Rt. |4 Der Gletzener Anzeiger erscheint täglich, außer EonntagS. - Beilagen: Gietzener FamilienbiStter; Kreisblott für len Kreis Stehen, vezugrpreiz: monatl. 90 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.65: durch Avhole- u. Zweigstellen rnonatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Ferirsprech - Anschlüsse': für die Schristleitung112 Verlag,Geschästsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Erstes Blatt Postscheckkonto: Sranffnrt a.M. 11686 eneral-Anzeiger Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühi'sche Unio.-Buch- u. Steindruckerei R. Lange. Schristlettung. Geschäftsstelle v. Druckerei: Schulstr. 7. Mittwoch, ,r. Zanmr!‘iU it.iu.iittmc von Anzeigen die Tagesnummer bis zuttlNachmittag vorher. Setlenpreis. f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Der ,nietungen u. Stellenge- suche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., Reklamen 75 Pf.„ bei Platzvorschrist 90 Pj., Hauptschristleiter: Aug.t Goeh. Verantwortlich! für Politik u. Feuilleton: Bankoerkehr: Aug. Goetz, Stadt und« Gewerbebank Gießen Land, Vermischtesu.© 2 - : richts,aal: Fr. R. Zen;.i Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Kämpfe südlich von Zmorgcm. i (DTB.^ Trotzes Hauptquartier, 16. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der Versuch französischer Abteilungen, bei Beuvraignes (südlich Roye) in unsere Stellungen einzudringen, wurde durch die Grabenbesatzung verhindert. Im übrigen hielt sich die beiderseitige Kampftätigkeit, abgesehen von stellenweise lebhafterem Artilleriefeuer, in mäßigen Grenzen. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine wesentlichen Ereignisse. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Auch gestern blieben feindliche Angriffe zwischen Ca- sinu und Susi total ohne jeden Erfolg. An einer Stelle cingrdrungene Rumänen wurden durch Gegenstoß völlig zurückgeworfen und dabei zwei Offiziere und 20V Mann gefangen geiwmmen. H eere sf ro nt d es G c n e r a l fe ld m ar s ch al l s von Mackensen. Nach heftiger Artillerievorbereitung gingen beiderseits Fundeni starke russische Massen zum Angriff vor. Einige hundert Meter vor unseren Stellungen brachen die Sturmwellen im Sperrfeuer zusammen. Bei Wiederholung der Angriffe am Abend gelangten schwache feindliche Teile in unsere Gräben, wurden aber sofort wieder vertrieben. Die Verluste des Feindes sind groß. MazedonischeFront. Die Lage ist unverändert. Der Erste Geueralquartiermeister Ludendorff. » Der Abendbericht. Tg bl." folgende Betrachtungen über die Aussichten d es Zarenreiches an: „Eine Unsumme von Enttäuschungen hat die Stimmung im Zarenreich tief herniedergedrückt, so daß jedes Hinzukvmmen weiteren Unglücks innere Stürme entfesseln könnte, die ja schon lange von Persönlichkeiten, welche das russische Gemüt kennen wollen erwartet wird. ^ Was wir besonders zu beachten haben, sind die immer schwieriger werdenden Transport verhältnisse. Auf der rechtzeitigen Zufuhr aller Armeebedürfnisse beruht tatsächlich die Fortsetzung des rassischen Widerstandes. Ein Mangel er- Nötigsten macht sich bemerkbar aus der Art, wie der Russe s!-' seit einigen Wochen verteidigt und wie er angreist. Die Last be kriegerischen Handlung liegt nach dem einstimmigen Urteil der Be- richterstatter auf den Schultern der Infanterie, und die große Be sorgnis des Feindes vor weiterem Verlust an Arttlleriematerial zwingt ihn, den Nachhutkämpfen in Rumänien viel zu früh die Wirkung der Geschütze zu entziehen. Beachtenswert ist auch, daß die nordische Presse immer wieder daraus hinweist, wie die Zufuhr für Rußland durch, norwegisches Gebiet bald eine Lebensfrage für Rußland werden würde. Andererseits schrieb „Nya Allehanda" vor einigen Tagen, nachdem daran erinnert war, daß Deutschland vor kurzem eine energische und drohende Sprache gegen Norwegen geführt habe: „Wie wird es aber von Deutsch,land herklingen, wenn es sich wirklich zeigt, daß Norwegen aus Furcht vor England sich entschlossen, hat, die Einfuhr aller Waren, die Deutsch,land wünscht, zu verweigern. Deutschland wird sicher von seiner Forderung nicht abstehen, hauptsächlich deshalb, weil der Krieg in seine letzte rücksichtslose Phase tritt und weil Deutschland kaum etwas zu verlieren hat, wenn England Norwegen zum Krieg«, treibt, wie früher Portugal." Sckwn vor einigen Tagen schrieben die „Times": „Mit ihren beiden Flügeln in feindlichen Händen ist die Serethlinie jetzt wirkungslos. Die englische Kritik hatte dabei den russischen Vcrteidi- gungsraum südlich des Sereth im Auge und wird noch um einen Grad mißvergnügter werden, wenn im weiteren Kampf sich hcr- ausges^llt hat, daß auch das nördliche Ufer des Sereth durch die Operationen der Flügelheere Mackensens oder gar durch einen kombinierten Angriff in der Front erschüttert ist. Solche Gefahr für den russischen Widerstand bedeuten die Eroberung von Vadeni, gegenüber von Galatz. Osmanische Truppen haben es erstürmt, so daß nunmehr die längst unter dem Feuer unserer Artillerie stehende Festung Galatz auch bir^d} infanteristtsche Angriffs kraft bedroht ist. Die Front der Verbündeten rückt immer weiter aus den Vorbergen Ostsiebenbürgens gegen die Moldauebene vor." * Berlin, 16. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen keine besonderen Ereignisse. Im Oftr n haben sich südlich S mo r g o n Kämpfe entwickelt. < • i ’ Fn unseren winterlich verschneiten deutschen Landen re-gt sich neues Leben. Die Kriegsziele und die Schmähungen der Feinde haben uns uufgerüttelt; im großen zeigt sich dies mr den zahlreicherl Telegrammen an den Kaiser, die wir wegen Raummangels nicht alle wiedergeben können, die aber alle auf denselben Ton der Begeisterung für die tatkräftige Fortsetzung des Krieges gestimmt sind — im kleinen sehen wir's an entschlossenen Mienen, am Verstummen der Unterhaltungen über den Frieden. Im preußischen Abgeordnetenhaus, das gestern seine Sitzungen begonnen hat und in die Bevcrtung des Voranschlags eingetreten ist, hat der Präsident Graf Schwerin-Läwitz ebenfalls die neue Parole mit folgenden Worten ausgegeben: „So aufrichtig unsere Frie- densbereitschast war, so entschlossen und unbeugsam muß heute auch unser Kampf werden. Heute gibt es kein, darf es bei uns kein Friedensgerede und keine andere Rücksicht mehr geben, als den vollen, nicht mehr wegzutäuschenden Sieg über alle unsere Feinde. Heute muß weiter gekämpft werden, bis die anderen um Frieden bitten." Die Stimmungen und Ueberzeugnngen der Bevölkerung sind nicht etwa ängstlich. Englands Kraftgebärde hat niemanden erschreckt. Selbst der „Vorwärts", der über die Förderer des verschärften U-Boot- krieges noch manches schelterrde Wort,veröffentlicht, hält die Lage Englands hauptsächlich infolge'der Tätigkeit unserer ll-Bootwaffe für stark gefährdet. Das Blatt laßt Heinrich Eunow in einem Auffatz „Die englische Seeschiffahrt und der Unterseebootskrieg" folgende Feststellungen machen: „Die Aufrechterhaltung der englischen Schiffahrt ist tatsächlich heute Englands größte Sorge. Sie ist weit wichtiger für England als Siege in Südflandern, an der SoMlneftont oder sonst irgendwo, denn die Fortsetzung des Krieges in seiner jetzigen Ausdehnung ist dem Vierverband Nur möglich, wenn England die Verfügung über einen genügenden Handelsschiffs raum behält. G e- lingt es, die schon jetzt vorhandene Knappheit dieses Raumes immer mehr zu steigern, so steht die Entente vor dem Zusammenbruch. Frankreich und Italien vermögen ohne die stetige Heranschaffung von Kohlen, Äsen und Lebensmitteln loeder ihre,Munittonsfabrikation, noch ihren Eisenbahndienst, noch ihre industrielle Tätigkeit fortzusetzen. Ebenso iväre Rußlands Kriegführung mattgesetzt, wenn ihm die Zufuhr von Munition, Waffen und Chemikalien aus den Ententeländern völlig abgeschnitten würde. England selbst aber braucht dringend die freie Meereszufuhr von Nahrungsmitteln, die durch die Tätigkeit der deutschen Tauchboote immer mehr in Frage ge stellt wird." Zum Schlüsse fügt Cunow hinzu: „Die Lage wird für England äußerst gefährlich. Es ist anders gekommen, als man dort zu Beginn des Krieges träumte. Man gedachte Deutschland durch die englische Kriegsflotte leicht alle Zufuhr abschneiden und dadurch binnen kurzem auf die Knie zwingen zu können. Die Verhinderung aller LebenZmittelzufu.hr nach Deutschland ist England ja auch größtenteils geglückt, zugleich ist aber seine eigene Lebens- mittelzufuhr selbst immer mehr ins Stocken geraten." Daß auch die Russen uns nicht irr große Aengste versetzen können, beweisen uns ihre mit jedem neuen Kriegstag zunehmenden Mißerfolge. Major Morath stellt im „Bert, Im Innern des Reiches wird das Leben immer weitergehend vereinfacht und auf die Bedürfnisse des Krieges zu- geschnitten. So verzeichnen wir heute eine wichtige Neuregelung unserer Einfuhr. Alles nimmt dabei einen durchaus ruhigen, paniklosen Verlauf. Wie in manchen Dingen Bedacht darauf zu nehmen ist, daß nicht durch Uebertreibung von Beschränkungen nnd Anspannungen inehr geschadet als genützt wird, legt in Bezug itulatiivnen erklärten wir unsere Gleichheit und nehmeir durch, die erstmalige UnterzeickZuung des Vertrages aus der Grundlage der Gleichihett und Gegenseittgkeit unseren Platz im Gleichgewicht der Mächte ein, wodurch wir unsere volle innere wie äußrere Souveränität wiedererlangten. Durch die Itttterzeichnnngj der Verträge wurde Mich, dia glänzende Waffenbrüderschaft und das Bündnis der beiden Regierungen bekräftigt, die Schütter an Schulter für eür großes Ziel kämpfen. (Beifall.) Tie Ottomanen, die dieses Datum feiern, wtvden es als Beginn einer Epoche der Wohlfahrt betrachchen können und ehrfurchtsvoll des Namens des deutschen Herrschers gedenken. (Beifall.) Die Verpflegung der Soldaten im Felde. Berlin, 15 Jan. Uzhtr die den Soldaten im Felde &uiVb(*nbcn Gebührwis s e ist solsendes zu bemerken: Tie Soldaten draußen erl>alten seit dein 1. Juni 1916: Genüsse: 125 Eftanun Iftns, Graupen, Gries, 300 Gramm Kartoffeln oder- 50 Granim Kartofselfliocken oder 60 Gramm Torr- kartoffeln nebst entsprechenden Teilen der anderere Gemüsesorten für den Ausfall Mnfuhrnxrren nach dem Grade ihrer Notwendigkeit vorzübehalten. An der Aussührungsbekanntmachung des Reichskanzlers sind die- !Mri-gen Fälle vorgesehen, in denen Waren auch fernerhin ohne besondere Bewilligung des Reichs koMmissars erngesührt werden dür- 'fen. Insbesondere werden alle Waren ohne Ehenehinrigung ein- lselassen, die spätestens am Tage nach dem Jnkorfttreten der Ver- »ordnurrg im Auslande yux Beförderung angenommen wurden. tOhne Bewilligung sind ferner zugelassen unter anderem die Einfuhr von Gegenständen im Reinen Grenzverkehr für die Benwhner Wer Grenzbezirke, Kriegsgefangenensendungen. Liebes gaben sendun- ;ööt, Schiffsproviant und Postpaketsendungen auf Grund konsularischer Äusnahmrescheine. Einfuhvantväge sind beim Reichs kommris- Jar für Aus- und Einfuhrbewilligung in Berlin, Lützowufer 8 sirnter Darlegung der Gründe ernKUveichen. FormiuLrre für Ein- cfuhrbttvilliglmgen sind bei den .Handelskammern erhältlich. 9 Berlin, 16. Jan. (WTB.) Die freie vaterländische Vereinigung richtete folgendes Telegramm an den Kaiser: Ew. Majestät herrliche Botschaft an das deutsche Volk fand M'ch in der Freien vaterländischen Bereinigung, die den Geist ,der Einheit aus dem Zbriege in den Frieden tragen will, lebendigen Widerhall und löste eine flammende Begeisterung aus. Tief er- .griffen danken wir aus innerster Seele Ew. Majestät für dieses 'reierliche und kraftvolle Zeugnis von dem deutschen Recht vor j Gott und der Wellgeschichte. Wir erneuern dabei das heftige jGelMre der unerschütterlichen Treue zu Ew. Viajestät, der ver- , doppelten Kraft im Dienste des Baterlmrdes, des stahlharten Aus- - Harrens bis zum Siege für Kaiser und Reich. In tiefster Ehr-, erbiettmg Tie Vorsitzenden: Professor Kahl. Oberverwalttlngsgerichtsrat Schluttus. Berlin, 16. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Anläßlich des Aüf- ürufts an das deutsche Volk gehen dem Kaiser von allen Seiten ^Telegramme zu; so depeschierten die Kaiser-Wfthelms-Gesell- i schlaft, der Präsident der Reichsdeutschen Waffenbrüderlichen Ver- eini^una, der Vorstand des Deutschen Städtetages, der Honpt- «uchchuß der Nationalen Arbeiter- und Berufsverbände Deutsck? lands, die Hamburger und Bremer Handelskammer, der Verein per Reeder des Unterwesergebietes in Braunschweig. Aus Stadt und Land. Gießen. 17. Januar 1917. Ter Kaiser und die Jungmannen. Unser oberster Kriegsherr hat durch, eine Kabinettsordre vom ■ T ' rötem vaterländischen Werk von höchster Be- ifrimftli , ^ An^nu^ng gezollt und allen denjenigen, die sich, kill ytnrhll -5?” ?, Jahren um unsere herairwachfendc Jugend 11% Ull.den Dienst in Heer nnd Flotte verdient ge- »WtA ifcäxn, jcmtm taxfrei $*,{ ausilqpwchm. Tie Allerhöchste Kabiucttsordre ifr am 13. Januar Durax ba:- Krregsni.inisterium im Arnreeverordnungsblatt veröffentlich^ worden und hat folgenden Wortlaut: Ich I'abe von Ihrem Bericht über den Stand der militärischen Vorbildung und über den erfteulichm Verlaus der vom Kriegsminifterium in diesen: Herbst veranstalteten Wettkämpfe im Wehrturnen mit Genugtuung Kenntnis genommen. Es erfüllt mich;« mit großer Freude, daß die zum Heeresdienst 'heranstehenden jungen Männer in einer Zell, in der alle Kräfte auch, in "der Heimat aufs höchste augespamtt sind, ihre geringe Freizeit der Kräftigung und Stählung des Körpers widmen in dem Bewußtlein, damit eine vaterländische Pflicht zu erfüllen. Ich ern.ächtige Sie, Preußens Jungmannschaft für den bisher gezeigten Eifer und die erzielten guten Leistungen Meine Anerkennung auszusprechen. Ganz besonders aber ersuche ich Sic, den Vertrauensmännenr. Kompagnieführern, Zugführern und Ausbildern, sowie den beteiligten Jugendpftege- organisattonen Mcnnen Königlichen Tank für ihre aufopfernde Arbeit nnd die wertvollen Dienste, die sie danrit dem Vaterlande bisher geleistet haben, zum Ausdruck zrr bringen. Großes Hauptquartier, den 8. Januar 1917. gez. Will?elm An den Kriegsurinister. Unsere hiesige Organisation für die militärische Ausbildung der Jugend hat vor kurzem eine größere Anzahl ihrer Jung^ mannen zum Heer entlassen, die mehr als zwei Jahre nieist regelmäßig an ihren Hebungen teilgenommen hatten. lEs wird, wie wir dieser Tage einem Urteil eines ihrer Vorgesetzten entnelmren konnten, ihnen und damit mrserer Organisation das beste Zeugnis ausgestellt. Darum -ergeht jetzt, wo unsre Feinde unser Friedensangebot hölyrisch znrückgewiesen haben und nun erst reckü alle Kräfte für den Dienst des Vaterlandes ang'e sparmt werden müssen, an alle die Jugendlichen, welche noch nicht an Uebungen teilgenommen haben, der Ruf, sich der Jungwehr anzuschließen und tüchtig mftzuüben in ihrem eigenen Interesse und in dem des Vaterlandes. Anmeldimgen werden jeden Mittwoch 8V4 Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums entgegengenommen. * ** Der Winter hat endlich seinen vo-llen Einzug bei uns gehalten. Wohl 10 Zentimeter hoch liegt der Schnee auf Dächern, Straßen nnd Plätzen und noch scheint Fran Holle ihre Bettett luftig weiter schütteln zu wollen. Der Anblick, weißen, niakellvsen Schnee tagelang in verkehrsreichen Straßen liegen zu sehen, ist geradezu ungewohnt und unwahrscheinlich. Wunderbar ist aber jetzt bei festen! Schuhwerk ein Gang über den weichen Schneeteppich durch die glitzernden Wunder der Anlagen oder gar des Winterwaldes, um das feine (^lewirre der toeiß bestäubten Mste und Aest- chen, das schwere Pelzwerk der Tannen und die groteske Umformung dichter Heckensträucher zu llcstigen Gestalten zu bewundern. Bei deni Gang durch diese Märchenwelt mußt du dich aber wohl hüten, deine Aufmerksamkeit vom sicheren Boden unter den Füßen ablenken zu lassen, denn unversehens^ stellt dir eine offen daliegende oder schneeverwehts Schleife ein Bein und veranlaßt dich, dir die Welt vom weniger erhabenen Standpunkt und mit sehr wenig gehobenen Gefühlen zu betrachten. Das Schlimmste ist, du kannst dir den kleinen Missetäter, der dich so unbedacht zu Falle brachte, nicht einmal? beim Ohre nehmen und ihn auf die schlimmen Folgen aufmerksam machen, die aus seinein unbedachten Vergnügen harmlosen Spaziergängern, zumal älteren Leuten, erwachsen können. Eltern und Erzieher sollten daher nicht verfehlen, die Jugend darauf hinzuweisen, wie gefährlich solche Schleifen auf den Bürgersteigen sind. Fetzt, wo die Aufsicht auf der Straße nicht in dem Maße wie früher durchgeführt werden kann, ist für eine ungebärdige Jugend überhaupt freies Feld gegeben. Der Unfug, harmlosen Spaziergängern einen Schneeballen an den Kopf zu werfen, nimmt ebenfalls zu. Wer dies äst noch nicht so schlimm^ wie die böswillige Gepflogenheit halbwüchsiger Burschen, nachts friedliche Mitbürger aus oen! Schlafe zu läuten, eine Rücksichtslosigkeit, über die besonders die Einwohner der Bahrchofstraße lebhafte Klage führen. Es wäre sehr zu wünschen, daß ein derartiger sUebeltäter gefaßt üvürde. Einer exemplarischen Strafe dürfte er sicher sein uno das mit Recht. Durch solche unliebsamen Mißstände wollen wir uns aber nicht abhalten lassen, den seltenen Anblick echter Wirttertage freudig auszukosten und dein melodischen Geläute der Schlitten zu lauschen, das in der Ferne Vvrüberzieht. " Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Grobherzog verliehen: Heinrich H 0' f m a n n , Friedrich B e i s e r V., Friedrich Zimmer, Ehristian H 0 f m a n n III., Jakob Mauer, Peter H 0 f m a n n III., Heinrich Hummel, Ludwig H 0 f m a n n VL, Friedrich Beiser IV., Karl Weiter, Jakob Schäfer, sämtlich zu St. Johann; Johann Jertz, Johann Kleinz und Peter Lang, sämtlich zu Weisenau. M Auszeichnung. Artl.-Maat Karl Schlemm, Flakbatterie I, Schweres Korps -Artl. - Rgt. I, erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille. ** Die Frist zur Abgabe der Kriegs- und Besitz steuererklär ungen ist vom Grvßh. Ministe- rrmn der Finanzen bis zum 15. Februar 1917 erskvecLt worden. / ** HohF Fellpreise. Ganz nn-gewöhTftich! höbe Preise bieten in diesem Winter die Raiuhwarenhändler für Wildfelle Für Fuchisbälge werden bis zu 30 Mk., für Sternnurrder bis zu 50 M., für Iltisse 10 Mk., für Ottern 50 Mk., für Wiesel 2,50 Mt., für Dachse 5 Mk., für Hirsch ecken 15 Mk., für Relidecken, 4 Mk. und für Hasan 1,20 Mk. bezahll. Diese im Deutschen Rauch- Warenhandel noch, nicht dageweftvien Preise finden ihre Erklärung darin, daß die Zufuhr ausländischer Rauchwaren infolge des Krieges, völlig ins Stocken geraten nnd man deshalb zu den heimischen Fellen greisen muß. Und es geht auch, so. ** Seid s pars am mit Gas und Elektrizität! Die Beschaffung von Kohlen für das städttsche Gaswerk und Elek- trizftätswerk begegnet gegenwärtig Schwierigkeiten. Der Oberbürgermeister ersucht die iBürgerschaft, bei dem Derbrmrch von Gas und elektrischer Energie größte SparsanEt zu beachten. ** Der Vortrag des Admiral z. D. von Grapow fällt am Donnerstag ans. Näheres siehe Anzeige. ** Muschelfleisch. Morgen Donnerstag und am Samstag von vormittags 8 Uhr an findet in den Marktlauben Verkauf von Muschelfteisch und Fischmarinaden statt. dNuschelsleisch ist eine sehr nahrhafte Volksspeise. ** Import von Z u chl v ieh aus d e r S &<\vt i z Die Deutsche Landwirtsckaftsgesellschaft teilt der hessischen Landwirt- chaftskommer mit, daß im Frühjahr dieses Jahres voraussichtlich wieder Gelegenheit gegeben sein dürfte, größere Mengen Zuchtvieh aus der Schweiz zu importieren. Tie näheren Bedingungen sind dieselben wie beim Herbstimporte 1916 und können durch den Landwirlschaftskamnrer-Ausschuß Gießen bezogen werden. Bestel- llmgen sind bis zum 10. Februar d. Js. auf dem mit den Bezugsbedingungen auf Wunsch an Interessenten abgegebenen Bestellschein beim Laudrvirtschaftstämmer-Ansschuß in Gießen einM'- reichen. Es vnrd den oberhessisch,en Viehzüchtern empfohlen, von dieser Ankaufsgelcgenheit zur Blutauffrischung imd Verbesserung der Viehbestände Gebrauch zu machen. Landkreis Gießen. •* Hattenrod, 17. Jan. Dem Landsturmmann Heinrich Hahn III-, Jns-Rgt. 397, 8. Komp., wurde die Hessische Tapfer- keitsmedaille verliehen. t Steinheim b. Hungen, 15. Jan. Mt dem Eisernen Kreuz ausgeAeickuret wurde der C^rrdrst Wfth. Hofrwaun V. von hier inr LechgMck^Jpf-lMtepl^R^ Nr. 115* Hpfmann, der i des Scl, ihniau r::. c->ecs Johs. Horruaun. steht seit 2 Jahren im Feld. v u'öt er Dem Jnsanterie-Regünerrt Nr. 468 an Tie Hessische Tapferllitsmvdaille erhielt der Gefreite Karl Wolf von hier beini Fernsprech,-Toppelzug 204. Kreis Schotten. j n. Schotten, 16. Jan. In unmittelbarer Nähe des an präch- ttgem Hochtvald gelegenen Lehrerl)eims, hat ein Mainzer .Herr von der Stadt Schotten Gelände erworben, um hier für seinen alljährlichen Sommer-Erl>olungsausenttiall ein Blockhaus bauen zu lassen. i>. Betzenrod, 17. Jan. Dre Hessische Tav'erkettsmedaille erhielt der 6;efreite B 0 n d e r h e i d , Krankenträger in einer Sani- tätskompagnie. Das Eiserne Kreuz war ihm bereits schon früher verliehen worden. n. Dt i t t e l - S e e m e n, 1«. Jan. Dem Bürgermeister P e p p e l von hier ist das KriegS-Ebrenzeichen verliehen ivordcn. Kreis Frievberg. u. R e i ch e l s h e \ m (Wetterau), 17. Jain Der Sohn des hiesigen Postsekrctärs Zinser, Gefreiter Edmund Zcnser, Re'.- Fnf.-Rgt. 253, 3. Komp., starb den Heldentod fürs Vaterland. Er war verheiratet und wohnte als Beamter der Höchster Farbwerke zu Soden i. T. — Vilbel, 16. Jan. Ein hiesiger M e ß g e r wtirde dabei erwischt, als er am hellen Tage eine größere Menge F l e i s ch. das für die hiesige Bevölkerung bestimmt war, nach dein Bahlthol zu einem hier «vartenden .Kcmden" schassen wollte. Starkeuburg und 9ihcinhessen. — AIatnz, 16. Jan. Jin Ha»lvtbahnhoi wurde der verheiratete Schaffner Keller von einer Alaschine überfahren und getötet. = Miltenberg a. M., 16. Jan. Die 22jährige Näherin Atathilde Schneider hat mit zahlreichen kriegsgesangenen Franzosen und Belgiern verbotenen Umgang qesiogen. Sie wurde dafür mit 8 Monaten Gefängnis bestraft. Slraiverschärfend fiel dabei noch der Umstand ins Gewicht, daß ihr Vater im Felde steht und ihr Bräutigam erst vor kurzen! gefallen ist. n. Offenbach, 17. Jan. RegierunAs'baumeiste'r Rädern a ch e r , der bisher bei dem Umbau der hiesigen Bahnhofsanlagen tättg gewesen tvar, wurde als Betriebsdirektor der anatolischen Bahnen nach Konftantinopel versetzt. Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 16. Jar, Für die Hrnterbltebenen der Kriegsteilnehmer aus dem Stadtteil Niedergirmes stellte Kaufmann Ludwig Orlenbach letztwillig 10 000 Mark zur Verfügung. ra. Ober tue {5, 17. Jan. Unser abgelegenes Dorf ist einer der wenigen Orte des Kreises, welcher noch keine Gemeinde- Umlage n erhebt. Dabei hat die Gemeinde in den letzten zwanzig Jahren ein neues Schulhacis gebaut. Wafferleitung angelegt nnd gerade vor dem Kriege die Zusammenlegung der gesamten Feld- inark durchgeführt. Besonders die letztere Maßnahme hat sich ge- rade im Kriege sehr bewährt, da viel Zeit und Arbeit gespart wird. Hessen-Nassau. n H Frankenberg, 17. Jan. In Grusen starb im Alter von Lö Jahren der dortige Einwohner I. Vöhl, der über 40 Jahre Genleindeschöffe war. -- Frankfurt cu'M., 16. Jan. Den Folgen eines Schlag ansalles erlag heute früch der älteste Direktor der Frankfurter Hypothekenbank, Justizrat Dr. Hermann Haag. Er war einer der ersten Fachmänner in: Hypothekenwesen, manche seiner getrofftnen Maßnahmen ist später durch Gesetz oder Verordnung in Deutschland zur allgemeinen Geltung gelangt. An dem Zustandekommen des Hypothekenbankgesetzes hatte Dr. Haag hervmwaqenden dlnteil. Der Verstorbene, der ein Alter von 70 Jahren erreicht hat und der Bank 4,3 Jahre Vorstand, hat es sich verbeten, daß ihm seine Bank irgend welck-en Nachruf widmet. n. Hanau, 16. Jan. Der Arbeitsausschuß der Kriegs- lHinterbliebenenfürsvrge für den Stadt- und Landkreis Hamrn lwt in seiner letzten Sitzung beschlossen, von der Juanspruchnahnic (der Kriegs Patenversicherung abzusehen. Nach seiner Ansicht stellt diese überhaupt keine Hinterbliebenenfürsorge dar, da die Leistungen erst nach 12—20 Jahren fällig werden, wähwnd gerade in dieser langen Zwischenzeit nichts geschieht, das Los der Kinder zu bessern. = Limburg, 16. Jan. Der verstorbene Stadtverordnetenvorsteher Justizrat R i n t e l e n hat den OrtSarmen ohne Unterschied des Bekenntnisses 1000 Dtk. vermacht, weitere 3000 Mk. erhielt die Stadt. --- Usingen, 16. Jan. Die Gememden des Kreises Usingen, die den H ö ch st e r M a in kra f twe r ken angeschlossen sind, sind infolge einer Störung von Samstag vis Dienstag ohne Licht ge- i^sem^Bermutli^^at^er^ark^Schne^al^^e^törung^verursacht^ Gerichtssaal. X Hanau, 15. Jan. Vor der hiesigen Strafkammer batte sich heute ein Kriegsfchwtndler namen« Georg Frühwirth aus Helshof (Westerwald) zu verantworten, deffen Spezialität der Eier- und Butterfchwindel war. Er stellte sich den Hausfrauen als begüterter Landwirt vor, der in einem näher bezeich- neten Orte der Umgebung Eier und Butter in Hülle und Fülle habe. Er lud feine Opfer ein, sich per Bahn mit ihm in seine Heimat zu begeben. Während der Fahrt versetzte er sie dann, nachdem er diesen Vorschüffe bis zu 50 Mk. abgeschwindelt hatte. Das Gericht verurteilte den Schwindler zu 2 Jahren Gefängnis. Ter Schwindler schädigte leichtgläubige Personen in Limburg, Eichenau, BischosSheinr, Fulda usw. um Beträge bis zu 50 Mk. Ij Marburg, 16. Jan. Das Schwlirgericht verurteilte heute den 45 Jahre alten, schon 35 mal vorbestraften Korbflechter Wilhelm Daus au» Laasphe, der am 1. November v. Js. ein junges Mädchen in der Nähe von Amöneburg in unsittlicher Absicht ansiel, zu 1 Jahr und 3 Monaten Zuchthaus, sowie 3 Jahren Ehrverlust. Ter Verurteilte ist verheiratet und Vater von 8 Kindern. — Der seit längerer Zeit steckbrieflich gesuchte Reisende C. Bart, der unter Adelsnamen auftrat und Hochstapeleien beging, ist jetzt auswärts festgenommen und ins hiesige Gefängnis etngeliefert worden. _ ver«nischte». * Görlitz, 16. Jmi. Bei einem Brande in der Kolonie Königsfeld in dem im Kreise Laubcrn gelegenen Anwesen des Wirtschaft^besitzers Serb verbrannten die beiden sechs- und dreizehnjährigen Töchter und die achtzigjährige Großmutter. Bei den Aufväumungsarbeiten fand man die völlig verkohlten Leichname. * Königsberg, 16.Jan Als erster sozialdemokratischer Stadtpat in Elbirng wurde der frühere Schmied Grabomski, Vorarbeiter in den Schichau-Wcrken, in den Magistrat gewählt. * Magdeburg, 16.Jan. Der Ausstand der Magdeburger Straßenbahnschasfncrinnen ist veigelegt. Heute verkehren sämtliche Sttaßenbahnen wie früher. Die Schaffnerinnen erhalten bei neun Sttnrden Arbeitszeit einen Stundenlohn; von 40 Pfg. 9 * Das Lernvermögen der Ratten. Zahlreiche, durch lange Zeit systematisch betriebene Versuche haben zur Feststellung der Tatsache geführt, daß n-.anche niedere Tiere, wie z. B. die Frösche, ein verhältnismäßig iiberraschendes Lernvermögei^ besitzen. Die genauesten Ergebnisse wurden jedoch bei Ratten erzielt, und in besonders interessanter Weise bei den Versuchen, über die die naturwissenschaftliche Umschau der Chemiker-Zeitung berichtet. Um feslzustelleu, ob die Ratten überhaupt das besitzen, was man Lernvermögeu zu nennen vermag, wurde den zu dein Versuche verwendeten Ratten ihr Fressen inmitten eines an verschlungenen Gängen äußerst reichen Labyrinthes hingelegt, und zwar auf solche Weise, daß sie es anfangs nur auf umständlichen Irrwegen nnd sehr langsam zu finden vermochten Bei öfterer Wiederholung jedoch konnte man bald beinerken, daß die Ratten allmählich die Umwege vermeiden lernten und immer kürzere Wege einschlugen. Beim ersten Versuch z. B. benlltzte eine Ratte statt des nur 4'/, m lange» direkten Weges einen Umweg von pW weniger als 60 w. zu de„en Zurucklegung sie 18 Minuten 'brauchte. 'Aber schon beiin zweiten Versuch hatte die Ratte auS dieser kurzen Erfahrung so viel gelernt, daß sie bereits einen Weg ivou 31 ra wählte, den sie in 8 Minuten zurücklegte. Beim letzten, de,n 66. Versuche, raste sie in mir 7 Sekunden aus kürzestem Wege nach ihrem Ziel. Diese Ratte war 300 Tage alt; überhaupt gestalteten sich die Versuche dadurch besonders interessant, daß man das genaue Lebensalter der einzelnen Versuchstiere beachtete. Man konnte dabei ieststellen, daß junge Ratten, z. B. 25 Tage alt, ein besonders schnelles Lernvermögen zeigten, Rattengreise hingegen von 600 Tagen nur eine sehr träge Auffassungsgabe bewiesen. Da die Ratten höchstens drei Jahre alt werden, sind schon zweijährige Tiere als betagt anzusehen. Im besten Alter — nämlich von 65 bis 200 Tagen — zeigt die männliche Ratte durchschnittlich ein größeres Lernvermögen als die weibliche. Bisher waren bei Tieren Unterschiede der Klugheit der verschiedenen Lebensalter nur bei Fischen bekannt, so galten unter den Karpfen die „bemoosten Häupter- als besonders schlau. Bei den Ratten aber scheinen die Tiere im besten Durchschnittsalter nach den geschilderten Versuchen auch über das beste Lernvermöqcn zu verfügen. * Werden Zeitungsanzeigen gelesen? Die Frage, ob Zeitungsanzeigen eigentlich gelesen werden, wird oft gestellt und in sehr verschiedenem Sinne beantwortet. Run hat der Leiter eine- großen Londoner Geschäftshauses. das dauernd sehr bedeutende Summen für Zeitungsanzeigen auSgibt, einen Versuch ge, macht, dessen Ergebnis einen lehrreichen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage bildet. Er setzte nämlich in die Zeitungen eine An- zeige, in die vorsätzlich verschiedene fehlerhafte 'Angaben über geschichtliche Ereigniffe und Taten eingeschmuggelt waren, und wartete nun ab, ob hieraus etwas erfolgen würde. Und ob etwas erfolgte! Im Laufe einer Woche waren bei dem Geschäftshaus aus allen Teilen des Landes etwa 3- bi« 400 Zuschriften eingelaufen, in denen die Briefschreiber ihr Erstaunen darüber ausdrückten, daß ein solcher Schasskopf, der von nichts eine Ahnung zu haben scheine, die Geschästsanzeigeii der Firma abfaffon dürste. Und i,i den folgenden Tagen nahm der Briefstrom noch dauernd zu. Es liefen Briese ein von Schuljungen und Schulmädeln, von Professoren und Lehrern, von Geiillichen und Landwirten, und selbst ein paar Namen von literarischem Ruse fanden sich unter den Briefschreibern. Damit war die Frage, uin die es sich handelte, allerdings beantwortet, Rmd der Leiter deS Londoner GeschästshauseS hat erklärt, daß feine Ileberzeugting von der Wirkfainkeit der Zeitungsanzeigen durch diesen Versuch außerordentlich bestärkt worden sei. Liirge?a,rvt. Gür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel «bernrmmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Das stiodeln. Dem Gegner des Rodelus will der Verfasser des ersten Eingesandts nur noch empfehlen, doch selbst einmal einen Versuch nrit dem Rodeln zu machen oder mit sich machen zu lassen. Er wird dabei sicher am eigenen Leide eine so günstige Wirkung ver- spüren, daß er seine veralteten Anscliauungen über das Rodeln laufgibt und bei besserer Laune die gute Absicht des Eingesandts nicht mehr verkennt. Im übrigen wird von dem Einsender Gesetzlosigkeit nid>t vertreten, sondern zur Prüfung der Frage angeregt, ob ein Verdat im Hinblick auf ein stürmisch hervortrcteiüX's Be dürfnis nicht nur der „Herren Iungcns" sondern auch der jungen Damen nicht eingeschränkt werden konnte. Damit verabschiedet sich der Einsender endgültig. Monotl. Uederstcht der Todesfälle in der Stadt Eichen. Monat Dezember 1916, Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 24,27 Nach Abzug von 38 Ortssreinden: 10,51 °/ #0 . Es starben au Zus. Erwachsene Kinder im 1 . Leben-- vom 2. btü iabr 15. Ialir Angeborener Lebensschwäche 1 — 1 — Altersschwäche 15(4) 15(4) — — Diphtherie und Krupp 7(7) 1(1) — 6(6) Rose 3 2 — Lungentuberkulose 2(1) 2(1) — — Tuberkulose anderer Organe 2(2) — — 2(2) Lungenentzündung 8(3) 6(2) — 2(1) Sepsis 1 1 — Krankheiten der Kreislaufs- organe 5(2) 5(2) — — Gchtrnschlag 1(1) 1 (1) — — anderen Krankheiten des Nervensystems 6(4) 4(3) — 1(D anderen Krankheiten der Verdauungsorgane 6(4) 6(4) — — Krankheiten der parnorgane 2(2) 2(2) — — Krebs 3(8) 3(3) — — anderen Neubildungen 1 (1) KD — — Selbstmord 1 1 — — Verunglückung 4(3) 3(3) — 1 anderen benannten Todes- Ursachen KD — — KD Summa: 67 (38) 53 (27) 1 13(11) Dnm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffeichen Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Beröfscntlichung des Großh. KreisgesundheitsamlS Gießen. Dr. W a l g e r, Abed.-Rat. Letzte Nachrichten. Der Seniorenkonvent des Reichstages. Berlin, 16. Jan. (WlTB. Nichtamtlich.) Ter Sentzvvvw- donvent des Mgeordineteirhanses trat nach der' heutigen Vollsitzung zu einer Besprocharng zusammen und beschloß, außer der ersten Lestmg des Etats die zwckite Lesung der Hiberniavorlaae und des Diätengesetzes, sowie die erste Lesung des Fiderkonimiß^ gesetzcs vorvunehmen. Ferner wurde die Abhaltung eines sogenannten Schwerrnstages beschlossen, wo eine Reihe vmr Initiativanträgen hur Beratung kommen sollen. Man hofft, die Beratungen bis Mittwoch! nächster Woche erledigen zu können. Sodann tritt eine Pause bis nrindestens den. 6. Februar ein, um den Ausschüssen, besonders dem Staatshaushaltsausschuß zur Beratung des Etats Zeit zu geben. Der preußische StaalSImushaltSplan. .B k r lut ,16 Jan. (WTB Nichtamtl.) Der heute vom Finauz- ^-ontze rm Abgeordneten ha u s e eingebrachte preußische ^taatshauslxlltsplan für 1917 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 5160 765 7^1 Mark. s.ie Ermächtigung zur Begebung von ^ - battweouugcn wird von drei Milliarden im Vorjahre ans uns Milliarden ausgedehnt. Ter Haushaltsplan ist diesmal im unterfwied zu den ersten beiden Kriegsjahren im wesentklichn aus Grund der twirrlichen Einuahmeu und Ausgaben ausgestellt Bei den <2taatscisenbahneii ist ein kleiner Einnaluucü1>erschuß und dem gemäß eme Ueberweisung an den AusgleichssondS von 1.2 Mil lwnen Mark vorgcselren.. Im Unterschied von den sonstigen Ab teil ungen m bei der Ei sendabn Verwaltung eine große Zahl neuer Licam len stellen, ebenso eine reich Vermehrung des Fuhr parken geplant Für Beihilfen an Gemeinden und Aufwendungen ans dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspslege werden wieder 200 Mil nonen Mark ausgeivorfai. Tie direkten Steuern lassen für 1916 infolge der Zuschläge einen Ertrag ettvartcn, der, abgesehen von dem rii Aussicht genommenen Mehrrrtrag von 100 Millionen Mark mv: J lll!1 der Fehlbeträge von 1914, den Voranschlag um etwa 00 MAllwnen übersteigen wird. Auch für das nächste Jahr wird mis ein günstiges Ergebnis der direkten Steuern gerechnet. Die ", y.,' » c vuiv w i'iiuuu cuuun yviinmti. j. Knegsbeihilfen, die vom 1. F'elnuar ab wieder erhöbt uwrde sind, werden auf alle Beamten mit einem Geball bis zu 4.600 Mk gestiegen. Aus dem Haushaltsplan such alle entbehrlich erscheinen den Fremdwörter ausgcmcrzt. Dir Kämpfe in Ostasrika. L o n d o n . 16. Jan. (WTB. sttichtamtl.) Meldmrg des Reuter ichn Bureaus: Die Mitteilung des KrieasmmisteriumS, daß der. Burengeneval. SmutS, der Befehlsi^dcr der britisäxni streit kräste in Ostasrika und Südafrika, mif der bevorstel-euden Reichs konHermz in London vertteten sein lvird, enthält folgende Einzelheiten über die Lage in Ostafrika. tvelch die Abreise SmutS möglich machte: Die militärisch Lage in Ostasrika ist glücklicher tveise derart, daß sie einen Kommandowechsel und eine gewisse Reorganisation verhältnismäßig einfach macht. In der Tat waren dw Rdaßnahmen, die jetzt ins Auge gefaßt wurden, als eine Folge der plötzlichen Abberufung deS Generals SmutS, für seine Stelle und auch sonst in jedem Falle binnen kurzem getroffen. SmutS übernahm im Februar 1916 den Oberbefehl, als ganz Deutsch Ost asrika sowie ein gervisser Teil des britischen Osebietes im feindlichen Besitz lvar. GegeMvärtig, elf Monate später. 4st nichts von Deutsch-Ostafrika dem Feinde geblieben, außer einem ve^ältniSmäßig kleinen, unbedeutenden Gebietsteil im Süden und' Südosten, ivv seine Streitkräfte sich auf ihrem Rückzipn' sammeln. Der Feind besitzt nicht eine einzige Balm, Stadt oder Hafen. Die schwachen und verminderten Transportmöglichkeiten beschränkten semr Bewegungsfähigkeit für Augrifssuulernehlnungen auf sclmmche Kräfte aus einen beschrcllikten Umkreis. Während der letzten zehn Tage hatten die Operationen au der Ngetafront zur Folge, daß sich der Feind über den Rusidsclü zurürkzog. W!ir halten jt-tzt den wichtigen Uebergang ülxw oen Fluß und können uns bewegen, je nachdem die Gelegenheit cs verlangt An den aikdcren Fronten ist der Feind während der gleicl>eu Zeit offenbar in llebereinstim - mung mit dem Plane für einen allgemeinen Rückzug aus neue uinen gewichen. Unter diesen Umständen ist es möglich gewesen, dem Wunsch der Regierung der- südafrikanischen Union nachznkom men. die Beurlaubung Swnts von seinem Kommando in Ostasrika in die Wege zu leiten. I Zu vorstel^uder amtlicher Meldung lvird deiner kt: Snntt ist es trotz seiner wohl zelmsacben Uebermacht nicht gelungen, Ostasrika ui elf Monaten in seinen Besitz zu bringen. Das (Gebiet, das vmi unserer tapferen kleinen Schintztvnppe noch besetzt gehallen! wird, umfaßt eineii Raum von ca. l 10 000 Quadratkilvmettr und entspricht sornit nngefähr dem F!äci>eninl)alt von '1>ayern, Würt- llnnberg, Aaden, Elsaß Lotlwingen und Sachsen. Es nnrd be grenzt ini Norden durch den ^Ansidii Fluß, im Westen durch den Rnhudse Kilonibtiro Mid dem '.l.'iassasee. im Süden durch den Rowuma-Fluß. Im Ostm befindet iicli lediglich, das Küstengebiet in seindlicher Hand. Hierdnrct' erhellt, daß der verhältnismäßig! klerne nnbedeutende Gebietsteil doel, noch einen ganz erheblicheii Umfang hat. Iiumeweit bk Bewegnngssreiheit der deutschen Truppen beschränkt ist, sieht man am ließen ans tof Offeiisivbelm'cnrng Ae?ien die ans deutsches (Gebiet vorgedrnngeii geivesenen Portugiesen. Trese Aktion warf nicht allein in lvenigen Lagen die Portugiesen ans Teutsch-Ostasrika hiimius, sondiwn führte die Schntztrnppe sogar über den Rownnva-Flnß liach dem porbugiesischi'n Mozmnbi- que-Flnß. 5)ffeilsim' in Flandern? Gens, 17. Jan. Aus die halbamtliche Ankündigung der Konferenz in Iijom, daß ein planmäßiges Zusammensvirken der Heere und der Scestreitträste der Enteitte nahe bevorslehc, k'ommeii die Pariser Fachkritiker jetzt zurück „Debats" meineii, weiiu irgeiidwo, würde die Idee eines solcl>en Zusammenwirkens an der flandrischen Mstc in Erscheinung treten. Rumänien. Berlin, 17 . Jan. Tie Lage der aus Rumänien nach Odessa geflüchteten Famikien nnrd als geradezu verzlveifelt bezeichnet. Bratirnus Verantwortung. S t o ck h o l m , 17. Jan. Im rumänischen Parlament suchte Bratianu seine Kriegspolitik zu rechtfertigen. Er sagte: Das Koa- littonsnnnisterium hat incht die Musgabe, meine Verauttvortlicl»- keit zu erleichtern. Unsere Armee ist vor dem verzweifelten! FeiudS zusammengebrochen, der besser beivassnet ist, als urrsere sämtlickreic Verbündeten. Darin beruht Deutschlands Ueberlegenheit. Die Verbündeten gaben mir vor unserem Eingreifen die Zusage, daß der deutsche Vorsprung jetzt eingeholt sei. Diese Zusage hat sich als älsch herausgestellt. Trotzdem beschloß die rumänische Regierung, den Verträgen nicht untren zu werden. Wir hielten uns an Oester reich, so lange es ein Element des Friedens und des Gleichgewichts war. 2lber schon 1913 sagte ich dem österreichischen Gesandten, daß wir den Bundesverlrag nicht erfttllen könnten, weil er sich nicht mehr mit unseren nationalen Interessen decke. Ich würde die Teilnahme am I.Kriege niclü bedauerir, wen.n wir auch eine Niederlage erlitten. Rnniänien würde für die gerechte Sache sterben. Take Io- nescn, der nach ihm sprach, sagte: Ich bin bereit, mein ganzes 32 jähriges parlamentarisches Lebeü zu verbrennen, außer den zwn Jahren, in denen ich den Krieg vorbereitete Die heutige Generalität leidet für alles Vergangene. ?lber selbst, ivenn tvir nicht an den Sieg geglaubt l>ätten, mußten wir in den Krieg gehen, das war unsere moralische Pflicht. Müßten auch künftig alle Rumänin in der Welt herumirrcn und das Land ein Schutthaufen werden, der Krieg war dennoch nötig. Tiersknkr. ^ London, 16. Jan WTB Nic!»ramtl.) LloNdS meldet: Der Dampfer „Martin" (1904 Br 3!. TZ. lvnrde versenkt. Der schwedische Dampfer „Norna" ist init der Besatzung des twr* wegischeu Dampfers ,.T Hel m a" aus Drom, und einem Tell der Besatzung des brittscl>en Dampfers ,.B r o o k w o o d". die versenkt ivurden. hier augekvmmcn. Der erste Offizier und 12 Mann der Besatzung deS „Brooklvvod" werden vermißt. Die britische Reichskvnferenz. London, 16. Jan. (WTB.) Meldnng des Reuterscl>ett Bureaus. Amtlich wird mitzieteilt: Burengeueral SmutS, der die englischen Streitkr>iste in Ostasrika befehligt, wird Südafrika bei der bevorsteluniden Reichst o n fe re nz m London vertreten, da der Premierminister General Botho ui Anbetracht der lvichtigen Fragen, die in der kommenden Session des südasrikanistlren Parlaments besprochen loerden sollen, mt der Konserrnz nicht teilnehmen kmm Chinesische Arbeiter für England. Bern, 16. Jan. ZWTB. Nick^LamtlichZ Wie der ..Bund" meldet, ivurden unter Mllwiiduug der britischen O^csandt schall in Peking der „Nowvje Wrenna" zufolgi' in Tschrlli und W.ül)aiwei 30 000 cl inesische Arbeiter lllr England amtenwrlx'N. Do Einno die AuSivander ung chinesischer Arbnter nacli fftußlmrd Untersaat. u»crden jetzt von dem russisch'.» ch'sandtcn in Tokio, Knipenski, mit Ilchian BerlKnrdllm^en ül»er die 2liiwerlmng llneanischer Ar beiter gesühtt. F-ür Sibirien allein loium 10(XX) Kvlreaner ange Ivorbei! werden. Eine große Zahl Hindus passierte ans dem Wege nach Rußland die mandsilmrisch Stadt Clun'bin. Die Hindus sollen in Handelsuntenrehmimgen RdoSkmiS verlvmidt werden. Neue Ausmnstirungktt in Frankreich. Bern, 16. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Pariser Blät' lern zufolge ist beabsichtigt, alle untauglich befundenen Mannschaften der Iahresklasscii 1V)17 bis 1896 sonne zurück gestellten, mit Ausnahme der infolge Krieg-Venvnndnngen untauglich erklärten, neu auszumnstern. Der entsprett-ende Olesetzesantrag wird l>eute der Kammer vorgelegt werden. Frankreichs Kohlen not. Berlin, 17. Jan. In Frankreich nimmt die Kvhkeunok iunner größeren Umsang an. Laut „Berliner TaiN'blatl" irmßte in Paris eine der bedeutendsten Moto-rkraft-Zenttalen. die uutee i!ne. Abonnenten die bedeulendst<-u Wäschereien der llnigcbung van, Paris zählt, den Betrieb eiustelleu. Infolgedessen sind 200 Wäscliereien, die 3000 Arbiüterinnen beschäftigen, zur Schliesguig geuötigt. Ter .Üohlentransiwrt aus der Seine ist nvgeu lieber- lchwennunng eingestellt. Schlacht in rinrr sranzüsischrn Munitionsfabrik. Bern, 16. Jan. (WTB. NichtamtlZ „Petit Parisien" meldet, ans Bordeaux: In der Munitionssabrik zu Bessens ereigneten sich in den letzte» Tagen sehr schwere Znnschenfälle Die schwarzen und die gelben Arbeiter teilten sich in zwei .XriegSpatteikn, die sich gegenfemg Schlacht liesertm, so daß Tnlppen eingreifrn mußten. Es gab Tote und Berimmdetc. 30 Chinesen wurden ver hastet. Ein Spezialsickierheitüdienst wurde organisiert. Italien. Bern, 16. Jan. „(ßiornale d'Italia" meldet, das Krieas- miuisterinm l)abe beschlossen, ans den Lazaretten diejenigen Militärpflichtigen zurückznziehen, deren Dienst von Frauen besorgt werden könne. Aus diese Weise Haffe man, mindestens 20 000 Mann zu bekommen, und sie im Bereich der üriegSzane zu verwenden. Der deutsche B-estv in Portugal Ain st er dam, l.si. Jan. (WTB.) Da- „ÄllHemeene Handelsblad" bringt eine Meldung des „Dailli Ehroniehe", nach der die portugiesische Regierung alle Dent- s ch e n aus dem Lande verbannt und ihren Besitz be- ischlaguahint hat Dieser beutfcl)e Besitz lvird jetzt verkauft. Der erzielte Erlös, der sehr hoch i,t, lvird bis nach dem .«ikriege anfbelvahrt. Dann entscheidet die stvegiernng. ob d«S Oll'ld den Eigentt'lmern zurückgegeben loerden dürfe Wenn eS sich herausstelle, da.ß sie sich v^'M'äderisclnn- Handlungen schuldig geniacht Hütten, lvürden sie alles verlieren. Portugals Schiffs raub. Bern, 16. Jan. (WTB. NichitanttlichZ Ans Lcssabcui mi'ldet der Korrespondent des „TempS". Viv» all^n m pottngiefischen Häsen ln'schlaguabniteu deu tsäien Schissen sind nur bvn mxi» nidrf in Dienst gestellt, da il-re AuSlusisenMg nocl: urclN beendet ist Mit deiti größten Teil der beschlagnähmten deutsch'» Tampser beabswttigt die portugiesische Regierung eine SchiffSlrnie »ach Südamerika einzurichten. Der Oberbe fehl sbalvr der vortugiesischm Krorwslvwe crinck'te den Präsidenten der vortngiesisälen Repurblik, von den befreundeten Regierungen den Umtausch derjenigen dentschn Schifsr für lvelche Portugal kinne Denvendnug lwl»e, gegen ,-rnige 'Zerstörer oder Kreuzer .erwirken. Dir drntschrn GrleitSbrirfr. Madrid, 16. Jan. (WTB! Tie Madi7i,dto de.^ von der feindlichn Macht ausgestellten Oß-leikbrieseS berechtigt iväre die Papiere und die Ladmig des Schi Ls einzn.ziehen Die eng- lischp Regiernrrg erörterte nicht einmal die Frage, ob es aw- gebrach^ sei, die Ausfuhr spanischer Früchte narf> Deutschland zu verändern England verlaucp' von d^m nentrMnr Nachbarn TeutschlaudS die Zusicl^inug. daß die von ifymnt änerabzusevc'n. Ter Bundi-srat l-at es jedoch seit Ansana des Ialnes als angemessen betrach,tet. .rusgetx-hnlere VoriichtS. maßregeln zu tresfen und di-Sl>alb die Mobllisation der zweiten Dwrswn sowre der noch., nicht ansgelwtenen Delle der l ,md o Trvrswn am 24. Januar auz»ordnen Der Bundesrat ist nach wie vor überzeugt davon, daß die beid.-n kriegführenden Parteien auch, in Zulun,t die. Neutralität oer Schtoe»; voll lesp.'kli.-re^ werde». Ein av. Garten m. Obstbau: sow.1 Garten m. Obstbäui in nächst. Nähe Gießen zu kaufen. Schr. Angeb. u. 0 a. d. Gießener Anzeiger H'slä^rLu« Vattenroekk u 5,10a kür35 zu verkaufen. BahnhoTMtraOe 14. Hühner zu verkaufen. 00318] Friedrickstraße 3. Hannpiine u. Abfallholz ab -Hoi zu verkaufen. 00345 J. Wellhöfer,a,?ni:bitrnet Str. Zweisiß. Stublscblittcnchom. 51iichcttschrank, billig z. verk. 1»aaägraI-?billpp-?lRia7i>.l^E Schlitten zu verk. 003491 Holfke*1ra0e 6. Wenig gebrauchter Stuhlschlitten für Mk. 3.— zu verkaufen. 5851 Frankfurter Straße 60 Alte Oefcn u. Küchenherd zu verkaujen. s00356 Albin Klein, ( 5 üb- 2 inL 2 t Die Gemeinde Klein- Eichen, Post Lardenbach, sucht einen sprungfähig. Angebote erbittet die dort. Bürgermeisterei. 502 Tongelände zur Ausbeute oder zu kaufen pichl. Angebote unter K. 206 an llaasensteln & Vogler, A.-G., Frankfurt a. H. 4a6 hv Säcke! Kaufe auf Grund der Bekanntmachung der Reichs» Sachitclle vom 27. Juli d. I. sämtliche Torten gebrauchte Nacklumpen und Packtuch tu jeder Menge zu den vorge. schrtebenen vöchstvreisen. yt. HUhlateln, Sackgroß- baudlung, Walltorstraße 82 Lager gegenüber. I014005 Kl. gebr Fttllofsa zu kauf, gei Neuen Baue 22 ll. <10858 («nt erbaltcne Fell- 0 . Darmiässer kaufen zu besten Preisen Bür Sc Wetterh ahn, l"^ ^^nhle f. Schtachtkaninchen von 4*/a Psd. ab abgebolt pro Psd. leb. Gewicht Mk 1,00, Sclbstbringer Mk. l,20. H. Itonner II., Gießen, flrofborfcv Ttraß< ?* I00is<{ Ankauf «on Alielfen.Lnmveu,Knochen. Papier. Kupfer. Messing, Zink. Blei bei 80 Louis Rothenberger Tel. 17 Ü. Neueuwea'22. Fraaklort-n. (WJ T.4M (XU auch kleinere Quantitäten zu bddnfcn Preisen zu fnttfeu Ä nefudn. i* 09 Tampswaicherei Edelweiß Gießen. Empfehlungen Kam« Shampoon auch mit Zusätzen aus bester Friedensfiuulität in der Ceutral-Drogcrie Knill Karn, Schnlstr. I®* 6 Vorschriftsmäßige f» Pezngsscheine s. Manufaktur-, Schuh- w aren-, VI oll waren 'J'iiilibrnrfcvci I. Wetnert. Nenen weg 0. releson 215. ftßc^d^JOiAr/, QffcAAiicJLAioHaifr Am Montag: nachmittag: verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Heinrich Waag Lokomotivführer i. R. im 74. Lebensjahre. Im Namen der trauernd Hinterbliebenens Justine Waag geb. Schneider. Gießen, 17. Januar 1917, Die Beerdigung: findet Freitag-, 19. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Blumenspenden dankend ab gelehnt. 541 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres lieben, teuren Entschlafenen Johannes Meidt sagen innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Peter Heidt und Familie Heinrich Heidt und Familie Wilhelm Heidt 00350 Großen-Linden, Gelsenkirchen, Ettingshausen, den 17. Januar 1917. Danksagung. Innigen Dank für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme in unserem Leide. 540 Pfarrer Ahlheim und Frau. ■Ocutc verschied infolge eines Schlaganfalls ™ nach kurzem Krankenlager unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater und Großvater im 69. Lebensjahre. 00357 ?ie trouernben Hinterbliebenen. Gienen [In LöberS Hof 7), den 16. Januar 1917. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Gestern abend 11 Uhr verschied nach kurzem Leiden unser lieber Vater und Großvater Herr Üßorm im 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen' Friedrich Worm und Familie. Gießen, den 17. Januar 1917. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 2'/« Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. 0353 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dürr am Grabe, für die vielen Blumenspenden und allen die ihr das letzte Geleite gegeben haben, sagen wir ans diesen: Wege unfern herzlichen Dank. Familien Steinmülter 531 Familie Medebach. Heuchelhciin, Kinzenbach, den 15. Januar 1917. Die seiiher von Herrn Rechtsanwalt und Notar Bömheld innegehabte 176 Wohnung Selterswea 56, I. ist ab 1. April 1917 oder später a nderweitig zu vermieten . Babnbosstr. 54 II. Stock. 8-Zimmer-Wohnunq m. reich!. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zum 1. April 1917 z. vermieten. 115 Näh. Gr. Steinweg 20 I. 6 Zimmer R »One 8-Ziilimkr-Wahil. mit Bad. Ost-Anlage 39, sofort zu verm. Näheres Sartenstr.2, Zimmer 15. [70B Diev. Herrn Gewerberat Dr. Stöckle bish bew.Wohn.i. m. Hause Plockstr. 11, 8 Z. m. all. Zubeh., Balkon u. Bleiche i. f. sof.o d. spä t. *. v BeorgTodt.l 343 1 ö Zimmer "" Gocwcitrane 19 1?5 schöne Parterre-5-Zimmerwohnung mit Bad z. 1. April 1917 zu vermieten. Näheres Goetheffr. 21. Geora Becker. Lndwlgstralte 37 5- Zimmer - Mansarde ab 1 . April zu vermieten. [188 Abermann & Kling. 1561 Frankfurter Str. 75 schöne 5-Zimmerwobnuna mit Bad und sonstigem Zubehör per 1. Avril zu vermieten. Näheres Frankfurter Straße 59. 5 Zimmer mitZubehör per 1. Avril zu vermieten. Näh. Alicestraßc 22 p. [268 Roonstr. 20 5-Z.-W. m. Zubeh. sos. od. spät. z. v. Näh. Großer Steinweg 20 I. [ll Roonstr. 2, Ecke Kaiser-Allee 5 Z.-W. v. April z. verm. Näh. b.A. Noll, Bahnhofstr.51. 4 Zimmer Die Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Dr. Karl Weigand und Frau Oustel geb.Inderthal Groß-Felda (Oberhessen), den 13. Jan. 1917. I 4-Zlm.-Wohn., 2. St. m. Gas u. Elektr., sowie sonstig. Zubeh. a. I.April 1917 a. ruh.Leute z.v. Zu erfr.Kaiser-All0o35, II.St. mir Küche sofort zu verm. —I Leibaesterner Weg 9. I. 81. mit allem Zubehör zu vermieten. 1530 LandffrAfeoatrafle 2. Cafe Amend Heut« Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Admiral z.D. von Grapowr ist wegen Todesfalls in seiner Familie verhindert den angezeigten Vortrag zu halten. Wv Professor Sieders. Freunden einer würzigen, vollmundigen Zigarre von großem Format sei ein Versuch mit meiner neu eingeführten Vorstenlanden- Folge „Heffenkraft", Vogelsberg zu 15, Feldberg zu 18, Meißner zu 20, MelibokuS zu 25 Pfg. bestens empfohlen. Wilhelm Moeser, Grobherzoglich Hessischer Hoflieferant, Gießen, Seltersweg Nr. 63. 87 I 3 Zimmer 3 Z.-W. m. Gas u. elektr. L. zulv.Näh. Babnhofstr. 26H.[ i32 Sch. 3-Z.-W. p. mit Zubehör und Gartenanteil zu verm. Schottstrafie 17, I. St. I 00 *« Keplerstraße 7, Mansarde, 3-Zimmer u. Zbh. ab 1. März zu vermieten. Abermann & Kling. 466 3 Zimmer pari, für Bureau geeignet, z. 1. Avril z. ver- mieten. Babnhofstr. 46. ( 503 Parterre-3-Zim.°Wohil. zu vermieten. 1529 Scbützeustraßc 19, I. St. [v erschiedene Bleichstraße 32 1 Etage, 6—7-Zimmer- Wobnung mit Bad, elektr. Licht.reichl. Zubehör, Garten- anteil, Bleichplatz u. großem Trockenbodenper 1. Juli evtl, früher zu vermieten. Näh. parterre. 182 Sdj. 5-ß-3im. mit Gas, Elektr., Bad und allem Zubehör in bester Lage zu vermieten 16 Menselstraße 5, II. Eine 2 und eine ä-Himmer-Wohnung nebst Zubehör zu vermieten. Näh. Marktplatz 17. 1161 2-, 3« u. 4-Zimmerwobn. zu vermieten. Webrum, Crednerstraße 5ll 173 3 u. 4 Zimmer Wohnung neu herger., Gas und elekt. Licht s 1. 3. od. 1. 4. zu verm. 159 Marktstraße 29 Frankl. Sir. 29 3. St. m. 4 Z., Kab.u. Zubehör, dgl. Sostks atraüs 25 p., 4 Z., 2 Entres. p. Avril z. v. Näh.Frankf.Str.2S. Kl. Mansarden- Wohn, zum 1. März z. v. Alicestr. 26. 00J « 3 Si Mansarden-Wohn. zum 1. März evtl, früher zu verm. Wolsstraße 8 p. l"E Mo bl. Zimmelr\ Pens. Minerva, Wetzlaren Weg 15 Bestempfohlene vornehme Familienpenfion. Schön möblierte Zimmer mit voller Pension zu vermiet. Vorrüglledo Lüeds. elektr. laicht, Bad. Telef. 819. [014066 Sch. möbl.' Wohn- u.Schlafsim. a.einz.,m. g. Pension z. verm. p.l.Febr. vosiksstr.40il. [ MM ‘ Pension BrandlNeuen Bane 22