Ar. c Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Eietzener FamilienbiStter; Kteisblatt für den Kreis Hießen. Bezugspreis: monatl. 90 Pß, viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Ferntzprech - Anschlüsse: fürdieSchriftleitung112 Verlag,Geschäftsstelle51 Anschrift fürDrahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt lbr. Jahrgang Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 General-Anzeiger für Oderhessen Dienstag. 9. Januar *9JZ Bankverkehr: Gewerbebank Gießen Zwillingsrunddruck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u.Zteindruclerei R. Lange. Schrlftlettvng, Geschäftsstelle 8.Druckerei: Zchulftr. 7 . von Anzeigen '. die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Vf., Ver- inietungen u. Stellengesuche 15 Pf., auswärts 25 Pf., b Platzvorschrist 30 Pi., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und Land, Vermischt es u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.j Ailzeigenteil: H. Beck, säintlich in Gießen. Socfoiti genommen. MTB.) Großes Hauptquartier, 8. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An der Userfront. im Ppern-Bogen und nördlich der Somme entwickelte sich zeitweise lebhafter Artilleriekampf. Durch erfolgreiche Luftkämpfe und das Feuer unserer Adwehrkanonen büßte der Feind sechs Flugzeuge ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Westlich der Straße Riga—Mitau setzte der Russe gestern erneut starke Kräfte in breiter Front an. Am Aa-Fluß gelang es ihm, den am ö. 1. errungenen Geländcgewlnn ein Stück zu erweitern. An allen übrigen Stellen wurde er blutig ubgewiefen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Trotz Schneesturm und empfindlicher Kälte drückten wir den Feind zwischen Kutna- und Oitoz-Tal erneut zurück. Heeresfront des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Der 7. Januar brachte der 9. Armee, insbesondere den siegreichen deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen der Generale Kraftt von Delmensingen und von Morgen, einen neuen großen Erfolg. Sic warfen den Rumänen und Russen aus dem stark befestigten Gebirgsstock des Mgr. Odabrsti auf die Putna zurück. Weiter südlich ist die schon im Oktober ausgebautc, jetzt Zäh verteidigte Milcovustellung im Sturm genommen. Im scharfen Nachstoß wurde dem Gegner nicht die Zeit gelassen, sich in einer zweiten Linie am Kanal zwischen Foc- sani und Tarestea zu setzen. Auch diese Stellung wurde durchbrochen und im weiteren Nachdringen die Straße Focsani— Bolotewti überschritten. Heute ftüh wurde Focsani genommen. Aus den erkämpften Befestigungen sind 8919 Gefangene, drei Geschütze und mehrere Maschinengewehre eingebracht. MazedonischeFront. Zwischen Ochrida- und Prespa-See blieb der Vorstoß ner starten feindlichen Aufklärungs-Abteilung erfolglos. Der Erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. * Der Abendberichl. Berlin, 8. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Bei Riga heftiger Artilleriekampf. Der bei Focsani geschlagene Russe wird verfolgt. Das Festmahl zu Ehren des nach Berlin zurückgekehrten amerikanischen Botschafters Gerard hat auf der einen Seite zu temperamentvollen, aus der anderen Seite zu sanftmütigen Anmerkungen in der Presse Gelegenheit gegeben. Die Temperamentvollen sind die Blätter der Rechten und „Alldeutschen", wobei zu bemerken ist, daß sich zu den unter diesem Sammelnamen findenden Politikern auch Kreise «gesellt haben, die ftühcr in der politischen Welt anders abgestempelt waren, z. B. die „Voss. Ztg". Unsere Leser kennen den Inhalt der Hauptreden bei dem Festmahl, nämlich derjenigen des Staatssekretärs Helfferich und der des Botschafters Gerard selbst. In der Tatsache, daß bei der Rückkehr des Amerikaners so viel hohe Beamte mit dem Stellvertreter des Reichskanzlers sich offiziell zusammengesnnden haben, liegt viel Auffälliges. In dieser Wahrnehmung klingt uns ein Satz des Botschafters Gerard besonders bedeutungsvoll ans Ohr, in dem er erklärte, die Beziehungen zwischen Amerika und Deutschland seien niemals besser gewesen als in diesem Augenblicke. Das läßt viele Deutungen zu. Man könnte sagen, das Leuchten der Gesichter ans beiden Seiten sei wohl verständlich und natürlich, denn der deutsche Friedens- Vorschlag und Wilsons Note deckten sich ja vorläufig ick der Hauptsache und die deutsche Antwortnote an das Weiße Haus in Washington sei ja auch voller Freundlichkeit gewesen. Allein, dadurch toerden die gehobenen Töne auf dem Berliner Festmahl noch nicht ganz erklärt. Wir dürfen nicht vergessen, daß in idem jWechsel der Friedensbriefe und Noten die Diplomatie gesprochen hat, an deren Seite die strenge Weiferin „Vorsicht" geht, nicht aber freundseliges Vertrauen. Dieses freundsclige Vertrauen wäre ja auch bei den bisher i g e n. deutsch mnerikanischen Unterhaltungen, die während dieses .Krieges gepflogen worden sind, etwas Unbegreif- lickies und Unnatürliches, wie wir alle wissen. Es bleibt also dabei, beim Tatbestand der freundlich vorsichtigen Noten zwischen Berlin und Washington wären noch keine Freudensprünge gerechtfertigt. Schwer liegt es uns auf der Seele: „Noch Hab' ich das Ende nicht gesehen und mich schrecken ahnungsvolle Träume." Die amtlichen Mienen wären kalt und glatt, wenn nicht etwas mehr hinter den Kulissen vorginge, wenn nicht besondere Erwartungen für die Zukunft gehegt würden. Was aber kann sich unsere Regierung vom Präsidenten Wilson Gutes versprechen? Wir wissen dies nicht und wollen darum Zurückhaltung üben. So viel über ahnen wir: daß es um ein Geschäft geht, nicht um einen Austausch vertrauensvoller, auf wirkliche Freundschaft gegründeter Erwartungen. Ist die deutschen Gemüter schleicht sich bei der Erinnerung an die bisherigen unzarten Auseinandersetzungen die bängliche Frage: sollen wir, oder soll der „jenseitige" Präsident „übertölpele^ werden. Dieser harte Ausdruck ist von einem der „Ternperamentvollen" schon einseitig ans unsere Aussichten angewendet worden. Besonders die „Deutsche Tageszeitung" stößt die Vollendung des Cajetan-Wortes mit besonderen: Groll hervor: „Sehr mißfällt mir dies Geheime, dieser Ehe segenloser Bund, diese lichtscheu krummen Liebes- pfade". Sie meint, das Ergebnis sei überhaupt schon fertig: „Kurz das Gepräge der ganzen Feier scheint uns zu zeigen, daß die Vereinigten Staaten ihr politisches Ziel Deutschland gegenüber erreich>t haben und daß diese Tatsache in Berlin durch eine große Kundgebung gefeiert worden ist." Wie mild klingt dagegen der Satz des „Berliner Tageblattes", daß bei dem Festmahl „so angenehme, verständige Worte" gewechselt worden seien! Wir hoffen, daß zwischen Amerika und uns noch nichts abgeschlossen worden ist, was die Aeußerung der „Deutschen Tageszeitung" rechtfertigen könnte. Gerards Freundesgrüße lassen uns so lange kalt, als Wilson den Engländern gegenüber noch nicht das richtige Wort gefunden hat. Was wir hören in dieser Welt des Krieges und der Disharmonie sind immer nur schlimme und gar nicht freundliche Wetterzeichen; so lesen wir ja heute wieder in der Rede des englischen Arbeiter-Ministers Barnes das schöne Wort, daß inan „mit einem wilden Tiere" keine Verhandlungen führe:: könne. Wenn ein deutscher Staatsmann so spräche, was wäre Wilsons Wort und Tat? Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. W i c n , 8. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Der Feind ist gestern bei Focsani erneut geschlagen worden. Während deutsche Regimenter südlich und südwestlich der Stadt die feindlichen Linien durchbrachen, stürmten die Truppen des Feldmarschalleutnants Ludwig Go i g i n ge r im Räume von Odobesci zwei hinteroinanderliegende feindliche Stellungen. Gleichzeitig wurde der Feind auch im Berglande des Mgr. Odobesci geworfen. Die Russen wichen auf ganzer Front. Focsani ist seit heute 8 Uhr vormittag in der Hand der Verbündeten. Es wurden 3919Manngefan- g c n und drei Geschütze erbeutet. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Tälern der Putna und S u s i t a erkämpften wir neuerlich feindlichen Boden. Auch am oberen Easinu wurden Fortschritte erzielt, die uns der Feind vergeblich durch Gegenstöße zu entreißen versuchte. Heeresfron tdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei unseren Streitkräften nichts zu melden. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * * * Die Konferenz in Rom. Rom, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bei dem Essen, das der Ministerpräsident Boselli den fremdländischen Missionen gab, brachte er einen Trink sprach aus, in dem er nach dem Bericht der „Agenzia Stefani" sagte: Ich grüße unter den Auspizien des endgültigen vollständigen Sieges, der nicht ausblerben kann, die unlöslich und herzlich verbundene Willens- und Tatkraft der für ben Trimnph des Völkerrechts und der Zivilisation Verbündeten. Der Ministerpräsident Briand antwortete und schloß sich dem Wunsche Bosellis nach einem endgültigen vollständigen Siege an. Der Kammerpräsident Marcora sandte an Boselli eine Depesche, in der er sein lebhaftes Bedauern anssprach, dem Essen nicht beiwohnen zu können, und fügte hinzu, daß sich die italienische Deputiertenkammer in ihren Wünschen und Absichten mit ben Parlamenten der Alliierten eins suhle. Bern, 8. Jan. (WTB.) Mailänder Blätter melden ans Rom: Drei verschiedene Vollsitzungen fanden nacheinander unter dem Vorsitz Bosellis, Briands und Lloyd Georges statt. Man glaubt, daß auch das Berkehrsproblem sowie die Ko hlen-- u nd Get re id c fr a ge, besonders in Hinsicht aus Italien, besprochen Ivorden sind. Lloyd George, Briond und Larrail reisten Sonntag abend ab. * Roch eine englische Ministerrede. London, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Ter Minister für Pensionen Barnes (Arbeiterpartei) sagte in einer Rede in Sonthwark: Alle wünschen den Frieden, aber der beste Weg, den Frieden zu erlangen, ist dier, den Frieden aus den Gemütern zu verbamren, bis die Ziele erreicht sind, die geeignet sind, ihn zu sichern. Der deutsch« Friedensvorschlag war kein wirklicher Friedens Vorschlag. Er sprach inrnrer nod* im Don des Eroberers und in dm Laune des Mörders. Wir können über unsere Friedens- bedingungm keine Bedingungen mit einem wilden Tierä eingehen. Wilson darf versichert sein, daß lock nickst Krieg fül-ren, um Deutschland zü zerschmettern, sondern mir, um die militärisch« Macht zu zerschmettern, den militärischen Uebermut nicht nnr in Deutschland, sondern überall, und daß, bevor wir in Verhandlungen cintreten, Deutschland Belgien und die von ihm besetzten Gebiete der anderen kleinen Völker geräumt haben muß. Es muß einwilligen, für das ihnen angetane Unrecht Wiedergutmachung zu gewähren und einen Friedensvertrag zu unterschreiben, der sich auf die internationale moralische Stärke der ganzen Welt stützt Au? Griechenland. L o u b o it, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau erfährt, daß die griechische R e gji e r u n g den Alliierten eine Reihe Erklärungen überreicht hat, die weder auf eine Zurückweisung noch aus Annahme der Note der Alliierten hinauslaufen. Die griechische Regierung wiese auf gewisse Schwierigkeiten hin, den Forderimgen der Alliierten nachzukommen. Die Haltung, der griechischen Regierung, wie sie sich in diesen Erklärimgen widerspiegele, sei keineswegs unnachgiebig, wie die Haltung der königs- treu gesinnten Presse. — Die'Antwort an die griechische Regierung werde in Rom verfaßt, weil so viele Minister der Alliierten dort anwesend seien. Inzwischen dauere die Verschiebung der königstreuen Truppen fort, die in der Antwort auf das Ultimatum der Alliierten versprochen war: sie gehe offenbar in einer Wjkise vor sich, die die Gesandten der Alliierten zusriedenstelle. Bern, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Wie der Athener Mitarbeiter des „Corriere della Sera" meldet, fefert seit 40 Tagen in Athen infolge der Blockade keine Zeitungen und keine Post verteilt worden. Nur die amtlichen Heeresberichte der Kriegführenden, darunter die Berliner Funksprüche, werden bekannt gegeben. Die deutschen Meldungen über den rumänischen Feldzug machen in der Oeffentlichkeit starken Eindruck. Verschleppung deutscher Gefangener von Afrika nach Indien. Berlin, 8. Jan. (WTB.) Bei der Berliner Mission sind Briese eingelausen, aus denen hervorgeht, daß von den Gefangenen, die sich in dm Lagern in Blantyre im Schirrehoch lande befanden, 85 Märmer im Oktober von ihren Familien getrennt und nach Indien abgeschleppt wurden Tabä wurden auch der ordinierte Geistliche und andere, die nie racker den Waffen gestanden haben, wie Kriegsgefangene behcmdelt. Ende Oktober l/vlte sie ein Dampfer in Beira ab, der über Dar es Salam und Sanftbar am 5. November in Mombassa einlief. Hier sollten sie aus 'ein nachs Jrrdien gehendes Schiff übergefuhrt werden. Diese Maßnahme gehört zu dem Empörendsten, was sich! England gegen deutsche Missionare geleistet hat. Erst verschleppt man ohne jeden ernsthaften Grund von den etwa 40 evangelischen und katholischen Missionsstatvonen im Niassalande die friedlichen und wehrlosen Männer, Frauen und Kinder aus eine Entfernung werter als von München nach Danzig ohne ausreichende Fürsorge und ließ sie an den ungesunden Plätzen wochenlang verweilen. Ihre Stationen ließ man ausplündern und verwüstete so eines der schönsten Schicke deutscher Mffsionsarbeck gründlich. In Blantyre aber befanden sich die 'Gefangenen wemgstens auf einem gesunden. Plan. Jetzt aber trennt man plötzlich, die Märmer von ihren Frauen und Kindern, läßt letztere im Herzen Afrikas allein und bringt die Männer, die fast alle einen langen Dienst im äguatorialen Afrika, darunter 2% Kriegsjahre, hinter sich haben, in das ungesunde Ahmednagar in Indien, d. h. eben dahin, von wo man vor einem Jahr die deutsch,err Missionare wegführte^ weil ihre Anwesenheit m Indien eine Gefahr für das Land sei! Diese neue Brutalität wird in deutschen Missionskreisen und gewiß auch in ni-ancheu.neutralen, gerechte Empörung Hervorrufen * 9leuc Handelsverträge zwischen Deutschland und der Türkei. Berlin, 9. Januar. Tie zwischen Deutschland und der Türkei vereinbarten handelspolitischen Verträge, die schon vor einiger Zeit abgeschlossen worden sind, werden, wie die „Vosftsche Zeitung" erfährt, heute unterzeichnet werden.. Die Neuregelung unsrwer handelspolitischen Beziehungen zu dem ottomani- schen Reiche ist zum Teil durch die Aushebung der Kapitulationen, zum Teil durch die dem Krieg zu dankende enge Verbindung mit der Türkei notwendig geworden. Die Verträge umfassen das ganze große Gebiet der wirtschaftlichen Beziehungen. Mit der Unterzeich- nnng beginnt ein neues, wie die „Vossische Zeitung" sagt, hoch- bedeuffames Kapitel der deutsch-türkischen Beziehungen. Berlin, 9. Jan. Heute abend trifft der türkische Finanzminister D s ch a vi d B e y in Berlin ein. Er hat die Aufgabe, dck Verhandlungen fortznsühren, die schon seit einiger Zeit zwische: unseren leckenden Finanzkreisen und der türkischen Regidrum schweben. * * * Raspntin- Stockholm, 8. Jan. (WTB. Nichtamtl.) „Nya Dag- ligt Mehanda" meldet: Nach glaubwürdigen Nachrichten aus Petersburg g l au b e in a n d o r t n i ch t, da ß R a s p u- ti n wir klich tot sei. Die Meldung von der Auffindung seiner Leiche in der Newa sei nur zu dem Zwecke verbreitet worden, Rasputin Gelegenheit zu geben, zu verschwinden oder jedenfalls sich der Aufmerksamkeit der-Oeffentlichkeit zu entziehen. In letzter Zeit seien wiederholt Anschläge gegen Rasputin verübt worden. Dieser sei aber so gut bewacht, daß es kaum möglich sei, ihn ^u ernrorden. * * * Holländische Ausfuhrverbote. .Haag. 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Ausfuhr von Bohnenkraut iniD Kerbel, Petersilie, Schwarzwurzel, sowie Gartenkresse, Sauerampfer uttb Bo rage (vielleicht Borree) ist verboten. Der Seefrfeg. Berlin, 8. Jan. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Oberleutnant zur See Stein bau er, hat am 27. Dezember im Abgäischen Meer das vor Bewachurvgsstreitkräften gesicherte srcrnzüsische Lini-errschiff ,,Ga ul ots" (11300 Tonnen) durch Torpedoschuß verdenkt. Dasselbe Boot hat im Mittelmeer am 1. Januar den von Zerstörern begleiteten englischen vollbeladenen Truppentransportdampfer „Jvernra" (14 278 Tonnen) und am 3. Januar einen betvaffneten tiefbeladenen Trans- portdampser von etwa 6000 Tonnen versenkt. x- uhagen, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- lingske Trdende" zufolge ist der dänische Dampfer „Naes- borg' (1547 Br.-R.-T.) wahrscheinlich im Kanal versenkt worden. Der Dampfer befand sich mit einer Kohlenladung auf der Fahrt von Sunderland nach Beyonne, einer gewöhnlichen Nfttchtreise, die die englische Regierung von neutralen Dampfern verlangt. 18 Mann der Besatzung der „Naesborg" sind wohlbehalten in Brest gelandet. Fredritstad, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der große F i s ch d a m p f e r „I u p i t e r" ist nachts g e st r a n - det und wird wahrscheinlich wrack werden. London, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmel düng. Der dänische Dampfer „Ebro" ist versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet. Man glaubt, daß der dänische Dampfer „Wiking" versenkt worden ist. Weiter meldet Lloyds die Versenkung des britischen Dampfers „A l l i e". London, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der Schoner „B re nd a" ist von ' einem feindlichen Unterseeboot v e r s e n k t worden, die Besatzung wurde gelandet. Man glaubt, daß der norwegische Dampfer „Lau- P a r" versenkt worden ist. Lo'n don, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der norwegische Dampfer „H ans i" ist wahrscheinlich versenkt worden. Paris, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" zufolge wurden vor La Rochetle drei weitere Fischdampfer versenkt. Bern, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Laut „Temps" wurden vor La Röchelte v ier und an anderen Punkten der französischen Küste fünf Fischdampfer versenkt. losigkeit, Erfolge zu erringen, was die Sonrmeschlacht ja klar be füicten habe, dem Kamps bald ein Ende gemacht sein Unter den Gefangenen bilden also die Friedensanhänger die wert ubettvregende Mehrzahl. Selbstverstcüidllch gibt es auch solche, ~ allerdings dünn gesät — unter An>erkennung der Clarke Deutschlands immer noch einen >eudg übrigen Sieg Englands pofjeii. ^r-e Aeußerungerueä Fliegeroffiziers, seiner Waffe würde ldie Beendigung des Krieges unerwünscht sein, da nur wenige unter ilmen später in der Lage seien, ebensoviel zu verdienen wie, letzt, nämlich 25 Schilling pro Tag, konnte mrr aus englischem kirnte kommen. w ? r S^ en un ^ ganzen erkennen die Gefangenen die deutsche ..cacht und stärke vollkommen an. Die von den Zeitungen und auch verbreiteter Gerüchte über grausame Behandlung Mange neu durch die deutschen Soldaten, über Hungersnot in Eutzchlaiü) und was dergleichen Dinge mehr sind, finden im allgemeinen kernen Glauben mehr. Cs berührt eigenartig und wirft ern grelles Schlaglicht auf das Verhetzungssystern der Entente, wenn Z viele englrlche Gefangene über die ihnen von deutschen Soldaten > getvcrdene anständige Behandlung erstaunt sind. Anscheinend hat man den englischen Soldaten vorgeredet, daß die Deut- ichen ihre Gefangerren so behandeln, wie die Franzosen die Unglück selraen^deutschen, die in ihre Hstude fallen. Es ist geradezu empörend, die Berichte der deutschen SoldatM zn hören, denen cs ge- lungen pt, aus französischer Gefangerrschast zurückzukehren. Ueber- ecnftimmend melden sie, daß ihnen unter Duldung der Offiziere von den franzvnschen Soldaten Geld und Uhren geraubt, Ordeus- ■ lt ? ert s. ul n ) "t? 1 . abgerissen und entwendet worden sind, daß sie in vorderster ^ime unter dem Hagel der deutschen Granaten Ver- sammeln und fottschleppen mußten, daß sie in Käsige cin- aepürcht, 46 Stunden ohne Nahrung aushalten mußten, bis an die ^ Schlamm und Schmutz stehend, da sie gezwungen waren, Jrtunb ©teile iFire d^otdurft zu verrichten. S ch lim m er wi e das Vieh behandele der Franzose seine Kriegs- gefangenen während wir Deutschen in den feindlichen Sol- oaren nach der Gefangennahme nur den Menschen sehen und ihn dementsprechend human behandeln. ( ^ü i>ru( L a:,lf die englischen Soldaten hat das schnelle Vorgehen deutsch,er Truppen in Rumänien, namentlich die Ein- Eh$ dem Reiche. Der Kaiser an den Senat von Lübeck. ^ L ü b e ck, 8. Jan. (WTB.) Der Senat berichtete dem K a i s e r über die Stiftung des Senators P o s s e h l telegraphisch. Hierauf ist folgendes Telegramm eingetroffen: Sehr erfreut über die hochherzige Tat des Senators Possehl, sage ich dem Senat für die mich lebhaft interessierende Mitteilung herzlichen Tank. Mögen die Stiftungen der freien und Handels- Nadt Lübeck, ihren im Dienste des Vaterlandes auf dein Schlachtselde tteu bewährten ^Söhnen und den Hinterbliebenen der gefallenen ^lden reichen Segen schaffen. Mögen auch die freundlichen Wün sche des Senats für den weiteren Sieg unserer Waffen und eine glückliche Zukunft Deutschlands nach dem erkämpften ehrenvollen ^nege mit Gottes Hilfe in Erfüllung gehen. Wilhelm I. R. ♦ Berlin, 9. Jan. In dnn von den Russen schwer heim- gesuchtmi ostpreußischen Kreise Pillkalten wurden laut „Ber ttner Tageblatt" im Dezember seit dem Aufruf Hindenburgs, 250 Zentner Butter und 2 7 OOOEierfürden Westen gesammelt und an die Zentralstelle in Königsberg abgeliefett. ^^Berlin, 8. Jan. (WTB.» Bon der Hossiaruverwaltung des Prinzen Oskar von Preußen wird aus Potsdam mitgeteilt: Heute morgen 71/2 Uhr wurde dem Prinzen Oskar ein gesunder Krregsiunge geboren. Mutter und Kind befinden sich, wohl mr. Frankfurt a. M., 7. Jan. Tie Frankfurter sozial- Partei berief am heutigen Sonntag ihre zahlreichen Anhänger in Frankfurt a. M. und Umgegend zu einer Volksversammlung in die 5000 Personen fassenden Räume des Albert Lchumann-Theater, das nahezu ausvettauft war. Ter Redner des Tages, die Reichstagsabgeordneten Tr. Eduard David-Berlin mw Tr. Max Qnarck-Frcmffurt a. M., verbreiteten sich über das Friedensangebot Deutschlands und seine Ablehnung durch den Zehnverband. In ihren zweistündigen Ausführungen streiften sie auch die Entstehungsgeschichte des Weltkrieges und unsere politische, wirtschaftliche und militärische Lage. Die Sozialdemokratie wuniche keinen Frieden um y&m Preis. Fordern müsse man die Besteuerung der teilweise ungeheuren .Kriegsgewinne und die mili- tarische Organisation der Lebensmittelversorgung. Im übrigen dürfe der deutsche Friedensruf nie wieder verstummen und bei den Sozialdemokraten wird man jede Friedensstimme, einette 1 von wem sie kommt, stets mit Freuden begrüßen. Mr. Frankfurt a. M., 7. Jan. Die Zentrumspar tei von Frankfurt a. M. und Umgegend vereinigte Samstag abend ihre Anhänger zu einer Kundgebung im großen Saale der Börse Reichstagsabgeordneter Giesberts erläuterte das Gesetz vom vaterländischen Hilfsdienst und fam im Verlaufe seiner zweistündigen Ausführungen auf das Friedensangebot Deutschlands und feiner Verbündeten zu sprechen. Seine Worte klangen aus in der kraftvollen Thuswrderung zum Durchhalten bis zum siegreichen Ende, auch,wenn das kommende Frühjahr uns die schwerste Phase des Weltkrieges bttngen werde. Ausnahme der deutschen Friedensangebotes an der englischen §ront. Ein Offizier an der Front, der mit kri-egsgesangeueu Engländern kürzlich gesprochen hat, weiß über seine Eindrücke Folgendes zu erzählen: . Tie während der Somme-Kampfe gegen Ende des alten Jahres E^ang^nen Engländer, welche aus allen Teilen des vereinigten Königreichs stammen, sowie die Kanadier und Australier haben durchweg, mit ganz wenigen Ausnahmen, aus ihrer großen Friedenssehnsucht und ihrer vollständigen Kriegs Müdigkeit kein HeU genmcht. Ihre Stimmung stand ganz im Gegensatz zu dem nach enMi'chon tfteitungen angeblich in der Heimat herrschenden kriege- rrichen Gerste. Während man im englischen Parlament nnd in de-7- englischen Presse das deutsche Friedensangebot kühl ausnahm, teilweise sogar ablehnend, hat die Botschaft!des Deutschen Kaisers an der englischen Front — soweit sie den Soldaten durch Vorgesetzte oder durch Zeitungen bekannt purde (in verschiedenen Ge- sechtsabschnrtten war bis zum 19. und auch teilweise bis Eirdü Dezember noch nichts über dos Angebot bekannt) — fast allgemein erne wendige Begeisterung ausgelöst. Ter Graben kämpfe,: stellte Nch vollkommen in Gegensatz zu de« leitenden Männern in der Heimat. Nahezu überall gaben sich die englischen Soldaten der Ho,mang hin, daß das Angebot wenigstens der Ausgangspunkt zu Verhaudttrngen zwischen den KriegM/renden sein werde. ' Tie Britte, welche die englischen Soldaten aus der Heimat erpalten, geben ebenfalls Zeugriis von dem sehnlichsten Wunsch nach Frieden Angesichts dieser Stimmung hat die ablehnende Haltung der exiglnchen Regierung große Erbitterung 1>ervorgerufen. Lie'RÄ»e Lloye Georges hat die englischen Soldaten enttäuschst: sie l>at ifinnt ihre Wünsche und Hofftrungen auf baldigen Friesen durchkreuzt^ Fnsolged-nen herrg'cht vKhach an der englischen Front a.rtc unwr^ijkTK Wut gegen ihn. Oft hött man aus dem Munde der englischen r>oldoten t#n Wunsch, datz er selber einmal einige Tage in cm r ..windigsten Ecke c es Schützengrabens" zu bringen möge; c«ö wäroe idn und die übrigen Schreier in der Heimat, die nicht vom Krüge bttommen könnten, sicher anderen Sinnes machen. 'luch finden sich unter diesen Frontsoldaten Bestrebungen, ryrem Frieoenswunich cmrch Neuwahlen zum Parlament Aus- «ua i,u tu rleiden. JJian glaubt aber, die N«gierung würde sich vor sopi.'n ^wu»adlk-n iürchden uot» um keinen Preis den Kamp- oiont <'/• liqcnbnt geben wollen, ihr Stimmrecht aus-« znüden mitten Mann im Schützengraben allein (infame ( horte man viel fach — würde in Anbäracht der Aussichts- rrj,. ■■ ( r. TT ^ieg £111, NiLpl MS CUt IN Lchiwacheznstand beftichliches bezeichnet werden kann. Sie bewundern me außerordentliche Zähigkeit des deutschm Soldaten und glauben zimi größten Teil mcht mehr daran, daß Deutschland je auf die Knre zu zwingen sei. ^ ' =„iÄ’ Wf 0cM«roen Sranjofm Wt.ätigeit, daß die fr-m,Ssischm T sT? . dmttch.e ^Friedensangebot günstig Misgenommen und r^^^-^^?^Zanrn.g'ing gehofft haben. Indessen kommt bei * um Ausbruch, daß England aussckchag- gebeiiden Einfluß in der gegenwärtigen Politik Frankreichs besäße Er- ' aI ? bestvebun gen entgegen treten würde' rnÄ'.fS 1111 ! 1 ! 9 Soldaten glegen die Engländer ung ünstig i!t, oedarf daher kaum noch) der Erivähnuna. Tiesc ma r :t ax} ~ ^ en Erzählungen der französischen Gefangenen von der gesamten Front im Westen. Arregshrüse au§ dem Gsten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kttegsberichterstatters. (Unberechttgter Nachdruck, auch auszugstoc'ise, verboten.) Der russische Vorstoß un 0er Riga-Front. ^ Mitau, den 6. Januar. A ^ cr .^lsrsch^ Handstreich aus dem Brückenkopf Riga heraus hat (T$rfc™rP lI >f ra nrsftsthen Mißerfolg gesteigert, das ist der £ b im Brennrmnkt des russischen Angriffs ge- Morgengrauen des 5. Januar brachen längs des gesamten Bruceenkoyfes Riga russische Sttrrmkolonnen vor, nachdem k* j£ e A?Ulorre stark vorbereitet hatte: mi den meisten Stellen^ wurden die vorgel-enden Abteilungen schon in unserem Sperrfeuer aufgehatten. Westlich der Aa hatten diese umgriffe mehr oder minder Temonstrationscharakter, ernsthafter Ider Chaussee Mitau-Riga: sie ivürden 2^,0 matt ^daesästagen Ten Hauptstoß mit annähernd zwei 5tt>rps.^>dem sechsteii sibirischen Korps und Verbänden aus letti- l^en-Formatwnen, dem Letten-Korps, ttchteten die Russen gegen den Frontteil östlich der Aa. Ter Mittelpunkt dieser ' r^? r Mangal bis Buobaß hier gelang es bei mÄ^^^^oestöber den Russen, die ettva 500 Meter breite Waldschneise zwischen den beidetteitigen Stellungen im.Mitauer Kronsorst zu überwmden und in unsere Stellungen einzudrriigen: das wohl beabsichtigte Ausfallen twch Südosten, um die Straße Miüm—Riga zu gewinnen, gelang ihnen nickst. inzwischen waren, teilnieise mit Kvastwagenkolonnen, rechtzeitig Reserven angesetzt worden, ein oft besvährt-es Gardebataillon' und andere erprobte Truppen griffen gegen Mittag ein: die Russen hatten znnr große Verstärkungen in die Cinbruchsstelle geworfen u cf} a ^ u schn^llferttger Hoffming auf Ett'olg Kavallette bereit gestellt, ihre Lage warstste sich aber sehr sclmell. Mit großartigem! Ungestum gmgeii die deutschen Reserven längs der Sttaße Tis- kup—Mangal und durch dni hockverschveiten Wild 'oor. Cs kam Waldg^echt, in dem die Sibirier schwere Verluste erlitten. Man kam sich überall aiif 20 Meter nahe dabei war sehr klarer Vollnwnd in dem weißen Wald war gutes Büchsenlicht: von Skangal ab istdie Straße zur Rechten und Linken mit russischen Tottn besät liegen Abend waren die ^ünssem bis zur Stellung zuruckgedruckt undsuchten in den Blockhäusern und hinter ben auf *^ 00 ^ Holzbrustwehren letzten verzweifelten Widerstand zu lüften —, da kam es zum Bajouett- x ^ m S \S. U er ? 1 suchten die Reste der Eingedruugeneii durch das Drahthindernis über die Waldblöße hinter den Stellungen SU entkommen —, die Scharfschützen und die Maschinengewehre sichelten sie auf der fast tageshellen weißen Fläche nieder. Nnr die Sclmeeheinden, che einige trugen, verbargen sie ein wenig. Um /‘ß Uhr abends etwa war der größte Teil der Einbruchs stelle wllig gesäubert, 900 Gefangene waren gemuckst. Es wurde dann sofort daran gegangen, den Rest der Stellung nach Nordwesteu und Sudosten weiter zu säubern, eine Arbeit, die heute erfolgreich fort- gesetzt wurde. Tie Gefangenenzahl hat sich dabei auf 1289 erhöht ?.no wachst noch. Drei Maschinengewehre wurden eingebracht, dock layt sich mich »diese Zahl noch nickst übersehen. Dickst vor der Stellung sah ich heute zum Bttspiel inmitten eines Hausens ein Ma- 1 chinengen>ehr, das wegen des nicht aussetzendeu Feuers noch nicht geholt werden konnte. Jeder Vßeter der Stellung, die fest in unserer Hand ist, bezeugt die schwere russische Niederlage: in allen Lagen liegen die Russen überall umher, ime sie der Tod gefaßt hat. Tie Russen wollten zu ihrem Weihnachten einen Handstreich aus Mitau versuchen, sie haben ein blutiges nnd trauriges Weilmachts- i L'lt gesunden._ Rolf Brandt, Kttegsbcrichterstatter. liche Veranstaltungen scheinen sich allerhand irrige Vorstellungen gebildet zu haben. Daher sei zur Vermeidung ^^^^^^^bhmlichkeiten für die Beteiligten darauf aufmerksam gemacht, daß die Aula durchaus nicht für jeden Zweck, auch, nicht für jeden Bortrag zur Verfügung gestellt werden kann. Vielmehr muß in jedem einzelnen Falle sorg- s'altrg geprüft werden, ob die in Frage kommende Ber-« anstaltung den für die Benutzung der Aula erlassenen, ihrem besonderen Charakter entsprechenden Besttmmungen ent- Zu diesem Zweck ist ein schriftliches Gesuch an das Rettorat zu richten, das über den Veranstalter sowie über ^^.cO^bck der Veranstaltung genaue dluskunft gibt. ^ XZ jr Entscheidung über das Gesuch kann in der Regel erst nach etwa einer Woche erfolgen. Da die endgültigen Bor-« vereitungen selbstverständlich erst getroffen werden können, !^bnn die Entscheidung bejahend ausgefallen ist, muß das! Gesuch mehrere Wochen vor dem Termin der Veranstaltung eingereicht werden. Gesuche, die erst etwa eine Wachst vorher eintreffen, sind zwecklos und müssen einfach zurück- gegeben werden. ö Von dem Anlehen der Provinz Aber- L e I f 6 ^ Mai 1902 sind zur Rückzahlung für 1. April i?l 3 , wurden die Schuldverschreibungen - Sit. A fl? ms B 0 9fr - 38 - dl, 109, 13, C Nr. 64, 86, 118, ** ^^rKriegsausschuß für VerbrauHerinter- ”•/. l n ^ ,cm ^ Vereine bezw. Organifatiorteni mit über 14 000 Mitgliedern durch ihre Vertteter Sitz und Stimme yaben, hat sich, wie er uns mitteitt, in der verftossenen Kriegszeit jehr ruhrrg gezeigt. Als Glied des Reichs-, (Armeekorps-- Landesausschusses für VerbraUlcherinteresf-en lyat er W hauptsächlich zur Aufgabe gestellt: 1. Uitterhaltung einer Sam- mel- und Auskunftsstelle für alle Fragen, Wünsche, Vorschläge Gebiet der Volksernäl)rung und des Rstassenbedarfs; ' iu Ui a nmg und Erziehung der Verbraucher zu einem verirünf- tigeii Verbrauch der Vorräte: 3. Vertretung der Verbrauchettnte- e,sen gegenüber Behörden, Pttvaten und der Öffentlichkeit: 4. Be- tampsung der Preistreibereien, sowie des Nahrungs- und Bedarfs- artikelwuchers. ä^ces sucht er einesteils selbst zu verwirklichen^ Ä^^Erseits veranlaßt er durch ^entspreckLnde Anttäge den Landes-, Bezirks- oder Reichsmisschuß daz!U. In 15 Sitziingen wurde ein- gehenE über entsprechende Maßnahmen beraten. 46 Eingaben an Relchsern ahrungsamt, Generalkommanbo, Ministeriuni, Landes- rartossel-, Obst-Stellen, Kreisantt, Stadtverwaltung, Pveisprü-« wng-stellen ujw. wurden abgefaßt imd abgesandt; 16 Anttäge bei Reichs-, Bezirks- oder Landesaus schuß gestellt. / Recht viele An- reguilgen und Wünsche sind in Erfüllung gegangen, aber auch uianche Euttäuschung-en traten dabei zutage. 61 sonstige Schreiben gmgeii ab. Das Organ des Reichs,ausschstsses, die Rundschau der ueutstyen Verbrauch-erbewegmig und Mitteilungen für Preisprüfer j owie-me Lerbrauchslvirtscl na st im Kriege förderte die Verbrauckier- ^^ttlich. Bei den städtischen Behörden fand der .lu-ichuß stets Entgegeiikommen, wie auch eine Anzahl Mitglieder fff- Ausschusses im städtischen Lebensmittelaussckmß und in der Preispttisungs stelle der Stadt Gießen Sitz und Stimme haben. Anregungen aus Berbra'ucherkreis-en, sowie lvirklich begründete Be- schwestdev werden vom Gießeuer Ausschuß für Verbraucheriuteressen Ui seiner Geschäftsstelle, Bahnhofsttaße 66 II, stets gerne entgegen- genommen. ** Aus Stabt und Land. Gießen. 9. Januar 1917. " Auszeichnungen. Dem Musketier Wikh. R e i tz. zurzeit verwundet, wurde zu der pessilcheu Tapserkeitsmedaille noch daS Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. Erstand in einem Insanterie- Regiment auf dem rumänischen KriegSschaiiplatze. — Feldwebel Schutzmann Ho f m a n n aus Gießen, Rel.-Jns.-Rgt. 441, 10. Konrp. erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. ^Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz erhielt der Lehrer Becker, Vizcseldwckbel und Offiziersaspirant ** Unsere ölte st e Mitbürg <'rin Fräulein Bertha v. Grolman vollendet heute ihr 101. Lebensjahr. ^ Großherzog Ernst Lud w i a -I u b i lä um s- Spende. Wie uns von zuständiger Stelle mitgetettt wird, werden die zur Annahme v-cm 'Spendeu inrvttchalb des Kreises Gießen vorgesehenen Stetten in Mrze bekanntgeaeben werden. L. U. Bon der Lanvesuniversität. Ueber die Vergebung der Neuen Aula der llnwersUöl für »ffenb- Kriegsgefangene in Rußland. Der Hambur- gUche ^andesverein vom Noten Kreuz, Ausschuß für deutsche Kriegsgefangene, gibt soeben die fünfte, ergänz-te Auslage der Karre voni Europäischen und 'Asiatisck-en Rußland und Verzeichnis der Otte, in denen sich Kriegsgesangene und Zivllverschickre befinden, owie Bestimmungen über den Postverkehr nach diesen Orten heraus im Verlage von L. Fttedenchsen 8c Co., Hamburg, Mönc^berg- sttaße 22, 1. Stock. Das sottlausende Anwachsen der Zahl der Otte m denen sich Kriegsgefangene und Zivilverschickte befinden, mackste es in der neuen Auflage unmöglich, Wie bisher die Orte in die Karte nnzuzeichnen. Man mußte sich daher darauf beschränken, nur die Namen der Gouvernements und die Gouvernementshauptstädte auf* zuführen, 'dagegen sind aber die Kreisgrenzen eingezeichnet uiib wder Kreis und jedes Gouvernement ist mit einer Nummer versehen. Mit Hilfe des alphabetischen Verzeichnisses und der Karte ist demnach ohne weiteres die Lage eines Ottes sestzustellen. Das Verzeichnis der Lager ist wie bei den vorhergek^ndcn Auflagen! wieder in russischer Drucllchttft als Vorlage für die Adressen angefertigt. Auch sind den Bestimmungen über den Postverkehr noch Anleitungen znr Verringerung der beim Lesen russischer Namen sich ergebenden Schwierigkeiten hinMgefügt, so daß durch diese neue Auslage in weitgel-endster Weise der Verkehr der Gefangeneni mit den Angehöttgen in.der Heimat erleichtert wird. Der Preis der Karte nebst alp habet isckjem Verzttchnis liettägt 2,25 Mk. Sie ist durch den. Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangen« Deutsche in Gießen, Alte Klinik, Liebigstraße, und durch jede Buchhandlung zu beziehen. ** V o m städtischen ®tn quartier ungSamt wird mitgeteilt, daß bezüglich der zurzeit tu der Stadt ohne Verpflegung einquartierten Mannschaften voraussichtlich am 11. ds. Mts. eine Umwechsclung derart stattfindet, daß für diese Mannschaften andere in die Qnarsiere kommen. ** Z n r freiwilligen Ablieferung von F a h r - rad reifen und Schläuchen wird nochmals auf Donnerstag, den 11. Januar 1917, nachmittags von 2 bis 6 Uhr, ein Abnahmetag festgesetzt. Die Beveiftrng wird ans dem städt. Gas- und Wasserwerk, technisck-es Bnrcan, Gartenstraße Nr. 3, cutgegengenommenä ** Landsturm rolle. Die im Dezember 1809 geborenen Landskurnwslickstigen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Januar 1917 zur Stanlmrolle melden. (Siehe Bekanntmachung.) ** Aus d e m S1 a d t 1 h e a t c t b it r e a iu Die Aufführung von „I p h i q e n i e" als Volks- und Schüler - Vorstellung am kommenden Freitag ist die letzte des Werkes in dieser Svielzeit. DaS Gleiche gilt dir das „M ä r ch e n v o nt D a u m e ii I u t f ri) e v*, das am Sonntag, den 14. Jmmar, nachmittags, zum vierten und letzten Male gegeben rvird. ** Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Die Direktion hat für ihveit augerib-licklichen Spielplan von heute bis einschließlich Freitag ein wirkungsvolles Volks stück getoonnen. Ludwig,' Anzen-» g rub ct ^ eineid baue r", der aus der Bühne großen! Erfolg erzielte, ist von Louise Kolm und I. Fleck für die Fllm-» bühne bearbeitet und inszeniert worden. Da der Filnr von einem; Wiener Filmhause ausgenommen nnd fast ausschließlicki von öfter- reichisck-en Schauspielern dargestttlt ist^ kann man sich von dem! Werke eine besonders eindringliche Wirkung versprechen. ** Ter V i e h s e n chle n ft a n d am Jahresjchluß in beiden Hessen. Tie neueste Zusammenstellung über den Äand der Büch- senck.,en zeigt, daß in der Provinz Hessen-Nasüm am Jahresschlüsse die Maul- urw Klauenseuch,? völlig erloschen war. Tie Schweine^ imiß und Sckilwcinepest herrsckpe dagegen im Reg.-Bez. Kassel in 50 Gehöften, welche sich auf 36 Gemeinden in 12 Kreisen verteilen nnd im Reg.-Bez. Wiesbaden in 32 Gemeinden, ivelche sich aus 17 Gemeinden in 8 Kreisen verteilen. Im Großherzogtum Hessen herrscht die Maul- und Klauenseuche in Oberhessen und Rheinhessen in je einem Gehöfte^cmd die Schüveineseuche in je einem Gehöft in Oberhessen und Statten bürg. ** Das heutige Kr eisblatt Nr. 4 enthält Bekanntmachungen über die Regelung des Bettehrs mit Kraftfahrzeugen, die Zulassung von Wasserstosisuperoxyd zur Fttscherhaltung von Magermilch, private VersichenuigSunternehmen, und Gefechtsschießen bei Beuern, Mainzlar. Lanvkrtis Girhrn. Großen-Linden, 9. Jan. Mittwoch, den 10. Januar 1917, begehen die Ebelcute Louis Stroh und Ehefrau das Fest der Silbernen Hochzeit. ^ L k n d e n st r u t h, 8. Jan. Dem Kanonier Hch. S ch e p p,. 7. Garde-Feld^Art.-Rgt., wurde wegen tapferen Verhallens vor dem Feinde die Hessische Tapfetteitsmedaille verlieben. *DL RöthgeS, 9. Jan. Der gegenwärtig bei einer Fern- sprech-Ablteilung stehende Karl Körper würde für herrwrraqenda Leistungen mit dem Eisen,en Kreuze 2- Klasse «msgezerchn.Lt. ** Watzenborn, 9. Jan. Dem Musketier Lrrdw. t/iflcn, der seit Ann 1916 beim Res-Jnl-Rgt. Nr. 98, 2 Komp., tm Felde steht, wnrde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessische TapserkeitSmedaille verliehen. Mit diesem Ehrenzeichen, wurde er gerade am Neujahrstage ausgezeichnet.' Kreis Büdingen. # Nidda, 9. Jan. Das Militär-Sa nllätskreuz erhielten die Hilfsschrvesteru Lina Bäcker, Trina Geiger, Gustel Haubach, Amur Schmidt, Elisabeth Hotz, Paula Grölz, Emma Reuter, Elise Kämmerer, Else L e v i, Anna Kraft, Lina Metz, Emilie S e u m , Elfriede M ä u s>l e r, Frieda Ruppel and Else Stein, sämtlich vom hiesigen VcreinÄazarett. -st Mittel gründiau, 9. Jan. Den Heldentod erlitt der Musketier Karl Meininger. -ss- Lorbach, 9. Jan. Die Hessische Tapferksllsmedaille er - hielt der Fahrer Schultheiß. Kreis Alsfeld. # HSingen, 9. Jan. Nach einer zweiten schweren Verwundung starb in einem Feldlazarett der Lehrer Jakob Pa bst aus Ober-Saulheim i. M). Im Februar 1915 durch Armschuß verwundet, zog er im 'Juli 1916 zum zweitenmal ins Feld und wnrde durch eine Bevletzuttg an beiden Augen schwer verwundet. Eine >>irnbantenlMndung brachte seinen Tod. Kreis Lauterbach. rr. Nieder-Stoll, 8. Jan. Kmrrad Fink, Sohn des ShMiedemeisters Fink, im .Jnf.-Regt. 116, erhielt das Eiserne toora. Er liegt gegenwärtig zum zweiten Male verwundet in einem Lazarett zu Fulda. rr.- Schlitz, 8. Jan. Gerichtsvollzieher Reichert der als Feldwebelleutuant seit 1915 im Felde steht, erhielt das Eiserne Kreuz, nachdem ihm kurz vorher bereits das allgemeine Glnen- verliehen worden war. Auch Trompeter icuteroffizrer Hein- rich Wagner, SolM des hiesigen Glasermeisters Wagner, wurde mit de« (KZermn Kreuz ausgez eichnet. Kreis Schotten. -S- Schotten, 9.Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Sally Katz im Jirfanteeie-Regiment 87. ]?. C. Saubad), 7. Jan. Dem krregsbeschädigten Lehrer Schäfer wurde die hiesige Lehrerstelle, welche seit Kriegsbegmn von anderern Lehrern mitversehen wurde, übertragen. # Michelbach, 9. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gre- itflfcfea: Otto Becker. # DoVenhausen, 9.Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der lluterofftzier Bischer im Lau dwehr-Jns anterie-Re gamen t 81. Kreis Friedberg. — frTitbbtTQ, 8. Jan. Zur Beseitigung der noch immer obwattendeu Unregelmäßigkeiten in der Milch Versorgung durch die MÄchpvoduzenten erließ das Kveisamt nunmehr scharfe Einzel- veftimmungen, die bis zum 15. Januar vollständig durchgesührt sein müssen. JÄ>e Milchlieserung unterliegt gesetzlichem Zwange. Wenn die Milch nicht von den einzelnen Landwirten in ausreichendem Maße abgeliefert wird, erfolgt behördlicher Zwang. Alle Milch gehört, sobald sie die Kuh verläßt, dem hessischen Landeskommunalverband. Von jeder Kuh müssen durchschnittlich täglich 4 Liter äbgeliefert wecken. Diese Menge ist so bemessen, daß dem Milchviehbesitzer noch genügend Milch zum eigenen Bedarf ver- bleM. Die Milch ist von eigens bestellten Sammlern abzuliolen und der vorgeschriebenen Sammelstelle zuzuführen. Alle Widersetzlichkeiten oder Nachlässigkeiten seitens der Landwirte sind sofort den zuständigen Behörden zu melden. Q. Bad-Nauheim, 8.Jan. Die Verwaltung des städtischen Licht Werks gibt bekannt, daß sie wegen mangelndes Kohienzusuhr nur noch 3/4 des sonst gelieferten Gases abgeben kann. Sollte lüeser Verbrauch überschritten werden, könnte der Fall ein- ttete», daß das Äichtwerk die Lieferung von Gas Überhaupt ein- siellen müßte. Jeder Verbraucher, der mehr als 3 / 4 Gas wie um die gleiche Zett im Vorjahr bezieht, muß für den Mehrverbrauch pro gübckmeter eine Mark bezahlen, während der reguläre Preis 16 Pfennig beträgt. — W,ie die Bürgermeisterei erläuternd zu dieser Maßnahme bemerkt, null die Stadt aus dem hohen Preis des Mehrverbrauches kein Geschäft machen, sondern ist er nur eine Zwangsmaßregel, um die unbedingt notwendige Einschränkung des Gasverbrauches zu erreichen. tz. Bad-9t anheim, 9. Jan. In der gestrigen Stadt- v erordneten-Verfammlun'g wurden folgende Beschlüsse gelabt' Der Verkehrskommission wird ein Zuschuß von 2000 Mk. bewilligt. — Die städttsche Schäferei, die am 1. April dS. Js. ein- gehen sollte, wird zunächst für die Dauer eines Jahres weiterbetrieben. — Die Kohlenlieserungen sür das städtische GaSiverk werden der Firma Stock & Fischer in Bingen übertragen. — Denjenigen Händlern, die auf dem hiesigen Wochenmarkte einen festen ttand inne hatten, diesen aber im vergangenen Sommer aus verschiedenen Gründen nicht ausnutzen konnten, soll das Standgeld ganz oder teilweise erlassen werden. # Butzbach, 9. Jan. Die Hessische Dapserkettsmedaille er- knelt der Lehrer Otto Welver. # Münzenberg, 9. Jan. Ans dem Felde der Ehre starb durch Kopfschuß der Unteroffizier, Lehrer Kckrl Weihrauch, von hrer. Er war dienstlich! in Bönstadt und Wolf, Kreis Büdingen verwandt. — V i l b el, 7. Jan. Die Schlosser- und Sch miede- Vereinigung des Kreises Friedberg beschloß in ihrer hier ab- geyaltenen Hauptversammlung. fortan kein Pferd mehr im Akkord zu beschlagen, und setzte außerdem für den Hufbeschlag höhere und einheittiche Preise fest. Starkenburg und Rheinhessen. F* C. Darstadt, 7. Dez. Durch das Explodieren einer S a u e r st o s fl a s ch e in der Elsenbahnwerkstätte, Amt 2, am Dornheimer Weg wurden fünf Personen schwer verletzt, eine war sofort tot. Bingen. 7. Jan. Der Wasserstand des Rheins betrug am hiesigen Pegel heute morgen 4.43 Meter gegen 4.61 Meter am gestrigen Morgen. Der Höchststand war 4.69 Meter. Er ümrde am Abend des 5. Januar erreicht und hielt sich bis zum frühen Morgen des 6. Januar. Um 5 Uhr früh trat fallendes Wasser ein. ?luch am Oberrhein geht der Wasserstand zurück. Ter Rückgang erfolgt ziemlich, schnell. Er dürfte auf -das plötzlich eiimetrvtene kältere Wetter zurückzusühreu sein. Die Nebenflüsse fallen ebenfalls. Tie Nahe geht langsam und sicher zurück. --Worms, 9. Jan. Kürzlich verstarb im Krankenhause der 1 Hörige Arbeiter Diehm an einer Schlißwullde, die ihm von unbekannten Tätern beigebracht worden sein sollte. Polizeiliche Nachforschungen ergaben jetzt, daß Diehm bet der heimlichen Aus- ülnmg der Jagd von seinem gleichalterigen »Jagdgenossen" Karl Theis versehentlich erschossen worden ist. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 8. Jan. Der Kr eis verein, vom Roten. Kreuz, welcher zu Beginn des Krieges nur 190 Mitglieder hatte, zählt jetzt dcr'E 1017. Bis setzt sind 22 Ortschaften mit Hilfsstatt onen und Sanitätsschiränkeu ausgestattet. Das bei Kriegs lieg inn vom Zweigverern des Roteir Kreuzes im hiesigen Gertrudishau.se erugerichtete und unterhaltene Veveirlslazcrvett mit 55 Bätten hat bisher 655 Mann an 41070 Tagen verpfl-egt. Es steht nach wie hör mtter der bewährten Leitung des Geh. Santtätsrat Dr. Stein. Die Jahres rech nun g des Vereins ergab siir das Rechnungsjahr 1915/16 in Einnahulen 164 924,62 Mk., in Msgaben 163 250,96 ■Uarf, mithin einen Barbestand von 1673,66 Mk. .. Hessen-Nassau. -4 1 ' £ m 0 n e k u x 8 , 7 * Jan. Der zum Bürgermeister gewalilte Sparkassenrendant W e i ß b e ck e r wurde als solcher von der Regierung bestätigt. F *p- Biedenkopf, 7. Jan 4500 Kilo Butter soll der Kreis Riedenkovf seiner starken Viehhaltung und geringen Abgabe von Aiilch wegen wöchentlich liefern, doch wurden bisher wöchentlich nur 1000 Kg. geliefert. Der v reisausschuß droht mit scharten Maßnahinen, wenn nicht mehr Butter abgeliefert ivird. Ter bliiliendc Butterschletchhandel erfährt eine verschärfte lieber- wachnug. sj B i e d e n k o p f, 8. Jan. Jil den Hinterländer Forsten, in dem Tistrikt Richebach, hat ein Wirbel sturm große Mengen Fichtenbäuiue entwurzelt und geknickt. - ® ^ f c I / 7 - Jan. Aus Anordnung des Kgl. KonWvttums «and heute in sämtlichen evaugelischan Kirchen des Kvnsistorial- bezrrks em Erz ie hung s s onnta g statt. Tie Pfarrer predigten vormittags über das Evangelium vom 12 jährigen Jesus und hielten später, wo es angängig war, Ettern- und Mütterversamm- Z lungen ab. In allen Veranstattmrgen stand die Erziehung der Jugend, vor allem die Arbeit an den der väterlichen Autorität ent-, behvenden Kindern, im Mittelpuntt der Predigten, Ansprachen und Besprechungen. ra. Drllenb'urg, 7. Jan. Das Vo l ks zähl erge b n i s vom 1. Dezember stellt sich für unser Städtchen uinter Berücksich- ttgung von 850 Eingezogenen aus 5819 Seelen. X Fechenherm b. Hanau, 8. Jan. Ter Dwektor der hiesigen chemischen Fabrik Leop Eassella & Eo., Dr. Meinh. H oft mann, hat für sich und seine Frau der Nationalsttstung sür Hinterbliebenen nn Kriege Gefallener den Betrag von 100000 Mark überwiesen. Dieser Betrag soll vornehmlich dem Stadt- und Landkreise Hanau zugute kommen. — Frankfurt a. M., 8. Jan. Unter dem Vorsitz des Gch. Bergrats Prof. Ka y ser, Gießen, hielt die Geologische Vereinigung sür Süd- und Westdeutschland im Senckenberg- Museum ihre diesjährige HauptversLnnnlwrg ab. Im Mittelpuntt der wissenschiastlichen Darbietungen standen geologische Votträge. Mit der Hauptversammlung war eine Tagung der „Kriegsgeologischen Vereinigung' verbunden, an der etwa 30 feldgraue Geologeri von allen KrisgSschmtplätzen teillurhmen. Tie Verhandlungen dieser Vereinigung wurden in gesch^oss-ener Sitzung gepflogen. — Ter Geologischen Vereirrigung gehören dem Geschäftsbericht zufolge gegenwärtig 563 Geologen Sstd- und SütMrest- deutsckilands an. Tie rrächste Hauptversammlung tritt wieder in Frarckfurt zusammen. X Hanau, 8. Jan. Dem Oberbürqermeistk'r Dr. G e b e s ch u s ist aus Anlaß feines Uebertrilts in den Ruhestand der Kronenorden 2. Klasse verliehen worden. ^ 1?. 6. Herste ld, 7. Jan Die Polizei st unde für Gast-, Schank- und Speiseivtrtschasten der hiesigen Stadt rvurde durch Verfügung des Regierungspräsidenten in Kassel aus 10 l / 2 Uhr verlängert. ra. Königsberg, 7. Jan. Die Sammlung für die Nationalstiftung ergab 19,81 Mk. und für die Blnidenstistung 25,36 Mk. in unserem Dorfe. [] Marburg, 8. Jan. Gesterrr und heute gingen hier und im ganzen kurhessischen Oberhessen gewaltige S ch n e e m a s s e n nieder. Der Särneeiall, der vielfach Verwehlingen mit sich brachte, hielt heilte unlwterbrochen an. ra. R o d h e i m a. d. Bieber, 7. Jan. Die hiesigen Gerichtstage sind für das Jahr 1917 wie folgt festgesetzt: 11. Januar, 8. Feburar, 8. März, 12. April, 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 20. September, 18. Oktober, 15. November und 13. Dezember. Der Gerichtstag soll um 11 Uhr vormittags beginnen und um 47 2 Uhr nachmittags endigen. 02 . W N l i n g s h a u s e n, 8. Jan. Dem Vizcseldwebel Konr. Jeckel, Sohn de? hiesigen Butterhändlers Jeckel, wurde wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz er st er Klaffe verliehen. Auszug aus dem Protokoll über die Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen am 6. Januar 1917. Geglenivärttg: Ter Vorsitzende, Großh. Reg.-Rat Langer- tznann, 17 Mitglieder des Kreistages, 3 Mitglieder des Kreisausschusses, die Vorstände der Grvßh. Finanzämter Gießen, Hungen, Grünberg und Butzbach. Nachdem die Beschlußsähigkeit des Kreistages festgestellt, zu UrkundsPersonen die Kreistagsnritglieder Fabrikant Eichenauer und Kommerzienrat Emme lins bestellt und der Protokollführer durch Handschlag verpflichtet worden war, wurde in die Verhandlungen eingetreten. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung lvurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Beschluß über die Gültigkeit der Ergän- zungswahlen tzum Kreistag für dfe Jahre 1917 E»is Ende 19 2 2. Es werden die a) durch die Bevollmächtigten der GemenGevorstäude, b) durch die 50 Höchstbesteuerten vorgenommenen Wahlen einstimmig für gülttg erklärt. 2. Ergänzungswahlen zum Kreisausschuß für die Jahre 1917 bis Ende 19 2 2. Die ausscheidendcn Mitglieder lourden Wickler- und an Stelle des verstorbenen Kreisaus- schußmitglieds, Altbürgermeister Zttniner von Grünberg Bürgermeister Kreiling von Heuchttheim rreugewähtt. 3. Ergänzungswahlen zum Provinzialtag. Tie ausscheidenden Mitglieder uurrden wieidergewäM. 4. Erg änzungs Wahl zum Provinzialtag für das verstorbene Mitglied Altbürgermeister Zimmer -lGrünberg. Für den Rest der Wahtdauer (Ende 1919) wurde Kammerrat Clemm, Winnerod, neugervählt. 5. Neuwahl der Körkommissionen für die Japre 1917, 1918, 1919. Auf Vorschlag tvnrden gewählt: a) Kommission für Simmenthaler Zuchtrichtung: als Mitglieder: Bürgermeister Holler zu Ober-Hörgern und Landwirt Hahn zu Bellersheim: als Stellvertreter: Mrrgermeister Kühl zu Torf-GÄ und Wilhelm Well zu Lang-Göns. d) Kommission für Vogelsberger Zuchtrichtung: als Mitglieder: Altbürgernreister Krämer zu Stetnbach und Bürgermeister Lmrg zu Odenhcrusen; als Stellvertreter: Wilhelm Kvelling lll. zu Heuchelheim emd Hermann Betten zu Gö- blttnrod. c ) Komm issivn für gemischte Zuchtrichtung: als Mitglieder: Bürgermeister Holler zu -Ober-Hörgern und Altbürger- meister Krämer zu Steinbach; als Stellvertreter: Bürgernreistor Lang zu Odenhausen und Landlvirt .Hahn zu Bellersheim. 6. Neuwahl der verstärkten Ersatzkommission fürdieJahre 1917, 1918, 1919. Auf Vorschlag wurden gewählt: Als Mitglieder: Rent^rer Brück, Gießen, Gemeiuderat Sehrt, Grünberg, Altbürgermeister Krämer, Steinbach, Petei- Mörle III., Lich. Als Ersatzmitglieder: Stadtverordneter Jüghardt, Gießen, Joh. Hch. Walz I., Lich, Christ. Trinkaus, Grünberg, Büc- gernieifter Ranft, Grünberg. 7. Wahl der Mitglieder der Beranlaguugs- kommissionen sür die Einkommensteuer 1. Abteilung für die Jahre 1917, 1918, 1919. Auf Vorschlag der Gr. Finanzämter Gießen, Grünberg, Hungen und Butzbach wurden gewählt: , ( a) Kir den Fincmzamtsbezirk Gie ß en: als Mitglieder: Bürgermeister Leun, Großcn-Lrnden, Johannes W^eber, Lang-Göns, Direttor Otto Weber, Lollar, Gemeinderechner W. Arnold, Griinin- gen. Als Ersatzmänner: Kaufmann Karl Schiemangk, Lollar, Bürgermeister Heß, Leihgestern. b) Finanzamtsbezirk Grün b er g: als Mitglieder: Apotheker Welcker, Allendorf a. d. Lumda, Heinrich Michael Jockel, Grünberg, Karl Schott, Grünberg. Als Ersatzmänner: Wilhelm Michael Bock, Grünberg, Karl Jöckel VIII., Grünberg. e) FinanzamtsbezirkH un g e n: als Mitglieder: Bürgermeister Bornmann zu Trais-Horloff, Bürgermeister Fendt zu Hungen, Brauereibesiher Konr. Heinr. Ehrist. Jhring, Lich. Als Ersatzmänner: Hellrrich Seibert VII., Hungen, Gasttvirt Ph. Heinr. Jhring, Lich. ä) Finanzamtsbezirk Butzbach: als Mitglied: Bürgermeister Holler, Oberhörgern 8. Wahl der Pferdeaushebungskommissionen fürdieJahre 1917bisEnde 192 2. Auf Vorschlag wurden gewählt: Bezirk Gießen: als Taxatoren: Rsirtner August Klein, Gießen, Oekonomierat MMer, Leihgesteun, Kämmerrat Clemm- Winnerod. Als Stellvertteter: Oekonom Kost, Gießen, August Schwan, Gießen, Pächter Schudt, Londorf. Bezirk 5) ungen: als Taxatoren: Pächter Kämmer, Bellersheim, Oberverwalter Büchsenschütz, Lich, Pächter WeLß, Hof-Grafr. Als Stellvertreter: Pächter Si nk, Büngelshausen, Pächter Borne- awnn, Obbornhofen, Pächter Petti, Hof-Albach. 9. 9?euwahl der Kommissionen fürdie nach dem Kriegsleistwngsgesetz vom 13. Juni 1873 vorzu- nehmenden Avfchützungen im Fall einer Mo8N- machung für die Jahre 1917 vrs Ende 192 2. Auf Vorschlag wurden gewählt: _ „ _ ^ Bezirk Wies eck: Rentner August Klein., Gießen, K«iK° velerinärarzt Dr. Knell, (ließen, Stadtverordneter Simon, Gießen. Bezirk Großen-Linden: Gemeinderatsmitglied Mehl, Großen-Liriden, Johannes Weber, Lang-Göns, Johannes Wlll IV., Leihgestern. , __ Bezirk Lich: Bürgermeister Eifer, Muschercheim, Bürgermeister Görlach, Eberftadt, Gastwirt Hermann Jhring, Ach. Bezirk Hungen: Bürgermeister Fendt, Hungen, Pächter Adolf Kammer, Bellersheim, Bürgermeister Rühl, Billingen. Bezirk Grünberg: Bürgermeister Reichert. Wellershain. Georg Vorr-Eiff, Grürrberg, Heinrich Weber II., Grürrberg. 10. Antrag des Kreisausschusses auf Bewilli« gung einer Spende zur Hess. O stpreu ßen hi lfe. Der Kreistag beschloß einstimmig bft Gewährung des Betrags von! 3000 Döark. 11. Vorlage des Kreisausschusses betr. Frage der Gewährung einer Teuerungszulage an dr« Kre i sst ra ßen warte. Dem Antrag des Kreisansschusses entsprechend genehmigte der Kreistag einstimmig, daß den Kreisstraßenwarten vom 1. April 1917 ab eine Teuerungszulage derart gewährt werden solle, daß unter entsprechender Ausrechnung der bereits bewilligten Lohnerhöhung jedem Kreisstvaßemvart der Bettag von jährlich 120 Mark gezahlt wird. vermachter. Berlin, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich - Ter Vorstand des deutschien Sprachvereins hielt heute unter dem Vorsitz deß Wirklichen Geheimen Baurat Tr. O. Sarrazin seine diesjährige Kriegstagung ab, zu der zahlreiche Vertreter aus allen Gauen des deutsch,en Reiches und Teuffch-Oesberreichs erschienen waren. Die Verhandlungen betrasen im wesenllühen innere Bereinsangielogew- heiten. Der Vorstand beschchtz- ernstimnrig, an den Herrn Reichskanzler Tr. von Bethmann Hollweg ine Bitte zu richten, bei zulünsttgen Friedensverhandliungen die deutschen Vertreter anzuweisen, sich, ausschließlich der deutschen Sprache zu bedienen u.7rd ferner unter keinen Umständen die Sprache eines unserer Feinde als gemeinsame Verhandlungs- sprack/e zulassen zu wollen. Neugetoähtt in den Vorstand wurde Tr. Tesch, in Wln. Der Vevellr, dessen Zweige im Auslände nahezu lahmgelegt sind, zählt zurzell 330 Zweigvereine und über 38 000 Mitglieder. Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. 1917 G> — 9* O ^ 0 3 S v- 5 ä * 2 % gJS QJ QJ 7: « "o S 5 = do - o- C § K 2 eo 03 c 1 •ff V m B i l §. JO o § ja — j- 5 Ls |E 1.0 43 88 _ 10 — 1.7 47 92 — — 7 1,8 46 88 9 Wetter Schneesall Bew. Him«el Höchste Teinperatur am 7. bis 8. Jan. 1917 — 2 , 6 * C. Niedrigste , „ 1 . „ 8 . , 1917 — 1,1 • C. Niederschlag 12,8 mm. Letzte Nachrichten. Ein deutscher Sieg in Ost-Afrika. Noch, einem Privat-Telegranrm meldet die „Köln Volks- zellung" die ihr von zuverlässiger neutraler Seite zugegangerve Nachricht von einem großen Siege unserer Schutztruppe. Im Oktober oder November wurde die Armee-Abteilung des unter Smuis befehligenden Generals Nvrthh durch die Truppen Lettow-Borbecks vollstmrdig geschlagen und über 100 Kilometer zurückget neben. Ter Feind verlor über 1600 Mann, eine Anzahl Geschütze und viel Kriegsmaterial. Die Rom-Konferenz. Bern, 6. Jan. „Secvlo" schreibt: Gegenüber Deutschland, das unter seinen Verbürchetcn eine führende und entscheidende Stellung einnirnmt, müssen wir an der Spitze der einheitlichen Leitung unserer Jnitiattve einen Willensstärken Geist haben. Die Konferenz in Rom wird eine entscheidende Bedeutung habexi und wird durch ihre Be- sckilüsse für die nöttge Fortsetzung der beginnendeir Ent- scherdungsschlacht uns einander näher gebracht haben „Trrbunll' schreibt, daß sich im Verlause der Berattma immer deutlicher der Grundcharakter der Konferenz gezeigt habe, nämlich der eines allgemeinen obersten Kriegsrates: nn Anschluß an die Bemerkung, man habe auch von der ttlnftrgen Lerstung Italiens gesprochen, gibt das Blatt der Hoffnuna, Ausdruck, daß die Konferenz, wie es in aller Wunsch liege, fruchtbarer als die bisherigen Ententekmrfe- renzen fern nwge. Die zufriedene Entente. 2!.' 8 - Briarch ist. tvk bet ..Messagers" be- ^) ric ^ £ * 1 über bte Harmonie, bte unter ben Mlnerten herrsch« und über bte guten Nachrichten, bte bte wrkbiebencit Delegtrrtcii sich gegenseitig zu berichten gehabt hatten soime über bas fefte Vertrauen Aller in bie künftige stegreiche Ofpenftve des Bterverbaitbes. Auch Llovb George äußerte sein«^Zufriebenhett über seinen Besuch in Italien und über bte Fefttgkett unb Wiberstanbskraft des italienisch« über bte Vorbereitung be& Krieges ttnb Werkes nach dem Krtege. Nach der „Stampa" stebt die An- ÄÄÄt* ^''"emission mit Admiral Tchuchh Abbruch der Beziehungen zwischen Griechenland und dem Verbände? . lu , Jan. Der „Daily Telegraph" läßt sick. ai >3 b ^ + ld>t l n ' I" einigen Tagen werden die Vevtretex- ^ U \ lomatischk'\l Beziehungen zu der Atbenktt Regierung abbrechen. Die Regierungen der Berbünd<»t«'ii entichlossen, die in ihrem Ultimatum^^^Hoben7n^^Fo^erunaen äst " 1 ‘««'S”*-* Kabinettskrise in Auftland »«nsar st sSrf&l 7 « Meistergemülde mrbrannt branntest Sa'ntauär"ba^At^näum^^ ^""''bct wirb, wertvoller Gemalb« von «ela«^/- ad.ftvobe, eine Retbe Vtnet, Murtllv und anderen Meisen mbrmnte 0 "^" >Ö Wir haben wiederum das Ableben zweier Korpsangehörigen zn beklagen; Infolge einer Blutvergiftung verstarb Ende Dezember unser lieber a. H. Chefarzt Dr. Walther Göbel aus Dillenburg Leiter der chirurgischen Abteilung eines Kriegslazaretts. Es verschied fernerhin am 7. Januar 1917 zu Darmstadt unser lieber a. H. Finanzrat Paul Hartmann. 380D Der C. C. der Starkenburgia. Verwandten, freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, das; unser einziges, herzensgutes, inniggeliebtes Söhnchen und Brüderchen WMchen im zarten Alter von 1"/« Jabren am Sonntag abend 8 Uhr nach einer achttägigen, aber schweren Krankheit sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die schwergeprüften Eltern. Wilhelm Lepper und Frau Marie geb. Stühler Käthe Lepper nebst allen Anverwandten. Giehen (Wolfstrahe 14h 8. Januar 1917. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Januar, nachmittags 2*/ 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 00165 Bon Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Nachruf. Am 5. November 1916 starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sangesbruder Ludwig Horn Musiker rm Infanterie-Regiment Nr. 116. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen treuen Sanqesfreund und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Gesangverein Eintracht 323D Stcinbach b. (Niesten. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres geliebten, unvergeh- lichen Entschlafenen, die trostreichen Worte des Herrn Dekan Guhmann am Grabe, die liebevollen Kranzspenden, sowie allen denjenigen, die ihm das letzte Geleit gegeben, sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank. 0145 Familie Wilh. Fuchs Familie Lud. Fuchs Familie Fr. Fuchs Familie Wilh. Wagenbach. Daubringen, Wieseck, am 6. Januar 1917. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Zrau Lehrer M. Becker sowie für die Kranzspenden und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Volp sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: C. Becker, Lehrer i. N. Laubach, den 9. Januar 1917 327 Der Klavierunterricht^ bcoinnt imdkrMmtq, üen 11 Zumr IMxbkth Zeichner, 8tttl>kßche8?. Versteigerung. Mittwoch, den 16. d. Mts., nachm. 3 Uhr, versteigere , sich inderGlanbrechtstraste freien Platz! gegen Barzahlung: 1 Wagen, ca. 200 VOe vftfthoblcn, 1 Partie alte§ Bauholz, ca. 50 Ge- rüttstangcn. (331 Müller, Gerichtsvollzieher in Gienen. Borschristsmähige l 308 Bezugsscheine f. Wanofaktnr-, Schuh waren-. Wollwarcn Bnchdruckerei I. Weinert, Neuenweg 9. Telefon 215. Vermietungen 4« und 5' auf einer Etage, auch evtl, beide zu einer Wohnung passend, mit Zubehör und gr. Gartenant. alsbald beziehbar billig zu vermieten. Näh. Walltorttr. 75 v. i“ 8 Mansarden Wohnung für 1. April 1917 zu vermieten. Näh. Stcvbanst r. 17 p. [ x7 2 nmu. Z. m. Kocheinr. sos. zu vermiet. Wolkvngasss 18 p. Vormittags zu besiditig. | Möbl. Zimmer\ Schön möbl. Wohn und Schlafzimmer evtl, auch mit .Küche zu vermieten. f 201 Selterswes 61. Schön möbl. Zimmer au an ständige Dame zu verm. Näh. Hammstr. 14, I, , 1OOO44 Möbl. Zimmer mit guter voller Pension u. möglichst Klavier zu mieten gesucht. Säir. 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R Ende 10*/ 4 Uhr. w ] Bis 1. Februar tüchtiges Hausmädchen gesucht. Schriftliche Angeb. an Frau Professor Voit, Kltnikstrahe 41. BaknSiofsty. 34 Ab heute bis inkl. 12. Januar Oer flfleineidbaiier Volksstück in 3 Akten von L. Anzengruber. In einem Vorspiel und 4 Akten, für die Filmbühne bearbeitet und inszeniert von Louise Kolm und J. Fleck. Personen: 1322a . . . Hermann Benke . . . Orete Lund . . . Hermann Bömberg. Hofsehauspieler . . . Karl Baumgärtner, k. k. Hofschauspieler . . . Viktoria-Pohl. Meister vom Bürgertheater . . . Margarete Ncff, Hofschauspielerin Margarete Thumann v. deutsch, Volkstheater • • • Dr. Franz Ferdinand Hofschauspieler. Mathias Ferner. Kreuzweghofbauer . Creszens. dessen Tochter . Franz, dessen Sohn. Andreas Hollerer, der Adamshofbauer Burgerlies. Burger Vroni, deren Tochter . . . . Jakob } deren Kinder . Ausserdem das gut gewählte Beiprogramm