ür. 25 Der Hletzencr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Siehener Zamttiendiüller, Krcisblatt für den Kreis. Sieben. Vezugrpreir: monatl. 9u Ps., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.3.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchristleilungllL Verlag,Geschältsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erster Blatt lbl. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderheffen Dienstag. 38. Januar jelgen itx postschecktonto: Frankfurt a.M. U686 Awillingsriinddrock u.Verlag: vrShl'sche Unio.-Vuch- u.Stemdruckerei R.Lange. §christlett«ng, Seschästrstelle ».Druckerei: Schulftr.7. fsm^uch^n Gi-ß-n. die Lag es nummer zum Nachmittag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen^ örtlich 20 Pf., Uter*' ,nietungen u. Stellengesuche 1bPf., auSwärtT! 2b Ps., b. PlahvorschrW 30 Pf., Reklamen 75 Pf.^ bei Platzvorschritt 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: yantverkehr: Aug. Goetz, Stadt und^ Skwcrbebanl «ietzrn Land Vem^.^^»«' richtssaal: Ir. R. Zenz. Bedeutende Erfslge uujeter U-Boote. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Januar. (Amtlich.) W e st l i Ä e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls K r o n p r i n z R u p p r e ch t v o n B a y e r n. Nördlich von Armentiöres griffen die Engländer in drei Wellen die Stellungen des bayerischen Infanterie Regiments Nr. 23 an, das den Feind verlustreich zurück- wies. Westlich von Fromelles. östlich von Neuville-St. Vaast, auf dem Nordufer der Anere und nördlich von Vic für Aisne blieben Nnternehnmngen feindlicher Streifabteilnngen ohne Erfolg. Südwestlich von Le Transloy wurde ein englischer Posten aufgehoben. Front des Deutschen Kronprinzen. Auf dem Westufer der Maas herrschte tagsüber rege Kampftätigkeit. Morgens versuchteil die Franzosen ohne Feuervorbereitung überraschend gegen die am 25. l. gewonnenen Stellungen auf Höhe 394 vorzubrechen. In unserem sofort einsetzenden Feuer fluteten sie zurück. Von Mittag an lag starke Artilleriewirkung auf unseren Gräben. Es erfolgten nach heftigen Feuerwellen noch drei französische Angriffe, die sämtlich erfolglos zusammenbrachen. Die braven westfälischen Infanterie-Regimenter Nr. 13 und 15 und das badische Reserve-Jnfanterie-Regiment Nummer 199 hielten in zäher Verteidigung den eroberten Boden, von dem trotz hohen Einsatzes von Munition kein Fuß breit von den Franzosen zurückgemonnen werden konnte. In den Vogesen brachte ein Erkundungsvorstotz nenn Gefangene ein. Nach starker Feuervorbereitung drangen auf dem Hartmannsweilerkops Sturmtrupps des Württrmberger -Landwehr-Jnfanterie-Regiments Nr. 124 in die französi- ischen Gräben ein und Lehrten mit fünfunddreißig Gefangenen und einem Maschinellgewehr zurück. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. An der Aa schränkten unsichtiges Wetter und Schneetreiben die Gefechtstätigkeit ein. Die bewährten osmanischen Truppen des 15. Korps Mlugen an der Z l o t a - L i p a russische Angriffe zurück, die /nach heftigem Feuer mit starken Massen einsetzten. An einer ^Stelle säuberte schneller Gegenstoß den eigenen Graben. Im .Nachdrängen wurde dem Gegner eine Anzahl Gefangener ^ab genommen. Deutsche Stoßtrupps holten an der N a j a r o w k a aus Der russischen Stellung neun Gefangene. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Jur Me st i ca ne sei - Abschnitt unterhielt der Feind -nachts starkes Feuer. Zwei Angriffe der Russell schlugen fehl. Pon der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen und der Mazedonischen Front äst nichts Besonderes zu berichten. Der Erste Generalguartiermelster Ludendorff. In der Zeit der Vorbereitung einer fürchterlichen Ab- hrechnung hat es dennoch einigen Reiz, der Frage nachzw- ! gehen, die Universitätsvrofessor Dr. Heinrich Kretschmayr in !der ,^Oesterreich. Rundschau" untersucht: „Werden wir uns 'mit Frankreich je verstehen'?' In diesem Aufsatz, den das sFebrmrrheft des „Türmers" wiedergibt, ist eine überaus l fesselnde historische Schau auf das Nebeneinander der beiden .Kölker zu finden, auf ihre Eigenarten und Schicksale. Wes S " t sodann in einigen treffenden und das Problem erden Sätzen: „Alle französische Geschichte strebt noch Leitwort und Nenner 'äfö Ziel. Was nicht klar ist. ist Vicht französisch. Schier ntate* maitisch genau soll die Staats Pyramide im Staatsoberhaupte gip- -fein: ob goldenes Königtum, Volkssouveränität, Kriegsimperium oder Parlämentarisnrus — es ist immer derselbe zentralisierende Staat. Die äußere Politik wandelt sich strenge programmatisch ab; einmal heißt das^ Schlagwort Nationalismus, einmal Revanche, immer aber ist ein Schlagwort da. Man erkenne doch, die nivellierende Gewalt der Tradition nt Frankreichs Geistcs- qefchichte. Nur keine regelwidrigen Individualitäten! Wächst einer nus den französischen Geistern in redender oder bildender Kunst so über die Umwelt auf wie Shakespeare, Regrbrandt, Gonthe?" Im Gegensatz dazu erscheint die Lebeirswelt der Deutschen, die uns Höheres und Tieferes gestellt ist. Der Verfasser malt da folgendes zutreffende Bild: Gleichwohl, das französische Lebensideal mit seiner Selbstverständlichkeit und Harmonie, seiner Freude an Form und Wort, seinen Menschenrechten und seiner Republik, wo jeder Marschallstab mtd Ministerportefeuille in Tornister und Tasche trägt, mit seinem Streben, sich cvUls Leid und Fremd, Lust und Not des Daseins immer wieder ein individuelles Festmahl zurechtzurichten, dieses Ideal ist schön, frequent, bat eine ,«erbende Kraft. Unsere Feindscljaft gegen Frankreich allznmeist hat uns die Seelen der Neutralen entfremdet. Wir lmfrim aber auch allzuwenig entgegen gestellt. Mag dckr Fraichvse den Zaubern des hohen Wortes oft Ms zur Lächerlichkeit untertan sein, wir haben mit unserer Verachtung von Wort und- Form arg gefehlt. Es genügt nicht, Gold ovs den Diesen zn hieben, man muß, es auch zum Ringe zwingen. ^Form und Worte sind nicht bloß Schein und Gaukelei, sie sind auch Wirklichkeit und Macht. Form und Wort gewinnen die Herzen. Wir hätten ganz anders ausziehen müssen, die anderen uns zu erobern. Wir hatten es nötig. Denn das deutsche LMnsideal ist so viel weniger bequem als das französische, ist iricht auf eilten Neuner gebracht, nicht gegrünM mit die klaren Grundlagen einer jedem faßbaren Verständigkeit, es ist begriindet in den dunklen Tiefen dessen, was wir Gemüt, Wille, Einfrildungskrast nennen. Sind die Franzosen Rationalisten, mir sind problematische Menschen. ?lpplaudite amici, kann jeder Franzose sagen. Uns ist das Leben fetzte schöne Komödie, keine Bühnenstunde, .es ist uns tun stellt Sfpfli/rrjpsJinie zußegitrn der Kampfe. M ßndeAprif ” J/7fa/70 ffff 7 « « o • * r ,— SSnwwMJ J&fj F' ' 5ttV- *VifaMr wv Crrnfcn fj 'Harrt,, Z/j (fen/fsm.ufe/? if/nftö/reJO 1 / Die Kämpfe auf dem Westufer der Maas. Unsere Kartenskizze bezieht sich auf die jüngsten Kämpfe, die am Westufer der Maas stattgefunden haben und zu einer wesentlichen Verbesserung unserer Stellung an der Höhe 304 führten. Diese Höhe ist bereits im Mai v. Js. von uns genommen worden, die Franzosen hatten jedoch noch am Süd- und Süstostabhang Schützengräben halten können, deren wir uns jetzt bemächtigt haben. Die ganze Aktion ist etn Beweis dafür, daß wir uns keineswegs im Westen auf die Verteidigung beschränken, sondern gegebenen Falles auch die Offensive sehr energisch ztt handhaben verstehen. Berlin. 29. Jan. (WTB. Amtlich.) lieber den Verlauf der Kämpfe am 28. Januar auf dem Westufer der Maas meldet der General der Infanterie v. Francois: Um 8 Uhr vortnittags setzten die Franzosen zum Angriff auf unsere neuen Linien ans Höhe 30 4 ohne Artillerievorbereitung an. In unserem gut zu beobachtenden Feuer kam der Gegner'nur an einzelnen Stellen aus den Gräben und wurde abgewiesen. Um 12 Uhr mittag begann starkes feindliches Feuer, das sich uni 2 Uhr. nachmittags zum Trommelfeuer steigerte. Um 3 Uhr nachmittags brach die feindliche Infanterie auf der ganzen neuen Front zum zweiten Angriff vor, wurde aber durch Infanterie, Handgranaten und Sperrfeuer zuruckgeworfen. Ein dritter Angriff um 3 Uhr 40 Min. nachmittags kam in unserem wirksamen Vernichtnngsfeiter nur ft-ll teilweise ans den Grä Bert. Darauf fetzte wieder starkes Artilleriefeuer auf unsere vorderen Gräben ein; um 4 Uhr nachmittags erfolgte der vierte Angriff, der von dem Infanterie-Regiment Nr. 13 und dem Reserve-Infanterie-Regimeut Nr. 109 im Handgemenge abgeschlagen wurde. Das Infanterie-Regiment ?dr. 15 stürmte dein Gegner aus den eigenen Gräben entgegen und trieb ihn zurück. Alle Stellungen sind restlos gehalten. Der Gegner erlitt sehr schwere blutige Verluste, während die eigenen gering sinb. Die Stimmung der Truppen ist siegesfroh und ausgezeichnet. von Pflichten erst und barm von Rechten und von der wirklichkeits- fooheit Tercklichkeit lateinischer SonnMkinder soweit entfernt wie die Sonne Homers von den Gewittern der Edda. Wir sind nun einmal — trotz Goethe — von der Art, der die Ruhe der gvldmen Mitte nicht Genüge tut, und sind im Hintergrund unseres Herzens, immer wieder von den Fragen an das Schicksal quälend umlauert, mag auch uach außen die Fassade unseres'Wesens kraftvoller und aufrechter scheinen, schon darum, iveil wir au den Ausgleich der Mißklänge in unserm Herzen immer erneute Willenskräfte »venden müssen. Der Franzose will die Freiheit seines äußeren Menschen und läßt sich innerlich durch Räson und Tradition gerne binden, uns verlangt es noch äußerlich begrenzter, innerlich uarbegrenzttr Freiheit. Wir wollen den buntgegliederten Staat, wie er uns erwuchs, wie ihn die großen Staatsmänner dcnt revolutionären Lehren entgegen gebildet haben uiw ivolleu strenges Gesetz und festen Befehl darüber. Wir freuen uns der farbenreichen Vieldeutigkeit und des unerschöpften Werdetriebes unserer Sprache und wolleit sie nicht zu einem französischem Garten zurechtsttltzen lassen, utag sie dabei auch zu mancher blühenden Kunst ihrer feinen Nachbarin untauglich bleiben. ist die anfangs gestellte Frage sicherlich noch recht schwer zit beantworten. Wie der Krieg anch ansfallen inag, Frankreich wird nicht an einer ersten Stelle mehr stehen, lind, so schreibt Kretschmayr weiter: „Drei verhängnisvolle Zeichen stehen auf seinein wolkenreichen Himmel: die in Wahrheit blutsaugeirde Vorntundschaft Mbions, das drohende Versiegen der Volkskraft, der Widerspruch, den die französische Staatsform in sich trägt. Wird Frankreich davon genesen'? Als Englands Magd und Helferin ganz gewiß nicht." Politisch tonnen wir da während des Krieges jedoch ans keine „Versöhnung" mit nnserent westlichen ^Nachbar hinsteuern. Der erwähnte Aufsatz schließt init einer Perspektive, die der^ Eitelkeit der Franzosen sicher iticht wohl- schmecken wird: „Vielleicht wird gerade unser Deutschöfterreich, lateinischem Wesen verwandter als der Norden, einmal wieder Mittlerin werden, unser Wien hier ein „Paris von Deutschland" auch in diesem Sinne werden können, nicht nur als Vorstadt fiir Mode und Geschmack?" * * * Der öftcrrcichisch-lrngarffche Tagesbericht. Wien. 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 29. Januar 1917. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. Im Mestecanesci-Abschnitt verhielt sich der Feind gestern ruhig. Heute früh setzte er erneut zum Angriff ein, wurde aller unter schweren Verlusten abgeschlagen. An der Zlota Lipa griffen gestern vormittag die Russen das osmanische 15. Korps mit starken Kräften an. Die tapferen türkischen Truppen warfen den Feind in erbittertem Kampfe zurück und stießen in der Verfolgung Pis zu den zweiten Linien der russischen Stellung nach. Sie brachten zahlreiche Gefangene ein. Sonst nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Abschnitt östlich des Doberdo-Sees brachte eine Abteilung des Infanterie-Regiments Nr. 91 von einer gelungenen nächtlichen Unternehmung 31 gefangene Italiener zurück. Die Artillkrietattgkeit ist im allgemeinen mäßig. Nur zwischen Garda-See und Etschtal richtete der Feind zeitweise ein lebhaftes Feuer gegen unsere Ortschaften. S ü d ö st l i ch e r K4 i e g s s ch a u p l a tz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs u. H ö s e v. Feldmarschalleulnant. Die Tätigkeit auf der Westfront. Berlin, 29. Jan. (WTB.) Bei klarem Frostwetter herrschte am 27. Januar aus der ganzen Westfront rege deutsche F l i e g e r t ä t Ü g t e i t. Die feindlichen Flieger hielten sich ausfallend zurück und beschränkten sich in der Hauptsache aus Flü-ge hinter ihreit Linien. Die F e r tt a u f k l älr u n g wurde bis ans Meer durchgeführt. Von ihren Flügen brachteit die Beobachter wichtige Meldungen über den Verkehv hinter der feindlichen Front zurück. Die ivertvollen Erkundungsergebnisse wurden in zahlreichen Lichtbildern sestgelegt. Calais, Bvulogne, Etaples, Amiens, Tottl Luxeuil und Montbelliard find dabei erneut von uns photographiert worden. Der Bahnhof von Frouard wurde unter Fliegerbeoback?tungj mit schwerstem Geschütz beschossen. Feindliche Batterien und Unter- kunstsväume westlich Peronne, der Bahnhof von Rasieres und feindliche Lager bei Capph Bray wurden in den zwei auseinanderfolgenden nächsten Nächten ausgiebig mit Bomben belvorfen.^ Das eine unserer Kampfgeschwader belegte mit bevba.chtetem Erfolg Neuve Maison südlich Nancy mit 1900 Kilogramm und Dombasle mit 550 Kilogramm Bomben. Das sranzö sis che T r u p p erlag er im Foret de Haye bei Toul wurde aus geringer Höhe mit Maschinengewehrseuer angegriffen. Eine besonders kühne Tat vollbrachte ein Flugzeug, indem es die Eisenbahnbriicke über die Authie, 20 Kilometer südlich Etaples ans 30 Meter Höhe mit 40 Pack Sprengladungen bewarf. Der Erfolg war der bdabsichttgte. Die Explosionen zerstörten den ganzeit! Bahnkörper. DaS gleiche Flugzeug griff sofort nach der Sprengung einen fahrenden Eisenbahn- zug nördlich der Brücke mit Maschinengewehrseuer an, brachte ihn zum Stehen und schoßt einen Wagen in der Mitte des Zuges in! Brand. / Im Lustkantpf und durch Abwehrfeuer holten wir fünf feindliche Flugzeuge herunter. Im Osten swurde ein russisches Flugzeuo brennend zum Absturz gebracht. * ' * * Ans der Tagung der franzöfifche^n Kammer. Bern, 28. Jan. (WTB.) Laut Lyoner Blättern ist der der Geheimsitzunq folgenden öffentlichen, sehr bemerkenswerten K a m mersitzung nachzntragen: Der Sozialist B o n, der ständig unterbrochen wurde, forderte, daß die Verhandlungen der Geheimsitzung schnellstens bekanntgegeben würden, damit die Oeffentlichkeit die Unentschlossenheit und Schwäche der Regierung kennen lerne. (Minutenlanger Tumult.) Bon schrie, Briand habe nichts sgetan, nicht einmal die Einheit urrter den Alliierten verwirklicht. (Neuer Tumult und Zwischenrufe, besonders 'von den Sozialisten, die erklären, Bon spreche nur int eignen Namen.) Benoist rief, Briand habe auf die wichtigsten Fragen nicht geantwortet. Seine Politik der Autorität dürfe ntan nicht gutheißen. Bon wollte weiter sprechen^ mußte aber unterbautem Lärm die Tribüne verlassen. Der Sozialist Bedouce verlangte größere Beständigkeit der Ententediplomatie. Zur Lage in Griechenland' äußerte Bedouce, man solle diesen Kleinstaat nicht zur Aufgabe der Neittrali'- tät zwingen, lvolle auch nicht, daß das Blut des lleinen Volkes für die Entente vergossen werde. Dieser Aeußeruug folgte der Zuruf von der äußersten Linken: Wir verlangen Sanktion gegenüber Fournet. Der Konservative Monzic ging noch weiter und verlangte Sanktion gegenüber den französischen Gesandten in Athen. Bedouce fuhr fort: Wir stimmen nicht der Regierung zn, sondern nur ihrer ße* mäßigten Politik. Briands Politik sank niemals auf jenen Grad der Erniedrigung, wie die Delcassss. (Große Be- wegung: Delcasse, der anwesend ist, bleibt unbeweglich sitzen.) Bedouce führt weiter aus: Ich zürne nicht meinem Kollegen Dclcasse, sondern dem Minister des Aeußern Dell casss, der unser Land unter Bedingungen verpflichtete, die totr heute noch nicht kennen. (Stürmischem Lärm.) Ngch werteren Ausstellungen der Rechten, die jedoch für die Re- grerung zu stimmen erklärte, wurde die Tagesordnung unter andauernder Unruhe angenommen. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt: Interpellation über die Kohlennot. Die Lebensmittel- und Kohlennot in Frankreich. m ? cr J t ' 28- Jan. (WTB.) Lyoner Blätter melden aus Paris: Der Allae meine Arbeiterverband in Frankreich fordert in einem Manifest an Reaie- runc;, Parlament und Oeffentlichkeit schnelle und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Lebensmittel not, die skch durch die schlechte Ernte, die Tauchboot-Tätigkeit und E. ^"-aiseligkeit der Behörden zu äußerstem Ernste verschärft habe. Das Manifest fordert unter anderem Beschlag- nahine und Bestellung unbebauter Ländereien, sowie Ent- lasfung der zur Territorial-Armee einberufenen landwirtschaftlichen Arbeiter. Bern, 28. Jan. (WTB.) Tie Kohlennot in Paris dauert fort. Statt der täglich notwendigen 6000 Tonnen rönnen nur 3000 verteilt werden. Die Militärbehörde stellte dein Transportminister H e r r i o t tausend Lastautos und Arbeitskräfte zur Berfiigung, um die in Dieppe, Le Havre und Rouen lagernden Kohlen nach Paris schaffen und ver- teilen zu können. Es kam mehrfach zu neuen Kundgebungen, doch sind die 'Rachrichten darüber in der Presse außer 'den Ueberschriften von der Zensur gestrichen. E;ne neue Konferenz in Petersburg. Petersbur g, 29.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Petersburger Telegraphen-Ageittnr meldet: Demnächst wird eine Kon- fere n z d er Al lijiert e n stattsinden. Die Regierungen werden lnerber durch ihre Botschafter und durch besondere Abgesandte vertreten sein. Diese Konferenz ist bestimmt, die bisher in den anderen Hauptstädten abgchaltenen fortzusetzen mit dem Zwecke, durch Nebcr- ernkommen die kräftigsten Mittel zur Fortsetzung des .Krieges fest- ju)teilen imb die Ausnutzung aller für die Alliierten verfügbaren Hilfsmittel auf gemeinsamste Art $n regeln. - ^ Berlin. 30.Jan. Nach einer Meldung der „Boss Ztg >ol! du franzöjrsche Regierung eine aus (General de Castelnau und dem iruheren Ministerpräsidenten Donmergue und anderen bestehende A b o r d n u n g nach P e t e r s b n x g entsa,idt habest, um den Zaren von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß das Misti- sterrum nmgebildet und, wie «es in der Meldung heißt, in untadelhatte Hände gelegt werden müsse. Russischer Heeresbericht ^ ^ ft f r o n t: Nach starker Artillerievorbereitung griffen die Deutschen unsere Abteilungen auf beiden Seiten der Straße .mrlutzen-^L>ch^ck, westlich Riga, an. Ter Angriff wurde abge- Wagen. Die Deutschen strömten in Unordnung zurück. Nach zwei stunden erneuerten die Deutschen den Angriff cntf dieser Front. >3ie ftmcbett ttnefccr ziwückgeschlagen. Nach Artillerievorbereitung Sff Gegner euren Angriff auf unsere Truppen, die eine Wellung 6 Werst iwrdwestlich des Torfes Kaintzen innehatten, "wer Feuer, zwang du Tentschen, sich niederzulegen. Am 25. Januar stellte sich ber emem unserer 0stge,n an griffe im Abschnitt des ^fnllumpstS der Feldgei st liche eines unserer Regimenter, Archaei nachdem alle Offiziere kampfunfähig geworden waren, persönlich an die spitze der Angreifenden und riß sie nut sich vorwärts Da er selbst verwitridet war, wurde er kampf- In der Nacht zum 27. Januar machten kleine feindliche Abteilungen nach F^ierVorbereitung einen Angriff auf einen un- 125 l ofteTt am Schkschlwa-Fluß, in der Gegend der Bahn- strecke Bvranowitschi—Luunnetz, wurden aber in ihre Schützengräben zuruckgetrieben. Am 27. Januar wurde eines unserer Farman- NugzQige nnt demFliegerfähnrich Pluguin und dem Beobachter Hauptmann Kiselen ans der Rückkehr von einer Erkundung von einem deutschen Zerstörerflugzeug angegriffen. Es nachu den Kampf ultt ihm aus. Nach einem beiderseitigen Kampf mit Maschinen Französische Hilfe für Italien. Köln, 29. Jan. Wie die „Kölnische Zeitung" berichtet, rechnet man in italienischen militärischen Kreisen damit, daß schtvere Artillerie vom Westen an die italienische Front ge- . am ** .W 6 die Ankunft mehrerer hoher fran zoftscher Offiziere in Rom in Zusammenhang. Unwahrscheinlich sei die Absendung italienischer Truppen nach dem Westen. * * * Aus Griechenland. - En, 29. Jan. (WTB.) Meldung der 2lg«mce .Havas. Der M unsrer des Aoußern brachte am Samstag dem französischen Gesandtm zur Kenntnis, daß entsprechend den Forderungen der Ententenrste vom 18. Tezember General Kallaris, der zur ^ert der Ereignisse vom 1. und 2. Tezember Kommaildierender Oeneral des 1. Armeekorps war, seines Konrmandos enchoben wordeii ist. Ferner ivurde dem Gesandten mitgeteilt, daß die königliche Regierung vom König ermächttgt worden sei, alle Ber- orndimgen, die man als schädlich iür die Interessen des Staates betrachte, auszulösen, und daß die königliche Regierung gemäß der übernommenen Verpflichtung am Freitag zur Auflösung des Reservistenverbandes geschritten sei. ^ Birüus, 29. Jan. (WTB.) Melduirg der Agenee Havas. Der. Kommandant der auf Korfu garnisonierenden griechischen Division hat von der königlichen Regierung den Befehl erhalten, dre Druppen nach Patras zu führen. Auf der Insel verbleibt nur eure Abteilung von 200 mann. Ter Befehl über diese wird einem Offizier übertragen, dessen Loyalität gegenüber der Sache der Entente sicher ist. Die Haltung der Schweiz. Budapest, 29. Jan. (WTB.) Der Präsident der Schweizer Republik, Schultheß, äußerte zu einem Berichterstatter ^des „Az Est" auf die Frage, ob die Neutralität der Schweiz in Gefahr fei, unter anderem folgendes : orrr-3^ nicht, daß irgend eine kriegführende Partei die Absicht hat, Druppen durch schweizerisches Gebiet hindurck^u- fuhreii bin vielmehr überzeugt, daß keiner der Nachbarn die neutrale Lage der Schweiz- aufer ackst lassen wird. .Uebrigens wärx es ff'jr keine Pattei ein vorteilhafter Berffich, durch die Schweiz ziehen zu wollen, dann sie würde neben Geländeschwierigkeiten und bisherigen Feinden iich der ganzen Schweiz gegenüber sehen. Was die Nationalitätenfrage betrifft, sagte Schultheß, so genießen alle Teile der Schweiz vollkommene Freiheit und denkt laum jemand daran, daß das Nationalilätciiprinzip in fprach- Mwr ^inne in der Schweiz geltend gemackst werden soll, da imser Bott, sei es deutsch, französisch oder italienisch, von dem unerschütterlichen Willen durchdrungen ist, in ungeteilter Staats- gememschait beisammen zu bleiben. * * * Ein Anschlag ans den.König von Spanien. Madrid, 29. Inn. (WTB.) Meldung der Agenee Havas. Nach Zeitnngsmeldnngen haben Verbrecher versucht, den K ö nigliche n Z n g bei EKanada znm Entgleisen zu bringen. Es fanden zwei Verhaftungen statt. Das Unrer- staatssekretariat des Innern soll den neuen Anschlags- Versuch amtlich bestätigt haben. ' gew^ren nng mHr Flugzeug Feuer und fiel in der Gegend des Lchtschara-Flunes, südöstlich Baranmvitschi vor unseren Drahtverhauen m^er. Die Leichen des Fliegers und Beobachters wur- öen am glichen geborgen. Ein deutsches Flugzeug warf Äimben auf den Bahnhof Lamrrre, an der Bahn nach Alepan--. drowsr. Am 19. ^anuar lEpiphmnastag) durchwanderte einer unserer D l v i s i o n s g e i ,t l i ch e n, Erzpriefter Kl)olmagerosf, in der Gegend von Labuzy am Schtscharasluß die vorgeschobenen. "Schutzengraben mit einem Kreuz und segnete die Truppen Das vom Gegner eröffnete Geschütz- und Maschmengewehrfeuer hielt den Bater Äholmogeroff nicht auf. Eine der feindlick-en Minen verwundete den tapferen Priester und den ihn begleitenden Soldaten lodltch. Dieser starb eine Stunde darnach. Als Krankenträger herbcieilten wehrte sich der Pater, verbmiden zu werden Er vefabl, daß der Soldat vor ihm verbunden würde. Trotz deS starken Blutverlustes gab der Priester dem an seiner Seite sterbenden Dwldaten die letzte Wegzehrung, und erst als dieser fortgetragen war, ließ er sich verbindeii. Der Pater war im gleichen Tage am Verbandplatz der Division. - twn Brodh machte der Gegner einen Angriff auf unsere, Wachabteilungen. Durch unser Feuer und einen Gegenangriff erlitt er starke Verluste und zog sich in Unordnung in die Schützengräben zurück. Nördlich von Kirlchaba wurde ein feindlicher Angriff abgeschlagen. Rum ä n i s ch e F r v n t: Nach Artillerievorbereitung mach- ttn unfere Abteilungen zu oeiden Setten der Straße Kimpalmig— ^akobenp einen Angriff und durchbracheii nach erbittertem Kampfe die besestigteii Stellungen des Gegirers auf einer Front von 3 Werst. Wir brachten Gefangene und Beute ein, deren Zahl noch nicht festgestellt ist. ^ Kaukasus-Front: Die Lage ist unverändert • * * * Eine italienische Ministerrede. •t /^bTB.) Meldungver Agenzia Stesani: Mi Nister. Bianchi hielt eine Rede über die Verbrauchsbe- \ t T' 11 Ll n J? ng c ^ach den üblichen Ausfällen gegen den Feind, der Dmpruch darauf n-hebe, sich ^mlifiert nennen zu dürfen, aber die ^''^sliw.Michen Entdeckungen mir benutzt habe, um die Zerstörung der Zivilisation zu beschleuuigen, erklärte der Minister, die Lagg Italiens sei zwar in jeder Beziehung ermuttgend, das habe aber die Regierung mcht von der Verpflichtung befreien können, in die Zukunft zu schauen und rechtzeitig Vorsorge ju treffen. Der Friede lo ^ange :noch nicht möglich, Äs im deutschen Volke die über- spannte Vorstellung von Ichrrer Ktaft und Fähigkeit im Vergleich anderen Völkern der Welt herrsche, die sich nach Meinurrg Deutschlands seiner Herrschaft unterwerfen müßten. Diese Erob^ rimgs- und Herrschfucht l^s deutschen Volkes fei auch ein Bewe§ mr die Richtigkeit der Ueberzeugung, daß der Käieg von ichn gewollt sei und daß das Friedensangebot nur bezweckte, die Laae^ m ernn dauernden zu machen, die, auch für Italien eine Droh.mg für dre Zukunft bedeute. Dieses Friedensangebot sei deshalb vom Vier- verbande ab^elehnt worden Da letzt Italien durch die Notivendig-- keit der nattonalen Verteidigung gezwungen sei, den Krieg sortM- letzen,, verlangte der Minister strengste Disziplin im Lande denn diese ser «nne unumgänglich notwendige Bedingung, um den Siea zu errungen, und werde arrdererfeits die Gegner in Verwirruna 'Essen, wenn fre ihr Ziel mcht erreichten. Deshalb müsse Jta ien meinen Widerstand fortsetzen. Es sei notwendig, den Verbrauch ei^ Schranken und ein strenges Leben zu führen. Der Minister schloß m lt r-rl Italien an diesem Kriege ans völkischen riSr^n '® rün ^ ctl tellnehme, hauptsächlich der Selbsterhaltung. Er wünsch? Wilson gmy klar werden möge, der bei aller edlen Yritber’iu SÄ T ” sP 0 ??! 6 ? ltehenden Europa den Frieden l l l} n höchsten Sphären abstrakt humanitärer fÄTmgeÄV ^ büTt °us die Realität der Der Seekrieg. Wertvolle Beute unserer U-Boote. Berlin, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ein dieser Tage von einer Unternehmung zurückgekehrtes Untersoe- boot hat elf Fahrzeuge mit 32 469 Tonnen, ein anderes acht Schiffe mit 22 244 Tonnen versenkt. Unter den neunzehn Schissen befanden sich sieben Dampfer mit Kohlentadung nach feindlichen Ländern, zwei Dampfer mit 13 200 Tonnen Weizen nach Frankreich und England, ein Dampfer mit Bleierzladung nach England: der Rest der versenkten Schiffe hatte u. a. Grubenholz, Fische, Flachs und sonstige Bannware geladen. Von dem ersten U-Boot wurde außerdem ein 6-Ztm.-Geschütz erbeutet, durch das zweite U-Boot neun Gefangene eingebracht. Ein drittes Unterseeboot hat in den Tagen vom 12. bis 22. Januar insgesamt 13 Fahrzeuge versenkt vvit zusammen ca. 12000 Tonnen. Unter ihnen befanden sich vier Schiffe mit Kohle, sechs mit Grubenholz, eins mit Erz, eins 'mit Pech und eins mit gemischter Bannware. Schließlich hat eines unserer Unterseeboote drei englische Fischdampfer nähe der englischen Küste auf- und in den heimischen Hafen eingebracht. Die drei Dampfer werden der deutschen Seefischerei zur Verfügung gestellt werden. Französische Geheimbesehle. ^ JL er Ü n : 28 ‘ Jam In der Denkschrift der Kaiserlich deutschen Regterung über die Behandlung bewaffneter Kauffahrteischiffe vorn 11. Februar 1916 sind die Geheiminstruktionen der britischen Admiralität veröffentlicht, die sich auf die Benutzung und Instandhaltung der Bewaffnung auf Kausfahrteischisfen, die zu Verteidigungszwecken bewaffnet srnd, bezrehen und auf den am 3. November 1915 im Mittelmeer versenkten bewaffneten englischen Dampfer „Wood- field" von einem ilnserer U-Boote erbeutet ivnrden Unter anderem besagen diese Instruktionen, daß der armierte Dainpfer auch dann das Feuer zu eröffnen hat, tvenn dasl feindliche U-Boot noch keine entschieden feindliche Handlung, wre z. B. Abfenern eines Geschützes oder Torpedos' begangen hat. Am 29. Oktober 1916 ist uns auf einem französischen Handelsschiff die Geheiminstruktion des französischen M a r i n e m i n i st e - rrums in die Hände gefallen, welche den gleichen Gegeri- stand behandelt. Aus dem Inhalt des Schriststtickes sind folgende Sätze von attuellem Interesse: ^„Manöver im Falle des Angriffs sobald ein U-Bovt, das aufgetaucht fährt, bemerkt wird, drehe ißarr Gm das Heck zu, bringe die Maschinen zur Entwicke- lung höchster Geschwmdlgkeit und schlage, wenn man sich auf ogenem Meere beiindet, einen solchen Kurs ein, daß das U-Boot gezwungen wird, um näher heranzukommen, gegen die See an- zulaufeit, wodurch seine Geschwindigkeit herabgedrückt und seine Artttlerrennrknng beemträckstigL wird. Man eröffne das " e y, e 1 b a l d das P - B o o t sich in guter S ch u ß ^ locttefc cft nbet. Wenn das Schiff gejagt wird und das U-Boot infolgs ferner größeren Geschwin- drgkeit naher kommt, zögere man nicht, bevor 5* 3[ u gekommen ist, nmzudrehen und das U-Boot zu überlaufen. Wenn ein getauchtes U-Boot auf uabe Distanz bemerkt wird bringe nwn ferne Majchrnen zur Entwickelung größter Geschwindigkeit und drehe auf das U-Boot zu oder von ihm ab, je nachdem man es weniger oder mehr als 6 Strich von vorn peilt, W^nn man ihm den Bug zudreht, bemühe rnan sich, es zu überlaufen Wenn das getauchte U-Boot in genügend weiter Entfernung bemerkt wird, manövriere man so, als 'wenn man ein auf- getaucates U-Boot vor sich hätte. Die neueste MeereSfperrung England». Rotterdam, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courantt" meldet aus London: Die „Times" schreibt: Obwohl hrerzulaiide iwch keine Berichte darüber veröffentlicht sind, wird aus Telegramnren ans Skandirl-avien, die die Zensur durchgclassen hat, geschlossen, daß die britische Regierung in der Nordsee neue maritime Maßregeln plane, und daß dazu die Legung eines Minenfeldes in der Höhe der jütischen Küste gehöre. Aus Kopenhagen vom 26. Januar erfährt die neue Gefahrzone in der Nordsee wird aus die r ^ geringen Einfluß haben. 4cur die Route nach Holland wird verlegt werden müssen. Das neue Minenfeld wird aber die dänische Fischerei sehr behindern und es wird dadurch die Fahrt nach verschiedenen reichen Fisch- grunden erschwert. Man erwartet infolgedessen und infolge der bereits bestehenden Schwierigkeiten, mit deneir die Fischerei zu kämpfen hat, ein weiteres Steigen der Fischpreise. Nach einem Telegramm aus Kopenhagen an die Exchange Telegram Company erfährt die in Kristiania er- schetnende Zertnng „Tagbladet", daß die neue Maßregel für den Handel von Skandinavien nach Rotterdam, der dadurch werde ex ^ ,)vext lDer ‘ )ßn wird, von größter Bedeutung sein * • Kristiania. 29. Jan. (WTB.) Das Marinemintste- rrum gibt bekannt: Ein norwegisches Motorfahrzeuck fetzte gesteril bei Hammerfest die 34 Mann starke Besatzung ernes deutsche n Tauchbootes, das aus See ae- sunken wai', an Land. Da die Besatzung nach dem norweai- fcheit Hasen auf einem neutralen Schiffe gebracht wurde, ist sie gemäß der in ähnlichen Fällen erfolgten früheren Ent- - scherdungen in Freiheit gefetzt worden. ** ^otiz: Wie mir hierzu an zuständiger Stelle erfahren, hatte das Tauchboot am 27. Januar abends in der Nähe von Hammerfest ein Gefecht mit einem englischen Hilfskreuzer. Tie Besatzung des Bootes ist bis aus den Ingenieur Hermann gerettet.) London, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der e n g l i s ch e D a m p f e r „I e v i n g t o n" (2947 Bruttoregistertonnelr) versenkt worden ist , London, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß die norwegischen Dampfer „H c r o", „Bi dar" und „Dom stad" versenkt wurden. Die Besatzungen wurden gerettet. Derirusslsche Dampfer „Egre t" soll versenkt worden sein. Las Palmas, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. holländische Dampfer „Mailand" landete l 9 von der Besatzung des n o r w e g i s ch e n D a m p. jer-o „Dharaseland", der von einem deutsck^n U-Boot versen kt worden ist. Safocfi über öie Ernährnngrsragen. * Jan. Im Verein zur Förderung des Ge-^ hielt Herr v. Batocki einen Vortrag über die ^uahrung im Kriege, wobei ßr nach der Frkf. Ztg. u. a. aus- ... ^ie wichtigste Frage: Werden wir d u r ch k o m m e n kömren bi- zur Ernte?, kann, sorgsamste Verteilung und sparsamste Ver- w^uugder Errate vorausgesetzt, unbedingt mit Ja beantwortet neiden. Aber knapp wird das Auskommen sein, noch knapper ben Vorjahren. Für die menschliche nndti^ ryche Ernährung stehen im lailfeiiden' Jahre von Kartoffeln, in Aornerwerte umgerechnet, 2 Millivilen Tonnen Getreide weni- Zer als im Boriahre zu Gebote; deiln dem Ausfall von etwa "0 -- 1 l sonnen Kartoffeln steht ein Körnermchrertrag von etiva 4 Millionen Tvnneii gegenüber und ffmf Zentner Kartoffel Etwa EEM Zdntner Körner. Tie Ernährung des, Viehes i,t wegen der infolge Knappheit der menschlichen Er- nahrnng nottg gewordenen Verfütterungsverbote aus das äußerste bejchronti mch demgemäß ist der Ertrag an tierischen Erzeugnissen stark ve^nuidert worden, ohne daß die Weide- uiid Grünfutterzeit darm ^essermig bringen wird. Sogar die Kohlrübe muß letzt der menschlrck>en Ernährung dielten. Sie geht dem Vieh ver- lvren. La em Zentner Kohlrübenverffttterung etwa 15 Liter Milch ^ ergM ffch ohne kveiteres, wie sehr durch die Verwendung der Kohlrübe zur mensAichen Ernährung dre Erzeugung von Milch und Butter beeinträchtigt wird. Da jedoch die Nahrungs- Ü dw der Mensch unmittelbar genießt, sich im allgemeinen doppelt 10 gut venoerten, als wenn sie erst den Tieren zngewiesen werden, müßten die scharfen Berffitter-migsbeschränkungen erfolgen Die Einfuhr aus nentoalen Ltaaten ist ein Posten, ben man mir rn Rechmmg stellen kann. Um so wertvoller sind die Zuschüsse zu unserer Berpslegung, die wir aus Rumänien, sreilich angenchts der Berkehrsschwierigkeiteu in dem von seiner Regierung vor der Räumung systematisch zerstörten Laude nur ganz allmählich erwarten dürfen. In seinen weiteren Ausführungen witerwarf Batocki die Grundc. dre , die Gegner des Snsrtzms der öfscntttchen Bewirb, ichastung anführen, emer krittichen Prüfung. - Er erklärte- Mit Prer sdildung ist nichts mrzufangen. Die Än-- stckt daN dre Srzcugnng im Kriege durch freie Preisgestaltung wesentlich gesteigert Ivecden könne, ist ein Trugschluß Bis sum Ende des SW§ also an dem gegenwärtigen System U g ehalten , werden. .Höchstpreise vlMc Beschlagnahme, ohne zentrale Bewrrtschatiung und Verteilung vertreiben die Ware rwm Markt Je knapper dre Gesamtheit der Waren wird, desto mehr neust das System der öffentlichen Beloirtschastmig erngreisen. 8 Aus pefsen. Die J-estfttzuns von Höchstpreisen für Snotkartoffeln. Der Abg. Wiegand lHcppenheim) stellt in der Zweiten Kammer folgenden dringlichen Antrag- „Großh. Regierung bitte ich alsbald angemessene Höchstpreise für veranlassen ^ " 'estzusetzen oder deren Festsetzung zu In der Begründ nnq heißt es: Nach dem von der LandwirffchafrsEanimer für das Mofherzoa- ttim Hesien erlassen Ausschreiben ,ollen für die in diesem J«^e zur 2 aat erfiorderttchen Kartoffeln ganz außerordentlich hohe gezahlt Iverden. Die Preij-e^ bewegen sich, je nachdem es sich um anerlannte oder br-sichttgte^-Erartoffeln oder um nicht mierkannde Laakkartoffeln oder um Saatkartoffelu aus den hessischen Saat-. baustellen lnindett, zwischen 10 bis 13 Mf. 50 Pfg für dencrent^!- Hierzu tritt teilweise ilvch die Fracht und unter Umständen ehr Ausschlag. Da ber Höchstpreis, welche,: bte MStefg ™ ^on ihnen erzeugten Kartofselii erhalten, nur 4 Mf für den Zentner beträgt, haben die Pr-eisomsätze der Landwirffcha'ftÄamn^r ^^UefeErreMng und mnen gwßen Mißmut hervorgerufm insbesondere auch nt den Kreisen der kleinen Leute die mrr fiii ihren eigenen Bedarf Kartoffeln bauen. Vielfach werden Ä- ^ zcichnctn. Prnsansgtzc Wuchcrprmsc gononnt und ^hört von vwlcn sagen datz su-be, solchen Prcism und öngosichtz iwr Hohn) und bn der Rrrschanden LeulE >m? soviel Kartoffeln bauen werden, als sie Mbst bedürfen Mitteln ist ober darons hin^rrhm,' d^tzin Vem L Kartoffeln als früher angebaut werden und daß kein Stückchen KaEanb-m eignet, unbebaut blZt MENt Aus Stadt und Land. Gießen, 30. Januar 1917. Gedenket der hungernden Vögel! _ »*. 1* ?L U ? *£**£ " H,jL e n ‘ Unteroffizier Rich. 9J| ü Her beim Feld-Art:ller:e-Dqt. Nr. 260 wurde mit der Hessischen Tapserkeits- Medaille ausgezeichnet. Schon im vorigen Jabre erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Dem Musketier Fritz Paul nu5 Gießen (116/5), der zurzeit schwer verivuiidet in einein Lazarett in Berliii untergebracht ist, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehe,i. — Karl Burger Beamter der Reichsbankstelle Gieße.:, zurzeit Feldwebelleutnant und.Kompagnieführer der 2. Komp. Armierunas- Bataillon 172, wurde am 27. Jan. das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehe::. ^ u 3 3 e i ch n u n g. £nrtnannt Otto Wagner vom Land- sturm-Jnf.-Batt. Gießen 18/9 — Beamter der Gail'schen Dcnnpf- zieg-elei und Dvnwarensabrit, dahier — der gegenwärtig einer Divisvou als Konrpagnie-Führer zuge teilt ist, wurde ^ mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. ™ .. ** " e " e »ie Hessische Medaille. Anläßlich des IbechnachtSsestes erhielten die hessischen Soldaten aus dem süd- dltlichen K^Eg^scbauplatze voin Großherzogspaar eine Medaille mit folgenden Inschriften: „Treue Segenswünsche und Gedenken , „Eleonore — Ernst Ludwig 24. XII. 1916". . Die Feier ihrer Silbernen Hochzeit begehen heilte Bademeister Andrec.8 Rödel und Frau. Rödel ist seit Er° Öffnung deS BolksbadeS als Schwimmlehrer dort angeslellt und war vorher schon lange Jahre als solcher in der Rübsamen'schen Badeanstalt tätig. .. ** 2 0 Mark Belohnung. Heute vormittag wurden in hiesiger SlMt von der Neustadt vis zum .Hauptpostamt in. der Bahrrhofstraße 4 80 Mark, aus Papiergeld bestellend, die sich rn emem grünen Sammetbeutel befanden, verloren. Ten: Finder ^^En 2 O M a r kB elohnnng zugesicheitt. Wer Wer den Ber- blerb des Geldes Auskunft z:u geben vermag, wird gebeten, dies der Polizeiwaäie Gr. Polizeiamts dalster mitzutcileii. Glatteis. Auf zahlreichen Fußsteigen bilden ftch m den Mittagsstunde:! durch von den Dächern herabträuselnde Wasiertrvpsen Pfützen, die, uienn die Sonne an Kraft verliert, gefrieren und zu Glatteis werden. Wir nrachen darauf aufmerksam, daß es die Pflicht der Hausbesitzer oder deren Vertreter ist, diese für den Fußgängerverkehr gefährlichen Stellen zu entfernen oder durch Bestreuen mit Asche oder ähnlichen Teckmaterial ungefährlich zu machen. Für etwa entstehende Unglücksfälle haftet, soweit rricht seitens der Stadt die Fußsteige gereinigt werden, der Hauseigentümer. ** Eine öffentliche Sitzu n g des Provinzial- Ausfchusses der Provinz Oberhessen findet Samstag, den 3. Februar 1917, vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Verteilung der Geländeerwerbskosten für die Wettertalbahn. 2. Antrag der Gemeinde Steinftrrth auf Llblösung der der Gesaintsannkie Löw von und zu Steinfurch obliegenden Verpflichtung der Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs. ** AusdemStadtheaterbureau. Von dem Gastspiel des Konigl. Bayr. .Hofschauspielers Max H o f p a u e r am kommenden Freitag soll hier noch einem Geleittoopte des Münchener Schriftstellers Dr. Michael Georg Conrad Raum gegeben werden, der sich über den genannten DarsteNier und Rezitator folgender maßen äußert: /,Nennt man die besten Namen aus der Münchener .Ärnstwelt, so erscheint Max H o f p a u e r mit in der ersten Reihe. Ter Glcrnz echter Volkstümlichkeit, der das Charakterbild unvergänglicher Zierden der königlichen Musentempel an der Isar umwittert, ist nrft nicht geringer Kraft auch an dem Namen Max Hof- paners haften geblieben. Rastlos Wie seine berühmten Kunstgenossen ist er in die Welt gezogen, um überall, in Nord und Süd, Ost und West,, eine unvergänglich leuchtende Spur echtester Münchener Kunst zurückzulassen. — Me er einst im Volksstück durch seine Triumphzüge in Europa und Amerika denr deutschen Namen Ruhm erwarb, so finden wir ihn auch jetzt als Mzitator überall da, wo ein feinsinniges Publikum den auserlesensten Schöpfungen deutscher Hoch- und Dialektdichtung Ginn und Verständnis entgegenbringt. ** Oberhessischer Kunstverein. Die zur Ausstellung angemeldetdn Kunstwerke sind nimm ehr einge- trvsfen, so daß die Eröffnung der Ausstellung am nächsten Sonntag erfolgen kann. Me Ausstellung wird auch diesmal wieder eine stattliche Reihe künsllerischer Werke aufzuweifen haben. ** Die Leitung des Soldatenheims veranstaltete am Vorabend von Kaisers Geburtstag eine schöne Feier. Außer der Kapelle des hiesigen Ersatz-Bataillons wirkte Fräulein Stammler von hier mit, die eine Reihe von Liedern recht wirkungsvoll zu Gehör brachte. Herr Pfarrer Steubing hielt eine zündende Ansprache, die in einem dreifachen Doch aus unseren Kaiser ausklang. — Der Saal und die Nebenräume waren dicht besetzt; alle Darbietungen fanden lebhaften Beifall der Zuhörer. Eierkarten treten am 5. Februar d. I. in Kraft. Die näheren Bestimmungen über diese jüngste Lebensmittelkarte sind au? einer Bekanntmachung im Anzeigenteil zu ersehen. "Die Auszahlung der F a m i l i e n u n t e r st ü tz ungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 1. biß 15. Februar berw. für Januar findet vom 31. Januar bis 7. Februar 'tatt. Siehe Bekanntmachung. - ** Im Lichtspielhaus Bahnhofftr. 34 wift) heute abend zum letzter: Male Homunculus, 4. Teil, die Rache des Hvmunculus mit Olaf Fönes in der Hauptrolle gegeben. Ta der vierte Teil hinter seinen Vorgängern in keiner Weise zurücksteht, kann der Besuch der Vorführung nur empfohlen werden, zumal da auch noch ein gutes Beiprogramm den Rest des Abends ausfüllt. " I m Schwarz-Weiß-Theater. SelterZweg 81, kommt ab Dienstag, 30. Januar, bis einschl. Freitag, 2. Februar zur Aufführung einer der schönsten H e nny P or t e n - Films „Der Weg des Lebens", ein ergreifendes Schauspiel in drei Akten. Da Henna Porten eine bekannte und beliebte Schau- spielerin ist, dürfte dieser Film von besonderem Jntereffe sein. Als zweiter Schlager ist „Tie Beichte einer Verurteilten" ein spannendes Kriminaldrama in drei Akten mit der deutschen Tragödin Adele Sandrock in der Hauptrolle vorgesehen. Außerdem enthält der Spielplan noch das gute Beiprogramm. ** Berichtigung. In der Anzeige des Zweigvereins vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverein. Zweigverein Gießen, in Nr. 23 vom 27. Januar ist ein Druckfehler enthalten. Die Kasse des Roten Kreuzes (Geburtstagsspende usw.) ist Mittwochs und Sonntags (nicht Samstags, wie irrtümlich veröffentlicht) gänzlich geschloffen. ** Das heutige Kreisblatt Nr. 17 enthalt Bekanntmachungen Wer die Regelung der Einfuhr, StundungsVorschriften der Zahlungs Verbote gegen das feindliche Ausland, Stickstoff. Druckpapier, Hegezeit für - Wildenten und Entschädigung für gefallene Tiere. Landkreis Gießen. th. Linden st ruth, 28. Jan. In der letzten Zeit wurden wieder einige unserer Krieger ausgezeichnet. Unteroffizier d. L. Wilh R e i ch m a n n, der in den Käinpien vor Verdun im Früh- ahre schwer verwundet und kürzlich vom Militär entlassen wurde, erhielt vor Weihnachten das Eiserne Kreuz. Dieselbe Auszeichnung erhielt der Musketier Wilh. Albach, der an der Somme kämpfte. Für seine Verdienste in denselben Kämpfen erhielt Musketier Wilh. B r ä u n i n g die Hessische Tapferkeitsmedaille und dieser Tage wurde dem seit Kriegsausbruch ohne Unterbrechung im Landw.- Jnf.-Rgt. Nr. 116 kämpfenden Wehrmann Max G e r t h das Eiserne Kreuz verliehen. l^ L a n g -- G ö n s , 30. Jan. Dem Fahrer Karl R o m p s würbe dre Hessische TapserkeitsMedaille verliehen. Karl Rompf ist der Sohn des Konrad Rompf VII., Landwirt. "'Langd, 30. Jan. Schütze Her»nann Velten erhielt das Eiserne Kreuz, weil er ein Maschinengewehr bei den Kämpfen vor Verdun mit zurückbrachte, damit es nicht in Feindeshand kam. ** Rödgen, 30. Jan. Dem Gefreiten Wilhelm B a l s e r in . mein Gardedragoner-Regiment, wurde zu Weihnachten das Eiserne Kreuz verliehen. Wilhelm Balstr rückte als aktiver Soldat mit seinem Regiment aus, m Ostern erhielt er die Hessische Tapferkeits- meomlle, :m September wurde er zum Gefreiten befördert. Er nahm an den Kämpfen in Frankreich, Rußland, Galizien und Rumänien teil. Kreis Büdingen. ~~ üdingen, 28. Fan. Gegen die Viehhalter, die ihre E- nnt v e r b 6 t c n e n Futtermitteln füttern, unternimm: Kre:samt energische Schritte. Sämtliche Metzger und 'ckegchveschauer haben in Zukun't den Mögen-, Vai:sen- und Darin- nrhalt der von ihnen geschlachteten und besichtigten Tiere zu unter- >»chen. Wem: sie verbotene Futtermittel finde,:, haben sie unverzüglich den Behörden Anzeige zu erstatten. , . B i s s e s , 29. Jan. Die Hessische Tapierkeitsinedaille erhielt der Musketier Heinrich Müller im Jnf.°Regt. 186. dcidda, 29. Jan. Heute wurde hier unter großer Beleck: gung der hiesigen Einwohner und Vereine der zweitälteste Burger unserer -Stadt, Barbier und Heilgehilfe Engelhard F erro, Mt ewigen Ruhe begleitet. Er. hatte ein Alter von beinahe od Zähren erreicht, war von Friedberg gebürtig, aber hier über iO.Jahre ansässig und bis vor wenigen Jahren in seinem Berufe tattg. ^er Versijorbene kam 1845 hier her und wurde 1848 Mitglied der Niddaer Bürgergarde. Deshalb wurde dem Sarge auch d:c alte Fahne der Bürgerwehr von 1848 vorangetragem Jetzt lebt nur noch ein Mitglied dieser alten Volkswehr in unserer Ltadt. Kreis Alsfeld. 4t- Zell, 29. Inn. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Lehrer Georg Gieg. Kreis Lauterbach. z. Crainfeld, 29. Jan. Auch aus unserer Gemeinde hat der Krieg wiederum ein Opfer gefordert, Wilhelm Oechler, welcher bei einer Maschinengewehr-Kompagnie stand, ist im Westen an der Son:me vor einigen Tagen gefallen. Es ist dieses schon der zweite Sohn, welchen die Wittve Louise Oechler dürft: den Krieg verliert. Gleichzeitig mit dieser Trauerbotschaft erhielt sie auch die^ Nachricht, daß ihr ältester Sohn Karl, welcher in einem Reserve-Jnfanterie-Negiment diente, durch einen Knieschuß verwundet, in Rumänien in einem Feldlazarett liege. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 29. Jan. Um unseren hier weilenden Kriegern eine würdige Kaiser-Geburtstagsfeier bereiten zu können, wurde in letzter Sttrnde noch Rat geschaffen. Ta das Konzerthaus wegen Heizungsschwierigkeiten nicht benutzt wurden konnte, nnicbeu im Theaters aal des Kurhauses und in der Ernst Ludwig-Schule zu gleicher Zeit Feiern abgehalten. Im Kurhaus hielt Prof. Dr. Strecke r die Festrede :rnd es wirkten die vereinigter: Männerchöre, unter Leitung des Lehrers W. Bech- tolsheim e r^ mit, während bei der Feier in der Schule dils Lehrerin Frl. S i tt e sprach und der Schülerchor der Anstalt unter Leitrmg des Lehrers B e n n e r sang. Starkenburg und Rheinhessen. ha. Tarmstedt, 28. Jan. Zur Feier des Geburtstags Kaiser Wilhelms fand gestern abend im Kaiserfaal eine von allen Parteien außer den Sozialdemokraten gemeinsame — Nationallibcralci:, Fortschrittliche Volkspartei, Zentruni, Konservativen, Alldeutscher Verband, Darmstädter Turnerschaft, Vereinigte Kriegervereine — große vaterländische K u n d g e -- ibung statt. In denr überfüllten Saale waren auch die drei Minister, die Generalität und Damen und .Herren aus allen Ständen vertreten. Nach einer von der Militärkapelle des 1. Ersatz-Ball. Leibgarde-Jnsanterie-Regiment 115 vorgetragenen Jubelouverture und einem vaterländischen Gedicht hielt Kreisschulinspektor, Prof, "und Hauptmann Kis s i n ger , eine kraftvolle Festrede, in der er den Kaiser als den edlen Friedens fürsten und Menschen feierte^ der nur durchs die Feinde Deutschlands zum Krieg gezwungen wurde. Tie Versammlung stimmte unter dreimaligem JWelrus aus den Kaiser folgender Entschließung zu: „Tie heute am Geburtstage Sr. Mas. des Kaisers aus Veranlassung der Vereinigten Kriegervereine, von Männern aller Parteien berufene, überaus zahlreiche Versammlung von Frauen und Männern aller Kreise und Stände von Darm stad t begrüßt den kaiserlichen Ausruf an das deutsche Volk vom 12. Januar mit voller Begeisterung. Sie ist von dem ftahlharten Entschluß durchdrungen, mit uns arm Kaiser und seinen hohen Verbündeten, mit unserm tapferen Heere und unserer unerschrockenen Marine bis zum letzten Atemzuge auszuharrrn und ftstzustehen in allen Nöten bis zum endgültigen Siege unserer gerechten Sache über unsere uns mit Vernichtung drohenden Feinde." Kreis Wetzlar. ** Krofdorf, 28. Jan.^nr Berichtigung unserer Notiz in Nr. 23 von: Tünsberg über Erlegen von Schwarzkitteln in: Kros- dorfer Forst wird uns mttgeteilt, daß die erlegten Tiere, von denen unser dortiger Berichterstatter schrieb, keine Schwarzkittel, sondern „B ä r e waren. Hessen-Nassau. F. C. Bad Homburg. 28. Jan. Beim Oesst:en einer Flasche Waschpulver .Rubinat" in der dlähe eines offenen Lichtes explodierte das aufgelöste Waschpulver, wodurch ein lOjähriges Mädchen schwere Brandwunden erlitt, so daß sie Ausnahme im Krankenhaus finden mußte. mr. Frankfurt a M., 29. Jan. Oberbürgermeister Dr. Voigt erhielt zu Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz am weiß- schwarzen Bande für Kriegsverdienste in der Heimat. — Heute verstarb der bekannte Schopenhauer-Biograph Gehetmrat Wilheln: von G w i n n e r im 92. Lebensjahre. — Frankfurt a. M., 29. Jan. Die Stadt läßt auf dein Starkeplatz neben dein ehemaligen Polizeipräsidium eine neue Markthalle errichten, in der hauptsächlich städtische Lebensmittel verkauft iverden sollen. Die Beförderung der Waren nach dieser Markthalle geschieht nachts mit der städtischen Straßenbahn. — Frankfurt a. M., 29. Jan. In der vergangener: Nacht stürzte der 67jährige Eisenbahnarbetter HanS Schierstein in der Lützowstraße nieder und fiel in Ohnmacht. Da die etwas einsame Straße inehrere Stunden hindurch von nieinand passiert wurde, erfror der alte Mann. Heute früh fand man seine Leiche. ra. Bonder mittlepenLahn, 30.Jan. Der Mittellauf der Lahn ist seit einigen Tagen vollständig zugefroren. Von Wetzlar bis Weilburg trägt der Flutz eine ununterbrochene Eisdecke, auf der am Sonntag reges Schlittschuhtreiben lierrschte. Abseits des Flusses finden sich große zugesrorene Wassierlachen, die vom letzten Hochwasser zurückgeblieben sind. Die Gewinnung von Natureis ist im flotten Gange. Grehener Nonzertverein. Der Sonatenabend der Briider Busch bot ellvas schlechthin menschlich Vollkommenes. Die Zeiten Meister Joachims schienen wiedergekehrt. Tie Größe des Stils, die klassische Rnhe, die absolüt reine Jntonaliou, die ausgeseilte Bogentechnik und die Fülle uick> Beseeltheit des Tones, die der Altmeister der Violine besessen, sie zeichnen auch Adolf Busch ccus. Er brillier: nicht nrit billiges Virtuosenmätzchen, er macht keinerlei Konzcisi.' - an das Publikum, sein Spiel ist 'belebt von dem Gefühl einer großen Verantwortlichkeit gege::über Werken rmserer großen Meister. Musikdirektor Fritz Busch steht seinem Bruder kongenial znr Seite. Auch bei ih:n klassische Ruhe, Beseeltheit des Tones und souveräne Be- herrschrmg der Technik. Die beiden Herren stellen im Zusammenspiel einen Ausdruckswillen dar, sie sind gleichen Geistes und gleicher Liebe voll zu den Werken, die sic intcrpretteren. Auf Wunsch der Herren wurde eine Umstellung des Programms oor- genommen, so daß Brahms zuerst, dann Bach, Beethoven und zuletzt Reaer geboten lourden. Tie Brahin'scke D-moll-Sonate, eines der schwersten, nicht gerade leicht verständlichsten Werke, eröfftntteden Abend. Vielleicht iväre cs angebracht gewesen, Brahms in die Mftte zu legen, denn mit dem 1., jenen: tief innerlichen, voll herrlicher Dramatik erftlllten Satze schienen die Zuhörer sich noch nicht recht befteunden zu können. Tie wundervolle Geigenmelodie des Adagios, die zuerst auf der G-Saite ertönt, von einem Konttapunkt des Klaviers be- gleftet wird, variiert und gesteigert in der höheren Oktave wiederkehrt, um dann sanft urw feierlich zu verhallen, brachte erst das Publikum in warme, aufnahmefähige Sttminung, die nach dem Presto dpitoto des Finales sich in lautem Beifall äußert^. Das Gegenspiel der zigeunernden Tarantelle und des zwciten, gemessenen Themas kamen besonders wirkungsvoll z:cm Ausdruck., Tie Klavierpartie ist sehr reich ausgestattet und erfordert, wie in den Sextengängen der Coda des Allegro und den Oktavenläufen im Presto des Schlußsatzes die technische Vollendung eines ^ßir- 1 tuosen. Tie grandiose Gestaltm:g des Präludiums und der Fuge ans der erste:: Solosonatc von Bach füllte Adolf Busch mit größter Meisterschaft durch. Ein musikalisches Erfassen war hier mit einer technischen Vollkommenheit vereint, wie sie nur wenige KAnstler besitzen. Die wuWervollc Klarheit des Zusammenspiels der beiden; Künstler zeichnete auch die Wiedergabe der Beell)vvcn'schen So-; nate aus, deren 3 Sätze, das leidenschaftliche Presto, das oreit ausgespomrene Andante scherzoso unb das phantastische Allegro molto geradezu plastisch zur Wirkung kamen. Den Abend beschloß, zum Gedenken des verstorbene:: Me:sters gespielt, Max Negers „Suite im alten Styl". Fast den größten Eindruck des Abends brachte dieses Werk. Die Liebe und Begeisterung der beiden Künstler für den toten Meister und sein Werk hörte und fühlte man aus jedem Ton. Das Präludium ist ein in absolut Bach'schem Geiste gehaltenes freies Voripiet. Un- 'iiagbarer Schmerz, todestraurige Verlassenheit spricht aus dem Largo zu uns. Doch mischt sich in all diese Klänge der Ausdruck tief religiösen Vertrauens, das wir, aus der nicht imbeWsichtigten kleine:: Erinnerung an den „Karfteitagszauber" und an sein eigenes Werk „An die Hoffnung" heraushören. Das thematisch-technische Meisterwerk der Fuge, deren Haupt- the:na den Hörer vis zum Ende in allen nur möglichen Variationen begleitet, wurde von den Künstlern mit der größten HinAabe und detailliertester Phrasierung, mit echt Rcger'schem Pianisftmo und machtvollstem Fortissimo zu Gehör gebracht, so daß die Fuge mit monumentaler Wüvde und Größe abschloß. Ter, Besuch des Konzertes war sehr gut und strafte die im Krieg so oft gebrauchte Sentenz „inter arma silent musae" wiederun: Lügen. # ZCunft rrnd rvisßenschakt. Wilhelm Wundt in Ruhestand getreten. Ans Leipzig wird berichtet, daß der berühmte Philosoph Willielm Wundt, der, obgleich 85jälMg, bis jetzt sein Lehramt in voller Frische und Rüstigkeit ausWte, am 1. Oktvber in dien RuhestaW treten wird. Wilhelm Trübner nach Berlin vernftn. In verschiedenen Blättern heißt es, der bekannte Geschichts-- und Bildnismaler Wilhelm Trübner in Karlsruhe habe einen Ruf zur Uebernahme eines Meisterateliers und Lehramtes an der Akademie der bildenden Künste in Berlin erhalten. Zürich, 29. Jan. (WTB.) Das Richard Strauß- Gastspiel in der Schweiz brachte gchtern in Zürich die Aufführung der „Ariadne auf Naxos" in einer neuen Fassung. Strauß dirigierte sein Werk in dieser Neubearbeitung zum ersten Male selbst. Der Ersatz der beiden Moliereschen Akte drrrch eini ernaktiges Vorspiel, der die eigeittliche Oper aus einem Anhängsel 'nun znm .Hauptteil des Werkes^ gemacht hat, erwies sich als ein Gewinn von hoher künstlerischer Bedeutung. Tie viel vollendetere Ein Heft ist vor: dem Dichter .Hngv von HofmaNnsthal und von dem Komponisten geschassen. Die höchst lebendige, reizvolle, über, alle Heiterkeft zu bedeutungsvolle: Ernst ansteigende Idee des ganzen tritt jetzt erst rein ixn£ vollendet hervor. Strauß leitet das Orchester mit einem großen ganz an sein Werk hingegebeneu Schivunge und dabei fernster Ausarbeitung der zahllosen einzelnen Schönheiten. Die Ausführuirg fand tu dem Rahmen eines Gastspiels deÄ Mannheimer Hoftheaters statt. Als Gäste wirkten mft: Marie Jeritza als .Ariadne, Marie Gutheit-Schoder als iungrp Komponist und Karl Ocstvig als Bacchus. Die Spielleittmg des Mannheinver Jntcndauteu Karl Hagennrnn traf ausgezeichnet den Stll des Werkes. Wie sehr die neue Auffasftmg mrch der äußeren Wirkung zugute gekommen ist, betvies der nicht endende stürmische Beifall, der dem Kompoirfften, Dichter, Sängern und dem Spielleiter von dem ausverkauften Hmffe zuteck wurde. Die Bühne lvar mft Blumen und Kränzen bedectt. Strauß mußte fünfzehnmal erscheinen, um den Dank entgegenzunehmen. Berlin, 29.'Jan. Tie „B. Z. a. Mittag" meldet: In einein Hause im Norden Berlins warrde in der vergangenen Nacht ein 8 4 j ä h r i g e r P v st s e k r e 1 ä r a. D. von seiner Wirtin, einer 64jährigen Schaffnerin, erschlagen, weil er zur Erwärnmng seines Zimmers Preßkohlen aus der Küche holen wollte. Der Greis verblutete, ehe Hilfe zur Stelle war, während die Mörderin, die sich mehrere erhebliche Bcrletznngen beigebracht hatte, als Gefangene nach der Charftee überführt wurde. Verinischter. * Dresden, 29. Jan. (WTB.) Mitteilung der Königlichen Generaldirektion der sächsische:: Staatseisenbahnen. Aus dem Bahnhof Bischofswerda fuhr in der Nacht zum 29. Januar infolge Ueber- sahrens des auf Halt! stehenden Einfahrtssignals durch den Güter- zug 6834 dck: von 'Zittm: kommende Uülauberzug 834, der freie Einfahrt hatte, dem Güterz-ng in die Flanke. Es wurden mehrere Wagen um^estürzt. Eine Anzahl Wagen w::rde beschädigt, wodurch größerer Sachschaden entstand. Der im Packmeisterwagen des Personenzuges diensttuende Schaffner Zönnchen -Dresden wurde erheblich vettvundet. Von den Reisenden wurde niemand verletzt. Durch den Unfall wurden beide Hauptgeleise der Linie Görlitz— Dresden gesperrt. Der Betrieb wird durch Umleften über Wilthen auftechterhaltcu. Nachdem es gelungen war, bis 10 Uhr vormittags das Hauptgeleise wieder fahrbar zu niachen, w::rde von dieser Zerj ab der Betrieb zwischen Mschofswerda und Demitz eingleisig ein-- geftrhrt. ( Letzte Nachrichten. Ratiorialausschuh ftir Frauenarbeit. Berlin, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlicku) Einem Rufe des Kriegsamtes folgend, sind heute Vertreter einer großen Anzahl' von führenden Frauenvereinen, von Fürsorge- und anderen Organisationen, die sich die Kriegsivohlfahrtspflsge für arbeitende Frauen :md deren Familien zur Aufgabe machen, ferner Vertreter der organisierten weiblichen Arbeftersch^ftt selbst zur Bildung eines Nationalausschusses für Frauenarbeft im Kriege unter dem Vorsitz des Generalleutnants Gröner ziffammengetrete::. Ihre Majestät die Kaiserin hat das Protektorat über die neue Organisation übernommen, lieber die Zusammensetzung des Aus-, jlclfusses im einzelnen und die besondere Organisation, die das Kriegsamt für die Zusainmenarbeit mit dew in dein' Ausschuß vertretener: Verbänden und Vereinen geschaffen hat mtb über die Aufgaben und Ziele, die das Kriegsamt sich aus dem Gebiete der Or- ganisatton der Frauenarbeit gesteckt hat, werden demnächst ern^ gehende Mitteilungen erfolgen. I Unruhen in Französisch-Westafrika. Paris, 29. Jan. (WT.B. Nichtamtl.» Laut „Ternps" erklärte der Generalgouvcrneur von Französisch-Wcstafrika, daß I die Finanzlage der >bolonie dank der ho^hen (Annahmen nnd der- Ausfuhrzölle zwar günstig sei, die politt'sche Lage jedoch zu Be ; denken Anlaß gebe. Seft Ende 1915 machte sich infolge der Aushebung von 50 000 Eingeborenen eine aufständische Bewegung 1 geltend, welche nach den Mißerfolgen der zu ihrer Bekämpf:!ng nach dem Niger-B:>gen entsandten Truppen einen bedenkliche-u Umfang annahm und erst nach sechsmonatigen sehr energischew Bemühungen in den Küstengebieten niedergckämpft werden konnte, während bei Timbuktu, im Hadgebiet, in der ganzen französi-^ scheu Sahara und im svanzöfischen Aeguatorial-Aftika die äugen i slchcinlich mft dem Aufftand in Tripolftanien zusanunenhängendeü Unruhen wefterbestehen. Die Aufständischen rekri:tterten sich zumeist aus Fettschisten. Ferner erklärte der Generalgouvevneur^ daß zwischen Frankreich, Westasrika und Dtarokko die Verbindung hergestellt sei, so daß die Verwaltungsbehörden beider Gebiete gemeinsam eine beruhigende Aktion auf die Anhänger des vach Südmarokko geflüchteten El Hiba, dessen Autorität sich bis nach Aeguatorial-Afrika erstrecke, unternehmen könne. Lichtspielhaus - Bahnhofstr. 34 Homunculus IV.Teii Die RfleHe Des Homuneubus Dazu ©ln erstkl. Drama in 4 Akten Der Ring des SchickEciüs Anfang 4 Uhr. “WO Ende 10 Uhr. Vorführung des Homunculus um V?6 und 1 /j9 Uhr. — o-~¥ verstärktes vrckslter Onsen lieben Vater, 8eb>vie^envaten und Grossvater August Ackermann ist heute nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen. Gießen, den 29. Januar 1917. Ostanlage 38. Die Beisetzung findet Mittwoch, den 31. Januar, nachm. 3 Uhr von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt. [0584 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolf Ackermann, stud. ehern. schwarz- -Theater ScUe *' 8 ' wog 81. f*rogernnut) von Dirnsfn*: .30. Januar bim inkl. 2, Februar. Spannendes ln i4minu! iM-nrnu in 3 Akteu mit der berühmten deutschen Tragödin Adel«*. Sandrock in der Hauptrolle. HE NAY PORTEN lAgdesLebens Ergreifende^ Lebensbild in 3 Akten. In der Hauptrolle die beliebteste und berühmteste Schauspielerin: H E A r \ Y PORT E W. 888a Husserdem noch das gute Beippogpssmm. ^meiperein Gießen m Röten Kreuz und AliceKlluenverein,ZnieipekeillGießen In der Bekanntmachung in Nr. 23 vom 27. Jan. ist ein Druckfehler enthalten. Die Kasse des Roten Kreuzes (Geburtstagsspende usw.) ist gänzlich ge- '.schlossen Mittwochs und Sonntags (nicht wie irrtüntlich angezeigt Samstags). _ is9Bc Pension Brand« Nonen Bane 22 iBellevuelZim.m. u.ohneBer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1085. [758 Der Voranschlag der Gemeinde Hausen liegt vom 1. bis einschließlich 7. Februar dS. Fs. auf dent Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während der Dienststnnden schrifkAch oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage !beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen Haben. tz Hansen, den 29. Januar 1917. 874 Gr. Bürgermeisterei Hausen. Müller. 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Kilbingcr, Seltersweg. 1890 Eiermann’s is " von höchster Gut aus Holz gebaute Halle (Wagenreniiesel 6x8 Nieier grob mit zwei Holztoren, PittdtkliDei! nebst Henreisen sofort z. ver kaufen. 9täh. Svblokgseso 9. die Karte zivecks Abänderung alsbald der zuständigen Kartenausgabestelle vorzulegen. Die Karten sind nicht überttagbar: verlorene Karten werden nicht ersedl. 8 3. Eierkarten erl)altcn nicht: X. Geflügelhalter und die Angehörigen ihrer Wirtschaft einschlietzlich des Gesürdes: 2. Natnralbcrechttgte, soweit sie kraft ihrer Berechtigung oder als Lohn Eier zu beanspruchen !habeit; 3. diejenigen Verbraucher, die Eier eingelegt haben. Den zu 3. genannten Personen wird der am 15. Ja tiüar 1917 vorlmnden gewesene Vorrat mit wöchentlich ein Ei auf den Kopf der Haushalttingstnitglieder an gerechnet mit ^lusnahmc von je fünf Eiern für jedes Haushaltun gsmitglied. 8 4. Mit Behörden, Anstalten usw. können besondere Vereinbarungen getroffen werden. 8 5. . ZnNTiderl-andllingen werden mit Gefäitgnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 1900 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. 8 6 . Diese Verordrmng tritt am 5. Februar 1917 in Kraft. Gietzen, den 25. Januar 1917. 8776 Ter Oberbürgermeister: Keller. Tie veträac für die im städt. Gas- und Wasserwerk abgelieferten >ahrradmäntel und Schläuche können in den Dienststitttden nwrgens von 8 bis 12 Uhr und nach mittags von 2 bis 6 Uhr aus dem technischen Bnrean in Empfang geiwmmen werden. Beträge, welche bis zuni 15. Februar incht abgche-t Und iverde^ ü-M. Kriegs- sürsorge übettviesen >M6?