Ar. 1Z Der Gtrtzrner Tknzeiger txfätmt täglich. anher Sonntags. - ^etInnen: GietzencrFamilienbiätter, Krcisfclnlt H* b:n Kreis Siehen. BczngLpreis: monatl. vttrtrl- Mrt. Mk. 2.65: durch »bhole- u. Zweigstellen monatl. 86 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bostellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchristleilungllZ Verlag,GeschäitsstelftLI Arffchritt sür Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Erstes Blatt J67. Jahrgang vienstag. st. Januar miehmflen u. Stellengesuch« 1b Ptt. auSwärt« 2ß Pf., b Platzvorschrift 30 Pf^ Reklamen 7b Pf.„ bei Platzvorfchrift SO Pf. Hauptschrittleiter: Aug. Äoetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: S«tt»«ketzri Aug. Goetz. Stadt und. ttmrttbanlUtbta 2«nb ®erm«d|(rtu.®«- richtssaal: Fr. R. Zenz. 3wilttng;runddruck u.vrrlag: vrührscht Univ.-Vuch- u. Steindruckrrri N.Lmi-r. Schristleitung. «rschästrftellr ».Druckerei: 8ch»lftr.r. sä"m!uch^n nzeiger oou Ävzeigen die Lagesruunmer bis Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Oberhessen Aussische Gegenangriffe in Rumänien zurückgeschlagen. MTB.) Grohes Hauptquartier. 15 . Januar, .deutlich.) Wcstlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der Somme hält das lebhafte Artillerie- ff«r au. Während an mehreren Stellen Vorstöße feindlicher Pa- itremillen abgew lesen wurden, gelang es eigenen Erkundungs- «ftteiluiigen, durch erfolgreiche Unternehmungen befangene mft Maschinengewehre einzubringen. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Gcneralfeldmarschalls c Prinzen Leopold von Bayern. Bei trübem Wetter blieb die Gefechtstätigkeit gering. _ Front des Generalober st en Erzherzog Josef. Nördlich des S u s i t a - T a l e s wurden unsere neu gc- chumnerreu Stellungen von starken nlssischen und rumänischen ÄMten angegriffen. Der Feind ist überall abgeschlagen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von M a ck e n s e n. Zwischen Buzan l- mrd Serethmündung wurde ^tr»h ungünstiger Witterungsverhältnisse der letzte von den Russen südlich des Sereth noch gehaltene OrtBad eni im Sturm genommen. Mazedonische Front. Unverändert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Ter Abcrrdbcricht. Berlin. 15. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen und Cftcii geringe Gefechtstätigkeit. Zwischen E a s i n u - und S u s i t a - T a l sowie bei Fun- Le«, sind starke imssische Angriffe abgeschlagen. 0 * * * Der- Widerhall des kaiserlichen Aufrufs an das deutsche /Sfcß ist stark, die Geister aufs neue zusannnenschmiedend. Es pmxen befreiende Worte, auch dem Auslande gegenüber. -Denn in den zusttnnnenden Telegrammen van Frirsten und -Großen, von Parteien uno Verbanden kann dieses Ausland, soweit es sich aus der deutschen Presse nicht hat belehren lassem, erkennen., welche Geistes- und Herzenswünsche bei unS in diesem Kriege an der Arbeit sind. Der Gedanke an einen baldigen Frieden ist jetzt zurückgetreten, aber die Erfahrungen, die wir aus der Aufnahme unseres Friedensangebotes gewonnen haben, müssen aufgesammelt und verwertet werden. Da tritt nns aus den Veröffentlichungen namhafter Männer mehr und mehr die Forderung entgegen, daß eine große, allgemeine Friedenskonferenz von uns Deutschen n i cht zu erstteben ist, daß vielmehr der Weg zum Ziele durch Sonderfrieden gehen müsse. Der bekannte Leipziger Professor der Rechte Karl B i n d i n g legt dies in der „Magdeb. Ztg." überzeugend dar: „Denkt man sich [nun einmal in einen solchen Friedenskongreß nach englischer Vorstellung hinein, in weltt-em nach seiner Ansicht alle kriegführenden Staaten vcrtteten sein sollen, also: England, Frankreich, Belgien, Rußland, Italien, Japan, Serbien imd Montenegro auf feiten der Gegner, das Deutsche Reich, Oesterreich, Bulgarien und die Türkei aus der unseren, dann gestaltet sich das Zahlenverhältnis wie 8:4. In solcher Konferenz die Majorität aus seiten der Gegner zu Wh sein, ist schon ein Nachteil. Er vergrößert sich dadurch, daß England alle Stimmen für sich hat — auch die japanische. Denn Japan ist klug genug, zu wissen, daß, \t länger es als Englands Verbündeter im Osten England düpieren kann, desto größer der Vorsprung ist, den es vor ihm erreicht. Und da Japan noch besser und länger auf den Fri^en ivarten kann als England, wird Englands Politik des Hinauszögerns durch Japan zu unserem Nachteil verstärkt werden. Für nicht umvahrscheiulich ist der Versuch der Gegner, besonders Englands, zu halten, zur Belohnung für feilte wohlwollende Neutralität den providentiellen Friedensengel der Welt, Nordamerika. in die Friedenskonferenz ÄnzuschmnggelN. Dann hätten wir noch einen anmaßenden Gegner mehr. Die Zentralmächte könnten natürlich diesen Gast, der das.Gegenteil eines Gastfrenndes märe, nicht dulden! Und wentt man sich nun vorstellt, daß die zahllosen, zum Teil eminent schwierigen Fragen, die der Krieg aufgeworfen hat und der Frieden lösen muß, als offene, erst zu diskutieren und dann zu beantwottende vor diese Konferenz kommen, so befällt den Mutigsten jähe Angst. Endlos drohen sich diese Verhandlungen hinauszuziehen, und schließlich führt die Ermüdung zum faulen Frieden. .Unsere Technik, zu dem für uns günstigen Frieden zu gelangen, muß die englische einfach auf den Kopf stellen. Sagt die englische: „Kein Separatfrieden" so muß die unsere verlangen: „Nur Separatfrieden". Wir dürfen uns auf gemeinsame Verliandlnngen mit unseren Gegnern schlechterdings nicht einlassen." Die „Mehrheit" in der Welt soll für unsere deutschen Mchte und Z^ele nicht maßgebend sein. Wir wissen, mit welcher Methode die Feinde arbeiten. „Wo rohe Kräfte sinnlos wallen, da kann sich kein Gebild gestalten", besonders nicht der Friede, und lver wollte verkennen, daß bei unseren Gegnern die Anbahnung des Friedens völlig abgesehen von der Tätigkeit der Waffen selbst — nur mit rohen Kräften unternommen wird. Der Abgeordnett S t r e s e m ä n n , dessen Meinungen wir heute an anderer Stelle ausführlicher wiedergeben, äußert sich gleichfalls gegen den Konferenzgedanken. In Bezug auf die Belehrung der Neutralen sind wir etwas ins Hintertreffen geraten. Stresemann meint: „Die Diplomatie unserer Gegner verkennt eben keinen Augenblick, daß in einem Zeitalter der Demokratie die Emfindunqen der Volksmassen einen unberechenbaren Machtfaktor für den Ausgang des Krieges bedeuten." Und er hält die Reden des Reichskanzlers, was ihre Wirkung nach außen hin anlange, für weniger wirksam als das demagogische, „moralische" Phrasentum unserer Gegner. Dieses wollen wir Deutsche.uns trotzdem nicht zum Muster nehmen. Im neuesten Heft des ,Lirnstwarts" begegnen wir ähnlichen Gedankengängen. Da schreibt Artur Bonus u. a. folgende Sätze: „Gerade die Art Demokratie, welche jene Volker in höherem Maße als wir zu besitzen sich, rühmen, zwingt sie, die niedrigsten, auch! den breitesten Massen noch verständlichen Wege zu gehen. Die Notwendigkeiten eines StaatsrveftnS und seines Lebens, die weltwirtschaftlichen Zusammerchänge, die geschichtlichen Entwicklungen imd was sonst zu bedenken ist bei großen Bolksentscheidungen, sind schwer zu beurteilen und der Einsicht größerer Massen meist von vornherein verschlossen. Dagegen glaubt jedermann über moralische Tinge aus dem Handgelenk entscheiden zu können. Er hält sich selbst und seine SelbstdnEetzung für hochgradig berechtigt, seine Hemmung aber sür mrmoralisch. .Kann man die politischen Fragen in diese Beleuchtung bringen, so lassen sich dadurch große Massen wie mit einem Schlage in Bewegung setzen. Es ^hat sich gezeigt, daß auf diesem Gebiete Gründe und selbst die bloßen Tatsachenberichte nicht sehr ängstlich gewogen Uurden. Eine kräftig ausgedrücktc Entrüstung wirkt vielmehr unmittelbar ansteckend und erseht ohne weiteres Tatsachen mitsamt Gründen. So ist die moralische Herabsetzung des Gegners die speziftsche Kampfwafte dieser Art Demokratie geworden. Diejenige Demokratie dagegen, ans welche unser Staat teils gebaut ist, teils himvill, darf stärker aus Pflichtgefühl und gutes Zutrauen zur reinen Sachlickcheit der Leitung bei den Bürgern bauen. — selbst bei der Oppositton." Wenn wir Deutsche uns nur richtig selbst erkennen und die Methode der Gegner danach bewerten, so wollen wir die englische Kampfesweise dcmwch zu schänden machen. Der Gedanke sollte sich immer mehr befestigen: keine Friedenskonferenz, sondern S o n de r s r ie d e! Wann und wo dieser sich zunächst finden könnte, entscheidet nicht zuletzt die oberste Heeresleitung. * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Januar 1917. O e st l i ch e r K r i c g s s ch a u p l a tz. Osmanische Truppen stürmten gestern nachmittag das Dorf B a r d e n i, den letzten durch den Feind noch besetzt gehaltenen Ort südlich des Sereth. Am Südflügel der .Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef führten Russen und Rumänen starke Angriffe gegen die in den letzten Tagen von uns gewonnenen Stellungen nördlich des Susita-Tales. Die Angirifer wurden überall abgeschlagen. Weiter nördlich nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Do l o m i te n - F ro n t sprengten unsere Truppen in der vergangenen Nacht am großen Laggazuoi das Felsband an der Südwand zwischen eigener und feindlicher Stellung ab. Die Sprengung ist vollkommen gelungen. Eine breite Kluft trennt nun die beiden Gegner. An der Karst- sront zeitweise lebhastc Artillerietätigkeit. S n d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant. * * -i- Der Widerhall des kaiserlichen Ausrufs. Der König von Sachsen an den Kaiser. Dresden, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der König hat am 14. Januar zu dem kaiserlichen Aufruf an das deutsche Volk folgendes Telegramm a n .d c it K a i f e r gerichtet: Der Aufruf Euerer Kaiserl. M-rj. findet wie in meinem Herzen so in dem eines jeden meiner Untertanen leblzaftesten Widerhall. Ich und mein Volk fühlen uns Euerer Kaiserl. Maj. für die das Empfinden eines jeden Deutschen wiedergebenden Watte zu unauslöschlichem Dank verpslickftet. Wir selben mit tiefster Empörung, wie die Feinde die dargebotene Friedenshand mit Hohn zurückgewiesen haben, und sind nunmehr entschlossen, unsere heiligsten Güter bis aufs Aeußerstc zu verteidigen und das Schwert nicht eher in die S ch c i d e z u stecken, bis dem frevelhaften Vernich- tungswillen unserer Feinde gegenüber der Sieg voll erkauft ist. Friedriche August. Der RcichStagsprästdent an den Kaiser. Berlin, 15. Jan. (WTB. Nichtmntlich.) Der Präsident des Reichstages Dr. Kämpf hat an den Kaiser folgende Depesche gerichtet: Euere Maj. haben in zündenden Worten der hell flammenden Entrüstung und dem heiligen Zorn Ausdruck gegeben, von dem jedes deutsch,? Herz im Augenblick dnrch-glüht ist, in welchem das bockherzige Friedensangebot Euerer Majestät imd Euerer estät Verbündeten von unseren Feinden schnöde und mit heuchlerischer Begründung zurückgewiesen worden ist. Angesichts des nmimchr offen bekundeten Zieles unserer Gegner, Deutschland und seine Verbündeten niederzuwersen und zu zerstückeln, schart sich das ganze deutsche Bo l k n m Euere Majestät mit dciii nn erschütterlichen Willen, treu und einmütig zusammeuzustehen, bis die schändlichen Pläne unserer Feinde au dem ehernen Walle zerschellt sind, mit dem Deutschland und seine Verbündeten bis znm letzten Blulstroiften ihr Dasein und ihre Freiheit verteidigen^ Dr. Kämpf, Präsident des Reichstages. Die Franksurtev Handelskammer an den Kaiser. Frankfurt a. M., 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Handelskammer Frankfurt a. M. hat an den Kaiser folgendes Telegramm abgesandt: Ew. Majestät Aufruf an das deutsche Volk hat in unseren Herzen fteudigen Widerl)all gesunden. Jeder Gedanke arc Friede muß jetzt zurückgewiesen tverden, solmrge unsere Feinde es wagen, die höchsten, in Kämpf mrd Arbeit schwer errungenen Güter unseres Volkes zu bedrvlien. Hinter dem Aufruf Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät steht die mit eiserner Willenskraft ausgerichtete Mauer des deutschen Volkes, an deren Spitze Finanz, Handel und Industrie Ew. Majestät ihre unerschütterlich^ Treue und opserftlmdige Hingebung versichern. Mögen uns auch noch so schwere Aufgaben beoorftefjen, Waffen von Lüge und Verleuntdung geschmiedet werden, wir geloben Schulter an Schulter mit unserem siegreichen Heer und unserer rnhinvolleu Marine, den anfgezwungenen Kampf bis zu einem ftir rms alle ehrenvollen Frieden durchzuftihren. Der katholische Frauenbund Deutschland» an den Kaiser. Berlin, 15. Jan. (Privnttel.) Der Berliner ,^Lvka5- Anzeigett' veröffentlicht aus Anlaß der kaiserlichen Erlasse an doä deutsche Volk ein Telegramm des katholischen Frauenbundes Deutschlands an den Kaiser, in dem es u. a. heißt: Die erschütternden Worte, in denen Euere Majestät sich heute au das deittsche Volk gewandt, finden auch in tem Herzen der deutschen Frauen tiefften Widerhall. Der Zentralrat der Frauen- organisationen im katholischen Frauenbund Deutschlands, der 750 000 deuffche katholische Frauen umfaßt, dantt Euerer Majestät ehrfurchtsvoll für das Vertrauen, das Deutschlands obeffter Kriegsherr auch in die Kraft des deutsck)en Volkes setzt. Wir wollen, ohne zu klagen, unsere Gatten. Söhne und Brüder in den hatten Entscheidungskamps hinausziehen lassen, wir wollen das Letzte aufbieten, )vas Fnauenkraft zu geben vermag, um in dem Hungerkriege zu siegen. Wir wollen insbesondere in der Ausge- stplttmg des vaterländischen Hilfsdienstes das Hindenburg-Prv- gramm zu verwirklichen snck>en. Ern Volk, das klagelos in eiserner Entschlossenheit seinem Herrscher das feierliche Gelöbnis ablegt, zu siegen oder zu sterben, kann nicht nntergehcn. Auch der Vorstand des Bundes der Landwirte, der Vorstand der Deutsch-konservativen Partei und der Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates haben an den Kaiser begeistert zustimmende Telegramme gerichtet. Die Unterzeichnung deutsch-türkischer Verträge. Berlin, 15. Jan. (WTB. Amtl.) Unterm 11. Januar sind im Answärttgeu Amte von den Bevollmächttgten des Deutschen Reiches und des Osmanischen Reiches eine Reibe von Verträgen n n 1 e r z e i ch n e r worden, die bestimmt sind.- di^ Rechtsbeziehungen zwischen den beiden Reichen in erschöpfender Weise zu regeln. Es sinv dies der Konsularvertrag, der Verttag über den Reckjtsschutz und die gegenseitige Rechtshilfe in bürgerlichen. Angelegenheiten, der Auslieferungsvertrag und der Nieder- lassungsvertrag, sowie der Vertrag Ä»er die gegenseitige Zuführung von Wehrpftichttgcn und Fahnenftüchttgen der Land- und Scestreitträfte. Dazu kommen fünf wettere Vctträge, nach welchen die Bestinimungen der bezeichneten Rechtsverttäge einander mit drei feindlichen Flugzeugen und zwang sie zum Rückzuge. Die Bomben, die feindliche Flugzeuge auf 'unsere Torpedoboote auf hoher See warfen, hatten keinen Erfolg. Alle unsere Luft- und Schiffseinheiten kehrten unbeschädigt much ihrem Ausgangspunkt zurück. Die rumänischen Verluste. Bern, 15. Jän. (WTB. Nichtamtlich.) Französische Blätter veröffentlichen Nachrichten ans Rumänien, nach welchen von den 600000 Mann, die Rumänieir zu Beginn des Krieges unter den Waffen hatte, ungefähr 200 000 tot, verwundet oder vermißt sind, während etwa 100 000 Mann sich in deutscher Gefangenschaft befinden. * Ein neuer Schritt der Entente gegen Griechenland? Berlin, 16. Jan. Tie Athener Gesandten der Ententemächte sollen laut „Bossischer Zeitung" einen neuen Schritt bei der griechischen Regierung unternommen haben. Sie bestehen angeblich auf unverzügliche Ausführung der im Ultinratum aufgestellten Forderungen: der Llbsetzung der für die Borgänge am 1. Dezember verantwortlichen Generäle und des öfferttlichen 'Sühuezeremoniells vor den Entarteflaggen. — Wie es weiter heisch, verlangt die griechische Regierung nach der Annahme des Ulttmatums die Uebergabe der von den Evolutionären besetzten Insel Cerigo. Bon der JnsÄ Euböa wird gemeldet, daß dort die griechLßchen konigs treuen Truppen Verstärkungen imd außerdem Gewehre und Munition erhalten. Saloniki, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Tie dcationalregierung hat beschlossen, jeder Nicht erng^ogenen Person eine Sondersteuer aüfzuerlegen. Der Seekrieg. ^ie französische Handelsschiffahrt und der U-Bootkrieg Bern, 14. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Vorstand des Zentralkomitees der-Reeder Frankreichs stellte in der letzten Sitzung fest, daß die Vernichtung von Handelsschiffen durch den U-Boot-Krieg etnCTt nrnner größeren Umfang annehme. In der letzten Woche seien 90 Handelsschiffe, darunter 20 französische, ver senkt worden. Infolge des Regierungsverbotes sei es unmöglich, den Schiffsverlust durch Ankäufe im Ausland wieder zu ersetzen. Die französische Handelsflotte könne nur durch Neubauten reorganisiert werden: aber auch dies sei unmöglich, da die Regierung trotz wiederholter Bemühun- flgtt d er Reeder und Ächiffserbauer noch keine Maßnahmen ergriff, die den Werften gestatten würden, sich mit dem Eigen Herstellungsmaterial zu versehen. Das Zentral- ^uritee mackst die Regierung nochmals darauf aufmerksam, daß dre französische .Handelsmarine völlig zu verschwinden dwhe. wenn die Werften nicht schnellstens Neubartten vornehmen können. Ferner habe die Neubildung des Marine- Mrmfteriums lerder zu weiterer Dezentralisation der zu- Amdrgen Verwaltungsstellen für die Handelsmarine geführt. WaruuugSlose» Versenken eines PaffagierdampferS durch ein feindliches U-Boot. ^ 0Z ie ?' 15 : San. (WTB. Nichtamtlich.) Am 14. Januar vormittags wurde rn den Gewässern Mittel-Dalmatiens der Nerne Pafsagierdampftr „Z a g r e h" (ungefähr 500 Tonnen) i>on einem feindlichen Unterseeboot war- ö € rje n ! t. 13 Mann der Zivilbemannung und 13 Fahrgaste sind umgekommen. Die Tat reiht sich würdig ^r Versenkung j^s Spitalschiffes „Elektra" und des kleinen Knrsdampfers „Dubrownik" an. * Berlin, 15. Jan. (Privattel.) .Kapitäuleutnanä von Arnould, welcher kiirzlich mit seinem U-Boote von crner Reise zurückgekehrt ist, hat auf der Reise fünf be- waffnete feindliche Dampfer versenkt und vier Kapitäne derselben gefaiigen genommen, darunter einer: Engländer Die Schiffe waren mit Weizen für England und Kohlen und Kriegsmaterial für Saloniki bestimmt. _ 1 ..., . i GSetzener Äonzertvevekn. Viertes Konzert am 14. Januar 1917 Das Stuttgarter Vokalguartett. In der weck, selnden Folge seiner Veranstaltungen bot uns der «mzertvevem mit^ reiner Vokalmusik einen freundlichen, reich besuchten Abend, Jahren haben wir kern Gesangsguartett bn uns gehört, obgleich! gerade diese Art musikalischer Darbietung werteren Sl reifen einen besonderen Gemrß ermöglichen kmm. Das Programm, das dem Anschein nach zur Mndrgen Vortrc^ssolge des Quartettes gehört, erfüllte einen für die kleinere Stadt immer schwer erfü llbaren Wim sch, näin lich erne einheitliche Darstellrmg nur weniger Komponisten ju geben Sv nmrden Uns nur Schumann rmd Brahms zu Gehör gebracht und schon dadurch den: Abend von vornherein ein Ein- druck gesickert, zumal fast alle dargebrachten Lieder eine gewisse Gleichheit der Stimmung besaßen. Von Schumann wnrde nur Liederspiel gesungen, das dem iruchtbafften ^ahre 1349 des Komponisten entstammt und mit seinen zehn Nummern in 4 Tagen geschaffen wurde. Tie reizvolle Fplge cm- und mehrstimmiger Gesänge, wurde durch das erngeschobene schöne Lred „Flutenreicher Ebro" (Baß) aus Opus 138 noch ge- geftergert. Reckt gesckstckt wurde die inuntere Romanze „Der Konttabandiste" aus dem Anhänge an die vorletzte Stelle oer- Nnesan, so dH das abwsch.selungsreiche Werk inachtvoll aus-klang: „Und ich weiß, vd) bin geliebt." Von Brahms wurde uns ein reicheres Programni geboten, das zunackyt in unsren Quartetteii Mid Duetten charakteristische Werke des von Schunmnn m seinen üestierten Meisters zu Gehör brachte, ^.er Nack druck lag auf dem eigenartigen Opus 52, den „Liebes^ lredern mtt ihrer Walzerform. In wunderbarer Freiheit wird uns m dem Werke eine ganze Fülle von Gedanken in kleineren und mn'asseuderen Lätzen vorgesührt, die für Klavier und Gesang erne anpassungsvolle Tockmk verlangen. Durch das S t u t t g a r t er Bo ka l q u a r t e t t — von Herrn Professor Trautmann in gewohnter Weise wirkungsvoll am Au^brftutzt — wurden die Gesänge in sasl zu rascher Folge, bxt bei dem großen Umfange des Programms freilich unvermeidlich war, mit großer Sicherheit und Glätte zur Geltung gebracht. In "rtl 11 ^ommersängerin Tester lernten wir ein ^^.^olles Organ ^nwn, das serns große Kraft gegenüber den obriaen stimmen mt hm>ff ^ . I. London, 15. Jan. (WTB NrchkwnSlch.) LvoydS meidet, daß der amerÄanische Poftdampfer „Minnesota nach einem Zusammenstoß im Hasen gesunken ist. London, 15. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der norwegische Dampfer „Be st so tb" wurde versenkt. (Surefa (Kalifornien), 14. Jan. (WTB.) Der Panzerkreuzer „Milwaukee ist gestern an der Küste ausgelaufen. ES wird befürchtet, daß er ganz verloren gehen konnte, da die hohe See ihn in Stücke zu schlagen, droht. Der Abgeordnete vr. Stresemann über Krieg und Frieden. In den „Deutschen Stimmen" veröffentlicht der nationalliberale Abgeordnete Dr. Stresemann einen Aufsatz „Eine Atempause im Weltkrieg", worin sehr interessante Feststellungen und Ausblicke enthalten und gute Gedanken über die deutschen Ziele aufgerichtet werden. Stresemann hält z. B. nichts von einer großen, allgemeinen Friedenskonferenz, er erklärt vielmehr: „Wilson steckt willkommen in diesen Gedankengängen des sogenannten Nationalckätensystems und ebenso in den Gedankengängen eines an Belgien geschehenen Unrechts, so daß seine Be- terligung an einem Friedenskongreß nur bedeuten würde, daß die cklgeciraskonserenz sich wiederholt, d. h. eine Konferenz, bei der wrr und unsere Verbündeten einem gemeinsamen Tribunal von Feinden gegenüberstehen, nur das; wir statt des Zehnverbandes fast die ganze Welt als unsere Gegner anzuschen hätten." Am wirksamsten ist das, was Stresemann der bekamv- ten Ansicht und Forderung Scheiden: anns entgegenhält: „Die Opfer an Gut und Blut wachsen Wecker ins Ungeheuerliche. Umso unverständlicher ist es, wenn 5)err Scheidemann immer noch amrcknmt, für ein Programm Gläubige zu finden, das uns eme erträgliche Zukunst verheißt, wenn alles) tvas französisch ist, französisch, was belgisch ist, belgisch bleibt, und wenn jeder seine eigene Last weiter trage. Das ist nicht nur auf der ganzen Westseite der status quo, sondern das ist ein viel schlimmerer Zustand für Deutschland, als er vor dem 1. August 1914 bestanden hat. Von der ideellen und der militari schön Seite, von der Gefahr eines rünsttgen Weltkrieges, der dann mit der Zerschmetterung Deutsch lands enden könnte, einmal ganz abgeseheri, ist die volkswirtschast- liche und weltwirtschaftliche Lage Deutschlands bei einem solchen Scherdemannschen Frieden gerade für den deutschen Arbeiter nicht zu ertragen. Wenn uns die flandrische Küste nicht gegeben wird, weri/n weiterhin unsere deutsche ^^.^^1-^^^^^^^Elsflotte keine Stützpunkte und . 0 & Ijv* 1 stationen b e sitzt, wenn die ganze Freiheit der Meere durch üfchts anderes geschützt ist als o. u r ch p a p: e rer de^Äomie iAern mb so für uns sichtbar weiden müssen. ^lihre 1682 Halley pie Bahn des damals sichtbarenl ^Een bereck)nete, fand er, daß ,ie mck dergenigen eines inr Jahre Äei,Ier f beobachteten Kometen die größte Achnlichkeck hatte. Wenn nun ferne Annahme, daß die beiden .Kometen identisch waren, strnrmte, so handelte es sich> also um ein Gestirn, das in einer ge,chlossenen Bahir mtt einer Umlaufteil von ungefähr 75 Zähren sch bewegte' und dessen Wiederkehr oaher auch fftt die Zullmft genau voransbestrmmt werden komrte. Diese für die damalige astwnomffchen Vechältnisse geradezu evolutionäre Theorie bestätigte sch, auf die glänzendste Weise. Da bei der Größe des Kometen denelbe auch in frül)esten Zeiten die Aufmerksamkeit erragt lxwen must, begannen die dücchMffchuNgien bei alten Chro- ntte.n rmd lleberliieferungen, aus denen sich ergab, daß im Jahre 2.l9 v Ehr. znm entenmal ein Komet in China beobachtet worden war, dessen Bahn und Erscheinungsart mit denen des ttag l rck en Ko nieten übereinstimmlen. Während über die erste auf cheies Tatmn folgende Wi-ederkchr inchts bekannt wurde, war der Wmet dann wieder sowohl 87 wie Iß v. Ehr. beobachtet worden Mchikni.chinisen, für d ie in der Zeit nach Christus »iÄ u^-r^Mctterral ,ch^ bot, eichen tatzächlich eine pn-iodischr' Wieder- ^hr m Abständen von 75 Jahren bis auf das Jahr 1682. Aul ®ninö all dieser Prirsungeii und Berechnimgen prophezeite Hallen Kometen für das Jahr l759) diss jtnnmte auch., aber der Forscher selbst konnte das Ereignis nicht mehr erleben. Znm letztenmal wurde der Hallepjche Komet vortz Pros. Wolf auf der Aermvärte Wnigsttchl bei .Heidelberg im September auf photographischem Wege entdeckt. * C L; Preisgericht der Grillparzer- önm fat einstimmig den für das Trennüpn 1914/1917 fäll!' qm Grillparzerpreis im Betrage von .5000 .Kronen dem Schauspiel „P o l k rn Nv-t von Karl Schönhexr zuerhrmck. Zwecken. Der PreÄ für 1 Üiter Wirb sich zirka auf 7—9 Mk. stellen. Für die Sammlung der Fichtenzapfen hat Tubeuf etwa iolgende Richtlinien ausgestellt: Bei ben Herbst- und Wintersüllun- qen sind die Zapfen fortlaufend (womöglich täglich) zu sammeln und zu bergen, d. h in Säcken oder Kisten unter Dach zu bringen. Wichtig ist. daß nur gute, gesunde Zapfen gesammelt werden: unent- lvickelte. kranke (mürbe, ganz leichte), verkrümmte und mit Harz ganz übergossene, die offensichtlich stark von Jstsekten angebohrt sind, bleiben ausgeschlossen. Die Zapfen können auf luftigen, trockenen Speichern aufgeschüttet werden. Es ist gut, sie partienweise in ^offenen Kästen in geheiztten Räumten so lange zu trocknen, bis die Zainen ausfallen. Während die entsamten Zapfen als wertvolles .\v;iä material Verwendung finden, sind die Samen in Säcken oder Kisten zur Entflügelimg und Reinigung an die Klenganstalt zu senden, von der die gereinigten Samen gesammelt und an die Oel- wbrik wertergeleitet werden. Für die abgelieferte Samenmengd könnte erne dem Gewiclst entsprechende Entlohnung gegeben werden, sofern dre Dienste wicht frcrävillig geleistet werden. Diese Anregungen sind zweifellos ernster Beachtung wort; denn in dieser Zeit darf nicht das geringste, was zur Nahrung von Mensch und Vieh dienlich sein kann, ungenutzt bleib-em Hier öffnet sich ein neues Tätigkeitsgebiet für den Kriegsausschuß Ar Fette und Oele. * ** Der Sternhimmel im Januar. Der leuchtende Stern, der bei Anbruch der Dunkelheit hoch im Süden steht, ist der Planet Jupiter. Saturn geht zu derselben Zeit erst auf und ist daher während des Januar die ganze Nacht zu sehen. Am Fixsternhimmel glänzen hoch im Süden die Sterne des Orion, links unter ihm strahlt Sirius, darüber der Kleine Hund, rechts über Orion der Stier. Nahe dem Scheitelpunkt funkelt Kapella, der helle gelbliche Stern tm Fuhrmann; ostwärts sieht man den Löwen, westwärts den Pegasus im Untergang, ihm folgend Andro- meda, Widder und PerseuS. Um den Nordstern ist der Himmelswagen im Ausstieg, Kassiopeja im Niedergang. Der zunehmende Mond, der am 1. Januar, abends 19 Uhr, an Jupiter vorüberging, ist am 29. bereits einmal im Tierkreis um unseren Himmel gewandert und überholt Jupiter zum zweiten Male. Venus ist nur etwa eine halbe Stunde lang vor Sonnenaufgang tief am Südosthimmel zu sehen. Merkur kann Ende Januar ‘ kurz vor Sonnenaufgang tief im Südosten aufgefunden werden. Am 29. und 30. Jan. steht er nahe Venus, etwas nördlich von ihr. Eine teilweise Sonnenfinsternis findet am 22. Januar statt. In der Linie Athen—Petersburg beginnt sie bei Sonnenaufgang; im mittleren Deutschland geht die Sonne um 7 Uhr 59 Min. morgens zu dreiviertel verfinstert aus und in der Linie Madrid—Bordeaur—Dover- Bergen endet die Finsternis bei Sonnenaufgang. ** Wohltätigkeitskonzert in Sch l oß Li ch. Unter dem Protektorat ber Fürstin zu Solms-Ach findet, wie in oer vergangenen KlMZertzell, auch dieses Jahr wieder ein Wohltätigkeit? kv n z ert in Schlo st Lich statt. Wir verweisen! auf die Anzeige in unserem heutig«: Blatte. Fräulein Charlotte Wolter, von der Kritiken ans Berlin, Köln, Wiesbaden, Stettin. Koblenz ufw. vorliegen, bat überall den grüßten Eindruck mit ihrer Gejangskunst hinterlassen. Man rühmt entmutig ihre vornehme Schulung, ihre pastose, warme Altstimme und die musikalische verinnerlichte Auffassung. Tie Klarinettenauin- tette von Mozart und Weber sind Perlen der Kvmmermusik- litevatur und werden selten gehört: sie verdienen im Program in !>esvndere Beachtung Das Konzert verspricht durch die Wahl des Programms und der Künstler einen hohen Genuß, zu dem noch die sfimmnngsvolle Umgebung des Sckstoß-Saales sein Uebri- aes mit berttagen roird. Schulanfang. Mit heute morgen hat der Unterricht rmeder seinen Arllang genommen. ** Tie Stenographengesellschaft „Gabelsberger" n. Tamenobttg.. Gießen, E. B., ftielt an: 13. Jan. in ihren: Vereins- lofol zum „Gambrimrs". Krrchstr. 11, ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Wie aus dem Jahresbericht zu ersehen war. entwickelte die (Gesellschaft im abgelaufeneu .Jahr, trotzdem über 100 ihrer Mitglieder zu den Fahnen einberufeu find, eine ganz außerordentlich rege Bereiustätigkeit. In den verschiedenen Kurs«: arrden rund *430 Damen und Herren unterrichtet. Der im Felde stehenden Mitglieder wurde etwa alle acht Wochen durch ilebersendung von Liebesgaben gedacht. Ten Heldentod Ar das Vaterland starben bereits 12 Mtglicher, darunter zwei frühere Vorfitzende. In den Vorstand wuÄen gewählt: 1. Vorsitzender 3o^ik.-Asp. Alex Karn buch, 1. Schriftführer Nniv.-Rentamts- aehLfe Karl Hergenröther, Rechner Handlungsgehilfe 2lug. Srebert, 2. Vorsitzender Untofiz. Georg Albold, 2. Schrift- Mrer Bureangehilfe Friedrich Ko pp. Zeitungswart Schreib- gehilfe Otto Gaß, Bücherwart Frl. Martha Beck, Beisitzer Kaufmann Ludwig Gravelius und Feldwebel Karl Schmidt. ** Im Lichtspiel-Haus, Bahnhofstr. 34, steht aus dem Programm vom 16. bis 10. Januar u. a. Tie Totenkopfuhr, sensationeller Kriminalroman in 3 Akten. Unsere deutsche Hoch soeflotte, aktuelles Flottenbild. Das Gift der Liebe, Drama auI dem Künstlerleben in zwei Akten. Das Schwarz-Weiß-Theater bringt ab Dienstag, 16. Jan., bis einschließlich Freitag, 19. Jan., als Hauptstück das große Schauspiel »Vera, der Roman einer Fra u*, in vier Akten, von beliebten nordischen Künstlern dargestellt, und noch als zweiten Schlager „Im Taumel des Hass es", spannendes Drama zweier Brüder, in drei Akten, sowie das gute Beiprogramm. , ^ 9 Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). In der vom 16.—31. Januar 1917 wird gegen den Lieserungs- ab schnitz 3 der Süßstoffkarten „H" an. Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer # Rohrbach, 15. Jan. erhielt der Musketier Stein. Die Hessische Tapserkeitsmedaille z. Cra die Eheleute Heinrich die Sachen nicht wenig ihrem Sohn Hooras bei oder ob die Aufklärung. Kreis Lauters ach. i n f e l d, 15 Jan. Kurz vor Weihnachten erhielten r^°£ r _? b Kuller die Nachricht, daß ihr Sohn der Verdun gefallen fei. Dieser Tage erhielten sie des Verstorbenen aus dem Feld zurück. Sie waren erstaunt, daß diese Bekleidungsstücke und Uhr nicht ^gehörten, sondern einem gleichnamigen Müller aus llulda. Ob eine Verwechslung mit drcsem erfolgt ist, beiden Mylll^r dort gefallen sind, bedarf noch der Kreis Alsfeld. i* Nieder-Ohmen, 16. Jan. Johannes Horst von hier, der zuletzt m Rumänien kämpfte, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasie verliehen. — Wiederum hat der Tod ein Omer aus unserer Gemeinde gefordert. Im Westen starb in einem Inf.- Regt, den Heldentod fürs Vaterland der kaum 20jährige Musketier Wilhelm -L i ß. Der Gefallene war ein braver und steißiger Mensch, bie_ Stütze seiner Mutter, den jedermann gern hatte. — s Hl? vermißt gellen aus unserem Dorf 6 Leute, darunter 2 seit -September 1914, 3 seit Frühjahr 1915 und einer seit September v. Js. — In russischer Gefangenschaft befinden sich die Musketiere Ludwig Herr m a n u und Joses Stern. — Die Hess. Tapfer- keitsmedaille erhielt der Gefreite Langstrosf vom nahen Königsaasen. Er kämpite seit Krieqsbeqinn in der 7. Komp. Landw.. Jnf.-Reg. Nr. 116 und gehört jetzt zur Masch.-Gew.-Kömv. des genannten Regiments. — Das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhielt der Pionier Konrad Börger, z. Zt. einer Militär-Etsenbahn-Direktion im Westen zugeteilt. Die Auszeichnung wurde ihm von seiner früheren Truppe, dem Res.-Jnf.-Reg. Nr. 232, bei welcher er den Winterfeldzug in den Karpathen mitmachte und schwer verwundet wurde, nachgeschickt. Aon Börger stehen noch vier Brüder in: Felde. Einer fiel zu Kriegsbeginn als Vizefeldwebel im Jns.-Rgt. 168. Kreis Schotten. ^ U l f a, 15. Jan. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille, schon früher Eisernes Kreuz, erhielt der Unteroffizier R u h l. Er liegt zurzeit schwer verwundet in einem Feldlazarett in Rumänien. Y. Aus dem oberen Vogelsberg, 15. Inn. Ter Winter, welcher bisher noch sehr gäinde war, scheint jetzt mit aller Wucht auszutreten Sckfon am vergangenen Donnerstag fegte ein gewalliger Schneestnrm über unsere Fluren, welcher bis gestern abend noch andauerte. Es wettert und tobt, es nustert und schneit fi: einem fort. Der Schnee liegt schon fast durchschnittlich 25—30 Zentimeter hoch. Wege und Stege fiitb verschneit, dabei ist es jetzt empfindlich kalt geworden. Kreis Friedberg. nt. Friedberg, 16. Jan. Der Unteroffizier und Fahnen- sckmidd Friedrich HerFberger, im Feld-ArtlllerM-Regiment Nn 61, wurde nach 4^jähriger Dienstzeit zum Vizewachtmeister befördert. Er ist ein Sohn des Schneid<-rmeisters Herzberger vot: hier. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 16. Jan. Morgen wird das während des Krieges errichtete Empfangsgebäude auf dem hiesigen Bahühose in Betrieb genommen imd zwar werden Fahrkartenausgabe, Gepäckabfertigung, Warteräume und dklwvtanlage vom alten zum ueueu Gkbäud^ verlegt. Die Eisenbahnverwaltung inacht schon im Voraus darauf aufmerksam, daß das Gebätwe noch nicht ganz fertiggestellt ist, dem: bei dem zurzeit herrschenden Arbeiter- und Materialmangel war es nicht möglich, einen völligen Abschluß aller Arbellen zu erreichen. Tie Eisenbahnvettvaltmu'f erwartet, daß die Reisenden sich den geschaffenen, durch höhere Gewalt bedfiuften VerhÄtnffseu anpassen werden. Denn trotz des unfertigen iimeren AnÄaues roird die ^iwettiebnahme des neuen Empsangsgebäudes eine wesentliche Ver- befserung des Verkehrs bedeuten. So eitthält das neue EmpfaAtgss- gebäude eine 220 Ouadratmeter große Halle, an der vier Fahrkartenschalter, vier Bahnsteigsperren und eine reichlich groß bemessene Gepäckä^ertignng liegen. Der Wiartesaal l.und 2. Masse :st tcher 100 Quadratmeter groß, wozu noch ein besonderes Zimmer für Nrchttaucher kommt, der Wärtesaal 3. und 4. Klasse ist 140 ^uadwtmeter groß. Eine neuzeittiche Abortanlage, Waschräume imd öffentliche Fernsprechstelle sind an einem von der Haupthalle ausgehenden Nebenflur angeschlossen. Das Gebäude wird durch eine etgene Mederdruckdampfheizung erwärmt. Hessen-Nassau. ^ Biedenkopf, 15. Jan. Durch vorzeitigvs Losgehen einer TvnamttPatrone wurdm in der Gisenfteinqrube am StcrU- berg bei 'IRüsen die drei Bergleute Klare, Menchels und Haak getötet. Eine Anzahl anderer Bergarbeiter konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. — Gelnhausen, 15. Jan. Eine Frau, die mit einem Kind auf dem Arm auf der Haltestelle Bruchköbel einen Zug besteigen wollle, wurde, als sie ein anderes Gleis überschntt. von einein durchfahrenden Zuge überfahren und getötet. DaS Kind erlitt lebensgefährliche Verletzungen. — Wiesbaden, 15. Jan. Auf den: hiesigen Hauptbahnhof wurde heute früh eine ältere Frau namens Heiliger von einem Zuge überfahren und getötet. veemlschtes. * Berlin, 14. Jan. (WTB. Amtlich.) In Kilometer 7,6 der Fernstrecke Berlin—Halle ist heute, Sonntag, vormittag gegen 7.15 Uhr der Schnellzug D. 144 durch Ueberfahren des Blocksignäls bei Bcrhnhos Südende ans den am Einfahrtsignal B. I des Bahnhofes Großllchterfelde-Ost haltenden Güterzug 7810, der Verspätturg hatte, mäßig anf- gefahren. iMenschen sind glücklicherweise tricht verletzt. Vmn Güterzug sind fünf Wagen entgleist. Der Verkehr rauft Halle mußte nmgeleitet werden. Der Personenverkehr von Halle wird durch Umsteigen in Großlichterfelde cntfrecht- erhalten. Die Störung war um 3 Uhr nachmittags beendet. Die Untersuchung ist eingeleibet. * Wien, 13. Jan. Am vergangenen Samstag und Sonntag vrach hier in überfüllten Versammlungen Reichstagsabgeordneter Dr. Werner-Gießen über die politische Lage unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses Deutschlands zu Oesterreich und des Tauchbootkrieges. * Ein Erdbeben in Japan. Der ,Berl. Lokalanz." meldet aus Kopenhagen: Einem Telegramm aus Tokio zufolge wurde Formosa von einem heftigen Erdbeben betroffen, lieber 1000 Häuser stürzten ein; etwa 300 Personen sind umgekommen. Nniveefitäts-Nachkicbten. Berlin, 12. Jan. Die ,Voff. Ztg." meldet aus Leipzig: ^eh. Hofrat Professor Rudolf Birch-Hirschseld. Ordinarius er romanischen Philologie und Direktor des Romanischen Semi- nars der Universität Leipzig, ist gestern an einem Gehirnschlage g e st o r b en. Eingesandt. (Für jjorm und Inhalt aller unter dieser Rubrik steheuden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Cs zeugt vou einem starken SelbM?wußtsein, wetm jemand sich theoretisch zum Verttcter der Gesetzlosigkeit aufwirst, wenn er das aber zum prakfischen Nachteil der Majorität seiner Mibernwobner tut, daun darf er sickf auf gehörige Zurmllveifimg gefaßt machen. Der Einsender von gestern wünscht, daß, gegen die Polizeiverordnung. die Buben doch auf den Sttaßen rodeln sotten? Daß dtirch ein solches Eingesandt die Jugerw geradezu zu lleberttetungen verleitet wird, bat der Einsender wiöhl gar nicht überlegt!. Das Bo- nchmcn der Jungen auf der Sttaße wird hier in Gießen schon zur Kalamität, irtbem sie zu glauben scheinen, die Straße sei nur für die Herren Jungens da. Im Gegensatz zum Einsender gibt es viele Lettte, die der Jugend viel bessere Leibesübungei: empfehlen könnten und die das sstodeln ntchr nach der Seite des groben Unfugs benr- testen, wie so manchen bei uns importierten Sport. Letzte Nachrichten. Zusammentritt des BuuLesratsausschusses. Berlin, 16. Jan. Zu einer Sitzung des Bn:rdes«tLS- ausschusses für oulslvärtüge iAngelegenhetten begibt sich wcon< tag abeill) dessen Vorsitzeicher, Ministerpräsident Gras Hert- lirrg, nach Berlin. Die Türkei zur Snttntenote. Koustantinopel, 15. Jan. (WTB. NichtamEck.) Dre Blätter besprechen fortges^t die Note der Entente und ftelleir eur- mutig fest, daß sie iusbesolwcre do-tc diente, die ErobcrtMgs- »nM Raubabsichten der Entente zu enthüllen und reden Gedanken an «n Frieden unmöglich zu machen. „T a n i n" sagt: Die Entewr, murr' schrieb mit eigener Hand ihren Urtellsspruch vor der Gefchupte. Wenn es gllt, das Rechte- imd Nationalitätenprinzip ivarum müßte da die Türkei aus Europa vertrieben werden, d« seit 2V ? Jach en das reinste Blut icher Kinder zur erfolg renchn. Verteidigung ihrer Ehre und Zukunft vergießt, fvarmn nmßten o:e Türken vertrieben werden, die eine Geschichte von sieben v>ach chinderten und eine alle Zivilisation besitzca:, deren Denkmale fiar selbst im Zentntm Europas befitlden? „Le Spir^' verweist w^r Bezug auf die 91ote des österreichisch^m.garischeu Ministers des Aeußern, Grafel: Czertttcn. insbesoichere darauf, daß sich das Ra- tiomrlilätenpriuzip besonders gegen England und R:ffstm:d kehr«r würde, die so viele Völker tyrannisieren. — Im allgemeinen betonen die Blätter, daß die Autwvrttwte der Gshttcutc öeufeuern des Vierbinw-es zeige, lvarum sie kämpien und daß sie das Bunoms der Atittelnstichte stärken U7Ü> enger gestalleic loerde. Die Pforte rickstet gleichfalls an die Nentralei: eine Noch, rn der die Bel-allptungen in der Anttvortnote der Entente zurückg>e- lviesen werden. Der Vatikan und die Friedenserörterungen. Lugano, 16. Jan. Der vatiLrnrsche ,/Osservatcwe fstolnawo erllärt zur Friedeiiserörterung: In diesem An-genblick ist folche Erörterung loemgstens eröffnet, was schon an sich ein Dorten, ist und zwar ist es ein Vorteil deshalb, well cs nicht nrögltch ist, daß zwei Parteien sich jemals verständigen, ehe sie fchh nicht aus demselben Bode:: befmbat. Es ist ferner ein Vorteil, wen bei öffeittlickem wie persönlichem Handeln die Ansprüche beider Parteien immer hernntergedrückt werden können. Vor allen: aber ist es ein Vortell, well es dazu dient, die Stimmung zu be-i beeinflussen und sie vom Standpunkt der llnversöh:llichkeit und Vermchtungswut auf den Boden einer möglichen Bellegimg hiirüberzickeiten. Des Papstes Sekretär in der Schweiz. Berlin, 15. Jan. Der Privatsekretär des Papstes tft laut „Daily Mail"' in der Schweiz eingetroffen. Der Prälat ist angeblich mit einer wichtigen Mission in der Frio-^ densangelegerll)eit betraut Word«:. Oberst Repington über die Kriegslage. London, 15. (WTB. Nichbamtl^) Oberst Repington schreibt lli der „Times": Die Lage an der Westfront ist so, daß die Zahl der französischen, englischen unb belgischen Divisionen, selbst wenn nun: aus die lvechselnde Starke der 'Divisionen auf beiden Sellen Rücksicht nimmt, doch nicht so groß ist, daß fte in einem Offensivkampf eine Entscheidung verspricht. Vor dem Krüge nahmen wir an, daß für einen Angriff eine Uebermacht von zwei oder selbst drei gegen einen mcht zu groß sei und wir müssen immer von neuen: wiederholen, daß mir keineswegs über eine solche Ueberrnackü verfügen und daß doch der Sieg davon vbhängt, ob wll sie bekonnnen. Es ist außerdem für die Deutschen, jederzell möglich, im Westen die mvbllen strategischen Reservav' in die Wagschale zu fversen, die sie jetzt gegen Achmänien ver^' wenden. Wenn wir im Jahre 1917 :tur eine geringe Uebermacht gegen den Feind ins Feld bringen können, können wir bllligerweistt auch mcht inehr erwarten, als eit«: kleinen Erfolg. Der ($Vnnü*i satz Wilsons, daß die Zahl allein den Feftch" vernichten kann, . hat sich immer ivieder als richtig hevausgestellt und es muß inDolgedessen unser Hauptziel sein, diese Zahl, sowohl was Maaru- schäften als was Geschütze betrifft, aufzubringen. Oberst RepingtE, fährt fort, daß Politiker, die im übrigen tüchtig seien, die höchste einsaä>c Theorie nicht einschen wollten, daß Expeditionen an! verschiedenen Fronten und Kriegsschauplätzen die Kräfte zer-'- splittere. Erst sell der Konferenz in Rom könne man hoffen^, daß der Rat sachverständiger Soldaten wie Cadorna und Robertson befolgt werden mürbe. Englands Nuhrurrgsmitteldiktator. A,m> ft e r d a m , 16. Jan. „Dallv Mall" meldet, daß Lord Devonport, Englands Nahrungsmllteldiktator, verschiedene Verfüg gnngen erlassen hat, die hatlpffächllch auf den Mehlverbrauch Be>-< zug haben. Hochzeitskuchen darf nur noch gegen besondere Erlaubnis gebacken werden. Dabei ist aber der dicke Zuckeruberguß $u vermeiden. — Für zahlreiche Bedarfsartikel, wie Kartoffeln, sollen demnächst Höchstpreise eingesührt werden. Umbildung des französischen SanilatÄlienstes. Bern, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.» Der UtU^rstaatssekre- tär des französischen Sonllatsdienst«s, Codard, hat die chnmr- gische Organifatlln: des Heeres einer völligen Newdlldung unterzogen. Jedem Chirurgen ist künftig geschulles Assistenzpersonal be^eordnet. Ferner werden mobile cknrurgrsckve Abteillmgen gebildet, die in Reserve gehalten und lln Bedarfsfälle cm bedroytö Frontstellen gesandt werden sollen. Die Lebensmittelnot in Paris. Bern, 16. Jan. „Petit Parisien" schreibt zur Lebens- mittelrwt, es se: schfmeriger, sich in Paris Kartoffeln, Zucker und Mehl zu verschaffen, als von einem Minister empfangen, zu iverden. Griechenland. Paris, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „G-ciulois" er« klärt, es müsse innerhalb 14 Tagen festshchen, daß Griechenland aufgehört habe, eine Drohrrng für die Sicherheit zu sein, oder daß es endgültig durch andave Mittel als divw- matisck^ außerstande gesetzt werde, zu schaden. Die Brotkarte in Schweden. Kopenhagen 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- ttngske Trdende" ineldet aus Stockholm: .Heute tritt in SrÄkväUee das Brotmarkensystem in Kraft. Die neue Tagrmg des sch,vedischen Reichstages wurde heute eröffnet. Wn verlautet, wird die stiegierung :m Reichstage e:ne Gesetzesvvrlage betreffend die Einführung einer Luxussteuer auf Zigarren und Wein einbringen. Die Königin von SchnnDrn m Karlsruhe Berlin, 16. Jan. Die Königin von Schwedeil dia gestern den Bestch der Kaiserin, sowie (den des -Reichskanzlers :n ihrem Hotel empfing, ist abends nach Karlsruhe abaereist Villa geschlagen? dern ifi Jan Der mexikmch'che Gesagte in Madrid veröffentlicht erne Note, wonack) die Regierungstrmppen de>> Generals MurMtffa in-Vervollständigung chres Erfolges die Truppen Brllas ber Chrmenez Chihuahua enffcheideftd ge- jchlagen haben. Brlla selbst icnd fein Parteiaänaer s-ren flüchtig. Bulgarisch. Kunstabrnd, in Berlin . ^"lin^lb Jcm. (WTB. Nichlmntl.) I» der Sinq akademrr fand heute der erste der von der deutschdulqarischen Gesandtschaft veranstalteten bulgarischen Kun stabeiche stttt m Gegenwart Ihrer Majestät der Kaiserin, de-: 5-»erzoq.. unv der verzogni Ernst Günther zu Schleswig Holstein de-> h»i garyckxn Gesandten v. Rrtzow und Gemahlin und einer -aw reichen auserlesenen Gesellschaft. Der von der Singakldem ) unter Leitung von Prosessor Schummm mit Darbettungen machtvoll einqeleitete Abend aab den schen Gästen reiche Gelegenheit zu künstLKn DaLLu) £ÄiS * ---- aWtSS Statt jeder besonderen Meldung. Am 14. Januar 1917, abends 8 Uhr, verschied unerwartet und schnell infolge eines Herzschlages unsere inniggeliebte Frau und Mutter Johanna Assmann, geb. And ree jm soeben vollendeten 69. Lebensjahre. Dr. med. et. ph 11. Richard Assmann Geheimer Ober-Regierungsrat, Ordentlicher Honorarprofessor der Universität Gießen, Helene Assmann. Gießen, den 15. Januar 1917. Die Feuerbestattung findet in Mainz statt. Im Sinne der Verstorbenen werden alle Beileidsbezeugungen und Blumenspenden höflich aber dringend abgelehnt. 00335 Zu welchem Ende fuhren wir den Kriegs Hierüber spricht 507 D Reichsiagsabg. Dr. Werner Sonntag,L 1.Januarl91 Vnachm. 3/«Uhr im Fürstenhof zu Gieße $ 4 v^^wandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter, Grobmutter, Schwester. Schwägerin ynd Tante Frau Elisabeth tom Will. geb. Bieran beute mittag nach langem Leiden im Alter von 73 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Gaul Familie Friedrich Konrad Familie Jobn Seit?. Lollar, Gieben, Manchester, den 14. Januar 1917. Alicestraße 11 grobe schöne Wohnung Krofdorf er Straße 37 Sdiöiif Wm.-Wohnung mit Zubehör und Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Näheres bei Wilhelm Plank, Mühlstrabe 3. [20 zu vermieten. Näheres daselbst [27 I. Stock. 1/01 ?* e Beerdigung findet Mittwoch, mittags Vr 2 11 hr, statt. 0034° 6 Zimmer | wrotje «-Aimmer-Woling (II. Stock! m.Bad u. all. Zubeh. auf 1. Avril zu vermieten. Stevbanstraße 42 i. «■niüimnnn , n iii—i IBIHHMmI B I Schloss Lieh Sonntag, den 21. Januar 1917, nachmittags 4 Uhr ö Zimmer | Kalser-Allec 12 3- Zimmer-Wohnung mit .Nädchenkammer und reichlichem Zubehör per 1. Avril zu vermieten. 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Klarinettenquintette von Mozart u. Weber G-dur Sonate von Grieg für Violine und Klavier, sowie kleinere Violinstücke. - Die Klavierbegleitung hat Herr Otto Stoll (Berlin) gütigst übernommen. Der Reinertrag wird wohltätigen Zwecken überwiesen. Eintrittskarten sind im Vorverkauf in derMusikalienhandlung vonE.Challier zu haben. Preise der Plätze: 3.- 2.- 1 .- Mark. LICHT-SPIEL-HAUS Bahnhofstr. 34 Gießen Telephon 2077 Programm vom 16. bis 19. Januar 1917 . Die Totenkopf-Uhr Sensationeller Kriminalroman in 3 Akten. Unsere deutsche Hochseeflotte Aktuelles Flottenbild. 520a Das Gift der Liebe Ein Drama aus dem Künstlerleben in 2 Akten Dazu das grate Beiprogramm. "U Bekanrrtumchrrnq. PV GfkV i (Ü G3 Der Gr. Gerichtsvollzieher i. R. Born in Gießen wird bis auf weiteres zum Stellvertreter des Gr. Gerichts Vollziehers Müller in Gießen bestellt. Gießen, 15. Januar 1917. Der Präsident Großh. Landgerichts der Prov. Oberhesfen. Dr. Güngerich. 512 Jagdverpachtung^ «amstag, den 20. Januar l.J., nachmittags 2 Uhr. werde» auf dem hiesigen Rathaus die Jagdbezirke 3. 4 und 5 der Gemarkung Gründer» auf 6 Jahre verpachte!. In dem Jagdbezirk Nr 3 der Feldfagd sind 14,62 Hektar Wald enthalten. Die Jagdbezirke 1 und 2 (Waldpacht» werde» vorerst nicht verpachtet. Grünberg (Hessen), den IS. Januar 1917. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünbera. __ Ranft. :i ,- Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. «etr» !>. Ausgabe von Süöttoff (Saccharin». In der Jeu vom »«.-31 Januar 1917 wird «eaeu den der Sühsioffkarien „A" ,blaul und , -uHiiunmiicii „n uuaui uno 'aelbivon den SüßuoffabgabesteUen Süßstoffabgegeben. it r gelangen zwei Briefchen bezm auf den Abschnitt zur Ausgabe. M q^Z?"?^^"^erliert der Abschnitt 3 seine Gültig- x ^ lcfem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoff worden, bur * en von den Abgabestellen frei verkauft Gießen, den lß. Januar 1917. [504B Ter Oberbürgermeister. Keller. Monatsstelle zu besetzen. Meld. 1—6 nachm. 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