Kr.,»» tfr Oietz««er Anzeiger erscheint täglich, außer bonntagS. - Beilagen: Gietzener^amiliendlütter. Kreisblatt ffit den Ureir Gtehrn. vezngspreir: wonatl. 90 Bi.. mertel- iährl. Mt. 3.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mt. 2.45 viertel- lährl. auSschl. Befteklg. sternfprech - Anschlüsse: i!ürdieSchristleitlmg112 Verlag, Geschästsstellebl ilnschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. (bk. Jahrgang Dienstag. 23. Januar Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Vankverkehr. Gewerdebank Gießen Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche llnio.-Such- u. Stelndruckerei 8. Lange. Schristleitnng. Seschästrstelle n. Druckerei: Schulftr. 7. uvii Anzetgea die Lagesnmnmer bis zuin Nachmittag vorher» Zeilenpreir. f. Anzeigen: örtlich 30 Pi.. Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pst, auöwärtS 25 Pf., b. Platzvorfchrpp 30 Pl., Reklamen 75 Pst^ bei Platzvorschrist 90 Pst Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und' Land, Vermischt esu. Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz, Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. (WTB.) Grohes Hauptquartier, 22. Januar. < amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Lens wurde ein schwacher englischer Angriff im p-mdgranatenkamps abgeschlagen. Bei Bezonvaux und östlich van Pvnt-a.-Mousson brachten C-rkunbungsabteilungen wn kurzen Vorstvtzen in die feindliche Stellung mehrere pmuzofen und ein Maschinengewehr zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Westlich Friedrichsttwt wurden Nachtangriffe russischer igdkommandos abgewiesen. Front des Generalober st en Erzherzog Josef. In den Osttarpathen kam es an mehreren Stellen zu »rfeldkämpfen, die für uns günstig verliefen. Nördlich des l^lwztales war die beiderseitige Artillerietätigkeit zeitweise edhaff. Heeresgruppc des Gcneralfeldmarschalls von Mackensen. Westlich von Panciu griff eine feindliche Kompagnie unsere Sicherungen an der Putna an; sie wurde zurück- geschlagen. Mazedonische Front. Autzev vereinzelten Erkunderzusammeustöhen sind keine besonderen Ereignisse zu melden. Der Erste Generalguartiermcister Ludendorff. » Tcr Abendbericht. Berlin, 22. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) An keiner Front g röste re Kampfhandlungen. Der Zar hat seinem neuen Ministerpräsidenten Golitzyn einen Erlaß zusgestellt, mit dem wir wie durch halb blinde Fenste rscheiben aus das „unendliche" Reich schauen. Allzu koafwoll und selbstherrlich hat er seine Worte nicht wählen dürfen, da der derzeitige Gewalthaber. Englands, Lloyd Georae, von der Reise nach Rom zurückgekehrt, ein gewisses Vasallentum aller seiner Verbüirdeten öffentlich frstgestellt hat.^8s hieß da in der Rede des englischen Ministers, er habe m Rom erkannt, wie die übrigen Mitkämpfer gegen die Mittelmächte in wachsendem Maße ihre Hoffnungen auf England setzten, wie sie von der Kraft und Macht dieses Reiches die siegreiche Wendung erwarteten. Lloyd George sagte dies aus^Stolz; er wollte damit andeuten, das; trotz der melmals mißlungenen Methoden Englands in diesem Kriege Win Ansehen bei seinen Verbündeten noch nicht gesunken sei. 'meichwohl wird manchem seiner Larrdsleute im Busen bang geworden sein bei diesem Worte. Denn England hat bisher mr Verlauf der Geschichte vorzugsweise immer andere für sich mmpfen und bluten lassen — und jetzt soll es ans einmal dre Bürde im Kampf gegen seine Feinde auf sich allein nehmen . Wäre es nicht doch besser, so wird mancher Eng- lam)er dazwischen fragen, wenn die lieben Verbündeten noch mcht so erschöpft und geschlagen wären, um ihr letztes Ver Wauen auf die Hilfe Englands aufzubauen? Der Erlaß des Zaren an Golitzyn bescheidet sich mit der ihm zugewiesenen Rolle« Sv stolz wird hochfahrend wie früher und ^ h S ^.Bekenntnisse Lloyd Georges klingen ferne Mrsfuhrungen nicht! Natürlich hat auch TtW . Rußland noch „unerschöpfliche Hilfs- guellen , aber indem der Zar dem Ministerpräsidenten nur em paar recht dürftige und billige Richtlinien an die Hand grvr, gesteht er zugleich zip, wo und wie bisher vieles im jwgt. Die öde Weite des russischen Reiches lllr Kindliche Angriffe nicht gerade aneisernd, wie sic Berhältnis zu den „unerschöpflichen Hilfsmit- tY? Eigenen Lande die größten Schwierigkeiten macht, oas haben wir aus dem neuen russischen Eisenbahnbauten- px f9}^ nm gesehen, das noch während des Krieges durch- ^eNlhrt werden soll und natürlich ungeheure Mittel vev- bapztt an den Verkehrsmitteln, an der llrverchenden Verteilung der Lebens- und Kriegsmittel.' Der ^ar gibt zu, daß die verwickelten Fragen der Lebensmittel- Versorgung in Rußland eine Krise geschaffen haben! Der JJ i a ™ anbevJBtiifa der Regierung soll diese Krise, die 'Nh nach dem Erlaß sowohl auf die Verpflegung der „tapse- lTTbc a TL? U l b f l c Bedürfnisse „hinter der Frvni" ve-reyt, mwglrchst bald beseitrgen! Aber wie» Ter stTst'Beantwortimg und in seinen Ratschlägen zremiich hrlflos, denn seine Empfehlungen „breiter Grund io nichtssugend wie n,»glich. Er laßt erkennen, £5 A ^elfnch fehlte: nonrlich an der Uebermnstinlniung oer Behörden an der Front wie im Hinterlande. Mit an-< Porten: ,eder machte dal was er wollte und für aut ^ s^.^lreichen Wechsel äuf den Ministersesseln haben ./^.e^E-ande, das wird der Zar sich zugesteheu müssen, nur gefordert. Die Aussichten, daß es in diesen Dingen anders werden könnte, sind nicht groß. Besonders die Merte Frage der in dem kaiserlichen Erlaß so große Be- d«ktmrg beigelegt wird, ist äußerst schwierig zu lösen. Denn ^^Ä^sserung der Eisenbahnen und Wasserläufe erfor- k^lsW ^ W b ' sondern auch Zeit, so viel Zeit, daß der Bemühungen vo r dem Kriegsende sich kaum IS?" wird. Die Unruhen und die Sorgen der russischen Bevölkerung sind im Wachsen. Wie seltsam ist es, daß der- T.fcLiEm bct &e L bc " entscheidenden Dumasrbungeil die Ueberemsttmmung des Parlaments mit der Regierung offenbar hat crzlyingen lassen, jetzt dein Fürste,, Golitzyn aurät, Gin Erich der Zaren an Golitzyn. den gesetzgebeuden Körperschaften mit „wohlwollender Geradheit und Würde" gegenüberzntveten. Wir wissen den Sinn dieser Worte nicht ganz abzumessen, aber so viel sehen wir: es ist etwas faul . . . Deutschland braucht vor der „entscheidenden Begegnung" mit diesem Feinde nicht zu erzittern und kann hoffen, daß die russischen Ziele, vielleicht schon bald, noch einmal schwerer zusammenkrachen, als es heute bereits der Fall ist. " * * Der österreichisch.ungarische Tagesbericht. Wien, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlmttbart: 22. Januar 1917. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Im Odobesco-Gebirge wurden feindliche Aufflärungs- truppen aligewLesen. Oestlich von Nielnica im Wolhynischen streben Abtellungen des Brunner Infanterie-Regiments Ar. H überraschend in die russischen Gräben vor und brachten euren Offizier, 109 Mann an Gefangenen und ein Maschinengewehr und einen Minemverfer ein. Gut geleitetes Geschützfeuer brachte dem Gegner starte blutige Verluste bei. Jta li c irisch er Kriegs sch auplah. Keine besonderen Ereignisse. Südöstlicher Kriegsschauplatz. südlich des Ochrida-Sees vereitelten unsere Truppen vorgestern einen feindlichen Vorstoß. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v Hofer, Feldmarschalleutnant^ * not im Mo- wordm. 7 8 4 zum Die Flugzcugbeute von 1916. Turä die Kampflätigknt der deutschen Flieger sind Dezember 66 feindlich? Flugzeuge nbqeschossen oenen^ exir Verlust von 21 deutschen gegenüb-ersteht. lümtt baden seit Beginn des Fahces 19ll; unsere Flieger um Berem mrt den Abwehrniaßnahsnen von der Erde aus' le.-ln dl iche F l ug z en g c zum Absrnrp gebrach t oder Jtyaxiqeym mnteu unseren Linien gezwungen. Unsere eigene Pubnye betragt m dem gleichen Zeitraum 22 1 Flugzeuge. tW To, , ■ l 10 11 1 ellein betragen 'die Zahlen 739 feindliche gegeii^ 18 b denk,che Flugzeuge. Schlagend iß nüt diesen Zahlen erwiesen, .wer der Stärkere im Zdainpz ist. 'L r o tz st a r k e r zahlenmäßiger Ueber- l e g e n h e r t der Gegner ist es der Tückchigkeit und dem opfer- mutrgen llngrtsssgnp imscrcr Flieger gelnngen, den Lustranm über den eigenen Truppen sreizuhalten von feindlichen Fliegen:, ^eltni und nm- in ltarlnr Geschwadern wagt sich der Feind über uniere Front, um ziellos seine Bomben abznwersen. sobald sich idre deutschen Flugzeuge nahen, den Eindringling zu verjagen. Ruhmend sei dabei auch der Tätigkeit u u s e r e r B e - vbachtungsflieger gedacht, die bis auf die weitesten Entfernungen^ Hutter die Front ansklärend genaue Meldung bringen, über die feindlichen Bewegungen und Maßnahmen. Ebenso hoch steht die Leistung der Artillerie und F n saute ric- Flieger, die. obwohl ständig beschossen durch die feindlichen Abwehwattenen und in der Beobachtung behindert durch den Angrns feindlicher Flugzeuge, trotzdem pflichtbennißt ihre Aus- gabeu ernillcn und der oft schwer bedrängten eigenen Truppe ausllärend, beobachtend und selbst mit Maschincngewehrfeuer und Bombenangriff in den Kamps eingreifend, die wichtigsten Dienste leisteten Ebenso haben tinsere B o m b c n g e s ch w a d e r durch zietbelvußt geführte Angriffe bei Tag und d^acht dem Gemer vielfaci, empfindlichsten Säradcn zugeiügt. . . einzelnen verteileit sich die Verluste an deutschen und feindlichen Flugzeugen auf ^ic Monate des Jahres 1916 folgendermaßen : Monat: Feindliche Verluste: Deutsche ^^anuar 20 5 Februar 23 8 März 49 19 April 36 24 Mai 47 16 Juni 43 10 Juli 85 23 August 84 24 33 September 133 Oktober 104 17 Mvember 94 31 Dezember 66 21 Im gauzeir: 784 feinoncyc und 221 deutsche. i>0 Der bulgarische Bericht. Jan. (WTB. 'Nichtamtlich.) Generalstabsbericht: Sofia, vom 22. Januar. Mazedonische F r o n 1: Zivischien dem! Prespa-Soe und der Cerna schwaches. Artillerie- und Geivehrfeuer. Im Eania- Bogen nichts von Bedeutung. Oestlich von der Cerna in der Hut- M'bilng von Gradesnica versuchte eine feindliche! Ableilnng sich unseren vorgeschobenen Gräben zu nähern, wurde aber durä- Gegenangriff vertriebeit. In der h^egiuid voit Moglena vereinzeltes Artillerie-, Gewech . Maschinen ge,velw und Mimuismu ser- jener. Im Wardartale rmd an der Struma schlvaches Artillerie- fener und an einigen Stellen Patrouillen ^fechte. Rumänische Front: Artilkeriefener feindlicher Schiffe gegen T,llcea. Der türkische Bericht. K o n sta n t i n o p e l,' 21. Jan. (WTB8 Amtlicher Bericht vom 20. Januar: T i g r ?s - F r o n t: Oestlich. von K u t e l A m a r a wurden unsere Stellungen vom Feinde unter anhlltendes und heftig^ Feuer genommen. Ter Angriff, den der Feind mit einem Teile einer Streitkräste gegen uirsere Stellungen ilutertlahm, wurde mit Erfolg abgeschlagen. Kauka ssis -Front: Der feindliche linke Flügel griff mit überlegnen Kräften unsere Erllmdimgsabteilnngen an, die sich a?isangS beschlsgeinäß zurnckzogen, dam, aber verstärkt ben Gegner zurumvarsen und ihre alten Stellungei, wieder Annahmen Kein wichtiges Ereignis ans den anderen Fronten. Der Üellverlletende Oberbesehlshal>er. Das Programm des Zaren. Petersburg, 22. Jan. (WTB.) Meldung der Pebers» burger Telegraphen-Agentur. Der Zar hat an den Ministerpräsidenten Fürsten Golitzyn folgenden Erlaß gerichtet: Nachdem ich Ihnen den verantworll,chen Posten als Ministerpräsident an vertraut habe, halte ich es für angezaigt. Sie auf Nächstliegenden Fragen aufmerksam zu machen, deren Lö- sung die Hauptwerke der Regierung zu sein haben. Im gegenwärtigen Augenblick der Wende des großen Krieges richten sich alle Gedanken sämtlicher Russen ohne Unterschied der Nationalität und Klasse auf die tapferen und glorreichen Verteidigungsarbetten und ^warten in einer gewaltigen Spannung die entscheidende Begegnung mit dem Feinde. In vollkommener Ueberein- sttmmung mit unseren treuen Verbündeten lassen sie den Gedanken an einen Friedensschluß vor dem envgültigenl Siege nicht zu. Ich glaube, daß das mit Selbstverleugnung die Lasten des Krieges ertragende russische Volk bis zum Schluß seine Pflicht erfüllen wird, ohne vor irgcich einem Opfer Halt zu machen. Tie natürlichen Bilfsauellen unseres Vaterlandes sind unerschöpflich und schließen die Gefahr einer Erschöpfung des Landes aus, die offensichtlich bei unseren Feinden auftritt. Umso größer ist die Bedeutung, die die Regelung der unter den gegenwärtigen Bedmgun- gen so wichtigen und verwickelten Fragen der Lebensmit(tSl-' versorg n n g gewonnen haben. Infolgedessen beauftrage ich vor allem die irq Ihrer Person vereinigte Regierung, sowohl für die Versorgung meiner tapferen Armee, wie für die Behebung der unvermeidlichen Verpflegungsschwicrigkeiten hinter der Front Sorge zu kragen. Ich zähle daraus, das; die gemeinsame Arbeit der gesamten Regierung aus die Verwirklichung auf breiter Grundlage und dre Fortentwicklung der Maßnahmen, die zu Mefem Zwecke in der jüngsten Zeit ergriffen worden sind, gerjchtet sein ivlrd. Die Ver- pflegung der Armeen und der Bevölkerung erfordert eine Ueberein- fnmmung der Maßnahmen sowohl aller Behörden an der Front wie ,m .Hinterlande, sowie der durch die Anordnungen des Minister- rats vereinigten verschiedenen Aemiter. Eine andere Frage, der lch eine vorherrschende Bedeutung beimesse, ist die weitere Verbesserung der Beförderungswege sowohl durch die Ei se n b a h n e n w,e auch die Wasser! ä u f e. Der Ministerrat soll aus diesem Gebiete entscheidende Maßnahmen ausarbeiten, die die Nutzbarmachung der Beförderungsmittel sichern, um rechtzeitig die Armee und das Hinterland infolge des IneinawdcrgreiscnS aller Amts-' zweige mit allen. Notwendigen versehen zu tonnen. Indem ich die zunächstllegenden Fragen für die bevorstehende Arbeit hervorhcbe, glaube ,ch gerne, daß die Tättgkett des Mrnisterrats unter Ihrem Vorsitz d,e Unterstützung des Reickisrats und der Reichsduma finden n,rd, d,e ru dem einmütigen Wunsche geeirtt sind, den Krieg bis zum siegreichen Ende durchzusühren. Ich halte es für Rie Pflicht einer Person im Staatsdienste, den gesetzgebenden Kör- perschaften mit >)po h l w o l l e n d e r Geradheit und T -bo^tzäberzutteten. Bei der bevorsteherchen Organisation ^^ischaftslebens des Landes wird die Regierung die unersetz- Uche Unterstützung der Semstwos finden, die durch ihre Arbeiten in Frleoens- und Kriegszeiten bewiesen haben, daß sie ehrstirchtsvoll die erleuchteten Ueberlieferungen meines Großvaters, des Kaiser- Alexander II., bewahren. -luS Rußland. bov /r“'A san ', Zur Lage in Rußland schreibt ? : ,Z.as tennze,chnendstc Ereignis der letzten Tage sc,, dain der Zar für Prototwstv gegen die Duma Partei ergriffen -u haben scheine.^ Unzweiselbaft sei d,e innere Krise von 'groß ur Ernst und an, den Gegensatz zwischen Duma und Regwruna ttiruckzumhren. Viellerckt habe auch die Ermordung Rasputins «aw,er,gleiten persönlicher Art für die Politiker in boheni Stellungen ergeben. „Evenement" schreibt: Tie Ereignisse in Petersburg ver- menten arop? Ausmerkiamkeit. Tie ständigen Veränderungen der Regierung seren kerne Bürgschaft für deren Stabttität. Man müsse an nehmen, das; naä Veränderungen solcher Art eine ständige Neuonentlerung nach links nickst möglich wäre. „Lanterne" schreibt cs sei -nn schroster U'nschvnng .eingetreten, den man kaum habe voxaussehen können, alles gebe aber nach, rechts, die inner- Krise daue,e an. wer Rest des Arlckels ist von per Zensur gestrichen „Oeuvre me,nt. d,e innere Krise Rußlands werde von Tag zu Tag ernster. „Hmnauitä" äußert, man sverde in Frankreich, mrd Ei,gla,ch Rußland über das Gebiet der mm-ra, Politik Rußlands hluausgehe. England und Belgien. t ? orf l \ 11 ' ^ ^üit !WTBst Das englische Au s w 8 am 19 *. S'önuac die in der Mttteilung r deutschen Rehceruug an d,e neutralen Mächte -r E rauten rantie entsprechend vorzngelwn. ftnlfa »«Ngemrme Zeitmig" sagt: Dir «esivä Mast England Lugen, svenn es bebaupstst. daß es sich, um fest °> .-rn-ck »ennüdumn,™ *, U .i«i Ünrr ^ nl \T"’ l ,lli m ''"in» -DanschLmd i aivoyaiHlffn Kvalrtum misgezmmanren t‘ nenzrampse ful für dieses die 9tvM'<'ndigkeit der Fo-dlN^ni,-, ffÄ tzurch Blgien ergeben mntztr. Gegenüber dev,'',, Knickt allzu n-ln- erstarkten Dentscklaist» tHm 10 t i >, Umland eine andere Äntwort gefi.nd.-n als da» England von td A2 MWender Nvtwcndmkeit «gebe sich »icrau« Mr ^ Der Zustand, der .* in Eng m,d mu Äi b ’ r . auu.4tn4r !: i,' MM, st" zu verleugnen uich tw.-Ezwie.>>-,i sei .Ich Deutschland u,i„l>- grsich -,-1 werdru. daß Mlgiru chcht wü ■" 2* lchch., das englischer Egmsm > e -L nach jpfen oder Westen ichliestm kvmix.. , ^ ^ Die französischen Sozialisten. Bern, 22. Fan. (WTB.) Au der Abstimmung über die Interpellation Pressemane vom Freitag stellt „Rappel" fest, daß aus der bisherigen Mehrheit der sozialistischen Partei eine Minderheit geworden sei. da von hundert Sozialisten 57 gegen die Regierung und für die Jnterpella- tion stimmten Höhere Eisenbahutarife in Frankreich. B e r n, 22. Jan. (WTB.) Lyoner Blätter erfahren aus Paris, der Transportminister Herriot habe im Finanzausschuß des Senats mitteilen lassen, er wolle im Einvernehmen mit Ribot die Preise für Eisenbahnfahrkarten und Frachten um 15 Prozent erhöhen. Die Preissteigerung solle zur Deckung der durch die Kvhlentruerung verursachten Mehrkosten dienen. * * * Die italienische Anleihe. < Rom, 22. Jan. (WTB.) Ein Erlaß gibt die Ermächtigung zur Ausgabe einer vierten nationalen Anleihe- die mit 5 Prozent verzinslich, für jetzt und in Zukunft von jeder Steuer befreit und bis Ende des Jahres 1931 ui** ■ konventierbar sein soll. Der Zeichnungspreis betragt 90 Pro- -zent. Die Zeichnung kann am 25. Februar erfolgen. Die 'Einzahlungen können sowohl in Gold als in Wertpapieren erfolgen, die von fremden Staaten ausgegeben sind. Der Seekrieg. Glänzende U-Bootleistungeu. Berlin, 22. Jan. (Privattel.) Ein kürzlich zurückgekehrtes Tauchboot hat in der Zeit vom 2. bis 6. Januar sechs Dampfer mit einer Gesamttonnage von 14728 Bruttoregistertonnen versenkt. Von diesen Dampfern waren zwei mit Kohlen, je eurer mit Holz und Erz und die übrigen mit Bannware verschiedener Art beladen. Bern, 21. Jan. (WTB.) Lyoner Blatter melden aus Madrid, daß der norwegische Dampfer „Geaea" (1002 Tonnen) versenkt, die Besatzung gerettet wurde. Der Dreünaster „Louis Fenisch" (197 Tonnen) aus Quim- per wurde gestern versenkt, die Besatzung gerettet. Amsterdam, 22. Jan. (WTB.) Lloyds meldet: Der norwegische Dampfer „Espe ran za" (4428 Br.-R-T.) soll versenkt worden sein. Kopenhagen, 22. Jan. (WTB.) Der dänische Dampfer „K lamp erb org" (1795 Tonnen) ist nach einem Telegramm des Kapitäns an die Reederei am Samstag von einem deutschen Tauchboot versenkt worden. Me Besatzung ist an der französischen Küste gelandet. London, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel den: Der javanische Dampfer „K i s a g a t a M a r n" (2588 Tonnen) ist versenkt worden. — Der englische Dampfer „Baron Sempill" (1607 Tonnen) ist wahrscheinlich versenkt worden. London, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds melden: Der englische Fischdampfer „Certus" ist versenkt wor- demDie^esa^unj^i^erettet^E^^^^^^^^E— Mttrffber TtttU txrri» zur» Tekl tit Sperrfthrift ^er Ausblick nt die Zukunft, wie er in dem Voranschlag zaWennraßtg zum Ausdruck kommt, und insbesondere die ans den Ergebnis ~ der Eisenbahnen und der direkten Steuern zu entnehmende g u n - tige wirtschaftliche Entwicklung die Hoffnung begründet erscheinen läßt, daß nicht nur das Gleichgewicht rn unseren Finanzen selbst bei längerer Tauer des Weltkrieges erhalten, sondern auch die Uebernahme nicht unerheblicher neuer Lasten, ttne die angekündigten Kttegsteurrungszulagen sür Beamte, Volis- chiullehrer usw. „ohne einschneidende HiffsmaßnuhlE , d. h. ohne Steuererhöhung ertragen werden rann ^ie)e amtliche Fesljstelltmg des Herrn Finanz Ministers wird überall tm Ätnde mit Freude und Genugtuung ausgenommen werden. Mit dieser zuversichtlichen Kennzeichnung unserer. MgMwartigen n- nMtzpolittschen Lage wird auch zugleich die Rtchttgkett unse^r rn den nraßgebenden Blättern des Großlscrzogtums zum Albdruck gebrachten Haltung vollauf bestätigt,^in der wir dringend vor einer allzu scharfen Anspannung der SteumchvÄübe warnten. Ter Voranschlag sür 1916 schloß bekanntlich Mit dem enormen Fehlbetrag von 4 573 669 Mark und die.Regierung hatte vorgeschlagen, den größeren Teil der erforderlichen Deckungsmtttel durch eine Stenererhöhung und zlvar Von 20 Prozent der Einkommensteuer und von 5 Pfennig für ft 1000 Mark Vermögen zu beschaffen. Wir betortten dagegen nachdrücklich, daß schon m Ruct- ickst auf die ganze schwierige Lage des Erwerbs stand«s erne derartige hohe Neubelastung vermieden werden muffe, und legten mit sachlicher Begründung dar, daß der Voranschlag erne ganze Anzahl,' in der Kriegszeit nnnützbare oder doch', nicht acholut notwendige Anforderungen enthalte und etwa die Halste t>ex an- gesordetten Steilererhöhung zur Herstellung des Gleich lgewichts^m ■ ( ~ VvrM - den EimMm«. und AusArbm des States F-nügen werde. Dir I -nge-MEich m.Sftmm. beiden Stäudekammern und ihre unermiwlich, tätigen Finanzausschüsse akzeptierten den größten Dell unserer BerbcherungS- vvrschläge, und so gelang es denn auch bekanntlich, den Voranschlag mit einer nur 12prozentigen Steuererhöhung und 5 Pfg. Zuschlag zur Vermögenssteirer zu verabschieden, durch welche jetzt nach dem amtlich«en Eingeständnis des Herrn Filranzminlsters in Verbindung mit der geistigen wirtschaftlichen Entwicklung die hessische mnanz- lage selbst bei längerer Undauer des Krieges gesichert nwrden ist. Eruer nocki stärkeren SteuererhöhuNg mußten wir auch schon mrs dem Grunde energisch entgegentreten, weil Hessen ohnedies bezug- Itc£, seiner Steueransorderungen mit an der Spitze der deutschen Bundesstaaten steht und auch die Steuerveranlagung m lcharffter Weise, bisweilen sogar rigoros, erfolgt. Dabei sind ja auch! dem Steuerzahler schon jetzt gaw; gewaftige Steuerlasten vonr Rerch ausgebürdet worden, wie Kriegssteuer und Besitzsteuer, wozu nrm auckl noch die Warenumsatzsteuer kommt, sowie fernerlstn der Umstand, daß kein Abzug der Reichsstenern bei Berechnung der Am dem Reiche. Eine Rede Batockis. Berlin, 22.Jim. (WTB.) In der Sitzung des B e i r a t s beim Kri e gsernährungsamt vom 19. und 20. Januar betonte der Präsident des Kriegsernährungsamtes, daß grundsätzliche Aendernngen des Systems im neuen Wirtschaftsjahr nicht euttreten sollen. Auch wenn vor Beginn desselben Fttttren geschlossen werden sollte, werde für die folgende schwierige Ueberg an gszeit keine Aenderung eintreten können. Die Versorgungsschwierigkeiten dieses Jahres hätten ihren Grund in der schlechten Kartoffelernte. Auch die Transportverhältnisse wirkten sehr ungünstig ein. Die Schätzungen über dieGetreide - ernte gehen soweit auseinander, daß am 15. Februar 1917 eine neue Bestandsaufnahme nöttg werde. Die Kartoffelvorräte würden sich genau erst feststellvii lassen. Wenn die Mieten geöffnet seien und das Saatgut ausgelesen sei. Trotz der günstigen Körnerernte ständen wir infolge der Kartoffelmißernte mit den gesamten! verfügbaren Nährwerten an Getreide und Kartoffeln schlechter als im Vorjahre. Der Ausgleich sei nur durch immer sorgfältigere und gerechtere Verteilung der verfügbaren Gesamtmengen und durch Ernschränkung des Gesamtoerbrauchs zu erreichen. Die Sparpolitik muß schon jetzt eingeleitel werden, damit bis zum Schluß des Wirtschaftsjahres auch für den urigünstigsten Fall genügend Mittel zur Verfügung ständen. Die in Rumänien vorgestmdenm Vorräte seien recht erheblich. Schwierigkeiten bereite jedoch die Transportfrage. Die Mittel, die uns bis zum Schluß des Ernts- -ahres zur Verfügung ständen, seien knapp, und es bedürft einer straffen Organisation bei Erfassung und Verteilung des Vorhände- nen. Die Errichtung des Kriegsamtes sei als Fortschritt auch für die Volksernährung zu begrüßen, da es dadurch gelingen werde, alle von der Militärgewalt abhängigen Faktoren zur Betriebs austechterhaltung zusammenzufassen und die Interessen der heimi scheu Wirtschaft und der Erfordernisse der Front gegeneinander ab zuwägen. Trotz der schweren Verhältnisse könnten wir die feste Zuversicht haben, daß !wir unbedingt durchhalten werden, wenn die Bevölkerung — Erzeuger wie Verbraucher — dem Ernste der Zeit Rechnung tragt. Die unverschämte Antwort unserer Feinde auf unser Friedensangebot erklärt sich durch ihre Hoffnung, daß wir in diesem Frühjahr oder Sommer wirtschaftlich zusammenbrechen würden. Der Eisenbühnverflhr. Berlin, 22. Jan. (WTB.) Infolge des gegen das Vorjahr stark angewachsenen Güterverkehrs läßt die Eisen bahnverwaltung ab 23. Januar noch eine Reihe von Schnell- und Personenzügen ausfallen, deren Bekanntgabe durch die heutige Tagespresse erfolgt. Berlin, 22. Jan. (WTB. Amtlich.) In. nächster Zeit ist es erforderlich, eine Reihe von Gütern von der B a h n befördern na zurückzu stellen. Es wird daher all gemein empfohlen, bei beabsichtigter Aufgabe von Gütern sich vorher an den maßgebenden Stellen z,u erkundigen, ob sie entgegengenommen werden können. Für besonders drin gende Güter sowie für Militärgut und Privatgut sür die Militärverwaltung wendet sich der Absender am besten an die für den Verladeort zuständige Linienkommandantür Auch im Personenzugfahrplan treten Aenderurrgen ein. In dieser Beziehung wird auf die öffentlichen Bekanntmachungen Per Eisenbahnverwaltung in den Zeitungen verwiesen ch Berlin, 22. Jan. (WTB.) Me Parlamentsprä s i d e n t e n der Vierbundmächte iverden voraussichtlich morgen abend sich in das Große Hauptquartier begeben, wo sie vom Kaiser empfangen werden. Auch werden sie Gelegenheit haben, Generalfeldmarschall v. Hindenburg und Generalquartiermeister Ludeudorff zu sprechen. Alsdann treten die Präsidenten die Rückreise in ihre Heimat an. Ans Hessen. Der neue hessische Ztaatsvoranschiag. Der schon im Auszug von uns mitgeteilte Inhalt der Denkschrift des Herrn Finanz Ministers Tr. Becker über die allgemeine Finanzlage im Großherzogtum Hessen bildet einen recht erfreulichen Lichtblick pi den jetzigen schweren Aagen« .Der. Herr 1379 vollziehe sich die Abkehr von RnUand. Es weudaj von Deutschland ob, das infokgcdesftn den Zweibuvd * • bund erweitere, der allerdings seit 1910 schon hoi sch- -WvÄ, Eaprivischen Handelsverträge verabsäumt hätten, s« der A der deutschen Landwirtschaft. Das deutsch Volk hab e sich . j zwischen handelspolitisch und kolomalpolftisch enttvickelt und st es England gefährlich geworden. .Im gleichen Falle w« ir Caprivi die Llbkehr von Rußland erweitert worden yei, habe? Lausen um Englands Gunst begonnen. Die Einkreisungsp8 König Gmards habe trotzdem begonnen und sei weitschauendr erfolgreich gewesen. Dies habe sich zum erstenmal gezeigt, c&k „Panther" vor Agadier erschienen sei. Ms Marokb» an Frantz gekommen war, ftel Italien über Tripolis her und die Ba- staaten waren logische Folge. Wir bekamen kein Land und u ten daher Militär- und Flotten Vorlagen einbrrngcn Bethor 4 betone ohne höhere politische Einsicht seine weltpolittsch - ' inteoessiertheit und so hätten wir auch die Kopfsdation der Barbahn verloren. . Rußland strebe zum 10. Male nach dem Besitz der A- engen. Säßen aber Rußland und England im Osten fest, so t wir völlig eingekreist und mit dem völkischen Tode bedroht. land sei eine besonders große Gefahr für unsere Zukunft, wes in der Hauptsache ein Bauernstaat mit unbegrenzten Mch< kerteii sei. Die Gefahr trete aber erst dann eigentlich ein, kl Rußland in den Besitz von Häfen gelangt sei. Frankreich sei durch alten Haß in dir Arme Rußls und Englands gedrängt worden Dieser Haß sei miüberwiN», das sei klar für jeden, der die Entwicklung der Völker und r Grenzen gegeneinander abwäge. Frankreich versuche auch dig- deren lateinischen Völker für seine Zwecke zu gewinnen und Italien habe von jeher seine Extratouren geliebt, ß man diesem Staate so ungeheuerliche Angebote gemaickft e, zeige, wie wenig man an manchen Stellen die Dinge durchs ff habe. Durch derartiges Entgegenkomimen werde nur der^ E> rungswillen solcher Völker gestärkt. Außer diesen weltwirtf<- lichen und imperialistischen Momenten des Weltkrieges hn selbstverständlich noch andere Momente mitgespielt, die noch )t spruchreif seien. Wenn es gelte, eine schöne Pose einzunehmen, babe E - land niemals versagt. Es sei eine der Aufgaben der Zukunft, ß wir im Reiche unabhängig würden von dem Wolfffchen Bip durck, ein staatliches Monopol wie in Oesterreich, und im Au^d nickst mehr auf Reuter angewiesen seien. Unser Auslandslft habe vielfach versagt, aber wir alle hätten uns mit der Auslat- polittk zu wenig befaßt. 'Daß irnsere Zeitungen Mn Teil, ganz besonders vor dem Sh>., dem Gegner draußen die Schlagworte gegeben hätten, das niemand 'bestreiten. Tiefer Teil der Presse suche auch jetzt« Ldessteuern U Eine m°«lichsk^chE« kraft der produkttven Ltande ist, wie wrr heute wiederholen' ", -- - - - - ■ — wollen, nickt nur im Interesse der staatliche Finanzwirtschaft, sondern anchl im Hinblick aus die Erhalturig .und Entwicklung des Gewerbes und der Industrie Hesftns dringend geboten, dre aus dem Kriege vielsack keinen besonderen Gewinn ziehen konnte, trotzdem aber sich, zu vielfach ganz gewaltigen L-eistungen aus ozialem Gebiete für ihre Angestellten und Arbeiter entfch.lossen Mt, wie die mehrfachen statistischeir Beröfftnllichungen der großen industriellen Verbände beweisen. , . Wie in der Denkschrift zum Hauptvoranschlag naher dargelegt wird, firti* im vorjährigen Etat unter Freilassung der die untersten Stufen von jeder Stenererhöhung nach der von den Landständen be- 'chlossenen geringen Steuercrhöhung auf die Restfonds 2.102 l 19 Mark übernommen worden. Damit wurde dresent allerdings em etwas höherer Bettag zu den lausenden Verwaltungskoften .aufgebürdet, als sie unter gewöhnlichen Friedens Verhältnissen hätten ausbringcn müssen: sie werden aber doch Wohl ausreichen, der laufenden Verwaltung über den Krieg und die erste Zeit nach dem Krieg hinwegzuhelfen, so daß Wenigstens in dieser Zeit hofserttlich eine weitere Erhöhung der Steuerlasten unterbleiben kann. Me Rechnung für 1916 wird mit eiiiem um mehrere hunderttausend Mark geringeren Fehlbettag . abschfli^ßen, als der Voranschlag annahm. Neben den schon erwähnten Mehreinnahmen aus den direkten Steuern und der Eisenbahngemeinschaft sind im Vorjahr auch die Erträge der Erbschaftssteuer. und des Stempels, sowie die Eingänge an gerichtlich erkannten Sttasen gestiegen. Vor allem aber werden erfreulicherweise voraussichtlich nicht unerhMiche Ersparnisse bei den Ausgaben zu verzeichnen sein. Diese Verbefsn:ungeN werden dem Restefonds I dahin zugute kommen, daß dre ihm zur Deckung des rechnungsmäßigen Fchlbettags zu entnehmende Sumtne sich etwas niedriger halten und somit der Bestand dieses Fonds Ende 1916 etwas höher sein wird, als voranschlagsmaßig angenommen war. Auch! bei dem Ausgleichs^ und Tilgungsfonds nimmt die schon 1915 Wieder eingetvetene Besserung weiter zu. Da der Anteil am Ueberschuß der Eisenbahngemernschast, der 1914 10 045 000 Mk. und 1915 15 391000 Mk. bettnä, ftck für. 1916 ans 18 643 000 Mk. berechnet (er war ztl 17 255 000 Mk. veranschlagt), so wird auch dem AuÄlleichs- und Tilgungsfonds wieder ein erheblicher, über die von ihm der laufestden Verwaltung auf zu bringenden zwei Millionen hinausgehender Betrag zugesührt werden können' und damit anch dieser Fonds wieder langsam an- wachsen. ^ ^ . t _ , Pl Soviel über die bemerkenswerten Punkte rn der Denkschrift. Aus die hauptsächlichsten Positionen des Staatsvoranschlags für 1917 behalten wir uns ein näheres Eiitgehen vor, bis der Voranschlag selber den Kammern Mgestellt ist. Der Grotzherzoglichen Handelskammer zu Mainz Der Krieg habe schwere Opfer gekostet. Es erhebe sich« Frage, ob diese Opfer auch zu großen Zwecken gefallen seien, s deutsch« Volk sei nicht gewillt, seine Opfer zu bringen, ioenn-r Sieg die Opfer nicht rechtfertige. England sei immer noch r Mächtige zur See mrd verstehe immer noch andere Staaten r sich marschieren zu lassen. Es frage sich, ob wir England besiw könnten. Tie Friedensangebote Bethmann Hollwegs hätten nur,t Erfolg gehabt, die Ziele des Gegners erkennen zu lassen und r Willen des deutschen Volkes zu stählen, einen Frieden zw verlan», der der Opfer'wett sei. (Bravo.) Der Zchnverband habe die nichtung Deutschlands und Oesterreich-Ungarns auf seine^ Fae geschrieben. Es heiße jetzt Deutschlands Aufstieg oder Deutschlaz Niedergang. Ter Kaiser habe gesagt: Ihr werdet zu S.t c[ werden wid alle Deutschen hätten ihm begeistctt b-eigeitim. Stahlhart müßten aber auch die Mittel ausgenützt werden. 1- umstößlich sei das Vertrauen zwr Obersten Heereslr- tung. Es sei ein Zeichen des deutschen Genius, daß in groi. Augenblicken die großen Männer hervorttäten. Bedauerlich, fei rtnr der Rücktritt Tirpi tz', der größere Z; verfolgt und niemals, wie der Reichskanzler, das Wott v- Verzicht an Belgien geprägt habe. Ter Reichskanzler habe die % geböte an Italien gemacht, habe ohne das deutsche Volk zu frag Polen gegründet, spreche nicht mehr von Flandern und hind nicht, daß andere die Parole auslprengttn, was französisch gehört zu Frankreich!, was belgisch ist, zu Belgien, ja sel was ftrbisch ist, zu Serbien. Weiter sprach der Redner Über die Kreise, die sich gegen Politik des Reichskanzlers wendeten und dre die geistig höcl stehenden Männer des ReickMs umfaßten. Wenn freie Bahn^ ’ den Tüchtigen geschaffen werde, >dann müsse auch ein Tirpitz wie! an die Spitze treteii, wo statt dessen der Vettreter der sozialden ttatischen Partei seine Ansichten als die des Reichskanzlers vettri Ein Friede sei nur möglich, wenn England oder Deutsch^' am Boden liege. Wir könnten sckion heute den Frieden Hab aber zu Bedingungeti, die Deutschland wittschafÜich Vernich 'müßteti. Wir müßten eineii Ftteden bekommen, wie wir i brauchen. Ter Krieg sei heute über den Vetteidigurlgszweck läv lstnausgewachsen, selbst wenn wir die realen Garantien in die Programm bineinbezögen. Belgien dürft nicht mehr der Tu melplatz der Engländer und Franzosen werden. Die hessisä Bauern seien nicht marschiett, um Polen zu gründen, sondern deutsche Polittk zu treiben. Wir hätten die Polen nur befreit, . möglickfft viele andere Völker zwischm uns und Rußland zu schieb um uns zu schützen und nicht der fremden Völker wegen. Dem Ausland gegeirüber sei inan allzu gereclst, iricht aber s cheii Bürgern gegenüber, die alles vorausgeselstn hätten und ttc dem imterdttickt würden. Es sei vom Reichskanzler der Abbau \ als Vorort des Hessischen Handelskanrmerta-gs ist auf das Zensur zugesagt worden. Daß dies trickst der Fall Huldigungstelegramm an den Kaiser folgende telegrapyifcye Ameise das Verbot der Goßlarschen Zeitung. Das zeige auch d Antwort zugegangen: c n ' !r v “ “■ „Großherzogliche Handelskammer? Den Verttetern hessischer Jridusttie und hessischen Han- deutsche Friedensangebot und die Lösung der polnischeri Fra Unter dem Reichskanzler sei der Kampf gegen den Wucher ni mit der nötigen Kraft gefühtt worden. Er werde nur mäßig I del« meinen wärmsten Dank für das Gelöbnis, im heiligen swast, statt man M nMer KriegsiE Mstellt HMe, Nun -ü Kampfe für das Vaterland das Aenßerfte^m Kraft und Opfer- \ SÄ freudiakeit einzusetzen, um Freiheit und Frieden zu erringen. Wilhelm I. K." Zu welchem Lude führen wir den Urieg? Wie wir schon gestern kurz mitteüten, hatte der Wahlvorstand der deutsch-völkischen Partei sür Sonntctg- nachmittag 3Vz Uhr im Fürsteuhos zu einem Vortrag des Reick)s tagsabgeordneten Dr. Werner über das Thema: „Zu welchem' Ende führen wir den Ktteg" eingeladen. Der Einladung war eine zahlreiche Zuhörerschaft gefolgt, die den Saal überfüllte und oft mit spontanen Beifallsäußerungen den Redner imterbrach. Herr Lehrer Kling eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis, daß die Antwort des 10-Verbandes auf die deutsche Friedensnote auch die, die dem Verständigungswahn huldigten^ habe erkeimen lassen, daß es sich um Deutschlands Sein oder Nichtsein handele. Große Opfer würden verlangt und gegeben. Do mit erhöbe sick die Frage, welches die Kttegsziele seien, die diese Opfer rechtfertigten. Tieft Antwort werde der Redner geben und die Versammlung solle eine gemeinsame Kundgebung für eine kraftvolle Fortführung des Krieges mit allen Mackstmitteln bis zu einem Ende sein, das der Opfer wett sei, die gebracht wurden und noch zu bringen seien. Hieranf ergriff Reichstagsabgeordneter Tr. Werner das Wort und führte ttwa folgendes aus: Aus dem ungeheuren. Zu sammenbriich des alten deutschen Reiches tm 30jäl)ttgen Krieg blieben nur zwei kraftvolle Staaten übttg, Preußen und Oesterreich. Inzwischen stiegen England und Frankreich zur Macht ans, England mit dem Grundsätze, die Freiheft der MeSre für sich zu wahren und den jttveils stärksten Staat auf dem Feitlmrde niederzuringen. Deshalb sei es jedem klar gewesen, daß die deutsche Politik sich aus diesen Standpunkt Englands habe einrichteff müssen. Tie wettvollen Vorposten, die wir im 30jahrigen Kttege verloren, seien anscheirieud unwiederbrftrglich dahm. Der Wieirer. Kongreß habe eine weitere Schwächung der deutschen Gewalt gebracht. Allmählich sei die deutsche Frage aufgetaucht, Preußm oder Oesterreich und habe 1870 die Erfüllung des deutschen Traumes ohne Oesterreich gebtackst. Tie wirtschaftliche rcnd mMärischck Sicherheit sei durch Sen Zwechund gesöxdext worden des Reichskanzlers seien Leute, die die Milftärmachlt behind uick> dem deutschen Volke im Lluslande geschadet hätten. Ter amerikanische Botschafter Gevcrrd, der sich niemals deuts freundlich gezeigt und bisher dafür gesorgt habe, daß England t U-Bootkrieg -erspart bleibe, habe gesagt, solange der Reichskanz', und der Staatssekretär an der Spitze süchen, seien die Brz-iehnng zu Amettka nickt gefährdet. Das sei ein Zeichen i Zeit, daß ein ,meuttaler" Botschafter vor einer arider Besetzung der höchsten Stellen habe warnen dürft Durch das Friedensangebot sei es jedem llar geworden, d der Ktteg rinter allen Umständen siegreich zu Ende gefühtt werd müsse. Ter Vernichtungswille der Gegner sei da, jetzt gelte , alle Mittel zum Siege rarzuwenden Gegenüber dem Vernichtunc willen -der Gegner müsse man in großen Versammlungen au sprechen, was das deutsche Volk wvlle. Im Osten hätdeil n nicht nur die Aufgabe, dre östlichen Völker &u befreien, sondern n müßten dort Land für uns mit Beschlag belegen. Gegenül Frankreich müßten lvir uns decken und das Belforter Lc zumackien. Belgien müsse mikitättsch nstttschastlich und po tisch in unsere Hand kommen mit einer eveirtriellen Erttchtung ein Königreichs Flandern. Belgiens Besitz bedeute eine wirtschaftlft Notwendigkeit sür uns. Antwerpen müsse ein deutscher Umschlag Hafen sein. Mitteleuropa müsse wie Deittschland germanisch g ricktet sein. Enge Verbindung mft Oesterreich-Ungatti mld wft schaftliche Verbindung mit Bulgarien und der Türkei sei iu' wendig, aber keine Berininderung der Rassen. Durck:, Adftteleurv. können uns die Kolonien nicht ersetzt werden. W müßten den Schritt aufs freie Weltmeer wagen. Wenn st aber diesen Sckrftt tim wollten, müßten wir den schäi Neutrale den schiärfsten U-B-ootkrieg fordern. Der Verstä digungswalin mit England müsse aufhören. Es -erhebe sich die Frage, ob wir die Kttegsmittel in der Hm hätten, um England niederzuzwingen. RLarinesachverständige seff dieser Ansicht, weil der U-Bootktteg möglich sei, falle uns Eli land durch Ainerika in den Arin. Tie rücksichtslose Torpedierust jedes Handelsschiffes in der Kriegszone sei noch nicht durchgefttz Wir führten jetzt mit unseren U-Booten nur einen Kreuzerkrie Alle mattnetechiftesche Sachverstäiidige stünden auf dem Stau Minkte, daß wir in der Lag« seien innerhalb! sechs, Acpnati 4 9RtHumen Tomren zu vernichten. AVer daS UWöoot versenke nicht nur, sondern schrecke auch ab. Frachten 7urch England zu über-, nehme». Wir «Hütten die Mannschaften, das Mrberial und doppelt soviel U-Boote !vre vor eurem halben Jahre, um den U-Bootkrieg in verschärfter Form wrrchznsühten. Im Ausland sei eine schlechte Kornernte, besonders in England höre man diese Klage. Wenn heute schon täglich 10 000 Tonnen versenkt würden, so könnten wir diese Zahl ungeheuerlich vermehren. Auf dem Lande könnten wir nicht fertig werden, heute sei der günstigste Augenblick für den U-Bootkrieg, heute müsse er durchgesührt werden, ohne uns von Amerika in den Arm fallen zu lassen. Was Amerika gegen uns tun könne, habe es getan, es könne nicht inehr gegen uns Um, besonders Änrerikas Geld und Waffeuindnstrre köirne uns nicht mehr gefährlicher werden. Wenn Amerika sehe, daß es Krieg führen müsse, werde es dies tun, ob wir den U-Boot-Krieg anwendeten, oder nicht. Von Amerika hätten wir daher nicht allzuviel zu fürchten. Mer wenn auch die Gefahr bestehe, daß Amerika gegen un£ gehe, so müßten wir doch mit dem rücksichtslosen U-Boot-Krieg einsetzen, bevor die Abwehr- maßregeln der Engländer durchgeführt seidN. (Bravo.) Der Vernichttmgswllle der Gegner sei da und ohne U-Boote und Zeppeline könnten wir uns seiner nicht erwehren. Wenn wir unser Volk nicht vom Hungertode preisgeben wollten, müßten wir den Krieg durchführen, ob die Mittel völkerrechtlich seien oder nicht. Die Mittel mußten sofort angeweudet werden und rücksichtslos. Es liege im Natur recht, die Waffen des Feindes zu gebrauchen und ihn durch die Aushungerung zu vernichten. Nur so könnten wir den Aufstieg unseres Volkes erreichen. Nach den Ausführungen des Redners, die mit stürmischem Beifall ausgenommen. wurden, verlas Lehrer Kling die schon gestern von uns mitqeteilte E n t s ch l i e ß u U g , die durch Landaufheben allgemein gntgeheißen wurde, und schloß mit einem dreifachen Koch auf das deutsche Vaterland. Au» Stadt «nd Land. Gießen, 23. Januar 1917. Arbeitswechsel und militärische Einziehung Reklamierter. An dieser schweren und doch so großen Zeit ist die Kraft eines jeden Mannes im Dienste der Kriegswirtschaft unbedingt notwendig. Nur die höchste Pflichterfüllung und größte Kraft- anstrensung des einigen Volkes wird den Frieden, den die Feinde mit Uebernntt und Sohn zurückgewiesen hüben, erzwingen. Darum arbeite jeder mtt seiner ganz«! Kraft dort, wo er im Dienste der Kriegswirtschaft steht. Jeder Wechsels mindert die LeistungssAngkeit der Kriegsindustrie und damit die Schilagserttgkell unseres Leeres. Dessen muß sich! jeder bewußt sein, und nur aus einem wichtigen Grunde nach reiflicher Ueberlegnng darf daher ein zurückgestetlter Wehrpflichtiger seine Arbeitsstelle wechseln. Tie für die Kriegswirtschaft zurückgestellten Wehrpflichtigen lntterficgeit nunmehr den Bestimmungen des Gesetzes über den vaterländischen Lilfsdienft. Sie dürfen demnach ihre Arbeitsstelle nur wechseln, wenn sie die schriftliche Einwilligungserlläruug (den Abkehrschein) von ihrem Arbeitgeber oder im Falle der Verweigerung von dem Schlichtungsausschuß erhalteu haben. Schlichtungs- ausschüsse sind in der Regel bei jedem Bezirkskvmmande errichtet. Näheres ist bei den Meldeämtern oder den Polizeibehörden zu erfahren. Jeder vom Heeresdienst zurückqestellte Reklamierte, der ohne Melirschein und ohne den Schttckftuugsllusschuß anzurufen, die Arbeit in dem Betrieb, für den er zurückgezogen ist, niederlegt'/ wird zum Heeresdienst eingezogrn. Ter Erlaß meines Herrn Vorgängers vom 24. 3. 15 — II b 26902 — wird bezüglich der Einziehung Reklamierter nach Maßgabe obiger Bestimmungen abgeändert. Unberührt van diesen Bestimmungen bleibt die Einziehung aus militärischen Gründen. Frankfurt a. M., den 18. Januar 1917. Ter Stellv. Kontmondierende General: Riedel, Geueralleutnant. - - - -— « •• Auszeichnung. Gefreiter Hermann Hoffe aus Gießen wurde zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Ludwig Becker, Drzefeldwebel und Offiziersaspirant. — Dem Schützen Hermann Langsdorf auS Gießen, in der 1. Maschinengewehr- Komp, des 2. Landsturm-Bat. Bruchsal (14) wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. — Dem Geometer beim Stadt. Vermessungsamt Gießen Karl Lang, z. Zt. Zahlmeister Stellvertreter im Landwehr-Jns.-Regt. 116, wurde das Eiferne Kreuz 2. Klaffe verliehen. *• Die Formulare der Besitzabgaben st euer sind, wie wir auf verschiedene Anfragen mitteilen können, auf dem Finanzamt zu erhalten. ** Diebstähle. In der Nacht zum 22. Januar wurden in hiesiger Stadt aus einem Spielwarenlager Kinemato- araphs, Karussells, Laternemagikas, Sparbüchsen, Griffet vasten usw. gestohlen und in letzter Zeit 7 kleinkariert^ Herren-Anzüge, Größe Nr. 50, von grauer, graublauer und blauer Farbe, sowie 8 Dutzend Krawatten, größtenteils aus farbigen Selbstbindern bestehend, entwendet. ** Die Hess. Landes-Bezugs ch e i n e f ü r Z u ck e r für den Monat Februar sind eingetroffen. Diese Scheine müssen spätestens bis zum 31. Januar durch einen zugelaffenen Groß Händler zum Umtausch vorgelegt sein. Siehe Bekanntmachung. ** Gießener Pädagogium. Zur Vorfeier des Ge burtstoyes unseres Kaisers vereinigte das Gießener Pädagogium! «au Neuen Aula der U 472 Uhr Gönner und Freunde in der ität. Die Ouvertüre zu Glucks „Iphigenie in Anlis", wacker gespiell vom Schülerorchester des Pädagogiums mit Unterstützung Gießener Musikliebhaber, eröfftrete die Reihe der Borträge, die in angenehmer Steigerung auf einander folgtefu. N«*ch einer Ansprache des.Direktors Bvackemarrn durchkbrauste ein « u «ör s ames „Deutschland, Deutschland über alles" bert Saal. Im Mittelpunkt des Programms standen die Deklamationen von Frau v. Wolzogen vom Grvßh. 5)oftheater in Darmstadt. ( Sowohl die ernfteu, von der Stimmung hes Tages getragenen Dichtungen im ersten Teil wie die heiteren Töne eines Lilienjeron ü- a. itn! zweiten brachte der Klinstlerin wohlverdieirten Beifall. Auch! Dir Bvackemcrnu trug selbst Wildenbruchs „.Hexenlied" (Musik v Schillings) vor, das Fräulein Schöttke geschickt und mit weiser Zurückhaltung begleitete. Das Schülerorchester, einstudiert durch Musiklehrer Gern har dt, geleitet von Dirigent Müller bot ferner Hahdnsck-e und Schubertsche Klänge in glücklicher und ansprechender Ansführung. Alles in allem war die Feier wolL- gelungen. Die Gesamteinnahmen fließen, da die Kosten andere wellig gedeckt werden, der Großherzog Ernst Ludwig-Jubiläums- stiftung ungekürzt zu. ^ ^ ■■■■■■■■■ Lichtspielhaus ^Bahnhvsstr. 34. Auf dem Programm vom 23. bis 26. Januar 1917 steht ein gewalttges Filmgemäkde in 4 Akten „Tie Zerstörung von Karthago", das mit großen Massenszenen und gsvalttger Ausstattung inszeniert ist. Ferner bringt das Programm die neuesten Kriegsberichte von sämtlichen Kampffronten, eine Komödie „Willi ist ungezogen", eine Burleske „Tie Folgen eines Irrtums", sowie die Humoreske „Fritzcken Han beit mit Gipsfiguren". Ab Samstag, 27. Januar wird Lomuneulus 4. Teil „Die Rache de6 Homuneulus" mit Olaf Fönß in der Hauptrolle gegeben. ** Das Schwarz-Weiß-Theater bringt von Drens tag bis Freitag die große dramatische Ehetragödie in wer Akten „Sklaven der Pflicht". Tie Lauptrollen spielen du beliebten Künstler Wanda Treumann und Vigo Larsen. Als zivertes Stück sei hervorzuheben ein sensationelles.Seedvama „Ans einsamer Insel", das mit herrlickien Szenerien ausgestattet ist Außerdem ein gutes Beiprogramm. _ ** Das heutige Kreisblalt Nr. 11 enthält Bekannt machungen über Gemüsesamen; Ein- und Ausfuhr von Nutz- und Zuchtvieh; Einsendung von Gemeinderechuungen; Sterbfalls Nachweise und Aufnahme der taubstummen Kinder in die Taub stummen-Anstalten des Landes. Landkreis Gießen. .**• ^llendvrf a. d Lda., 23. Jon. Tie Hessische Töpfer- kettsmedallle erhielten: Heinrichs Amend Knd Jvhannes Da m m. Amend ist 21 und Damm 20 Jahre alt. Johannes H o f m a n n, 21 Jahre alt, wurde zum Gefteiten befördert. Tie drei jugendlich^ Kampfer befinden sich, gnf dem westlichen Kriegsschauplatz. Tragoner Mfrtstoph Wallenfels wurde in Rumänien verwundet. Alten-Buseck, 23. Jan. Mil dem 1. Januar 1917 als Elsenbahnassistent angestellt, wurde der bereits längere Jahre an der Biebertalbahn tätig gewesene Stationsdlätar Hch. H o s m a n n, ^-ohn des Landwirts Peter Hoimann von hier. Hofmaun, der als Kriegsbeschädigter im Juni vor. Js. aus dem Heeresdienst entlassen wgrde, ist seit dieser Zeit an der Trachenberg—Militscher Kreisbahn tätig, wo ihm die Verwaltung einer Station übertragen wurde. L. Geilshausen, 23. Jan. Pionier-Gefreiter Philipp Müller, bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes, hat das Bulgarische Tapferkeitskreuz 4. Klaffe erhalten. Müller hat die Kämpfe in Belgien, Frankreich, in den Karpathen und Serbien.mitgemacht und befindet sich, seit Weihnachten verwundet, in einem deutschen Lazarett. 2X Obbornhofen, 23. Ion. Unsere Feld- Und Waldjagd, die sellher an Frankfurter Herren für 1450 Ätark verpachtet war, hat nun auch! etwas von den teueren Fleischpreisen verspürt. Sie ist bei der heutgien Neuvvrpclchltung auf 1730 Mark gestiegen, was wohl dem Gemeinde-Säckel zugute kommt. Höchstbietende blieben Oberamtmamr B o r n e ni a n n, Landwirt mid Rentner Ferdinand Philippi von hier, sowie Landwirt Ne hg eis von Wohnbach. ffb W i e s e ck , 22. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Rein. Kreis Büdingen. 4b Büdingen, 23. Jan. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Jäger. 4b Düdelsheim, 23. Jan. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Fahrer Heinrich Lang. Kreis Alsfeld. 4b Bernsseld, 22. Jan. Am 1. Dezember starb in einem Feldlazarett der hiesige Lehrer Ernst Bernhardt. Kreis Lautvrbach. tt. Schlitz, 22. Jan. Auf dem Felde der Ehre starb als jüngstes Opfer unserer Gemeinde der Musketier Adam B erng e s. Er stand erst kurze Zeit im Felde. * Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 21. Jan. Im Bahnhof Bingen ist gestern vormittag ein Giiterzug mit einer Rangierlokomotive zusammen- gestoßen. Eine Anzahl Wagen und die Lokomotive des Güter- zuges entgleisten. Tie Störung des Betriebes hatte nicht die geringste Wirkung auf den Durchgangsverkehr und wllrde in kurzer Zeit beseitigt. Einige Bedienstete des Zuges trugen leichte Verletzungen davon. X. O f f e n b a ch a. M., 22. Jan. Für die Erweiterung des H a u p t b a h n h o f e s O f s e n b a ch a. M. ist in dem Haushaltsplan der preußischen Eisenbahnverwaltung eingestellt für das Jahr 1917 ein fernerer Teilbetraa von 1000 000 Mk. Die Gesamtkosten sind veranschlagt aus 7 323 000 Mk., bis einschließlich 1916 sii«d bereitgestellt 3 400 000 Mk., für 1917 werden verlangt 1000 000 Mark, mithin sind ab 1918 noch bereitzustellen 2 923000 Mark. Kreis Wetzlar. ra. A u s dem H o h e n s o l m s e r Land. 23. Jan. Im ganzen Gebiet der Bürgermeisterei Hohensolms bis hinab zur Lemp qiugeu in der vorigen Woche riesige Schneesälle nieder. Fußhoher Schnee liegt bis in die Täler hinab. Viele Hohlwege sind meterties zligeschneit. In unserer Gebirgslandschaft muffen die Gemeinden jeden Tag Schnee fcfjaufeln, um wenigstens d(e Hauptverbindungswege s«"ir den Verkehr frei zu halten. Seit Jahren ist nicht mehr so viel Schnee gefallen. Das Wild, besonders die Rehe, kommen bis dicht an die Ortschaften heran. Kreis Friebberg. Q. Ba!d-N au hei m, 22. Jan. In der um Scrmstag übgehaltenen Hauptversammlung des Geflügel-, Vogel -und, Ka n i n ch en z ucht ve r e ins wurde mitgeteill, daß der Verein zurzell 225 Mitglieder umfaßte, von denen 115 zum Kriegsdienst eingezogen sirrd. Das Vereins vermögen hat .einschließlich des toten Besitzes einen.Wert von 1096 Mk. JÄ)es zum Kriegsdienst ein- berufene Mllglied erhält aus der Vereinskasse eine Unterstützung von 6 Mk. ausbezahlt. Für Anschaffung von Bruteiern wurde ein größerer Geldbetrag bewilttgt. Die Versammlung beschloß, von der Uebernahme der Landesausstellung für Kaninchen in Anbetracht ber schwierigen Verhältnisse abzusehen. — Der ständige Ortsausschuß für vaterländische Zwecke beschloß in seiner gestrigen Sitzung, für die Großherzog Ernst Ludwig-Sttf- tnng eine H a u s s a m m l u n g zu verausdalten und in der Stadt verschiedene Sammelstellen zu errichten. Der Vertreter der Großh. Bade- nnd Kurverwaltung, Herr Baurat v. Böhmer, stellte iu Aussicht, daß im Kurhaus zugunsten des patriotischen Zweckes verschiedene Veranstaltungen stattfinden sollen. — Für Ka i - sers Geburtstag bereitet die Erust-Ludwig-Schule eine einfache Schulfeier vor. Hessen-Nassau. Vom Fewderg. Ter Sonntag brachte den tiefverschneiten Taumrshöhen einen Massenöefnch. Ungezählte Tausende strebten schon vom frühen Morgen an von den Eingangsstationen in die' Bergwelt. Da Sonderzüge nicht eingelegt wurden, mußten in Frankfurt viele auf den nächsten fahrplanmäßigen Zug warten, weil die Frühzüge keinen Platz mehr boten. Dem Schneeschuh- und Rodelsport wurde voir ftmg und alt in allen möglichen und unmöglichen Kostümen gehuldigt. Die drei Feldberghäuser waren ständig überfüllt, auch in allen vom Strom der Winterwanderer berührten Orten herrschte ein Verkehr, der nicht im mindesten an den Krieg gemahnte. Auf dem Feldberg zeigt das Tl^ermometer seit Tagen bei schiUeiden-i dem Ostwrnd eine Temperatur von 9 Grad unter Null. Die Schneedecke liegt im Durchschnitt 60 Zenttmeter hoch und bietet ausgezeicharetes Geläuf für den Wintersport. Bon besonderem Reiz sind die bizarren Reifbildungen. Von Unfällen ernsterer Natur ist bis jetzt nichts bekanrrt geworden. = Franfurt a. M., 21. Januar. Vom 25. Jcmuar an wird sämtlichie auf den Frankfurter Bahnhöfen ankommmde Milch besch-lagnahntt und den städtischen Verteilungsstellen zugeführt. .Hier wird sie geprüft, gereinigt und dann durcki anttlich zugelassene Händler an die Bevölkerung abgegeben. Durch, diese Mehrarbnt wird eine Steigerung des Preises^ unvermeidlich,, so daß das Liter fortan 40 Pfg. kostet. Frankfurt hat damit die höchsten Milchpreise in Deutschland. Die Frankfurter Kriegsküchen gaben im Monat Dezember 360000 Portionen Mittagessen mcs. Die Herstellung einer Portion kam auf 39,8 Pfg. gegen 37,8 Pfg. im sILovember. Durch Zusatz von kirchlicher Nährhefe, Trockenmilch nnd einem Eiweißersatz, hat sich, den UnterfiMmgeu zufolge die Güte des Essens bedeutend verbessert. An den Schulspeisungen nehmen jetzt 4000 Kinder teil. Von Kriegerfamilien beteiligen sich« 65 Prozent gegen 59 Prozent im November'. — Frauen st ein, 22. Jan. Dem Milchhändler Karl Demant wurden nachts aus dem Stalle vier ietteSchweine gestohlen und mit einem an anderer Stelle gestohlenen Schlitten fortgeschafft. [1 Marburg, 22. Jan. Gestern nachmittag wurde der im Mer von 63 Jahren, verstorbene Gyntnasialdirektor Professor Dr. Fuhr unter zahlreicher Beteiligung zur letzten Ruhe gebracht. Bei der Trauerfeier in der Aula des Gymnasiums sprachen außer denr Geistlichen, Pfarrer Metz, Professor Scy-umarrn vom Lehrerkollegium der Anstalt, Oberrsalschrldirektor Geh. Sttkdienrat Dr. Knabe mtfr Professor Dr. SBrebe, letzterer im Namen der Gesellschaft der Freunde des humanistischm Gymnasiums. — Ein be- kamrter Marbnrgm Industrieller, der' Inhaber der Universrtäts- Jnstrumentenfabrik Wilhelm .Holzhauer, Fabrikant Jakob Holzhauer, .rsts nach kurzem^ Kranksein gestorben. _ vermischtes. Eine Millionenfchüvindlcrrn. * Berlin, 22. Jan. Die Blätter enthalten Einzelheiten über die S ch wind el eie u einer Frau Kupfer, deren Verhafttmg gestern gemeldet wurde. Hiernach! gründete Frau Kupfer nr« Gesellschaft für Beschaffung von Nahrungsnrittelu und bekanl twn zahlreichen Persönlichkeiten, die teilweise der Aristokratie' und der Hochiftnanz angehören, auf Grund eines gesälschtzm Notarmtsartes größere Anteile, wovon sie bis zu 10 Pvozent Zinsen imd !.ohe Gewinnanteile bezahlte. Tixlz war von Warensendungen oder emem Warenlager keine Rede. Tie Polizei kam auf 'den Schwin cl Mr- läßlichi einer Haussuchung insolge übrigens uirbegründeter löe- rüchte, daß Frau Kupfer .Auslandsware eingeschmuggelt haoe. Tie „B. Z. a. M." teilt zu dem Mittronenschwindel der Frau Kupfer noch, mll, daß, als schon Kriminalbeamte in der MohrnoV der Frau Kupfer waren, uni dort eine TicrckInchang vorz'im.innen, nock? eine Dame erschien, die ihre Beteiligung mll 300 000 'Jeart an bot. Ter ganze Geschäftsbetrieb der Frmc Kupfer bestand darrn, daß sie mll gefälschten Stempeln und Druckformnlareu jar bmet e und so den Anschein erweckte, als ob man es mll den stempeln Und Schriftstücken einer Behörde zu tun habe. Tie Angabe, daß tu der Kommerz- und Diskontobank 530000 Mark vom Vermögen der Frau Krcpfer aufgefnuden wurden, ist fatsch«: dagegen wurden in der Wohmmg 450000 Mark in barem Gelde aus gefunden. * * Berlin, 22. Jan. (WTB. Amtlich.) Heute vormittag 5 Uhr 45 dNinuten ist auf Bahnhof Weimar Zug 203 vermutlich durch Ueberfahreu des Blocksiguals Ulle aur den Güter- z u g 1093 aufgefahren. Von beiden Zügen sind ruohrere Wagen entgleist und beschädigt. Drei von den E i s en bahn bedien steten sind tot', einer verletzt: von den Reisenden wurde rriemand verletzt. 9 Uhr 30 Minuten vormittags wurde eiuglettcger Betrieb zwischen Weimar und Erfurt eingerichtet. Untersuchung ist eingeleitet. _ UniveEtäts-Ncrckrichteir. ---- Frankfurt a. M., 22. Jan. Die Bezirkssynode des Konsistorialbezirks Frankfurt faßte , heute nach einem Bericht des Seniors Prof. O. Bornemann einstimmig einen Beschluß, in dem ie den Großen Rat der Universität Frankfurt bittet, der Errichtung einer theologischen Fakultät fein tätigstes Interesse zu- zu.oenden. Gleichzeitig soll zu dem Zweck die Sammlung freiwilliger Spenden in evangelischen Kreisen in die Wege gelettet werden. In erster Linie wird hierbei an die Ergebnisse der Re formations-Jubiläumsspende 1917 gedacht. Für die nötigen Vorbereitungen zur Errichtung der Fakultät durch Werbung usw. bewilligte die Synode 1000 Mk. Letzte Nachnchte». Dre neue „Möwe". ^ Newyvrk, 17. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Wie der SSer* tretet des W.T.B. durch Funkspruch rueldet, kargen die hien^ gen Zellungen nicht mit ihrem Lob für dje Heldentaten der neuen „Mövül Die ihr gewidmeten Artikel tragen Ueberschriften. in den größten Lettern. Der von dem deutschen Hilfskreuzer dem Feinde zugefügte Schaden wird auf über 20 Millionen Dollars geschätzt. . „ r .j,. , Genf, 23. Jan. Wie der „Wattn" aus Newyork berichtet, enthalten die amerikanischen Blätter seit 36 Stunden nichts anderes, als Bettchte über die Taten des deutschen neuen Küpev- schiffes. Nach einer Meldung aus Rio de Janeiro übersteigt me Zahl der von dem deutschen Schiff versenkten Dampfer die bisher bekannt gegebene Ziffer. Die dortigen Blätter nennen diese Ziffer. Sie ist .aber in dem Telegramm des Pattser Blattes aus- gefallen. Die vermutliche Zahl der gekaperten Dampfer wird jetzt mll 9 angegeben. Die in Pernambuco gelandeten Besatzim^ gen der versenkten Dampfer bestehen aus 170 Engländern, 54 Franzosen und 17 Amettkanern. Die U-Boote und Frankreich. Genf, 23. Jan. Die von Admiral Degoup und anderen Marmekrittkern verttetene Auffassung, daß durch die bisherig U-Boot-Ersolge im Aermelkanal, in der Bretagne usw. die deutsche Mariuelellung die Beförderung von Truppen, Kriegsmaterial und Nahrungsmitteln nach der französischen Küste noch in höherem! Grade erschweren werde, bestättgt die heutige anscheinend auS amtlicher Quelle stammende „Mattu"-MeÜ»uug, danach befind^: sichl die deutsche Kriegsmarine gegenwärttg in der Lage, die wp- franzöfischen Gewässer, sowie den ganzen Umkreis des britischen Insel reich es als für die Schiffahrt gefährliche Zone zu erklären! Maßnahmen zur Verschärfung des Seekrieges. Bern, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich) , Wie „Trrbuna^ meldet, ist der italienische Marin-eminister Corsi in London ein- getroffen, um au der Konferenz der Vertreter der alliierten Flotten teilzunehmen. Corsi wird von dem Unterstaatssekretär des Verkehrswesens Ancona begleitet. Die Konferenz soll Maßnahmen zur Verschärfung des Seekrieges prüfen. Englands Lebcnsmittelfrage. Berlin, 23. Jan. Wie der ,^Lokal-Anzeiger" schreibt,, be* ginnt die englische Lebens mittelftage sich bedenklich ^ zuzuspitzeru, England brauche russisches Getreide. In 'Saatkartoffeln bestehe eine große KnapPl)eit. . ^ Die „Freisinnige Zeitung" führt die wirtschaftlichen Verordnungen auf, die nach deutschem Muster iu stattlicher Zahl in England erlassen wurden, und sagt: „Man sieht, die Barbaras machen Sckmle in England!" , In mehreren amerikanischen Jndustriestcüiten sollen laut „Boss. Zeitung" englische« Werbebureaus entdeckt worden sein, in denen amerikaittsche Techniker, Ingenieure und Konstrukteure für die Wafsenfabriken der Entente angeworben werden. Englands Männermangel. Rotterdam, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Das Lokal-Vcrwal- tnngsamt hat ein Rundschreiben an die Gerichtshöfe gerichtet, in dem ihnen mitgetoilt wird, daß alle für den Front- oder Garnison- dienst im Ausland tauglichen Männer, die cntbehtt werden können, ohne daß eine Arbeit von großer nationaler Bedeutung ernstlichen^ Schaden erleidet nnd bei denen auch keine der gewichtigen Ursachen ft'ir Befteiung vorliegt, so rasch als möglich und spätestens am 31. März zum Militärdieust eiugezogeu werden müssen. - „Daily Chronicle" bemerkt dazu, daß die Regierung offenbar beübsichttge. Männer unter 31 Jahren, die jetzt wichttge Arbeit verrichteten, an Stelle von Männern über 41 Jahren, die keine wichttge Arbeit verttchleten, in die Armee einzuftellen. Die Schwierigkeiten im bürgerlichen Leben würden dadurch nur zunebmer: und ellu Lage entstehen, der weder Chamberlain, noch irgeiid ein anderer Minister, der mit der Frage des Mannschaftsersatzes zu tun hat, gewachsen sein werde. Mackensens Erfolge. Ge nf, 23. Jan. Die französische Fachkritik glaubte aus der Stille der letzten Tage im Sereth-Abschnitt auf ein Eindämmen der deutschen Offensive schließen zu können. „Temps" muß die Bedeutung des eroberten Brückenkopfes zugestehen. Was die französische Besorgnis noch steigere, sei die russische Meldung, daß es Mackensen gelungen sei, während der Gefechtspause seine schwere Artillerie in Stellung zu bringen, deren überlegenem Feuer die Russen und Rumänen nicht widerstehen könnten. Der Papst an Wilson. i. Köln, 23. Jan. Die ^,Köln. Ztg." meldet ans Washington: Der spanffcke Etesandte vermittelte mündlich formelle Glückw mschc sellens des Papstes an Präsidenten Wllson für seine Bemüwmgen um die Wiederherstellung des Friedens. Wllson sarrdte dlirck. Ber- mllllung des spanffch-en Gesmchten seinen Dank an den Papst. Der Luftkrieg. Bern. 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Wie „Pettt Jmrrmll" meldet, ist der Fliegerleutnant Th an vu im Luftkampf abgesck-oss«, worden. Er hatte sich verschiedentlich ausgezeichner und tvar in einem Tagesbefehl genannt worden London, 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich?» Amtlich wttd mitgetellt: Unsere Flugzeuge Ixrbeit am 20. Jan. 600 Pftmd Bomben aus und rund um die türkische Munllionsfabttk in der .Zitadelle von Bagdad abgeworftn. Jii fremder Erde ruht nun mein Glück, Du herzensguter Gatte, kehrst nimmermehr . . „ . [zurück. Ach allzu früh verließt du die Deinen, Die m der fernen Heimat um (lieh weinen. Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an deiner Gruft nicht stehn, Auf zum Himmel wollen wir blicken, Wo wir uns einst Wiedersehn! Schlaf wohl, ruh du in Frieden, Du bist daheim, wir noch hienieden, Gar sehr quält uns der harte Schmerz, Du ruhst in Gott, mein heißgeliebtes Herz. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die Nachricht, dass mein lieber, guter Mann, der liebevolle Vater seines Pflegekindes, unser einziger, lieber’ Sohn, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Ersatz Reservist Karl Storck Infanterie-Regiment Nr. 82, 5. Kompagnie nach zweijähriger treuer Pflichterfüllung, im Alter von 31 Jahren, den Heldentod gestorben ist. In tiefstem Schmerz: Laise Storck und Kind Kath. Storck Witwe, Mutter Familie Andreas Bernhardt und alle Verwandten. Rodheim a. d. Bieber, Oberweidbach und Waldgirmes, den 19. Januar 1917. Lichtspielhans - Bahahofstr. 34 Spielplan vom 23. bis 26. Januar = rnwiderrnflicli nor 4 Tage lälde der Gegenwart in 4 Akten DieZerstörungvon Karthago Gewaltige üassznscenen Grandiose Ausstattung Die nenslen Kriegsberichte von sämtlichen Kamptfronten Dazu ein gutgewähltes Beiprogramm. 6845a Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. 653 Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Ableben meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels des Lokomotivführers u R. Heinrich Waag danken wir hiermit herzlich. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Justine Waag, geb. Schneider. ' * •• ' "y‘Ku‘P-*3t SS? Hilfsdreher _ grofte schöne Wohnung äu vermieten. Gießen, 22. Januar 1917. 639 Op. Steinreich wieder da. 674 Die Geburt eines SOHNES zeigen hocherfreut an KARL ANDREAS und FRAU Giessen, 22. Januar 1917. ooteo Vaterländischer Hilfsdienst Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldung gemäß § 7 Absatz 2 des Gesetzes für den Vaterländischen Hilfsdienst. ES werden für verschiedene Dienststellen in Gießen verlangt: 1. Beamte im Ruhestand, Lehrer u. f. f. für den Schriftverkehr 2 Dolmetscher für französisch, englisch und flämisch 3. im Beamten- und Rechnungswesen erfahrene männliche und weibliche Hilfskräfte 4. gewandte Mafchinenfchreiber nnd -schreiberinnen 5. Lageristen 6. Krankenwärter und 'Wärterinnen 7. Schneider und Schuster 8 . Köche nnd Köchinnen 9. Packer 10. Boten, auch weibliche. Meldungen sind zu richten an das GaruisonkommandoGietzen bei LiebigShöhe. D-e Krieksamtstelle in Frankfurt a.M. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieften. Die Hessischen Landes-Bezugsschcine für den Bezug von Zucker für den Monat Februar 1917 sind ein getroffen. Diese Scheine müssen spätestens bis zum :ri. Januar 1017 durch einen zngelassenen Großhändler bei der Einkaufsgesellschaft für das Groftherzogtum Hessen in Mainz zum Umtausch in Reichszuckerscheiire vorgelegt sein: später eingebende Scheine werden als ungültig zu rückgewiesen. Ersatz für solche Scheine ist ausgeschlossen Gießen, den 20. Januar 1017. 6928 Der Oberbürgermeister: * _ Keller. 1 O Zimmer | Arofte 6-Zinimer°Wobng. (II. Stock) m.Bad u. all. Zubeh. auf 1. Avril zu vermieten. vk>[ Stephanttrafte 42 I. ö Zimmer Sud Anlage 22 Parterre 5- Zimmer Wob »uns mit Zubehör, elektr. Licht, Gas, Gartenanleib Bleichplatz per 1. April zu verm. Carl Krailing. <688 I 9 Zimmer Krofdorfer Straße 37 Schöllt Wni.-Wohnung mit Zubehör ,md Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Näheres bet Wilhelm Plank, Mühl- strafte 3. [20 2 Zimmer | .SH.2>Zlmmer-WohiianB z. vermieten. Walltorstr. 59. I 00406 | Verschiedene | 4* nnö g.Zi«meriliohil. aus einer Etage, auch evtl, beide zu einer Wohnung passend, mit Zubehör und gr. Gartenant. alsbald beziehbar billig zu vermieten. Näh. Wasttorttr. 75 p. >« 2* n. 4*Z.-Wohnnng baldigst zu verm. Harklplata 181 10472 ( Möbl. Zimmer] Penaten Brand! Hanen Bfioe 22 Jobaunesatr. 1,3. Stock. Näh. 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