Br. L Der ftltftetter Svzei-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: «etzener ZamittenblStter; Nreisdlatt fLr de« Kreis Hießen. Vezugspreis: monatl. 90 Pf.» viertel- jährl. Mt. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstelle,^ rnonatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchristleitungllL Verlag,Geschästsstelleb1 Aitschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. sör. Jahrgang Postscheckkonto: Zrankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Oderhessen Zwillingrrunddnuk u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange Montag. 22. Januar \9\Z von Anzeigen i die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Zei'ttwrels. f. Anzeigen: örtlich 20 Bf., Ver- inietungen u- Stellengesuche 15Pf., ausw ärtS! 25 Pf., b. Plntzvorfchrift! 30 Pi., Reklamen 75 Pi.,, bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriitleiter: Aug.> Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Sankverkehr: Aug. Goetz. Stadt und- Kewerbeb-iik Sietzcn Land.VermischteSu.Be- rlchtssaal: Fr. R. Zenz.! Schriftleitung, Seschüstzstelle ll.vruüerei.- §chulftr.7. ^uch°'in Gi-b") Der Zerethbrüäenkops llanefti erstürmt. (WTB.) Großes Hauptquartier. 20. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Wytschaete und westlich La Bassee wuftden heute nacht angreifende englische Patrouillen abgewiesen. Zwischen Doller uni) Rhein —Rhone —Kanal angesetzte Erkundungsunterneynmngen sind mm württem- bergischen Truppen erfolgreich durchgefirhrt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine besonderen Ereignisse. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Oftkarpathen nordöstlich Belbo r griffen mehrfach kleinere russische Abteilungen unsere Stellungen erfolglos an. An einer Stelle überraschend eingedrungener Feind wurde im Handgemenge zurückgeworfen. Nördlich des S u s i t a - T a! e s erneuerten die R u - «tönen an denselben Stellen wie tags zuvor ihre verzweifelten Angriffe. Fünfmal wurden sie nach schwerem Kampfe blutig ab gewiesen. Auster mehreren Hundert Toten, die vor unseren Stellungen liegen, verloren die Angreifer 400 Gefangene. Heeresgruppe des Ge neralfeld marschalls von Mackensen. Starkes Schneetreiben und schlechte Beleuchtung hindert die Tätigkeit unserer Artillerie. Trotzdem wurde der am Sereth gelegene Ort Nanesti von deutschen Truppen gestern im Sturm genommen. Mazedonische Front. Tag und Nacht verliefen ruhig. Der Eilte Generalquartiermeister Ludendorff. MTB.) Großes Hauptquartier, 21. Januar. (Amtliche W e st l i ch e v Kriegsschauplatz. Auster stellenweise lebhafterem Artillcrickampf und erfolgreichen eigenen Patrouillcmmternehmungen verlief der Tag ohne wesentliche Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalts Prinzen Leopold von Bayern. Oeftlich Baranowitschi drangen deutsche Stoßtrupps in die russischen Graben ein und brachten siebzehn gefangene zurück. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Ostkarpathen kam ein geplanter feindlicher Amgriff an der Valeputna-Stratze in unserem wirkungsvollen Artilleriefeuer nicht zur Entwicklung. Kleine russische Borftöstc wurden abgewiesen. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von M a ck e n s e n. Mit N a nesti ftel am 19. l. der ganze von den Russen Port noch zäh verteidigte Brückenkopf in unure Hand , Pommern, Altmärker und Wcstpreusteu stürm ten mehrere feind liche Linien mit stark ansgebauteil Stützpunkten. Der Ort selber wurde in heißem Hänserkampf genommen. Die über die Sereth-Brücken z u r ü ck f l n t e n - den Russen wurden von unseren Batterien und Maschinengewehren flankierend gefastt und erlitten schwere Verlust e. Ein Offtzier, 555 Mann, zwei.Maschinengewehre lind vier Minenwerfer fielen in unsere Hand. Mazedonische Front. Im Cerna-Bogen östlich Paralovo führte eine Deutsche Erkundungsabteilung eine erfolgreiche Unter nehmuna durch. Der Erste Generälquartiermeister Lndendorff. * Der Abeudbericht. Berlin, 20. Jan., abends. kW TB. Amtlich ) Au der Westfront keine besonderen Ereignisse. Berlin. 21. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) An der West- und Ostfront keine besonderen Ereignisse. * * * Die Angrifstzhandkurrgen in der Moldau hatten in den letzten Tagen anscheinend eine Stockung erlitten. Wohl erzählten die seirrdlichen Berichte und neutrale Blätter von schweren, durch Schnee und Kälte behinderten Operationen, aber ein greifbares Resultat der Anstrengungen war noch nicht zu melden. Nun überrascht uns der deutsche Tagesbericht mit der wichtigen Mitteilung, daß am 19. Januar der ganze von den Russen zäh verteidigte, durch mehrere Linien geschützte Brückenkopf Na nesti durch den kühnen Ansturm ponrmerscher, alttnärker und westprenßischer Trichpen in unsere Hand gefallen ist. Die Rüssen, die allen Grund hatten, diese für sie äußerst wichtige Stellung zu halten, suchten in erbittertem Häuserkampfe den unsrigen den Sieg nrxch- nmls strittig zu machen. Aber es half ihnen nichts, sie mußten in wilder Flucht über den Sereth zurückfluten, wurden dabei von unseren Batterien und Maschinengewehren flankierend gefaßt rnrd erlitten außer dem Vertust von 555 Mann, 4 Maschinengewehren und 4 Minenwerfern schwere blutige Verluste. Die knappen sachlichen Zeilen der Obersten Heeresleitung lassen die einzelnen Phasen dieses durch alle Unbilden der Witterung erschwerten Kanrpfes als eine klar durchdachte, zielbewußte Handlung vor unserm geistigen Auge erstehen. Wie sehr dieser Teilerfolg ins Gewicht zu fallen vermag, lehren die Ausführungen des Militär kr Eikers des Berner „Bund", der die Lage in der Moldau wie folgt zusammenfassend charakterisiert: Es wäre verkehrt, aus der Verlangsamung der Operationen in der Moldau zu schließen, daß die Deutschen genötigt worden wären, gruppen vom Südflügel nach Norden zu leiten, um diesen Diversionen zu begegnen. 'Die Verlangsamung erklärt sich nicht nur aus der Unwegsamkeit des von schlechter Witterung heimgesuchten Operationsgebietes zwischen A djudul und G a l a tz, sondern auch aus der Annäherung der deutsch-österreichischen Truppen und der ihnen zugeteilten bulgarischen und türkischen Kontingente an den Sereth. Die Russen werden Galay, die Serethlinie Galatz—Fundeni und die Trotuslinic mit starken Kräften, und bis zum äußersten halten, denn der Fall von Galcch oder der Zusammenbruch der Tro- tuslinie, rollt (der erstere. von Süden, der andere von Norden) die ganze Moldausront des tufto-rumän. Heeres bis in die Bukowina hrneapaus. D.:nn wür^c cs d n R ss n s. g r s' wr wer'xn d nZbück- zug hinter den Pruth in Ordnung zu bewirren, um dort Stand zu saften. Nicht ohne tieferen Grund haben sie jetzt starke Artillerie zwischen Rcni und Tu l cea aufgefahren, um die Donau- flanke sicherzustellen, und nicht umsonst machen sic Ausfall auf Ausfall ans der Ga latzer Süd front iit der Richtung Bauen i und ans der Sertthschleife von Fundeni, um dem Gegner das Mäherkommen zu ei-schweren, tvälirend hinter der Sercry- front bereits strategische Nückbewegungen in: Gange sein dürsten. Bor allem aber halten sie, wie oorauszusehen war, die T r o 1 u s - linie und verlvehren dem Erzherzog mot grosser Hartnäckigkeit den Austritt aus dem Gebirge, und haben, wie vo rauszusehen war, heftige Gegenstöße aus dieser Richtung angesetzt. Erzherzog Joses trifft fottgesetzt auf den zähesten Widerstand, der mir schrittweise gebrock-ep werden kann Neben dern Heeresersvlge lösen die nun zahlreicher einlausenden Berichte über wirkftune Tätigkeit der zwerten Möve, die nach einer Meldung sich sogar durch Ausrüstung eines gekaperten Schiffes aus eigener Kraft verdoppelt hat, bei uns helle Freude aus unb jaiien dem Engländer die Angst ins schlotternde Gebein. Da p'ben den Erfolgen des Kaper schifses noch zahlreiche Torpedierungen geineldct sind, kamt man sich der freudigen Zuversicht hingeben, daß nunmehr der U-Bootkrieg wiederum wirksamere Formen angenommen l)at imd somit jenes vielumsttittene Vttttel zur Verinchtung Englands, dessen rücksichtslose Anwendung Reichstagsabgeordneter Dr. Werner irr seinem gestrigen Vorrrage und mit ihm alle Anwesenden forderte, in der Form des Kreuzerkrieges,, nachdrücklicher verwendet wird. Falls unsere Reichsleitung aus triftigen Gründen, die sich der Beurtei-, lung des Fernerstehenden entziehen, auf die Auswirkung der Möglichkeit innerhalb der .Kriegszone alle Fahrzeuge rücksichtslos zu torpedieren, immer noch verzichtet, so sind doch schon mit der milderen Form des abgeblendeten U-Boot- Kaperkrieges in den letzten Tagen Ergebnisse erzielt worden, auf die jeder Deutsche und vor allem unsere treffliche Marine stolz sein kann. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vkrlautbart. 20. Januar 1917. O e st l i ch t r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls v o n M a ck e n s e n. Der Ort Na nesti, westlich von Nomoloasa, ist durch deutsche Regimenter erstürmt worden. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. ^Nördlich des Susita-Tales sandten auch gestern die Russen und Rumänen ihre Truppen zum Angriff vor. Alle fünf Anstürme scheiterten, wobei der Feind außer schweren blutigen Verlusten 400 Gefangene einbüßte. Nordöstlich von B e l b o r wurden russische Erkundungsttuppen abgewiesen. Bei Valepurna unternahmen unsere Ausklürungs- abteilungcn einen Neberfall auf die feindlichen Feldwachen. H e c r e s f r o n t d e s G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s Prinzen Leopold von Bayern. Nichts zu melden. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Aenderung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Wien. 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart i 21. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der Erstürnmug des Brückenkopfes N a n c st i, westlich von Nomoloasa. wurden 556 Gefangene, zwei Maschinengewehre und vier Minenwerfer eingebracht. Im M e st i k a n e st i - A b s ch n i t t - wirkte gestern nachmittag starke russische Artillerie gegen unsere Stellungen. Nachfolgende Angriffsversuche der Russen scheiterten schon im ersten Ansatz. Ein österreichisch-ungarischer Flieger zwang ein feindliches Flugzeug bei Marmaros-^Szigeth zum Landen. Flugzeirg und Insassen fielen imversehrt in unsere Hand. Weiter nördlich bei den k. und k. Truppen nichts von Belang. Jtalienlfchcr und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertteter des Chefs des Generalstabs v. Hö fer, Feldmarschalleutnant. * * ' Minifterzusammentunft in Wien. W ic n, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute früh sind die beiden Ministerpräsidenten von Clam-Martinic und Graf Tisza, der österreichische Minister von Höfer und der unoattsche Ackerbau- mmi,ter Baron Ghillany aus Berlin hier eingettofsen. Am gleichen Tage trafen der deutsche Staatssekretär Zimmermann und Lega- tronssekretär von Prittwitz und Gaffton in Wien ein. Ein Note der Türkei auf die Antwort der Entente. K o n st a n t i n o p c l, 19. Jan. (WTB. Nichtmntkich.) Tie kaiserliche Regierung itt 1 ermittelte gestern den Neutralen eine Note über die Antwott der Entente auf bim Friedensvorschlag. Die Note, die säst den gleichm Inhalt hat wie. die von. unseren Der lüudeten überreichten Noten, t-ebt besonders hervor, daß die yjeitte i machte leinen Grund hatten, den Krieg zu entfesseftr, und daß die Tiirkei keinen. Grund l>atte, ohne gezwimgerr. zu '-r-erden, darau teilzunehmen, schon aus dem Grurckic, weil niemn-rd von ihnen Gebietsansprüche zum Nachteil der Entertte hatte, was bei den Ententcstaaten nicht der Fall ist. Man. kennt die Absichten Frankreichs aus Syrien und Elsaß-Lothringen, die Italiens auf die österreichischen Südwestprovinzen, die Rüßlands ans Konstantftro- pel, die Meerengen nnd zum großen Teil Anatoliens, die England, auf Mesopotamien und Arabien. Ebenso weiß man. welche Jn-- lrigen sie emgeleiret laben, um den neuerlich.'.r Aufschwung der Türlei zu hindern und um ihren Tcilungsplan eines Tages ver-, wirklichen zu. können, und zwar ttotz des attonalittrlenprinzipo. das sie immer her vor heben. In Wirtlichkeit künrmett sich die Eü' tente ruenig unr eben diese Grundsätze, sobald sie ihnen eigenere Interessen nicht entsprechen. Die Verkündung des-englischen Protektorates über Aegvpten, dessen Bevölkerung in keiuenr Verhältnis zur englischen Rasse steht, die Anircxion Etipewrs, wo nichts englisch ist, die Besetzung Tripolis durch die Italiener, wo doch der Italiener mir Eindringling ist, die finsteren Pläne Rußlands, Konstantchovel mit dein Marmavabecken besitzen zu wollen, wo die überwältigende Atehrheft der Bevölkermm türkisch imd moba- Nedanisch ist, sütd ebensoviele Verletzungen des Nattonatftäten- Prinzips. Tie Türkei !var also gezmimgen, gleich ihre:: Ver- bündtteir zu den Waften zu greifen zur Betteidigung ihres Bestandes, ihrer Freiheit uud ihrer Unabhängigkeit. Indessen glaubt die Türkei mit ihren Verbündeten, daß dieses Ziel heute erreicht ist. Die feindliche Mächte dagegen sind in diesem Arrgendkick von der Berwirttichung ihrer Pläne wefter als je ensserut^-L^che deswegen lelwen sie nervös den anftichttgeu BörsWag ab übernehmen dagegen unüberlegt die Verantwortung für die Fott- setzung des Blutvergießens. Tie Note erwähnt dann das Schicksal Serbiens, Montenegros und Rumäniens, die von der Entente in den Krieg gestoßen worden sind, imb hebt das gar iftcht näher zu bezeichnende Vorgehen hervor, das die Entente Griechenland gegenüber eingeschlagen bat, um es in bert Krieg zn stürzen. Die Note weist auf die Leiden der Menschheit hin, die aus dem Kriege entstehen, und den zu beenden die. Gegner ohne jeden Grund abgelehnt haben, so daß die Verantwortung für die Fortdauer des Kampfes ans sie zurückfällt. Tie Note schließt mit den Worten^ daß die vier Verbündeten im Vertrauen auf die Gerechttgkeit ihrer Sache den Krieg forrsetzen werden bis zur Erzielung eines Friedens, der die Ehre rmd Freiheit ihrer Völker sichert imd den Na- twnen eine freie Entnftcklung verbürgt. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o p e l, 19. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht. Oeftlich von K u t e l A m a r a griff der Feind nach Artillerievorbereitung von mehreren Stunden dreimal einen Teil mssecer Stellung an. Alle Angriffe blieben ergebnislos. Ter Feind erlitt große Verluste. Unsere Mannschaften der freiwilligen Kavallerie griffen eine Brigade feindlicher Kavallerie ans, die sich auf dem) Marsche befand. Der Feind erlitt große Verluste. Unsere freiwilligen R eiter nah,neu außerdem denr Feind drei M aschinen- gemebre ab und schossen ein englisches Flugzeug nieder. Die Trümmer des Flugzerrges befinden sich in unserem Besitz. Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel wiesen wir die Angriffe zurück, die eine feindliche Kompagnie aus unsere Vorposten unternahmen. Der bulgarische Bericht. Sofia, 21. Jan. (WB.) Generalstabslwrickn wm 20. Jan. : M az » donischc Front: In der Gegend von B i t o l ia vereinzeltes Artuleriefeuer. Im C erna-Bvgcn lebhafte Ap- tillerietätigkeit der beiden feindlichen Arttllerien. In !>n- Gegenü( von Mog'lenitza Jnsanteriefeuer, sowie Maschinengewehr- nnd Artittettefener. Im .Vardartal Attillettcsener. Längs der Slllruma lebhaftere Arttllerietattgkeit, Pattonillengesechtc' südlich von Seres, am Vardar und in der Gegeu.d des Golfes von Orsano Südwestlich vom T o i r a n - S e e schoß 'Unterlentnarn ^Vrauneck sein zwettes fesschliches Flugzeug ab. Rumänische Front: Bei I s a e c c a Jtftawerie teuer vov beiden Ufern der Donain * * * Repressalien gegen französische Offiziere. Berlin, 20. Jan. (WTB. Anttlickl. ■ 'Nach zuverlässigatz Nachrichten werden kriegsgefangene deutsche Offtziere seitens der französischen Heeresleitung einer umvürdigen. välkerreckrswidrigey Behandlung ausgesetzt, um sie zn nrilitärssch^ wichtigen 'Aussagen zu beitimmen.'Ju den SannnelPlätzen, so z. B. in der Zftadelle von Amiens tverden sie bis zu 14 Tagen in Ecktzelhaft gehalten und stets von neuem anstteugendni Verhören uitterworsAi. Bei Ver- lveigeruug der Aussage .verden sie bedroht uard sogar inft dreitägigem Dmckelarrest vei Wasser nud Brot ^'straft. Die Ossiziere erlitten Maunschiaftskosl, dürfen die Zelle nicht verlassen., schlafen auf Pritschen und Sttohsack und werden in ieder Bmftchun.i unwürdig behandelt. Zur Herbeiülirnng einer Gleickpräßigkeit ist von der dentschcu Obersten Heeresleitung augeordnet t vor den, daß alle künftig zu Gefangenen gemachten französischni Offiziere -md OnrucrEell- bettrtter brs auf werteres in gleickMr Maße behmrdelt rvevdew, Interpellationen in der franzSfischen Kammer. . Paris. 20. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Die Kammer hat llLbevMrfttntnnmg nrrt der Regierung: die Bestwechlung der Inter-, Hasl-Frrry über die Lage des Expeditionskorps im Orient Mid die Interpellation Zlbrani über die Vorgänge in When am 1. und 2. Te-emb-er und die Politik der Regverun-g gegen über Griechenland auf den 25. Jannar festgesetzt- Der Sozialist Pressen! ane wünschte die Regierung über die Antwort der Alliierten an Wilson zu interpellieren. Ministerpräsident B r i g n d verlangte die Vertagung dieser Interpellation auf unbestimmte Zeit und erklärte: „In der Bewrtwottung des loyalen .Ersuchens der großen amerikanischen Nation haben wir den Grund, warum wir kämpfen, und die Sühne ffanctions), Wieder- tzutmaichnngen und Bürgschaften, welche wir verlangen, freimütig ^nd bestimmt auseinandergesetzt und unsere .Kriegsziele genannt. Was können wir mehr sagen? Warum sollen wir in einen Mei- r^rn-ssau stau sch enrtreten und Gefahr laufen, die Wirksamkeit des Schriftstückes zu beeinträchtigen, dessen Freimut und Klarheit allen unabhängigen Ländern znm Bewußtsein gekommen ist?" (Lebhafter Beifall.) Die Kammer vertagte die Interpellation^ ans unbestimmte Zeit mit 437 gegen 57 Stimmen. Der Adjutant Rivelles. Bern, 21. Jan. (WTB.) H al lo uin ist znm Ad j u ta n Len des Oberbefehlshabers an der Nord- und Nordostfront, Niit v e l l e ernannt worden. Er soll diel Ausarbeitung aller vorberei senden Arbeiten für die allgemeine Kriegführung leiten. Sasonow wird Botschafter in London. Bern, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Petersburger Berichterstatter des „Temps" meldet, wenn auch die Ernennung Sä- lonows zum russischen Botschafter in London noch nicht offiziell bekannt gegeben worden sei, so sei sie doch richtig. Dill Wahl sei auf Sasonow gefallen, weil PokrowM darauf bestanden habe, daß Sasonoiw seine diploniaiifche DäRgkeit wieder:anfnehme. Auch der englische ,Botschafter in Petersburg habe wiederholt denselben Wunsch in offiziellen Kreisen znm Ausdruck gebracht. Englands Mannermangel. London, 20. Jan. (WTB.) „Daily Chronicle" meldet, daß die Mitteilung des Präsidenten des Ackerbauaintes Protye-ro, daß die Männer der Klasse C 3 in Bataillon unter militärischem Kommando verteilt würden, um die zum Militärdienst eirrberuferren Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zu ersetzen, unter den Fachvereini- guuyen, besonders aber in der Fachvereinigung der Feldarbeiter, große Entrüstung hervorgerufen habe. Die Mit- e er dieser Mweinignug drohen mit drastischen Maßregeln, das KriyAsiamt bei dem Beschluß bleibt. Explosion in einer englischen Munitionsfabrik London, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtliche englische Meldung. In einer Munitionsfabrik in der Nähe von London hat sich eine Explosion ereignet. Mau fürchtet, daß es zahlreiche Tote gegeben hat und daß großer Schaden angerichtet worden ist London, 20. Jan. ' (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Amtliche Meldung. Gestern abend 7 Uln feodr tn einer Fabrik in Gastland von London, die sich nrit Raffinieren. mm Munition (wörtlich: refinrng mnnition^ befaßte, ein Feuer aus. Es vergingen zwei Minuten, ehe eine Explosion er- fÄgte. Zahlreiche Arbeiter vermochten sich aus dem Gebäude, das vollständig sexstört wurde, zu retten. Es entstauben in der Nach- bcrrschatt in Warenhäusern und Fabriken Brände. Tie folgende Gxr^osion wurde auf weite Entfernung wahrgenommcn. Drei Reihen Keiner Däuser in der unmittelbaren Umgebung wurdest zerstört und es lvurde großer Schaden an Privateigentum ange- rfidjfcet. Als die Explosion sich ereignete, war eine Feuerspritze an Ort und Stelle. Zwei Feuerwehrleute wurden getötet, die Spritze wmde zertriunmert. Tie Zahl der Unglucksfälle ist noch nicht festgestellt, aber sie tehrfoe nicht so groß sein, als zuerst angenommen wunde. Unter den Eintet befindet sich der Leiter der chemischen ~ 3 Nieuvorts: Nr. 1334 Motor Le Rhone 3549, Nr. 1640 Motor ? Keine Nummer, Nr.?, Motor? 76 241. Bon den Insassen waren nur die Namen der Leutnants Del- poch, Jean de Ballieres, Sorgt. Waid Lettre, Corpora! Mjercel Nural und Gustave Lausin festzustellen. Englische Flugzeuge: 1. F. E. D. mit Leutnant Ivan Heäkd und Ltn, Johnson, 2. de Havilland Scout Nr. 5916 mit Oberkin. PH. Hunt, 3. Vikkers Nr. 5446, Leutnant .Georg Arey, anderer Insasse tot, 4. Vikkers Nr. 7929, Leutnant Artur Gerold Knight, 5. Vikkers Nr. 5452, Leutnant C. H>. Windom und Leutnant F. A. Stalles, 6. B. E. Nr. 5782, Leutnant Cotton und Leutnant Levis, 7. B. E. Nr. 6245, Leutnant Jnsoll, 8. B. E. Nr. 4498, Leutnant Arnold, 9. B. E. Nr. 12 320, Leutnant E. L. Lews, 10. Arne Nr. 1679, Leutnant Herbert Spanner. Der Seekrieg. Noch emer spateren Mitteilung wurden bisher zwffchen 30 und 40 Leichen geborgen. 100 Personen wurden schwer verletzt Die Fabrik ist vollständig zerstört: Amsterdam, 21. Jan. (WB.) Die gestttae Explosion tu Osi-L-vndon war eme der schrecklichsten, die sich je ereignet Hab?». In der ganzen Stadt, selbst in den entlegensten Vorstädten * ^ den beri-achbarten Städten und Dörfern war die Erschütte- '«m^'fuhl^. Kurz nach emem furchtbaren Knall erhellte eine ^»aLdge Gllrtsäule den östlichen Himmel. Im Umkreis von mehr *SLJ± Qu^mtmecken vMrsachten herumfliegmde brennende ■™ l I uer anbe in Fabriken, darunter einer Dampf- I aifi&le, und Wohnhäusern. Ein 3 bis 4 Tonnen großes Stück IZSU***" DMnpftessel wurde 400Yards weit geschleudert. Feuer- | ^lizei. Soldaten und Krankenwagen eilten der UnglücM- FJr * * * “■ Aber d« Zahl der Toten und Verwundeten war so groß ZK es unmöglich war, sie alle mit Krankenwagen fortzuschaffen. Alle möglichen Fahrzeuge, auch Dcilitärambulanzen, wurden her- - Mavgezo^e a. Die Umallstelle hat einen entsetzlichen Anblick,' Massen ^Bissigkeiten und glühenden Eisens brachen überall ^Nwr. .Neuere Gebärde mußten niedergeriffen werden, uni den Bwnd ernzndammen. Beim Wegbringen der Frauen und Mädchen ^nen^b &remtÄn Gebäuden spielten sich herzzerreißende . 9 * Feindliche Flugzeuge in deutscher Hand. n 21. ^an. <"WTB. Amtlich,.) Von den laut Heeres- veimA vom 17. Januar im Monat Dezember in unseren Besitz gelausten 22 feindlichen Flugzeugen sind an der Westfront 18 in «nseve Harrd gefallen: nämlich 8 französische und 10 englische Die näheren Angaben gibt folgende Liste: .Französische Flugzeuge: G^Mls: Nr 2641, 3083: Nummer des dritten nicht wehr lestzustellM (vollkommen zertrümmert); Nr. 1871 Motor Renault, 54016 Nr.Z Motor Renault 71539 Ein deutsches Kaperschiff. Bern, ID. Jan. (WTB.) „Progvös de Lyvä' meldet aus Rio de Janeiro: Ein deutsches Schiff vom Typ der „Möve" versenkte eine große Anzahl Schiffe. Der japanische Dampfer „Hudson Maru", der die Besatzungen der versenkten Schiffe an Bord nehmen mußte, wurde von dem Fahrzeug gezwungen, bis zum 12. Januar in seinem Fahrwasser zu bleibeu. Erst dann wurde dem „Hudson Maru" gestattet, nach Pernambuco zu fahren, wo er am 15. Januar' eintraf. Der Hafenkapitän von Pernambuco wurde benachrichtigt, daß Mannschaften anderer versenkter Schiffe, 441 an der Zahl, demnächst durch den Dampfer „Yarrowdale" gelandet werden sollten. Der Dampfer „Theodor", der von den Deutschen gekapert worden sei, sei bewaffnet worden und werde ähnlich wie die „Apparn" benutzt. London, 20. Jan. (WTB.) Der „Times" .wird aus pernambuco vom 18. Januar gemeldet: Der Dampfer „Dramati st" kam am 18. Dezember in einer Entfernung von sieben Meilen in Sicht des deutschen Handelskreuzers. Das deutsche Schiff kam längsseits, hißte die deutsche Kriegsflagge und signalisierte „Sofort stoppen". Gleichzeitig wurde ein Teil der Berschanzung am Vorderdeck niedergelassen, hinter der zwei Geschütze von 2 V 2 Zoll sichtbar wurden, die auf den „Drarnatist" gerichtet waren. Dieser stoppte und ergab sich Hieraus kamen bewaffnete Mannschaften an Bord des „Dramatist". Die Offiziere und ein Teil der Besatzung des „Dramattst" wurden nach dem Handelskreuzer gebracht. Der Rest der Besatzung blieb bis abends, als das Schiff nrit Sprengstoffen zum Sinken gebracht wurde, an Bord. Später wurde die ganze Besatzung mit Ausnahme von 27 indischen Heizern, nrit 257 Mann von anderen versenkten Schiffen auf den „Hudson Maru" gebracht. Wenn ein Schiff in Sicht kam, mußten alle, die sich an Bord befanden, in den Schiffsraum gehen, und es wurden die wasserdichten Schotten über ihnen geschloffen. Vor den Türen der Schotten wurde eine bewaffnete Wache ausgestellt. Amsterdam, 21. Jän. (WTB.) Der „Times" wird aus Pernambuco telegraphiert, daß in den Straßen der Stadt Photographien von der Versenkung des französischen Schiffes „N a n t es" und eine Photographie des d e u t s che n Händelskreuzers verkauft werden, die heimlich mit ernenr kleinen Photographen-Appavat ausgenommen worden waren. Reuter meldet aus Rio de Janeiro: Man glaubt, daß die neue „Möve" Kiel unter dänischer Flagge verlassen hat und eine Deckladung von Heu führte, unter der die Bewaffnung verborgen war. Als das Schiff zum ersten Male gesehen wurde, war es schwarz angestrichen und hatte vier Torpedo-Laneierrohre und mehrere Reserve-Laneier- rohre^ Man glaubt, daß es auch zum Minenlegen eingerichtet war. Außerdem führte das Schiff alle möglichen Kulissen und falsche Schornsteine nrit, um nach Belieben das ^Aussehen verändern zu können. Haag, 21. Jan. (Privattel., zf.) Wie der „Progres du Lyon" aus Rio de Janeiro meldet, ist das von dem deutschen Kaperschiff erbeutete Dampffchiff „Theodore" mit einer Mannschaft und mit Waffen ausgestattet worden, so daß jetzt zwei Kaperschiffe unterwegs sind. Bern, 21. Jan. (WTB. Nichtanttlich.) Laut „Petit Parrsren" heißt es in Washiugtmi, die amerikanischen Versicherungsgesellschaften hätten durch die neue „Möve" bereits 10 Millionen Dollars Schaden erlitten. Hudson Maru deutsche Prise. London, 20. Jan. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Mo de Janeiro: Der Marinenrinister erklärte in einem Interview, daß der Dampfer „Hudson Maru" als deutsches Schiff bettachtet und deshalb nicht in Pernarn- bueo interniert werde. Es werde als deutsche Prise dort bleiben. Basel, 19. Jan. (Privattel., zf.) Aus London wird gemeldet: Nach einem New Yor^r Telegramm der „Times" befanden sich unter den in Pernambuco gelandeten Fahrgästen der versenkten Schiffe 13 9lmerikaner. Washington, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Mel- dnng des Reuterschen Bureaus. Der amerikanffche Konsul in Pernambuco meldet, daß die neun Amerikaner von der Besatzung des „St. Theodors, die hier von deni „5Mdson Maru" gelandet worden finb, sich wie die anderen lleber- lebenden wohlbeftnden. Ausgebracht. Berlin, 20. Jan. (WTB. Amtlich) Unsere Torpedoboote brachten am 19. früh den holländischen Postdampfer „P r i n z H e n d r i k", von Vlissingen nach London bestimmt, zur Untersuchung nach Zeebrügge ein. A m ft e r d a m, 20. Jan. (WTB. Nichtanitlich.) Aus Vliffingen wird gemeldet, daß sich an Bord des Dainpsers „Prinz Hendrik" drei Belgier befanden. Es lvar das! erste Mal seit Aufbringung der „Königin Regentes", daß der Zeelandgesellschast wieder Belgier zur Reise nach England zugelassen werden. s .Rotterdam, 20. Jan. (WTB.) Hier sind gesterii zwei Kapitäne und 33 Mann der dänischen Dampfer „Gerd a^ und „Chassiemaersk' angekommen, die Mitte Dezember bei Finifterre von einem deutschen U-Boot versepikt nmrden. Am 16. Dezember wurde „Gerda" von einem deutscheil U-Boot ohne Nummer angehalten. Das Schiss erhielt eine aus sieben Köpfen bestehende Prisenbesatznng und wurde darauf als Rettungsschiff benutzt. Ani selben Tage wurde „Cyassiemaersk" angehalten und versenkt. Die Besatzung von 19 Mann wurde auf die „Gerda" gebracht, dann ging das U-Boot auf die Jagd nach anderen -schiffen. Das nächste Opfer war der englische Dampfer „Bayhall", desseri Besatzung von 30 Mann ebenfalls an Bord der „Gerda" gebracht wurde. Einige Stmiden später ereilte den japanischen Dampfer „Taku 9Karu" dasselbe Los. Hieraus erhielt „Gerda" Befehl, Finifterre anzulaufen. Dort wurden die verschiedenen Besatzungen gelandet, worauf die „Gerda"- selbst außerhalb der territorialen Gewässer von der Prisew- besatzung mit Bomben zum Sinken gebracht wurde. In zwei Tagen hatte das deutsche U-Boot zwölf Schiffe torpediert, darunter norwegische und portugiesische Fahrzeuge. Amsterdam, 20. Jan. (WTB.) Die Blätter melden, daß der holländische Dampfer „Westerdijk" mit 4500 Tonnen Getreide fiir die niederländische Regierung schon 34 Tage in Störnway liegt. Das Schiff mußte den Hasen wegen Kohlenmangels anlaufen. V^an bedeutete dort dem Kapitan, daß er nur dann Kohlen bekorrunen !Vnnte, wenn seine Reederei sich verpflichtete, 30 Prozent ihres Lade^ raums der englischen Regierung zur Verfügung zu stellen oder wdes ihrer Schiffe eine Reise für englische Rechnung machen zu -lassen. Die Reederei konnte auf das AngebrN nicht eingehen, weil ihre Schiffe von der niederländischen Regie- ^ung für Getteideansuhr requiriert lvorden sind. Reederei und Regierung haben seitdem vergeblich alle möglichen Sck-ritte unternommen, um den Dmupfer freizubekommem Die einzige Möglichkeit, das Schiff herauszubetomnien, wäre, ^ durch Schleppdauipfer abholen zu lassen. Aber die Schleppdampfer der Reedereien weigern sich aus Furcht vor englischen Repressalien, diese Arbeit zu übernehmen, o- ^ ^ 1 1 f f i n g e rt, 19. Jan. (WTB.) Heiite früh ist auf der Fahrt nach Antwerpen der deutsche Dampfer „llrsulä Mischer" aus Zeebrügge passiert. Der Danipfer rvurde bei Terneuzen von einem niederländischen Marinefahrzeug angehalten und mußte nach Vliffingen zurückkehren. Kristiania, 20. Jan. (Privattel.. zb.) 'Ji'acf) einer Meldung des Auswärtigen Amtes ist der noriveoische Damp- (1128 Brutto-Register-Donnen. mit 300000 Kronen in Norwegen kriegsversichert), mit Salzheringen von .Hangesund nach England unterlvegs, anr 15. d ivr Flamboroughhead versenkt worden. Das Schiff sank osort. Der am 13. ds. versenkte norwegische Dampfer „Solvaug" (2970 Bruttotons), mit Eisenerz von Almerig nach Narrow unterwegs, war mit 1 7.50 000 Kr. in Norwegen versichert, die Mannschaft ist gerettet. Der versenkte nor- wegische Dampfer „Tholma" (1896 Bruttoregistertons)- Mit Kohle von Cardiff nach Italien, wurde am 10. ds^ 90 Merlen nordwestlich von .Kap Finifterre versenkt. Die Mannschaft ist gexettet. Kristiania, 21. Jarr (WTB. Nichtamtüch.) Das norwegische Vizekonsulat Plymouth drahtet: Der Dampft« ..Asp" (1759 Bruttoregistertonnen), aus .Kristiania von Barr— nach ^yoyal mit Kohlen unterwegs, ist am 18. Jan. von einem U-Boot 45 Meilen nordwestlich von Bishop ^ock versenkt worden. Der Kapitän und die Mannschaft tvurden, 3V2 Stunden später von einem britischen Krieasschiff «je* borgen und in Plymouth gelandet. Bern, 20. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) aN h dem „L.einps^' sind das französische Segelschiff „Libe-r'to (466 Lonnen) aus Paimpol, nach Meldung des „Pettt Parisien"^ aus Brest der norwegische Dampftr „City o f Tam pi c o'< (1513 Tonnen, und der Schoner „Emeraude", dieser von einem U-Boot, sowie der Dampftr „Fecamp", nach La Rochelles. unterwegs, versenkt und die Besatzungen gerettet wordem — „Pettt Parisien" berichtet ferner, da ßder englische Dampfer „Teviot" am 19. Januar bei Havre mit einem unbekminten englischen Dampftr zusammenqeftosien und dann auf Strand gesetzt worden sei. ^ lWTB.) „Progrös de Lyon" meldet aus Madrid: 28 Matrose,i des versenkten französischen Wie einst im Mai. Posse von Mdolf Bernauer und Rudolf Schanz er / Ni den letzten beiden Jahren mit großem Erfolge auf- i Sffühtte Pone „2Äe euch: im Mhi" feierte gestern auch für die * Aechahrrge Spielzeit als Sonickagsunterhaltung ihre Auferstehung. ! Man man es Vieler Posse lassen, daß man immer wieder einen ganz -fälligen Eindruck von ihr gewinnt, da bk Handlung durch die ooppeiie (^amckiengenhcchle gegenüber anderen öden Possenin halten, 'unnlerhin geschickt verknüpft ist und die Genrebildchen aus vier verschiedenen Zeiten mit ihren .Kostümen und Tänzen an sich ichon recht reizvoll sind. Es verlohnt sich nicht, nochmals auf das Stück näher ein- Mgehen, zil beachten i,ti -aber die neue Besetzung Die »veibliiche ^uptrolle hatte Fisi Bort. Sie verstand es cmsgezeichnet, das Mumkri von vier Zeitepochen anzulegen, wobei allerdings das Auftreten als alte Dame ihrem Temperamente weniger gelegen war. ^n dieser Abmachung nahm sie auch ihre Gesanaseinlage M lerie. L>onst war sie, besonders als junges Gör eiUzückend und «ftercke durch eine recht sympathische Stimme. Ihr Partner, der 0 "" mcfbct SÄÄiS).”® De" erlisch- Lloyds mel- AAS Hesse». Der hessische Handelskammertag arr den Kaiser. 9 Wm^f C ^ >an ^ e ^tornter Mainz richtete als .Handelskcmrmertaqes an Se. Majestät grarmn ^^^ Katzer das in Abschrift nachfolFen.de Tele- [entt luorbeii. "Eet, duß die JauÄt Esenft w^e satzung Warden gelandet ^ und die Be- Nisch^ Ä-fpff l^TB.^LloydS meldete Der dä- ,Mau 7T^Znfcn ^M U " b ber Danchfer spanische D^pfM ,.VEe^d/^Llchchs^meldet, d-ch der Dm dem Reiche r^rbienftkneuze für KrikgshjlfÄieiist. (Rra^ks Haup tau artier 20 "rfi-n or. M \ W»*#** Kaiser hat dem Reichst n ssLL^-L?""" mi EL «J w.« iÄrvßes HaAtttguartiLr, den 18 ^mur «L"LL äS~» <“** *«“■ göSÄ"Ä lefs ay afeap SÄSÄ Gebiete,. d-nrZ^Ldrnck^ge^'Zch^e^ ÄSlÄ MÄÄi aw qWAgww , , . r Wilhelm I. R. E antwortete darauf am gleichen Taae J% eftat ** m Kaiser und Mönch 9 Euere Maiestat bette \dy, fite die am breufetfrfKni 00 ^)^ ette Vcrdienstkreuzes für Kriegshilfsdienst ^rädrgen ZÄrte der Anerkennung, die Euere Mm Er ^c^^^bu srruht haben, meinen ehrfurchtsvollsten ^Dank aussprec^n zu bimen. SOht bem Heimathe er ba* fcm'ihrf ^fiipcer Majestät folgend, zu jedem Opfer bereit Fpt$xä&misasz' l ikr& . vraw . Belchnann Hollweq. ™ BltterkaMirschrr Hilfsdienst. t», !rf illlk^LÄ 'WTD Wdfimnm.) Der vom Reichs- ^ Zuf ^mrd des Geletzes über den vaterländischen Hilfsdimst eingesetzle fLnf^chlgtiedrrge Ausftrmß zur Mitwirkung in der Aus- Gesetzes trat heule nochmals zusammen zur Le- allqemmnen Arbeiten des Krieqsemites. Ter grosse ÄÄgT ^ ÄdÄ,tr ^ Er^sEt^ morn. SSE .v,^ Frage der Arbertevausscküsse und ihrer Er- awÄMrlich erörtert. Seitens des Kciegsamtes bah \byt Landeszentralbehörden in kürzester Feit dtt- 'fngrmmrdre Arbeiterausch ußimchl Herausgeber, würden r**h Grüner erklärte, ?*& werden' daß den Rellivnierten b n M-ßerhalb^ chrers Wohnsitzes be- ^feer bem Üotzn erne Familien zulagt' gewährt Lch'verarbeiter gesichehe alles, ,vas rm^Irck M. Wenn hier und da Stockungen -crntreten so sei die ^mesenKich die ützt nn WrM.r ^Ä«rUm 1;«^ JBe fimHvmmi des Anss»!nsses und die Aeußerwwkn ^ festigte in den Tr.l«ehmeru ^L?* 01 ? 18 ’ h“ 6 D-NülMrang des Kness-chilisd^nst- Slott tot sich, ffche, und das; besoirders erreicht nnrd * A * x ® m * m der Erzeugimg in der Kriegswirtschaft, fer Unsbhängsyr Ausschuß an den Msser. ;-n, 0 ^ ' “9-(d-^T.) In einer am Freitag abcich in, Plenarsttzungssaale des Abgeordnetenbauses abqebatteTven „n- gemem zahlreich besuchten Bersammlnng des „UnabbEi^Aus- T^n Friedew' wurde nach längere Reden Börsrtzei^en, Abgeordneten Fuhrmanm ein- lenden^ beschlollen, folgendes Telegramm an deli Kaiser zu bringen mehr als tausend in Berlin ver- S p™ir£ ?Eru^smanner und Mitglieder des „Unabhängigen Ausschusses suremen butschen Frieden" aus allen Teilen Teutch)- Reden non Professor Dietrich Schäfer, ^ Pfleger, Dr. Stresemann und Dr. Traub be- ^ blg ^ g , ^? b rcei i bT9eTT Dank dar für die Worte heiligen entschlossenen Kampfes und Siegeswilleus, die Eure ZSS&Si veer und Ma^ne Usch an das ganze deutsche Volk gerechtet haben. Eure Maseftat haben damit den schrveren Druck ^ZL ^Een, der bisher arer Treue zu Eurer Marestät, seinem. Führer durch flllit und Gefahr. Gott wird mit uns sein! An Seine Majestät den Deutsche» Kwiser! 2»ajef4rit versichern die im Hessischen Handels. » 'Ere.mgten sieben Handelskaimner» als beruse»e hü NMk" Jndnstrie und des hessischen .Handels in-IirL^T^ ^uftrnfs an das deutsche Volk ihrer lNi-crschüt- »ad geloben, m dem dem deutschen Volk und Verbündeten aufgedrimgenen lkwnpf ihre ganze Kraft restlos bis zu erneu, stegrelchen Frieden einzusetzel,^ Marnz, den 20. J-amuar 1917. Haudelskarnmer Mainz als Borort der hessischen .Haudelskaminer^ Aur Sta-t «nd Land. Gießen, 22. Januar 1917. Der Kaffer an die Stadt Eietzen. namensdas Ser LLerbürgkrmnster namens der Stadt am Freitag an den Miser sandte lief am -samstog folgende telegraphische AnUvart ein: Telegramm an den Overbürqrrmeister Gießen ^ . 19. Januar 1917. '« •" "nsEen Dank für das Trcugelübnis der vaterländische Gesinnung mir Hilfe muß es dem deutschen ffr* UW m heldenumtigen Söhnen gelinge», den An- skirm der Feinde zu brechen und dem Baterlandc den ersehnten Fncden imeder zu bringen. gez.: Wilhelm I. R™ ! hni Z5 Ä ePerson a l n a ch r l ch t e n. Der Gro ßherzog < ?f se !J lbcr vor. Is. folgenden Beamten der Lessisch. Preußischen E.senbahngememschaft aus Anlaß ihrer am 1. Januar ^,ew* erfo{0ten ^Trfeljung in den Ruhestand die nachbenannten Au^elchnungen verliehen: dem Zugs,'ihrer Friedrich Spengler öu Darmstadt das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Gropmuttgen dem Bahnhofsausseher Johannes N i e d e r n- l)0 J n cr »u Attenberg, sowie den Bahnwärtern Mathias öeißler N^Worms-Pfifflrghenn. Bonüaz Jäger zu Stockstadt a. M und b c?- n i 8U 2ÖC j£ b °n das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrüt Für treue Dienste"; dem Eisenbahngeoäckträger in dw,er Gemeinschaft Franz Petry zu Dkainz aus Anlaß seines am 13 i ? C f^ ei: r + 0 S r ' ^„eriolgten Ausscheidens aus dem Staats- verliehen^^^ Allgemeine Ehrenzeichen ^Für treue Arbeit" ! S 1I u § 5 e i rt u » g. De,n Reservisten Gregorius Linde ! von der Komp, des Res.-Jnf.-Rgts. Nr. 116 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. « ^Ehermer Postrat Dingelden y. Geheimer InSwr^ 1 Dwgeldey von der Dnrmstäbter kaiserlichen Ober- Poftdrrektwn ist am Montag, den 15. Januar, auf einer Dienst- retfe infolge eines Herzschlages plötzlich gestorben. Mit ihm ist Leben geschieden, der sich durch sein reiches Wißen, sein stets freundliches Wesen, ,eme vornehme Gesinnung und die Lauterst seines Charaklers in weiten Kreisen hoher ffl fÄ ,, ®,; rfceute und zahlreiche Freunde besaß. Geheimer Posttat Dingeldey wurde am 7. November 1856 in Friedbera sHeflen) ^eboreii. Seit 1. April 1906 gehörte der Verstorbene der kiesigen Ober-Postdrrektlon als Posttat an. Während dieser lang- hat er sich in hervorragender Weise um den Ausbau des Telegraphen- und Fernsprechnetzes im Hessenlande sehr verdient gemacht. >. r ** Hu welchem Ende führen wir den Krieg. U^ber breses Thema sprach gestern rmchmittag Reichslagsabgevrdneter Dr^Wernet öor ubertülltem öaale im „Fürstenhofe". Auf die ^^lubrungen des Redners, die von spontanen Beisallsaußerungen imrerbrochen und nnt großem Beifall ausgenommen wurden, konv- men wrr noch zuruck. Zum Schluffe wurde folgende Entschließung ernsttmmrg angenommen: Das deutsche Friedensangebot ist von den Feinden abermals mtt Spott und Hohn zurückgewiesen worden. Angesichts dieser Tatsache begrüßt eine aus Stadt und Land sehr stark besuchte Ver- sammlmrg deutscher Mäniner und Frauen mft begeisterter Zustimmung den Ms unstres Kaisers: ,^Jchr wewdckl'Stahl werden" Rttt eherner Entschloffeicheft wird das deutsche Volk einer zu stahl geworderren, auf jede Serttttuentalität verzichtenden, Reichsleitung Folge leisten, die auf nichts anderes mehr hinarbeitet als auf die Rierderwersung unserer ^ernde, unter Verbannung jedes weiteren Gedankens an erne VerstandrgtUig mit England rmd unter Freigabe der uneingeschränkten Anwendung aller unserer Kriegsmittel, ehe es zu spät ist. Geführt von stahlharten Männern, wird das deutsche Volk tteu ausharren bis zur Erringung eines Sieges, der nicht nur den flowffchen Polen ehie glücklichere Zukunft verheißt, son- dern mich den germanischen Flamen und Balten engen Anschluß an das Deutsck>e Reich, au dem deutschen Volk, Machtzuwachs im Osten und Westen, wirtschaftlichen Ausstieg und völkische Sicherung Mgeu unerwünschte Zuwanderung bringt. Kuh gestohlen. In der Nacht ziun 21. Januar 191, wlrrde m Wetzlar eine dunkelrote Kuh, Äigelsbergerrasse 7 Zentner schwer, mit der Nr. 69 auf dem nchten vinterschenvel det. Sachdienliche Msitteilungen nimmt die . (WTB. Ntchtamtlich.) Der „Reichsanzei- lvr enthalt folgende Bekanntmachungen: 1. lieber Erzeugerhöcbst- prerse beim Verkauf von Saatgut für Lupinen mrd Wicken, 2. über L^^^berung der Verordnungen betrefferch Rohtabak, 3. /üfcdf r ^Okurkundung von GebtrrlS- und Sterbefälleri Deutscher im Ans- 4. uver du- Eintragung der Legitimation unehelick>er Kinder von Kriegsteilnehmern in das Gebtlrtsregister, 5 über die Versol- Jubilar unter andereni drahtllche (Äückwünfci>e des Kaisers und Königs, der Kaiserul und des ReichsAnzlers zu. eingebrannt, entwendet. _ hiesige KrinNnalpottzei entgegen. ** Die Volksspende für die deutschen Kriegs- b Zivil getan g e n tu. DerGAmrke, die OpferfteudigkeÄ des deutschen Volkes zu einer eiühecklrchen großen Volksspende für die deutschen .Kriegs- und Zivllgefangenen zusammenzufassen hat sich als überaus fruchtbar erwiesen. Durch die Sammlungen zu- Mlnsten dieser Völksspende sind im ganzen Deuffchcn Reich mehr als 16 Millionen Mark ausgebracht worden! Fürwahr ein glänzendes Ergebnis! Bon diesem Gesamtbetrag des Sanunel- ergebnisses wurden 3 /i mit rund 12V» Millionen dem Hauptarbeits- ausschjuß der Volksspende in Berlin zur Verfügung gestellt nm diesen in die Lage zu setzen, die llnterstützmig der deutschen Kriegs- und Zivilgesmtgenen im feindlichen Ausland aus einer einheitlichen und großzügigen Grundlage in die Wege zu leiten. Das ist auch inzwischen bereits geschchen. Insbesondere sind auch schon zum vergangenen Weihnachtsfeste an die deutschen Kriegs und Zivilge- fangenen rechtzeitig reiche Gaben verschckt worden. Der nicht an den Hauptarbeitsaus schuß der Völksspende fti Berlin abgesührte Teil des Sammelergebnisses wurde den Landesveoernen vom Roten Kreuz und den sonstigen in Betracht kommeirden örtlichen Stellen zur eigenen imd unmittelbaren Verwendung überlassen. In Hessen hat die Sammlung zugmisten der Völksspende, wie bekannt, im Monat Juli 1916 unter dem besonderen Schutze der Grosherzogin stattgeftmden. Es gingen in .Hessen im' ganzen 277 690,23 Mark. ein. Ein überraschend gutes Ergebnis, nament-, lick! wenn berüchichttgt Ivird, welch große Anforderungen bisher sckvn nncrusgesetzt an die hessische Opserwilligkeit gestellt worden sind, und daß in Hessen nanientlicki erst im Oktober 1915 zugunsten der deutschen Kriegsgefangenen eine Sammlung mit einem Ergebnis von 148 506,57 Röork stattgefurrden hatte. Nach Abzug entstandener Msgaben verblieb ein Reinerttag von 274 950,67 Mark. Von dieser Summe sind ^ auf Grund eines getroffenen Abkommens */.i = .206 213 Mar? an den Hauptarbeftsaussch>uß der ,,Völksspende für die deutsch.en Kriegs- und Zivilgefangenen" in Berlin abgeliefert ivorden, während der verbliebene Restbetrag von 68 737,67 Mark an die im Gvvßherzogtuni bestel-enden sieben Bezirksausschüsse ftir vermißte und kriegsgesangenc Deutsche zur eigenen und unmittelbaren Verwendung für Unterstützungszwecke verteilt worden sind. Hiernach, kann auch die Hessische Beööllerung sich rühmen, durch ihre nie erlahmende Opferfreudige kerk «HMich. zu der Muhen Und ^bfen oaajr Deigerragen zu habert. ^zeder em-Äne möge den Tank für seine Gabe in dem Bewußtsein ffnden, auch zu seinem Teilr und nach seinen Kräften zur Er- leirMMNg des Loses ucherer deutschen Brüder in der Gefangene ickaft beigettageu zu haben. ** Abgabe von Saa t ka rto sfeln. Um seststellen Unnm,M Menge Saatkartoffeln die Stadt Gießen für das *2km?3 7 wllen air hieftgcn L-andwirte, Gartenbesitzer MW W Mfax von Ländereien ihren Bedarf »oätesten? bis -um Mittwoch, den 24. d. Mts. schriftlich deni statischen Tiefbauamt, Asterweg Nr. 9, mitteilcn. r - 2\ ^>**1 Graupen beitnnmt sind. Die Reichsfutler:mttelstelle ist beauftragt, worden, die Anordnung praktisch dnrchzuführen. Es sollen auch die pandwltte berücksichtigt werden, die vor der durch die Verordnung vom l4. Dezember ausgesprochenen Beschlagnahme Acker- voynen an die Beziigsvereinigung der deutschen Landwirte den -»estimmungen der Verordnung über Futtermittel vorn 5. Okt. 1916 entsprechend verkauft haben. Das Vorzugsrecht gilt nur für abgelieferte Ackerbohnen, nicht auch für abqelieferte Peluschken. Landkreis Gießen. ü. A II er* shausen, 22. Jari. An schwerer Krankheit starb m einem Feldlazarett Landfturmmann Karl K ö r b ä ch e r. ... £’ ^ r *} § . 0, 0. ^11.30». Das allgemeine Ebrenzeichen wr Verdienste ini Kriege am Kriegsbande erhielt vom Großherzog Wehrmann Konrad Zecher von hier, z. Zt. bei der Res.« Fuhrparkkolonne Nr. 58 der 21. Reservedivision itn Westen. Wieseck, 22. Jan. Dem Kanonier Otto B i e r a u wurde, nachdem er am 10. Marz 1916 bei Verdun verwundet und nach [ seiner Genesung auf dem östlichen Kriegsschauplätze kämpfte, das- > Eiserne Kreuz verliehen. Ä Kreis Alsfeld. 0 ® 1 \ * r 9' 21. Jan. Oberlehrer W. S ch w e i k e r. zurzeit Offizier-Stellvertreter bei einer Funkerstation im Westen, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Kreis Lauterbach. . Bernshaufen, 22. Jan. Auf traurige Weise mußte unser laugiahriger Bürgermeister R i tz sein Leben einbüßen. Beim -angholzfahren verunqllickte er infolge der schwierigen Schnee- Verhältnisse im Walde und wurde deratt verletzt, daß er nach kurzer Zeit starb. Die Teilnahme der hiesigen Bevölkerung« dem Unglück ist sehr groß. ti. Ober-Moos, 22. Jan. Unserein Polizeidiener Peter ö ' ?er als Landrvehrmann im Felde steht, wurde die ! Hessische Tapfertettsmedaille verliehe,i. . Kreis Schotten. n. Bur kh ard s, 21. Jan. Die zur O stp r e u ß e nh il se hier veranstaltete S a m m lung ergab den Betrag von 190 Mk. Nachbarorte K a n l st o s wirrden für den gleichen Jweck 62,50 M aufgebracht. O Glashütten, 22. Jan. Für die Hessische Ost- ^ Z i? U lv C n * < ’ e l an ^ öoc Einigen Tagen eine Haussammlung statt. Dank der rührigen Tätigkeit des Herrn Lehrers Weber, böerung dieser Sache sehr angelegen sein ließ, konnten I“w t 5 i>et1 guten Zweck an die Hauptsammelstelle in Darm-^ stcrot abgeltefert werden. „ r n - H K ckersd 0 rf, 21. Jan. Zum Stellvertreter des hiesigen Beigeordneten wurde Johannes Weber für unsere Gemeinde verpflichtet. u. Mich el b a ch 19. Jan. Tie Hess. Tapserkeitsmedaille wurde dem Grenadier Karl MatteS verliehen. — Gefreiter Otto L'^^^Ewehrführer in der Masch.-Gew.-Kompagnie Ins.- Regt. ^53, erhielt an Weihnachten das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. s. n 'i. U 1 r « e * ,l ' 21 * ^ on * Der Eiserne türkische Halbmond wurde dem Kraftfahrer Karl Li pp von Tjemal Pascha verliehen. Kreis Wetzlar. ... r-. Blasbach, 22. Jan. Am 25. August 1712 - so kundets die Chronik und die Inschrift auf dem starken Träger, ballen der Kirche ward der Bau gerichtet, im November des- selben Jahres die Kirchweih gehalten. Doch fehlte das völleae Dach nebst Turm. Erst fünf Jahre später konnte durch die Gunst des Grafen Friedrich Wilhelm zu Solms und seiner Gemahlin, einer geborenen Gräfin Jsenbnrq-Büdingen, beides gebaut werden. Em Jahr danach, 4717, wurde auch die aus der alten umgegossene neue Glocke zur Höhe hipausgewunden und unter teierlichew Gottesdienst emgelautet. Öeffen-Nafslm. ra. H olzh a us ewbei Gladenbach, 22. Jan. In den hiesigen Gemeindeakten findet sich eine ausführliche Kriegskostenrechnuna verzeichnet. Holzhausen hatte vom 2. Mai 1797 bis 14. Februar 1798 Einquartierung von vier französischen Regimentern, die eim Kostenrechnung von 7774 Gulden. 1 Albus 4 Heller verursachten s. rr^ a U e J' 22' Jau. Im nahen Holzhausen a. W. trug sich der seltene ^all zu, daß ein Vater sein achtzehntes Kind zu Grabe brachte. Es ist dies der Weichensteller W. Kleinschmidt, dem bis- 20 Kinder geboren sind, von denen 18 fast alle im jugendlichsten Alter starben. * arburg, 22. Jan. Seit vielen Jahren sind keine ick gfnmlhgeit »dp«motten nieb.-rnegcatgen, »nie in den Wen Soffen Lrelsoch miissen ganze Gemeiiüxrn zmn Schneeschinv«! Müsriicken, damit der Lkr"ke^ anirecht crtzalten Iverden kann der duÄi du- Lerwchimg aut den hachigclegenen Landswaßen besonders geiübrdet i„. Ruf dem .»-^grn Liochemnarli sehtten desüald die ^rdwauen, die sich sonst immer zahlreich rinthrQen M ganälttfr. — Um die »erterlnng der ^oloniaDvaren, soweit es sich nm von der Stadt bezogene Lebensmittel, wie Grieß, Grmwen. Teigwaren. S«»er. Zucker. Marmelade uft». handelt, in gerecht«- Bahnen zu tzrkcn hat dw Edt jetzt soq. Kundenli ste n ech- » eM rti r.# 11 * t>en »ertmeh D Anwesend w«ren die- Beigeordneten Emmelius ,,„s- GrUn ewa ld und die Stadtverordneten - Ebel, Eichene,, ^ Zaber. Helsrich, Heichelheim, Huhn ^"'> Vetters', @imo » Urst-d1°^ t.e.°tk E?ch e n aue? u^°H u"h7^'" b '' Stadtveroch.. Zu Begum der Versammluna teilte der m elfter das Antzvorttelegramm des Kaisers on Mit, das >ifir an der Spitze^ des lvkaftn Tell5 1 ^eße^ 2“ ^lelung des TelLmms'LL gegengknvmmen. i*«u>»gein Jöciföll enf-' Ferner teilte der OLierbdirrgermeister den Dank der Beamten und Lehrerschaft der Stadt Gießen für die ihnen gewährte Teuerungszulage mit. Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf die Annahme von Stiftungen. Wie der Oberbtz'rrgermeister mitteilte, ist die Albert und Bella Heichelheim-Stiftung um 6000 Mk. auf 10000 Mk. und die Theodor S chwi od er-S tif tu n g um 2000 Mk. auf 3000 Mk. erhöht worben. Für diese hochherzigen Stiftungen sprach die Stadtverordnetenversammlung ihren besonderen Dank aus. Die Rechnungsablage Er die Einnahmen und Ausgaben des Realgymnasiums und der O b e r r e a l s ch u l c im Rechnungsjahr 1915 ergab für die Realschule in Einnahmen und Ausgaben 93 716,79 Mk., fiir die Oberrealschule in Einnahmen .137 737,15 Mk. in Ausgaben 136 209,79 Mk. und der Rest 1527,36 Mark liquidierter Ausstände. Zur Erweiterung desFriedhofs am Rodtberg verlangte die Baudeputation für Einfriedigungen und Baugeländes in Mtcilung 3 einen Kredit von 8000 Mk., der ohne Debatte bewilligt wurde. Einen wichtigen Punkt der Tagesordnung bildete die F c st- s q tz u n g des Gas Preises. Die Betriebsdeputation schlug vor, in Anbetracht der Erhöhung der Kohlenpreise irnd der sonstige Gestehungskosten ab 1. Februar den Preis des Beleuchtungs-, Koch- und Heizgases, der bis jetzt 17 Pfg. betrug, um 1 Pfennig für den Kubikmeter zu erhöhen. Motoren- und Automatengas wird hiervon nicht berührt. Aus dem gleichen Grunde soll der Preis für elektrische Energie für Beleuchtungszwecke im Stadtgebiete um 3 Pfennige auf 48 Pfg. erhöht werden. Deut Antrag wurde stattgegebeu, majs das Güte hat, daß diese an uudi für sich betrübliche Mehrbelastung mehr wie jede andere Mahnung dazu beitragen wird, den Verbrauch an Gas und Elektrizität wesentlich einzuschränken. Als letzter Punkt der öffentlichen Sitzung stand die Benennung der Häuser Sel terswe g 81?/io bis 81 5 /io in Frage. Die Häuser, die mit ihrer Front der Südanlage znliegen, waren, um einer Spekulationssucht vorzubeugen, bisher als Hinterhäuser des Seltersweges betrachtet worden. Da diese Häuser aber zum Teil, wie Stadtv. Eichcnauer ausführte, von ÄerAten, Rechtsanwälten und Kaufleuten bewohnt loerden, deren Wohnung leicht aufzusinden sein muß, wurde beschlossen, diche Häuser von jetzt an Südanlage 16 a bis 18 a zu benennen. i * In der nichtöffentlichen Sitzung wurde der verdienstvolle Bei- - geordnete E mm eli us, dessen Amtszeit im Februar zu Ende geht, auf 6 Jahre znm unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Gießen nnedergewählt. , Da es sich herausgestellt hat, daß die Stadt Gießen einen besonders günstigen Aufenthalt fiir alte Ehepaare bildet — zur Goldenen Hochzeitsstiftung haben sich bereits int Januar vier Paare gemeldet, die im Jahre 1917 dieses Fest begehen — wird beschlossen, die im Jahre 1879 aus Anlaß der Goldenen Hochzeit Kaiser Wil- lülms I. von der Stadtverordnetenve.rsammOmg ausgesetzte ©tife tung um 150 Mk. jährlich zu erhöhen. vermischte«. * Berlin, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute früh fand im Feuerwerkslaboratorium Spandau eine Explosion statt. Der angerichtete Materialschaden ist nur gering, die Betriebsstörung nnbedenlend. Die Zahl der Toten beträgt leider 10, die der Verletzten 20. * Berlin, 20. Jan. (Priv.--Tel.) Das .Berliner Tageblatt^ meldet ans Wiesenlhal (Jsargebirge): Die Lehrersgattin Marie Seidel, deren Mann im Felde steht, tötete durch Oeffnen der Gashähne sich und ihre beiden vier und 13jährigen Söhne aus Furcht vor Wahnsinn. _ Letzte Nachricht«. Die neue „Möwe". Genf, 22. Jan. In französischen Marinekreisen. dauert bre Erregung über die umfaugreickie Tätigkeit des deutschen Kaperschiffes fort. Der Fachkritiker Lestouat fordert im Pariser „Journal" die Entsendung eigens ausgerüsteter Ententeschiffe, uni auf derartige feindliche Einheiten Jagd zu machen. Untergang eines englischen Transportdampfers. Haag, 22. Jan. Ans Rottcrdamcr Schiffahrtskreiscn verlautet, daß Freitag packst drahtlose Hilfssignale im Kanal aufgefangen wurden. Es liandelt sich uni einen englischen Transportdampfer, der mit 1800 Soldaten auf eine Mine gelaufen und in sinkeirdem Zustande sein soll. Der Zar ün den König von Rumänien. 'Petersburg, 22. Jan. Wie die „Nolvoje Wremja" mitteilt, ist Großfürst Giorgio Michailowitsch in besonderer Mission im Aufträge des Zaren in das rumänische Hauptquartier abgereist und hat dort dem König von Rumänien einen Brief des Z-areu überreicht. Der Inhalt dieses Briefes ist natürlich nicht bekannt. Mau vermutet aber, daß der Zur dem König von Rumänien mitgeteilt hat, daß er ihn nicht im Stiche lassen werde. Die Auflösung des rumänischen Heeres. Budapest, 22. Jan. „Birshewija Wjedomosti" berichtet über die Zurückschickung der rumänischen Truppen von der Front, daß die Rumänen in allen Dörfern, durch die sie zogen, raubten und plünderten. Sie zogen den bürgerlichen Einwolstiern die Kleider ab, tauschten sie dann gegen ihre SoLdatenkteider aus und desertierten zu .Hunderten in bürgerlichen ^kleidern. Deshalb wurden jetzt die rumänischen Soldaten hinter der Front in die russische Armee eiugereiht. Das Geschützfeuer twt Galah. Budapest, 21. Jan. „Az Est" berichtet aus Sofia- Unsere Artillerie beschießt mit großem Erfolge die aus Galatz absahrenden Eisenbahnzüge^ Zwei Eisenbalmlinien, sind vollständig unterbunden. Dem Feinde steht lediglich die Bahnlinie oon Galatz nach Birlat zur Verfügung, aber auch auf dieser Linie werden einzelne Pimkte bereits von unseren Geschossen erreicht. In gleicher Weise wird bereits ein Teil der ^ Befestigungswerke von Galatz beschossen. —, Tie Verluste der Russen in den großen Känrpfen in der Walachei und in der Tobrudscha waren außerordentlich schwer. Tie dortigen, Armeen sind erschöpft und das russische Oberkommando hat sich wieder an vre Reste der rumänischen Armee wsnven müstzn, obwohl die Rumänen noch keine Zeit zur Organisation hatten. Das Chaos in Rußland. Budapest, 22. Jau. "Az Est" berichtet, daß die Lage in Petersburg nach übereinstimmendem Urteil und den aus dort kommenden Nachrichten als ernst bezeichnet wird, indem Un- zsuriedcnheiten und kriegsferndlich^ Bewegung in stetem Anwachsen begriffen sind. Bernähe täglich finden Kundgebungen statt pnd viel hört man den Rüj: Meder mit dem Krieg! Die letzten, russischen Gefangenen, die vor kurzem aus Petersburger Spitälern wieder an die Front gekommen sind, teilen mit, daß in sämtlicher russischen Städten die Polizei verstärkt werden mußte zwecks wirksamer Unterdrückung der kriegs feindlichen Bewegung. Die Petersburger Polizisten sind sogar mit Maschinengewehren ausgerüstet und von der Froitt werden Offiziere in die größeren Städten beordert, um die Polizei in der BÄstenung der Riaschinengewehre wurden in Häusern der belebtesten Straßen mrtergebracht, damit die Demonstrationen wirksam beschossen werden ÜMuen. Der Zivildienft in Frankreich. Bern, 21. Jau. Wie das „Journal" meldet, soll Thomas, der als Vorkämpfer der Einführung der Zivildienstpflicht in Frank reich gilt, beabsichtigen, vorerst alle in der Kriegsindustrie Beschäftigten in den Staatsdienst einzustellen. Den Mitgli^ern des Kammerausschnsses für öffentlich-: Arbeiten hat Thomas bei Be sprechung der Frage deise seine Absicht nicht verl-eimlickt. Italiens Friedensanleihc. Basel, 22. Jan. „Corriere della Sera" meldet, daß im nächsten März eine neue große .Kriegsanleihe begeben wude. die imter dem Namen „Fricdensanleihe" lanciert werden soll. 21 us Griechenland. London, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen -Bureaus. Wie man >hört, zeigen Athener Telegramme, daß! die Gesandten der Miierten mit der Haltung der griechischen Regierung .hinsichtlich der Durchführung der von den Alliierten verlangten Maßregeln durchaus zufrieden sind. Dü' Enthaftung der gefangenen Beniselisten hat begonnen. Biele sind bereits nach Hause zurückgekehrt. Es ist bemerkenswert, daß den Hervorragenderen unter ihnen bei der Entlassung.große Höflichkeiten bewiesen wurden. Außerdem geht die Bewegung der' griechische Truppen gemäß den Forderungen der ANiierten ununterbrochen weiter. Wenn die Haltung der griechischen Regierung bleibt, wie sie geht ist, nnd ie dem Rest ihrer Verpflsichlfirngen loyal nach kommt, kann, wie man äußern 'hört, tatsächlich für nichts anderes, als Genugtuung Raum sein, und die baldige Rückkehr zu normalen Beziehtmgen mit den Ententemächlten erhofft loerden. Die Goldankausftelle in öen Bäumen der Besirfsfparfoffc Gießen ist morgen von 2 dir 4 Uhr geöffnet. -~~r n~Trni u rnTirniT Trrn inw i ri ni— »m ii «■ ■■■m—llini—j—-1—LHUMin I Freunden, Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Schwiegersohn, der Gefreite Philipp Petri infolge seines während 22monatiger Pflichterfüllung im Felde sich zugezogenen Herzleidens heute morgen 7 Uhr im 34. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; I31isabetfie Petri, geb. Stumpf. Reiskirchen, den 20. Januar 1917. 00447 Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Jan., nachm. 3^2 Uhr, statt. Heute vormittag verschied nach langem Leiden meine unvergessliche Gattin, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin und Nichte Frau Helene Güngerich im 46. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Jul. Güngerich und Mohne: Paul Güngerich, z.Zt.im Felde Jnlins Güngerich. Giessen (Hbelstrasse 7), 20 . Januar 1917. s 0451 Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 24. ds. Mts., nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhofe. Gestern abend 6 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Margarethe Kröck Wwe. geb. Gorr im 73. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jak. Kröck II. nnd Familie. Heuchelheim, den 21. Januar 1917. 672 Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Wilhelmstr. 19 aus statt. - Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Gattin, unsere liebe Pflegemutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabete Feisel geborene Adolf nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 63 Jahren zu snch zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Feisel. Klein-Linden, 22. Januar 1917. ßfö Die Beerdigung findet am Dienstag, den 23. Januar, nachmittags 2 , ' < Uhr statt. Samstag abend 11 Uhr entschlief nach kurzem schweren Krankenlager unsere liebe Mutter aus Nieder-Erlenbach chlagansalleß im Alter infolge eines 78 Jahren. Dieses zeigt betrübt an von Familie Hermann Pfeffer Familie Philipp Pfeffer Familie Heinrich Dofch. Gießen (Crednerstrahe 12), Sulzbach bei Höchst, Darmstadt, den 22. Januar 1917. Die Beerdigttng findet in Gießen am Dienstag, den 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. (0455 Die Treue steht zuerst, zuletzt Im Himmel und auf Erden, Wer ganz die Seele drein gesetzt. Dem wird die Krone werden. Auf Wiedersehn! sprachst du und zogst hinaus, Zu schützen unser Vaterland und Hans. Aus Wiedersehn! schriebst du in jedem Brief voll Freud', Nun hat die Freude sich gekehrt für uns in tiefstes Leid. Auf Wiedersehn! so rufen wir dir zu in lichten Höhen, Und tragen still den «schmerz, denn Gottes Wille ist geschehen. Nach achtzehnmonatiger treuer Pflichten süllung starb am 20. Januar zu Gießen im Lazarett unser lieber, guter, unvergeßlicher Sohn. Bruder, Schwager, Pate und Nesse Musketier Karl Schmidt 18. Infanterie Regiment Nr. 168, 5. Kompagnie in, 22. Lebensjahr. Er war auf Weihnachten in Urlaub zu Hause, woselbst er erkrankte, und ist seiner Krankheit erlegen. Er war Besitzer der hessischen Tapferkeitsmedaille. 664 In tiefem Sckmerz: Familie Johannes Schmidt Ww. Familie Karl Wcntzcl nebst allen Angehörigen. Lang-Göns am 20. Januar 1917. Die Beerdigung findet am 23. Januar 1917. nachmittags um 3'/. Uhr in Lang-Göns unter militärischen Ehren statt. zu kaufen gesucht. «r&B üülSIJ&BCr ».R.Lange,Nahrungsberg8 29j üfanoa Bäue 2 ist eine 5-Zimmcr Wohnung mit gr. Vorplatz zu vermieten. 'Näheres Gesellschaftsverein, Sonnenstraße 19. Wilsonstraße 4 eine 3-Zimmer Wohnung zu vermieten. Näheres bei E. 12. Müller, Schiller- strande 26. [651 3 Zknraer pari, für Bureau geeignet, z. 1. Avril z. ver- mieten. Babnbofstr. 46. P 03 Kl. Maas.-Wohn. z. 1. März z. verm. Allceslrafie 26. 100343 Wärter gesucht. Klinik I. Hanlkranke. Sauberer Junge zum Austragen gesucht. 1661 SelterSlveg 23 (Laden). Tuche Laussran für je 2 Stunden an 3 Tagen der Woche. Livkiyslr. 48. | OTa Ein der Schule entlassenes, braves, zuverläss. Mädchen zur Beaufsichtigung eines 2'/2 jährigen Jungens für die Nachmittagsftlinden V 2 I bis 8 Uhr auf längere Zeit gegen Vergütung gesucht. Zu erfragen [00411 Pension Minerva, Wetzlarer Weg. 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