Hr. 294 Der -letzter erscheint tätlich, cucher SsnntagS. - Beilagen: Stetzener FamNienbiatter; Nreirbiatl für fcen Kreis Sie»«,. vczugspreir: monatl. 90 Pf.. Vierteljahr!. Mt. 2.66; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 Vierteljahr!. ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchristleitungllL Verlag,Geschältsstellebl Unschrilt für Drahtnachrichten: Anzeiger Ließen. Erstes Blatt Donnerstag. M- Dezember *916 pOstfche«NsnlO: Frankfurt a.M. N68b General-Anzeiger für GderheM Sankverkehr: Sewerbebank Stehen 3willingsrund-ruck u. Verlag: vröhl'sche Unio.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schristlettung, Seschäfttstell« «.Druckerei: Schulstr. 7. ^l...umne von Anp^rn f. die Lagesnummer bis zum Nachmittag vorhei. ZciienprelS, f. Anzeigen: örtlich 20 Ps.. Aer- inietungen u. Stellengesuche 15Ps., auswärts 25 Pf., b. Plahvorschrist 30 Pt'., Reklamen 75 Pi.^ bei Platzvorschrift 90 Ps.. Hauptschriftleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich! für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt u,-d. Land.Vermischtesu.Ge-« richtssaal: Fr. R. Zenz., Anzeigenteil: H. Veck, sänUlich in Gießen. (WTB.) Großes Hauptyuartier. 13. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Außer zeitweilig lebhafterem Artilleriefeuer imSomme- uno Maas-Gebret sowie nächtlichen Palrouillenzusammen- swtzen der allen Armeen keine größeren Kampfhandlungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. 8ro«t des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Wchits Wesentliches. Krönt des Generalobersten Erzherzog Josef. In den Daldkarpachen vielfach eigene erfolgreiche Pa- trouillenkämpfe. An der siebenbür gischen Ostfront wiesen auch gestern deutsche und österreichisch-ungarische Truppen Angriffe der Russen im Gyergyo-Gebirge und beiderseits des Trotusul-Tales ab. Dem weichenden Gegner nochdrängenöc Aufklärungsabteilungen stellten erhebliche Verluste des Feindes fest und brachten Gefangene zurück. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls' von Mackensen. Der Feind, der sich, durch russische Kavallerie verstärkt, an der stark angeschwollenen Jalomita nochmals gesetzt hatte, ist wieder in vollem Rückzüge nach Nordosten. Die Donau- und 9 Armee dringen auf der ganzen Front nach An der Straße nach Buzau gewannen wir erheblich Gelände und machten gestern dort und im Gebirge wiederum über 400 0 Gefangene. Mazedonische Front. Nach den Niederlagen der letzten Tage herrschte Ruhe an der Eerna. Struma und Küste. Der Erste Generalauartiermeister Ludrndorff. Der «bendbericht. Berlin. 13. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Vorübergehend auflebendes Feuer an der Somme und auf östlichem Maasustr. Die 9. Armee nähert sich Buzen. OestUch der Cerna haben neue serbische Angriffe eingesetzt. , „ * . _LT ^ “ ■ * j Was werden sie, die Feinde, nrit unserem Friedensangebot machen, was wird die neutrale Welt dazu sagen —i das ist die Frage, die uns heute alle beschäftigt, und die anderen Interessen blassen dagegen ab. In der deutschen Presse ist eine bemerkenswerte Zurückhaltung geübt worden, und das ist sehr erklärlich. Es herrschen da dieselben Motive, die zur Vertagung des Reichstags geführt haben, eine Unlust, viel Worte oder unnütze Opposition zu machen, denn das Schicksal ist nun einmal im Zuge und wird seinen Lauf nehmen. Das Vorgehen Deutschlands und seiner Verbündeten entscheidet ja nicht über Wohl oder Wehe unserer Länder. Hat es keinen Erfolg, so wird es uns nicht schwer werden, unfern Gleichmut zu bewahren. Es könnte sich bei kritischen Betrachtungen nur darum handeln, ob es zweckmäßig war, die Friedensnoten hinauszusenden. Sie waren für unsere Feinde bestimmt, und so richtet sich unser erster Blick naturgemäß darauf, was sie jetzt sagen. Und da erleben die, die sich viel Gutes versprochen hatten, sogleich eine Enttäuschung. In England sprudelt der Hauptquell der feindlichen Entschließungen, und die gesamte englische Presse weist die Friedensvorschläge, zum Teil mit sehr drastischen Ausfällen yegen Deutschland, zurück. Die Blätter von Weltruf und Mesenabonnentenziffern — ohne Ausnahme schelten sie, lehnen sie den „geheuchelten" Appell an das Menschlichkeitsgefühl ab. Amtliche Erklärungen liegen noch nicht vor. Nur soll, wie die Blätter melden, Lloyd George an Bkiand ein Telegramm gerichtet haben, in dem er seine unerschütterliche Entschlossenheit, den Krieg bis zum siegreichen Ende weiterzuführen, ausdrückt. Briand habe telegraphisch an Lloyd George die gleiche Versicherung abgegeben. Dem „Nein" der englischen Presse steht nach den Blättern die Verdrehung der italienischen Presse zur Seite, daß es sich bei dem Friedensangebot um eine Irreführung von deutscher Seite handele. Auch aus Frankreich weiß die „frankfurter Ztg.", die einige Zeitungsstimmen widergibt, nichts Gutes zu melden, sondern nur das gleiche, kalte Nein, dieselbe giftige Auslegung, wie die in London geübte. Auf die Stimmung der Neutralen, aus die es ja auch weniger ankommt, einzugehen, verlohnt noch nicht recht. Die Nachrichten sind noch zu spärlich und zudem willkürlich ausgelesen. * JR™ 1 erklären zwar die des Reichskanzlers Politik rückhaltlos verfechtenden Kreise, das Echo in der feindlichen Presse sei nichts Ueberraschcndcs. Und Conrad Haußmann sagt z. B. im „Berliner Tageblatt", die Stimmung dürfe nicht nach den ersten Zeitungsäußerungen bewertet werden; erst gegen Neujahr würden wir genauere Beweise haben, ob der Ruf des 12. Dezember „die Nerven der Bevölkerung in den Entente-Ländern getroffen" habe. Andere trösten sich für die Schmähsucht der feindlichen Presse mit der Gewißheit, daß die Regierungen der Gegner, auch wenn sie ablehnen, ihren Bescheid doch in andere, sanftere Form kleiden würden. Damit ist fteilich nicht viel betau. Wir sollten in Ruhe und Gleichmut bis zur Entscherdung verharren, und das beste Wort, das der Kanzler an: Dienstag gesprochen hat, scheint dieses zu sein: „Wir sind zum Schlagen entschlossen, znm Frieden bereit." Eine positive Wirkung hat Herr von Bethmann Hollweg noch erreicht: wird das Friedensangebot abgelehnt, so wird Deutschland den Kampf entschlossen weiter führen können, ohne daß sich flüstere Stimmungen bei der Sozialdemokratie unangenehm bemerkbar machen. Diese etwaigen Stimmungen durften aber nicht überschätzt und zu _ hoch angeschlagen werden. Wir find überzeugt, daß unsere soziaQemokratischen Volksgenossen zum weitaus größten Teil von der Notwendigkeit, auszuharren, sich, überzeugen lassen auch ohne solche Versuche und Unternehmungen, die nach anderer Richtung hin sich- vielleicht als überflüssig erweisen oder eine flagwürdige Wirkung haben. Manch einer hat in diesen Stunden erklärt: wenn die Gegner uns mit unserem Vorschlag zurückweisen, dann wird Deutschland mit aller Kraft und rücksichtslos losschba- gen und um den Sieg kämpfen. Uns dünkt, das müßte unbedingt auch bisher schon der Fall gewesen sein. Sollte es noch größerer Schmähungen und Kränkungen Deutschlands als bisher bedürfen, um den furor teutonicus nach Hinden- burgs Wort zu wecken? Wieder andere halten ein wenig zu viel von dem aufs neue b mhigten guten Gewissen Deutsch- landrs. Auch das halten wir bisher schon in der Brust uns bewahrt. Wir hatten gestern geschrieben, daß es nicht so sehr ankomme auf die Größe und Würde der sittlichen Ueberzeu- gung, dre dem Friedensangebot innewohnt, als vielmehr auf dessen Wirkung in der Welt, namentlich der feindlichen Welt. Diese Worte scheinen einigem Mißverständnis begegnet zu sein. Wir haben selbstverständlich nicht entfernt daran gedacht. der Moral im allgemeinen einen zweiten und untergeordneten Platz anzuweisen. Nur gehört alles an seinen rechten Ort. Mit Moralpredigten würden wir auf alle Fälle keinen Krieg gewinnen. Und der Schritt des Reichskanzlers war keine solche Predigt, sondern sollte eine Tat sein, um uns praktischen Zielen näherzuführen. Darum bleibt es richtig, wenn man sagt, man dürfe sich nicht so sehr berauschen an dem, was Gutes gewollt wurde, sondern müsse vor allem prüfen, was erreicht wird. Wir stellen uns keineswegs in die Reihe derer, die erklären, Ethik habe mit der Politik nichts zu schaffen. Mer gewiß ist doch wahr, daß sich chre Wege nicht decken, daß gerade die Politik jener Raum ist, wo sich die Sachen hart zu stoßen pflegen, während der ethische Gedanke frei und froh ist wie des Sängers Lied. Wir legen auf das gute Gewissen bei unserem großen Kampfe den allergrößten Wert, nur nicht darauf, die Kette unserer Ueberzeugungsversuche, die wir Fremden umlegen wollen, um ein fragwürdiges Glied zu vermehren. fr Der Sfterreichifch-ungarische Tage-bericht. Wien, 13. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. Dezember 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Der feindliche Widerstand an der Jalomita wurde gebrochen, der weichende Gegner wird verfolgt. Oesterrei^ chisch-ungarische und deutsche Truppen nähern sich Buzen. Die Rumäne^ ließen abermals 4000 Gesungene in unserer Hand. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Die russischen Angriffe westlich und nordwestlich von Ocna gehen fort. Sie blieben auch gestern völlig ergeh, nislos. Bei der Armee des Generalobersten von Köveß herrschte, nachdem in den Fnihstunden die verlustreichen Angriffe der Russen zusammengebrochen waren, verhältnismäßig Ruhe. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Außer erfolgreichen Streifungen an der Bystrcytza-So- lotwinska nichts von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö s e r, Feldmarschalleutnant. Var Ausland und der Zriedensvorschlag. England. DaS Unterhaus und das Friedensangebot. London, 12. Dez. (WTB.) Das Unterhaus, das sich heute wieder versammelt hatte, zeigte große Bewegung und viel Aufregung. Die verschiedenen Parteien hatten in der Hauptsache noch immer ihre früheren Sitze inne. Die auffallende Veränderung war das Erscheinen der früheren liberalen Minister aus der vordersten Bank der Opposition. Da Lloyd George und A s q u i t h infolge Unwohlseins abwesend waren, wurde zugestimmt, daß eine umfassende Erklärung über das Regierungsprogramm und die Debatte darüber bis zur nächsten Woche verschoben werden sollen. Der Bremiermiuifter von Neuseeland. London, 13. Dez. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Premierminister von Neuseeland, Nae- sey, sagte in einer gestern in London gehaltenen Redei^ch höre, dai; am Nachmittag rrn deutsä-en Reichstag eine wichtige Erklä- ntng über die sofortige Eröffnung von Friedensverhanddmgmj abgegeben Word«: ist. Das mag der Standpunkt der Deutschen sein, ich glaube nicht, daß es auch der unsrige ist. (Beifall.) Wir werden über den Frieden sprechen, ich spreche vom Standpunkt des Reiches, sobald roir die Zeit dazu gekommen hakten. Das ist alles, was darüber zu sagen ist Englische Pressestimme«. Haag, 13. Dez. (Zf.) Reuter gibt folgende Auslese der Presststimmen: Das liberale „Daily Ehronicke" sagt: „Wir fühlen alle vom menschlichen Standpunkt Abscheu für dm Krieg, den Deutschland seinerzeit erklärte und dies mit umso llarerer Aufrichtigkeit, da wir aufrichtig darnach strebten, dm .Krieg zu vermeiden, als Deutschland ihn leichtsinnig in die WÄt brachte Deutschland kann, wenn es will, Frieden auf Grund un lerer Bedingungen erhalten und wenn es daran zweifelt, welches diese BÄingnNgm sind, so kann e§ diese stets von uns erbittm. Mrs uns betrifft, so drangm wir stets darauf und wrc tun dies noch, daß die preußische mikitä- rische Maschine en tw a f fn e t wird, daß die Fl o tte üb er- geben und vernijch tet wird und ebenso die gesamte Artillerie, und wir zweifeln daran, daß wir das Gespmft einer weucrm Konkurrenz der Rüstungen, die zu einem neuen Kriege yinlerten, verhindern können, trenn wir wmiger energische Bedins- gungm stellen." tuug Bethmanns. daß Deutschland gesiegt habe, es st zugegeben, daß Deutschland den Höhepunkt seine) ■£r*I e logische Folge sei, daß unvermeidlich der Niedergang erfolgen werde. Das Blav fügt hinzu: „Da Deutschland seine Kräfte bis zum Aeußecstm angespanni hat, so kann es mast mehr viel tun, um die allmähliche Erschöpsunc seines Reiches auszuhalten. Es sind n i ch t d i e t r i u m p h i e r e n ■ P f st Si eget, die m dem Kampfe dm Drang haben, auszurufm wir sind guckt, Wrr wollen Freunde werden. Das Blatt weist daraus hm, daß nicht allem das britische Reich, sondern die Alliierten zusammen auf die Auffordenuig des Friedens hin antwortm müssen Der ngeritliche Zweck des Anerbietens des Kanzlers sei nicht so sehr die Muckalen^^ 8U überreden, sondern Eindruck zu machen au\ Die „M o rningpo st" charakterisiert Deutschlands Friedenvangebot als einen schlcnren und verzweifelten Versuch die gerechte Strafe für seine mllrtärischen Miß. erfolge von vornherein abzuwenden. Die „Times" schreibt: « v Vorschläge haben nicht die geringste Bemühung x-' Wir kämpfen. Die Alliierten bleiben a ? V. 6 lller chgü l t ig gegenüber dieser TaÄegung von Macht urcd du,^ Hsilchelei mrd wrr hoffen, daß das Gleich: der Fall bn allen Newvalm sem wcrd, die die Beweggründe imd die E^atm Deich chland^ nmhrend deS gergat Krieges lfindurch studiert 'haben. Deutschland hat < versucht, Einfluß auf -die Deveinigchm Ltaaten^ auszuuben., um ftum Vermittllmgsdorsä.lag hervorzu - ■rufCTL eeate Versuche -srnd lämmerlich nrißblückt, wie sich deu3.ch zeigte, und da imm min der Llnsicht ist, daß kein anderer Säeutraler mU irgend welcher Aus acht aus Erfolg eine Bermitüuitg über> nehmm kann, so -^mmt Teutschstnd, da chm Es anderes übrig bleibt, zu eurem drvektm Angebot an die Kriegführendem Dies Zeichen seiner ein gestandenen schwache, suz Alliierten nrüsfen durchaus jedes Aner-, b r e t e n m jeder,Form und von welcher Seite es auch kommt er sen so lange die Vorschläge einen Triumph der ^ .Achtes bedeuten. Wir müssen mit derselben Entschlop erchert verweigern, über Einen Waffenstü''stMid zu sprechen ^ der Feind unter seine Füße getretm liaL uneoer hergestellt sind, und eine Vergütung erhalten haben." „Daily News" sagt: ^ können sauf der Grundlage die Bethmann jMk weg anbretet, nicht «in Frredcnsunterhandlungen ^ "luysen chre Mgklegenheit dem F-änd^ mrd der Welt -vorlegm und D^chchland die Permmoortung für schver Bedingungen als Grundlage wr die Untechandluiigm Guschrcbm." ^ „Daily Mai 1" scyrewt: „Bethmamr Hollweg hat «nicht mehr Anspruch am errre Nnt- wor:, als wenn >er ein. bewaffneter Einbrecher in einem Pttvathaus wäre. Tie Alliierten wissen, daß kein Friede m b g (i äj i ft mit,einer Nationvon Tigern und Mördern und mit Staatsmännern, ^die alle Verträge als Fetzen Papier betvarchiten? i „D ai 1 y News" bezweifelt, wie es andere Blätter ebenfalls tun, die Aufrichtigkeit der Erklärung des Reichskanzlers und behauptet, der Schritt, den der Reichskanzler getan habe, sei als ein diplomatischer Schachzug zu betrach-- ztn. SCoer daraus gehe hervor, dalß die Mittel Deutschlands noch nicht erschöpft seien. „Deutschland habe, so fährt das Blatt fort, nur das eine Biel, die Witterten ins Unrecht zu fetzen. Van Seiten dtzy Alliierten wäre ^.ber ein non possuntus ein folgenschwerer Fehler. Es wiirde dies der gröbste diplomatische Sieg sein, ^den Deutschland in diesem Kriege errungen hätte, und es würde Deutschland in die Lage versetzen, mit einer Gebärde der Un- fcltuld sich an das eigene Volk und an die Neutralen zu- loendcn.. Die Alliierten dürfen emen derartigen folgenschweren Fehler nicht begehen. Sie werde:: wohlweislich nichtin Friedensunter- Handlungen eintreten, die Bethmann Holl weg an bietet, iaber sie müssen ihrerseits ihre Angelegenheit dem Ottnde Und der Welt vor legen. Sie ncüffen die Bedingirngcn n nt te i len, aus Grurä) deren sie in Fttedensunwrtzandlungen ttn- HMreten bereit sind, und sie müssen aus Deutschland die Der- arttwortung kommen lassen, daß diese Grundlage der Unterhand- Lungen entiveder an geno Minen oder zurück gewiesen worden ser. Es kann sein, daß die Bedingungen so schwer sind, wie dies die Verbrechen, die Deutschland begangen hat. nötig machen. Aber es müssen Bedingungen sein, die der Billigkeit entsprechen, die die Welt üoqf einer Wiederholwig dieser unerhörten Tragödie sichern und mit der Erklärung, die Asguith hinsichtlich der Ziele der Alliierten! gemacht hat, in Uebereinstimmnng zu bringen sind. Es werden -wahrscheinlich Bedingungen sein, die Deutschland ausschauen Wachen werden. Aber die Bedingungen werden uns der Welt fatib unserem eigenen Volk gegenüber rechtfertigen und vor allem .gegenüber den Leuten, die in den Laufgräben sterben und wissen ttttoÖet, wofi'ir sie sterben." A m st e r b a m , 13. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Hiesigen Blatte schreibt das Londoner Abendblatt „Sta r" 4wn gestern: Llüßer wenn das neuentdeckte Verantwor- tiungsgefühl die Zentral machte dazu bringt, Konst anti- «.v p 1 1 imd die Dardanellen an Rußland abAntreten ^nd Elsaß-Lothringen an Frankreich, die besetzten- Gebiete tziu ricumen und eine ausreichende Schadenvergütung zu befahlen, fi^erde:: die Vorschläge Bethmanns keinen wesentlichen Ernfltzch ans den Lauf des Krieges haben. Frankreich. Paris, 13. Dez. (VMB. Mchtamtlich.) Die „Agence «havaS" meldet: „Petit Journal" schreibt über die .tdeutsche Friedensirote: Die 'Note darf nicht als wetterschütternd angesehen werden. Diese Handlung ähnelt anderen rkorangegangen. Sicher ist sie betonter, aber sie bleibt immer ein Manöver, das darauf abzielt, die Stimmung in den alliierten Ländern zu beunruhigen und die Alliierten zu entzweien. Trotz aller Siegesmeldungen bleiben in Deutsch- ilanb genug Besorgnisse, die das neue Manöver seiner leitenden Persönlichkeit erklären. Italien. Bern, 13. Dez. (WTB.), Die Mailänder Presse mit Ausnahme des :wch nicht vorliegenden „Avanti" bringt fkeiue redaktionellen Äußerungen zu dem Friedensvor- schtag. Charakteristischerweise lassen sich die Zeitungen nur aus der Schweiz und zwar angeblich aus Basel, Kritiken der deutschen Vorschläge telegraphieren, die sowohl inhaltlich, wie wegen ihres Ursprungs ohne besondere Bedeutung firrd. Die einzige Stinnne, die Interesse bietet, ist die „Per- ferveranza", die u. a. schreibt: „Es ist wahrscheinlich, daß der allgemeine Vorschlag Deutschlands von den Regierunge:: der Entente geprüft werden kann, wchul f er nicht von konkreten Bedingungen begleitet ist, die seine Amiahme möglich machen." Die Schweiz. Bern, 13. Dez. (WTB.) Der „Berner Bund" schreibt zu dem Friedensoorschtag der Mittelmächte: „Ter 12. Tezenkber 1916 ist sicherlich ein historischer Tag erster dödnung. Zuur ersten Male seit Ausbruch des Weltkrieges wird von einer Partei ein umntttelbares 9lngebot des Friedens vor ^ller Welt knrrdgeban. Tie Bedingungen sind in dem Augenblicke, M diese Zeilen geschrieben werden, noch nicht bekannt, aber jeder -Mensch, der sich nach dein Frieden sehnt — und wer täte das nicht atmet erleichtert aus und denkt, es ist doch wenigstens ein An- ^ng. Es liegt ettbas Großes^ und Bleibendes darin, daß der Mechund zu einer Zeit, wo er selbst nach dein Zuaestchtdnis seiner Megner vlilitärisch im Vorteil ist, der anderen Mächtegruppe in Der Note den Voiischlag macht, in Friedensverhandlungen einzu- ±Mtot. Tie Vcdeutung dieses Schrittes wurde auch durch die Ablehnung von der anderer: Seite, wie sie vorausgesagt wurde, dal !emen verfttüften Frieden wolle, nicht aus der Welt geschafft werdem" Bern, 13. Dez. (WTB.) Das „Berner Taablatt" bKnerkt zu dem Fäüedensarigebot der Mittelmächte unter fta&erem: flammt die Hoffnung auf einen baldigen Frieden ans, me Mittelmächte haben den großen Schritt der anttlichen Ankündigung zur sofortigen Bereirwiltrgkttt zum Friede:: getan und brachten diesen schweren Entschluß ihren Feinde:: zur Kenntnis, auch mff d:e Gefahr hm, noch ett:mal Hohn ur:d Spott zu ernte:: und ihre:: Entschluß als den Ausfluß militärischer Schwäche ausgelcgt Ersehen. Fest steht heute jedenfalls das eure: Die Mittelmächta haben unter dein Vottitz von Deutschlcard eilt Friedensprogramm festeste ui, das eure Grundlage zu Verhandlungen sein könnte, Und ffnd berert, :hre Forderunaen 'und Zugeständnisse bekamttzu- güten, um da ist es denn doch anzunelonen, daß sich der Vier- v«band mindestens ül>er die Art dieser Friedensvorschläge infor- Tmroen Lasse:: will, bevor er den Krieg aus einen: Mißverstcüttmis zwecklos weiterfühvt." Holland. Amsterdam, 13. Dez. (WTB.) „Nieuws van den -Dag" schreiben: „Tie Mittelmächte habe:: sich in den Augen der neutralen Wett und der Völker, die nach dem Friede:: schmachte::, jedenfalls eist Verdienst erworben. Sie waren die ersten, die rund heraus sagten- .Wir looltei: über deu Fried m verhandeln. Eine entsetzliche V'ec- mttwvrtuug liegt jetzt au: den Schulter:: der englischen Regierung. Das deut'che AMebot ist kein Ausfluß von Schwäche: in dieser Hinsicht ist der Zeitpunkt vortrefflich gewählt." „Vaderland" schreibt: „Ter Inhalt der Friedensvorfchläge der Mittelmächte ist noch .Nicht bekannt. Wir ivissen deshalb nickst, ob sie für die Alliiertest annehmbar seü: lverdei: oder von ihnen in Erwägung getzogest werden können. Aber selbst, >oenn das nicht der Fall sein wllte, fntbet die Tatsache, daß endlich Friede::svorschlage gemacht worden sind, ein Ereig:ris von unsäglicher Bedeutung. Das Friedensangebot ist eine Tat." Der katholische „Maasbode" erinnert an die Worte. ch:e Papst Benedikt XV. anr 30. Juli 1915 an die krr beauftrage Sie und meine übrigen Minister, die Geschäfte bis zur Bildung des neuen Kabinetts weiter zu führen. Zugleich teile ich Ihnen mit, daß ich meinen Geheimen Rat Dr. Alexander v. Spitzmüller mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt habe. Karl m. p. Körb er m. p. Lieber Dr. von Spitzmüller: Ich teile Ihnen mit, daß ich die Demission meiner österreichischen Regierung angenommen und dieselbe beauftragt habe, die Geschäfte bis zur Bildung der neuen Regierung weilerzuführen. Ich beauftrage Sie, zur Bildung des neuen Kabinetts zu schreiten und mir Ihre darauf bezüglichen Anträge zu unterbreiten. Karl m. p. Spitzmüller m. p. Berlin, 14. Dez. Die Annahme des Abschiedsgesuches Korbers und die Betrammg von Spitzmüller mit der Bildung eines neuen österreichischen Ministeriums werden von den Blättern als Ueberraschur^ ausgenommen. Die „Kreuzzeitung" sagt: Die Schwierigkeiten, die sich aus der Uebernahme der von Stürgkh mit Ungar:: vereinbarten Ausgleichsbedingungen ergaben, seien wohl nicht so völlig überwunden worden, wie es in den letzten Okkobertagen den Anschein hatte. Bom Kaiser Karl. Budapest, 13. Dez. (WTB.) In der Sitzung des Ausschusses für die Abfassung des Kvönungsdiploms äußerte Ministerpräsident Graf Tisza, der Kaiser habe ihn bevollmächtigt, zu er- llären, daß er gemäß einem vielfach geäußerten allgemeinen Wunsch nack Bee:wigung des «Krieges eine,: mrsehnlichen Teil des Jahres in Ungarn zu oerbringen beabsichtige. Auch hält es der Kaiser für richtig, daß der Thronfolger einer entsprechenden ungarischen Erziehung teilhasttg werde. Das Testament des Kaisers Franz Joses. Berlin, 14. Dez. In seinem Testament soll Kaiser Franz Josef zu allererst der Kriegsfürsorge gedacht und den Verwundeten, Invaliden und Hinterblieben-en aus seinem Privatvermögen 60 Millionen Kronen zugeweudet haben. * Der Regent von Polen. Berlin, 13. Dez. (WTB.) Die „Polit. Kvrresp." gibt an, daß Erzherzog Karl Stephan von Oesterreich als Regent des Königreichs Polen in Aussicht genommen ist. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" stelll demgegenüber fest, daß diese Mitteilung nichts als eine Kombinatton ohne sachliche Unterlage ist. * * * Eine Aeußerung Hindenburgs. Berlin, 14. Dez. In einer Unterredung mit dem Generalfeldmarschall von Hindenbuvg mit dem Bettchterstatter eines New Yorker Blattes, von Megand, sagte ersterer laut „Berliner Lokal-Anzeiger": Unsere militärische Lage ist günstig an allen Fronten, in Rumänien ist sie ausgezeichiret. Wir können wohl zufrieden sein mit dem abgelaufenen Jahr. Wias die Entente 1915 nicht erreicht, 1916 nicht fertig brachte, nämlich Deutschland $u zerschmettern, ihr eigentliches Ziel, soll 1917 bewerkstelligt werden. Laßt sie nuv kommen: wir werden sehe:: und sie werde,: sehen. Wir haben den Krieg gewonnen,weil wiresunserenFeinden unmöglich gemalcht haben, ihr Ziel zu erreichen. Das haben wir seither getan und das werden wir biszum Schluß tun. Die Beute der 9. Armee in Rumänien. Berlin, 13. Dez. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, betrug die Beute der neunten Armee am 11. Dezember: 22 Offiziere, 2860 Mann, 12 Maschinengewehre, 5 Geschütze und 7 Lokonrotiven. Ter bulgarische Bericht. Sofia, 13.Dez. ^WTB.^ Amtlicher Heeresbettcht vom 12. Dezember. Mazedonische Front: In der Gegend von Bitolia nichts Bemerkenswertes. Im Cerna-Knie unternahm der Feind gegen Mittag nach hefttger Artillettevorbereitung «einen Angriff gegen die Linie Pavalove - Mgkovo, der mit den größten Verlusten für ihn scheiterte. Nach :«uer Artillettevorbereitung unternahm der Gegner ttnen neuen Angttff gegen eine Höhe östlich von Paralooo Aber auch« dieser Angttff scheiterte vollstmwig. Oesllich der Cerna btt Gradodecknitza schlugen unsere Einhttten ei::en Angttff zurück Auf dem rechten Wardar-Ufer lebhafte Artillettetättgkttt :md Gesockte zwischen Wachabtttlungen. Auf dem linke:: Wardar-Ufer spär- lich.es Feuer der fttndlickrie:: Artillerie; Vatrouilleug-esechte am Unterlauf der Struma. An der Front des Aegäischen Meeres beschossen sttndliche Schiffe wirkungslos die Häfen von Kavalla Und Na k r i. T:e feindlick>e Lufttätigkeit blieb ohne Ergebnis :n der Umgegend von Porio Logos. Rumänische Front: In -der Dobrudscha auf beiden Setten sparüches Arttllette- und Jufautetteseuer. In der östlichen Wa lache: setzen die Truppen der Verbündeten die Verfolgung fort. Aus Griecheuland. Berlin, 14. Dez. Zur Stimmung in Griechenland wird dem „Berl. Tgbl." berichtet, daß infolge der oenizelistew- freundlichen Polittk der Entente ganz Griechenland heut« bereit stt, sich Deutschland anzuschließen gegen die Entente. London, 13. Dez. (WTB.) Aus Piräus meldet der „Daily Telegraph" vom 9. Dezember: Die Regienrng hat, um Kohle zu sparen, eine Einschränkung des Dienstes der Eisenbahnen und Trambahnen angeordnet. — Das ganze Getreide, das im Piräus aufgestapelt lag, wurde in aller Eile nach Athen gebracht. Uebev 6000 Venizelisten suchten hier Zuflucht. — Die Verhandlungen in Achen dauern fort. Die mitteleuropäische Wirtschastskonferenz. Budapest, 13. Dez. (WTB.) In der heuttgen Schlußsitzung der Konferenz der Mitteleuropa:schen Wirtschafts- Vereine wurde auch ein Antrag angenommen, die Re- s-iierungen der Verbündeten ^Staaten zu ersuch n:, in Verhandlungen über die Venvitt'lichnng^ ttner wirtschaftliche:: Annäherung ttnzu- treten und diese so zu führen, daß vor Beginr: der Friedensverhandlungen eine Einigung erzielt werde. Weiter wurde auch dke Hoffnung ausgedrückt, daß Bulgarien und die Türkei sich der wirtschaftlvckxm Annäherung Deutschlands und Oesterreichs- Ungarns anschließen. Hievauf wurde die Km:ferei:z von dem Präsidenten Wekerle geschlossen, indem er mit Genugtuung fcst- ftellte daß in allen wichtigen Fragen ein Einvernehnrei: erzielt worden stt. Er spricht den Berttetern der Regier::ng seinen Dank aus, ebenso dem Herzog Ernst Günther für dessen ttfrige leitende Wirkimg. Herzog Ernst Günther bringt daraus aus den Präsidenten Wekerle ttn drttfaches Hoch aus. Abends fand zu Ehren der Tttl- nehmer an der Konferenz ttn Festmahl statt. Der Seekrieg. Die feindlichen Kriegsschiff-Verluste. Berlin, 13. Dez. (Priv.-Tel.) Mit dem kürzlichen Untergang der „Suffren" ist die Zahl der seit Kriegs- begrnn von der Kriegsflotte unserer Feinde verlorenen Schiffe und Fahrzeuge, einschließlich Unterseeboote, aber ausschließlich Spezialschiffe, Hilfskreuzer und für Hilfszwecke eingestellte Schisse und Fahrzeuge der Handelsmarine gestiegen auf192von zusammen 744 600Ton- u e n An diesem Verlust ist beteiligt: England mit 123 Schiffen usw. von 563 200 Tonnen, Frankreich mit 29 AchiWU usw. von 53 900, Italien mit 20 Schissen usw. von 63 600, Rußland mit 16 Schiffen usw. von 54 800 und Japan mit 4 Schiffen usw. von 9100 Tonnen. Reue U-Bootersolge. Berlin, 13. Dez. (WTB.) In der Zeit vom 28. November bis 8. Dezember wurden von unseren Unterseebooten vor der fianzösischen Kanal- und Attantic-.Küste u. a. K o h l e n l a d u n g e n im Gescnntbetrage von 17 000 Tonnen englischer nach Frankreich bestimmter Kohle und ein englischer Dampfer mit 6000 Tonnen Kriegsmaterial von New Donk nach Frankreich versenkt. Berlin, 13. Dez (Pttv.-Tel.) Eines unserer kürzlich von einer Unternehmung znrückgekehrtenUnterst eboot: ist nicht weniger als 55 Tuge unterwegs gewesen, ohne einen Hasen angelausen oder sonst Unterstützung empfangen zu haben. Diese bisher wohl kaum für ntt>gt:ch gehaltene sRekvrdleiskung von Personul :utt» Material ist um so bemerkenswerter, als das Boot wiederholt mit schwerem Wetter zu kämpfen hatte. * Bern , 13. Dez. (WTB.) Nach einer Meldung des „Petit Parisien" aus Le Havre wurde die französische Goelette „Primevere" versenkt. Die Besatzung ist gerettet. Nack> einer Meldung des „Matin" aus Rennes wurde der englische Dampfer „Havestes" versenkt. Die 'Besatzung ist gerettet. London, 13 .Dez. (WTB.) Nach einer Lloydsmeldung wurde der dänische Dampfer ,Lager" versenkt. London, 13. Dez. (WTB.) Lloyds meldet: Der schwedische Schoner „Harry" wurde von einem Tauchboot en- gegttfstn. Man glaubt, daß er durch das Feuer zerstört wurde .Die Besatzung ist gelandet. Ein bisher als gesunken gemeldeter belgischer Dampfer wurde voll Wasser nach Falmouth eingeschleppt. Er war von einem Tauchboot beschädigt worden. Aur dem Reiche. Berlin, 13. Dez. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" gibt die Ernennung des Staatssekretärs des Reichsschatza.mts Grafen Rödern'zum preußischen Staats m i n i ster und Mitgliede des preußischen Staatsnttnisteriums bekannt Aur Stadt und Land. Gießen, 14. Dezember 1916. „Krieg an allen Fronten". Ans Bercrnlassui:a der Vereinigten „.Hassia"-Milttär-Verttw. Gießen hielt gestern abend der Haffia-Berbandsreüner Herr Jacob im Saale der neuen Aula einen Lichtbildervvrttag über das Thema: „Ktteg an allen Fronten". Er führte etwa folgendes aus : „Jetzt ist es noch :nch>1 an der Zttt, tznrückzndenken: aber, wenn ttninal der .Ktteg vorüber ist, dann werde:: wir festsbellen können daß die Tage der Molnl- machnng wohl die tiefften Eindrücke hinterlassen habei:: die Tage, wo Uns in Stadt und Lctfe|iie i)äuu3> Sfeto. Mch ümfnrc Weger kmÄ> die Marine hatten' trefflvüo Büder geliefert. Die Anffrahmen des Bomben werfenden Fliegers und der exvlodierendear .Unterfeemfate erregten allgemeine Bewunderung, outn Schlich brachte der Redner Bilder aus den KarpathenkLml-sen. Pie besonders interessierten, da dort unsere Regimenter, ms 221er und 222er beteiligt ivaren. ^., r ^ einem -äwch auf Sr. Majestät den Kaiser, unsere grober piiym-, Unser Heer und unsere ^Flotte und mit dm: gemeinsamen (Ästung ^des „Lieds der Deutschen" schloß, der lehrreiche . rtrag: des wohltätigen Zwecks halber hatte dre Zuhörerschaft rminerhin noch zahlre:cber sein dürfen. V er IN I 6 te n - 9c achf 0 rschung. Die großen Kampftage ander Somme haben, wie nicht anders M erwarten war, an.ch den deutschen Fürs arge stellen eine erhebliche dRehrarbeir gebracht. Aber nach wie vor sind die in allen deutschen Gauen errichteten Stellen auch den neuen großen Anforderungen mit Erfolg nachgekommen. Die so dankenswerte Tätigkeit dieser Vereine wird aber in letzter Zeit durch vielfache Anfragen der Angehörigen der Vermißten nutzlos erschwert. Dies ist insbesondere dann der rrall, wenn neben dem Heimatverein irvch andere Stellen in Deutschland mit Nachforschungen betraut werden, ganz besonders^aber, wenn, was häufig geschieht, außerdem arrch nocl) die Stellen im neutralen AuÄand mit Anfragen überhäuft werden. Zahlreiche Feststellungen haben ergeben, daß solche Anträgen zudem ganz zwecklos sind. Das Publikum muß daher dringend ersucht werden, stets nur die- zeinge Stelle mit den Ermittelungen zu betrauen, die dem Wohnort des Anfragers am nächsten ist. Ueberall in Deutschland siiid jetzt Ausschüsse für deutsche Kriegsgefangene oder den Vereinen voui Roten Kreuz angegliederte Hilfsstellen errichtet, die gern die gewünschten Ermittelungen anstellen, und au die sich das Publikum wenden sollte. ** Jur Reservelazarett Steins Garten fand gestern abend eine kleine Weihnachtsfeier statt, die von der .Familie des Geh. Oberregrernngsrates Aßma n n in hcch- her^iger Weise veranstaltet loorden war. Außer der Familie des Fettgebers waren Stabsarzt Dr. Gleim, der leidende Stationsarzt fo'iröe einrge Damen und Offiziere antvesiend. Ein Streichorchester in Fepgrau eröffnete mit dem Gladiatoreninarsch die Feier. Frau G-.'he:inrat Aßnrann verteilte hübsche kleine Andenken, die sie selber^ in vornehm künstlerischer Weise angefertigt hatte. Herr B a ko s von 'hier ^brachte durch den Dortrag vost karren Geschickten eine heitere Stimmung unter die anwesenden Gäste und Verwundeten. Eft: feldgrauer Schauspieler, Herr Mäscher, irug ebenfalls, aus eurem hinkenD, feinen Teil zur Erheiterung per Anwesenden bei. Die beim brennenden Weihrmchtsbaunk gesungenen Meihnachtslieder sowie die von der Kapelle formschön gespielten Stücke 'hoben die Feier über den gewöhnlichen Rahmen. Unteroffizier Euler sprach zum Schluß den Dank der Der Mundeten für die Feier und die Geschenke aus u:L> dankte gleichzeitig den anwesenden Schwestern vom Roten Kveu- für ihre schon so lange ansgeübte Liebestätigkeit. ** Der Ko nsnmverein Gießen uns Umgegend hat^ seinen Geschäfts bericht fiir oas mit dem 30. Juni endende. Geschäftsjahr 1915/16 herausgegeben Der Umsatz in oen Läden betrug 038 521 Mark, gegen 584 296 Mark im vorhergehenden Jahre, der Gesamtumsatz 772 710 Mark. Die- Mitgiiederzahl stieg von 444 auf 3559. Auch im neuen Geschäftsjahre laufen, die Mnneldungen außerordentlich zahlreich ein. Bisher sind 239 Neuaufnahmen erfolgt. Der Rechnungsabschluß ist im Anzeigenteil der heutiger Auflage veröffentlicht. Der gedruckte Bericht steht Interessent^: in den Geschäftsstellen des Vereins zur Verfügung. '* AuS dem Stadttheaterbureau. Nochmals sei in letzter Stunde auf den heutigen Vortrag von Herrn Professor Marcel! Salzer hingewiesen. Der Humor und dre einzige Vor- tragskunst des beliebten Künstlers bürgen den Besuchern für einen wirklich genußreichen und anregenden Abend. •• Das heutige Kreisblatt Nr. 160 enthält Bekanntmachungen über phosphorhaltige Mineralien und Gesteine, Kohlrüben, Rohtabak, sowie Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung in der Stadt Gießen. Kreis Büdingen. na. Nidda. 14. Tetz. Dem Musketier Friedrich Zimmer aazs Bisses, beim Jnf.-Regt. 168. 9. Komp., wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen. — Dieselbe Lürszeichuung erhielt der Lertun-gsarusseher Wilhelm Müller II. ebenfalls aus Bisses, bei Delegraphenban rn Rußland. — Ter Kanonier Karl Rau, im Feldartillerieregiment Nr. 61, Sohn des Beigeordneten Rau aus Berstadt, wurde für hervorragende Leistung mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. - Musketier Friedrich Stork ebenfalls aus Berstadt, in einen: Inf.-Regt., welcher z. Zt. an der Somme Mmipft, erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Alsfeld. m. 21 p p e n t o b , 14. Dez. Reservist Heinr. L a t h e r, Fahrer beim Feld-Art.-Rgt. Nr. 2b, wurde zmn Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. or. Eudorf, 14. Dez. Dem Gefreiten Heinr. Rüger im Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkettsmedaille verliehen. H Lehnheim, 13. Dez. Eine große Weihnachtsfreude wurde der Familie Karl Dörr dahier zuteil. Ihr einziger Sohn, der Schütze Karl Dörr. 3. Maschinengewehr-Kompagnie Jnf.-Rgt. Nr. 87. welcher seit Frühjahr im Westen kämpfte, wurde im Oktober von seinem Trrwpenteil alr vermißt gemeldet. Nach langer qualvoller Ungewißheit traf nunmehr die Nachricht ein, daß er am 23. Oktober in französische Gefangenschaft geraten ist und sich wohl- besindet. «r. O b e r - B r e i t e n b a ch, 14. Dez. Dem Landsturmmann Karl Martin im Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 116 wurde vom Grobherzog die Hessische TapserkeitSmedaille überreicht. Kreis Schotten. O Schr. ttrn, 14. Tez. Unter dem Vorsitz von Ober-Re- grerungsrat Muhl fand vorgestern morgen eine Sitzung des für den Kreis Schotten gebildeten Unterausschusses der National ftiftung fliü'r die Hinterbliebenen der iw Kriege Gefallenen statt. Nach Beratung der Satzungeck wurde als Vertreter in bei: Beirat des Landesausschusses der Vorsitzende gewählt. Sodann wurden für den Kreis vier Bezirks- für sorge st eilen, bei denen Unterstützungscurträge einznrei^ chei: sind und die jede gewünschte Auskunft erteilen, errichtet: Schotten (Leiter: Lehrer 5kr ö ll>, Lanbach (Leiter: Ober-< Amtsrichter Zimmermann), Gedern (Leiter: Hosprediger Widmann) und Ulrich st ein (Leiter: Pfarrer Bühlcr- Bobenhausen II). Ms Sammelstellen wurdei: bestimmt die Bezirkssparkassen zu Schotten und Laubach, der Vorschuß- und Creditverein zu Gedern und die Spar- und Leihkasse zu Ulrichstein. Ta der Unterausschuß alle kriegsfürsorglichen Betätigungen mit Ausnahme der Kriegsbeschädigtei:-Fürsorge umfaßt, beriet inan auch über die Hessische O st p r e n ße n h i l f e und beschloß, in der Zeit um Weihnachten und Neujahr in allen $membei: des Kreises eine Haussammlung vorzimehmen. Der gleiche Beschluß wurde gefaßt für die Groß Herz ogsjnbiläu ms st iftnng; als Vertreter hierfür wurde Ober-Regierungsrat Muhl abgeordnet. Endlich wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Unterausschusses Oberaiirtsrickster Zimmermann, zum Schriftführer Hofprediger Widmann gewählt. — Am Nachmittag tagte noch der Kreisausschuß für die Kriegsbeschädigten- Für sorge. Der Stand der'Fürsorge ist im Kreise ein sehr günstiger: die verschiedenen Berichte der mit der Fürsorge beauftragten Organe gaben ein erfreuliches Bild. sZ Laubach, 13. Dez. Das an der Kaiserstraße liegende Gartengrundstück, im Besitze der Wittve des Georg Franz III., ging ans öffentlicher Versteigerung zum Preise von 3375 Mark an den Landwirt Wilhelm Jäger über. — Auf dem Heimweg zwischei: Lanbach und Grünberg wurde am Sonntag morgen ein hier be- dienftetes Mädchen in: Wald von einem Burschen angepackt. Dem angstvollen Rusen des Mädchens nach Hilfe ward solck-e durch einen von Grünberg des Wegs kommende:: .Herrn zuteil. Der freche! Bursche ergriff bei seinem Näherkommer: eiligst die Flucht. Von dem Herrn wurde sofort Anzeige bei hiesiger Gendarmerie erstattet. Kreis Friedberg. — Friedberg, 12. Dez. Vom ,Kreisamt wurde die Vernichtung der irt starken Menge:: in dem Kreise auftretenden Sperlinge ungeordnet. Die Bürgermeistereien erhielte:: die Befugnis, jeder zuverlässigen Person einen Schießschein für den Abschuß der Sperlinge auszustell-en. Der. Schern hat bis zum 1. Februar 1917 Gültigkeit. Starkenburg und Nhnnhesscn. — Darmstadt, 14. De§. Einem hiesigen Ticrausstopser wurden vom rumänischen Kriegsschauplatz zwei mächtige Gänsegeier mit einer Flüqelsvannweite von 2,50 Metern zugesandt. Die Tiere, die zusammen 35 Pfund wiegen, wurden von Soldaten erlegt und sollen ausge>lopft werden. — Kelsterbach, 12. Dez. Tie W il ddi e b s a ff ä r'e, die sich an: Samstag abend hier absvielte, ist das Tagesgespräch der weitesten Umgegend und zieht immer weitere Kreise. Durch den Mndarmeriewachtmeister G r ül l - Schwanheim a. M. und den Förster St ein m ü l l er-Kelsterbach murden im Besitz der Wilddiebe ein Reh, zwei Gewehre, mehrere Revolver mit Munition, Ferngläser, Rucksäcke usw. aus gesunden. Bis jetzt imir.be:: verhaftet Gemeftwerat Simon, Bauunternehmer 2lndreas Becker, Gastwirt Börner, Llrbeiter Ignatz Fischer, Küfer Hch. Weber., sämtlich aus Kelsterbach und der ^Arbeiter Karl Krämer ans Mombach. Tie Verhafteten haben bereits gestanderi, schon seit längerer Zeit in Hen hiesigen Waldungen gewilddiebt zu haben. Der Gemeinserat Simon umß sein 2tmt^ niederlegen. 2ltlem Anschein «nach dürfte die Reihe der Verhaftunge:: iwch nicht abgeschlossen seft:. Fortgesetzt fftw«: hier seit Sonntag umfangreiche Ver::ehmungen statt. Kreis Wetzlar. wa. Wetzlar, 12. Dez. Wie dem „Wetzl. Anz." mitgetellt wird, durchziehen Händler und andere Personen, besonders cu:s den Kreisen Siegen: unb Attenkirchen, unseren Kreis, um von den Landwirten Gerste, Erbsen: usw. auszukaufen. Händler sowohl wie namentlich Frauen besuchen die Leilte oft noch in den späten Abendstuiwen auch belästigen • sie in zudringlicher Weise. Wir machen die Landwirte daraus anfnierksaiu, daß sowohl Gerste und Hafer wie auch die Hülsenfrüchte — Erbsen, Linsen usw. — be- schlagnahint sind imd daß sowohl der Llufkauf wie der Verkauf ohne behördliche Genehmigung strenge Bestrafung zur Folge l)at. ra. Wetzlar. 13. Dez. Wiederum verschwindet ein Stückchen von Altwetzlar. Das an der Hausertorgasse gelegen« frühere Bezirkskominando und .Hauptmeldeanrt wird jetzt niedergelegt. Gleich wie an der Mitteldeutschen Riemenfabrik erfährt auch hier die belebte .Hausertorstraße eme beträchtliche Erweiterung. Da auch das Nebengebäude von der Bildfläche verschwindet, so gilt es, für das Museum andere Räuine zu schaffen. Hessen-Nassau. Ein internationaler v-Zugdieb verhaftet. --- Frankfurt a. M., 13. Dez. Im Juli 1914 wurde einer von hier nach Berlin reisenden Dame in einem v-Zu gabt eil eine Reisetasche mit Schnmcksachen nNd Juwelen im Werte von nwhr als 10 000 2R«rrk gestohlen. Der Verdacht lenkte sich nach längeren Bemühungen aus den Geschäftsft'ihver Hugo Vorbrvd in Bernburg, der sich- aber seiner Verhaftung durch die -Flucht entzog und mm mehr in Wien verhaftet werden konnte. In der Wohnung des Vorbrod fand die Polizei zahlreiche schwere Koffer, die eine Fülle von Lch'nmcksachen, Luxus- und kostbaren GebrM«hisgegei:sbänden, Wäsche, Kleider, Brillanten und Juwelen bargea:. Die Frau des Vorbrod, die in Bernburg ein Geschäft betrieb, offenbar um einen ehrlichen Erwerb vorzutäuschm, war schon vor längerer Zeit in Haft geiwmmcn worden. Die gestohlenen Sache:: rüliren fast ausnahmslos von Diebstählen her, die Vorbrod in v-Zügen beging. Tie Verhandlungen gegen Vorbrod toeger: der in ganz Deutschland geübten Tiebesfahrten finden im Januar in Bernburg statt. vL. wrarburg, 14/Dez. Unioenttar^-Proienor Dr. Nt e h- waldt, Leutnant der Reserve dein: Reseroe-Jäger-Bataillou Nr. 24, jetzt in einer Generalstadsstelle an der Soinnie verrvandt, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. — Frankfwrt ö. M., 12. Dez. Tie Stadtverord^ netenVersammlung vevabschiedele heute ein« Magistralsvorlage, die als ein Wendepunkt in der kommunalen Geschichte Frankfurts tzn bezeichnen ist: Die Zu wähl von Frauen in städtische Ac m 1 e r. Den Vorschlägen des Wahlausschusses geinäß berief die Versanmftung eine große Zahl von Frauen in städtische Remter, besonders in die Llnstaltsdepittationen, so m das Jugendamt, die Gesundheilskomimission, das Gewerbeamt, das Bahn- und Elektrizitätsamt, das Völkermuseim:, das Pfandhaus, das Arbeitsamt, das Waisenhaus, die verschiedensten Schulvorstande, die Erziehungsanstalt, den Zoologisck)en Garten usw. — Ferner beivilligte die Versammlung 15 000 Mark zur Betten^ Vermehrung für Zivilkraule in einem städtischen Krankenhause. Zur Errichtung einer „Nassauische:! Kriegshilfskasse" gab sie ihre Zustiminung. — Höchst a. M., 12. D«z. Etwas voreilig war heute die 9iachbargemeinde M. Als die Kanzlerrede von dem Friedensangebot des Vierbundes dort sich wie ein Lauffeuer verbreitete, ertönten von dem Turm! die — Glocken, und schüchtern steckten sogar etliche Bürger die Fahnen heraus. Rasch folgte die Aufklärung. Nicht das ersehnte Wort „Frieden" sprach der Kcn:zter, nur die Hand zum Frieden bot er. ch. Kaub a. Rh., 12. Dez. Im Anhänge des Schleppdampfers „Schistrnmnu Nr. 5" riß gesterri hier ein Schleppkvhr: los und trief mit dem Hinteren Telle an der Rauscherlay fest. Dm Kahn legte sich quer zum Strom mit den: Kops gegen das rechtsseitig^ Ufer. Ter Dampfer machte de:: Versuch, ihn fteizuziehen, doch gelang dies trotz aller anfgewandten Mühe nicht, der Kuhn muß, um freiznkomnren, geleichtert werde::. Tie Ladung besteht aus 20 000 Zentner Kohlen. Tie Strömung ist an der Stelle, wo der Kahn liegt, ganz erheblich, loeshalb die Abschlevpuug ihre großen Schwierigkeiten haben loird. Im übrigen liegt der Kahn außerhalb de, Fahrrinne, behindert also die Schiffahrt nicht. AtrchLiche Nachriehten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 16. Dezbr. 1916. Vorabend 4.30 Uhr Morgens 9 Uhr. 2lbends 4.10 und 5.15 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgescllschaft. Sabbatfeier den 16. Dezbr. 1916: Freilag abend 4.00 Samstag vorm. 6.30, nachm. 3.30 Uhr. Sabbatansganq 5.15 Uhr — Wochengottesdienst: morgens 7 10, abends 4 00 Uhr. Letzte Rachrichten. Das Friedensangebot. Berlin . 14. Dez. Die „Voss. Ztg." schreibt: Es wkrd wahrscheinlich noch einige Zeit dauern, ehe die Wirkung des Friedensschrittes in tiefere Volksschichten unserer Feinde eingedrungen ist. 'Aber man darf hoffen, daß sie schließlich bnrchdringen wird. Denn die Friedenssehnsucht ist, trotzdem die Entente die verzweffeltste:: Mittel anwendet, sie nicht laut werden zu lassen, sicherlich nicht geringer als bei uns. Sollte dieser Glaribe sich als trügerisch erweisen, sollten Haß und Verblendung über Vernnnit und Menschlichkeit siegen, so soll es bei dem Wort des Kanzlers bleiben: Gott ibrrd Achten! Eine Mahnung Scheidemanns. Chemnitz, 14. Dez. In einer Don mehreren Tausend Personen besuchten Versammlung sprach am Mittwixh Reichsdags- abgeordneter Scheidemann in Chemnitz über den Krieg und kam dabei auch auf das Friedensangebot der Mfttelmächte zu spreche::, wobei er den 12. Dezember als de:: herrlichsten Tag während der Kriegszeit bezeichnete, iveil ^an ihm Deutschland als erstes Land zu einem Verständigungsftieden die Hand geboten habe. An die Sozialdemokraten der feindlichen Länder richtete Sck>eidemann folgende Mahnung: Wenn die Vorschläge der Mittelmächte etwas enthielten, was mit teurer Ehr« liirb teurer Zukunft unvereinbar wäre, dann könntet ihr sie ablehnen. ime wir sie ablehnen würden, wenn uns von eurer Siellc das gleiche zügemirtet würde. Llher ihr habt jedenfalls von euren .Regierungen zu verlangen, daß sie die Vorschläge der Mittelmächte sorgfältig prüfen. Würdet ihr die Prüfung dieser Vorschläge selbst ablehnen, 'würdet ihr ven Gedanken^einer Ver- ständ:gu::g an sich, ablehne::, dann würdet ihr eure Staaten mll einer Blutschuld beladen, iwre sie vor der Weltgeschichte noch kein Vlk getragen hat und damit würdet ihr :richt eurem Vaterlande dienen, denn ihr .würdet dadurch, die moralffchen Faktoven der Kriegführmrg aus eurer (Seite ebenso schkvächen, wie sie auf der unseren dadurch, gestärkt würden. Zum Wiener Kabinrttswechsel. Berlin, 14. Dez. Das („Berliner Tageblatt" sagt: Nim ist der Mann, dessen Ausscheiden für Körber eine der Bedingungen ftir seinen Amtsantritt war, sein Nachfolger geworden. Dieser Gegensatz der beiden Persönlichkeiten erklärt auch, warum die sämt- lirf/Cit neuen Mitarbeiter, mit denen Herr von Körber sich umgab, mit ihm zusammen ihren Abschied genommen haben. Die Stimmung in Griechenland. Lugano, 14. Dez. In einem Athener Telegramm des „Corriere della Sera" wird gemeldet: Jnfotge der :mklugen/ venizelistenfreundlichen Polittk der GntMte ist ganz Griechenland bereit, sich Deutschland gegen die Entcotte cn:znschließen. Die Griechen sagen offen,.sollte auch Grieck-enland zugrimdegehen, sc werde der Entente doch ein neuer Feind erwachsen in Gestal eines Leeres von 150 000 ?Hcmn, das Scrrvml aus Salonik herauswerfe:: werde. MWMWWl u v. « jtuimu Wshniniz 2 Zimmer j fürN- April od. früh. z. mieten ges. Schr. Angeb. m. Preisan»L 2 - Zimmer - rvodnnng gabe u. 8928 a. d. Gieß. Anz. m. 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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere treubesorgte, liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Marie Renner Wwe. nach langem schweren Leiden im Alter von 65 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: 8921 Marie Renner Familie Rausch. Giessen (Wettergasse5), Frankfurt a.M., 12. Dez. 1916. Die Beerdigung findet Freitag, den 15. d. Mts., nachm. Vs4 Uhr auf dem Neuen Friedhofe statt. üadhr a uf. Den Heldentod fürs Vaterland starb unser Mitglied Hemrich Bender, Briefträger. Wir verlieren an dem Verstorbenen einen gewissenhaften, pflichttreuen Berufskollegen und ein gutes Vereinsmitglied. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 8930 Verein der unteren Post- und Ortsgruppe Gießen Verband der unteren Tejegraphenbeamten Gießen. Post- und Telegraphenbeamten. Ohne Bezugsschein. Gestern morgen O 1 ^ Dhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwägerin und Nichte Frau Luise Kreiling geh. Engelhardt im Alter von 36 Jahren. In tiefer Trauer: Die unmündigen Kinder Willy, Emilie und Albert, deren Vater leider schon seit 1914 vermißt ist. Familie Ph. Kreiling nebst Anverwandten. für junge Damen, Mädchen in schwarz u. elegant. Modefarben, in sehr grosser Auswahl von 7.50, tys 40.00 Mark. [8833a CftTodehaus Qafomon. Heuchelheim, den 14. Dezember 1916. 8925 Die Beerdigung findet Freitag, den 15. Dezember 1916, nachm. 1 Uhr, vom Sterbehaus, Giessener Strasse aus statt. Gebr. Waag Seltersweg 58. Seltersweg 58. 6$inc CHriWme in ollen Grützen b. z. größten Kirckenb. empfiehlt E. ßerth. Ludwigsplatz 3. i° iw “ □ 15.111 Obl.nl. 7V4ÄD1B 8915 c Dir.: Hermann Steingoetter. Donnerstag, 14.Dez. 1916 abends 8 Uhr Gewöhn!. Preise lermähtgl). Auher Abonnement Einmaliger Vortrags-Abend Marcel Salzer Neues, vorwiegend heiteres Programm. 8929 c Ende gegen 10 Uhr. Freitag. 15., Dez. 1916: abendS 8 Ubr 7. 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Abreiben des Faden»! 6. »Auwel* hall. Heft einen Radel, behälterl.Juwel" kann deshalb niemals mit billigen hölzernen oder metallenen Nachahmungen verglichen werden, die alle kaum einen obiger Vorzüge besitzen I CenerabD crtrteb I.Hvpsl, München 70 ßflnbtocbrOraflf 30. _(8913a sl Konsumverein Gießen und Umgegend eingetragene Geuossenschaft mit beschränkter Haftpfttcht. Aktiva (Bestände). Rechnungsabschluk vom 30. Juni 1916. Passiva (Verbindlichkeiten». Flüssige Werte: Kasse. Großeinkaufs-Gesellsch.-Bank Gewerbebank. Mitteldeutsche Creditbank 4 297.41 21 137.29 4 999.51 70151.05 Wertpapiere. 19 700.- 120285.26 Heute morgen x / 2 6 Uhr wurde unsere liebe Mutter Frau Ida Will geb. Herbst von ihrem langen Leiden im 80. Lebensjahr durch, einen sanften Tod erlöst. Um stilles Beileid bitten in tiefer Trauer Anna Will Ella Will. Grünberg, 11. Dezember 1916. 8918 D Die Beerdigung findet in Giessen in der Still« statt. Blumenspenden sind nichtimSinne der Verstorbenen. Warenbestände: Zentrallager und Läden . . . Bäckerei. Brausesabrikation. BetriebSbestäude: Inventar, Läden u. Zenlrallager Pferde. Bäckerei-Maschinen . . Bäckerei-Inventar . . Mineralwasser-Maschinen Mineralwasser-Inventar Grundbesitz: Grundstück 1 Abschreibung Grundstück 2 Abschreibung *3 800.— 357 - 198 000.— 1 980. - 29 308.60 525.82 477.50 4 355.63 1 65 7 848.13 1 563.75 1 500. — 900.- 23 443. 30 311.92 17 817.51 196 020.- 219463.» Beteiligungen. Bei der Großeink.°Ges. Hamburg Bei der Verlags-Ges. Hamburg Bei derEink.-Gesellsch. '.d.Großh. Hessen. 8 748.76 825.52 4000.- 13 569.27 Forderungen: Großabnehmer. 1 974,86 Ausstände . . i._ 1 975.86 Gafe Ernst Ludwig Heute [7163 KÜNSTLER-KONZERT Ächtung Miume Aclitung Heute trifft am Felsenkeller eine Sendung WeihnachtS- bäume ein. Der Verkauf dauert solange Vorrat reicht. Uh-- Cielzenleachter Dienstmonn. l om4 i 403 422.82 Die Mitgliederzahl betrug am 1. Juli 1915 eingetreten sind im Lause des Jahres 3115 533 ausgeschieden sind, durch Tod . . durch Kündigung Bestand am 30. Juni 1916 . , . 25 64 3 648 89 3 559 Eigene Betriebsmittel: Mitglieder-Guthaben .... 62582.50 Reservefonds. 28 704.65 Spezialreservefonds. 10 948.96 102 236.11 Ausgeuommeue Betriebsmittel: Spareinlagen. 66 382.05 Sparmarken. 864.61 67 246.66 Verbindlichkeiten: Lieferanten-Konto . ... 20 620.39 Rabattguthaben der Mitglieder 39 584.66 Geschäftsanteil-Zinsen .... 184.20 Roch zu zahlende Unkosten . . 2 000. - 62 389.25 GruudftückSschuldeu: ~ ypolheken. 129 200.- rundschulden. 16 000.— 144 200.- Reingewinn. 376 072.02 27 360.80 Die Haftsumme betrug am 1. Juli 1915 sie erhöhte sich um.. . und betrug am 30. Juni 1916 . . . Der Geschäftsanteil der Mitglieder betrug am 90. Jmri 1916 .... vermehrte sich demnach um. 403 422.82 Mk. 93 450.— 13 320.- M7 106 770.- Mk. 55 189.- 62 582.50 Mk. 7 339.50 Heinrich Röpke. Franz Diener. Der Vorstand: Georg Beckmann. Gottlieb Richner. 8921 Georg Schmiß