Nr. 2b Der Gtitzener anjel|c? erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: Oeßeuer Zamiliendi^ter; Kvcisbloit flr len Kreit Gieße«, vezugrpreit: monatl. 90 Bi., viertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abhole- \l Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 3.45 viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieS6iriltlcitl,ngH3 Verlag,GeschältLstellebl Anschriit für Drabtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 167. Zahrgang Mitttvoch, 3s. Januar 1 ( H7 ^i.,.w»/iHe uou Anzeigen die Tagesmmuner bis zuin Nachmittag vorhe,. ÄeiUnprei», I. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver- nüetungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrist 30 Pi.. Reklamen 75 Pi... bei Platzvorschriit 90 Pf. Hauptschriitleiter: Aug. Go eh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Goeh. Stadl u> d Kewerbebank Ziehen &»;*>- richtssaal: Fr. R. Zenz.! Swillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerei R. Lange. Schristlettung, Geschäftsstelle rs. Druckerei: Zchulftr. 7. ^"m!uch"!n Gießen' Gietzener Anzeiger Postscheckkonto: Zranksurt a.M. H686 General-Anzeiger für Oberhessen Zeit Ausbruch des Krieges 402J500 Tonnen feindlicher Handelsschiffe versenkt. (WTB.) Großes Hauptquartier, 3V. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. An der Artoisfront mehrfache Erkundungsgefechte. Zwischen Ancre und Somme zeitweilig starke Artilleric^- kämpfe. Front des Deutschen Kronprinzen. Abendliche Angriffe der Franzosen gegen die Höhe 304 blieben ergebnislos. Oestlicher Kriegsschauplatz. Zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meere keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische Front. 'Am lGernabogen und in der Strumaniederung Zusammenstöße von Aufklärungsabteilungen. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Berlin, 30. Jan. (WTB. Amtlich.) Am 28. Januar hat eines unserer Unterseeboote im englischen Kanal einen englischenZerstörerder M.-Klasse durchTorpedo- schuß vernichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Der Abendbericht. Berlin, 30. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen die übliche Grabenkampstätigkeit. Im Osten an der Aa neue Kümpfe, die für uns günstig verliefen. • i * Heute, tan 81. Januar, wird der Reichstagsausschuß für auswärtige Angelegenheiten in geheimer Sitzung, über die keinerlei Berichte ausgegeben werden sollen, von der Reich s- ragierung Aufklärungen über die auswärtigen Angelegenheiten entgegennehmen. Der Berliner Mitarbeiter der „Fra nk furter Zeitung", der bei solchen Gelegenheiten nichts An sagen Pflogt, was den Absichten der Reichsleitung widerspricht, meint, die Ablehnung unseres Friedensangebotes und die Botschaft Wilsons gäben „hinlänglich Stoff zu Mitteilungen der Regierung über ihre Auffassung der oadurch geschaffenen Sachlage und auch über etwaiae Folgerungen und Entschließungen, die sich daraus herleiten". Bereits in der vorletzten Woche hat der Reichskanzler einzelnen Führern der Reichstagsparteien streng vertrauliche Mitteilungen gemacht. „Es wird sich jetzt", so verlautet aus der angeführten Quelle, „im Ausschuß um dieselben Dinge, vielleicht in etwas größerem Umfange und mit weiter vorgeschrittenen Konsequenzen han- btlv?'. „Weiter vorgeschrittene Konsequenzen" haben wir heute auch öffentlich entgegennehmen dürfen, in der amtlichen Mitteilung nämlich, wonach dem Mißbrauch der feindlichen Lazarettschiffe künftig kräftiger entgegengewirkt werden soll. Feindliche Lazarettschiffe sollen in bestimmten Bezirken des Kanals fortan als Kriegsschiffe behandelt und angegriffen werden. Die deutsche Denkschrift über dieses Thema, die wir in dem Vorliegenden Blatte wiedergeben!, zeigt, welchen Langmut und welche Nachsicht unsere Regie- den dreisten englischen Mißbräuchen gegenüber crnge- et hat. Es tritt ein verschärfter Kriegszustand zwischen Deutschland und England ein, England selber hat durch seine neueste Blockadematzregel dies ebenfalls ausdrücklich festgestellt. Zwar darf man von der Ausführung des schon oft erwogenen englischen Planes einer großen Minew- sperre vor der deutschen Bucht nicht allzuviel halten. Konteradmiral Kalau v. Hofe gibt in der „Boss. Ztg." darüber einige Aufklärungen; „Seit Kriegsbeginn sind die Engländer unaufhörlich bemüht gewesen, die deutsche Bucht, die Zugänge zu den deutschen Flußmündungen und die Umgebung von Helgoland mit Minenreihen und Minenfeldern zu verseuchen; Tausende von englischen Minen sind dort deutscherseits fortgeräumt worden oder !)aben sich selbst auf die Reise an die dänische, norwegische und selbst schwedische Küste begeben, wenn ihre meist schlechten Ankeptaue im Sturm zerrissen. Die deutsche Flotte ist dadurch nicht verhindert worden, an die englische Küste oder nach dem Skagerrak zu sichren, wenn es ihr gerade paßte. Die deutschen U-Boote haben rricht nur diese Minen, sondern auch das ungeheure Minenfeld zwischen der Themse und der belgischen Küste überwunden. Es ist also die bekannte englische Heuchelei, wenn die englische Blockadenotc den Anschein erwecken will, als ob jetzt zum erstenmal das von ihr bezcichnete Blockadegebiet, mit dem 7. Februar beginnend, durch Operationen der englischen Armada, d. h. durchs das Auslegen von Minen mit ^besonderen Fahrzeugen oder Unterseebooten im Dunkel der Nackst gefährdet werden würde, imd als ob dies züm Besten der von, den Teittschen rücksichtslos behandelten neutralen Schiffahrt geschähe. Ganz beispiellos und iuM "das Auftreten der Entente gegenüber Griechenland übertreffend ist die Dreistigkeit, mit der der wichnge dänische Hasen von Esbjerg und die holländische Küste vom Texel bis zur Ems mit den: Häfen von Telfzhl in die Blorckade eingeschlossen werden." Was der deutsche U-Bootkrieg vermag, darüber führen die heute veröffentlichten amtlichen Ziffern eine beredte Sprache! lieber vier Millionen Tonnen feindlicher Handelsschiffe sind bisher versenkt worden, zum weitaus größten Teil natürlich vo/n den deutschen U-Booten. Kündigen diese neuen amtlichen Zusammenstellungen unseres Admiralstabes irgendwelche Muerungen in unserer Kriegführung an, etwa die „weiter vorgeschrittenen Konsequenzen", von denen die „Frkf. Ztg." spricht? Die Rücksicht auf Amerika hat uns bisher auf eine weitere Ausdehnung unseres U-Bootkrieges verzichten lassen. Als Zeichen der Zeit verdient erwähnt zu werden, daß ein angesehenes Blatt der Zentrumspartei, die „Köln. Volksztg", in einem aus Berlin, von: 28. Januar, datierten Leitartikel sehr unumwunden die Meinung ausspricht, die „Rücksicht auf Amerika" habe sich als wenig erfolgreich, ja, als verfehlt, herausgestellt. Das Blatt überschaut im einzelnen die deutsche Rücksichtnahme aus Amerika und die Neutralen, die bei der Herausgabe unseres Friedensangebotes hofsirnngsvoll gewaltet hat, ferner beim Verbot der Erörterung '.von Kriegszielen, und verweist daun namentlich auf die wegwerfende Art, in der Wilson im Gegensatz zur Kennzeichnung der Note der Entente von unserem Friedensangebot spricht. Der Artikel in der „Köln. Volks- ztg." schließt mit folgenden Sätzen: „Man muß sich nun endlich doch fragen, ob wir bis zum Ende des Krieges und bis zum Abschluß des Friedens in dieser •— sagen Ivir über vorsichtigen, aber in der Wirkung doch täuschungs- reichen Rücksicht aus Amerika verharren und unsere Schritte und Reden, unsere Handlungen und Absichten von ihr leiten lassen. Man wird vielleicht schon in den nächsten Wochen erkennen können, wie weit diese Rücksicht an polittschen Stellen noch wirksam ist. Hoffentlich lernt ivenigstens die deutsche Presse allmählich aus diesen Erfahrungen und vermehrt nicht andauernd den Hasen der Hypnose- erzeugnisse vor .Amerika. Was uns gefehlt hat, ist, um es in einem Worte auszudrücken, die richtige Einschätzung der psychologischen Wirkung unserer Tonart und der Art unseres Borgehens auf Wilson und die Llmerikaner. Wenn wir diese nicht endlich lernen, werden wir auch in Zukunft vor -herben Enttäuschungen nicht bewahrt bleiben." Haben wir es Hier, in diesem aus Berlin datierten Leitanffatz, wohl mit einer jener parlamentarischen Persönlichkeiten zu tun, mit denen die Reichsleitung schon in der vorletzten Woche Fühlurkg gerwmmen hat? Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. An ganzer Front keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Unternehmungen unserer Truppen iw Görzischen hatten wieder Erfolg. Bei Kostenjevica drangen Abteilungen des Infanterie-Regiments Nr. 71 in die feindliche Stellung ein. Sie überwältigten mehrere italienische Kompagnien, zerstörten die Gräben und kehrten mit sechs Offizieren, 140 Mann als Gefangenen und mit zwei erbeuteten Maschinengewehren zurück. Oestlich Bertojba brachten Abteilungen des k. und k. Landsttlrm-Jnfanterie-Regiments Nr. 2 von einer ähnlichen Unternehmung 27 Gefangene und zwei Maschinen^ gewehre ein. Unsere Ortschaften zwischen Garda-See und Etschtal standen auch gestern unter Feuer. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Die deutsche Regierung über den Mißbrauch feindlicher Lazarettschiffe. Berlin, 30. Jan. (WTB. Amtlich.) Am 29. d. Mts. wurde der amerikanischen und der spanischen Botschaft zur Uebermitt- lung an die britische und die französische Regierung ftlgende Denkschrift: ,^Die deutsche Regierung über den Mißbrauch feindlicher Lazarett) chiffe" übergeben: Seck geraumer Zeit haben die feindlichen Regierungen, ins-« besondere die britische, ihre Lazarettschiffe nicht nur zu Zwecken der Hilfeleistung für Verwundete, Kranke und Schiffbrüchige, sondern auch zu militärischen Zwecken benutzt und dadurch das Haager Abkommen über die Anwendung der Genfer Konvention für den Seekrieg verletzt. Verdacht erregen mußte schon der Umstand, daß die britische Regierung während des Feldzuges aus der Halbinsel Gallipoli den Regierungen des Dierbundes eine unverhältnismäßig große Meng e von Schiffen, als Lazarettschiffe bezenhMte, die unmöglich der ausschließlichen Beförderung und Pflege von Verwundeten und Kranken dienen konnten; so wurden von ihr allein im Jahre 1915 nicht weniger als 59 Schiffe als Lazarettschiffe angezeigt, nachdem sie seit Beginn des Krieges bereits 40 Schisse sals Lazarettschiffe angemeldet hatte. Die türkische Regierung hat denn auch nach der siegreichen Beendigung des Gallipoli-Feldzugs den neutralen Mächten durch eine Protestnote mitgeteilt, daß die englischen Befehlshaber die im östlichen Mittclmeerc befindlicher Lazarettschiffe zur Rückschassnng von Truppen und mllitärischeu Vorräten verwendet haben. Dazu kam, daß die brittsche Regierung nicht, wie dies sonst üblich ist, b e st i m m t e Schisse ein- für allemal als Lazarettschiffe aussbattete und während der Kriegsdauer verwandte,, sondern vielfach ein und dasselbe Schiff bald auf die Liste, der Lgzarettt? schisse setzte, bald wieder von der Liste strich, so daß ^ber deutschen Regierung kaum möglich war, ihren ^eestrtttkräften die entsprechenden Mitteilungen rechtzeitig zugehen zu lassen. So ist zum Beispiel der Dampfer „Ko pe n ha gevr^ der von der briti- sä>en Regierung «als Transpottschiff verwendet wurde, durch Verbal irote der amerikanischen Botschaft in Berlin vom 14. Oktober 1914 als Lazarettschiff angemeldet worden, darauf am 6. Februar 1915 wieder als von oer Liste gestrichen bezeichnet, am 1. Januar 1916 von neuem auf die Liste gesetzt und .am 4. März 1916 wieder von der Liste gestrichen worden. Dieses Verfahren machte geradezu den Eindruck, als solle über den Charakter der so bezeichneten Schiffe eine Unsicherheit und Verwirrung erzeugt werden, die je nach Bedarf den friedlichen oder kriegerischen Charakter des Schiffes hervorzuheben gestattete. Weiter gingen der deutschen Regierung schon im Jahre 1915 zahlreiche glaubwürdige Nachrichten zu, daß die englischen Lazarettschiffe im Kanal, die im wesentlichen die Verbündeten des aus französisch-belgischem Gebiete kämpfenden britischen Landheeres aus französischen Häfen abzuholen und nach englischen Häsen zu befördern hätten, bcü der Raffe tfoiit (Hipland nach Frankreich auf- sallend tief beladen waren, ivährend sie auf der Rückreise normalen, Tiefgang hatten. Aus diesem Umstande wurde von verschiedenen Beobachtern, insbesondere Kapitänen geschlossen, daß die Schiffs unter Mißbrauch d S Roten Kyeuzes bei der Ausreise nach Frankreich als Munitionstpansportschiffe benutzt wurden. Diese Vermutung ist alsdann durch eine Reihe einwandfreier Zeugnisse bestätigt worden. Englische Soldaten haben eine solche Benutzung der Lazarettschiffe offen zugegeben. Ein französischer Sergeant hat einem deutschen Gefangenen erzählt, er habe genau beobachtet, wie Munition nachts in vielen Aütos im Hafen von) Marseille in das Lazarettschiff „La France" hcreingeschleppt worden sei. Englische Mattofen haben nach der eidesstattlichen Erklärung eines glaubwürdigen Neutralen erzählt, daß von englischer Seite die Munitionsüberführung nach Frankreich vielfach mit Lazarettschiffen besorgt würde. Endlich liegen eidliche Aussagen von Augenzeugen vor, die zugesehen haben, wie Munition an Bord von Hospitalschiffen übergeladen wurde. Die s ch w e r st e V e r l etz u n g des 5)aager Abkommens besteht, aber darin, daß die britische und die ftanzösische Regierung in zahlreichen Fällen ihre TruppentranSporte durch Lazarettschiffe haben besorgen lassen. Abgesehen davon, daß höhere Offiziere die Reise aus Lazarettschiffen zu bevorzugen scheinen, liegen für die Beförderung geschlossener Truppeitteile eine große Anzahl glaubwürdiger Nachrichten, insbesondere auch eidlicher Zeugnisse vor. Im Kanal Wird der Truppenttansport durch Lazarettschiffe offenbar gewohnheitsmäßig vorgenotnmen. Uäberdies ist verschiedentlich die Bewaffnung solcher Schisse sestgestellt worden. Die Berichte der in den Anlagen ausgeiührren Gewährsmänner uiid Zeugen Hilden nur einen kleinen THrl des der deutschen Re^ gierung vorliegenden Matettals. Auch haben von diesen Pettoner« vettchiedene nicht mit Namen aufgeführt werden könTren. wttl sie sich unmittelbar oder mittelbar im feindlichen Machtberttch befinden und daher durch Namhaftmachung schweren Vergeltungsmaßregeln ausgesetzt würden. - ' Jedenfalls steht es für die deutsche Regierung außer allem Zwttfel, daß die feindlichen Regiernrigen durch ihr Verhallen das Haager Abkommen über Arrwendung der Genfer Konvention fortgesetzt aufs gröblichste ver letzt h aben. Die deuffche Regierung wäre dem Vertragsbrüche des Feindes gegenüber berochtist, sich auch ihrerseits von dem Abkommen in sttnem vollen Umfange loszusagen. Doch will sie davon aus Gründen der Menschlichkeit noch Abstarrd irehmen. Anderettttks kann sie nicht länger zulassen, daß die brittsche Regierung ihre Trupptcn- stind Munitionsttansporte nach dem Hauptkttegsgrbiet ruttcr dem heuchlettscheu Deckmantel des Roten Kreuzes ungefährdet befördert. Sie erklärt daher, daß [ge von nun an kein feind- liches Lazarettschiff.in dem See gebiet dulden wird, das zwischen den Linien von Flamborougb Head und Terscheling einerseits, Quessant und Landsend andererseits liegt. Sollten in diesem Seegebiet nach angemessener Fttst noch feindliche Lazarettschiffe an- gettoffen werden, so würden sie als Kriegs führen de ange- ssben und ohne weiteres angegriffen werden. Tie deutsche Regierung glaubt zu dieser Maßnahme um so eher schrttteu zu können, als den feindlichen Lazarettschiffen der Weg vom wesllichen und südlichen Frankreich nach dem westlichen England sreibleibt und daher der Transport verwundeter Engländer in ihre Heimat nach wie vor ungehindert ettolgen kann Die Richttgkttt der in der Denkschttft angeführten Tatsachen ivird durch eine große Anzahl bttgefügter Beichte und Zeugen aussagen erwiesen. * * s * Kaiser Wilhelm und der Friede. K o n st a n 1 i n o p e 1, 30. Jan. (WTB.) Die Univettitäi Stambnl ist beauftragt worden, einen Kandidaten für den Nobelpreis vorzuschlagen. Tie iuttsttsche und litevarische Fakultät baden daraufhin Kaiser Wilhelm als Vorkämpfer des 'Friedensgedankens in Voffchlag gebracht. Zeppeline über Galatz. Berlin. 31. Januar, lieber Gal atz kreuzen, wie verschiedenen Blättern gemeldet wird, fottgesetzt die deutschen Zeppeline und werfen Bonrben schwersten Kalibers ab, an manchen Tagen zusammen über 300 Stück. Der bulgarische Bericht. Sofia, 29. Jan. (WTB.) Bericht des GemralftabeS vom 29 Januar. Mazedonische Front: Nordwestlich von Bklolta schwacher Kampf der Artillerie, Infanterie, Diaschinengewehre und Minen. In: Corna-Bogcn schitvaches Arttlleriefeuer, an einzelnen Punkten ziemlick) lebhaft. In der Moglttra-Gegend zeitweilig anssetzende Kanonenschüsse und der gewöhnliche Kampf mit Maschinen- gewehren, Gclvehren und Minen. Jnr Wardartale spärliches Ärtillettefeuer und Fliegettättgkeit, an der Struma nur an ein- szeinen Stttlen lebhaftes .Artilletteftuer. Südlich mm Serres PattouiNengesvchtr. An der Front des Aegäischen Meeres fewerte ttn ffttndlickZes Schiff ergebnislos mehrere Schüsse auf die Küste östlich von Potte Lagos ab. Zwischen Struma und Mefte Flug tätigkttt. Rumänische Fron t: Bei Jsacooa t*m seiden des Feindes Artillerie- und Jnfaittettefeuler. Der Gregorianische Kalender in der Türkei. Konstantinopel, 29. Jan. (WTB.) Auf BorsMag der osmamschen Regierung hat die Kammer 5er Einfii!i- rurrg des Gregorianischen Kalenders zugestimmt. 2)»e Konferenz in Vetersvnrg. Petersburg, 29. Jan. (MTB.) Meldung der Petersburger Telegrapben-Agentur. Zur Teilnahme an der hier statt- bindenden Konferenz der Alliierten sind eingetroffen «ls Vertreter Frankreichs Toumergue, Minister für Kolonnen, und General Castelnau, als Vertreter Englands Lord Milner, Minister oline Portefeuille, Lord Reilstone. bevollmächtigter Minister und 'General Sir 2&Ion, als Vertreter Italiens Minister Seisloje und General Graf Leoeroht. ' ^ Berlin, 31. Jmmar lieber die letzten Entente- rüftungen für die Entscheidung iveiß ein Londoner Gfc= wahrsnmnn der ..Vossischen Zeittmg^^ zu berichten, daß versucht werde, eine Zentralisation auf den verschiedenen Gebieten der Kriegführung durchzuführen. Marine- mrd Selnffahrtswesen sollten ausschließlich in englischer Leitung und Kontrolle bleiben. Die neue Regierung in England gehe ohne jede Rücksichtnahme vor dnd l>abe dadurch Reorganisationen in Italien und in Frankreich erreichst, die früher unmöglich schienen. Nur in Rußland gingen die Tinge noch immer rückwärts anstatt vorwärts. Bei d^i Früh- jahrskämpfen werde sich zeigen, inwieweit Rußland die arideren Fronten nod) entlasten könne, oder ob es selbst Hilfe gebrauche. ^Jn der „Krenzzcftnng" heißt es: Die Kontrolle, die England ausübt, um Rrcßland aktionsfähig zu hallen, steigert die Abneigung gegen die Engländer. Schließlich bängt alles daran, »me fest die Bundes treue des Zaren und die allerdings sehr starken Faden sind, die eine konsequente jahrelange Politik zwischen London und Petersburg geknüpft hat. * * * Der Kohlenmangel in Norwegen. Kristiania, 30. Januar. (WTB.) Zur Sicherung der F- e ue ru n g s v o r r ä t e im Wünber für den Verbrauch in Hauslraltungen und in der Industrie hat der Proviantierungsrat beim Stadtrat vorgeschlagen, daß die Kirchen nur an Sonn- und Feiertagen geheizt weichen. — .Tie Theater und Vergnüg ungsstatten sollen nur au zwei Tagen in der Woche mit Feuerung versorgt werden. & T l ft l (X H t <1, öO. ,^CUL. ■‘isiÖ. j «tau y l UuU: jJ i-i: i ülii der „Sjoefartstidende" aus Bergen verließ der in Bergen hermatete Dampfer „Hallbjverg" New York mit einer Stückgutladung nach Bordeaux. Seitdem wurde nichts mehr von ihm gehört. Nunmehr meldet der Kapitän aus Bandrup, daß der Darup fer am 14. Dezember bei 26 Grad westlicher Länge versenkt wurde. Tie Mannschaft ist gerettet. Das Blatt meint, es sei nicht unwahrscheinlich, daß der Dampfer während der letzten deutschen Kreuzer fahrt im Atlantischen Ozean versenkt wurde- und die Mannschaft dieses norwegischen Schiffes jene sei, die zusainmen mit anderen Seeleuten auf dem von den Deutschen gekaperten Dampfer „Yarrow- dare" am 31. Dezember in Swinemünde eintraf. Marstal, 29. Januar. (WTB.) Die Kopenhagener Schonerbrigg „Bega", die mit einer Ladung Tee von England nach Frankreich unterwegs war, wurde am 24. Januar von einem deutschen Unterseeboot versenkt. Die Mann-' ! schuft ist in Morbihan in Frankreich eingetrosfen. > Bern, 30. Jan. (WTB.) Lyoner Blätter melden aus Coruna: Die Besatzungen des versenkten englischen Dampfers „I e v i n g t o n" und der norwegischen Dampfer „D o n- stad" und „Fulton" wurden hier gelandet. London, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der englische Fischdarupfer „Alexandra" versenkt wurde. Die dänische Goelette „Beaa" wurde am 24. Januar versenkt. London, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet. Der Dampfer „Argo" aus Haugesund ist in die Luft geflogen. Neun Mann der Besatzung wurden gelandet, neun sollen ertrunken sein. London, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel- det, daß der portugiesische Dampfer „For de Deuro" versenkt worden sein soll. Ans tont Reiche. Persien und die Botschaft Wilsons. Haag, 29.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Namhafte persische Parlamentarier haben von hier aus folgendes Tele-- gramm an den Präsidenten Wilson abgesandt: Ihre jüngste Botschaft an den Senat betreffend die geheiligten Rechte der kleinen Dölkele bat in dem Blusen des persischen Volkes Aae glühende Hosfnnng für die Zukunft seines Vaterlandes erweckt. Im Aufträge unseres Volkes tmienden wir uns an Sie und die edle amerikanische Nation und bitten Sie, Ihren mächtigen Einfluß vufzubieten, um auch für die alte persische Nation die Anwendung imer, geheiligten Grundsätze zu sichern, tvelche Sie in Ihrem edlen -Memchlichkeitsgefühl si'ir die gerechte Vorbedingung für einen dauernden Weltfrieden erklärten. i Mahid ul Mulk, Mitglied des persischen Parlaments. Tagt Sade, Mitglied des persischen Parlaments und Führer der persischen demokratischen Partei. Die Sorgen zrankreichs. Der Zeekrleg. Die Verluste der feindlichen Handelsflotte«: feit KricgSbeginn über 4 Millionen Tonnen. Berlin. 30 .Jan. (WTB. Amtlich.) Im Monat De° zemver sind 152 feindliche Handelsfahrzeuge von insgesamt 329 000 Bruttoregistertonnen durch kriegerische Maß- Muren der Mittelmächte verloren gegangen, davon sind .240000 Tonnen englisch. Außerdem wurden 65 neutrale Handelsfahrzeuge mit 86 500 Tonnen wegen Beförderung mn Bannware zum Feinde versenkt. Das Dezember- Ergebnis beträgt also insgesamt 415 500 gurren Seit Beginn des Krieges bis zum 31. Dezember 1916 sind damit und unter Hinzurechnung der im Laufe des Gahre- nachträglich bekannt gewordenen Kriegsverluste dirrch rrregerifche Maßnahmen der Mittelmächte 4 021500 Ton- ,'nen ferndlichen Handelsschiffsraums verloren gegangen. Davon sind 3 069 000 Tonnen englisch. Dies sind fast 1 5 P r o - ,§Eutder cnglischenGesamttonnagezu Anfang ^E s K r l t ge s. Im gleichen Zeitraum sind von den See- iKertkräften der Mittelmächte 401 neutrale Schiffe mit D37 000 Tonnen wegen Ban nwarenbe fordern na versenkt oder als Prisen venrrteilt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Feindliche Schiffe in den Häfen der Mittelmächte. ^Berlin, 30 Jan. (WTB.) Wie wir an zuständiger slnd bei Ausbruch des Krieges in den Häfen >dei Mittelmachte 99 feindliche' Fahrzeuge mit 189 000 Ton- Mn davon i5 englische Schiffe mit 173500 Tonnen beschlagnahmt ivorden. m Berlin, 30. Jan. (WTB.) Eines unserer Unter- (see boote hat nt der Zeit vom 18. bis 25. Januar außer gemeldeten Zerstörer noch 17 Schiffe mrt 18 0ci6 Br.-R-T. versenkt. Unter der Ladung der ver- Schtsie befanden sich 15000 Tonnen Getreide, etwa 7600 Tonnen Kohlen, weiter besonders Grubenholz, Phos- jHhat und sonstige Bannware. o°fo e ^ a r$ c u, 29. Jan. (WDB) Der dänische Damp- ,fer „O. B. Suh^" «1900 Tonnen) soll nach einer Lloydrnel- chung von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden fern. Demgegenüber erklärt „Nativnaltidende", es bestehe retn i^rund zu der Annahme, daß der Dampfer versenkt wvr- sei: vteunehr tst es wahrscheinlich, daß er infolge Auf- ^ens auf etne Mine gesunken ist. Das Schiff befand sich mit Stückgütern aus der Reise von England nach Dänemark '^s bestand daher für das Unterseeboot kein Grund, es zu «versenken. Außerdem erfolgte der Untergang des Dampfers ,nn der Nordsee, unweit von New Castle. Ai^h das macht es 'wahrscheinlich, dag der Darnpfer auf eine Mine gestoßen ist. -Dre Bejatzitng wurde von dem dänischen Dampfer ,'Jakob- ffeNk 'gerettet, der sich auf dem Wege nach Kopenhagen be- .sindet. — Mit dem dänischen Dampfer „Expreß" traf gestern t!*? 1 " au ' 1 ° ^ ann bestehende Besatzung des norwegischen Dampfers „Deror" ein, der, wie der Kapitän berich- ***' am vertag morgen im Skagerrak mit einer Holzladuna vuf der Reise von Norwegen nach England von einem deut- ffchen Unterseeboot versenkt worden war. Da stürmisches .Wetter herrschte, war das Unterseeboot bei den Booten ge- .blieben, in denen sich die Besatzung befand. Ein Dampfer ^der sich näherte, war von dem Unterseeboot zum Anhalten .anfgesordert worden, hatte aber plötzlich seine Richtung geändert und war vor dem Unterseeboot geflüchtet Geaen Attttag nxLx die Besatzung von dem dänischen Sch^^ ^,Fuglen ausgenommen worden, der diese eine Stund« Später an den Dampfer „Expreß^' abgegeben hatte Bei war der Dampfer ins EiS geraten und hatte noch 20 Stunden restgesessen — Ferner trafen gestern hier mit Lem oanischen Dampfer „La Cour" die Besatzungen der ^nychen Dampfer „Omsk- und „O rma" ein, die am °l l Unterseeboot versenkt worden waren 18 dänischen Dampfer „Dagmar", der ^ ^Unb^eg^n L^^ EüK- auf eine Mine gestoßen Die lärrnvsllen Verhandlungen der Pariser Kammer werden zurzeit von Freund und Feind mit Spannung ver- Verlauf läßt auf die künfttge Haltung K.^kretchs und den weiteren Gang des Krieges schließen. Miniiterpräsident Briand ist wieder einmal aus dem gröbsten heraus. Aber die Mehrheitszahl des Vertrauensvotums ist bedenklich kleiner geworden. Die Stürme sind noch nicht I vorüber, die sein Kabinettsschiff plötzlich aus den Strand j werfen können. Zwei schwere Sorgen sind es, unter denen ganz Frankreich jetzt seufzt und die im Palais Bourbon von den oppositionellen Gruppen schonungslos enthüllt und besprochen werden, nämlich die Kohlennot und die N ach m u st e r u n g s f r a g e. Die Interpellation über die w nno * bereits am Dienstag verhandelt. Bezüglich des 9Lachmusterungsantrages schwebt noch der Zweifel, ob nur die vor dem Kriege zurückgestellten, für untcnrglich Befundenen oder alle U's und D. tl's nachgemustert werden sollen. Die Kohlenfrage ist in den letzten Wock)en das bren. nendste wirtschaftliche Problem in ganz Frankreich gewor 2£ n cm3?. Friedenszeiten verbrauchte Frankreich jährlich 60 Millionen Tonnen Kohle. Von diesen 60 Millionen Tonnen lieferten die französischen Bergwerke 40 Millionen, wahrend das restliche Drittel von England (10 Millionen), Deutschland (6 Millionen) und Belgien (4 Millionen) ein- geführt wurde. Die Besetzung der für die Kohlenindustrie so > überaus wichtigen Provinzen durch unsere Truppen und der !, o * n Frankreich ergab ein Manko von 40 minus 18 Millionen Tonnen = 22 Millionen zuzüglich der von Teutschland und Belgien sonst herein ko mm enden 10 Millionen insgesamt also ein Defizit von 32 Millionen Donnen! Dav erford^liche Quantum ins Land zu bekommen, erschien anfangs nicht so schwer, da Frankreich ja von dem Bezüge überseeischer Waren nicht abgeschnitten ist. Aber die Preise' Es ist doch offenbar, daß die vom Auslande kommende Kohle nicht zu den gleichen Preisen wie die heimisck>e ge- Preis der französischen Nordkohle stellt sich auf 28 Franks, während die eingeführte Haus- brandkohle in allen Häfen 52 Franks kostet! Also mehr als das Doppelte! Zu diesem Umstand kamen im Laufe des Krieges immer starker verschärfende Momente: Der wach- jende Frachtvaummangel Englands und Frankreichs selbst, I dreSchwierigtett, neutrale Schiffe in genügender Anzahl zur Kohlenuberurrttsirng heranzuziehen, dre Abnutzung und Ber- rrngerung btf Bahnmaterials und schließlich die besonderen ! Verkehrsmißstande der Winterzeit. Nach den neuesten fran- Berechnungen ist die Kohleneinfuhr von zwei Millionen Donnen in den Sommermonaten 1916 auf eine Million merhunderttausend im Dezember gesunken. Das durfte aber eine noch allzugünstige Darstellung sein. Richtig ist sedenfaW sur Januar 1917, daß die Kohleneinfuhr noch unter die Halste des notwendigsten Bedarfs gesunken ist daß die Wirklich „eingefuhrte" Kohle trotz aller verzweifelten Maßnahmen einfach nicht bis zu den Heizkesseln der Fabriken, mcht in den Ofen des klerneti Manues gelangt. Uiw daher die große Not im ganzen Land und die bis Revolte geladene Stimmung in Paris. Die weiteren Aufsitzlnsse wird wohl die Verhandlung der Kammer geben. "^bere" ^rzeitige Sorge der Franzosen, die Nachmusterung der Untauglichen anbetrifft, so wird sie. allgemein rm ganzen Lande wie eine nationale Katastrophe ^npfunden Nicht weil einige Tauseild halbe Krüppel wieder T " bie zu kommen, sondern weil die Absicht der Regierung das ,o lange ängstlich gehütete Ge- fcteÄ arlc übrigen Mannschaftsauellen des säauzösisc^n Heeres ausgetrocknet sind. Kein anderer wie Senator Hmnbert, der ÄNann der Kanonen und Munition l^ steht nicht ur dem Verdacht, die Schlagkraft des Heeres schwachen zu wollen!) schließt einen Artikel gegen eine noch- ^ ^?^?"^rung der Untauglichen mit den Worten- „Und selbst wtenn man, käste es, was es wolle, noch einmal aus dieser vertrockneten Quelle schöpfen sollte, um die Zahl unsrer Truppen aus dem Papier zu vergrößern, welchen Nutzen konnten wir davon haben? Man wird die Depots mit traurigen Soldatengestalten füllen, von denen die mei- 5™, jemals, an dre Front kommen, oder nur ganz kurze Zeit dort bleiben werden. Man wird unsere Kampfeinheiten mit wertlosem Nachschub beschweren, dessen geschwächte Kraft nur emen ungünstigen Einfluß auf die Waffcngefährten aus- u fy n t ann - Diese Unglücklichen werden große Kosten verursachen, man wird ihre Familien unterstützen müsien, und Erfolg wird sein, daß man dem bereits gefährdeten wirtschaftlichen Leben Arbeitskräfte entzogen habeil bauen zu können glaubte!" Wenn ein Mann T bricht, ist wohl kein Zweifel er- daß in der Tat Frankreich rn seinen Untauglichen heute feine Reserven mehr für sein Heer besitzt. ?0 Jan (WTB. NÄhttmEich.) „Prvgvcs de Lvon" ^ ^wahrsiheinlich. daß die Klasse 1918 - t i FEblahrs etrtbentfen iverde. Ter Unterrichts- habe Üer^s Maßnahmen getroffen, damit die Angv- Sidtilat twafiute. Ein Preisprüftrtag in Stuttgart. Stuttgart, 30. Jan. (WTB.Nichtamtl \ STm 27. Jan. fand» mr Stuttgarter Ratbause eiue zwanglose Auüfpracbe zw-rschen den Vertretern der PreisprüfungSstellen des süddeutschen WirtschasiÄ- gemetes statt. Auf der Tagung waren die Vorstände und Go- fchastsführer fast sämtlicher groß- und mittclftöbtifcfjcai und Lan-' despreisprüfungsstellen aus Baden, Bal)erir, Elsaß, .Hessen, Hessen^ Icajiau und Württemberg anwesend. Auch die stellvertretende Ge- neralkommandos des Wirtschaftsgebietes und die Volkswirtschaitliche .-wteüung des Kriegsernähriingsamtes -hatten die Konferenz be- f schickt. Ter erste Vortrag bel)andelte das Zllsanwrenarbeiten von reisprütungsstellen und Zulassungsstellen bei der Bekämpfung des ettenhandels, der zweite die Genntinberechnung des Handels, Zugrundelegrmg der neuesten Rechtsprechung des Reichsgerichts,. em dritter die Ersatznffttelfrage, ein vierter und letzter den vom Gesetz gemachteil Untersckffed zwischen übermäßiger Preissteigerung und übermäßr^em Gewinn. Zrun Schlüsse wurde allgemein der Wunsch ausgesprochen, 'daß die nächste Tagung, die dann die dritte dieser Art sein würde (die erste fand in Karlsruhe vor einem! yalben ^^ahre statt), nicht nur auf das süddeutsche Wirtschaftsgebiet beschrankt werde, sondern daß versucht werden soll, die Preis- prusungsftellen für Nnrddeutschland zu gemeinsamem Vorgehen hevanzuzrehen. Aus Stodt und Cand. Gieljen. 31. Januar 1917. Auszeichnungen. Heinrich T r e ch s l 1 1 , Kriegsbeschädigter, s. Zt. Musketier im Lothr. Jw.-Rgt. Ui, 8. Komp., erhielt am 27. Januar das Eiserne Kreuz 2. .Klasse. - Ernst Loh men er, ein bekanr^tks Mitglied des Gießener Radfahrer- ^.Er^v^ ber gegenwärtig im Lazarett Steins tzwrten liegt, wurde- dle Hessische TapserkeitSmedaille verliehen, nachdem er schon Inhaber vom Eisernen Kreuz 2. -Lllasse und vom Bayerischen Militär- Verdtenslkreuz 3. Klasse mit Schwertern war. ** Das Kriegsehrenzei chen Nmrde folgenden Mitglied dern der frerwtll'igen Sanitäts-Kolonne Gießen vom Roten KsteuL ^rlrehen : Konrad Graulich, ftellv. Kolomrenrührer, Heeinrich R. r a us b a a r, Zugführer, Johannes Germer, Gruppenführer, Kaspar Becker, Behrend Behrens, Adolf Bourgeois/ Leonhard Decher t, Otto G(ifevius, Otto Hirz, Mrrl Jung, vermami Nagel, Heinrich Polratzky, Karl Wel- nsE r ' •WTTrtcr) Wo l f f. Dl ^-Auszeichnungen wurden bei einem ^bp^ll durch den Vorsitzenden nsit einer Ansprache überreicht. c- ^ ^ uf. Im heutigen Blatte richtet der Stadtausschuß der Großherzog-Jubiläumsspende für die Stadt Gießen einen Aufruf zur reichlichen Spende für eine Jubiläums- strttung zur Schaffung von Einrichtungen, die der Erholung und Kräftigung unserer hessischen Krieger in einem Erholungsheim dienen soll. Jede, auch die kleinste Spende ist wilt- tonnnen. Es findet eine .Haussammlung statt. Gaben nehmen: entgegen: die Banken, die Bezirksspartässe und die Stadtkasse. ** Die beiden WohltLitigkeitsvorstellun- gen zugunsten der städttschen.Krregsfürsorge an Groß- herzvgs Geburtstag, 25. November 1916,. und aii Kaisers- Geburtstag, 27. Junuar 1917, erbrachten zusammen einen Reinertrag von 1428.05 Mk, welcher Betrag vom S>tndtthectter Vvaeruvrum und Allegro von Pugllani-Kveiskar. Dieser .Künstler welk ausgezeichnet alle Stimmungen, zu treffen, imb die Hörer ffii packen. Frl Wolter und Herrn Kkmfmünn begleüete Herr Stoll am Flügel, ein noch junger Pianist aus Berlin. Er behandelte seine Aufgabe mit viel Geschmack, grofeeir Sicherheit und musikalischem Feingefühl, und unterstützte somit die Absichten der Betragenden auss beste. Zum Schluß kam Brahms Klariinetten- qulntett op. 114.x Dieses herrliche Werk wurde mit warmer Hingabe und trefflichem Gelingen gespielt. „Nochmals klang Herrn Rul>ers weicher und beseelter Klarrnettenton arvs- Ohr, der so sehr an Mühlseld erinnert, und damit schloß der gevrnßreiche Nachmittag. ** Obbornhofen, 29. Jan. Bet dem Holzznmchen im hiesigen Gemeindewald trug sich he»ite ein schwerer U n g l ü cf §• fall zu, inbem ein stürzender Baum den Landwirt Karl Mörschel unter sich begrub. Der Tod trat auf der Stelle ein. Kreis Büdingen. — Echzell, 30. Jan. Der Besitzer der hiesigen Apotheke, Fritz Schmidt, zog sich eine Blutvergiftung zn, derer unter großen Oualen in der Gießeuer Klinik erlag. Kreis Alsfeld. •• Homberg a. b. Ohm., 81. Jan. Der Kompagnie-Feldwebel Ltldwig Born, Kaufmann. Sohn der Ltldwig Born VI. Witwe von hier. Inhaber der Hessischen TapferkeitsmedaKle, wurde ;m Westen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Kreis Schotten. n. Schotten, 81. Jan. Zugunsten der Unterkunft >md kostenlosen Verpflegung heiinatloser Urlauber im Hessischen Lehrersieiin stiftete die Rheinisch-Nassauische Bergwerks- und Hntten- Gesckllschast in Stolberg (Rheinl.) den Betrag von fünfhundert Mark. a. Schotten, 31. Jan. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde dem standwrhrmann Johannes Schaub im Jnf.-Regt. Nr. 114 ch'ir Tapferkeit verliehen. a- E l ch e l s a ch s e n, 31. Jan. Der Landwehrmann Wilhelm Ps e fle r, Landwehr-Jns.-Regt. 116, 7. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Gleichzeitig wurde seinem Bruder Otto Pfeffer von der 10. Komp, des Jnf.-Regts. 186 die Hessische Tapferkeilsmedaille verliehen. u. Rudingshain, 31. Jan. Infolge einer schweren Verwundung starb der 20jährige Heinrich R n p p e l, 5. PommerscheS Jnf.-Rgt. Nr. 42, 4. Komp., den Heldentod für? Vaterland. •• 23 c 1 1 1 r f e l b , 31. Jan. Musketier Hermann L e i d n e r, Res.-Jnf.-Nregt. 88, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille, hat am 20. Januar das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Starkenburg nnd Rheinhesseu. dz. Darmstadt, 31. Jan. Aus das bei der vaterländischen Kundgebung irn „Kaisersaal" am 27. Januar an den Kaiser ab- .gesandte Glückwunschtelegramm ist folgende Antwort eit,- .gelaufen: ..Saine Majestät der Kaiser lassen der Haupt- uud Residenzstadt Darmstadt für die freundlichen Glückwünsche und das Gelöbnis treuen Durchhaltens bis zum siegreichen Ende des Kampfes für eine glückliche Zukunft des Vaterlandes herzlich danken, (gez.): KabinettSrat v. Valentini." 22 . I u q e mh e i M, 31. Jan. Dem gestrigen Erdbeben ans Agram folgte am 30. Januar früh 3 Uhr 57 Minuten die Registrierung eines bedeutenden Weltbebens, das 2'/, Stunden dauerte und dessen AnSgang scheinbar im südöstlichen Asien zu suchen ist. rm. Jugenft^im a.d. Bergstraße, 31. Jan. Das zuletzt gemeldete Webtbebeu. pa£ am 30. Januar früh ftirttfcmd. seinen Herd rm nördlichen Japan, vielleicht aus den schwachbevölkerten! Kurüeninseln. Hessen-Nossau. X Hanau, 30. Ja». Nach einer Bekanntgabe des Magistrats wird daS Stadttheater zur Ersparnis des Heizmaterials bis auf weiteres nicht mehr geheizt werden. Die selbstverständ- liche Folge dieses Beschlusses wird darin bestehen, daß die Direktion die Vorstellungen einstellen muß. --- H S ch st a. M, 30. Jan. Dir Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich heute Ln öffentlicher und geheimer Sitzung mit dev Eiingemernduing der drei Nachbargemeinden Sindlingen, Zeilsheim nnd Nnterürderdcrch zu Höchst. Sic erklärte sich in den Grundrügen mit der Einverleibung einverstanden. Durch die Einverleibung wächst die (AnNychnerzahl der Stadt von 17 000 auf rund 30 (XX). Die Grundfläche steigt um 2000 Hektar. In dem EingemeidungSvertvag billigt Höchst den drei Ortschaften eine er- hebliche Reihe Vergünstigungen zu. Letzte Nachrichten. Deutsche Heldentaten in Rumänien. cv rs P C r ** V '^0 Jan. (WTB. Nichtamtl.) Aus dem rumänische«! Feldzüge werden curzelne Kampfliandlungcn bekannt, äie ein Be- ^ die llnerschrockenlMt der deutschen Truppen und, ihren kühnen Kampfesgeist. Eine bayerische Division erreichte- - rmursck) nachts die Prahovabrücke zwischen Tarmancstc und Arrc^tr Tre 250 Meter lange Brücke war stark besetzt. In ocnen arm Leutnant Staad von einem bayerischen Infanterie- .Negcment mit 30 Mann unerschrocken an und eroberte die Brücke nach kurzem Gefecht. Ein rumänischer Oberst fällt. In knapper ^rot entkommt der rumänische Tivisiousstab im Auto. Leutnant St^b schickt jedyä Mann als Patrouille vor. Die rumänischen Soldaten erzählen, daß eine gmrze Division angreifen wird, woraus sich 350 ^Rumänen und 14 Offiziere ergaben. Ern Zug eines bayerischen Regiments, der mir noch 50 Mann J}® 1 » überraschte bei SireÄancsti eine rumänische Batterie zu SlLr ®«!^ 01 * n Marschkolonne und eroberte sie nach kurzem Bei einem starken Aufstieg nach Matau erhielt dieser 50 Mann starke Zug starkes Flankenfeuer. Ter kommandierende Leutnant erbittet Unterstützung, kann indessen s-eine Leute nicht Mrucklmlten, die mit Hurra vorwärtSstürmen und zwei feindliche Kompagnien samt dem Bataillonskornjinandeirr nnd einer gerade auffahrenden Haubitzenbatterie zu inn GeschütMi in ihre Hand bringen. Im ganzen erbeutete di-eser 5 0 Mann starke Zug 600 tonn, nenn Geschühe 23 M u n iti o n swa g en und einen Sanitätswagen. Sechs Mann dieses Zuges wurden schwer verwundet. Auf der Straße von Targowiste—Ploesti drang der Offtziers- stell Vertreter Floral h in das Dorf Brataseance mit zwei M a n n Begleitung ein. Drei rumänische Offiziere ergeben sich und lresern die Waisen aus. Flovath läßt den rumänischen Brigade- Achutanten herbeirusen. Dieser verweigert die Uebergabe und schließt einen Kvc^ um die drei Bayern. Florath indessen über-, zeugt die Rumänen von der Nutzlosigkeit zedes weiteren Wider- standes, worauf sich 4 Os fixiere und540 ManNmit vier Maschinengewehren ergeben, angesich^ in der Ferire Marschierender dQttscher Artillerie, der das rumärristl-e Feuer hätte gefährlich wexden können. Leutnant Seemüller des gleichen .Bataillons berichtet, daß der Erfolg bei Jnotesti von Lalojyska aus hcruptsmAich der Unerschrockenheit der Bayern zu danken ist. 12 3 Mann überrannten in 2 Kilometer Breite trotz lebhaften Maschinengewehr-, und Artillerieseu-ers drei rumänische Stellungen. Eingeschüchtert durch efti solches Ungestüm, ergaben sich die Besatzmrgen der rumänischen Gräben und ließen sich von einzelnen Leuten der stürmenden Bayern ckbfühvSn. Die letzten Ententerüstungeil für die Entscheidung. Amsterdam, 31. Jan. Wie aus zuverlässigen Londoner Quelle berichtet wird, versuchest die Verbandsmächte eine Zentralisation aus den verschiedenen Gebieten der Kriegführung durchsu- führen. Marine- .und .Schiffahrtswesen verbleiben auÄchlirMch in englischer Leitung und Kontrolle. Die Kriegjührimg zn Lande ist den Generalen N i v e l l e Und Robertson unterstellt fvvrden, die sich über die Bedürfnisse an Truppen und Material ans allen Kriegsschauplätzen informieren und das Ergebnis den Regierungen Englands, Frankreichs. Rußlands und Italiens nrit- tcilen. Lloyd George ist mft piner nnerinüdlrcheu Energie tätig, daftir zu sorgen, daß die von den Generalstabschefs gestellten Forderungen^ schnellstens erfüllt werden. In dieser Beziehung geht die neue Regierung in England ohne jede Rücksichtnahme vor und hat dadurch Organisationen in Frankreich und Italien erreicht, die früher mrmöqlich schienen. Nur in Rußland gehen die Tinge noch immer rückivärts, anstatt: vorwärts. Deshalb beu.rteilen die Sachverständigen die Kriegslage augenblicklich so, daß die Operationen an der Westfront, Italien mtb Mazedonien ganz unabhängig von deir russischen sftck». Bei den Frühjahrskämpsen werde es sich zeigen, inwieweit Rußland die anderen Fronten noch entlasten kann oder ob es selbst Hilfe gebraucht. Hn allen Verbandsländern ist augenblicklich: infolge der Kohlennot eine VeriniTiderung der Munitionserzeugung feft- zustellen. Dock) nimmt man in der, rnaßgebenden Kreisen der Entente an, daß bei den Mittelnrächten derselbe Einfluß sich gellend macht. Alle Fachleute, in (Ärglaud sowohl wie in Frankreich, ge- ftel-ev ein, daß die Rüstungml in beiden Ländern nicht höher gebracht weiden können, da jetzt alle nur denkbaren Kräfte heran- gezogen seien. Bon einer längeren .Kriegsdauer könne also keine Rede mehr ferm Diese Erkenntnis sei auch in den Kreisen wahr- zunehmen, die die 2 )eran 1 wotttzmg tragen. Französische Wiederfroberilnasverinchk auf der Höhe 304. Berlin. 30.Jan. lWTB. Nichlanttllch.) Auch am gestrigen Tage erneuerten die Franzosen vergeblich ihre Miedererobernngs- versuche der yerlorengegangenen Gräben ans der Höhe 304, o.be den Talkessel von Esnes, mH die dort befindliches wichtigen 5 u- gangsstraßen beherrscht. Nach lebhafter Feuertätigkeit ivährend des Tages lvurden um 5 Uhr früh die Vorbereituuaeu zu einem sran- zöftichen Angriff erkannt.^ Heftiges deutsches Ärtilleriefeuer hielt den Angriff nieder. Um 7 Uhr unternahmen die Franzosen einen Vorstoß, der überlegen und leicht zurückgewicsen wurde. Ein 7 Uhr 45 Minuten erneut vorgetragener ^Angriff erlitt dasselbe Schicksal. Du Nacht verlief ruhig. , An der russischen Froitt beeinträchtigt empfindliche Kälte, an Einzelnen 'Abschnitten bis zu 20 Grad, die Kampstätigkeil Auch in Rumänien herrscht.neben hestigeni Schneetreiben seit ntligen Tagen empfindliche Kälte. ' Die französischen Vorbereitungen. cl ^ ^ ^ k: ^ öam , 30. Jan. Ein Korrespoiidcnt Reuters meldet, iL 10 ow^^vsen den ganzen Wjinter hindurch an fast allen Ab- IchnEen ihrer 400 Meilen langen Front damit beschäftigt waren, wo Befesttgungswerke auszubessern und neue zu errichten. Der franzwfisck>e Oberstkommandierende könne deshalb die Offensive an ieder von ihm gewählten Stelle beginnen. Weiter wurden Nor- mal- '.lind Schmalspurbahnen aiigelegt, Straßen gebaut oder für den Transport wn Kriegsmaterial und Truppen neue hergenchtet, o'olnd unmöglich herausftnden könne, Ivo der nächste schlag von den Alliierten geführt werden tvrrd. Ein ausgedehntes emzige wichtige Stelle der Front unvorbereitet finden. Und da- durch, daß diel Franzosen überall Befesttgungen angelegt haben, wird der A.ufklärnngsdienst des Feindes gründlich irregeführt. (So sagt ReutQe. — D. Red.) Eine neue Friedensaktion Wilsons? Lugano, 30. Jan. Ter Newyorker Berichterstatter der ^/Ltanipa" b>-richtct, daß Präsident 23ilson entschlossen ist, seine Fnedensaktioil fortzufetzen. Durch eine neue Note, deren Text mcht^veröffenplicht werde, gedenkt er in einer posittven überzeugenden Form mr die Unterstützung einiger europäischer und ameri- kanifcher Neutraler zu appellieren. Die Note soll auch eine .Klar^ legung (her Moft ve enthalten, die den Präsidenten bewogen t-abeii eine Reform des Seekriegsrechtes 31 t beantragen Amerika und der U-Bootkrieg. London, 30. Jan. (WTB. Nichtamtlich.' Meldung des Neuterschen Bnrea^is. Die New Vorker Zeitimg „Eveiiing Sun" meldet ans Washington, das Staatsdepartement denke daran, neue Verordnungen für Hasenofsiziere zu erlassen, durch welche es den Handelsschiffen der Kriegfühvenden gestattet werden soll, wegen des Charakters der Kanipsoperationen der denk scheu U-Boote schwerere Geschütze, nnd zwar sowohl am Vorder- als am Hinterschiff zu führen. Die Eisve.chältuisft und die Schiffahrt. Kopenhagen, 31?Jan. Infolge der anhaltendeii strengen Kalte ift die dänische Schiffahrt sehr gefährdet. Die dänischen Gewässer sind teils mit eirrer festen Eisdecke bedeckt, teils mit Treibeis angefüllt. Eine Anzahl .Häfen ist vollkommen vom Eise blockiert, eine große Zahl Schiffe sind im Eise eingefroren. Mehrere Damvser- verbindungeii wurden enigestellt, darunter die im Sunfd und nadf Schweden. In den letzten 25 Jahren sind nicht so bedeuterrde Eis- masseii im Kattegat und namentlich an der jütländischen .Küste beobachtet worden, wie diesen Winteir. Auch läätgs der norwegischen Küste wurde die Schiffahrt durch Eis behindert. Mehrere Dampfer sind festgefroren, die regelmäßigen Postdampferverbindungen längs der norwegischen Mste teilweise eingestellt. Ans der Schweiz. Bern, 31. Jan. Die deutsch-schweizerischen Gesellschaften in Basel, Bern, Glarus und Zürich haben an den chweizerischen Bundesrat die 2luffordernng gerichtet, er möge die Ausfuhr von Geschossen, Geschoßteilen, Zündern und Zünderteilen verbieten, um dadurch das Seini.b.H.Ließk». _ Bftcbep-Lehrling ges Päckermeister Deibel, Neuenweg 50. 1788 Schneidcrlehrling gesucht. M. Sicver. SelterS- weg 65. [813 Werk Nidda (Öberh.j | Ms JlU Eaosbnrache v. Lande fof. ges. Ertolar, Kreuzvl. 11 . f 1 ^ 00 Lehrlißlg ßeflen fof. gute Vergütung zn Ostern gesucht. [00548 8* H. 8ondhelm. Farben nnd Lacksabrikaie, Gießen. Braver Junge in die Lehre gesucht gegen Vergütung von 500 Mk. Kost im Hause. 1804 Stein und Bildhauerei L udwig riliitn, Wiefeck. Mlige Mstskllll gesucht. M1 Hotel Schütz. Pntzfran gesucht. _ A. Geige. [00604 für Laden nnd leichtere Zkontorarbciten für sofori od. später ges. Schr. Ang. inj! Gebaltsanspr. an J. Wetaert, Sie Ban, Buchdr., Pavierwar. Derkr-LnLknr-ro? ^«uskranoa- lmaS. rrsnkkuria. 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Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde gestern nachmittag 2Vj Uhr mein lieber, unvergeßlicher Sohn, unser treuer Bruder und Enkel Friedrich Roth von seinem kurzen schweren Leiden im 15. LebensjtAire in ein besseres Jenseits abgerufen. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zeijgt dies tiefbetrübt an Familie Friedrich Roth II., Schreinermeister. Steinbach, den 31. Januar 1917. Die Beerdigung findet Freitag, den 2. Februar, nachmittags . 3 Uhr statt. 00603 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen sagen wir Allen auf diesem Wege innigsten Dank. Im Namen der tiestrauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Stein nebst Kind. Wieseck, den 30. Januar 1917. 9l Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Htnschetden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grotzmutter, Schwägerin und Tante sagen wir hiermitunsernherzlichstenDank. Mappm (Höhere Privatschule Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Einjährigen’, Primareife-, Abiturienten- prtifnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70, Fernr.633 Gründl. Unterricht in 84 Stenographie Buchführung u. allen Handelsfächem. Tages- a. Abendkurse Honorar monat!. Mk. 10.- Kursdauer nach besonderer Vereinbarung. Anme düng täglich. Kostenlose Stellenvermittlung. FranzVogt&Go., Gießen Goothestr. 32. Tel 2051. Nutz- iniii BrmljchmstchttNH. Freitag, den 2. Februar dS. Fs., vorm. 9 Uhr, soll an der Straße Gießen—Lollar nachver- zeichnetcs Pappelholz versteigert werden: 15 Stämme mit einem Durchmesser von 0,46 bis 0,60 Ztm., zusammen 22 Fstm. Zirka 15 Rm. Astknüppel und 12 Haufen Astreiser. Zusammenkunft nächst der Wirtschaft zur Karls- ruhe. Gießen, am 30. Januar 1917. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Hechler. 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Spendet reichlich, damit dieser schöne Plan verwirklicht werde, der uns allen am Herzen liegt! Jede, auch die kleinste; Spende ist willkommen. Es findet eine Haussammlung statt. Gaben nehmen entgegen: die Banken, die Bezirkssparkaffe und die Stadtkaffe. ^ Der Stadtausschutz für die Stadt Gietzen. FMooBArtlM Platten-,Pack-, Roll film verschiedene Fabrikate, alle Größen empfiehlt Mediz.-ßrogerie zum KreozpWtz Spezial-Photo-HaUß Krenzplatz 9. Sendungen ins Feld kom juen :: umgehend zum Versanii. ;s Freunden einer würzig'-n, vollmundigen Zigarre von grotzem Formal sei ein Versuch mif. meiner meu eingeführten Borstefalanden- ^Zolge „Hessenkraft", Bogelsberg zu IS, Feldberg zu 18, Mettzner zu 20, Melibokus zu 25 P4g besten- empfohlen. Wilhelm. Moeser, Grotzherzoglich Hessischer Hoflieferant, Gietzen, Seltersdveg Nr. 63. 87 ln schwarz, weiß u. vielen Farben, für Blusen und Kleider, zu mäßig. Preisen 361a Holzversteigerung. Im Licker Stadttvald, Distrikt Eisenkaute, werden Montag, den 5. Februar 1917, versteigert: Scheiter Rm: Buchen 800, Hainbuchen irdl 8. Eichen 30, Knüppel Rm: Buchen 300, Eichen 40, Reisig Wellen: Buchen 6300, Eichen 700, Stöcke Rm: Buchen 320, Eichen 50. Zusammenkunft an der Kreuzung am Burkhardsfelder- Weg und der Nieder-Bessingerschneise; Anfang vormittags 10 Ubr. Ltch, den 25. Januar 1917. Grohherzogltche Bürgermeisterei Lich: Dörmer. 786B Bekanntmachung. An Stelle des am 22. Januar 1917 ausgeschiedenen Geschäftsführers der Eisenerz-G. m. b. H. in Hungen, Ingenieur Otto Kathagen in Hungen, ist Bergwerksdirektor Hermann Meyer in Hungen zum Geschäftsführer bestellt worden. Eintrag zum Handelsregister ist erfolgt. 916 B Hungen, 26. Januar 1917. Großh. Amtsgericht Hungen. V f i ZW Vermietungen Die seither von Herrn Rechts- anwalt und Notar Bümbsld innegehabte 176 Wohnung Seltersweg 56, I. ist ab 1. Avril 1917 oder später anderwetiist zu vermieten. Balinbosstr. 54 II. Stock. 8-Zimmer-Wohnung m. reicht. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zum 1. 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