Nr. 265 - Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag-. Beilagen: „Gtetzener ZmnillenblStter" und ..Urrisblatt für den Ureis Kietzen". poftscheSkonto: Krmttfvtt am Main Ur. U686. Vantverkehr: Se«erbebank Kietzen. M. Jahrgang euer Anzei Seneral-Anzeiger für Gberhejjen Zreitag. JG. yovember J9J6 Zwillingsrunddruck und Verlag: Brühl'scheUnwersttäls-Buch-u.Steindruckerel. R. Lange, Gießen. 5christleitnng, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstellen.Verlag: Cchriftleilung: 112. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGteßen. Wilson oder Hughes? Ungewisser Ausgang der Wahl. Berlin, 9 Nov. (WTB.) Nach einem bei der Londoner Vertretung der „Associated Preß" gestern abend 9 Uhr eingelaufenen Telegramm sind bisher für Wilson 248, für Hughes 248 Stimmen gezählt worden, 40 sind zweifelhaft. Die Wahlausschüsse beider Parteien beanspruchten für ihre Kandidaten den Sieg. Wilson habe in den mittelostlichen Staaten an Boden gewonnen. Amsterdam, 9. Nov. (WTB.) Nach einer Depesche des ^Reuterschen Bureaus aus New Dork von gestern entstand infolge der verspäteten Ankunft der Abstimmungszahlen aus dem fernen Westen und des dadurch verursachten fortwährenden Schwankens eine Lage, die beispiellos dasteht. Die Mehrheit, die Hughes in den östlichen Staaten erhielt, scheint durch steigende Stinrmenzahl für Wilson in den Weststaaten ausgeglichen zu werden. Das Ergebnis derWahl ist noch unsicher. Die Führer der nationalen Komitees beider Parteien nehmen den Sieg für chre Kandidaten in Anspruch. Die Morgenblätter verkünden alle, daß Hughes gesiegt habe; auch die Blätter der Gegenpartei. Äber schon später ausgegebene Extra-Morgenausgaben ließen es als möglich erscheinen, daß Wilson gewählt sei. Die Stimmenverhältnisse weisen so geringe Unterschiede auf, daß in den Weststaaten wahrscheinlich ein erbitterter Streit über die Gültigkeit der Zählungen entstehen dürfte. Einige Zählungen werden vielleicht wiederholt werden müssen, wodurch der Ausgang der Wahl verzögert würde. Eine spätere Reuter-Meldung aus New York besagt: In dem Maße, wie die Wahlergebnisse einlaufen, schöpfen die Anhänger Wilsons mehr Mut, da Wilson wahrscheinlich in den Staaten Kansas, Idaho, Washington, Wyoming und Neu-Mexiko gesiegt hat. Die Republikaner behaupten, in allen übrigen Staaten, wo die Wahlergebnisse noch zweifelhaft sind, gewonnen zu haben. Wenn das richtig ist, würde Hughes mit einer kleinen Mehrheit gewählt werden. Wilson ist aber in Minnesota noch immer mit einer kleinen Mehrheit voraus und ohne Minnesota sind die Aussichten für Hughes unsicher. Die Denwkraten in New Hampshire wollen eine neuerliche Stimmenzählung vornehmen; dieselbe wird vermutlich noch in vielen anderen Staaten notwendig sein. New Dork, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reut ersehen Bureaus. Um 4 Uhr früh, 24 Stunden nachdem die amerikanischen Blätter aller Parteien die Wahl von Hughes für sicher gehalten haben, ist die Lage noch immer unentschieden. Auf beiden Seiten herrscht große Aufregung. Beide Parteien beanspruchen den Sieg. „Associated Preß" berechnete gestern die wahrscheinliche Stärke im Wcchlkollegium. Sie gab Wilson 232, Hughes 239. nxchrend 60 Stimmen von acht Staaten zweifelhaft seien. llriegsbriefe aus dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. Mttberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.? Wiederholte Beschießung von Reims. Die Schlacht an der Somme. Großes .Hauptquartier, am %. November. Auch gestern Mußte eine Anzahl Granaten gegen die Festung Reims abgegeben werden als Vergeltung für die täglich erneuert Beschießung von Ortschaften binter unserer Champagnefront durch die Franzosen. Daß die deutschen Vergeltungsmaßregeln wirkungsvoll waren, haben inzwischen schon die französischen Berichte bezeugt. Gleichzeitig aber versuchen die Franzosen mit der Tatsache, daß durch unsere Granaten eine Anzahl Häuser zerstört und einige Einwohner der Stadt getötet worden sind, das schon öfter ange- rusene Kulturgewissen der Welt gegen das deutsche Barbarentum! in Bewegung zu setzen. Demgegenüber kann nicht oft genug betont! werden, daß alles, was ermin- derte Säuglings- und Kindersterblichkeit, die umso fteudiger begrüßt werden muß, als die starke Geburtenzunahme seit Beginn des neuen Jahrhunderts wesentlich zurückging. Für uns aber gilt es, die verständige HöckMahl an Kindern zu erzielen, die die wirtschaftlick)en Verhältnisse zulassen. An Hand statistischer Zahlen legte der Redner näher dar, daß in den Provinzen mft kattzoli-, schier Bevölkerung eine Zunahme der Geburten zu beobachten ist, während sie in vorwiegeich evangelischen Bezirken zurückgeht. Hieraus sei zu schließen, daß ldie Art der katholischen Seelsorger das sittliche' Individuum stärker erfasse als die evangelische. In den Städten habe die Zahl der Geburten im Verhältnis zum Lands ganz erhebliche stärker zugenommen. Entnervende Genüsse der Großstadt müßten unserer Jugend entzogen werden ohne Rücksicht auf die Wünsche reisender Ausländer. Die hohen Ansprüche. die das Genußleben stellt, erschweren natürlich die Eheschließung. Als Vorbcugungsmittel schlägt der Redner eine Abkürzung der unbesoldeten Ausbildungszeit der jimgen Leute und Uunst, wsssenschalt und Leben. — Neue svomjungen Luther. Von brieflichen Aeuße- rungen Luthers vor der Wittenberger Zeit ist nicht viel bekannt. Aede Bereicherung unserer Kenntnis ist daher mit Dank zu begrüßen. In einem Sammelband der Erfurter Bibliothek, den die Königliche Bibliothek in Berlin im Jahre 1908 übernommen hat, fand H. Degering eine Anzahl Briese verschiedener Verfasser aus der Zeit von 1498 bis 1507. Darunter sind sicher zwei, wahrscheinlich aber drei von Luther. Der erste, an Johann Braun, seinen Eisenacher Freund und Gönner, gerichtet, ist vom 5. September 1501 dattert und somft der älteste aller nunmehr bekannten Lutherbriefe. Er enthält eine Mftteftung Luthers über seine Immatrikulation in Erfurt, aus der als neue Tatsache hervorzuheben ist, daß er die Erlaubnis zum Besuch der Universität „der Fürsprache ihm wohlgeneigter Verwandter" verdankt. Ausgenommen wurde er in die Kurse zur Himmelspsorte. Der zweite Brief vom 28. April 1507 ist an Trebonius, Luthers Lehrer in Eisenach, gerichtet und bildet ein Seitenstück zu dem bisher ältesten Brief vom 22. April 1507 M Braun, denn er enthält tvie dieser eine Einladung zur Primiz. Pon besonderer Bedeutung ist der Brief vom 23. Februar 1503, hei dem leider weder Absender noch Empfänger genannt sind. An Luthers Autorschaft kann aber kaum gezweifelt werden. Ist der Brief von Luther, so gibt er uns Einblick in weltschmerzliche Stimmungen, die für diesen frühen Zeftpunkt festzustellen natürlich von hohem Juteresse ist. „Die Zeiten sind schlecht, die Menschen noch übler, am schlimmsten ihre Werke. Vor lauter Kneipereien bin ich noch zricht dazu gekommen, etwas Gutes zu lesen oder zu schreiben. Aber mit den Wölfen muß man heulen." Die lateinischen Werke entsprechen freilich den für die Uebersetzung gewählten nicht ganz, aber die Formulierung ist so individuell, daß mau aus der Klaue den Löwen zu erkennen glaubt. Kr. — Das Schweriner Hoftheater an der Westfront. Aus Lille Imrd uns geschrieben: In einem zwösltägigen Gastspiel hat das Großherzogl. Hoftheater Schwerin im Deutschen Theater zu Lille „Tiefland", „Undine", „Die lustigen Weiber von) Windsor", „Polenblut" und „Das Dreimäderl- haus" gegeben, und mit den beiden letzten Werken auch in Douai gastiert. Eugen d'Mberts Musikdrama kam in seiner gewaltigen Steigerung unter der musikalischen Leitung des Hofkapellmeisters Pros.^Kähler zu vollster Wirkung. Tie Feldgrauen standen bis kum Schlüsse unter dem Bcmnc des dramntisch-louchtigen Werkes und spendeten den Darstellern wohlverdienten Beifall. Die Ausführung der „Undine" stellte an die Einrichtungen der Kriegsbühue nicht aeringe Anforderungen, die aber glücklich von den bewährten Hauskünstlern des Liller Theaters bewältigt wurden. Auch« hier gaben die Darstetter ihr Bchies. Unter der Leitung des Hoskapell- vreifi«irs Pros. KWec Kaut frfee reisende Musik unseres Lortzing zu vollster Geltung. Bei den Aufführungen der „Lustigen Weiber von Windsor" stand H-ofkapellmeister Alfred Meißner am Pult. Tie galanten Abenteuer des Fallstaff., (den Otto Fr ei bürg mit seines.Basses Grundgewalt meisterte) erregten bei dem feldgrauen Publikum eine fröhliche Stintmüng. In der Operette „Polenblut" (ebenfalls unter der Leitung Meißners). fesselte vor allent Pia v o n Luba als Hellene durch Gesang und DarsteUungskunst. Mit besonderem Interesse verfolgten die feldgrauen Zuhörer die stimmungsvolle Aufführung des Verlöschen, Singspiels „Das Drei- mäderlhaus". Tie Schubertschen Melodien veranlaßten häufig Beifall bei offener Szene. Das feldgraue Orchester, das manchmal nicht ganz leichte Aufgaben zu bewältigen 'hatte, zeigte sich auch diesmal allem gavachsen. Um die Bühnenbilder Mächten sich besonders zwei Feldgraue verdient, Edmund Werner, der zuletzt am Kgl. Hoftheater Hannover tätig war, und Paul H e n s ch e l, der schon manchen Leser der Leidiger Illustrierten Zeitung durch seine Zeichnungen aus dem Felde erfreut hat. F. A. — Die Königin von Rumänienals Schrift stelle rin. Königin Marie von Rumänien ist Unter die Journalisten gegangen! Sie hat nämlich damft begonnen, in den „Times" einen Artikel über Rumäniens Land und Leute zu schreiben. Be- sonders wohlgefällig erzählt die Königin von ihren Besuchen bei den rummnschen Bauern. Die Bauern empfingen mich stets — so schreibt sie — Mit Blumensträußen in der Hand. Die Einwohner des Dorfes umringten mich, küßten mir die Hand, den Saunt meines Kleides oder brachten mir ihre Kinder, die das Zeichen des Kreuzes über mich machten. Manchen seltsamen abergläubischen Brauck- konnte ich beobachten. Es war den Bauern z. B. ein glückverheißendes Zeichen, tvenn ich im Regen ankam: denn der Regelt bedeutet im trockenen Rumänien Wohlstand und die Hoffnung auf eine gute Ernte. Die Bäuerinnen setzten zuweilen Eimer mit Wasser vor ihre Schwellen oder sprengten Wasser vor meine Füße. Ich habe große hübsche Mädchen gesehen, die mir mft überfließenden Wasserkübeln aus dem Kopse entgegengingen. War ich ganz nahe, so blieben sie still stehen und ließen die Wassertropsen über das Gesicht laufen, üm zu beweisen, daß ihre Gefäße wirklich voll waren. Ebenso glückbringend wie ein voller Wasserkrug ist es auch, wenn man einem mit Korn oder Stroh beladenen Wagen begegnet, aber ein leerer Wagen bringt ebenso sicher Unheil. Ich bin auch in der Tobrudscha in einem' Dvrfe gewesen, in dem Rumänen, Russen, Deutsch,e und Türken friedlich zusammenwöhnten. Ich ging durch das ganze Torf, ttat in viele Hütten ein und in jedes der vier Gotteshäuser. Zuletzt kam ich auch in die einfache, ländliche Moschee, die mit dürftigen Teppichen behängen war, und lauschte, umgeben von einer Menge von larmen Türken, ihrem seltsamen Gottesdienst, von dem ich nichts verstand . . . — Saint-Saens kontra Shakespeare. Saint- Saens hat, wie es scheint,, an der Blamage, die er sich selbst bei den ^Franzosen durch seinen Kamps gegen die Vtusik Richard Wagners geholt hat, noch nicht genug, sondern hat jetzt zu einem neuen Don Qsuixote-Ritte angesetzt, der diesmal kemem geringeren als Shakesspeare gilt. Saint-Saens ist nämlich ebenso gegen die Aufführung von Werken Shakespeares in Frankreich, wie er gegen die der Werke Wagners ist. Die Gründe, die er dafür anfülwt, sind folgende: Erstlich sei Shakespeare nicht neu und man solle doch lieber neuere Verfasser zu Worte kommen lassen; sodann sei der häufige Szenenwechsel in seinen Drainen uncrttäglich, auch wimmelten sie von Anachronisürus, und schließlich nimnit der empfindliche Saint- Saens an Shakespeares Derbheit Anstoß. Aus diesen Gründen rvill er höchstens Bearbeitungen von Shakespeares Werken zulassen, die ilm dem französischen Ge schmücke mundgerecht mäck)en. Hier hat also der Mops loieder einmal den Mond angebellt, aber Saütt- Saens hat dabei das Verbrocki-en begangen, zu vergessen, daß Shakespeare ja gegenwärtig — als Verbündeter Frankreichs anzusehen ist. Das ist nicht etwa der boshafte Einwand eines „Boche", sondern es ist der ehrsame „Temps", der Saint-Saens hierauf aufmerksam macht, und der mit Rücksicht aus den „verbündeten" Dramatiker denn doch seine Mängel und Unarten nrit Nachsicht beurteilt zu sehen wünscht. Wie unvorsichtig ivar es doch von diesem Shakespiejrrre, daß er Frankreichs NationMheldin, die Jungfrau von Orleans, gar so schnöde behandelt hat! Wir deutsche Barbareit schauen diesem ftanzösischen Familienzwiste über Shakespeare mit vielem Viergnügen zu und, vor dir Wahl zwischen Herrn Saint- Saens und den Kritiker des „Temps" gestellt, halten wir uns an — Shakespeare. EineVersteigerring von Bildern Hammers- h ö i' s. In K o.p e nh a g e n hat dieser Tage eine Versteigerung von Gemälden des unlängst verstorbenen Meisters Wilhelm Ham- mershöi stattgefunden, die, wie von dort berichtet wird, gezeigt hat, daß die Beliebtheit des Mnstlers noch dauernd im Steigen ist. Denn es wurden für die Bftder Summen gezahlt, die nach den dänischen Verhältnissen und nach den bisher für Wjerke dieses Malers angelegten Preisen als sehr erheblich zu bezeichn Sn sind. Eine „Modellftgur", die im vorigen Jahre mit 3000 Kronen bezahlt wurde, brachte bei dieser Versteigerung 5000 Kionen (der Friedenswert der Krone beläuft sich auf rund 1,12 Mark^. Den Höchstpreis erzielte eine andere Modellftgur, die volle 10 000 Kronen erbrachte; dies Werk sowohl wie auch eine „Artemis", sicherte sich die König!. Gemäldesammlung. Für das letzterwähnte Bild mußten 6000 Kronen angelegt werden. Hoch bezahlt wurde ferner die „Morgentoilette" mit 6400 Kronen, die Bildnisstudie einer jungen Dame mit 5100 Kronen und der „Bäckerladen" mit 5000 Kronen, doch brachten alle Bckder durchgängig sehr gute^ Preise. Der Gesamterlös dieser Hammershöi-Versteigerung belief sich auf 78 000 Kronen, also — nach dem Friedenskurse gerechnet — auf gegen 87 000 Mark. Eine Vergrösserung n als passendes Weihnachtsgeschenk Nh Beamten uov. Es udifje eine frühere Hausl>altsgrüirdnrm er- mbnlwht IwrNm Semit elfem fei cS aber 3tül)l gettnr. die Ans-- brldtzmg der Mädchen müsse andere Bahnen als heilte einschlaaen. Den, aber )tel>eii schSvere Hindernisse entgegen. Diß^ radikale Frmu iibewegiudg Hkindcrerftiehun-p". Der Redner behandelte und begründete eingehend fomende Lertfähe: ..Wir erstreb«» und erloarten als Sogensfrircift unserer gro- szeri und schweren Zeit Vertiefung und Erneuerung deS deutschen ErzielmngStIlsens und fordern darum: - ^ l. Ge) vis sendete kindereryiehnna in der deutschen Fatnilre Zn Gottesfurcht, Vaterlandsliebe, FlE und Gehorsam als Grundlage der gesamten Jugend- und BolrServiehung. 2 6(i,,ib bce leimenden Hebens besonders durch Berti eftum und Verbreitung 6er sittticd-religiösen Welt- imd Lebens' mrschaurmg. ^ ^ _ , r M 3. Zweck- und planmäßige KlernnnderftirsorDe ans Grund des pantüienprintzipS dmxb Dhrtterschutz, Säuglingspflege und MHerffortt. „, 4. Eliristlick>giationale Sckuilcw-nchung. erttc gesunde Schul Verfassung. Schulgemeinde. SekmlVorstände. .Hausbesuche, Elternabende. Schulfeste, eine gemäße Schuloraiurisativn (Beseiti. mrng der Voricftule. Ausbau und Aufbau der Volksschule, Deutsche Bürger- und Obervürgerschule. _ 5. Erziehung der Jungfrauen zu tüchtigen Hausfrauen und Hansnütttern (Hanshaltungsschule, Inngfraueiwereine. weibliches Dicnstjalw) und der Inngmannen zu tüchtigen Hans-- und Familien vä Nun (Fortbildumgsschlule, Iugerrdlvehr und Botksheer, Mmpf gegen Alkohol und UnMclK). 6. Einl^itliche öffentliche Erzicümna durch Schaffung eines Erzieht ingsvatcs oder ErzielZungSonsfelmsses für jede bürgerliche Gemeinde." Auch diese Ausführungen wurden von der Bersannnluug mit lebhaftem Beifall ausgezeickmet. D a r m ft a d t, den 9. November 1916 Zu den heute vormittag 10*/, Uhr eröffneten Beratungen im .Maisersaal" war wiederum ein außerordentlich starker Andrang: auch daS Grobherzogspaar und P r i n z e s s in F r i e b r i aj Karl von Hessen wohnten der Versammlung bei. DaS heutige Tliema lautet: „Der Neuaufbau sta ch Seiten des i Wohnungswesens". Zuerst sprach darüber d«w bekannte Bodenreformer Adolf Damaschke- Berlin. Er wicS darauf hin, daß schon in den früheren Beratungen die Wohnungsfrage mit als Mittel zum Neuaufbau des Familienlebens gestteift worden sei: fte bilde auch nach seiner Meinung den Kernpunkt des ganzen Problems. Der Redner mächtig dann zu dem Tliema nähere Ausführungen, wobei er mitteilte, dab sein Vortrag bereits gedruckt vorliege und zwar in den „Sozialen Heiniftätten" mit deni Urttertttel „Eine Lebensfrage für das deutsche Volk". Auf die Versammlung machten seine Ausführungen einen starken Eindruck mid wurden mit stürmischen Beifall belohnt. (Als zweiter Redner sprach Oberbürgermeister v. Wagner- Mm, der eine Reihe beachtenswerter Vorschläge Machte, aus die wir heute wegen Raummangel nicht näher eingehen können. An die iVorttäge schloß sich eine znm Doll sehr lebhafte Aussprache, >die sich bis */,2 Uhr ausdehnte. Den Beschluß des Tages macht« eine wiederum sehr stark ln-suchte Bersainm.lju.ng iM Turnhallen saat am WoogSplatz, in welcher F-rcm Pastor Har heck-Thallichten - (erg und Frau Gch. Rat Heß berger-Berlin das Thema: „Die deutsche Frau als Haussvalu und Mutter" behandelten. (Fortsetzung folgt.) vie Goldankausftelle ist morgen von \() bis { 2 % Uhr geöffnet! Meteorologische Beobachtungen der Station Sieheir Nov. 1916 M 5* L 1 - 5 1 K 83 9 M a 5 jj.SP S-|' 55 5 eo 3 |s s 5 eo I f JO .5 V ‘O JO .B % 45 ! S||I Wetter 9. 2" 9,4 7,1 81 10 Bed. Himmel 9. 9" — 7,2 7,0 92 — — 9 Bew. Himmel 10. 7" 2,1 6,1 96 10 Nebel l höchste Temperatur am 8. bis 9. Nov. ISIS: -f- 9,6' C. Niedrigste „ „ 8. * 9. , 1916: + 4,3° 6. Niederschlag 0,0 mm. Bekanntmachung. Die Sammelstelle der Raftauischen Sparkasse in N o d h e i m wurde, nachdem Herr D u d e n h ö f c r sein Amt als Verwalter freiwillig niedergelegl hat, nach Bieber verlegt. Mit der Verwaltung der Sammelstelle Bieber- Haben wir Herrn Hauptlehrer Fr. Löll daselbst betraut. Die Geschäftsführung erfolgt in der seitherigen Weise. 809 T Wiesbaden, den 8. November 1916. Direktion der Naffauischen L andesbank. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Richard Loewenthal L Comp. Gießen eingetragen: Der Richard Loewenthal Ehefrau, Karoline geb. Schuster in Gießen ist Prokura erteilt. 809 . Drei» per Glück mit » verlchtedenen Nadeln und Faden Mli. 3.50 unter Nach«. Porto n. Berpack. sre!. Ltändlq viele Anerkennungen. Man beachte: 1. „dutotl 14 ist unübertreffliches GriliinaifabHka«! L. ^gotvel" ist aus Metall (kein lLisen), daher joltd l 3. «gllwel" hat die händlichst-' und kürzeste Form und können deshold Schuhe wirklich damit repariert werden! *. JJutser hat tm Heft gelagerte Metallspule, deshalb kein Ber- wickeln u. Abreiben deS Faden«! 6. „JJuroer hat i. Hefteinen Nadel- dehälterl.Juwel-' kann deshalb niemals mit billigen hölzernen oder metallenen Nachahmungen verglichen werden, die alle kau», einen obiger Vorzüge besiyenl General.verttteb I.Söpfl, München 70 Landwebrstrafie 3$. (8100BS) _ Sommersprossen kann jeder ln 10 Tagen gänzlich beseitigen- Ausk. kostenlos krau Ern» Brandenburg- LoesBin, Berlin N 60. In gutem Hause Privat-Mittaqstisch 78381 Btsmarckstrastc V II. ^ivangölikrsttigkruiig. Freitag, 12. Jan. 1917, vormittags 10 Uhr, wird auf dem liiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 14, die dem Georg Bill zu Rieder-Weisel zugeschrievene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: s>lur 38.Nr. 282*/ 10 —482qimBauplav am Hamm. Die amtsgerichtliche Verfügung ist tm OrtSgerichtS- -immer öffentlich auSgehängt. Gienen, den 17. Qkl. 1016. Grosch. OrtSgericht I. V. Leo. 8082V Kilt». Dnmcnnhr vor!. Kaiser-Allee—Neneniv. Ab- zugeven gegen Bel. KaiBer- Allee 39 I., Vorderhaus . 0l3lM Lebendes blellUffel. Hühner, Hahnen. Enten, Gänse ufw. PreiSlme gratis. I. Mobr jun., Weflügel- Import, Hoft., Neu-Ulm, Postfach 27. [810T> ^ litte Schleier Binsen Sehtraen Crlpe Höre Cfl Tbdebau.sQalomorK (y" o/ftv-v.' 30 cm breit 36 cm hoch (einschliesBlich Karton) erhält jeder von seiner eigenen Aufnahme, der sich in der Zeit von heute bis einschliesslich g Montag, den 4. Dezember, einerlei in welcher Preislage, bei uns photographieren lässt. ™ 12 Postkarten von JL 1.90 an 12 Visit (matt) Jt 4*- Bd mehrer. Personen kleine Preiserhöhung. UMSONST Strauss ldriinlei» fudu möbliertes Blnnner mit voller Pension mÜgl mit Klavterbennvung, 5 christliche Angebote unter v » 71 au de, ie u v erb. Möbl. Zimmer mit voller Pension in gliteni Hanse für älteren Herrn gesucht, ntög- Uchst ln der Nähe der Universität u. Kliniken. Schr. Angebote unter 013192 an den ' ' i ebener Anz eiger erb. , iu imfeu' Grostbandlung suchen wir [8104 IW. 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