Br, 267 Zweites Blatt Erscheint täglich nüt Ausnahme des Sonntags. ! 66 . Jahrgang Beilagen: „Sietzener lsaniilierürlätter" und „KreisWott für den Kreis Gießen". poft,cheSk»u1o: Zraatfurt am Main Nr. N686. Vankverkehr: Sewerbedank Gießen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Montag. tZ. November tW Zwillingsrunddruck und Verlag: BrühllcheUniversilätS-Buch-li.St.'indruckerei. R. Lange, Gießen. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und vruckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle:u Verlag: Schristleilung: «-TK 112. Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Di« gen Der Neubau öes deutschen gomiUeuIebcns nach dem Kriege. Darmstabt, 10. November. des dritten Tages begann, wie schon kurz be- UM 10^/ 4 UT)r im Kaisersaal. Der Versammlung wohnten, ^rvßherzog, die Großherzogin, Prinzessin Friedrich Karl von Dessen. Staats minister Dr. Ewald und viele andere Ehren gaste bei. Das Thema lautete: ' ^ e ^daunach Seite ndesWohnnngswesens. - ^^^brster Redner sprach darüber der bekannte Bodeure- Immier Avals D a rn a s ich k e -Berlin. Er kin'ipfte an die in Kiaut- 'chouz-um Teil verwirklichte Bodenreform ^/ei^sittan der Frau ein. Sie müsse stolz auf einen reichen zcrnoersegen feint und tit der Familie die Quelle allen Glückes ftiwen. (Lebh. Beifall.) Die zweite RedneriN, Frau Gch. Rat Heßberger-Berlin verlangt als Hauptpunkt für die deutsche Frau: Tiefes, sittliches < Dveue. Sinn für Häuslichkeit und Freude am Beru - ^ Die Familie müsse wieder eine Stätte stillen Glückes ^ et ' ie ^ eu Kinder werden. Ein deutsches Heim iw besten Sinne des Wortes sei das schönste Geschenk, das man den Heimkehrenden Krügern machen kürrne. (Lebhafter Beifall.) Ten Vorttägen schloß sich noch) ei,re längere Diskussion an m** 11 OberfmaNzrat Aals er trat für bessere Gelegenheit zur prak- trfch!M Mitarbeit, besonders der kinderlosen Frauen an den Zielen ^ Kongresses ein. Geh. Abmiralitätsrat Schrameier nimmt vre deutsche Frau gegen manche Aeußerungen in Schrrtz, die auf dem Kongreß gefallen sind. Dr. Grandke sprack? besonders dem verdienstvollen Griürder der Gesellschaft, Dr. Gieber ^welcher wegen Erkrankung der Tagung nicht beiwohnen konnte, den wärm- ften Tank der Versammlung aus. Frau Pfarrer Bu ckrat-Mainz eifrige Tättgkeit der Frauen 'bei der: Bestrebungen des Kongresses hin. Mit kräfttgem Sckstußwort des Oberbürger- mersters Tr. Gl äs sing und Dank an alle Mitarbeiter an derr Bestrebungen endete die Tagung mit dreifachem Hoch auf unsckr ^terland und seine glückliche Zubmft. Heute vormittag /s 10 Uhr fand im Rathaus noch eine geschlossene Mitgliederversammlung der Darmstädter Ortsgruppe für Boderrrefornt statt. Aus Um Neiche. Der Kaiser von dem Vaterland isisten Frauenverein. Berlin, 11.November. (WTB.) Anläßlich der fünfzigjährigen Jubelfeier des Vaterländischen Frauenvereins im Abgeordneten hause verlas Staatsminister v. Mveller folgendes Hand- schlreiben des Kaisers: Dem Vaterländischen 'Frauenverein zu seinem fünfzigjährigen Bestehen meinen kaiserlichen Gruß und meinen wärmsten Glückwunsch, zu entbieten, ist mir herzliches Bedürfnis. Von Deutschlands erster Kaiserin begründet, im Einigungskrieg von 1870/171 treu bewährt, I>at der Verein unter der unermüdlichen Leitung des Hauptvorstandes und der lwchverdientcn Vorsitzenden reiche und gesegnete Friedcnsarbcit leisten dürfen, deren allmähliches Wachs- ttnn ich durch die fortlaufenden Mitteilungen seiner erlauchten Protektorin der Kaiserin und Königin, meiner Gemahlin, zu meiner .Freude habe verfolgen können. Auf Grund persönlicher Eindrücke weiß ich die Verdienste zu wüttngen, die sich die beruflichen und ehrenamtlichen Kräfte des Vereins im jetzigen .Kriege unter dem erhabenen Zeichen des Rotem Kreuzes um die Pflege der Verwundeten und Kranken, um die Fürsorge für die Angehörigen und Hinterbliebenen unserer heldenmütigen Krieger in aufopfernder imd unermüdlicher Arbeit erworben haben. Ms Ausdruck meiner dankbaren Anerkennung, die jedem einzelnen an diesem vaterländischest Werke Beteiligten gilt, komrte ick, zu meiner aus- rtcftigen Freude auf den Vors-chlag der hohen Pvotektorin zahlreiche Auszeichnungen verleihen. Zur Förderung der von dem Vereine so erfolgreich aüsgeübten und mir auch für die Zukunft besonders am Herzen liegenden Kricgsfürsorge will ich zugleich als Jubiläumsspende 100 000 Mark in deutscher Kriegsanleihe hiermit bewilligen. Sie wird dem Hauptvorstande des Vereins durch du königliche Seehandllmg überwiesen werden. Gott der Herr chenke dem Vaterländischen Frauenverein und all seineii Glrä>ern neben der Befriedigung über die bisherigen reichten Erfolge Kraft und L>egen zu weiterer tteuer Arbeit. Möge es ilnn gelingen, im Verein mit verwandten Organffationen die beklagenswerten Kriegsnöte zu lmdern, die die fteveutlicheu Pläne miserer Feinde über das deuffche Volk und Vaterland gebrachst haben. Großes Hauptguartter, den 10. November 1916. gez. Wilhelm R. Ter Kaffer richtete an die Kafferffi aus demselben Anlaß folgendes Telegramm: S. M. Kaiserin und Königin, Neues Palais. Dem „Vaterländischen Frauenverein" habe ich bereits durch ein Handschreiben meinen ,varmen Tank für sein langjähriges treues Wirken Mlsgesprvchen und mir den reichen Segen ver- M-enwärtigt. der in den vergangenen 50 Jahren von tficicr Lttsttmg meiner lieben in Gott ruhenden Frmc Großnrutter aue- gegangen ist. Elv. Majestät, als erlauchten Schirmlierrin des ^Erns, muß ich „roch ein Wort besonders innigen Tankes sagen. Ich dachte in dieser große,: Zeit oft daran, wie reich Gott der Herr unser Voll gesegnet hat, indem er neben den Heldenmut imsercr treuen Kämpfer an der Front, die stille und entsagungsvolle, vielfach ebenso helderrmütige Arbeit unserer Frcnren gestellt hat. Auch rhuen gebührt der Dank des deutschen Kaisers, ob ihre Kraft unseren Zkrankm und Verwundeten oder den Notständen in der Heimat, oder aber rn knapper schwerer Zeit dem stillen Dienst des eigenen Hauses und der Kinder zugute konrmt. Ich weiß, wieviel der unserem Hause so nahe verbmrdene Verein rmter de,n Schutz und der Forderrmg Ew. Majestät in helferrder urrd pflegender Liebe auf wertelte Kreise vorbildlich^ ,orrke,rd bisher geleistet hat. Gott segne o? n r -r J e ^ ! ^ Vwtektorin auch fernerhin zu weiterer segensreicher Arbeit für Volk und Vaterland.' ge-. Wilhelm I. R. Berlin 11. November. (WTB.) Van der Kaiserin, die denk Vaterländischen Frauenverein anläßlich seiner ftinfzigiährigen Jubelfeier ein Handschreiben Übersandte, sind der spende des Kaisers 20 000 Mark, von dem Neickiskanzler 50 000 Mark und vom preußischen Minister des Innern 25 000 Mark hinzugefügt worden. Zentralausschuß der Fortschrittlichen Bvtkspartei. B erlin , 11. Nov. Der Zenttalausschuß der Fortschrittlichen Volrsparter ttat am Samstag abend im Reichstage zu seiner Herbsttagung zusammen. Jü seinem Geschäftsbericht schilderte der Vor- fttzende des geschästsführenden Ausschiisscs, Reichstagsaktgeordneter Dr Wremer die von der Partelleitung geleisteten und geplanten Arbeiten. Reichstagsabgeordneter Ko ps ch berichtete über die Tö- ttgkert der Parteiorganisattonen während des Krieges. Er gab zu bedenken, daß die Neuwahlen zum Reichstage schneller kommen könnten als man glaube. Der Reichstag und seine Mitglieder hätten nach den Neuwahlen die Aufgabe, inftzuarbeiteu an, Ausbau des deutschen Reiches. Für die Fortschrittliche Volkspartei sei die Losung: Gegen das Fottbestehen aller Vorrechte, für ein freies Volk — Den Abschluß der Verhandlungen am Samstag bildete ein Vor- ttag des Reichstagsabgeordneten v. Payer über Reichspolittk und Reichstag. Anivevsttäts-Nachvichten. if M o r bur g, J.2. Nov. Bei der gestrigen eiidgültigen I m - matrikulationder Studierenden in der Anla der Universität gedachte der Rektor, Prof. Dr. jur. Leo nhnrd des Kampfes, den Deuffchland führe,: müsse und auch glücklich zu Ercde führen tvcrde. Die Sttü>ierenden möchten sich der großen Opfer, die der Staat noch dadurch bringe, daß er trotz alledem die Lehrtättsskeit an den deut- chen Universitäten aufrechterhalte, würdig zeigen und rührig ihrem Studium obliegen. Pflicht des Studierenden fet es, in jeder Beziehung in dieser schweren Zeit vorbildlich zu wirke,:. Gerichtsfasl. _ pp (Sffen, 11 Nov. Vor der 1. Strafkammer am Landgericht Essen wurde am 3. November der Kaufmann H. W. Heinz, Essen, wcglm Urkundenfälschung und Unterschlagung in zahlreichen Fällen, begangen durch Fälschung von Lolstilisten usw, zu 6 Monaten GefängUis und ^ur Tragung sämtlicher Kosten verurteilt. 1 Monat wurde auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet Ter Staatsanwalt hatte 16 Monate Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust beantragt. Heinz stanunt von Lwrgsolms, war fn'iher Lehrer in Olleiberg u::d wurde anfMtgs 1901 wegen Sittlichkeitsverbrechens vom Gericht in Wetzlar zu einer größeren Strafe verurteilt. ' , Kmtft, wisscrischaft rntfc Leben. — DerLeoniden schwärm. (Zum 13. November.) Eine rnteresfante Erscheinunb kann man in den Nächten vom 13 bis» zum 16. 9ttwember alliährlick,! am gestirnten Himmel beobachten; es rst der in jedem Jahr in dieser Zeit regelnräßig wiederkchrende sternschnuppenfall, der von dem Sternbild des Löwen auszugehen scheint und daher der Leonidenschstvarm genannt wird. Die Sternschnuppen finb kleine Meteore, die, sobald sie in die Erdatmosphäre gelangen, infolge der Reibung glühend iverden und bald tu Dampf verwarteelt »verden. Größere Meteore dringen tiefer in die Erdatmosphäre ein, haben eine längere Bahn und reuchte,: intensiver^ sie heißen Feuerkugeln. Häufig duvchdringen die Körper auch die ganze ^ttnrosphärenschicht und erreichen die Erdoberfläche. Die Lufthülle der.Erde stellt gegenüber diesen Geschossen einen wrrksameii Panzer oder Schutzmantel dar. Dadurch wird die Fallgeschwmdigkeit der Massen l-erabgemind-ert: meist zerspringen auch diese hauptsächlich infolge des jähm Tcnrperatur- wechlsels :n kleme Ecke, und die Bruchstücke gelangen als Meteorsteine auf d:c Erdoberfläche. Bei den: Novemberschwann per Leo- niden lwt man aber^noch nicht das Niedergel-en von Meteorsteinen beobachtet, es handelt sich also bei ihm offeirbar nur tun lleine, leicht verbrennbare und unter sich ziemlich gleichartige Stein- körperchen, von denen unverbrannte Teilchen niemals bis zur Erde gelangen oder auch,rur tiefere Regionen der Erdatmosphäre erreichen können. Dasselbe ist bei dem alljährlich an: 10 August iviederkehrenden Sternschnuppeiistrom der Fall, der aus der Himmelsgegend zu kommen scheint, in der das Sternbild des Perseus steht, und der deshalb als Perseidenschwarm bezeichnet wird Da der Augustschwarm sich am.Gedenktage des heiligen Laurentius zu ereignen pflegt, hat man ihn früher mit den: Martyrium des heiligen Laurentius in Derbuteung gebracht, ber lebendig auf einem Rost gebraten worde»: ist und denr dabei glül>ende Tränen ans den Augen geflossen sein sollen. Man hat daher diesem Sternschnrippen- fall den poetischen Namen „Tränen des Laurentius" verliehen. Der Icoveniberschlwarm entbehrt eiires derartigen schmückenden Beinamens, er ist aber nicht minder beachtenswert als jener. In mcfem Jahre wird freilich das Schauspiel vor Mitternacht ein wenig durch das Licht des Mondes beeinträchtigt werden; wer sich aber die Muhe nicht verdrießen läßt, bis nach Mitteriracht aufzubleibeii, der wird der unbedecktenr Hrnuntl sicherlich Gelegenheit ftnden, eine oder £ CrC nacheinander plötzlich avi Firmament anf- leuchten zu sehen. Bekanntlich geht nach einem alten Volksglauben der Wunsty rn Erfüllung, den man beim Erscheinen einer Stern- tcknuppe gerade hegt. SSentcriiojt H eidenstam — der Nobelpreis- träger von 1916. Durch, die Zuweisung des diesj^rigen LiteraturvEs der Nobelsttftung «rn Wertier von Heideiistanr haben die Schweden den größten nationalen Dichter, den sie zurzeit betitzen, geehrt. Gustaf Wermer v. Heidenstam wurde als Sohn eines Offiziers am 6. Juni 1859 geboren, geht also jetzt seinem 60 ä-ebe^rahre entgegen. Er hat ein großes Stück Welt gesehen und auf Reiserr reiche Ersal/rimg gesainmelt. In seiner Jugendzeit ^I^Ere Jahre in: Orient gelebt, auch in Jtalieri und der Lchwerz rjt er lange und oft_ zu Gaste gewesen, bis er in seinem ^-aitehauie am schönen Wetter)ee ein festes Heim gcftnteen hat. Sein Reiseleben jpiegelt sich auch in seinem Schaffen, uite zwar besonders in dessen Anfängen. Werner von Heidenstam trat zuerst als Lyriker auf und seine Gedichte zeigten eine phantasttsche Haltung und eine gewiste orientalische Farbe, an der unschwer die Eindrücke feiner ^ugendiahre M erkennen sind. Mer im Lmlse der Zeit ist eine große Wandlung mit diesem Dichter vor sich gegangen. Von der gebundenen Rede wandte er sich zur Prosa, von der Ferne zur Hermat, und der phantastisch schrueisende Lyriker von einst wurde zu denr großen Epiker des schwedischen Volkes. In dieser Hinsicht bildete die Dichtung „Die Schweden und ihre .Häuptlinge" wohl das Glanzstuck mmftten einer Gruppe von ähnliche-,: .Werken (,Kurl XII. und seine Krieger", „Die Lfarolinger"). Es sind Hel- deirdichtungen ur Prosa, deren merkwürdigste Cigentünllichkeit darin besteht, daß nicht eine einzelne Persönlichkeit, sondern viel- melir das ganze Volk den Helden der Dichtung bildet. Treffend hat mair diese Schöpfung L>eidenstams mit de Costers „Thll Ulen^ spregel verglichen, jedoch ist das geschichlliche Pathos der Dichtung Herdenstams wohl noch wuchtiger und von mo,ncmentalere,n Zuschnitte zu uennen, als das des vlämischen Dichters. Auch aut dem Gebrete der nrodernen Erzählung liat Heidenstam sich mit Erfolg betattgt und zuweilen fühl, wie z. B. in der Novelle „Die Brüder" mr recht schwierige seelische PrMeme getvagt, die er mit eindringender Feinheit und mit großem sitllichem' Ernste beliandelt bat. Obgleich er sich» in seine,: Werken als Kenner des „menschlichen Seelenlebens und kundiger Psychologe bewährt, hat er doch gegen zerre besonders von Ltrindberg in Sckstveden eingeführte und ver- tretene Art der unbarmlierzigen Sclbstzerglicderung nachdrücklichen Einjpriich erhoben. Zwischen ihn: und Strindberg ist es darüber un letzten.Lebensjalwe Strindbergs zu einer erbitterten Fehde gekommen, in der Heidenstani seinem Ofegirer voll«w Verachtung seine inttmen Beichten vorwarf, während Strindberg Ivieder dafür Heidenstam mrt sehr unzweiderttigeir Tittflatnren belegte. Gewiß dre, die rn den Werken eines 'Dichters Bekcmrttnisse seines persönluhsten und iiittnfftei: Lederte zu finden lieben, bei Heidenstam enttcmfcht werden.. Er ist über sich schiveigsam und memaite wird bteses strengen und beinal>e spröden Dichters an- merten, daß auch« er ^— ganz wie sein einstiger Gegner Strindberg — schr bewegte Liebes- und Ehoschichsale hinter sich hat, und daß Die Gsidankaufftelle ist morgen von 2 bis 4 U hr geöffnei! er. jetzt vor 5 .Jahren, eme vierte Ehe eingegangen ist, und z,oar mit snner dritten geichiedenen Frau, Greta Ljsberg. dttcht im Kreise dieser Erlebnisse sucht Heidenstam seme Motive — sein großes, alles Persönliche tief in den Schotten drückende Erlebnis ist vielmehr sein Volk, dies tapfere, männliche, edle Schwedenvolk, mit dessen Schick- stcken und Helden, mit dessen Erfolgen und Leiden er lebt. Ms es zwischen Schweden und Nvrioegen zrrr Auseinandersetzung kam, da hat Herdeifftam leteenschcfftlich seine Stimme gegen die Geduld, die Verträglichlkeit und den bequemen Friedensgeist erhoben, mit dem r t n • f " dam-als die norwegische Frage behandelte. Er scheute W L.E, ihm den Krieg zu prediget!; und vielleicht haben die Erfahrungen zenes für den ftandingvischen Norden so bedeutsainen ^rcn 1905 dazu beigetragen, ihn der Vergangenheit des schwe-- dischen Volkes zuzuwenden urte ihir zu pem großen nationalen Dichter der schwedischen Geschichte zu machen. «n ^ichard Strauß DilL Eu lensp i e g e l" als ?°llctt. Zu der auf den 13. Oktober festgesetzten Eröffnung des Manhattan-Opernhauses rn Neu> Port ist ein Werk gewählt worden, das in Deutschlmte ganz besonderes Interesse erwecken muß- W 'st dus nämlich dnt Becrrl>eittmg dev sinfonischen Dichtung "Tfll Eillenspregel" von Richard Sttmrß, bei der die Sinfonie in cnn Ballett, oder wenn inan lieber will in eine Pantomime verwandelt tvorden ist Wie basi „Sattrrday-Magc^ine" zu berichten weiß, hat otrauft selbst zu dieser UnNvaitelung seine Zustimmung erteilt, Er hat ern altes Interesse für das pantonnnnschse Ballett. Wedckurd hat chm schon 1897 einige Pläne zu solchen vorgelegt, ooch fand sie Strauß nicht für.feine Zwecke geeignet. Später hat er selbst verschiedene Ballettenlwürfe verfaßt, nxtnte sich aber nickst cm ihre Mtefuhrung, >oeil er fürchtete, „nt seinem Rttesenorcksvster nicht den nötigen Zusa,mnenl>ang mit den Bewegilngen der Tänzer zu.futeen. Erst die Verbindung mit dem russischen Ballett bat Folöft; bekanittlich I>at er für die Tiagbilesf- GesMchaft die „Josesslegende" als Pantonriure bel)andelt, die dann ztn Paris nnt der Rubinsteins mit bedeutendem Erfolge aiifitefittnt morden ist. Nisinsky, der ausgezeichnete russisch^ Tanzkünstler, hat es nun uuteriivmmen, .Straußiens Donge dicht in ein pan tonn ^ nusches Ballett ilinzuarbeiten, und man darf gespannt sein, ob und rnwieuutt ihm dieser Versuch, geglückt ist. Ms Franz Wüllner bei der ersten^Aufführung des „Eulenspiegels" Strauß um eine pro- gramniatische Erllärnng der musikalischen Tichtnrlg ersuchte, anl- wartete Strauß, daß er dazu nicht imstande sei. „Was irt> bei der Komposition gAvisier Stellen im Sinne lsatte so erklärte er damals,, würde, in Worte gekleidet, oft sonderbar genug erscheinen, ja selbst vielleicht Anstoß geben." Es bleibt nun ab zu ■ maren, ob es Nijrnskti geglückt ist, die von 'Sttgliß in diesen Wotten angedeutete Klippe zu unffchfffen. Gewinn-Auszug der 8. Preussisch-Süddeutschen (234. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle 6. Klasse. 4. ZlehungBlag. lfc November ISIS Auf Jede gesogen« üamntr sind zwei fUleh hohe «e- wlnne «{«'füllen, und «wer Je einer *af die Lee* gleicher .Hummer ln den beiden Abteilungen I and U (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) ln der VormlttngszIehoDg worden Gewinn« Aber 240 Mark gezogen. 2 Gewinne n 200 000 M 103085 2 Gewinne zu 15 000 M 115389 2 Gewinne za 10 000 M 46544 6 Gewinne zu 5000 M 49441 93360 106810 92 Gewinne zu 3000 Af 2147 22714 24311 32371 32817 42900 46332 66822 66228 07387 78463 79290 30427 81132 91008 91031 104011 104048 105739 107538 129634 133812 134836 136113 147707 162018 174341 174360 176906 180212 180468 180848 190021 191101 191611 197219 198763 202679 203793 208161 209062 216471 220959 229737 231338 232079 142 Gewinne zu 1000 M 4103 10303 13201 14013 16636 19976 20697 21701 29142 29359 29467 38948 89706 39934 43463 63941 6419« 62040 66885 70271 75627 77764 79424 86846 09847 91525 94420 96614 105624 106822 106693 113784 116077 119073 121228 121732 126691 129823 133002 136660 147460 149289 151311 152170 158985 164678 167123 108074 173200 173663 175926 178213 180272 182639 189433 191339 192874 194973 196369 199769 202642 205844 211234 214690 216407 217364 22691« 228017 230626 23132« 231802 228 Gewinne n MO M 3000 6789 7264 7495 10078 11796 13787 16664 16971 17639 18363 18739 19016 20337 22268 24368 28496 80440 30857 32565 34420 36775 38178 39*22 45532 47332 48417 60030 50934 51394 52580 60623 03834 64466 00795 68887 69321 70056 71727 76150 76276 79899 61726 66805 39819 90356 93926 98284 99818 99946 104486 106808 108617 109050 112043 112132 113822 116404 117678 122109 122480 123628 124807 125784 126205 131445 138970 139175 139409 140072 141040 143280 143811 148638 160563 163803 164290 166255 156380 156492 167151 158961 184Ö06 164340 165388 165635 189900 170526 176494 176669 182097 133587 189833 190038 193319 200113 202424 202813 202861 202902 204024 206108 207819 208000 208192 208998 211218 213049 «14230 221801 22742« 227485 231120 231860 ln der XachjnittagMlehung wurden Gewinne Ober •40 Mark gezogen. 4 Gewinne zu 10000 M 110728 203902 8 Gewinne zu 6000 M 4606 16068 160667 176352 62 Gewinne zu 3000 M 3449 4»93 14061 18103 27092 30081 43954 51846 64989 74656 91494 101091 102567 103732 113226 117608 122680 136826 136064 182122 166541 16947« 170023 181093 180992 203012 200330 222063 225307 238413 220116 114 Gewinne zu 1000 M 2046 3842 11468 25929 29888 30712 37960 43490 46373 46510 46644 49339 62359 63877 06778 70439 77762 77922 82638 87440 92995 95304 98330 103320 110577 116926 119173 120031 123605 124S94 139416 140823 147610 149129 150017 152230 153384 150252 160607 181044 168294 175139 178529 181214 135912 188866 189932 191312 201013 201268 208383 208911 299618 227518 228491 229637 229665 190 Gewinne zu 600 M 881 6271 11815 12101 19038 19376 19683 26278 26284 28050 32804 32831 83479 40137 40441 42419 44779 44845 44951 45907 47884 48790 53549 57856 63270 03548 68401 69560 71495 74275 76681 79604 84085 84802 86491 88297 88774 90431 90459 96241 96520 97440 101616 104079 1Ü6778 109288 110102 113011 115431 118729 119371 121429 122581 123143 124428 124403 125164 128888 128911 129027 13172« 138309 141630 142924 147033 148709 160904 154981 168071 168225 159260 159836 161290 186450 169732 178433 174731 179758 186140 191772 193869 194380 196323 197421 201736 202337 204287 208973 212912 217006 221232 226017 229811 230587 233400 MsacMerirl UtfeH hi jsa«r gewöneohtei Ausstattung stilrein u.preiswert 4k BriW'sate UaJv.-DnteUni Gewinn-Auszug der 8. Preussiscb-Süddeutsclien (234. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie y Klaue. 6. Zlehjuigstag U. November 1S1« Amt Jede gezogen« Hammer »lad owe! gleich hohe Gewinne gefallen, and awsr Je einer aaf dl« Lose gleicher Kammer ln dea beiden Abteilungen I and U (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 1b der Vormittag»»Jebang wurden Gewinne Ober 240 Mark gezogen. 0 Gewinne zu 10 000 M 19823 92614 118940 123620 74 Gewinne zu 3000 M 8668 14094 16872 18801 18963 20012 21496 29190 31148 48311 48803 49346 60914 83508 84225 92372 99408 107336 110466 110966 117056 126564 128181 128625 137296 146082 15538« 161366 164818 170230 174230 177727 109318 208128 219142 229299 229511 182 Gewinne zu 1000 M 2954 3824 6872 8247 9144 10422 11519 12791 12813 14017 18662 19323 21537 23846 30268 31242 42932 43675 45239 49668 62772 69479 69912 61059 63260 69246 69860 76737 78807 81223 81864 84126 86994 88824 88941 90023 90803 92860 9473« 96903 99566 102988 105464 106032 106660 107228 110268 112663 116679 118064 118512 120602 120878 123920 126100 131419 138620 143411 160144 161464 154092 150266 168028 103021 103570 164710 170004 175873 177721 179481 182099 187217 189697 190810 195099 197937 198850 199812 201617 203662 208101 214408 216621 217252 218371 218798 220153 222697 224871 227989 230140 224 Gewinne zu 500 M 977 1000 4031 4251 7357 8338 9707 12725 19499 21427 29666 32240 39318 39809 39882 41131 45640 48681 60391 50530 62941 63738 64828 66641 63841 64344 09938 71553 73950 74718 77300 78527 80672 01289 82027 88741 90498 92448 93812 94464 96648 101622 105456 108427 108698 109395 109640 109661 112304 114302 114543 117959 118614 120042 123007 124345 127457 128801 129173 130762 130999 131399 134000 134458 134851 137786 140796 140968 141399 142080 143569 146001 147621 149427 149600 150474 152562 160666 158510 160400 161629 163591 105512 166144 167347 167807 168119 168234 170560 172730 173861 177512 179163 180083 181649 188171 191162 191912 203740 204970 207417 207946 214654 216739 216742 216951 219359 219900 221334 222158 228742 231887 In der Nachmitlagsziehnng wurden Gewinne Uber 240 Mark gezogen. 4 Gewinne zu 10 000 M 58141 147768 12 Gewinne zu 5000 M 4087 49658 51824 90644 130701 181812 74 Gewinne zu 3000 M 27538 28766 50535 66330 67224 64816 64630 65026 75016 78049 78170 83170 87467 93178 103200 107760 115*20 120674 127478 139825 141807 148580 179073 180606 183662 186390 188134 192077 196831 297805 201482 213512 216731 218395 223766 224412 231668 164 Gewinne zu 1000 M 4616 4790 11617 13214 14401 17237 20245 26815 30738 36324 38888 41715 42926 46992 49077 49920 60354 51067 61647 54755 06615 67371 87684 68771 74649 74670 77338 79383 79650 83136 83884 85004 86545 89302 90834 92246 93070 99111 99703 90728 108949 109287 110305 114148 114342 119087 119996 123376 129518 131843 136067 144379 148069 150193 153160 154245 102855 165294 170626 170644 170847 173239 173412 176440 197970 198677 199850 204464 205343 212655 213557 218478 222510 222687 229420 232159 233031 228 Gewinne zu 600 M 1323 2420 3826 6047 5822 6862 7549 7608 11343 12108 13901 14294 17922 18596 21615 29759 29366 32381 41938 48812 49431 49783 64329 58633 01884 62002 63641 66323 71476 72573 76014 77996 79717 79736 81267 84322 86363 86574 90654 90799 91826 91861 98196 100262 103483 107255 107446 108213 108456 108860 109054 110988 111214 111093 114216 114503 114875 118407 118417- 118996 120457 122802 124970 126212 127337 127434 127474 127993 131855 132786 135292 139578 141863 142311 147832 161474 151813 162038 153441 156577 157486 159240 161321 107319 167949 169287 170937 170944 178998 182727 187267 195081 195310 196787 197281 200062 200094 204802 206522 208699 209733 213799 213906 214403 216108 216214 218350 220870 223488 224760 226297 226732 230474 232321 in allen Ke^zensta, ko- Spannüngen Hann sof liefern • E Kahle G m b H. Frankfurt a /M GuNeuisin Bekanntmachung. Betr.: Verteilung von Gerste zur Mästung von Jung' schweinen. Die zur Verfügung gestellte Gerste ist zur Hälfte eingetrosfen und wird von Dienstag, 14. ds. Mts. ab ausgegeben. Diejenigen, welche sich zum Bezug von Gerste gemeldet haben, können die Anweisungen gegen Erstattung des Betrages aus dem Lebensmittelamt, (Ost- Anlage 39, Zimmer Nr. 4) ln Empfang nehmen. Gießen, oen 11. November 1916. 8164B Der Oberbürgermeister. Keller. Abgabe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom 11.—20. November ds. Js. wird gegen den Lieferungsabschnitt 5 der Süßstoffkarten „H“ (blau) und „G“ (gelb) von den Süßstoffabgabesteüen Süßstoff abgegeben. Ausnahmsweise gelangen wiederum zwei Brieschen bezw. zwei Schachteln aus den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 20. Nov. 1916 verliert der Abschnitt 5 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht abgerufene Süßstoffmengen dürfen von den Abgabestelleu frei verkauft werden. 8165 B Gießen, den 11. November 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. Biebertalbahn. Bom 15. ds. Mts. ab treten Aenderungen im Fahrplan ein, die bei den Fahrkartenausgabe- stellen erfragt werden können. Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, Aktiengesellschaft. 8163O in größten Riesensorten enwffehlt, da jetzt beste Pflanzzeit, preiswert. Gärtnerei Hvnee», Mar» burger Straße 67. oim ' Kleiderläuse m. Brut, Flöhe, Wanzen vernichtet radikal J. Z. 75198. Farb- und geruohlos. Reinigt die Kopfhaut. Be- förd. d. Haarwuchs. Verhüt. Haarausfall u. Zuzug neuer Parasiten Vernicht.Typhus- bazillen. Desinfiz. Vorbeug, geg. Infektionskrankheiten. Wicht, f. Schulkinder. Taus. v.Ancrk. NurinKartonpack. ä0.60u.l.20M inAnoth-Drog. Futterkalk zur Aufzucht von Schweinen, Vieh und Hühnern in der Central»Drogcrie,Schulstr. _Emil Karn. [7669 Bücher mit gediegenem Inhalt über wichtige Lebensfragen wie z. B. Liebe, Ehe, Geschlechtsleben, Ernährung, Kleidung, und Gesundheitspflege erhalten Sie in reicher Auswahl im Reformhaus, fazplatz 5 Prospekte unentgeltlich. Bitte Schaufenster beachten. 6117 Eichen-Nuhholz-Verkauf. Aus dem Gemeindewald Krofdorf (Kreis Wetzlar) wird folgendes Eichennutzbolz des Wirtschaftsjahres 1916/17 vor dem Einschlag im schriftlichen Angebotoe rfahren zum Verkauf gestellt: Distr. 6,7, 11b, 12s, 13s. 18a und 21b. Los 1.— ;>0 Fstm. Stämme IV. Kl. v. 30—39 Ztm. Mitten- durchmesser bei 20 Ztm. Mindestzovs. Los 2.--150 Fitm. Stämme V. Kl. v. 25—29 Ztm. Mittendurchmesser bei 15 Ztm. Mindestzopf. Los 3.--250 Jstm, Stämme V. Kl. unter 25 Ztm. Mittendurchmesser bei 10 Ztm. Mindestzovs. Das Eichenstammholz Kl. V unter 25 Ztm. Durchmesser kann auf Wunsch des Käufers auch in Schicktmaße auf- gearbeilct werden, wobei 1 Raummeter --- 0,7 Festmeter gerechnet wird. Der Verkauf erfolgt unter den hier gültigen allgemeinen Bedingungen. Gebote sind für den Festmeter, nach Losen getrennt, bis zum 22. November 1916 vormittags 11 Uhr an den Unterzeichneten abzugeben. Sie müssen enthalten die genaue Adreffe der Bieter und den Zusatz, daß sich dieselben den Verkaufs- bedingungeu unterwerfen. Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Möller von Krofdorf bei Gießen. Krofdorf, den 10. November 1916. Der Bürgermeister. &172B Fluß-«.Seefische I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. I 91 Sehlaler Blusen Schürzen Crepe Flore