Nr. XI Der G Lebe«er *»**€€? erjdjnnt tägtich, außer Sonntags. - Beilagen: Gtetze»er LamillenbiLtter Kreisbictt fir len Kreis Gtetzeu. Vez»-rpreir: nuonatl. 90 IM., viertel- i&bd. Mk. 2.65: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl 80 M.: durch die Post Mk. L45 oiertel- jührll ausschl. Bestellg. Aernsprech - Anschlüsie: für die Schrill! eitung 112 Verlag.Heschällsstellebl Anschrill für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehe«. €rfte$ Blatt 167 . Jahrgang EichenerA Lamrtag. 20 . Januar 1917 Vltis, Ln-ergerr-. t ch 20 W.. Der- General-Anzeiger für Oberheffen »illmgrninü-nlck n, Verlag: Srühpsche Unw.-Sach- u. Steiadn-Äerei 8. Lange. Zchrittleitung. SeschSstrftelle PoMcheMolltv: Frankfurt,.M.Nö86 in>u Lnzeß-e» die Tagesnurnmer dis f.urnNachmittag vorher, oeitenpreir. f. Anz ö r t l mietunyen u- Stell enqe- »uchelbDst auLwärrS 25 Pi, b. Plakwoffchrfft 30 N, Neklarnen 75 9K bet Platzvoffchrill 90 Pf. Haupts chrillleüer: Aug. G o e tz. Verantwortlich für Politik u, Feuilleton: Seirtoertebr: Aag. Goetz. Stadt «ufe «ewerdedSa.«e- rrchts'aal: r yr. R. gen** «l-vrackerei- Schnlftr. 7. Ein großer deutscher Kapererfolg im atlantischen Ozean. (WTB.) Großes Haupt quartier, 19. Jau. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Unsere Patrouillen führten an mehreren Stellen erfolgreiche Ullteruehmnugeu durch. Oestlich er Kriegsschauplatz. Front des Geueral-Feld- marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die in de« letzten Tagen regere Gefechtstätigkeit stante wieder ab. Front des Generaloberst Erzherzog Joses. Nördlich des Sufita-Tales in der Gegend von Marasti scheiterten gegen unsere Höhen- ftellnngen unternommenen An griffe unter schweren Verlusten für den Feind. Heeresgruppe deSGeneralseldmarschalls von Mackensen. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Der Vorstoß einer englischen Kompagnie gegen Seres wurde leicht abgewiesen. Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorfs. Ein iwrcmer, leuchtender Sonwen strahl bricht durchs Gewölk der jetzt üblichen Kriegs- und Friedensunte-rhaltun- f en, und wir sind wieder auf eine deutsche Tat getroffen, ie den freudchen Mut in deutscher! Herzen kräftiger schürt als viele Zeitungsartikel und ParlamentSvedner es vermochten. Im Atlantischen Lzsan schwimmt eine neue deutsche „Mvve" und die Kunde von ihr Qirrgt uns als ein großes KriegsereigniS an. Denn von diesem geheimnisvollen Schiff berichteten unsere Feinde, die Engländer, selber, und jene Meldung der britischen Admiralität, die wir in unserer DorrnerStags-Mummer Wiedergaben und die von überfälliger!, versenkter! und beschlagnahmten Schiffen sprach, hat durch die ergänzenden deutschen Nachrichten plötzlich Farbe, Fleisch und Blut, bekommen. Wenn einer der Londoner Admirale den englischen amtlichen Bericht mündlich zu erstatten gehabt hätte, so hätte er ihn wohl mit zitternder Stimme und einer Armensündermiene vorgebracht. Denn das Register der verlorenen Schiffe'ist groß, und die trockene Schilderung, wie der javaniscl-e Dampfer „Hudson .vxpp" iw schpnen Pernambuco mit einen! beträchtlichen Häufchen Elend als Zeuge einer ausgiebig rupfenden Kaperei angelangt fei, hat Eindruck gemacht, auch wenn sie möglichst klanglos und monoton vorgetragen wurde. Daß aus dem großen, heißgierigen und schnaubenden Munde Al- bions ein so melancholisches Liedlein gesungen werden mußte.' Das in der britischen Meldung erwähnte Prisenschiff, „Yarrowdale" mit Namen, von dem die englischen Seeftchrer „nichts Wheres" mehr wußten, ist mittlerweile in Swineminrde angekommen und hat etwas Leben in die englischen Zeugnisse gebracht. Unsere deutsche Marineleitung hat uns mit ihren Meldungen schon recht häufig Helle Freude gemacht, und die Zahlen unseres U-Bootkrieges haben die besten Hoffnungen aufgerichtet. Aber schon lange nicht mehr sind wir nnt so freundlichen Grüßen bedacht worden nne in der heurigen amtlichen Meldung. „Yarrowdcrle" hatte die Besatzungen von sieben englischen Schiffen, auch von einem norwegischen, an Bord, und die stbrige erbeutete Ladung wird auch dein trübsten Melancholiker Spaß machen Ist dock) nicht nur von Waffen und Lastautomobilen, vonStachel- draht und Geivehrpatronen, sondern sogar von Fleisch, Speck und Wurst die Rede! Wo waren die englischen Wachtschisfe^ Wo rst denn eure englische Seeherrschaft?, so fragt die Welt nirn nt London an, nicht mit großspurigen Noten, sondern mrt dämmernder Erkenntnis oder Gewißheit, wre die Dinge in Wabrhett stehen. Die Heldenfahrt der „Möve" ist wiederholt. und che Leistung oer„Appam" ist überholt, denn dem Prrsenschtff ist es gelungen, durch den ganzen atlantischen Ozean bis in den Ostseehafen zu fahren! Der brave Führer, der schon audere Glanztaten verrichte^ und zu den Helden der „Möve" gehört hat, ist schnell vom -Lbermatrojen zum Leutnant befördert worden. Tie deutsche -.Wachmannschaft von 16 Personen hat sich mit der Ge- wngenengrupve von 469 Mann, die frei auf dem Sch!sfe herumgehen dursten, ganz gut vertragen! Besonderen Ein- druck aber wird in unserer amtlichen Meldung die Erklärung machen, daß auch neutrale Staatsangehörige, die auf den Df »a mie te n feindlichen Dampfern Heuer genommen patten, in Getangenichaft überführt worben finb. Ob wir fcaraus wieder eine Auseinandersetzung mit Herrn Wilson zu erwarten haben? tcr österreichisch-ungarische Tagesbericht. neriJ&ÜJ!.' Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauwart. 19. Januar 19 17 . Oeftlicher Kriegsschauplatz. Der Feind richtete gestern nachmittag heftige Angriffe gegen unsere Stellungen zwischen dem S u s i t a - und C a - sln-Tal die in unserem Feuer restlos scheiterten. Wolhynien hat die Grstchrstütigteit nnÄter ab- genommen Italienischer Kriegsschauplatz. Im nördlichen Abschnitt der Karstfront brachten un- von gelungener. Unternehmungen gegen die fenwltchen Vorstellungen vier Offiziere, 120 Mann als Gefangene und ein Maschinengewehr ein. SüdöstlicherKriegSschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarichalleutnant. lWTB. Nichtamtlich. Meldung 7vn Towningstveet wurde beute Tie Rekrutierung in England London, 19. Jan. des Reuterschen Bureaus morgen unter dem Vorsitz von Lloyd (George eine wichtige Konferenz abgehalten, in der über die Verteilung des vorhandenen Männermateria ls beratet! wurde. Berlin, 20. Jan In Westfolk (England beschloß die Landwirtschaft, die Arbeit einzustellen wenn die Einziehungen zum Militärdienst weiter anhalten sollten. Bon einer Produktionssteigeruna könne um so weniger die Rede sein, als der Ackerbaumimster den Bauern völlig unbrauchbare Ersatzarbeitskräfte überwies. Zwang bei der englischen Kriegsanleihe. Haag, 19. Jan. Tie englische Regierung wird, wie eine amtliche Mitteilung besagt, zur Enteignung eine-' Teils der verfügbaren (tzldvorräte schreiten. Ein jeder Besitzer von Geldvorräten, einerlei welcher Art und wie groß der Vorrat ist, rnuß sofort der Regierung darüber Angaben machen. (Frkf. Zrg.) Rotterdam, 19. Jan. lWTB. Nichtamtlich.- Ter „Nieuwe Rotterdamfche Courant meldet aus London: Bonar Law hat gestern ^bend in einer Rede in Glasgon? mit Zwangsmaßreaeln gedroht, falls die Kriegsanleihe mißglücken sollte * Ter Austausch der Internierten über 45 Fahre. Haag, 19. Jan. (Zf.- Nach englischen Blättern ist zwischen England und Deutschland ein Ueberein tonrmen getroffen worben, wonach alle internierten Bürger über 45 Jahre ausgeMscht werden. In England br- iinden sich etwa 4000 solcher Bürger über 45 Jahre und in den Ueberseekolonien JOpO; in Deutschland beträgt die Anzahl internierter englischer Bürger über 45 Jahre etwa 700. , m Eine indische Kriegsanleihe. London, 19. J WTB. N jch l tMntti ch.^ Bei der vorgestriger m der !ranzöfischen Kammer datre die io zuUtMIche Gruppe, allerdings nur urrl geringer Moehrhen der ^nttag Goude am Inrerpellatton der Regierung über die Not- an Wckwn abgetebm ^c' nn u«st r hat noch Äwner Aättermel chmgcn bn A bgeordnete Tresconmne. der zur iozialifnichen Mim der.-m gehört, mn.40 ?erner Amrsgenosien. darunter sogar erwe? Angehörigen der Mehrbeü. beichll>ssen. heute am dem Wege bei ^merpellatipn von der Rogrerung Erklärungen über sie Note er Wrnon zu vergangen * * * Eine neue MiuifterkrUe in «vßlauo. . London. 19. Ion. (WTB. Nichtamtlich., Der JZmtg yirojge meldet die Petersburger .Zeitut« ,£öetfdf', das ber Winiftev des Aeußern Pekrowsky zwei Mo- nate Kranken Urlaub erhalten hat urrd daß der .Handelsmtnrster Prinz Tschaechorskoy einen gleichen IMaul erhalten soll. Die Eröffnung der rusftschen Tuma verschoben. Petersburg, 19. Jan. (WTB- Meldung der Peters- ^ger Telegraphen-Agentur Durch kaiserlichen Ukas wird dre Wredereroffnuna der Reichsdunra und des Reichsrates von: Januar aus den 27. Februar verschoben. Auf Grund dryer Maßnahme wird von zuständiger Seile angegeben. t*!B die Aenderungen in der Reg!erung reichllchere >ft Gr dreie zur Behandlung und Durchsicht der vielen üSi dem VQTQeTgefyenben Kabinett hinterlaffenen, sofortiger Lösuno bedürftigen Fragen notig machen. 9 * * Ter Kampf in Lftafrika. ^ ait ‘ EbTB. Nichtamtlich., Der Korresponr^nr o.s Reutenchen Bureaus bei den britischen Truppen nt Ost- t ^ r }<} G ^blbet, daß General Beves am 2. Januar wm Kwa- ht) m tÄot» rn id^iirri den Rusidscht zu überschreiten. In V' t Btmu teil legte er zehn Merlen m südlicher Richtung zurück. Mittag- ^ ^nerol Sautz. „Der Fernd Nch^aus BelMbuL zurückgezogen, thr habt teilte Zeit zu verlieren " ltn ? fc Lf T ^ s iüeg«che Kolonne gebildet, die nachmittaas ^ legte in unwirrfamem C*k> embe erneuert von .41 Merlen nt 22 Stunden zurück Am ^ ****** ne den Fluß, der v,er 200 breu ch. Lowohl die Leute sehr ermüdet waren, wur^e alles' vv^- UM das gegenüberliegende Hier unter F^'.r -.u neunten Widerstand geteilter werden sollte Das Ueb?-schveiter ves ^r>lgrerch durchgesühn und ein Br'ickmtev: ^ ^'-" : ’? niKrr na ^ in Beves den Kcmun mit dem Feinde 0671 ^lußübergang zu verhindern. Vier 2dettze wuwen gerangen genommen und eine Menge lÄmsmnrel erbeutet. xxs6 alles erleichtert den Druck aui die Truw^i ^heppmd mb ermigltffir es ihm. auf bem Ae? ?WV> ru affen Er zwang den Feind, nach Süden zuruckzugehen 9 * 9 Beschränkung der Einfuhr in Lesterreich-Ungarn. ^,,.^uksurt a. M 19 Jan. /WTB. Zufolge einer kürzlich ,.a ^M^rung der overreichschen und der ungarrichen Re l t ^r- ^ r x n T u hr einer Reihe von entbehrlub n >^ r ü l ' wung, und zwar u. a. aui Schaumwentc. Austern Hummern l>X' tl un '^lbwaren aus (Sbdnmcün, Silber-' korallen- und Granatwaren, ungesaßu und Halbedelitetne, goldene oder vergoldete sonne »tlberne ater Aruiauitären usw. Für Ueberitedelunas ^brchaNS- und Retseen'ekten. oie nach Uner Be' chatilnheit unter dieies^Elnmhrverbot fallen, kann die md iedoch von der Behandlung für verbot^irem s 1 j »v nteften Sämruckgegenstände, die mit Achten '.innen ausgeitattet und, einschtteßlich derlei Oken ,0kf,e J^f n,räl $l bürfen baust nicht !iach^,ch^^^''^' nwebmd* u>erd^. wenn sie vom Rei.>,tdnst«^’uS* werden. Ten nach Oesterreich-Ungarn Reisenden eigenen Interesse dringendst nähr gelegt n^nr inirfjwu!? ^ itanbt zu reisen und zur Vermeidung SÄ ? Der Zerleg. Der erfolgreiche deutsche Kreuzer im atlantischen Ozean. Berlin, 19. Jwr. (WTB. Anrllichj.) Mr 31. Dezember 1916 ist der englische Dampfer „Parrowdale" (4600 BrMwroMcrtmrnen) als Prise in den $><1 fen von orotue^ nründe eingebrachi't worden. Der Dampfte l-atte ein deutsches Prisenkommando in Stärke von 16 Mann und 4 69 Gefangene, nämlich die Besatznn «ren von ein-enr norwegischen und sieben eng lischerr Schiffen an Bord, die von einem unserer Hilft krenzer im Atlantische Ozean aufgebracht lvorden warcür. Tie Ladung der Mrsgebrachcheir.Schiffe bestand vorNTvegiend in Krie^-- tru^erias, das von Amerika kam und für unsere Feinde besli.in.mt )vat und aus Lebensnritteln, darunter 1>000 Tonnen Weizen und 2000 Tonnen MM, ferner 1900 Pferden. Der eingebrachte Dampfer ^,f)arrvwdalc" hatte 117 Lastcruto mobile nnd ein Per- ^•ticiurulouTiebil, 6300 Listen Gelvcklirpcttrvnen, 30 000 ^Rollert Stachel draiht und 3000 Tonnen Stahl in Knüppeln, außerdem viel Fleisch, Speck und Wurst an Bord. Von den tcrfanfltm Dampfern waren frcci englische unlxivaffnet. Unter den Besatzungen der aufgebrach.ten Scküffe befiirden sich insgesamt 103 lAngchörige neutraler Staaten, die ebeirso, wie die feindlichen 'Lckaalsangehörigen in Kriegsgeflangenfchgft abgeftihrt worden sind, soweit sie ans den bewaffneten feindlichen Dampfern Heuer genommen litten. Ter Führer des Vrisen.kommandoo war Offiziers^ ÜeUvertreter Badenntz. Tie Einbringlnim der Prise „Mrröwdale" tvurde biÄ^er aus militärischen Gründen geheim gehalten. Diese sind, nachdem die Erklärung der britischem Admiralität vom 17. Iamrar 1917 erschienen ist, fortgesallen. Bemerkenswert ist, dag die englische Admiralität sich erst dann entschloß, die bereits längere Zeit zurückliegenden Verluste dein englischen Publikum beTamitzu-geben, als diese durch das Einlauftn der japanischen Prise „Dudfon Marik^ in einen brasilianischen Hafen cnrtf> dem neutralen Ausland bekannt geworden waren. Berlin, 19. Jan. (Priv.-Tel.) OffizierstellVertreter Badewitz, welcher den Dampfer „Yarrowdale" nach Swine- münde einbrachte, war, als er den Dampfer in Swinemünde ein- bvachte, noch Obermatrose, nnd ist in dieser Stellung zum Offiziershellvertreter ernannt worden. Bereits am 6. Januar wurde er zum Bootsrnannsmaat befördert, am nächsteir Tage zum Ober- Üootsmannsmaat und o 1I i 3" (14 200 Tonnen) durch Torpedoschuß. Eine N-BooL»fatte. Berlin, 19. Ion. (WTB.) Am 12.Januar sichtete eines nn- jleirer Unterseeboote im englischen Kanal einen Dampfer und forderte ihn durch Signal auf, zn stoppen, und ein Boot 5ta entsenden. Es wurden deutlich die dänischen Ncntrali- itätSabzeichen, die dänische Flagge und die in großen weißen Buchstaben aüsgemaltrn Worte „Kai, D a n m a r f" erkannt. Nach geraume! Zeit .wurde an dem Bug des Dampfers ein Ruderboot sichtbar. Der Unterscebvotskommandaitt glaubte nun- «efcc, einen harmlosen dänischen Dampfer vor sich zu haben nnd n äherte sich ihm. Plötzlich ließ der nur noch einige hundert Meter entfernte Dampfer seine Maskierung fallen. Du Planken voni achteren Ruderhaus fielen ljerckb und es wurde ein Geschütz von 10 bis 15 Htm. Kaliber sichtbar, über welchem die dänische Flagge wehen bl«b. Gleichzeitig fielen aus mehreren, bis dalfin »nsichtbar gebliebenen, an der Breitseite oder vorn aufgestellten Geschützen mehrere Schüsse, die in unmittelbarer Nähe des Unterseebootes einschlugen. Es gelang diesem, durch schnelles Tauchen sich der Gefahr zu entziehen. Inzwischen wurde ein- wandftei sestgestellt, daß der tatsächlich existierende Dampfer „Kai" bis -um 13. Januar (also erneu Tag nach dem Vorfall) in dem englischen Hasen Sunderland gelegen hat. Es kann also keinem Zweifel unterliegen. daß es sich hier wieder um einen jenet schamlosen Fälle handelte, in denen englische Dampfer als U-Bvots- Dallen neutrale Farben und Flaggen in gröbster Weise mißbrauchen, nm ihre Geschütze gefahrlos auf deutsche, in Ausübung des legitimen Handelskrieges begriffene Kriegsfahrzeuge zum SckHrß zu bringen. Daß dieser Dampfer es nicht einmal für notig gehalten hat, bei Eröffnung des Feuers die dänische Flagge Lernntepxuholen, sondern unter wehender dänischer Flagge geschossen hat, setzt der ganzen verbrecherischen Hairdlungsweis« d»e Krone auf. » London, 19. Jan. (WTB.) Me britischen Dampfer Manchester" rmd ,^Fnventor" (7679 Brrrttvregister- tormen) und „Wragby?^ (3641 Brutboregistertomren) find versenkt worden. HaaP, 19. Jan. (Zf.) Die ,^imes" meldet aus New ^ork: Me Schiffsversicherungen nach Südamerika und Westindien sind tarn 2 V 2 auf 10 Proz. Mstiegen In Mariueversicherungs kreisen nimmt man jedrxh nicht au, daß die amerikanische Ausfuhr nach Großbritannien ernsthaft bedroht sei. Man glaubt, daß das neue Kaperschiff die rogelmäHigen Wege vermeiden werde. Am dem Reiche. ° ' Der vaterländische HilfSdrenft. Berlin, 19.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der vom Reichstag aus Grund des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst eingesetzte fünfzehnglicdrige Ausschuß zur Mitwirkung an der Ausführung des Gesetzes ist heute zu seiner zweiten Sitzung zusammen ge treten. Gegenstand für die Beratung war die Amoeisnng für das Verfahren bei den auf Grund des Hilfsdienst- gesetzeS gebildeten Ausschüssen. Messe Anweisung war vom Kncgs- amt und mrfrt vom BundeSral vvrgelegt, und es wurde deshalb ffmsächft über die Zuständigkeit des Ausschusses beraten. Es wurde feftgestellt, daß der Ausschuß Abänderungen an den Vorlagen vcw- Nehmen und Bescl-lüffe fassen könne, die dem .^kriegsamt zur Berücksichtigung überroiesen werden. Dass .Kriegsamt wird nicht unter allen Umständen daran gebunden fein. Die Anweisung umfaßt 41 Paragraphen. Zu diesen sind mehrere Mänderungsanträge ein-- gebracht worden. Abgelehnt lonrde die Bestimrmmg, daß der Vorsitzende auch selbst Zeugen nnd Sachverständige vernehmen kann., wurde ferner beschlössen, daß, wenn nrit.Zweidrittelmehrheit' eine Verhandlung beschlossen ist, dar Vorsitzende sie anzusctzen hat. Der Anschluß nahm auf Antrag deS Zentrums folgeiwenl neu einLusckmltenden Paragraphen an: Me Verhandlungen vor den SchKckOrmgsausschüssen und Einbernfmrgsausschüsscn sind öf- sentlickr. Der Ausschuß tarnt aus wichtigen Gründen die Oeffent- lichkeit ansfchtießen. Me Verhandlimgnt vor dem FeststeNungs- ausschuß find nicht öffentlich, jedoch kann der Vorsitzende einzeltren Personen den Zutritt zu den Verhandlungen .nstatten. Ferner ivucde ein Antrag angenommerk, daß der Schlichtimgsausschuß lauf Verlangen der militärischen Behörden festzustellen hat, welche gründe zu der Auflösung des Deschästigungsverhältnifies gcfülirt haben. Dabei kann der Vorsitzende bestimmen, daß der Wehrpflich- ltige einem anderen Betrieb überwiesen wird. Sodatm erfolgte die Annahme der Awmüfimg. Außerdem wurde ohne^ Erörterung eine Vorlage des Kriegsamks angenommen, die wesnttlich dem Schutzs der religiösen Interessen der Israeliten dienen soll. Zum Schluß der Sitzung mackste Ownevalleutnant Grüner Mitteilungen über die bisherigen Arbeiten des Kriegsamtes. K rßo gÄvttwe n. Berlin, 19. Jan. (WTB. Amtlich.) Me Wekwen, denen cknläMchj des gegewvärtiaen Krieges ein Kriegswitwen- g e l d gaoäprt worden ist, können im Falle der Wiederverherratung unter gewissen Voraussetzungen eine einmalige Abfindungssumme bis zur Höhe von 5 / e des dreifachen Betrages der KriegS- versorgung erhalten. Einträge sind an die örtlichen Fürsorgestellen oder Ortspolizeibehörde zu richten. Aus Hessen. Anfragen und ?1nträge in der Zweiten Kammer. Die Zuckerrmg der 1916er Weißweine. Der Llbg. Ko r e l l-Jngelheim hat in der Zweiten Kammer folgende Anfrage eingebrackft: Ueber die Zuckerung der 1916 er Weißweine ist in Rheirchessen Unzufriedenheit entstanden, der gegenüber ich Klarstellung für erforderlich halte. Diesem Zwecke soll meine Anftage dienen. Bon allen Beteiligten wird die Betnül-ung der Großh. Regierung um bessere Maßnal)men anerkannt. Die Anftage ist also nicht einem Mißtrauen in die Absichten der ^Koßh. Regierimg entsprungen, sondern dem Wünsche, durch eine anrtlich Aufllärnng und eine Aussprache im Landtage Klarheit sowohl über sachliche Hinderuiffe einer anderen Regelung als auch über falsche Maßnahmen der zn- standigcn Reichsstellcn zu schaffen. Ich frage: 1. wie kommt es, daß in einigen preußischen Bezirken Zucker für die Weißweine kurz nach der Lese 1916 zur Derfügimg gestellt wurde, während die hessischen Wprzer bis jetzt noch keinen Zucker erhalten l-aben? 2. »vie kommt es, daß die Hessen jetzt einen Preis von etwa 130 Mark ftir den Doppelzentner ,zahlen sollen, während die, die den Vorteil hatten, früher zuckern zu können, nur etwa 70 Mark M zahlen Chatten? 3. wie kommt es, daß für Hessen bei einer verhältnismäßig guten — was die Menge angeht — Ernte so wenig Zucker zur Verfügung steht (66 Kilogramm für 1200 Liter), so daß einer Verwertung der W'erne fich Schwierigkeiten entgegenstellen ? Dir wiltkürlich-en Wzüm für geliefertes Getreide seitens der Mühienbesitzer. ^lbg. Dorsch stellt folgende dringliche Anfrage: Ist Großh. Regierung bekannt, daß den Landwieteni in Aergernis erregender Art und Weise Llbzüge für geliefev- tes Getreide (hauptsächlich für Weizen) seitens der Mühlen gemacht werden, und was gedenkt die Regierung zum Schutz der Landwirte zu tun? Der Namenszug des II. hessischen LeMragomrregiments Nr. 24. Die Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, bei Sr. Königl. Hob. denl Großherzog dahin vorstellig zu werden, daß der N a m e n s z u g des Kaisers Nikolaus von Rußland bei dem II. hessischen Leibdragonerregiment Nr. 24 beseitigt wird, r Die Arbeiterorganisation für eine kräftige Fortführung des Krieges. Berlin, 19. Jan. (WTB. Amtlich.) Reichskanzler Tr. von ethmann Hollweg ist bas nachstehende Schreiben zuge- gangen: Berlin, den 16. Januar 1917. Euere Exzellenz haben am 12. Dezember 1916 im Deutschen Reichstage das Friedensangebot Deutschlands und seiner Verbündeten verkündet, das volle Zustimmung in den Kreisen der Arbeiter und Angestellten Teutsckf- tands gefunden hat. Das bewies die fteudige Aufnahme der Bekanntgabe des Friedensangebots in einer von 800 Vertreten! der Gewerkschaften und Angestellten-Organisationen besuchten Konferenz, dft am gleichen Tiag« in Berlin stati-fomd. Me Gegner Deutschlands l)ck!ben die dargebotene Friedenshand zurückgewiefen, auch die Friedensanreamrg des Pväsidenden Der Vereinigten Staaten von Amerika wurde von ihnen abaewiesen. In der Antwort der Gnbente auf diese Friedensnote werden Kriegsziele ausgestellt, die nur nach einer völligen M-ederwerftnrg Deutschlands und seiner Verbündeten zu erreichen sind. Ihre Erfüllung nrüßtc den wirtschaftlichen Ruin Deutschlands und die Vernichtung der Existenz vieler Hnnderttansend Arbeiter und Angestellten und deren FamAien herbeifützrcn. Die unsinnigen Forderungen der Entente können nur unter der Annahme mifgcfteTCt sein, daß die nril'itä rische und wirtschaftliche Kraft Teutfchlartds bereits gebrockstn sei. Daß die nnlitärische Kraft des deutschen Volkes nicht gebrochen ist, bedarf angesicksts der Kampfes fronten keiner Erörterung. Auch seine wirtschaftliche Kraft ist keinesfalls erschöpft. Wir verkennen nicht, daß die M>schließung> Deutschlands vom Weltmärkte und die nnznreickiende Regelung der Verteilung der in Deutschland vorhandenen Nalstnmgsnrittel weit« Schicksten der arbeitenden Bevölkerung in eine Notlage gebracht hat. Angesichts der Zukunft, die dem deutschen Volke rvach den Krieas^ielen der Entente droht, ist es dringend geboten, eine gerechte Verteilung der vorhandenen 9tahrungsmittel zu sichern. Dann wird die Not ertragen njetbcu, umso leichter, wenn das Bewußtsein vorhanden ist daß sie alle Schichten des deutschen Volkes in gleicher Weise trifft. Di« Antwort der Entente behebt jeden Zweifel darüber, daß fick DierEchbrnd in einem Verteidigungskriege befindet. In der voller Erkenntnis, daß eS sich um die Existenz unseres Landesl nnd seiner Bevölkermvg handelt, werden wir alle Kräfte des arbeitenden Volkes zur äußersten Kvaft«ntfaltung anreg^r. Am 12. Dezember 1916 ist von de:r Regierungen Deutschlands und seiner Verbündeten der Brwschlag gemacht ivorden, dem rm- igelMrren Blutvergießen durch Fniedeirsverl-andllmgen ein Ende zu bereiten. Sie haben erklärt, daß ihre eigenen Rechte nick begründeten Ansprüche in keinem Widers prmh zu den Rechten der anderen Nationen stchen. Dasein, Ehre und EntwickeLungsfreb, hüt der Völker sollen gesichert und dadrrrch die GdrrndLage ftdt einen dauernden Frieden geschaffen fverden. Di« Gegner Teutsck^ lands lehnen Frnedeusverhmrdlnn-gen auf dieser (taundlage ab. Sie zwingen die den Frieden lMrbeisehnienden Völker, die Verwüstung von Menschenleben und Kulturgütern fortzusetzen. In dieser Lage erklären wir, daß eS die heiligste Verpflichtung! für un-S ist, in verstärktem Maße unsere Kräfte in dem Kampfe Um die Existenz unseres Landes exinzusetzen. Die Genevalkommisfivn der Gewerkschaften Deutschlands, gez.: O. Legren.. Der GesaMtverbmid der Ehrifllichen Gerverkschäften. gez. : A. Stegerwald. Der Verband der deutschen G^oerkv-erci-nie (H. D.). gez.: ßftrft. Hartmtann. Tie Arbeitsgemeinschaften der taufmännisckieir Verbände, gez.: (äftesarer. Die Arbeitsgemeinschaft für ecNheitlicknes AngesttLÜerrrocht. gez.: S. Aufhäuser. Die Arbcits^ickinsthaft für die teckprffchen Verbände, gcz.: Dr. Höste. Der Reichskanzler hat hierauf geantwortet: Berlin,.18. Jan. Den Verbänden, die sich zu dem Schreiben vom 16. ds. Mts. oereiniift haben, danke ich> von Herzen für die kraftvolle Kundgebung khveS entschlossenen VcttierLändifih^r Willens. Ich, .weiß, daß in ihrem Schreiben die Gedanken von Millionen Ihrer Vollsgenossen Worte m-funden haben. Tie „Heimat", an der wir hüngerr, die Zukunft, an der wir bamm, sie wänm in Trümmer geschlagen, wenn der Feind sein Ziel erreielstc. Mit jedem Tag eirtlstMt er schamloser die Mflchwn, die auf die Vernich,tung Dentsckstmkds und seiner Bkundesgenioffen gehen. Ke i nem Eroberer aber, und mag er über alle Macht der Welt gebieten, ist eS bestimmt, das deutsche Volk in ein Sklavenjvch zu beugen. Mnig im Kampf für unsere Freiheit, die iriemals fremdes Recht mißachtet hat, haben) wir die neue Herausforderung uufgenpmnren. Daß in diesen: schweren Stampft dft deutfthe AzbeLberschaft treu und feit zum Vaterlande steht, haben S« in Ihrem Schireiben in erhebenden Morten ausgesprvch,en. Das ist vür eine feste Bürgschaft für unseren endlichen Steg, für eine Zukunft Deutschlands, in der alle sein« Söhne ihr Glück finden follerr. gez.: von Bethmann Hollwrg. Bon den gleichen Verbänden ist dajs folgende gemein* s«me Schreiben an den Chef des Kriegsamts Generalleutnant Gröner gerichtet worden: Berl in, 16. Januar. Die Antwort der Entente auf die FriedenSnote des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika stellt Kriegsziele auf, die nur nack, einer völligen Nieder^ werfung Deutsch,larrds und seiner Verbündeten erreicht werben können. Ihre Erfüllung müßte den wirtschafüichcn Ruin Deutschlands und die Vernichtung der Existenz von vielen Htmdcrl- tausend Arbeitern und AngestÄllen sowie deren Familien herbei- führen. Euere Exzellenz haben in der Konferenz der Bertraniens'keute der Gewerkschaften intt> Angestelltenverbände am 12. Dezember 1916 gesagt, daß 6er Ausgang des gegenwärtigen Krieges von der Organisation der Arbeit abhängt. Diese Ovgmrisativn soll durch, das Gesetz^ betreffend den vaterländischen Hilfsdienst herbei geführt, werden. Sie dient dem Schutz« lunserer an den Fronten kämpfenden Söhne und Brüder. In dieser Erkenntnis haben die Arbeiter- und AngestellterVvgmrifatioinen ihre tatkräftigste Mitwirkung bei der Mirchssührung des Gesetzes nicht nur zugesagt, sondern auch betätigt. Llngesichchs der rücksichtslosen Zurückveisiung des Friedensangebots Deutsckstands und seiner Verbündeten, sowie der Friadans- !m>te des Präsidenten der Bereinigten Staaten seitens der Entente fühlen wir uns verpffichchet. Euerer Exzellenz zu erklären, daß wir alles daran.setzen werden, einen vollen Erfolg des Sieges zu sichern und die Pläne der Gegner Deutschitands zn vereiteln. GeneraNeutwmt Gröner hat darauf fiLgendeS erwidert : Berlin, 17. Jan. Ihr Schreiben vom 6. Januar 1917 ist die bestje Antwort der deutschen Angestellten und Arbeiterschaft auf die schamlosen Kirndgebumgen unserer Feinde. Das deutsche Volk läßt sich nicht unterckrieigien? Der errglische Hochmut wird sich wohl oder übel davon überzeugen Gröner., Hu» Stabt ttttö Land. Dießen, 30. Januar 1917. Ein Ausruf zum Hilfsdienst. Das Stellv. Generalkornmaudo des XVIII. ArmeevorPÄ gibt bekannt, daß zum Austausch von Mrückgestellten kriegK- verweudungsfähigen Person-eu des Post- und Eisenbcchnx dieustes eine größere Anzahl Hilfsdien st pflichtiger benötigt werden. Ferner werden Hilfsdienstpflichtige gesucht zrrr Bildung von Abladekommandos, mit deren Hilfe das Entladen der Eisenbahnwagen zur Vermeidung von Verkehrs stocku.ngen beschleunigt werden soll. Auch in der Forstwirtschaft und im Fuhrgewerbe werden geeignete Arbeitskräfte dringend gesucht. Alles Nähere ergibt der Aufruf des Stellvertretenderi Generalkommandos iu den Amtsblättern des Korpsbezirkes. Jede geeignete Kraft, auch weibliche, melda sich! Wer diesen Aufrufen Folge leistet, stellt seine Dienste au Stellen zur Verfügung, wo ein dringendes Bedürfnis! für die Kriegswirtschaft herrscht, dient dem Vaterland. DaS Vaterland brauch^ in dieser Zeit, da Hohn und Uebermutj des Feindes zur Fortsetzung des Kampfes zwingt, jede Kraft. Jeder prüfe sich, ob er in dieser schweren, aber großen Stunde mit seiner ganzen Kraft dem Vaterlande diente dterrßerste Pflichterfüllung und Kraftanstrengung des auf das große Zrel gerichteten einigen Volkes wird den Frieden erzwrngen. Fleischkarteu. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung deÄ Oberbürgermeisters, wonach die Fleischmarken von der nächsten Woche ab mit den Nummern 1—10 versehen sind. Diese Neuregelung, die von Großherzoalichem Ministerium des Innern voogeschrieben worden ist, dient dazu, um eine Einheitlichkeit in der Verwertung der Fleischmarken herbei- zusühren. Es kaim künftig auf jede Fleischnvarke die zulässige Höchstmenge entnommen werden, nämlich entweder 25 Gramm Fleisch mit Knochen oder 20 Gvarnm Fleisch ohne Knochen und Dauerwurst, oder 50 Gramm Frischwurst und Wildbret. Da aber zrrmeit die zur Verfügung stehenden Fleischmengen mcht zur vollen Belieferung sämtlicher Marken ausreichen —1 es gibt ja bekanntllch nur 200 Gramm an Stelle der Höchstmenge von 250 Gramm —, kann nicht auf alle Fleischmarken Fleisch abgegeben werden. Es wirck durch Anschlag in den Metzgerläden in der bisher üblichen Werse bestimmt, cnrf welche Marken Fleisch entnommen lverden darf. Gibt es beispielsweise in der betreffenden Woche auf oen Kopf nur 200 ß-ramm, so gelten in den Metzgergeschäften nur die Marken Nr. 1—8. Gleichzeitig wird weiter bestimmt, auf welche Vtarken Wurst entnommen werden darf. Diese Regelung ist deswegen erforderlich, um eine gleichmäßige Verteilung der vorhandenen Wurstmengen durchführen zu können. Eine Aenderung gegen den bisherigen! Zustand tritt sonst nicht ein. Soweit aus einzelne Werschmarken in den Metzgern geschaften nichts entnommen werden kann, können diefe für Wild und Hühner, sowie im Mise- und Gafthausverkehv Verwendung finden. * ** Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 17. Januar den ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Landesuniversitüt Dr. Wilhelm Tren delcn- biurg zu Gießen auf sein Nachsuchcn mit Wirkung vom 1. Apftil 1917 aus dem SlaatÄ)ienste entlassen. — Dep Großherzog hat am 17. Januar den Direktor an der Ludwigs--Ol«rrealschule zu Darmstadt, Geheimen Schulrat Dr. Otw Der sch, aus sein Nachsuchen unter Anerkent- nung seiner langführigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. April 1917 an in den Ruhestand versetzt und ihm aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ~ I u n q tu e h r. Sonntag, 21. Jan. Antreten : 2 , / A Uhr. Ecke Grünberger und Licher Straße. Beide Kompagnien. "Aus d e in S t a d t t h e a t e r b u r e a u. sei ganz besonders auf die morgige Nachmittagsvorstellung hingewiesen, da sie die letzte Gelegenheit bietet, das Shakespearesche Lustspiel ..Was ihr wollt" zu sehen. Gerade diese Aufführung hat bei Publikum wie Presse lebhafteste und ungeteilte Anerkennung gefunden. — Für die morgige Abendvorstellung ist aus vielseitigen Wunsch die beliebte Gcsangsposse „Wie einst im ÜJlai* einstudiert worden. "Der GießenerKonzert-Veretn veranstaltet Sonntag, 28. Januar, abends 5 Uhr, in der Neuen Aula sein fünftes Konzert unter Mitwirkung von Adolf Busch aus Wien (Violine) und Fritz Busch, Musikdirektor aus Aachen (Klavier). Nähere« siehe Anzeige. ** Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Februar und März statt. Siebe Anzeigenteil. v+rJZi. i? ^ J Stühe ar. Im- Sk v e cku 'iw der »«rMfttorrite lStzt b%c E>i (tafelt dsitträchst Weike-Rüben ent bte EmwohnersikM zur 'Jtegube lyrmqm. Siehe »eftetmt* modflni^. . . gb/gabc -fron Schmierseife nbalt ausdnukltd. Mn Bezug von Schmierseife berechtigen, er- wlge-n. Näheres s«he BÄan.nttnack,irng. T ,0 Jl r 3 ^ Weiß-Theater gelangt von Samstag, den 30^ brS Montag, den 22. Januar, der Roman eines KrtegerS: »Der Orden, seine höchste Ehre" zur Vorführung, ein ^Umrverr, das für jedermann von Interesse sein dürfte. Außerdem sicht eur dreialtiges Lustspiel »Die Firma heiratet" mit dem be- kmu.t«n Komiker Ernst Lubitsch in der Hauptrolle auf dem Spiel- man und ein gutes Beivrogramm. Landkreis Gießen. ^ ' 2 ?* Stiefel, Sohn von Nathan ot^i« tu Brrllar, hat im Osten die Hessische Tapserkeitsmedaille erhalten. Lauter, 20. Jan. Gefreiter Richard Schäfer von hier kvurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Weihnachten erhielt er das Eiserne Kreuz. Starkenburg und Rheinhessen. Zur Bluttat in Münster. 9 10- Jlin Der Täter, der Donnerstag früh ,vi Mmchtrr du- F amilie des Arbeiters Heckwolf überftel uind ein drerpatiriges Kind Lötete und mehrere andere Personen lcbensge-- mdid) bntd) Beilhiebe verletzte, wurde in dem 50 jährigen ver- hajudtipi Former Michael Sandebeck aus Münster ermittelt, ^luroebar floh nach der Tat, wurde aber schon, in: Lause des Tages xn einer Hütte bei Altheim überrascht und verhaftet. Es handelt ruh um einen Racheakt. Der Täter hatte mit der blinden Tochter ArVmt^ Heckwolf ein „Verhältnis", dein das jetzt von ihm erschlagene Kind entsprang. Als er in einem wegen Alimentationen gegen ihn angestrengten Prozeß unterlag, reifte in ihm der Mord- plan, den er gestern ausführte. Die übrigen Familienangehörigen' der ßecttrsolfs liegen schwer darnieder. Der Mörder würbe heute uach Darmftadt Merfuhrt. Hessen-Nassau. ---- Carssel, 19. Jan. Die Stadtverordnelenver- i-ammflung büvMgte 20 3886 Mark Teuerungszu- ULgen für städtische Beamte, Lehrer und Arbeiter. — Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit bewilligte sie 2100 Mark. Die Summe soll vorerst zur Abhalttnrg von Lehrgängen über Säuglingspflege Verwendung ftndeu. — Der Na tion al sti fjtu n g> ttmrden von Kommerzienrat Beit von Speyer und Geh. Kom-- VcrAQrrat von Pa ff avant je 50000 Mark und von Oskar enheimer 25000 Mark überwiesen. Hiervon erhalten die >t Frankfurt die Hälfte, die Angehörigen der Provinz Hesserv-' und das Zentralkomitee in Berlin je ein Viertel, mr. Frankfurt a.M., 19.Jan. In hiesiger Stadt hat sich ein Ausschuß gebildet, der dem im Kriege zusammengebrochenen ..Handwerk, inÄxesonderr den Keinen Handwerkern, zum Wieder-- saufbau eine großzügige finanzielle Hilfe angedeihen lassen will. An die Spitze der Bewegung hat sich ein Ehrenpräsidium gestellt, dem der kommandierende General des 18. Armeekorps von Ri e- -del, der Polizeipräsident Rieß vom Schekurenschloß, der MberlandesgerichtsprÄsident Dr. Spahn und Frankfurts Ober- jftßrgermdfter, Dr. Voig t, angehören. Man hofft durch geeignete 'Maßnahmen das Handwerk wieder vollkommen lebensfähig zu js.Fr'vnba'usep an der Lahn, 18.Jan. Bei der Einfahrt deD HalbachtuhrMgies wurde gestern früh der mitten im Geleise stehende 17 Jahre alte Rottenarbeiter Johannes Elmshäuser von hier von einer von der anderen Seite kommenden Maschine iffierwnntt und aus der Stelle getötet. X Klein-Krotzejnburg, 19.Jan. Die Schuld an dem verhängnisvollen Bootsunglück auf dem Main zwischen Meinend Groß-Krotzenburg, bei dem bekanntlich 15 Personen ertrunken sind, ist nach dem Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung dem BootHührer Peter Kämpf zuzuschreiben, der allerdings sein Leben ebenfalls hat lassen müssen.. Mit seinem Fahrzeuge ist Kämpf nicht, wie anfangs irrtümlich angerrommen worden ist, gegen einen Baupsahl gestoßen, sondern gegen eine Böschungsmauer, die vom Hackkwasser überschwemmt war. Als langjährigein erfahrenen Boots- führ er hätte ihm das Vorhandensein der Mauer bekannt sein müssen. Io daß er an bet Unfallstelle nicht hatte übersetzen dürfen. Ferner war es unzulässig, im Nachen 27 Personen Platz zu gewähren, während die höchst zulässige Zahl von Passagieren nur mit acht zu bemessen ist. Bisher hat man von den Ertrunkenen 7 Leichen gelandet, dir in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle geborgen worden sind. js Marburg, 18.Jan. Vergangene Nacht wurde nach längerem Kranksein der Direktor des Kgl. Gymnasiums Philippinum, Professor Dr. Karl Fuhr, durch den Tod abberufen. Der Ver- blick>ene, ein geborener Bückeburger, kam am 1. Mcvi 1913 alsNaelt- solger des verstorbenen Direktors Professor Dr. Aly vom Kgl. Gymnasium in Luckau sMederlausitz) nach Marburg. Vorher wirkte er am Gymnasium in lWcTrfeld und am Kgl. Jvachimsthaler Gymnasium in Berlin. Gietzener Strafkammer. Gießen, tün 19. Januar 1917. Der in Fricdberg wohnende Weißbinder Christian B. ist an- gellagt und geständig, am Abend des 25. Oktober 1916 aus der nicht verschlossenen Hosreite des Zeichenlehrers Roth in Friedberg aus einem unverschlossenen Kasten drei Hasen im Werte von 10 Mark und ein Flanelltuch, von zirka 2 Mk. Wert, in welchem er die Hasen fortschaffte,- entwendet zu haben. Dste Häseü hat eä für 5 Mk. wieder verkauft. Der Angeklagte, welcher bereits wegen Diebstahls mehrmals vorbestraft ist, will aus Not gehandelt haben, da er zur fraglichen Zeit ivegen eines im Felde erhaltenen Lungen- schusses noch nicht voll arbeitsfähig gewesen sei und er vom Militär stur 1,50 M8. täglich erhalten habe. Das Gericht erkannte diese Angaben nicht an, billigte ihm aber mildernde Umstände zu und verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten, welche Strafe er alsbald als rechtskräftig anerkannte. Der Fürsorgezögling Hermann G. von Gudensberg, der aus ber Zwangserziehnugs-anstaLt Ringshausen entwichen ist, hot aus der Domäne Wilhelmshöhe^ aus einer Gesindestube einen Anzug entwendet. Er hat später bei einer Frau Guth in Harheim und dann bei der Dreschmaschine gearbeitet. Hierbei lernte er den ebenfalls aus der Zwangserziehungsanstalt Herborn entwichenen Zögling Karl St. von Wiesbaden und einen gewissen H. kennen. Alle drei haben bei der früheren Dienstherrin des G. zu Harheim in' der Nacht vom 25./26. November 1916 mittels Einbruchs aus dem Keller etwa 20 Pfund Solberfleisch im Werte von zirka 45 Mk. entwendet. Das Fleisch haben sie teils verzehrt, teils in Frankfurt a. M. verkauft. Ferner haben sie in Okarben einen Rock, IlPaarc Schuhe und einen Selbstbinder gestohlen. Alte drei hatten sich! falsche Namen beigelegt. G. und St. wurden in Frankfurt verhaftet und haben sich sowohl in Frankfurt als auch bei ihrer Einlieferung in das hiesige Arresthcrus unter falschen Namen in die Gefangenenbücher eintragen lassen. Hierdurch haben sie sich der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Das Gericht erkannte gegen die gestänoigen Angellagten G. und St. aus eine Gesamtstrafe von 4 bezw. 2 Monaten Gefängnis. H. konnte bis jetzt nicht ergriffen werden. NnlVe^fiEts-Ncrchvrchten. Eine Stiftung fiir die Universität Halle. Halle, 19. Jan. Zum lnmdertjäbrigen Jubiläum der Bereinigung der Universitäten Halle-Wittenberg planen führende Männer der Industrie und des Handels in der Provinz Sachsen und in Anhalt, der Universität .Halle eine Stiftung von mehreren' hunderttausend Ma'rk Für Ausgestaltung der Volks- wirtsch astlifch en Studien zu überreichen mit dem Ziel, größere Teile unseres Volkes für die Geschäfdsgebung sowie für staatliche und private Verwaltung mit tiefergehender Kenntnis oer wirtschaftlichen Entwicklungslinien und aller Wirtschaftselemente auszugeftalten. (Frkf. Ztg.) ' mr. Frankfurt a. M., 19. Jan. Als Privatdozent für Immunitätslehre hat sich vr. meä. Hans R i tz in der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert. Pandel. London, 19. Jan. (WTB.) Der Bankdiskont wurde von 6 auf 5 1 /* Prozent herabgesetzt. MrchUche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 2 0. Januar-. Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte: Sonntag, den 21. Jan., 3. Sonntag nach Erscheinung. Dorm. 6V, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte; 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärqottesdienst. Nachm. &7 f Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht. — Dienstag und Freitag abends 8 Uhr ist Kriegs- bittanpacht. — Samstag, den 27. Januar, am Geburtstage Sr. Majestät de? Kaisers, ist um 9X Uhr MilitärgotteSdienst. Diaspora-Gottesdienst am 21. Jan.: In Httngc« 9'/. Uhr. In Ltch 9'/, Uhr. letzte Nachrichten. Die HnÄenburg--Svende. Stettin, 20. Jan. Ans die Mitteilung der ponttnerschen Land^vrrtsck>aftskannner, daß der Tausendste Zentner Fett für die schwevarbeitende Rüstungsindustrie nach dem Westen gesandt worden sei, antwortete Fekdmarschall von HiirdQrburg: Hvch- erfreut durch die freundliche Aiitteilüng von dem bisherigen Ergebnis der pommerschen Febtspende für die schrverarbeitende Rü- skungsindustrie, bitte ich allen beteiligten .Kreise, c merrren herzlichsten Dank zu übernntteln Die parlamentarischen Gäste in Berlin. Berlin, 19. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Zu Ehren der hier ein- getroffenen Präsidenten der verbiindetcn ^Parlamente hatte der Präsident des Reichstages Exzellenz Dr. Kämpf an eine auserlesene Gesellschaft von inehr als 50 Personen für heute abend Einladungen zu einem Esseil ergehen lassen. Alsbald nach nach Beginn der Tafel erhob sich Exzellenz Kämpf zu einem Trink- spruch auf die Staatsoberhäupter der verbündeten Reiche. Sodann leerte Vizepräsident Geheimrat Pasche sein Glas auf die V^äsidenten der Volksvertretungen der verbündeten Mächte. Ihm erwiderte der Präsident des österreichischen Abgeordnetenhauses^ Sylvester, mit dem innigsten Dank für den herzlicher, Empfang, der den Gästen beveitet war. Der Vizepräsident des imgarischen Abgeordnetenhauses, vrnr Simonitits, folgte init einem Trinksvruch aus Kaiser Wilhelm und auf die dauernde Eintracht der verbündeten Völker. Die Tafel, nahm einen ungemein anregenden Verlaus. Die einzelnen Trinksprüche wurden von den Nationalhymnen der verbündeten Reiche begleitet. Nach Aufhebung der Tafel verblieben der Reichskanzler, Exzellenz Kämpf und die Gäste noch längere Zeit in angeregtem Gespräch. Der Zioildienft für alle Entente Länder geplant. Lugano, 20. Jan. „Corriere della Sera" meldet nach dem „Utrv Rossij", daß die Konferenz in Petersburg die Einführung des Zivildienstes in allen Ententeländern beraten habe. Englands machstnOe Errrahrungskrist Amsterdam, 20. Jan. In Westsolk (England) beschloß nach dem „Rottcrdamer Couvantt' > nachdem zahlreiche Bauern wegen Einziehung ihrer Arbeiter zum Militärdienst Klagen vorgebracht hatten, die Landwirtscl>aft. die Arbeit einzustellen, wenn die Einziehungen weiter gehen sollten, da von einer Produktionssteige- rung in diesem Falle dmh keine Rede sein könne, zumal der Ackcr- bauminister den Bauern völlig urttaugliche Ersatzarbeitskräftl- sandte. Entlassene deutsche Ziviliuternierle. Vlissingen, 19. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Mit dem gestrigen Englanddampstr kamen 44 Fahrgäste füv Deutschland an, darunter 30 entlassene Zivilinternierte. Poincares Frredensgedanken. Haag, 20. Jan. Präsident Poincare erklärte einem anrerr- kanischen Journalisten zu der Antwort der Alliierten an Wilson, daß Frankreich mit dem Schritte Wilsons nicht zufrieden sei, weil sein Vorschlag der traditionellen Freundschaft zwischen beiden Völkern entsprossen sei. Da aber Frankreich sich bewußt ist, daß es für die ganze Menschheit kämpft, kann es die Waffen nicht nieder- legen, bevor ein wahrhaft meujsch-enwürdiger Friede erreicht ist, wodurch die Welt in Zukunft vor so furchtbaren Katastrophen geschützt tvird. Aber leider sei das angeblich siegreiche Deutschland für einen solchen Frieden noch nicht reif. Man müsse deshalb den Krieg fortsetzen, brs die Alliierten die Wiederherstellmrg Europas erreicht hätten. Frankreich werde ofccn bei internationalen Abmachungen mitwittken, allerdings erst nach dem Kriege. Aber ivenni diese wirksam sein sollten, so müßten erst das verletzte Recht und die Sicherheit Europas wieder hergestellt werden, anstatt eines Friederis, der nur die Keime für neue Ueberfälle in sich ttagen würde. Frankreich hätte nie den Revanchekrieg gewollt, ttotz- dem es inrmer wieder von neuem dazu ausgesordert wurde. Aber jetzt, wo Frankreicks Blut durch Verschulden der Feinde fließt, kam: Frankreich nicht aufhören, die Forderung der Zurückgabe von Elsaß-Lothringen zu stellen. — Ter „Verlier Lokal-Anzeiger" bemerkt dazu: Die geistige Leistung dieser staats- inännischan Aeußerungen ist ein schwächlicher Ausfluß der Heucheleien und WidersurnigLnteu der EnteTttenoüe. Doch enthält sie eine Perle, die besondere Fassung verdie n t, die Anderttung, daß Frankreich.! nie einen Revanc^krieg gewvllt habe, ist ebenso neu, als groß, daß Pvinoars sich keinen Augenblick beacht,), dem Vertreter eines amerikanischen Blattes und durch ihn dem Präsidenten Wilson dieses milzuteilen. Eine solche anßerorventLiche Zumutung beiveist eine beleidigend niedrige Einschätzung des amerikanischen Wissens und Verständnisses und die traditionell befreundete Nation müßte sich das eigentlich nicht gefallen lassen. Reufrlnyö fische Zeit. Bern, 20. Jan. Der Unterrichtsausschuß der fvanzössschien Kammer besprach mit Herrwt und Viviarri die Frage, die Zeit um eine Stunde vorzurückcn. Wie die Minister erklärten, steht die Regierung der Maßrvahnre sehr günstig gegenüber und ist der Ansicht, daß man sie am 15. Februar durchführen wolle. Zugunglück in Stepennark. Wien, 20. Jan. Bei Trifail in Steyermar? ist der Postzug Triest-Wien von eiirem abstürzenden Felsstück in zwei Teile gerissen, worben. Gegen 40 Personen sollen ums Leben gekommen sein Der Mnterialschcchen ist be- ttächtlich. Ein Hilfszug entgleiste ebenfalls, wobei noch inehr Menschen getötet wurden Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern soll folgendes Stammholz im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden: 1. Eichen-Stämme: 2. Klasse 50—59 Ztm. Durchm. = 5,06 Fftm. 3. y „ 40-49 „ „ = 7,40 „ 4. 30-39 „ ff = 2,00 „ 5. „ 25^-29 „ „ -- 0,49 „ 2. Fichten-Stamme, Schnittholz: 3. Klasse 30—39 Ztm. Durchm. zirka 20 Fstm. 3. Fichten-Bauholz: Los I: 4. Klasse 25—29 Ztm. Durchm. zirka 30 Fstm. 5z. 5b. 20—24 12—19 35 30 Los II: 0 4. Klaffe 25—29 Ztm. Durchm. zirka 10 Fstm. 5a. „ 20 24 „ „ „ ^0 „ 5d. „ 12—19 „ „ 60 .. 4. Kiefern-Stämme: Los I: 3. Klaffe 30—39 Ztm. Durchm. zirka 5 Fstm. 4. „ 25-29 . 10 ff 5. 12-24 , „ „ 120 „ Los II: Z. Klaffe 30—39 Ztm. Durchm. zirka 5 Fstm. 4. „ 25-29 ff „ 10 „ f>. „ 12-24 .. „ „ 100 „ Das Holz lagert in den Distrikten Heegwald, Burghain, Krebsbach ist teils gefällt. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Koch. Angebote sind nach Klassen getrennt in den Losen mit entsprechender Aufschrift bis zum 26. Januar, nachmittags 2 Uhr bei Unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo auch die näheren Berkaufsbedingungen eingesehen werden können. Beuern, den 15. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Beuern. I. B.: Otto. «36 Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 31. Januar 1917, mittags 12 Uhr, soll die der Gemeinde Freienseen zustehende Wald- und Feldjagd, bestehend in 198,2 Hektar Wald und 463,5 Hektar Feldgrundstücken, unter den vor Beginn der Verpachtung bekanntgegebenen Bedin gungen, in der Wirtschaft des Adols Hosmann, dahier, aus weitere 6 Jahre verpachtet werden. Freienseen, am 10. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Freienseen: I m m e l t. 423 Jagd-Verpachtung. Dienstag, den 30. Januar lfd. Jhrs., nachmittags 3 l / 2 Uhr, soll die der Genieinde Ober- Bessingen zustehende ca. 500 Hektar große Wald- und Fcldjagd unter den vor Beginn der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen ans hiesigem Rathaus auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Bemerkt sei noch, daß der Bahnhof Ober- Bessingen in der Mitte des Jagdbezirks liegt. Ober-Besfingcn, am 16. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. Zagd-verpachtung. Die Feldjagd der Gemarkung Saasen, Bahnstation Gießen—Fulda, 2023 Morgen groß, soll den 22. Januar dS. IS., vormittags 9 Uhr, auf der Bürgermeisterei dahier in 2 Losen aus 6 Jahre verpachtet werden. Beginn der Pachtzeit am 10. Februar ds. Js. 235 Saasen, den 5. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Saasen. Schep p. D rnd< 8 adi 6 ,i aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattungpreiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Sduilstr. 7 Derjenige Herr welcher sich elegant und schick kleiden will, findet bei mir die größte Auswahl von besseren Herrschaften wenig Im Gebrauch gewesene, teilweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22.—, 25.— Mark und höher Anzüge für korpulente Herren in grosser Auswahl Paletots von 16.—, 20.—, 24.— Mark und höher Einzelne Hosen, Sakkos and Kinder-Anzüge BT* sehr preiswert, "ffl Frack-,Gehrock- n.Sraokinganzüge auch leihweise 0P~ Außerdem tQ Neue moderne Garderoben für Herren u. Damen tjRT~ in allen Preislagen. CMS Kaufhaus für Monats Garderoben Seltersweg 58, Giessen, Eingang Ecke Volksbad L. Rosenxweig. 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Bankhaus Joseph Herz Neuen Baue 23 Giessen Neuen Bäue 23 Ausführung aller bankmässigen Geschäfte Errichtung provisionsfreier Scheck - Konti Vorfeier ilaoes Sei Umwechslung von Kupons und Sorten Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Dokumenten, Hypotheken etc. etc. Entgegennahme von Bareinlagen, täglich abhebbar oder auf Kündigungsfrist gegen Verzinsung Vermietung von Schrankfächern (Safes) gegen mässige Gebühr. 528JD am Sonntag, den 21. Jannar 1917, nachm. 4 l / a Uhr ln der Nenen Anla der Landes-Universlt&t, veranstaltet vom Schfilerorehester des Paedagoginms unter Leitung des Dirigenten, dos Herrn MaslUehrer Bernhardt, unter gfltlger Ultvirkang von Fräulein Charlotte Pils vom Gross- herzogl. Hoftheater in Darmstadt. und geschätzten BleBener Sislkfrensden. Vortragsfolge Ouvertüre zur Oper „Iphigenie in Aulis“, von Gluck.Schülerorchester Ansprache, danach erste Strophe von Deutschland, Deutschland über alles .... als gemeins. Lied Thema und Variationen aus dem Kaiser-Quartett, von Haydn . Schülerorchester Deklamationen.Fräulein Pils Das Hexenlied, v. Ernst v. Wildenbruch, Musik von Max Schillings Brackemann (am Klavier: Frl. Schöttke) Morgengebet nach dem Largo in d. G-moll-Quartett f. Streichquartett, Harmonium und Klavier, von Jos. Haydn . . . Schülerorchester Deklamationen.Fräulein Pils Militärmarsch, op. 51, Nr. 1, von Fr. Schubert.Schülerorchester Preise der Plätze: Mk. 2,—, Mk. 1,50, Mk. 1,—, Mk. 0,50 Eintrittskarten im Paedagogium,Ludwigstr.70(Fern- ruf 633 u. 953) u. bei Challier, Neuenw. 9 (Fernruf 671) Da die Kosten anderweitig gedeckt werden, fliessen die Gesamteinnahmen der ungekürzt zu. 572D Gießener Konzert-Verein Selters- vresr 81. «■ IMeass ■Täneatea* _ Programm v. Samstag 20. Jannar bis inkl. Montag 22. Jannar. Als Hfluptacklager 1 “wwhwsü ansawsa Großer dramatischer Roman eines Kriegers in 1 Akten. 3 Akter 3 Aktei pj Die Firma heiratet!!! Reizendes Lustspiel in 3 Akten. 632a 0 Ausserdem das übrige sehr gute Beiprogramm. L Sonntag, 28. Januar 1917, abends 5 Uhr, in der Neuen Aula FÜNFTES KONZERT Adolf Busch Fritz Busch aus Wien (Violine) Musikdirektor aus Aachen (Klavier) PROGRAMM: Sonate op. 23 von Beethoven, Praeludium u. Fuge von Bach, Suite im alten Stil von Reger, Sonate op. 108 von Brahms. Der Bechstein-Flügel ist aus dem Hofpianolager von Wilh. Rudolph. Eintrittskarten: Mk. 3.—, Mk. 2.—, Mk. 1.— und 50 Pfg., sämtlich numeriert. Studenten karten 75Pfg. Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind bei Ernst Chailier, Tel. 671 und abends an der Kasse zu haben. 61 5 D Ueberschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. Ohre heute vollzogene Vermählung zeigen hiermit an Wilhelm Kleyer Leutnant d. Res. im 2. Rassauischen Feldartillerie-Regiment Rr.63 Frankfurt u. Frau Carlotta, g-b.ufinger Frankfurt a.M. V r 20. Januar 1917 Gießen 820 Statt Karten. Jakob Röschei Emma Röschei geb. Bischoff Mannheim Kriegsgetraut. Januar 1917. Lollar 0414 Baterliixdischcr Hilfsdienst Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldung gemäß § 7 Absatz 2 des Gesetzes finden Vaterländischen Hilfsdienst. ES werden für verschiedene Dienststellen in Gießen verlangt: 1. Beamte im Ruhestand, Lehrer u. s. f. für den Schriftverkehr 2. Dolmetscher für französisch, englisch und flämisch 3. im Beamten- und Rechnungswesen erfahrene männliche und weibliche Hilfskräfte 4. gewandte Maschinenschreiber nnd -schreiberinnen 5. Lageristen 6. Krankenwärter und -Wärterinnen 7. Schneider und Schuster 8 . Köche und Köchinnen 9. Packer 10. Boten, auch weibliche. Meldungen sind zu richten an das Garnisonkommando Gießen bei Liebigshöhc. DieKriegsamtstekle in Frankfurt a.M. Schloss Lieh Sonntag, den 21. Januar 1917, nachmittags 4 Uhr mm »llii!hiihch!t/.IIfiiiillti/NM',lil!,,,III,,ll.|lillil,!jllM Ab heute bis Montag, den 22. Januar gastiert das beliebte Künstlerpaar Wanda Treu- mann und Viggo 3/ar«en in ihrem neusten Filmwerk Vampyreffe Sittendrama in 3 Akten. \ 622a, Illustrierte Kriegsberichte aus Rumänien, u. a.: voliständ. eingeb aute 18-cm-Haubitzen im Gefecht Bubi ist eifersüchtig Eine tolle Filmburleske in 2 Akten. Dazu das gute Beiprogramm, Mit wirkende: Fräulein Charlotte Wolter (Alt), Berlin die Herren: Riechers (Klarinette) Frankfurter Oper Kaufmann (1 Violine) Professor Walther (2 Violine) Gernhard (Viola) Hermann (Cello) Zur Aufführung gelangen Lieder von Wagner, Wolf Brahms, Strauss. Klarinettenquintette von Mozart u. Weber.’ G-dur Sonate von Grieg für Violine und Klavier, sowie kleinere Violinstücke. - Die Klavierbegleitung hat Herr Otto Stoll (Berlin) gütigst übernommen. Der Reinertrag wird wohltätigen Zwecken überwiesen. Eintrittskarten sind im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von E. Challier zu haben. Preise der Plätze: 3.- 2.- l.~ Mark. Cafe Amend §amstag and Sonntag Künstler - Konzert Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Februar und März statt. Anmeldungen haben zu erfolgen: Für männliche Lehrlinge: Montag, d. 29. Januar, Dienstag, den 30. Januar. Für weibliche Lehrlinge: Mittwoch, 3J. Januar, jeweils von 5—-7 Uhr in der Gewerbeschule (Zimmer 8). Die Prüfungsgebühr von 5 Mark ist bei der Anmeldung zu entrichten und der Lehrvertrag vorzulegen. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellen-Prüfung u. a. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher spätere empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Gießen, den 15. Januar 1917. 613 Der Prüfungs-Ausschuß des Ortsgewerbevereins: L. Huhn, Vorsitzender. Vorschriftsmäßige [** Bezugsscheine t- Jl&nnfaktur-, Schuh- waren-, Wollwaren Buchdrmkerei A. Weiuert. Reuenweg 9. Telefon 215. Als besten Ersav für Salpeter empfehle 489 Pökelsalz -um Fleisch konfervieren. Central Drogerie, Schulstr. Med. Weckm 1 ßnst. Walter, Mäuöburg 13. Cafe Ernst Ludwig Samstag und Sonntag 126 KÜNSTLER-KONZERT OberrealschrUe, Eingang Bismarckstr. geöffnet jeden Mittwoch nachm, von 3—7 Uhk. Frauen können dort Schuhe unter Anleitung selbst flicken und besohlen. Für die Stunde sind 10 Pfennig zu entrichten. Vorherige Anmeldung ist nicht crforderliA. o23v Mmteml iß gegen Bezahlung erhäM. Die Vorsitzende. priMwMmM und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für alleKlass.. Englisch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rum u.Ergäuzungsprüf. [ m Hr Rnocp Oberlehrer i.P. ur. noebü Ooethestr. 34. mit elektrischem Betrieb. ®. Hlghi, Reustadt 15* 00001 SdHftflfliCtl für n Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen von 10 Pfg. bis 1.00 Mark. J. Wein er t. Neuenrveg 9. hr i Dir.: Hermann Steingoeti8r. Sonntag, 21 . Jan. 1917 nachm. 3V* Uhr Was ihr wollt Lustsviel in 5 Aufzügen von William Shakespeare, abends 7 1 , 2 Uhr Wie einst im Mai Posse mit Gesang und Tan; m 4 Akten von Walter Kollo und Bretschneider. M1 c Ende gegen 10V. Uhr.