Nr. 298 Der Sichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Siebener Familienblätler; Urcirdlott für -en Kreis Giehen. vezuzspreir: rnonatl. 90 Bi., viertel- iährl. Mk. 2.05; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Bi.: durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. 'äernsprech - Anschlüße: sürdieSchriltleituug112 Verlag,Geschäilsstelleöl AnschriitfürDradkuach- richten: Anzeiger Siehen. Erstes Blatt (66. Jahrgang Dienstag, U- Dezember Mb Postscheckkonto: Frankfurt a.M. XX6S6 Bankoerkehr: Gewerbedank Gießen Zwittmgsnmddruck u. vermag: Brühlffche Umv.-Bttch- u. Zteindrnckerei R. ranz<7. 5chriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. die Tagesnununer lus -umNachmittag vorher Seilenprelr, f. Anzeigen: örtlich 20 Bi.. Vermietungen u. Stellenge- suchelvPi., auswärts 25 Bi-, b Pwhvorschrist 30 B'., Reklamen 75 Pi., bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptjchri'tleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für-Politik u. Feuilleton; Aug. Goetz. Stadt 1 , 11 fr Land, Vermischtes u.Ge» richtssaal: Fr. R. Zenz.. Anzeigenteil: v. Beck, sämtlich in Gießen. tu (DTB.) GrotzesHauptquartier,18. Dezember. (Amtluh.) Westlichcr Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse: auch im Somme- und Maas-Gebiet nur geringe Gefechtstätigkeit. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des G e n e r a l s e l d m a r s ch a l l s Prinzen Leopold von B a y e r n. dtordwestlich von Luck versuchten die Russen die von uns am 15. Dezember bei Bol. Porst gewonnene Stellung zurückzuerobern: ihre auch nachts wiederholten Angriffe wurden ab gewiesen. Ebenso scheiterten russische Vorstöße bei A u g u st 0 w k a (südlich von Zvorow) in unserem Abwehrfeuer. Front des Generalober st en Erzherzog Josef. Im Abschnitt von Mestecanesci, östlich der goldenen Bistritz, war der Artilleriekampf heftig. Im Uz-Tale örtlicher Kampf mit wechselndem Erfolg. Heeresgruppe des Gcneralfeldmarfchalls von Nt a ck e n s e n. Die Lage hat sich nicht geändert. Auf Braila zurückgehende feindliche Kolonnen wurden durch unsere Flugzeuggeschwadcr mit beobachteten Wirkungen angegriffen. M a z e d 0 n i s ch e F r 0 n t. Zeitweilig lebhaftes Feuer im Eernabogen. Der Erste Generalguartiermeistcr L u d e n d 0 r f f. » Der Abendbcricht. WTB. Berlin, 18. Dez., abends (Amtlich.) An West- und Ostfront nichts Wesentliches. In der Walachei kleinere für nnS günstige Kämpfe. ^n der Norddodrndscha ist die Linie Babadag— Pecineaga überschritten. In etwas verschwommenen Ausführungen machen gegenwärtig einzelne große Zeitungen einer bestimmten Richtung für die Idee Propaganda, als ob der Friede nicht durch den. Krieg selber geschaffen, sondern durch Konferenzen, Schiedsgerichte, an denen auch' Neutrale ^il- nehmen dürften, herbeigeführt werden müsse. Das sind auffällige, unseres Erachteus bedenkliche Zeitströmnngen. Sucht mau die Feinde, die im Begriffe sind, die wohlgemeinter:, von tiefstem, sittlichem Gefühl eingegebcnen Friedensvorschläge -unserer Regierungen, mit Hohn und Entrüstung abzulehnen, nun durch dieses andere Mittel beeinflussen zu wollen, durch die pazifistische Idee, mit deren,' Hilfe die Engländer und Amerikaner so häufig reale Jnter- cssen durchzusühren beflissen waren? Die „Frankfurter Zeitung" spricht von. der „Etttartung der politischen Methode", der Krieg habe gezeigt, daß er aus die letzten und höchste:: Fragen keine Antwort finde, n:rd, so fährt sie fort, „eben diese Erkenntnis kann und muß die Grundstimmung für den Frieden imd den Boden abgeben, aus den jeder praktische Vorschlag zur Friedensverhaudluug gestellt werden muß". In: „Bert. Tgbl." bricht der frühere Staatssekretär Dernburg eine Lanze für den Pazifismus. Ein wenig heftig sucht er die des Reichskanzlers zu deuten: „Die^ die es noch nicht verstehen, mögen jetzt ihre Ohren aufsperreu: es handelt sich um einen Weltfrieden unter der Garantie der ganzen Welt". Und dann kommt ein Satz, der auffällig mit dem übereinstimmt, was wir aus der „Franks. Ztg." angeführt haben: „So ist denn das deutsche Volk in Zweifel'geraten hinsichtlich der Methoden, die unsere Diplomatie in früheren Zeiten verfolgt hat, und, ob cs schon mit Rechß an seiner Wehrfähigkeit, nichts einbüßen kann und darf, will es doch daneben andere Methoden schm, die den Ausbruch eines Krieges mit starken und! wirksamen Mitteln, wem:'auch niemals ganz verhindern, so doch auffchieben und lokalisieren rönnen. Eine solche Geistesstimmung nennt mau pazifistisch." Was pazifistisch ist, wissen wir alle. Wir wissen auch, daß der Kaiser, dessen schönstes Verdienst es ist, uns den Frieden erhalten zu haben so lauge cs m:r möglich war, vonr Pazifismus bisher doch nicht viel gehalten ha:. Soll ihm nun empfohlen werden, urnzulernen? Fürst Bülow, dessen Buch „Deutsche Politik" wir gestern genannt haben, hat darin auch ein sehr schönes und eindrucksvolles Kapitel über die deutsche Wehrmach: geschrieben, und wer noch nicht ganz überzeugt ist, daß der Pazifismus gerade für Teutschlaich nur Gefahren in sich schließt, der wird von Fürsten Bülow auf die Lehre der Geschichte hingewiesen: Wo Deutschland einen Aufschwung sxlebte, Gefahren, die von außen drohten, erfolgreich ^rbwehrtc, da hatte er dieses alles nur sich selbst, eigner Kraft, seinem guten Schwerte, zu verdanke::, währeitt) die internationale Welt niemals etwas brüderlich mit uns teilen wollte. Und wie steht es denn heute? Hätten wir heute von einer internationalen Konferenz irgend etwas Gutes zu erwarte::? Wir :oaren alle einig darüber, daß der Grey'sche Konferenzgedanke in: Jahre 1914 abzulehnen war, weit er niemals die Streitigkeiten in gerechter äüeise geschlichtet haben würde: sind die j etz ig en Zeitverhältnisse danach angetan, umzulernen? Wahrlich doch nicht. Diese Ansicht vertritt ein gewiß friedliebender und liberaler Mann in der „Voss. Ztg." mit lebhaftem Temperament: Pfarrer Gottfried Traub. Er warnt eindringlich vor dem an dieser Stelle bereits früher besprochenen Delbrück'schen „realpolitb- schen Pazifismus" und schreibt: „Wir sind Zwar freilich in Deutschland leider teilweise schon so weit gekommen, daß man einem garnrckft mehr ernsthaft zu- traut, man könne aus wirklicher Friedensliebe den Pazifismus grundsätzlich- und taktisch ablehnen. Diese schiefe Ebene erscheint uns für das politische Schicksal Deutschlands sehr gefährlich. Deutschland war der Hort des Friedens mrd iuitb cs hoffentlich für die Zukunft noch- in erhöhtem Maße werden, aber 'nur auf Grund unerschütterlicher Macht zu Wasser und zu Lande. Wir sind nicht so unmenschlich, den Schrei der Menschheit nach Frieden nicht zu werten, wir hören ihn heißer und unmittelbarer, als mancher meint. Aber aus Menschlichkeit heraus lernen wir von den ehernen Gesetzen der Geschichte: sie ist gerechter und gütiger als Menschenmeinnng, ohne daß ein Volk das Leben seiner Brüder chnsetzt. Weil wir dm Frieden so hock) achten, widersetzm wir uns dem Pazifismus. Wir Deutschen haben es heute nicht nötig, uns von der Welt vorschreiben zu lassen, wie man sittlich über Friede:: den km innß. Wir haben Frieden gehalten, das ist urehr, als alle Schulmeister uns zurecht- weisen zu dürfen glauben. Uns ist die. Zeit zu ernst, nur nur! aus Höflichkeit etwas mitzumachen, dessen inneren Unwert man durchschaut. Die Not der Zeit lehrt uns doppelt Aufrichtigkeit. Schon vor 116 Jahren bestand eine Friedensliga gegen die Friedensstörer: Zar Pauli, hatte sich mit Preußen, -Schweden, Däne- niark auf Frankreichs' Betreiben zusammcngeschloff'en, um England zur Anerkennung fester Rechtsgrundsätze für den Seeverkehr zu zwängen. England schickte — Nelson nach Kopenhagen und vernichtete die dänische Flotte!" - Pfarrer Traub stellt fest, daß die „pazifistische Bahn" auch gegenwärtig nur „ein diplomatischer Umweg" wäre, „um Deutschland politisch und militärisch zu schwäche::". Wir vermuten, die Feinde selbst werden uns vo:ckder ange- prieseneu „neuen Methode" bald abbriugen. Wann unser Friedens Vorschlag abgelehnt wird, was bleibt zu tun? Nicht nur der Kanzler und Hindenburg haben es angekündigt. Die „Köln. Ztg." berichtet von zwei interessanten Versammlungen, die in den letzten Tagen in Köln stattgefunden haben und schreibt: „Vorgestern iwb gestern^ haben bei uns in Köln die Abgeordneten Stresemann und Scheidemann gesprochen, Männer der Extreme. Sie warm — eine seltene Erscheinung int deutschen Parteilebm — darin einig, daß der letzte deutsche Mann sernq letzte Kraft hergebcn werde, danrir wir Sieger bleiben, icarn inan unser Anerbieten, Frieden zu schließen, ablehnt. Inzwischen beginnt diese äußerste Kraftanstrengung zur Tat zu werden: beide Redner konnten bestätigen, daß der Vaterländische Hilfsdienst, diese gewaliigstc Mobilmachung aller Kräfte, die die Weltgeschichte je gesehen, im deutschen Volke mit Begeisterung ausgenommen worden ist.. Stresemann hat uns vor Augen geführt, was cs bedeutet, wenn die Etapve zur Front, die Heimat zur Etappe wird und im Lande selbst alle Hände sich regen. Um Millionen :oerdm wir unsre Schlachtreihen verstärken, und durch die Verfertigung ocm Waffen und Munition werden wir uns trotz "Amerika und anderer Hilfsvölker die unbedingte artilleristische lieber!egenheit sichern. Und dann: U-Boote heraus! Wenn es nach! all<ä>em, was wir erlebt haben, bei einem Deutschen noch sentimentale Regungen geben sollte, wird er sie bis zum letztm Rest hinunterschlucken, er wird die Zahpe zusammenbeiße::, den Leibgurt fester schnallen und die Hände regen ohne Unterlag im Dienste des Vaterlands. K ein Ame rika ne r soll uns dann hindern, :ms dm Frieden zu erzwingm, über dm sic mit uns nicht verhandeln wollen." Das klingt nicht pazifistisch. Unsere Zuversicht beruht auf der deutschen Stärke, nicht auf schwärmerisch-eu, haltlosen Friedensphantastereien. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. WTB. Wien, 18. Dez. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Lage unverändert. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Beiderseits des Uz-Tales nriffeu die Nüssen unsere Stellungen nach heftiger Artillerievorbereitung an. Die Kämpfe sind noch nicht abgeschlossen. Heeresfron tdesGcneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Russische Vorstöße gegen unsere Fcldwachlinicn bei Angnstowka blieben erfolglos. Ebenso scheiterten schwächliche feindliche Angriffe gegen unsere neuen Stellungen bei Bol Porst. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Ehefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * * * Die Verluste auf dem westlichen Kriegsschauplatz. Berlin, 18. Dez. ^WTB. NichtamtlichO Die ,,B. Z. am Mittag" meldet unter der Ueberschrift: „Die Kosten der Offensive": Der französische Funffpruch von Lyon vom 12. Dezember 1916 bringt unwahre Zahlen über Die Verluste beider Gegner an der Somme, denen von völlig zuverlässiger militärischer Seite folgmde Zahlen cntgegmgestellt werden: Die G e s a m t v e r I u U e de"r Franzosen und Engländer seit Beginn des Krieges betragen: Franzosen 3 809 000, Engländer 1 300 000, zusammen 5100 000 Mann. In diesen auf sicherer Grundlage ruhenden Zal-lm sind die Verluste der „braunen und schwarzen! Franzosm und Engländer nicht einbegriffen. Ta b:ese farbigen Hilfsvöller von jeher mit Vorliebe bei größerm AwgvMen eingesetzt wer dm, erhöhen sie die Verlustziffern unserer Femde^mr Westen wahrscheinlich noch um mehrere Hunderttausend. Le:t 1. Juli wurden in den Somme-Kämpfen 104 französisch-englische Divisionen eingesetzt, die von allen Teilen der Front zwischen Meer und Schweiz herangezogen wordm sind. Der größte o.eu dieser Divisionm trat nach kurzer Ruhe zum zrveiten, dritten und vierten Male in die Front, so daß insgesamt 226 Divisions ans atze zu reck.nm sind. Die französischen Verluste ander Somme sind bis Ende November auf mindestens 2 5 0 0 0 0 Mann zu veranschlagen, jene der Engländep auf 5 50 0 0 0. Dabei hielten die Franzosen seit längerer,Zeit sich von größeren verlustreichen Angriffen zurück. Die französisch-britischen Gesamtverluste belaufen sich somit nach vorsichtiger Berechnung auf mindestens 800 000 Mann und übersteigen demnach weit die-von unseren Feindm crrechnetc Zahl von 690 000 Mann deutscher Verluste an der Somme, die in Wirklichkeit erheblich unter einer halben Million bleibt, wobei zu bedenken ist, daß etwa 6 Prozent aller Verwundeten dank der vortrefflichen ärztliche:! Pflege und dem hohen Sta::de der ärztlichen Wiffew- schaff in Deutschland in verhältnismäßig kurzer Zeit kampffähig wieder zur Front abrücken. Der Wechsel im Oberkommando der frattzösischen Truppen. Paris, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) GeneralIoffre hat General Nivelle die Befugnisse als Oberbefehlshaber der Nord- und OLordost-Armee übergeben. * * * Die Beute in Rumänien am 17. Dezember. Berlin, 18. Dez. (Nichtamtlich.) Die Beute in Rumänien betrug an: 17. Dezember 650 Gefangene. Uebsr die rumänischen O e Iq nellen verlautet: Wenn auch ein Teil der technischen Anlagen zerstört ist, kann man doch damit rechnen, daß der Bohr- und Raffinierbetrieb in größerem Umfange sofort wieder aufgenonunen und in kurzer Zeit erheblich gesteigert lverden kann. Die ortseingesessene betriebserfahrene Bevölkerung zeigt sich durchaus arbeitswillig. Schwierigkeiten liegen indes im Ab-, transport, doch'dürfte auch hierin bald eine Besserung eintreten. Der rumänische Niederbruch. Berlin, 19.> Dcz. Zum rumänischen Niederbruch schreibt nach dem „Berliner Lokal-Anzeiger" eine Iassyer Zeitung: Es gibt keinen Rumäilen, der nicht alles getan hätte, was in seines Kräften stand. Aber der Kampf übersteigt unsere Kraft. Rumänien stirbt nicht ehrlos, aber ehrlos sind- die, die es ins Unglück stürzten. Der bulgarische Bericht. Sofia, 17. Dez. (WTB.) Anttlicher Heeresbericht vom 17. Tezeinber. Mazedonische Front: An der ganzen Front schwaches feindliches Arttllerieseuer und an manchen Stellen Pa- trouillengefechte. Rumänische Front: In der Tobrudscha dauert der Vormarsch an. Tie verbündeten beuiüfyen, bulgarischen und türkischen Truppen erreichten die Linie Colovitzees—Pestemel—Tojran—< Tokuzacea. In der östlichen Walachei rücken unsere Divisionen in Richtung auf den Unterlauf des Calmatuiul-Flusses vor. * Der türkische Bericht. K o u st a :: t i n o p e l, 17. Dez. (WTB.) Amtlicher Heeresbc- - richt vom 17. Dez-eniber. Tigrisfront: Im Süden imserer Stellung bei Felahie brachten wir mit Erfolg das zu Verschiedenen Malen oom Feinde a:n 15. und 16. Tezeniber plötzlich- eröfsnete Feuer zum Schweigen und warsm durch unser Feuer vorgeheride starke Kavallerie^' truppen des Gegners zurück. Wir -zerstörten ein feindliches Flugzeug, das war, wie im gestrigen Bericht gemeldet wurde, ab ge- . schossen hatten. v Persische Front: Wir wiese:: leicht einen Angriff, den die 9filssen mit schwachen Kräfte:r gegen unsere Vorpostenlinie nördlich- von Hamadan machten, zurück. Auf den übrigen Fronten kein Ereignis v-m: Bedeutung. K o n st a n t i n o p e l, ,18. Dez. (WTB. Nichtamtl.) Amtlicher Heeresbericht vom 15. Dezember: An der Tigris-Front beschießt der Feind wirkungslos unsere Stellungen bei Fel- lahie. Ein feindliches Flugzeug, das zwischen den Inseln Jmbros und Tenedos hinwegflog, wurde unter das Feuer der feindliche:: Zerstörer geiwmmen und abgeschosserr. Kein wichtiges Ereignis ans den anderen Fronten. Der stellvertretende ottomanische Oberbefehlshaber. Der englische Bericht ans Mesopotamien. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich^ Amtlicher .Hee^ resbericht aus Vtesopotaniien. Im Laufe des Jahres 1916 hat General Maudo seine Stellmigei: au: Hai-Flusse ausgebreitet, den Geländebesitz befestigt und die feindlichen Steklmigen mit gutem Erfolg besäwffen. Kavallerieaufklärungsableikmig«: stellten fest, daß der Feind siebe:: Meilen westtich von Kitt el Amara Ponton- Brücken, baute. Mehrere starke arabische Abteilungen wurden durch Geschützfeuer vertrieben. Unsere Berlnste sind m:bedeutend. * * * Sicheres Geleit für Graf Tarnowski. London, 18. Dez. (WTB. Nichtcuntlich.) Das Reuter- sche Bureau erfährt, daß den: Grusen Tarnowski nur infolge der Vorstellungen der ame-rikurnschen Regi^mru jicheres Geleit gewährt worden sei. Dus Gesuch würde abgelehnt lvorden sein, wenn es lediglich von der österreichisch- ungarischen Regierung durch Vermittell:ng der umertta- Nischen Regierung awögesprochen lvordem wäre. vaz zrreoensangevol. Lloyd George. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Weekly Dis patck/^ schreibt, daß der Premierminister am Dienstag die Antwort der Alliierten anf d as deutsche Fri e d e ns an gebot geben werde. Wahrscheinlich werde Lloyd George in groben Umrissen die Friedensbedingungen der Miierten mitteilen und Deutschland von dem Beschluß der Alliierten in Kenntnis setzen, den Krieg mit äußerster Kraft solange fortzusetzen, bis die Bedingungen gesichert sind. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Reynolds „Newspapcr" schreibt: In gut unterrichteten Kreisen glaubt man, daß Lloyd George sich ganz dem Kriege lvidmen und im Unterhause ohne' Zweifel sehr krasse Maßregeln Vorschlägen werde. Sollte er dabei auf Widerstand stoßen, seien Neuwahlen erwartbar. Die Anhänger Lloyd machten kein Geheimnis, daß es möglicherweise in der nächsten Zeit zu Neuwahlen kormnen werde. BriandS schwere Stunde. Bern, 18. Dezember (WTB. Nick/amtlichck In einer Zusammenfassung der verschiedenen französischen Presseftimmen zu der parlamentarischen Lage in Frankreich äußert sich „Echo de Paris" wie folgt.' Tie Ministerkrise ist nicht beendigt. Die Kammer zeige sich durchaus abgeneigt, dem Ministerium jene Vollmachten zu bewilligen, die unerläßlich! sind'für eine rasch? Aktion, die man von der Regierung verlangt. Ter Senat aber wird am Dienstag B r i a n d eine schwere Stunde bereiten. Paris, 18. Dez. WTB.) Meldung der Agence Havas: Ter Kongreß der sozialistischcn Vereinigung des Seinedepartements Halle eine lange Besprechung über die Frage der kDiederaufnahme frcr internationalen Beziehungen zwischen den Kriegführenden und den neirtraleu Ländern. Er nahm mit 10 026 «regen 403 Stimmen eine Entschließung au, die die Möglichkeit der Wiederaufnahme der i n t e r n a t i o it a l e n Beziehungen und besonders der Verhandlungen für den Frieden in Betracht zieht, unter der Bedingung, daß klare Vorschläge auf «renau umschricbeneu OKundlagen von Deutschland und seinen Verbündeten vorgelegt würden. In dem von dem Kongresse der sozialistischen Vereinigung des Seinedepartcinents angenommenen Beschlüsse heißt es: Die alliierten Regierungen habeil die Vorschläge, zu denen sich die Gegner bereit erklärt haben, nicht ohne deren Kenntnisnahme abzulehnen. Demgemäß fordert die Vereinigung des Seine-Depar-, tcments die alliierten Regierungen auf, bei gleichzeitigen kräftigen» Anstrengungen für die Landesverteidigung alle Verhandlungen anzunehmen, die notivendig sind, .um amtlich von den Friedensbedingungen Deutschlands unterrichtet zu werden. Die Veveini- «mng fordert also erftens, keinen Vorschlag ohne ernste Prüfung desselben abznlehncn, zweitens die Vorschläge den betreffenden ParlaI-, menten vorzulegen. Schließlich lädt die Vereinigung die alliierten Regierungen für den Fall ein, daß die Vorschläge unannehmbar fern sollten, sie öffentlich vor den kriegführenden Ländern firner* < «;cbcn und selbst sofort durch formelle Gegenvorschläge das Kckiegsziel bekannt zu geben, das sie für unbedingt erforderlich erachten Berlin. 19. Dez. Einen ähnlichen Beschluß wie die Sozialisten des Seine-Departements faßte laut „Vossischec Zeitung' eine in Nimes tagende Versammlung der sozialistischen Bereini- Gntente sprach- sich dahin aus, die Lage sei alles archere eher, als beruhigend. > Der Seekrieg. London, 18. Dez. (WTB.) Lloyds Meldung. Der dänische Dampfer „Michael Ontschukeff" (2118 Ton nen) ist g e s u n k e n. Der englische Schoner „C o n st a n c c" wurde durch ein Unterseeboot versenkt, die Mannschaft gerettet. Batavia, 15. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Meder- ländisch-indische Preß-Agentur meldet, daß der Regierungsdampfer „P i e t" in der Bankastraße gesunken ist. Ms dem Reichs. Die Einheitlichkeit der Bettiebsiiihrung auf den StaatSeiscnbahnen. ^ B e r l i n, 18. Dez. (WTB. Nichtcmrtlich.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Krieg stellt an den Betrieb der Staatseisenb-ahnen ganz außerordentliche Anforderungen. Der preußische Eisenbahnminister sah sich daher veranlaßt, um die Einheitlichkeit der Betriebsführung in bestimmten Gebieten zu verstärken, eine Oberbetriebsleitnng einzusetzen. Nachdem für die westlichen Eiserchahndirektivns- bezirke bereits Ende Oktober 1916 der Präsident der Eisenbahndirektion in Saarbrücken mit solchen besonderen Vollmachten ausgestattet war, erhielt nunmehr in gleicher Weise der Präsident der Eisenbahndirektion in Berlin für die mittleren und einen Teil der östlichen Bezirke dieselben weitreichenden Befugnisse. Beide Präsidenten sind als außerordentliche Kommissare des Ministers bestellt und erhielten als solche das Rechts für die ihnen zugewiesenen Bezirke elbftändig Verkehrssperre zu verhängen,' Umleitungen des Verkehrs vorzunehmen nno überhaupt alle Abhilfemaß- nahmen, oie zur Behebung eintretender Verkehrsschwierig- keiten erforderlich sind, Nach den Erfahrungen, die im Westen gemacht worden sind, läßt sich von dieser Oberbetriebsleitung eine schärfere Zusammenfassung des gefaulten Betriebslipparates und damit eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Staatseisenbahnen erwarten. Beide Eisenbahydirektionspräsidentell sind entsprechend ihrem erweiterten Machtbereich zu Räten erster Klasse ernannt worden. Ans Stadt Nttd Gießen, Land. 19. Dezember 1916. an ' o * 'V.H-IUI1UU1.UHVJ I AJQ Ul t l , l L( UIVI 1 ^ U UlK guug des Departements Gard. Gegen eine von zwei Abgeordneten verteidigte These der Minderheit wurde eine Resolution angenommen^ die die Regiermlg zur genauen Darlegung ihrer Kcicgö- ziele auffordert und sich für die Wiederaufnahme der internationalen Beziehungen ausspricht. Sonnino. Zur Friedensbesprechung 'Berlin, 19. Dez. Zur Friedensbesprechung in Italien lmrd in verschiedenen Blättern feftgestellt, daß kein Redner im Parlament sich für unbedingt^ Ablehnung des Friedensangebotes der Zentralmächte erklärte. Heute werde Sonnino seine Erklärungen über den Vorschlag abgeben. Japan. Haag, 19. Dez. Der „Timest wird aus Tokio berichtet: Die Frredensancrbietungen der Mittelmächte haben einen Kurssturz an ^^_A?ktenbörse verursacht. Die „Times" sagt, daß der deuffche Vorschlags allgemein mit Mißtrauen betrachtet wird, führt aber als Beweis dafür nur das englische in Japan erscheinende Blatt .Afiatic" an. Geschäftigkeit im Vatikan. B a f e 1, 19. Dez. „Secolo" berichtet aus Rom, aus dem Vatikan drmge keine Nachricht an die Oeffentlichkeit und man erfahre mchts über das deutsche Friedensangebot. Aber es werde eine große Bewegung gemeldet. Ter Papst und seine Sekretäre würden von Karduralen und hohen Persönlichkeiten besucht, darunter von Kär- drnal ^capnrclli, Exnuntius von Wien, vom Erzbischof von West- mmfter, vom Erzbischof von München und verschiedenen Gesandten der Ententemächte. Eine spanische Stimme. * .Madrid, 18 Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Funkspruch von dem Vertreter des Wiener K. K. Telegr.-Kvrr.-Bur. Das Friedensangebot der Mittelmächte findet in der Bevölkerung und in der den Mittelmachten freundlichen Presse gute Ausnahme. Auch die diesen Achten feindliche Presse stellt das Angebot als einen geschickten diplomachchen Schachzug hin. Der Präsident der Käinmer, Vitta- nueva, äußerte sich in einer Unterredung'dahin, daß das Friedensanerbieten dk'r Mittelmächte den Regierungen der Ententemächte Ä eure Verantwortung auferlege, wdl der Vorschlag von alten Völkern gtMstig ausgenommen werden dürfte. Aus Griechenland. Amsterdam, 18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die ,,-imes" erfährt aus Athen: Die Annahme der Forderungen der Entente bedeutet die Entfernung der Armee aus Thessalien und die Verbringung der Artillerie Peleponnes. Die Miierten tverden wegen der Ereignisse von Anfang Dezember noch eine Note an' die griechische Regierung richten. Inzwischen warten der französische und englische Gesandte Instruktionen ab und bleiben an Bord der Schisse im Piräus. Der französische 'Admiral ertreg am Freitag früh eine Kundmachung, in der den Bewohnern der Stadt empfohlen wird, nacht Uhr abends die Geschäfte zu schließen. Athen ist abends dunkel Tre Stimmung ist ruhig. Die Verlegung der Truppen find Artillerie wird ungefähr drei Wochen beanspruchen und unter Aussicht der Militärattaches von -Offizieren der Alliierten geleitet werden. Genf,18. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Athen wird gemeldet: Ministerpräsident Lambros hat erklärt, daß die Blockade erst aufgehoben würde, wenn die Frage der Genugtuung gelöst sei. Rotterdam, 19. Dez. „Daily Chronicle" meldet aus Griechenland, daß in Athen 3000 Venizelisten verhaftet würben, da ihnen Hochverrat zur Last gelegt wird. Wegen dev Blockierung müsse Athen sich mit Brotrationen bescheiden. Athen, Piräus und andere Städte in der Nähe sollen nur für 14 Tage Brotgetreide haben. ^..Zerlin, 19 Dez Zlvei griechische mit Brot beladene Schrffe, die die Blockade zu durchbrechen versuchten, wurden versenkt. — In Patras ist der Name Benizelos, den man einer Straße gegeben hatte, wieder abgeändert worden, -tte ^nnmohner von Volo haben das Venizelos verliehene Ehrenbürgerrecht wieder aufgehoben. Ein Gesandter der Weihttachtssendirngerr. Die Reichs-Poftverwalttmg richtete auch in diesem Jahr jedermann das Ersuchen, m i t d e n W e i h n a ch t s s e n - düngen bald zu beginneit_, damit die. Paketmassen sich, nick/ in den letzten Tagen vor dem Feste zn sehr zusavrmendrängen. Nachdem die Zahl der Eisenürhnzüge vermindert worden ist, ist cs noch- weniger als in früheren Jahren tunlich, bei dem anßer- ordenttick en Anschwellen des Verkehrs die gewöhnlichen Beförde- rnngssristen einzuhalten und namentlich, ans weite Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dein Weih-nachtsfeste zn übernehmen, rvenn die Pakete spät eingeliefert werden. V i e l - mehr erheischen die gegenwärtigen, durch den Krieg geschaffenen schwierigen Berkehrsverhält- n i s s e dringend die besonders frühzeitige Auf- l i c f e r u n g d e r W e i h n a ch t s s e n d n n g e n, damit die pünktliche Unterkunft der Pakete gesichert ist 'und Betriebsstockungen fern-, gehalten werden. Die Pakete sind d a u e r h a s t z u verpacken. Etwaige aus Anffchriften und Beklebe- bestellung: eine Bestellung. Landbestellung: einmalige Brief-, Geld- und Paketbestellung nach alten Landorten. Montag, 1. Januar 1917: Schalterdienststunden: 8—9 vorm., 12—1 nachm. Orts-' Briefbestellung: je eine Bestellung am Vor- und Nachmittag. Orts-Geldbestellung fällt aus. Orts-Paketbestellung fällt aus. Landbestellung: einmalige Briefbestellung nach allen. Landorten. ** Der Groß- Rat in der dein Verpacknngsstosf vorhandene alte Zettel müssen beseitigt oder unkenntlich! .. -„ gemacht werden. Tic Be- nntzung von dünnen Pappkasten, schwachen Schachteln. Zigarrenkisten usw. ist zn vermeiden.. Tie Aufschrift der Packte nnch deutlich, vollstänbi g und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht deutlich aus das Paket selbst gesetzt werden, so^ empfiehlt sich, die Berivendung eines Blattes w eißen Papiers, das der ganzen Fläche nach fest ansgeklebt werden tnruß. Am zwechmä ßigten sind gedruckt e A u f s ch r i s t e n aus weifhem Papier, dagegen sind Paketkarten Vordrucke ungeeignet für Paketmiffchristen. Bei in Leinwand verpackten Svmdnngen mit Fleisch und anderen Gegenständen, die Feuchtigkeit, Fett, Blut usw ab setzen, darf die Auffchrift nicht auf die Umhüllung geklebt lverden. Ter N ame des SBeftimmu n gSorts muß recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Paket- aufschrift muß sämtliche Angaben der Paketkarte Enthalten, also auchl den Freiverinerk, bei Paketen mit Postnachnalyne den Betrag der Nachnähnre sowie den Namen imd die Wohnung des Absenders, bei Eilpaketcn den Vernrerk „durch. Eilboten" usw, damit bei einem Verluste der Paketkarte das Paket doch! dem Empfänger in gewünsch!tcr Weise ausgehändigt werden kann Ans Paketen nach großen Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf 'Paketen nach Berlin auch der Postbezirk 0, W, SO usw.> airzugeben. Damit die Pakete den Empfängerir auck! dann möglichst schnell zngeführt werden können, wenn die Aufschrift absallen oder unlesbar werden sollte, wird den Absendern dringend geraten, in das Paket selbst obenauf einen Zettel mit dem Namen, dem Wohnort und der Wohnung des Paketempfängers zu legen. Zur Beschlemrigung des Betriebs trägt es wesentlich bei wenn schon der Absender die erforderlichen Marken auf die Paketkarte klebt. Tie Verseirdung mehrerer Pakete mit einer Paket- kartc ist für die Zeit vom 12. bis einschlietzli« 2 4. Dezemberwederim in ne re n deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Auslande gestattet. Gemeinschaftliche Eifckieserungsbescheinign.mgen über mehveve gewöhnliche Pakete werden in der bezeickjneten Zeit nicht ansgestellt. * Der Schalter- und der Bestelldienst wird während der Weihnachts- und Nenjuhrszeit in folgender Weise geregelt: Sonntag, 24. Dezenrber 1916: Schalterdienststunden: 8—9 vorm., 12—1 nachm, Annahme voif Paketen, Ausgabe von Paketkarten und Paketen wie an Werktagen. Ortsbriefbesteltung: eine Bestellung am Vormittag. Orts-Geldbestellung: eine Bestellung am Vormittag. Orts-Paketbestellung: zweimalige Paketbestellunq Landbestellung: einmalige Brief-, Geld- und Paketbestellung nach allen Landorten. Montag, 25. Dezember 1916: Schalterdienststunden: 8-^9 vorni., 12—1 nachm Orts- Briefbestellung : eine Bestellung am Vormittag. Orts-Geld- bestellung fällt ans. Orts-Paketbestellung: eine Bestellung Landbestellung fällt aus. Dienstag, 26. Dezeinber 1916: Schalterdienststunden: 8—9 vorm., 12—1 nachm. Orts- Briefbestellung: eine Bestellung am Vormittag. Orts-Gelo- bestellung: eine Bestellung. Orts-Paketbestellung fällt aus Landbestellung: einmalige Brief-, (^eld- und Paketbestelluna nach allen Landorten. Sonntag, 31. Dezember 1916: Schalterdienststunden: Verkauf von Postwertzeichen 8 vorni. bis 8 nachm., sonst wie Sonntags. Orts-Brief- bestellnng: eine Bestellung am Vormittag, zwei am Nachmittag. Orts-Geldbestellung: eine Bestellung. Orts-Patct- Amtlat am 16. Dezember den Direktor der Augusttncrschulle zu Friedberg Theodor Ritsert zum Vortragenden Rat in der Abteilung für Schulangelegenheiten des Ättinsterumls des Innern unter Verleihung des Amtstitels ^Oberschulrat" mit Wirkung vom 1. Januar 1917 ernannt. — Aer Gros; her zog hat am 16. Dezember den Lehramtsas- sessor Tr. Georg Frank zu Heppenheim a. d. B. mit Wirkung vom 16. Dezember 1916 an zum Oberlelfrer an der Augustiner- schwe zu Friedberg ernannt. — Durch Entschließung Grosch. Ministeriums des Innern wurde der Aspirant des höheren Lehr- awts Tr. Karl Weiner aus Gau-Algesheim znm Lehramts- assessor ernannt. — Der G ro ßherzo g chat am 13. Dezeuiber !s. ^s. den vom Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein auf die evangelisch!'? Pfarrftelle zu Götzenhain präsentierten Pfarrer Georg K u m p s zu Wenings für diese Stelle bestätigt. — Der ® t io 6*0 e r j o g bat am 16. Dezember den Ergänzungsrichter bei der Kammer für Handelssachen am Landgericht der Provinz Rhmnhessen mit dev: Sitz in Worms Fabrikant Jakob Hecke l m Worms zum Handelsrichter und den Kaufmann Ludwig L o hn- rn Worms zum Ergänzungsrichter bei dieser Kammer, beide ^Ur die Zeit bis zum 31. Dezember 1918 ernannt An s z e t ch. n u n g. Landsturmmann Georg Scholl von hier, nn Res.-Jnf.-Rgr. 81. erhielt für hervorragende Tavckrkeit vor dein Feinde am 25. Novbr. die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. ** Die Ortskrankenkasse Gießen-Stadt wird mit dem 1. Januar 1917 einc'Erh öhung der Beiträge eintreten lassen. Bereits bei Ausbruch des Krieges hatte der Bundesrat angeordnet, daß die Krankenkassen zur Sicherung ihrer Leistungsfähigkeit bis auf weiteres alle Mehrleistungen einzustellen, sowie die Beiträge cuif 41/2 Prozent zu erhöhen haben. Ausnahmen hiervon Eliten stur nach vorheriger Genehmigung durch das zuständige Versicherungsamt gestattet sein. Pon dieser zuletzt erwähnten Bestimmung hatte die Orks krankenkaffe Gießen- Stadt insofern Gebrauch gemacht, als sie mit Genehmigung des Verficherungsamts nach wie vor nur 4 Prozent Beiträge erhob, außerdem auch die Familienhilfe (freie ärztliche Behandlung der Familienangehörigen der Kassenmit- glieder) weiter gewährte. Dunch die infolge des Krieges eingetretene Mehrbelastung der Kasse (Kranken- und Sterbegeld für versicherte Kriegsteilnehmer, Kriegswochenhilfe usw.) haben sich! die Kassenverhältnisse wesentlich ungünstiger gestaltet. Weiter komnit in Betracht, daß die männlichen Mitglieder, die meist in den höchsten Klaffen versichert waren und deshalb die Leistungsfähigkeit der Krankenkasse in erhöhtem Maße gewährleisteten, ineist zum Heeresdienst eingezogen und durch tveibliche Arbeitskräfte, die vielfach in niedrigen Klassen versichert sind, ersetzt wurden, was auch insofern eine Mehrbelastung der Kasse bedeutet, als die weiblichen Mitglieder die Leistungen der Krankenkassen in wesentlich höherem Maße in Anspruch nehmen, wie die männlichen. Im Interesse der Leisttmgsfähigkeit der Z^ran- kenkasse und mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Beibehaltung der Familienhilfe hat der Vorstand der Kasse deshalb beschlossen, die vom Bundesrat bereits bei Kriegsausbruch vorgeschriebenen Beitrüge ( 41/2 Proz.) ab 1. Januar 1917 zu erheben. Durch die Beibehaltung der Familienhüfe sowie ariderer 'kleinerer Mehrleistungen bietet die Ortskranken- kasse Gießen-Stadt im Gegensatz -m den übrigen Krankenkassen auch für die Folge wesentlich mehr als die gesetzlichen Mindestleistungen. Aus dem S t a d t t h e a t e r b u r e a u. Auf die erste Vorstellung des Kindermärchens voiu „D a u m e n l u t \ cf) e r* morgen nachmittag 3^ Uhr sei nochmals hingewie!en. ** Früherer Schalterschluß beim Postamt. Auf Anordmmg der Kaiferlrchen Oberpostdirketion in Darmstadt roerden sämtliche Annahme- und Ausgabeschalter auch beim Postamt 1 (Bahnhofstraße) vom 2. Januar ab um 7 Uhr abends geschlossen Auch von 1 bis 2 Uhr nachmittags sind die Schalter nicht me^ ofseuzuhalten. Für den, Telegraphen^- und Fernsprech- dien st wird icdoch ein Beamter auch in der Zeit von 1 bis 2 Uhr nachmittags und von 7 bis 9 Uhr abends am Schalter anwesend sem. Die Auflieferung von Telegrammen nach 9 Uhr abends erfolgt rn derselben Weise wie bisher. ** Bei der Abwickelung des Stückgutverkehrs, find in gegenwärtiger Zeit gewisse Verzögerungen unvermeidbar, da die Güterwagen vorzugsiveise für dringliche Heeres- zwccke bereitgeftellt tverden müssen imb im .allgemeinen infolge der Ausdehnung der besetzten Gebiete größere Entsermungen znri'ick- legen, irne vor dem Kriege. Auch! das am vielen Stellen eingestellte Ersatz personal besitzt mitunter noch! nicht die gleiche Gewandtheit und Erfahrung, wie das zur Fahne einberufene ständige Personal Unter diesen Umftäüden kommt in. Frage, den Stückgutverkchr mehr, wre bisher, dem Privat-iS ammelladungsver -4 kehr der Spediteure zu überlassen. Es steht zn erwatten, das; hierdurch! in wirksamster Weise eine Entlastung der Eisenbahn sowohl bezüglich des Ladegeschäfts, wie auch in Ansehung der für den Ltückgntverkehr vvrznhaltenden Güterwagen herbeigeführt wird. ** Tie Dienstr äu me des städtischen Lebens- mittelamtes befinden sich von Donnerstag, den 2 1. d. Mts. ab in den Erdgeschvßräumen des Amtsgerichtsneubaues Ost-Anlage Nr. 13, Eingang pon der Ost-Anlage. Sprechsttmden für das Publikum von vormittags 9—12 imb nachmittags von 2—4 Uhr. Für beurlaubte Soldaten ist das Amt an Sonntagen und auch am zweiten SDeihnachtsfeiertag znnschen 10 mrd 12 Mw vormittags geöffnet. Am Atitttvoch nachmittag, den 20. d. Mts., ist das Amt wegen Umzugs geschlossen. * Die dritte Kriegs-Weihnachtsfeier der Stenographen gesellschaft Gabelsberger E. B. unfl Da men abteilung am Sonntag aus der Liebigshöhe, die im größeren Rühmen zu Gunsten der im Felde stehenden Mitglieder abgehalten wurde, verlief in jeder Weise recht schön. Die M' n s i!k von Mitgliedern der Kapelle des Ersatzbataillons des Jnf.-Regts' Nr. 116, trug ihr gut Test zum Gelingen der Veranstaltting bei und was gesangliche Darbiettmgen anlangte, so bewies ein dankbares Publikum den Herren Hütgens vom .Karl Scholtzg- Theater in Hamburg und Kirdorf durch großen Beifall, daß das Gebotene gut ivar imd mit viel Freude aufgenmninen rvurde Unter anderem Welt auch die Anwesenden ein flott gespieltes Theaterstück „Das Kriegsge heimnis" in Spanlmng Der programmäßig als Mann mit dein sechsten Sinn aufttetends Zauberkünstler und Gedankenleser M edin i-V o g t, vom Ers - Batl. Jnf.-Regts. 116, sorgte mit seinen alles in tiefes (Grübeln versetzenden Glanzleistungen auf dem Gebiete der Telepathie zn eineni gitten Teil ftir das Gellngen der Bevcmstalttmg Es n>än« dankbar zu begrüßen, wenn Herr Vogt, der wirklich' intercffanw und selbst ftir die Wissenschaft noch ratselliafte Leisft,nam vÄl- bringt, ,rch auch einmal an anderer Stelle zur Verfügung stellen würde, um vor der breiteren Oeffentlichkeit Proben seines hoch- intereftotttcn Könnens abzulegen. Eine Derkchwg', bei der sehr schon« Gegenstände zur Verfügung standen, bildete den Schluß der Feier^ die die Gesellschaft mfieder in den Stand getsetzt hat, ihre un Felde stehenden Kunitgenossen mit den so hoch willkommenen Liebesgaben zu versehen. ** D i e b st a h l^ Heute vormittag gegen 10 Uhr wurde aus cuicin Hausflur im Seltersweg, dahier, eine Kiste mit Cailler- r ’n C ol fl n C ' bestehend aus Tafeln und Rollen, gezeichnet F. L. k- ri ö cm^ Gießen, im Werte von 170 Mark entwendet. Sach- dienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. Die Versorgung der großen Städte mit Wild läßt bekanntlich noch viel zu wünschen übrig. Um diesem Miwtand abzuliclfen und den Ueverfchuß einzelner Provinzen an WiUr den Verbrauchern in den Städten znzusühren, haben zwischen tem „A llge meinen de lt tf d>en I a gd sch utzver»ein" und dxm „Deuts ch e n Wild- und G e f l n g e 1 h ä n d l e r v c r - band" Beratungen stattgesunden, die zu dem Schluß kommen, dan die Zuführung größerer Wildmengen nur dann zu ermöglichen isü wenn das Wild vpn den .JagdInhabern lediglich durchs den Wild Handel unter Ausschaltung von Zwischeu- stellen >— wie Verkaussvermittlern — dem Verbraucher zuge- fül)rt wird. Ter Ve r 1au f an den W,i ldhan del direkt muß gegenwärtig als der bessere Weg bezeichnet werden; die kommissionsweise Ueberlassung an Vermittler ist mit überflüssigen und zudem sehr erl^eblichen Nebenkosten belastet. Im Einverständnis mit dem K r i e g s e r n ä hr u n g s a m t in Berlin ist nunmehr eine „R c i ch s g e s e l l s ch a f t zur Wildversorgung dev Städte" begründet worden, die Hand in,!ö mit dem ^Allgemeinen Deutschen Jaghschutzverein" arbeitet. Dieser Verein übersendet ans Wunsch an seine Mitglieder eine Liste von vertrauens- lvüvdigen, kreditfähigen Wildhändlern, die Mitglieder der genannten Gesellschaft sind und denen der deutsche Jäger sein Wild unmittelbar mit voller Sicherheit verlaufen kann. Diese .Händler toben sich verpflichtet — bei sachgemäßer Auflieferung des Wildes aus der nächsten Bahnstation — das gesamte Risiko, einschließlich Fracht und Spesen^ von diesen: Zeitpunkt an zu übernehmen und weiter die festgesetzten Höchstpreise einzuhalten. Die Bezahlung an die Jäger li>at zu einheitlichen Stuck- biezw. Gewichtpreisen ohne Unterschied von Größe und Alter innerl>alb längstens einer Woche zu erfolgen. Tie näheren Bedingungen können von der Reichsgesellschaft zur Wildversorgung der Städte G. m. b.H. Berlin, Schi ssba verdamm 19" bezogen werden. ** I n dem heutigen K re i s b l a t t ist das Gesetz über den v a t e r l ä n d i s ch c u Hilfsdienst und eine A u f - forderung des Kriegsamtsznr freiwillige!: Meldung z u in vaterländischen H il ss d i en st enthalten, aus die wir auch an dieser Stelle besonders Hinweisen. Landkreis Gießen. ^ •• Annerod, 18. Dez. Der Lehrer Wilhelm Schäler, Ossiztersaspirant in: Jns.-Rgt. 221, wurde zun: Leutnant beiördert. z. Crainfeld, 19. Dez. Auch aus unserer Gemeinde hat der Krieg schon, loie in -der Nachbargemenrde Grebenhain und Bermutshain, manche Opfer gefordert. Den Heldentod fürs 'Vaterland starben Wilhelm F ö I s i n g, Johannes Werner Sebastian Zi mm ermann, Johannes Rn hl Karl Ganst, Konrad Mehring, Karl Löffler, Emil Löffler, Leopold Sommer. In französischer Gefangenschaft befinden sich Karl Flach, Moses Sommer, Heinrich R ä u be r, Heinrich M ö l - ler ist ebenfalls in französischer Gefangenschaft; in russischer tvesangcnschaft Jarl Rahn. Ausgezeichnet mit dem ciscrned. Kreuz zweiter Klasse wurde» ^Karl Jockel, Karl Räuber, Heinrich G ö tz. Mit der Hess. Tapserkeitsmedaille Rudolf M ö l - ler, Andreas Oechter, Konrad Rehbergcr, Wilhelm Hof mann. # Langsdorf, 18. Tez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Leutnant d. R. Karl Roth, Turnlehrer in Worms. :: Lich, 18. Dez. Gestern nachmittag 4 Uhr veranstaltete der hiesige Kriegerverein eine Lichtbilder Vorführung. Redner ivar Lehrer Jakob zu Ober-Bessingen. Tie zur Beringung gestellte Turnhalle ir»ar bis zum letzten Platze besetzt. Auch die .Hohe Standes- h-errschaft war zahlreich erschienen. Aus der Bürgerschaft hätte der Besuch ein besserer sein können, zumal der Vorttag frei war, auch dem Redner von Seiten der Veranstalter eine Bezahlung iricht zu leisten war. Trotzdem konnten nacli Abzug der Unkosten für Heizung, Beleuchtung der Apparate usw. noch nalie an 40 Mk. freiwilliger Gaben der örtlichen Kriegsfürsorge überwiesen werden. Die Bilder, die vom Kgl. Kriegsministerium zur Verfügung gestellt sind und Aufnahmen des Großen Generalstabes zeigen, machten, wie überall, einen mächtigen Eindruck auf Zuschauer und.Hörer. ** Lollar, 19. Dez. Stud. theol.»Karl Da ab, im Feld- Artillerie-Regiment Nr. 205, wurde im November zum Vize- Wachttneistsr und jetzt zum Offizier-Stellvertreter. befördert. ch Mainzlar, 19. Tez. Eine E in b rech er b a nde von 4 abgefeimten Spitzbuben hat hier verschiedene Einbrüch>e in ver eangener Woche verüb:, wobei ihr Eier, K'artoffeln, Hühner, Strüinpfe :md Kleidungsstücke in die Finger sielen. In zwei Fällen ivurden sie bei ihren: Handwerk gestört, weil die Besitzer durch das Feilen an den Türschlössern erwachten. Einer bedürftigen Frau, deren Mann im Felde ist, stahlen die Gauner 8 Paar Strümpfe, 1 Paar Unterhose:: und 4 Hühner. Trotz Verfolgung konnte man ihrer nicht habhaft werden. •* Muschenheim, 19. Dez. Dem Schützen Wilhelm Müller, Sohn des Zohs. Müller L, im Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 80, 3. Maschinengewehr-Komp., wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** Watzenborn, 18. Dez. Der Schreinermeffter I. G. P i ly von hier, bei einer Minenwerser-Kompagnie im Westen, erhieli vor einiger Zeit die Hessische TapferkettSmedaille, in den 5iä>npien an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde am Io. Tez. jutn Unteroffizier beiördert. Wieseck, 18. Dez. Zum Leutnant befördert wurde der Lehrer D e rn. Kreis Büdingen. # ©übin fl eit, 18. Dez. Tie hessische Tapserkeitsn:eda:lle erhielt Kanonier Gläser. — Zum Leutnant befördert wurde der Fähnrich Schäfer im Inf -Rgt. 99. Büdingen, 16. Dezember. Im „Fürstenhof" ttat der Kreistag des Kreises BüdftMM unter dem Vorsitz des Geh. Re gieruugsrats Boeckmann (Bi'idingen) zu seiner diesjährigen .Herbsttagung zusam:nen. Vor Beginn der Verhandllmgen ermahnte der Vottitzende zu größter Sparsamkeit im Gebrauch nlft allen Lebensmitteln und zu weitgehender Abgabe aller überschüssigen Vorräte an die notleidenden Städte. Den Kreis-- straßenwärtern bewilligte man rückwirkend vom 1. Dezember 1916 ab eine Teuerungszulage von 70 Mark. Zu Kreisausschußmit - gliedern wählte man Birken st o ck-Ranstadt, C l oo s-Ridda und H a h n-Büdingm, zu Provinzial-Landtagsabgeordneten Cloos- Nidda und R a b e n a u-Büdingen. Ferner fanden noch Wähle:: zu den verschiedensten Ausschüssen statt. Dem Am: t s v e r k ü n d u n g s- blatt ivurde mit Wirkung vom 1. August 1914 ab die bisherige Pauschalsumme von 200 Mark jährlich aus 600 Mark erhöht Die Summe wurde unter Vorbehalt bewilligt, da sich der Kreistag aus den Rechtsstandpnnkt stellt, daß hie Honvrieimng der kriegswirtschaftlichen Bekmrntnmclmngeu nicht Sache des Kweft'es, sondern des Staates ist. — Für U n t e r st ü tz u n g e n an Kriegerfamilien usw. ivurden bisher 2180000 Mark verausgabt. ^.ie nwnatlicher: Aniwendüngen betragen zurzeit 96 000 Mark Reichs- gelber und !4 000 Kreiszuschüsse. Insgesamt warm Ende Oktober 9619 Fmnilien zu unterstützen. An Wochenhilfen wurden m 197 Füllen 18 276 Mark bezahlt. — Der Kreis-Kommunal- verband lieferte 1915 cm Stroh 140 Waggons, an Hafer 2075 Donnen, an Heu 987,8 Tonnen und erübrigte hrerbe: etwa 1004H Mark. Ferner lvnrde durch den Verkauf von Mehl. Schrot, ltzrieß. Weizen mm Hoggen im letzten Jabr bei einem Gcsmntt Umsatz von 899 442,55 Mark ein Reinüberschoß von 16 555 Mark erzielt. ' Kreis Alsfeld. ie. Nieder-O hn:cit, 17. Tez. Dem NLuKkeller .Heftirich Hosmann, Sohn de:' Witwe Mth. Hoftnann, der mit dem Res.-Jns.-Regt Nr. 254 ausrückte und im März 1915 durch Knieschuß bei Praßnitz schwer verwundet wi:rde, tmirde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. Hofnrann hat ein steifes Knie davonge- tragen und wurde vor kurzem endgültig entlassen. — Dieselbe Auszeichnung erhielt der Sckfütze Wilhelm Schmidt der 3. Ma- schincn-Gew.-Komp. des Leibgarde-Regts. Nr. 115. Schmidt wurde am 21. Septeinber d. Js. am linken Unterschenkel verwundet und liegt zurzeit in einem Lazarett in Kirchirode bei Hannover. —» Infolge der Mobilmachung wurde:: aus unserem etwa 12.50 Einwohner zählenden Torfe bis zum 15. Dez. d. Js. ungefähr 250 Mann unter die Fahnen gerufen. Bon diesen stehen bis heute noch ellva 465 Mann im Dienst. Etiva 35 Berleute wurden reklamiert. Diese sind im nahen Eisensteinbergwerk „Grube Hedwig" beschäftigt. Den .Heldentod fürs Vaterland starben bis jetzt 18 Mann; vermißt sind 5, in russischer Gefangenschaft befinden sich 2 und verwundet wurde:: etwa 45 Leute. — Bis jetzt wurde:: 45 Auszeichnungen an Nieder -Ohmener Krieger verliel-en. Darunter befinden sich 25 Eiserne Kreuze 2. Kl7, 19 Hessische Tapferleits- Medaillen und 1 Oesterreichische Tapferkeitsmedaille. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. m:d die Hessische Tapferkeitsmedaille besitzen 10 Feldgraue. ic. Niedcr-Ohmen, 17. Dez. Ter Lehrer Bernhardt im nahen Bernsseld, der in einem Garde-Regt. in: Westen kämpfte, starb in einem Feldlazarett den Ehrentod fürs Vaterland. Bernhardt war schwer nervenleidend und hoffte, bmfb nach Deutschland zurückgebvacht zu werden. ic. N i e d e r -- O h m e n , 19. Dez. Gendarmeriewachtmeister R ö t h von hier, der seit der Pmsionierung des früheren Sta- tionssührers den Dienst der hiesigen Station ganz allein versieht, wurde ivegen hervorragender Verdienste aus dem Gebiete der Kriegsfürso^'ge vom Großherzog das Kriegsehrenzeichen verliehen. Kreis Lauterbach. z. Ber m:: t h s b ain , 19. Tez Heinrich O e ch l e r , Sohn des Karl Oechler, welcher de: einer Aiaschiilenfleivehr-Abtellnng stand, wird seit der Sommeschlacht im Oktover vermißt. 'fftz Heisters, 18. Dez Zum Leutnant befördert wurde der hiesige Letzter Wilhelm Raben« n. rr. S ch l i tz , 19. Dez. Vorgestern abend fand im hiesigen Lazarett die diesjährige Weihnachtsfeier statt. In dem mit Tannenzweigen prächttg geschmückten und von einem mächtigen Weihnachtsbaun: erleuchteten Saale fanden sich die 15 Pfleglinge des Lazaretts, sowie die vom Militär entlassenen 10 Invaliden unseres Städtchens ein. Es nahmen außer dem Lazarelworstand an der Feier teil Gräfin Wilhelm und Gräfin Elisabeth von Schlitz^und sonstige geladene Gäste. Nach gemeinsamem Gesang von „Stille Nacht" hielt Stadtpfarrer B o eck n e r die Ansprache im 'Anschluß an das Weihnachtsevangelium. Sodann stimmten die Helferinnen des Lazaretts den melirstimmigen Chor an; „Herbei o Ihr Gläubigen". Gedichtvorttäge und Wechselgesang schlossen sich an. Es folgte die Bescherung siir die Pfleglinge nach Invaliden, die dank der Gebefrcudigkeit des gräflichen Hanfes und der Bürgerschaft außerordentlich reich ausftel. Dem Dank gab Geh. Justizrat Wahl Ausdruck. Ter gen:ütliche Teil, der durch Vorträge einer eigenen Hauskapelle wesenllich verschönt wurde, hielt die Aruveseuden noch lange zusammen. Kreis Schotten. fftz Rudingshain, 18. Tez. Ten Heldeittod starb iin Westen der Landstnrmmann Karl Fischer im Jni-Rgt. 115. up. Aus dem V v g e l s b e r g , 15. Tez. Im Interesse der Volkswohlfahrt bat durch, den Weltkrieg manch alter Gebrauch und manch gewohnte Sitte eine Abänderung ersalwen oder ist gar eingestellt,, bis der Frieden wieder andere Zeiten schafft. So war es ein altes Herkommen, daß bei den Hausschlachtungen die Kinder von Befteundeten und Nachbarn zun: Quellfleisch oder der Quellsuppe geladen wurden und auch kamen. Vor noch nicht einem Vi-enschenalter kamen auch diese Kinder neben den Erwachsenen zur Wurstsuppe an: Abend des Schlachttages. Diese Wurstsuppenein- ladimgen waren aber schon vor dem Weltkrieg erngegangen, iveil man mit der Zeit materieller und prattisck)er geworden mar. In der gegenivärtigen Zeit ist der Umfang des Schlachtens beschränkt, die FleisckMenge wird gewogen und in Anrechnung auf die Fleischkarten gebracht. Ta verbietet es sich ganz von selbst, daß man Verzicht leistet ans ein Dutzend oder noch mehr „Quellfteischesser" und den damit nicht willkommenen Umständen. Kreis Friedberg. Friedberg, 18. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reallehrer K l e e. :: Pohl-Göns. 18. Tez. Nach an: Samstag eingetroffener Nachricht starb den Tod für das Vaterland vor Verdun der Land- fturtnmann Konrad Steiger IL, der Krankenträger in einem Infanterie-Regiment war. Er ist der Nennte ans unserer Ge- mellide, der ben Heldentod erleiden mußte, neben drei Vermißten, deren Schicksal unbekannt ist. Starkenburg und Rhcinhesscn. ch. Aus R'heinhesscn, 17. Dvz. Einen allere:: Jubilar, der noch im Dienst steht, dürfte wohl keine Gemeinde ganz Dc::tsch- lands mehr auszuweisen haben als Gan-Köngernheim. Es han- dclt sich um den 9 4 Jahre aller: Gemeinde- und Polizeidiener und Flurschützen Christoph Stumpf, der seinen verschiedenen Aem- tern trotz des hohen 'Alters noch iwll aller Gewissenhaftigkeit und Eifer nach kommt. Kreis Wetzlar. ra. .Wetzlar, 19. Dezeniber. In der abgelausenen Woche tagte die Hauptversammlung des lanbwirtfch-aftlick>en Kreisvereins. Ter Haushaltungsplan für das Jahre 1917 wurde in Einnahme und Ausgabe auf 3495 Mark festgesetzt; an Mllgliederbcittägen sind wie im Vorjahre 1800 Mark vorgesehen bei dem gleichen Bestand von 600 Mitgliedern. Im Jahre 1917 würde das Tier- schausest wieder fällig sein, das aber auch jetzt wieder aussvllen muß. Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen zivei Vorträge. „Tie Notwendigkeit des Saatgutw^echftls" (Referen: Winters ckpildirettor Dr. Kock^. und „die Notwendigkeit der Einschränkung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs" (Res. Kreissparkassenbuchhalter Rühle), die mit großem Interesse angehört wurden. d. Wetzlar, 19. Tez. Im letzter Zell häufen sich in ausfallender Weise die Fälle, in 1>ennt_ Besitzer upn Schwffinle diese not-, schlachten und beantragen, daß die N o t s ch 1 a ch t u n g e n als Hausschlarhlnngen angesehen werdei: sollen. Ter Vorsitzende des KreiSausschusses bat diesem Verfahren dadurch Einhalt geboten, daß er künftig Notschlachtungen nur denn: als Hausschlachtungen gelten läßt, wenn der zuständige Jteischbeschauer in einer Bescheinigung ans seinen Diensteid versichert, daß die Tvere tatsächlich krank sind n:ft> ihr Eingehen zu befürchten ist. 6. Oberkleen, 19. Dez. Die hiesige Marmor- undPlatten- labrif, die seit Ansbruch des Zlrieges nicht mehr im Betriede ivar, soll, ivie man hört, umgewandelt werden. Tie Ausschachtungs- nvbeitei: für die Erweiterungsbauten sind bereits in Angriff genommen. ä. Volpertshausen, 18.Dez. Zwei hiesigen Einwohnern wurden nachts ans ihren Ställen je drei Gänse gestohlen, ans dem Hose geschlachtet und dam: mitgehen geheißen Da die Gänseställe sich in de,: Schiveineställen beiande::. ist anzunehmen, daß die Diebstähle von ortskundigen Personen ausgenihrt worden sind. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 19. Dezember. Eine ivesentliche Förderung lmt die Wasserversorgung der L a n d g e m e i n b e n durch Bewilligung von Darlel>en zu ermäßigtem Zinsfüße von 3 :md 3Vs Prozent seitens der Landesoer- sichernngs-Austalt der Rhein Provinz erfahren. Diese Anstalt hat bis zu Beginn deS Krieges bercfts über 10 Millionen Mark ftlr diesem Zweck darlehnsweise hergegeben. > Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 16. Dez. Das älteste Frankfurter Bankhaus Johann Mertens, Börsenstraße 17, geht- in diesen Tagen als selbständiges Geschäft ein und wird von der Mitteldeutschen Creditbank übernommen. Die Angestellten des Geschäftshauses Mertens tteten in die zßveditbank ein. Die Firma Johann Mertens bestand feit 1605 am Frankfurter Platze. — Zu der Erhöhung der Gaspreise von 15,5 Pstg. auf 18 Psg. für das Kubikmeter tritt nunmehr auch noch eine Preissteigerung für Elektrizität.. X B a d O r b, 16. Dez. Die Stadtverordneten beschlossen den Ankauf vor: Baugelände im Umfange von 13204 Quadrat» metern zum Preise von 2,50 Mk. für den Quadrat:neler. Der Aragistrat wird dieses (Öelänbe zum Selbsttostenpreife für die Er bauung kleinerer und mittlerer Wohnungen hergeben. Spekulations- täufe sollen ausgeschlossen sein. a. Biedenkopf. 17. Tez. Lluch diese Woche werden wieder 1 6 0 G r a m m Fleisch ohne Knöchel:, 200 Gramm mit Knochen oder 400 Gramm Rehfleisch verteilt. ra. Breide,:b«ch, 17. Dez. Vizefeldwebel Hrch. Theiß wurde mit dem Eisernen 51reuz 1. Klasse ausgezeichnet. ra. Weil bürg, 19. Dez. Seit gestern ist im hiesige': Schlosse die st ä d t : s ch e Volksküche eröffnet. Kriegste,li:ehmer- Angehörige zahlen 2,80 Mk.. Stadtarme 2.10 Mk. und alle anderen Personen 3.50 Mk. pro Woche. Es wird ein Eintopsgericht (Mittagessen) mit zweimaliger Fleischkost von je 50 Gram::: wöchentlich gere:cht. ul. Limburg, 14. Dez. Gestern nachmittag tagte hier im großen Saale der „Alten Post" der diesjährige or>.mtliche Verbandstag R a i f f e i f e n s ch e r Genossenschaft. n in Nassau. Es waren 256 Teilnehmer erschienen. Den Geschäftsbericht erstattete Verbandsdirektor Tr. Nolden-Frmrkfurt. Seinem Bericht: ist zu entnehmen, daß der nassauische Verband im abgelaufenmü Rechnungsjahr große Fortschritte machte, was schon daraus berv-ir- geht, daß er jetzt 50 Beamte beschäftige, gegen 15 vor dem Kriege. Dvmänenpächter Schneider, .Hof Kleeberg, hielt einen lehrreichen Vortrag über die Frage „Welche Lehre:: bringt der Krieg iür dis Landwirtschaft'?" An Hand der Erfahrungstatsache:: loies der Redner in tlarverständlicher Weise nach, daß auf landwirtschaft^ lichem Gebiet eine vollständige Umwertung aller Werte eintreteu müsse. Der Krieg sei ein harter, aber auch, ein guter Lehrmeister für die deutsche Landwirtschaft geworden. Ter Redner trat nachdrücklich. für Gründung sogenannter B a n e r n h o ch s ch u l e n rä:, wobei die Genossenschaften tätig Mitwirken könnten. X Kassel, 18. Dezember. Der Landesausschuß des Regierungsbezirks Kassel hat die Gewährung von Kriegsteue^ rungszu^lagen an mittlere und untere Beamte des Bezirks^ Verbandes Kassel in gleicher Höhe, wie der preußische Staat be-, schlossen. Handel Erhöhung der Kohlenpreise. Essen (Ruhr), 18. Dez. (WTB.) Die heutige Versammlung der Zechenbesitzer des Rheinisch-westfälischen K o h l e n - syndikals setzte die Beteiligungsanteile in Kohlen, Koks und Briketts für den laufenden und die nächsten Monate in der bisherigen Höhe fest. Sie (beschloß sodann, aus den Vorschlag deÄ Ausjchusses F., der nach langen Verhandlungen Billigung des .Handelsministers gefunden hat, die Preise für Kohlen um 2 Mark, für Koks :un 3 Mark und für Briketts um 3,25 Mark für die Tonne zu erhöhen. Diese Preisfestsetzung, die einstimmig und ohne Erörterung erfolgte, gilt für das erste Viertel des nächsten Jahres. Es ist allgemein erklärt worden, daß die heuttge Preiserhöhung unter dem Zwange der Verhältnisse und wegen der weiter steigenden Selbste kosten :wtwendig geworden ist. ' J 1 - 1 --- """ - " 1 _ ■ - .. ■■ . . . Letzte Nachrichten. Das deutsche Friedensaugebot und Amerika. New York, 19. Dez. Der intmiattonale Nachrichtendienst meldet aus Washington: Senator Stvne, der Vorsitzende des Nation alaussch ns seS für auswärtige Angelegenheiten, hat eine Einladung angeiwnrmen, vor der westl:ckZm Mteillnrg des Mrndes zur Durchsetzung des Friedens am 14. Dezember zu sprechen. Es verlautet, seine Rede werde die Erllärung darstcllen. daß die Vereinigten Staaten sich bereit hielten, kür den Frieden Europas zuj arbeiten und eine Aufforderung dazu durch die kriegführendew Mächte erwarteten. Freunden gegenüber hat Stone geäußert, die Dringlichkeit einer en t schlo s s tu eit Bewegung! für den Frieden sei größer, als bite jeder politischen Fragen der Vereinigten Staaten. Es heißt, die Regierung^ bereite ecnck Aeußerung nach Europa vor, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt seien, künftighin Geldlftlse in weitem Ausmaße zu leisten, da ja alle Kriegführenden die .Kraft ihrer Waffen tatsächlich er- schüft hätten, ohne irgend ein 'endgülttges Ergebnis erreicht zu 1 "m. Die ungarische Krönung. Budapest, 18. Dez. (WTB. Nichtainttich. Ministerpräsident Graf Tisza teilte heute im Abgeyrdnerenhause mit, daß die Krönung am 30. Dezember startfinden werde. Er bean-, tragte, daß das Mge ordneten ha ns hierfür gewisie Vorkehrungntz treffe unv die Wahl des Paladin-Stellvertreters vornehme:: möge, der gemeinsam mit dem Primas dem König die Krone aufs Haupt setze. Ferner soll eine -Abordnung gewählt roerden, die nach den: feierlichen Einzuge den König begrüßt und ihn ersucht, die Krönung vorMnehmen und die Erlaubnis zur Krönung der Könrgio zu etteilen. Lloyd George. Haag, 19. Dez. Tie Ansicht, daß Lloyd George vorerst auf die Bekanntgabe der deutschen Friedensbedingungen dringt, wird allgemein geäußert. Den Vorgänge,: in der Duma, die das Friedensangebot abgelehnt hat, wurde keine P:oße Bedeutung beigelegt, da Lloyd Georges Haltung allein maßgebend ist. Vor Verdun. London. 18. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Korrespondenk des „Daily Ehronicl^ ai: dcr^ Front von Verdun meldet: Am .16. abends begam: Schnee zu fallen und an: 17. nahm dev Schneefall zu. Das eroberte Gebiet sei ein einziger M o r ast , :u dem im Augenblick kein einziger Laufg rab en angelegt tverden könne. Tie Wegschaffung der Verwundeten sei entsetzlich schwierig und die Versorgung der Trntwei: mit Lebensmitteln und Wasser eine Riesenarbett. Die englische Munitionsindustric. London, 18. Dez. (WTB. Nichtamllich? Nach Mitteilung des Munitirmsministerftrms sind 73 weitere Fabriken der Kontrolle der Regienmg unterstellt ivvrden. Die Gesanitzahl der unter der Konttolle des Bttmitionsministeriinns arbeitenden Fabriken l>e- trägt minmehr 4565. Der rumänische Niederbruch. Stockholm, 19. Dez. „Rußkij Invalid" schreibt: 30 Werst östlich von Bukarest beftndet sich dichtes Urwaldgebiet, dessen Undurchdringlichkeit die russische Heeresleitung als sicher angenommen hatte. Diese Barriere wurde sedoch von den: Feinde ohne Schwierigkeit genommen. Schürnerig wurde die Lage durch den Verlust Duz aus, den letzten .strategischen EifenbalEwttnpnnk. des rummrischen Restgebietes, der urtter allen Umständen festznl,allen gewesen wäre, da er die einzige Verbindung mit der Moldau dar- stellt. Rumänien besaß ausgezeichnete Barrieren, um den FZnk auszuhalten. Die Jalomita-Linie, die bürgst stark auSgcdäut iwr hätte ein Hindernis für Wjochen bilden können. Die rumüni: Den Truppen fluten gegenwärtig zrmick, befinden sich abm- tatsachlip: in s chw: eriger Lage. Die üftolge der Frontverkürzung einae- treten e Verdichtung der Lime vermehrt nvch die Schwierig;Kwn Wir können uns also daraus vorbereivm. daß aus der Lage au: rumänischen.Kriegsschauplatzauch unsever Armee bedeutend.' r*««,-. rigketten entstehen. „Gedenket der Geburtrtagzspende sür'r Rote Rreuz"! Todes-Anzeige. Hiermit die traurige Mitteilung, dass meine liebe Frau, unsere treutürsorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau Elisabeth Semmler geb. Schweitzer heute morgen 71/, Uhr sanft entschlafen ist. Georg Semmler, Königlicher Eisenbahn-Zugführer und Kinder. Giessen (Asterweg 16), den 18. Dezember 1916. [9008 W Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 3y 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. A>- 1 7rXß Am 3. Oktober 1910 verschied unser lieber Philister Oekonomierat Dr. phil. Adolf Wegner Direktor der Ackerbniinchnle zu \orden (Hann.) Ritter des Eis. Kreuzes von 1870/71 nnd anderer Orden. Am 21. November 1910 wurde unser lieber Philister Dr. phil. Ferdinand Streng in Dessau von schwerem Leiden durch den Tod erlöst. ... AV 1 14, Dez ember 1910 starb nach kurzer Krankheit im Dienste fürs Vaterland unser lieber Verbindungsbruder stud. rer. nat. Walter Briegleb Landstarinntann int Eandstnrm-lnf.-Ers.-Batl. 30/VII. Als Kriegsfreiwilliger 1914 ausgerückt, erkrankte er imFelde, war über ein Jahr aus dem Heere entlassen und seit 6. November nach Burgstemfurt wieder eingezogen. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. Dezember 1916, nachmittai 1 Uhr, in Groß-Umstadt statt. 0 M. alte Mutt erbitten, 1 junacu Habu verkauft H. Jasper, Bodheim a, B. 01 -^ Blaue Uniformen von ehcm. Einjährigen z.verkaufen [ 0lJ - 23 Seuling, Watitorslratze 75 p. fflaich92man!9l f. 11—14 Vuihv. Knahenaia talu. Joppe r 14—17 I. abzua.hrrüv'L»ii-.4lN. 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Mts. a in den Erdgeschoffrüumen des Amtsgerichtöneubaul Ott-2lnlage Nr. 13; Eingang von der Ost-9lnlag Sprechstunden für das Publikum von vormittags 9— und nachmittags von 2—4 Uhr. Für beurlaubte Soldatert ist das Amt an Sonntage und auch am zweiten Wethnachtsfeiertag zwischen 10 uw 12 Uhr vormittags geöffnet. Am Mittwoch nachmittag, den 20. dS. MtS., ist de 9lmt wegen Umzugs geschloffen. Gteffcn, den 18. Dezember 1916. 9009 Der Oberbürgermeister: Keller.