Nr. ( Der Hletze«er Nnzelger erscheint tätlich, außer SonntaqS. - Bellaaen: Gietzener tamiNinblalter; Lrrisdlatt fSr ten Breis Hießen. Bezugspreis: moncrtl. 90 iiü. viertel- iährl. Dck. 2.65' durch Abhole- n. Zweigstellen monatl. 85 Ui.; durch die Post DU. 2.45 Vierteljahrs ausjchl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse : iür die Schru'tleitunq 112 Verlag,GeschättsstelleLI Anschriil für Dradtnach- nchien: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt O7. Jahrgang Metzener MM ...^General-Anzeiger für Oderhessen . Anzeigenteil: Zwillmgsrnnddruck u. Verlag: Vrühl'jche Unio.-Vuch- u. Zteindrrickerei R.Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulslr. 7. sä mr'ttcb in Gießen. Dienstag. 2. Januar pffi ^nuutjme von Lnze^ea '. die TagsLnunrmer bis E^umNachmittag vorher öeilcnpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 Pf.. Ver- ,nietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Platzvorfchrrst 30 Pf., Reklamen 75 Pf., bei Platzvorschriit 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Go eg. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Bcmkverkehr: Aug. Goetz. Stadt und Hewerbeban? Hießen 2and'Vermnchl es ^Gerichts,aal: Fr. R. Zenz., ~. Beck, Die ablehnende Antwortnote der Gegner. (WTB.) Großes Hauptguarticr, 30. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nordwestlich von Lille, an der Somme — vornehmlich auf dem Norvustr — und in einzelnen Abschnitten der Aisne- Front nahm zeitweilig das Feuer zu. Mehrfach wurden Vorstöße englischer und französischer Patrouillen abgcwiesen. Heeresgruppe Kronprinz. Auf dem linken Maasuftr führten die Franzosen gegen die von uns gewonnenen neuen Linien am Toten Mann im Laufe des Tages mehrere durch starke Feuerwellen eingeiei- tete Angriffe, die sämtlich abgewiesen wurden. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei ungünstiger Wittenrng die gewöhnliche Graben- kampftätigkeit. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Zn den verschneiten Waldkarpathen erfolgreiche Pa- ttouUlengängr deutscher Jäger. Im siebenbürgischen Grenzgebirgc drangen die deutschen und österreichisch-ungarischen Angriffstrvppcn trotz hartnäckigem Widerstand in verschanzten Stellungen und trotz starker Gegenstöße, bei denen der Russe 10 Offiziere, 050 Mann und sieden Maschinengewehre in unserer Hand ließ, weiter vorwärts. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls vonMackensen. Unsere unermüdlichen Truppen folgen dem auf der ganzen Front zwischen Gebirge und Donau weichenden Feind. Sie stehen in fortschreitendem Kampf in der Linie nordöstlich Bizirul—Sutesti (am Buzaul)—Slolwzia (halbwegs Rimnieul-Sarat—Plaginesti). Mazedonische Front. Nur kleine Gefechte von Streifabteilungen in der Struma-Ebene. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (WTB.) GroßesHauptguartier.31. Dezember. (Tmttich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Der Artilleriekampf war zeitweilig südlich des La Bassee- Kanals, beiderseits der Somme und nordwestlich von Reims heftig. Auf dem Südufer der Ancre brachte unser Fernfeuer mehrere Munitionslager zur Entzündung. Oestlicher^riegsfchauplatz. Front des Ge'neralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Südlich von Jakobstadt nahm die Artillerietätigkeit zu. Front des Generalober st en Erzherzog Josef. Fm Grenzgebirge zur Moldau nahmen die Kämpfe einen für uns günstigen Verlauf. Deutsche Truppen entrissen nördlich des Nztales den Russen die Höhe Sotymtar und hielten sie ge-en starte Gegenstöße. Ein Offizier. 80 Mann wurden gefangen genoimnen. Beiderseits des Oitvz-Tales wurden von deutschen und österreichisch-ungarischen Regimentern russisch-runlänische Stellungen, im Putna-Tal Tulnici. in hartem Häufer- kambf genounnen. Bei Nereju im Zabala-Tal sind unsere Truppen im Vordringen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Truppen der Generalleutnants von Morgen und Kühne fanden nördlich und östlich von Rimnieul-Sarat starken Widerstand. besonders am Rande des Gebirges. Forschem Angriff gelang es, in die feindliche Stellung einzubrechen und in ifjr starke Gegenangriffe zurückzuweisen. Auch zwischen dem Rimnicnl-Sarat und den Buzau-Niederungen wurde unter heftigen Kämpfen Gelände gewonnen. Die Donau-Armee nähert sich fechtend der stark befestigten Linie Gurgueti—Eiucea (westlich und südwestlich von Braila). In der Dobrudscha erkämpften bulgarische Truppen Fortschritte gegen Macin. Mazedonische Front. An der Struma erfolgreiche Unternehmungen bulgarischer und osmanischer Patrouillen. Der Erste Geireralcmartiermeister L n d e n d o r f f. (WTB.) Großes Hauptquartier. 1. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Hee re sfrontdesGeneralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Südlich von Riga und bei Smorgon wurden stark;: vuffi* ffc Jagdkommandos abgewiefen. Auf dem Norduser des Pripjets bei Pinsk stürmten deutsche Reiter im Fußgefecht zwei Stützpunkte der Russen und brachten 1 Offizier und 35 Gefangene ein. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Deutschen Jägern gelang in den Waldkarpathen die Sprengung eines feindlichen Blockhauses mit Besatzung. Zwischen N z - und P u t u a - T a l nahmen deutsche und Österreich'.'ch-ungarischc Bataillone mehrere Höhenstellungen im Sturm und wiesen heftige Gegenstöße der Rumänen und Russen zurück. Herestrau und Ungureni im Zabala-Talc sind genommen. Heeresgruppe des Ge neralfeldmarf challs vonMackensen. Im Nordteil der großen Walachei ist der Russe erneut geworfen. Die neunte Armee hat den Feind in Stellungen halbwegs R i m n i c u l — Sarat und Focsani. d.e Donau- armce in den Brückenkopf von Braila zurückge- drangt. In der Dobrudscha engten die Erfolge deutscher und bulgarischer Truppen die russische Brückenkopf- st c l l u n g östt-.ch von Macin beträchtlich ein. Gestern wurden dort 1000 Gefangene gemacht, 4 Geschütze und acht Maschinengewehre erbeutet. Im Mündungsgebiet der Donau machte die bulgarische Flußsicherung etwa 50 Russen nieder, die den St. Georges- Arm in Kühnen überschritten hatten. M a z e d o n i s ch c F r o n t. Nichts Wesentliches. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorss. * bisherigen Kriegsergebnissen. Das ist unst^-^rrft. Herzen mögen die starken Herren Lloyd George, Briand und -Trepow doch vielleicht dem Stoßgebet des Königs ^„Hamlet" nachsinnen: „Mein Wort fliegt auf, mein Geilt bleibt unbeschwingt: Wort ohne Geist nie bis zum Himmel dringt. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 30. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. Dezember 1916. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Die in der waiachischeu Ebene vordrängenden verbündeten Streitkräftt haben in ununterbrochenem Kampfe Vi- zirul-Suteci und zwischen Rimnieul-Sarat und Plan- gcsti den Raum von Slobozia gewonnen. Westlick von Plangesti nähert sich die Kampfgruppe des Generals von Krasft den B ergfüßen. Oesterreichisch-ungarische Bataillone nahmen hier dem Feinde zwei 10-Ztm.-Haubitzen ab. Der Südflügel der Heeresgruppe des Generaloberst Erzherzog Joseph hat trotz des zähen feindlichen Widerstandes erneut betrachllichc Fortschritte erzielt. Russische Gegenstöße wurden abgeschlagen. 10 Offiziere, 650 Mann und sieben Maschinengewehre als Tagesbeute eingebracht. Nördlich des Uz-Tales scheiterte ein schwacher rmn- scher Angriff. Nordwestlich von Zaloczc fühlten unsere Offtzierspatrouitlen mit Erfolg gegen die feindlichen Stellungen vor. In Wolhynien hat eines unserer Lustgeschwader das Waldlager östlich von S a d o w mit Bomben belegt. Berlin Nur an den Kampftätigkeit. Der Abendbericht. I.Jan. 1917. abends. (WTB rumänisch-russischen Amtlich.) Fronten lebhafte Es ist so gekoinmen, wie wir es angedeutet haben: die Entente hat den Friedensvorschlag schroff abgewiesen. Das Dokument, in den: diese Ablehnung festgestellt und begründet wird, ist so schwülstig und wortreich wie nur möglich, es ist französische Phrasenkunst von dürftigstem Gehalt. Tenn da wird daF glatte, kalte englische Nein mit einem Nebel von Ausflüchten, Rechtfertigung und Vorhaltungen Umkleidet. Der Kern der Antwort liegt in folgendem Satz: „In voller Erkenntnis der Schwere, aber auch der Notwendigkeit der Stunde lehnen es die alliierten Regierungen, die unter sich eng verbunden und in voller llebereinsnm- mung mit ihren Völkern sind, ab, sich) mit einem Bo»v- schlage ohne Aufrichtigkeit und ohne Bedeutung z!u befassen." Dieser Satz schwimmt in einer Phrasenbrühe, die hundertmal durchkacht und immer wieder aufgewärmt worden ist. Die alte Streitsucht mit Worten, die sich gegenüber dem erschütternden Zuschlägen der Waffen so kleinlich und, weil sie gar nichts Neues und Wirksames mehr Vorbringen kann — bei niederen Geistern höchstens neue Verhetzung und Verwirrung —, so kindisch ausnimmt, feiert Triumphe. Der Krieg schafft Großes, Gewaltiges, Entsetzliches, Marksteine von ewiger geschichtlicher Bedeutung, aber hier stehen wir vor einer Schaumschlägerei. von der man sich schnell abwenden kann. Wir können die Gründe Englands, Rußlands und Frankreichs erraten und werten, ohne «uns Satz für Satz mit öem Antwortzettel zu befassen. Wir können den Gegnern chre eigene Ausdrucksweise zurückgeben: dieser Antwortetet ist wirklich „ohne Aufrichttg- feit und ohne Bedeutung". Was ist an der Kundgebung aus Paris von ausschlaggebender Bedeutung- Einzig die Tatsache, daß unsere Feinde nicht aufhören wollen zu hoffen, daß sie den Krieg doch noch gewinnen und ihre ursprünglichen Ziele durchsetzen könnten. Würden sie hierzu, für diesen Glauben, uns ihre ^Gründe und Schlüsse sagen, so wäre die Antwortnote nicht m'rr inter-efstmt, sondern cnuh in ihren Einzelheiten hochbedeutsam wie kaum ein anderes Dokument in diesem Kriege Einiges Dürfttge flndet sich angedeutet: Die öffentliche Meinung Deutschlands und seiner Derbün deten, ihre Widerftarüskraft sei zermürbt. Wenn die Entente darauf ihre Hoffnungen aufrichtet, so hat sie auf Sand ge baut. Die nachstehenden uns im Auszuge telegraphisch mit geteilten Lleußerungcn Berliner Blätter zeigen, daß auch die pazifistisch angehamhMi Gemüter jetzt in die rauhe Wirklichkeit zurückkehren und den Anblick ernster Notwendigkeit nicht mchr scheuerr. Noch einen Zweck verfolgt die Entente in ihrer Antwort, neben der Absicht, zu verhetzen und zu verwirren: nämlich sich selber als den Starken, Zähen, Unnachgiebigen und Unerbittlichen herauszustellen. Uns dagegen als Schwachen, Ermatteten. Dies hält sie diesmal für politisch klüger als nach dem Kranze der Friedliebenden, der Mensch lichkeitshüter, zu greifen. Die neueste Note an das gedemü tigtc Griechenland atmet denselben Geist. Wir sollten daraus etwas lernen. Des Feindes Kraftgebärde paßt schlecht zu den Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Wien, 31. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Dezember 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls von Mackensen. Der Feind weicht schrittweise gegen Vir Linie Braila —Focsani zurück. Während er sich östlich des Buzeu-Flusses schon gestern im Rückzuge befand, leistete er westlich des genannten Flusses und nördlich von R intnu u- Sarat noch erbitterten Widerstand, der an mehreren Stellen in heftigem Kampfe gebrochen wurde. Heeres front des Generalobersten Erzherzog Josef. Im Gcbirgslande östlich und nordöstlich von Keszd i- Vasarhely arbeiten fick die österre'chisch-ungarifchen und deutschen Truppen des Generals von Gerok auf rumänischem Boden vorwärts. Nereju und Tulnici bei Parrlesci sind genommen. Beiderseits des Casinu- und Oituz- Tales ist Raum gewonnen worden. Im Grenzgebirge westlich von Ocna wurde die Höhe Solymtar gestürmt. HeeresfrontdesGeneralfeldmarsch: Prinzen Leopold von Bayern. Nichts von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. D i eil, 1. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 1. Januar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die in der rumänischen Ebene kämpfenden verbündeten Streitkräfte haben den Feind unter Nachhutkämpfen in seine vorbereiteten Stellungen südwesttich von Braila und halben Wegs zwischen Rimnicnl-Sarat und Focsani zurück- gedrängt. In den oberen Tälern der Zabala-Naruja und Put na sind die österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen des Feldmarschallmtnants von Rnis in forffchrci- tendem Angriffe. Im Raume von Harja stürmten unsere Bataillone mehrere hintereinander liegende Stellungen. Der Feind verteidigt jeden Fußbreit Bodens. Weiter nördlich bei den k. u. k. Stteitkrästen keine Ereignisst von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. In der Silvesternacht unterhielt die feindliche Artillerie zeitweise ein sehr lebhaftes Feuer gegen die Karsthvchfläche. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. . Der Stellvertreter des Chefs des Generalslabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Der Wortlaut der Note. Presseftimmen zur Antwortnote der Entente. Varis' 30. Dez. 'Meldung der Agence Havas.) Die Ant- I, ^rNn, 2 F dieses Schriftstück lsaben setzen können, ohne zu erröten. Die Antwort kann nur aus den Schlachtfeldern erteilt werden. Die letzte Hand, die sich rühtren kann, muß reg lungen ✓Lin-iix. o*- ltl- jiiuji uui icui ä'üu gcgriiiim r weroeii. Eine A.N- ung ohne Bedingungen für Eröfftumg der Vorhanden ist kein Friedensangebot. Tiefer angebliche Vor- l**«? ^uauigkeit eni I den Feind mitschlagcn, muß unseren Feldgrauen und unseren Blau- behrcnd durch die kaiserliche Regierung in Umlauf gesetzt wurde, erscheint weniger als ein Friedensangebot, denn als ein Kriegs- manöver. Er beruht auf der systematischen Verkennung des Charakters des Streites in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Mr, die Vergangenheit übersieht die deutsche Note die Tab fachen, öie Taten und die Zahlen, die feststellen, daß der Krieg gewollt, bervorgeruftn und verwirklicht worden ist durch Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Im .'Haag war es ein deutscher jacken zum Siege helfen. Tie „Bo s s i sche Zeitung" äußert: Ailf diese höhnisch,che, mit der Auswärmung. und mit der Auftischungen neuer Verleumdungen arbeitende Ablehnung unseres Vorschlages ist für Misere Regierung und für unsere Verbündeten die Möglichkeit des weiteren Ver Handelns geschwunden.- Auf diese brutale Zurückweisung jeder Verkürzung des Krieges im Sinne der Menschlichkeit darf cs nur die.eine Antwort geben: Energischer Kampf, bis das kühle Eisen unserer m^rnr rrpfrf?V? 3uli I Ävfftn die Fiebert emperatur unserer.Feinde wieder dem normalen i*!' n ^ em ö er Wiederv-erlechung auch der bürgerlichen Ehrenrechte in Frage, imd nur wlche Personen vvrzuschlagen, die sich freiwillig um Heeresdienst bewerben. Für die geeignet gchaltenrn Personen ist Gelegenheit zu geben, ihren Wunsch vorzubringem " * * Die KrönuttgSfeierlichkeiten in Budapest. Bud a p e st, 30. Dez. Ueber die Krönungsfeierlich- ergänzend gemeldet: Das Innere, der ^cattyia^nrche, in der die Krönungsfeier stattfand, bot ein Bud unverglenchlicher Pracht und Herrlichkeit. Der Glanz oer von reichem Goldbrokat schimmernden Nationalkostüme, oie goldstrotzenden Uniformen der Würdenträger und der auswärtigen Vertreter, die herrlichen Toiletten der Damen waren ein Anblick, wie er in solcher Farbenpracht selten den Festgästen war auch Zar Ferdinand i Bulgarien erschienen, der auf einer Galerie Platz nahm. TO’i* II A 1 v u ^ au ^ Ö ^ e Anwesenden machte die Zeremonie b J'l Ritterschlages. Als Erster erschien Graf Ludwig Tisza, ™ ^^uder des Ministerpräsidenten, der insolge schwerer Verwundung in der Begleiiung eines Leibhusm:en in die bekommen war. Trotz seiner Verwundung ging er in ^ ^J tun 0 zum Thron, kniete nieder und empfing hP^V f 6 ^™ 0 ' Erschütternd war es auch,.als ein Sohn Ministers Baron Roszner, der durch schwere Verwun- vung ein Bein verloren hat uiid nur auf Krücken sich fort^ bewegen konnte, niederkniete, um den Ritterschlag zu emp- Als die Aussetzung der Krone vollzogen war, trat Graf Tisza als Palatinstellvertreter rief mit weithinschallender Stimme Mjen a Kiralv. ^u^a.v alle Anwesenden hütefchwenkend einstimmten. Die Hyfe tel1 sich auf der Straße fort. Donnernde Salutschüsse bildeten das Echo dieser begeisterten Huldigung, r™ ^^^Mendes Moment bildete die Eidesleistung auf s^ m a ^rtsplatz. Der König ging auf die Estrade vor der Krrche, der Primas verlas die Eidesformel, die der) K°mg unter freiem Himmel mit erhobenen Schwurftngern Wort für Wort tviederholte. Als er geendet hatte, donnerten ^T^I^^uen Kanonenschlünde Salutschüsse, es läuteten dir Olockemnne vieltausendköpfige Menschenmenge auf dem ^-^en Platze stimmte spoiitan die ungarische Nationalhymne mit .solcher Gewalt vn.o mit so tiefes Empfindung an, daß der König sich der großen Mhrung nicht erwehren konnte mü für die imposante Huldigung tiefbewegt dankte. Der Ministerwechsel in Oesterreich. Aus Wien wird ims geschrieben: des Kabinetts Koerber und Spitzmüller kam so sich alliogleich gewisse politische Legendenbildungen »EkTo? bet: eigenen Seimat und vielleicht noch mehr im dcr schwarz-gelben Grenzschranken Verhältnisse und über den Lsenskern ^ Mgemeinen l)erzlich schlecht das ums in Wirklichkeit ^ Geburtswehen emes neuen besterreich waren, für ^rietzuM; man kemlt nicht das österreichische Problem, ^ ein Zukunftsproblem ist und sich - übrigen Staaten geboteiven Sckmblone lösen kerne ^otorfr^c ift, wndern nur durch die opferreichen Ersabrnngen ganzer politischer Generationen zu enrer gedeihlichen Losunggeüm^n kamr Die Unkenntnis diesar Tatsache bat die ä &i ?erCr ,^ I1ll)E ermuntert und so wesentlich zum Aus- Krieges beigetvagen. Ter feste Zusammenhalt und die unbedmgte Hingabe der -Oesterreicher an ihren Staat während des Kriege legte wohl emm per grüßten Rcchmingsfehler der Entente vloß und durfte auch das neutrale Ausland beioogeu ftrben, in! ^"kunftbei der Wertung mnerpolitischer Vorgänge in Oesterreiä mehr Vorsicht walten zu lassen, l'kber eine terra incognita bleiben wir dock) auch imseren Freunden und unbefangenen Nachbarn, und die eigeiitumlichen Verkehrsverhältnisse des .Krieges sind iiicht darmuh angetan, das Ausland rasch und grüirdlich eines besseren über den Ernftund dw ungeheure Schwierigkeit unserer politischen Anfgäben zu nnterrichteii. ... dieser bedauerliche Umstand >vird sich ja auck? jetzt bei den MiNilterwechseln wieder fühlbar macken. Und dock) solche ^richeinunyen für den gründlichen Flenner österreichischer V^haltniffe ganz frei von jeder Bedenklichkeit, imd sie uzären es leibst dann, wenn lw ,ich in nachltjer Jetit auch noch wieder^ holen rourden Man vergesse nicht, daß Oesterreich, nachdem eä walpriid der ersten beiden Kriegchahre politisch geruht hatte, nun- ur/m stadunn getreten ist, in dein es so zil sagen die politi- vieles Krieges zu liguidieven und alles, lvas diese Erfahrmigen zur Beantrwrtuna des staatsrechtlick^en Fragenkomplexes beigetragen, in lebeiidige Praxis umznsetzeii hat. Man über- lehe vor allem anch nicht die Bedeutung des Throntvechsels dev cmen jungen Herrscher Vvll Tatkraft und Datfteude in deil Bordev. grund gestellt hat. In Oesterreich regt und rührt sich das Leben einer neuen Zeit, da drängt sich jetzt rn Tfige zusammen, was einst der Inhalt von Fahren ausmachft, und es ist wohl begreiflich daß eine mit solcher Beschleunigung fahrende Maschine über manche Persönlichkeit hiuweggeht, unv gelegentlich auch einmal ihren eige- nOi Führer abwirft. Ein österreichischer Ministerpräsident hat, man verzeihe uns diese sck)cinbar überheblickxn Morte, lvirklich noch .muz andere Sorgen als irgend eiii aiiderer Minister in Europa. Die Sorgen, die der .Krie^ mit sich führt, die schwere.! Fiuanzlasten, das ungewohnte Gewicht der ErnährungsPolitik, das drückt ia alle Staäts- mämier gleichmäßig: aber was harrt unserer Minister noch außerdem? Ta haben wir vor allem die Frage des ungarischen Ausgleiches, dcr nicht bloß in seiner vorgesehenen' Periodicität zu erneuern, sondern diesmal auch so einKuricksten ist, daß er dex künftigen ihrem Grundwesen nach noch ganz unbekannten Handelspolitik der Monarchie augepaßt sein soll. Dann haben wir das polnische Problem . Galiziens Stelllmg zum Staate ist durch die Zweikaiserprvklamation vom 4. November selbstvcr- standlich eine gründlich geänderte geworden. Das hat ein kaiser- lichejs Handschreiben vom gleichen Tage berücksichtigt, in dem es die Sonderstellung Galiziens gewährte, das heißt eine über dm Nahmen der in Oesterreich gegebenen Länderautonomie hinausgehende Selbständigkeit des Landes Galizien, die bis zuni vollen Maße dessen reichen soll, „was mit seiner Zugehörigkeit zur staatlichen Gesamtheit und mit deren Gedeihen im Einklänge steht." Die Feststellung dieser gemeinsamen Angelegenheiten und d^r praktische Ausgleich der galizischen Landes- und der österreichischen Staatsinteressen ist aber keine Frage, die man so ans dem Handgelenke in wenigen Tagen lösm könnte. Es handelt.sich da um nicht mehr und nicht weniger als um einen Ausgleich ähnlich dem vom Jahre 1868 zwischen Ungarn und Kroatten, dessen Schwierigkeiten noch Jahrzehnte nachzitterten. Endlich haben 'wir einen dritten Ausgleichskomplex, der auf der Tagesordnung steht den deutsch-tschechischen Ausgleich, die Regelung und Fest- 'tellung des Verhältnisses der Deutschen im Staate und in den Sudetenländern. Und alle diese schwierigen Fragen sind nun obendrein, ob mit oder ohne Not bleibe dahingestellt, in engen Zusammenhang miteinander und mit der Einberufung des ReichA- rates gebracht worden, vor dem dev junge Kaiser das Gelöbnis' auf die Verfassung ablegen wird, der also demnächst ernberufets lverden soll. Das ist eine verwirrende Fülle von Aufgaben und Schwieiig- keiten, denen auch das größte politische Talent kaum gewachseii wäre denn, inan muß nicht vergessen, es handelt sich da nicht um cinä Alexanderlösung, nicht um das gewalttätige Durchhauen eines .Knotens, sondern um seine Auflösung, die möglichst wenig Schmerzen zurückläßt. Oesterreich will als ein neuer gefestigter Staat in die Zeit des Friedens eintreten. Auf dem Altar dieses hohen Zieles wird vielleicht noch manches Mimsterporteseuille in Flaminen aufgehen; was liegt daran? Man wird uns nach dem Krieg nicht nach unseren Ministäm, sondern nach dem zu beilrteilen haben. was wt* ML «Trierer Jtaigrtnrrt, KU unserer inneren Festigung UNS damit zur Erftillmig unserer europäischen Sendung praktisch go- leistet haben. Und das wird hoffeMbich nicht 'wenig sein. * * * Die neueste Demütigung Griechenlands. Piräus, 1. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Ag-enoe HavaS. Tie Gesandten der drei Schstitzmächte haben gestern, am 31. Dezember, folgende Note unterzeichnet, die der griechischen Rogrerung LberreW werden soll. ^ „ .. . _ Tie Gesandten FrankreickO, Großbritanniens und Rußlands als Vertreter der Schachmächte Griecs»enlcmds haben mit Genug- Lurmg von der Antwort Kenntnis genommen, die rhneu^au: ihre Mitteilung vom 1. Dezember 1916 gemacht worden ist. Sie haben die Ehre, der griechisclZen Regierung ^ im Aufträge ihrer Regierungen folgendes Bürgschaft-- und Genugtuungs- Forderungen zu unteärreiten: Bürgschaften. ^ 1. Tie griechischen Streitkräfte aus dem griechische:: ryestlande Und in allen Gebieten austerhalb des Veioponues werden au> denjenigen Mannfchaftssümd l^rabgljetzt, der unumgänglich notig ist Kr den Ockmungü- und Dolizeidiellst. Me Waffen und- Munition, welche das diesen Stamme entspvochende Matz überschreiten, werden nach dem Peloponnes gebracht, wie auch alle Maschinengewehre und die gesamte Artillerie des ariecwschen. Heeres mit ihrer Munition, so daß nach! Beenüigmrg der slebersührmigj mißerhalb des Peloponnes weder Kanonen noch> Masäimengewehre noch) Material verbleiben. Tie Frist für die Ausführung wird :::: gemeinsamen Einvernehmen festgesetzt, sobald die griechriche Regierung die Truppen- und Materialvcrschiebungen im Gnrn.d,atz angenommen hat. ' „ „ , _ , Die so geschaffene mititärische Lage bleibt so lange bestehen, als die alliierten Regierimgen es für nötig Halter: und zwar unter Ueberwachung besonderer Delegierter, die von ihnen für diesen Zweck bei den griechischen Behörde:: beglaubigt werden. 2. Verbot aller Vereinigungen und Versammlungen von Reservisten in Griechenland nördlich von oer Landesgrenzc von Korinth. Strenge Durchführung des Verbotes für alle Zivilisten, Waffen *u tragen. I . . 3. Wiederherstellung der verschiedenen Auffichlsbcsugnmc der Alliierten in einer Form, die im Einvernehmen mit der griechischen Regierung hergestellt wird, um sic so wenig lästig wie möglich zu gestalten. Genugtuungen. 4. Alle aus politischen Gründen wegen Hochverrats. Verschwörung, Aufruhr und ähnlichen Dingen Festgehaltenen sind sofort frei-ulassen. Diejenigen, welche infolge der Ereignisse vom 1. und 2. Dezember und der folgenden Tage ungerechter Weise gelitten haben, werden nach der Entlassung, welche im Einvern chmen zwischen der griechischen Regierung und den Alliierten geführt wird, entschädigt. 5. Der Kommandierende General des ersten Armeekorps soll abgesetzt werden, sofern nicht die königliche Regierung zur Genugtuung der alliierten Regierungen seftsetzt, daß diese Maßregel au? einen cnrderen General angewendet werden soll, auf den dre Beantwortung für die am 1. Dezember gegebenen Befehle fiel. 6. Die griechisch^ Regierung soll den ß>esandten der Alliierten förmliche Entschuldigungen überreichen. Die englische, die französische, die italienische und die russische Flagge sollen auf einem öffentlichen Platz in Athen in Gegenwart des Kriegsministers :md der Garnison feierlich salutiert werden. Gleichzeitg sind die Unterzeichneten Gesandten von ihren Regierungen beauftragt, die griechische Regierung daran zu erinnern, daß militärische Notwendigkeiten sie demnächst dazu werden zwingen können, Truppen in Jtea zu landen und sie mit der Larissa-Eisenbahn nach Saloniki zu bringen. Die Schutzmächte setzen die griechische Regierung davon in .Kenntnis, dast sie sich volle ft cmblui cgs frei heit Vorbehalten, falls die Regierung Seiner Majestät des Körrigs neuen Anlaß zu Klagen geben sollte. Ihrerseits übernehmen sie gegen die griechische Regierung die förmliche Verpflichtung, den bewaffneten Streitkräften der Regierung der nationalen Verteidigung nicht zu gestatten, die Zurückziehung der königlichen Truppen aus Thessalien und Epirus dazu zu benutzen, das im Einvernehmen mit der königlichen Regierung festgesetzte neutrale Gebiet zu überschreiten. Die Unterzeichnten haben die Ehre, den Befehl ihrer Regierungen mitzuteilen, dast die Blocks der griechischen Küsten aufrecht erhalten werden wrtt), bis in allen oben erwähnten Punkten (Genugtuung gewährleistet ist. * * * Beschießung der Insel Tenedos. Ko n st an ttino pc l, 30. Dezember. (WTB.) Bericht Vom 30. T^ember. Die Insel Tenedos, die vom Feinde besetzt ist, wurde von unserer Artillerie unter wirksames Feuer genommen. Eins unserer Flugzeuge iiahm mit Erfolg an der Beschießung teil. Ter Ferud hißte die hellenische Flagge und das Rote Kreuz, um uns zur Einstellung des Feuers zu veranlassen. Der Seekrieg. Ein französische» Panzerschiff torpediert. Köln, 31. Dez. (Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." meldet von der schweizerischen Grenze: Das französische Marine- Ministerium gibt bekannt, das Panzerschiff „Gau- lvis" ist am 27. Dezember im Mittelmeeoe von einem Unterseeboot torpediert worden. Das Schiff sank in einer Heribert Stunde. Dank der bis zum letzten Augenblick herrschenden Disziplin rurd Kaltblütigkeit aller und des Eingreifens von Patrouillenschifsen an der Unglücksstätte betragt die Zahl der Opfer nur vier, wovon zwei durch (^)losion geMet wurden. Der „Gaulois" war ein Linienschiff älteren Datums. Er ist 1896 vom Stapel gelaufen und verdrängte 11300 Tonnen. m London, 30. Dez. (WTB.) Llohdsmeldung. Die englische Goelette „Spinawayl" und der englische Dampfer ,Hronsay" (3761 Tonnen) sind versenkt worden. Der schwedische Dampfer „Neveddio^ soll versenkt worden sein. London, 31. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds melden: Der norwegische Segler „Kornmo" und die norwegischen Dampfer „Her./' und „Nysgrand" sollen versenkt worden sein. London, 30. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds-Mel- duirg. Man glaubt, daß der englische Dampfer „Zor- caftex" versenkt worden ist. Der englische Dampfer „Ais- lebay" ist versenkt worden, seine Besatzung gelandet, der Kapitän als Gefangener an Bord das Unterseebootes gebracht. Maasluis, 30. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der holländische Dampfer „Brunswyk" ist in der Nordsee aus eine Mine gelaufen. Er wird vom Dampfer „Noordwyk" unterstützt. Beide sind unterwegs nach Nieuwe Waterweg. Schlepper sind zur Hilfeleistung abgegangen. Ferrol, 1. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterfchen Bureaus. Dms dänische Schiff „Danmark" wurde nachmittags auf der Höhe Vivers versenkt. Die Be- satzung wurde gerettet. Donaueschingen, 1. Jan. (WTB.) Der jüngste Sohn des Fürsten zu Fürstenberg, Prinz Friedrich, fand gestern auf dem rumänischen Kriegsschauplatz den Heldentod. V, '■"-" ‘ ÜJ_ ■ ■■■■ ■ ■■ ■ ■■■ Aus dem Reiche. Dresden, 30. Dez. (WTB. Amtlich.) Sc. Majestät der Deutsche Kaiser traf zur Erwiderung der Besuche Sr. Majestät des Königs im Großen .Hauptquartier au: Freitag mittag l/zl Uhr zu einem kurzen Besuch in Dresden ein. Um 3 Uhr reiste er wieder ab. Aus Stadt rrnd Land. Gießen, 2. Januar 1917. ** Auszeichnungen. Leutnant und Adjutant Stoerikc>, Jnf.-Rgt. 116, wurde mit den: Eisernen Kreuzer st erKlafse ausgezeichnet. — Den: sreiw. Krankenpfleger v. Münchow, Inhaber der Rote-Kreuz-Medaille 3. Klasse, wurde vom Großherzog das Hessische M i l i t a r - S a n i t ä t s k r e u z verliehen. - Musketier Heinrich Weitzel, Sohn des Johannes Weitzel, Müller von Gießen, im Jnf.-Rgt. 168, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** Schloß Tarasp. Der Großherzog hat das ihm durch Vermächtnis des Wirklichen Geheimerates Dr. Lingner in Dresden angetragene Schloß T a r a s p im Unterengadin angenommen. Das in herrlicher landschaftlicher Umgebung aus st^jlem Hügel etwas über 1500 Meter hoch gelegene Schloß war noch vor einigen Jahren Ruine. Der Erblasser hat es, von Historikern und Kunstgelehrten beraten, als mittelalterliche Burg baulich Herstellen und es sodann innen im Stil des 16. und 17. Jahrhunderts unter ausschließlicher Verwendung von echten, vorzugsweise Schweizer Stücken wohnlich einrichten lassen. Die Burg Tarasp kan)i in ihrem jetzigen Zustand in: ganzen als ein einheitliches Kunstwerk von seltener Schönheit bezeichnet werden. ** Silvesier und Neujahrstag haben in diesem Jahre einen ziemlich stillen Verlauf genommen. Große Mitschuld daran hatte die Ungunst der Witterung. Die Regenschauer setzten zwar kurz vor Beginn des neuen Jahres in rücksichtsvoller Weise aus, aber da die Wirtschaften schon um 11 Uhr hatten schließen müssen, konnte sich kein regeres Leben entfalten. Nur Feuerwerkskörper wurden in großer Zahl in den Straßen abgebrannt, obwohl unseres Wissens der Verkauf und.das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten ist. Sv ruhig wie die Silvesternacht war auch der Neu- jährstag. Das Leben in den Straßen war geringer als an gewöhnlichen Sonntagen. ** Schlüs selwaren - V e r te il u ng. In «mfetcni heutigen Blatte befindet sich eine Bekcmntumchmlg über Schlüssel- Waren, Teigwaren, Hülsenfrüchte, Grieß, Graupen und Haferflocken, worauf wir besonders Hinweisen. **Vortragsoereinigu ngKaufmännischer Verein, Ortsgewe'rbe-Verein. Am Donnerstag, bei: 4. Januar, abends 8Vi Uhr findet in der neuen Aula Bortrag Nr. 4 statt. Prof. Dr. H a r t m a n n aus Stuttgart wird sprechen über „Die Donau, ihre völkergeschichtliche mW weltwirtschaftliche Bedeutung und ihre landschaftlichen Schönheiten." Siehe Anzeige. ** Lichtspielhaus, B a h n h o f i: r a ß e 34. Aus dein Programm vom 5. Januar fleht: ,TaS unheimliche Haus", oder: „Freitag der 13," Detektiv-Drama m 4 Akten, versaßt und inszeniert von Richard Oswald, sowie ein gutes Beiprogramm * Hockwasser. ** Gießen, 2. Jan. Tie Regengüsse der letzten Tage hatten im Verein mit Schneesckmel^e in den benachbarten Gebirgen ein plötzlich austretendes Hochwasser mit sich geführt, wo es zumal für diese Jahreszeit völlig ungewohnt ist. Die Wieseck wälzte seit'Samstag abend gelbe Lehmfluten in ihrem Bette und als die Lahn ebenfalls Hochwasser erhielt, trat Stauwasser ein. Die tief gelegenen Gärten wurden überschwemmt und zwischen der Eisenbahn und Wieseck selbst bilibetc sich eine weite Seefläche. Seit gestern abend ist das Wasser wieder im Fallen begriffen und da der .Himmel allmählich aufzuklären scheint, wird bald wieder der normale Wasserstand eingetreten sein. Kn. Nidda, 30. Dez. Eine schwere W a s s e r n o t hat heute das Niddatal heimgesucht. Durch den taget an gen Regen und die Schneeschmelze im Vogelsberg trieb die Nidda schon seit ein paar Tagen mit Hochwasser. Heute ftüh aber wurde der Fluß schnell reißend und bis zum Mittag war schon das ganze Tal samt Gärten imb Aeckern unter Wasser. Ta allem Anschein nach aber auch ein Hochwasserdcrmm riß, strömte die Flut auch in die Altstadt Und l)a.tte in kurzer Zeit ganze Straßen unter Wasser gesetzt. Um 5 Uhr stand die Raun, der Marktplatz und alle angrenzenden Straßenzüge bis zu dreiviertel Meter unter Wasser, so daß es nur mit vieler Mühe gelang, das Vieh und die Futter- 'bestäiü>e zu retten. An manchen Stellen tvar aber auch das nicht mehr möglich, da das Wasser mit ungeheurer Schnelligkeit wuchs -nd mit imgl-cmblicher Gewalt herein flutete. Zu vielen Häusern war der Zugang völlig versperrt, und mancher Heim kehrende mußte bei Nachbarn untergebracht werden, da cs schlechterdings unmöglich >var, ohne Gefahr cm die Häuser zu gelange,:. In mehreren Läden wurde großer Sckradeu an gerichtet, leider auch in Lebensmittelgeschäften. Wie lwch sich der Schaden beläuft, das ist zur Stunde noch nickst absehbar, MMal das Wasser immer noch im Wachsen ist. Wie viel Vieh umgekommen ist, steht natürlich auch noch nicht fest, es dürfte aber nicht tvenig serii, obwohl Einwohner Urlauber und Gefangene bei dem Rettungswerk wetteiferte:: und inanches Stück Bieb aus den Flicken zogen. Der Schaden in den überschioemmten Kellern dürfte recht erheblich sein und fällt augenblicklich auch wohl am meisten ins Geimcht. Kn. Nidda, 31. Dez. Gegen 7 Uhr abends erreichte das Wasser seinen höchsten Stand. Jetzt ist es langsam im Zurück gehen. Ter Schaden ist sehr groß. Im Jahr 1871 war hier die letzte derartig schwere Ueberschwemmung. Marburg. 31. Tez. (Priv.-Tel.) Die Lahn und ihre Nebenflüsse sind aus den Ufern getreten. Das Ohm-Tal bei Kirch- harn ist völlig überflutet. = Frankfurt a. M., 1. Jan. Die anhaltend starken Regen güsse bemirfen ein überaus rasches Steigen der Flüsse in: Strom gebiet des Rheins. Der Main ist an vielen Stellen bereits ausge ufert und hat weite Landsttecken unter Wässer gesetzt. Die Wehre müßten bereits niedergelegt werden. Erheblichen Schaden richteten die Fluten an den Wehrbauanlagen bei Groß-Kwtzmburg, .Kesselstadt und Rumpenheim an, deren Baugruben völlig unter Wasser gesetzt sind. Diele Bauhölzer von diesen Werken rissen die Wasser mit fort. Die Schiffahrt ist eingestellt worden. Die noch auf de^ Fahrt beftndlichen Boote werden den nächsten bergenden Häsen zugeschleppt. Heute früh passierte ein Milttnbergcr Kohlenkahn ans der Bergfahrt Frankfurt. An der neuen Brilcke war die Strö Niimg von solcher reißenden Stärke, daß sechs Schlepp da mpfer kam imstande wgren, das von fünf Leuten gestmerte Boot durch die Baustelle zu bugsieren. — Das Anzigtal ist weithin unter Wasser gesetzt, die Station Wircheim vom Verkehr ab geschlossen Auch die Vo gelsberg-Flüssc führen gewalttge Wassermengen zu Tal, vor allem die N i d d a, die von der südlichen Wetterau ab bis zur Mündung an vielen Stellen das Ufer* aclättbc seenartig überschwemmt hat und leider auch an den Körn feldern mannigfachen Schaden anrichtet. , ^ . „ XHanau, 1. Jan. Die Kinz:g ist durch anl^alteude Regen aüsse und dicrcki SckMcschmelze im Gebirge zu einen: reltzenden! Sttome angcschwollen und meit über ihre Ufer getreten. Zwischen hier und Gelnhausen ist das Gelände auf große Md werte Strecken ilberschwemuck. — Der Main führt gleichfalls starkes Hochwasser Große Mengen Grubenholz sind angeschnm:m:t, mis dem bähen schien Lande kommend. w , g Esch Wege (Tvahtn.), 2. Januar. Dre Werra uberflutet mit stark steigendem Hochwasser lveite Niedenmge:: des Werra- E^iez 31. Dez. Das Hochwasser der Lahn ist seit gestern nachmittag'vm: 4,40 Meter auf 5,00 Meter gestiegeii. In den, tiefer gelegenen Häusern der Stadt stehen dre Keller völlig rmter Wasser. Äuch die Aar führt starkes Hochwasser. Seit hacke nachmittag steigt das Wasser nur noch langsam. Letzte Nachrichten. RadoslrUvow über die Lage. Sofia, 31. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Ageatur. I:: der gestriger: Aberidschung der Sobranje gab der Ministerpräsident Radoslawow am Schüsse der Beratung über das Budget des Ministeriums des Aeußktztt folgende Erklärung über die allgemeim Lage Bulgariens ab: Ich versichere, daß das Werk Bulgariens vollbracht ist. Denjenigen, welche behaupten, daß wir zu viel sorden:. antworte ich, daß wir keine Phantasten sind. Wir kennen die Ansprüche des bulgarischen Volkes aus dem königlichen Manifest anlässlich der Kriegserllärrmg. Sind Ihnen die Ansprüche Bulgariens bekannt? Ich halte mich nicht für verpflichtet, jedem Redner Antwort zu stehen. In einer Besprechung der .Kritik der Opposition, welche ich gegen die Ueberschreitting der Donau durch bulgarische Trilp- pen aussprach, erllärte der MinisterpräftdeM, daß dieser Ueber- gang gemäß dem Befehl des bulgarischen Oberkommandos durch- geftihrt worden sei, welches der Ansicht war, daß die rum mische Arniee jenseits der Donau geschlagen ^nd vernichtet werden müsse. Tie bulgarische Armee, ragte Radoslawow, leistete unseren Verbündeten wertvolle Unterstützung, welche diese auch voll anerkannten. Ter Ministerpräsident fügte hinzu: Wir sind mit unsere:: Verbüiibeten in allen Pimkten einig. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen bemerkte Radoslawow: Alle deutschen und österreichisch-ungarischen Offiziere, die sich in Bulgarien be ftnden, unterstehen dem bulgarischen Armeeoberkommando. Ich erkläre dies liamens der Regierung. Das Berkehrsleben im Lande besprechend, sagte Radoslawow, daß die Eisenbahnen, Post und Telegraph sowie die Bergwerke sämtlich militarisiert seien und im Dienste des gemeinsamen'Werkes ständen. In Erwiderung der Kritik verschiedener Regicrungshandlungen seitens mehrerer Redner sagte der Ministerpräsident'. Haben Sie Vertrauen zu uns. In Erwiderung einer Frage betreffend das Friedensangebot erllärte Radoslawow. daß das Angebot mit Begeisterung in den neutralen Ländern cuffgenommen tvvrden sei, nach der Schweiz ailch in den skandinavischen Ländern, und erklärte, ich bin informiert, daß auch Holland und Spanien sich anschicken, den Schritt Wilsons zu unterstützen. Wir sind bercck, fuhr der Minister- prüsideM fort, Frieden zu schließen, denn wir wolle:: den Krieg beenden. Wir werde:: Zugeständnisse machen im Namen der Menschlichkeit und zum Heile aller Nationen. Ter Ministerpräsi- beitt schloß: Ich bin im Besitz von Aktenstücken, die beweisen, daß unsere Gegner unser Recht und das, waswirver langen,anerkennen. Die Erllärungen Radoslawows wurden mit laiig anhaltendem Beifall aufgenonrmeTi. Sodann wurde das Budget des Ministeriums des Aeußern bewilligt. Dr. Kämpf an den Kaiser. Berlin, 31. Dez. (WTB. Nick.tamtlich.) Der Präsident des Reichstages Dr. Kämpf hat an den Kaiser das nachstehende Telegramm gerichtet: Eicre kaiserliche und königlichie Majestät bitte ich am heutigen! Tage die ehrfurchtsvollsten und herzlichsten Glückwünsche des Reichstages entgegennehmen zu wollen. Schicksalsschwer schlägt die Stunde, die das deutsche Volk aus dem .alten in das itjuc Jahch hinüberführt. Noch ist die Antwort iräht bekannt, die auf Eurer Majestät und Eurer Majestät Verbündeten hochherziges Friedensangebot von de:: feindliche:: Mächten zu erwarte:: ist. Mit Euer Majestät ist das deutsche Voll zu einem Frieden bereit, der unsere Zukunft sicher stellt, aber gleichzeitig mit Euer Majestät enffchloffen, alls unsere Feinde die dargebotene Hand zurückweffen, den Krieg bis zu einem siegreichen Ende zu führen. Gott scgcne Euere kaiserliche und königliche Majestät. Gott segene das Vaterland. Zur Antwortnote der Entente. London, 1. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Chronicle" chreibt: Die Antwort de:- Alliierten, die nicht nur an die Feinde, sondern an die ganze Welt gerichtet ist, weist auf die Tatsache hin, daß die Alliierten für das ideale Ziel kämpfen, Strafen zu verhängen, Wiedergutmachung und Bürgschaften zu erlangen. Da man es mit einer Macht zu tun hat, die sich weigert, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, ist es nutzlos, neue Vereinbarungen mit ihr zu treffen. Wenn die Alliierten, um Deutschland ihre Bedingungen auszn- zwingen, auch neue Opfer bringen müssen, so sollten sie sich doch dessen bewußt sein, daf> sie auf diese Wehr chrc Pflicht gegen die päteren Geschlechter erfüllen. Was das deutsche Volk anbelangt^ so wird es begreifen, daß es sich Dr die Folgen einer langen Mit-' chuld mit seinen Leitern nicht entziehen kann. Deshalb sehen :vick *. nrit Genugtuung die Note von norivendiger Sühne (sancttons Necessaires) spreche::. Damit aus internationale Verträge gegründet^ Beziehungen wieder angeknüpft werden können, muß vor allem die Achtung vor internationalen Abmachungen wiederhergestellt werden. Der bulgarische Bericht. Sofia, 31. Dez. (WTB. Nichtamtlich.^ Awtlicber Bericht des Generalstabes: Mazedonische Front: In gewissen Frontabschnitten geringes Artillerieseuer. An der Struma unwiEame Tätigkeit der feindlichen Nachhuten. Rumänische Front: In der Doknmdscha versenkten wir durch unser Artillerieseuer einen feindlichen Schlepper bei Tulcea. Ms den Hafen und Schiffe bei Sulrna wurden Bomben abgeworfen. Wir beobachteten einen guten Treffer auf ein feindliches Transportschiff. Die Offensive gegen den Brückenkopf von Macm geht weiter. Nach hartnäckigem Kampfe eroberten rvir die Höhe 169, östlich Macin. Wir brachten 200 Gefangene und vier Berg» gesck.ütze ein sowie füns Maschinengewehre. In der östlichen Wa- lachei stehen unsere Divisionen 8 Kilometer vor Braila. Rücktritt Eadornas? Berlin, 2. Jan. Wie die „Bossiscke Zeiturrg" aus London erfährt, tverde Eadorna demnächst den Oberbefehl dem Generäl Porro abtteten. RasMtin ermordet? Berlin, 2.Jan. Laut „Berliner Lokalanzeiaer" wäre der nffsische einflußreiche Wundernrönch Rasputin, der schon wiederholt totgesagt rvurde, einem Mordanschlag erlegen. Ein vornehmer Pinsker Aristokrat werde als 5>nipturlieber genamck. Einschränkung der französischen Eisenbahnen. Bern. 31. Dezember. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Tempo" ’ schreibt: Die französischen Effenbahnen schränken demnächst d:e noch bestehende Zahl von Personenzüg-en erheblich ein. Wie die Gesellschaft der Paris-Lyon Mediterance dem -„Temps" mitteilre, sind die Eisenbahnen infolge von Kohlen- und Personemnongel zu dieser Maßnahme gezwmigen. Die von Personen-ügen besabteneu Strecken waren in den beiden letzten Jahren gegenüber der Frie- denszcit bereits um 40 PvvzeM eingeschränkt. Htite Schleier Blasen Schfirzen Crftpe Flore Trauer ^TT/odchaus \ afomon . 0 - 9 w öie>$en^J' Die feinsten Nordsee- nnd Cabllnn, [57 lebendsrisch in Eis, empfiehlt GeorgWallenfels Marktvl.21 Fermvr.94.2 gegenüber d. Engelapotheke Fische lebendfrische Fische Flnßflsehe frisch vom Fang etngetrofisii b. M. Simon, Walttorftraße 43. [00008 StMOflripto*- SisillscNaft iGabelsb«r|ir" Glossen und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen Dienstag, S. Januar ivt7, abends 8 Uhr. in unserem Vereins' lokal „Zum (SambrinuS". Kirchstraße 11, einen Wmztt-LchrzW i.KabelSbergerscherSteno- gravhte für Damen und Herren.UnterrichkSgeld6M. Anmeldungen an Herrn A. Karabach. Landgrafen^ ftraße 6. oder zu Beginn des Unterrtckttz erbeten. Beginn des FortbildungS- unterrichtS Freitag, den 5. Januar, abends 9 Uhr. 26e. Der Borftaud. 6 Zimmer I odes-Anzeige. WtübC o-Z»mmer-2lZovng. (II. Stock) m.Bad u. all. Zubeh auf 1. 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Vortrag»vereinigung kaufmännischer Verein Ortrgewerde-Verein Gießen Vonnerstag, den Januar W, abends 8 1 /, lll,r pünttlich, in der neuen Aula {mt 8V * 1 Vortrag Nr. 4 Herr Prof. Dr. hartmann aus Stuttgart Die Dom», ihre oölkergefchlchtliche und weltwirtschaftliche Bedeutung u. ihre landschaftlichen Schönheiten (mit Lichtbildern) »z. Eintrittspreis 1.00 Mk., für Militär (vom Feldwebel abwärts) 20 Pfen nig. Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt. 3 Zimmer föttrMtt «eeig- part., für ^UllUUnet,zum 1. Avril zu vermieten. Bahn ho fit ratze 46. >014085 li» mit Zubehör und Garten anteil per sofort oder später zu vermieten. Näheres bei Wilhelm Flank, Miibl strafte 3. 120 2 Zimmer 2 Bim. - Wvuu. zu verm. 19J Löberitrafte 3. Bahnholstr. 42 zr. 2 leere Zim. 'besond. (Sinn.) sof. z. verm. 'Näh. Bahufccfstr. 42. II. 011,21 Kl. 2*Zin:.-Wobu. in. Gas u sonstigem Zubehör sof. billig z. verm. Lardarger Str. 28. l"" 001 651 Mansardenwohnung, 2 Zimmer, Küche und Gas, per 1. Februar zu vermieten. 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III b Tgb.-Nr. 23 256/7071. . c» a.M., den 11. Tezbr. 1916. Bctr.: Berkehr mit Tauben. Verordnung. Für den mir nntersteUten Kvrpsbezirk und — im Einvernehmen mit bem Gouverneur — auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz bestiinme ich: Tie Verordnung vom 1. Juni 1916 — III b 10 392/3008 — wird wie folgt ab ge ändert: 1. 8 1 erhält nachstehenden Zusatz: ,^Jn begründeten Ausnahmefällen lvird das ffrll-. vertretende Generalkommando auch nicht zum Verbände Deutscher Brieftoubeu-ZiebhabQ:-Vereine gehörigen Drieftaubenbesitzeru dos Weiterhalten von Brieschuben gestatten." 2. Die in 8 4 vorgesehenen Daubensperren sind auf dos in § 2 bezeichnere Grenzgebiet zu beschränken und in dieseni regelmäßig mit den SpeNHeiten für die Saaten- schonung zusammenzulegen. 3. Ter letzte Absatz des § 4 lvird gestrichen. Durch Kaiserliche Verordnung vom 23. September 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 425) find.alle gesetzlichAi Vorschriften, die das Töten U7rd Einsangen fremder Tauben gestatten, für das Reichsgebiet außer Kraft gesetzt worden. Diese Verordnung wird hiermit in Ernrnerimg gebracht. ^ Jedes Töten fremder Tauben hat zu unterbleiben. Ter ftellv. Konnnandierende Geneval: _ gez. Riedel, Generalleutnant. 356 Offerten unter J. T. V8Ä7 an Rudolf JKcßse, Berlin S. W. 19. Wer gibt flijitiiUSf sich an reellem Unternehmen, keine Heereslieferung. Schriftliche Angebote unter 00007 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Schwarze Brosche «And.» über Süd- und West-Anlage verloren. Gegen Belohn, abzug. U) Scdnlftrafte 111 . Portemonnaie mit Inhalt n. .kl- Schlüssel vom Bahnhof bis CasH Amend am 1. Jan. abds. oerl. Geg. Be lohn, abzug. I°ani!aau23tr. 16. Dir.: Hermann Steingoetfer. Mittwoch, 3. Tan. 1917, abends 8 Uhr. Volks-Dorstkllnng VolkSvretse Neuheit WottMlH'fl Bolkßstück in 5 Bildern von Leo Kästner u. Hans Lorenz. End« lOV, Uhr. >" Schlnsielwaren Verteilung. (Teigwaren, .Hülseufrüchte, Grieß, Graupen und Haferslocken.) 1. Wer Schlüsselwavert fttt den Monat Januar 1917 beziehen will, hat sich vom 5. bis 10. Januar 19 17 in einem Neinchandelsgeschäft zur Eintragung in die amtliche Bestell-Lifte anzumelden. Verspätete Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Bei Eintragung in die Bestell-Lifte sind die drei Marken für Schlüsselwaven, die die Nummer 3 tragen, dem Kleinhärrdler gegerr Aushändigung einer Bescheinigung über die Zahl der ab^lieferten Marken, auf der die Nummer der Bestell-Listr cm%u* geben ist, abzugeben. 2. Die Meinhandelsgeschäfte haben die Marken mif Bogen auszutteben und zusammen nrit der Bestell-Lifte dem Lebensmittelamt unter Angabe ber Gesamtzahl der vereiTrnahmten Marken zur Prüftm-ct ernzureuhen. Die eingereichten Marken dienen als Grimdlag« für die Zuteilung an die .Ä ein Handel sges chäfte, denen Bezugsscheine mrsgeftellt werden. 3. Die Menge an Schlüssclwaren, die aus jede Marke entfällt, sowie der Beginn der Ausgabe wird noch bekannt gegeben. 4. Tie airttlickseir Beftell-Lifton für .Kleinhandelsgeschafte können vom 3. bis 5. Januar 1917 auf dem Lebensmittelamt in Ernpfang genommen werden. Gießen, den 30. Dezember 1916. Der Oberbürgermeister. _ Keller. 36B Höhen uni) ürroeiterte Mädcheitschiilk zu Eiche«. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, iverden Doilnerstag, den 18. und Freitag, den 19. Januar, von 9 b i s 1 U h r i nt S ch u 1 hau s c, '.ftordairlage 14, entgegcngenommcn, und zwar Donnerstag für die Höhere^ Freitag für die Erweiterte Vtedchenschule. Borznlegen ' sind Geburtsurkunde, Impfschein oder Wicder- impfschein und bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, dw erst schulpftichtig werden, sinh bei der Anmeldung vorznstellen.« Schülerinnen, die früher schon in unserer schule soaren und wieder eintretert sollen, sind ebenfalls airzu melden. Anmeldungen nach der ftftgesetztrn Zeit könnet! nur berücksickttgt werden, insofern die betrefiendeu Klassen nicht schon vollzählig sind. Gießen, den 28. Dezember 1916. Grosftserzvgliche Direktion: Dr. Störiko.