ein abgelaufenes Rechnungs- (Kalender-)Iahr ohne jeglichen Zmsverlust auch noch später erfolgen kann, also nicht in den verkehrsreichsten Wintermonaten geschehen muß. Nicht erhobene Jahreszinsen werden auch ohne Zutun der Sparer am Iahresschluß stets dem betreffenden Kapitalbestand zugeschrieben. Gießen, den 29. Dezember 1916. Bezirkssparkasse Gießen. Iacheis. Lichtspielhaus • Bahnhofstraße 34. Spielplan vom 6. — einschl. 8. Januar. S©!iwar»z -Weiss - Theater 8el ‘ er '’ weg 81 Programm für Samstag, 6. Januar bis inbl. Montafi;, 8. Januar Itüaria! Der Briüantenteufei Großes dr tmatisches Lebensbild. Eine Ehetragödie in 4 Akten. Die Hauptrolle spielt die beliebte Hanay Weise. Kriminal-Lustspiel In 3 Akten sowie das übrige gnte Beiprogramm« 262 Zu gefl. Besuche ladet ergebenst ein Die Direktion. mit elektrischem Betrieb. B. Rlglii, .Neustadt 15. 00001 TWaslheu für s Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen von 10 Pfg. bis 1.00 Mark. J. Welnert, Neuenweg 9. 1581) Phantastisches Schauepiei in 4 Akten. In der Hauptrolle der weltberühmte Harry Piel und Ludwig Trautmann vom Deutschen Theater Berlin. Außerdem das gutgewählte Beiprogramm und die neuesten Kriegsberichte von Ost und West. 252a Bekanntmachung. Betr Die Köbersche Stiftung Ans der 2öber-Stistung ist eine Pfründe von 260.— Mk. icihrlich an eine in (Ziesten geborene Handwerkerswuwe zu vergeben, die einen guten Nuf besitzt, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt hat und wahrhaft bedürftig sein mutz. 254B c ^Eldirngen werden bis zum 31. Januar 1917 bei dem stad 1. Armenauu, Aiterweg 9, entgeaengenommen. Giesien. den 5. Januar 1917. Der Oberbürgermeister. lArmenverwaltnngj Keller. Zerg-Leger Halte stets «in größeres Lager von 214 =Margen= in allen Preislagen ErnÜChallier Rndolph's fladif. Siehsn - neuenweg 9 • Tel. 671 rHusihalfen- u. musikinstrurnenten-Baus Grammophone Oiflzlelle Verkauisitelle der Deutschen Gronnnophon- akflcn*GefcUidi«ft Berlin Bekanntmachung. Unser Vorrat an BraunKohlenbnKetts ist fast geräumt und müssen wir deshalb von heute ab den Landabsatz vorläufig sperren. Huugen, den 6. Januar 1917. MD Gewerkschaft Friedrich. Oiessener H au sf rauen-Verein. Der Kreis - Obst- und Gartenbaudereiu hat die Mitglieder unseres Vereins zu seiner am 7. Januar nachm. 3 Uhr im Saale des Felsenkeller stattfindenden Hauptversammlung eingeladeu. Herr Junge, Kgl. Garteninspektor aus Geisenheim wird einen Vortrag über: „Frühgemüsekultur und Belämpfung seiner Schädlinge" halten. Mit Rücksicht aus die große Bedeutung der zu behandelnden Fragen bitte ich unsere Mitglieder, recht zahlreich zu erscheinen. 257 c Die Borfitzende. Schwemmstelnlabrlk^ältcite IllllinUoalinB ollni knf ?*""'”** f‘»ss Buttl HIST ln »iS!?» SS-5ÄS KetlängerMgdkrWeihnlichtSserieil Nach Verfügung Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, beginnt der Unterricht nicht, wie gestern bekanntgegeben, am 17. Januar, sondern bereits Dienstag, den 16. Januar, vormittags 8 7, Uhr. Gießen, den 5. Januar 1917. 253D Die Großh. Direktionen des LonSgrof-Lniilvig-GW' des Rtülggmaßnnls. der Lbermlschiilk. Rabatt-Zparverein Gießen. Die am 31. Dezember 1916 laut Aufdruck ungültigen lila Marken, soweit solche noch nicht zur Einlösung gelangt sind, können während des Monats Januar bet unserem Rechner Herrn Buchacker, Neuen Bäue 11, durch Aufdruck eines entsprechenden Vermerks für weiterhin zur Einlösung gültig erklärt werden. Diese Bücher sind sodann mit den jetzt gültigen blauen Marken weiter zu bekleben u. werden wenn gefüllt, zum vollem Werte etngelöst. 144D Der Ausschuß. Fenster und Balkon-Türen in jeder Ausführung nach eigenen u. gegebenen Entwürfen Bilder-, Spiegeleinrahmungen Rahmen- und Glas-Handlung Sämtliche Reparaturen. 233 Solide Arbeit. Schnellet* Bedienung. Karl Euler,Glasermstr. Telephon 771. Giessen Kirch Straße 13. . . . I. .. ...