V Nr. 290 Der Sietzemr Sltjdgtt erscheint täglich, a»»ßer Sonntag?. - Beilagen: Sietzener KamNieudlütter; Xreirblatt für den Kreis Hietzen. Bezugspreis: nwnrrtl. 90 Pi., viertel- jährl. Mk. 2.65-. durch Avhole- n. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: !ür die Schriitleitunq112 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger -Letzen. Erstes Blatt *66. Zahrgang Samstag, y.: Eichener Ametzer Samstag, 9. Dezember *9*6 Alu.uqine von Anzeigen f. die Tagesnummer bis »um Nachmittag vorher oeilenpreis, >. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Der- inietungeu u. Stellengesuche 15Pf„ auswärts! 2b Pf., b Plntzvorschrtzt' 30 Pf., Reklamen 7b Pf.,, bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich: für Politik u. Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Goetz. Stadt und -ewerbebank -Letzen Land. Vermischtesu.Äe- richtssaal: Fr. R. Zenz.i Zwlllmgsrunö-ruck u. Verlag: vrühl'sche Umv.-Vnch- u. LLeinöruckerei R. Lange. Schristleitung. SrschästssteNe v. Druckerei: 5chu!ftr.7. fäm&\n ixttln. psftfcheSkonts: Zrenlfvrt a.N. **686 General-Anzeiger Kr Oderheffen Die Verfolgung der Numänen gewinnt Raum. (WTB.) Trotzes Hauptquartier. 8.Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriesssihauplah. Heeresgruppe Kronprinz. Auf dem westlichen Maasufer griffen die Franzosen gestern d« von uns am 6. Dezember gewonnenen Traben auf der Höhe 304 an , sie sind abgewiesen worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Russische Vorstöße an der Dünafront scheiterten. Südlich von Widsy wurden in eine unserer Feldwachstrl- lungen eingedrungene Abteilungen sofort wieder vertrieben. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Nach der großen Entlastungsoffensivc in den Karpathen yaven die Russen mrr noch Teilangriffe untenwmmen. Sie stürmten gestern mehrmals an der Ludova und am Trotusultal gegen unsere Linien an und wurden znrückgeschlageu. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Unser Vorgehen rcher die Linie B n k a r e st — P l o c st i erfolgte so schnell, daß dir im Grenzgebirge am Predeal- und Altschanzpaß stehenden Rumäne;! keine Möglichkeit fanden, rechtzeitig zurnckzugehen. Sic stießen auf ihrem Rückwege bereits auf deutsche und österreichisch-ungarische Truppen und sind, von dtorden gedrängt, größtenteils bereits gefangen. Zwischen Gebirge und Donau ist die Verfolgung im Flutz. Die 9.Armee machte gestern allein etwa 10 000 G efange ne. Am Alt erfüllte sich das mrorrmridliche Schicksal der in Weftrumanien abgeschnittenen Kräfte. Oberst v.Szivo erzwang am 6. Dezember mit den ihm unterstellten österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen ihre Uebergabe. 10 Bataillone, 1 Eskadron und 6 Batterien in Stärke von 8000 Manu mit 26 Geschützen streckten die Waffen. Mazedonische Front. Nächtliche Angriffe der Serben bei Trnava (östlich der Eerna) sind von deutschen und bulgarischen Truppen zurück- gewiesen worden. Ebenso scheiterten erneute Vorstöße der Engländer in der Strumaebem'. * Trotz meist ungünstigen Wetters sind auch im Monat 9'covember große Erfolge von der Fliegertruppe erzielt worden. Dem eigenen Verlust von 31 Flugzeugen im Westen ulw Osten, in Rumänien und auf dem Balkan stehen folgende Zahlen gegenüber: Die Gegner verloren im Luftk,impfe 71 Flugzeuge, durch Abschuß von der Erde 16, durch unfreiwillige Landung 7, im ganzen 94 Flugzeuge-, davon sind in unserem Besitz 42, lenseits der Linie erkennbar abgestürzt 52 Flugzeuge. Die Artillerie- und Infanterieflieger sicherten sich durch hervorragende Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben Ancrken- mim und Vertrauen der anderen Truppen: die Führung schätzt chre Leistungen hoch ein. Der Erste Generalguartiermcister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 8. Dez., abends. (WTB. Amtlich.) Keine besonderen Ereignisse in Westen mrd Osten. In Rumänien gewann die Verfolgung Raum. ’ » " lieber die Zustände und'Stimmungen in Frankreich wißen wir infolge einer strengen Zensur, die dort herrscht, nicht viel. Zweifellos vennehren sich Niedergeschlagenheit u.nd Sorge, und der gestern mitgeteilte Bericht der Berner „TaHeswachtt, wonach die Stimmung sich zusehends verschlechtere und das Verhältnis zwischen Briand, dem Ntü- nisterpräsidenten n»»d Joffre, dem Oberkommandierenden, nahezu unhaltbar geworden sei, trägt den Stempel der Wahrheit auf sich. Wir veröffentlichen heute die Abstin»- chunasziffern der Kammer, die .Herrn Briand zwar wieder ein Vertrauensvotum gegeben hat, aber gegenüber der letzten Mstinnnnng un Juni dieses Jahres dem Ministerpräsidenten eine stark verminderte Zahl von Anhängern auf den Plan stellt. Damals war Herrn Briand mit 440 gegen 07 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen worden; heute ist das Stimmenverhältnis 344 gegen 160. Wenn auch die Stellung des französischen Kabinetts noch unerschüttert erscheint, so lassen sich doch in Frankreich dieselben Zeichen einer großen Enttäuschung und Wandlung erkennen wie in England. Die Neuregelung des Oberkommandos! Noch wissen wir nicht bestimmt, ob damit der Sturz Joffres besiegelt wird. Was hat er verbrochen? Wenn man an die Unentschlossenheit und den Zagemnt des britischen Flotten-Oberkonnnandos denkt, das infolgedessen einem Wechsel nnterworsen worden ist, so kann man den gleichen 'Vorwurf gegen Joffre sicherlich nicht erheben. Er hat Opfer genug gebracht. Im Gegenteils dre politischen Intriganten, die jetzt eitlen Wechsel herbeiführen wollen, um sich selbst u»rd ihren Anhang, wie das im parlamentarisch regierten Frankreich so üblich ist, zu fördern lmb zu bereichern, könnten Joffre höchstens vorwerfen, daß er zu viel blutige und erfolglose Offensiven unternommen habe. Er war der Diener Englands und hat sich die blindwütige Methode der englischen Strategen zu eigen gemacht. Aber was hätte er anders tun können? Er konnte dem Zusammenwirken mit den Engländern kein Hindernis entgegenstellen, und hätte er die blutigen Angriffe nicht mitgemacht, so hätte ihm das Temperament seiner Landsleute noch früher den Laufpaß gegeben. Wir können in die in Paris gepflogenen geheimen Erörterungen noch feinen klaren Einblick gewinnen. Indessen so viel steht fest: Umwandlung in Leitung und Organisation erfolgen drüben aus demselben Grunde, wie nrir sic in England erlebt haben. Enttäuschung, Mißstimmung sind die Triebfedern, überstürzte, wenig durchdachte Schritte und Aenderungen sind vermutlich die Nächste Folge. Was hat man von dem g e m e i n s a m e 7i Kriegsrat der Entente nicht alles schon gesagt! Das Schlimmste ist vielleicht, daß es eine französische -Orientarmee gibt und daß im Kessel der Pariser OZeheim- beratungen auch die Sarrailsche" Latwerge brodelt Was gibt es mit Sarrail und seinem Heere? Wer entscheidet diese Frage, Frankreich oder England? Dabei zieht sich für die Entente das Orientgewitter immer schwärzer und drohender nach Süden. Denn wenn auch Mackensen den rumänischen Feind nach! Osten und Nordosten weiter verfolgt — vor allem ist es dock) Sarrail, der eine sich nahende Depression- davon spürt. Im Berner „Bund" wird die augenblickliche Kriegslage in Rnnvänien mit folgeirden Strichen gezeichnet: „Bereits ist Ploesti geräumt, Sinaia den nochdrängenden Oesterreichs überlassen worden, bereits die Linie Olentta-Bn- karest-Ploesti wertlos geworden und der Rückzug hinter die Jalo- mita nn Gange. Auch die Jabomitaltttte wird schwerlich aus die Tauer zu halten sein, denn, auch sie unterliegt FlankenlxHrolrmvj aus Norden. Wollen und können die Atussen es auf sich nehmen sich! zwischen Harsotoa und Bnoau zu einer neuen Schlacht zu stellen, so werden w»r diese wohl erleben, denn Mackensen sieht lieb immer Ttac^i m der Lage, konzentrisch und umfassend zu tinrfen. Auch L-acharow vermag daran nichts zu ändern. Er ist selbst in der Noaddobrudscha bedroht imb wird Mühe haben, den Rückzug aus diesem viel engeren Sacke durchzufühven. Ms Entlastungsünter- nehmen der Russen war einzig die Angttfsstätigkett im Raume Zabie und bei Kirlrbaba nichtig, die von richtigen Gesichtspunkten ausging, aber dre operativen Äch,wrerigkeiten der Verhältnisse nicht erweitern konnte. Ter zum so und so vielten Riale erstrebte Durchbruch gegen die allgemeine Linie Marrnaros ^iget-Brstritz ist abermals gechartert. Fall von Bukarest entbehrt des dekorativen Elements, der Beschießung, Berennung und gewaltsamen Eroberung: er ist darum aber nicht geringer zu bewerten. Er ist von nnberechnr- barer polrttscher Tragrveite und stellt militärisch einen der glücklichsten ckeldzüge der Zentral-nachte ins Licht. Die rumänische Armee hat sehr große Verluste erlitten und weicht, um -nindestens 40 Prozent ihrer Stärke, vermindert und kaum noch imstande, diese Lucken auszufüllen, ans Gebieten, dere-i Besitz den Zentral- mächten die (Fortführung des Krieges auf Jahre hinaus gestattet. Letzteres ist wichtiger als die völlige Vernichtung der rumäni- Ichen Armee gewesen wäre. Wohl ist es die vornehmste Aufgabe der Strategie, den Feind in. seinem Feldheer zu treffieit und zui vernichten, wenn der Krieg indes für die rmgs von der Gegend koalitron umgebenen Parteien den Charakter eines Ans- hungerungskneges angenommen hat, dann ist deii Junenstehenden me Eroberung emes der fruchtbarsten Länder, das zugleich als Bindeglied pnd fvonw er kürzend wirkt, wichtiger als die Ber- mchtung eines feindlichen Heereskontingentes, das als Skrnzes nur em ,rnmZehntel der gegnerischen Kriegsmacht darstellt und auf fast dre Hälfte verringert, dem Verderbe»» entrinnt." ch Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. 'Wien, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wir, verlaütbart: 8. Dezember 1916. O e st l j ch e r Kriegsschauplatz. HeeresgruppedesGeneralfeldmarschalls von Mackensen. Dre Verfolgung der Numänen über die Linie Bukarest— Pwestl ist in raschem Fortschreiten. Der vom Predeal- und Altschanz-Paß zurückgehende Feind fand den Rückweg bereits ouvch österreichisch-ungarische und deutsche Truppen verlegt. Er wurde zum grüßten Teil gefangen genominen. Die Zahl der gestern bei der 9. Armee gemachten Gefangenen beträgt 10 000 Mann. _ Am Alt-Fluß griff die Gruppe des Oberst von Szrvo die in West-Rumänien ab geschnittenen rumäni- Men Kräfte erneut au und zwang sie zur Kapitulation. 10 Batarllone, eine Eskadron und sechs Batterien in der Stärke von 8000 Mann und 26 Geschützen streckten die Waffen. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Starke feindliche Angriffe imTrotosul-Tal und im L u d o w a - Gebiet wurden blutig abgewiesen. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls P r i n z e n L e o p o l d v o n B a p e r n. Bei den k. und k. Truppen keine Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. ™ . Lastern frrch fetzte im Karstabschnitt starkes feiichliches Artillerrefener nn. das stch gegen den Raum von C o sta g n e- vica zu größter Heftigkeit steigerte, am Mittag jedoch, als ungünstiges Wetter eintrat, wieder nachließ. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Vojusa zeitweise schweres, feindliches Artil- lcriefeuer. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * Aus Bukarest. Berlin, 9. Dez. Ans dem eroberten Bukarest laßt sich bet ,^Loml-Anzeiger" melden: Me 18 Forts samt Zwischen- b a t t e r i e n gelangten^ völlig unversehrt in die Hände 'der Sieger^ ^ie Festung befindet sich beinahe in'demselben Zustande, wie sie vor einem Menschenalter Brialmont erbaute. Nur der östliche mrd der nördliche Festungsgürtel wurden modernisiert in der Annahme eines russischen Angriffes. Alles zeigt das Bild einer kopflosen^ panischen Flucht. Dar Zustand des flüchtenden Heeres tvar nach zuverlässigen Nachrichten ein unbeschreiblicher, der im ganzen Kriege nicht seinesgleichen hat. Tie Bevölkerung scheint eine G:- leicht erung zu fühlen, weil sie dem verheerenden Bo mbardemckn-t entging. In der „Deutschen Tageszeitung" heißt es, die Mittelmächte wollten, »vetter Vorstößen und beabsichtigten, keineswegs die Offensive aufzugeben. Tie Zahl der rumänischen Gefangenen. Berli»», 8. Dez. (Privattel.) Tie Zahl der rumänischen Gefarigenen ist nunmehr ans 123 00 0 gestiegen. Diese Zahl lvürde wohl noch igrößer sein, wem» nicht, wie anzunehmen ist, eine große Zahl TTUmänischer Soldaten cruL^ der Flucht irrzwischen die tlniform mit dem Zivilr-ock Vev< tauschte. Die abgeschnittene Orsovagruppe der Rumänen. Wien, 8. Dez. (WTB.) Ans dem Kriegspresseguartier wird unterm 7. Dezember abends rnttgeteilt: Heute haben sich nach vier Wochen. langem Herumirren und corerkennenAwürdigern Widerstand nächst der Mündung des Mt die Reste der rurnäni-- scheu ersten Division der öfte n e iM sch-mrgarischc» Btt- gade Szivo übergeben. Es streckten Teile von 10 Batalk- Ionen, eine Eskadron »md sechs Batterien die Waffen, 8000 Mann — darunter sechs Obersten — mit 26 Geschützen. Tamit ist der Streifzirg des Obersten von Szivo planmäßig zum Abschluß gebracht. Tie ö st erreich: s ch -ungar is che Brigade Szivo, später durch deutsche Abtellungen verstärkt, die inzwischen zum größten Teil wieder zu ihren Verbänden getreten! lind, hatten fast seit Begimr des rumänische»» Krieges den Abschnitt O r so va zu decken. Sie wußten sich, von geringen Raumverlusten abgesehen, den sie indes bald mrtt machten!, gegen dick Uebermachl zu behaupten. In dcm Tagen der Schlacht von T a r g u I i u schlug auch ihre Stunde. Sie hielten den Fei»»d durch rasches Zugreisen so bmge fest, bis er den Anschluß an seine Hauptkräft« versäumte ^nnd abgeschnttten war. Die Kämpfe im Raunte von Turnu Severin, an denen auch eine geriristhte Abteilnrig der deutschen 41. Division teilnahm, iverden die Geschichte von den» „kleinen Krieg" hinter der Front um inmrches bemerkenswerte Kapitel bereichen». Der dem Obersten von Szivo gegenüberstehende^ ans den Hauptkraftejn der 1. rumänisclien Division besteHe7»de Feind wich zunächst an de»n unteren Schyl zurück. Szivo folgte ihm, nahn» ihm zahlreiche Gefangene ab und drängte ilxn schließlich an den unteren Mt, »vo die Runtärcen in Front zogen und! knapp an der Dvnan stehend, den letzten Kamps ansnah»nen. Sie hatten sich dabei nach alle»» Seiten zu wehren, denn östlich des! Mt-Flusses, bei Tnruiu! Vcagnrele, lvaren iirzwischen aus deni dkordufer der Donau österreichisch-»mgarische Etappnttruppen und bulgarische Piornere aufgetauchit und auch die brave»» Donau- nwnitore, die lvährend des rmnämschen Krieges überall reichlich Ruhm geenttet haben, gesellten sich hinzu und setzten Mannschaften ans Land. Es blieb deir Rumänen nicksts arrderes übrig, als sich auf freiem Felde zu ergebeu. Die Gesanttzahl der von Szwv ein- gebrachtel» Gefangene»» »mrd sich, oberflächliche»» Schätzungen »»ach, auf 14 000 Mann stellen. An Geschützen wicrden mi»rdestens 30 erbeutet. Deutsche Panzerautos. Berlin, 8. Dezember. (WTB. dkichtamtlich.) Im Feldzug« in der Walache» haben sich deutsche Panzerautos ganz besonders ausgezeichnet. Nach Ueberwindimg des Szurdak-Passes! stieß ein Panzerwage»» bis Badeni vor, wobei er Patrouillen! ab schoß. Oestlich und nördlich von Bade»»» »raren die Rumäne»»: n»»t be»rt Bau starker Stellungen beschäftigt. Das Panzeranto, überraschte »m Dorfe em Bataillon I n san te ric in Riarsch- kolon»»en ^o»d »»rähte es in »ve»»iger als ett»-er Mttrute aus k»ne Entsernung von 100 Bietern nrtt drei Aiaschsinengcwehren »»iedei 300 Mann bl»eben tot, 150 verwundet ain Platze: der Rest entfloh Das A»»to fuhr dam» über das Dorf hinaus »n»d beschoß flankierend d»e »n Ban befindliche»» Stellrmgen, worauf der Feind sich eilig zuruckz»>g. ^ Ein zweites Panzerauto machte eine kühne Er- kundilngs fahrt nördlich Rosttni de Badc'. In dem uörbltcft nelegcuen Torfe Rerica waren rumänische Truppe»»verladüngen festgestellt »vorbei». L-er zur Aufklärung »mtfandte Panzerwagen traf 15 Kilometer vor den vordersten Kavalreriepostiernngen in Reura em. Die Bevölkerung Ittömte zusammen, bekränzte das ANto »nrt Blumen mrd beirrrtete die Mannschaft mit Wein »m Glaub«», etn russisches Auto vor sich zu haben. Mitten i»n lübelnden Empfang fuhren dreiLokomotiveninder Statio»» auf d»e Panzerautos, sofort wurde aus allen Maschine»»gewelwe»» em hems^. 'Feuer eröffnet. Die Bevölkerung stob entsetzt au-4. beschädifftri, MVffoIn. ii, ®OTi4)f gehüllt, W enttommen. '3&tto itberMtr möcffen bto «rSrS*? 01 ^ Wäl 3 und spMlgte vor ch-rnl hie Geleise, so dos; s»e festsaßO». Ein anderes Pa»»zerauto enxüchtt, *8 Kilo- Z?» vor den deuffchxn Truppen die Bahnlinie Orsova-Filisfu und führte bc» otKe»»en Störungen a lle r Sia- ^a^rnrrchtungen aus, »oobei es ein feindliche^' Lutto *3£>ie Getreidcvorräte in Rumänien. Berlin, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Mltztnn. Ztg." schreibt: Nach amtlicher rimränischer Der- Nsfentlichuilg beliefen sich die im Lande befindlichen Getreidevorräte am 1. Juli 1916 auf 1 600 000 Donnen, nämlich 400000 Tonnen Weizen und Weizenmehl, 782 000 Tonnen Mais, 820 000 Tonnen Gerste. Der Rest verteilt sich auf Roggen and Hofer. Die diesjährige Ernte überschreitet kaum eine jVtittelernte und h-at folgende Ergebnisse: 1 800000 Tonnen Weizen, 690000 Donnen Gerste, zusammen 4 400000 Tonnen. An diesem Ertrag sind die bisher von den Mittelmächten besetzten Gebiete mit rund zwei Dritteln beteiligt. Russischer Bericht vom 7. Dezember: Westfront: In der Gegend des Waldes non Chelvow hat der Feind, unterstützt von Artilleriefeuer, eine Offensive aus unsere Gräben unternommen und sich eines kleinen Teiles unserer Stellungen bemächtigt, allein wir haben ihn durch einen Gegenangriff tzurückgeworfen. In der Gegend von Garbuzow-Guka- lvvce richtete die feindliche Artillerie Trommelfeuer aus unsere Gräben, ebenso wie aust die nnrpittelbar dahinter gelegenen Stellungen. Dann unternahm die feindliche Infanterie eine Offensive. Mund zwei feindlicli-e Kompagnien brachen in unsere zerstörten Gräben in der Gegend von Gnkalovce ein. Ein Angriff aus den benachbarten Grabenstücken hat den Feind zurückgetrieben und Imrsere Stellungen wiederhergestLtlt. In den Waldsirrpathen gelangten Unsere Operationen infolge Nebels, der das Artillette- feuer verhinderte, tzum Stillstand. Rumänische Front: Siiolich von Trotuz dauert der Kampf an. In der Walachei gingen die Rumänen unter dem feindlichen fDrucke in östlicher Richtung zurück, indem sie den Feind durch Nachhutgefechte aufhielten. Bukarest wurde von den rumänischen Truppen a M 6. Dczember mit - tags geräumt. Infolge des Zurückweichens der rumänischen Stellungen gingen unsere Abteilungen ebenfalls zurück, indem sie den linken Flügel der rumänischen Armee südlich Bukarest deckten. Die Verhängung der Blockade über Griechenland. Genf, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird nachstehender Wortlaut betreffend die Verhängung d e r Blockade über Griechenland veröffentlicht. Die Regierung der französischen Reptlblik verhängt in: Einvernehmen mit ihren Alliierten die Blockade über Griechenland und gibt hierdurch die Bedingungen bekannt, unter denen sie ansgeübt werden wird: Die Blockade ivird am 8. Dezember, 8 Uhr morgens, als effektiv erklärt. — Sie erstreckt sich auf die an der griechischen Küste mit Einschluß der Inseln Euboä, Zakynthos imd Leukas von im 39,20. Grad nördlicher Breite von Greenwich Und 20,20 Minuten östlicher Länge gelegenen Punkte sowie aus die gegenwärtig Unter Abhängigkeit oder Besitznahme der königlich gtteckistben Behörden befindlichen Inseln. Schiffe dritter Mächte, die sich in den blockieretn Häfen befinden, können bis zum 10. Dezember 8 Uhr morgens frei auslaufen. Dem Oberbefehlshaber der die Blockade vollziehenden Seestreitkcäste wurde die Weisung erteilt, den örtlichen Behörden diese Erklärung zur Kenntnis zu bringen. Das Kabinett Lloyd George. London, 7. (WTB.) Amtlich wird bÄannt gegeben, bah Lloyd George abends eine Audienz bei dem König hatte und daß er das ihm angebotene !A)mlt des Premiers Ministers Und des Ersten Oovds des Schatzes an n a hm und deni König :rach der Ernennung die Hand küßte. Die Kundgebung zeigt, daß die Kabinettsbildung durch Lloyd George zustande/ kommt. London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtl.) Mellmng des Reuter- schen Bureaus: Die Arbeiterpartei hat sich für ihre Beteiligung an oer Treuen Regierung sehr günstige Bedingungen zu verschaffen gewußt. Es verlautet, Henderson werde als Arbeiterberater und Minister für Pensionen in den neuen Kriegsrat, der aus ungefähr vier Personen bestehen ivird, eintteten. Barnes witt als Kabinetts Mitglied ein wichtiges Amt bekleiden, außerdem wird die Partei drck oder vier Mitglieder in weniger wichtigen Regierungsämtern als Junior Whips oder Unterstaatssekretäre unterbringen. Nach Berichten aus verläßlicher Quelle herrscht in der Partei die Erwartung, daß Schritte zur Nattonalisiernng der Effenbahnen, der Schiffahrt unb des Bergbaues unternommen werden sollen. Amsterdam. 8. Dez. (WTB. Nichtamtl.) Einem hiesigen Blatte imio aus London gemeldet, ba§ in einer Konferenz der Arbeiterpartei die pazifistischen Sozialisten sich weigerten, die neue Regierung zu unterstützen. Der Beschluß!, an der Regierung teilzunehmen, wurde mit Stimmenmehrheit gefaßt. London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. In der henttgen Versammlung der liberalenf Partei wurde Asgintb das Verttav.en mrsgesprochen und beschlossen, die Tieue Regierung bei Fortsetzung des Krieges zu unterstützen. Die Preß-Assr^iatton meldet, daß inr Laufe der Versammlung Asgurtb mitteilte, Balfvur ivürde das Auswärtige Amt übernehmen mrd Lord Robert Eeeil die Stelle eines Unterstaatssekretärs für auswärtige Angelegenheiten beibehaltem Die englische Einfuhr. London, 8. Dez. (WTB.) Nach dem amtlichen Handelsausweis belief sich die Einfuhr im November 1916 auf 88922 506 Pfund Sterling, was gegen den gleichen Monat des Vorjahres eine Zunahme um 17 488 254 Pfund Sterling bedeutet, und stellte sich gegen das Vorjahr um 6 849 088 Pfund Sterling höher. Die französische Kammer. Gens, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die, wie schon gemeldet, von der französischen Kammer mit 344 gegen IM Stinrmen angenommene Tagesordnung hat folgenden Wortlaut: Die Kammer nimmt die Erklärungen der'Regierung über die Umgestaltung der Armeeleittmg zur Kenntnis, billigt ihren Entschluß, die allgemeine Führung des Krieges und die wirtschaftliche Organisierung des Landes unter einer verengerten Leitung straffer zusammenzufassen und geht im Vertrauen darauf, daß die Regierung im Einvernehmen mit den Alliierten die als unerläßlich erkannten Opfer und Anstrengungen vollbringen werde, zur Tagesordnung über. G e n f, 8. Dezember. erheit Deutschlands und seine Verbündeten enthaltenden Frieden zu schließen, haben in der norwegischen Presse u. a. folgendes bezeichnendes Echo in einem Artikel des „D a g b l a d" gefunden: fnnden: „Der Augenblick ist gekommen, der die norwegische Regierung auffordett, an den Friedensvermittlungen witzuar beiten, da es für jeden, der seheir will, offenbar ist, daß Deutschland nicht unterjocht und zertrümmert ist, andererseits England nicht vollständig übernmnden werden kann. Aber Englands Weltherrschaft ist gebrochen, wie auch der äußere Ausgang des Friedens sein wird. Eins steht fest, daß Deutschland das stärkste Volk der Welt und an Kraft das gewaltigste aus Erden ist. England ist von seinem Thron herab gestürzt, nicht nur an Ansehen, sondern auch von seiner Stellung als Herrschieg der Welt, lieber diese Frage ist der .Krieg geführt worden, die Lösung der, Frage ist gegeben, denn die Entscheidung ist bereits gefallen. Hieran kann nichts geändert werden." Wenn diese Einzelstimme auch noch keineswegs einen ausschlaggebenden Teil der no-nvegischen Meinung dar- stellt, erscheint sie doch bezeichnend für die wachsende Einsicht. Der Seekrieg. Ein französisches Linienschiff rmtergegangerr. Paris, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Das Marine Ministerium gibt bekannt: Das Linienschiff „Sn fs- ren" <12 730 Tannen), bas am 24. November nach dem Orient abging, ist n i ch I angeko m m e n Es wirb für verloren gehalten. Die Besatzung betrüg 18 Offiziere, 700 Mann. Die U-Bootsgesahr für England. L o n d o u, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die „D a i l y Mail" bringt einen Artikel, der die Ueberschrift trägt: Zehn Schiffe pro Tag — U-Boots-Blockade! Der Artikel beginnt: _ Heute erschienen in unseren Spalten die Namen von 15 Schiffen als Opfer der deutschen U-Boots-Blockade: am Samstag waren es 7, am Freitag 10, am Donnerstag 7, am Mittwoch 12. Die Deutschen nähern sich also einem Durchschnitt von 10 Schiffen pro Tag, wenn sie ihn nicht schon erreicht haben. Vermutlich wurden noch nicht die Namen von allen versenkten Schiffen bekannt. Der fortgesetzte Verlust von 10 Schiffen pro Tag darf nicht geduldet werden. Von den verhältnismäßig sicheren Bedingungen des vorigen Jahres, tvv dank unserer guten Verteidigung durchschnittlich nur ein britisches Schiff täglich verloren ging, sind wir in die höchst unbefriedigende gegenwärtige Lage gekommen. Die U- Boots-Gefahr bedroht die wahren Wurzeln unseres nationalen Lebens. Sie muß überwunden werden, oder sie kann uns überwinden. Pour le m^rite. Berlin, 8. Dez. (Privattelegr.) Wie wir hören, versenkte der durch Verleihung des Ordens Pour le merite kürzlich ausgezeichnete Kapitänleutnant Steinbrink auf der letzten Fahrt mit seinen! Unterseeboot 22 Fahrzeuge mit 11605 Tonnen innerhalb 11 Tagen. Von den versenkten Schiffen maren 11 mit Kohlen beladen nach Frankreich und Italien bestimmt. — Am 6. November wurde übrigens die tzvchstzahl der an einem Tage versenkten Schiffe mit 38 erreicht. * Amsterdam, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Ans Ymuiden wird der Niederländischen Telegraphen-Ägentnr gemeldet: Bei einer Anzahl Pmnider Fischdampfer, die diese Woche nach Cuxhaven aufgebracht worden seien, seien von den deutschen Behörde^! 3 5 Proz. des Fanges beschlagnahmt worden mit der Begründung, daß dieser Teil der Ladung, als für England bestimmt, Bannware sei. — Es braucht nicht erst darauf hingewiesen zu werden, daß dieses nicht richtig ist, denn es steht durchaus nicht fest, daß 35 Proz. des Fairges für. England angekanft werden. Ob für die beschlagnahmten Fische von England der festgesetzte Mindestpreis' bezahlt wurde, sei noch nicht bekannt. Die Ymuider Reedervereinignnq habe der englischen Regierung vorgeschlagen, daß der nicht für den inländischen Verbrauch bestinrmte Teil der Fischladung der niederländischen Dampffischereifahrzeuge gegen einen vorher zu besttmmenden Preis zu gleichen Dessen ans England und Deutschland verteilt werde. Die Entscheidung der englischen Regierurrg sei noch nicht getroffen S tavang e r, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Morgen- bladett' teilt mit, der schwedische Dmnpser „Orvas" 'von Goeteborg sei heute vormittag mit der Besatzung des Dampfers „Stettin" von der Nordenfieldischen Dampfschiff- sahrts-Geseltschaft im Egemsnnd eingelausen. Der Danipfer „Stettin" sei von einem deutschen U-Boot 43 Seemeileir von der Küste versenkt worden. Er hatte Bergen am 5. Dezember mit einer Konservenladnng verlassen. Die Mannschaft wurde von einem U-Boot aufgerrommen, das sie später an Bord eines schwedischen DmTrpfers brachte. Der „Stettirff" faßte 412 Tonnen und war im Jahre 1873 gebaut worden. London, 8. Dez. (WTB.) Lloyds zufolge sind der dänische Dampfer „Naxos" und der spanische Dainpfer „Julian Benito^ versenkt worden. Die Besatzungen wurden gerettet. London, 8. Dkz. (WTB. Nichtamtlich.) Der dänische Dampfer „H a l f d a n" und der dänische Schoner „M a r i e" sind gesunken. Die Mannschaften wurden gelandet. Der spanische Dampfer „Gero na" ist gesunken. London, 8. Dez. (WTB. Nichtzmntlich.) Lloyds mtU bet: Der norwegische Dampfer „Meteor" wiivbc versenkt. Die Besatzung Ist gerettet. Der Dampfer „MnöjMN" wurde am 8. Dezember versenkt. London, 8. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel- ' det: Der belgische Danrpfer „Kettiett' und der norwegische Danrpfer „Meteor" tvnrden versentt. Der Dampfer „Lind- jani" wurde am 8. Dezember versenkt. Die Uartoffelversorgung bis zur nächsten Ernte. Die diesjährige Körnerernte ist bekanntlich erheblich besser als die vorjährige. Sie hat, wie bekannt, eure Erhöhnng der Brotzulagen ermöglicht. Es wird auch, da die Brotstreckung mit Kartoffeln demnächst^ ansgagebem werden muß, möglich sein, an deren Stelle fa . (betreibe herzngeben, daß die Brottation nicht verringert lvird. Ferner wird noch im Dezember eine erheblich größere Menge von Weizen-, Gerste- und Hafererzeugnissen als bisher fortlaufend zur Verteilung konrmien. Ob znm frühen Frühjahr oie Brotz-nlagen noch weiter gesteigert werden können, läßt sich erst etwa Errde Fe- bruar übersehen, weil erst dann die Erdeuschergebnisse einigermaßen vollständig vorliegen können. Bis dahin mfuß es vorsichtigerweise bei den jetzigen Rationen bleiben. ( Tie befl'ere Körnerernte ist um so erftenlicher, als die Kartoffelernte sich leider im Reichsdnrchschnitt bei der vor einigen Tagen abgeschlossenen endchilttgen Ermittelsnng als noch etwas ungünstig ger, wie man bisher angenommen hatte, herausgestellt hat; es ist geboten, der deutschen Bevölkerung hierüber völlige Klarheit zu geben, ^abei ist fteilich nicht izlu vergessen, daß der Kartoffelban in temem Lande annähernd so glänzend entwickelt ist, wie bei uns, daß deshalb trotz unserer schlechten diesjährigen Ernte unsere Bevölkerung immer noch erheblich mehr und erheblich billigere Kartoffeln erhalten kann, aßs iin den anderen Ländern, die gleichfalls eme Kartoffelmißernte imd infolgedessen zum Teil doppelt und dreifach so hohe Preise wie wir aufzuwoisen haben. r T Tze deutschen Landwirte hatten es ttotz des Mangels mr Ar- bettskrasten und Gespannen fertig gebracht, die diesjährige Kar- gegenüber 1915 zu vergrößern. Sie betrug ohne Frühkartoffeln 1916 : 2 808 000 Hektar. Tie für Kattosfeln überaus ungünstige Witterung im August und September hat aber den Hettarertrag, der noch Anfang August Kwar nicht günstig, aber doch einigermaßen normal ausgesprochen wurde, auf durchschnittlich 170 Zentner herabgeorückt, wobei int einzelnen je nach Böden Imd Kar- tepelforte sehr große Unterschiede bestchcir. Ganz besonders versagt haben schwerere Böden und feinere Speisesorten, ivährend die Er- träge auf milderem Boden mit gröberen Sotten zum Teil befriedigendwaren. Ter Ernteerttag ist wie üblich durch Kceiskommissionen geschätzt worden. Das Kriegsernährnngsamt hat aber in allen wichtigeren Anbaubezirken durch besonders erfahrene auÄvärtige Sachverständige eingehende Nachprüfungen vornehmen lassen. Diese haben die vielfach bestehende Annahme, daß die Kreiskom Missionen aus Vorsicht zu niedrig schätzten, widerlegt, da deren Schätzungen durch die Sachverständigen durchschnittlich als richtig, höchstens um wenige Zentner zu knapp bezeichnet worden sind. Es besteht hiernach zwar Hoffnung, daß im März bei Oeffnung der Mieten die Vorräte etwas größer sein werden, als jetzt angenommen wind, aber da die Haltbarkeit der Kartoffeln stets ztveifclhaft ist, inuß vorläufig vorsichtigerweise mit den jetzigen Zahlen imter reichlichem Ansatz von Schwund Prozenten gerechnet Vierden. Die ungünstige Ernte bedingt durchgreifende Maßregeln, um alle zu Speisezwecken geeignete Kartoffeln auch diesem Zweck zu- 'usühren. Dcslwlb ist oas Verfüttern zu anderen Zwecken brauch- t arer Kartoffeln schon seit dem 14. Oktober verboten worden. Die zur Spiritusgewinnnng bestimmte - Menge ist van 60 Millionen Zentnern, die ursprünglich in Aussicht genommen loaren, auf etwa 35 Millionen ermäßigt und die Hceresvernxlttung, für deren Zwerft der Kartoffelspiritus ausschließlich bestimmt ist, erwägt Kur Zeit die Möglichkeit einer nock> »veitercn Einschränkung des Brennens. , Auch der Speisekartoffelbedarf aus dem Inland für Hser und Flotte konnte, tzum Teil durch Einbeziehung der von unseren Truppen mit Karteffebr bestellten Felder im besetztest Gebiet, von 54 Millionen Zentnern auf 34 Millionen Zentner ermäßigt tverden. Endlich ist die ursprünglich in Aussicht genommene Trocknung wesentlich herabgesetzt. Auf Bwtstrecknng init Trvckenkar- tosftln soll ganz verzichtet lveroen und die Fabriken sollen, möglichst unter Verwendung anbrüchiger Kartofftln, nur soviel Herstellen, wie für die Heeresvenval tun g und einige unerläßliche technische Bedürfnisse uöttg ist. Dagegen soll die Saat so reichlich bemessen tverden, wie es zur landesüblichen Bestellung im Frühjahr nötig ist, weil die knappe Saatl>emessnng in diesem Jahre wesentlich zur Beernttachtigung des Ernteergebnisses beigetragen hat. Für die menschlick>e Ernährung bleiben hiernach für die Zeit vom 1. Oktober 1916, wo der Verbrauch' der Herbstkartoffeln begonnen hat, bis zum 20. Juli 1917, wo die neuen Kattoffelnr verfügbar sein werden, im ganzen 279 Millionen Zentner zur Verfügung. Bis zum 1. Januar 1917 sollen die bisherigen Rationen beibehalten werden, dagegen mju s/wn da ab, um! auszau-' komwen, folgende Einteiknng Platz greifen: Schwerarbeiter nne bisher 2 Psiund, übrige versorgungsberechtigte Bevölkerung bis 3 /i Pfund pro Kopf und Tag. Selbstversorger erhalten vom 1. Januar 1917 bis l.MäW 1917 für sich und ihre Wirtschaft^- angehörigen je 1 Pfund, vom 1. M>ärz 1917 an den jetzigen Satz von 1-7, Pfund. Hierin sind beide, Selbstversorger und Schwerarbeiter, einbegriffen. Diese knappe Bemessung der Kartoffelrativnm macht die allgemeine Ergänzung durch Kohlrüben nötig. Durch Anordnung des Reichskanzlers ist die deutsche Kohlrübenernte beschlagnahmt.worden. Trotz der Veschlagnahnve dürfen die Besitzer von Kohlrüben diese füsr die eigene ErnäHrUngj lveiter verwenden. Auch dürfen die Konttnunalverbände die in ihrem befindlichen Kohlrübenvorräte für Ernährnngs- zwecke abgeben. Tierhalter, denen andere ausreichende Futtermittel nicht Mr Verfügung steheu, dürfen mit Genehmigtmg ihres Kommunalverbandes ein Znieihundertstel ihrer Rübenvorräte weiter verfüttern, um die Viehbestände durchzllhalteu. Nötigenfalls sollen Landwirten, die nur Kohlrüben gebaut haben, vom Komm!unal- verband ,Runkelrüben als Ersatz geleistet werden. Die beschlagnahmten Kohlrübenmengen weroen von der Reickskattoffel stelle cmfgekauft, um zumi Tell den JNdustriebeNrken und Städten als Ersatz für fehlende Kartoffeln zugefühtt, soweit sie hierfür nicht gebraucht werden, zur Trocknung 'gebracht zu werden. Da die Kohlrübenernte im Deuffcheu Reicks als eine recht gute zu bezeichnen ist, so wird es auf diese Meise möglich sein, fü!r dÄ knappen Kartoffelrationen Zulagen in Kohlrüben z>u verabfolgen.) dabei ist zu bemettcn, daß die Kohlrübe ein hochtvdttiges, auch in! Friedenszeiten in vielen Gegenden beliebtes Nahttmgsmittel ist, das in ncannigfachster Weise zu Speisezwecken venvandt iverden kann. Ter Aufkauf der Kohlttiben soll durch dieselben Organe der ReichK. kartoffelstelle geschehen, die wtzst bereits zur Deckung des Wintern bedarfs der Städte und Industtiebezirke freihändig Kohlrüben erwerben. Um die Rüben den genannten Zwecken unter allen Umständen zuffkhrM zu können, ivird vorgeschtteben, daß, falls der Eigentümer die bei tfym gesetzlich beWägnahmten Mengen nicht freiwillig abgibt, enteignet ivird-: kommt es zur Gltteignung, so erhält er nur einen Uebernahmepreis von 1,50 M7. für den Zentner und trägt auch sämtliche Kosten des Enteigmmgsverfahrens. Benöttat iverden voraussichtlich insgesamt etwa 80 Millionen Zenttrer Kohlrüben. Diese Menge reicht völlig aus, um nicht nur im Winter neben den Kattosfeln Zulagen in Kohlttiben zu geben, sondern auch uni große Mengen zur Dauerware zu verarbeiten, die danir im komtncrtdw Frühjahr in Bedarfsfällen z?itt Verfügung a-- stellt werden soll. Aur dem Rskche. Universitäten und Zivildienstpflicht. In eitler Konferenz der Rektoren aller de,ltsck>en Ulli- versitäten, die heute in Halle tagt, sollen lmtt Berliner Tageblatt" die Wittungen des ZivikHienstpflichtaesetzes auf die Universitätell besprochen werden. Berlin, 8. Dez. (Prw.-Tel.) Eine Bundesratsvcr- »rdnung stcht in Aussicht, wonach jede Lichtreklame ver- ^oten wird. Die Außc nbe leuch tung der Schaufenster und >ie Jnnenbeleuchlung wird Einschränkungen erfahren. Der ill gemeine Ladenschluß wird auf 7 Uhr festgesetzt, rusgenommen die Nahrungsmittclgeschäfte. Der Schluß l'ürGasthäuser, Theater, Lichtspielhäuser und Z i n g h a l l e n wird auf 10 Uhr festgesetzt. Ausnahmen können durch die Zentralbehörden gestattet werden, jedoch darf per Schluß nicht später als 117a Uhr erfolgen. Berlin, 8. Dez. (WTB.) Die Bezugsveresingung der Deut Mn Landioirte, Abteilung Kraft ftttternnttel, Berlin W. 35, Pots- tzamerstraße 31, loeist hiermit die beteiligten Kreise auf die in dem SeutTölbkrtt für das Deutsche Reich Nr. 51 vom 24. November erschienenen Ausführungsbestimmungen vom 5. Oktober 1916 hin Tie Mlsfnhrimgsbestimmnngen enthalten auch eine Liste der Haupts äcklich in Frage kommenden Futtermittel mit den dafür geltenden Höchstpreisen. Die Kenntnis dieser Bestimmung ist umso notn^enviger, als die in der Liste genannten Preise alffvlute Höchstpreise im Sinne des Höchsipreisgesetzes sind. Zugleich/ beseitigt die Liste etwa raxf* bestehende Unklarheiten ^lber den Umsana der Verordnung vom 5. Oktober 1916. ^re Perordmmg umfaßt alle in der Liste genannten Gegenstände und außerdem alle Fntternrittel, die'nicht in ^a^Mi^Veror^^en. igelt besonders geregelt oder in der Futtermitdelversorgung ausdrücklich ausgenommen sind Ans Stadt «nd €anb. Gießen, 9. Dezember. 1916 Hessische Ostpreußenhilse. Man schreibt uns: , Der Gesamtvorstand der Hessischen Ostpreußenhufe hat -sich vor kurzen mit der Aufforderung an vre Bevölkerung des Hessenlandes gewandt, die große Aufgaoe, dre dre Hessische Ostpreußenhilfe übernommen hat, durch rerchlrche Spenden zu unterstützen. Die Hessische Ostpreußenhilfe hat, iwje bekannt, die Kriegs Patenschaft für vier Kirchspiele Ostpreußens übernommen. Insgesamt 36 Ortschaften, hart an der alten russischen Grenze im Kreis Oletz ko gelegen «und mit etwas über 10000 Einwohnern, soll sich die hessische Fürsorge zuwenden. Ist diesen Ortschaften ist ore 'Zerstörung besonders groß; wiederholt ging der Krieg mit seinem zerrnalmeiiden Schritt über sie hinweg.38 Gehöfte iund über 1000 Gebäude sind dort vernichtet. Was die ost- Dreußisck^ Bevölkerung an leiblichem Gut verloren, was ?sie in feelischein Erleben gelitten hat, das hat sre mit für sirns alle ertragen.. Dafür soll ihr auch von allen gedankt sw erden. Im Verttauen mif die während des Krieges schon so pst beivährte Opferwilligkeit der Bepvlkerung der Stadt -findet am Sonntag, 10. Dezember, vorm, von 11V ,—}* /?, auf der Süd-Anlage ein Promenade-Konzert mit Büchsensammlung zugunsten der Ostpreußenhnfe unter Mitwirkung fteiwilliger Helferinnen statt. Außerdem wird in der Zeit vom 0. bis 17. Dezember eine allgemeine Haussammlung vorgenommen werden. Die allgemeine Beteiligung an dieser Sammlung wird aufs wärmste empfohlen. Sie möge der Aiisdruck unseres Dankes' fern dafür daß unserer Heimat der Schrecken des „Feindes im -and erspart worden äst. Amtliche Perfonalnachrichten. Der Gro, Herzog hat der Berusskrankenpflegerin de? Alice-Frauenvevems Oberschwester Katbinka Bauer im Kreiskrankenhause zu Alzey das Silberne Dtenstauszeichnungskreuz für Krankenpflege verliehe., ** Oberhessischer Kunstverein. Nächste Woche wird wieder eine teilweise Aenderung der jetzigen Ausstellung vorgenommen. Die zur Weitersendumg gelangenden Bilder bleiben nur noch bis einschließlich Mittwochs ausgestellt. Verkmist wurden noch „Pfauenfütterung' von W Tiedyen-München und von H. Haberl-Munchen zwei Original-Radierungen „Sturnchaube" und Birkenweiher". Wir verlveisen auf die Besprechung der Ausstellung rm heutigen Feuilleton. , - . ^ ** Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 4. Vierteljahr 1016 nehmen Montag 11. Dez., vorm. ßi/2 Uhr, ihren Anfang mit einer Verhandlung gegen Elise Ellrich von Gr.-Eichen wegen Kindestötung. Die Anklage vertritt Großh. Ober-Staatsanwalt Hofmann. Die Verteidigung fühtt Rechtsanwalt Fi scheu ** Unfallverhütung. Am Donnerstag mittag Uhr wurde ein kleines Mädchen in der Schiilstraße vor einem Uriglück gerettet. Das Kind lief in die Elektrische Nr 3, und der Wagenführer Hosch hatte die Geistesgegem ivart, sofort die Bahn zum Stehen zu bringem ** Hindenburg spende der deutschen Landwirte Das Krieqseniäbrungsanrt hat General-F-eldmarsfl-aN von Hinden bürg die Bitte vvrgetrayen, zu ^nehrmgm, daß die vowoen deutschen Lastdmrten angebotene freiwillige Fertsperck^e den Namen ,,.frn- ^wnirg-Spende ber bnit\dm Landwirte fuhrt wd daß, uni mn nwglichst unmittelbares Vernehmen Zwischen den dre Sünden sammelnden Stellen und den zu bedenkendenMunrttonÄarbeiter- B^irkm berzichtellm, eine Vernntdelmrgsstelle für die Hmden- burgspende der deutschen Lrndwitte" eingerichtet wird, welckie Wrfmr Svntd-'rn und Empfängcrii vernattelt und liamentllch Möglichst überM hin gleichmäßige Anteile d?r Spender, gelmigm. Ter Geneval-Feldmarschall hat diese Gn- rrcbtima aenestnigt und sich rnit der Beriennung nach seinem Na men riuvmsta".deu erklärt. Die Vennittelungsstelle hat ihren Sitz rn Berlin W. 9, Kötherier Straße 16. ^ ** Aus dem Stadttheaterbureau. Nochmal sei auf den Vortragsabend von Professor Marcell Salzer ani kommenden Donnerstag hingewiesen. — In der Wiederholung von Gerhart Hanptmmms „Bib erp e lz am kom inend er i Dienstag, die zu Volksprei en stattfuidet, wird Herr- Karl Steinmetzen die Rolle des Amtsvorstehers Wehrhahn spÄen die bekanntlich bei der ersten Aufführung C. W. Büller als Gast gegeben hatte. r , r . ~ •* § Li ch t s p ielhau 3, Bahnhofstrabe 34, bringt ab beut? bis cmlchlieblich Montag: .Der ® l il c£ jrf) " e , b e v”, das schönste und beste Lustsv'el der Saison m 3 Akten m der HanM-aNe Rndoll S ch i I d k r a u t und als zwei er Schlager .D e r Verschollene". Sensationsdrama ln 4 Akten, versagt nnd ms^nicrt^von Fred^ Sml». bringt ab Samstag, Dezember, bis einschlietzlich Atontag, II. Dezember den groben gvtcnsfilm Die Krteaskorre pondenten" tu 4 Akten. Dieser Füm WM^waEitsaetteue Szenen des Krieges. Al2 2 Hauptfilm des KonunandeurS",''spannendes Seemanns-Drama in . :Ä, ov 'Wem noch ein Wild-Wes.. Drama .Ans teleqrnphi'chem Wege" und das ubriqe Beiprogramm. ES sollte niemand versämnen, dieses Programm anzusehen. ** B ienen z n cht e rv er e in Gießen unb u m - neac-nb. Ge.leralversammlung Sonntag, den 10. Dezember, nachnnttags 3 Uhr, bei Ntitylied Krast m Gieyen, Frankfurter Straße 81. Tagesordnung: S. Biene. Landkreis Greßen. cna. Grünbera, 9. Dez. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde Gefreiter Fritz G e h r i n g e r bei emeni Artillerie- Regiment im Elsaß. Gehringer i,t 1. Turn wart des Turn-Vereins Grünberg, dessen 3. Turnwart evensafls Inhaber der gleichen Aus- zeichitung ist. e^,n^ ^ Mit bem Eisernen Kreuz 2. Klasse uud der Hessischen TapserkeüsniedatNe ai.Sgezeichnet wurde der Ersatzreservist Wilhelm Zeiß in der I. Kompagnie des vandwehr- Ynf.-Rgts. Nr. 4^. ch Leihgestern, 9. Dez. Dem Wchrmann Mkst ^«hn bei der Eisenbahii-Bau-Komp. 22 wurde für sein tapferes Ber- ihalten bei Verdun die Hessische DapferkeitsmrdaWe verliehen. Dieselbe Auszeichnung wurde dem Garde-Füsilier Georg Fab er im Leib-Garde-Jnf. -Regt. 115 vom Großherzog persönlich überreicht. Kreis Alsfeld. oz. Appenrod, 9. Dez. Der Dragoner Johs. D i p p e l I, Sohn des Aiidr. K. Dippell dahier, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. . „ oz. Ernienrod, 9. Dez. Ausgezeichnet mit der Hessischen Verdienstmedaille wurde der Beigeordnete Heinr. Schmidt von hiers der als Polizei-Unteroifizier in Nauheim an einem Lazarett seit längerer Zeit wirkt. „ _ . oz. Haarhausen, 9. Dez. Dem Musketier Hch. Seim von hier wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde am 25. Nov. die Hessische Tapierkeitsmedaille verliehen. ** Lehnheim (Kreis Alsfeld), 8. Dez. Für tapferes, um- sichtiiges Verhalten bei den Erkundignngsunternchmnngen des Jagidkommandos einer Reserve-Division wurde dem Reservismi Karl Korber gleickigeitig das Eiserne Kreuz und die Hetzyche TapferkeitsmedaiÜe verliehst:. Körber, ein Sohn des Schuhnlachers Philipp Körber dahier, käinpst seit l 1 /? Jal/ren in den Vogesen or. Leusel, 9. Dez. Dem Kanonier Hch. Leih m a n n von hier wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde der Hessische Verdienstorden verliehen. . ^ oz. N i e d e r - O f l e i d e n, 9. Dez. Dem Pionier Johannes S e i b e r t von hier wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieheu. Kreis Schotten. O Gedern, 9. Dy. Unter überaus starker DeteilMM^ wurde vorgestern der Landwirt Heinrich Fay II. M Grobe geleitet. Der Verstorbene hatte die Faldzüge von 1866 und 1870/cl mitgenrachlt und nxrr in letzterem mit dem.Eisernen Kreuz ausge- zeichinet loorden. Der 5kriegerverein mrd der Gefangnerem „Lreoer- kvcniz", dein dar Gntsclflafene über 50 Jahre Mgehötte, beteiligten sich vollzählig am Begräbnis des wackeren Mannes. Fay war auch 18 Jahre hinduoh Mitglied der Kirchengemernde- vertretimg. Eine charakteristisch: Persönlichkeit, dve sich allgememer Wettschätzung erfreute, ist nrct ilyn dahmgeschieden. Kreis Friedberg. dz. B a d ° N a u h e , m , 8. Dez. Wehrmann Otto M 6 r l e r wurde mit den: Eisernen Kreuz ausgezeichnet. . F. C. Bad - Nauheim, 8. Dez. Das Ergebnis des G o l d- a n k a u f 8 im hiesigen Bezirk beläuft sich dis jetzt auf 23 625,90 Mk., und zwar in Friedberg 9W1,70 Mk, Bad-Nauherm 8o80,3o Mk Butzvach 2172.75 Mk.. Vilbel 139,35 Mk., Büdingen 2150,45 Mk Altenstadt 125,55 Mk., Nidda 533,55 Mk. und Ortenberg 122.90 Mk. oa. Melbach, 9. Dez. Die Sammlung für die Hessische Q st p r e u ß e n h i l i e ergab hier die Summe von 632 Mk. nt. Melbach, 9. Dez. Für Tapferkeit in den Kämpfen an der Som,ue wurde dem Musketier Karl -L ch a u b a ch, zurzeit verwundet in einem Friedberger Lazarett, die Hessische Tapserkeüs- inedaille verliehel:. ^ nt. Ni eder-Florstadt. 9. Dez. Der Unterosftzrer Wrlh. > L e h r von hier, bei der Maschinengewehr-Kompagnie Reserve- .Infanterie-Regiment Nr. 254, wurde zum Vizefeldwebel befördert. ' nt. Weckes he im, 9. Dez. Milskelier Heinrich Ri^eß erhielt wegen tapferen Verhaltens an der Somme die Hessische Zapfer- keitsmedaille. Starkenburg und Rheinhessen. D a r,n sl a d t, 9. Dez. AuS einem Eisenbahnwagen mit 400 von der Stadt in Ostpreußen gekauften Gänsen wurden rvährend der Fahrt nach hier 4 0 G ä u s e g e st o h l e n. Die Plomben an den Wagen waren durch falsche ersetzt. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 8. Dez. Die vollendete Ulmbachtalba hn von Stockliansen an der Strecke Greßen-Koblenz nach Beikstem ist dazu bestimmt, die wittsäMlichen Verhältnisse ^der von ihr be- rühtten Gegend zu heben. T« 15,5 Kilometer 11,5 Kilometer im Kreise Wetzvar nnd 4,0 Kilometer rm Tülkers Ihr Verkehrsgebiet umfaßt 70 Quadratkilometer nnt rund 5400 Bewohnern und folgenden Ottsckmften: Stockhausen, Blskircheil Bissenberg, Allendorf, Ulm, Holzl-ausen, Rodenroth, Beilstem mit Walleirdorf, Haiern und Greistuftem. ra. A tz b a ch, 9. Dez. Die Volkszählung hatte rn hre- siger Genremde folgendes Ergebnis: 898 Personen (376 mannlrche und 522 weibliche). ^ ^ __ va Aus dem Kreise Wetzlar, 8. Dez. Es sind bis letzt Zusammen leg nngssn aus ge führt rv30 Kversgememden mit einer Fläck>enaröße von 14 547 Hektar. Nerr beantragt bezw. schon in der Ausftrhrung begriffen ist das Zus.ammenlegimgsver- fahren für die Gemarkungen Tutenlwfen, Edingen, Oberguembach itnlb Niederkleen mit einer Gesamtflächengröße von 160b> vmar Die Kreisbeibilstn werden vorzugsweise aegeben, um den Zu samnrenlegungs-Jnteressenten über die ersten Kosten hinroegM Hessen-Nassau. Marburg, 8. Dez. Das Maschinen haus der Jeche Wilhelmshaufen brannte nieder, so daß die Kohlen Forderung nach dem Osterberg imd nach Speele unterbrochen werden mußte. F^^nkfurt a. M., 8. Dez. Der Finanzausschuß der Stadtverordnetenversammlung lehnte den Magistratsantrag auf Erhöhung der Hundesteuer von 30 aus 60 Mk. einstimmig ab. Dagegen empfahl er dem Magistrat, für die Haltung jedes weiteren Hundes eine Erhöhung der Steuer nm 30 Mk. emtreten äU YLn au, 8. Dez. Der 50 Jahre alte Rentner B i s s i n g er, der in der letzten Zeit kränklich war, hat sich mit seinem Jagd gewehr erschossen. — Ueber das Vermögen des Bankprokuristen Faust, der bei der Bauksirma Fleischmann & Theobald in .Aschaffenburg Unterschlagungen verübt hat, ist das Konkurs verfahren eröffnet worden.___ VermNoyres. » ©oeöeitS Milchbrötchen. lupft Stal .ton Qfoefcru der tot ebicm Jahrhundert, am 10. $QBnte l8l6 m State das LuA der Welt eMicktc, mW rara tex gxö&tenber deutschen Einignngskrregc,^864--I8A)/71, war hms^Irch sea Dervsteaung im Kriege außerordentlich anspruchslos. \sf kam nicht Ä'W « Zt der MarschaWw.seL bei Stab vertreten war, der einzige gemelen ist, der nichts oder nun wenig aß und trank, während die MKerenHerren es^ sich Mfem liesren an feinem Tische. Trotz dieser Bedürfnislosigkeit mackste Gerreral v. Goeben im .^kriege 1870 seinem Feld-Jntendmrttn recht viele Mübe. Er hatte sich nämlich eine schwere Magenverstimmung zugezogen. Anl 2lbend des Schlachttages von Gravelotte ließ ' __ v tfrrr ob er ibm mckü er den" Feldinteiidanten kommen und fragte ihn, ob er^ihm mch L etwas Weißbrot verschaffen etwas Lveiyoror ver,cpa„eu könne. Das marfür dm danten Merleker eine Aufgabe, die gelöst werden Eßbe lkrstens irar es für ihn eine Ehrensache, gerade d« sÄErigswn Dmge fertig zu bringen, und dann war Goeben bei allen seßc beliebt. !^n ging ftirsi^i'durchs Feuer. Und ^dlich wäre es bosyetmtzem wenn Goebens Krankheit sich durch das Fehlen ^.Weißbrotes verschlimmert hätte. Abends 11 llhr^ward hau st zu Gravelotte, wo Goeben mit seinem, Stabe abgest^^en tom: da4 Gespräch gesül-rt, und morgens öjjt Uhr wurden dem Qfatxaljtafc frische Milchbrötchen vorgesetzt. Aber es l^kerm.einfache.Sache geweseii. Das nächste Feldlazarett l>atte etwas Weize»imeh hergeben müssen, ausgeweichtes Schkvarzbrot mit Rnm angegetzst, bü bete das Gärungsmittel, ein Weißbäcker wurde noch in einem der Biwaks des Schlachtfeldes ermittelt, und Milch mutzt eine requirierte Kuh liefern, lieber offenem Herdsckuer auf em-q Eiseupsanne wurden die Brötck?en gebacken, die Zwar mcht ganz kunstgerecht gefornrt waren, von denen aber vom Intendanten Merleker die sechs besten ausgesucht, wurden. Goeben war gerührt von dem Diensteifer. Die Schnnerigkett war aber, dies« Milchbäckerei sorizusttzen auf Märschen, wo quartiere winkten. Daher wurde erne gut nnlchmde Kuh beschafft, die das 8. Armeekorps begleiten sollte, w-iest Kuhwurde emesm, Marketender übergeben, einem einarmigen invaliden von Idbb, der es nicht leicht hatte, dem Heere zur Seite zu blliben und dahen' inimer schon vor Sonnenaufgang aufbreckMi mußte, um reckstzeittg abends im Standquattier zu sein. Sehr bald ak^r waren ,,Goebens Milchbrötchen" berühmt geworden; es fen liefern. Eine ganze 'Megeiidk Brötchenbäckerei" auf einem Wagen folgte dem Stabe des Feld he r >_-1 n_ _ Börsen-Wochenbericht. --- Frankfurt a. M., 8. Dez. Das Geschäft im freien Verkehr der Börst^wegte sich auch in dieser Woche in sehr ruhigen Balten. Angesichts der glaw zenden Waffenerfolge in Rumänien war die Stimmuno zwar recht zuversichtlich, Spekillation und Publckum beobachteten aber rveiterhin große Zurückhaltung, imd die uberhandmhm^idE Geschästsunluft bewirkte auch auf einzelnen Gebieten ern Abbröckeln der Kurse. Anscheinend hängt die hochgradige Zuruckhaltung mit den Borberrittrngen für das heramiahmde Jahresende und dem Bestreben nach einer Berringcrirng der Verpflichtungen zusammen. Gefördert itmrbe die lustlose Haltung allerdings iwch durch besondere Umstände, wie beispielsweffe durch die Ungewißheit rw« den Aiusgang der englischen Ministerkrise rmd. dw Unsicher- heit über die Jvlgen, die das vaterrandckheiS'lfsdte-st- aefetz auf unser Erwerbsleben znttgen wird. In gleichem ivirkten die weitergesponnenen Erör^Mlngen üb^ vom Staatssekretär Helfferich angekündiAe wertere Msge^mg der Kriegsgewinn ft euer, obwohl Sdcuere^Shivig nichts weiter als eine SelbstberstLnÄMmt tstund als solche «mch von der Gesästiftswelt im Prinzip gebrlligt wird Als Mettere Ur- fachen der Zurückhaltung kam ear ferner noch diezu erwarte^ SteuerVurslsifte und vor allchn die anhaltendeüsteiae- tung der Deviscknpreisc in Betracht Die rm freien Eftckv« tenveckkehr eingetretenen Kürsermäßigungen bettastn xn bn pam* sache hvMehendeSlpeziallvette, in denen übrigens dre VervNichttm- gen vielfach in der Tat eine ungesunde Anlehnung ettanü h^ten, während die guteii Standardpapiere des Ndrrktes, obgl ei ch trt demselben Maße tme Pie Kriegsspezialltc^i vonsiderKr^skm- junktur abhängen, nur tvenig von der Absch wächÜ ng berühtt wur den. Hier befinden sich die Papiere arischemend rn guter Vaud und daber bleiben die vorzüglichen Berichte über die Lage der groß- gewerblichen Industrie doch nickst ganz vM Umdruck. Montanpapi e r e zeigten durchweg recht feste Haltung; bevorzugt warm wiederum oberschlesische Wette. Bon Rüstungswerten gaben Miuuscheid, Rheinmetall und wrsch-Kupfer ^Kurse nach. Elek- trowerte lagen fest, uamenllich lÄ>flon. Aktienchemt- scher Fabriken iraren .Badische Anrün- und Höchster FM.b* wette gefragt und höher. Zfö^res ^tttmsst wat für Kali- aktien 1«rvor, von denen Westeregeln, Walt und Deutsche^Kali ansehnliche Kursbesserungen erzielten.. Mne grotzere Kurssteigerung erzielten auch Pokorny und Wittttind-DiasckMen. Ä.u to- werte tvaren wenig verändett, mir gebeffett. Adler Oppenheimer Leder nZaren an geboten und niedriger, lllummrmn! Neuliausen bliebmi auf das großzügige lstlyenscheProfekt gefra^ll Ferner Machte sich für Lindes Eisniaschmen Jntei^ffe geltend un Zusammenhang mit der Verbindung des Unternehmms mit der Stickstoffinldustrie, die auch für die Zeit , nach dem Kriege günstig beurteilt wird. Etwas festere HMung zeigten muh Banken imd Schiffahrtsaktien. Gute Nachfrage bestand ivetter für .ln- lagewerte sowohl für heiinische wie fremde Fonds, besond^K mich M .amerikanische Werte. Geld war unverandett leicht. Privatdiskont etwa 4*/ 16 Gießener Strafkammer. Gießen, den 8. Dezember 1916. Wegen unri chtiger Angabe deZ Ka rtoffelvor- rat» war Johann Georg K. Ehefrau, in Treis a. Lda. ein Strafbefehl über 60 Mk. zugogangen, well fte ihren Kattoffelvorrat um 48 Zentner zu wenig angegeben hatte Ferner war dem als Zälüer bestimmten Landwirt Johannes Philipp N. em Strafbefehl über 80 Mk. ziiaegangen, lvell er die Angeklagte sowie teit wegen unrichtiger Angabe seines Kattoffelvorrats durch Strafbefehl über 40 M rechtskräftig veuurteilten Landwirt Johann Philipp G. zu Treis a Lda. M den von ihnen gemachten unrichtigen Angaben durch Ueberredung oder andere Mittel vorsätzlich bestimmt habe. Auf erhobenen Einspruch gegen die Strafbefehle wurden die beiden Angeklagten vom hiesigeii Schöffengericht frergesprochen. Gegen dieses Urteil verfolgte die Grösst). Staatsanwaltschaft Berufung. Auf Grund der heutigen Bttveisaufnahme hob das Gericht hinsichtlich der angttlaqten Ehefrau K. das erstinstanzliche Urteil auf und ettannte gegen sie auf eine Geldstrafe von 20 Mk., lstlfsweffe 4 Tage Gefängnis. Hinsickstlich des Angeklagteii N. wirrdc die Berufung 'zurückgewiesen. Es bleibt bei dem rhu freisprechentzen Urteil erster Instanz ^ alte Gelegenheitsarbeiter Friedrich Karl Ehriftimi M. aus Dinkelsbühl in Mittelfmnken ist angeklagt und geständig, am 29. Oktober 1915 zu Baumcheim, woselbst er bei einem Landwirt unter dem falschen Namm „c-chnirelzer" bedienstet war, seiiwm Mitknucht aus einem verschlossenen SckMnk, den er imter Anwendiing eines fälschen Schlüssels geöffnet hatte den Gewberwg von 45 Matt entwendet zu haben. Nach, der Tot ging der Angeklagte alsbald ftückstig und lstelt sich seitdem in Gießen stnter falschem Namen auf. Der AuMagte, lvelche-r sich, deinnächst auch noch wegen EnlzrelsUNg der- Wehrpflicht zu veranstvivtten habe-ti wird, lvurde unter Zubilligung mildernder UnMude zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten verurteilt, wclcke Strafe er alsbald als rellstskräfüg mrerkannte. tetzle Nachrichten. Die Petwleumvorräte Rumäniens. Haag, 9. Dez. Die „Times" berichtet, der Berlllst von Bukarest sei zwar eine moralische Niederlage, aber die Folgeii der Groberung des ruManischM Petrvleumgebuckes se«n für dre Mi- ierten weit enisthafter, als der Fall von Bukarest. Nachdemdie rumänische Regierung Petrolemn als Bamnvare erllart hatte, babeii sich sehr große Oelvvrräte in Rumämen angebäilft, wahv- scheinlick, iibn eine Million Tonnen. Dü Ewbnung^ dieser Vorräte ist noch> wichtiger für die Zentralmächte, als die der Getreidemengen. Griechenlands Ermannung. Budapest, 9. Dez. „Az. Est" meldet aus griechischer diplo- motisch.er Qitelle aus Softa, daß zwischen Athen und Sofia drahtlose Telegraphenvei'bimüing besteht. Die Athener gricchchche Re- gierung verstäiidigte die Entente und die Zentralmächte, daß Griecheillaiid streng die betvaffnete Neutralität aufreckst erhalten wolle' keinerlei Konzessionen an die Entente mehr machen und sede Ueil« Herausforderung der LMiierten als Kriegsfall amsehen werde. G e n f, 9. Dezember. Wie das Pariser „Journal" aus Athen berich'tet, hat die griechische Regiermig bereits Maßnahmen zur ^lbwehr der Himgerblockade getroffen. Die LbensMittelabgabe wird eingeschränkt imd organffiert ,verden. Man vermutet, daß die Regierung die nötigen Lebeiismittelvvirirü' aufgespeichert lxll. Den in den ftaiizöfischen Häfen mit der Bestdnmimg nach Grwck^nland liegenden neutralen Schiffen wurde die Kohl«nal>gabe verweigert. Tie Schiffahrt zwischen dm Häfen Mtgriechenlands imd Saloniki ist vollstmldig eingestellt. Tie Mobllisierung des griechischen Heeves lnfftätigt sich- Sie nimutt ihren ungestortvi Verlauf. Lilgaiio, 9. Dezember „Eorrrere della Sera" berichtet aus Acheii: 'Die Haussuchungen bei den Venririisten haben 30 000 Gen^lwe imd Eliche Mmition Uitage geför^wt, die nach Angaben des griechischen lliiterfuchimgskommiffars zur Unterstützimg eines allgemeinen VoWaufstandes beimnmt warxm. Ein griechischer Dirpedojäger in die Luft geflogen. Lugano, 9. Dez. Wie die „Agenzia Stefam" nceldet, ist der arivchffche, vom Admiral Fournet bescküagnahmte Torpedo- iäaer Panphsi" infolge einer Entzündmig der Petroleuntvorräto in die "Luft geflogen. .Fünf Mäim der B^saGvrg lvurden getötet, 2b verwundet. 99——9999*0—999* Heffische Ostpreutzenhilse. Noch immer Kidei Ostpreußen unter den Folgen des Ruffeneinfalls. Barbarische Verwüstung hat das blühende Grenzland in ein Trümmerfeld verwandelt. Schäden von über l 1 /* Milliarden Mark sind entstanden. Das Reich und Preußen können nicht allein alle Wunden heilen. Ueberall in deutschen Landen schließt man sich zur Mithilfe zusammen. Die „Hessische Ostpreußen hitse" hat die Kriegspatenschaft für ein Kirchspiel mit über 10000 Einwohnern übernommen. Auch für Gießen ist bereits ein Aufruf ergangen. Einzeichnungslisten liegen an den bekanntgegebenen Stellen offen. An die Einwohnerschaft Gießens richte ich die dringende Bitte, der Dankespflicht gegenüber der ostpreußischen Bevölkerung, Pie auch für uns gelitten, eingedenk zu sein. Um jedermann Gelegenheit zur Beteiligung an der Spende zu geben, werden in der Zeit dom 9. bis 17. Dezember Sammellisten in den Häusern herumgelragen werden. Außerdem wird Sonntag, den 19. Dezember, vormittags von 11^—12^ Uhr, auf der Sird-?tiUage ein Promenadenkonzert mit Büchsensammlung stattfinden. Mitbürger, steht nicht zurück! Oefsnet Herz und Hand! Beteiligt Euch alle nach Kräften am Werke der Wiederaufrichtung der schwer geprüften Provinz und dankt durch Eure Spende dafür, daß unserer Heimat Schrecken des „Feindes im Land" erspart worden ist. Jede, auch die kleinste Gabe ist willkommen. Gießen, im Dezember 1916. 87716 Der Oberbürgermeister. Keller. W^bUätlaidts -- Vortrag mit Lichtb-l-ern Krieg an allen Fronten Mittwoch, den \ö. Dezember, abends 8 1 /, Mr im Saale der neuen Aula. Hasiia-Verbandsredner Herr Jakob Eintrittspreis 50 pfg. Für MitgUeder der Militar-Bercine find Karten zu ermäßigten Preisen im Dorverkau, bei ihren Veremsvorfitzenden, so lange der Borrat reicht, bis ZUM 13. Dezember, abends 6 Uhr erhältlich. Dctz' Resucrtrng «ft zn ^Lrregsnntersrütznngc n beftsmrnt si3 d Die Vereinigt en Hassia-Mitär-vereine Gießen. 1 erjeoige Herr r A^J}, eSant u™ d sch S k k!eiäe n will, findet bei mir die ffroö.-e Auswahl von besseren Herrschaften wenig im Gebrauch .. gewesene, teüweise sogar auf Seide gearbeitete Anzüge von 18.—, 22.—, 25.— Mark rmd höher Anzüge für korpulente Herren in grosser Auswahl Paletots von 16.-, 20.—, 24.- ffiark und höher Einzelne Hosen, Sakkos und Kinder-Anzüge „ sehr |>r«l»fverf. i rack .Gehrock- u.Smokmganzüge auch leihweise Araßerdem "läü Mene moderne Garderoben für Herren n. 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Oels(Schlesien). Wagen stehen bereit um 1V 2 Uhr in Oels, Hotel Adler. Tieferschüttert erhielten wir ganz unerwartet die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, der treusorgendc Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Sch wager und Onkel Har 8 ! CIopp Landstnrmmann, Infanterie-Regiment 118, 3. Kompagnie im Alter von nahezu 85 Jahren fürs Vaterland gefallen ist. In tiefem Schmerz: Auguste Gorr geb. Wedemann und Kind Familie Heinrich Gorr I. Familie Heinrich Gorr II. Familie Heinrich Heinz Familie Konrad Wedemann. Eberstadt, Darmstadt, den 7. Dezember 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. [013762 Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 fSärgea« 55 in allen Preislagen IW' Lichtspielhaus - Bahnhofstr.34 Der Verschol lene Sen sationsdr am a in 4 Akten. V erfaßt und inszeniert von Fred Sa .1 er. Hauptpersonen: Professor Wothe. Herr Max Ruhbeck. Seine Frau. Frau Olga Engel. Rolf dessen Sohn. Herr Fred Sauer. ^dith. Frl. Frida Lembke. lodert. 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Näheres wird noch bekannt gemacht. 1013730 Der BerbandSvorftand. rn c nd Samstag and Sonntag Künstler - Konzert 7214 Harn« Backpulver ist stets frisch, wirkt daher besser als abgelagerte. [ PSS6 Nur Ccntral-Drou., Sobnlstr. >ßil!ld-MeMW in allen Grötzen vorrätig Kiiferei Sommerkorn Bleichstr atze 10. (0862. UHTI©A T ilerBei liampooniereo (Kopfwäschen) mit dem neuesten elektrischen Warmluft. Trockenapparat empfiehlt sich Hermaurr Plant Wwe. Svczial Dame» - Frisier - ^ und Haar-Gcschäit Seltersweg 8:: Seltersweg8 vir.: Normana Lleiogosttor. Sonntag, 10 . Dezember nachmittags SVa Uhr. Volks- und Schüler Vorstellung Letrte Anffübrung Maria Stuari Trauerspiel in 5 Akten *vf- v. Schiller. Abends 7Vs Uhr: Kleine Preise Kleine Preis Unter der blühenden Lindt Ein fröhl. Spiel initGesan. und Tanz in 3 Akten vor Fr. Gellert. Ende 10 Uhr. 8842,