Nr. 1« Der •Icftetttr Anzeige, «scheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Gießener Lamilienblütter; Kreisblatt für len Kreis «leßen. vezugrpreis: monatl. 90 M.. viertel- iäbrl. Mt. 2.K5: durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchristleitungI12 Verlag,Geschäitsstelle51 AnschriitfürDrahtnach- - .. , ^ ^ - . «ch,en:AnzkigttSi-hen. swillmgsrunddruck u. Verlag: Sriihi'sche Univ.-Vuch- u. Stelnörutferei R. Lange. Schriftleitung. Geschäftrstelle „.Druckerei: Schulftr. 7. Freitag, \2. Januar \%l Postscheckkonto: Frankfurt a.M. N686 General-Anzeiger für Oderhessen Vankverkehr: Gewerbebank Gießen von Anzeigen l . die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b Plntzvorschrist 30 Pf., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrist 90 Pf. Hauptschriitleirer: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt ui • Land, Vermischtes u.Ge« richtssaal: Fr. R. Zenz, Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Eine deutsche Note an die Neutralen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 11. Jan. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Ypern- und Wytschaete- Bogen, an der Ancre, der Somme und beiderseits der Maas erreichte der Artillerie- und Mmenkampf zu einzelnen Tagesstunden beträchtliche Stärke. Nördlich Ypern ist ein feindlicher Angriff unter schweren Verlusten sür den Gegner abgeschlagen. An schmaler Stelle eingedrungene Engländer wurden durch Gegenstoß zurückgeworsen. Auch südlich Ypern blieben Vorstöße stärkerer 'kindlicher Patrouillen erfolglos. Bei Beaumont gelang es dem Feind, ein vorspringendes Grabenstück unserer Stellung zu besetzen. Unsere Flieger schossen zwei englische Fesselballons ab, die brennend niederstürzten. Oeftlich-erKriegsschauplatz. Front des General-Feld- marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Lebhafte Artillerietätigkeit zwischen Riga und Smor- gon folgten gegen verschiedene Stellen dieser Front während gchtngen Tages, in der Nacht und heute morgen mehrere russuche Angriffe und Vorstöße starker Abteilungen, die restlos abgewrefen wurden. Krönt des Generalobersten Erzherzog Josef. Der gestrige Tag brachte den deutschen und österreichisch- ungarischen Truppen im schwierigen Gebirgskamps zwischen Uz- und S u f r t a - T a l weitere Erfolge. Mchrere Stützpunkte wurden dem Feinde entrissen. der Oitozstrahe nahm das Jnfant.-Regi- ment Nr. 189 unter Führung seines tapferen Kommandeurs starr ausglDmlte, zäh verteidigte Höhenstellungen im Sturm. Bei Marasti und Racoasa wurde die gewonnene Linie gegen feindliche Angriffe behauptet. An Gefangenen sind sechsOffiz ereund über achthundert Mann, an Beute sechs Maschinengewehre eingebracht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung. M a z e 0 o n i s ch e Front. Patrouillenkämpfe an der Struma waren für uns erfolgreich. Der Erste Generalauartiermeister L u d e n d o r f f. Der Abendbericht. D e r l i n, 11. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Englische Teilangriffe bei Ser re und Bett u m o n t sind abgewiesen. An der Düna und an der P u t n a keine besonderen Ereignisse. Was wir vom Kriege selber vernehmen, von den Vorgängen und Entscheidungen auf den Schlachtfeldern, das *2? l ort^ en ausschließlich zugunsten der Mitteb- machte. Aber es wird gegenwärtig viel mehr vom Frieden und fernen Aussichten gesprochen, und da können sich unsere Fernde rn der Selbstberauschung mit Siegesgedanken nicht germg tun. Auch für die Neutralen ist die große Gebärde bestimmt. Da war für die deutsche Regierung nach der schroffen Ablehnung ihres Friedensvorschlages der Weg gewiesen. An die Vernunft und Wahrheitsliebe der Gegner wnnte sie sich nicht mehr wenden, wohl aber an die Adresse der neutralen Mächte, um den Verunglimpfungen des deutschen Nanrens, den Verdrehungen der deutschen Ziele ent- ist in der heute vorliegenden, von uns nachstehend wiedergegebenen deutschen Note gründlich und wirksam geschehen. Wer freilich iwch nicht überzeugt war, imrd auch durch das neue Schriftstück nicht klüger und ver- nünftiger werden. Allein wir durften durch die Lungenkraft Entente, die uns als kriegsmüde und ermattet hinzw- stellen beliebte, keine Legende aufkommcn lassen. Ein Ueber- se^eien der Gegner hat die deutsche Regierung nicht beab- lichtrgt, aber da der Friedensvorschlag so vielen, auch schäd- lnhen Ausdeutungen begegnet war, durften wir und unsere Berbüiideten nach der Entscheidung über seine Annahme oder trat die deutsche Regierung frei hinaus in die Oeffentlichkeit Mahnung vor der Welt nicht das Antlitz verhüllen. So der ganzen Welt mit ruhiger. stolzer Haltung, mit dem Blick und dem Wort des seiner Sache Sicheren, den nicht Ängstlichkeit, sondern bei allem Siegesbewußtsein maßvolles Er- wagen leitet. Die deutsche Regierung war der Ueberzeugung ,,daß ein gerechter und für alle Kriegführenden annehm barer Friede möglich sei". Von großer Wichtigkeit scheint uns der folgende Satz in der deutschen Note zu sein: „Die ohne Vorbehalt ausgesprochene Bereitschaft, beim Eintritt in die Verhandlungen ihre Friedensvorschläge bekannt zu geben, widerlegt jeden Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit." In der Note vom 12. Dezember sagten unsere verbündeten Regierungen: „Die Vorschläge, die sie zu diesen Verhandlungen mitbringen werden und die darauf gerichtet sind, Dasein Ehre und Entwicklungsfreiheit ihrer Völker zu sichern, bilden nach ihrer Ueberzeugung eine ge eignete Grundlage für die Herstellung eines dauerhaften Friedens." Heute wird vor den Neutralen noch ein mal jeder Zweifel beseitigt, daß die Zentralmächte ohne Vorbehalt geneigt und bereit waren, beim Eintritt in die Verhandlungen, also als erste der Kriegführenden, ihre Friedensvorschläge bekanntzugeben. In der Tat, das ist ein durchschlagender Beweis dafür, wie haltlos die Anschuldigung ist, unser Angebot wäre unaufrichtig und nicht ernst gemeint. Wie wenig es den Feinden um den baldigen Frieden zu tun war, bewiesen sie damit, daß sie nicht den kleinsten, für sie ungefährlichsten Schritt des Entgegen Lommens tun wollten. Sie hatten es in der Hand, ohne irgend welche Nachteile besorgen zu müssen, zu p rüfen, ob der Vorschlag erlist war. Statt dessen die leichtfertigen Kraftworte und Beschimpfungen eines ritterlichen Gegners Es ist gut, daß die heutige deutsche Note an die Neutralen noch einmal ruhig das Sündenregister der Entente aufzählt, das ihrer Scheinheiligkeit ins Antlitz leuchtet. Es war auch insofern zeitgemäß, daß dies geschah, als die Veröfsent- lichuirg der Antwort unserer Feinde an den Präsidenten Wilson unmittelbar bevorsteht. Der unechte Klang, der Phrasenschwall französischer Beweisführung wird sich gewaltig von den deutschen Erklärungen abheben, and „wer Ohren hat, zu hören, der höre!" Auch die Bekanntgabe der unerhörten Behandlung unserer Gefangenen durch die Franzosen erfolgt gerade zur rechten Zeit. Wie die Hüter von Kultur und Menschlichkeit wirklich aussehen, das muß erwiesen werden. In das luftige Gespinst französischer Lügen und Benebelungen fügen wir das sichtbare, tragfähige Gebälk unserer Nachweise. So soll uns um das Urteil der Welt nicht bange sein. Was dann noch fehlen sollte, wird die Beweisführung unserer .Heerführer ergänzen. Der Ssterreichisch-ungarlsche Tagesbericht. Wien, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Im Bereiche der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen keine Aenderung. Am Südflügel der vom Generalobersten Erzherzog Joseph befehligten Streitkräfte dauert der GcbirgSkainpf fort. Im Susita- und Casinu-Tal wurde ustser Angriff vorwärts getragen. Nördlich der Oitoz-Straße stürmten österreichischungarische und deutsche Bataillone mchrere russische Stellungen. An zahlreichen Punkten bemühte sich der Feind, verlorenes Gelände zurückzuerobern: es war vergeblich. Unsere Tagesbeute belief sich gestern in diesem Raume aus 80v Gefangene und sechs Maschinengewehre. An der Byftritza-Solot- winska wiesen unsere Feldwachen russische Jagdkornrnan- dos ab. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Eine deutsche No e an die Neutralen. Berlin, 11. Jan. (W.B. Amtl.) Den hiesigen Vertretern der n e u t r a l e n R ag i e r n n g e n ist folgende N o t e b e x b e u t* schen Regierung zugestellt worden: Die Kaiserliche Regierung hat durch die Vermittelung der Regierung der Bereinigten Stauten von Amerika, der königlich spanischen Regierung und der Regierung der schweizerischen Eidgenossenschaft die Antwort ihrer Gegner uns die Note vom 12. Dezember erhalten, in der Deutschland im Einklang mit seinen Verbündeten den alsbaldigen Eintritt in Friedensverhandlungen vor- Antwort an sie aus. Die Kaiserliche Regierung legt aber Wert daraus, den Regierungen der neutralen Mächte ihre Auffassung überdie Sachlage zu kennzeichnen. Die Mittelmächte haben keinen Anlaß, erneut auf Aus einandersetzungen über den Ursprung des Weltkrieges einzugehen. Die Geschichte wird urteilen, wen die ungeheure Schuld an dem Kriege trifft. Ihr Währspruch ivird ebensowenig über die EinkreisungsPolitik Englands, oie Revanche- Politik Frankreichs 'imb das Streben Rußlantö nach Konstantinopel hinweggehen, wie über die Aufwiegelung Serbiens, den Mord in Serajewo und die Gesamttnobilmachung Rußlands, die beit Krieg gegen Deutschland bedeutete. Deutschland und seine Berbündeteit, die zur Mrteidigungj ihrer Freiheit und ihres Daseins zu den Waffen greifen mußten, betrachten dieses ihr Kriegsziel als erreicht. Dagegen haben die feindlichen Mächte sich immer weit e r von der Verwirklichung ihrer Pläne entfernt, die nach den Erklärungen ihrer verantwortlichen Staatsmänner unter anderem aus die Erobertcng Elsaß-Lothringens irrtb mehrerer preußischer Provinzen, die Erniedrigung und Verminderung der österreichisch-ungarischen Monarchie, die Aufteilung der Türkei und die Verstümmelung Bulgariens gerichtet sind. Angesichts solcher Kriegsziele wirkt das Verlangen nach Sühne, Wiedergntmachung und Bürgschaft im Bund der Gegner überraschend. Tie Gegner bezeichnen den Friedensvorschlag der vier verbündeten Mächte als ein Kriegsmanöver. Deutschland und seine Bundesg.mosseu müssen auf das nachdrücklichste Verwahrung dagegen einleaen, bctj ihre Beweggründe, die sie offen dargelegt haben, ans diese Weise gefälscht werden. Ihre Nebcrzeugung war, daß ein gerechter und für alle Krieg- führenden annehmbarer Friede möglich! sei, daß er durch, einen umnittelbaren mündlichen Gedankeiraustausch herbei- geführt werden könnte, irnd daß deshalb ein weiteres Blutvergießen nicht zu verantworten sei. Tie ohne Vorbehalt ausgesprochene Bereitschaft beim Eintritt in die Verhandlungen, ihre Friedens Vorschläge bekannt zu geben, widerlegt jeden Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit. Tie Gegner, in deren Hand es lag, das Angebot auf seinen Gehalt zu prüfen, versuchten weder eine Prüfung noch machten sie Gegenvorschläge. Stattdessen erklären sie einen Frieden für unmöglich, so lange nicht die Wiederherstellung der verletzten Rechte und Frechheiten, Anerkennung des Grnnd- atzes der Nationalitäten und der freien Existenz kleiner Staaten gewährleistet sei. Tie Aufrichtigkeit, die der 0)egner dem Vorschlag der vier verbündeten Mächte abspricht, wird die Welt dieses Forderungen n i ch. t z n b i l l i g e n können, wenn sic sich das Geschick des irischen Volkes, die Vernichtung der Freiheit und Unabhängigkeit der Burenvepubliken, die Unterwerfung ßtvrd- afrikas durch! England, Frankreich uird Italien, die Unterdrückung, der russischen Fremdvötker und schließlich die obne Vorgang in der Geschichte dastehende Vergewaltigung G rieche n- a n d s vor Augen hält. Auch über die angeblichen Vöckerreelits- verletzungen der vier Verbündeten sind diejenigen Mächte nicht beßtgt, Beschwerde zu führen, die von Beginn des Krieges an das Recht mit Füßen getreten und die Verträge, aus denen es beruht, zerrissen haben. Englmrd sagte sich, schon in den erstzm Wochen des Krieges von der Londoner Deklaration los, deren Inhalt seine eigenen Delegierten als geltendes Völkerrecht anerkannten^ und verletzte tm wetteren .Verlause des Krieges auch^ die Pariser Deklaration aufs schpoerste, so daß durch seine willkürlichen B^ß- regeln für dre Krregführung zur See ein Zustand der Rvchts- longkert emtrat. Ter Aushungerungskrieg gegen Deutschland -rttp der tu Englands Interesse aus geübte Druck auf die Neutralen tept mtt den Regeln des Völkerrechts nickch mindgr in schreiendenr Widerspruch' wie mit den Geboten der Menschlichkeit Ebenso völkerrechtswidrig und mit den ßlrmtdsätzen der Zivilisation unvereinbar ist die Vern>endung farbiger Truppen in Gr u r o t> a , ba* Hm eintragen des Krieges nach 4lsrika, das unter Bruch be> bestehender Verträge erfolgt ist, und das Anschm der lveißen Rasse m diesem Weltteil mrtergräbt. Die u n m e n s ch l i ch e B e - nblung der Gefangenen, besonders in Afrika und Estland, die Verschleppung der Zivitblwölknnng aus Ostweußen, Elsaß-Lothrrngeit, Galizien uttd der Bttkoioina sind weitere tvnse, nne die Gegner Rechte und Knltttr achten. !Am Schlüsse ihrer Note vom 30. Dezember venveisen die Gegner auf jdie besondere Lage Belgiens. Die Kaiserliche Regierung vernrag nicht mtznerkcimeii, daß die belgische Regierung hmner die Pflichten beobachtet lut, die ihr die NeuttulltäS auferlegte. Sckwn vor dem Kriege lut Belgien unter der Einwirkung Englands sich inilitärisch an England und Frankreich äuge' lehnt und damit deii Geist der Verträge sechst verletzt, Nc seine; Nnabhänstgkeit und Neutralität sicherstellen solltuu Zioetmal lul bfe Kaiserliche Regierung der belgischen Regierung erklärt, daß sie nicht^als Feind nach Belgien komme, und sie gebeten, dem Lande die Schrecken des Krieges zu ersparen. Sie erbot sich für diese, Fall, den Besitzstand und die Unabhängigkeit des Königsreiches i, vollem Umfange zu garantieren und allen Schaden zu ersetzen, de durch den Durchzug der deutschen Truppen verursacht werden könne Es tft bekannt, daß die königlich groß britannische Regierung im Jahre 1887 entschlossen nxtr, sich der InanspruchualMe eines Wegerechtes durch Belgien unter diesen Voraussetzungen nicht zu widersetzen. Tic belgische Regierung hat das wiederholte Aner bieten der Kaiserlichen Regierung abgelehnt. Auf sie und die ienigen Mächte, die sie zu dieser .Haltung verführt haben, fällt die Veulntwortung für das Schicksal, das Belgien betroffen hat. Ti Anschuldigungen wegen der deutscher Kriegsführung in Belgie, und der dort im Interesse der militärischer! Siclierheit getroffener Maßnahmen hat die Kaiserliche Regierung wiederholt als un wahr zurnckgewiesen. Sie legt erneut energische Verwahrung geger diese Verleumdungen ein. Deutschland und seine Bundesgenossen haben den ehrlicher Versuch gemacht, den .Krieg zu beendigen und eine Verständigung der Kämpfenden anzubahneir Tie Kaiserliche. Regierung stellt fest, daß es lediglich von dem Entschluß ihrer Gegner abhmg, ob der Weg zum Frieden betreten werden sollte oder nicht. Tie feindlichen Regierungen haben es abgelehnt, diesenWeg zu gehen, auf sie fällt die volle Verantwortung für denFortgangdes Blutvergießens. Tie vier verbündeten Mächte aber werden den stampf in ruhiger Zuversicht und Vertrauen auf ihr gutes Recht weiter führen, bis ein Friede erstritten ist, der ihren eigenen Völkern Ehre, Dasein und Entwicklungssveiheit verbürgt, allen Staaten des europäischen Konttnents aber die Wohltat scl)enkt, in gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung gemeinsam an der Lösung der großen Külturprobleme zu arbeiten. London, 11. Jan. (WTB. Nickyamtlich.) „Daily Chro- niete" meldet, daß die Note der Alliierteil Ml den Präsidenten! Wilson im allgemeinen aus dem Nationalitätenprinzip basiere urld daß darin besonderer Nachdruck auf formelle Rückgabe, Vergütung und Garantien für Belgien gelegt werde. Die Antwortnote der Entente an Wilson. Paris, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Davas. Briand empfing gestern um 2 Uhr 30 Minuten nachmittags den amerikanischen Botschafter Sharp und übergab ihm namens aller alliierten Regierungeil die Antwort aus die am 19. Dezember 1916 von Wilson den kriegftihrenden Staaten gemachte Mitteilung. Briand übergab Sharp gleichzeitig eine Note, durch die die belgische Regierung, unter Feststellung ihrer völligen Zustimmung zu der gemeinsamen Antwort der Alliierten, ihre Dankbarkeit bezeugte gegen die von der amerikanischen Regierung der unglücklichen Bevölkerung des besetzten Belgiens geleisteten edelmütigen Dienste und für die lebhafte Sympathie, die die amerikanische Nation bei jeder Gelegenheit Belgien auf Grund der eigenartigen Lage dieses Landes, das durch die Verletzung seiner Neutrali- tät zum Kriege gezwungen wvrden sei, bezeigte. Baron Beyens, der belgische Minister pes Aeußeren, wohnte persönlich an der Seite Briands dem Empfange Sharps bei. Die Antwort der alliierten Regierungen wird am Freitag früh veröffentlicht, da die alliierten Regierungen die Sicherheit haben' wollen, daß der Präsident der Vereinigten Staaten auf diese Weise die Note persönlich zur Kenntnis nehmen kann, ehe eine Veröffentlichung durch die Presse erfolgt ist. Ein Vorschlag der ameritanischcn Sozialisten. Haag, 11. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Das Sekretariat des internationalen sozialistischen Bureaus hät heute von der sozialistischen Partei in den Bereinigten Staaten ein Telegramm aus Chicago erhalten, in dem vorgeschlagen wird, für den 3 V Juni 1917 im Haag einen internationalen Kongreß ernzubernfen. Wenn das Bureau bis zum 1. März keine Schritte getan haben sollte, um einen solchen 'Kongreß einzu berufen, so würde die amerikanische sozialistische Partei sich für berechtigt hallen, selbst die Initiative zu ergreifen. Die angeblichen Aerrßerirngerr des Grasen Bernstorff. Berlin, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Altgem. Ztg." schreibt: In der deutschen Presse wurden auf Grund von Meldungen der Londoner „Times" angebliche Aeuß er ungen des Botschafters in Washington, Grafen Bernstorff wiedergegeben, nach denen dieser jjefagt haben soll, Deutschland wolle um jeden Preis zur Friedenskonferenz gelangen. Es sei bereit, Belgien herzustellen und zu entschädigen und Kriegsentschädigungen zu bezahleit. Es liegt zwar auf der Hand, daß der Botschafter derartige Aeußerungen nicht getan haben kann und daß wir es hier mit den bekannten Verdrehungen und Entstellungen der amerikanisch-englischen Presse zu tun haben, — trotzdem sei aber ausdrücklich festgestellt, daß weder der Botschafter noch ein Mitglied der Botschaft in Washington derartige Aeußerungen getan hat. Unmenschliche Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich und deutsche Gegenmaßnahmen. Berlin, 11. Jan. (WTB. Amtlich.) In letzter Zeit Läufen sich die Nachrichten über die unmenschliche, jedem Völkerrecht hohnsprechende Behandlung, die den deutschen Kriegsgefangenen in französischer Gefangenschaft zuteil wird. Nicht genug damit, daß die Gefangenen ijn idem Wirkungsbereich des deutschen Feuers zu schwersten Arbeiten, darunter Ausheben von Schützengraben und Transport von Munition, gezwungen werden, wird in unmenschlichster Weifte alles getan, um ihnen ihr ohnehin bitteres Lois verschärfen und ihnen das Leben zur Hölle zu machen. Schon unmittelbar nach der Gefangennahme werden die Gefangenen ihrer Wertgegenstände plan- niäßig beraubt; bei dem Transport zur Sammelstelle werden sie von Wachmannschaften, und Bevölkerung a ngespien, in gemeinster Weise beschimpft, durch Schläge, Kolbenstöße und Fußtritte roh mißhandelt. Wiederholt sind Hunde auf die Gefangenen gehetzt worden. Französische Offiziere haben derartigen Brutalitäten nicht nur nicht gewehrt, sondern sind selbst daran beteiligt. Die erste Unterbringung findet in offenen mit Stacheldraht umzäunten Pferchen statt, wo der bloße Erdboden ohne Rücksicht auf Wknd und Wetter als Lagerstätte dient. Das Essen ist unzureichend und oft ungenießbar. Krankheitsepidemien sind oie Folge. Disziplinarstrafen von beispielloser Härte werden verhängt So hat man wieder ergriffene Flüchtlinge in einen Drahtkäfig gesperrt, der zum Niedertegen zu kurz und zum Stehen zu niedrig war. Die Verhältnisse in den Sammellagern, wohin die Gefangenen nach wochenlangem Aufenthalt in den Drahtpferchen übergesührt werden, sind unwürdig und trostlos. Die Mannschaften liegen in Zelten, die regendurchlässig sind und der Winterkälte freien Zutritt lassen. Nur selten lverden Decken geliefert und dienen Stroh und Flechtwerk als notdürftiges Läger. Aerztliche Fürsorg e ^ e h l t f a st gänzlich. Kranke werden ohne Rücksicht aus ihren leidenden Zustand zur Arbeit angetrieben, ^ostiack-en der Gefangenen werden nickst oder nur nach langer Liegesrist befördert. Ihnen aus der deutschen Heimat geschickte Pakete und Geld werden nur in Einzelsällen aus- gehändigt, die Pakete sind fast durchweg beraubt. Selbstverständlich hat die deutsche Reichsreg - c r u n g sofort Maßnahmen ergriffen, um iik diesen unerhörten Zuständen Wandel zu schaffen. Den unglücklichen kriegsgesangenen Deutschen, die in der französischen Armeezvne im deutschen Feuer unter o elenden Bedingungen ihr Leben fristen, muß und wird und zwar schnellstens geholfen werden, dessen kann das deutsche Volk versichert sein. Näheres darüber wird in Kürze mitgeteilt werden. Neue Großtaten des Krieges. Berlin, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Während die Verbündeten den Russen das südliche Serethufer entrissen, dringen deutsche und öfterreichhch-uugarische Verbände unaufhaltsam über as Hochgebirge der Karpathen gegen die Moldau nach Osten vor. Unwegsame enge Gebirgsschjluck>ten, zerklüftete Bachtäler, wegelose, zerschneite Gebirgszipfel und undurchdringlicher Urwald sürd as Kampsgelände: Die Geschütze müssen an Seilen in die Schl u ch ten.h in abgelassen werden. Ten Nach- cknb an Mn nitton und Verpflegung können nur an wenigen stellen Fuhrwerke bewältigen; größtenteils muß alles auf dem Rücken nac^eschleppt werden. Daz-u kommen die Unbilden der Witterung, Nebel, Schneestürme und Kälte bis zu 15 Grad. Tie Leistung dieser Verbände nruß zu den Großtaten des Krieges gezählt werden. Trotz aller dieser Schwierigkeiten drängen diese Truppen den Feind Schritt um Schritt zurück. Zur großen Verwunderung der Gegner ist es ihnen sogar gelungen, schwere Artillerie über das Gebirgsmassiv zu schleppen. Sie haben heute bereits die Ausläufer des Gebirges erreicht, in denen die Russen und Rumänen in aus ge bau ten Stel- hmgen ihren Vormarsch vergebens izu hindern versuchen. Ihr südlicher Flügel steht im Pintna- und Susida-Tal, wenige Kilometer von der Ebene eittfernt, und bedroht die russische Flanke nördlich Fvcsani. Weiter nördlich! im Tale des Citur ist der Verteidiger durch einen ( kühnen Vorstoß erneut geworfen. An zwei ausgebauten, vorbereiteetn, mit Drahtverhau verrammelten Höhen- stellungen verursachte der Russe >den Bormarsch der Verbündeten aufzuhalten. Beide Stellungen, von denen jebc wieder aus mehreren Linien bestand, lagen etwa 1,5 Kilometer hintereinander und wurden am 11. Januar durch das Infanterieregiment Nr. 189 unter Führung des Oberstleutnants Bayer trotz zähester Verteidigung gestürmt. Mte wütenden (Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen. Die zweite Stellung wurde nach Einbruch der Dunkelheit ber heftigem Schneesturm genommeu und gegen alle Angriffe gehalten. Während unsere Truppen im Osten groß angelegte strategische Operationen ausführen, beschränken sich Engländer und Franzosen aus Feuertättgkeit und schwächere oder stärkere Patrouillen- vorstöße, die größtenteils im deutschen Sperrfeuer nicht zur Entfaltung gelangen. Mur bei Beaumont mußte dem Gegner ein knieförmig vorgebogenes unbedeutendes Grabenstück überlassen werden. * Der bulgarische Bericht. Sofia, 10. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des General- stabes vom 10. Januar. Mazedonische Front: In einzelnen Abschnitten spärliches Artille riefcuer von beiden Seiten. In der Ebene von Serres drangen unsere Patrouillen an zahlreichen Stellen in die feindliche Stellung und brachten nach gelungener Unternehmung Geangene rrnd ein Maschinengewehr ein. In der Gegend von Drama wurde ein feindliches Flugzeirg zur Landung gezwungen. Mir nabmen £te Insassen, zwei Serben, gefangen. Der Apparat ist vollständig unversehrt. R u m ä n i s ch e Frvnt: Keine Ereignisse von Bedeutung. m Englischer Bericht aus Mesopotamien vom 10. Januar. Am 9. Januar eroberte eine indische Division, die mit großem Schneid vorging, feindliche Gräben, in einer Frontbreite von 1000 Metern, in der Krümmung des Tigris auf dem rechten User, nordöstlich von Kut el Amara. 7 Offiziere nnd 255 Mann wurden gefangen genommen. Am glcich«en Tage wurden die feindlichen Gräben bei Sannyat beschossen. An drei Stellen wurde erfolgreich, in die feindlichen Linien vorgestoßen. Das Programm der neuen Regierung in Rußland. Petersburg, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der neue Ministerpräsident Fürst Golizyn erklärte in einer Unterredung mit Vertretern der russischen Presse, daß für ihn ebenso wie für seine Borgängey der Wahlspruch Augenblickes: Fortsetzung des Krieges bis zum vollkommenen und endgültigen Siege sei. Stockholm, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der neue Ministerwechsel in Rußland wird in der schwedischen Presse vielfach als ein weiterer Schritt nach der reaktionären Seite hin beurteilt. So schreibt „Stockholms Dagblad": Der Umland, daß außer Trepow auch der Unterrichtsminister Graf Jgnatiew, das am wenigsten konservative Mitglied des Ministerrates, abging, spricht dafür, daß die Umbildung in reaktionärer Mchturrg ging. Daß der ganze Wechsel durch rein innerpolitische Konflitte hervorgerufen wurde, ist über jeden Zweifel erhaben. Eine russische Eisenbahnanteihe. Kopenhagen, 10. Jan. (WTB.) „Berlingske Ti- dende" meldet aus Petersburg: Das Finanzministerium hat das Ersuchen mehrerer großer Eisenbahnlinien um Aufnahme einer großen Eisenbahnanleihe znr Entwicklung des Eisenbahnnetzes bewilligt. Die Anleihe wird wahrscheinlich im Marz zur Zeichnung aufgelegt werden. Die Eisenbahnlinien Moskau—Kasam-Donetz aitb Moskau —Windau—Rybinsk fordern für sich allein 300 VUllionen Rubel. Aus Petersburg. Petersburg, 11. Jan. (WTB.) Gestern fand die Einweihung der neuen Brücke über die Newa im Stadtzentrum statt. Die Brücke ist etwa 280 Meter lang und 24 Meter breit. Der mittlere Bogen gewährt geöffnet allen Schiffen, die in die Newa einlaufen können, die Durchfahrt. Kammer und Senat in Frankreich. Paris, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Ayence Havas. Kammer und Senat nahmen heute nachmittag die übliche feierliche Einführung ihrer in der Sitzung am Dienstag gewählten Bureaus vor. Der Seuatspräsrdent D u b o st setzte dabei auseinander, daß j-eder Franzose nur die eine Aufgabe habe, das Vaterland zu verteidigen. In diesern Sinne, so führte er aus, werden wir auch hier unsere Arbeiten fortsetzen. Wir sind einmütig in dem Willen, den Krieg fortzuführen, bis wir diejenigen zur Ohnmacht gebracht haben, die ihn entfesselt haben, bis zur endgültigen Befreiung Frankreichs, bis zur Befreiung Europas und bis die Signatur Frankreichs rrnd ihrer Alliierten durch den Sieg bestätigt ist. Zum Schluß widmete er den heldenhaften Soldaten und Seeleuten und ihren Befehlshabern Worte der Anerkennung und der Ermunterung. Kammerpräsident Döschen e l hielt ein eähnliche Ansprache. Kritische Worte des Senators Humbert. Bern, 11. Jan. (WTB. Nichckrintlich.) Senator Humbert erklärt nn Pariser „Journal", er müsst leider feststellen, daß es den Verbündeten noch nicht gelungen sei, eine nnrksame Cinl>eit> lichtcit ihrer Unternehme uHen zu erzielen. Die Hoffnung, welch« inan stit Monate,! rn die Konferenzen tu Paris gesetzt l^ättc, auf der bk Einheitlichkeit der Aktion traf eine Einheitsfront als gwße Tat verkündet wurde, seien verfrüht gewesen. Man Hab« !^ch mit halben Maßnahmen begnügt, da es an Energie und Me- sthle. Wenn die Entente Wochen brauche, um aus die deutsche oriodensiwte und Wilsons Note zu antworten, wie körme man daran 1 eine wirkliche enge militärische Zusammenarbeit hoffen, ivel- ck>e schnelle Entschlüsse und rasche Aussülwung erfordere. Humbert befurchtft daß auch die Konferenz in Rom keine vollständige Lösung bringen werde. Im feindlichen Lager herrschte Einheit, Disziplin und Ordnung. Alle Pläne würdeii dort sofort aus geführt. Bei den Alliierten habe jeder ttotz des besten Wissens aller ferne eigenen Wege. Man versucht wohl, die Unterneh-mmr- gen in Einklang zu bringen, aber es seien nur Ansätze, Disziplin sn notwendig. Es genügten jedoch Konferenzen nicht, 1 ondorn eine ständige Organisation sei notwendig, welche ein zuverlässiges Zusammenarbeiten der Entente-» regierungen verbürge. Noch kein großes Krieasproblem sei für die Entente gelöst, ioeder das Problem der efsekttven Bestände, noch das Problem des Materials, der Verproviantierung und der Finanzen. Das betrübende rumänische Sck-auspiel dürfe sich mcfyt wiederholen. Die Entente müsse berett sein, üm den furchtbaren neuen.Schlag, zu dem der Feind zweifellos aus holen werde, auszufangen. AuSstand der Munitionsarbeiter in Paris. Bern, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Zensur läßt nur Ipärliche Nachrichten über den Streik der Munitionsarbeiter cnd Arbeiterinnen in Paris nnd Umgebung zu. Das Blatt „Oeuvre" teilt mit, daß die Zahl der Ausständigen am Dienstag abend über 6000 betrug. Dem., Temps" zufolge haben Versammlungen zur Vorbereitung neuer Ausstände stattgefunden, durch die eine Lohnerhöhung erzwungen werden soll. Tie „Bataille", das Org-an der Gewerkschaften, erfährt, daß zwei Arbeiterinnen wegen Betelligung am Aus stand zu drei Monaten Gefängnis verurtellt wurden. Das Blatt protesttert gegen das ungerechtfertigte Urteil und berlangt sofortige Hastenllassung. Man könnte weitere Llusstandsbewegungen infolge der ungenügenden Löhne und der schlechten Behandlung voraussthen. Energisches Eingreifen sei notwendig, um die Arbeitgeber an die Wahrnng der Interessen der Arbeiter und damit des /'indes zu erinnern. Reden Lloyd Georges und Bonar Laws. London, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Auf einer großen. Versammlung, die heute nachsmittag zur Unterstützung der ineuen Kriegsanleihe abgehalten wurde, sprachen Lloyd George, Bonar Law nnd Mc. Kcnna. Bonar Law gab bekannt, daß der Zeichnungspreis der neuen Anleihe 95 Prozent bei fünf Prozent Zinsen und 40jähriger Laufzeit sein würde. Die Regierung habe das Recht, die Anleihe nach 12 J>ähren zu pari zurück-» zukaufen. Tie vorherige 4 1 / 2 , 5 und 9 prozentige Fonds können zu pari gegen die neue Anleihe umgetcruscht werden. Bezüglich der Einkommensteuer unterliegen die ftemden Besitzer von An- leichen der brittschen Besteuerung. Dem Publikum ist jede Er- leichiterung gegeben, von den Banken Tarlelien zu erhalten,, um auf die neue Anleiche zu zeichnen. Bonar Law erklärte, daß dem Publikum nie bessere Bringungen in der Vergangenheit angeboten worden seien, und daß ilM nie in Zukunft bessere angeboten werden würden. So lange Geld im Lande wäre, würde der Krieg nicht aufchören. Lloyd George sagte, man mu ßsichi eine große Anleihe; sichier n,nicht nur, um den Krieg wirksam zu finanzieren, sondern als Beweis der fortdauernden Entschlossenheit des Landes, den Krieg fortzusetzen. Ein Krieg ist besser, als »in Friede unter preußischer Herrschaft. Mit der Unterstützung unseres tapferen Heeres werden wir uns den Wog zum Siege im Jahre 1917 öffnen. Eine erfolgreichie Anleihe wird helfen, den Krieg abzukürzen und den Bestand des britischen Reiches,, Europas und der Zivilisation zu retten. Die Flotte hat den feind-. lick.«n Handel unterbunden, sie wird damit fortfahven, trotz ttfbrr seeräuberischen Pläne der Feinde. * * * Griechenland nimmt das Ultimatnm an. Athen, 10. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Antwort der griechischen Regierung ist heute nachmittag überreicht worden. Griechenland nimmt das Ultimatum der Entente an. Bern, 11. Jan. (WTB. Nichtanttl.) „Corriere della Sera" meldet Es Athen: IN der Nacht z-um Donnerstag durchzog ein Denuonstrattonszug die Hauptstraße und protestierte gegen die Annahme des Ulttmatums. Bereits um die Mittagsstunde hatten sich trotz des polizeilichen Verbots der Zug unter Hochrufen aus den! König und Schmähirufen Es die Note nach dem Sitz des Ministerpräsidenten begeben. Die große Mehrheit der sehr starken Ansammlung zeigte sich der Note gegenüber resigniert. Vor dem Mini-- ftenirm nmrden die Demonstranten, etwa 3000 Personen, aufgefordert, den Platz zu verlassen, was ohne Zwischeiisall geschah. Die Bevölkerung schickt sich angeblich in die verbürgte Häftz» entlasftmg der Venizelisten und in die Wiederherstellung der Kontrolle der Mliierten. Ein Detikmal Kaiser Franz Josefs in Budapest. Budapest, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Ministerpräfi^ dent Graf T ii s z a brachte in der heuttgen Sitzung des Mgeordneten- Hauses den Gesetzentwurf betrefseird die JNartikulierung des Andenkens weiland Franz Josef I. ein. Danach soll in der Hauptstadt ein würdiges Denkmal errichtet werden. Der Minister des Innern brachte einen Gesetzeattwurf betreffend Verewigung des Andenkens der im gegemvärttgen Kriege ftlr das Vaterland kämpfenden Helden ein. Danach soll jede Gemeinde durch ein ihren materiellen Kräften entsprechendes würdiges Denkmal die Namen derjenigen ihrer Einwohner verewigen, die im gegenwärtigen Kriege ihr Leben für das Vaterland geopfert haben. Der Finanzminister brachte einen Gesetzentwurf über die CisenbähukriegMeuer, die Erhöhung der Stempelgebühren für Transporturkunden sowie Frachtbriefe, Aufnahme- bestättgungen und Lagerscheine «in Die Eisenbahnkriegsstcuer beträgt 30 Prozent der gegenwärtigen Transporttarife, ist dem be- tteffenden Tarifsatz hinMznrechnen und gleichzeittg mit ihm einzuheben. Die Steuer ist für drei Jahre geplant. Die fünfte öfters chifche Kriegsanleihe. Wien, 11. Januar. (WTB.) Tie Blätter brücken ihre hohe' Genugtuung über den alle Erwarttrugen übersteigenden glänzenden Erfolg ber fünften österreichiischen Kriegsanleihe ans, die zu einer waren HirldigungsEleihe für den jungen Herrscher geworben sei. Sie betonen, daß dieser neuerliche finanzielle Sieg, der Oestetreichis ungebrochene wirtsckMftliche Kraft darttre, wohl die beste Antwort auf die Vitwverbairdsnote gebe, die von den zusam.mengebrock,lenen Mittelmächten spreche. Ferner wird hervorgel>oben, baß das bisher festgestellte Ergebnis auf den ersten Schiätzungen beruhe und baß nach den bisherigen Erfahrungen mit einer erheblich,en Erhöhung der enbgi'llttgen Zeich- nungsfuMine zu rechnen sei, Iso baß sich die Erwarttmg recht- fertige, baß bas Ergebnis der vierten KriegsEleihe noch, übertroffen worden ist. Der Seekrieg. Ein englisches Schlachtschiff im Mittelmeer versenkt. London, 11. Jan. (MTV. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Amtlich wird gemeldet: Das Schlachtschiff „Cornwallis" wurde im Mittelmeer am 9. Januar von einem feindlichen Unterseeboot versenkt. Der Kapitän und sämtliche Offfziere wurden gerettet. 13 Mann werden vermißt. Man glaubt, daß sie durch eine Explosion ums Leben gekommen sind. Das Flugzeuaschiff (wörtlich: Waterplan Eurrier) „B. e n m a ch r e e", unter dem Kommandanten Samsen, wurde am 11. Januar im Hafen der Insel Castelorize durch Gcschützfeuer zum Sinken gebracht: ein Offizier und vier Mann wurden verwundet. Notiz: Der „Cormvallis" wurde im Jahre 1901 gebaut und matz 14 200 Tonnen und fiihrte vier 30.5 Zentimeter- Geschütze und 12 15 Zentimeter-Geschütze. * London, 11. Inn. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmeldung. Der englische Dampfer „And oni" (3188 Br.-R.-T.) ist g e s u n k e n. London, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der englische Dampfer „Bahnest wurde versenkt. Der englische Dampfer „Lunfield" (3023 To.) ist als versenkt gemeldet. Bern, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Nouvelliste de Lyon" meldet aus Toulon: Der Dampfer „Venus 2" stieß auf eine Mine. Aus La Corunna meldet das gleiche Blatt, daß außer zwei Matrosen die gan^e Besatzung des versenkten Dampfers „Alphonse Conseyl" gerettet sei. Der Dampfer sei mit einem Geschütz bewaffnet gewesen. Ein deutsches U-Boot habe bei den Rettirngsarbeiten geholfen. Die Besatzung des versenkten griechischen Dampfers „S a p p h o" und des französischen Seglers „M i ß M and" landete in spanischen Häfen. Rotterdam, 11. Jan. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Marseille: Ein großer deutscher P a s s a g i e r d a m p f e r, der in den griechischen Gewässern lag, wurde am 6. Januar nach Ma-rseille gebracht und wird von der Entente für militärische und Handelszwecke verwendet. (Zutreffendenfalls handelt es sich um eine neue krasse Völkerrechtsverletzung.) _ Aus dem Reiche. Berlin, 11. Fan. (WTB. Nichtamtlich.) In der heurigen Sitzung des B u n d e s r a t S gelangten zur Annahme: Der Antrag Hessens wegen Prägung von Dreimarkstücken in Form von Denkmünzen anläßlich des fünfundzwanzig jährigen Reglern ngsjubi- laums des Groß Herzogs von Hessen; die Vorlage betreffend Vergällung von Branntwein: der Antrag betr vorübergehende Auflösung der Grenzzollinie anläßlich des Krieges und der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Stundungsvorschriften und Zahlurigsverbote gegen das feindliche Ausland. Stuttgart, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Auf das Telegrannn, worin der König dem deutschen Kaiser als Ehrenförderer des deutschen Aus l a n d s m u s e u m s dessen Gründung anzeigte und das neue Unternehmen dessen wohlwollender Unterstützung empfahl, ist laut „Staatsanz." nachstehende Antwort eingetroffen: „Seiner Majestät dem König von Württemberg! Meinen wärmsten Dank für Deine freundliche Mitteilung von der herttigen Gründunäsver- sainmluna. kür dasjunter Deiner Schirmherrschaft in schwerer Zeit dort entstehende deutsche Auslandsmuseum. Ich freue mich, dem bedeutungsvollen vaterländischen Unternehmen als Ehrenförderer anzugehören, und werde das Werk auch fernerhin gerne mit meinem lebhaften Interesse und herz- lichen Segenswünschen begleiten. Wilhelm I. R." Aus Stabt und £attb. Gießen, 12. Januar 1917. Die Kriegerheimftättenfrage. Hotel „Schütz" sprach Mittwoch, 10. Januar, Professor Dr. S t r e ck e r , Bad-Nauherm, auf Einladung des kiesigen Frauen- stimmrechtsvereins über „Kriegerheimstätten und Bodenreform" Der Besuch der Veranstaltung war im Verhältnis zü der nicht eben günstigen Zeit (um 6 Uhr) ganz gut. Der Redner führte etwa folgendes aus: Der Oheim", dw Goethe im 1. Buch von „Wilhelm Meisters Wanderiahren" entführt, hat an seinen reichen Besitzungen die er wie ern menschenfreundlicher Standesherr verwaltet, die Inschrift angebracht „Besitz und Gemeingut". In ähnlichem Sinne sollen wrr heute unter dem Eindruck der Lehren des großen Krieges jeden Bejch zugleich als Verpflichtung gegenüber der Gesamtheit auf- wsseu Kurz vor dem Erscheinen von Goethes Roman waren in kurzsichtiger Neberschätzung der individualistischen Manchesterlehre die alten Markgenossenschaften aufgelöst worden, hatten aber auch die ersten bedeutsamen Kundgebungen sozialisttscher Staatsanfsas jung, die Schriften von St. Simon und die kommunistische Kolonialgründung Owens „New Jasmony" die Aufmerksamkeit der Welt au'f sich gelenkt. Individualismus und Sozialismus beginnen die große Auseinairdersetzung miteinander. Das Versagen des sozialen' Geistes warf seine Schatten auch auf den schönen Sieg von 1871 Direktor Engel vom preußischen statistischen Amt berichtet auf der Eisenacher Konferenz von 1872, daß im August 1871 in Berlin 10 600 Familien ohne Obdach waren, daß sie in Bretterbuden vor den Toren kampierten, daß in den anschließenden Barrikadenkämpfen 106 Beamte und 159 Bürger verwundet wurden. Diese Vorkommnisse müssen uns eine Warnung sein. Leider ist aus Zei tungsinseraten zu ersehen, daß Terrainspekulationen und Mietpreissteigerungen auch heute wieder in sicherer Aussicht stehen. Man rechnet mit der Jndustriekonjunttur, die durch Auffüllen der verbrauchten Vorräte und Nachholen versäumter Geschäfte cintreten werde. Ein schlimmes Voneichen sind auch die Inserate, die „ruhige kmderlose" Mieter suchen. Das sind Wiege, die unserem Volk verderblich werden mußten. Mehr wie je brauchen wir nach den Verlusten dieses Krieges und (angesichts des weiteren bedrohlichen Wachstumsi der russischen Bevölkerungsziffer ein gesundes, moralisch wie physisch ftuchtbares Familienleben. Das Käiegerheimstätten- gesetz ist eines, und nicht das unwichtigste Mittel hierzu. Hoffentlich kommt es im Reichstage, von 1917 zustande, nachdem ein schon 1892 vom Reichstag gutgeheißener Heimstätten-Gesetzentwurf leider Papier blieb. Es gilt nicht nur den Kriegsbeschädigten, sondern auch den gesund heimkehrenden Kriegsteilnehmern die Gründung eures eigenen Heims zu erleichtern, sowohl auf dem Lande wie in der Stadt. Schon bestehende Heimstätten können durch Erklärung M Krregerheimstätten auch entsprechender Bevorzugung teilhaftig gemacht werden. Den besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Einzelnen muß Rechnung getragen werden. Es taugt nicht jeder aufs Land und nicht jeder in die Stadt. Die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse wird am leichtesten bei Ansiedlung in der Heimat )nu. Ohne kundige Beurteilung liegt die Gefahr schwerer Enttäuschung nahe Es ist keine Ausgabe für die Bureau kralle, freilich erst recht nicht für einseitige wirtjchaftliche Jnteressenverbände, sondern erne Aufgabe wirklicher Staatsweisheil, Woblei jeder gute Patriot sich mitverantwortlich fühlen soll. Es ist darum zurückzuweisen, wenn Dr. Weber in seiner Schrift über „Anfiedlung von Kriegsinvaliden" von „sogenannten gemeinnützigen Unternehmen" spricht, einseittg das Beamtentum kritisiert und vor den „hochstehenden Männern" warnen zu müssen glaubt, die sich dieser Frage warmherzig angenoinmen haben. Gerade im jetzigen Stadium der Angelegenheit, wo es noch nicht die Beratung einzelner Paragraphen gilt, sondern darauf ankommt, überhaupl erst einmal Stimmung dafür zu machen und das Bewußtsein für die dringende Notwendigkeit zu erwecken, daß etwas geschieht, da ist der Ton, den Dr. Weber anschlägt, verhängnisvoll, während sich unter seinen praktischen Ratschlägen sehr wohl solche befinden, die Beachtung Verdiener Auch ist es gar nicht so, daß die Freunde der Heimstätten bAvegung nicht auch durchaus mit der „Selbständigkeit" und eigenen.Kraftanwendung des Ansiedlers als wertvollsten Faktor für Gelingen des großen Werkes rechneten. Sehr viel wird namentlich auf rechte Wirtschaftlichkeit und gesunden Familiensinn der Frau ankommen. Was die Geldbeschaffung betrifft, so ist zu sorgen. den vorliegenden Zweck ebenso nötig ist, wie für die Militärische Rüstung. Denn es harwelt sich auch bei der Heimstätten r— -nt Erhaltung unserer Wehr^ ' ' ' e Arbeitskraft bedeutet. T üo* u ' **■**' "-andcsversichernngsanstalten, oie L-r. «u>e* m, r ,& x verdient gewiß erwogen zu werden. Das nötige Land mutz durch tatkrasttgere Weiterführung unserer „inneren Kolonisa- non , durch weitblickende Bauordnungen unserer Städte, überhaupl ?urai eine mehr soziale und weniger individualistische Bodenpolitik l ergemacht werden. Hier liegt der Zusammenhang von Heimstätten- rfJSa 9 ^ 9 Bodenreform. Dem Hauptausschuß der Krieger- letzt schon über 1750 Organisationen an. Die UKaftsstelle befindet sich Berlin, Lessingstraße 11. Mit dem Ge- oanren, daß es zugleich mit der Dankabstattung an unsere tapferen Jl ie ■ unbcbtngt notwendige Vorsorge für eine ernste Zukunft geire, icywtz der Redner seine aufmerksam aufgenommenen Darlegungen. r A u sz e i cb n u n g e n. Dem Gefreiten Emil D ö p f e r zu ^ reifen, im Jifi.-Rgt. Nr 117, welcher bereits mit dem Eisernen «reuz 2- 5ttasse ausgezeichnet ist, wurde nunmehr auch vom Groß Herzog otc Hessische Tavserkeitsmedaille verliehen. - Bize-Wacht- meiner Joses He l l^e r von hier, welcher seit Kriegsbegmn beim ^tt'.-ütgt. 11'. im ,relde siebt, ist mit der Hessischen Tavierkeits- medaltle ausgezeichnet .vordem Das Eiserne «renz 2. SUaffe er- Dtelt ec bereits vor 2 Fahren. — Dem Geüeiten Willi Schuttes von der l. Maschinengewehr-Kompagnie des Jni.-Rgts. Nr. 117 IRbeif Öm ^ e ^ r - 1016 die Hessische TapferkeitsmedaiUe ver- ori ., ** ^ lan fang. Das Großh. Ministerium des Innern Abteilung ftrr Schulangelegenheiten, hat besiinrmt, daß der Schulunterricht am Tieirstag, den 16. Januar 1917, wieder zu beginnen hat. Geflügelhalter und Eiereinleger haben sich bis zi.m 18. d. Nits, ans den zuständigen BrotkartenauSgabestellen Ichrl tlich unter Angabe des vollen Namens und der Wohniing an- zumelden. Siehe Bekanntmachung ** D i e A u s z a h l u n g der F a m i l i e n n n t e r st ü tz u n g e >i an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einbernsenen für 16 . bis Ende Januar 1917 findet vom 15. bis 17. Januar statt- Siehe Bekanntmachung. ** Das heutige Kreisblatt Nr. 6 enthält Bekannt- machungeil über Beschlagnahme und Bestcmdserhebung von Cal- cium-Carbid, Metallbeschlagnahwe, Bestandsanmeldung über Ge- menge, sowie über Ackerbohnen und Peluschken, Hinterlörn, Handel mit Samereten, Reiche Hinterbliebenen Versorgung, Nahrungsmittelzulage an Schwerarbeiter und Schwerstarbeiter. Landkreis Gießen. ft. öthges, 12. Jan. Dem lreiwilligen Sanitätshunde-- suhrer Wilhelnr M e h g e r bei einer sächsischen Res -Jn'.-Divifion ivurde vom Großherzog da? Sanitätskreuz am Kriegsblinde verletzen. Kreis Büdingen. — B ü d i n g e ii, II. Jan. Zur Uei erwachiing der im Kreise vorhandenen K a r t o ff e l v o r rü t e ivurde ein besonderer 'Ausschuß vvm Kreisanit mit der Befugnis eingesetzt, jede schlechte Pflege und Behandlung der Kartasfeln mit Enteignung zu ahnden- „ r Ortenberg, 11. Jan. Musketter O. Hensel ans Berghmm und Garde-Füsilier H. Gans aus Setters erhielten^ dte Hessische Tapftrkeftsmedaille. r. W e n i n g s, 12. Jan. Unsere Pfarrstelle, die durch den Weggang von Pfarrer, Kn m pf kurz vor Weilwachten erledigt war, wurde PfcnTrer Michel, gebürtig aus Beil stein in Württemberg, übertragen. Kumpf lwt etwa 19 Jahre irr hiesiger Gemeinde als L>eelsvrger sehr segensreich! gewirkt. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain, 11. Jait. Vorgestern und gestern wurden m unserer Gemarkung, am Rande des Oberwäldes Tritte von Wildschweinen im SckMee gespürt. Eine Stteife der Jagdbesitzer und des Forstpersonals nach demseMen verlief ergebnislos. Aller Vermntting nach sind die WildsckMeine ans dem Fürstlich Jsen- burgisch-Birltmner Park ansgebrochen und so in den Oberwald geraten. z. Nieder-Moos, 11. Jan. Gestern mittag verschied Unser langi ähriger beliebter imd in weiten Kreisen' verehrt eck Burgermersdu Heitzenröder im Alter von 60 Jahren. Er hatte sich eine Lungen eritzündnng zugezogen. Heitzenröder war bei ferner Vorgesetzten Behörde, bei seinen Amtskottegen und in der Umgegend hochgeachtet und hochgeschätzt. . rr. Schlitz, 11. Jan. Nachdem das hiesige Vereinslazarett in den letzten^ Wochen nur noch mit wenigen Pfleglingen belegt war, traf dieser Tage wieder ein größerer Trupp Verwundeten hrer ein. Es waren durchweg LeickLoerwiindete und Kranke und kamen aus einem Lazarett im Westen. — Fabrikant Otto Falke Hanpttnhaber der Laugheinrichi'scheu Weberei, wiirde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Friedberg. Butzbach, 11. Jan. Heute nachmittag 2 Uhr wurde auf hiesigem Friedhofe unter zahlreicher Beteiligiing die Leiche des Gefangenauftehers Karl Gerhard II. von hier bestattet. Er war zu Steinbach, Kreis Gießen, geboreck^ Nach langem, schwerem Lerden entschlief er am 9. Januar im 5Z. Lebensjahre Ter 1. Gnsttiche, Pfarrer Loos, der Direktor der Zellensttafanstatt, Element, und der Präsident des Krieg er Vereins, Medchinalrat ^r. Vogt, schilderten in beredten Worten die Verdienste des Verstorbenen. Er war hiernach ein gewissenhafter und treuer Beamter, der geradem vorbildlich gewirkt hat. Hessen-Nassau. Ö 1 Marburg, 11. Jan. In der Nahe des Südbahnhofes rett ete gesteni der in dem Reservelazarett in der Wanderarbeits- stätte untergebrachte, durch drei Schiißiomiden in Brust, Bein und Arm verletzte Maschinengewehrschütze Sch n e i d e w i n d ans Mar bürg ans den hochatigeschwollenen Fluten der Lahii unter Einsetzung seines Lebens ein 6jähriges Mädck)en, das einige 100 Meter weit oberhalb beim Rod ettr in das Wasser geraten war des Aeußeren überreicht worden ist, den Charakter einer Beilage M der Anttovrtnote gttvinnt. Ungefähr gleichzeitig mit dem warmen Dankbarkeitserguß wird Herrn Wilson eine Denkschrift des Königs Konstantin überreicht werden, wie der „Daily Telegraph" meldet, aus welchem die großen Wohltäter Belgiens ersehen können, daß fg in Europa ein anderes Volk gibt, das mit größerem Rechte als tönntc* 1 ll^rstntzung der Bereinigten Staaten beanspruchen Eine Konferenz der Neutralen. Stockholm, 11. Jan. Zu der Nach.richt einer schwedischen Anregui^ zu einer Konferenz der Neuttalen Europas zur Beratung der völkerrechtlichen Interessen beim Kriegsschlnß meldet die «dem ^ Minister des Aeußeren nahesteherrde „Stockholms Twntngen (, die schwedische Regierung könne in dieser Form die nic ^? vollkommen bestätigen, jedoch ist der Gedanke eines chbyr allgemeinen Zusammenwirkens der Neuttalen der Regierung nrck.it fern. Ter Gedanke ist bereits klar auf der dritten nordischen wonserenz ansgedrückt ivorden. Es scheint also neuerdings ein der- arttger Lchrttt der schwedischen Regierung tatsächlich bevorznstehen nur, soll, wie unterrichtete Kreise melden, der Zweck dieser Konste renz ivertergehen als die erste Meldung besagt. Ententeberatungen in Petersburg. ^ „Budapest, 11. Januar. Das Sofioter Blatt „Utn Rossrj meldet, daß auf Veranlassung der russischen Regie- £ un 9 kte alliierten ^Mächte beschlossen hätten, daß ihre leiten- oen Männer Mitte Januar in Petersburg eine Beratung Von englischer Seite wird Lord George, von fran- zoilscher Briand, von italienischer Seite Boselli teilnehmen. Belgien, Serbien und Montenegro wenden von ihren Petersburger Gesandten vertreten sein. Rumänien wird keinen Vertreter haben. Der russische Ministerwechsel. Bern, 12 Jan. Ter Rückttitt Trepows hat in Frankreich überrascht Tw Pariser Presse führt den Rücktritt auf Unstimmig- kelten mit der Duma zurück und hofft, daß der Nachfolger Trepows das Dumavertrauen haben werde. .Rotterdam, 12. Jan. Ter „Nienve Rotterdamsche Con- vant berichtet ans Lorrdon: Ter Petersburger Korrespondent der „^any News" bezeichnet den Rückttitt des Ministers des Innern ^gnattew als einen großen Verlust ftrr Rußland. Jgnattew sei znruagetteten, weil Protopopow gegen den Willen der Duma im Amte blieb. Trepow sei gegangen, weil er den Wünschen der Duma und des Adelrates nach einem Zusammenwirken zwischen Regie- rung und Volk ^wenigstens vorübergehend nicht entgegen kommen wollte und schließlich eingesehen habe, daß dies mtmöglich sei. Der Papst und die Entente. Lugano, 11. Jan. Die Führer der Entente sirrd aus Rom abgereist, ohne den Vatikan zu besuchen. Der Salonikifeldzug. Bern, 12. Jan. In Erörterung eines Artikels der englischen Blätter, in dem zur Aufgabe der Salonikiexpedition geraten wird, muß Herve in der Victoire zugeben, daß die Hoffnung, welche ursprünglich zu dem Unternehmen geführt habe, nämlich Serbien zu erobern, durch das Eingreifen Rumäniens, Bulgarien zu zertrümmern und die Türkei zu erobern, hinfällig geworden ist. Brindisi für neutrale Schiffe gesperrt. . W ie n, 12. Jan. Wie die „Reichspost" meldet, ist der Kriegs- m Ä drHidisi für neuttale Schiffe gesperrt. Die italienische Z^chOt diese Maßregettr in Zusammenhang mit wichtigeir militärischen Vorgängen in Griechenland. ... 231. Dezember 1916 um mehr als 3000 Mk. auf minde- stens 11000 Mk. erhöht l)at, verpflichtet, eilte Stenererllärung abzugeben. JLit Vorstäiide, persönlich hafterrden Gesellschafter Re- prchentanten, Geschäftsführer oder Liguidatoren der pflichtiaen ^ell^chafteil bet Auslandsgesellschaften der Vorsteher der 1n- landl-chen Niederlassungen, sowie die Vertteter der vom Bundesrat für pflichttg erttarten jurisfischen Personen sind verpflichtet eure die beiden ersten Kriegsgefchäftsjahre umfassende Stenererllärung zum Zwecke der vorläufigen Festsetzung der Kricgsäbgabe bis zum 31. Hanuar 1917 abzugeben. Tie weitere Stenererllärung znm Zwecke der endgültigen Festsetzung der Kriegsabgabe der Gewll- schafien ist biiinen 6 Moimten nach Ablauf des letzten Krieqs- geschaflsiahres abzugeben (8 26 K.St.G.i. L - b-^Der Steuerpflichtige kann zur Abgabe der Besitz- oder der Kriegsstenererllarmig nnt Geldstrafen je bis zu 500 Mk. angehalten werden dem Sttiierpflichfigen, der die Besitz- oder die ^kriea^ ' steuererllnrimg nicht r^tzeifig abgilck, kann ein Zuschlag je von den - Wer als BcsidsteuerMchttger oder als Vertreter eines SteuerpfllchtrgM wrssentlrch der Steuerbehörde nnrichtiae dlngabM macht, die geeignet sind, eine Herkür^ der Besitzsteuer l>erbeizusuhren. wird mit einer Geldstrafe bis -um rw«nzlgsachen Betrage der gfiorderten Steuer bestraft Nebm^der Gefängnis bis zu 6 Monaten erkannt ^rL, wird ein iwch dem Krieasstericrgesctz "lbaabe- pflubtiger oder der Vertreter eines solchen Abgabepfl Aiäen wtssmtlich der -Steuerbehörde rmrichtigc oder uuooll tändi« gaben macht, dre geetgnet sind, mne Verkiirznna der Abaobe^.Ä Zufuhren, mit nner Geldstrafe bis zum 5fack>cu forderten Abgabe bestraft Neben der Geldstrafe k.rn,?ach G^nani' £ i“ ' u?d neben der Gefängnisstrafe auch aus Verlütz der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt uiä> im Urteil anaeorb^! Warden, d°b die Bestrafung aus »'kosten des teinStH, bekannt zu machen ist (tzL 33, 34 K.St.G.)- " olwntttch 6 Alle darnach Verpflichteten werden hiermit . mnkrlialb der Frist vom 15. Januar btt- 31. JariNM- setzlich vorgeschriebencn Erllärungeii bei den drosch Zur freiwilligen M-gabe einer Besitz- Hind Krieasüe..^^Ptx ist jedermann berechtigt. Dir Einreichung der u.w'o mehr empfehlen, als nach ^ 9- Absatz 2 des ,ri ‘ dre Abgabe von dem nach dem Bcsitzstenergeseve sin- ^ qi ICr Ä c,c:;i ' der 1916 festgestellten des für den Beginn des Bernnlagungszeittanme^ t mvgens übersteigt irnd insoweit es wieder der Belitz ,, Vor- churr untrrlirgt, mit -inor 'lbgabr von 1 L^mÄr^L^' Gießen, Biltzbach. Eftnnberg. Hungen den Dir ÖJnoÄ^" 5 ' »■“« »17. S.S5.. Franz, Flath. Wenzel,- Mav •0cutc fiel im feindlichen Artilleriefeuer mein langjähriger, treuer Bursche und Begleiter im Kriege, der ®cfrcitc#cinvi(6 Srinfmfliin 6. Kompagnie Res.-Inf.-Regt. 222 Inhaber des Eisernen Kreuzes II.Klaffe unmittelbar neben mir zu Tode getroffen. Tieferschlittert und voller groffem Schmerz stehe ich mit den Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften des Bataillons-Stabes an der Bahre dieses treuen Soldaten. Gefreiter Brinkmann war unermüdlich in der Erfüllung seiner Pflichten. Er Hai mich, als ich verwundet im Winter im Gebirge lag, aus dem feindlichen Feuer von den hohen Bergen zu Tal befördert. Sein Andenken wird im ganzen Bataillon, besonders aber bei mir hoch in Ehren gehalten werden und werde ich ihn nicht vergefien, bis ich selbst einmal hetmberufen werde. Dieses zeigt, auch im Namen des Bataillons- Stabes, tiefergriffen und mit groffem Schmerz erfüllt an 402V paus Kraf von Pfeil und Klein -UM Major und Bataillons-Kommandeur des II. Batl. Ref.-Jnf.-RegtS. Nr. 222. Im Felde, den 6. Januar 1917. Am 9. Januar verschied zu Berlin nach kurzer Krankheit im 38. Lebensjahre mein lieber Mann, unser guter Sohn und Bruder Adolf Plank, Buchhändler Die trauernden Hinterbliebenen. Berlin, Gießen (Rodheimerstr. 43), den 12. Januar 1917. Die Beerdigung findet am Samstag, nachmittags 3y 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof zu Gießen statt. " 405 Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Ludwig Sender, Zigarrenfabrikant sowie für die Kranzspenden, das ehrende Grabgeleite und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Knieper sagen innigsten Dank. 412 Die trauernden Hinterbliebenen. Stacflfmission Giessen Löberftraffc 14. Krofdorf, den 11. Januar 1917. 00263 den 16. Januar findet unser diesjähriger Bibelkursus statt. Die Bibelstunden beginnen jeden Nachmittag um 3 Uhr, abends S 1 /^ Uhr. Stadtmissionai Nebeling von Frankfurt hat die Einführung in den Römerbrief übernommen. Eintritt frei für jedermann. Sehr. Waag Seltersweg 58. Seltersweg 58. Gewinn-Auszug 4m 9 . fVeosstBcb-SOddeutscbeB (235. K&nfgBdi Prems.) Xlasseo-Lotterfe 7. Klanpr. JL ZtehangzUg. 10 Januar 1 *TT. Auf rrsrofr*a« Ntunm*r find rwH gleich hoka O*- I nrlan« an <3 rwar j« einer aaf <11* Lom I gleicher Nummer In 4en beiden Al toll nagen I nnd □ I (Ohne Qowihr.) (Nachdruck rerboton.) ln der VwmltUg Klebung wurde« Gewtna« ab«« 60 Mark gezogen. 2 Gewinne aa 30000 M 192240 6 Gewinne tu 600 M 04749 118430 *02014 4 Gewinne zu 400 M 133120 142402 12 Gewinne tu 300 M 20982 4108 2 87089 07749 107060 198081 24 Gewinn« tu 200 M 23470 32119 80001 100600 130799 17941« 192212 194417 201180 207802 207942 209060 02 Gewinne tu 100 M «920 1662« 17038 19702 58926 39296 60808 68036 87769 08301 70199 70600 96546 99618 113862 121086 122796 123428 128877 129744 138463 141647 163162 156U4 176417 181241 182063 185604 196006 200120 209289 ln der NacbmittageKicbunj!; wurden Gewinne O knr 60 Mark gezogen. 2 Gewinn« ru 3000 M 0226 2 Gewinne an 1000 M 124776 6 Gewinne tu 400 M 35776 61078 00022 10 Gewinne «u 800 M 17687 00827 74209 lOOSfl £12362 26 Gewinne zn 200 M 6009 16621 21809 «3410 07110 103087 104768 106271 130607 152723 158511 189098 190294 72 Gewi One zu 100 M 482 3232 14571 26780 30448 36502 43707 48369 48281 50775 60740 75027 79461 105882 109029 116167 116928 121620 121830 124727 127060 130044 130067 132854 134401 140109 141640 144910 148008 168643 106067 172304 180879 196077 196219 213889 Die Ziehung der 1. Klaaee findet «tat* « «. m« U. Februar 1*17. Vei iiiietungen | 7 Zimmer Elegante 7 -Zimmer-WoHnung 1 Stock, mit allem Zubehör. Gas u.elektr. Licht, ab 1.April oder später zu vermieten' L. Gau», Bleichslr. 26. [175 | ß Zimmer 5-Zim.Wolin. II. 81. »«.Badezimmer u. sonstigem '.ubehör, West Anlage 46, neu hergerichtet, ver sofort oder später zu verm. >168 lkeaen Bttne 2 ist eine r» Zimmer Wohnung mit gr. Vorplatt zu verruieten. .lläheres Gesellschaftsverein, Lvnnenfirgffe 19. Gnetbettraffe 19 179 fdidnc parterre.',.Ztmuier- wotznung mit -ad z. i. April IW/ zu ömiüiMen. Näheres «—thestr. 21 Georg Becker. 4 Zimmer | Sch. 4-ZLm.-Woh*., 1. Stock, wegzugsh. fof. od. p. 1. April z. verin. Kaiser-Allee 33. l 00 “* | Verschiedene | 3» u. 4-ZimmerWobnung neu herger., GaS und elekt. ittchl f. l 3. od. 1. 4. zu verm. 1f>9 Marktstraffe 29 I Stellenangebote MslhincOWr Mie BrnijlMr werden eingestellt. 1415 Gäbet «fc Appel, Alicestraffe 25. Arbeiter gesucht. 413 Sftlbereisen, Alicestr. 14. 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Januar, pünktlich 8 Uhr im Saale des „(Sroßherzog v. Hessen^ Vortrag Nr. 6 Herr Fabrikant Reutliuger - Offeubach Warennmsatzstempel undQuittungssteuer. Hehcre lind Erweiterte Miidiheilsihille zu kießeil. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 18. und Freitag, den 19. Januar, von 9bis 1 Uhr im Schulhause, Nordanlage 14, entgegengenommen, und zwar Donnerstag für die Höhere. Freitag für die Erweiterte Mädchenschule. Borzulegen sind Geburtsurkunde^ Impfschein oder Wiederimpfschein und bei Zttndern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sinh bei der Anmeldung vorznfiellen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und tuiebcc eintreten sollen, sind eben" falls anzumelden. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon vollzählig sind. Gieffen, den 28. Dyember 1916. Grvffherzogliche Direktion: Dr. Störiko. Rabatt-Sparverein Gießen. Die am 31. Dezember 1916 laut Ausdruck ungültigen lila Marken, soweit solche noch nicht zur Einlösung gelangt find, können während des Monats Januar bet unserem Rechner Herrn Buchacker, Neuen Bäue 11, durch Aufdruä eines entsprechenden Vermerks für weiterhin zur Einlösung gültig erklärt werden. Diese Bücher find sodann mit den setzt gültigen blauen Marken weiter zu bekleben u. werden wenn gefüllt, zum vollem Werte etngelöst. 144E> Der Ausschuß. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieffen. Die im Dezember 1899 geborenen Landsturmvflick^ tige« der Stadt Gieffen müssen sich am 16. Januar 1917 vormittags von 8—12 Uhr u. nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landstnrmrolle melden. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ibren Geburtsschein vorzulegen. 3178 Gieffen, den 5. Januar 1917. Der Oberbürgermeister. _ Keller. _ Bekanntmachung. Die Auszahlung der Familieuunterstützuugeu an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen fü7 16. bis Ende Januar 1917 findet statt: An diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—H Montag, den 15. Januar J—R Dienstag, den 16. Januar S — Z Mittwoch, den 17. Januar. Zahlstelle: Stadthaus, Zimmer Nr. 7. Zahlstunden: von 8—1 Uhr vormittags. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgcbolt werden. 4148 Gieffen, den 10. Januar 1917. Ter Oberbürgermeister. _ Keller. _ Auf Grund des 8 9 der Verordnung des Stellver^ treters des Reichskanzlers vom 12. August 1916 über Eier bestimme ich für die Stadt Gieffen: Bis zum 18. d. M. baden auf den zuständigen Brot' kartenauSgabestellen schriftlich unter Angabe dcS vollen Namens und der Wohnung anzumcldcn: 1. Gefiiiaelbalter die Anzahl der von ihnen gehaltenen Hübner, 2. Verbraucher, die Eier eingelegt haben, die Anzahl ' der von ihnen eingelegten Eier. Zuwiderhandlungen, insbesondere unrichtige Angaben können mit Gefängnis bis zu 1 Jahr und mit Geldstrasi bis zu 10000 Mark oder mit einer dieser Strafen geahndei l werden. |400B Gieffen, den 5. Januar 1917. Der Oberbürgermeister: Keller. Groffherzoglicheö Ministerium dev Innern, Abteilung für Schnlangeleaenheiten hat bestimmt, daff der Schulunterricht am DienStag. 1«. Januar 19 17, wieder zu beginnen bat. Gieffen, den 9. Januar 1917. 4018 Ter Oberbürgermeister. Keller.