Nr. 289 Der Gtehener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: GiefienerHamiliendlStrer; Kreisblott für den Kreis Gießen. Bezugspreis: monatl. 90 Ps.. viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zlveigstelleu monatl. 80 Pf.: durch diePost D!k. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitungNZ Verlag,Geschästsftellebl Auschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt M. Jahrgang Freitag, 8. Dezember \9\6 posischeStonto: Zranfiutta.M. U686 euer Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen AiUiuome von Anzeigen f . die ^agesnummer bis zum Nachmittag vorher. ZeUenpreir. i. Anzeigen: örtlich 20 Ps., Vermietungen u. Stetlenge- suchelöPf., auswärts 25 Ps., b. PlahvorschrisL 30 Ps., Reklamen 75 Ps.^. bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Bankoerrehr: Aug. Goetz. Stadt und- Gewerbebank Giehen Land, Ver.nischl esu Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.i Zwillintzzrun» druck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Snch- u. Steindruckerei A. Lange. Schriftlettung. Geschäftsstelle ri.Druckerei: Schulftr. 1 . (imluSfin Gi-ßln! Lloyd George englischer Ministerpräsident. Trotzes Hauutyuarticr. 7. Dezember (Amtlich ) W c st l i ch e r Kriegsschauplatz. ^ . . Heeresgruppe Kronprinz. Auf dem Westufer der Maas brachen nach Feuervor^ ^erettullg Abtellungen des westfälischen Jnfanterie-Regi- an der aus den Sommekämpfen bekannten Hohe 304 südöstlich von Malancourt in die französischen ^raven ein und nahmen die Kuppe der Höhe in Besitz. Füns Lfsizrere' 190 Mann wurden gefangen zurückgeführt. Von einem Vorstotz in die feindlichen Linien am „To= tenMann brachten Stotztrupps 11 Gefangene ein. , Oestlicher Kriegsschauplatz. ,t*ont des Generalfeldmarsch alls m f .<% 1 * 11 ^ u Leopold von Bayern. von Luck drangen an der Luga deutsche und ostervevchlsch-ungarische Abteilungen in eine russische Feld- lNachstellung Die Besatzung von 40 Mann wurde gefangen. .Nachts wurde die Stellung gegen fünf Angriffe gehalten. Auch westlich von Z a l o c z c und T a r n o p o l konnten unsere Patrouillen 90. bezw. 20 Gefangene aus genommenen Tellen der russischen Linien bei Rückkehr abaeben. Front des Generalober st en E r z h e r z o g I o s e f. den Waldkarpathen und Grenzbergen der Mo ld au zeitweilig anschwellendes Artilleriefeuer und Vorfeldgeplänkel, aus denen sich nördlich von Dorna Watra und im Trotusnl-Tal russische Angriffe entwickelten, die abgewie- ien worden sind. Heeresgruppe des GeneralfeldmarschallL von M a ck e n s e n. W u ch t i g e E r fo l g e krönten gestern die Mühen und Kampfe, in denen unter Generalfeldmarschall vonMacken- fen die Truppen der zielbewußt geführten 9. und Donau- Armee den rumänischen Gegner und die herangcholten russischen Verstärkungen in schnellen Schlägen zu Boden geworfen haben. Führer und Trrlppen erhielten den Siegerlohn. B u k a r e st, die Hauptstadt des zur Zeit letzten Opfers der Entente-Politik. Ploesti, Camp i na und Sinaia ru unserem Besitz, der geschlagene Feind auf der ganzen Front ostwärts im Rückzüge! Kampfesmut und zäher Siegeswille riefe die vorwärts- sturmende Truppe die immer von neuem geforderten An- 'strengullgeil überwinden. Neben den deutschen Kräften haben die tapferen österreichisch-ungarischen, bulgarischen und os- manischen Truppen Glänzendes geleistet. 9.Armee meldet von gestern 106 Offiziere. 9100 M anngefange n. Die Operationen.und Kümpfe gehen weiter. Mazedonische Front. Bei Trnava östlich der Cerna warfen das bewährte Masurische Infanterie-Regiment Nr. 146 und bulgarische Kompagnien die Serben aus der Stellung, in der sich diese vorgestern eingenistet hatten. Sechs Offiziere und 50 Mann wurden gefangen genommen. In der Strumaniederung fluteten im bulgarischen Abwehrfeuer englische Abteilungen zurück, die sich den Stellungen südwestlich und südöstlich von Seres zu nähern versuchten. < Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Abendbericht. Berlin. 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Fm Westen und Osten keine besonderen Ereignisse. Außer dem Verlust der Festung Bukarest und ihrer befestigten Handelsstädte kostete der 6. Dezember den Rumänen noch eine Division, die, am Alt gestellt, mit 8 0 00 Mann und 26 Geschützen zur Kapitulation gezwungen wurde. Serbische Nachtangriffe bei Trnava. östlich der Cerna. sind gescheitert. * * * In dem allgemeinen Aufatmen über nnsere Kriegselffolge im Osten regt sich die Gedankenarbeit uni die Kriegsziele wieder lebhafter im Volke. Der Krieg ist noch nicht zu Ende; die Ernennung Lloyd Georges zum englischen Kriogsminister, die letzte Rede Trepows scheinen uns zu sagen, daß noch mehr solcher „wuchtigen" Siege erforderlich sind, nm die Entente zum Wanken und zur Friedensbereitschaft zu bringen. Wuchtige Siege aber wollen vorbereitet sein, und darum wird es im kommenden Frühjahr .noch blutige Arbeit geben. Wenn wir uns aber, nach des Kaisers Wort, auf der Bahn zu einem vollen Siege befinden, dann dürfen wir wohl daran denken, wie wir diesen vollen Sieg beim Friedensschluß nützen wollen, damit ein so unerhörtes Schicksal, wie dieser Angriffskrieg unserer Gegner, nicht wieder über un- .ser Land und Volk komme. Im Osten sind für einen Teil des besetzten Gebietes, für Polen, die Würfel bereits gefallen. Daß wir auch die Hin- denburgischen Lande, längs der Ostsee, bis vor Riga, "den Russen nicht wieder zurückgeben werden, scheint uns sicher zu sein. W>enn die Zieit für den Frieden wirklich reif ist, wenn nur der unabweisbare Zwang den Feind zum Nieder- i legen der Waffen bringt, dann wollen und brauchen wir es uns auch nicht mit unreifen Früchten genügen zu lassen. Der große Krieg hat uns gelehrt, was uns bisher gefehlt hat, wessen wir bedürfen, um das Reich fest und sicher zu verankern gegen alle Angriffs- und Rachepläne. Das Scheidemannffche „Zug-nm-Zug-Geschäft" hätte nichts Dauerbares an sich und muß abgelehnt werden. Der' jetzige große Kampf an der Somme lehrt uns, was auf dem Spiele steht. Könnte, wenn der Friede nicht sorgfältig durchdacht und beschlossen wird, nicht einmal die Zeit kommen, wo England und Frankreich noch nachdrücklicher darauf hinarbeiten werden, das Tor des Deutschen Reiches im Westen zu lockern? Welch ein Verhängnis würde hereinbrechen, wenn es depr Feind gelänge, unser rheinisch-westfälisches Industriegebiet zu besetzen, uns also die Waffenschmiede zu nehmen, die wir heute noch den ausgedehnten Lieferungen für unsere Feinde entgegenzusetzen haben! Gerade der monatelange Kampf an der Somme muß uns erneut zu denken geben. Wir sinden heute in der „Köln. Volks ztg", dein bekannten Organ des Zentrums, das ja durch seinen Führer Spahn die Worte des Reichskanzlers von den „Sicherungen" im entschlossenen und „starken" Sinne interpretiert hat, folgende lehrreiche Betrachtung, die zwar nichts Neues ist, aber in wenigen Sätzen Notwendiges vorbringt:' Die „Köln. Bolksztg." hat mit vollem! Recht Zuerst die Frage angeschnitten, was ans Antwerpen werden solle. Das ist in der Tat für _ den Westen Deutschlands die erste Frage, welche zum Zwecke einer gedeihlichen Gestaltung unserer Zukunft klargestellt werden 'muß. Namentlich für die Industrie des Westens ist es eine sLebenssrage, »aß der Ausgang /zur See über Antwerpen ihr nicht wieder versperrt werde. Man kann sagen: Wenn unsere Industrie Antwerpen nicht als Ausfuhrhafen hat, so bleibt ihr doch Rotterdam. Das ist richtig. Aber die Gefahr einer kriege- rischen lleberrennung unserer - Ruhr-Rhein-Jnvustrie ist darum 'um so größer. Unsere rheinisch-westfälische Industrie liegt an einem höchst exponierten Punkte. Sie ausschließlich an den nahe gelegenen Landesgrenzen verteidigen zu wallen, ist untunlich. Ein Schutz gegen Holland ist nicht nötig: um st wehr ein Schutz gegen England. Für England wäre der Krieg gewonnen gewesen, ivenn es ihm gelungen wäre, Essen und Dortmund zu erobern. Nun erinnere man sich, in welchem Maße gerade Antwerpen von den Engländern als „Einsal l s t v r" gedacht loar! Weich zu Anfang des Krieges sollte eine englische Motte in Antwerpen landen, um dort ein englisches Heer ans Land zu setzen. Die Holländer haben es damals durch die entschlossene Ajuftechterhaltung ihrer Neutralität verhindert. Dürfen wir es darauf ankormnen lassen, daß in einem zukünftigen Falle England vielleicht Holland ebenso vergewaltigt, wie jetzt GriecheMmd, an die Neutralität Hollands sich nicht stört, oie hMändischen Stteitkräfte über den Haufen rennt und dann Antwerpen besetzt? Auch Zeebrügge war ein solches EiNffällstor für England, : und zwar in noch schärferer Ausprägung .wie Antwerpen. Es war als Handelshafen, als Hafen für einen „erneuten Aufschwung von Brügge als Seestadt", wie damals in Belgien die schöne Phrase hieß, einfach eine geradezu maßlos lächerliche Erscheinung. Hätten wir es aber im Anfang des Krieges nicht so rasch besetzen können, sie würden »bort m größter Bequemlichkeit HuUderttauiende über Hundetttailsende von Engländern gelandet worden sein, um Uns in den Rücken zu fallen und womöglich gegen Essen zu marschieren. Ein Einfallstor also, wie es im Buche steht! Das wichtigste und gefährlichste aller Einfallstore, welche für den Westen nur denkbar sind! Nichts ist also wichtiger, als daß wir außer Antwerpen auch« Zeebrügge fest iit der Hand halten. Freilich müssen wir dann auch Ostende behalten. Wollten wir Zeebrügge behalten, Ostende aber nicht, st wäre nichts sicherer, als daß England dann eben aus Ostende als Einfallstor sein Augenmerk richten würde. Wchs hier für Zeebrügge und Ostende gesagt ist, «gilt natürlich ganz in demselben Maße für die gesamte flandrische Küste. Auf nichts paßt das Wort des Reichskanzlers, daß weder im Osten noch im Westen die Engländer in Zukunft über „Ei n s a l ls- t o r e" gegen Deutschland verfügen dürfen, st gut, aus nichts scheint es von vornherein st sehr gemünzt gewesen zU sein, als auf Antwerpen, Zeebrügge, Ostende und die ganze flandrische Küste. Wollen wir Unsere rheinisch-westfälische Industrie für die Zukunft sichern, so pt das allerer,te Erfordernis die feste Schließung der Ginfallslore von Antwerpen, Zeebrügge und Ostende. Da haben nur gar keine Wahl. Niemals wird unsere Industrie an Rhein und Ruhr sich in Ruhe und Sicherheit entwickeln können, niemals werden die gewaltigen .Kapitalien, welche für diese Entwickelung notwendig sind, mit einiger Sicherheit angelegt werden können, wenn nach wie vor den Engländern die Möglichkeit bleibt, von Antwerpen oder Ostende aus in dieses industrielle — und damit nach den heutigen Verhältnissen mich allgemeine — Herz Deutschlands vorzustoßen. Ein starker Panzer ft'ir diese Herzgegend ist unumgänglich nötig, und die,er Panzer kann n'nr von Antwerpen bis Ostende nützlich angelegt werden. Eine weitere Aeußerung über Krieqsziele im Westen linden wir aus der Feder des bekannten Berliner Geschichts- Professors Dietrich Schäfer in der „Tägl. Rundschau"; Die Annexion Belgiens wird abgelehnt. Annexion bedeutet Einverleibung, wie Elsaß-Lothringen dem Deutschen Reiche ein- verleibt worden ist. Hat daran irgend jemand in Deutschland im Ernste gedacht? Wohl aber hat der Reichskanzler erklärt, daß Belgien nicht als Vorwerk gegen Deutschland ausgebaut werden, nicht eist Eiistallstor für die Feinde bleiben solle, dem reichbegabten vla- Mischen Voklje auch die Möglichkeit gegeben werden müsse, sich in seiner alten und reichen Kultur neu auszuleben. Beide Forderungen sind nur erfüllbar, wen'n Belgien, wie es', der Führer des Zentrums formuliert hat, politisch, militärisch, wirtschaftlich unter deutscher Oberleitung bleibt. - Wiederherstellung Belgiens'in der Form, die es vor dun Kriege hatte, ist gleickchedentend mi^ neulich laues ,toter Bedrohung an seiner verwundbarsten Stelle Wir würden beim nächsten Kriege in die Zwangslage kommen, das „Unrecht , von dem der Reichskanzler am 4. August 1914 sprach, noch einmal zu begehen. Allerdings würde das Ausland wohl dafür sorgen, daß wir davor behütet blieben; es würde uns dieses Odium aibnehmeu und ims zwingen, die Verteidigung am Niederrhein zu führen. So liegt die Sache, klar und einfach: Entweder wir erweitern auch! im Westen unfern Viachtbereich, oder wir sivhven den nächst«! Krieg dort auf unserem herniischen Boden, recht inmitten der Stätten, dtt uns vor allem andern unser Rüstzeug liefern. Vertragsmäßige Vereinbarungen, die man einem wiederhergestellten belgischen Staate auserlegt, können, wie sie auch> immer gefaßt werden mögen, nicht genügen. Daß die politisch- imlftärychi-wirtschaftliche Oberleitung ül>er Belgien unerläßliche Voraussetznng ist für das Erringen deutscher Selbständigkeit zur Lee gegenüber England, wird zwar geleg.mtlick^ bestntten, ist aber unleugbar. Andererseits liegt auch/ hier die HauptschwierigkeiL einer Verständigung mit unserem hartnäckigsten und gefährlichsten Feinde. Die Erörterung dieser Dinge hat nichts Verhetzendes mehr. Wir wollen sorgsam auch etwaige anderslautende Meinungen hier verzeichnen, glauben aber, daß die „Köln. Volkszeitung" mit ihren Feststellungen den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: 7. Dezember 1916. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Die in der walachischen Ebene vordringenden verbündeten Streitkräfte haben bereits gestern Bukarest und Ploesti in Besitz genommen. Oesterreichifch-ungarische Truppen nahmen C a m p i n o und verfolgen von Sinaia südwärts. Die verbündeten Streitkräfte des Generals von Falkenhayn brachten gestern 106 rumänische Offiziere und 9100 Mann ein. In den Karpathen ließ der russische Druck beträchtlich nach. Nur nördlich des Trotus-Tales und bei Dorna Watra kam «es zu schwächeren russischen Vorstößen, die glatt abgeschlagen wurden. Bei der Armee des Generalobersten von Tersztyanski drangen Wiener Landwehr und deutsche Abteilungen, die rumänischen Feldwachlinien durchbrechend, bis in die feindlich? Hauptstellung vor und kehrten nach Abwehr von fünf russischen Vorstößen mit 40 Gefangenen und einer Beute von drei Maschinengewehren und einem Minenwerfer zurück. Durch die Erfolge in Rumänien ist der 6. Dezember sinnfällig zu einem Tage der Vergeltung für schmiihlichen Verrat geworden. Ein großer Siegeszug hüt die Verbündeten in das Herz Rumäniens geführt. Die vierte feindliche Hmrpt- stadt ist seit Ausbruch des Krieges bezwungen. Mit Stolz darf Oesterreich-Ungarn auf jene Truppen blicken, die mit den deutschen, bulgarischen und osmanifchen Streitkräften wetteifernd an den ruhmreichen Taten gegen unseren jüngsten Feind Anteil haben; auf die rasch zirsam- mengerafften Wteilungen, die zu Beginn des rumänischen Krieges in Siebenbürgen den ersten Stoß auffingen, auf unsere Gebirgsbrigade, die in den Transsylvanischen Alpen den schwersten Aufgaben gerecht wurde, auf die Truppen, die an der Offensive in der Walachei teilnahmen, aber auch auf die tapferen Verteidiger Ost-Siebenbürgens und der Waldkar- pathen, an deren Widerstand aller russischer Ansturm zerschellte, auf unsere bewährten Pioniere an der unteren Donau. die eine der größten kriegstechnischen Leistungen der Geschichte vollbracht, auf unsere Artillerie und auf die Donmr- flottille, die sich jüngst! bei der Abwehr russischer Angriffe südlich Bukarest, wieder hervorgetan hat. Ihnen allen gebührt unser Dank. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * Ereignisse zur See. Eines unserer Seeflugzeuggeschwader belegte am 6. ds. Mts. die Flugzeugstation Beligno und die Sdobba- Batterien, trotz unsichtigen Wetters sehr e r f o l g r e i ch m i t Bomben. Drei Hangars wurden voll getroffen. Alle Flugzeuge sind trotz heftiger Abwehr unbeschädigt eingerückt. Flottenkommando. * * * Die Einnahme Bukarests. Berlin, 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Ueber die Einnahme von Bukarest wird gemeldet: Am 5. Dezember, 10.30 Uhr vormittags wurde Hauptmann im Gener rest als Festung hingewiesen und darauf, daß ein solches Ausweichen die deutschen Operationen nicht behindern werde Am Morgen des 6. 12. setzten Teile des Kavallerie-Korps Schmettow sich in Besitz eines Forts auf der Nordsront ^eile des 54. Armeekorps drängten nach und nahmen die ^ortlinie von Chiajua (Westft'ont) bis Odaie «Nordfront^ Der Gegner leistete mit Infanterie Widerstand der schnell gebrochen wurde. Von der Süd front her drangen Teile der Donau- Armee durch den Fortsgürtel in die Stadt, sie fanden kerne Geyenivehr. Die in Bukarest c i n r ü ck e n d c n T r n p p c n wurden begeistert empfangen und mit Blumen ae- schmückt. ** Generalfeldm von neuem unvergänglichen Ruhm Der ^eren Prinzen und vorbildlichen Soldaten aus ^ fte ^^u ein besonderer Ansporn ge- weien,em. ^ Wilhelm. ungarische Abgeordnetenhaus an den Deutschen Reichstag. Dez (WTB. Nichtamtlich.) Der Bize- prusrdent des Abgeordnetenhauses v. Szeß hat des Deutschen Reichstages Dr. Kämpf folgendes Telebramm gerichtet: * 1 sämtlicher Mitglieder des ungari- J n ^ tn unserer heutigen Sitzung ge- El§s l rtlt welchem anläßlich des erfrentichei: ? u ^ ai T^ ^^sügt wurde, daß nach den Kämpfen und ^teL.ert, welche Unser e Armee gemeinsam mit den unter dem un- fe r *« T-utsch«, 'bai-.-rl ?anw mrden verbimdeten deutschen Arme«, sowie mit unseren übrigen! Brmdesgenojsen eramgm Satte«, n?> in der ganzen Stadt mit blitzartiger Geschwindta- ke,t. Den ganzen Abend über herrschte überall größte Bewegung Heute früh wurden sämtlich« Kirchen glocken geläutet. Jn den Schulen wurde der Tag ^e,gegeben. Dt« gesamte Schuljugend veranstaltet in den Straßen der Stadt Freudenkundgebnngen. Di- Bedeutung der Siege in Rumänien. ..^ Berlin, 7. Dez. AllNichtamtl.s BoW strategischen Ge- stchtspmlkt aus muß der Einnahme von Lainpina und P^sti d£ gleuche Bedeutung, wie d« Eroberung von Bukarest cchgeräum? werden. Die Strecke Kronstadt-Bukarest, der kichMe Schim^ weg von Ungarn nach ,(rc Walachei, ist damit in der Hand §r- Mrbnrweten ,vas den Nachschub au Mannschaften «nd Materwl ^cutmd erlerckstert. Mtt der Enobernng von Pboesti ist ferner die Eneu oahnVerbindung der Moldau mit der Walachei endgültra ab^ gesänntten. An Ploesti bcfinSen sich die großen Petrol nt m- t . a J] xr }. tx ielt mit modernen Zanlmlagm. Bon äunertl-cr Wi-ck^- hgiett fr m auch für die Mittelmächte die eroberten ^umäinschm P.^Lr ole umgebrete, oeren ergiebigstes das Gebiet von Cam- pt na varstelll. Der größte Teil der Rohölprudu ktion a nt eit s dae nohezu 2 Millionen To-rmen pro Ickhr be- §Wt, veftndet sich dde blieben auf dem Schlachitselde. Die Brücken über txm Argesul sind von dem Gegener vollständig zerstött ,wvrden. Unsere Truvpen überschritten den .Ar g esu l auf der Furt bei Copasegi-Srai 0 an. Wir besetzte:: den Brückenkopf, unsere Trichpen befindet: sich sckwn sechs Kilometer von den Forts von Bukarest. In den Kämpfen an den Flüssen/ Reaflow und Argen brachte die tapfere 1. Division vom 28. November bis heute 60 Ofsiziere, 840 Mann, zwei schwere Geschütze, sechs Haubitzen, 26 Feldgefch-ütze, sieben Kanonen, lleinen Kalfibers, dre: Munitionswagen, acht Maschinengeioehre, Gewehre, Granaten und anderes Kriegsmaterial ein. In dem Dorfe Dahilar wurdeni zehn Flugzeuge und siebenzehn Pmrzertürme gründen. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o pe l, 7. Dez. (WTB.) Amtlicher Bericht des Generalstabes. Ka uka s u ss r on t. Auf dem rechten Flügel schlug eine unserer Kompagnien freu Angriff von drei feindlichen Kompagnien erfolgreich ab. An den übrigen Froitten kein.Ereignis von Bedeutung * * * Die Kabinettskrise in England. Lloyd George mit der Kabinettsbilduttg beauftragt. H a a Z, .7. Dez. (Zf.) Reuter »ireldet ans London: lDer König 'hat auf den Rat Bo nur Laws hin L l o y d G e o r g e mit der Bildung eines Ministeriums beauftragt. Lloyd George st i m m t e z u. wird versuchen, ein nationales M iu i ste r iu in zu bilden, ohne den Parteidifferenzen Rechnung zu tragen. Reuter meldet aus London von: 6. Dezentber, 7 Uhr abends: Lloyd George ist noch nicht in Privataudienz beim König gewesen. Es waren also lediglich fünf Minister bei der Konferenz mit dem König anwesend, nämlich Asguith. Lloyd George, Bvnar Law, Balfour und Henderson. Tie Beratung dauerte iy 2 Stunden. Tie anderen Minister sind zwar im Palaste gewesen, aber wegen anderer Angelegenheiten. Reuter versichert, daß zwar unter normalen Verhältnissen eine Regierung stets von der Mehrheit im Unterhanse äbhänge, daß aber die durch den Krieg geschaffene Lage eure Aenderung hierin zuwege gebracht habe. Man dürfe anuehinen, daß ein Kabinett mit Lloyd George als Ministerpräsident genügeird patriotische Unterstützung finden )oerde, um die Regierung stützen zu können. Alte Minister Und leitenden politischen Persönlichkeiten feien den ganzen Tag ununterbrochen mit Beratungen beschäftigt gewesen. London, 7. Dezember. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschten Bureaus. Tie Blätter glauben allgemein, daß Lloyd George die Bildung des Kabinetts mit H i l fe d e r Liberalen, der Konservativen und der Arbeiterpartei gelingen werde. Man -erwartet, daß er der Arbeiterpartei eine ausgiebigere Vertretung im Ministerium einräumen wird, und daß Asguith und die wichttgsten ftüheren liberalen Minister vorziehen werden, eine freundschaftliche Opposition zu bilden. „Daily Ehvvnicle" schreibt, daß die Kühnheit seines Auftretens Lloyd George die Sympathien der Demokratie versch-affen und ilm in den Stm:d setzen könne, ohne Rücksicht auf das Vorhandensein einer Patteimafchine zu regieren. Das neue Kabinett würde wahrscheinlich 'mir aus sechs Mitgliedern bestehen. Lloyd (veorge lege großes Gewiäff auf die Unterstützung der Arbeiterpartei. Er beabsichtige eine sehr kräftige Politik zu machen und habe unter anderem den Plan, alle Kohbenbergbauten unter Staatsauffichl zu stellen. Bor allem strebe er eine erg:ebigeve Weiterfü'hrung des Krieges an. „Daily News" erfährt, daß Lloyd George der Arbeiterpartei drei oder noch melir Sitze im Kabinett einräuimlen werde, das übrigens stark eingeschränkt werden soll. Ter „Manchester Gtrardian" huldigt Lloyd George wegen einer külpien pattiottschen Jnitiattte. London, 7. Dezember. (WTB. Nichtanttlich.) Das Unterhaus hat sich nach einer stark besuchten formellen Sitzung in der die Minister anwesend waren, ohne Diskussion bis zum 12. Dezember vertagt. Aus der italienischen Kammer. Lugano, 7. Dez. (Zf.) Die Kammer beschloß nach dem Wunsche der Regierung mit 293 gegen 47 Stimmen die Beratung des sozialisttschen Friedensantrags um ein halbes Jahr zu vertagen. Die Regierung übernahm die Aufsicht über die Verteilung und den Verbrauch der Rohstoffe. Sie richtete dafür elf Konttollbezirke ein. Mehrere deutschfeindliche Verbände ersuchen die Regierung, die bürgerliche Dienstpflicht nach deutschem Vorbild in Italien einzuführen. Rom, 7. Dez. (WTB.) Meldung der „Agenzia Ste- fani". Zu dem Anttage Cappa und Genossen betr. Geheimsitzungen der Kammer erklärte Ministerpräsident B o s e l l i, daß die Regierung die Vertagung des Antrages um sechs Monate verlange. Sie bestehe darauf, daß sie sicher sei, in dieser Sache mit dem italieni- chen Volke einig zu gehen. (Sehr lebhafter Beifall auf allen Banken mit Ausnahme bei den Sozialisten.) Die Aaenzin Stesani" fügt hinzu, daß Boselli erklärte, daß das Verlangen nach einer geheimen Sitzung eine außergewöhnliche Form der parlmnentarischen Verhandlungen darftelle, die im Lande einen peinlichen Eindruck Hervorrufen könnte. Die Kammer, sagte er, kann in aller Freiheit in öffentlicher Sitzung verhandeln. Die Regierrmg hat dem Parlament nichts zu verbergen. Sie könnte in einer Geheimsitznna keine vollständigeren Erklärirngen abgeben, als in einer öffentlichen. Blockierung Griechenlands. i. Köln, 8. Dez. Laut der „Köln. Ztg." berichtet die Ha- vas-Ag-enttrr, unterm 7. Dezember: Das Amtsblatt bringt morgen vormittag die Nottffzierirng der Blockierung Griechenlands. Diese' wird solange aufrecht erhalte::, bis die Verbandsmächte die erforderliche Genrrgttrung erhalten Hecken. Der wachsende Reichtum Amerikas. Washington, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In denr von dem Schatz- sekretär dem Kongreß vvrgelegten Bericht heißt es: Der W o h l ft a n d nahm zu an D)aft und Ausdehnung der wirtschaftlichen Verhältnisse und lvar niemals gesunder. Amerika wurde ans einem Schuldnerst-aat ein Gläubigerstaat. Der Goldbestand wuchs in 16 Monaten um 715 Millio- nen Dollars. Der Bericht schätzt die Ausgaben für Heer und Flotte und gewisse Ausgaben für das sogenannte Bereit?- schaftsprogramm für das nächste Steuerjahr auf '170 bezw. 197 Millionen Dollars. Die kanadischen Gesamtderluste. Amsterdam, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach eiicem hiesigen Blatt erfährt die „Times" ans Toronto, daß die kanadischen Gesamtverluste im Kriege 65 600 Mann, darunter 15 735 Tote, bettagen. 377 285 Mann haben bisher Dienst genommen. * . * Ein deutscher Erfolg in Ostasrika. Bern, 7. Dez. (Zf.) Aus Lissabon wird gemeldet: In der Kammer teilte (oet /Ministerpräsident mit, daß über zwei- t ausendT eu t sch e und Askaris das lleine Fo rtNuala, ungefähr sechs Kilometer irörd-lick), der die Grenze zwischen Portt-- giesisch-Mozambigue und Deutschostafttka bildenden Rovnma, mit Kanonerc verschiedener Kaliber und zahlreichen Maschinengewehren ia n gegriffen haben. Der Kampf dauerte zwölf Stunden. Die portugiesische Hilfskolonne konnte die Verbindungen mit Nuala nicht wieder Herstellen. Ter Fottgarnffon gelang cs, nach achttägiger Belagerung in der Nacht des 28. November die Stellung zu verlassen und zu entwffchen. Täe Minister erwogen angesichts der Lage der portugiesischen Truppen in Mozambique dringende Maßnahmen. (Fvkf. Ztg.) Der Seeirkeg. Ein neuer Tauchbootangrrff auf Funchal. London, 7. Dez. (WTB.) Die Zeitungen berichten ans Lissabon vom 6. Dez.: Ein neuer Tauchboot- Angriff auf Funchal wird gemeldet. Einzelheiten fehlen. Die erste bereits gemeldete Beschießung war hgupt-- sächlich gegen die englische Unterfeekabel-Stalion und andere öffentliche Gebäude gerichtet. Nach anttlichen Nachrichten aus Madeira wurden 3 4 Personen getötet, darunter einige portugiesische Seeleute. Die Tauchboote beschossen die Küste zwei Stunden. Ein Mißverständnis. Bern, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Journal" meldet: Der englische T ra nsp or td amp fer „Te- viot" versenkte den französischen Torpedo- j ä g e r „D a t a g a n". Englische Torpedo jäger retteten die Besatzung. Der Kommandant wurde erdrückt. * London, 7. Dez. (WTB.) Lloyds meldet: Der griechische Dampfer „Fovo" wurde am 4. Dezember versenkt; die Besatzung ist gerettet.' New Dork, 7. Dez. (WTB.) Amerikanische Mitglieder der Besatzung des amerikanischen Dampfers „John Lam- b e r k", die aus Bordeaux hier einttafen, berichten, daß das Schiff am 22. November von einem deutschen Tauchboot durch Granatfeuer versentt wurde. London, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der russische Segler „Ans" wurde versenkt. Kopenhagen, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der dänische Schoner „D o r i §" wurde Dienstag früh westlich von Hanstholm von einem deutschen Unterseeboot durch Jnbr and schießen z n m S i n k e n gebracht. Die Besatzung von sechs Mann wurde von einem schwedischen Dampfer ausgenommen. Äu§ dem Reiche. Ministerwrchsel in Bayern. München, 7. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korre-^ spondenz Hoffmann meldet: Der Minister des Innern Frhr. v. Soden-Frauenhofen und Kriegsminister Frhr. Kreß von Kressen stein haben um die Enthebung von der Leitung ihrer Ministerien gebeten. Der König entsprach ihrem Ansuchen und hat Allerhöchste Handschreiben an sie gerichtet. Zum Minister des Innern wurde der derzettige Präsident der Regierung von Unterfranken und Aschafsen- burg Staatsminister a. D. Ritter v. Brettreich ernannt. Mit der einstweiligen Fi'lhrnng der Geschäfte des Kriegsministeriums wurde der General der Kavallerie z. D. Frhr. v. Speidel betraut. Die endgültige Besetzung der Stelle des Kriegsministers ist bis nach der Rückkehr S. M. des! Königs von einer Reise auf den Kriegsschauplatz, die der König heute nachmittag anttitt, Vorbehalten. * Berlin, 7. Dez. (WTB. Amtlich.) Anläßlich der Verabschiedung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst hat der Kaiser dem Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. Helfferich, sein Bildnis mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift zu verleihen geruht. Berlin, 8. Dez. Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands wendet sich im „Vorwärts" an die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten Deutschlands und tritt dafür ein, daß die Arbeiterschaft sich einmütig und ohne Unterlaß für die gewerkschaftliche Organisation einsetzt. Im anderen Falle würde die Nmge,taltung der freien Privatwirtschaft zur geregelten Bedarfswirtschaft des Staates die Arbeiter benachteiligen und nicht die freudige Anteilnahme und die großen Leistungen erwecken, deren das Reich so dringend bedürfe. Aus Stadt und Lund. Gießen, 8. Dezember 191b. Feldpostverkehr. Berlin, 4. Dez. Aus Anlaß vielfackMi Mißbrauck>s der Feldpost wird erneut duraus hinge wie seu, paß Gebührenfrei-« he: t e n .und Vergünstigungen im Feldpostverkchr nun Sendungen :n iP r: v a t a n g e le gen Heiken der Alnae^ Hürtgen des Heeres genießen. Den Angchörrgein des gleich steht das Personal der deutschen Landesvereine vom R o - ten Krenz und der chnen gleich?,nachtenden Ordcn und Geselle schaffen, smvett es in «der freiwilligen Zttankenpsleqe qnf dem Kriegsschauplatz Mrklich tätig ist, also nicht auch bei ständiges «der vorübergehendem Aufenthalt in der Hekmvt. Die Portov^r- gmi Äsungen geltennichti in Ortsverkehr und nichtfür Zivil beamte der Militärverwaltung. ^Sendungen, welche rein gewerbliche Angelegenheiten der Wsender oder der Empfänger betreffen, haben auf Gebührenvergün- stigung überhaupt kernen Anspruch. Es wird dringend davor gewarnt. Brieffcud'uugen zur Erlangung der damit verbundenen Gebührenvergünstignirgen unrechtmäßigerweise mit oem Vermerk „Feldpostbrref" m versehen. Die Postverwaltung leitet in allen L-u ihrer Kenntnis kommenden Fällen dieser Art gegen die Absender das Strafverfahren wegen Portohintecziehung ein. Sendungen in rem gewerblichen Angelegenheiten der Absender oder der Empfänger sind noch den vollen inländischen Gebührensätzen srei- tzumachen. Drucksachen, Gleschästspapiere imd Warenproben sind inr Fewpostverkehr überhaupt nicht Fugelassen. Als Sendungen in rem gewerblichen Angelegenheiten gelten alle gewerblichen Sendungen von Personen, die nicht Heeresangchörige sind, wenn sie. den Heeresangehörrgen uncuifgefordert Fugehen, wie F. V. Warenanpreisnngen, nicht aber Sendungen, die sich aus bereits augeknüpsten Geschäftsverbindungen ergeben. Dabei wird vorausgesetzt, daß die von den Geschäften an die .Heeres an gehört gen im deren Umnittel barem oder mittelbarem Aufträge ins Feld ge- smidlen Waren nicht zum gewerbsmäßigen Wertervertrieb daselbst bestimmt sind. Der Schriftwechsel, den die zmn Heeresdienst ungezogenen iKanft-eute, ^ Alerzte usw. mit ihren Angehörigen oder Geschäftsangestellten in Angelegenheit der Geschäftsführung od>er Berufsausübung Fu führen lsabea, gilt nicht als rein gewerbliche Angelegenheit: er genießt daher die Portovergünstig un gen für Heeresan gehörige. Dagegen find Sendungen von Heeres an gehöri gen in ihren gewerblichen Angelegenheiten mit anderem P ' svnen, [Firmen, Banken usw., insbeforDere mit den künden wechseln portopflichtig. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom II. bis 16. Dezember d. I. haben nachfolgende Lebensmitelkarten Gültigkeit: Brotmarken für die 50. Woche, gültig vom 11.—16. Dez. Buttermarken „ „ 50. „ „ „ 11.—16. , Fettmarken » 50. . „ „ 11.—16. „ Reichsfleischmarken „ . 50. „ . „ 11.-16. „ Kartoffelmarken „ „ 50. „ „ „ 11—16. „ Zuckermarken Nr. 1, 2 und 3, gültig für den Monat Dezember. Seifenmarken für den Monat Dezember. Alle früheren oder die zurzeit noch nicht gültigen Marken können nicht eingetaufcht werden. fallen b t c Werktagszüge 4151 ( Nidda an 6.13 vorm.) und 4152 (Nidda M Auszeichnung. Der bekannte Ooruet k pistoü' Virtuose Louis Kümmel (Wieseck-Lollar) wurde vom Großherzog zum Kammervirtuosen ernannt. ** Die Fleis chr a tion des Landkreises Gießen. Auf mehrfache Anfragen teilen wir mit, daß. solange kerne Aendarung der Wochenmenge durch Bekanntmachung im Kreisblntt erfolgt, diese nach wie vor auf 200 Gramm pro Kopf und Woche bemessen ist. ** Krieg s-Teuer un gszulagen für Eisenbahner. 9lußer den forckaufenden Teuerungszulagen, die den Eiseubahnarbefteru seit einiger Zeit gewährt -mrd. ist jetzt bahn-, amtlich bestrnttntt worden, den zuständigen Eisen bahnarbei Lernmne einmalige KriegsteuerungsFUlage zu gewähren, die je imch der Höhe der KinderzoHl in der Familie 10—1OO Mark beträgt. Auch die verwitweten Arbeiter und Arbeiterirrnen werden eine entsprechende Zulage erhalten. ** Die im November 1899 geborenen Land- st u r m p f l i ch t i 'g e n muffen sich am 15. d. Mts. im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Siehe Bekanntmachung. '*5)er 3. Dort rag in der Vortragsvereinigung konnte vorgestern nicht stattfinden, da der Vortragende eine kleine Terminsänderung, die er selbst vor einigen Wochen wünschte, nicht beachtet hatte. ** 33 er nächste Städtische Seefisch markt findet am Samstag, den 9. Dezember 1916, von 8 Uhr vormittags ab in den Marktlauben statt. Es kommen zum Verkauf Rauchfische, Heringe, Sardinen und Fischkonferven. ** Da s hent igeKreisblatt Nr. 15 9 enthält Bekanntz- markungen über die Prägung von Einpfennigstücken aus Aluminium, die Verwendung von Ehlorzinn zur Beschwerung von Seideuwaren, Höchstpreise für Hafer und Gerste, wirtschaftliche Bergeltungsmaßregeln gegen Italien, Betrieb der Anlagen der Großeisenindnstrie, Gemeindliche Hundesteuer, die Erhebung des Jagdpachtstempels, sowie fteiwillige Ablieferung der- Fahrrad-Bereifung. Landkreis Gießen. ra. Lollar, 8. Dez. Unser früherer Lehrer Ernst Bernhardt, geboren zu Rodheim a. d. Bieber, starb den Ehrentod in einem Feldlazarett. Bernhardt war ehemaliger Schüler der Oberrealschule zn Gießen. b. Steiubach, 7. Dez. Karl N i c o l a u 3 , Sohn beS Wagnermeisters Karl Nicolaus IV. dahier, als Unteroffizier und aktiver Soldat in einem Fuß-Artillerie-Reqiment an der Westfront stehend, empfing Ende v. Mts. für mutvolles Verhalten die Hessische Tapferkeitsmedaille. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe wurde ihm im Juni d. I. zuteil. * Saasen, 7. Dez. Musketier Will). Hetterich im Jnf.-Regt. Nr. 186 wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Kreis Büdingen. F.C. Büdingen, 8. Dez. Bei jeder gewerblichen Schweineschlachtung muß, wie der Metzger-Verband für den Kreis Büdingen bekannt gibt, der Metzger den ganzen Rückenspeck, das Schmalz, die Krause und das Netz auslassen und abliefern. Tie Menge muß abgekühlt gewogen mindestens V« des Schlachtgewichts des Tieres ausmachen. Fett darf zur Herstellung von Wurst nach wie vor nicht verwendet werden. z Borsdors, 8. Dez. Der älteste Sohn unseres Lehrers, der Gefreite Rud. Henrich, 4/254, erhielt wegen Tapferkeit vor dem Feind das Eiserne Kreuz. Henrich, bis zu seiner Einberufung Lehrer zu Höchst an der Niddrr, steht bereits über ein Jahr im Feld und nimmt gegenwärtig an den siegreichen Kämesen in Rumänien teil. Kreis Alsfeld. F, C. Alsfeld, 7. Dez. Das Kreisamt ordnete den Milch- tieierungszwang für sämtliche Milcherzeuger in den Gemeinden des Kreises mit sofortfger Wirkung an. 15 Molkereien des Kreises kommen als Empfänger und Verarbeiter in Betracht. Magermilch ist nicht einbegriffen. up Ruppertenrod. 7. Dez. Der Artillerist Hrch. Weber, Sohn des Johann Weber hier, im aktiven Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 8, Munitionskolonne, wurde zum Gefreiten befördert und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet- up VonderOhm, 6. Dez. Das winterliche Wetter hat das Einsammeln der Bucheckern unterbunden. Bei Schnee und Eis werden die fleißigen Häude unserer Schulkinder bald unfähig, die kleinen, glatten Waldfrüchte anfzulesen. Es muß aber dahingestellt bleiben, ob nicht trotzdem der Eintritt gelinderen Wetters das Auslesen der Bucheln wieder fortsetzen läßt. Im vorigen Jahre hatten wir anfangs des Januars neun Grad Wärme nach Reaumnr Tagestemperatur, dabei sogar ein Gewitter. Bei einer derarttgen Wetterlage wäre also das Eckernlesen noch recht gut möglich. Uebrigens ist das Ergebnis der Sammlung sehr beaästenswcrt. Zentnerweise ururden in vielen Schulen die Bucheckern angesammelt und somit zum Besten des Vaterlandes beigetragen. Kreis Schotten. El Laub ach, 6. Dez. Die am 1. Dezember hier vor geuominene Volkszählung ergab in der Gesamtheit 1750 Einwohner. — Musketier Kraft, Sohn des Schulpedells Peter Kraft, galt seit 8 Wochen als vermißt. Jetzt haben die Eltern Nachricht von ihm aus englischer Gefangenschaft bekommen. Eine schon früher an sie abgesandte Karte war nicht angekommen. up. Aus dem Vogelsberg. 6. Dez. Bekanntlich waren in diesem Herbste die Aepfel nur unvollkommen entwickelt. Statt voller Frucht mir klein gestaltete, rissige, grundige Früchte. Dafür aber zeigen diese Aepfel eine ausfallende Haltbarkeit. Während sonst um diese Zeit die meisten Aepfel schon aufgebraucht sein mutzten, weil sie sich nicht hielten und- faulten und ein grüßest Teil unbßs 'itufot zugrunde ging, zeigen die diesjährigen Früchte eine eiserne Dauerhaftigkeit. Für die Minderwertigkeit in der Entwicklung entschädigen die Aepftl in ihrer Haltbarkeit — sie halten auch durch. Kreis Friedberg. nt Friedberg, 8. Dez. Auf Anordnung Großh. Ministeriums ist gestern der Unterricht an der hiesigen Landwirtschaftlichen W i n t e r s ch u l e . der einen recht guten Beftsch auszuweisen hatte, geschlossen worden Die Maßnahme hängt mit dem Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft zusammen. Die Schiller werden davon recht unliebsam betroffen, da sie den Winterkursus gern mitgemacht hätten. oa. Friedberg, 8. Dez. Vom 9. Dezember ds. Js. ab (Beienheim'ab 5.16 vorm . ab 4.13 vorm., Beienheim an 5 05 vorm.) aus. — Dem Postdircktor Harres wurde das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste verliehen. — Dem Sanitäts-Gefreiten Martin H a n st e i n, Sohn de? Mechanikers Christ. Haustein, fett Beginn des Krieges im Felde beim Res.-Jnf.- Rgt. 116, wurde, nachdem er vor kurzem das Sauitätskreuz am Bande der Hessischen Tapserkeitsmedaille erhielt, das Eiserne Kreuz verliehen oa. Fried berg, 8. Dez. Tie Bürgerschaft wurde gestern ftüh durch Feueralarm, aus denr Schlafe geweckt Anscheinend durch Selbstentzündung von Staub, war in der Mälzerei der Brauerei Steinhäutzer ein Brand ausgebrochen. Das Feuer, das an dem Malz. Heu und Sttoh, sowie an dem ttockencn Holz der Mälzerei reichlich Nahrung fand, fraß sehr schnell um! sich, und ist es ein Glück zu nennen, daß kein heftiger Wind wehte, fönst hätte der Brand bei den arg zusammen gebauten Häusern leicht weiter um sich gergisfen. Tank und AnerInnung gebührt neben den eben nicht sehr zahlreichen Feuerwehrleuten all dm freiwilligen Helfern und namentlich den Offizieren und Mannschaften der hiesi- gert Garnison, deren tatkräftiger Hilfe es l>auptsächlich zu banfett' ist, daß es verhältnismäßig schnell gelang, das Feuer Ms seinen Herd zu beschränken. Neben dem beträchtlichen Gebäudeschaden ist hauptsächlich- der Verlust von Heu, Stroh und Malz zu beklagen. Ter Betrieb der Brauerei aber kann ruhig weitergehm und wird nicht gestört. Das Feuer brach fast an derselben Stelle aus, wie vor 23 Jahren im September: auch damals verbrannten hauptsächlich Vorräte. — Demj Musketter»W. Heinz aus Meder-Weisel, Geschäftsführer der Firma Kümmickr hier, wurde_ das Eiserne Kreuz verliehen — Wilhelm Schmidt von hier, im Jnf.-Reg. Nr. 87, wurde zum Unteroffizier befördert. oa. B u tz b a ch, 8. Dez. Dem Ersatzreservisten W. Büttner beim Jnf.-Rgt. Nr. 143 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Die Hessische Tapserkeitsmedaille besitzt er schon. oa. Griedel, 8. Dez. Dem Gefreiten Heinr. Strasheim von hier, bei einer Artillerie-Munitionskolonne im Westen, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. oa. Vilbel, 8. Dez. Landsturmmann PH. Wasser wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Dem Landsturmmann Wilhelm S t o s s e l von hier wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Dem Unterossizter Karl Füller beim Landsturm-Jnf. Ngt. Nr. 20 wurde das Eiserne Krüuz verliehen. Die Hessische Tapserkeitsmedaille besitzt er schon. Starkenburg und Nheinhessen. ko. W a ch e n h e t in , 6. Dez. Ein für die hiesige Sektkellerei bestimmter mit Strohhülsen belogener Wagen geriet auf dem hiesigen Bahnhof in Brand. Von dem Wagen stehen nur noch die Eisenteile aus dem Geleise. Die Firma erleidet dadurch einen Schaden von 10 000 Mark. Kreis Wetzlar. F. C. Wetzlar, 8. Dez. Tie Vereinigten Brauereien des Kresies Wetzlar geben bekannt, daß sich Gäste und Wirte für die Folge auf höchstens 5 0 Prozent der für das Jahr 1915/16 erreichten Menge einrichten sollen. ra. Wetzlar. 8. Dez. Der Vorstand der Landesversicherungs anstatt Rheinprovinz hat beschlossen, 200000 Mark dem Ober Präsidenten der Rheinprovinz zu überweisen zur Fürsorge flir schwangere Kriegerfrauen. ra. Aus dem H ü t t e n b c r g, 7. Dez. Für die Feldtruppen und die Feldlazarette wurden zur Beschaffung von Weihnachtsgaben in der Bürgermeisterei Hüttenberg gesammelt: Torn- holzhausen 71 M., Ebersgöns 59,20 M., Gr. Rechtenbach 138,50 Mark, Hochelheim 68,35 M., Hörnsheim 63 M., Kl. Rechtenbach 50,50 M., Lützellinden 53 M., Münchholzhausen 31M., Nieder kleen 104 M., Oberkleen 50 M„ Reiskirchen 52,30 M., Vollnkirchen 89,50 M., Volpertshausen 44,75 M., Weidenhausen 19 M. Zusammen 889,10 M. Hessen-Nassau. "Wißmar, 7. Dez. Heinrich Mandler erhielt am 21. November das Eiserne Kreiiz 2. Klaffe und wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde znm Gefreiten befördert, nachdem er bereits ziim 4. Male ausgernckt war. js M a r b u r g , 6. Dez. Bei der Rückkehr von einem Luftschiff angriff auf England hat vergangene Woche auch ein Marburger, der Oberleutnant zur See Kurt Frankenberg, als .Kommandant eines Luftschiffes ssin Leben eingebüßt. Ter VeMichene ist ein Sohn des Majors der Landwehr Oberlairdmesser Frankenberg, der zurzeit als Kommandeur des lEifenacher Landsturm-Bataillons im Felde roeilt. Kurt Fraitkenberg war Inhaber des Eisernen Kreuzes erster und zweiter Klaffe und des Hamburgischen Hanseaten-Kreuzes. [] Marburg, 7. Dez. Nach der neuesten V o l k s z äk) l il ii g stellt sich die Eimvohnerzahl Marburgs auf 21 376 Personen 10 006 sind männlichen und 11371 weiblichen Geschlechts. zoo. Frankfurt, 8. Dez. Tie Kaninchenfarm im Zoo logischen Garten ist jetzt mit nrnd 200 Tieren besetzt und findet das größte Interesse der Besucher. Bei einer größeren Anzahl Tiere ist bereits Nachzucht zu verzeichnen. Für eine Besichttgung der Anlage durch die „Vereinigten Kaninchenzüchter-Vereine Oj-rofr Frankfurt" am kommenden Sonntag findet vorher eine Bewertung und Prämiierung der Zuchttiere durch den bekannten Preisrichter Den e ffe-Höchst statt. — Das 3. Sinfonie-Konzert im Zoologischen Garten uitter Leitung von Konzertmeister Alfted Heß firch-et statt am Mittivoch, dem 13. Dezember, abends 8 Uhr. Folgende Orchesterwerke gelangen zur Aufführung: Hebriden-Ouver- türr von Mendelssohn, Sinfonie D-dur lGlocken)insonie) twrf Haydn. Adolf Redner wird das Beetyovensche Violinkonzett Vorträgen. ---- Bad Homburg v. d. H., 6. Dez. Tie Stadtverordneten versamnrlung stellte in gel>einrer Sitznirg für die neu zu erbauende Offiziers-Heilanstalt das vom Kaiser ausgewählte Baugelände im Kurpark, nahe dent Elisabethenbrunnen, geschei:kweise zur Verfügung. — König st ein, 7. Dez. Zwei aus dem Anttsgerichtsge- fängnis entwichene Einbrecher machen seit einigen Tagen die Umgegend Ivieder durch ihre verwegenen Einbrüche imsicher. In Falkeustein crbrack>en sie in der Feldbergstraße das Landhaus Hardt, in dem sie verwüstend hausten. Die Mrttwochnacht sah die Einbrecher in Schloßborn, irw sie nickst weniger als drei Ein brüche mtt gutem Erfolg begingen. Me Versrrche, das Paar wieder dni.gfest zu machen, silMterten bisher. Die Bnrscheir halten sich tagsüber in den Wäldern auf und gel>en dann mit eirrbrechend-er Dunkelheit ihrem „Gewerbe" nach. König st ein, 6. Dez. Der Krieg f>at die seit länger als 100 Jahren in den Hockstannustälern lagernden Eisenstein Schlacken halben sich auch nutzbar gemacht. Die Halden ent stammen den Höhenöfen, in denen ehedem der Eisenstein mit Holzkohlen geschnwlzen wurde, aber in solch unvollkommener Meise, daß das meiste Eisen in den Schlacken verblieb. Unterfflchungcn, die nmn jetzt von fachmännischer Seite vorgenomnien hat, ergaben daß sich das Ausschmelzen der Schlacken in neuzeitlichen Hochöfen durchaus lohnt. Infolgedessen wevden gegcnwüttig die umfang reichen Halden abgefahren und Eisenschmelzen zugeführt. Dre chmelzen in den HochtaunusEern werden bereits vor 500 ^zayr urkundlich erwähnt. . „ .., _ , t/l = Idstein, 7. Dezember. Das baukünitlercsch, wertvoll zrnappZche Haus in der Obergasse wurde für 2500 Mark von der Stadt angekauft und bleibt damit erhalten. Für dre not wendiasten Instandsetzungen an dem prachtvollen Fafscwenyan)., das bereits unter Denkmalsschrrtz steht, sind beretts 1o00 Mark Verfügung gestellt worden. In dem Hause plant nmn^dre ox richtung eures Jdsteiner H ei ma tmuseumis. — den Erhöhmrgen der Kriegsnnterstütznngen durch den Bunoesrai besckl-oß auch die Stadtverordnetenversammlung eine rnt gleichen Verhältnis stehende Steigerung der Unterstützungss-ätze für vre Angehörigen der hiesigen Kriegsteilnehmer. = Kassel, 6. Dez. Für etwa 4000 M ark Waren aller Art haben hier Mütter und Tochter im Laufe eines Jahres m hiesigen Geschäften zusa mm enge stöhle n:-aber nicht etwa auf dem sonst „üblichen" Wetze, sondern das Pärchen ließ alle die schönen Sachen mit bewundernswerter Geschwindigkeit m stinen Regens chirmen verschwinden. So gestochen Mutter und Tochter es einmüttg der Polrztzi, als diese sie in einem hiesigen Warenhause auf frischer Tat ertappte. Zur Fortschaffung des Drebs- lagers bedurfte es eines großen Wagens. . ia Kassel, 7. Dez. Eine weitere Verringerung der B i e r e r z e n g u n g steht im Bezirk der Brauereivereinrgung, der 26 Brauereien angehören, bevor. Vevmrsehtes. * Berlin, 8. Dez. Die „99. Z." meldet: Der Fabrikbesitzer Franz Stock in Treptow hat eine Million M a r k zur Einrichtung eines Wohlfahrtshauses g e st i s t e t, das Kinder gefallener Soldaten aufnehmen und für sie bis zur Er- werbssähigkeit sorgen soll. Gerichtssacrl. X H a n an, 7. Doz. Der früher als Schrmber auf dem Bür^r- meisteramte ziu Mcking-en beschäftigt gewesene Holzarbeiter Frrtz H i l l e n b r a n d aus Rückingen hatte das Gerücht verbreitet, daß 'ich der stellvertretende Bürgermeilter Bmnnann in Rückingen verm Lebmismrttelverkehr auf Kosten der GemeinD-e bereichert Me. Das Schöffengericht Langenselbold verurteilte ihn M 100 Mr. Gell»- 'träfe, seine Behauptungen hatten sich als hattlos erwiesen. Letzte Nachrichtea. Der MinisterVechftl in Bayern. Berlin, 7. Dezember. Die „Vossische Zeitung" schreib: Uebcrraschen kann bei diesem Ministerwechsel, daß auch der Kriegs' minister Freiherr Kreß von Kressenstern ausscheidet, da man bisher von diesem Rücktritt niemals etwas gehört lyat. Daß die Tage des nunmehrigen Grafen von Soden als Leiter des belonder s rn Ernährungsftageii so wichtigen Amtes gezählt sein würden, stMw schon seit geraunter Zeit fest, und es ist besonders nicht nur me Tatsacle, daß Soden twutc im 72. Lebensjahr steht, die ihn zu diesem Abschiedsgesuch veranlaß: hat. Der Widerstans gegen seme MaßnakMen aus allen Gebieten, vornehmlich, aber aus dem der K r ie g s e r n ä h r u ir g s f r a g e u , war so laut und allgemem geworden, daß er das gesamte Kabinett gefährden konnte. Gerade die Kreise, die Freiberrn von Soden bei seiner Ernemrnng im Februar 1912 am lebhaftesten begrüßten, standen ihm zuletzt kühl und mit Abneigung gegenüber. Bei den Patteien der Rechten hatte er nie Freunde, und die vier Jahve seiner Tätigkeit h aben reicht dazu beigetragen, ihm dort Anhänger zn schaffen. Er wor reaktionär und stark agrarisch und hat auch während des Kriegs sich jeder Forderung, die man zusmnmenfaffend als Neu- orrentterung bezeichnen kann, sich immer hartnäckig verschlossen. Vermuttick, wird dieser Ntinistevwechfel zwar die.Krise im Kabinett vorläufig beenden, aber in der höheren bayerischen Beamtenschaft weitere Folgen nach! sich ziehen. Minister von Brettreich, der -nun wieder auf feilten Posten zurückkehrt, wurde früher als liberal angefprochen, ohne es im parteipolittschen Leben jai sein. Das Schicksal der „Bremen". Berlin, 8. Dezi. Ter Präsident der Deutschen Ozean-Reederei in Bremeit, Tr. A. L'ohmann, macht der Presse folgende Mitteilung: Tie zahllosen Anftagen, welche die Zeitungen nutz wir hinsichtlich der „Bremen" erhalten haben, beweisen die warme Teilnahme weiter deutscher Kreise an dem Ergehen unserer Han- dels-Unterseeboote. Ein starkes, wenn auch ganz anders geartetes Interesse daran bezeugt ebenfalls der Feind, indem er infolge Ausbleibens jeder Nachricht von unserer Seite über die „Bremen" alle möglichen Enten der wildesten Arten losläßt. Einmal sollte die „Bremen" in Amerika torpediert worden sein. Ein andermal soll sie anfgebracht sein und in Togo liegen. Alle diese Mittel^ lungen sind glatt erfunden und sollen dazu dienen, von uns eine Antwott l)erausznforderti. Dieser Versuch wrd jedoch we bisher vergeblich bleiben. Mir liegt daran, unseren deutschen Mitbürgern mftznteilen, daß die Deutsche Ozean-Reederei angesichts unserer Feinde lediglich eine Meldung veröffentlicht: Die jeweilige An^ kunst der Boote hüben imd drüben. Me sonittgen Nachrichtens we sie in den Zeitungen erscheinen, stanrmen nicht von uns. Ich zweifle nicht daran, daß jeder gute Deutsche die. Gründe für unser Veralten verstehen und sich demgenräß auch nicht wundern wird- wenn wir selbst den wildesten Gerüchten nicht entgegentteten. Gerard ohne Friedcnsvorschläge. Kopenhagen, 7. Dez. Wie „Nationalridende^' aus London berichtet, meldet ein Washingtoner Telegramm, daß Botschafter Gerard vor feiner Ahreise nach Europa in einem Interview erllätte, er hringe keine Friedensvor schl äge nach Berlin. Er fügte hinzu: nach meiner Meinung müßten solche Vorschläge von Englans gernncht werden. O i C llt ■ Pastillen «,7 -Watte Adl.-raeiL-Drtnj., Sellersw. 39 Otto Schaaf. Ein ausgemäitctes Seit wollt (schlachtreif! zu kaufen ges. Schriftliche Angebote unter 8890 an den Gieß. Anzeiger. Zugochsen Beabsichtige mehrere Zugochsen zu kaufen. Erbitte Off. bis zum 15. d. Mts. 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Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, die trostreichen Worte des Herrn Dekan Gußmann am Grabe, die vielen Kranzspenden, sowie allen denjenigen, die ihr das letzte Geleit gegeben, sagen wir unseren innigsten Dank. «rw Familie Reissenweber, O.-B.-Ass. Familie Hans Düssei Mathilde Nass und Kinder Familie Richard Reissenweber. Lollar, Singen (Thüringen), Sonnefeld b. Koburg. 7. Dez. 1916. Bücher Bilderbücher Gute Unterhaltungs-, Erbauungsund besonders Kriegsliteratur in reicher Auswahl. Für Versand ins Feld besondere Feldausgaben guter Schriften und Erzählungen. Scholz's Künstlerbilderbücher auf Papier und Pappe { , v. lOPfg.b. 5.—Mk. Mal-u. Zeichenbüch. Ravensburger Beschäftigung-;-, Unterhaltungs-und Quartettspiele, Kriegsaeuheiten, von 50 Pfg. bis 6.- Mk. Poesie-. Postkarten-, Photographie- u. Amateuralbum in künstlerischer Ausstattung und reicher Auswahl von 75 Pfg. bis 20 — Mk. in Mäppchen u. Kartonpackung. 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Um jedermann Gelegenheit zur Beteiligung ar der Spende zu geben, werden in der Zeit vom 9. bis 17. Dezember Sammellisten in den Häusern herumgetragen werden. Außerdem wird Sonntag, den 10. Dezember, vormittags von 11^—12^ Uhr. aus der Sud-Anlage ein Promenadcnkouzert mit Bnchsensammlung stattftnden Mitbürger, steht nicht zurück! Oeffnet Herz und Hand! Beteiligt Eiich alle nach Kräften ani Werke der Wiederaufrichtung der schwer geprüften Provinz und dankt durch Eure Spende dafür, daß unserer Heimat der Schrecken des „Feindes im Land" erspart worden ist. Jede, auch die kleinste Gabe ist willkommen. Gießen, im Dezember 1916. 8771 B Der Oberbürgermeister. Keller. Zum sofortigen Eintritt Maschinist für dauernde Beschäftigung gesucht. 8799 MWiechdrikWU Mm«, Witzlir Maschinist gesucht In unser Dampfsägewerk und Jmprägnieranstalt suchen einen zuverlässigen, tüchtigen, älteren Maschinisten in dauernde Stellung. Gefl. 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