Nr. 285 Der Girhener Anzeiger erscheint täqlidi, nutzer Sonntags. - Beilagen: GieftenerFamilienbUMer. KreisblüH Eür den Kreis Giehen. vezugspreis: monatl. 9i) Pi.. viertel- kährl. Mk. 2.65. durch »dhole- u. Ziveigstellen monatl 80 Pr - durch die Post DU. 2.4k» nrertel- wbr^. ausschl. -eitellg. ' - erusprech - Anschlüfle : üü die Schristlettung!12 Verlag,Gesckäitsstelle51 klnschriü für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Erstes Blatt lbs. Jahrgang Montag. 4 . Dezember J 9 J 6 postjcheSrs-tts: Zrankftrrta.M. U686 Sankvedehr: Sewerbebank Gießen .twittingrninddnick u. Verlag: vriihl'sche Unio.viich- u. Steindruck«« R. Lange. Schristleitung. Seschäftrstelic rr. Druckerei: Schulftr. 7. Annahme von Anzeigen t. die LageSnirrnrner dis zurnNachmittaq vorher. Zeilenpreir. r. Anzeigen: örtlich 20 Vtz. Äer- nnetungen u. Stellengesuche 15Ps.. auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Ps., Reklamen 7b Pi., bei Platzvorschrift VO Pf. Hauptschristleiter: Aug, Goeh. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. tSoetz. Stadt und Land, Vermischtes u. Gerichtssaal: Fr. R. Zerrz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. siegreiche schlacht am Argesu Der mWche Min MTB.) Großes Hauptquartier. 2 Dezember. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Auf beiden Ancre-Usern. am St. Pierre Vaast-Waldc und südlich der Somme bei Chaulnes entwickelte sich zeitweilig starker Artilleriekamyf. Ocstlichcr Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. ,Russische Vorstöße nördlich von Smorgou und südlich von Pinsk scheiterten verlustreich. Front des Genernloberstcn .i! Erzherzog Josef. Die Angriffe der Russen und Rumänen in den W a l d - karpathen und si ehe nbürgisch e n G re nzgeb ir- gen dauern an. Der Ansturm richtete sich gestern vornehmlich gegen unsere Stellungen an der Brrba Ludowa und Gura Rucada. östlich von Dorna Watra sonne am Trotosu- und Oyloz-Tale. er mar vergeblich und mit schweren Verlusten für den Feind verbunden. Deutsche Truppen in den Waldkarpathcn machten bei Gegenstößen an einer Stelle über 1 0 0 0 G c f a u g e n e.' Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Die Kämpfe in der Walachei entwickeln sich zu einer- großen Schlacht. .Der aus dein Gebirge südöstlich von Campulung heraus- Ire^nde Armoefsügel gewann in den Waldkarpathen zu beiden Seiten des Dambovita-AbSchnittes kämpfend Boden. Am A r g e s u l, südöstlich von Pitcsti. ist die sich zuw Kampf stellende rumänische I.Armeevon deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen nach zähem Ringen durchbrochen und geschlagen nwrden .Das bis zu edrem Dimsionsstabsguartier vorstoßende altbewährte bayerische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 18 nahm dort gefangenen Generalswbsvffizicren Befehle ab. aus denen her- vvrgcht. daß an der von uns durchstoßenen Stellung die 1. Armee sich bis zum letzten Mann schlagen sollte. Der Armeeführer. wohl-im Bewußtsein des geringen moralischen Wertes seiner Truppen, knüpfte an den in romanischem Phrasenschmmrg gehaltenen Ausdruck der Erwartung. ..auszuhalten und bis zum Tode gegen die grausamen Barbaren zu kämpfen . die Androhung sofort zu vollstreckender Todesstrafe gegen die Feiglinge in seiner Armee! Weiter unterhalb bis nahe der Donau ist der A r g c s u l im Kampfe erreicht. Au G e f a n g e n e n hat — soweit Zählung bisher möglich — der !. Dezenckrrr uns 51 Offiziere und 6115 Mann, an Beute 4 9 G e s ch ü tz e und i 00 gefüllte Munitionswagen netzen vielen hundert anderen Truppenfahrzeugen ein- gebracht. In der Dobrudscha schlugen bulgarische Truppen starke russische Angriffe ab. Mazedonische Front. Auch auf d'-csem Kriegsschauplatz blieben Vorstöße der Entente nordwestlich von Monastir und bei G r u n i st e ohne jeglichen Erfolg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hanptguartier. 8.Dezember. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Im Somme- und Maas-Gebiet nahm zu einzelnen Tagesstunden die Artillerietätiakeit zu und hielt sich auch nachts stellenweise an Stärke über dem gewöhnlichen Maß. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Abgesehen von lebhafterem Feuer an der Narajowka und südlich des Dnfestr keine wesentlichen Ereignisse. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Gestern, am fünften Tage der russisch-rumänischen Karpathenoffensivc. richteten sich die Angriffe hauptsächlich gegen die deutschen Linien in den Waldkarpathen. Am Gutin Toumatek. am Smotree. besonders heftig westlich der Baba Ludowa und oft wiederholt an der Ercteala-Höhe. stürmten die Russen immer vergeblich an Unser Feuer riß breite Lücken in die Massen der Angreifer. Vom Nachstoß hinter dem weichenden Feind her brachten an der Bahn Ludowa deutsche Iggdkommaudos vier Offiziere und über 800 Mann zurück. Auch östlich von Kirlibaba. beiderseits des Trotesul- und Oitez-Tales, scheiterten starke Angriffe. Hier wurden mehrere Hubert Gefangene gemacht. Heeresgruppe des Genernlfeld marschalls von Mackensen. Die Schlacht am Argesul dauert au-, sie hat bisher den von unserer Führung beabsichtigten Verlauf arnommen. Von Campulung und Pitefti her gewannen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen kämpfend Boden. Im Argesul-Tal stießen heute nacht zwei Bataillone des westpreutzischen Rcstrve-Jnfantcrie-Rkgiments Nr. 21 mit Artillerie unter Führung des verwundeten Majors von Richter vom neumärkischen Feld-Artillerie-Regnnent Nr. 54 bis Gaesti vor und nahmen dem Feind dort sechs Haubitzen ab. Der Argesul ist weiter stromabwärts überschritten. Eine rumänische Stoßtruppe, die südwestlich von Bukarest über den Argesul und den Nrailovo vorgedrungen war. ist umfaßt und unter schweren Verlusten nach Nordosten über den Neajlovo-Abschuitt zurückgeworfcn worden. Auf dem ürlßerstcn rechten Flügel an der Donau wurden am 1. 12. russische Angriffe verlustreich ab gewiesen. Die Lage hat sich dort am 2. 12. nicht geändert. Die Beute der 9. und der Donauarmee aus den gestrigen Kämpfen beläuft sich auf 2860 Gefangene. 15 Geschütze, mehrere Kraftwagen und sthr viele andere Fahrzeuge. Am Wcstflügel der Dobrudscha-Front wiesen bulgarische Regimenter starke Angipfft durch Feuer, zum Teil durch Vorstoß über die eigenen Linien zurück. Weiter östlich gingen ottomanische und bulgarische Abteilungen gegen die russischen Stellungen vor. stellten durch Gefangene von drei russischen Divisionen die Verteilung der feindlichen Kräfte fest und erbeuteten zwei Panzerkraftivagen mit englischer Besatzung. Mazedonische Front. dkach Trommelfeuer griff jger Gegner die von Bulgaren besetzte Höhe 1248 nordwestlich von Mo na st i r an und yoltesich dabei blutige Verlust.. Die Höhe blieb ebenso wie der gleichfalls angegriffene Ruinenberg bei Guniste fest in der Hand der Verteidiger. Der Erste Gencralrmartiermeifter Ludendorff. Abendberichte. Berlin. 2. Dez. 1916. abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen und an der Ostfront nichts Wesentliches. In den Karpathen erneute, aber wieder vergebliche Entlastungsvorstöße. Für nns günstige Entwickelung der LaOe in Rumänien. Nordwestlich Monastir starkes Feuer. Bulgarische Vorstöße warfen dort den Angreifer zurück. B e r l i n, 3. Dezember 1916. abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen und Osten nichts Besonderes. In Rumänien erfolgreiches Vordringen am Argesul. An mazedonischer Front starkes Feuer bei Monastir und G r u n i st e. * * * Die Schlacht am Argesul gewonnen. Berlin. 3. Dez. (WTB. Amtlich.) Die Schlacht am Argesul. nordwestlich von Bukarest, ist von der neunten Armee gelrwnnen. Seine Majestät der Kaiser hat Allerhöchst aus diesem Anlaß in Preußen und Elsaß-Lothringen am 4. Dezember 1916 Kirchengelüut angeordnet. * » * Freude und Hochgefühl durchzieht die deutschen Lande. Wir haben eine Schlacht gewonnen, die das Schicksal Rumäniens besiegelt: der letzte Verteidignngsabschnitt, der Bukarest gegen Südwesten deckte, ist durch den Sieg von Ar- gesnl von unseren Truppen glücklich überwunden worden, und der Kaiser selbst hat das Zeichen zum Festgeläute gegeben. Es ist eine ungetrübte Freude, der wir uns hingeben dürfen, denn die feindlichen Entlastimgsoffensiven, wo sie immer geführt worden sind, haben keinen Erfolg gehabt. Besonders die Russen haben sich an den Karpathen wie, den Bulgaren gegenüber, an der Dobrttdscha nur blutige Köpfe geholt. Wir leben heute in Deutschland in einer Spannung der Zuversicht, ftendiger Hoffnungen. Wir lesen die Kaiserworte und Hindenbnrgs Aeußernng über die Annahme des neuen Dienstpflichtgesetzes int Reichstag, und wissen, daß wir damit eine Schlacht im Innern gewonnen haben, die von großem Eftldruck auch im Auslande begleitet war. Es kommen hinzu die angenehmen Erlebtrisse der letzten Tage, die wir an der Entwicklung in Griechenland gehabt haben, wo sich zeigt, wie stark das Barometer unseres Ansehens gestiegen ist, mtb wenn es auch jetzt wieder heißt, daß in Achen ein neuer Kompromiß geschlossert worden sei, indem der König ein pncrr Batterien an die Entente verkauft habe, so klingt uns dock) das Gewehrgekncrtter uitb Geschützfeuer noch lieblich in die Ohren, das die griechischen königs- treuen Soldaten den dreisten englischen, französischen mtb d über den Urieg. italienischen Eindringlingen geliefert haben Es ist Mul geflossen: nimmermehr wird Griechenland sich auf die Seite unserer Feinde schlagen. Und nun ein Blick hinter die Drahtverhaue und Absperrungen, die uns von England und Rußland trennen! Dort werden noch immer große Worte in die Welt getönt, aber es herrscht keine Siegesstimmung. Nachdem der Wechsel im britischen Flottenkommando sich vollzogen hat, wackelt nun auch) das Kabinett Asauith selbst. Lloyd George hat sein Rücktrittsgesnch eingereicht, weil er mit den Verzögerungen in der Leitung des Krieges unzufrieden ist, und daß auch im Volke wachsende Mißstimmung herrscht, beweist jene öffentliche Massenversammlung in Edinburg, wo sogar der Ruf nach einer Diktatur erscholl. Ebenso interessant aber ist das Bild, wenn wir das Auge ans das Zarenreich richten. Dort sollte sich jetzt zeigen, was noch geleistet werden kann. Rußland allein kann den Rumänen noch helfen. England und Frankreich können enttäuscht und verstimmt sein von den rumänischen Ueberraschungen. aber Rußland könnte noch helfen. Es hat seine heftigsten Entlastungs- offensiven unternommen. Es setzt in der Tat alle seine Kräfte daran, die drohende Zerschmetterung Rumäniens noch abznwenden. Aber die letzten Tage haben keine großen Hoffnungen erwecken können, daß die russische Hilfe wirksam und erfolgreich werden könne. Da erleben wir das seltsame Schauspiel, daß im Augenblick der größten Erwartung, nnnrittelbar v o r der Entscheidung, Herr Trepow, der russische Ministerpräsident, vor der versammelten Duma den Mund öffnet und eine der aufpolterndsten Reden hält, die das russische Volk im Laufe des Krieges gehört hat. Jetzt kann der russische Bär noch aufbrüllen. Wenn aber Bukarest gefallen sein wird, wenn ganz Rn- mänien hinter Polens Schicksal her unter die Gewalt der Zentrakmächte gekommen sein wird, da wird das lauteste Gebrüll keinen sonderlichen Eindruck mehr machen. Das weiß Herr Trepow. Darum hält er jetzt den Augenblick für gekommen, noch einmal dftnruszn schreien, daß Rußland bis zum letzten Soldaten kämpfen wird, um den verhaßten Feind nicht nur niederznringen, sondern — er sprach das Wort wirklich ans! — zu v ernicht en! Wir haben also vorläufig mit der Möglichkeit eines russischen Sonderfriedens nicht zu rechnen. Die Russen verlassen sich nicht so sehr auf die eigne Kraft, als ans die Hilfe und Macht Englands. Noch sind trotz aller Rückschläge die großrussischen Luftschlösser nicht niedergelegt. Herr Trepow verrät uns, daß in der großen Abmachung bet Entente, jeden Sonderfrieden auszuschließen, England dem Zaren ausdrücklich das Recht verbrieft hat, das Tor zum Bosportrs und Konstantinopel selbst in Besitz zu nehnten. Und Trepow spricht diese Enthüllung jetzt mit ausdrücklicher Billigung seiner Bundesgenossen aus! Rußland will aber, nach Trepows Rede, noch mehr. Zunächst Eindruck auf die Polen machen mit der Ankündigung, Deutschland die polnischen Ostniarken abzunehmen und Poleri in seinen ethnographischen Grenzen wiederherzustellen! Außerordentliche Anstrengungen soÜen gemacht werden, um den Krieg mit voller Kraft zu führen, ntrd Trepow bekundet mit der Einleitung einer treuen Organisation im Innern wirklich die allerbesten Absichten! Nur daß bis zu deren Verwirklichung ein gar so weiter Weg ist. Was Rußland will, haben wir jetzt gehört, aber was es kann, das hat uns die Erfahrung gelehrt und wird uns die allernächst Zukunft zeigen. Uns scheint es, daß diese große Willensrede Trepows vor allem darauf berechnet ist, die deutsche Diplomatie auf eine baldige Frieüensanbahnnng mit England hinzuweisen. Dann würde der Krieg bald beendet werden und in London müßte man sich Rußland dankbar erweisen. Trepows Rede ist ein Erfolg Greys. Mer die Weltgeschichte geht in diesen Tagen mit raschen Schritten. Das Bild kann sich bald wieder ändern. W i r wollen und planen nicht nur, sondern wir sind den Feinden im Handeln, in der Tat, voraus! Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. W i e n , 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Dezember 1916. O e st l i ch c r Kriegsschauplatz. Südwestlich von Bukarest wurde der untere A r ge su l gewonnen. Alle Versuche des Feindes, dem Vordringen der Donau-Armee durch Gegenangriff Halt zu gebieten, waren vergebens. Südöstlich von Pitesti stellte sich die l. nt manischeArmec erneut zur Schlacht. General Strati lesen trug in einem Befehl allen Offizieren und Truppen auf. auf ihren Plätzen zu sterben. da von den bevorstehenden Kämpfen das Schicksal Rumäniens rrbhange. Oesterrcichisch ungarische und deutsche Truppetr warfen den Fe i nd nach heftigem Ringen. Ein bayerisches Regiment stieß im Argesntal weit über die durchbrochene Linie des Gegners hinaus: die Rumänen wichen in Unordnung. Auch im Dam bovita-Tale südöstlich von Campulung wurde rumänischer W i d e r sta nd gebrochen. Ein feindlicher Gegen stoß im Prahovv-Tale scheiterte an dem Widerstande der dort fechtenden österreichisch-ungarischen Regimenter. Die Beute des gestrigen Tages — eS wm-en über 6000 Gefangene, 49 Geschütze, 100 gefüllte Munilions- wagen gezählt — bietet einen Maßstab für die Niederlage, die der Gegner erlitt. Vergebens versuchten die Rumänen durch ihre Karpathenofsensiin noch in letzter Stunde Hilfe zu bringen. Die Angriffe der Rumänen im Grenzgebirge westlich von Foesanr, die Anstürme zweier russischer Armeen gegen die Linien der Generale von Arz und von Koeveß scheiterten gestern mic an allen vvrangegangenen Tagen. Außergewöhnlich hohe feindliche Verluste bilden vorerst das einzige Ergebnis, das die Entlastungsoffensive in den Karpathen für unsere Gegner aufzmoeisen hat. Nörlrch der der 5barpachen bei den k. u. k. Streit- kräften nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Italiener setzten ihr Geschützfeuer im Karst- abschnitt mit großem Munitionsaufwand fort. Auch nachts war der Artillcriekampf insbesondere im Südteil der Hochfläche lebhafter als bisher. Ein Angriff feindlicher Flieger auf Ortschaften im Wip- pachtale hatte nicht den geringsten Erfolg. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Albanien unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f c r. Feldmarschalleutnant. W i e n . 3. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 3. Dezember 1916. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Südwestlich von Bukarest versuchte der Feind durch einen Vorstotz starker, rasch zusammen geraffter Kräfte eine Wendung herbeizuführrn. Die feindliche Angriffsgruppe würde von Süden und Westen her gefatzl und über den Ni aslo v zurückgeworfen. Gleichzeitig überschritten deutsche Truppen westlich von Bukarest den Ä r g e s u. Westlich und südwestlich von Gaesci brachen österreichisch-ungarische und deutsche Divisionen erneut rumänischen Widerstand. Andere Kolonnen der Armee des Generals von Fakkenhayn dringen im Dombevita-Tal vor. Die auf rumänischem Boden gestern angebrachten Gefangenen übersteigen 2800: es wurden 15 Geschütze erbeutet. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Die K a r p a t h e n o f f e n s i v e des Feindes dauert an. Die gegnerischen Angriffe richteten sich vornehmlich gegen das Gebiet beiderseits des oberen Tretus und gegen unsere Stellungen im Südostwinkel Galiziens. Der Feind wurde, rvie an den Vorlagen, überall unter schweren Verlusten abgeschlagen. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Artilleriekampf am Südflügel der küstenländischen Krönt hält Tag und Nacht an. Südöstlicher Kriegsschanplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs ». H ö f e r, Feldmarschalleutnant. * * * Militärverwaltung in Rumänien. Berlin, 2. Dez. (WTB. Amtlich.) Nachdem große Teile Rumäniens in die .Hände der Mittelmächte gefallen sind, ist von diesen eine B erwal tnn g des eroberten Gebiets eingerichtet worden. An der Spitze dieser „Militärverwaltung in Rumänien" sicht der General Tuelff von Tschepe und Weiden ba ch, der bei Beginn des Krieges Führer des 8. Rheinischen Korps war. Ihm unterstehen verschiedene Abteilungen, in denen neben Deutschen anck Vertreter der anderen Mittelmächte sind. Die Ausnutzung des Landes geschieht nach genau vorher festgclegtcn Grundsätzen, Me einerseits den Bedürfnissen Rumäniens, andererseits den Bedürfnissen der von England widerrechtlich abgeschlossenen Mittelmächte Rechnung tragen.. Ter bulgarische Bericht. Sofia, 2. Dez. sWTB.) Bericht des bulgarischen Generalstabes vom 1. Dezember. Mazedonische Front: In der Gegend von Monastir wresen wir schwache Angriffe gegen das Dorf Tarnova und die Hohe 1248 ziemlich leicht zurück. Im Ccrna-Bogen wurden die .Höhe 1050 und der Gipfel östllck, von bn:\ Dorfe Paralovo twn Artillerie heftig beschossen. In der Moglenica-Olegend und beiderseits des Wardar Artillerietätigkeit. An der ägäischeu Meeresküste näl-erten sich sechs von der Insel Thffsos kummende Barken der Mündrmg des Mesta-Flnsses, wir vertrieben sie aber dirrch (^ewehrfeuer. Rumänische Front: In der Walachei dauert der Vormarsch siegreich und ohne Unterbrcämng fort. Am 24. November 'überschritten unsere Divisionen rasch die Donau bei Zimnicea und drängten stürmisch gegen Bukarest vor. U^bevall brackMt sie in erbitterten Kämpfen den verzweifelten Widerstand des Feindes und rügten ihm schwere Verluste zu. Am 27. November besetzten sie nach ichwerem Kampfe G i u r g i u, am 30. November überschritten fk Ae Linie Comana-Branistari-Jngureni, tmgefäÄ 20 Kilometer von dem Fortgürtel von Bukarest gelegen. Wir über- 2ilwanden den verzweifelten Widerstand des Feindes und erbeuteten, zwn telnvere Geschütze, 14 Feldgeschütze, sieben kleine.Kanonen und fm Maschinengewehre und machten ferner me* Offiziere unÄ 200 Soldaten zu Gefangenen. Auf dem Schlackchfelde ließ deh Feind zahlreiche Tote und Verwundete zurück. — In der Do- brudscha griff das vierte sibirische Korj^, bestehend ans der ernten und zehnten Infanterie-Division mit ungefähr 15 Batte- rmi nach längerer Artillerievorbereittmg, von 9 Ustc vormittags? bis 4 Uhr nachmittags dauernd unfern linken Flügel zwischen dem Dorfe Satiskoej und der Donau an. Der Angriff wurde auch von Batterien von dem linffm Touanufer her »rntersttitzt. Gegen 7 2 5 Uhr nachinittags näherte sich die feindliche Infanterie unter'dem Schutze des Nebels inneren Stellungen. Es entspann sich ein äußerst erbitterter Kampf. Zwei Pa n zer au t o mo bi l e näherten W Mitten im stärksten Kampsgewühl unseren Schützen gräbst. Unsere tapferen, ruhmreichen Regimenter der Division Preslav Ktrterm i men erneu mutigen stürmisckM Gegenangriff und schlugen «den Angreifer tiberall blutig zurück. Sie erbeuteten die Panzerautomobile, in denen, vier Maschinengewehre gefunden wurden Zwei Offiziere und 25 Mann wurden hier gefangen genommen. Ter Feind zog sich in seine ursprüngliche Stellung zurück. — Qfn der Donau Infanterie- imd Artilleriefeuer. Sofia 3. Nov. einlich folgen. Es ei wahrscheinlich, daß Lord George sofort einen energischen Feldzug im Lande unternehmen werde. London, 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily Chronicle" berichtet, die Gerüchte von einer drastischen Umformung der Regieimng seien unbegründet. Aber der K r i e g s r $ t des Kabinetts werde währscheinlich verkleinert und umgebildet werdcm. Er wertte aus Asguith, Lloyd George, Bonar Law, Balfomr und Carson bestehen, dldnnral Jcllicoe und General Robertson würden dem Kviegsrat als Berater beigegebvn werden. London 2. Dez. (WB.) Meldimg des Reuterschen Bureaus. In Edinburgh wurde dm patriotische ^bundgebung veranstaltet, an der sich viele Tausende beteiligten. Tie Redner, die zu der Volksmenge sprachen, wiesen auf die Nottvendigleit hin, größere Opfer zu bringen. Einer der Redner sagte, das Volk warte nur darauf, geführt zu werden, und werde sich selbst einer Diktatur fügen. Rotterdam, 2. TeZ. (WTB.) Ter „Nieuve Rotter'dam- sche Courant" meldet aus London: In den Wandclgängen des Parlaments geht das Gerücht, daß Asquith zurücktreten werde. Bonar Law werde vielleicht vorübergehend an seine Stelle treten, aber später durch Lloyd George ersetzt tverden. Es heißt, daß einige Mitglieder der ßfeden und der Arbeiterpartei beabsichtigen, am Mittwoch! gegen die Kreditvorlage, die Asgurth einbringen werde, zu stimmen. Sie wollen von der Re- gierimg eine deutlichere Erklärung über die Ziiele, für die die Alliierten kämmen, verlangen, als es AsguitlM und Greys letzte Rede waren. Sie wünschen eine Erllüruug ntit genauen geographischen mid sinauziellen Taten, um zu tvissau, tvosür das Land kämpft. Wissenschaftliche und industrielle Nntcrnehmungen in England. London , 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen B-ursrus. Die Regierung hat im Interesse der nationalen Industrien die Errichtung eines Amtes für wissenschaftliche und industriell« Unternehmungen beschlossen, wofür beträchtliche Geldsummen zur Berfügmrig gestellt werden. Zusammenftösre in Athen. Athen, 1. D«z. (WTB. Meldung der Agence Haoas: Eine neue Versammlung derGesandtenderAlliiertcn, an der auch der italienische Gesandte teilnahm, fand in der ftanzösischen Gesandtschaft statt. InziwisckM dccuert dar Lärm der gegenseitigen Beschießung an. Das Geschwader schießt einige Granaten ab, um das Feuer der griechischen Geschütze zum Schweigen süt bringen, die sich das Zappeion als Ziel genommen hatten. Ilm Mitternacht hörte das Feuer mff. A t hen, 1. Dez., 5 Uhr nachm. (WTB.) Meldung der Agence Haoas. Die Lage wird ernster. Um 2Uhr nachmittags begaben sich die Gesandten Guillemin, Temidoff und Elliot, die sich in der französischen Gesandtschaft befanden, ncrch dem Zspveion wo sich Admiral d'Arttge du Fonrnst auMelt. Gewehrschüsse^ wurden an verschiedenen Stellen abgegeben. Maschiuengewehrfener lst- gmin, das mehrere Opsetr forderte. ?Men bietet den Anblick eineü belagerten Stadt. Reservistcnbanden, teils in Uniform, teils m Zivil, ziehen durch die Straßen und schießen ans die Häuser der Venizelisten sowie auf die an die Gesandtschaften von Frankreich und England angrenzenden .Häuser und auf die Ecvle d'Athsnes Athen, 1. Dez 9,45 Uhr abends. (ATA. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach! Informationen von di- plomattjcher Seile soll der König zugeffttmnt 1-aden, sechs! Batterien Gebirgsgesckiütze an Fournet zu verkaufen. Fonrnet soll seinerseits zugestimmt haben, sofort alle Truppen bis aus eine 300 Mann starke Wache in Zappeion zurückKuziehen. Das Abkonimen soll den anderen Ententeregierungen vorgelegp worden sein. A t h e n, 2. Dez. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die englisch-französische7i Füsiliere und Seesoda- ten mußten unter dem Schultz einer starken griechischen Abtei lrrng mit ihrer ganzen Ausrüstung das Zappeion verlassen Und wurden auf den Weg nach dem Piräus gebracht. Tie Nachbarstraßen des Piräus waren vorher leer gemacht U7id alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um Kundgebungen gegen die Entente zu verhüten. Einer Abteilung italienischer Soldaten, die sich gestern in die arcksäologische Sckptle geflüchtet hatten, wurde auf Vermittllmg des italienischen Gesandten gestattet, unbeläftigt unter griechischer Bedeckung abzuzichen. Aus Ostafrika. London, 2. Dez. Reuter meldet aus London: Der Knegs- minister teilt Mit, daß neue Nachrichten aus Ostafrika übep die Operationen seft dem 19. Oktober zunschen Jrrnga und bei Lus-embe und am Ruhndje-Fluß eingegangen seien. Am 19. Oktober war eine starke deutsche Kolonne unter dem Befehl des General-' majvrs ^Vahle aus Tabora vertrieben worden infolge des Vorrückens der englisch-belgischen Kolonnen von Nordwesten rmd Südtvesten her, die sDlich von Iringa mit den cuglffchen Truppen in Fühlung traten. Zu gleicher Zeit griffen am Ruhudje feindliche KeK« an, in der deicktichen Absicht. Ine deutsche Streitmacht des Westens zu imterstützen, den englffchen Eordon AU durchbrechen und ihre Vevbindimg mit der bentfrfxat Hauptmacht auszusubren. Es kam zu einem heftigen Kamps. Mehrere Versuck-e, über unsere Linien bei Nen-Jrrnga hinaus- zukonrmen, schlugen fehl, aotb am 30. Oktober erzielten bwj englischen Kolonnen beim Ruhudje einen beachtensiverten Erfolg, indem sie den Feind über den Fluß zurückwarftn, wobei er mehr als- 200 Tote und Verwundete verlor: arrßerdem erbeuteten die Uns eigen eine Menge Waffen und Material und machten 80 Gefangene. , Der westliche Teil der deutscknen Streitkräfte stieß rasdjl Ngominji, woselbst ein kleiner Posten nach langem' Widersttmo gegen numerische überlegene Kräfte ausgegeben worden war, nach dem Südwesten und ftuhte sich des gleichartigen Postens von Mu- langali zu bemächtigen. Diese Stteitmacht wurde durch eine Abteilung der englischen Kolonne am Ruhudje «rt 12. November geschlagen U7id zerstreut. Inzwischen teitte sich die Hauptmacht der deutschen West- kolonne in (jmei Abteilungen. Die eine schloß den eng-, lischen Posten von Lupembe ein. Derselbe tmrrde von Eingeborenen verteidigt. Sie behaupteten sich sechs Tage lang bis UMi 16. November. Dann griff eine englische .Kolorrne die Belagerer an. die unter Zurücklasffmg eines Feldgeschützes in nörtx lick)er Ricbttmg zurückgeschlagen wurden. Der Rest des Gros der deutschen Kräfte war auf die Station JlembUle, 68 Meilen nordöstlich von Neu-Langenburg, isoliert und mußte am 25. November kapitulieren. Die ZaU der ssch ergebenden Streitkräfte betrug 7 Offiziere. 47 Mann europäischer Truppen und 449 vollständig ausgebildete Eingeborene. * Das Wölfische Delegraphenbureau bemerkt zu dieser Mitteilung des .Kriegsamts: Ein klares Pitd über die kriegerischen Ercignffse zwischen Iringa und Neu-Langenburg in den Monaten Oktober und November vermag die vorstehende Meldung nicht zu geben. Der englisch« Benckt, der über den deutschen Erfolg' bei Ngominje mit einiges nichtssagenden Worten hinvTeggeht, versckMeigt zum mindesten, daß es trotz aller englischen Gegenmaßnahmen dem größten Teil dev Abteittmg Wahle gelungen ist, zur Hauptmacht unter Oberst von Lettow durchzubrechen und die Verbindung mit ihiu herzustellen. ?luch betveist selbst die englische Darstellung über die deutsche Offensive am Ruhudje, daß die erstaunliche Widerstandskraft der Schntz- truppe noch immer nicht gebrochen ist. Ein AnSsnhrverbot auf Lebensmittel in AmeiTika? Washington, 25. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Fmrkspruch von Vertreter des Wolffschen Bureaus. Verspätet erngetroften. Zu dem Vorschläge eines Ausfuhrverbotes auf Lebensmittel crf[äxtc : Staatssekretär Lauft n g, das Staatsdepartement habe keinerlei Ansicht über diesen Gegensta:td, der eine rein innere Frage sei. Lanstng fügte hinziu, das Staatsdepartement habe ein solches Ausfuhrverbot lveder besührwortet, noch ihm widersprochen, noch auch darüber verliandelt, dä er nicht der Ansicht föt es berühre di« internationalen Beziehungerk in irgend einer Weise. Man glanbtz hier, jdaß einem solck>ev. jVorgehen von keiner auswärtigen Regierung Ividersprochen werden könnte angesichts der Tatsache, daß diese Maßnahme im Interesse der öffentlichen Sicherheit ergriffen loerden würde. • i * Der 5eeMeg. Ein srauzöftscher TruppentranSportdampser versenkt. Berlin, 2. Dez. (WTB. Atrttl.) Eines unserer Unterseeboote Hut " (1l02 Tonnen) cm 30. November von einem Tauchboot versenkt worden. Die Mannschaft ist in Perrzance gelandet. K o p e nh a g e n , 3. Dez. (WTB.) Meldung des Ritzau- scheu Bureaus. Der Dampfer „Douglas" (1177 Bruttorogi stertonnen aus Laudskrona) wurde 120 Seenveilen von Lindenaes vvn rtnem deutschen Druchboot versenkt. Die Besatzung wurde in ihren Bvvten dis in die Nähe der jüt- ländifchen Küste geschleppt, wo dänische Fischer sie auf- ncrhmen und lcrndeten. Der Dampfer war mit Amrironiak. Walzrnnschinen und Kohlenteer von Grimsby ruich Skien in Norwegen unterwegs. Die Fischer sahen, wie das Tauchboot einen holländischen Dampfer anhielt. Bald daraus hörte man Kanonenschüsse. Das Schiff wurde vermutlich versenkt. London, 3. Dez. (WTB.) Lloyds meldet, die französische Goelette „St. Josephe soll versenkt sein, die BesaHnng gerettet. Die französische Brigantine ,^ndia- n i cr" wurde am 1. Dezember versenkt. Sieden Mann der Besatzung sind in Barry gelandet. Die Schaluppe „C o iv cord" ans Brixham wurde am 30. November versenkt, vier Mann der Besatzurvg sind in Bary gelandet. London, 3. Dez. (WTB.) Lloyds melden: Der japanische Dampfer „N a g a La M a r u" tvurde versenkt. Ramsgate, 3. Dez. (WTB.) Die englischen Fischer- fahrzeugc „Elg^' und „T a c" wurden versenkt, die Mannschaft gerettet. London. 2. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Bericht aus Los Palmas kam der Postdampfer ,-Ri.ndjani" dort an. Er berichtet, daß um 2 llhr mittags der niederländische Frachtdampfer „Kediri" von" der Be mannung verlassen war, während ein deutsches U-Boot läivgsseits des Schiffes lag. Ein kleineres U-Boot kam an den „Rindjani" heran, worauf deutsche Offiziere die Papiere untersuchten und dem Postdampfer erlaubter!, die Fahrt sortzusetzen. Es wird gemeldet, daß die gesamte Bemannung des „Keoiri" gelandet wurde. Das letzte, loas man von dem Schiffe sah, tvar, daß es von einem U-Boot beschoffen wurde und sich, in sinkendem Zustande befand. L o n d v n , 3. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Bursenbex" und der norwegische Dampfer „Skjvlous" sino versenkt worden. Der englische Dampfer ,>Jstrer" soll versenkt worden sein. Line Rede des neuen russischen Ministerpräsidenten. Petersburg . 3. Dez. (W.T.B. Nichtamtl.) Die Duma lutt die Sitzungen wieder «rufgcuorumeu. Ministerpräsident Tre- pow hielt hierbei folgende Rede: Es sind heute genau 28 Monate seit Beginn des Krieges verflossen, der an Ausdehnung und .Hartnäckigkeit seinesgleichen in der Geschichte nicht hat. . Es ist hier nicht der Ort, die Gründe seiner Entstehung zu wiederholen. Die ganze zivilisierte Welt weiß, daß nicht Rußland den Krieg begonnen hat, und daß nicht uns die Berantworttmg für das menschliche Blut trifft, das in Strömen fließt. Verblendet durch den friedlichen Geist und die Versöhnlichkeit, von welchen Htußlarch im Laufe der vorausgegan- gcnen Jahve Probcku abgelegt hat, die sie als Zeichen der Schwäche mißdeutet haben, griffm uns ütrsere vermessenen Feinde an. Eine lange Vorbereitung gab ihnen die Gewißheit, daß der Krieg nicht lange dauern, sondern mit einem Siege enden würde. Rußland hat die vottoogene Havausforderung angenommen und die unvergleichliche Tapferkeit unserer Krieger und der unerschütterliche Mut unserer treuen Alliierten stießen die Berechnungen des Feirches von Oftund auf um. Mehr als einmal ist im Namen der Regierung von dieser Tribüne herab laut verkündet worden, daß der Krieg bis zu einem völligen Siege durchgeführt werden wird. Mchr als einmal ist ebenso erklärt worden, daß k ei n vorzeiti- gei friede aus irgend welchen Gründen auch immer, kein Sonder fri ede ohne unsere Alliierten geschlossen werden wird. Nichts kann diesen Entschluß umstoßen, der dem unbeugsamen Willen des erhabenen Beherrschers von Rußland entspringt, der sich eins weiß mit seinem ganzen treuen Volke: Rußland wird die Waffen nicht niederlegen, ehe ein völliger Sieg errungen ist! Die ganze Welt mag es noch einmal hören, daß, wie groß amh die Schwierigkeiten, wie groß die zeivociügen Rückschläge sein mögen. Rußland, das große Rußland und seine tapferen Alliierten den letzten Soldaten aufbringen und alle Mittel des Staates zur Verfügung stellen werden, damit der Krieg M einem entscheidenden Ende geführt und die Anschläge der Gewalttätigkeit der Deutschen für alle Zeiten vereitelt werden. Die Macht des Feindes ist nicht mehr ungebrochen, und die -ersehnte Stunde der Vergeltung naht mehr und mehr. Aber es bÄarf tox& ungeheurer Anstrengungen, um den Gegner, der alle seine Kräfte anstrengt, endgültig niederzusck>lagen. Tie Hilfsmittel Rußlands sind unerschöpflich: aber es bedarf des einträchtigen engen Zusammenwirkens des ganzen Landes und ganzen Volles, um diese Hilfsmittel der Erreichung des so ersehnten Zieles, der Vernichtung unserer Feinde, nutzbar zu machen. ZudeninnerenFragen übergehend, drückte der Minister die Genugtuung über die in hohem Maße patriotische Tätigkeit der Zemstwo, Städte, sozialen Gesellschaften und Privatpersonen aus und fuhr fort: ' 1 ■» Die Regierung wird in jeder Weise in dieser Tätigkeit vorangehen und ihrerseits Maßregeln ergreifen, um! eine feste Ord- Uung hinter der Armee herzu stellen. In der außer- gewö^tlichen Zeit, in der wir leben, machte sich der Mangel einer derartigen Ordnung namentlich in der Frage derVerpflegung bis pt einem Grade fühlbar, daß fiep trotz, des lleberflusses an kErzeUgnifsen der Menschen «an zahlreichen Orten beträchtliche Schwierigkeiten zeigen. Ueberdies ist es notwendig, die Frage zu untersuchen, ob nicht auf das System der besonderen Ermächtigungen und Verbote verzichtet und ein anderes angenommen werden muß, das dem Handelsverkehr: einen weiteren Spielraum gibt. Tie Schwierigkeiten, die sich in der Transportfrage ergeben haben, wei fen rnem- znziehen. Sie haben nur darauf bestanden, daß sie in ihrem eigenen Interesse neutral bleibe. Gleichzeitig wurden der Türkei Bernche- rungen auf formelle Versprechungen gegeben, durch die ihr ftir ihre Neutralftat die Unverletzlichkeit idres Gebietes und ihrer Unabhängigkeit garantiert und ihr außerdem noch gewisse Vorteile gewähr wurden. Wer diese Anstrengungen waren vergeblich, und, geblendet durch die falschen Versprechungen Deutschlands, besiegelte die Türkei, indem sre uns hinterrücks angriff, ihr Schicksal. Rußlands Lebensrnterefsen werden von unseren treiren Verbündeten ge-) vade so gut verstanden, wie von uns selbst. Deshalb bestimmte die Vereinbarung, die wir 1915 mit Großbrit an - Inien und Frankreich geschlossen habeii, und der Italien 'beitrat, endgilltig Rußlands Recht auf die Meerengen und aus Konstantinopel. In Uebereinstimmung Mit unseren Alliierten wird heute die Erklärung über diese Vereinbarung! von dieser Tribüne aus abgegeben. Ich wieder l)vle: Die vollständige Uebereinstimmung über diesen Punkt ist unter den Alliierten fest gründet, und es besteht kein Zweifel, daß Rußland, nachdem es die freie Znfahrt ins dRittelMeer souverän in Besitz genommen! hchven wird, der rumänischen Flagge, die nicht zum ersten Male inr Kampfe neben .dem russischen Banner steht, freie Schiffahrt gewähren wird. (LMiganhaltender Beifall.) Niemals gab es in der Weltgeschichte einen so entscheidenden Augenblick. Wir müssen die ganze nationale Kraft sammeln und sie gegen den Feind werfen. Nichts wird dieser Kraft widerstehen. Erinnern Sie ich daran, daß. wie grausam auch die Schläge des Feindes sein mögen, doch der Endsieg unser ist und mit ftcherem Schritt zu uns komnit. Mm wir ihm vereint entgegen." (Beifall.) Petersburg, 3. Dez. (WTB. 'Nichtamtlich.) Ter Neichs- rat hat feine Sitzungen nfteder ausgenommen. Er n-cchnc die Erklärung des Ministerpväsid-enten Trepow, die dieser bereits in der Duma abgegeben hatte, entgegen nno vertagte die Debatte auf den 5. Dezember. Die SslöüuküusftMe in den Räumen der Rezirrssparkasse Gießen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet. 53m* Stadt «rid Land. Gießen, 4. Dezember 1916. Auszeichnung. Willi Gerstenberg, Sohn des Tapezierers Adolf Gerstenberg, Asterweg Nr. 16, Rn Jnl-Regt. Nr. 190, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. - Der Wehr mann Lewerenz aus Gießen, im Res.-Jns.-Regt. 66, 7. Res.- iv. 2. Bat. 7. Koinp. im Westen, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. — Willi Kröck. welcher als ver- inißt gemeldet inurde, ist verwundet an der Somme in französische Gesarigenschait geraten. Willi Kröck und Feldwebel Ludwig Kröck, beide Brüder, haben das Eiserne Kreuz 2. Klaffe er halten. Es sind Söhne des Dachdeckermeisters Philipp Kröck. ** Wegen Eintragung in die Bestell-Listen für H ül s e n f r ü ch t e , Nudeln und MüHlenfabrikate sollten sich die Nerbrailcher nicht überstürzen. Erst wenn die anttlichen Listen herausgegeben sind, kann die Eintragung erfolgen. Mit dieser Eintragung sind die Mar ken abzugeben. Der Zeitpunkt brc Einreichung der Listen mit beu Marken an die Bürgermeisterei wird nocki amtlich bekanntgegeben, llnd auf Gtnnd der eingereichten Marken loird dann erst die Zuteilung von der Bürger meisterei arr die Kleinhändler und an den Konsumverein erfolgen. Die bisherigen Eintragungen begründen keinerlei Anspruch. ** Re chnun gsrat H'ohen stei n f. Durch den Tod des Großh. Gerichtskostenrevis ors Reckmungsrat KarlHohenstein, der vorgestenr nach kurzem Krankenlager verstorben ist, hat unsere Justtzverwaltnng einen überaus schmerzlick)en Verlust erlitten. Am 10. April 1845 in Hungen geboren, bestand er im Jahre 1869 die Gerichtsschreiberprüftnig nnd wurde nach lanyer TätigLeit beim Amtsgericht Friedberg und einer kurzen Verttetung des Gerichtsschreibers in Offenbach mit Wiäkmrg vom 1. März 1886 zum Gerichtskostenrevifor ernannt, hat somit dieses Amt nahezu 31 Jshre versehen. Was er in dem ansttengenden, mühevollen und vielfach undankbaren Amte geleistet, das ist der großen Zahl von Beantten und Behörden, die während seiner langen Dienstführung mit ihm zu tun hatten, bekannt. Es soll lster nur ftstgcstellt werden, daß er im Großherzogtum als Autorität auf dein weitverzweigten Ge biete des Gerichtskosten- und Stenrpelwesens allgemein, namentlich auch von der höchsten Justizbehörde, anerkannt war. ** Sorge für die Schul fügend. Zu dieser Frage geht uns heute noch folgende Zuschrift zu: Im zweiten Blatte des „Gießener Anzeiger" vom Samstag ftndet sich eine Erwiderung auf die Anregung der Entlastung der Schuljugend. Die dariu angeführten Gesichtspunkte tteffen doch höchstens irur einen Teil unserer Schuljugend, aber gar nicht den nickst minder wertvollen Teil der Kinder, die die höheren Schulen besuckien: gerade diese leiden unter der Ueberbürdung. Sie werden nicht von meinem Schulart untersucht, aber jeder muß feigen, daß ihre Leistungen abnehmen, sie sich in der Schule als imanfn'.erksam erweisen und dirrch mehrere Stuirden währende Hausarbeiten überlastet sind. Werm morgens die Vollnnlch fehlt, jetzt sogar teilweise die Magermilch, tvas sollen sie deim zum Frühstück vor der Schule genießen, wo auch Haferftocken und dergleichen nickst auszutr^üben sind? Es bedan keines Beweises, daß eine Unterernährung lxn langer Sckwldauer eintteten muß: es würde aber der richtigen deutschen gelehrten Gttindlichkett entsprechen, so lange zu toarten, bis die Schädigungen einwandfrei fcftffefteüt sind: soll man dann erst ansangen, der Neuregelung des Lehrplanes näher zu tteten und sie „in Erwägung" ziehen? ** Ans dem S ta d t t hc ate rbu rrau. Nochmals sei auf die heutige Izochiutcressante Aufführung des spanischen Schauspiels „Yorick" durch ein Ge^rmtgaftspiel des Foanffurtcr Reutti Tl)?o- ters htngrwiefen. — In der Neu ei.nuudi erung von Gerhart Hatlp! mmrns Komödie „College Crarnpton" am morgigen DE-- tag (7. Dienstag-Abonnements-Vorstellung) wird die Titelrolle von Herrn M«x W e s o l v w s k i gefpiett werden. ** Städtischer Eierverkaus. Tiellstag, den 5. ^ez., werden für die Brotmarkenbezirke XI, XII. I und II, und Freitag, den 8. Dez., für die Brotmarkenbezirke III, IV, V und VI Eier abgegeben. Die Abgabebedingungen sind dieselben wie bei dem letzten Verkauf. Landkreis Gießen. # Grünberg, 4. Dez. In russische Gefangenschaft kam der Lehrer Georg Sattler von hier. " L i ch, 4. Dez. Hermann Lämmer aus Lich erhielt ctm 26. Oktober 1916 das Eiserne Kreuz 2. Klaffe und nur 3. 3rov. die Hessische Tapferkeitsmedaille. Er ist ein Sohn des Riilch« Verkäufers Konrad Lämmer. K Steinheim b. Hungen, 2.Dez. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde der Ersatzreservist Friedrich Keil von hier, beim Jnf.-Rgt. Nr. 99. Keil wurde in den Küntpien bei Verdun durch Granatsplitter schwer verwundet und liegt bereits 6 Monate in einem Lazarett in Landshut. Kreis Büdingen. ko. Büdingen, 3. Tez. Der Kreistag geivährte den Kreiswegwärtern eine weitere T e u e r u n g s z u l a g e von 70 Mark jährlich. G O b e r - M o ck st a d t, Dez. Das Eiserne Kreuz erhrelt der Dizeseldwebel d. Res. und Ossiziersaspirant Jung, Sohn des hiesigen Lehrers Jung. G Vonhausen, 4. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt Wilhelm Euler. Wenings, 4. Dez. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Unteroffizier Konrad O e ch l e r. Kreis Lauterbach. 4b Lauterbach, 4. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier H. Dörr, Lehrer an der hiesigen Volksschule. Kreis Friedberg. 4bFriedberg, 4. Dez. Das Eiserne Kreuz rmd die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Gefreite S ch a a f, vorher Lehrer an der hiesigen Seminarschule. ko. F r i e d b e r g, 3. Dez. Die Eröffnung der Volksküche dahier erfolgt am II. Dezember. Die einzelne Tageskarte kostet 40 Pfennig, die Wochenkarte für sechs Wochentage 2,10 Mk. An Sonn- und Feiertagen wird kein Effen verabreicht. Starkenburg und Rheinhcssen. ob. Bingen, 3. Tez. Die Stadt Bingen legt etwa 100 Schweine in dem Schiffmannfchen Anwesen zum Mästen ein. Kreis Wetzlar. 1c. W e h l a r, 3. Dez. Ein in vergangener Nacht in einer Baracke des Bewachungs - Bataillons im Lager Wetzlar nuSge- brochener Brand war nur geringfügiger Natur und konnte schnell gelöscht werden. Es sind nur zwei kleine Baracken verbrannt. Menschen sind nicht zu Schaden gekonimen. F. C. Aus dem Kreise Wetzlar, 4. Dez. In Hochelheim wurde gestern nachmittag bei großer Beteiligung der Rangierer Vogt, der bei Ausübung seines Berufes im Bahnhof Gießen von einer Maschine ersaßt und getötet wurde, zu Grabe getrageu. Hessen-Nassau. [] Marburg, 4. Dez. Der Kommandeur des Landsturm- Bataillons Marburg, Oberstleutnant z. D. R e i n h a r d t, der seit 7 Jahren in Marburg wohnhaft ist, beging gestern sein fünfzig- jäh r i g e s M i l i t ä r d i e n st j u b i l ä u m. --- Frankfurt a.M., 3. Tez. Im Stadtteil Bockenheim fand heute früh kurz nach fünf Uhr in der Wohnung der 24jährigenl Ehefrau Babette Damerow vermutlich infolge eines unechten Gasrohres eine Gasexplosion statt. Hierbei wurde die Wohnung» nahe-n zerstört und eine dcrruntergelegene Wohnung erheblich beschädigt. Die Frau erlitt Brandwunden am Kopfe imb an bet Brust, während ein kleines Kind unversehrt ^ blieb. Dir Feuerwehr hatte mit den Löscharbeiten länger als eine Stunde M tust. — Höchst a. M., 4. Dez. In den Farbwerken erkrankte am Freitag der Arbeiter Friedrich Becker unter schweren Vergiftungserscheinungen, denen er kurz nach der Emlieferung ins Kreis-Krankenhaus erlag- = Siegen, 3. Trz. Für die Schwerarbeiter des Siv- gener Jndustriebezirkes stellten die Landorte des Ko7N7rrunalver- bandes Pavchim i. M. infolge eines Aufrufes hiesiger Frauen zur Verfügung: 10 200 Eier, 945 Pfund Butter. 278 Pftmv Schmalz, 754 Pfund Speck, 425 Pfund Schinken, 378 Pfmü» Wurst rmd zwei Rehe. _ Letzte Nachrichten. Kaiser-Wilhetm-Strotze in Adriarwpel. Sofia, 4. Dez. In Orin. einem seit dem Maritza-Berttag! vom September 1915 bulgarffchen Stadttell von AdrranopÄ- wurde heute eine Straße Kaiser Wilhelm-Straße gr^ tauft und die neue Kadettenschule feierliche eingeweiht. Die FriedensauSsichten. Berlin, 4. Te^. Die „Vofsis che Zeitung" schreibt: Tie FriÄeirsaussiästen! Noch vor wenigen Monaten hätte man eZ als eine zügellose Phantasterei erklärt, überhMipt nur von ihnen zu sprechen. Heute empftiiden ixtet alle, daß durch die Grein,iffe der letzten Wocksen das Cache des Krieges uns dock, um ein Erhebliches ^cäher gerückt ist. Es scheint sogar die Staatsmänner schon eme getvisse Nervosität ergriffen pi haben. Unklar uns deictungssäM freilich sind ihre Morte, Wie das von altersher bei Orakeln der Fall «wwesen pi sein scheint. Es wäre vielleicht verfrüht, sich über Sache und Sinn ihrer Morte den Kopf zu zerbrechen.. Es würde sicher auch zu Enttäichhungeu fühveir, toenn man die Erfüllung dieser stcuttsmänni schon Träume schrn zum dritten! Kriegsweihnachten erhoffen würde. Llber eines bleibt: mag nur< an allen Deutungen sehr viel oder seist wenig wahr sein. W5r können froheren Hebens als jemals bisher rmfere kriegsstillest > Weihnachten feiern. Im Westen ist imseve Lage gesichert und im Osten laben unsere Heere Erfolge erhielt, die in der Kriegsgeschichte selten sind, !und vor allem etwas, was im wtzchselvollen Verlauf des Krieges mcht inttner der Fall tstar, eine politische Lagje gd-, schaffen, die uns eine Freiheit des Hicmdelns verleiht, wie wir sie uns besser nicht wünschen rönnen. Erhöhung der Kriegsauflage in Belgien. K öln, 4. Dez-. Wie die Kölnische Zeittmg meldet, mürbe ist Abänderung des Befehls vom 8. Oktober 1915 iinb gemäß Artikel 49 per Haager Landkriegsordrrung der belgischen Bcvölkerrcng bis auf weiteres eine Kr«kgsauflage von 50 M i t l i o n e n Franks m o n a t l i ch als Beisteuer $u den Kosten des Heeres,mterhalts und der Verwaltungsausgaben im besetzten ^Gebiete cruferlegt. Die neun belgischen Provinzen haben diese SuTüme e und der englische Gesandte pi dem König, darauf an den Zappeion, um den Platzkonunandanten zu sprechen. Noch später begai>en sie sich nach dein Piräus, unr sich mit Fournet zu beraten Man glaubte daß ein Waffenstillstand vereinbart worden sei. Statt besonderer Anzeige. Gestern abend 7 1 /* Uhr entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Marie Geilarius Witwe Wtiz. ZimnittsiWel! gesucht. 8696 Hotel Köhler. im 65. Lebensjahre. geb. König Eine junge VogelSberger Kuh, hoch trächtig, im Herdbuch eingetragen, steht zu verknusen in Lrrosdors, Hans Nr. 253. 8630 In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Iiromm Familie Theodor Cellarins Familie Carl Cellarins. Schotten, den 3. Dezember 1916. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 5. Dezember, nachmittags 1 / 2 4 Uhr statt. 8680 ML> = Ein starkes Einlegscbwein zu verkaufen. Daniel Beimborn, Wedsteingasse 16. 013W Kranariendäbnc, Weibchen und Haien zu verkaufen. 013577j W olkeng affe I V. Gebr. gut erhalt. Kranken- fabrstubl zu verk. Näh. in der Geschst. d. G. Anz. l°'^- 3 FSchorpslatas, darunter eine grotze mit Va m hohen Stamm und 20 Blättern, sind infolge Todesfalles bill. abzug. Aust, gibt KvdloL.Pfr. yuestzbora. P. Grünberg . s9Tl Holzbadewanne zu verkaufen. krank!. Slr. 24I. 013033 Todes-Anzeige. SamStag abend verschied nach langem, zuletzt kurzem schweren Leiden mein innigstgeltebter, guter Mann, der rreusorgende Vater seiner vier Kinder, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager. Onkel und Nesse Herr Pilpp Schnabel Babnarbeitcr im Alter von 35 Jahren, welches wir Verwandten und Bekannten riesbetrübt mitteilcn. Die trauernden Hinterbliebenen: Fm Errrrlie Schnabel, geb. Wcött Nkbß Kindern Mt) allen Angehörigen. Die Beerdigung findet DicnStag. den 5. Dezember, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck, vom Sterbehause Kornblnmenslratze 17, aus statt. 8680 Die Verordnung darüber schreibt vor, datz jeder HauS- haltungSvorsiand sich in eine Besiell-Lisie eintragen muh. Die Mitglieder des Konsumvereins sind gehalten, sich in die Bestcll-Lifte des Vereins eiuzutragcn. Je mehr Mitglieder sich beim Verein eintragen, desto grötzere Mengen Waren bekommt der Verein zu- geteilt. 8619 Jeder wähle die VerteilungSstelle, in der er Haupt- sächlich etnkauft. Danksagung. Für die vielenDeweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante sagen wir hiermit unfern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ph. Eise. Gießen, 4. Dezember 1916. 0136S5 BLkazMtMachZmg In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma „Vereinigte Getrcidehändler Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen" eingetragen: Die Satzung ist durch Zufügen eines § 9a geändert. 867f ;B Gießen, den 29. November 1916." _ Großherzoglich es Amtsgericht. Aus Grund amtlicher Bekanntmachung ,om 28. November werden heute eintreffend, feinste Angel-Schellfische in drei Preislagen, Cablrau ohne Kopf, frische Fischkoteletts. Gebrüder Berdux Bahnhosstratzc 27 013485 Fernsprecher 231 KüHste liegt bis einschließlich 5 . Dezember in meinem Geschäfte offen. .Jacob Maternus filinifcjtr. 22. KlinWr. 22. ans TkißMkll - Ms GkAWeii • haferMen yüisenstüchte in unseren nachstehenden Verkaufsstellen ent- gegengcnomnien. Schade k zSllgrabe leine Kundeeliste liegt von Verkaufsstellen: 8676 Bahn hossti aste 26 Ludwrgftraße 20 Watttorstraße 24 zum Einzeichnen offen, «w kalktet Hachf. w Umax, 0»tsee.»r‘i5ri b .Mi4:‘«te».to; • asÄ ArcfeftnJttor. — (Einen?.'stoj.bftc und Kaltartechnlk.) _ Kalturtechnlk.) _ Vaee Lfi.Mntr.iieo. M Wollene Unterzeuge Jacken, Hosen, Hemden, Kniewärmer, Leibbinden, Ohren- und Kopfschützer. Schals. - Handschuhe in Wolle und Leder, auch mit Pelz und Wollfutter. Schlafanzüge und Schlafröcke Wasserdichte Mäntel, Westen Westen aus imprägnierten Stoffen mit - Flanell- und Pelzfutter. —^ 8695a Gebr. Imheuser M Ä ,z Vortragr-Vereinigung llausmmmischer verein Grtrgewerbeverein Greszsn Mittwoch, 6. Dezember X916, abends 8V- Uhr, in der neuen Aula Vsvtr«g Uv. 5 Herr Rudolf 5chietzs!d, Berlin 8642 Im Aries und Frieden durchs heilige Land Tirol (mit Lichtbildern). Eintrittspreis 1.00 Mk., für Militär (vom Feldwebel abwärts) 20 Pfg., Mnder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt. Oiekener Konzert -Verein. DRITTES KONZERT. Freitag, den 8. Dezember 1916, abends 7 i / i Uhr in der Stadtkirche Kantaten J.S. Bach für Soli, Chor und Orchester. 1. Mein Gott, wie lang' ach lange? 2. Nun komm, der Heiden Heiland. 3. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes. Solisten: Thilde Walther, Adele E. Gotthelft, Ludwig Rüge, Kammersänger Ernst Everts. Der akademische Gesangverein und der evangelische Kirchenchor. Mitgliederder Kapelle des Ers.-Bat. Inf. Regt. „Kaiser Wilhelm“. Orgel: Otto Görlach. Leitung: Herr Prof. G. Trautmann. Der Bechstein-Flüffel ist aas dem Hofpianoforte-Lager von WILH. RUDOLPH, hier. Vebcrsohaß für KriegrawohlfAhrtazweeke. Eintrittskarten: 1. Platz M.8.-, 2. Platz M.2.-3. Platz M. L—, Stadentenkarten (numeriert, soweit Platz vorhanden) 75 Pfg., Schüler- und Soldatenkarten 80 Pfg. in der Musikalienhandlung von Ernst Chailler, TeL67L Am Ta*re der Aufführung auch bei Herrn HubertHeinz gegenüber der Stadtkirche. Oeffnnng der Kirche 6*/« Uhr. 8649D BkkMiWltzW. 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Burg Gemiindeu. 18667 Steckbrief. Gegen d. unten beschriebenen Kanonier Nikolaus Stamm von der Ersatzabteilung Feld- artillerie-Regiments Nr. 47, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Fahnenflucht verhängt ES wird ersucht, ihn zu verhaften und an den mtter- zeichnetenGerichtsherrn oder an die nächste Militärbehörde zum Weitertransport hierher abzuliefern oder an die nächste Militärbehörde od.MartnebehördelTrnvven- tetL Marinetetl oder Be- ztrkSkonnnando, in gröheren Standorten an die Kommandantur oder das Garnison komurandos -um Wetter- transvort hierher abzu- ltesern. M a t w c a. Major und Gerichtsberr. Beschreibung: Alter40Jahre, geb. am 10.16.1876 zu Haar hausen, Bez. AlLselb tHeffen». Statur kräftig. Augen ?. Mund gewöhnlich. Gesicht ?. Sprache ? Mitte des Kopses kahl. Gröhe 1 m WV, ein. Haare blond. Nase dick. Bart Schnurrbart, blond.Gesichts- sarbe blatz. 5ttnn gewöhnlich. 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