Nr. 5 Der Skßeiltr Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - BeUnncu: •kftciier tfauiilicni le.tter; Kfeittlfltt fit len Kreis Hetzen. Bezugspreis: rnonatL 90 'Üi„ viertel« jahrtz Mt. 2.45; durch Abhole- u. Zweigstellen motiatf. 30 15?.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jührl. ausschl. Besteüq. Fernsprech - Anschlüsse: ?ür dieEchriilleitungllL Berlag,Gejchättsstel!e5l Arffchritt fü r D ra t) ! na ch- richten: Anzeiger Siehe«. Erstes Blatt M. Jahrgang Postscheillonlo: Frankfurt a.M. U686 General-Anzeiger für Donnerstag, 4 . Januar 1 17 bankverkehr: Gewerbebank Gießen ZwUlingsrnnö-ruck ».Verlag: vrühl'jche Univ.-Vuch- u.Steindrucferef R.Lange. Zchristlettung» Geschäftsstelle u.Druckerei: bchulstr. . non Anzeigen >. dre Lagesnummer bis nun Nachmittag vorher. Scilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Vermietungen u. Stellengesuche ILPi., auswä rts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 P?., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrilt 90 Ps. pauytschriitieiter: Aug., Goetz. Verantkvartlich für Politik «.Feuilleton: Aug. Goeh, Stadt ind Land, Vermisch! esu. Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.i Anzeigenteil'. H. Beck, sänrtlich in Gieren. * viel Wt'tmlb, ®r oarf sich '"AdadurÄirr- machen lassen, da« er von der KnegSpresse beider Teile als Germer wm des andern Teils versärriM wird. Ni* Er nmdsich bemn^n, twf b e i d e n Seiten LerttiMien tii gewinnen. Dab Präsident Lid in dieser Bnielncng ans deutscher Lxnte noch nmnches M tun hat. soll durchau-' nicht verschnnegen nn-rde n H err /Wuson hat täglich Gelegenheit, Ni Washington dre r f mackste wie der EnLmtc zu sehen und zu sprechen ^ E ^er m£ nritb er beide mit voller Un Partei llchkert be i^elu. ^ wird - mag w: auch dafür ausgegeben w^den nie der heimliche Bimdesgenoße emer der ^rden Teste tin bürfenj, rr wird beide Teste ergehen zu lassen, ohne mit Dankbarkeit Orr v^Vnofetaten der verbündeten deut- sck^eir imd österreichisch-arngarischen Armeen ans den SchlackstfeUnim AU gedenken. Besondere Dankbarkeit schulden mir den dartschmi mrd österreickstsch ungarisck>en Truppen der ersten unb elften Armee und der Donau-Armee, die cur unsere Seite kamen und Schulter an Schulter mit den bulgarischen Regimentern gegen den genrein- sannm Feind käurpften. Gar viele von Euch feiern zunr zweitem- male das Neujahrsfest in unserem, .freimatslmw, mo sie 1916 um ihre Stirne den Ruhmeskranz ttxntben. wünschen Euch aufrichtig und herzlich ein glücklick-es neues Jahr Unsere Seele ist von dem Sieges wünsche erfüllt. Der Allmächtige möge den verbündeten Armeen eickscheid ende Siege gewähren, um Euch die baldige Rückkehr in Euer Vaterland zu ermöglichen, das Euch erwartet. Unsere Gefühle treuer ergebeirer Waffenbrüderschaft werden Euch stets begleiten. Ruhmreiche Offiziere und Soldaten der ottonrarnschen Armee! Heute feiert die bulgarische Aruree zusammen mit den deutschest und österreichisch-ungarischen Truppen den Beginn des .reuen Jahres 1917. Bei deur Rückblick sehen tvir mck besonderer Tankbarkeck die wertvolle Mitarbeit der kaiserlich ockomansichen Truppen unr Lause des Jahres 1916 zur Erreichung des gemeinsamen Erfolges, ganz besonders der Erfolge an den Fronten von Saloniki, der Dobrudscha, sonne nördlich der Donau. Es ist mir eine überaus angenehme Pflicht, namens aller bulgarischen Offiziere und Soldaten der besonderen Tanlbarleit für die ottonvauischen Truppen Ausdruck zu verleihe,i, welche Sckm'ter an Schulter nnt den bulgarischen Truppen den gemeinsamen Feind veruichtec haben. ,Das> gemeinsam vergossene Blut gab imseper treuen Waffenbrüder:chast die Weihe, was uns große Hoffnungen auf eine ruhmreiche Zukunft einflößt. Der bisher durchlaufene Weg war ruhnwoll, uh& dieser Weg ist &r einzige, welchen auch im Laufe des ;e!ck Äs-i ginnenden Jahres die verbündeten Truppen gehen werden, um den endgültigen Sieg zu erringerr. Ter bulgarische Bericht. Sofia, 2. Jan. (WTB.) Bericht des Generalstabs. M azedonische F r o u t: Schwaches Artilleriefeuer an einzelnen Fronlat schniiten. An irr Struma PatrouillengefSchte. In der Gegend von Seres und Drama erckfaltelen feindliche Fliegest eine erfolgreiche Tätigkeit. > Rit m ünische Front: Nach einem äußerst erbittertes Kampf warten wir den hartnäckig widerstrebenden Feino aus der niächtig befestigten Stellung an der Cote o'6i uitb Cote 197 bei Lueomicza. Wir b esetz ten die ganze feindliche SteMng und L u e o w i e: a Der Gegner zog sich au? eine rückwärtige, gut befestigte Stellung zurück, die sich auf der^ Linie 300 Schritt östlich von Mac in nördlich bis zur Eote 105 an der Donau erstreckt. Wir mackster! 217 Russen zu Gefangenen. S o f i a, 3. Jan. lWTB. Nichtamtliche Meldung der Puigirri- schen TelelTraysen-Agentur. Generalstabsbericht vom 3. Januar. M azedonische Front: In einzelnen Abschnitten der Front lebhafteres Artilleriefeuer. Für uns günstig verlaufend Patrouillengeiechte nordwestlich von Bitolia, wobei wir GefangM machten. Zwischen dem Wastdar und dem Tojran-See lebhaft^ Tätigkeit der feindlichen Arttllerie. Zwei Kriegsschiffe beschossen? ergebnislos unsere Stellungen bei Orsano. Rumänische Front: In. der Dobrudscha zog sich der Gegner auf die mächtig befestigte Stellung längs der Strahck Mlacin—Jijila—Raoavenz zurück. Der Vornurrsch gegen diese Stellung dauert fort. Wir besetzten die Höhe 108, östlich von Jijila. Feindliche Monrtore beschossen Tulcoa. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 3. Jan. (WTB. ^Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht vom 2. Januar. Au der Tigrisfront griff der Feind anr 31. Tezenrber einen Teil unserer Stellung an, wurde aber mit schweren Verlusten zu- rückgeschlagen. Seine Verluste rrerden auf 500 Ms 600 Meürni geschätzt. • An der übrigen Front kein Ereignis von Bedeutung. Ter Bi;egeneralissimus. Ein neuer englischer Gesandter im Haag. Haag, 3. Jan. (WTB. Nichtarntlich.) Der englische Gesandte Alan Johnstone bestätigte auf eine Anfrage des Korresoonckienzbureans, daß er seinen Posten verlassen wird. E!r ermächsigte das^ Bureau zu der Mitteilung, daß sein Mgang keinerlei Veränderung in den freundschaftlichen Beziehungen, die zwischen der britischen und der niederländischeu Regierung bestünden, bedeute. Das englische Lustamt. L o nd o n, 3. Jan. (WTB .) Das Reutersche Bureau meldet amtlich: Viscount Co w drall ist zum Vorffitzenden des Luftamtes ernannt worden. Die englischen Verluste. L o n d o n , 3. Jan. (WTB. Nichtamtlich. > Die englischen Verluste im Monat Dezember betrugen in der Armee 953 Offizie»e (250 gefallen) und 39 711 Mann, in der Flotte 69 Offiziere (47 tot) und 2577 Mann. Die Verlustlisten vom 1. uird 2. Jmruar enthalten die Namen von 84 Offizieren (16 gefallen). Aus Griechenland. Bern, 3. Jan. schwieriger, anstatt sie zu klären. Die Regierung und der König werden zwar die Forderungen der Wlirertonj amrehinen, können aber nicht dulden, daß Beinzelos über die Gesetze und die Verfassung Griechenlands gestellt wird. Die Enteutenote wurde von dem italienischen Gemudien Bos- dari dem Ministerpräsiderrteu Lambros überreicht, wobei B? >.rn erklärt l-aben soll, zrir Verfügung der griechischen Regierung zu stehen, um die Beziehrmgen zur Entente zrr erleichtern. Bo >>an soll gleichfalls lvegen der gegenwärtigen schrnerigen Lage nur ?sir- nähme der Forderimgen gebeten haben. Die Blockade \ : in schärfstem Maße »veiler. Die französische und die eng n • o\>- iontc haben sich nach Salanns zurückgezogen!. Die italienischen urch sranzösisck>en Schiffe befinden sich noch im Piräus, sind .cdrva zrrr Abfahrt bereit. Bern, 3.Jan. (WDB. Nichtamtlich) „Corriere della Sera" meldet aUS Attren: (Astern abend fand eure Demo n st r a - t ion von ungefähr 300 Personen statt, die unter Vorankr>>^eu des Bildnisses des Königs Hochrufe auf die Dynastie und Nirdca-rnw gegen die neue 'Note ausbrächten. Es ereignete sich kein Zun- schenfall. Die Entente und Wilson- Friedensnote. Amsterdam, 3. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Rcuterschen Bvvoaus haben die Alliierten Wilsons Fried e ns n o Le noch nicht beantwortet. Sie hielten es für wunichenswort, daß zioischert der (Erwiderung auf die deutsche Note mrd der Antwort arr den amerikanischen Präsidentett ein angemessener Zwischenraum falle. Die Amioortnote an Wilson sei rndenen im Entwurf ferttggeftellt und werde jetzt erörtert. Sie werde wahrscheinlich einigen Tagen abgesandt, Reuter weist sodann darauf hin, daß Spanien und Holland sich dem Sctwitt Ame- anschließen und bemerkt, daß die Versuche, Siidamerika zur Mitarbeit zu gewinnen., keinen großen Erfolg hatten. Argen- tmrerr. Vra>ilien und eimgc lleine Staaten Erden keinen Schritts unlerrrehmen. Die amerikanischen Vertreter in den verschiedenen vauptltädten machten inzwischen iwch gewisse mündliche Mitteilun- gen, um unllare Punkte zu erläutern. WÄ.t«chin verbreüct das Reuteriche Bureau eine Zusammenstellimg von amerikanischen m m eTt m ^ 11 r .Antwortnote der Alliierten, die einseitig für me Änderten Partei ergreifen. Einige dieser Blätter suchen die ^agc w darzustellen, als ob die ablehnende Antwort der Entente einen zum Frieden l>edente, weil Deutschland Frieden haben mune. -Mt „New York Tribuna" hingegen betont, daß der Krieg wertergehen müsse, und der Versuch der Vereinigten Staaten, den Frieden herbeizusültren, durch die Ententenote erldgütng abge- kchtoiien sei. schließlich verbreit^ Reuter eine Polemik der „West- Uttwrer Gazette", in der ein RechtHertignngsversuch sich die von den Alliierten in ilwen Kriegszielen beabsichtigte BergSrralrigung dev Turker imd für dre bereits in die Weg? geleitete Bergewaltrglmjg^ Griechenlands gemacht wird. Das englische Regierungsblatt empfindet es peinlich, daß die angeblichen Verfechter der Rechte der rlernen Nationen und Nationalitäten in einem so fragwürdigen t£ ^ck-ernen, und gibt die Erklärung ab, daß die Untertanen der Türkei von der Tyrannei befreit werden müßten, was nur dadurch gescheht könne, daß Rußland die Herrschaft in Kvnstanrinopel eroalrr Bohrend für Kvnücrnrinopel der russische Absolutismus als Befrerungsmittel angepriesen wird, sucht dre „Westminster Gazette^ dre Vergewaltigung Griechenlands damit zu beschönigen, daß dre,es Land nur davor bewahren wolle, eine absolute Mow-.^s«? zu werden. ^rrrme * * * Die Ermordung RasputinS. Haag, 3. Jan. (Zf.) „Daily Chrvnirle" mel)^. PeNa-q- bürg: R-, Patin ist im Qjerrten bei bent Morkakanal bftrenben Palastes am Moikakanal ermor^'k" morb^^»lm sa.nswg morgen hörte ein Polizerbeamrer -Schüsse und schreie ^mer tarcbe b der Philosophie erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt: „Die Atlfänge von Fichtes Staatsphilosophie"'. ** Verkehr m it Krieg s ge fen Presse hiugewies-en toorden. (WTB.) ^Höchstpreise für N a t u rr o h r. Durch die Bekanntmachung V. I. 1886/5.16. K. R.A. betreffend Höchstpreise sür Naturrvhr (Glanzrohr und Weiden» vom 1. September 1016 sind die Höchstpreise der Weiden nachher Länge abgeftust. Für kürzere Weiden ind höhere Preise festgesetzt, da diese in der Regel ein wertvolleres Material darstellen. Bisher sind die Weiden handelsüÄrch mit der Spitze gehandelt worden, da sie bei einem stärkeren Beschneiden, kaum ordnungsgemäß verarbeitet werden können. Es ist zur Kenntnis des Kriegsamtes gekommen, daß neuerdings vielfach die W>eidm beschnitten werden, um ursprünglich längere Weiden als kiirzere erscheinen zu lassen und auf diese Werse für sie einen höheren Höchstpreis erzielen zu können. Hierdurch entsteht vor allem auch die Gefahr unnötiger Verluste, da die stark beschnittenen Weiden ich häuftg nicht mehr verarbeiten lassen. In einem starken Be- chneiden der Weiden, um sie zu einem höheren Höchstpreis veräußern zu können, wird eine strafbare Umgehung der obengenannten Bekamrtmachung erblickt, worauf hiermit besonders hiqp gewiesen wird. ** Tie Lebensdauer des Papiergeldes. Seit Ausbruch des Krieges spielt das Papiergeld, das in vielen anderen^ Ländern auch unter gewöhnlick-en Verhältnissen den 0-eldverkehr vrel mehr als bei uns zu beherrschen pflegt, in Täntsckstand einej ungleich größere Rolle als zuvor, und unr haben genugsam Gelegenheit gehabt, zu erfahren, wie schnell das Papiergeld sich iins Umlaufe abnutzt. Wie lange mag die Lebensdatter eines Kassenscheines wohl währen? Hierüber liegen Angaben aus Norwegen vor, wo sich der Leiter der Druckerei von Nvrges Bank über die Frage geäußert hat. Er stützt sich hierbei auf eine Untersleckfung, die nr Norwegen vor einigen Jahren irber die Lebensdauer des« altert, damals dort im Umlaufe befindlichen Papiergeldes ange- 'telll worden ist. Sie ergab, daß das durchschnittliche Lebensalter eines Fünfkronenscheines ^auf neun Monate anzusetzen war, wälzend ein ^hmkronenschein bedeutend länger, nämlich dreizelfn Vtvnatck im Umlauf bleiben könnte. Natürlich ist daS Schicksal der Kassenscheine durchaus verschieden. Erst kürzlich ist es z. B. vorgekommen daß bei einer norwegischen Wohltätigkeitsanstalt zweihundert .Kronen in funkelnagelneuen Scheinen einlrefen, die aus dem- Anfänge der siebziger Jalwe stammten. Das Lebensalter dieser Scheine beläuft sich also zurzeit aus annähernd 40 Jahre, freilich nur aus dem Grunde, weil sie ebett unangerührt irgendtvo im Kaster, lietren geblieben sind. Im allgemeinen ist wan geneigt, die Abtmtzung des ^Papiergeldes gmade in der geq^mwärttgen L.eit nockr höher als smtft einzuschätzen: tmd ganz getviß gilt das sür unser deutsches Papiergeld, das gegenwärtig wohl sehr stark abgenutzt wird im£> dessen Lebensdauer daher wohl eher nvck) geringer anzusetzen ist, als oben angegeben. ** Verbot des 2lbsatzes von Gentnsekonserven. Dü Gemiisekonserven-Kriegsgesellschaft m. b. H. zu Brannschtverg, mit deren t^rlaubnis allein Gemusekoltserven abgesetzt tverden dürfen, teilt arntlich mit, daß der Absatz von Gemüsekonserven bis au! weiteres (wahrscheinlich bis Mitte Januar) verboten ist. Alle gegenteckrqen Mitteilungen sind irrig. — Wer Gemüsekonserven trotz des Absatzverbotes verkauft, macht sich strafbar. Tie Gesellschaft lst gehalten, jeden Fall der Uebertretung, der ihr bekannt wird, zu verfolgen. ° o*oo Zeftientliche Bücherhalle. Im Dezember wurden 7. b 2 a „ de ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Ulmrttu: 1516, Zeitschriften 298, Jugendschrtflen 219, Literaturgeschichte 13, S^edichte und Dramen 72, Länder- und Völkerkunde 68. Kulturgeschichte 4a, Geschichte und Biographien 123, Kunstgeschichte 31. vtaturmtsienschaft und Technologie 101, Heer- und Seewesen 1-1, vaus- und Landwirtschaft 11, Gesundheirslebre 11, Reiiqion und Phtlosoplne 50, Staatswissenschaft 6, Sprachwissenschgil I< Jremd- sprachltches 40 Bände. Nach auswärts kamen 27 Bände, m.* -J? tädt. Fettv e r f auf. Am 5. Und 9. wird in den A^ige.^^ ^ Molkerei Grbr. Grieb Fett abgegeben. Siehe ^ er ^bit vom 1.-15. Januar 1917 wird gegen den Lre f er ungsäbsch ni t t,2 der Süßstosfkarten ,R“ W imo „G (gelb) von den Süßstofsabgabestellen Süßstoff ab- gegeben Srehe Bekanntmachung im heutigen Blatte Das heutige K r e i s b l a t t Nr. 2 enthält Bekanntmach mt gen, betreffend Verträge mit feindlichen Staatsangehortgen: über Salatol-Erjatzmittel und Zulassung dieser Ersatz, niklel; die von Speck aus Hausschlachtungen und Ausgabe von Süßstoff. Landkreis Gießen. n. H e it ch e lh e i m, 4. Jan. Pionier Hermann Neide! von hier bei einer Minen,verser-Abteilnng im Osten, erhielt das Bulgarische Verdtenstkreuz. rs!r m ‘ ^ H n ? e L n ' 2vn. Bei einer öreser Tage in hiesigen Wa idun geti^abgehalteneu Treibjagd wurden 13 Rehe und vier Hvsen zur strecke gebracht. ^ ^Da unser verehrter erster Pfarrer, Mrckfcn- rat Krrngelhofer, an den Feiertagen wieder erkrankte, mußte dev werden °tt^er Anzahl auswärtiger Geistlicher versehen nur \ P u,c ß r n , 2. Jan. Seit dem 30. Dezember liegt der Ersendahnverkehr zwischetn hier und Grünbmg still. An dem Ab- hange der Urüitfcerger Höhe entstand infolge des Unwetters ein Ersenbahndammrutsch. Der Nachmittagszitg konnte noch die Station Grunverg erreichen, aber nicht mehr zurückfahren. so daß jetzt die Zuge von. Lich nur noch bis zu unserem Dorfe verkehren. Röthges, 4. Jan. Der Kanonier Otto Strack von rnlmgcn, der älteste von drei Brüdern, die zusammen im Westen kämpfen, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Kreis Büdingen. m ."k. Geist-Nidda, 4. Jan. Gefreiter Ludwig, im 7. Garde-^nfanterre-Regiment, erhielt die Hessische Tapßmkeils- nredarue. Kreis Alsfeld. ... .up- Ruppertenrod, 4. Januar. Ter Sanitäts-Unter- pffrzrer Hernrrch Fuchs von Hier, Feld-Lazarett Nr. 3, 123. ^Uf -Dtvincm, wurde mit dem Eisremm Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Vorher wurde thm das Sanitätskreuz verliehen, oc ^^urtal, 4. Januar. Zwei Monate vor Ausbruch, des Weltkneges, am 11. Juni 1914, ging im oberen L- lMtal ern Wolkenbruch nieder, der eine Uebersck-wemnrung brachte, wie sre wahrend eines Menschenlebens mir einmal viagekommen ^i^ser Ueberfluttmg^ folgte am 1. August des gleichen Jalfves! der Wcllkriev Anr Schluß des zu Ende ge-gangetreu Jahves fand wieder eme Ueberschwemmmrg unseres Tales statt, die mir um ztrta 2o—30 Zentmteter gegen die erstere zurückblieb. Wie damals drang auch^etzt wieder das Gewässer in die tiefgelegenen Ställe und Keller crn Lrrs Vreh inußte hercursgeschiarft werden. Me Mühlkeller füllten ,stch- mit Wasser,, so daß manche Mühle wegen Wasser- uberfluf; stille stand. Das Wasser verlies sich indessen wieder rasch!, obgleich dre Niederschläge nickst anshörten. Die lieber- sckwemmrmg war 1914 ein Vorbote des Weltkrieges, möge die fetzige em Vorbote davon sein, daß 1917 den Frieden bringt trvtz der Krregslust unserer Feinde! Kreis Schotten. OSchvtten, 4. Jan. Für die Hessische O stprevtzen- hr l fe bildete sich hier vor einiger Zeit ein Kreisauss chu h, dem folgende Personen ang-hören: Medizrnalrat vr. B e st - Schotten, 0r.Bruchhäuser - Ulrichstrin, Pfarrer B ü hl er-Boden- l-aufen H, Landwirt Th. C e l l ariu s - Schotten, Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg, Lehrer Grieb- Köddingen, Lehrer K e l l e r - Ober-Seemen, Frau Forstmeister Kl in gelhöffer- 0>ede rn, Lehrer Kroll- Schotten. Oberregierungs rat Muhl-, Schotten, Pfarrer M Uhl- Sck^otten, Bürgermeister Ritter- Laubach, Pfarrer Römer-Ulsa, Hofpredrger Widmann- Gedern, Oberamtsrichter Z immer mann-Laubach. Nach Beschluß des Kreisausschusses finden zurzeit in allen Gemeinden des^ Kreises Hanssammlungen für die Hessische Ostpreußenhilfe statt. Me Leitung dieser Sammlungen haben dre vier im Kreise bestehenden Zweigvereine bezw. die Ortsausschüße vom Roten Kreuz übernommen ** Gedern, 4. Jan. Pionier Gustav Rnhl erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. O Gedern, 4. Jan. Durch Vermittlung der Materialien- Abteiluug des Hessischen Laudesvereins vom Roten Kreuz erhielt der hiesige Zweigverein vom Roten .Kreuz die Nachricht, daß die von ihm gestiftete We r hnachts ki fte für 250 Mann in den Besitz der 14. Kompagnie des Landwehr-Jnf.-Reg-ts. Nr. 87 gekommen sei. Ein Schreiben des .Kompagnie-Führers sprach den herzlichen Dank der Empfänger aus. Kreis Friedverg. nt. Frredberg, 4. Jan. Wilhelm Hefter Monn, Sohn des Herrn Schlossermersters Hestermwrn, wttrde das Eiserne Kreuz verliehen. Me Hessische Tapserkeitsmedaille erhiett er schon früher. nt. Melbach, 4. Jan. Landsturmmann Ernst H e y e r, bei einem Reserve-Jnfanterie-Regiurent, wurde für lfervorragende Tapferkeit bei Verdun mit der Hessischen Tapferkeitsmodaille ausl- gezeichnet. Hessen-Nassau. r». Biedenkopi, 4. Jan. Dem Ruse HindenburgS schenkt man im Hinterlande williges Gehör, denn bis zum Jahresschluß ivaren bereits 50 Zentner Speck für Schwerarbeiter bei der hiesigen Kreissammelstelle eingegangen. X Hanau, 3. Jan. In gemeinsamer Sitzung der städtischen Körperschaften hat heute durch den Regierungspräsidenten Grasen von Bernstorsf aus Kaffel die E i n f ü h r u n g des neuen O b e r- bürgermeisters Hild in sein Amt stattgesunden. — Bad Homburg v. d. H., 3. Jait. In der gestrigen Srsten ^tadtverordnetensitzung teilte der Stadtverordneten-Vorsteher mit, daß das Kur ja br 1916 verhältnismäßig gut abgeschnitten habe ES brachte eine Mehremnahme von 29 000 Mk. gegenüber dem Jahre 1915. mö. Frankfurt a. M., 4.Jan. Die Firma Leopold Lasella L Co. stiftete den Betrag von 400 000 Mk. zum Besten der Nationalftistung der im Kriege Gefallenen. Me Halste soll die Stadt Frankfurt, die andere Hälfte der Regierungsbezirk Kvssel erhalten. Geheimrat Dr. Leo Gans spendete derselben Stiftung den Bettag von 100 000 Mk., von dem 75 000 Mk. der Stadt Frankfutt und 25 000 Mk. dem Landkreis Hanau überwiesen werden. m. F r a n k f tt r t a. M., 2. Jan. Der Magistrat der Stadt Frankfurt vereinigte heute abend seine Mitglieder, soivie zahlreiche geladene Gaste im Bürgersaal des Rathauses zu einer G, e d ä ch t n i s- feie r für den Mitte Dezember unerwartet verstorbenen Kaufmann uiid Industriellen vr. et Or. h. c. Wilhelm M erton , der im Dienste des Metallhandels und der sozialen Arbeiterfürsorge so Hervorragendes »md Großes geleistet hat. Genannt seien nur das Institut für Gementwohl, dre Gesellschaft sürWohttahrtseiltrichttingen. das soziale Institut und andere mehr. Auch an der Gründung der Akadentie für Sozial- und Handelswiffenschaften hatte Merton neben Oberbürgerineister Adickes hervorragenden Anteil. AnS Dankbarkeit ivill der Magistrat eine Straße und eilt wissenschaftliches Institut nnt dem Namen des teuren Verstorbenen bene,tuen. Auch soll seine Büste die Rattnre der Universität schnrückett. m. Frankfurt a. 2. Jan. Bo.n beutige.t Tage ab stellt dte vtadt Frankfurt btc Wurst für ihre Einwohner in ebener Verwaltung her, wodurch eine Verbesserung der Wurst und wenn möglich eine Verbilligung eintreten soll. Tie Metzger waren mit der Maßnahme der Stadt zum größten Teile nicht einverstanden. --- Frankfurt a. M., 3. Jamurr. Das Hock,wasser Hai im Tal der unteren Nidda.seit Dienstag einen immer mehr gesalhrdwhenden Sharatter angenommen. Durch den Hvchshmd des Mains finden die Mddafluten keinen LLbflnß. Infolgedessen stjcmen sich diese aus uni> ergießen sich Weithin über das Land. Das Tal Uvischen Vilbel und Med glercht einem einzigen See. Hmcheim bei Vilbel ist vom Verkehr abgeschnitben: ebenso mußte der Stvahenbahnverkehr zwischien Frankfurt und Hansen eingestellt werden. Tie hier über die Landstraße gelegte Notbrücke für Fußgänger erweist sich, als zu kurz. Durch Hausen flutet der Strom breit dcrhrn, zahlreiche Straßen, Häuser und viele Keller stehen unter Wasser. Auch, Nied ist in seinem westlichen Teile vollständig von den Fluten eingeschinürt. Seit Dienstag stieg hier das Wasser um weitere 50 Zentimeter. ][ Marburg, 3. Jan. Wjie in der,gestrigen Sitzung der Stadtverordneten mitqeteilt wurde, stellen sich die Gesamt^ kosten deS von der Stadt errichteten Südpostgebäudes auf rund 114 342 Mk-. — Für die von der Stadt Marburg zu errichtende Molkerei, deren Betrieb am 15. Januar beginnen soll, wurden noch 15 000 Mk. nachböwilligt. — Ferner wurde beschlossen, daß die Stadt ebenso wie die Landgemeinden, gegenüber Leistungen der hessischen Kriegshilsskasse für Gewerbetreibende die Bürgschaft übernimmt. — Mit Rücksicht auf die hohen Kohlenpreise beschloß man ferner, den Preis für Leucht- und Heizgas von 15 auf 17 Psg. für den Kubikmeter zu erhöhen. Für Motorgcks tritt keine Preiserhöhung ein. F.C. Wiesbaden, 2 Jan. Im Jahre 1916 wurden hier insgesamt 103 9 8 0 Fremde gezählt, das bedeutet gegen das KriegSjahr 1915 eine Zunahme von 3628 Personen. vermischtes. Ein großes Bootsunglück. Kochern, 3 Jan. (TÄTB. Nichtamtlich.) In dem benachbarten Beil ft ein an der Mosel sank heute nachmittag die Fähre. Etwa 20 Personen, meistens Frauen und Kinder, sowie der Fährmann, ertranken. Zwei Kinder wurden gerettet. * * Vom Kasfeegenuß. Ucker den Ursprung des Kaffee- genusses ist genaues nickt festzuftellen. Tie anregende Wirkung war in der Heimat des Kaffeebamnes, Afrika, zuerst beobachtet, doch wurden die Bohnen dort roh oder in Wasser beziv. Oel gekocht genossen. Die Röstung, neelche dem Kaffee erst sein Aroma gibt und ihm erst seine Verbreitung im Abendland verschaffte, stammt aus dem Orient, wo man damals auch, Getreide vor dem Genuß zu rösten pflegte. Das aus den gerösteten Bohnen hergestellte Getränk wurde Chaube, Gaowa oder Kahwah genannt, rjottcm unser Wort „Kaffee" stammen soll. Vom Kasseebaum selbst, in Abessinien Bon, Barr oder Bunn genannt, sott das. Wort „Bohne" abstammen Nack) Prof. Lendrich in Homburg gebm wir noch folgende Zahlen: Das erste Kaffeehaus hatte Wien 1633; Nürnberg und Regensburg 1686; Hamburg 1687; Leipzig 1694; Danzig und Wittenberg 1.700; Berlin erst 1721! Tie Gesamterzeugung der Erde von Kaffee wird zurzeit aus über 20 Millionen Zentner sährlich, geschätzt. Txn größten Verbrauch haben die nord- europäischen Staaten; darunter Deutschland an vierter Stelle; ferner Nord-Amerika und die Schweiz. England und Rußland be- voaHuONt Tee, Frankreich!, Italien, Spanien und Portugal Schokolade. Die orientalischen Völker genießen mit dem Kaffceaufguß gleichzeitig auch die aufs feinste zerstoßenen Bolmen selbst, während alle anderen VÄker sich, mit dem Auszug allein begnügen. * Der Eislauf und seine Geschichte. Das Schlittschuhlaufen spielte im 18. Jahrhundert in Deutschland eine ähnliche Rolle wie in dem folgenden Jahrhurchett das Turnen: es war der Sport, der von vielen als nationale Krafterneuerung angesehen wurde. Klopstock feierte ihn in diesem Sinne, mrd er selbst galt sa als der dichterische Vertteter des nationalen deutschen Gedankens, soweit überhaupt damals davon die Rede sein konnte. Wählend der Eissport nach, Deutschland von Holland aus ein- gesührt wurde, war er in England schon im 12. Jahrhundert heimisch gewesen, war aber dort wieder in Vergessenheit geraten, während die für diesen Sport sehr günstige Lage Hollands seine Bewohner geradezu zum Eisläufen erzog. Wie man bei uns im Spreewald nicht ohne Kahnfahren auskommt, mußten die Be- wohner Hollands in manchen Gegenden im Winter beständig den Schlittschuh an den Füßen haben, und die Kinder lernen den Eislauf zugleich mit dem Gehen. Tie Gemälde der holländischen Schule, z. B. die des Hendrik von Averkamp (1620—63), beweisen, daß schon im 17. Jahrhundert der Schlittschuh ein allgemeines Verkehrsmittel geworden war. Natürlich ist der Eissport auch in den nördlichen Ländern Europas heimisch und bildet zum Beispiel in Norwegen einen Teil der militärischen Ausbildung. In Frank- veich gehörte der Eissport zur geselligen Unterhaltung der höfischen Kreise. Tie eleganten Kavaliere des Hofes der Marie Antoinette, die Gilets-Rouges, waren die Vertteter dieses Spottes, und einer dieser Eisläufer soll die unglückliche Königin, indem er ihr mit seinem Schlittschuh laufend aus dein Eise eine Warnung schrieb, auf die ihr drohende Gefahr aufmerksam gemacht haben, ohne daß sie davon Nutzen zog. In Deutschland galt der Eislauf in vornehmen Kreisen« in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts für verpönt, ww besonders Damen durften es nicht tvagen, sich ihm zu widmen. Erst die so beliebte Henriette Sontag, deren entzückende Laufkunst von ganz Berlin aus der Rousseau-Insel im Tiergatten bewundert wurde, feuerte die Berliner Hofkreise zur Betätigung des Eissportes an, und nach und nach wurde er dann in allen Kreisen heimisch. * Ein kleiner Irrtum. Ern englischer Parlamentarier, so erzählt ein Londoner Blatt, ging mit einem neuttalen Freund durch! die Straßen, eifrig bemüht, ihm bei jeder Gelegenheit die glänzende Lage Englands und vor allem den opferfreudigen Patriotismus der englisch,cn Bürger an praktischen Beispieles nachzinveisen. So kamen die beiden zu einer Straßenecke und sahen, wie ein Mann eilig in ein Postamt stürzte, um es dann nach, kurzer Zeit ckenso eilig Meder zu verlassen. „He, mein Licker," rief der Parlomendaicker aus, „Sie waren gewiß in dem Postamt, um Bestellungen auf unsere Kriegsanleihe zu machen?^ „Sie irren sich," Erwiderte der Gefragte schlagfertig, „ich habe nur meine Füllfeder aus einem der Posttinteirfässer frisch, gefüllt." AirehUche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Sy a.oge (Süd-Anlage). Samstag, den 6. Jan. 1917. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Abends 4.55 und 5 30 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. S a b b a t \ e i e r den 6. Jan. 1 9 1 , r Freitag abd. 4.15, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30 Uhr. Sabdalansganq 5.30 Uhr. — Wochengottesdienst: morgens 7 10, nachm. 4 00 Uhr. Meteorologische veo^achtquaen der Station Gietzen. Ja». | 1917 2^2 o ^ = u ^ >o c y & t .s s LZ 1s 1 ? % O % c y 1 — 3 | -Sf ü ü-t 1 ^! cö 5 ■6 « s Z r. c Ci «lg! Wetter 3.1 2" 10,4 | 8,7 1 92 _ 10 Regen 3 9“ 99 8 2 ( 90 — — 10 4. 7" 9,0 6 1 71 — - 10 höchtte Temperatur am 2. bis 3. Jan. 1917 + 10,8° C. Niedrig'lo „ „ 2. „ 3. „ 1917 -f- 6,2 0 C. Niederschlag 1,0 mm. wöchenü. Uederßcht SerCodezMe t. d. Stadt Kietzen. 51. Woche. Vom 1?. bis 23. Dezember 1916. Einwohnerzahl: angenonnnen zu 33100 (inkl. 16o0 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 34,60 °/ 0 . Nach Abzug von 14 Ortsfremden: 12,56°/,,. Zus. Kinder Es starben an wachiene m t. Lebensjahr vom 2 . bis 15. Jahr Altersschwäche 5(1) 5(1) — — Krupp 3(3) — — 3(3) Wandet rose 1 1 — — Lungenentzündung Krankheiten der Kreislaufs« 1(1) 1(1) 1 orqane 1 —* — Gttnrnschlag anderen Krankheiten des 1(0 1 (1) Nervensystems anderen Krankheiten der 1 1 “ Verdattungsorgane 3(2) 3(2) — — Krankheiten der Harnorgane 1(>) i (i) — — Krebs 2(2) 2(2) — — Vermtglückwtg andereit benannten Krank-- 2(2) 2(2) “ heilen KD — — Kl) Summa: 22 114» 18 (10) — 4(4) A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an. wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. KrcisgesundHeilsamts Gießen. Dr. W a l g e r. Med.-Rat. in iw 11 1 ii —iwi in i im i m> I b.- r Letzte Nachrichten. Die Erfolge in Rumänien. Sofia, 4. Jan. Das Fottschrecten der verbündeten Truppen dauett ttotz heftigsten Widerstandes der Russen ununterbrochen an. In den Seitentälern der rechtsseitigen Zuflüsse des Sereth sind neuerlich bedeutende Fottschritte gemacht worden, die unsere Regimenter dem Sereth näher gebracht haben. Gegen Focsani ivird scharf weitergekämpst. Tckr linke Flügel des. Zentrums hat sich näher an Focsani vorgekämpst. Die bedeutendsten Erfolge wurden gegen Braila erLimpst. Unsere Truppen stehen vor den Feldbefesti- gungen der Stadt. In der Dobrudscha sind gleichfalls sehr wertvolle Erfolge gegen den Brückenkopf von Macin erkämpft worden, die vielversprechend für die nächste Zukunft sind. Mü ^ Ausnahme von Macin dürsten in der ganzen Dobrudscha keine russischen und rumänischen .He eres verbände mehr anzutreffen sein. Nur in den! Sümpfen und Wäldern der nördlichen Dobrudscha ttefsen unsere Truppen aus versprengte rumänische und russische Soldaten, die sich willig in Gefangenschaft begeben. — Von der Saloniki-Fron« wird nur vom Doiran-See und bei Monasttr lebhafteres Artillerie- seuer gemeldet. Jnfanteriekämpfe haben schoin seit längerer Zeit in größerem Umfange nicht stattgefunden. Die Räumung Brailas. Genf, 4. Jan. „Pettt Parisien" meldet aus Petersburg: Es ist zu befürchten, daß die südwestlich von Braila operierendenl Heere gezwungen werden, ihre Front zu berichtigen und sich bis zum Sereth znrückznziehen. Der sicherste Teil der Front, sagt der Korrespondent, sei noch die Moldan-sickenLürgische Grenze, aber auch dort übe die Heeresgruppe von Astz einen sehr starken Druck im Gebirgsgebiete südlich der Ocna aus. Berlin, 4. Jan. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" schreibt: 15 Kilometer östlich von Braila, durch einen vermittels eines Knüppeldammes passierbaren Smnchf und die Donau von diesem getrennt, liegt Marin Und fünf' Kilometer nördlich von Macrn das Dorf Jffila. Mit ihrer Einnahme wird nunmehr auch die däordwestecke der Dobrudscha, dieses alten bulgarischen Landes, dem Feinde entrissen. Der Neujaürsgottesdienst im Hauplguarlier. Berlin, 3. Jan. Der „Bett. Lokalanz." schreibt: Wie wir von Augenzeugen hören, hat Feldmarschall von Hindenburg cm Neujahrstag an dem Gottesdienst im Großen Hauptguattier zusammen mit dem Kaiser teilgenommen. Tie Hunderte von Men- scheu., die Zeugen, dieses Kirchgangs waren, haben sich ebenso von der ungemein sttschen mid kräftigen Gesundheit des Feldmars clxills überzeugen können, wie die Offiziere, die täglich mit ihm stunden^ lang zu tun haben. Dieser Zug kennzeichnet die törichten Gerüche, die in den letzten Tagen über den Gesundheitsz ufftotb de s ?reuw marschalls Meder einmal hier und anderwärts verbreitet waren., Einberufung des Reichstages. Berlin, 4. Jan. In politischen Kreisen verstärkt sich die Annahme, daß der Reichstag ^MÄte dieses Monats yn* sammentteten wird. Wilsons Absichten. Kopenhagen, 4. Jan. „Daily Mail" berichtet auS New Jork: Die amtlichen Washingtoner Kreise sind jefet darüber im klaren, daß Wilson gleichzeitig mtt der Ab-- sendnng der Friedensnote den übrigen neutralen Staaten durch die amerikanischen Gesandten die mündliche Andeutung gegeben habe, daß, wenn sie sich an dem Schritt zur Wiedererlangung des Friedens beteiligen wollten, der Zeitpunkt dafür nach seiner Meinung gekommen sei. Die amerikanische Regierung ist von der Lwlehnung Spaniens, sich an dem Friedensschritt Wilsons zu beteiligen, sehr unangenehm berührt, da man glaubt, daß hierdurch das Presttge der Vereinigten Staaten in Südamerika erheblich geschädigt werde. Epidemien in Paris. Berlin, 4.Jan. In Paris erregt, wie verschiedene Blätter melden, eine Kundmachung der Gesundheitskomnch'sion große Be- längsttgung, weil sie in Paris selbst, wie auch in größeren Jnduftrie- nrittelpunkten stärker austretende Epidemien feststellte. Insbesondere wurden auch von orientalischen Arbeitern Augenkrankheiten eingeschleppt. Hochwassergefahr. Berlin, 4. Jan. Große Hochwassergefahr besteht erneut für den Mittelrhein. Die Verkehrsstörungen haben vett'chiedenllich großen Umfang angenommen — Das Hochwasser der Elbe erreichte gestern in Dresden eine Höhe von über 250 Zentimeter über den Nullpunkt. Städtischer Fettverkanf. Am 5. und 9. ds. Mts. wird in den Verkaufsstellen ver Molkerei Gebr. Grieb Fell abgegeben. Der Verkauf findet bezirksweise, wie nachstehend, in. den für den Butter- Verkauf vorge'chriebenen Verteil» tgsstellen statt. Am Freitag, den 5. ds. Mts. Bezirk I vormittags von 8 bis 12 Uhr h II n „ 8 n 12 „ * III * „ 8 „ 12 „ Bezirk IV nachmittags von 2 bis 6 Uhr, , V „ „ 2 „ 6 „ ^ VI „ „ 2 „ 6 „ Am Dienstag, den 9. ds. Mts. Bezirk VII vormittags von 8 bis 12 Uhr * vm „ „ 8 „ 12 „ IX 8 12 „ Bezirk X nachmittags von 2 bis 6 Uhr, * XI „ „ 2 „ 6 „ „ XII n ff 2 „ 6 ff Um den Verkauf glatt abwickeln zu können, ersuche ich die Käufer, das Fett in der für ihren Bezirk fepgc- setzten Zeit abholen zu »vollen. Die Abgabe erfolgt nur aus die Fettmarken der 2. Woche. Gießen, den 4 Januar 1917. Der Oberbürgermer)ter. Keller. Babnboütr. 54 II. Stock, 8-Zimmi'r-Wohnunsi m. reich!. Zubehör, mehreren Kellern usw., Loggia, zum 1. Avril 1917 z. uerinieken. 115 Näh. "artenanteil u. Uubeh. alsbald zu vermieten. 1142 v. LNa"äStter. Crednerstr. 43. 1 2 Zimmer 2 Urin.' Wobn. zu verm. I Verschiedene j 81 5'-Wlli.-Wshn. mit Gas, Elektr., Bad und allem Zubehör in bester Lage zu verinieten 16 Henmelstraße 5, II. 3—4 Zimmerw. baldigst zu vermiet. Msrdwl. 181. «umo ßinc 2 = u. eine 5 = 3 immcc= Wchliinli nebst Zubehör zu verm. Näh. Marktvlan 17. I 101 3 u. 4-Zimmcr-Wobnung neu herger., Gas uNd eletr. 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Ahlheim, Karl Gröber, Leutnant d. Res.z.Zt. im Felde Martha Ahlheim, Otto Müller Reallehrer, z. Zt. im Felde Maria Ahlheim. Münster, Kreis Gießen, den 2. Januar 1917. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. iS Georg Becker im 75. Lebensjahre, vorbereitet durch den*Empfang der hl. Sterbesakramente, sanft entschlafen ist. Die trauernd Hinterbliebenen: Willi. Flamme und S’ran, ge b. Becker Elisabet Kecker Heinrich Kecker and Familie Kätchen Becker. Gießen (Neuemveg 5), Ahlbach, Philadelphia, den 2. Januar 1917. Die .Beerdigung: findet Freitag nachmittag 3 1 /*» Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. ' x ” m Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 5. Dezember 1916 mein lieber Mann, Vater, Sohn, Schwiegersohn, Enkel. Bruder, Schwager und Neffe Dr. phil. wilh. Köhler Leutnant -er Res. und öataillons-A-jutant im König!, bayr. 27. Infanterie-Regiment. Inhaber -er König!, bayr. Militärver-ienft- srdenr 4 . Klaffe mit Schwertern und -es Eisernen Krenzes II. Klaffe auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Statt M. Köhler ged. Köhler. Hungen, Inheiden. Januar 1917. 148D Kfl-äliMili (235. Königl. Preußische) Klassen - Lotterie Die Ziehung dieser Lotterie beginnt wieder am 9. Januar. I nCÖ 18 14 __|l_ pro LÜ * B 1.5.- M. 10.— ■.20.- ■.40.- K1 — sind zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Gießen: Buchacker Flimm Legier Neuen Baue II Walltorstr.83 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. -Fernsprecher 82. Ziehungslisten für alle 5 Klassen 66 Pfg, bei freier Zusendung und vorheriger Zahlung. (23 Die V ermählung ihrer Pflegetochter LU CIE mit Herrn AUGUST BÜRDE zeigen an Lonis Gürgens nnd Frau geb. Malzahn. Heuchelheim, den 3. Januar 1917. m. Statt Karten. Hocherfreut zeigen wir die Geburt eines TOECHTERCHENS an Dr. A. LÖHR, z. Zt. im Felde FRAU ELSE LÖHR geb. Throm Gießen, den 3. Januar 1917. J0# Cafe Ernst Ludwig Beate 12Ö KÜNSTLER-KONZERT Seltersweg 52. 125 Seltersweg 52. Wir waren in der angenehmen Lage, von allerersten Kellereien grössere Posten :: hervorragend gepflegte naturreine :: Bordeaux -Weine sowie auch hochfeine Rhein-, Moselund Dessert-Weine kaufen zu können, und bieten diese unserer verehrten Kundschaft zu einem Probeversuch :: : : zu günstigen Preisen an. :: :: Eintragung in die antik Bestell-Liste für Hülsenfrüchte, Grien, Teigwnren usw. kann Vom 5.—10. Januar bei A. Koch Nachf., Inh. Fr. Laih Scknilstraste 16 erfolgen. 133 KttliizttiizlnKkilnKsskrje, ^ Durch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulaugelegenheiten, sind die WeihnachtHferien bis znm 16. Januar verlängert worden, wieöerbe.ainn des lliiternchts: Mittwoch, den (7. Januar. vormittags 8 7, Uhr. Gießen, den 2. Januar 1917. ' 160ü IiekrM.Jireklimü iic§ SonüörapSnöroigd^ijm* nmtug.Jt^ ReatzWMM. MLberreMiile. Höhere unü IfriDcitertc MchMiilc pt älefiei Anmeldungen Oft Mädchen, die von Beginn des kommenden^ ^chnlfalires ab unsere Schule besuchen fallen, werden Donnerstag, den 18. und fit ei* o?:.< u c u hon 9 ^is 1 Uhr im ch u l h °erden unjb bei der- -linneldnug ^ . -ubblernmen, die rrüber schon ch unserer ’ Wrt ' r ***** ' Mm ' finb 'ben- h r Zeit förutm nur «ÄÄ $T" kC "lreftendeu .Massen, Gienen. 0« 28 . Xfyntiwr 1916 «Nroßber^vqliche Trrektwn Tr Störiko Rabatt-sp arverein Gießen. Die am 31. Dezember 1916 laut Aufdruck ungültigen lila Marken, soweit solche noch nicht zur Einlösung gelangt sind, können während des Monats Januar bei unserem Rechner Herrn Buchacker, Neuen Baue 11, durch Ausdruck eines entsprechenden Bermerks für weiterhin zur Einlösung gültig erklärt werden. Diese Bücher find sodann mit den jetzt gültigen blauen Marken weiter zu bekleben u. werden wenn gefüllt, znm vollem Werre eingelöst. 144D _Der Ausschuß. Bekanntmachung. Betr.: Abgabe von Tristst off (Saccharin). In der Zeit vom 1 . 15. Januar 1917 wird gegen den L,eferungsachchmtt 2 der Sützstofskarten „H“ (blaut und „G tgelbwon den Lugfrosfabgabestellen Sützstofsabgegeben. Ausnahmsweise gelangen drei Brieschen bezw. vrer schachteln auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem io. Januar verliert der Abschnitt 2 seine Gültig- kert. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufenc Süststofs mengen dürfen von den Abgabestetten frei verkauft werden.. Giesten, den 3. Januar 1916. [145B Der Oberbürgermeister. Keller. 2. dauuar versebieä unser lieber Vater. Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Rentner Hch. Schwalb im 85. Lebensjahre. Minna Kaufmann geb. Schwalb Marie Corvinus geb. Schwalb Forstassessor F. Schwalb, Lentn. d. R., z.Zt. im Felde Reallehrer F. Corvinus Johanna Trebes und 3 Enkel. Büdingen, Giessen und Nidda, 3. Januar 1917. BekamltmKchmtg. Um unnötigen Andrang des Publikums an den Schaltern unserer Kasse zu vermeiden, machen wir die verehrlichen Einleger wiederholt darauf aufmerksam, daß das Verschreiben der Jahres- zinsen in den Sparbüchern für ein abgelaufenes Rechnungs- (Kalender-)0ahr ohne jeglichen Iinsoerlust auch noch später erfolgen kann, also nicht in den verkehrsreichsten Wintermonaten geschehen muß. Nicht erhobene Jahreszinsen werden auch ohne Zutun der Sparer am Jahresschluß stets dem betreffenden Kapitalbestand zugeschrieben. Gießen, den 29. Dezember 1916. Bezirkssparkasse Gießen. _ Zacheis. 158D ck^ichenstammkolz. Glaser- ^ Holz, zu verkaufen, noe* Friefir. Vietemann, Hochelheim 1 Xante Hchdfinqer sofort zu verkauf. Bär & Wetterliaha, Liebigstratze 3. (131 2 Paar neue kalbL Reitstiefeln Nr. 41 z. v. Oammstr. 2811. OP Kaninchen Holländer, Gelbsilber, Schwarzlohe, billig abzu geben. Walltorstr. 35. I 000 « 5^eg. Wegzugs verkaufe mein geraum Wohn u GeichästS- KauS mit grohem Garten. Bahnhofstr., nahe Bahnhof. 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Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70,Fernr 633 v _ j_ Fabrikgebäude bezw. (Gelände, rnöglichst mit Gleisanschluß, gesucht. Schr. Angeb. u. 134 a. d. Geschäftsstelle d. Giehener Anz. In dem Konkurse über das Vermögen des Schmiedc- meisters Heinrich Adam Lindenstruth in Gießen soll nunmehr die Schlußverteilung erfolgen. Nach Deckung der bevorrechtigten Ansprüche sind Mk. 1867,94 verfügbar. Zn berücksichtigen sind nicht bevorrechtigte Forderungen im Betrage von Mk. 24905.88 od. 7,5 o/ 0 . Das Schlußverzeichnis liegt auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Großh. Amtsgerichts zur Einsicht aus. Gießen, 4. Januar 1917. Der Verwalter L. Arthoff. Am 31. Dezember im Stadttheater. Loge 18, ein WT Schirm "MI stehen geblieben. Es wird gebeten, den Schirm an den Hausmeister abzugeben. I 00068 Grube Asche ohne Vergütung abzuhol. BetelPHaaCarM” 00 «'' Rtk»« 1 »>ch»j In dem Konkurse über das Vermögen des Weiß- bindermeist^rs Philipp Horn in Gießen soll nunmehr die Schlußverteilung erfolgen. Nach Deckung der bevorrechtigten Ansprüche sind Mk. 798.60 verfügbar. Zu berücksichtigen sind nicht bevor-. rechtigte Forderungen im Betrage von Mk. l 8150.06 oder 4,4 0^. Das Schluß- Verzeichnis liegt auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Großh. Amtsgerichts zur Einsicht aus. Gießen, den 4. Jan. 1917. Der Verwalter: L. Althoff. ist Sie teilt uns mit, datz sie die Preise für das in den Dezemberhesten „Die Praktische Berlinerin" 2tr. 13 und „Dies Blatt gehört der Hausfrau" Nr. 13 ausgeschriebene Preisausschreiben auf 1000 M. erhöht mit der Begründung, das; sich eine aukerordentlich grohe Beteiligung zeigt. In unserer Llusstellung Marktplatz 9kr. 8 haben wir ein Plakat aus- tiängen. welches auf dieses Preisausschreiben Bezug nimmt, und wo auch geru nähere Auskunft erteilt wird. Gehr. Imheuser Marktplatz 9 IG. ( ]M a nnd Damenabteilnn^. SamStag, den 13. Januar, abends 8 Uhr ßWtversliWlkilg § 8 der Satzung im Bereinölokal. Allseit. Erscheinen erwünscht. 127c! Der Vorttand. .11 Dir.: Hermann Steingoeticr. Freitag, 5. Januar 1917, n, abends 8 Uhr Gewöhn!. Preise lermätzigt). 8. Freltags - 2lbonnementS- Vorstellung: Was ihr wollt Mtsviel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. m Ende IOV4 Uhr.