llr. 299 Der Stetzcner Nrzek-« erfcheim täglich, außer Sonrffaqs. - Beilagen: ^ichrnerAamMenblütter; Rreisdlstt sür den Rreis Sietzen. Vezug5pre!ö: monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 3.65-. durch Ubhole- u. Zweigstellen monatl. 30 Pf... durch die Post D2.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernjprech - Anschlüsse: iür dieSchristleitungI12 Verlag,Gcschästsstelie51 Anschriit für Dradluach- Achten: Anzeiger Siehen. Erstes platt M. Jahrgang Mittwoch, 26 . Dezember 1 ( 9(6 eneral-Anzelger für ZNMmgsrunddrrlck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange.' Schristleitung, Geschästssielle b. Druckerei: Schnlftr. 7. psstjcheLonto: Frankfurt a.M. U 686 Vankverkehr: Sewertzeb«ml Gießen *>Ui‘ l*i.j , >.l die Lagesnmnmcr vis ,',umNachmittag vorher. Zeilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 29 Pf.. Vermietungen u. Stetlenge- suche 15 Ptz. auswärts 25 Pf., b Platzvorschrist 30 Pi., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschriit 90 Pf. Hauptschriffleffer: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und Land, Vernaschtes u.Ge- richtssaal:^Fr- R. Zen?. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. WTB.) GroheSHauptquartier,19. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Auf beidett Somme-Ufern wurde das Geschütz- und Mincnwerftrfeuer vorübergehend lebhafter. Nordwestlich und nördlich von N e i m $ sind französische Abteilungen, die nuch starker Feuervorbereitung gegen unsere Grüben vorgjngen, zurückgetricben worden. Krönt des Deutschen Kronprinzen. Am Nachmittag steigerte sich auf dem Ostuftr der Maas der Feuerkampf. Die Franzosen griffen den Fosses- ÄÄW «m. Die vor unserer Stellung liegende Ehambrettes-Fe blieb nach Nahkampf in ihrer Hand. An allen anderen Stellen der Angriffs-Front wurden sie abgewiefen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Ge ne ralfeld marschalls Prinzen Leovold von Bayern. Südlich des Narocz-Sees und südlich der Bahn Tarno- vol—Zloczow nahm zeitweise die Artillerietätigkeit zu. Front des Generaloberstcn Erzherzog Joses. Am Gutin-Tomuatek in den Waldkarpathen wurden russische Patrouillen, an der Vattputna-Stratze Angriffe eines russischen Bataillons abgeschlagen. Heeresgruppe dgs Generalfcldmarschalls von Mackensen. Bei Teilkämpfen wurden in den b e i d e n l e tz t e n T a - gen über tausend Russen und Rumänen gefangen eingebracht und viele Fahrzeuge — zumeist mit Verpflegung beladen — erbeutet. Zn der Norddobrudscha hatte der Feind seinen Rückzug über zwei ansgebaute Stellungen hinaus nordwärts fortgesetzt. Die Armee dringt gegen die untere Donau vor. Mazedonische Front. An der Struma Patrouillen-Unternehmungen, die für die bulgarischen und osnranischen Truppen günstig ausgingen. Der Erste Generalguartiermeister L n d e n d o r f f. « Der Abendbcricyr. »ft Mn , 19. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Von keiner Frortt sind besondere Ereignisse gemeldet. i Lloyd George, der neue englische Mnisterpräsident, hat gesprochen, hat dem Friedensvorschlag der Mittelmächte bu erwartete Absage erteilt. Der Wortlaut der Rede liegt - noch -nicht vor, aber der kurze Auszug, den das Wolff-Bureau ! uns vermittelt, läßt keinen Zweifel darüber, daß auf Frie- deirsverhandlunaeu vorläufig nicht zu rechnen sein wird, iOptimisten, die dem Frieden die weichen Teppichläufer legen , wollen, daunt er Einkehr halte, leisten sich auch jetzt noch Selbfttäuschulvgen. Die harten Morte Lloyd Georges seien vor dem Parlament gefallen, wo der neue leitende Minister ats Schasfer der Zukunft und des Sieges eines äußeren Erfolges bedürfe; im diplomatischen Verkehr aber werde er anders sprechen, und die Stimmung für den Friedensvorschlag sei dennoch im Wachsen. Wir bezweifeln dies. Denn m Lloyd Georges Rede fteht nicht einmal das halbwegs vernünftige Wort, daß Deutschland und seine Verbündeten genauere Bedingungen formulieren und bekannt geben mögen, und daß erst dann England eine entscheidende Antwort geben könne. Nein, Lloyd George greift darüber hinaus und erklärt uns ganz trocken, Europa müsse sich mit seiner Friedenssehnsucht vertrösten auf die Zeit, da es der Entente gelungen sei, die deutschen Armeen und ihre Verbündeten niederz uri nge n. Lloyd George kayn sich auch immernoch nicht von der Forderung von „Genugtuung" trennen, die Deutschland zu leisten habe. Der Geist und die Meinung des englischen „Diktators" sind noch dieselben wie sie aus seinen alten Reden hervor- leuchteten. Es ist nützlich und interessant, sich an seine früheren „klassischen" Wendungen zu erinnern. Dazu gibt uns ein heute bei uns eingelaufenes Büchlein des Ullstein'schen Berlages, „Kernworte des Weltkrieges", von Rudolf Rotheil, die erwünschte Möglichkeit. Als Finanz minister hatte Lloyd George am 19. September 1914 noch Vertrauen auf cinep gewissen Bundesgenossen bei seinen gegen den preußischen Militarismus gerichteten Zerstörungsplänen. Er sagte damals im Unterhauses „Es wird ein Tag der Freude für den deutschen Bauer, Handwerker und Kaufmann sein, wenn die preußische Militärkaste gebrochen ist." Diesen Wahn wird er ja heute aufgegeben haben. Wenn wir heule in seiner Rede lesen, daß er sein Volk zum „nationalen Fasten" während des Krieges heranziehen- will, so erinnern wir uns mit Vergnügen seines Wortes, das er am 28. Februar 1915 rn einer Arbeiterversammlung ausgesprochen hat: „Dieser Kartoffelbrotgeift der Deutschen ist etwas, das mehr zu befürchten als zu belachen ist. Ich fürchte ihn mehr als Hinden- burgs Feldherrnkunst, so erfolgreich sie auch sein mag." Als Minister für Geschoßerzeugnisse hatte Lloyd George schon am o. Juni 1915 große Organisationsabsichten: „Wir werden uns so ausrüsten, daß Großbritannien in diesem Kriege groß bleiben und nach ihm noch größer sein wird, als je zuvor." Heute klagt er: die Alliierten hätten durch die Lang- jamkeit ihrer Entschlüsse „Unglück über Unglück erlitten". v 5 ktzt will er die Schiffahrt verstaatlichen und den Zivildienst nach deutschem Muster ausgestalten. Ganz wie bei uns sollen alle Jndustrieunternehniungen danach klassifiziert werden, ob sie für den Krieg wichtig sind oder nicht. Am 13. Juni 1915 eiferte Lloyds George wiederum in einer Arbeiterversamm- lung: „Schießen, schießen, schießen! Sie können das nur erreichen, loenn Sie unsere Reserven mit genug Munition ausstatten. Dann werden Sie den deutschen Stahlgürtel unter dem unaufhörlichen Hämmern der britischen Geschütze krachen hören." Nun, die deutsche Organisation wußte und weiß auch dieser Gefahr zu begegnen. Noch sind die vielseitigen Hoffnungen des jetzige^ englischen Ministerpräsidenten nicht gebrochen. Er vertraut bekanntlich auch auf die Macht des Geldes, und sein Wort von den „silbernen Kugelt ist bekannt. Er sprach es am 8- September 1914, gleich nach Ausbruch des Krieges. Da nützen, wie sich jetzt gezeigt hat, vorläufig keine moralischen Anregungen. Vielleicht wird trotz Lloyd Georges Ausspruch Hindenburg über den Kartoffelbrotgeift hinaus uns Deutsche zum Triumph führen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Dez. (WTB. Nichtamtlich ) Amtlich wird verlautbart: 19. Dezember 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. In der Ost-Walachei ist die Lage im allgemeinen unverändert. In den beiden letzten Tagen wurden etwa 1900 Gefangene eingebracht und viele Fuhrwerke erbeutet. Heer esfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Im M e st i c a n e st i - Abschnitt brachen zwei nach starker Artillerievorbereitung einsetzende feindliche Jnfanterie- angrifft in unserem Abwehrfeuer zusammen. HecresfrontdesGencralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Stellenweise nahm die feindliche Artillerietätigkeit zu. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Bedeutung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Lloyd Georg?, führte inerter aus, n fei überzeugt, daß br« Neubildung des Kabinetts die für die Kriegszwecke geeignetste sei. Tie Lage habe einen schnellen Entschluß verlangt. Tie Alliierten Hätten durch die Langsamkeit ihrer Entschlftsse Unglück über Unglück erlitten. Tie parlamentarische Kontrolle werde durch die neuen Vorkehr rungen nicht geschwächt werden. Im Laufe des Krieges werde die Schiffahrt, die die Lebensader des Landes sei, im wahrsten Sinne des Wortes verstaatlicht werden. Tie Regierung hoffe, in Kürze nicht nur Pläne vorlegen zn können, amt den vorhan-, denen.Schiffen größere Leistungsfähigkeit zn geben, sondern auch für den B a u von Schiffen, um die großen Verluste aus- zngleichen. Im. weiteren Verlaufe seiner Rede ging Lloyd George auf die Ernährung-Zf ragen ein. Er forderte die Nation auf, die Negierung zn unterstützen, um die Nahrungsmittel so zu verteile!:, daß niemand Hunger:: müsse, tveil ein anderer zu viel habe. Tas Volk mLge sich für ein nationales' Fasten während des Krieges erklären. Wenn nicht die gesamte Nation einen Teil der Bürde des Sieges auf sich, nehme, werde sie aus dem schließlichen Triumph keinen Nutzen ziehen. Tic Regierung beabsichtige, unverzüglich einen Direktor des nationalen Ticnstes zn ernennen, dein .solvohl der bürgerliche lvie der militärische Zweig .des allgemeinen nationalen Dienstes unterstellt werden würden, doch würden die beide:: Tienstzweige vollständig getrennt geführt iverden. Bezüglich/ des Zivil- dien st es beabsichtige die Regierung damit zn beginne::, daß alle Jndustriennternehmungen danach klassifiziert würden, ob sie für den Krieg wichtig seien: oder nicht. Er z'iveiselte, daß man ein genügendes Arbeiterangebot erhalten werde. Wenn dies aber nicht der «Z-all sei, so werde er nicht zögern, sich die nötigen Befugnisse zu verschaffen, um seine Pläne durchaus wirksam zn machen. Lloyd George ging sodann aus die Kolonien ein und sagte, sie sollten hinsichtlich des Fortschrittes unb des Verlaufs des Krieges in fornreller Weise befragt werden. Er beabsichtige, bald eine Reichskonferenz einznberufen. ::nd beit Dominions He ganze Lage zu unterbreiten. Bezüglich der Beziehungen zu den Mtiierten erllärte Lloyd George, mar müsse mehr miteinander beraten, daß nicht jeder das Gefühl habe, daß jedes Länd seine eigene Front habe, auf He es achten müsse. Es sei eine gemeinsame Front vonnöten. Schließlich sagte Lloyü George, es sei eine der schmerzlichsten Erfahrungen seines Lebens, daß er sich von Asgnith habe trennen müssen, nachdem er lange Jahre unter ihn: gewirkt und niemals 'einen nachsichtigeren und gütigeren Führer gehabt habe. Darauf nahm der Premierminister unter lautem Beifall seinen Platz wieder ein, DaS englische Unterhaus. London, 48. Dez. (WTB.) Unterhaus. Donar Law kündigte an, daß die Regierung hoffe, die Vertagung des Parlaments würde am 22. Dezember cuftrctert und He neue Tagung tzeitig im Februar beginnen können. Ebenso deutete der Minister an, daß L loyd George wahrscheinlich imstande sein würde, seine Erklärung morgen abzugeben. Unter den Vorlage::, die noch vor der Vertagung erledigt wachen sollten, befände sich eine Kr ie g sanl e i hebill, welche das Schatzamt inftaub setzen wurde, eine Anleihe anszngcben, wenn es He Zeit dazu für geeignet halte, auch ohne daß das Parlament tage. A m st erd a m, 19. Dez. (WTB. Nichtamllich.) Wie einen hiesigen Blatte aus London berichtet wird, teilte Robert Eecil gestern in: Unterhause mit, He britische Negierurrg habe von den Regierungen aller neutralen Staaten He Zusicherung erhalten, daß Schiffe, He nur zur Verteidigung bewaffnet seien, in ihre Häfen eingelassen werden würden. M:r die niederländische Regierung habe das bisher verweigett. Dies habe in England erneu um so unangenehmeren Eindruck gemacht, als die niederländische Negierung niemals die Gesetzlichkeit der Bewaffnung von Handelsschiffen zwecks Selbstverteidigung in Zweifel gezogen habe. Er hoffe deshalb, daß die niederländische Regierung sich nicht weigern werde, derarttge Schiffe nt den niederländischen Häfen zuzulassen, umsomehr, als das neue englische Käbmett nicht langer dulden wurde, daß engl:, che Dampfer ohne den Versuch, sich zu verteidigen, vor ferndlichen Unterseeoooten funt Sinken gebracht werden. Eine Aeußerung der „Weftminfter Gazette". Das snedens-Angebo-. Die Antwort Lloyd Georges. London. 19. Tez. (WTB.) Meldung des Reutersck,en B::- reaus. T:e Rede Lloyd Georges wurde im Unterhause, mtt allergrößtem Interesse erwartet. Das Hans loar gedrängt voll und der Prensierminister wurde, als er sich, erhob, mit lautem Beifall enrpfangen. Lloyd George sagte: Unsere Antwort auf die deutschen Vorschläge rvird in vollem Einvernehmen mit unseren Verbündeten gegeben rverden. Jeder, der de:: Krieg verlängern wolle, würde die Schuld für das Verbrechen auf ferne Seele laden aber jeder, der den Kampf ausgebe, olme daß das Ziel erreicht tofafc würde persönlich He Schuld dafür übernehmen. Die Annahme der Vorschläge des deutschen Reichskarylers würden bedeuten, daß wir unsere Köpfe in eine Schlinge mit einem Seil daran stecken würden. Ohne Genugtuung (reparation) ist der Friede unmöglich. Die Verbündeten gingen in den Kr:eg, um Europa gegen den Ueberfall der Preußischen M: l: t ärk a st e zu verteidige::. Sie müssen a!n-f den voll- ständigen Garantien bestehen, daß diese Kaste niemals wieder den europäischen Frieden stören wird. Wir vertrauen lieber auf. unsere ungebrocheiw Armee, als mff ein gebrochenes Wort (Beifall.) Die Verbündeten werden binnen wenigen Tagen eine formelle Antwort erteilen. Der grobe Mißgriff mit Rumänien war ein Unglück, aber schlimmstenfalls kann es nur den Krieg verlängern. Um zu verhinden:, daß He Lage m Rumänien sich verschlechtere, habe er energische Maßregeln in Griechenland ergriffen. He seiner Meinung nach erfolgreich gewesen seren. England habe beschlossen. He Agenten Benizelos' an- tzuerkennen. Lloyd George tagte, er sei von'dem endgnlttgei: Siege überzeugt, wenn Nation sich von demselbei: Geiste beseelt zeige, lute He Armee an der Front. . i«>4wo. yciai-tainiiicg.j ^):e „Lv e i mrn st er Gazette" schreibt in einem Leitartikel: . Wir/gatten dafür, daß die «ttete: den Friedensvorschla Per Mttvelmachte, welches auch ihre Beweggründe oder ihre Ab ffchwiff fern mögen, beantworten müssen, well wir in einem Krieg begriffen und, nt dem.eine Riesenzahl von Menschenleben au dem ^-fnele steht. Inzwischen nrüsim wir sagen, daß He Aus Ur*! 11 öu,t an positives Ergebnis Hs Friedensvor Ntzges, wenn er tote jetzt verlautet, nicht mehr enthalt, als di Rede Bethmann Hollwegs :m Reichstag, außerorden t C i c ® s"6>- Deutschland rühmt sich, den ersten Sckwitt qetai zu Krben. Es mtt uns glauben machen, daß es trotz seiner glän zendeu Mllitarffchm Lage und Ansshchter: aus Gründen der Mensch lichkeit bereit fei, Vörichläge zn machen, die enre geeignete Grund läge ff,r einen elncnvollen Frieden bilden. Wenn Deutschland He ernst meuit, fft es offenbar leine Pflicht, mit einem Entwirr ^^rz-ukommen, der wenigstens in groben Umrissen um chrerbt, was es will, unt) zum Frieden zu gelangen. Wem: -Deutsch das verweigert, sind wir gezwungen, anznnehmen, daß sei: Ungebot nur eine Geste darstellt, die darauf berechnet war in eigenen Land und bc: den Neutralen Ellrdrnck zu Machen abe keurernstlicher Versuch, den großen Krieg zu beende::. TieV?ittel' pochte, d: euch rühmen, He mten Schritte getan zu haben, könne: Hülben lhttgke:t nur dadurch! beweisen, daß sie ihre Ziele ent .« Eine Erklärung Sonninos. Basel, 19 Tesenrber. (zf.) In der Kammer erklärt öDinnno, daß entgega: verich iedenen null au sende:: GerüciNen He Regierung HusickMch des Schrittes der Zenttalmäcbte zur Fnedensverhcmdlungen Verne konnten Vorsch^ vor sich, habe und nur den Xcrt der Note kenne, wie m bereit ff der Kammer veroffentlntt worden sei: Wcn>m spätere Borschi cZ eingetroffm, wurden wrr uns danfft befassen zu untersuchen wav .ru tun Ware Heute dattiber zn deputiere:: wäre prattlsch, :wch. e^ffchnft. ll-ebrigens muß durchaus sestqeballeu krerdni. daß fcm SJnWttbeto rftat cm>n tfrm aHcS z„gfg^^ Vorschlag in Erwägung zEckhen Etfcünte. Im AfstnvVyen Iutereffe Mtd mit Rücksicht auf die Verbündeten könne er jedoch keine Auskunft erteilen über die Art und Weise der auf den.Schritt her Mittelmächte zu erteilenden Antwort. Diese Antwort werde ver- ösf«rtlicht werden, sobald sie.festgelegt sei. Sonnnro führ fort: „Wir alle wünschen einen dauerhaften Frieden, aber einen dauerhaften Frieden bildet nur eine geordnete Regelung, deren Dauer nicht abhangen darf von der Festigkeit, mit der das eure Volk an das andere durch bindende Ketten geschmiedet ist, sondern von dem gerechten Gleichgewicht Mischen den Staaten, von der Achtung des Rationalitäten Prinzips, den R<>geln des Völkerrechts' und den Gründen der Menschlichkeit. Wir erstreben kein Knechtschaft oder Hegemonie, keine Bernichitrmg irgend eines Volkes. Zlngesichts -eines ernsthaften Vorschlags mit konkreten Verhandlungsgrundlagen, die den all- gern-.'Lnen Forderungen der Gerechltigkeit und der Zivilisation entsprechen, dürste sich wohl niemand von vornherein weigern, Ln Unterhandlungen einMtreten, aber bis setzt spricht auch nicht das geringste Anzeichen dafür, das; man es hei dem Angebot der Ze.rtralmech.tB rnit einem solchen Falle zu tun hatte. Vieles sogar spricht direkt dagegen. Der prahlerische Ton und der Mangel an Ernst, der die Einleitrrng der Rote kennzeichnet, flössen durchiirus kein Vertrauen ein. Pflicht der Negierung ist es, das Volk davor zu bewahren, sich durch falsche Spiegelbilder angeblicher Verhandlungen täuschen zru lassen. Zum Schlüsse richtete der Minister des Aeustern an die Abgeordneten die beschwörende Bitte, weder eine Tagesordnung cm- zünehnren, noch auch nur %ux AbstimMMtg zu bringen, dre sich nicht auf den einfachen Ausdruck des Vertrauens zlur Regierung be- schrsnke. Heute sei im höchsten Grade notwendig, daß die Regierung nach traten sowohl wis^ nach misten eine freie und starke Aktioch entfallen könne. Ties ,ei rarr möglich«, wenn die Regierung das vÄle ganze urcd offenbare Verl-rauen des Parlaments genieste und offen-sichtlich geirieste. Die Rede Somrinos wurde des' öfteren durch lebhaften Beifall ratd andere Kundgebungen unterbrochen. Zum Schlüsse wurde AnWag der R-lche beschlossen. Mach Sooninv ergriff Boselli das Wort imd verlangte von der Kwmrvec Annahme der einfachen Tagesordnung mit dem Ausdruck des vollen., ganzen und absoluten Vertrauens zur Regierung. In Namentlicher Abstimmung wurde diese Tagesordnung mit 352 qcqssi 41 Stürmten angeriomirmn. * Der PaSst. London, 18. Dez. (WTB. Richtamtlich.) ..Daily News" meldet aus Rom: Bon z-uverlästlicher Seite verlautet, dast der Pabst beschlossen Hobe, in der Angelegenheit des deutschen Friedensangebots weder vermittelnd aufzutrcten, noch zugunsten der Annahme der deutschen Friedensbedingungen seinen Ein flußgeltend zu machen. Ter Papst füvchte, daf; ldas eventuelle scheitern der Friedensäk!«m zu seinen Bemühungen in Beziehung gebracht werden kö nnte. Die Bevfolgung in Rumänien. Amsterdam, 19. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Times" meldet aus Jassy: In Jassy und anderen Mol- danstLdten kommen unaufhörlich Flüchtlinge aus der Walachei an. Die Bevölkerung von Berlat ist auf das Dreifache gestiegen. Galatz und Braila sind überfüllt. Die Flüchtlinge find hauptsächlich Städter. Die Bauern bleiben ans dem Laarde und legen gegenüber den eindringenden. Feinden eine große Gleichgültigkeit an den Tag. Der bulgarische Bericht. Sofia, 18. DeA. (WTB.) Dwicht des Äeneralftabes vom 18. Dezember: Mazedonische Front: Dom Prospa-See bis Mn Wardst schwaches feindliches Artilleriefeuer, das rarr etwas lebhafter war im Cerna-Bogen, aus dem linken Wardarufer und in der Gegend der Belafioa Planina. Vereinzeltes wechselseitiges Artil- fenefttter und PatvouMenunternehrmm gen am Dorran-See. Lätrgs der Strnma ArtillerietätigLeit und Patrouillenrarternehmtlrrgen. Rumänische Front: In der Dobrudscha erreichten die verbündeten Trappen die Linie B a b a d a g—O strova. U nsere Kavallerie ist in die Stadt Babadag ern g ezogen. Die Russen zünden auf ihrem Rückzug die Dörfer an. Die einigermaßen wichtigen Gebäude in Babadag wurden durch den Feind zerstört. In der östlichen Walachei dauert der Vormarsch am Die verbündeten Truppen überschritten den Calmatzrrit-Fluh. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 19. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht vom 18. Dezember. Persische Front: Für uns günstige PaLrmnllen- und Erkundungsgefechltr. !An dm anderen Fronten hat sich nichts von Bedeutung ereignet. In der Dobrudscha setzten unsere Truppen im Zusammenhang Mit denen der Verhüteten die energische Verfolgung des! Feindes fort. Wir machten am 15. und 16. Dezember über 110 Gefangene. Der französische Bericht vom 18. Dezember. 2 Uhr nachmÄtags : Südlich der Somme wurde eine feindliche Aotellung, toelche an die französischen Truppen südlich von Beruh hevauMkommen suchte, mit Handgranaten zurückgeschlagen. Auf dem rechten Ufer der Maas machten die Deutschen im Anschuß an das im gestrigen Cormnunique gemeldete Bornbardement AU Ende des Tages einen heftigen Gegenangriff auf die) neaen französischen Stellungen. Sie vermögen nur bei den Chambrettesgehö ften an einem Punkte Fuß zu fassen. Die Franzosen halten jedoch das unmittelbar daran angrenzende BorgeLände weiter in der Hand. Die Zahl der von den Franzosen feil demj 15. Dezember auf der Front von Verdun eingebrachten und mm) i Gefangen en erhöhte sich auf 11387, darunter 284 Offiziere. Das erbeutete oder zerstörte Material umfaßt 115 Kartonen, 44 iMmeuwerfer und 107 Maschinengewehre. Sonst überall ruhige stLacht. 11 Uhr abends: Südlich der Somme ziemlich arvste Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien im Abschnitte von La Matsonette., .Heute früh 4 Uhr wurde eine deutsche Abteilung, die einen Handstreich auf unsere Gräben südlich von Fresnes versuchte, mittels .Handgranaten abgewiesen. Auf dem rechten Maasufer warfen unsere Truppen den Feind im Verlaufe eines lebhaften Gesetzes •triebet aus dem Gehöft Les Chambrettes hinaus, das wir neuerdings ganz in unserem Besitz halten. Wir erbeutet«: zwei Maschinengewehre. Auf der übrigen Front zeidveilig unterbrochenes Geschütz jener. Ein feindliches Flugzeug warf 5 Bomben auf Alt- Thann ab, ohne Schaden zu verursach«:. Ortentarmee: Anhaltender Nebel auf der mazedonischen Front. Kein wichtiges Ereignis zu erwähnen. * * * Haftbefehl gegen Benizelos. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- sche Bureau meldet ans Athen, daß die Regierung des Königs Konstantin einen Haftbefehl gegen Venize- los wegen Hochverrats ansgefertigt hat. Der Seekrieg. Ein englischer PferdetranSportdampser versenkt. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admivcv- lität meldet amtlich: Der leer nach Westen fahrende Pferde- transportdainpfer „Russian" (8625 Bruttoregisterronnen.) ist Bewandertsten nach Erprobtesten kühnlich aufnahm. I fa, 1 ihn aber gerade auch als Diplomaten an-Uuerkennen, zog chn Bistmrrck nach der Unterzeichramg des Präliminarfriedens noch zu den weiteren Friedensverhandlungen als deutschen Bevollmächtigten zu und ließ ihn das Frankfurter Protokoll mit uürteT^eich^n. Nvch^ zweimal hat dann Fürst Donnersmarck in den deutsch-ffranzösischen Beziehimgen eine Rolle gespielt. 1878 suchte er — ebenfalls im Auftrag Bismarcks — als der bekannteste und beliebteste Deutschparffer eine Zusammenkunft zwischen Gambetta und derp AltreichskaMer ztu vermitteln. Gambetta wollte Frankreichs Heeres macht riesenhaft entwickeln und suchte Anknüpfungen für künftige Bündnisse mit England, Italien und Rußland — große, höchst modern lurmUtende Pläne, die erst in der Zeit Eduards VII. reiften. Damals mußten sie erstickt werden, konnten sic cs noch. Schon waren alle Einzelheiten einer Reise nach Barzin vereinbart, als Gambetta _ im letzten Mrg-enblick zurückwich. Er fürchtete, durch seine Reise zum „Ungeheuer" (le nwnstre), wie er Msmarck immer nannte, seine Volkstümlichkeit zu zerstören. Graf Henckel ließ Mar nicht locker. ■ Es kam 1882 wirklich zur Reise Gambettas nach Friedrichsruh. Aber die Zusammenkunft mit Bismarck fand schließlich doch nicht statt, wie es scheint, weil mm Msmarck aus reiflichen Gründen nicht mehr wollte. Roch einmal unter Bülows Kanzlerschaft unternahm es Fürst v. Donnersmarck, die immer drohwtder werdende politische Lage aufzuheitern. Er wirkt e im Mai 1905 im diplomatischen Aufträge in Paris, um die nach der Marokkoaffäre zwischen Frankreich und Deutschland entstandene Krisis zu beseitigen. Er hatte den Erfolg, den Ausgleich mit dem französischen Ministerpräsidenten Romner zustande zu bringen und der Sturz DelcassSs totird nicht zuletzt dem Wirken des nun dahingeschiedenen oberschlesischen Mag- ^ netten zugeschrieben. AVer das Unheil war im Gange, und er, der mächtige, einflußreiche Vertreter Deutschlands kmrnte mit allen seinen Bezieh,mgen und Bemühungen die weitere Vorbereitung der Weltkatastrophe racht aufhaltem Noch über sein Grab hinweg tobt der entsetzliche Krieg, der ihm, dem „internationalen" Grandseigneur als ein Zusammenbruch der europäischen Kultur und Zivilisation erscheinen mußte. Der 86 jährige Greis hat sich ftr diesem Wirbel nicht mehr zurechtgefunden. Aber er hat zeitlebens fürDeutsch- l and gewirkt, und noch sein gewaltiger Nachlaß ist ein wertvolles Stück der deutschen Kriegskrast. A«» Stadt rrnv Land. Gießen, 20. Dezember 1916. Hilfsdienst und Studentendienst. Auf Montag, den 18. Dezember, abends 8 Uhr hatte der Rektor der Landesuniversität _ eine Studentenver- hatte der Rektor der Landes Universität eine Studenterrver- sanrmlung einberirfen, die sich eines starken Besuches erfreute. Der Rektor, Professor Dr. Schi an, eröffnete die Verhandlungen mit einer Darlegung' über die Einwirkungen, welche das neue Gesetz über den vaterländischen Hilfsdienst voraussühtlich auf den akademischen Studienbetrieb ausüben wird. Eine Schließung der Universität ist demnach nicht zu erwarten, auch nicht eins solche einzelner Universitäten. Auch in Gießen wird der Unterricht seinen Fortgang rrehmen. Die Universitäten sind behördliche Einrichtrmgen im Sinne des § 2 des Gesetzes; die an ihnen tätigen Dozentur sind also als solche im vaterländischen Hilfsdienst tätig. Auch dem Fernsteherrden wird die Notwendigkeit dieser Maßregel deutlich, wenn er an die zur Universität gehörenden medizimscheu Kliniken sowie an zahlreiche Universitätsinstitute denkt, die starrdig von den Militärbehörden und wirtschaftlichen Behörden nrit wichtigen Ausgaben betraut werden. Auch der Umstand, daß zahlreichen Kriegsbeschädigten, die zu keiner HilDdienst- arbeit mehr fähig sind, die Möglichkeit zur Fortsetzung des Studiums gegeben werden muß, spricht mit. An die hilfsdienstsähigen Studierenden wird in Kürze ein Aufruf zur freiwilligen Meldung ergehen: die Universität wird dann eine Zentralstelle für solche Meldungen einrichten und sich bernühen, jeden an den rechten Platz zu stellen. Privatdozent Dr. Briefs, der Stellvertreter des ins Kriegs-' eruährungsamt ein berufenen Nation alökonomen Professor Dr. Skalweit, sprach sodann über die Mitarbeit der Studentenschaft an der Lösung der Frage der Bolksernährung. Als ein besonders dankbares Arbeitsfeld für die Studierenden bezeichnete er die Mithilfe: bei der Aufklärung der Landbevölkerung, über die von Feld- marschall von Hindenburg geforderte stärkere Versorgung der städtischen Arbeiterbevölkerung mit Nahrungsmitteln, sowie die Beseitigung der vielfack-en Mißverständnisse, die hüben und drüben zur Trüburrg des Verhältnisses zwischen der städtischen und ländlichen' Bevölkerurrg beitragen. Es folgte dann eine Ansprache von Geheinrrat Haupt über den vaterländischen Studentendienst, insbesondere über die äußerst wünschenswerte Betätigung der Studenten und Studentinnen im Dienste der Jugendpflege, die durch den Krieg und die in seinem Gefolge aufgetretene Verwahrlosung und Verwilderung der ju.gend- lichen Kreise vor besonders schwere Aufgaben gestellt ist. Auch die eifrige Beteiligung der Studierenden an den für die militärische Vorbereitung der Jugend geschaffenen Einrichtungen sei dringend zu wünschen. Der Rektor schloß die Verhandlungen mit einer zündenden und mit begeistertem Beifall aufgenommetcen Aufforderung an die Studentenschaft, in dieser Schicksals stunde unseres Volkes ihre ganze Kraft und Hingabe für das Wohl des >Bater- landes einzusetzen. * Auszeichnung. Dem Gefreiten Heinrich Schwarz I. von hier, im Feld-Art.°Rqt. Nr. 111, wurde wegen tapferen Verhaltens in den Sommekämpfen am 3. Dezember 1916 die Hessische TapferkeilsmedaMe verliehen. ** Von der Feuerwehr. Letzten Sonntag nachmittag 1.45 Uhr bemerkte der Posten vor Gewehr beim Eingang des Land sturmlagers in der Kaiser-Allee Feuer im Dachstock der städtischen Kaserne. Die Brandwache des Land- stu-rrn-Jnfanterie-Ersatz-Bataillons benachrichtigte sofort die städtische Feuerwehr mittelst Feuernrelders, gab durch Telephon den Ort des Feuers an. Die Wehr rückte sofort nach der städtischen Kaserne ab. Dort bramrte das Dach des Mittelbaues. Die Brandwack>e des Landst.-Jnf.-Ers. -Bat. ging mittelst eines Schlauchganges durch den Treppenbau gegen den Brand vor, während Mannschaften des Ersatz- Bataillons 116 mit lleinem Löschgerät (Wassereimern und Kannen) dem Feuer energisch zuleide gingen. 6 Mirruteni nach der Benachrichtigung traf die städtische Feuerwache mit der Motorspritze auf dem Kasernenhof ein, nahm einen Schlauch nach dem Dachstock vor und bekärnpfte, da der Druck der Wasserleitung bei dem hochgelegenen Gebäude naturgemäß sehr gering war, den Brand erst mittelst einer tragbaren Handspritze. In der Zwischenzeit wurde die Schlauchlinie mit der Motorspritze verbunden und dann von dieser aus das Feuer in-kurzer Zeit gelöscht. Durch das, schnelle Eingreifen der Larrdsturlnbraudwache, der übrigen Mannschaften und der städtischen Feuerwehr gelang es, das Feuer im Entstehen zu ersticken, so daß nur geringer Schaden entstand. — Bemerkt sei noch, daß die städtische Feuerwache, deren Besetzung infolge der vielen Einberufungen nur noch unvollständig erfolgen kaim, in letzter Zeit zu einigen kleineren Hilfeleistungerr, u. a. auch zu einem Zimmerbrand in der Kaiser-Allee gerufen wurde. Ganz unbegreiflich aber ist es, daß sich noch Menschen finden, die die Feuerwehr böswillig alarmieren und" den wenigen Mannschaften den Dienst umiötiA erschweren. Bis jetzt fanden in diesem Jahre allein 18 böswillige Alarme statt, ein Zeichen, daß die Unfugtreibenden in der ernsten Zeit nicht ab-, sondern zunehmen. ** Iungwehr. Mittwoch, 20. Dez., 8V 4 Uhr: Komp. 620: Realgymnasium. Komp. 621: 1. Abt. Ober-Realschule, 2. Abt. Gymnasium. *^Die Goldänkaufstelle bittet uns, mitzuteileu, daß in der Zeit vom 23. Dezember bis 2. Januar einschließlich die Geschäftsräume geschlossen bleiben. ** Erhöhung der Kohlenpreise. Eine Erhöhung der Preise für Koks, Stein- und Brairnkohlm wird sich trotz der entgegen sie--enden großen Bedenken, die allgemeinen Lebansbedin^ gungen noch stärker ztc belasten, nicht vermeiden lassen, will man nicht Gefahr lauferr, die Leistungsfähigkeit des heimischen Bergbaus! aufs Spiel zu setzen. Begründet ist die notwe^wig gewordenes Preiserhöhung in den besonders seit Sommer dieses Jahres stark gestiegenen Selbstkosten der Bergwerke, eine Steigerung, die seit Kriegsausbruch eimxt 4 Ml. für die Tonne Förderung ausinaa-t. Zu den Selbstkosten komnren noch die besonderen KriegSausgaben, die dauernd weiter steigen. Um einer Beeinträchtigung des Bergbaues vorzubeugen, ist die Kohlenpreiserhöhung schließlickr von den zuständigen Stellen genelTmigt worden. Sie wird Mrigetks bei Braunkohlen nur 10 Pfg. für den Zentner, bei Steinkohle,', etwa 20 Pfg. betragen. — Tie Bevölkerung könnte selbst wesentlich dazu beitraepm, den Kohleüverbrmtch zu verringern, wenn sie sick- entschlösse, statt Stenikohlen und Briketts Koks zu fcuerrr. ** Tie Hessische La za reti ze itung Nr. 34 enthält in ihrem Hauptteil: „Weihnacht!" Geoickst von Conrad Ferdinand Meyer; „Tie hnlige Nacht" von Sekma Lagerlöf; „Wie loir es erlebten" von Musketier R. Kräh, zurzeit Sanatorium Tr. Kohn- stamm, Künigstein i.T.; „Kleinste Landwirtschafüm für .Kricgshe- schÄdigte II."; „Versicherimgsreckstlickie Fragen"; „Kleine ^Rft- teilungen"; „Laz-arettberatung"; „Vom deutschen Geiste" : „Rätsel- ecke". Tie Gießener Beilage hat folgMlden Inhalt: „Weihnacht" von Vdarie Sauer; „Weihnachten 1916" von Dr. Sch.; „Dre SelbsthÜfe" von Hans Förster; „Im Dezember 1870"; „Soldatenheim"; „Arbeitsnachweis": „VMimrdetemmterrich^^. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. 9lb heute Vis 22. Dezember spielt in dem Lichtspielhaus die große Tragödin Maria Carnri-Vollmöller in einem dramatischenKtmstNlm in vier Akten „Für den Ruhm des Geliebten". Außerdem wird ein entzückeitdes Lustspiel in zwei Akten gegeben „Die Ehe des Herrn Mac Allen". Eine Illustration zu der Frage: Wer ist der Herr im Hause, der Mann oder die Frau? ** Das heutige Kreisblatt Nr. 164 enthält Bekannt- machtmgeir über Wolle und Wollwcwen: Arbeitzeit in Schuch' tvarenbetrieben; Neichsversick-erungsordnung; gesäuerte Rüben; Ersparnis an Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln: Veräußerung und Enteignrmg von .Milchkarterr; Iagdpachtstempel; Buck)«ckern und döack-eickprng, sowie eine GinlaÄung zu enter außerordentliche:» Sitzung des Kreistages des Kreises Greßen. Landkreis Gießen. O Ettingshausen, 20. Dez. Mtrsketier Hrch. A l b a ch im Ini.-Rgt. 168, Sohn von Philipp Albach, erhielt die Hessisch« Tapserkeitsmedaille. ga. Grünberg, 20. Dez. Verdutzte Mienen machten am Sonntag eine größere Ärrzahl Hereingefalleiter, die eine durch Plakate angekündigte Känernatographen-Vorstelluny im Gasthaus zum Rappen besuchen wollten, zru der sie dir Eintritckarten im Vorverkauf erworben hatten. Der VortragÄünftler hatte Vorstellung Vorstellung sein lassen urtd anscheinend die eingezahlten Boroer» kaussgelder als angenehme Erinnerung an einen leichten Verdienst oder als Reisegeld für die Fahrt nach UnbekkrmrtwvNn in Anspruch genommen, obgleich ein Teil davon entern wohltätigen Zlvecke zugeführt werden sollte. O Q ueckbvrn, 20. Dez. In großer Lebensgefahr sckwel»- ten vorvorgestern die Passagiere des 1,20 Uhr von Grünberg nach Lich äbfal-renden Zuges der Nebenbahn. Durch ein Sgnal der Staatsbahn irre gervorden, )vcrr der Lokonrotivfithrer abgefahren und hatte das Zugpersonal zurückgelassen. Die Geistesgegenwart rtre« JWifeiro*«, b«chk den Kr« «mn D-r «e Brmv- ja Jcflltcn tuwc bet der Fahrt an den Abhängen der Grünberger Vohe em Unglück rmvermewlich gewesen. ^. o- ^ E e '"buch, ' 20 . Dez. Schlitze Ludwig B a l s e r, jüngerer ^ohn des -andwtrtS Johannes Balser I. dahier, in einer Vlafchinen- gewehr-Kompagnie au der Westfront stehend, erhielt für mutvolles verhalten vor dem Feinde die Hessische Tapsorleitsmedaille. Kreis Lauterbach. M, Lantervach, SO Dez. Sechs Hunderts ünfz ig -ür u r st e zu Jt 1 Psund spendete bte Stadt Lauterbach ihren Feld- grauen als Weihnachtsgeschenk. Es ist dies ein Zeichen, daß die Borstentiere trotz vielen Absterbens an Rotlauf im Bogelsbcrg nock> genügend zur Verfügung stehen, denn sämtliches zu den Wursten benolntte 6 'lnsch konnte ohne Anrechnung auf die hiesige JcTKiIrmms n “ne Fleilchlorte abgegeben werden. Bei der Spende Junten natürlich nur diejenigen Krieger bedacht werden, deren Adresse nach vorheriger Bekanntmachung auf der Bürgermeisterei durch dre Angehörigen angegeben wurde. Kreis Friedberg. . ' 0' L 'j. c ^ i !' r Ö '20. Dez. Im sehr gut besetzten Festsaal der Augustine" ckncke hielt am letzten Donnerstag, dm 14. De- Or.O.Drehl den ersten Vertrag ab. den der Bolks btft u 1106 herein m diesem Winter veranstaltete. Pros. Diehl hatte sich tu' Ausgabe gestellt, in den schweren Tagen unserer Gegenwart uns einen Einblick zu geben in Kriegsnöte imd Kriegssorgen früherer -vage mch er hat diese Aufgabe bei seiner vollen Beherrschlmg ,des Sto^s glänzend gelöst. Er führte uns hinein rn die Note, di? dre Stadt Friedberg in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges zu bestehen hatte, Und zeigte mrs, wie inan damals sich zu Helsen suchte. Da der Vortragende vielfach die Ausführungen eines Zeitgenossen, des wackeren Friedberger Predigers Hartrmmn Coeidius zu seinen Zuhörern sprechen ließ, wurde die Zeit in all ihren menschlichen Bedrängnissen und Kümmernissen ikmmttelbar lebendig, wie es denn der Vortragende in seiner packenden, volkstümlichen Redeweise ausgezeichnet verstand, uns dieses Stück Vergangenheit der Stadt Friedberg Und der Wetterau mitfühlend erfassen zu lassen, so daß sogar die toten Zahlen zu lebendiger Anschaumrg, erwuchsen. Der Vortvag klang in das Bekenntnis aus, daß wir auch heute noch aus dieser Zeit lernen könnten für unser Verhältnis Zu den gegenwärtigen Zeitlänfen, und entließ doch »vohl jeden mit dem Bewußtsein, daß die Einschränkungen. die die jetzige Kriegs zeit uns auserlegt, gemessen an dem Leid jener Tage des 17. Jahrhunderts, noch immer rocht erträglich erscheinen dürsen. Lebhafter Beifall der zahlreich Erschienenen dankte den belehrenden, fesselnden Asusführungen des Redners. Q. Bad-Navheim, 20. Dez. Die staatlichen Badehäuser 'und die Badekasse bleiben an den Weihnachtsfeiertagen und am Neujahrstag geschlossen. Das Kurhaus bleibt an diesen Tagen wie an anderen Lagen in allen Teilen geöffnet und finden täglich zwei Konzerte der Kurkapelle statt. — Für die in Bad-Nauheim l^esindlichen Verwundeten veranstaltet das Rote Kreuz gemeinsam mit der Großh. Bade- und Kurverwaltung am Samstag, den 23. Dezember im großen Saale des Konzerthanses eine Weihnachtsfeier mit Konzert und Bescherung. Krris Wetzlar. ra. Wetzlar, 20. Dez. Vom Marktausschuß sind für daS Jahr 1918 folgende Daten festgesetzt und wurden zur Beschlußfassung einpfohlen: 6 . Januar (Biehmarkt), 27. Februar (Kram- und Diehmarkt). 6 . März (Viehmarkt), 80. März (Kram- und Vieh- markt), 17. Avril (Viehmarkt), 1. Mai, 12. Juni, 31 Juli, 21 . August, 16. September, 16. Oktober jemals Kram- und Viehmarkt, 18. Dezember (Krammarkt). Mit der Festsetzung der Märkte waren die Stadtverordneten einverstanden. ».Krofdorf, 20. Dez Die Gerichtstage für Krofdorf werden im Geschäftsjahr 1917 abgehalten am 5. Februar, 2. April, 4. Juni, 2. Juli, 17. September. 5. November und 3. Dezember. ra. 21 u § dem Hohenfo lmser Land, 20. Dez. T ie Nachfrage nach D i e n st p e r f o n a l ist fortgesetzt sehr rege. Früher galt der dritte Weihnachtstaq als Wandertag, jetzt werden aber Knechte und Mägde auch für spätere Termine <1. Februar oder 1. März) gedingt. Ihr Lohn ist gegen früher nicht selten auf daS Doppelte gestiegen. d. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Dez. Die bisher von den Landwirten des Kreises znr Ablieferung gekommenen Buttermerlgen reichen hei weitem nicht aus, um die ffrr die Verteilung an die Bersorgungsberechtigten in Aussicht genommene Wochenkopfmenge zur Verteilung zu bringen. Um eine bessere Fettversorgung der Versorgungsberech- ttgten zu ermöglichen, hat der Vorsitzende des Krtzisausschusses die aus den Kops der Selbstversorger wöchentlich entfallende Menge Speisefett auf 125 Gramm festgesetzt. — Vom Rheinischen Viehhandelsverband ist dem Kdmmunalverbande eine gewiße Menge Speck überwiesen worden. Der Speck ist den einzelnen Bürgermeistereien zum Weiterverkauf an die Kjreiserngesessenen und zwar in erster Linie an die unbemittelte Bevölkerung, die nicht hausgeschlachtet hat oder hausschlachten kann, abgegeben worden. Die stlbgabe erfolgt ohne Fleischkarten. Der Preis beträgt 3,35 Mk. für das Pfund. Hessen-Nassau. — Fra nkfvrt a. Mi., 20. Dez. Aus der Kreuzung der Mainzer Landstraße nrit der Franksurt-Limburger-Eisenbahn wurden heute vormittag die auf dem Bahnkörper arbeitenden Steinsetzer Assion und Müller von dem Limburger Personenzug überfahren und auf der Stelle getötet. s> Aus dem Kreise Marburg, 19. Dez. Aus Anregung des kürzlich hier gegründeten Vaterländischen Hilfsausschusses »will der Unterverband der Raiffeisen-Bererne in allen Landvrten eine rege Tätigkeit zur ErnsaMmlnng von Lebensmitteln aller Art ^vecks Versendung an die Munitionsarbeiter in die Wege leiten. Gelegentlich von zu veranstaltenden Familienabenden und Versammlungen in den Dörfern soll auf die hohe Bedeutung Idieser Fürsorge ffrr unsere Munitionsarbeiter, die in der Lage bleiben müßten, für unsere Kämpfer draußen die Waffen zu kiefern, hingewiesen werden. Jv der letzten Unterverbandsversammlung fdeü Raiffeisen-Vereine, in der diese Angelegenheit besprochen wurde, verfehlte man auch nicht, daraus hinznweisen, wie schimpflich es fei. wenn die Landleule aus die hohen 2ln geböte der Aufkäufer in® Hamster ein gingen und die Lebensmittel dann dabin kämen, wo sie nicht lytn sollten. g. Eschwege a d. Werra, 19. (De ; Die Stadtverordneten stimmten dem Ortsstatut über die Einrichtung einer städtischen Müllabfuhr an st alt und der Gebüt renordnung zu. Die Gebühren werden nach dem Mietzins der Häuser berechnet. In der Sitzung Jam die üble Lage der Stadt hinsichtlich der Butterversvr- gung tzu.r Sprache. Der Kreis labe statt der nötigen 18 Zentner nur rpnd 11/2 Zentner wöchentlich geliefert. Für Weihnachtspakete an unsere Feldgrauen bewilligten die Stadtverordneten 500 Mark. Die Polizeistunde in unserer Stadt ist auf 10 Uhr abends festgesetzt worden. X Fulda, 18. Dez. In den Städten Fulda, Marburg. Hanau und Kassel ist die P 0 l i z e i ft u n d e für Wirtschaften und Eafts aus 11 Uhr abends festgesetzt worden. Vermischte-. Schlagwkttcrcntzündung. Berlin, 19. Dez. Aus München wird gemeldet, daß sich in der Penzberg er Grube bei der Einfahrt der Morgenschicht eine heftige Schlagwetterentjündung ereignete, wobei 35 Berg - leute zum Teil so schwer verletzt wurden, daß an ihrem Aufkommen gezweiselt wird. Zum Tode verurteilt. Schweidnitz, 19. Dez. Das Kriegsgericht verurteilte gestern den Landsturmmann Kraft aus Scbwerduitz, der am 4. November in Bögendorf, Kr. Schweidnitz, die Wirtschafterin Unversicht erstach, zum Tode, und wegen verschiedener anderer Delikte, wie Einbruchs- diebstahl, zu 15 Jahren Zuchthaus und lebenslänglichem Ehrverlust. Bon einer Lawine überrascht^ Kempten, 18.Dez. (WTB Nichtamtlich.) In den Obers- dorser Bergen ereignete sich gestern vormittag ein schrveres B e r g ll n g l ü ck. Fünf Soldaten machlen einen Ausflug aui die Sonuenköpse und wurden dort von einer Lawine überrascht. Drei von ihnen wurden in die Tiefe gerissen. Aufgebotenes Militär schaufelte die Verunglückten heraus, von denen bereits zwei tot waren. * * Krefeld. 19. Dez. (WTB. AmUich.) Auf den: Bahnhof Krefeld-Linn ereign-ete sich am 18. d. Mts. gegen 6 Ulm 'abends ein größerer Eisenbahnunsall. In einer in. einem Neben geleis fahrenden Nangierabteillmg entgleiste ein leerer Güterwagen, der in die Trahtleitungen der Weichen nnd Signale geriet. Dadurch wurde ein Einfahrtssignal ohne Mitwirkung des Beamten mrs Fahrt gezogen nnd eine Weiche nmgelegt. Der im selben Augenblick von Uerdingen kommende Güterzug 6274 fuhr ans dieses Signal hin in ein falsches Geleise ein imd stieß aus den in diesem Geleis Mtenden Güterzug 6311. Durch den heftigen Zusammenprall wurde ein Zugff'lhrer getötet, zwei Zug bedien st ei schwer und mehrere leicht verletzt. Außerdem entgleiste eine Anzahl Wagen nnd wurden beschädigt. Der Sachsck>aden ist verhältnismäßig gering. Eisenbahnbedienstete kommen für die Schuldsrage nicht in Betracht. Der Güterzugbetrieb wurde für einige Stunden gestört. *Der Aufschneider. Im Hasen vo'n Saloniki, so erzählt ein französisches Blatt, unterhalten sich ein alter Grieche und ein französischer Soldat mit historischen Betrachtungen, wobei jeder bemüht ist, die Bedeutung seines Landes besonders herauszm streichen. „Mein Land," erklärt der eine, „war stets das erste in der Welt, nicht nur in der Kunst und der Literatur, sondern auch in der Wisseuschast. Im Verlause von Ausgrabungen jahrhundertealter Ueberreste fand man in einer Tiefe von 15 m zwei Pfosten, die durch einen Kupferdraht verbunden waren. Dies beweist, das; schon unsere Vorfahren den Telegraphen erfunden hatten.' Der andere schweigt einen Augenblick vor dieser verblüffenden Logik, saßt sich aber dann lind erwidert - „Das ist sehr schön, 'wirklich, aber auch bei nnS hat man historische Ausgrabungen veranstaltet. Man hat 35 m lies gegraben und nichts gefunden.. / „Ab. ab," triumphicn der erste; doch der zweite fällt ein: „Ja, man hak nichts ge den - >vas einwandfrei beweist, daß unsere Vorfahren bereits d- drahtlose Telearaphie verwendeten.' Arbeiterbewegung. Sem, 19. Dez. (WTB.) Der „TempS" meldet aus Madrid: Em G en era l streik vom 24 Stunden, der für ganz Spanien als Protest gegen die Lebensmittelteuermrg angekündigt war, hat am Montag statt gefunden. Fabriken, Läden und eine gewisse Anzahl Bureaus bliebert geschlossen. Die Zeitungen erschienen nicht. Die Behörden ttafen umfassende Sicherheitsmaßnahmen. Die Gefahr eines Eisenbahnerstreiks scheint beigelegt zu sein. Der Warenverkehr wird nicht unterbrochen. Ministerpräsident Romanones und der Minister des Innern Jimenez erklärten, daß der Streik nach ihrer Ansicht unberechtigt sei, da die Regierung für die Ernährung und die Hygiene des Lcaides alles getan habe, um eine Krise für die Arbeiterschaft unmöglich zu machen. Universrtäts.Nackrrchten. ha. Marburg, 19. Dez. In der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am 21. Dezember Tr. A. Ruete mit einer Antrittsvorlesung ..Ueber die Licht- imd Röntgenbehandlung in der Dermatologie". Letzte Aachnchten. Die Lage in Rumänien. LNgano, 20. Dez. „Csrriere della Sera" berichtet aus Paris: Die Nachrichten über die Lage in Rumänien lassen diese als h-offnungsvoller erscheinen. Die Befürchtmig, daß das rumänische Heer in der unteren Walachei abgeschnitten werden könnte, scheint grundlos geworden z-u sein, ebenso wie die Befürchttmg, daß Rimnicul, Galatz rmd Reni bedroht seien. Nach dem „Petit Parisien" ist es dem rumänischen Heere gelungen, sich hinter der Serethlinie in Sicherheit fern bringen. Es wird jetzt von den Russni in der Umgebung von Jchsy und in Bessarabien neu organisiert. Seit seinem gescksickten Manöver hat BruffÜow die Ibumänen durch russische Truppen ersetzt. Das von General Averescu befehligte rumänische Korps hält die vordersten Linien zwischen RmmicNl und dem .TvoKis besetzt. Die Lttue wrt Rimnicul bis zum Schwarzen Meere nnrd von den Russen gehalten. Eine wette sbarle Linie läuft Wetter hinten längs de; Sereth. Lloyd George und der Friede. Berlin, 20. Dez. Der „Berl. Lokalanz." schreibt: Bisher liegt von Lloyd Georges l.Mde nicht mehr als dieser kurze, von Reuter bearbeitete Auszug vor. Eine eingehende Erörterung seiner Antwort auf die deutschen Friedensvorschlage wird erst möglich sein, wenn der ganze Wortlaut seiner Erklärungen bekannt sein wird. Gibt der Reutersche Auszug den Sinn nnd Inhalt von Lloyd Gevr ges Rede richtig wieder, dann ist wohl schon jetzt zu sagen, daß der englische Premierminister die Frage, cm der das Glück und Leben von Mttlionen hängt, wiederum in seiner mit Brutalität gemischten Rede abzutun versuch" hat. Die Phrase von der Genugtuung ist vollständig wertlos, von Bedingungen des Friedens überhaupt iwch nicht die Mde in. Und wenn Lloyd George die entscheidende Antwort ans die Zett vertröstet, da es den Alliierten gelungen sein wird, den preußischen Militarismus, das heißt die deutsckien Armeen und die seiner Verbündeten mcderznringen, so weiß ganz Enropezüglich aller PunRe! Genugtuung erhalten haben. Am vergangenen Freitag drohte der s'ldmiral durch Maueranschlag im Piräus das Bombardement von ?lthen au. Die Athener Regierung legte dagegen bei den Entente-- gesandten Protest ein. Sie protestierte weiter gegen die Besetzung Syras und die Verhaftung der Kvrrsnln der Mittelmächte durch Ententctruppen. Paris ohne Heizung. Gens. 20. Dez. Wie dos „Echo de Paris" nreldet, sind in Paris Tauseude von Haushaltungen, selbst reicher Leute, ohne Heizung. In Hunderten von Gebäuden ist die Zentralheizung abgestellt. Die Fahl dieser Gebäude, deren Mieter ohne eigene Vorräte sind, da die Heizung gewöhnlich vom Hauseigentilmer besorgt wird, nimirtt von Tag zu Tag zu. Nach dem Gutachten von Fachleuten wttd sich diese Lage nicht verbessern, sondern im Gegenteil vom 1. J.anua-«' 1917 ab noch verschlimmern. Ein französischer Flieger abgestürzl. Genf, 20. Dez. Betrübnis erregt in Paris der Tod des bekannten Fliegerhauptmanns Beauchamps, der, von einem deutschen Flieger ins Herz getroffen, in der Nahe von Douaumont über der sranzösisck>en Linie zum Absturz kam. Der Kampf war überaus aufregend. Prüfungskommission für KricgstteferungsvertrSge. Berlin, 19. Detz. (WTB. Nichtamtlich.) Die im Verfolg ; eines Reichstagsbeschlusies vom Reichstanzler berufene Kvinmissia-u ^ zur Prüfung der Berttäge über Kriegslicfernngen ist heute zu ihrer ersten Sitzung im Reichstagsgebäude zusammen getreten. Als Vorsitzender der Kommission wies Staatssekretär Dr. .Helfferich! auf die nngewölmlich großen Aufgaben der Kommisschi hin, die Verträge über Kwiegslieferiulgen im Werte von vielen Milliarden! Mark zu prüfen haben werde, eine Aufgabe, wie sie in der Welt nock« nicht zu bewältigen war. Diese ^Ausgabe sei zu bewältigen^ schon um unserem Volke das Vertrauen zu erhalten, daß in diesen Geschäften alles mit recksten Dingen zugehe, daß nach vernünftigen; Grundsätzen verfahren werde, daß die Personen, die so gewaltige Geschäfte zu bearbeiten hätten^ dem alten Ru» der deutscher Beamtenschaft Ehre machten, dap mit den Mesensnmmen sparsam umgegangen werde, daß eine gewissenhafte Kontrolle da sei und daß imvermeidliche Fehlgriffe ihre Remedur fänden. Die laufenden, Dienstgeschäfte dürften nicht durch zu große Belastung der ohnehin mit ihren Kräften aufs äußerste angespatmten Beamten und Offiziere mit Arbeiten der .Kommission benachteiligt »verden. Tie unmittelbaren Erfordernisse des Krieges müßten allem anderen Vorgehen. Während des Krieges »werde eine Einzelprüfung der Lieferimgsverttäge nicht »nöglich sein, vielleicht könnten Stichproben, gemach!» »verden. 9tach einer Aussprache einigte sich die Kommission dahin, daß in der nächsten Sitzung zunächst seitens der einzelnen, Verwaltungen die nraßgebenden Grundsätze für den Abschluß von Lieferimgsoerttägcn' mündlich, und an der Hand sck>riftlicher Unterlagen mitgeteilt werden sollten, ferner daß Einzelsülle, die ixt der Oeffentlichkeit zu Bedenken und Bennruhigiung Anlaß gäben- sch.riftlich von den Kommissionsmilgliedern dem Vorsitzenden mitzuteilen seien, der sie de»i zuständigen Dienststellen zur Prüfung uud Feststellimg des Sachverhalts zuleiten und sie allsvann der Kommission zur Beratrmg vorlegen werde. Tie nächste Sitzung »vttd am 9. Januar 1917 stattftndeu. Zahle für PT" Kaninchen "WS 0 Pfd. lebend Gewicht lk. 1,20. Postkarte genügt. . 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Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 9024 Derjenige Herr welcher sich elegant und schick kleiden will, findet bei mir die größte Auswahl von besseren Herrschaften wenig im Gebrauch gewesene, teilweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22—, 25.— Mark und äöher Anzüge für korpulente Herren in grosser Auswahl Paletots von 18 —, 20.—, 24.— Mark und höher Einzelne Hosen, Sakkos und Kinder-Anzüge S3“ sehr preiswert. Frack. Gehrock- u.Smokinganzüge anch leihweise Di®- Außerdem Nene moderne Garderoben für Herren n. Damen IW“ In allen Preislagen. Kaufhaus für Monats Garderoben Seltersweg 58, Giessen, Eingang Ecke Volksbad L. Roserczraeiäg. "ME Wegen Ersparung hoher Ladenmiete 1 Treppe. — Auswärtiger Kundschaft wird gegen Vorsaison dieser Annsnee Fahrt vergütet. 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