Nr. 282 Zweites Blatt 166 . Jahrgang Erscheint tL-llch mtt Ausnahme des Sonntags. Beilagen: ^Sietzeuer KamMe»dtttter" und „Nreisblett für den Ureis Sietze«". p4ßfche«onto: «m Main Nr. N68H. Vaarverfehr: Sewerbedavt Gietzrn. Senerel-Anzeiger für vonnerstag. 30 . Noseiuber lW ZrvtümgSrunddruck und BeriagL Brü hl'jche ttniveriuäkS-Bnch-n.Stnofrruekerei. R. Lange, Gießern rchrlft!rttuus, GefchSstzstcSe und VnrSerett Schulstrave?. > .aitetle u. -öerlafl: e=»%61, Schrrftieilung: 11S. Anschrift für £ti htaachrrchten: Anzeiger Nie gen. Liae Rsich§verteillmg§ftelle für Nährmittel und Eier. . Ü 5 I “ 1 Bcdurfms ergcfcnt, bk «ectritimg tarn Safer- m* ©erftenfabrrtox, von SB«jtng:rauben, ©riefe, Teigwaren, Grün- fern, von Sazo n. bol, von tzülsenfriickiten (Bnckweizcn. Hirse), von Mmsgnetz, ^uppensabrckäteu. Stwisepulvern, sowie von Kinder- nährwrttetn nach nnheitkchvir Grundsätzen zu regeln. Bisher er- ^.Igte bcmt«3 dw Verteilung von Teigumreu. Grieß, Graupen Hafer- flockvrr. Hafergrütze. Hasennohl (mit Ausnahme der Päketware), von dnkern, Hulp-uftnickttm (Buchveizen und Hirse), von Maisgrieß u. a. nach U}tm 4-^11 i .ngsigru.'lrdsätzen > Verteilrmgsschlüsseln). Liese Gvrnrdiätze wuroezr aber von jeber der ernzelTren in Frage kommenden knegswirtschaftlichen Organisationen für sich ausgestellt. Es war so nutzt immer möglich, einen genügenden Teil dieser Nährmittel in ^er aus ein angemessenes Maß gesenL werden können, es ist jedoch zU hoffen, daß dieses Ziel sich in nicht allzju^ langer Zeit erreichen läßt. — Zmu ReichSkommissar ffer Fischoersorgnng ist der königlich preußische Regierunasassessor von Flügge ernannt tvordeu. Die Geschäftsräume des Re-ichskommissavs befticden sich zunächst Behrenstraße 64. * Berlin, 29. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitztmg des B u n d e s r a t s witrde den vom Reichstag angenommenen Entwürfen eines Gesetzes betreffend Verhaftung und Aufenthaltsbeschränkung aus Grurch des .Kriegszustandes und BelagerirngsAcsbandes und eines Gesetzes über den Kriegszustand die Zustimmung erteilt. Berlin, 29. 9!ov. (WTB.) Der „Reichsanzeiger" ent- fyäft eine Bekannttnachung betreffend die Prägung von E i n- pfennig stücken arrs Aluminium, eine Bekanntmachung zur Aenderung des § 7 der Bekanntmach^ung über die Ueberwachung des Verkehrs rnit Seemuscheln und eine Bekannttnachung über die Beaufsichtigung der Fischver- forgung. Arss SL Gießen. 30, November. 1916 ** Vreiswucher mit Zündhölzern. Die volkswirt- fchdftliche Abteilung beS KriegHernährungZamts (frühere Reie^- preisstelle) teilt mit: Von Zeit zü Zeit tarrchen in der Presse Mitteilungen über Mangel an Zündhölzern aus. Diese sind, wie ein- wandfrei festgestellt ist, durchaus unberechtigt. Wenn ein Mangel eintritt, so kann das nur durch derartige, von interessierter Seite, z. B. von Kettenhändlern in oie Wett ge.se tjte Gerüchte und die daraus folgende Hamsterei zeitweise und örtlich eiutreten. Tie Bevölkerung wird dringend davor gewarnt, solchen Nachrichten Glauben zu schenken, die nur darairf berechnet sind, Preistteibereien zu verurscrchm. Zündhölzer werden in völlig ausreichendem Maße her - gestellt und auch weiter hecgestellt werden können. Ebensowenig liegt Anlaß vor, daß die Kleinhändler höhere Preise als 45 Pig. für ein Paket der üblichen Stteichholzsorte zahlen. Nur tatsächlich imprägnierte Ware (rot mit gelben Köpfen) darf zu eurem Preise von 50 Pfg. verkauft werden. Ganz eirtschieden sollte aber das Publikum selbst Versuch-err ent gegentreten, für deutsche Ware als „echte" Schtvederl wesenttich höhere Preise zu nehmen. Tie in Deutschland hergestellten Streichhö^er müssen aus der Schachtel in der linken Ecke des ihnen aufgeklebten Warenzeichens zur Kontrolle der Steuerbehörde eine Nummer (von 1 bis etiva 350) tragen. Jeden Versuch), so gekennzeichnete Schrätteln — und dir gesamte in DeutsMmrd hergestellte Ware muß dieses Zeichen ttagen —* als „echte" Schweden zu höheren Preisen zu verkaufen, sollten sowohl die Kleinhändler wie muh die Verbraucher, da es sich nur um Betrug hmideln kann, sofort der Polizei, dem Kriegswuch'er- antt oder der zuständigen Pveisprüftmgsstelle zur Anzeige bringen. Im übriger wird voraussichtlich sehr bald durch eine Höchstpreisregelung jedem Versuche einer Umgehung der bisherigen Abmachungen des Vereins deutscher Zündhvlzfabrikanten begegnet werden. ** Freigabe von Bogelfutt^r für den freien Handel. Der Präsident des Kriegsernührungsantts hat durch eine im Zentralblatt für das Deutsche Mick urch im Reichsanzeiger! verösfentlichte Bekanittmachung bestimmt, daß für gewisse nament- lich> ausgeführte Futtermittel, die nur für die Vogelfütterung in Betracht kommen, die Vorschriften der Verordnung über Futtermittel vom 5. Okwber 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1108), roonachl alle Futtermittel durch die Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte abzusetzen und Bestände ihr anzuzeigen sind, nicht zu gelten haben. Tie Bekanntmachung nennt die Sämereien aller Kiefer^ und Pinusarten, Smnen von Erle, Fichte, Birke, Lärche, Ginster, Hainbuche, ferner Wegerich, Vogelbeeren, Zirbelnüsse, Ameiseneier, Weiswurm und Puppen der .Seidenraupe. Damit ist den Wünschen des Vogelfutterhändlers, die nach Erlaß der Futter- mittelverordmmg laut gewordnr waren, im wesentlichen Rech- nung getragen. Bei dem großen Wertunterschi.?d je nach der Beschaffenheit lassen such allgemeine Reichshöchstpreise für diese Ware nicht festsetzen. Aufgabe der örtlicherr Preisprüsuugsstellen wird es sein, etwaigen ungesunden Preistreibereien auf diesem Gebiete ent- gegeTizutreten. ** Die Verwertung der Milch vvm geschlachteten Milchvieh. Vielfach herrscht die Meinung, daß die bei Schlachttieren Noch im Euter enthaltene Milck auf den Sch-'lachthöfen ungenutzt verloren ginge. Ties ist durchaus nicht der Fall. Dü Milch der^ Schlachttiere wurde schon in Friedenszeiten regelmäßig von den Schlachthosverwaltungen oder sonstigen Verfügungsberechtigter gewonnen und nach! der durch das Viehseuchengesetz für solche Milch vorgeschciebenen Sterilisation in den Verkehr gegeben. Bei der jetzt allgemein so stark fühlbar gewordenen Acilch.ttrapp- >heit ist es ausgeschlossen, daß diese schon in Friedenszeiten geübte Gepflogenheit irgendwo vernachlässigt wird, zumal die betreffenden Stellen angewiesen sind, ihr Augenmerk besonders aus die restlose Gewinnung dieser Milch zu richten. Hessen-Nassau. fe. Wiesbaden, 29. sliov. Das war gestern eine Wein- Versteigerung, wie sie in der Weingeschöchie kaum verzechn-ct steht, die im Kurhaus zrr Wiesbaden der Wirtschaftsausschuß der 11. Armee von Mackensen durch Major Tern abhalten ließ. Es voaren 33 Halbstück und zwölf Viertelstück naturreine serbische Meine, die unter decttscher Oberleitung im Herbst 1915 in Se- mendria gelesen .und gekeltert wurden. Tie 'Brate lagern im Felsenkeller der Königlich Prinzlichen Administration zu Schloß Rheiuhartshausen im Rhemgau. War der Besuch der Versteigerung schon außergewöhnlich, rund 450 Kaufliebhab-er hatten sich ein- gefnnden, so erre ichten die zur Versteigerung bereit stehen den Weine geradezu Phantasiepreise. Nicht um 100 und 200, sondern bei einer Anzahl Viertelstück sogar um 300 Prozent tvurde die Taxe überschritten und z. B. für ein Viertelstück 5510 Mk., für ein anderes 5110 Mk. gezahlt. Tie Weine sind mit Arcsnahme weniger Nummern, die etwas Bodenton haben, sehr saftige Gewächse und zum Teil von großer Reife. Der Erlös des Angebots bettug iw ganzen 176 810 Mk. Anschließend versteigerte die Äruree-Jnten-- dautur der Armee-Wteilung von Strmrtz 1200 Liter 1916er Schillerwein aus dem Madgebiet, Bayorwille und Umgegend, sowie 3000 Liter desselben Weines aus dem Moselgebiet, Pagny und Umgegend. Hierfür wurden für je 1000 Liter 2300 Mk. gelöst. Tmm folgten 600 Ltter 1916er Klaretwer-t von der Este, Wvin- ville und 3000 Liter ebensolcher Weine von der Este, Biuüöres. Der Erlös für 1000 Liter bezifferte sich aus 2210 Mk. Diese Weine wurden von deutschen Soldaten ans französischen Trauben aus französischem Gebiets gekeltert und lagern unter Verschluß der Orts- kommaudLnten in Omville und in Woinville an der Cote. Tie Weine eignen sick> nach sachverständigem Urteil nicht nur für das Weinhandel, sondern auch zur Schaumweinherstellung und zur Kognakbereitung. In Friedenszeiten werden sie aus den geuatmten Gegenden vornehmlich« von der Chatnpagne aufgekauft. — Anschließend an die gestrige Weiuversteigerung von serbischen und ftau- zöfischen^ Weinen im hresigen Kurhaus wurden zugunsten der Wcün- sveude für die kämpfenden Truppen des 18. Armeekorps fünf Flaschen Steinberger, Jahrgang 1693, aus dem Nachlaß des Altreichskanzlers Fürsten .Bismarck, sowie ein von Bismarck benutztes Bleistift, das Gräsm Wilhelm Bismarck in Barzin gestiftet, versteigert. Der Wein ergab einen Erlös von 420 Mk., das Bleistift erbrachte der Wenrspende 700 Mk. 8eue Briefe Friedrich Nietzsches. „Mein Freund Overbeck abgerech-net ('und drei Acenschen noch dazu-, hat sich in bett letzten zehn Fahren fast jedermann, denn ich kenne, mit irgend einer .Wsurdität an mir vergriffen, sei es mit empörercken Verdächttgungen, sei es mindestens in dm Form schnöder UnbescheLrenhett. Das hat mich, um das Beste davon zu sagen, unabhängiger gemacht, aber muh härter vielleicht und menschQwer-s-äO^idm, der bei^ E. A. Seentann in Leipzig erscheinenden „Zeitschrift für Düchersreunde" stellt Dr. B o g o n g aus einem nun über hundert Jahre alten Aneldotew-AlmaTrach eine ÄUMhl hübscher alter Lite- ttattlr-Anekdoten zusammMr, die sich an eirckge der bedeutendsten Vertreter unseres 'klassischen Schrifttums bttipsen. Der Held einer dieser Anekdoten ist Schiller, dem eür Reimschmied ein Gedicht zujr Beurteilung und Anmettkung der etwaigen Fehler überbrachte Schiller bemerkte auch^ wirklich die Hauptmängel und gab das Ge« dickt dann dem Vörsifex zlcrück. Einige Tage nachher kcun dieser abermals zü Schillern und brachte ihm sein Machwerk zur nochmaligen Durchsicht mit dem Bemerken, daß er die angestrichenen Stellen verbessert habe. Schiller läs es nochmals durch und reichte es' dann dem Verfasser mtt den Worten hin: „Vesser zwar als zuvor. Doch, mein Lieber, aus einem Holzapfel wi-^ nie ein Ananas."— Gl eim war ein abgesagter Feind aller Reime aus seinen Namen!. In ettwc Gesellschaft zu Halberstadt, in der sich auch ein Bürgermeister befaiw, wUrde:r bei Tische aus dem Stegreife Verse gemacht. Besagter Bürgermeister erhob sein gestilltes Glas und begann: „Hoch lebe Vater Gleim, Er ist der Freundschaft Leim .. /' Gleim siel ihm sogleich ins Wori tmch rühr fort: „lind der Hen Bürgermeister, er ist der Freundschaft Kleister." — Kant war in der ÜTtterbaltung bekanntlich ganz und gar nicht der trockene Philo-» soph, sondern ein witziger Männ von Welt. Einmal bemerkte er: „Gelehrte Frauen gebrauchen ihre Bücker so wie ihre Uhr: sie tragen sie, damit man sieht, daß sie eine haben, ob sie zwar gewöhnlich still steht oder dock) nickt nach der Sonne gestellt ist." Ein Gelehrter, der ihn besuchte, äußerte im Gespräche mit ibm den bekannten Spruchs die Milosophie sei die Magd der Theologie. Do sagte Kant: „Ist die Philosophie eine Mägd, so ist die Frage, ob sie der Theologie die Fackel vor- oder die Schlepve nacktträgl." — Ein paar hübsche Anekdoten gelten Lesking. Als er einst mit einigen Bekannten spazieren ging Und der Weg sie an einem Galgen vorbeifijhrte, an welchem ein armer Sünder hing, sagte einer von seinen Begleitern zu Lkysin-g: „Machen Sie doch geschwind eine Grab schritt ans den Geyängtear." Lessing antwortete: „Nichts ist leichter. Hier ruht er, wenn der Wind nickt weht." Ter Professor Zachariae in Brannscknveig hatte einen Hang zur Pracht und versetzte einst die gairzr Stadt durch seine neue glänzende rguipage m Austregrrng, Mi deren Tür er ein Z anbringen kieß. Als Lessing hiervon erfuhr, bemerkte cr trocken: „Zachariae hätte wenigstens kein Z auf den Wagen setzen sollen." — „Worum nicht?" — (ragte jemand. „Werrn die Leute ein Z auf dem Wägen sehen, erwiderte Lessing, so werden sie gleich sagen: es ist nichts dahinter." Heppenheim a. B., 29. November Dem newiugerichteten Heimatmuseum wurden von hiesigen Bürgern zahlretcke tvert- volle Gegenstände und Erinneruu-asstück gespendet, u. a. vorgeschichtliche Waffen, alte FeuerFewshre,^ seltene Handschriften und Trnckwecke. Schmuckgegenstände, altes Haus- und .Hofgerät. Eine besondere MerkwiirdieKvit stellt die von einem Wormser Mechaniker haud g e schm iedete Nähmaschine aus dem IaHrc 1863 dar. Tie Maschine kostete damvcks 144 Gulden und wurde jetzt vou ihren Besitzerin, den GeschwWrn Müller, dem Museum geschenkt. der Stadtyemende Das Loch im Sttaßenasphalt — Haftung für UrrsöLe. Auf den guten Zrtstand der öffentlichen Straßen, insbesondere auf die Beschaff entzerr der Pflasterung, muffen dieGe- melnden, namentlich die größeren Stadtqeineinden, besonders be- dacht sem. Schadhafte Stellen des Pflasters, die 'ür den Verkehr eme Gefahr bedeuten, dürfen nicht längere Zeit bestehen blei- brn. ^enn aus der bloßen Tatsache, das; einem oerkehrsgeiährllchen Zustand längere Zeit hindurch nicht abgeholsen worden ist, kann in der Regel schon ohne werteres auf eine Fahrlässigkeit des zuständi- gen verfassungsmäßigen Vertreters der Gemeinde, für welche die letztere verantwortlich ist, geschlossen werden. Hierzu interessiert der folgende Streitfall: Ter Bauunternehmer R. ging am 12. April 1911, abends gegen 7 Uf)r durch die Erlengasse zu Gießen. Dabei trat er unversehens in eine 8—10 cm liefe, 80 cm lauge und 40 cm breite Mulde, die sich im Asphalt gebildet hatte: er kam dadurch zu Fall und zog sich eine erhebliche Verlegung des rechten Oberschenkels zu. Mit der vorliegenden Klage nimmt R. die Stadtgemeinde Gießen auf Schadenersatz in Anspruch: er verlangt Zahlung von rund 2500 Mark bisher entstandenen Schaden und Feststellung, daß die Beklagte zum Ersatz alles weiteren ihm durch den Unfall ln Zukunft noch entstehenden Schadens vervsiichtet sei. Landgericht Gießen und Oberlandesgericht Darmstadt haben dem Grunde nach die Beklagte zum Schadenersatz verurteilt. Zur Begründung seiner Entscheidung Ahrt das Oberlandesgericht aus: Die Beweisaufnahme hat ergeben^ daß das fragliche Loch im Asphaltpflaster schon längere Zeit hindurch bestanden hat. Einer der Zeugen sagt, eS habe einige Monate, ein anderer bekundet, es habe mehrere Wochen bestanden. Kat aber der gesahrbringende Zustand längere Zeit hindurch besi/tiiden, so darf angenommen werden, daß der zuständige verfaffur^-Smäßige Vertreler der Stadtgemeinde nicht seine Pflicht zur gehörigen Aui- sichlsführung ausreichend erfüllt hat. Tenn nur dadurch findet die längere Dauer des gefährlichen Zustandes ihre Erklärung. Ein Verschulden irgend eines verfassungsmäßigen Vertreters dar Beklagten muß hiernach vorliegen. ES wäre Sache der Beklagten gewesen, den Nachweis zu führen, daß solches Verschulden nicht oorliege. Diesen Beweis hat sie aber nicht erbracht. Sic- hat lediglich Beweis da'ür angeboten. daß sie bei der Arrswahl des Straßenwlvtters B., dessen Aussicht die Erlengaffe unterstand, die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet habe. Tal genügt aber mcht. Melmehr muß angenommen werden, daß es die Beklagt« an der *x order- liehen Beaufsichtigung des Straßenwärters und des Zusta»deS der Straßen hat fehlen laßen. D§r Vorstand des Tieibauairrtes, tan das Straßenwesen untersteht, ist -war nicht verfassungsmäßig berufener Vertreter der Beklagten. Aber es mutz imrmr ein veriaffunas- mäßiger Vertreter einer Stadtgememde vorhanden sein, der für die mangelnde Aussicht verantwortlich ist. Tie Beklagte haftet hiernach für den dem Kläger durch den Unfall entstandenen Schaden. Das Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt und die von der beklagten Stadtgemeinde emgelegte Revision zurück- gewiesen. (Aktenzeichen VI. 275/16. — Urteil des Reichsgerichts vom 27. November 1916.) MschUchs Nachrichten« Israelitische Religionsgemrinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStag, den 2. Tezbr. 1916. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Abends 4.45 und 5.20 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 2. Dezbr. 1916: Freilag abend 4.05. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30 Uhr. Sabbatauögang 5.20 Uhr. — WochenqotleSdienst: morgens 7 00, abends 4 00 Uhr. miiE'HES find unfern Kriegen, im Felde eine hochwillkommene Zn Wind und Weiler schütze» Wy. bett-Tabletten vor Erkältungen und lindern Husten und Katarrh. Al« durstlöschendes Mittel leisten sie un- schätzbare Dienste. 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