Nr. 0 Der Gießener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: Gleßener.§amilienbla1ter; Krcisblölt für -en Ureis Gießen. Nezugspreis: monatl. 90 Pf., oiertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Ps.: durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährü ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriitleituug112 Verlag,GeschLstsstelle51 Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes \bl. Jahrgang Postscheckkonto: Zranksurt a.M.U686 Zwiklingsrunddruü u. Verlag: Srühi'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Geschüstrstelle rr. Druckerei: Schuiftr. 7. Montag. 8. Januar (9(7 2,111.u./,ne ooii Anzeigen die Tagesnnmmer dir zum Nachmittag vorher. Zeuenpreir, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver- mietungen u. Stellenge- suchelbPf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt u> d Land. Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R/Zenz., Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Bankverkehr: Gewerbebank Gießen (WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Januar. (Amtlich.) W e ft l i che r Kriegsschauplatz. In den Abendstunden starker Feuerkampf im Ypernbogen, auf beiden Sommeusern und in einzelnen Abschnitten der Champagne- und Maasfront. Bei Serre, nördlich der Ancre, drangen im Nachtangriff einige Engländer in den vorletzten Graben. Unsere Vortrupps holten in der Gegend von Massiges und an der Nordostfront von Verdun Gefangene aus den französischen Gräben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nach Scheitern seiner Vorstöße am gestrigen Morgen wiederholte der Nüsse nach heftiger Artillerievorbereitung seine Angriffe mit frischen Kräften. Zwischen der Küste und der Straße Mitau-Niga, östlich der Aa, drang er über den gefrorenen Sumpf in Bataillonsbreite in unsere Stellung. An allen übrigen Punkten wurde er abgewiesen. Bei Gegenstößen blieben WO Mann und mehrere Maschinengewehre in unserer Hand. Angriffe kleinerer russischer Verbände an zahlreichen Stellen der Düna-Front und nördlich des Miadziol-Sees hatten keinerlei Erfolg. Front des Generalober st e n Erzherzog Joses. Im Südteil der Waldkarpathen starker Feuerkampf. Defterveichifch-ungartsche Truppen schlugest nordöstlich von Kirlibaba russische Bataillone zurück. Südlich des Trotosul- tales stürmten bayerische und österreichisch-ungarische Regimenter ausgedehnte Verteidigungswerke des Feindes zwischen Eodumba und Mt. Fältucanu. Zu den schweren blutigen Verlusten des Gegners kommt die Einbuße von über ZOO G efan genen. Zwischen Mgr. Easinului und Susita-Tal wurden m c h- rere Stützpunkte genommen. Deutsche Kolonnen dringen nach Säuberung der Höhcnstellungen südöstlich von Saveja längs der Täler nach Nordosten vor. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen. Nach lvirksamer Feuervorbereitung stürmten unter Befehl des Generalleutnants Kü h n e die Divisionen der Generalleutnants Schmidt von Knobelsdorff (Heinrich) und von Oetinger die stark ausgebauten, mit Drahthindernissen und Flankierungs-Anlagen versehmen Stellungen der Russen von Tartaru bis Rimdiceni, nahmen die Ortschaften selbst und drangen über den versumpf- tenFlußavschnitt über denSereth vor. Der Gegner hält dort noch einige Dörfer, von denen aus er vergebliche Vorstöße führte. Bei diesen Kämpfen zeichnete sich das Magdeburgifche RHerve-Jnfanterie-Regiment Nr-. 26 aus. Weiter südöstlich nahm das verstärkte Kavalleriekorps des Generalleutnants Graf von Schmettau Olaneasca, Guli- anea und Marinem. Vortrupps erreichtenden Ser eth. Vor der Donau-Armee des Generals der Infanterie Kosth gab der Russe weiteren Widerstand südlich des Sereth in der Nacht vom 4. zum 5.1. aus und ging, starke Nachhuten opfernd, auf das Nordufer zurück. In B r a i l a drangen von Westen deutsche und bulgarische Reiter, von Osten über die Donau deutsche und bulgarische Infanterie ein. D i e w i ch t i g st e H a n d e l s st a d t Rumäniens ist damit i n der Hand der Verbün^- d tttn. In der Dobrudscha hat die 3. bulgarische Armee, der dmtsche, bulgarische und osmanischc Truppen angehören, unter der Führung des Generals Nerezoff ihre Aufgabe schnell und endgültig gelöst. Kein russischer oder rumänischer Soldat befindet sich hier im Lande. Die beabsichtigten neuen Operationen slnd eingeleitet. Gal atz liegt unter unserem Feuer. Mazedonische Front. Im Eerna-Bogen Artilleriefener, an der Struma Pa- kromllengefechte. Von See her werden alltäglich die griechischen Küstenstädte zwischen Struma- und Mesta-Mündung von Schiffen der Entente beschossen. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. .ETB.) Großes Hauptquartier', 7. Januar. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz R u p p r e ch t v o it Bayern. Nach mehrstündiger Feuervorbereitung griffen englische Bataillone südlich von Arras an. Der Angriff brach in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfmer verlustreich zusammen. Ungunst der Witterung schränkte die Gefechtstätigkeit bei allen Armeen ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. „.,^uch gestenl erfolgten im Abschnitt von Mitau starke russische Angriffe, die verlustreich scheiterten. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 1300 erhöht. Bei Kjsielin (westlich von Luck) überraschte eine deutsche Patrouille eine Feldwach' der Russen und brachte sie gefangen zurück. Der Versuch russischer Kompagnien, südwestlich von vs^anisLatt eilten unserer Vorposten aufzuheben, mißglückte. ee piieitpffi! zu Front des Generalobersten ^ v . Erzherzog Josef. In den verschneiten Waldkarpathen kam es bei strenger Kalte nur zu Patrouillentätigkeit und vereinzelt auflebeudem Feuer. Zwischen Oitoz- und Putna-Tal sind durch Wegnalyne mehrerer Stützpunkte die Russen und Rumänen weiter gegen die Ebene zurückgcdrängt worden. Starke Gegenstöße frischer Kräfte konnten uns den gewonnenen Boden nicht nehmen. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von M acken seit. Der Gipfel des Mgr. Odobesti wurde durch das Münchener Infanterie-Leib regiment im Sturm genommen. Zwischen Focsani und Fundcni führte der Russe auf einer Front von 25 Kilometern einen großen Entlastungsangriff. Nur in Richtung Obilesti gewann er ein wenig Raum. An der zähen Widerstandskraft deutscher Truppen brach an allen Fronten der russische Ansturm verlustreich zusammen. Mehrere hundert Gefangene blieben in unserer Hand. Mazedonische Front. Versuche von Engländern., sich nordöstlich des Doiransees in den Besitz bulgarischer Vorpostensteliungen zu setzen, schlugen fehl. Der Erste Generalquartiermeister Lude n d o v f f. * Die Abendberichte. B e r l i n, 6. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Kämpfe südwestlich von Riga sind für uns günstig verlaufet!. Südlich von Focsani und am M i l c o v u - Abschnitt hat die Gefechtstätigkeit zugenommen. In B ra i l a hat der Russe vor Ausgabe der Stadt die meisten rumänischen Fabrikanlagen zerstört. * * * f Die beiden letzten Tage haben das Vordringen der verbündeten Heere gegen die russische Sereth-Linie stark gefördert. Nachdem Braila genommen worden ist, dejk?n deutung in einer nachstehenden halbamtlichen Darstellung^ gewürdigt wird, wurde auch Gakatz unter Feuer genommen. Hand in Hand danrit konnte bereits die untere Sereth-Linie überschritten werden. Aber auch nördlich von Focsani sind unsere Truppen siegreich aus dem Gebirge in die Sereth- Ebene vorgedrungen, die Russen wurden zurückgedrängt Und werden sich, da Focsani auch von Süden her bedroht ist, dort wohl nicht mehr sehr lange halten können. Allerdings haben die Russen, wie aus dem gestrigen Abendbericht hervorgeht, mn unteren Sereth, südlich von Focsani, auf einer 25 Kilometer langen Front einen verzweifelten Entlastungsangriff unternommen. Aber nur an einer Stelle, üt der Richtung auf Obilesti, gewannen sie ein wenig Raum. Sonst brach der Angriff überall für die Russen verlustreich zusammen. Schon vorgestern schrieb der Berner „Bund": ^ sp u i ist schwer bedroht. Am weitesten ist der künzcn- trgche Angrrst auf diese wichtige Position von Westen herangekommen. Er folgte hier dem Milcovatal, ging über Mera, 15 Kilometer westlich Focsani, hinweg und arbeitete sich auch' int Gebirge von O dvbesti nordöstlich Mera und nordwestlich von dem Orte Odobesti vor. Die Nebentäler der Zabeln und der Nnduia boten dem berggewvhnten Angreifer zur Umfassung geeignete Zugänge. Da der Druck der Armeen des Erzherzogs ^loses auch weiter nördlich im Susita- und Uztal wächst, so ist schlechterdings nickst einzusehen, wie der Bedrängiing der Russen in der Moldau unmittelbar gesteuert werden kann. Sie haben sich wohl auch^bereits von der Unmöglichkeit überzeugt, den Feüid vor dem Seixth aufznhatten und werden Focsani so wenig wie Brarla aus die Dauer behaupten, nachdem sie die in diesen Endpiinkteii fixierten Stellungen in der Ebene in der Weihnacht-- schlacht verloren haben." Im „Vorwärts", dessen Zukunftsprogramm für die Sozialdemokratie wir hier kurz wiedergegeben hatten, ist seitdem eine interessante Polemik über diese Dinge ausgefochteu worden. Der „Genosse" Paul Lensch, der, wie unsere Leser wissen, aus Grund der Kriegserfahrungen manches alte Pmn- zip nicht mehr so hoch bewertet wie früher, geht in der Samstag-Nummer des „Vorwärts" überaus temperamentvoll gegen die Art der Friedenspropaganda, die in diesem Blatte gemacht worden ist, vor. Er kennzeichnet scharf, aber durchaus zutreffend, das Verhalten der französischen und englischen Sozialdemokratie: „Auch jetzt, ivo die Friedenssehnsucht der Völker selbst drrrch die brutalste Zensur nicht niehr unterdrückt werden formt, wo gleich- reüig für Frankreich besonders die begründete Aussicht besteht, einen Frtedeil ohne Gebiets Verluste erhalten zu können, sind es die Sozialisten, die diese Friedensmöglichkeiten von sich weisen uno sich den schuldbeladenen Personen, denen Frankreich ausgeliefert tft, als willige Kriegstreiber zur Verfügung stellen. Nicht als Frredensfaktor. sondern als ein Kriegsfaktor all er stärksten Grades hat sich dieser Sozialismus bewährt: das ist die bittere Erkenntnis, die sich für uns auf Grund der Ursachen ergibt und aus der es gilt, seine Konsequenzen zu ziehen." Lenschs Schlußfolgerung ist, daß auf die Ueberzeugung und Erziehung dieser fremden Sozialisten nichts mehr zu gebeil sei: besonders die Partei in Frankreich habe sich ihr Grab geschaufelt. Mit beißender Schärfe geht Lensch gegen die Scheidemannschen Bestrebungen vor: „Hier tauchen wieder die gefährlichen Irrwische über die Macht der Internatioitale auf, die uns vor dem Krieg gründlich getäuscht haben, und mit einer Unbefangenheit, als fet der Krieg mir ein leeres Traumbild und eine schiwanke Erinnerung gewesen, nimmt man den internationalen S t r i ck st r u m p f wieder zur Hand und will dott weiter stricken, wo man ihn am 4. August 1014 liegen gelassen hatte." Diese Vorhaltungen sucht der „Vorwärts" bereits in seiner Sonntag-Nummer in einer Entgegnung Friede. Stampfers zu widerleben. Aber wir finden auch hier wieder die „Eiertänze", die wir bei den Hoffnungen des „Vorwärts" auf die Wilsonscheu Beinühungen aufgezeigt hatten. Stampfer stellt fest, es gebe wohl doch Strömungen in der französischen Arbeiterbewegung, die nrit einem Sozialismus, der sich als „Kriegsfaktor alterstärksten Grades bewährt/", unzufrieden sind ! „Soll es also nicht erlaubt sein, auf diese Strömungen in Verbiudung mit der anerkannten Friedenssehnfucht des französischen Volkes gewisse Hoffnungen zu setzen?" Stampfer fährt dann fort, der Gegensatz der Auffassungen zwischen ihnr und Lensch entspringe einem Gegensatz der Methode. Er, Stampfer, wolle die-Nebel Heiken, Lensch wolle nur wissenschaftlich feststellen: „Die Arbeiter (aus die es immer noch mehr ankommt, als auf einzelne Theoretiker oder die, die sich für solche halten) haben, in allen Ländern den aus gebrochenen Weltkrieg instmktw als einen Verteidigungskrieg ihres eigeneir Volkes erfaßt. Sie wollten dieses Völkerringen, das viel mehr war als ein gewöhnlicher Krieg, nicht mit der Niederlage ihres eigeneir Landes enden sehen. Wenn dieses vornehme Gefühl, das auch dem deutschen Arbeiter eigeir ist und ohne das Deutschland längst ge Wagen am Boden läge, zeitiveilig von chauvinistischer Ueberhebung über sich selbst Hinausgetrieben, entproletarisiert imd irattonalistisch- verbürgerlicht wurde, so liegt darin iwch kein Anlaß zur Verzweiflung, kein Grund, die Hände müßig in den Schoß zu. legen!" Ja, die Methoden sind verschieden. Herr Stampfer und seinexGesinnungsgenossen legen den Hauptwert darauf, ihre Genossen in Frankreich und England zu kurieren, Lensch da gegen erkennt ganz richtig, daß es im Interesse unseres deutschen Existenzkampfes wahrlich wichtigeres gibt, als eine so zweiselhafte Aufgabe anzusussen. Beider Methode Scheidemanns läuft die ernste Gefahr unter, daß Illusionen erweckt werden, die sich nicht erfüllen, und daß dabei wichtige Vorkehrungen, die den Tatsachen ins Auge blicken, und die vor allem die für uns erfolgreiche Beendigung des Krieges bezwecken, vergessen und versäumt werden. * * * Die österreichisch-ungarische» Tagesberichte. W i e n , 6. Jannar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich nnrd verlautbart: 6. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeld in ars challs v o n M a ck c n s e n. Unsere Verbündeten haben gestern die Landzunge von Varareni gesäirbert und die Stadt Braila besetzt. Der Feind ist von der Buzeu-Mündung abwärts hinter den Sereth gewichen. Oestlich von Gulianca und bei Romniceni dnrchbracher Truppen des Generals von Falkenhayn die stark ausgebau ten Linien der Russen und dringen gleichfalls gegen der Sereth vor. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joses. Kampfe im Gebiete der Putua und Susita in anhaltendem Fortschreiten. Weiter nördlich wurde russischer Gegenstoß abgeschlagen. Im Bereich des Monte Fallucanu, vier Kilometer lwrd- westlichSulta, erstürmten öftirrerchischmugarische und deut- \m Regimenter abermals mehrere Höhen. Nordöstlich von Kirlibaba schlugen unsere Bataillone einen stärkeren russischen V^stoß durch Feuer ab. An der Heeresfront wurden gestern über 700 Gerangene eingebracht H e e r e s f r o n t d e s G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l ^ P r i n z e n L e o p o l d v o n B a y e r n. Bei den k. und k. Streitkräften nichts zu melden. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. / Nichts von Belang. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs V. Höfer. Feldmarschalleutnant. W i en . 7. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 7. Januar 1017. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls vo n Mackensen. Südöstlich voll Fo csau i versuchten gestern die Russe, auf 2o Kilometer Frontbreite einen großangelegten E n t - ! a st u n g s st o ß. Es gelang ihnen nur an einer Stelle nörd lich von Oblleci. etwas Raum zu geiviunen. Doch'wurde auch lncr der feindliche Angriff bald aufgefanqen Außer schweren blutigen Opfern büßte der Gegner noch mehrere hundert Gefangene ein. Nordwestlich von Focsani erstürmte das Münchener Jnfanterie-Leib-Regimeut den Gipfel de^ Mgr. Odobesti. " Heeresfront des Generalobersten ^ Erzherzog Josef. •zrx Dkr. ^udflugel der von General Gerok befehligten osterrelchlsch-ungarischen und deutschen Truppe?! gewann un ter Kämpfen über Colacu an der Putna und gegen' Campurile 8» der Susita Raum. Die österreichisch-ungarischen und dcut MN Bataillone des Generalmajors Goldbach schlugen beider Mts der Ojwz-Straße insgesamt neun russische Angriffe un ter schweren Fei>ndVerlusten zurück. In den Waldkarpathen schrankte Schneefall und Frost die Kampstätigkeit ein Heer es front des Generalseldmarschalls ^Prinzen Leopold von Bayern Bn >solottvina wurde ein Ucberfallsver'such zweier rmsischer zwmpagnien aus unsere Sichernngstruppen durck rasch herbeieilende Reserve vereitelt. Sonst bei den f n r Streitkräften nichts twn Belang. ' u * r ‘ Italienischer und südöstlicher „ .. . ^ Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des CYcfö des Gcneralfta-s v.Hofer, rfelvmanch«Heutvnnr Kaiser Karl an Armee und Flotte. Wien, 6. Jan. (WTB.) Aus dem Kriegspressequartier wird jgvneldtt : Armee- und Flv t tenbe fehl! Seine k. und k. apostolische Yöajestät geruhte folgenden Armee iund Flottenbefehl allergnädigst zu erlassen: ^LMldatcn! Ihr wißt, daß ich und die mir verbündeten Herrscher^ versucht haben, dem von der ganzen Welt herbeigesehnten Frieden den Weg .zu bahnen. Die Entgegnung unserer Feirrde i,l nun da. Sie weisen, ohne überhaupt unsere Bedingungen hu lfenneu, die ihnen dargebotene Hand zurück. Wieder geht, Waffeugefährteu, mein Ruf an Euch«: Euer Sch,wert hat in den dreißig Kriegs monaten, die bald hinter uns liegen toerden, eine klare und deutliche Sprache geführt Euer Heldenmut und Euere Tapferkeit sollen auch! weiterhin das Wort behalten! Noch, ist der Opfer nicht genug. Neue müssen gebrach,t werden. Auf unsere Feinde allein fällt alle Schuld. Gott ist quem Zeuge. Vier feindliche Königreiche wurden durch Euch und Euere tapferen Bundesgenossen zertrümmert, mächtige Festungen bezwungen, weite Strecken feindliche Bodens erobert. Trotz alledem tau schien die feindlicheil Machthaber ihren Völkern und ihren Armeen immer wieder die Hoffnung vor, daß sich, ihr Geschick doch noch wenden werde. Wohlan dem:, an Euch ist es, iveiter eiserne Abrechnung zu halten! Erfüllt von stolzem Vertrauen in nreine Wchrmmht, stehe ich an Eurer Spitze. Vor wärts mit Gott! Gegeben zu Wien, den 5. Januar 1917. * Ein Besuch des Grafen Czernin. Berlin, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der österreichisch-ungarische Minister des Aeußern, Graf Czernin, ist heute zu einem zweitägigen Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Wir begrüßen den österreichisck)- ungarischen Staatsmann aufs herzlichste in der deutschen Hauptstadt. Als Graf Czeruin vor wenigen Wochen das hohe Amt über nahm, in das ihn das Vertrauen seines Kaisers und Königs berief wurde von allen Seiten ausgesprochen, daß die Lcjitung der auswärtigen Politik der verbündeten Monarchie in keine besseren Hände gelegt werden konnte. Graf Czernin weiß, daß ihm auch in Deutschland die lebhaftesten Sympathien und aufrichtigsten Wünsche für eine glückliche uird erfolgreiche Durchführung seiner großen Aufgaben entgegenkommen. Die Besprechungen, die seinen Aufenthalt in Berlin aussülleu werden, bieten erwünschte Gelegenheit, in verbauter Aussprache alle Fragen zu erörtern!, die uns und unseren Verbündeten gemeinsam am Heiden liegen. , Der Kaiser empfing gestern im Großen Hauptguar LLer den österreichisch-ungarischen Minister in Gegenwart des Staatssekretärs Zimmerinann in längerer Audienz und zeichnete den Grafen Czernin bei diesem Anlaß durch die Verleihung des hohen Ordens vom Schwarzen Adler aus. Im Hauptquartier nahm Graf Czernin auch Gelegenheiten, mit dein Generalfeldmarschall von Hindenbnrg bekannt zu werden. Heute findet zu seinen Ehren ein Frühstück beim Reichskanzler statt. Zum Abend hat der österreichisch-ungarische Botschafter Prinz zu Hohenlohe Schilnngsfürst Einladungen ergehen lassen. Morgen leistet der österreichisch-ungarische Botschafter einer Einladung des Staatssekretärs Zimmermann Fokgc. * | * * Zur Einnahme von Braila Berlin, 6. Inn. (WTB. Nichtamtlich.) Die Schlacht inn den Besitz des südlichen Ufers des unteren Sereth wurde auf einer Front von 50 Kilometer Breite nach erbittertem Ringen zugunsten der Verbündeten entschieden. Die Russen wurden geschlagen und verloren damit ihre stark ausgebaute, feldmäßig befestigte und seit Wochen vorbereitete Basis auf dein südlichen Ufer des Sereth, von der aus sie nach der laut verkündeten Ansicht der Ententepresse ihre Gegenoffensive ansetzen wollten. Aus einer Breite von 15 Kilometern sinh die Verbündeten bis auf einige Dörser südlich Fundeni an die Sumpfniederungen und das Flußbett des unteren Sereth vorgedrungen. Die blutigen Verluste der geschlagenen russischen Verbände firtb schwer. Die Beute konnte, da die Kämpfe noch int Flusse sind, noch nicht genau festgestellt werden. Dank der hervorrag endet: Zusammenarbeit der Donauarmee und der Dobrudscha-Armee, die einen doppelseitigen Druck von Westen und Osten auf Braila ausübten, siel Ruuräniens bedeutendste Handelsstadt in die Hand der Verbündeten. In genau einem Monat haben die Truppen der Verbündeten unter fortwährenden erbitterten Kämpfen die Strecke von Bukarest nach Braila, annährend 200 Kilometer, zurückgelegt. Mit ihren bedeutenden leistungsfähigen Hafenaniagen, Speichern, Elevatoren und Kranen bildet die 65 000 Einwohner zählende Donaustadt für die Verbündeten einen außerordentlich wichtigen strategischen Stützpunkt. Dvnauschiffe können von dem Herzeii Deutschlands bis nach Braila Vordringen, während andererseits die russisch-runiänische Donauschiffahrt vollkommen unterbunden ist. Der äußerste östliche Stützpunkt der russifch-rumäilischen Serethstellung, Galatz .' liegt bereits unter dem Feuer unserer Geschütze. Gegen die Mitte der Serethstelluiig, bei Fundeni, sind die Truppen der Verbündeten in siegreichem Vorstoß, während die deutschen und ofterrerchisch-itnaarischen Verbände in den Hängen der Grenzkarpathen täglich bedrohlicher gegen den äußersten westlichen Stützpilntt der Serethlinie bei Focsani vorrückeri. Der bulgarische Generalstab über die Säuberung der Dobrudscha. S.ofia, 7. Jan. (WTB. Nichtanttlich.) GeneraLstabsberichk vom 6. Januar. * ^.^5 ^onische Front: An einigen Fr-onfftellen hefti- geves Attillerieseuer. An der ganzen Front, besonders im Wardar- Tale, ziemlich lebhatte Lufttätigkeit. Bei Gemgheli schossen wir ein leuMMics Flugzeug ab, dessen englischer Pilot gefangen wurde. R u mä n i s che Front: In der Dobrudscha gingen die bulgarischen und deutschen Truppen, die dem Feinde westlich M a c i n folgten, gegenüber Braila über die Donau und besetzten die Stadt, m der auä> oeutsckw Kavallerie der Tonam^Armee cinzog. unsere in Richtung Bocarani operierenden Truppen schlugen den russischeii linken Flügel, besetzten in dem nordwestlichsten Zipfel her Dobrudscha einen ganzen Streifen festen Landes, eiuschließ- ' lrch der Hohe Byar .Hohe 86) und warfen die Russen aus das linke Donau-Ufer in Richtung (Galatz zurück. Wir machten neuerdings 21 Offiziere, 200 Mann zu. Gefangenen und erbeuteten sieben Maschinengewehre. Heute ist infolgedessen die ganze Dobrud- scha bis zum Donaudelta endgültig gesäubert und vom rnmänüchen Joä, völlig befreit. Die verzweifelten Anstten- gnngen der Russen, m der zweiten Tezemberhälfte die nördliche Do- brr^vcha zu halten, sind unter dem mächtigen Truck der bulgarischen deutschen imd türkischen Truppen mißglückt. Jetzt feiett die Bevöikerung der gesamten Dobrudscha mit Begeisterung die Wieder- erlangung der teuren Freiheit. Am 15. Dezember begann die Offensive in der Dobrudscha gegen die Russen auf der Linie Tschonlu—Topaln mr der Donau Am 18. Dezember drang unser tapferes Infanterie-Regiment Nr. 1l8 in Babadag ein, am 19. Dezember stießen die verbündeten Truppen wieder auf den Feind, der sich aus der mächtigen Linie Babaoag See Turkatza an der Donau festgesetzt hatte. Die hntte Ko.akendivisron vollsülirte dar Angriff gegen unseren Untat mtxbn aber von unserer durch Infanterie und Artillerie v^mtörkten Kävallern'diviswn blutig zurückgeschlagen Am 20. De- nmrde der (Regner an der gmrzen Front angegriffen. Die viert«» Lreslav-Divisüm drückte die Front des-Feindes tm Wjchnitt Bolabances Höhe 283 nördlich der Eerna ein. Der Versuch des Wkmdes, . - Flügel längs der Donau vorzurückcii wurde lKUüfli VUn 21. Deyemlxn unternahm der Gegner ein«: Gegenangriff gegen die vierte (Preslav) Division, doch nmrde eu blutig zurückgeschlagen. Zwei Mgriffe der Russen gegen, Misere durch Infanterie und Artillerie verstärkte Kavallerie wurden blutig z-urückgeschlagen und die Russen geznnlngen, sich auf der ganzen Front zurück zuziehe u. Am 23. Dezember besetzten unsere Einheiten Dulcea. Die Russell zogen sich auf die Stellung des Brückenkopfes vvnWacin zurück, indem sie die Linie Höhe 90—Höhe 161— Höhe 496—Teilorrücken—südlich der Stadt Jsaccea («setzten. Am 24. Dezember ioarfen Unsere Truppen das Zentrum und den linken Flügel des Feindes zurück und besetzten die Stadt Jsaccea. Der Gegner, der den linken Flügel westlich von Jsaccea zurückunhm setzte uns verzweifelten Widerstand entgegen. Unser Vormarsch stieß in dieser bewaldeten, außerordentlich« unebenen und wegelosen Gegend auf große Schwierigkeiten. Die Ausstellung von Artillerie war sehr schwer. Der Feind unternahm hartnäckige Gegenangriffe gegen Unsere Kolonnen, die ohne Verbindung in den Wäldern waren, wurde aber überall blutig zurückgeschlagen. Am 30. Dezember durchbrach die vierte Division das Zentrum der! feindlichen Stellung, brach aus den nordöstlichen Ausläufern des Waldes hervor und wandte sich gegen die Höhe 197. Der Feind besetzte die stark befestigte, durch Drahtverhaue geschützte Stellung Höhe 90—Höhe 101—Höhe 364—Lunkavitza. Am 31. Dezember besetzten unsere Einheiten die Höhe 101 und deutsche Abteilungen die Höhe 90. Die Russen machten einen Gegenangriff, wurden jedoch« zurückgeschlagen. Am 1. J«anuar besetzten unsere Truppen die Höhe 197 und Lunkavitza. Der Feind zog sich« auf seine letzte, gut befestigte Stellung Macin-Jijila-Höhe 108 zurück. Am^3. Januar durchbrach die vierte (Preslaw) Division die feindliche Stellung ,bei Jijila und eroberte diese Ortschaft nach« "hartnäckigem Bajonettkampf in den Straßen. Unsere Truppen und^ die Verbündeten deutschen und türkischer Truppen sind am 4. Januar in Macin ein gezogen. Der rechte russische Flügel zog sich, auf Braila zurück, der linke russische Flügel versuchte bei Vaoareni Widerstand zu leisten, wurde jedoch, von unseren tapferen Insanterie-Regimentern '35 und 36 zurückgeworsen. Vom 15. Dez. bis heute wurden in der Dobrudscha 37 Offiziere und etwa 6000 Mann gefangen, 16 Geschütze, 35 Maschinengewehre und anderes Kriegsmaterial erbeutet. Die Anerkennung der bulgarischen Rechte. Sofia, 6. Jan. (WTB.) Gegenüber irrigen Auslegun- en, die gewisse Bemerkungen des Ministerpräsidenten Ra- oslawow über die Anerkennung der bulgarischen Rechte auf die jetzt okkupierten Gebiete auf seiten der Entente gefunden haben, wird ausdrücklich festgestellt, daß diese Anerkennmm der bulgarischen Rechte natürlich erfolgt ist vor dem Antritt Bulgariens in den gegenwärtigen Krieg. Damals machte die Entente Bulgarien, um es auf seine Seite zu ziehen, Versprechungen, die sich gerade auf diese Gebiete bezogen. Der türkische Bericht. 5. Jan. (WTB.) Amtlicher Heeres- Konftantinopel bericht. An der D.ig ris front wurde ein Angriff, der von sechs kindlichen Bataillonen gegen unsere Stellungen bei Jman Muha- med in der Nacht zum 3. Januar ausgesührt wurde, zurückgeschlagen. Der Gegner erlitt große Verluste und flüchtete in seine Gräben. An der persischen Front griff der Feind am 2. Januar morgens mit mehreren Bataillonen Infanterie und zwei Bataillonen Kavallette unsere Stellungen östlich von Hamadan an und wurde vollständig zurückgeschlagen. Er ließ hundert Tote auf dem Gelände zurück. Wir stellten den Abtransport vieler seiner Verwundeten auf seinen Rückzugslinien fest. Außer einer großen Anzahl von Gefangenen hatte der Feind einen Verlust von über 500 Toten. Unsere Verluste sind dagegen unbedeutend. Ein Angriff, den der Feind mit seiner Infanterie und Kavallerie gegen unsera Sicherungstruppen, die in der Umgegend von Sakiz lagen, unternahm, wurde mit für ihn schweren Verlusten abgeschlagen. An der Kaukasus front versuchten drei feindliche Kompag- men einen Angriff auf unsere Stellung nordwestlich von Kighi, ffe wurden mit für sie bedeutenden Verlusten zurückgeschlagen^ Konstantinopel 7. Jan. (WTB.) Amtlicher Biwicht. Irak-Front: Feueraustmlsch der Infanterie und Ar- trllerie. V e r si siche Front: Eine aus drei Kavallerie-Eskadronen mit zwei Geschützen bestehende feindliche Streitmacht griff am 4. Januar unsere Vorposten westlich, von Hamadan an. Ter Angriff nnrrde abgeschlagen. Am gleichen Tage machten zwei Kavallerie-Re-gimenter Men Angriff auf unsere Truppen, die in der Umgebimg von Bidjar lagerten. Der Kampf dauerte den ganzen Tag an. Gegen Abend ttafen unsere Verstärkimgen ein und inachlten einen Angriff auf den linken feindlickren Flügel, wodurch, der Kampf zu unseren Gimsten beendet wurde. Am folgenden Tage erneuerten unsere Truppen ihre Gegenangriffe imd ioarfen den Feind zurück, der in die Flucht geschlagen wurde. Die Verluste des Feindes sind beträchtlich, die unseren unbedeutend. An den anderen Fronten nichts von Bedeutung. Der Stellvettretende Oberbefehlshaber. Die Entscheidung Griechenland». London, 6. Jan. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet mis Athen vom 3. Januar: Die griechische Regierung erklärt anläßlich der Nichtannahme der Ent>ercke-Note, daß sie »er Entarte nicht den Krieg erklären, sondeni sich den Zwangsinaßregeln unterwerfen werde, im Berttauert darauf, daß die Mächte schließlich einsehen werderr, daß die Blockade eine unverdiente Strafe für die Ereignisse am 1. Dezamber sei, die auf ein Mißverständnis zurückzirführen seien, da die Armee ohne Rüch'icht auf die Regiermrg beschlossen habe, sich der Auslieferung des Kriegsmaterials zu widersetzen. Was die Gefangenhaltmig der Veuiselisten betteffe, so sei der König zwar bereit, einige der (Geangenen zu begnadigen, die Verfassung verhindere ihn aber, sich in gerichtliche Vserfahren zu mischen, ehe Urteile gefällt seien. Nach der Ententediplomatie zu utteilen, sei die Lage nicht berlrhigcnd. Ter %on der Athener Presse sei sehr feindselig, während der Einguß der Blockade sich immer mehr fühlbar iNache. Tie Verteilung des Brotes, das aus einer Mischung von Weizen und Gerste her- gestellt werde, stehe unter strenger Aufsicht. Die Lebensmittel seieir außerordentlich teuer, so daß sie für die ärmeren Klaffen unerreichbar seien. Amsterdam, 6. Jan. (WTB.) Der „Mornvrg Post" wird aus Athen vom Mittwoch gemeldet, die griechische Regierung plane offenbar die eins oder die andere Wahnsinnstat. Dieses könne man aus verschiedenen Anzeichest entnehmen, namentlich daraus, daß die Reservisten heimlich zum Dienst eingefordert und davon in Kenntnis gesetzt würden, daß sie sich bereit halten müssen, binnen einer Stunde nach Empfang der Verständigung sich bei ihrer Truppe zu meloen. Der Korrespondent der „Morning Post" erfährt ferner, daß umfassende militärische Maßregeln namentlich mit Bezug auf die Artillerie, die Lebensmittelvorräte und die Munition gettoffen werden. Berlin, 8. Jan. Tie über Frankreich und England kom- wenden Nachrichten aus Athen lassen die dortige. Lage als bc- rnhiätter erscheinen. Am 4. abends fand in Piräus, wie tErschiedeue Blätter berichten, eine königstreue Kundgebung statt. Enr Zug begab sich unter Vorantragen von zwei großeil Bildern des Königs zu !dem voir französischen Mnrinesoldaten besetzten Rathaus. Tie Franzosen bereiteten sich zum Widerstand vor und gaben den: im Hafen liegenden französischen Kriegsschiff Zeichen. Es kam jedoch zu keinem Zusammenstoß. * * * Die Konserenz in Rom. Bern, 6. Jan. (WTB.) „Messagero" schreibt: Man dürfe iveder von Indiskretionen noch von osfi- ziösen Mitteilungen eine Anfllärnng über den Verlauf und das Ergebnis der Konferenz in Rom erivarten, die vielleicht die wichttgste aller Ente nie ton ferenze n sei. lieber bie Gegenstände der Berarnng schreivt das Btatt: Der Viervcrvand hat auf die Note Wilsons und der anderen Neutralen rtoch nicht geantwortet. Der Gedanke liegt nahe, daß Liber die Llntwort ans dem römischen ^ivn- 9 re B beschossen werden wird. Ferner wird sicherlich die Lage Rumäniens und die der Entente in Mazedonien ans das Eingehendste besprochen werden. Die englische Mission, die gesteril von Athen in Rom cintraf, brachte den Entente- verttetern die letzten Neuigkeiten über die Lage und Stirn- Auf Grund dieser Nachrichten werden vielleicht endgültige Beschlüsse über die Haltung des Bier- b^bandes gegen die griechische Regierung gefaßt tverdeu. schließlich vermutet „Messagero", man werde auch über die sA^errfften Fragen der Verpflegung, der Anleihen, der Wech)elkurse und des Tauchbootkrieges ausführlich verhandeln und hoffentlich zu schlüssigen Abmachungen kommen. Bern, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenzia Stefani". Die Vertreter des Vierverbandes versammelten sich um 10 Uhr morgens unter dem Vorsitz Bosellis. Die Konferenz dauerte bis 1 Uhr nachmittags. Um 31/2 Uhr fand eine weitere Sitzung statt. „Giornale d^Jtalia" zufolge traf Sarrail gestern abend in Rom ein. Briand besuchte ihn vormittags und verweilte eine Stunde bei. ihm. Sarrail begab sich um 10 Uhr zur Consulta. * Eine Rede des englischen Minister» Henderson. London, 7.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- teychen Bureaus. Minister Henderson, Mitglied des Kriegsrates, erklätte im Verlaufe einer Unterredung mit dem Londoner Vertteter der „New York Tribüne", seine Ansicht über den Müi^ tarismus oder wemgstens dessen Ursache sei, daß die Armee nicht m der ihr gebührenden Stellung gehalten werde. Der Minister sagte: Die deutsche Militärmacht muß entiveder von der Regrerung, welche auf moralische Grundsätze angemessene Rücksicht nimmt wirksam kontrolliert werden, oder ihre Macht muß so geschwächt werden, daß sie aufhört gefährlich zu sein Der preußische Mlitarismus, fügte Henderson hinzu, wurde m dem Bestreben auf die Weltherrschaft organisiert, die durcl, ungeietzliche Amwendung der entsittlichften MUitärmacht erreicht werden ,ollte. Wenn jemand irgendwelchen Zweifel hegt, lasse man rhu lesen, was in Deuffchland über die Krügsziele im August 1914 geschrieben wurde und ihn damit vergleichen, w-as jetzt darüber ge- Es ist wahr, daß wir nicht länger davon hören, daß Leut) chland sich den Wieg tzu dem Platz an der Somie bahne, aber das war nicht die vorherrschende Sümmung zur Zeit der Kttegs- Taher unterwarf Deutschland weder seine große Militärische Macht moralischen Beschränkimgen, iwch gebrauchte es sic Ijn t L-iNire Wenn nicht, oder so lairge nicht ein vollständiger Eechiel der deutschen Gesinnung aufkommt, wüssen wir nicht nur eine Berichttgung des Irrtums der vergangenen Politik erzwingen, wndenr auch Sicherheit dafür schaffen, daß, sofern sie fottdauert, sie nicht mehr gefährlich sein wird. Wenn sie annehmen, wir könnten einen F-rreden auf der Grundlage des status auo ante bellum haben, vergessen sre, daß Deutschland, während es ihm mißglückte, seine Femde zu besiegen, es leine Verbündeten überwand. Deutschland hat Oesterreich, die Türkei und Bulgarien gänzlich seinen! Willen unter- worsen, das Mittel e uropa wurde eine politi sche Ta t- a ch e Was das Verhältnis zwischen Deutschland und seinen Verbündeten anbelangt, ist es unmöglich, zu dem statuS quo zurückzu- rehrcn und das allein würde es unmöglich machen, im Bethältnis zwischen Deutschland und seinen Feinben den status guo ante bellum anzuuehmeM WDc können nicht eine so starke und in einer so Ä n ~ stehende Militärmacht ertragen, wie sie durch Dcutichland, Oesterreich, die Türkei und Bulgarien, unter Deutschlands Aussicht wirksam verbunden, dargestellt werden würde. * Die dritte englische Kriegsanleihe. London, 6. Jan. (WTB. Nichtlnutlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die „Times" gibt Einzelheiten über .. ^ r ^ \ e Kri e g sa nleih e, bereu Bettcrg unbeschränkt sein wird. Es wird danrtt bezweckt, neues Geld aufzutteiben und die 1916 mtfgenommene schwebende Schuld zu konsolidieren. Die Zeichner der letzten Kriegsanleihe von (900 Millionen, die Besitzer der 5proz.' SchLtzobligationen von 335 Millionen, der Oproz. Schatz obligatio neu von 169 Millionen und der Schatzwechsel von 110 Millionen Pfund Sterling iverden ihre Änlagen konvertieren können. Die neue Anleihe wird das größte Fincrnzunternehmen seine: Art sein. Seit Beginn des Krieges hat England drei Will Pfund fiir Kriegszwecke ausgeliehen. Wilson und die deutschen FriedeuSbedingungen. Be r l i n, 7. Jan. (WTB.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt unter dem Titel: Die wirkliche Sachlage. Aus einer Begründuna des Grafen Andrassy, deren Wottlaut uns nicht twrliegt, nnrd in der Presse mehrfach geschlossen, daß die deutschen Fric- densbedingungen dem PräftdentaißD i l s v n bekauntgegeben nrorden seien. Die Kölnisck-e Volkszeitüng" schreibt dazu eine Meldung nieder, nach der die Mitteilung unserer Friedensbe- dingungeu an den Präsidenten Wilson tatsächlich erfolgt sei. Das Blatt ist falsch mltecrichtet. Die rvirkliche Sachlage ergibt sick aus unserer Mtwortnote aus die amerikanische Anregung. * Ein Feftmahk für den znrückgekehrten amerikanischen Botschafter in Berlin. Berlin, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Bei einem Festmahl der amerikanischen Handelskammer in Berlin sprach der Staatssekretär des Innern, Dr. .Heilfferich, über «die Beziehungeiv Mischen Amerika und Deutschland. Die amerikanischen Miuflcute, die hier eine zweite Heimat gefunden und ihr in der Kricgszeit viel Gutes erwiesen hätten, hätten das deutsche Volk vorher in friedlichem Schassen kemren gelernt und den Aufstieg der deutschen Vvllswirtschaft miterlebt. Gleichzeitig und im Austausch der Güter seieir Deuffchland mW Nordamerika groß getvorden. Von 1903 bis 1913 sei Deutschlands .Handel mit den Vereinigten Staaten von! 1400 auf 2425 Millionen Mark gestiegen. Aus ihrer Kenntnis her aus seien die Zuhörer gesäit gegen die Mvase von den! deuffchen oder preußischen Militarismus. Der Staatssekretär wies aus Deutschlands Lage inmitten kriegerischer Nachbarn hin und nannte als bleibendes Denk in al von deren Vernichtungswut den Rhein und seine engere Heimat, die schöne Pfalz. Damit solche Prüfungen nicht wicderkehttcn, mußte Deuffchlaiw seine Volkskraft planmMg zur Landesvetteidigung organisieren.' Was Frankreichs Rückkehr zur dreijährigen Dienstzeit Pazefismns gewesen, Denffchlands Beharren bei der zweijährigen Militarismus? Bor dem Kriege hielt Frankreich aus jede Million Eiinvolmer rund 20 000, Deuffchland nur 12 300 Mann unter den Waffen. Deutschlands Ausgaben für Heer und Flotte seien, aus den Mpf der Bevölkerung berechnet, weit hinter denen Englands und Frankreichs zurückgeblieben. Zeige nicht der Krieg der Mittelmächte geg^nr eine gewaltige Uebermacht, daß Deutschland berechtigt gewesen märe, seine. Stteitmacht auf den Zwei- und Dreimächte-Siandard zu bringen? ?lber dieses übermilitaristische Prinzip sei in England erfunden, das die halbe Erde und die ganze See beanspruche. Die Ausgaben stir Friedcnswerke in Dentschland, fast eine Milliarde Mark 1913 für die soziale Versicherung, soviel wie die lausenden Ausgaben für Heer und Flotte und b U Milliarden für das Schulwesen, zeigten, worauf sich das Sinnen und Trachten der Deutschen richte. Der Redner brach ab, um nicht altes in Amerika empfangen liiatte und über die lebhafte Teilnahnre, .die in den Bereinigten Staaten ssür die deutschen Liebes- werke bestehe mid gab seiner Befriedigung dariiber Ansdruck, daß er in der Lage war, erhedlichisSinmnen aus Amerika mitzubringenj als Beiträge für die deutschen Hilfsorganisationen, insbesondere für das Rote Kreuz-, dessen Wirken in Amerika außerordentlich, gewürdigt werde. Schließlich gab er der Ueder^eugmlg Ausdruck, daß die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten v on Amerika und dem deulschjeu Reiche niemals besser gewesen seien, als in diesem Augenblick. .Ter Botschafter schlo-ß fernen. Trinkspruch, mit einem dreifachen Hurra auf den Staatssekretär Dr. Helsserich, und auf die Fortdauer und Entwickümg der guten Bezishungerr zwischen Deutschland Md den Bereinigten Staaten ^zenrber von einem feindlichen Unterseeboot ver- o "k t^Fn dre Seitenwand des Schiffes wurde ein zwmiM, QnadrÄfnß gro-ßes Loch gerissen. Der .Dmnpfer ist verloren Eme Person wurde getütet. Holland und die Friedensfrage. Haa auf eine aeantwortet, daß die niederländische Reg keine Schritte zur Förderung des Friedens unternehmen werde, da sie davon überzeugt sei, daß derartige Schritte ihrerseits unter den gebenwcrrtigen Umständen dem beabsichtigten Ziele nicht nützlich sein würden. Der 5eekrieg. Eine Auszeichnung des Kapitänleutnants Balentiner. Sonderburg, 7. Jan.. (WTB. Nichtamtlich.) Tie ftäbti scheu Kollegien beschlossen einstimmig, dem Kapitänleutnant Max Balentiner, Kommandanten eines Unterseebootes, Sohn des KirchenprobfteS Baleilliner in Sonderburg, das Ehrenbürgerrecht der Stadt zu verleihen, * Berlin, 6. Jan. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote versenkte am 23. Dezember im östlichen Mittelmeer einen bewaffneten, von Kriegsfahrzeugen begleiteten feindlichen Tr a n s p or t d a rn P f e r von über 5000 Tonnen durch Torpedo schuß. Berlin, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eines unserer Unterseeboote hat im Mitteln: eer am 28. Dezember den bewaffneten englischen Dampfer ,FDrosany" (3761 Br-R.-T.) mit 8110 Tonnen Jute, am 30. Dezember den bewaffneten englischen Dampfer „Aps loyhall" (3883 Br.-R.-T.) mit 6500 Tonnen (Getreide, und mn 1. Januar 1917 den englischen Danrpfer „Bayeraia (3761 Br.--R.-T.) mit 5800 Tonnen Zucker versenkt. Die Kapitäne der drei Dampfer wurden gefangen genommen. Christiania, 6. Jan. (WTB.) Das Ministerium des Aeußeren erfährt aus Falmonth: Der Dmnpfer „Bes- t i k" aus Christiarria, von Cardiff nach Algier mit Kohlen unterwegs, ist am Donnerstag abend 40 Seemeilen östlich von Bishop Rock von einem deutschen Unterseeboot ver senkt worden. Die Mannschaft ist in Falmouth eingetroffen. Bern, 7. Jan. (WTB. Nichtaintlich.) Wie „Petit Journal" aus Lissabon meldet, wurden die französische Goelette „Notre Dame du Berger" und die Bark „Capri- c i e u s e" v e r s e n.k t. Die Besatzungen wurden gerettet. Aus Nantes meldet das Blatt die Versenkung des Dampfers „Omnium", dessen Besatzung gleichfalls gerettet wurde; aus Brest wird die Versenkung der englischen Dampfer „Hastland" und „Carlyle" gemeldet. Allch deren Besatzungen wurden gerettet. Bern, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" berichtet ans Vigo: Der norwegische Dampfer „Thyra" mit einer Kohlenladung wurde von spanische,: Fischern verlassen anfgefnnden. „Petit Parisien" meldet reibt: Der Feind macht die größten Anstrengungen, um diese Linie zu erreichen, weil sie als eine uatt'irliche^ Demarkationslinie eine sehr große RvllÄ spielt, da seine gegenwättige Front sich auf keine solche sttitzt. Die Hauptpirnkte, wo jetzt der Feind einen Truck ausübt, sind das Gebiet bei Rimnyk und das Gebiet bei Kooscleni, 22 Mnst wesllich Focsani. Tie Eroberung von Bukarest hatte nur eine moralische Wirkung, nun aber rechnet der Feind bei der Erreichung der Sa- vethlinie aus die politische und moralische Wirkung, die mit einem derattigen Vormarsch verbunden sind, auch noch änf weitgehend^ strategische Aussichten ans deni östlichen Kttegsschaikplatz in dem gewaltigen Gebiete von der Ostsee bis znm Schwarzen Meer. Die ungeklärte Lage in Athen. Mailand, 8. Jan. Der Athener Mitarbeiter des „Corriere della Sera" meldet: Die Lage hat sich wieder etwas gebessert. In Piräus fand eine Kundgebung für den König statt. Am Freitag abend haben sich die letzten französischen Matrosen in Piräus wieder eingeschifft. G c n f, 8. Jan. Die am 6. Januar in Paris eingegangenen Mitteilungen aus Athen bezeichnen die Lage in Griechenland alssehrernst. Kein Serbe mehr vor Manaftir. Sofia, 8. Jan. An der Monastirfront sind die rvenigen serbischen Truppen Sarrails kriegsmüde genwr^ den, nachdem die Verspreckuug, Monastir mecb-c die Hauptstadt des neuen serbischen Reiches werden, nicht erftillt wurde. Ganze Abteilungen ergaben sich in der letzten Zeit, weshalb Sarrail die Serben ztrrückzog und durch Italiener ersetzte. Bor Mvnastir fteht kein Serbe mehr. Die Antwort an Wilson. Genf, 8. Jan. Das Interesse der neuttalen Staaten an der morgen zu ettvattcnden Antwortnote der Entente erlitt unter dem außerordentlich starken Eindruck der Wvrte Kaiser Wilhelms erhebliche Einbuße. Die Alliietten sagen auch, daß in der jetzigen Zeit Spitzftndigkeiten ihre Existenzberechtigung verloren haben und die Machtfragewiederdie allesbeherrs chendc geworden i st. Nach vorliegendenWasbingtoner Depescl^n zeigte man sicb gestern dott über die Verspättmg der Eittentenote beftemdet. Die japanische Thronrede. Stockholms. Jan. Die bei Eröffnung des jManischen Parlaments verlesene Thronrede beschäftigt sich vornehmlich mit der; äußeren Politik. Sie preist das russische und das englische Bündnis als Angelpunkte der japanischen ausivättigeii Politik, woran sttts sestgehalten werden müsse. Keinesfalls würde Japan seine Verbündeten in der jetzigen schweren Zeit verlassen Nach einer iveitereq! amtlichen Meldung wurde ein Ausschuß unter dem Vorsiu des Ministerpräsidenten eingesetzt, der die Aufgabe hat, die Beschlüffe der Pattstr Konferenz in die Tat umzusetzen. Die meisten Mitglieder werden zn Staatssekretären ernannt. Die italienische Regierung- Hat der spanischen Regierung mftgeteilt, sie wünsche den'gegen- warttgen Handelsverttag zu kündigen und eine Zollunion'abzn- lchlreßen. < ö Zimmer 29] Neaso Bane 2 ist eine 5-Zimmer Wohnung mit gr. Vorplatz vermieten. Näheres Geseüschafrsverein. Sonnenstrasie 19. _ (tzoetbestrafte 19 [79 schöne Parterre-5-Ziinnwr- roohnung mit Bad z.:. Llpril 1917 zu verrnieten. Näheres Goetheitr. Sl^ltzeorg B ecker. I 4 Zimmer 3—4 Zimrnerw. baldigst zu vermiet. BUrfctp!. 181. nur™ 2 n. 4 Z.»Wo&n. zu vermieten 0147 Marktplatz 18 S. [ .Mo hl. 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Januar, nachmittags um 1V2 Uhr, in Krofdorf statt. 299 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Emma Meininger geb. Lauster nach kurzem Leiden im Alter von 48 Jahreu sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. 1. d. N.: Philipp Meininger und Kinder. Gießen (Rodheimcr Straße 23), den 7. Januar 1917. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Januar, nachmittags 3Vü Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt 303 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, guter Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel Gewerbeschule Gießen. Der Unterricht in der Gewerbeschule und gewerblichen Fortbildungsschule beginnt in der tiiti>er,gen Weise Mittwoch, den 17. Januar. 2 taD Die Schulleitung. Löser dieses Betas erhält von uns unter Ersatz der geringen Versandkosten vollständig umsonst das Bild „Des Kriegers Abschied“. (Größe 50X60 cm), über welches uns viele lobende Anerkennungen freiwillig gegeben wurden Sie können ohne jede Verpflichtung Ihre Lösung an uns einschicken; dieselbe muß uns sofort in genügend frankiertem Kuvert unter Angabe ihrer vollständigen Adresse zugesandt werden. Es wird Ihnen alsdann unter 6 Ffg.-Drucksache im Briefumschlag mitgeteilt, ob Ihre Lösung richtig ist. Rückporto für unser:: Ansknntt muß Jeder Löser seinem Schreiben beifügen. Schreiben Sie an den 295 Verlag für Wort und Bild :: Dortmund Nr. 251. (235. Königl, Preußische) Klassen - Lotterie Die Ziehung dieser Lotterie beginnt wieder am 0. Januar. li 1' li II 18 _J4_ _J2 _ |l_ pro «I.5.- M, 10. IU0. M. 40. K1 — sind zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Gießen: Bachacker Flimm Legier Neuen Baue II Wailtorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Ziehungslisten für alle 5 Klassen 60 Pfg, bei freier Zu- _- sendung und vorheriger Zahlung. (23 Höhere null lmveiterte MWeiWle 111 Gießen. Tie Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 1 8. und Freitag, den 19. Januar, von 9 b i s 1 U h r i nt Schulhause, Nordanlage 14, eirtgegengenommen, und zwar Donnerstag für die Höhere, Freitag für die Erweiterte Mädchenschule. Vorzulegen sind (Geburtsurkunde, Impfschein oder Wiederimpfschein und bei .Mindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sinh bei der Anmeldung vorzustellen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und wieder eintreten sollen, sind ebenfalls anzu melden. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon, vollzählig sind. Gießen, den 28. Dezember 1916. Cöroßherzogliche Direktion: D r. Störiko. Bekanntmachung. Betr.: Verbrauchsregelung für Fußbekleidung. Unter Hinweis auf die Belanntmachung des Reichs kanzlers vom 23. Dezember 1916, abgedruckt im Gießene Anzeiger vom 5. Januar 1917, bringe ich hierdurch fü den Bezirk der Stadt Gießen zur öffentlichen Kenntnis daß von heute an auch bchuhwaren an Verbraucher nu noch gegen Bezugsschein verkauft oder abgegeben werde- dürfen. . .Jer Bezugsschein wird dem Verbraucher nur im Be »darfsfalle und nur auf Antrag erteilt. Antrag auf Erteilung eines Bezugsscheines ist von de- Bewohnern der Gemarkung Gießen und Schiffenberg au dem Städtischen Lebensmittelamt, Ostanlage 13 (Be klechungsstelle, Zimmer 8) Hierselbst unter Vorzeigung de Klerderkcrrte oder Brotmarken-Ans weis karte zu stellen Der Bezugsschein gibt kein Recht auf Lieferung der War« deren Bedarf bescheinigt ist. Bezugsschein-Vordrucke, di vom Antragsteller anszufüllen sind, können bei allen i Frage kommenden Geschäften und bei der städtischen Be kleidungsstelle nach Bedarf entnommen werden. Für die fit Frage kommenden Geschäfte werden Be zngsschein-Vordrucke erstmals in der städtischen Beklei dungsstelle auf Antrag abgegeben. Für Deckung weitere Bedarfs an Bezugsschein-Vordrucken haben die Geseift selbst M sorgen. Die Gewerbetreibenden haben die empfangenen B< zugsscheinc durch deutlichen Vermerk ungültig zu machet die ungültigen Scheine zu sammeltt und am 1. Werkta eines jeden Monats an die städtische Bekleidungsstelle al gezählt nnd verpackt abzuliesern. Die Verpackung ' mu mit dem Namen des abliefernden Geschäfts versehet seti Gießen, den 6. Januar 1917. 289 Det Oberbürgermeister: Keller. Städtisihn Verkauf von MnsKelsleW. Morgen Dienstag, Donnerstag, den 11. u. Sams tag, den 13. Januar vorm, wird in den Marktlauben Miesmuschel (allerfetnstes Muschelsteisch, ausgeschält und gesalzen! pfundweise sowie Fisch-Marinaden verkauft “*B Bekanntmachung. Unser Vorrat an Braunkohlenbriketts ist fast geräumt und müssen wir deshalb von heute ab den Landabsatz vorläufig sperren. Hungen, den 6. Januar 1917. > 2 ssv Ge werkschaft Fried rich._ Verpachtung eines Guarzittagers. Das im Domanialwalddiftrikt „Aus dem Busch" lagernde Quarzitgestein soll in berufsmäßigem Betrieb ausgebeutet werden. Neben den vertragsmäßigen Bestimmungen kommt noch folgendes in Betracht: 1. Der Distrikt „Aus dem Busch" bleibt zur Nutzung ganz überlassen, _ ^ 2. die Mindestausbente muß jährlich 400 Dopoel- Waggon betragen und zwar mit der Maßgabe, dag bei einer geringeren Nutzung die Zahlung für 400 Dovpel - Waggon an die Domanialkasse zn leisten ist, _ t ^ a eilt QualitätSunierschted unter den Quarntstemen darf bei Entrichtung der Pacht nicht gemacht weroen, 4. die zu leistende Sicherheit muß die Wertshöhe der Jahresausbeute von mindestens 4M Doppel-Waggon betragen. Gefällige Gebote unter entsprechender Aufschrift sind für den Doppel-Waggon bis längstens Samstag, den 20. l. Mts. bei Unterzeichneter Behörde einzurclchen. Gießen, den 5. Januar 1917. Großherzogliche Oberförsterei Treis. I. B.! 293B Trautw ein, Großh. Forstmeister. IMisieiissiü’eilieü Stenographie BBcWfltiriüiij »cd alle Raniielsfäcaer j Honorar monatlich Mk. 10.— Franz Voftl Go., Men Goethestr. 32. Tel. 2064. Die Bäckerei Neuenbäue 9 mit allem Zubehör sofort zu verpachten. 1286 Näh. Jobgn«o»»tr.!, 3. Stock Bein Leinen 296 H and- arbeiten vorgezeichnet Richelieu, 1 och- s tic feeres Misseli Ecken Läufer, Decken Sofa-Misscn Tasclien-Titeher Stück 50 SPtg. bis 2,25. 14 Itiihnhoistraßc 14 Bladitiieater Hießen Dir.: Hermann Steingoetter. Dicystag, 9. Jau. 1917 abends 8 Uhr Gewöhn!. Preise (ermäßigt). 8. Dienstags Abonnements- Borstellung! Was ihr wollt Lustspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. M, c Ende 10'/, Nhr. Oestern nacht verschied sanft nach jahrelangem Leiden meine liebe, gute Mutter brau Ida Hofmann geb. Trapp Ww. des Großh. Landgerichtsdirektors Hofmann )agd-verpachtung. Die Feldjagd der Gemarkung Saasen, Bahnstation Gießen—Fulda, 2023 Morgen groß, soll den 22. Januar *>&. Js., vormittags 9 Uhr, auf der Bürgermeisterei dahier in 2 Losen auf 6 Jahre verpachtet werden. Beginn der Pachtzeit am 10. Februar ds. Js. 235 Saasen, den 5. Januar 1917. Großh. Bürgermeisterei Saasen. Sch epp. _ ül| Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle für Frauenberufe. Krauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, Dienstag abends von 7 bis 8 Nhr. Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheitcn | im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch abends von 7—9 11 iu (4D * Die Trauerfeier findet Dienstag nachmitttag 3 l / 2 Uhr in der Kapelle des Alten Friedhofes, die Einäscherung in Offenbach statt. im 82. Lebensjahre. Ida Hofmann. Gießen (Asterweg 39), den 8. Januar 1917.