Nr. 306 Zweites Blatt Erscheint täglich mtl Ausnahme des Sonntags. Beilagen: „Sletzener Zamilienblätter" und „Lrelrdlatt für den Ureis Giehen". Postscheckkonto: Frankfurt am Main Nr. N68( Sankverkehr: Sewerbebank Sletzen. l66. Jahrgang euer Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Samstag, 30. Dezember M6 Zwillingsrimddruck und Verlag: B r ü hl'jche Universitäts-Buch-u.Steindruckerei. R. Lange, Gießen. 5chriftleitnng, Seschäftsstelle und Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag: Schriftleitung: eÄ 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AuzeigerGießen. Der Zar an sein Heer und seine gloftc. Petersburg, 28. Dez. (MB. .Nichtamtlich.) Meldung ver Petersb??rger Telegraphen-Agentur. Der Oberbefehlshaber richtete am 25. Dlezember an die Armee und Marine; folgernden Tagesbefehl. Mitten im tiefen Frieden griff Deutschland, das sich seit langer Zeit darauf vorbereitet hatte, alle Böller Europas, sich zu unterwerfen, vor nunmehr über zwei Jahre?? plötzlich Rußland und seine tvenen Verbündeten Frankreich! und England alt und zwang sie, sich., mit uns zu verbinden und ant Kampfe teilzunehmen.. Die vollkommene Mißach.ttrng der Grundsätze des internationalen, Rechtes, wovon Deutschland Proben ablegte mrd die sich in der Verletzung der belgischen Neutralität sowie in der unbarmherzigen Grausamkeit der Deutschen gegen die friedliche Bevölkerung in den von ihnen besetzten Gebieten ausdrückte, vereinigte allmählich alle großen Mäck te Eeuropas gegen Deutschland und das mit ihm verbündete Oesterreich. llitter dem Drucke der deutschen Armee, die dank ihrer technischen Mittel außerordentlich stark war, rourden Rußland und Frankreichs im Laufe des ersten Kriegsjahres ge- Vvunge??. dent Gegner Teile ihres Gebietes zu überlassen. Der zeitweilige Mißerfolg schlug nicht den. Geist uitserer treuen Verbündeten proch den eungen rcieder. Meine tapferen Truppen! Gleichzeitig wurde dank der Anspmrnnng aller Kräfte des Landes der Unterschied zwischen unseren technischen Mitteln und deiren Deutschlands allnrählich airsgeglicheu. Indessen Konnte der Gegner schon lange vor dieser Zeit, bereits inr herbste 1915, sich keines Stückchens russischer Erde mehr bemächtigen, während er im Frühling und Sommer 1916 eine Reihe furchtbarer.Niederlagen erlitt und an unserer ganzen Front v-on der Offensive zur Defensive überging. Augenscheinlich erschöpfen sich seine Kräfte, während die Macht Rußlands und seiner tapferen Verbündeten unfehlbar^andauernd »nächst. Deutschland fühlt, daß die Stunde seiner endgültigen Niederlage, die Stund« der Vergeltung für alle Rechts bräche und der von ihm begangenen Grau- sanrkeiten nahe ist. Deshalb schlägt Deutschland ebenso, wie es zur Zeit seiner Ueberlegenheit an Kampfkräften über die Kräfte feiner Nachbar?: ihnen plötzlich den Krieg erklärte, jetzt, da cs sein Schwäckorrverdc?? enrpsind-et, den alliierten Mächten, die sich gegen Deutschland Gefolgscl-ast leisten, indem sie ein« unlösbare Gruppe bilden, plötzlich vor, Friedens Vorbesprechungen zu beginnen, bevor der -Grad seiner Schwäche vollkommen an den Tag Ü?wmt, vor den: endgültigen Verlust seiner Widerstandskraft. Gleichzeitig versucht es, um eine lügenhafte Vorstellung über die Stärke seiner Armee zu schaffen, seinen zeitweiligen Erfolg in Rumänien zu benutzen, das noch keine Zeit hatte, sich Erfahrung über die gegenwärtige Mt der .Kriegführung zu erwerben. Aber wem: Deutschland die Möglichkeit hatte, Rußland und Frankreich den Krieg zu erkläre?., und sie zu seiner Zeit angriff, die für sie dre ungünstigste war, haben die Alliierten, unter denen jetzt das mächtige England und das edle Italien, nachdem sie sich im Laufe des Krieges verstärkt hatten, gegenwärtig ihrerseits die Möglichkeit, Friedensverhandlungen zu begrünen in dem Augenblick, den fte als günstig für sich betraclften. Der Augenblick ist noch nicht gekommen. Der Gegner ist noch nicht aus den Gebieten vertrieben, deren er sich bemächtigt'.Die Eichü.lung der durch den Krieg gesckMsftnen "Aufgabe Rußlands, der Besitz Konstantinvpels und der Meerengen, die Schaffung eines in allen drei gegenwärtig getrennten Teilen freien Polens ist noch nicht gewährleistet. Gegenwärtig Frieden schließen würde gleichbedeutend sein mit der Mchtnusnutzung der Früchte der unsagbaren helderrhaften Anstrengung der russischen Armee und Flotte. Diese Anstrengungen und noch mehr die geheiligte Erinnerung an die tapferen auf Herr Slacht- feldern gefallenen Söhne Rußlands lassennichtei um a l d e n Gedanken an Frieden zu" bis zum endgültigen SiegeüberdenFckind,derdie Kühnheit hatte, zu vermuten, daß, wenn es von ihm abhing, den Krieg zu beginnen, es gleicherweise von ihn: abhänge, ihn zu beendigen, w!enn er es ivünscht. Ich zweifle nicht, daß jeder treue Sohn des heiligen Rußlands, sowohl derjenige, der mit den Waffen in die Reihen meiner tapferen Truppen eintrat, wie derjenige, der im Innern des Landes arbeitet, um seine Militärmacht %u verstärken, oder friedliche Arbeit verrichtet, von dem Bewußtsein durchdrungen ist, daß der Friede dem Gegner erst dann aufgezwungen werden kann, wenn er aus unseren Gebieten vertrieben, endgültig zerschmettert ist und uns/ und unseren treuen Verbündete?: feste B ü r g s ch a f t e°n für di« Unmöglichkeit einer Wiederholung des treulosen Angriffes und feste Sicherheit geben wird, daß er durch die .Kraft der Umstände selbst -gezwungen ist, die Verpflichtungen zu beobackten, die er gemäß dem 'Friedensvertrag wird auf sich nehmen, müssen. Seien wir also unbeugsam in der festen Zuversicht auf den Sieg! Der Mlmächtige wird unsere Fahnen segnen intb sie von neuem mit unvergleich- licheni Ruhme bedecken. Er wird uns den Freden gewähren, welcher den Heldentaten meiner ruhmreichen Truppen würdig ist, den Frieden, für den die zukünftigen Geschlechter euer Gedächtnis segnen werden, das für sie heilig sein wird. Au» Stadt «nd Land. Gießen, 30. Dezember 1916. ** Der Jahreswechsel im Sprichwort. Zu Silvester ein gutes Gewissen ist besser als Punsch und gute Bissen. —> Silvester Nachtwind und Movgensonn' wirft jede Hoffnung auf Wein und Korn in den Born. — Silvester Wind, früh Sonn er? schein, bringt keinen guten Wein. — Wie's Wetter zu Silvester war, ist's wiederum im Februar. — Silvester kalt mit Schnee gibt Koru auf jeder Höh. — Bit Silvester Schnee oder Regen, streut auf die Felder reichen Segen. — Geht zu Silvester nacht der Wind, im' neuen Jahr viel Nüss' an den Bäumen sind. Zu Neujahr kann's nichts Klügeres geben, als man fängt an, gescheiter als im alten zu leben. — Scheint Neujahrs tag die Scmin klar, so lacht darob der Fischer Schar. —i Ist zu Neujahr auf den Flüssen Eis, wird der Sommer trocken und heiß. ** Landwirtschaftlicher Lehrgang für Krieas- beschädigte. Der Landesausschuß für die .Kriegsbeschädigtenfürsorge ?m Großh. Hessen hat im Oktober l. Js. in der Gcoßh. Real- !und Landwirtschaftsschule in GrosMmstadt ei??en landwirtschaftlichen Lehrgang für Kriegsbeschädigte eingerichtet, der von 11 Teilnehmern besucht wird. Der Lehrgang hat den Zweck, Kriegsbeschädigten, die aus der Landwirtschaft oder verwandten Berufen stammen, und die infolge Verwundung oder Erkrankung Einbuße an ihrer Arbeitsfähigkeit erlitten haben, in abgeschlossener Form landwirtschaftliche Kenntnisse zu vermitteln, die sie in den Stand setzen, durch intensivere Betriebsweise und rationellere Bewirtschaftung einen Ausgleich in ihrer Erwerbsbeschräukungl herbeizuführen. Eine rötere Absicht, die mit dem Lehrgang verfolgt wird, ist die, durch den Unterricht in den Kriegsbeschädigten, die oft mit großer Besorgnis in die Zukunft sehen, neue Zuver^ sicht und Freudigkeit für ihren Berus zu erwecken und sie zu befähigen, später auch auf ihre Berufsgenossen anregend und fördernd einzuwirken. Der Unterricht, der durchaus volkstümlich gehalten ist und lediglich Volksschulbildnng voraussetzt, erstreckt sich auf Deutsch, Rechnen, Geometrie, Physik, Chemie, landwirtschaftliche Betriebslehre, Bodenkunde, Buchführung und ähn- lrches. Der Unterricht wird erteilt von Lehrkräften der Realschule Groß-Umstadt, sowie von Herren des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Gießen. Die Erfahrungen, die mit dem Lehrgang gemacht wurden, sind durchaus befriedigend, so daß bei genügender .Beteiligung im April kommenden Jahres ein! neuer Lehrgang von etwa halbjähriger Dauer eröffnet lver- den soll. KrieaÄieschLdigte Landwirte aus dem ganzen Grvßher- zogtum, insbesondere solche, die berefts aus dem Heeresverband entlassen sind, können sich schon jetzt bei der Geschäftsstelle des Landesausschusses für Kriegsbeschädigtenfürsorge in Darmstadt, Wilhelünnenstraße 34, zur Teilnahme anmelden und können von dort auch Näheres über die Kostenfrage ?rnd Unterkunftsverhältnisie in Groß-Umstadt ermahnen. Bemerkt wird, daß der Landesausschuß in entsprechenden Fällen Kostenzuschüsse leistet. Es ,väre nur zu wünschen, daß unsere kriegsbeschädigten Landwirte von der gebotenen Gäegenheit zur Vermehrung ihrer Kenntnisse und zur Förderung ihrer wirtschaftlichen Zukunft reichlich Gebrauch machen. * Rotes Kreuz. Tie Wei hnachts spenden des Hessischen Roten Kreuzes sind zirm Teil bereits bei unseren Truppen r?n Felde angekommcn. Für Liebes gaben-Einheftskisten, die aus Alzey, Gießen und Heppenheim abgesandt wordeil sind, liefen Empfangsbestätigungen bcä der Materialien-Abteikung ein. Alle Quittungen^ werden urschriftlich an die Zweigvereine ioefterg «reicht werden. Für manche K r i e g s b e s ch ä d i g t e, uxstche dauernd aus dem Militärdienst scheiden, ist die Beschaffung von Zivil- kleidern erforderlich. Nach! dem Friedensschluß wird weiterhin eine Anzahl gesund zurückkehrender Soldaten solche Kleider nötig haben. Tie Beschaffung neuer Kleider loird sich in vielen Fällen tragen der an geordneten Sperre n?rd der Hohe der Kosten nicht ermöglichen lassen. In manchen Orten werden aber aus der sogenannten Reichswollwoche bessere Männerkteider vorhanden sein. Auch lassen sich wohl durch geeignete Werbung brauchbare Stücke als Geschenk beschaffen. Diese Kleider müssen sämtlich gereinigt und, wo nötig ausgebessert werden. Je früher mit einer solchen! Arbeit begonnen wird, um so eher sind die Zweig vereine imstande, den schon jetzt und in verstärktem Maße 'nach dem Friedensschluss an sre herantretende?? Anforderungen gerecht zu werden. Das Rote Kreuz bittet alle Zweigrareine, dieser Angelegen heck ihre Aufmerksamkeit fteundlichst zuznwenden. In Ortenberg, Kreis Büdingen. herrscht eine besonders rege Tätigkeck für das Rote Kreuz. Es arbeiten boxt die Zweigvereme vom Roten Kreuz und des Alice-Frauenvereins vereint mät dem evangelisch-kirchlichen Frauen- verein. Seit Kriegsbegftrn wurden über 17 000 Mark bar imi> für etwa 3000 Ddark an Naturalien aufgebracht. In jüngster Zeit ging außerdem bei der Materialien-Abteikung ein ganzer Eisenbahnwagen, gefüllt mit Liebesgaben für die Lazarette, bestehend ans eingemachtem Obst, Gemüse usw., ein. Man sieht, was auch kleinere Orte durch Opferwilligkeit fertig bringen könne??. ** Das Abzeichen der Hi l fs d ie n ftp f lich Ligen. Alle bei ntilitärischen Behörden und militärischen Einrichtungen beschäftigten Hilfsdienstpflichtigen unb weiblichen Personen erhalten in Preußen als Abzeichen eine schwarzweiße Arrubinde mit dem Dienststempel des Stellvertretenden Generalkommandos und mit der Ausichrift „Vaterländischer Hilfsdienst", sowie einen schriftlichen Ausweis der militärischen Dienststelle, die sie angestellt hat. ** Das neue Ein-Pfennigstück aus Aluminium wird in einige?? Wochen in Umlauf konrmen. Es wird etwas! kleiner sein als das Kupferstück. Während dieses einen Durch» Messer von 17,5 Millimeter hat, wird daS neue Stück mir 16 Millft m eter fassen. Tie Alu min nimmünze itrtcb dicker als das Kupferstück 'sein; sie soll sich schon durch den Griff von anderen Münzen, namentlicl von den Fünfpfennigstücken unterscheiden. Aus 1 Kilogramm Aluminium werden 1250 Einpfennigstücke geprägt werden. Das Stück wird 0,8 Gramm wiegen. ** Bestandserhebung von Nähfäden. Mit dem 30. Dezember 1916 tritt eine Bckanntmach-ung betreffe??d Bestands- erhebung von Nähfädcu (Nr. W. M. 500/12. 16. K. R. A.) in Kraft. Durch! diese Bekanntmachung wird eine Meldepflicht für sämtliche am 1. Januar 1917 vorhandenen baumwollenen Nahfäden, Näh- zlvirne, Nähgarne, Heftgarne, Reihgarne. Biuhbrnderfäden, Kon- fettionsgaime, Trrkotagennähzwirne und sonstige Jndustriegarne in ha??delsfertt.gen Aufmachungen für de?? Klei??verkauf, sowie für sämtliche Flachs-, Hanf- urrd Ra??rie-Nähfäden in jeder Aufmachung für Groß- und Kleinverkauf a?rgeordnet. Die Meldungen haben bis zum 10. Jlanuar 1917 an das Webstoffmeldeamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich! Preußischen Kräegs- ministeriums, Berlin 81V 48, Verlängerte Hedemannstraße 10 zu erfolgen. Tie gleiche Meldurig ist für den am ersten Tage eines jeden Vierteljahres vorhandenen Bestand bis zum zehnten Tage eines jeden Vierteljahres ,zu wiederholen. Von der Meldepflich-t ausge??om??ren sind bestimmte Mindestmengen. So sind nicht melde- pflichlig bei baumwollenen Nähfäden, toenn sie nach der Länge aufgemacht si??d, dieje??igen Vorräte einer Lagerstelle, welche in einer Qualität, Zwirnung, Farbe und A?ifmachung bei Langen bis zu 200 Meter weniger als 5 Groß, bei Längen über 200 Meter weniger als 1 Groß betragen: u??d wenn sie nach, de?n Gewicht ausgemacht sind, diejenigen Vorräte ei??er Lagerstelle, welche i?i derselben Zwirnung und Farbe, jedoch ohne Rücksicht auf Q?talftät u??d Ausmachung, weniger als 10 Kilogramm betragen. Bei Flachs-, Hanf- mrd Ramie-Nahfäden sind nicht meldepflichtig, wenn sie nach der Länge aufgenrocht sind, diejenigen Vorräte einer Lagerstelle, ^ welche in einer Sorte weniger Äs 50 000 Meter, ?nu> wenn sie nach! dem Gewicht ausgemacht sind, diejenigen Vorräte einer Lagerstelle, welche in einer Sorte weniger Äs 10 Kilogramm betragen. Tie Bekannt???achu??g errthält außer der A?rord??ung zur Lagerbuch,führung ??vch eine ganz« Reihe von Einzelbesümmungen und ist mft Beispielen für die Art der MeldepfliM ver^hew Ihr Wortlaut ist im Giehener Anzeiger «Musehen. ** Stenographie. Da die Ku?^schrift in den meisten kaufmännischen BNreaubetrieben ein unentbehrliches Hilfs?nittel zur Verkürzung der Schreibarbeit geworden ist, kann .es ran dringend empfohlen werden, sie zn erlernen. Gelegen heck zur gnmiw licken Erlernung des Systems Gabelsberger bietet die Stenograph en - Ge sel l sch! a ft „Gabels berg et u. Damen-« a b t e i l u n g e. B. dirrck- Wiedereröfftru??g eines ne??e?? Llnfänger- lehrgangs am 2. Januar in ihrem Vereinslokal K i r ch st r a ß e 11 Siehe A??zeige in heutiger Numnrer. Kreis Büdingen. M idd a-, 27. Dez. Gestern und heute veranstaltete der hiesige Kaninchenzüchtervercin hier im Gambrinussaal« die Proviüzialverbands-Kaninchenausstellung oberhessischer Ka??in- chenzückfter, die recht gut mit meistens erstklassigen Tieren im Alter bis zu l 1 /’ Fuhren beschickt war und über 200 Nnnrn?ern umfaßte. Daher hatte der Preisrichter, A. Or t l ep p aus Offenbach a. M., kei??en leichten Sta??d. Im ganzen wurden 108 Preise u??d 61 lobende Llnerkennnngen zuerkannt. Tie Ehrenpreise erhielten für belgische Riesen: Hauptlehrer Ch. Roth- Lich und Heinrich W e - ber--Gießen; für weiße Riesen: Wilhelm R epp-Nidda; für französische Widderkaninchen: Willuckm Schultheis -Lollar; für Hasenkcminchen; Ch. D ü b e ck e - Fronhausen und Wilh. Schuß- In und um Macin. Maci?? ist der alte türkische Hauptort des nordwestliche,? Zipfels der Dobrudscha, den das russisch-rnmänische Heer noch verteidigt. Er liegt ?mmittelbar^ an dem recht«? Arm, dem Altwasser der Dorniu, ?w dieser sich aus südnördlicher Richtung im rechten Winkel nach Westen wendet, um im Bogen auf den Hauptarm zu- xuströme??, den er junmittelbar unterhalb von Braila erreicht. Die letzten Ausläufer des Hügella??des der Norddobrudscha schieben sich hier von Südost Mach Novdwesten vor, kreuzen die Straße, die von Macin. im großen Bogen nach Jsaccea führt, und schneiden Macin im Norden von dem gewaltigen Smnpfgebiete ab, das Awffcheu dem n??rgekehrten lateinischen IV liegt, das hier von der Donau gebildet wird. Fährt man von Braila das Altwasser der Donau stromauf — Braila hat eine regel???Äßige Schiffsverbindamg mit Macin, — so hat man zunächst links wie rechts ungeheuer ausgedehnte Su???pfflächen, in denen größere lagimenartige Becken liegen, die durch kleine, in dem s?m?pfigcn Gelände sich ansammel??de Bachläufe gespeist werden, bald erblickt man vor sich das Städtchen Macin, das schön an einer Halde liegt, und einen durchaus vrie??tw- lischen Eindruck macht: es hat zwar eine ru??tänisch-oitthodoxe Kirche mit ei??eM Kuppeldache, allein die beide?? schla??ken, hochanftagenden weißen Viinarets beherrschen das Stadtbild. Hinter Macin gewahrt man die blauen Hügel der Dobrudscha, deren Sand- ?md Kalksteinfelsen sich bis dicht an die Donau yeranschiebem An der Stelle deS heutigen Macin lag im Altertume eine Römerfeste, das alte Ar?mb?u m, das auf seiner Höhe die Donau und die ganze Balte -lamingozungen besonderer Wertschätzung. Dabei spielt? aber lckcht nur der Geschmack, sondern die durch ihre verhältnismäßige Seltenheft hervorgerufene Kostbarkeit der enrzelnen Lecker- bissen eine führende Rolle. Den Ruhm des größten Fern schrrveckers der alten .Welt erlmrgte Apicius, der zur Regiermngszeit des Tiberius ein denkwürdiges Kochbrrch verfaßte. Apicius fördert« auch die sog. Saucen mode, wobei es darauf ankam, durch verschiedene Saucen des? Geschmack der Gericht« so zu verändern, daß kein Mensch die «Art der betveffendeu Fleischsorte zu erkenne?, vermochte. Zum Schmuck der Tafel gehörten mir allem die Tafti-' tücher, die hauftg auch dazu benutzt wurden, besondere Leckerbissen einzupacken mrd mit nach Hause zu nehrnen. Daß auch vornehme Leute sich angesichts der Leckerbissen zu solchem Benclstnen Hinreißen ließen, geht aus den von Mjartial an den reickp-n Cäcüiauns gerichteten Morten hervor: ,,Du fegst alle Gerichte rechts und' links weg. Alles das wickelst du noch naß ft? deftre Mappa und gibst es deinem Sllaven, es heftnizutrogen; und wft liegen rrrüUg am Trsch und bekommen nichts. Schckne dich, Cäcilian. gib d .Karl Völzing - Nidda; für Holländer: Karl Erk- Nidda; für Black arck) tan: L. Moor- Lollar (2 Preise); für öernteftn: Ch. D übe cke - Fron Hausen: für ftmrzösische Riesensilber: Heinrich Ka rb er-Lollar. In der Jungtierklasse er Igelten Ehern preise: Wilhelm' Metzger- Gambach (2 Preise), Martin S cf); m all- Gießen, Heinrich Köhler- Reichelsheim, Wilh. K l a u s - Niddä und Karl Esp i ch-Lollar. 1. Preise erhielten: für belgische Riesen : Wilh. Metzger- Ganrbach ; für weiße Riesen: August Iensch -- Nidda: für Hasenkaninchen: Seminarlehrer L o r e n tz - Lich und Karl Kell er-Nidda: für Silbergrau: Otto Lynker-LoUap und Wilh. Klaus- Nidda; für Holländer: Wilh. Kräh- 97idba; für Black .(mb tan: Lotte Engter-Bad Salzhaufen; für Hermelin: Wilhelm Klaus- Nidda. In der Jungticrklasfe: Georg P a n l y - Bad-Nauheim, Daniel Bindemald-Bad-Nauheim, Friü>rich T u r ck - Büdingen, Hch Braun- Nidda, Frdr. Reu- n ing-Nidda: letzterer erhielt auch in der SchlachtzuchttterKasse den 1. Preis. Tie Gelegenheit, ausgewahtte Tiere zu kaufen, wurde von den zahlreichen Besuchern der AussEu-ng benutzt. Tie Preise bewegten sich zwischen 25 bis 50 Mk. für Alttiere. Jungtiere kosteten 12 bis 20 Mk. Tie Ausstellung gab den besten Beweis sch den ganz mrßerordentlicheu Aufschwung, den die Kaninchenzucht ch den letzten Jahren in Oberhessen genommen hat. \ verbandstag der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften. D a r m st a d t, 28. Dezember/ Die hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften traten heute dormittag im Kaisersaal izru ihrem 52. Berbandstag zusammen. Die Versammlung war aus allen Teilen des Grostherzogtuchs sehr stark besucht. Der Berbandspräsident, Oekonomi-erat Walter- Langenfeld er öffnete die Sitzung mit freundlichen Begi'üstungs Worten an die Mitglieder 'autb die behördlichen Vertreter, für die land- voittschaftliche Adteikmlg des Ministeriums des Innern Herr Oberregierungsrat Wagner, für den Kreisverband Regierungsrat Dr. Hermes. Die Anwesenheitsliste wies 137 Vertreter ans. Ter Bor fitzende wies weiter daraus hin, daß die heutige Versammlung nach zweijähriger Pause stattftnde. Im Dezember 1914 hat man gehofft, daß das große Bölkerringen bald zu Ende gehen werde, aber auch heute sei das Ende noch, nicht abzusehenl Für die landw. Genossenschaften sei es die erste Pflicht, alle Kräfte weiter anInspannen icnö alles zu tun, was möglich sei, um diel riesig angewachsenen AnsorLsrungen der deutschen VvLLcrnäHcung tzu bewältigen. Er sei aber fest überzeugt, daß die landw. Genossenschaften auch die hennatliche Boltsernähllimq sicherstellen werden: sie hätten auch seither gleich den tapferen Kämpfern brausten aus .dem Schlachtfeld, ihre volle Schuldigkeit getan. Wie der Bor- isitzende weiter mitteilte, stechen von den Verbandsbsamten feit 'Kriegsbegiml 29 im Felde, von denen bereits 6 den Heldentod erlitten. Dis BerfamMiümg erhob sich zn Ehren der tapferen Helden von den Mätzen. Auch der aufopfernden Tätiglert der ^übrigen Beamten, die trotz der jetzigen ungeheuren Arbeitslast sichre volle Schuldigkeit .tun, sprach der Präsidwt Dank aus. lieber den Jahresbericht für 1914 und 1915 berichtete ^darnach Verbandsdirektor Berg. Der Jahresbericht für 1915 , wurde der Versammlung gedruckt vorgelegt. Beide Jahre, waren, ssv bemerkte der «Redner, schwere .Kriegsjahre, die das gesamte -wirtschaftliche Leben hart in Mitleidenschaft zogen. Wie bei den anderen Mächten, und besonders bei den Feinden, so herrscht auch bei uns starke Teuerung. Es gilt daher für das deutscl)e Volk, lest und unerschütterlich in treuester Pflichterfüllung bis zum glücklichen Kriegsabschluß auszuharren. Um alle Kräfte in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, wurde eine gewaltige Organisa- i'tisn geschaffen, lvvbei es natürlich auch nicht ohne Mistgriffe ab°- .ging. Mer so lange der deutsche Bauer noch seinen Arm hebt und Gottes Segen aus seiner Arbeit ruht und die Ernte gedeihen lüfjfc, wird das deutsche Volk vor jeder Not und vor der schändlichen Anschungeamg durch unsere Feinde geschützt sein. (Lebh. Beifall.; Der Bestand der Genossenschaften hat sich 1915 gege^r das Vorjahr um 5 Genossenschaften vermehrt; der Verband umfaßt jetzt 696 Genossen schäften mtt 61 699 Mitgliedern, darunter 356 Spar- und Darlehenskassen, 157 BeMgsgenoffenschoften, 27^ WinzergeTiossenschaften , 27 Mol kereigenossenschaften . 13 Dreschgenossenschaften usw. Die innere Organy'ation der verschiedenen Genossenschaften bewegte sich trotz des Weltkrieges in stets aus- steigender Linie. Die Spar - und Darlehensgenossen- s ch a s t e n haben den an sie gestellten Ansordernngen durchaus entsprochen; sie haben für die beiden Kriegsanleihen von 1915 eine Gesamtzeichnung von 49,5 Millionen Mark möglich ge^ macht. Für die Winzergenosseinschaften hat das Jahr 1915 einen guten Klang. Sie ernteten insgesamt 1950 Stück gegen 582 Stück im Jahre 1914 und 935 Stuck 1913. Der Jahresumsatz der Spar- und Darlehensgenosseitschaften stellte sich aus 201 636 000 Mark, der Reservefonds beträgt - 1 834 000 Mark. Die Tätigkeit ba* landw. Bezugs- und Absatzgenossenschaften wurde durch Kriegsbeschlagnahmen Usw. außerordentlich beeinflußt. Durch den Verband wurden 296 gesetzliche und 48 jährliche Revisionen der 346 Genossenschaften aus ge führt. Bei 252 Genossenschaften wurde durch das RechNungs-Revisiottsämt die postenweise Prüfung der Bücher und Belege ausgesührr. Die Jahreseinnahmen des Verbandes für 1915 betrugen 168 809 Mark, die Jahresausgaben 154 311 Mark, so daß ein Rechnungsüberschuß von 14 498 Mark verbleibt. In, der Bermögensbilanz beträgt die Summe der Mtiva 306,150 Mk., die der Passiva 291,652 Mk. Nach dem Bericht der Rechnungs- prüsungskommission wurde der Verbandsleitung einstimmig Entlassung etteilt. Bei Besprechimg des Jahresberichts beteiligten sich die Herren Zentralkassevirektor Mager, Osenloch - Finthen, Lehrer Berg-Heppenheim Und Geh. Reg.-Rat Dr. Hermes. Den Schluß der Versammlung bildete ein sehr instruktiver Vortrag des Herrn Direktor Mager über den „Bargeldlosen! 3 ahtungsverkehr"._ _ Un.vcrsitätS'NaLÄrilchten. ][ Marburg, 29. Dez. Dem soeben erschienenen NamenA- Verzeichnis der Philipps-Universität für das Winterhalbjahr 1916/17 ist folgendes zu entnehmen; Im Sommersemester 1916 waren immatrikuliert 1792 Männer und 335 Frauen. Es verblieben hiervon 1618 Miännqr und 235 Frauen, davon gelten als kriegsbeurlaubt 1477 Männer und 7 Frauen. Neu hinzugekommen sind diesmal 159 Männer und 81 Frauen, so daß die Gesamtzahl der immatrikulierten Studierenden 1777 Männer und 316 Frauen bettägt. Es studieren Theologen 218 Männer und 2 Frauen, Jura 305 Männer und 1 Frau, Medizin 471 Männer und 50 Frauen, Philosophie 783 Männer und 263 Frauen. Außerdem sind 88 Personen als Hörer zugelassen. Die Gesamtzahl stellt sich demnach am 2121. Der Heimat nach stammen 535 Männer und 58 Frauen aus Hessen-Nassau und aus dem Großherzogtum Hessen 46 Männer und 3 Frauen. RiVchLLche Nachrichten« Lvangeüfche Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, d e n 31. D e z., S i l v e st e r. 3n der Ztadttirche Vorm. 9'/, Uhr: Pfarrer Ho ff mann. (Abschiedspredigt.) Abds. 6 Uhr'. Pfarrer Schwabe. — Montag, 1. Januar, Neujahr. Vorm. 9)4 Uhr: Pfarrer Mahr. Abds. 5 Uhr: Pfarrer S ch w a b e. Abds. 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde. Abds. 8 Uhr: Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäns- gemeinde. In der)ohannLLkirche. Sonntag, 31. Dez., Silvester. Vorm. 9*4 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. Abds. 8 Uhr: Pfarrer A u s f e l d. — Montag, 1. Ja n., Neujahr. Vorm. 9'/, Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Abds. 5 Uhr: Pfarrer A u s s e l d. Abds. V 2 8 Uhr : Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde. — Mittwoch, den 3. Jan., abends 8 Uhr: Knegsbetstunde. Pfarrer Ausfeld. Sonntag, den 31. Dez„ vorm. 10 Uhr: Kirchberg. Abds. 8 Uhr: Lollar. — N e u j a h r s f e st, 1. Jan., vorm. 10 Uhr : Kirchberg. (Kollekte.) Nachm. 1//, Uhr: Mainzlar» (Kollekte.) Dekan G u ß m a n n. katholische Gemeinde. Gottesdien st. Samstag, den 30. Dezember: Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, 3l. Dez.. Sonntag nach Weihnachten. Vorm. 6V, Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr: Hl. Blesse. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochantt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachm. 57 2 Uhr : Predigt, darauf Silvesterandacht mit Segen und Te I)enm. Nachm. 5 Uhr und abds. 8 Uhr: Gelegenheit' auv hl. Beichte. — Montag, 1. I a n.: Fest der Beschneidung des Herrn. Vorm. 60,Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr: Hl Blesse. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der heil. Kommmuon. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. II Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. 5*/, Uhr: Andacht mit Segen. — Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht. Diaspora -Gottesdien st. Am 31. Dez.: In Laubach 7V 2 Uhr, in Lich 9 l /' t Uhr. — Am 1. Jan.: In Gründerg 9*/,. llhr, in Hungen 9V 2 Uhr. 3n der Kaujahrsnacht auf Vfarposten. Denkt an unsbendet Gdfanftfetfai gtgareiten. Willkommenste Liebesgabe! PrpisMr 3« 4 5 6 Ö IO 4 5 6 Ö 10 12 Pf.cLSfÜck pin.schließlich Krieqsaufschla q nsiiäwfettssfflBM! 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Um unnötigen Andrang des Publikums an den Schaltern mserer Kasse zu vermeiden, machen wir die verehrlichen Einleger wiederholt darauf aufmerksam, daß das Beischreiben der Jahreszinsen in den Sparbüchern für ein abgelaufenes Rechnungs- (Kalender-)Iahr ohne jeglichen Iinsverluft auch noch später erfolgen kann, also nicht in den verkehrsreichsten Wintermonaten geschek-'n muß^ Nicht erhobene Jahreszinsen werden auch ohne Zutun der Sparer am Iahresschluh stets dem betreffenden Kapitalbestand zugeschrieben. Gießen, den 29. Dezember 1916. Bezirkssparkasse Gießen. Iacheis. Ahemeiiik RenleNHalt p AnlliMt Lebens-u.Rentenverficherilrrgryerein auf Gegenseitigkeit. Die mit Ablauf des 3L Dezember I. I. fällig werdenden Nenten können von da an gegen Uebergabe der mit Lebensbestärigung des Mitglieds und mit Quittung versehenen Rentenscheine iEoupons» ohne jeglichen Abzug bei dem Unterzeichneten Vertreter der Anstalt erhoben werden. Soweit ein Tividendenanfpruch besteht, entfallen auf ie e«ne volle Mark Rente 3 Pfennig Dividende. Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegengenommen. 923588 In Giekren: hei der unter^eiebneten Zahlstelle Bank» rHandelu.Ttlidirstrie/RiederlassungWiekrev, Job tt 7'»raste l als Inkasso- und AnSzahlungsfrelle. !M A Landlsule! Einiae 100 Steffel in Gust und Stahlblech jede Größe und Allsführung emailliert und inorydiert, führe nur erstklassige Ware und gebe von heute ab auf Listenpreis 10 Prorcnt Rabatt. Gleichzeitig empfehle ich mein .. großes Lager in 8498 Ofen, Herden u. Kesselrümpfen W. Nrbclk Ml Diezstraste 6. Telephon 283 8edv«mm»tslnkadrlk,älteste aus;. Synd.,lief.btll.Ia. Steine. _ * Phil. Gies, Neuwi ed. Bekanntmachung. ~ In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma: Groß L Co., Gießen. Inhaber: Fri drich Groß, Sattlermeister in Gießen und Friedrm) Groß Ehefrau, Drarie geb. Spieß daselbst. 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Schlosser- melster Stohr, 11. Lehrer Wörner, 12. Gemeindehelfer Engels und Frau, 13. Weinhändler August Schwan und Krau, 1.4. Fabrikant Eicheuauer, 15. Psarer Schwabe, ll». Adolf Möh! und r-familie, 17. Strastenwart K. Weller, 18. Julius Schulhof, 19. Karl Lynker und Frau, 20. Friedr. Leonhard Bender sen., 21. Pfarrer i. R. Ehr. Scrtba, L Rentamtmann Weirner und Frau, 23. SchloffermeMer Schmidt und Frau, Neuenweg, 24. Stadtbautechniker Altvater, 25. Frau Dr. Roesler, 26. Louis Benner und Ed. Krumm, 27. Stadtverordneter Winn und Frau, 28. Pfarrer Ausfeld, 29. Apoihekenbesitzer H. Dornberger u. Frau, 30. Architekt H. Meyer u. Frau, 31. Fr. Bauniann u- Frau, 32. Karl Zülch und Frau, 33. Frau D. Nassauer, 34. Kanzleirat Jäger und Jrau. 35. Berlagsbuchhändler O. Roth u. Frau, Frau I. Beeck u. Tochter, 37. Bau> Unternehmer Georg Becker und Frau. Gießen, den 30. Dezember 1916. 9261D Für den Anstaltsvorstand: Schrvabe, Pfarrer. Verkehr mit Butter. Nach Mitteilung des Kouununalverbandes für Milch- und Lvelsefettvc-rsorgung Großherzogtum Hessen in Darm- itadt unterliegt der Preis der von dieser der Stadl gelieferten Butter größeren Schwankungen, sodast sich dieselbe nicht mehr an einen bestimmten Preis binden rann Es wird deshalb der jeweils geltende Kleinverkaufs' prels in den städli chen Verkaufsstellen Molkerei Gebe Griebi angeschlagen werden. 92576 Gießen, den 29. Dezember 1916. Ter Oberbürgermeister. Keller. II Bekanntmachung. I. Aus die Zuckermarken Nr. 4 und 5 können vom 1. bis a«* Fauuar 1017 je Zucker bezogen werden. Mtt Llblaus des 31. Jan, ar 1917 verlieren diese Marken ihre Gültigkeit. Die Hessischen LandesbezugSscbeine für den Bezug von Zucker fiir den Monat Januar 1917 sind eingetrosfen. Diese Scheine müssen bis spätettenö 10. Januar 1917 durch einen zugelassenen Großhändler bei der Einkaufs, gesellschasr für das Grokherzoglum Hessen in Mainz zum Umtausch in 3reichszuckersche,ne vorgelegt feilt; später eingehende Scheine werden als ungültia zn> rückgewiesen. Ersatz für solche Scheine ist ausgeschlossen. ist daher tunlichste Beschleuniguna bei der Einlösung der Landes-Zucker - Bezugsscheine ac- botcn. 9282k Ter Oberbürgermeister. Keller. Sanatorium Lindenfeis i zw. Danustadt-Hoideüiorg 408m.h. in ideal. Waldg.gel iür Nervöse, ciiron. Kranke undEFlioluntjsiiHilürllig.i Mftß. Preise —Prospekt kostenlos. S. B. Qr. Sebaltt. D rucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Üniversitäts-Drockerei. Scbulstr.7 Vermietungen Jur Vermeidung von Verwechselungen MÄbbcfteUunfl von Dermtetungs» l^riatn ob *r bql. wird dringend um ÄU9«oe btrHnreigcnTiutmnet gebet. Verlag des Gietz.Anzeigers Aliceftrahe 11 grofte schöne IVoimUIIL au vermieten. Näheres daselbst 19167 Stock. 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Dauer 15 Abende. Lehrgeld einschl. Lehrmittel Mk. 7.50. Auskünfte erteilt der Borsttzcnde K. Reitz, Nord-Anlage 19. [9136 D Der Borstand des Stenogr.-Bereins Stolze-Schrev Gietzen. Lsi* Donnerstag, d. 4. Januar 1917, abends 8 1 /, Uhr im oberen Saale des „Post» keller". Anfänger-Lehrgang inGabelsbergerscher Stenographie ! ftirDamen nnd Herren. Fnterrlchtstfeld Hk. 6. Anmeldrmgen a. Herrn Nick« Haienkrug^iaiser-AlleeÄÄ oder zu Beginn des Kursus. Gabelsb. Stenoar.-Berei» p. 1861 u. Damen-Bereiu Gabelsb rrgcr. 9057c Stuiflgnp})?» EosBllschaft ^Sab«lsherger # Giessen und Damenabtoilung E. V. Wir eröffnen DienStag, 2. Januar 1917, abends 8 Uhr. in unserem Vereins- lokal „Zum Gambrinus^, Kirchstraffe 11, einen AOllger-LehiWilg i.GabelöbergerschcrSteno- gravbie für Damen und Herren. Unterrichtsgeld6M. Anmeldungen an Herrn A. Karndach, Landgrasen- straffe 5, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn des FortbildungS» Unterrichts Freitag, den 5. Januar, abends 9 Uhr. 9063. Der Vorstand. Männer- tnrnverein Am NeujahrStag Zusammenkunft «m H Ubr im ^reinSheim.Köhler. k9248a Liederkranz. KiMkil-Zchnimnküiist am NeujahrStag, abends 7 Nhr, ^ Tt im IJIVIOMVilcteria. Geburtstagsspende für das Rote Kreuz Jeder Gießener spende an seinem Geburtstag eine Gabe für das Rote Kreuz. Zu dauernder Erinnerung an den Geburtstag in Deutschlands größter Zeit möge er, wenn der Sieg errungen, das ihm zum Dank gegebene Erinnerungsblatt, von Maler Vöhle entworfen und ausgeführt. in seinem Heim als Urkunde aufbewahren, batz auch Gießens treues Bürgertum einig und geschlossen mitgeholfen hat: Durchzuhalten bis zum Sieg! Darum: Kommt und gebt, jeder nach seinem Können und Vermögen, als Dankopfer am Wiegenfest und zum Zeichen treuen Einstehens für unsere Söhne und Helden draußen. Die EeburLstagsspende (Abt. des Roten Kreuzes. Me Klinik). Geburtstagsspenden werden täglich an unserer Kasse in der Alten Klinik entgegengenommen, woselbst auch, nachdem der Spender seinen Namen eigenhändig in das Goldene Buch eingezeichnet hat, die Aushändigung des künstlerischen Dankerinnerungsblattes mit der zugehörigen Urkunde erfolgt. Lichtspielhaus, Bahnhof sfr. 34 Spielplan vom 30. Dezember bis in kl. 1. Jannar Grosser Detektiv- und Kriminalschlager in 4 Akten aus der neuen ALWIN NEUSS Serie 16/17. Spannende Detektivkomödie in 3 Akten. Dazu das gute Beiprogramm Besinn der Vorstellung Wochentags 4 Uhr. Sonntags 3 Uhr. Ende 10 Uhr. Wegen Ersparung hoher Ladenmiete 1 Treppe. — Auswärtiger Kundschaft wird gegen Vorzeigen dieser Annonce Fahrt vergütet. Bitte Bezugsscheine mitznbrlngen. 014095 Ein Versuch, dauernde Kundschaft Uolkskuche. Die nächste Essen-Ausgabe findet Dienstag, den 2. Januar 1917 statt. Der Preis für das Liter Suppe mußte auf zwanzig Pfennig erhöht werden. Bezugshefte mit 10 Abschnitten zu 2 Mk. sind in der Volksküche zu haben. Die Abend-Jugendspeisung beginnt wieder Donnerstag, den 11. Januar 1917. Der Preis für die Teilnehmer beträgt nunmehr zehn Pfennig. Nach den Bestimmungen des Kriegsernährungsamtes müssen später Lebensmittelmarken-Abschnitte für das Essen abgegeben werden. Wir benutzen die Gelegenheit, herzlichen Dank zu sagen für alle uns in diesem Jahre gewordenen Unterstützungen, und bitten um Forlgewährung der seitherigen und um weitere gütige Zuwendungen, damit wir die Ausgabe, den Notleidenden unserer Stadt zu Helsen, ferner erMen können. äs« Der Vorstand der Volksküche. • •• - .< • Derjenige Herr welcher sich elegant und schick kleiden will, findet bei mir die größte Auswahl von besseren Herrschaften wenig Jm Gebrauch gewesene, teilweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22.—, 25.— Hark nnd höher Anzüge für korpulente Herren ln grosser Answahl Paletots von 16.—, 20.—, 24.— Mark nnd höher Einzelne Hosen, Sakkos und Einder-Anzüge DP“ sehr preiswert. “V® Frack . Gehrock- u. Smokinganzüge auch leihweise BF* Außerdem ”18 Nene moderne Garderoben für Herren n. Damen IB“ in allen Preislagen. "BB Kaufhaus für Monats Garderoben Seltersweg 58, Giessen, Eingang Ecke Volksbad SWT L. Rosenzweia. "HM in oer Kummer oes Gtetzener Anzeigers vom 28. Dezember dS. Js. bekanntgegebene, auf den 4. Januar festgesetzte Rindvieh-Versteigerung findet nickt statt. _ Bekanntmachung. Die Umlagekataster für das Jahr 1916 der land- und forstw. Berussgenossenschast Großh. Hessen für die Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Climbach, Ettingshausen, Geilshausen, Göbelnrod, Großen- Buseck, Grünberg, Harbach, Hattenrod, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddings- hausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain und Winnerod liegen 2 Wochen lang, nämlich vom 10. Januar 1917 bis 24. Januar 1917 einschl., auf dem Amtszimmer der betr. Gr. Bürgermeistereien zur Einsichtnahme für die Beteiligten offen. Auch für etwaige Ausmärker gilt diese Offenlegungsfrist. Innerhalb eines Monats nach Ablauf der OfsenlegungSfrist können die Beteiligten bei dem Genoffenschaftsvorstand Widerspruch dagegen erheben, daß der Betrieb in das Umlagekataster ausgenommen oder nicht ausgenommen ist, sowie dagegen, wie er veranlagt ist. Nach Ablaus der Offenlegungssrist eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden. Gießen, den 29. Dezember 1916. Großh. Kreisamt Gießen. I. B.: Langermann. 9556D S Im 9104 hampoomeren (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen Warmluft- Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plank Wwe. Svezial - Damen - Frisier - _ .und Haar-Geschäft Selters weg 8:: SelterSweg8 Zöpfe Haarunterlag. Locken,Dreher sow. alle sonst. Haararbetten werden schön und dauerhaft angeferligt in dem Spes. - Damen -Friwierund Haar-Qesch&tt Hermann Plant Ww. Selfrvweg8. [9105 Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 = Särgen = in allen Preislagen Frische zische 9 . PmMW \ )f; (235. König!. Preußische) - Lotterie Die Ziehung dieser Lotterie beginnt wieder am 9. Jannar. ! AAA_*;8 1 a_’ i pro i-Udv «.5.- M. 10.— M. 20.— M.40.— sind zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Gießen: Buchacker Flimm Legier Neuen Bäae II Walltorstr.63 Sud-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. Ziehungslisten für alle 5 Klassen 60 Pfg, bei freier Zusendung und vorheriger Zahlung. (9174 Seltersweg 52. 9077 Seltersweg 52. Wir waren in der angenehmen Lage, von allerersten Kellereien grössere Posten :: hervorragend gepflegte naturreine :: Bordeaux-Weine sowie auch hochfeine Rhein-, Moselund Dessert-Weine kaufen zu können, und bieten diese unserer verehrten Kundschaft zu einem Probeversuoh :: : : zu günstigen Preisen an. :: :: LIKÖR reiner Weinbrand und Verschnitt Fein© Tafelliköre wie Mönchslikör Cordial Medoc Altpolnischer Reiterlikör Blackberry Brandy Cherry Brandy Caracao Vanille Pfeffermimllkör □sw. 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Dezember 1916. 9159 D Pfarrer Ansfeld, Rektor Jann, Pfarrer Lahr, Landgerfehtsrat Neaeahagen, Weinhändler Sehwan, Kanfmana Lonls Wolfl. Pfarrer Schwabe. 3«m Zweck der Enthebung von Neujahrsbesuchen und -Glückwünschen nehmen aufier den Unterzeichneten noch nachstehende Bor- standsmitglieder Gaben für die hiesige Elisabefh-Xleinkinderscliule entgegen: Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt (Liebtgstraste 61) Frau Fabrikant Bännmger tLudwtgstraste 73), Frau Schubmachermeister He st «Hillebrandslraste 9), Oberbibliotbekar Lr. Heuser lOst-Anlage 12). Frau Stadtverordnete Winn tHofmnnnstraste 14), Pros. vr. KrauSmüller lBergstraste 21\ Kaufmann L. Wolfs iSchiffenberger Weg 21), Frau Weichensteller Vechtold lBuddestraste 3). w Die Namen der Spender werden im Gtestcner Anzeiger bekannt gegeben. Giesten, am 28. Dezember 1916. |92(»D m den Borjtond der Elisabeth Kleinktnderschule " Bccktolsbetmer, Borntzender HaaS. Rechner 1.iebtgstrane 06 Stepbanstrahc 17 II.