Nr. 502 Cfeftcser A«zeH« «scheint täqüch, arrtz« I^nnt«gS. - Beilagen: S'etzen« ZEÜi<«blatt«; Lreisblatt für »e« «r«. — »;«»< 0{!U Ut -.1 k. die Laqesrnlmmer bis -.um Nachmittag vorher. ZellenpreK, f. örtlich 2V M.. mietunqen u. Stellengesuche 15Pf., auswä rtS 25 Pf., b Platzvorschrtft 30 Pi., Reklamen 75 Pi^ bei Platzvorschrist 20 Pf. Hauptschriitleüer: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. vioetz. Stadt uii> Land, Vermischtes n.Äe-> richtsjaal: Fr- R. Zenz., Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich in Gießen. Ariegsweihnachten! Gie^n, 23. Dezember. x. waz ich nicht zu streben, woher die holoe Nachricht tcmttß diese nicht so sehr bekannte Erg,äw- zrwtz ernes abgedroschenen und oft mif Triviales arrgewew- Eeu^Fanstwortes bewegt uns heute bis ins Innerste. y2t* ^ sehnsuchtsvollem Herzen genannt und vEeschlagen worden; er hat süßen Wohllaut der Flöte entlE, aber ,chcr§ Gcho. des Berges" ist nicht wach geworden, ruu> dre Andern haben ihm hartherzig den Weg gesperrt. Wrr waren skeptisch, hatten aber nicht unter allen llmstän- den recht behalten wollen. Jetzt lesen wir indessen, bevor dre ogftzsElle Antwort unserer Feinde eingelaufen ist, in eurem ruhig und gemessen die Dinge betrachtenden Blatte wie dem Berner „Bunde": „Das Friedensangebot der Zen- ^chduachte mnß als glatt abgelehnt angesehen werden. Selbst wenn man noch in Verhandlungen über die Bedin- ^ .. ”" der so beiden wird nämlich den andern in irgend einer Weise über trurnpfen, wird dessen Wirkungen alsbald abznschwächen suchen und etwa Versäumtes sich zunutze machen. Doch die Glocken läuten auch in dieser Kriegs Weihnacht Wenn nicht znm Weltfrieden, so doch zur Tröstung der Menschenherzen. Das physikalische Gesetz von der Erhaltung der Kraft gilt auch für die Menschheitstriebe, und wir dürfen aus der Hartnäckigkeit der furchtbaren Völkerkampfe nicht folgern, daß Liebe und Friede aus der Welt verscheucht worden seien. Ihre Integrität und Unabhängigkeit bleibt unangetastet, auch wenn sie in stille Gärten und Winkel zurückgezogen erscheinen. Und wir hassen und fluchen nicht bei der Wiederholung des herrlichen Wortes der Leidenschaft: „Wenn aus dem schrecklichen Gewühle ein süß bekannter Ton mich zog" . . . grrngen der Zentralmäckte einträte, ist angesichts auseinand erstreb enden wett ausernarrd erstreb enden Auffassungen in den Lagern an eine Einigung gar nicht zu denken. Da scheint die tröstliche Wechnachtsbokschaft hinter schweren Wolken von uns abgeschlossen zu bleiben. Freude wöä> uns nicht verkündigt, es bleibt Krieg, ja, und es ist ur^,^als hätte unser grimmigster Gegner England mit dem C^rstengel in lichter Höhe eine rauhe Auseinandersetzung gchabt und seine Stimme mit Zorngeschrei übertönt. Uns bleibt daher der Völker friede einstweilen vorenthalten, allein England und seine Verbündeten, soweit sie in dasselbe Horn wie Llnhd George stoßen, sind rächt die Menschheit, und wrr finden, in dieser Stunde an frommen Klang von Jugend auf gewöhnt, dennoch einen Aufblick in die lichten tzöhe«, aus denen die Weissagung für die Menschen her niederging, die mcrn niemals in einem engen^ wortklaube- rischen und beschrankten Sinne aufzunehmen hatte. Denn, neben Licht ist Schatten, beide gehen nebeneinander her, und neben Friedeil ist Krieg. Das Wechnachtsfest geht diesmal nicht vorüber, ohne datz nach dem Stern Bethlehems gesucht wird. Es ist etwas Tröstliches in der Tatsache, daß die „gute, fromme Mär" noch gehört wird, auch wenn sie sich nicht erfüllt und der rnörderische Krieg das Denken und Tim der Erdgeborenen vorwiegend in Anspruch nimmt. Der Friede ist nicht aus- geßborben in der Welt, er wird einst wiederkommen — das sagen uns alle die Erörterungen, die jetzt gepflogen werden, und die Könige aus dem Morgenlande waren und sind be- «it, anrubeten, wenn auch über dem Ziel des Krieges und Friedens noch kern Stern des Erkerrnens sichtbar wiü>. Gestern ist ein neuer Ruf nach Frieden ertönt. Auch die „Neue Welt", die dem Krieg die Waffen geschlissen, die ihn dadurch! künstlich verlängert hat, trägt Friedens- sehnsucht. Präsident Wilson beschert uns eine Botschaft, aber hierzu fehlt uns vollends der Glaube. Wir wollen rächt so unhöflich sein, nach dem unseren Vorschlägen gegenüber gegebenen Borbilde unserer Feirrde zu sagen, daß er heuchele. Wir kennen heute auch den Wortlaut seiner Note. Amerika, so sagt er, wird durch den Krieg immer mehr in Mitleidenschaft gezogen und treibt näher an den Rand des Krieges. Darum sei eine Klärung erwünscht. Ist dies nach irgend einer Seite hin eine Warnung oder Drohung? Wo die Sympathien Wilsons sind, ist uns nicht zweifelhaft. Darum ist oft gesagt worden, ein Friede von Amerikas Vermitt- lung oder Aufdrängung werde uns nicht nützlich sein. Der Verdacht wird neu bestätigt durch des Präsidenten „Feststellung", daß die Ziele, welche die Kriegführenden auf beiden Seiten im Sinne hätten, im Grunde genommen dieselben seien, nämlich die Rechte und Privilegien schwacher Völker und der lleinen Staaten gegen Uebergriffe zu sichern. Wahrhaftig, das war das deutsche Kriegsziel nicht, vielmehr haben die Engländer dieses Ziel angeblich verfolgt. So sehr Deutschland die Rechte der kleineren Staaten am Herzen liegen — es hat diesen Krieg nur für seinen Schutz, seine ^istenz, ausgenommen, es führt, wie von amtlicher Stelle oft genug gesagt worden ist, nur einen Verteidigungskrieg. Dem entsprechend werden unsere Friedensbedingungen aufgestellt werden. Denkt Wilson einzig an die Wiederherstellung jener kleinen Staaten, die unter der Führung unserer Feinde und im Bündnis mit ihnen unserem Verteidigungskrieg sich in den Weg gestellt haben? Dann wünscht er den Sieg Englands! Sein Vorschlag wird jedoch von unserem friedliebenden Kanzleramte sicher sorgfältig in Erwägung gezogen und nicht ohne weiteres äbgewiesen werden. Freilich, die Er- sohrungen, die wir mit unserem eigenen Friedensvorschlag gemacht haben, werden uns den Weg weisen müssen, llnd wrr werden mit erhöhtem Interesse zuerst die Antwort .unserer Gegner abwarten Wilsons Anregung gibt uns das Recht, zu verlangen, daß die Zumutung an uns unterbleibt, als erste der Kriegführenden die Friedensbedin- gungen zu nennen und zu veröffentlichen. Wird der Vorschlag der Mittelmächte rundweg abgelehnt, so haben Wilsons Absichten keinerlei Aussicht auf Erfolg, denn dann ist England, wie es heute schon in seiner Presse aus die Wilson- sche Weih nachts botschaft kundtut, entschlossen, bis zur kriegerischen Entscheidung weiterzukämpfen. Die unfreundlichen, abweisenden Töne der Londoner Zeitungen, die sich gegen den amerikanischen Vorschlag richten und in denen sich der Geist des neuen Diktators spiegelt, geben wenig Hoffnung. Fällt die Antwort auf unsere Note jedoch gelinder aus, ckls crnzunehmen ist, so könnte Unseres Erachtens Dentschf- . land im besten Falle sich dazu verstehen, daß eine be- sämnrte Frist vereinbart würde, in der alle kriegführenden Mächte gleichzeitig ihre Bedingungen bekannt ge ben, unter denen Friede zu machen sie geneigt wären. Denn wer zuerst in einer Streitfrage spricht und dem Ggner das kritische Schlußwort überläßt, ist inrmer im Nachteil. Dieser /cw Großes Hauptquartier, 22.Dezember. (Amtlich.) W e st l i ch c r Kriegsschauplatz. Nahe der Küste, im Sommegcbiet und auf dem Qlufer der Maas war die Artillcrietätigkcit in den Nach- mrttagsstunden gesteigert. An Der User wurde ein belgischer Posten aufgehoben. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Gencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. ^ Längs der Düna und am S to ch o d hielt das nffsische Artrllenefeuer längere Zeit an. Der Vorstoß von zwei feindlichen Kompagnien südöstlich von Riga wurde äbgewiesen. Nordwestlich von Zalocze drangen deutsche Stoß- nmpps ln die beiden vorderen Stellungen und in das Dorf Wyzyn ein und kehrten nach Sprengung von vier Minenwerfern und 34 Gefangenen und zwei Maschinengewehren zuruck. Front des G e n e r a l o b e r st e n Erzherzog Joses. ß m i Nachtangriffe des Gegners am Efielemel lllörd- lrch des Trotosul-Tales) scheiterten. " Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. _ In der großen Walachei hot sich die Lage nicht qe- alldert. Die Dob rud sch a-Armee machte Forffchritte nahm den Russen 900 Gefangene ab. Mazedonische Front. An der Struma Patrouillen-Geplänkcl. Der Erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. und Der Abendbericht. Berlin, 22. Dez., abends. (WTV. Amtlich.) retncv Front sind bisher besondere Ereignisse gemeldet. Von Wien 22. Dez. tWTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. Dezember 1916. Orstlicher Kriegsschauplatz. Heeresgrupve des Gcneralfeldmarschalls von Mackensen. Keine Ereignisse von Belang. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Beiderseits des Trotus-Tales erfolglose ftindliche Unternehmungen. Heeresfront desGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Deutsche Truppen stießen durch zwei feindliche Stellungen bei Zwyzyn und kehrten mit Beute und Gefangenen zurück. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Die Note wilsonr. Dez. (WTB. Amtli-ch.) Ter amerikanische Ge- G r e w überreichte gestern abend deni Staats- Note, die in deutscher eme Berlin, 22. schäststräger I. C. sekretär 'des Ausinär 1 i< 7 en Amtes Uebersetznng wie folgt kautet Berlin, 21. Dezember. Eurer Exzelünz beehre ich näch mitzuteilen, daß der Präsident der Vereinigten Staaten mir Weisung gegeben Ult, ch-urch Vermittlung Eurer Exzellenz bei der kaiserlick deutschen Regrernng ein Verfahren nät B^ng ans den ge ge n w ä r t i g e m Krieg in Anregung zu bringen. Der Präsident hofft, daß die kaiserlich deutsche Regierung es in Erwägung ziehen werde als eine Anregung, die in freundschaftlichster Gefinnnng gemacht ist und zwar nicht nur von einenr Freunde, sondern z-^leich van dem Vertreter einer nentvalen Naäon, deren Interessen durch den Krieg ernstlichst in Mitleidenschaft gezogen worden lind und deren Interesse an einer baldigen Beendigung des Krieges sich daraus ergibt, daß sie offenkulldig genöägt wäre, Be- sämmungcu über den bestmöglichsten Schutz ihrer Interessen zu treffen, falls der Krieg fortdauern sollte. Der Präsident hat sich schon lange mit deni Gedanken getragen, den Vorschlag, den ich Weisung habe zu übernätteln, zu machen. Er macht ich: im gegenwärtigen Ariggndlick nicht ohne eure gewisse Verlegenheit, weil es jetzt den Anschein erroecken könnte, als sei er angeregt von dem Wunsche, im Zkusamnüenhang mit dem jüngsten Vorschlag der Zentralmächte emv Rolle zu spielen. Tatsächlich ist der ursprünglich: Gedanke des Präsidenten in keiner Weise auf diese Sänitte zurüchusühren, vrrd der Präsident hätte mit seinem Vorschlag geivrartztt, bis diese! Vorschläge unabhängig davon beantwortet worden wären, wenn seine Anregung nicht auch die Frage des Friedens be-, träfe, die am besten im Zusammenhang mit anderen dahinzre1«r- den Vorschlägen erörteft wird. Ter Präsident bittet nur, daß seine Anregung allein nach ihrem eigenen Werte und so beurteil^ werde, als wäre sie unter anderen Verhältnisserr geinacht worden. Der Präsident regt an, daß baldigst Gelegenheit gettontmat werde, von allen jetzt kriegführenden Staaten ihre Ansichten über, die Bedingungen M erfahren, ^imter denen der Krieg zum Abschluß gebracht werden tonnte, und über die Vorkehrungen, die gegen eine Wiederholung des Krieges oder Ent- fachung irgend eines ähnlichen 5boufliktes tu Zukunft eine zufriedenstellende Bürgschaft leisten könnten, so daß sich die Möglichkeit biete, sie offen zu vergleichen. Dem Präsiderr- teil ist die Wahl der zur Erreichung dieses Zieles geeignetenj Mittel gleich. Er ist gerne bereit, zur Erreichung dieses Zweckes in jeder annehmbaren Weise seinerseits dienlich zu sein, oder sogar die Initiative zu ergreifen. Er' wünscht jedoch nicht, die Art und Weise uird die Mittel zu bestimmen, jeder) Tag tvird i£jnt genehm sein, wenn nur das große Ziel, das er im Auge hat, erreicht wird. Der Präsident nimmt sich die Freiheit, daraus hiNzuweisen, daß die Ziele, Idie die Staatsmänner beider kriegsührenoein Parteien in diesem Kriege im Auge haben dem Wesen nach die gleichen sind. Sie haben sie ja in allgemÄn^u Worten) ihren eigenen Völkern uno der Welt kundgegeben. Beide Parteien' wünschen für die Zukunft, das Recht und die Freiheiten schwacher Völker und kleiner Staaten ebenso gegen die Unterdrückung oder Vernichtung gesichert zu sehen, wie die Rechte und Freiheiten der großen mächtigen Staaten, die jetzt Ktieg! führen. Jeder wünscht, sich neben allen andern Nationen und Völkern in Zukunft gesichert zu sehen gegen eine Wiederholung des Krieges wie den gegenwärtigen, sowie gegen Angriffe und eigen-« nützige Störungen jeder Art. Jeder glaubt, der Bildurig weiterer gegnerischer Vereinigungen, die unter wachsendem Argwohn ein unsicheres Gleichgewicht der Machte herbeiführen würde, mit Miß- tralien entgegensehen zu sollen. Aber jeber,ist bereit, die Bildimg einer Liga v-ön Nationen in Erwagmrg M ziehen, die Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Well gewährleistet. Che jedoch dieser letzte Schritt getan werden kann, halt jide Partei es für notwendig, zunächst die mit dein gegenwärtigen Krieg verknüpften Fragen unter Bedingungen zu lösen, die die Unabhängigkeit und territoriale Integrität smvie die polittsche unÖ wirtschaftliche Freiheit der an dem Kriege beteiligten Nattonenj sicher gewährleisten. Volk irnd Regierung der Bereinigten Staaten haben an de» Maßnahinen, die in Zukunft den Frieden der Well ftck>erstrQe» sollen, ein ebenso dringendes wie un mittelbareD Interesse, wie die jetzt im Kriege beftndlichen Rsgicrungrn. Ihr Interesse an den Maßnahmen, die ergriffen werden sollten, die lleineren und schwächeren Völker der Welt vor Gefahrsr- der Zufügung eines Unrechts und der Vergewalttgung zu schützen, ist ebenso lebhaft und brerrnend, wie das irgend eines anderen Volles, oder einer anderen Regierung. Das amerikanische Voll und die Regierrmg sind bereit, ja sie sehnen sich danach, nach der Be-, endigung des Krieges bei der Erreichung dieses Zieles mitzuwirken, aber der Krieg muß erst beendet sein. Tic Vereinigten Staaten müssen es sich, versagen, Bedirigungen vorzuschlagen, aus Grund deren der Krieg beendigt werden soll, aber der Präsident sieht es als sein Recht und seine Pflicht an, das Interesse der Vereinigten Staaten an der Beendigung des Krieges darzutun, damit es nichit ernst zu spät ist, die großen Ziele, die sich! nach der Beendigung des Krieges auftun, zu erreichen, damit nicht die Lage der neutralen Staaten, die jetzt schon äußerst schwer zu ertragen ist, ganz unerträglich! wird und damit vor allem nicht die Zivilisation erneu nicht zu rechtfertigerrden, nicht wieder gut zu machenden Schaden erleidet. Der Präsident suhlt sich, daher durchaus gerechtfertigt, wenu^ er eine alsbaldige Gelegenheit zum Mcinungsaus- tausch, über die B e d i n g u it g e n anregt, die schließlichen Vereinbarungen für den Weltfrieden vorausgehen müssen und, wie jedermann wünscht, bei denen die neutralen Staaten ebenso wie die Kriegführenden bereit sind, in voll verantwortlicher Weise mrtz uwirken.. Wenn der Kampf bis zum unabsehbaren Ende durch langsame Aufreibnng fortdauern soll, bis die eine oder andere Gruppe der KrieMhrenden erschöpft ist, we7M Millionen und Abernnllionen Menschen tveiter geopfert üerden sollen, bis aus der einen oder anderen Seite nichts mehr zu opfern ist, warn eine Erbitterung angefacht werden soll, die nienials abküblen kann, mrd eine Verzweiflung erzeugt wird, von der sich> niemand erholen kann, dann werden die Hoffnungen aris den Frieden und ein freiwilliges Zusammenarbei-en freier Völler null und nichtig. Das Leben der ganzen Welt ist tr es rn Mitleidenschaft gezogen. JÄer Teil der großen Familie der Merrschl-eit hat die Last und die 'Schrecken dieses noch nie da genesenen Waffenganges gespürt. Keine Nation in der zwilrsrerttn Welt kann tatsächlich als außerhalb seines Einflusses stehend od er als gegen seine gören den Wirkungen gesichert erachstet werden. Doch, du konkreten Ziele, für die der Kampf geführt ward, sind niemals endgültig festgestellt worden Dre Führer der verschiedenen kriegMbrenden Mächte haben, wie gesagt, diese Ziele in allgemeine Wendungen aufgestellt Mer in allgemeinen Ausdrücken .gehalten, scheinen sie die gleichen auf beiden werten. Bisl>er Ijafeu die verantwortlichen Wortführer aus beiden Letterl kein einziges Mal die genauen Ziele angeaeben, die, wenn fte erreicht. Iwirten, sie und ihre Voller so zufrieden stellen, wurden, daß der Krieg mm auch wirklich zn Eiide gesöchten wäre. Der Welt ist es überlassen, zu vermitten, welche endgültigen ^gcbnisse, welche tatsächlichen Austauscbgarantien, welche voliti- schen und territoriale Veränderungen, welche Verschiebungen ja stlbst welches 'L-tadium des militärischen Erfolges den Krieg' zu Ende bringen würden. Melleicht ist der Friede näher als wir vielleicht sind du Bedingungen, auf denen die l>eiden kriegführenden Parteien es nötig halten, zu bestehen, nicht so unvereinbar, als manche fimfltat, vielleicht könnte ein Meinuna^- auvtausch wenigstens den Weg zu einer Konferenz ebnen well eicht komltc so schon die nächste Zukunft am ein dauerndes Einvernehmen Der Nattonen lw.ffen und sich ein Zuiämmeugehan der Natwnen alsbald verwirllichen. Der Präsident schlägt keinen F-ricken vor. er bietet nickt einmal seine Vermtttelung an. Er regt mir an. daß man sondiere, damit du Neuttalen und kriegführenden Staaten er. fahren, wie natu wohl das Ziel des Friedens sein mag. die gou&r Menschheit: mit heißem wachsenden Begehren sich setzrt. Der Präsident glaubt, daß der Geist, in dem er spricht und die Ziele, die er erstrebt, .von allen Beteiligten verstanden werden. Er hofft und vertrant auf eine Antwort, die ein neues Licht in die 'Angelegenheiten der Welt bringen wird Ich benutze diesen Anlaß, Eure Exzellenz erneut meiner ausgezeichneten Hochachtung zu versichern. gez. Grew. An Exzellenz Zimmermann, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. * ' üHIJMLl Englische Presscftimme«. Haag, 22. Dez. Uebcr die Aufnahme der amerikanv- schM Note gibt Reuter folgenden Auszug aus den Blättern: «„Morning Post" sagt: Nur eine Niederlage Deutschlands farm das Mittel sein, mit !dem die Sicherheit Europas und der übrigen Welt mit Einschluß Amerikas erzielt werden kann. Das Bbttt richtet an Wilson die Frage, wie die Bedingungen, über die er rede, mit Gewalt eingehalten werden können, wenn Deutschland ebenso wie zuvor sie zu brechen beabsichtige. Wollen die Vereinigten Staaten sich verpflichten, in einem solchen Falle für die Ausrechterhaltungj einiger zukünftiger Bedingungen zu kämpfen? Die Völker Europas seien entschlossen, Deutschland um jeden Preis zu schlagen, wie einst auck» die ytt-rdstaaten Amerikas während -des Bürgerkrieges einen gleichen Beschluß gefaßt hatttn. „D aily Telegraph" schätzt die Aufrichtigkeit Wilsons. Das Streben nach Unparteilichkeit, wie es Wilson anffasse, zeige i<4wch. daß der Feind sich, soweit es irgend ging, die Gefühle der Menschlichkeit bei der Bevölkerung der Vereinigten! Staaten zumrtze gemacht habe, und daß daher die Note u n -i erwünscht sei. Es sei die feste Ueberzeugung der Alliierten, daß die Zivilisation in einer nicht mehr gutzumachenden Weise ge- schLdigr würde, wemr die Angreifer nicht geschlagen würden. Deshalb seien die Alliierten so fest entschlossen wie je zuvor, das Uebej, das die Zivilisation vergiftet, mit dem einzigen, zweckentsprechenden Mittel ausznrotten. „Daily Mail" schreibt: Wilsons Note ist bereits beantwortet worden, bevor sie übersandt wurde. Die Friedensbedingungen der Alliierten sind überall bekannt. Es ist nicht möglich, den Frieden in irgend einer Form in Betracht zu ziehen, bis Deutschland sich innerhalb seiner Grent- zen Aurückzieht. Me Bereinigten Staaten schulden der fraip, zösischen Schwesterrepublik unendlich viel. Sie können diese Schuld nicht liguidieren, indem sie der französischen Republik raten, sich guten Glaubens zu ergeben. „Daily Graphic" schreibt Wilsons Rede seiner Un wissenheit zu und erklärt: Wilson hat sogar die Ursache des Krieges nicht begriffen. Er hat offenbar niemals von der Vergewaltigung Belgiens gehört. Wilson spricht wie ein Schulmeister, der zu einer Schar Sckmljungen sagt, daß ffe nun genug gerauft hätten, weil ihn der Lärm behindere. Besser sei es, wenn Wilson erst etwas lerne, bevor er rede. „Daily News" erklärt: Wilsons Note verlangt ehrerbietige Aufmerksamkeit. Jeder schätzt den Geist dieser Vorschläge. aber Wilson ist viel zu verständig, um das Gespenst einer möglichen Intervention den Lasten der europäischen Völker noch hinzuzufügen, die einen Kampf für die Freiheit der Völker begonnen haben, der größer ist als der, den Lincoln in Amerika ausfvichit. Tie Absicht der Note ist, daß Wilson eine Prüfung vornimmt und sich zurückziehen wird, wenn er merkt, daß das Wasser zu tief ist, er wird dann eine günstigere Gelegenheit abwarten. .Wenn Deutschland sich weigert, zuzu- geben, daß es der Angreifer Und der Geschlagene ist', dann muß dieser unglückselige Kampf fortgesetzt werden, und die Grundlagen iür eine Intervention sind nicht gegeben. Das Parlament ffk worden. auf den .7. Februar verkayt Eine Rede Bonar Laws. Haa g, 22. Dez.. (Zf.) Reuter meldet aus London: Im llnterhanse sagte Bonar Law mit Bezug auf die deutschen Friedensvorschläge: Warum leiden wir in diesem Lande gegenwärtig so sehr unter dem furchtbarem Kampf und warum muß die Nation dies durchmachen? Weil toir Deutschland vertrauten , weil wir glaubten, daß das Verbrechen, das Deuffchland gegenüber der Wett begangen hat, niemals von irgendeinem menschlichen Wesen begangen werden könne. Einige Mitglieder sagten: Laßt uns den Friedens^ badingungen nähertreten! Aber können Sie irgend ein zwingenderes Friedensversprcchen erhalten, aks der Berttag für die 'bel- gffche Neutralität es darstellte?^ Kann man einl Versprechen machen, das uns mehr sichert, als die Versprechungen, die wir hatten, bevor toi - Krieg ausbrach? Ich hoffe jedoch, daß nicht im Lande allein, sondern in allen neutralen Ländern die Bevölkerung dies Lage so, wie sie nun einmal ist, durchschauen rvird. Deutschland macht Fricdensvorschläge, auf welcher Grundlage? Aus der Grundlage seines siegreichen Heeres. Was sollte daraus wer-dep, wenn der Friede zustande käme auf der Basis des siegreichen deutschen Heeres? Gibt es jemand in diesem Hause, der, wenn er ehrlich die Umstände prüft, unter welchen dieser Krieg der ausgezwungen wurde, und auch die ,Art, in der dieser Krieg geführt wird, dann guten Glaubens darauf vertrauen könnte, toß die Gefahr und die Leiden, unter toneii die Welt gebeugt dahingeht, durch etwas anderes abgesckiafft werden könnte als dadurch, daß man den Deutschen einprägt, daß sie wit Schreckeinjagungen nicht weiterkommen und daß der Militaris mus kein guter Regent ist? Wir kämpfen nicht um Gebietserwei teriing, sondern wir känipf-en um zwei Dinge, wir kämpfen für tonj Frieden und um gesichert m sein in der zukünftigen Friedenszeit. Als die deutschen_ Vorschläge uns erreichten, gründeten die Deutschen sie nicht allein auf ihre Siege, sondern sie machten auch nock^?lnspru.ch ldarauf, daß ^Erwägungen der Menschlichkeit sie hierzu veranlaßt hätten. Das Haus möge doch einmal sich erinnern, was in diesem .Kriege geschehen ist. Tie Missetaten in Belgien, dis Missetaten zur See und zu Land, die Schlächtereien in Armenien, die Deutschland mit einem einzigen Wort hätte aufhatten können. Wir wollen uns einprägen, toß dieser .Krieg vergebens sein wird wem: war nickst ein für allemial es jedem einzelnen und jeder Gruppe von Mensckien unmöglich machen, die Wett in die Kriegsnöte zu stürzen. Wenn das begangene Böse nicht im FriedensscUuß gesühnt wird uiib wenn die schwersten Verbreck-en in der Weltge- schichtc ungerächt bleiben sollen, so wlirde ein derartiges Ergebnis zweifellos das Land veranlassen, sich zu jedem Opfer bereit zu erklären. * Die englische Thronrede. London, 22. Dez. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- *eaus. Die Thronrede, mit der das Parlament vertagt wird hat folgenden Wortlaut: In all den Monaten, die seit meiner letzten Ansprache verflossen sind, haben meine Flotte und meine Armee im Verein mit denen imferer tapferen und treuen Verbittrdüen durch ihre unaufhörliche Wachsamkeit und ihren unbezähmbaren Mut das hohe Vertrauen gerechtfertigt, das ich in sie gesetzt. Ich habe die Zirversicht, daß der lange Kampf und ihre Ansttengmrgen die durchs die unbeugsame Entschlossenheit all meiner Untertanen rm ganzen Reiche unterstützt worden sind, schließlich die siegreiche Verwirklichung der Ziele erreichen wevton, für die ich in diesen Krieg ^»gangen bin. Meine Regierung ist rekon struiert worden: sie wird allein die Förderung dieses Zieles unverändert und unbeeinträchtigt im Auge haben. , Meine Herren vom Unterhause! Ich danke Ihnen für die ftmoeick rankte Freigebigkeit, mit der sie fortfahren, die Mittel für die Kriegslasten zu beschoffen. Die energische Fortsetzung des Krieges muß unser einziges Streben sein, bis wrr die Rechte ote Misere Feinde so rücksichtslos verletzt iyaben, mtixwxtäMt imfc» btt Sick^eA-eit Europas auf feste Grundlagen gestellt yaben. Jn dieser heiligen Sache fülste ich mich der ein- ?uUgea llntc rp.utzung aller meiner Völker sicher, und ich bete zu , Gottz daß ex uns seyitzn Segpr gebe. Der bulgarische Bericht. S o f i a, 21. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des Geueral- ftabes. Mazedonische Front: In der Gegend von Bitolra vereinzeltes feindliches Artilleriefeuer. Im Cerna-Bogen heftiges A)r- tilleriefeuer. Ein Angriff des Feindes auf eine Höhe östlich des Punttes 1050 wurde durch deutsche Truppen mittels Sperrfeuer und Handgranaten zurückgewiesen. Oestlich der Cerna lebhaftes Artilleriefeuer. Zu beiden Seiten des Wchrdar und an der Belasitza-Front vereinzeltes Arttlleriefeuer des Feindes. An der Struma Urttllerie- fcätigfcit und Pattouillengefechte. Feindliche Jnfaterieabteilungen' versuchten sich südlich Serres festzusetzen, wurden aber durch Feuer zerstreut. Rumänische Frolnt: ZU der Dobrudscha kam es ans der ganzen Front zu Erkundungstämpfen. In der östlichen Walachei nichts Neues. Der türkische Bericht. Konftantinopel, 21. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht. ' Tigrisfront: Am 20. Dezember warfen wir durch unser Feuer feindliche Kavallerie zurück, die versuchte, gegen .Kut el Amara vorzurücken. Einer unserer Flieger zwang ein feindliches Flugzeug rn der Nähe seiner eigenen Linie zu landen. Am Gestade des Wan- Loees ^warfen wir einen Angriff des Feindes mit Verlusten für ihn zurück. An den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis. i _ . -ili i m tk: Der Seelneg. 22 000 Tonnen versenkt. Berlin, 22. Dez. Nach bisher eingegangenen stöcrch- rrchten sind in den letzten 24 Stunden 16 Schiffe mit dem Gehalt von 22 000 Tonnen versenlt worden, darunter 10 feindliche Schiffe. N 46 versenkt. , Berlin, 22. Dez. Nach hierher gelangten Meldungen 011 das deutsche Tauchboot 46 von feindlichen See- treitkräften im Meerbusen von Biscaya zum Sinken gebracht worden sein. Eine amtliche Meldung liegt hier iroch nicht vor. Tauchbootpoft nach Amerika. B e r l i n, 22. Dez. (WTB.) Gewöhnliche Briefe und Po st karten nach den Vereinigten Staaten von Amerika und neutralen Ländern im Durchgang durch die Vereinigten Staaten (Mexiko, Mittel- und Südamerika, Westtndien, China, Niederländisch-Jndien usw. können die nächste Zeit durch ein Handelstauchboot befördert werden. Die Versendungsbedingungen werden in Kürze amtlich bekannt gegeben werden. A m st e r d a m, 22. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Ein hiesiges Blatt meldet aus Batavia, daß die Bemannung des holländiichen Schiffes „Vaii Elsbroo" ertrunken sei. Das Schiff, das 1622 Tonnen groß war, scheint untergegangen zu sein. Fred erikstad, 22. Dez. (WTB.) Ein schwedischer Tarup ser signalisierte, er habe die norwegische Bark „Ansgar^' vrennend in der Nordsee gesichtet und die Besatzung gerettet. „Ansgar" (926 Brutto-Megister-Tonnen) war von Moß nach England mit einer Ladung Grubenholz unter- Bern, 22. Dez. (Priv.-Tel., zf.) Aus Bordeaux wird gemeldet, daß mehrere im Hafen liegende Schiffe sich zur Der terdigung gegen deutsche Unterseeboote mit Kano n e n bewaffnet und Munition verladen haben. B a s e l, 22. Dez. (Priv.-Tell, zf.) Havas. Der „Herald' vernimmt ans New York, daß L a n s i n g in der Angelegen heit der amerikanischen Matrosen, die bei der Mirpedierung des „R u s s i a n" ums Leben kamen, dahin entschieden hat, daß diese Leute als solche anzusehen seien, die auf den Schutz ihrer Regierung verzichtet hätten. Die amerikanischen Bürger, die an Bord eines befrachteten Transportschiffes einer der kriegführenden Macht in Diensten treten, begeben sich in eine ähnliche Lage wie diejenigen ihrer Mitbürger, die in die Armee einer fremden Macht eintreten. Aur dem Reiche. Der Reichskanzler und Herr Scheidemann. Berlin, 22. Dez. (WTB.) Die „Norddeutsche All gemeine Zeitung" schreibt: Neuerdings finden wir wiederholt Versuche in der Presse, aus Artikeln oder Reden des Abgeordneten Scheidemann eine besondere Vertrauens stellung desselben zum Reichskanzler oder mindestens doch eine Jdeengemeinschaft beider, namentlich in Bezug auf die Friedensziele herzuleiten. Dabei'spricht anscheinend der Wunsch mit, den Reichskanzler zu veranlassen, seine Stellung zu bestimmten Kriegszielforderungen einzelner Par teien öffentlich darzulegen. Was jeweilig über die Friedens ziele gesagt werden konnte, hat der Reichskanzler in allgemeinen Umrissen öffentlich im Reichstag kundgegeben. Als er sich bei der letzten politischen Aussprache im Hauptausschuß des Reichstags zu programmatischen Darlegungen von Aus- schußmitgttedern über die Kriegsziele, insbesondere der Abgeordneten Scheidemann und Gröber, äußerte, betonte er unter ausdrücklicher Bezugnahme auf seine Reden in den Vollsitzungen des Reichstages, daß, wenn er zu einzelnen ihrer Ausführungen sch we i g e, dies weder als Zustimmung noch als Ablehnung gedeutet werden dürfe. Diese Lage besteht, wie wir ausdrücklich feststellen wollen, auch jetzt fort. An die reklamierten Arbeiter und Angestellten. -- r ® ' 23- Dez. (WTV. Nichtamttich.) Die Unterzeichneten' sieben Arbettnchmerverbände l>aben folgenden Aufruf erlassen - btc vom Militärdienst zurückgestellten (reklamierten) Arbeiter und /Angestellten. Durch einen vom Kriegsmnt bekannt gegebenen Erlaß an die Stellvertretenden Generalkommandos ist angeordnet, daß bi* Reklamierten den Bestimmungen des vaterländischen Hilfsdienstes unterliegen und unter denselben Voraussetzungen wie alle anderen dem Gesetz unterstehenden Arbeitnehmer die Arbeitsstelle zu wechseln berechtigt sind. Nach Mitteilungen, die dem Kriegsamt zugegangen sind, soll es vielfach vorgckommen sein, daß Reklamierte,, die enL- sernt von ihrem Heimatsoitt beschäfttgt waren, unter Berufung aus den Erlaß einfach die Arbert nie Verleg ben, um nach ihrem HeimatS- ort iwerzusiedeln, um dort Beschäftigung anzunehmen. Ein solches Verfahren ist liNMlässig und kann nicht nur die Meder- einzieymig des Reklamierten zum Heere, sondern anch ihre Bestrafung rrach sich ziehen. Me Reklamierten müssen, rvie alle anderen Arbeitnehmer, wenn sie die Arbeitsstelle wechseln wollen, von dem Unternehmer die Erteilung eines Abkehrscheüres verlangen Weigert sich der llnternehlner. den Abkehrsthein älls-ustelleri, dann kamr der nach H 9 des Gesetzes betreffend den vaterländischntz Hilfsdienst zu errichtende Ausschuß angerrifen werderr, wenrr der Rellannerte nackuveist, daß ein nichtiger Grinch zum Ausscheideii^ ans dem Betriebe Vortag oder er insbesondere durch ton Arbeits- wechstl eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in einem anderen dem 'vaterländischen .Hilfsdienst unterstellte Betriebe erreichen kann, daun muß der MSschuß ihm ton Mehrschein ausstellen. In letzterem nxtUe mich er an geben können, in welchem Betriebe und zu welchem Lohne er in seinem .Heimatsort Beschäftigung im ton kaim. Me zur Entscheidung über den Abkehrscheiu berufenen Aus- schüffe ftud vieffrrch noch Nicht errichtet. Die SE-ertrrbMdai Generalkommandos sollen aber mit größter Beschleunigung überall sostto. Ausschüsse einsetzen. Im Interesse der Reklamierten liegt gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, und, wenn der Ab- keyrschein ihnen von dem Unternehmer verlveigert wird, zu war- ten, bis der Ausschuß seine Tätigkeit in dem Bezirke aufnimmt. Wer dieses nicht genau beachtet, hat sich selbst es zuzuschreiben- wenn chm Nachteile erwachsen. Die Generattommission der ,Gewerkschaften Deutschlands, C. Legion ^ Gesamtverband der chrssüichen Gewerkschaften DeutsÄands, R. Stegerwald: Verband der deutschen (towerkvereine (H.-D.), G. Harttnann: Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Verbände, Eis- ner: Polnische Bernfsvereinigung, I. Tymer: Arbeitsgemeinschaft für einheittiches Angestelltenrecht, C. Aufhäuser; Arbeits- gememschaft für die technischen Verbände, M. Hofle. ^,d erlin,22. Dez. (WTB.^Nichtamtlrch.) Der „ReichsänzÄ- gett veröffentlicht eine Bekanntmachung über Zollerlcichterung für Waren, die zur Verarbeitung auf Fette oder Oele bestimmt sind und zwei Bekanntmachungen der Reichsfuttermittel stelle zur Aus- fuhcung der Verordnung über Malz- und Gersten-Konttngente der Bierbrauereien und ton Malzhantol sowie iVer den Ankauf des Hafers auf Grund von Erlaubnisscheinen. Aus Stcrdt und Lund. Gießen, 23. Dezember 1916. , ** Das Gießener Stadtwappen. Interessenten seren auf eine farbige Darstellung unseres neuen Stodt- wappens (bergt. Gießener Anzeiger vom 17. Juni d I., 2. Blatt) aufmerksam gemacht, die sich mit fünf anderen neueren hefsischen Stadtewappen in der Beilage zmn „Deutschen Herold" Nr. 12 1916 stndet. Sie zeigt in Weiß (Silber) erneu nach (heraldisch) rechts gekehrten, aufrecht fchrertenoen, schwarz geflügelten roten Lißven nrit btauen Waffen und vorgeschlagener blauer Zunge. v. M Eiserne Kre^r, 2 Klafft «hküt tor Musketier Kürl Born vom Ins.-Regt. 144 verliehen, ^orn ist tor Sohn tos Viehhändlers KaA Boca in Gießen, m , WEihnachtsgratifikationeu hat das Greßencr Braimf t embergwerk vorm. Fernie an alle seine Arbeiter vor Auszahlung gebracht. Tie verheirateten Leute erhielten ft nach der Anzahl ihrer Kinder Mk. 50—100, die unverheivateteu Arbeiter ^er 18 Jahre bekamen ft ML. 25 und dft unter 18 Jahre ft ML. 15 ubernneftn. E* P on der Eisenbahn. Bei dem Andrste» der vor und nach den Feiertagen an den Fahrkartenschaltern herrscht, empfehlt es sich, beun Antritt der Reste zugleich die Karte für die Rückfahrt mitzulösen. Es liegt dies im Interesse der Reisenden und aucb der Schalterbeamten. f kW erst-Theater bringt unter LeL- ümg tor neuen fachmännischen Direktion ein sehr gut gewähltes ^Itpi-vgramm, bei zweimaligem Wechsel während tor Feiertage. brld aus tor Aristokratie mit der Tragödin „Hesperia" in der Hauptrolle. Wetter der zeitgemäße Kriegsfttm „Ans tor Schwelle des Jenseits" und das übrige Mtgewählte Programm. *' Das h e u t i g e K r e i s b l a t t Nr. 167 enthält Bekanntmachungen über die Einfuhr von frischen Fischen; Rohlabak; Zollerleichterung für Jndusttieerzeuantffe aus den besetzten feindlichen Gebieten; Prebe für Schlachstchwetne; Berkehr mit Seile; Mode- blatter des feindlichen Auslandes; Milch- und Speisefettverforquna und Aufkauf von Flachs. Landkreis Gießen. ** Große-n-Buseck, 23. Dez. Me dritte WvHnachts- stner fand gestern abend rm Aerernslazavett „Schloß" statt, wobei Pfarrer Barth eine ergr-eiftnto Weihnachtsreto lstelt. Me Ber- wuntoten wurden rmetorum reichlich bedacht mtt warmem llntevi zeug, Zigarren, Büchern, elettristhrn ^fchenlampen usto. Dft Otorschlvester, Pflegerinnen, das Lazarett-Personal und andere um das Lazarett verdiente Personen wurden von tor Schloßherrin, Frau Baronin v. Rabenau in reichlichem Maße beschenkt. Heitte haben frohgemut sämtliche Verwundete ton reich bemessenen Weihnacht surlaub angetteten. ** K l e i n - L i n d e n , 23. Dez. Musketier Otto Volk, Jnf.- Regt. Nr. 88, wurde in den Kämpfen an der Somme mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausaezeichnet. Kreis Biwingen. ba. Büdingen, 23. Dez. Der Kriegs freiwillige, Oberj äger Hünergarth, Jägerbataillam Nr. 11 Sohn tos Knüsamts- dieners Hünergarth, Büdingen, wurde für sein tapferes Ver> halten vor dem Feinde mit dem Eifernen Kveuz 2. Klasse ausgezeichnet. na. Nidda, 23. Dez. Ers.-Res. Phil. B e ch t o l d aus Nidda, Telefon-Trupp im Res. Jnf.-Regl Nr. 80, wurde zum Gefreitenj befördert und erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. — Land sh. Otto Steuernagel aus Wallernhausen, Res-Jns-Regt. Nr. 69, wurde am 27. November mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. — Geft. d. R. Hsinr. Uhl, Jnf.-Regt. Nr. 186, und Untofftz. Hugo Lenz, Fuhrw.-Kol. Nr. 5, 18. A.-K., beide von Kohden, erhielten die Hessische Tapferkeitsmedaille. — Dasselbe Ehrenzeichen erhielt Ers.-Res. Tobias No hl aus Blofeld, Jnf.- Regt. Nr. 81. —l Reservist H. Klippert aus Rodheim, bereits fett längerer Zeit Inhaber tos Eisernen Kreuzes, erhielt die Hessv- che Tapferkettsmedattle. — Piomer-Unteroffiz. Mogk, geborener Echzeller, aus Pyrmont, der ttn Oktober vor. Jahres in Rußland^ das Eiserne Kreuz erhalten hat. wurde dieser Tage an der Somme: mtt tor Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ba. Mols, 23. Dez. Ter Gefreite ÄLnng Kirhl, sowft ein Bruder, Gefreiter Johannes Kühl, erhielten im Westen toi Eiserne Kreuz. Krels Lauterbach. Ilbeshausen, 23. Dez. Musketier L ö f s l e e im Res.- JntoRgt. 99 erhielt die hessische Tavierkeilsmedaille. Löffler machte die schweren Kämpfe an der Somme mit. Kreis Schotten. vz. Schadenbach, 22. Dez. Ter Unterv-ffizftr August Gemmer, im Borjuhre beretts mtt der Tapferkertsedaille tokto riert, erhielt jetzt toS Eiftrne KvQG 2. KLasft. — Mw als tot« mißt gemeldete Heinrich Dörr von hier hat geschrieben, daß er ich verwundet in englischer Gefangenschaft befinde. Kreis Frievberg. Butzbach, 22. Tez. Dft heutige GemeindMtsfftzmrg! hatte folgendes Ergebnis: Me Rechnung tos stadtiftl)en Elektrizitätswerks für 1915 wurde nach Prüfung des Finanzausschusses und Begiittack)tung für richtig befuni«u Sft schließt mtt: einer vrdentlicheu Einnahme rm Mtrage von 60 852 ML 52 Pf. ab. Me ortonllichnr Ausgaben betrugen 40 895 Mk. 42 Pf. Dft Abschreibrntgen 14 791 Mk. 47 Pf.; mtthttr ergibt sich ein reiner Uetorschuß von 5165 Mk. 63 Pf. Dft Gesamtkoften tos Werves betrugen bis 1. Aprtt 1916 444 657 Mk. 30 Pf. Nsch tor Rech'- rrung 1915 bettagen dft Kapitalschulton Ende Rj. 1915 noch 64 274 Mk. 61 M. Gegen die Rechnung tos Arrnenfonds 1915 wurde nichts bemerkt. Das Kapitalvermögen betrug Ende 1915 156 126 Mk. Dft Voranschläg dto§ städtischen (Äekttitttätswerkks und!tos Armenfonds für 1917 wurden aiff Antrag tos Finansaus- schusses einstimmig genehmigt. Herr Bittsermeister Flach teilt mit. daß am 2. Feiertag im Rathanft dft Weihe und Nagelung tos Kriegs wahrzeichen s tor hiesigen Stadt stutt- inde und bittet dft Gemeindevcttsnritglieder an dieser Feier teil-« zunehmen. Kreis Wctzlar. ra. Wetzlar, 22. Dez. In der letzten Zeit laufen in bcv\ Stadt Wetzlar und auch vielen Landgemeinden Gerüchte, a>, eit nlM mfift Mgesassen Teten ö j, e für die ÄH)ntmunoh>erbänbe beschlagnahmt l«t ct werden fottten. Me diese r^rö^cfini) u”^™n& e t. Von Maßnahmen vorgenannter Art ist nichts bekannt. TT?lL n ^L. r ?'.x 23 ,' ?**■ lbltcc dmr VnÄlcht, t ’V 9ci)en Krankenhaus© wurde lvegm umfangreicher Un- terschlagun.g vvn Lebensmitteln seines Amtes ent-i honen um> zur Anzeige gebracht. Er hkt von den ihm anver-' silssende Personal Vefkrmmr waren, seiner FcmrNr und seinen Ber- waridten größere Vorrat- abgegeben. Bei einer Durchsuchung der Braß'ichen Wohnurrg fand man dort ein kleines Warenlager. Die Unterschlagungen kamen durch einen entlassenen Angestellten ans Tageslicht. 7- Frankfurt a. M., 23. Tez. Verlassen und einsam starb m cmeT Mansarde des städtischen Hauses in der Stemgasse der Altersrentner Ioh Kil'b. Erft mehrere Tage nach dem Tode fand man ine Leiche. Bei der Durchsuchung des ärmlichen Nachlasses des allein Mannes, der seit Ja tuen nur von ftädti scheu Uiuterstützuugen gelÄü hatte, fand man ein Sparkassenbuch über 8640 Mark, 34 Mark in Silber und 960 Mark in Gold. Dem ärzllichen Befunde nach ist der arme Reiche — verhungert. vermischter. * Der W'ug enz eu ge. „Eine alte Dame," so erzählt ein Pariser Blatt, „hatte die Leidenschaft, jeden Soldaten, den sie erblickte, sofort zum Essen einzuladen. Deim erstens war sie wirklich eine sehr gute alte Dame, und zweitens war sie ebenso, schwatzhaft wie neugierig. Ihr ganzes Bestreben ist darauf gerichtet, möglichst wunderbare Heldeugcschichten aus dem Felde zu erfahren, um sie dann brühwarm all ihren Bekannten wieder zu tivnrten Lck-msnririeG' T" T~ l \ l Y> m , a,tuCL ' berichten Mer leider wurde die Dame bisher stets enttäusckZt. --—- " brr das mehrere tausend Le ute um-- Die merften Soldaten verzehrten schtoeigend das gastlich gebotene A/eaM Uno rv mtt e n die Nevlgterde ebr Dante Mcht befriedigen. So erging es ihr mit französischen Jägern, mit Negerschützen, Schottländern usw. Gestern aber, als die Dame sich mit i Irrem Gatten in einem kleinen Gasthaus befand, erblickte sie an einem anderen Tisch einen Soldaten in einer ausnehmend prächtigen Uniform, die ihr unbekannt war. Vielleicht ist es ein Serbe, dachte sie, vielleicht ein Rumäne, jedenfalls aber ein Held aus dem Kreise der Alliierten. Der Soldat wurde eingeladen und kam herbei. Und fiel}« da: er sprach, ec sprach unaufhaltsam! Die gute Dccmr wurde für all ihre bisherigen Enttäuschungen reichlich entschädigt- Wahrhaftig, da war endlich ein Mann, der die Größe der Geschichte erfaßt hatte und wiederzugeben wußte! Er erzählte vom Feuer der /Artillerie, von den Sturmangriffen und Bajonett- Impfen, von Duellen in den Lüften. Er erklärte sämtlich» Geheimnisse der berühmten englischen Tanks. Er charakterisierte all« großen französischen Heerführer. Er schilderte ebenso plastisch wie leberüüg eine Landung in Saloniki und den mühevollen Zug einer Verpflegungsabteilung über die Alpen. „Das alles haben Sie gesehen?" ries die alte Dame voller Bewundenrng aus.. „Jawohl," erwiderte er mit männlichem Selbstbewunssein, „ich habe das alles gesehen". Als er fortgegangen war, seine Hörers geradezu geblendet zurücklassend, wandten sich die alte Dame rmüi ihr (datte an den Wirt: „Kennen Sie den Mwrn?" fragte sw. „Den? ..." erwiderte der Gastwirt, „0 ja, es ist der Portier des Lichtspieltheaters an der nächsten Ecke." mein geliebter Sohn, m Todes-Anzeige. Nach längerem Leiden starb heute abend unser guter Bruder und Schwager Br. Alfred Klewitz Apotheteiibenitzer zu Vacha a. Werra. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Stabsarzt Dr. Klewitz. Stabsarzt Dr. Carl Klewitz. Frida Klewitz geb. Bliudow. Giessen (Ludwigstrasse 1), den 22. Dezember 1916. Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 3/ 2 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt. Es wird gebeten, von Blumenspenden und Kondolenzbesuchen abzusehen. 9127 ! - n M TT5T7 Schlicht und einfach war sein Leben, Treu und flei&sig seine Hand, Und so wollt’ er weiter streben, Mus« nun ruh’n in Feindesland. Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach den Lieben dein! Nun ruhe sanft, du Herzensguter, Sollst nie von uns vergessen sein! Ach, Scheiden ist ein hartes Los, Die Trennungstränen glänzen. Wir können dich beim Friedensschluss Mit Lorbeer nicht bekränzen. ^ir müssen tra ernd seitwärts steh’n, Wenn andere wiederkommen, Doch Gotl gibt frohe-- Wiederseh’n Im 1 ri- densland der Promo en. Ruh sanft! Die Erde sei dir leicht! Sc laf wohl in fernen Gründen! Du halt das schöne Ziel erreicht, Wo wir uns wiederlinden. 111 Bit! ßraischellfischa Schollen abliau kopflos frische Tieferschüttert erhielten wir ganz unerwartet die schmerzliche Kunde, dass mein innigstgeiiebter, herzensguter, unvergesslicher Mann, der liebevolle, ? trenaorgende Vater seiner beiden Kinder, mein lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate, der Landsturm Ferdinand Schwalb im Grenadier-Regiment Nr. 6, 6. Kompagnie nach 29 monatiger treuer Pflichterfüllung, an seinen am 8. Dezember erhaltenen^ schweren Brustwunden, am 10. Dezember im 42. Lebensjahre, den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Fraa Marg. Schwalb geb. Becker Lieschen und Fordnandchen Schwalb Frau Marg. Schwalb als Mutter Familie Philipp Becker Familie Heinrich Becker Familie Wilhelm Becker Rödgen, den 23. Dezember 1916. Wiedersehen ist Philipp Becker, Unteroffizier, zurzeit im Felde und Braut Karl Becker, zurzeit im Felde Familie Heinrich Wagner Familien Schwalb. 9142 unsere Hoffnung! Phitosophemvazd II. Feiertag Großes Militärkonzert ausgeführt von der Kapelle des Srsatz-Bataiüons des Infanterie- Regiments Nr. 116 unter Leitung des Mufik- 91381 leiters Bruno Herrmann. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. WtzkMtkk Metzlsr. <; 1. Feiertag: Großes MjlM'KsnM ausaefiibrt von der Kavctle des Ers. Bat. Juf.-R. 11« unter Leitung des MnstkleiterS Bruno Herrmaun. ._ 4 Ubr. . Mav Als iUli empfehle ich verschiedene Sorten 9i28 Schuhgeschäft L. Bernhardt, Schulstr. 10 HOTEL SCHUTZ empfiehlt sich während der Feiertage in guten Mittag - und Abend-Essen. Erstkl. Biere und Weine. Grosser und kleiner Saal zur Abhaltung von V ersammlungen. ^ - L. KLINGLER. Giessen Zirkns ffiiumenfeld Dienstag, den 2«. Dezember (2, Weihnachtsfelertas) im zum Zirkus umgebauten Kolosseum nachmittags 4 Uhr und abends 7 l /a Uhr. Ab 26. Dezember t&gllch grolle Tor- siellnngcn mit stets wechselnd.Programm. Preise der Plätze: Galerie 0,56 Mk., n. Platz 1,10 Mk., 1. Platz 1,65 Mk., Sperrsitz 2,00 Mk., Loge 2,50 Mk. 014025 Ein*ar and Militär zahlen halbe Preise. glgfi (Höhere Sexta Privatschule Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit. Gute Erfolge. Einjährigen-, Primareife-, Abiinrienten- prüfimg. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzt Ichen Schulpflicht. (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwigstr.70,Fernr 633 Teppiche, Vorhang© noch zu billigen Preisen, soweit der Vorrat reicht, in großer Auswahl. CardlnSB, Llnslena, Antartlguag tu Polster erd HolzmSbela nach Angabe Bofmöbeilshrlk Th. Bröck, 10 Schaufenster Se^r.1858, Ecke Schloßgasse Brandplatz. Geschäft geöffnet Scan tags b. 2, Wochentags bis 7 Uhr. [8908 Wer zerrissenes Sdrah* rerk, Geschirre, Leder, [Zdtstoffe, FahrradmänteJ, Filz us-w. selbst ausbessern will, verwendet vorzöglid» die Nähahle Stepperim D. R. G. M. Solide, beste Konstruktion. Näht Stepp» stich wie Maschine. Leicht tu handhaben. Garantie für Brauchbarkeit. Viele Anerkennungen. — Preis Mk. 2.50 mit Nadelsctr» tierung und Leinenzwim, verpackt und postfrei. In Leaerbandlungen käuflich oder direkt durch Job, Zucker StuUsart-Botnang. Herren- und Damen-Uhren Tascbsalampcn n. Batterien, ülago nnd KinderohrrinQj, ILea^haraiosikas, Brillen nnd Zwicker k Mk 1,50 Militär- Verhältnisse halber, äußerst billig. >013986 Ga. Koch, Uhrmacher, Müdlstratze L neben Bahn- hosstr a ße 14._ Zöpfo Haarunterlag. Locken. Dreher low. alle sonst. Haararbetten werden schön und dauerhaft angeferrigt in dem Spez.-Damen -Frisier- und Haar-Geschätt Hermann Plant Ww. Selierswegü- _ [9105 Köpfe! Dreher, Haar-Ülir- ketten, Toupets, Scheitel uni Perücken werden billig angefertigt. ZPpIe werden gefärbt Damen kopfwaschen mit Frisur 1 Mk. [6068 H. Tichy, Seltersweg 43 Ecke der Goethestraße. i Praktische öoschenke Vorhänff© p. Mtr. v. 85 Pfg. an, Bettvorlage* von Mk. 2.50 an, Tiachdecken von Mk. 2.50 an, Ehaisslacpe-E^ea von Mk. 1 4.— an, Bilder, Tlache, Stühle, Npicgei von 95 Pfg. an, Rohrsessel von Mk. 14.50 an in größter Auswahl. J. Jttmann Bahnhofstr/isae 29. unserebekannteMarke Gazelle aus gutem Wildleder, in den feinsten Farben, in allen Größen 3 50 Mk. Marke .Gistlifi* führen wir auch mit eleganter weißer Steppnaht 8871a Paar 400 Mk. ßaraniis für {eies Paar. QITbdebaus Qabmort, Gr S » diesem 4^ 5 pili-Späigi a Rflnpn**hebörd]ich geprfltt; • nffHfl H mii-Maco“getrtnk- S „JlJKLo '* ^®hU« erzielen | 6 fache Haltbarkeit! • R. SO Pl. u. M.1.20, za heb. m ® Drogerien ; bei Vorcmsdg. (Pono z 10 Pf.) durch I B.U3Me.,!i3ritor917 1 mak Im 9104 S lm 9104 bampoomeren (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen WarmiuD- Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Ptank Wwe. Svezial - Damen - Feister - und Haar-Geschäft SelterSweg 8u Delteroivea8 TpaiippH**® Schleier Slnsaa llflUCl Sollftraaü Flora Statt besonderer Anzeige. Heute mittag verschied nach kurzem Krankenlager mein innigstgeliebter Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder und Schwager Herr Louis Rosenthal Teilhaber der Firma Nathan Rosenthal im 54. Lebensjahre. Gießen (Frankfurter Straße 29 II), den 22. Dezember 1916. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Paula Rosenthal, geb. Katz. Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 24. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der isr. Leichenhalle des Neuen Friedhofes. Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 9120D Nachruf. Unerwartet wurde uns gestern unser Geschäftsleiter und Gesellschafter Herr Louis Rosenthal durch den Tod entrissen. Ausgestattet mit reichen organisatorischen Gaben, seltenem Pflichtbewusstsein und edler, opferwilliger Gesinnung hat derselbe seit Gründung unserer Gesellschaft seine reichen Erfahrungen und wertvolle Arbeitskraft für uns voll eingesetzt. Durch seine ausgezeichneten kaufmännischen Fähigkeiten hat er die durch die kriegswirtschaftlichen Massnahmen uns gestellten schwierigen Aufgaben in hervorragender Weise gelöst. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund, dessen wir stets dankbar gedenken und ein dauerndes und ehrendes Andenken bewahren werden. Vereinigte Gretreideh&ndler Gr. m. b. H., Griessen. 91350 Nachruf. Heute wurde uns unser hochverehrter Chef Herr Louis Rosenthal unerwartet durch den Tod entrissen. W^ir verlieren und betrauern in dem Dahingeschiedenen nicht nur den wegen seines Wissens und Könnens unentbehrlichen, bis zuletzt stets schafiensfreudigen Leiter der Firma, sondern auch einen gerechten, sorgenden Vorgesetzten, dem wir alle mit gleicher Liebe zugetan waren. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Herzensgüte, welche uns stets ein leuchtendes Vorbild sein werden, sichern ihm ein bleibendes Andenken bei uns allen. Die Angestellten der Firma „Vereinigte Getreidehändler G. m. b. H “ Heute nachm. 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante Frau Marie Best Witwe im 83. Lebensjahre. geb. Weidig 014016 Giessen, den 22. Dezember 1916. 91250 Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N. ; Wilhelm Best. Gießen (Steinstr. 52), den 22. Dezember 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. ds.Mts. nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute nacht 11 */ 2 Uhr mein lieber guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Onkel Friedrich Kessler sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Rosa Kessler Karl Clos und Frau, geb. Kessler Wieseck, 22. Dezember 1916. 14022 O TU Die ü"dvt Montag, 25. Dezember, nachmittags 2 Uhr. vom Sterbehause, Gießen er Straße 149 aus statt Die Bestattung des Assist.- und Bataill.-Arztes im Reserve-Infant.-Regt. 87 Dr. med. Fritz Wolff muss auf Anfang Januar 1917 verschoben werden. Bekanntgabe des Zeitpunktes wird noch erfolgen 9108 Todes-Anzeige. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber unvergeßlicher Sohn,Bruder,Schwager und Onkel Friedrich Knllbach Gefreiter d. Gebirgsmaschinengew.-Abtl. 227 Inhaber der Hess. Tapserkeitsmedaille am 8. November nach 20-monatiger treuester Pflichterfüllung im nahezu vollendeten 22. Lebensjahre den Heldentod fürs Vater- land gestorben ist. In tiefstem Schmerze: Heinrich Knllbach und Frau Karl Knllbach, z. Zt. i. Felde, u. Familie Heinr.Textor,z.Zt i Felde,u.Familie Aug. Knllbach, z.Zt.i.Felde, «.Familie Heinr.Kullbach,z.Zt.i.Feldeu.Familie Friedrich Textor und Familie Wilhelm Knllbach, z. Zt. in Garnison, und Familie. 9106 Garbenteich, 22. Dezember 1916. 1863 1913 Unser AlterSkollege Herr Louis Rosenlhal ist verschieden. Wir setzen unsere Mitglieder hiervon in Kenntnis mit der Bitte, sich an der Trauer- seierlichkeit zahlreich beteiligen zu wollen. 9U0 D Der Borstand. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste, sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden sagen herzlichen Dank Familie Wilhelm Brücke! Klein-Linden, 22. Dezember 1916. oncoo