Nr. 25 Der Stehler Anzeitzer «Wjehtf täglich, aufeer Sonntags. — Beilagen: Gietzeaer Kami l iendl ätter Ureirdiatt fiir tzen ttreis Kietzen. vezugLpreis: monatl. 9v M.» viertet- jährl. Mk. 2.6b: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 86 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel« lährl. ausschl. Bestellg. «emiprech - Anschlüsse: p<,st,ch««°nt»: LLLWiAÄ - Erstes Blatt * J6Z. Jahrgang bamstag, 27. Januar l9tt Vankverkehr: Gewerbebank Siehen Anschriit für Drahtuach f ^ i f ^ 'seweroeoani Vielen ri^anstiget^tn. 5wiIIingrrunddrugroßen Schnitt", auf die Zusammenfassung unserer geermgten deutschen Kräfte — wie zersplittert waren sie einst ui dem Partikularismus der Kleinstaaten! Da feiert toe Vergangenheit ein hoch sich aufrichtendes Erwachen uut: das alte deutsche Kaiserreich und das junge, neu* Aewordeue reichen sich über die Epochen der Zersahren- hert die Hand; das bunte, waffenklirrende, zähe und schließ- uch ruhmvolle siiederizianische Zeitalter des Preußen- steuert den Gedanken der Disziplin, der Pflichterfüllung, hinzu. Der dem Deutschen oft vorgehaltene Zug der Pedanterie, einer gewissen Schwerfälligkeit, des allzu Gewrsseuhaften, ersteht tm bunten Soldatenkleide als eine stolze, sregreiche, achtunggebietende Macht! .^Sir fühlen es heute auf das Lebendigste, welches Ver- 71*25?f - •^ en End2 zn bringen, Dic ckvlemnrng rmseres Friedensangebotes wird aus die znrücksallen, orn unser loyales Entgegenkomncen schrvif zurückgewiesen haben, -oic ruhmbedeckten Strertkräfte Oesterreich-Ungarns und Deutsck tands nn Verein mit ihren Verbündeten werden unseren Ländern mm rieben erkämpfen, in dem die durch Blut ^und Eisen gehärteten ^reunojchastsbpide zwischen uns und unseren Völkern sich rn gemein > amen Frredensarbeit weiterhin als /fest und treu erweisen, werden. Besonders danke ich Euerer Majestät für die Worte war men Gedenkens an Weiland Seine Majestät Kaiser Franz Jose , meinem ^erlauchten väterlichen Freund. Tie Errnuerung an ihn, Kmrer, möge jetzt und in Zukunft unsere Fremch schaftsgesuhle heiligen. Ich fasse meinen Dank in den Ruf zu wmnren: Seme Majestät Kaiser Karl lebe hock,' Hurra, hurra, hurra! Kundgebungen zu Kaisers Geburtstag. Berlin, 26. Jan. (WDV) Der Präsident des Ab^ ge ordneten haus es hat folgendes Telegramm an den Kaffer gerichtet: uafformlar Festtage und zugleich am Bo ra btnb des schwersten Entscheid un Askampf es mm die ganze Z»- M'r Landes habe ich die Ehre, Euerer Kaiserlichen und nouiglrchen Majestät rm Aufträge des vcffammelten preußischen Ab-- geor0neteuhauses die heißesten Sstegeswünsche des treuen preußi- ? darzubringen. Einmütig mit Euerer Majestät in der Entichlossenhert zum Kamps, wie in der Bereitschaft zum Frieden, w mit dem ganzen deutschen auch unser Preußenvoll bereit, da- schwerste noch freudig zu tragen, um sich von seinem geliebter .Mijer und König zum vollen Sieg und damit gesicherten Frieden '-ü^on Zu fallen. Gott segne Euere Majestät im kommenden eut- Icheidungsvollen Lebensjahr. er Präsident des Preußischen Abgeordneteuhauscs: Dr. Gras von Schwerin- Lö w i tz («mtliÄ^d ' Sauptquartirr. 26. Januar. Westlicher Kriegsschauplatz. Front des Deutschen Kronprinzen. i»c. Maas stürmten im Abschnitte «s Generals der ,»ifa»ter>c von Frmicois unter dem Befehl Der Abenbbericht. Berlin. 26. Jan., abends. (WTB. Amtlich) > Westufer der Maas wurden französische, an der Aa russlsche Gegenangriffe abgeschlagen. « * * " Der österreichifch-ungarlsche Tagesbericht, ^k^eN'26.Jmi. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich mird vkrlautbart: 26. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Am Südflügel der Heeresfront des Generaloberst Erz- berzog Joseph wurde im Casinn-Tal ein rumänischer Vorstoß zuruckgeschlagen. Einer unserer Flieger schoß am 23. ds. bei Kimpolung ern rusfrsches Flugzeug nn Luftkampf ab Sonst bei den österreichisch-ungarischen Streitkräften nrchts Neues. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Begebenheiten. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs * v. H öfcr. Feldmarschalleutnant. * t " ^isev Karl im deutschen Hauptguartier. ~ Wien, 26. Jan. (WTB.) Aus dem deuffchen Großen gemeldet: Se. Kaisers, und Königl. Apostol. Majestät srnd am 26. Januar im deuffcheu Großen H^rptguarller eingetroffen, um Se. Majestät den Kaiser anlaßlrch fernes am 27. .Januar stattfindeudeu Geburts- tages zu beglückwünschen. In Begleitung Seiner Majestät befand srch der Minister des Aeußern Graf Czer- nrn, welcher mit dem gleichfalls anwesender! Reichskanzler , sowie nrit dem Staatssekretär Z r m m e rm' a n n tm Laufe des Borrnittags konferierte. ^ X |I /2 ^ eine Früh stückstafel sball, an der auch Ihre Maiestat die Kaiserin Auguste Viktoria, die Pmnzen Hernrrch und Waldenrar vorr Preußen, sowie ein zahlreiches Gefolge tellnahnren. Bon den beiden Monarchen wurden nachstehende , _ Trinksprüche gehalten: Fbine Kaiserliche und Wnigliche Apostolische Rllsiestüt: vW liabe Jlert darauf gelegt, am heutigen Tage hier zu er- Ichernen um Euerer Majestät, meirrem teuren Freund und treuen Verbündeten perloulich meine wärmsten Glückwünsche darzubriugeu Zum dritten Male begehen Euere Majestät Ihr Geburtstagäftst E^eges, den die Feinde uns aufgezwnng^ habstu und sur dessen Fortsetzung sie durch die Ablehmmg unseres lova- ^ri^ensangebotes allein verantwortlich sind. Euwer Majestät ruUnbedecktes Heer, rm Verein mit meiner Mid unserer Verbündest! S rmep ü w Nitt dem Beistand des Allmächttgen Mich Ü^Lsidressrist^ wieder reiche Erfolge crrunaen, die nus'mit berechtigtem Stolz, aber auch mit zuversichtlichem Ver ^.^uen aus den weiteren Verlaus der Kämpfe er- Wllen. durchdrungen von dem gleichen (Z)efühl ivarmer Freund- Ichast, ü^elche Weiband Seme Maiestät, mein erlauchter Großohm, Euerer Röaiestat entgegenbrachte, fasse idji meine Wünsche in dem »ult zusammen: oeine Majestät der Deutsche Kaiser und König von Preußen lebe hoch! Seine Majestät der Deutsche Kaiser erwiderte: „ Für den heutigen Besuch Euerer Mai'estät, sowie für die mir ausgesprocheum Wünsche zu meinem Geburtstage spreche ich Euerer Maiestat als teurem Freunde und Verbündeten meinen wärmsten Dank Mw. eere Anwesenheit Euerer Viajestät am iTcntigen Tage ist Brunch cm nercer hehrer Beweis dessen, daß in Freud und Leid, in schweren Stunden wie in soimigen Tagen Gnsre Majestät und ^ !)U, 26. Jan. (WTB.) Die Königliche Akademie r-l r ffcnfd^a.ftc n richtete anläßlich ihrer öffertt- llchen Sitzung vom 25. Jonnar an den Kaiser ftrlgenLes Telegramm: Eurer MajeM, sprich die Königliche Akademie der Wfsm- !^"en festlich versammelt um zugleich den Geburtstag Euerer Maiestat und das Gedächtnis Friedrichs des Großen rL t? 1 ' ,ent S '$T eu fr eit durch fcdben Kriegsjahre imerschütter-- o d y’^ örrertb äl f m Siege führte, ehrfurchiSvoll Dank und feurige ^ der starken euffchlosserren Kundgebung aus, die das deutsche Voll twn neuem zu höchster Anspannung aller seiner *tAHt ^ u siuft- Gchnß fühlt die Awdemre, die Dümenn reiner Friede«», werke, mtt tiefem Ernst, wie schwer bfx Forffchritt und geistiger Zusammenhang der Wissenschaft unter der überwÄtigenäu ^ reißenden Wucht dieses ungeheuren Kckeges leiden. Mer sie weiß auch ans den Lehren der Geschichte, daß die edeksten Güter de^ Friedens die eigenste Blüte von Kunst und Wissenschaft, nur Völ- kern be|chiedeu|ind die freudig gewillt smid, für ihre Ehre und -ourunft nnt allen Mitteln und Opfern einzustehen bis aufs letzte. Darauf ist ans dem Großen /Hanptqnartter folgende Antwort erugetvoffen: ,^.Mernen wärmsten Dank Ar die begeisterte Znstimmungskuud- iS!Lir? J 11 T ^ Wmmjchafteli. .Der unerschütterliche ^teg^wille des zu redem Opfer an Blut und Gut bereiten deutschen Volles wird — das verttaue ich zu Gott — das Vaterland vor ^r ihm von im seren Hemden M gedachten .Zertrümmerung bewahren und den znr legensrerchen Forteuttviickettlng der Völker notigen/ Frieden mrt dem Schwerte errängen. ^ er l i ii. 21 . Jcm. Die Vertretungen sämtlicher P r e n - ßrscher Pr ovrn z ialverbän d e haben dem Kaiser imb Äontfl zmn dres,l ' r Felde stehenden waffenfähigen Mannschaft wird me daheim gebliebene Bevöllerung Preußen^, ob Mmru oder^rau, rmmütig handeln und voll Eckigen Zornes ^über der Femdi Verleumdung, Heuchelei, ^Anmaßung und Grausam reit zusamnienstehen, um an dem großen RüstiMgswerk, jeder ar femer stelle mttzmrnrken. Gott gebe, daß aus dieser Arbeit oejamten Volles der volle glänzende Sieg geboren werde utz> Euer Majestät neues Lebensjahr trotz aller Tücke der Gegner e^i glorreicher dauerhafter Fllede kröne. ' Gnadenerkaffe. Eer^erlrn, 27. Jan. (WTB.) Ein allellSchster Erlaß dtzstmimt Niedcrschloginry von Strafverfahren und die Pelmadimm.. von Krirgsteilnehmrrn.- -v^ch will Dreine Erlasse vom 27. Januar ünd 24. Awril l^l ö ^oiDie vvnr 27. Januar 1916 erweitern, wie folgt- .S r . c bisher noch nicht nill>erge|chlaqenen' und mvh xricM rwÖBtraftig erlcdcgten Unicefutfwngert gegen Person, '^e ypc dem peuttgen Tage me Eigenschaft als KttsgSbeDrchmer nftargt haben, wegen der in den erwähnten Erlassen bezeichnten Straftaten werden niedergeschlagen, wenn die Straftaten vor dem Mutigen Tag und vor der Einberufung des Täters KU den Fahnen begangen sind. 2. Den unter 1 Gezeichneten Kriegsteilnehmern werden die vor ihrer Entlafsirng von den Fahnen durch Urteil oder Sttaf- befsyl eines preußisch«, Zivilgerichts einschließlich der auf Grand des Gesetzes Mer den Belagerungszustand gebildeten außerordentlichen Kriegsgerichten oder durch Sttafverftigimg einer preußischen Polizeibehörde oder durch! Strafbescheid einer preußischen Verwaltungsbehörde wegen der vor der Einberufung zu den Fahnen be- Mngenen Straftaten bis zum heutigen Tage rechtskräftig erkannten Strafen, soweit sie noch nicht vollstreckt -oder erlassen sind, einschließlich der Nebenstrafen und der rückständigen Kosten in Gnaden erlassen, sofern die einzelne Strafe oder ihr noch nicht voklstreckter Teil nur iu Verweis, Geldstrafe, Haft, Festungshaft bis zu einem Jahr einschließlich oder Gefängnis bis zu einem Jahr einschtießlicki allein oder in Verbindung miteinander oder mit Nebenstrafen besteht- Ter Erlaß der Nebenstrafen erstreckt sich indessen nickst auf die mich § 42 Absatz 1 des Milit^rftrafgesetzbuchs von Rechts wegen ein getretenen militärischen Ehäenstrafen. Tie vorsteherid be- ßeichneten Strafen find auch dann erlassen, wem, sie zu einer Gesamtstrafe vereinigt sind: jedoch tritt in diesem Falle der Straferlaß nur ein, wenn der Gesamtbetrag der Strafe oder sein noch nicht Vollstrecker Teil das oben bezeicksnete Maß nicht übersteigt. Klus die Strafen, die von einem der mit anderen Bundesstaaten gemeinschaftlichen Gerichte erLrmtt sind, findet dieser Erlaß Anwendung, sofern nach den mit den beteiligten Regier, rn gen getroffenen Vereinbarungen die Ausübung des Begnadigungsrechtes in dem betteffenden Falle Mir zusteht. Tie Niederschlagung und der Straferlaß erfolgen unter der Bedingung, daß nicht der Täter mit Rücksicht auf eine Straftat seine Eigenschaft als Kriegsteilnehmer verloren hat oder verlieren wird: sie erstrecken sich ferner nicht ans solche Personen, die Kriegsteilnehmer geworden sind, obwohl sie die Fähigkeit zum Dienst in dem deutschen Heer oder der kaiserlichen Marine gemäß §§ 32, 33, 42 des Milttäfittrrfgesetzbuchs verloren hatten. Soweit sich! jedoch auch Fälle dieser Art zu einem Gnvdenerweise eignen, will Ich EinzelvorschlägeN aus Niederschlagung der Untersuch,mg oder auf Erlaß oder Milderung der Sttase entgegensehen. Ich ermächtige ferner den Iuftizminister, zugunsten der oben bezeichneten Kriegsteilnehmer und deren Hinterbliebenen, in Sttosii fachen, die vor preußischen Zivil gerechten geschwebt haben, und bis zum heutigen Tage rechtskräftig erledigt sind, die Kosten, soweit sie noch nicht erlassen sind, ganz oder teilweise auch unter Rückerstattung bereits gezahlter Beträge niederzuschlagen und die Befugnis zur Nicderschbrgung aus andere Justizbehörden zu über- ittagen. Tie Minister der Justiz, der Finalen, des Innern und des Krieges haben die zur Ausführung dieses Erlasses erforderliches Anordnungen zu erteilen. Großes Hauptguartier, den 27. Januar 1917. Wilhelm. v. Bethmann Hollweg. v. Breitenbach. Beseler. Shdow. v. Trott zu Solz. Frhr. v. Schorlemer. Lentze. v. Loebell. Helfferich. v. Stein. Gras v. Rvedern. An das StaatsMinisterium. Ern weiterer Mlerhöchster Erlaß bestimmt über die Löschung von Strafeinträgen: Ich will in Gnaden genehmigen, daß im Strafregister und in den polizeilichen Listen alle noch nicht gelöschten Vermerke über die bis zum 27. Januar 1907 (einschließlich) von preußischen Zivilgerichten oder von Militärgerichten des preußischen Kon- ttngentt erkannten sowie über die bis zu dem bezeichnettn Tage durch Verfügung preußischer Polizeibehörden festgesetzten Strafen gelöscht werden, wenn ( 1. der Bestrafe kerne anderen Strafen erhalten hat als Gefängnis bis zu einem Jahr «nschLreßlich oder Arrest oder Haft oder Geldstrafe oder Verweis allein oder in Verbindung miteinander oder mit Nebenstrafen.: 2. <^gen den Bestraften nach dem 27. Januar 1907 bis zum Ijatttgen Tage nicht wiveder aus Strafe wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich erkannt ist. Aus die Stochen, die von einem der mit anderen Bundes- Avaten gemeinschastüchen Gerichte erkannt find, findet dieser Erlaß Ämvenduna, sofern nach den mit den Üeteiligttn Regierungen getroffenen Vereinbarungen die Ausübung des Begnadigungsrechtes in dem betteffenden Fcckle Mir zusdeht. Die Minister der Justiz, des Innern Mid des Krieges haben die zur Ausführung dieses Erlasses erforderlichen Anordnungen, zu treffen. * Großes Hauptquartier, den 27. Januar 1917. Wilhelm. v. Bethmann Hollweg. v. Breitenbach. Beseler. Shdow. v. Trott zu Solz. Frhr. v. Schorlemer. Lentze. v. Loebell. Helfserich. v. Stein. Gras v. Roedern. An das Staatsministerium. Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers ist ferner folgmder Allerhöchster Gnadenerlaß ergangen: Tie in den heißen Kämpfen des letzten Jahves von meinem Heere an allen Fronten bewiesene Tapferkeit und treue, aufopfernd« Pflichterfüllung bestimmen Mich, auch an meinem. diesjährigen Geburtstage, soweit nicht einem der hohen Bundessittstrn das Begnadigungsrecht zusteht, 1. allen Militärpersonen des aktiven Heeres, der aktiven Marine und der 'Schutztruppen, 2. allen Personen, die feit Beginn des fetzigen Krieges aus dem aktiven Heere, der aktiven Marine oder den Schutzttuppen infolge von Tienstunbrauchbarkeit oder zu Kriegsarbeiten oder aus rvirt- schaftlichen Gründen entlassen worden sind, die von Militärbefehrlshabern verhängten Tisziplinarfttasen und dre von Mllitärgerbhben verhängten Geü>- und Freiheitsstrafen aus Gnade zu erlassen, frtoeit die /Strafen noch nicht vollstrecht find, und sofern die auferlegten oder ^bereits gemilderten Freiheitsstrafen sechs Monate nicht übersteigen. Ausgeschlossen von der Begnadigung sollen jedoch Personen fi *, 1. die unter der Wirkung von Ehvenstrafen stehen, 3. die wegen einer oder mehrerer,s e i t der Verhängung der Sttase begangener Handlungen mit einer Freiheitsstrafe von mehr ccks vierzehn Tagen oder nrit Geldstrafe von mehr als 150 9JUaf oder wiederholt mit Freiheitsstrafe disziplinarisch oder rechtskräftig gerichtlich bestraft worden sind, sofern diese Strafen noch inächt erlassen sind. Personen, gegen die ein gerichtliches oder disziplinäres Verfahren wegen einer seit der ^Verhängung der Sttase begangenen Handlung schwebt, sollen nur unter der Bedingung begnadigt sein, daß in diesem Verfahren gegen sie keine schwere sttase als Freiheitsstrafe von 14 Tagen oder Geldstrafe von 150 Mark und keine militärische Ehrensttafe verhängt wird. Die Sttasvollsttcckung ist bis zur Beendigung des schwebenden Verfahrens au^usetzen. Unter diesen Gnadenerlaß sollen ferner nicht fallen alle gerichtlich oder disziplinarisch verhängten Strafen wegen Miß- liandlung, Beleidigung oder vorschriftswidriger Belwndlung eines Untergebenen. Sind mehrere Einzelsttasen wegen solcher Sttafdalen neben einer oder mehreren anderen iEinzelstrafen in einer unter den Erlaß fallenden Gesamtstrafe enthalten, so ermächtige Ich den Gerichtsherrn, dem die Strafvollstreckung obliegt, die Gesamtdauer dieser Enrzelstvasen nach den gesetzlichen Vorschriften über die Bildung von Gesamtstrafen in angemessener Weise zu ermäßigen. Ergeben sich durch eine Ausschließung von der Begnadigung in einzelnen Fällen besondere Härten, so ist Erlaß oder Milderung der Sttase vorzuschlagen. Soweit nach Meinen bisherigen Gnaden erlassen Stta fen wegen schlechter Führung des Bestraften von der Begnadigung bereits ausgeschlossen morden sind, bleiben diese früheren Strafen auch nach dem gegenwärtigen Erlaß ausgeschlossen. Ist ans Geldstrafe neben FveHeitSsttafe erkannt, so ist die erstere nur dann erlassen, wenn die Freiheitsstrafe unter diesen Erlaß fällt. Ich beauftrage Sie, für die Bekanntmachcmg, Ausführung und Erläuterung dieses Erlasses Sorge zu tragen. , Großes Hauptquartier, den 27. Januar 1917. Wilhelm. An den Kriegsminister. v. Stein. Derselbe Allerhöchste Gnadenerlaß ist mit der Einleitung: „Die in den heißen Kämpfen des letzten /Jahres von meiner Marine auf allen Kriegsschauplätzen bewiesene Tapferkeit und treue aufopfernde Pflichterfüllung usw." cm den Reichskanzler (Reichs-Marine-Amt) ergangen. Darin heißt es am Schlüsse: Hinsichtlich der Militärpersvnen Meiner Marine, welche sich am heutigen Tage im Auslände oder auf der Reise innerhalb der heimischen Gewässer besinden, soll für die Gnadenerweisungen derjenige Tag maßgebend sein, an welchem diese Meine Order zur Kenntnis des Befehlshabers gelangt ist, der die Ausführung des Gnadenerlasses zu veranlassen hat. Ich beaufttage Sie, für die Bekanntmachung, Ausführimg und Erläuterung dieses Erlasses Sorge zn tragen. , Großes Hauptquartier, den 27. Januar 1917. Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: v. Capelle. Schließlich ist folgender Allerhöchster Erlaß ergangen: Auf den Bericht vom 16. Januar will ich in Gnaden genehmigen, daß im Strafregister und in den polizeilichen Ltsten alle noch nicht gelöschten Vermerke, über die bis zum 27. Januar (einschließlich) von den Konsulargerichten und den Gerichten der Kaiserlichen Marine und der Schutztruppen festgesetzten oder von den Schutzgebietsbehörden gegen Nichteingeborene ausgesprochenen Strafen gelöscht werden, wenn ^ 1. her Bestrafte keine anderen Strafet, erhalten hat als Gefängnis bis zu einem Jahre einschließlich oder Festungshaft bis zu einem Jahre einschließlich oder Arrest oder Haft oder Geld- sttafe oder Verweis allein oder in Verbindung miteinander oder mtt Nebensttafen; 2. gegen den Bestraften nach dem 27. Januar 1907 bis zum heuttgen ^age nicht wieder auf Sttase wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich erkannt ist. Großes Hauptquartier, den 27. Jcrnuar 1917. Wilhelm I. R. ^ m . „ v Bethmann Hollweg. An den Reichskanzler. Die Niederlande und Wilsons Vorschläge. Haag, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Korre- spondenzburecm meldet: Bei den Verhandlungen über das Budget des Ministeriums des Aeußern iu der Zweiten Kammer setzte sich Savarnin Lohnvairn für den Vorschlag Wilsons ein, Zwangsmittel gegen die Macht anzuwenden, die, das Recht verletze. Froelstra (Soz.) be- zeichnete den Vorschlag Wilsons als eine Utopie und als gefährlich. Der Minister des Aeußern London erklärte, daß es seiner Ansicht nach für die Niederlande unpolitisch sei, sich zu verpflichten und einen wirtschaftlichen oder militärischen Zwang aus andere Mächte auszarüben. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Duhs über die Wegführunp von Belgiern antwortete der Minister, er habe die deutsche Regierung bereits ersucht, ihre Erklärung über die Repatriierung von Belgiern ausgiebiger in Anwendung zu bringen, und er hoffe, daß die bentfdye Regierung diesem Wunsche Nachkommen werde. Der Minister sagte weiter, daß die Niederlande die Friedensnote Wilsons nicht unterstützten, sei nicht als eine Demonstration gegen den Schritt Wilsons und nicht als ein Beweis übertriebener Vorsicht zu bettachten. Verschiedene Parteien hätten die Motive, die den Minister zu diesem Verhalten veranlaßten, gebilligt. Der Minister habe auf Einladung der schwedischen Regierung dem Gesandten in Stockholm aufgettagen, vorläufige Besprechungen über dre Frage abzuhalten, ob eine Konferenz der Neuttalen veranstaltet werden sollte, auf der u. a. die wirtschaftliche Lage nach dem .Kriege erörtert werden solle. Von einer Verstimmung >oder pvni Abschluß von Kottektivverttägen fei aber dabei keine Rede. Der Seekrieg. Sin Angriff auf die englische Küste. Berlin, 26. Jan. (WTB. Amtlich.) In der Nach vom 25. zum 26. Januar stießen deutsche leicht Streit tröste in das englische Küstengewässer südlii Lowestoft vor, um die früher dort gemeldeten feindliche Bewachungsfahrzeuge und Vorpostenschjffe anzugreifen Vor Gegner wurde im ganzen avgesuchten Seegebiet nichts m sichtet. Hrerauf wurde der befestigte Platz Southwold ar nahe Entfernung durch Leuchtgranaterr unserer Torpedo boote gut erhellt und danach unter Artilleriefeue genommen. Treffer wurden beobachtet. Unsere Streit kräfte. die auch auf dem Rückmärsche keinen Gegner anttafer sind wohlbehalten zurückgekehrt. Der Chef des Admiralftabs der Marine. Haag, 26.Jan. (Zs.) Reuter meldet amtlich: Ein Üeinc deutsches '-schiff, dessen Name noch nicht sestgestellt werden könnt näherte srch in der letzten Nacht der Küste von Susso'lk an feuerte einige Granaten ab, von denen nur einzelne das Lau erreichten. Verluste wurden nicht verursacht, es würde nur iw bedeutender Schaden angerichtet. .. London, 26. Jan. (MW.) „Daily Mail" schreibt über das letzte Seegefecht: Die solide Bauart der deutschen Zerstörer erhellt daraus, daß „48.69" über Wasser blieb, Obwohl er auf kurze Entfernung von (^schossen dirrchbohrt und außerdem gerammt worden ist. Das Schiff hätte nach allen Regeln untergehen müssen. L o n d o n, 26. Jan. (WTB. NickMurtlich.) Lloyds meldet den Untergang des dänischen Dampfers „Dan". Um dem Reiche. Der Kaiser an den Großherzog von Hessen. In der Antwort auf einen Brief, den der Großherzog nach Erscheinen des Ausrufs an das deutsche Voll an den Kaiser gerichtet hat, ist gesagt: Gerührten, herzlichen Dank für Deinen lieben Brief! Ich bin hocherfieut, aus Deinen Zeilen wie aus der großen Menge der Zustimmungskundgebnngen zu ersehen, wie das herrliche deutsche Moll, und zumal auch Deine tteuren Hessen, einmütig sich um des Reiches Panier geschart. Gott lohne solche opferfreudige Hingabe mit vollem Steg! Wilhelm. Aus Stadt rind €r- besprechung in unserem heuttgen Blatte. ** Eisverein. Bei günstiger Witterung findet Sonntag nachmittag vvu 3 bis 5 Uhr Mllitärkonzert statt. Siehe Anzeige. ** Lichtspieltheater Bahnhofstraße 34. Die großg Tragödie des künstlichen Menschen findet ihre Fortsetzung sin vierten Teil der Homunculussette, „Tie Reiche des Homun- c u t u 3" mit dem gewaltigen Bertteter der Hauptfigur, Olaf Fönn. Nach dem Erfolge der ersten Teile bedarf der jetzt gegebene vierte Teil keiner Empfehlung mehr. Neben HomMcAkus wird ein großes Kriminaldvama in vier Akten, „Der Ring des Schicksals" gegeben. Die Direktion des Lichtspielhauses, bittet wegen des ^Andranges in den Abendstunden, nach Möglic^eit die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen, lieber den Beginn der Vorführungen unterrichtet die Anzeige in heuttger Nummer. ** Schwarz-Weiß-Theater, Selters weg 8 1. Im Programm vom Samstag, 27. bis MoTttog, 29. Januar, steht auf dem Spielplan „Die G>espensteruhtt" Em mystisches Abenteuer des Detektivs Joe Deebs, versaht von Joe May und William Kahn. Als zweites Stück wird „Verklungene Lrebes-i lieber", ein dranratisches Mld aus hem Leben in 2 Mktrn gegeben und das übrige humoristische Beiprogramm. Landkreis Gießen. Zi Lang-Göns, 26. Jan. Ter Unteroffizier Karl S t o l l beim Landwehr-Jnfanterie-Regiment 116'erhielt das Eiserne Kreuz. K. Stoll trat beim Ausbruch des Krieges als Kriegsfreiwilliger ein und diente beim Res.-Jnf.-Regt. 222, 1. Komp. Er ist der Sohn des Glasermeisters Heinrich Stoll. - Dieser Tage wurde die älteste Frau, Kath. Mohr, geboren in Haufen bei Gießen, irr unserem Orte beerdigt. Frau Kath. Mahr ist 94 Jahre alt und war früher Besitzerin des alten Frankfurter Hofs. A Obbornhofen, 26. Jan. Der am südlichen 2lusgang unseres Ortes angelegte Weg hat sich als eine prachtvolle Schlitte,? bahn entpuppt, auf der man die liebe Jugend sich während ihre," f teitn j fo* fröhlich ^«cu«ntumme(ti sieht. Auch Grivachsene huldigen abends nach getaner- Arbeit dem Sport, wob«, sich Leider gestern abend ein sch.oerer Unglückslall zutrug, da Auguste Kammer wtder einen Gartenpsahl stieß und das Bein brach. Kreis Büdingell. S n £ a * n r2 a3 *9« 1 * ® e f tern nachmittag gegen Z Uhr erscholl plötzlich Feuertarm :n unserem Ort. Eine Materialien- balle der Eisenwerke Hrrzenliain G. m. b H. gegenüber dem Verwaltungsgebäude war m Brmid geraten. Dasi Feuer, das in de» lagcrndkiL Vorräten reiche Nahrung fand, griff mit solcher Schvell-rgkelt um sich, datz das Gebäude innerhalb kurzer 'Seit voll- ständig ausbrannke Der Schaden wird auf 60 000 Mk. geschätzt. GliEickiierweise e r te idetder Beilrieb keine Störung, !dü ^ ba3 cTtei'cnfd)e Eingreifen der Arbeiter und der Feuertvehr noch^.eryevttch^ .'Aengen laicht brennbarer Gegenstände herausge- werden konnten und so das Feuer ans seimm Herd beschränkt Rudoli Don Goldichmidt-RothlchUd, nachvnn 003 It« tea^ST ‘ «rz.-tch-r «.Hand. Di. durch di. Ä??„ ®SL*! r?- eft ' on : b ’ e -« !°«st möglich«. wurde. Das Feuer soll durch leichtsinniges Geboren jugendlicher entstanden sein, die eine brennbare Flüssigkeit verschüttet ZI' <■£<"/» ‘' luu ‘'in.mtüaR omiiLyu.u uct|u o^e verschüttete Flüssigkeit, um ihren Fehler zu verbergen, an- gesteckt hatten. Untersuchung ist eingeleitet. L- Ortenberg,. 27. Jan. Reservist .Heinrich S ch e in b e r von hier erhielt loegen besonderer Tapferkeit vost dem Feind ch den schweren Kämpfen in Rumänien das Eiserne Kreuz- zweiter glaste. Er steht seit Beginn im Felde wurde bereits viermal, zun, letzten Mal am 31. Dezember des vorigen Jahres verwundet und beftndet sich zurzeit im Lazarett zu Hcrmauustadt. Auster ihm sichen noch wer Brüder unter den Massen. — Aü Stelle der ist wnstlgen Jahren des Friedens veranstalteten Ka i s e r g e b u nt s tagsfe-er findet in diesen, Jahr am Sonntag abend eine liturgische Kaisergebnrts'tagsfeier in unserer Kirche statt. ^Schwick artshausen, 27. Jan. Am vergangenen Sonnlag veranstaltete Konzertorganist Peter von der Au aus Mainz in der hiesigen Kirche ein in allen Tellen wohlgelung^nes O r-g el - konzert, das von allen Gemeinden unserer Pfarrei sehr gut be- sucht war Reben den Altmeistiern Bach und Händel kamen auch ulodernc Meister wie Gvveg, Elgar, Liszt und Wagner zum Vortrag, auch sang der Veranstalter mit ttefer Empfindung einige be- lcmders dem Ernst nnd der religiösen Sehnsucht der Zeit augepastte Lwder, wie das Mendelssohns che „Entsagung", das Hillersche „Ge- l>er und „Ser stlll von Raff. Besonders angenehm enipfundeni wurde von den dankbaren Zuhörern, dast der Portragende jedem Lecke kurze einführende Erläuterungen vorausschickte. ' Der Reinertrag kam der Kriegsfürsorge zugnt. Kreis Alsfeld. . X *? lsfekd (OberHessen), 27. Jan. Für die Erweiterung des hi es, gen Bahnhofes ist von der preußischen Eisen- oaynverwaltnng für 1917 ein fernerer Teilbetrag von 50 000 Mk vor gesehen. Nach dem Staatsvertrag fallen diese Kosten dem hessi- j§en Staate zur Last. Erläuternd wird bemerkt, daß anfänglich die Kosten der Bahnhoftzerwetterung auf 960 000 Mk. veranschlagt waren. Tre Fertigstellung der Erweiterung in dem geplanten Um- mnge nfotdert Mehrkosten in Höhe von 480 000 Mk.. so dast sich dre gesamten Baukosten auf 1 440 000 Mk. belaufen werden. Kreis Laulerbach. c rr - der n shaus en , 25. Jan. Gestern bewegte sich ein »großer Lerchenzug durch unser Dorf; galt es doch, dem so jäh beim Holzfuhren un Wald ums Leben gekommenen Bürgermeister Ritz d,e letzten Ehren zu erweisen. Zahlreiche Kränze wurden am Grabe nieoermlegt, so von Lehrer Sommer für den Kriegerverein und E Schule, von Gemeinderat Kreutzer! für die Gemeinde, von Oberförster Gnrß im dluftrag des Grafen von Schlitz, von '■[iitrgetineiftfr ^ au st -- Sandlofs für die Bürgermeister des Ewc^andec- Tie Grabrede hielt Stadtpfarrrr Boeckner'- schtttz. Bürgermeister Ritz, der aus so tragische Weise aus dem Leb«, gesckneden ist, erveichte ein Aller von .58 Jahren. Bor Aus- m»ch des Krieges konnte er noch sein 25jähriges Tienstjubiläum feiern. Kreis Schotten. * «^^^?^E"a ch, 26. Jan. Gestern fiel beim Abtragen von Stein- totynqaden em älterer Manu hin und blieb bewußtlos liegen Durch rasch- herbeiqeholte ärztliche Hilfe wurde er bald wieder zum Bewußtsein gebracht und konnte einige Zell darauf mit Schlitten lerne Heimreise wieder antreten. „ ^-^^terfeld, 27. Jan. Bor einigen Tagen kan, die 'ILachricht daß wr^er zwer Männer aus unserer Gemeinde den ^ldentod für das Vaterland gestorben sind und zwar der Mühken- bescher Dörr, Vater von 3 .Kindern, aus der sogen. „Sträuches- uuchie der WetterfeLd und der Landwirt I o x, Vater von 1 .Kinde. Kreis Friedderg. «W ° ?LE>-Nauheim^ 27. Jan Wegen Heizungsschwierig- ketten muß dre für heute tat Grvßh Kpr^erthans angefetzte KarsergeburtStagsfeier des Reservelazaretts ausfallen — ^ch emm mit der Stadtverwaltung getroffenen Vereinbarung geben dre hiesigen .Kotzlenhandlungen Heizmaterial jeglicher Art nur noch gegen einen von der Bürgermeisterei ausgestellten B e- zuasschein ab. TuA diese Maßregel null man eine gleich- ,ü^ e und gerechte Verteiluna der zur Verfügung stehenden: Kohlenv^väte erreichen. — Bei Ausbesserungsackbellen am Schwal- t^rmer Kunstvad stürzte der Salinenarbeiter Bernhard aus beträchttlcher Höhe ab und zog sich erhebliche Verletzungen zu. Kreis Wetzlar. r». Di ll h e i m , 26. Jan. Die Gemarkung Dillheim steht im Zusammenlegungsverfahren. ES handelt sich um eine Gesamtfläche von 280,6 Hettar. V- D berroetz, 26.Jan. Anstelle deS langjährigen Gemeinde- o^her» Ahl, der w«gen hohen Alters zurücktrat, wurde Landwirt Wilhelm O t t zum Gemeindevorsteher gewählt r» Dom DünSberg, 25. Jan. Seit vielen Jahren sind jo große S ch n e e m a s s e n in der Dünsberggegend nicht mehr gesehen worden, wie im heurigen Winter. Die Schneedecke ist in den Höhenlagen n»cht selten einen Meter hoch, was für den Saatel,- sland außerordentlich günstig ist. Die Holzhauer mußten ihre Arbeit für einige Tage einstellen. Ein prachtvolles Winterbild bietet der Fichtenwald. Die Aeste der Tannen haben sich zur Erde geneigt Für den Jager ist gute Gelegenheit, dein leicht einzukreiseuden Schwarzwild zu Lelbe zu rücken. Erfreulicherweise sind im an- grenzenden Krofdorfer Forst schon mehrere ^Schwarzkittel- erlegt worden. = Frankfurt a. Mi., 25. Jan. Der Natioualstif-- tu«g wurden vrm Dr. Karl Sulzbach 50000 Mk. und von Enrll ^>ulzbach 26 000 Mk. überroieseu. Hiervon werden der ^tadl Frankfurt die Hälfte, den Angehörigen der Provinz Hcssen- Nvssau und dem Zentralausschuß lli Berlin je ein Mertel der summe überwiesen. iv. Frankfurt a. M., 26. Jan. Der Zoologische Garten bat einen schweren Verlust erlitten. In der Nackt vom 24. auf den 25. Januar verstarb plötzlich unter Läh'nungs- erscheinungen der afrikanische Nashorn bulle, ein Gejchenk 3" i n ' öuttcr ,' ™ 3 ’ ml - Der GutÄho^ des Mr» ^ "D' ve?MNM>,cn Nocht imrch em oerb««endes D« dm i^bäudm. Borrädcn imd dem »U!,eIchL>SckMden ist crusxervrdeEche°st W eniMdämmt werden. Gmtsbesitzeir schw« durch einen Eirzenden Bollen Spielpion der vereinigten frankfurter Aadttheater. . ^ Gpernyaus. ! o- t ^ en 28 - Zanuar. nachmittags 3 l L Uhr: „Mar' ,md >^eselchens We.hnachtsreise.^ Abends 7 Uhr: „Der Darbier von ' ß 1 / 0 Ute* 's"?ochuSfest - Montag, den 29. Januar, abends der Komgl. Bulgarischen Sängerin Fräulein ^ ^ ÜOU x Natlonallheater m Sofia: „Alda." Dienstag, 2!°*?abenbä 7 Uhr: „Die Sch.reider von Schönau.'' Sl 1 ! 5 . 0 ^ ^ n . r 31 * Januar, nachmittags 3 1 /, Uhr: „Mar' und ^^lcheits Weihnachtsreise.- Abends 7 Uhr: „Das Trei.näderl «?Erstag, den 1. Februar, abe.ws 7 Uhr: ..Diolanta ' abendL 7 17?^ bttng des Polykrates.- Freitag, den 2. Februar. I H^ c: "Jr cr Zlgeunerbaron.- Samstag, den 3. Februar, S,!! s r ' . Ästderspeuftigen Zähmung." Oper von Götz. sonntag den 4. Febr>iar, nachin. 3'/, Uhr: „Mar' und Lieselchens Abends 7 Uhr: Zum ersten T^ale: „Tie toten ^^!»..?"bnend,cktung von Hanns Heinz Ewers. Musik °D-.s^^D"r-imLhaus.^°"°"' ^ »°bruar. «bends Uhr: Zchauspielhaur. ^«p?onntag, den 28. Januar, . nachmittags 3'/, Uhr: „Alt- Frankfurt. Abends 7'/, Uhr: „Wienerinnen." Montag, den 29. Januar, abends 7 Uhr: .RoSmersholm." Dienstag, den so. Januar abends 7-/, Uhr: „Als ich „och im Fliigelkleide . . .- aii1 t,D0C?l '. bE der Industrie des Lvaargcbietes zu enffchloffenem opsertvilligen ^ Turchchalten bis zum siegreichen Ende des Daseins'kampjes für das Vaterland. Mlhelm I. R. Der türkische Bericht. K'L^^^^uopel, 26. Jan. (WTB. NichtanrttichO Autt- ttcher Bericht des Generalslades vom 24. Januar. Kmrkasnsfront: Auf den: rechten Flügel wurde der Angriff einer seindlickien Konrpagnie gegen unsere Vorposten abgeschlagen. Auf dem linkerr Flügel ncachten wir im Verlause eines sill uns günstigen Gefechtes von AufflärimgSpatronlllen ellllge Gefangen« Persische Froitt: Ter östlich von Tevletabad znrückgc'vorsene Feind setzt seinen Rückzug in Richllmg nordöstlich von Tizabvd und südöstlich von Tula fort. Kein wichtiges Ereignis von den anderen Fronten. Ter Stellverttetende -OberbefetzlÄhaber. Serbien und der Mord in Scrajewo. Budapest, 27. Jan. Zu einem Vertreter des „Pester Lloyd" Klärte der Landeskommandant von Bosnien unter anderem: Es dürfte von öffentlichem Interesse sein, zu hören, daß es in der letzten Zeit gelungen ist, eine völlige .Klarstellung der Ereignisse in Serasewo vom Juni 1914 M k-rlangen. Darnach ist die serbische Regierung als oberste Leiterin der Odbrana entlarvt, und tatsächlich ihre Schuld an, dein Serajewoer Mord eriviesen.' Jetzt sitzt im Serajewoer Gefängnis ein Mann namens Lodnica^ der aus Befehl eines serbisck>en Ofsiziers den Attentätern Obdach gegeben und ilwe Mordwerkzeuge bei sich verborgen gehabt hat. ü»idt|raf - Ludwigs - Gymnasium nebst Vorschule Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1917/18 werden vom 5. bis 8. Februar, vor mittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäude entgegengenommen. Geburts- und Impfschein find hierbei vorzulegen. Gießen, den 27. Januar 1917. Die Großherzogliche Direktion. _Dr. Hensell. 807 v Hotsl 8 ovüt 2 Lsuttz absucl 1 / 2 S Uhr 848 Künstler-Konzert. Eisverein Giessen Bei günster Witterung findet am Sonntag, den 28. Januar nachm, von 3—5 Uhr Militär-Kortzert statt. Eintrittspreise für Mitglieder sowie Tageskarten 10 Pfg. Zuschlag. 849 D __ Der Vorstand . D rucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattungpreiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei r ul^.? ° g»Brn*4bebördJich geprOh, « yflHi II m| ff»Maco“gctrank- 3 H l 78 nllü f - Sohlen erzielen "f 5 faohe Haltbarkeit ? « Kl.ao pj. 0 . M 1.20, za hab. in «- ürogenen; bei Voreinuig. (Porto 10 PI.) durch R.KIüDlfeaCoJaioiisrg 17 ZDampfas^.o^ArAinen/aMj^ (ZAppa/iatef>QuJ 2 JiAtaiL. Eine Stiftung für „V 69" Berlin, 26 Jan. (Pttvattclegramm Dre „Bo,fische Zeitung" meldet aus Amsterdam .^mmnerzie-rat Leo Lustig, Berlin, hat dem Berllhderstmber der „Bofsnchen Zeituna" Gulden ffur Bertelluug an die Mmmsihaft des m Bmnidcn ein- gelaufenen deutschen Torpedobootes „V 69" übergeben Bersenkt. ^6 e r n , 26. Jan. >WTB. Nichtamtl.) Laut Meldungen der kranzössichen Blätter sind folgende französisckje Scksifsi versenkt wiwden: der Dreim-aster „P r e c u r s e u v" (364 Br -R. T.), die e har na i s" (302 Br.-R.-T.) und „L e o n t i n e" (201 Br.-R.-T.), der Dampfer „Victoire" der Dreimaster „Lo u rs . Josephs" (197 Br -R.-T.), und Ni* , rboot c» yreit«" Die Besatzungen sind gerettet. Man befürchtet den Verlust mehrerer überfälliger Fischdampfer. An der Mündung der Gironde sind zwei llnterseeboote beim Minenlegen beobachtet worden. Ter dänische Schoner „St. Petett' ist gleichfalls versenkt worden. London, 26. Jan. (WTB. RichtnmtÜ) Bei Lloyds wer' folgende Schiffe als vernsißt bezeichuet: „H i l d a w e l l" (2494 Br.-R.-T.), von Westharttepool „P. L. M. T." von Havre und ,.S e a f i s he x" von Barrowttlck. Von der „Luise 'ünne" lwis Lennion, die am 15. November' von Swansea ausgemhreü ist, hat man seitdem mchts mehr gehört Berkklsiroom. H a m b u r g, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.^ Das Hamburger Prisengericht fällte in einer am 26. Januar ab gehaltenen o lient-- nchen Sitzung über den während der Fahrt von Amsterdam nach England mit Stückgntladung am 24. April 1916 vernichteten holländischen Dampfer „B e rke l stroo m" folgendes Urteil: Die Zer-- storung ist nicht zu Recht erfolgt, obwohl für oic Versenkung des Schifies ausreichende Gründe Vorlagen. Der Schaden soll ersetzt werden. Die Höhe der Enffchädigung wird in einem späteren Termine festgesetzt werden. Englands Schiffsraumrwt. London, 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Chrvnicl^ schreckt, es sei so gut wie sicher, daß der Feind ebenso schnell und wahrschernlich nocki schneller neue U-Boote baue, als sie vernichtet würde,:. Der Verlust >an Schiffsraum bei den Alliierten nehme in der letzten Zell wieder zu. Man illerdt' aber iu der Lage sein, die Lücken aus zu füllen. Man nmsse vor allein die der Handelsflotte einverleibten internierte,, feindlichen Sckiiisse uird die im Bau be- sindlichen Schiffe berücksichttgen. Tann seien setzt im Auftrag der Regierung die Kiele von vierzig bis fünfzig Lchifsen an: CÜ)ds und auf den Wersten der Nvrdostküfte gelegt worden, dre zusammen eine halbe Mlllion Xüjutm dar stellten. Tie vlrbett sei besser organisiert und die Stahlerzeuguiig sei durch eme Anzahl neuer Hochöfen vermehrt wordeii. Dadurch, daß letzt Deckladungen gestattet seien, sei mll einein Federstrich eine halbe Mlllion Toimen der englischen Handelsflotte zuge-- fügt worden. Außerdem würden die Personenidampfer, die sich im Bau besinden, in Frachtdampfer umgebaut. „Daily Chronicle" empfiehlt die Ellisiihrung des Stücksvstems, wodurch die D'eesiarbei- ter.«ngespornt würden, mehr zu leisten und den Bau von Standard- schiffen. Das Blatt glaubt, daß bei Besörderiing dieser Methoden noch tu diesem Jahre die Tonnenzahl um 200000 Tonnen vergrößert werden könnte. Oderzrnsor England. Kopenhagen, 26.lJan. (WTB. Nichtamtlich.) „Sozialdemokraten" schreibt: Die neutralen Länder haben Grund, mit der ^rt und Werse sehr nnzusisicden zu witt, in der Englarrd für alle Nachrichten, die vow Amerika nach den neutralen Ländern Europas gehen, als Oberzensor auitrllt. Die Friedensnote Wllsons ^hielten imr lli unvollständiger schlechter Wliedergabe einen Tag nach ihren Veröffentlichung in der amerikanischen Presse. Gleichzellig wurden Aeußerurtgen der wllsonfreiind liehen Presse Amerikas und der Chauvinisten presse Englands zur Note mit- geteckt. In gleicher Wjeise ging es mit der Friedensrede Wisions. Sie wurde. Montag nachmittag um 1 Uhr, nach unserer Zell um 7 Uhr abends gehalten. Wir erhielten oas Telegramm aber erst Dienstag nachmittag unvollständig und schlecht wieder- gegebei: imd wieder begleitet von chauvinistischen englischen Presse- wmmenüiren. Wir wollen hllrinll ganz offen sagen, daß wir nicht wie Kmder behandell zu werden wünschen, sondern als eine jme d^ltton erwachsener Männer und Frauen, die Schriftstücke vor- gelegt erhält, ivie sre sind. Sie wünschen sie zu lesen, ohne Hllse emes irreftihvenden ZeigeflltgerS. Friedensfehnsucht der Franzofen in den besetzten Gebieten. . r ® oUl ' n 2 7- IMt Die „Köln, Ztg." meldet aus Madrid. Ter frühere Pariser Mtarbeller des Madrider ABC, der jetzt' Zn der deutlchen Front für seine Zeitung schreibt, gibt seine Eindrücke chnter der duschen Westfront wieder Ueberall komme hier bn der ttMizösischen Bevölkerung die heftigste Frledeiis-ehnsiicht zum Ausdruck In Ledan habe sie zu einer großartigen 5tundgebung vreler Tausenden unter dlnführung der Stadtverordnete,: geführt Alle Bevotkerungskretse verwünschten Enchaick. da es verländere, daß das amlliche Frankreich den Frieden erörtere, den alle Fran-, Men m den besetzten 0Kbieten bereit seien, aus der Grundlage der Verhaltntsse vor dem Kriege abgeschlossen zu sehen. Mit Graue:: \ TTKntan bte Folgen, zu denen die aussichtslosen Versuche, Ellaß-Lokhringen wieder zu gewllmeii, führen müßten. .. Austausch von Familienvätern. e rl * r: ,27. Jan Der schweizerische Bundesrat hat ver- ichiedenen Blättern ^ zufolge beschlossen, probeweise je hundert i?Eche und sranzömche Familienväter nicht kranke), die sich 18 Itniüie und langer tu .Kriegsgefangenschaft besinden und Vater von Mindestens dre: .Kindern sind, zur Internierung in der Schwerz zuznlchffn. Es bandle sich um den Beginn der Ver- wirklichiing ernes hnnmmtären Werkes, das von Deutschland nnd Mick von Frankreich warm befürwortet sei. Wilsons Botschaft. Paris, 26. Jan. 0VTB. 9ttck>tamt!ich.) „Pettt Pattsien" meldet D-^ Was^-n-'tvn. Tatsnä». datz- die Bptschast Wilwns rn: Auslande kühl auigcuommen worden sei, was inan in Amerika eigentlich nicht enoart^e habe, zeige, daß die Botschaft mitzow«: schiiden worden nn. Boraussichtlick: von amtlicher Seite eine neue genauere Erklärung abgegchei: werden. ^ China und Japan. ^ e ^WTB. ^ttchtamtlichl Reuter meldet' In den zwr chen Ehum und ^^apau uir Regelung der Angel ' um- ^^..^^^^gehra mrg gewech'ellen Noken, nimmt Clstna alle rn du verm. J. Atzback. 55] Wne 8 -Zimnier-Woh!!. mit Bad, sofort zu Ost - Anlage verm. '' 5 Zimmer S-Zimmerwobunng. ^Üibehör, 2 Balkons, Et boden, Bleichplatz, 2 . S vermieten. uiing mit Zubehör, i i Vicht, Gas, Gartenc Bleichplatz per 1 . Ap ver>n. Carl Bratling. mieten. Ebelstr. 12 II. 39] Nenen LLv, 2 isl 5 Zimmer Wohnung Sonnenstrafle 19. Za vermieten: auf sofort oder später 5 Zim., Zubeh., Garten, ferner auf 1. Avril 5 Zim., Zubeh., Garteno Näheres H. Wallach. B marckstraße 1411. _ [00 Lndwi^Mtraße 37 5 - Zimmer - Mansarde ,1. April zu vermieten l Aberjnenn & Klin, 1561 frankfurter Str. schöne 5-Zimmerwohvn behör per 1 . Ävr mieten. Näheres Noonstr. 20 5-Z.-W. ^oon3tr. 2, Ecke Kaiser-Allee 5 3. 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