Hr. 2(>0 Zweiter Mstt M. Jahrgang Erscheint täfHöf mit Ausnahme der Sonntags. Beilagen: „Gletzener FamilienblStter" und „Nrelsblatt für den Kreis Gießen". Postscheckkonto: Zrantsurt am Main Nr. U686. Vankvertehr: Gewerbebant Gießen. Generat-Anzeiger für Gberhejsen Samstag. 4. November ZwillingSrunddruck und Berlag: B r ü bliche UnweriuätS-Sifch-u.St.'lndruckerer R. Lang e, Gießerr. Zchristleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulsttaue?. eschäf.ö>ieUe u. Lertag: Schriftteirung: 112. Anschrift für Tr ht >achrlchten:AnzeigerKteneu. Somme und Siebenbürgen. II. Der Verlaus der Sommeschlacht läßt sich in vier große Abschnitte einteilcn, die im wesentlichen mit den Katender- monaten ihrer Dauer zusanrmenfallen: Der Juli brachte An ersten Ansturm. Obwohl wir diesen erwartet hatten, darf doch zugestanden werden, daß die Stärke und Dauer seiner artilleristischen Vorbereitung unsere Erwartungen um ein vielfaches übertrofsen hat. Nur der beispiellosen Hingabe und Aufopferung unserer Truppen ist es zu verdanken, daß es gelang, den ersten wuchtigen Dirrchbruchsversnch crufzuhalten. Schon in der zweiten Julihälfte sah der Feind sich gezwungen, seine ursprüngliche Durchbruchsabsicht aufzugeben und an Stelle des Durchs stoßes in nordöstlicher Richtung, also in die Spitze des von ihm im ersten Anlauf erkämpften Geländedreiecks hinein, die bescheidenere Taktik des Aufrollens durch auseinanderstrebenden Doppeldruck auf die Schenkel des Dreiecks zu setzen. Als auch diese neue Taktik bis Ende Juli nicht zum Erfolge geführt hatte, ging der Feind während des Monats August zu einer ziemlich planlosen Taktik des allgemeinen Drucks auf die G-esamtfront über. Sie brachte ihm trotz immer wiederholter höchster Krastanstrenqunq nur unwesentliche Teilerfolge. Wir wissen aus einer großen Reihe von Presseänßernn- gen und haben auch auf andere Weise in Erfahrung bringen können, daß gegen Ende August in den Reihen unserer Feinde, zumal der Franzosen, die Erkenntnis sich Bahn gebrochen hatte, daß die Sommeoffensive ihr Ziel nicht erreicht habe und kaum jemals erreichen werde. Damals drängte sich unseren Feinden die Notwendigkeit auf, dem allgemeinen Sinken der Siegeshoffnung durch eine bedeutsame Neugestaltung der Dinge entgegenzuwirken. Durch kräftigen Druck gelang es, den neuen'Feind, Rumänien, aus den Plan zu bringen. f Eine Reihe von schwerwiegenden Kriegsratssitzungen fand statt. Für den Fortgang der Sommeschlacht wurden ihre Beschlüsse von einschneidender Bedeutung. Die deutsche Führung hat diese Beschlüsse und ihre Auswirkung voll erkannt und auch ihrerseits zum Ausgangspunkt wichtiger und heilsamer Entschließungen gemacht. Von dem Septemberkriegsrat unserer Feinde datiert die wi-^ermn völlig veränderte Taktik, welche in der Folge ein- geschlagen wurde, und die während des September auch zu einer unleugbaren Steigerung des seiirdlichen Vordrängens und zu verhältnismäßig bedeutenden Erfolgen geführt hat. In drei großen Anläufen, vom 3. bis 7. September, vom 12. bis 17. September und mit stärkster Anspannung und entsprecherrd bedeutsamen! Erfolge am 25. bis 27. September, versuchte der Feind, seine neue Absicht z>u verwirklichen. Man muß anerkennen, daß diese neue Taktik nichts anderes bedeutet, als entschlossene, nur den veränderten Umständen entsprechend etwas abgewandelte Wiederaufnahme der kühnen Anfcmgsabsicht: des strategischen Dnrch- bruchs, der nun wiederum die Richtung aus die Spitze des erkämpften Dreiecks bekam. Da diese Spitze nördlich der Somme, im Abschnitt zwischen Somme und Ancre, lag, so brachte der neue Plan des Septemberbeginns die endgültige Spaltung der Sommeschlacht in zwei im wesentlicAn getrennte Schlachten. Die Südschlacht, im Abschnitt Braches bis Berm-an- dovillers, zeigte nach einem großen Durchbruchsversuch an der Gesamtfront von Mitte September an ein allmähliches Nachlassen der Gesamtstärke. Trotzdem hat der Feind auch in der Südschlacht — zwar nicht auf Grund eines großen operativen Gedankens, wohl aber durch eine Reihe kraftvoller Einzelstöße — einen immerhin erkennbaren Geländegewinn erzielt, insbesondere in den Abschnitten zwischen Berny und Chaulnes, also an g—— 1 . . . .. » ■i m ■!■■■ , ■ mm ..— Gietzener Stadttheater. Das Alter. Klemstadtkomödie von Paul Quensek. Die „Neuheit", die uns gestern abend voraesührt wurde, hat tan! Jahre 1901 nach einem Preisausfckweiben für Stücke in säck>- üscher Mundart zu Chemnitz ihre Uraufführung erlebt. Welchen Umständen sie es zu verdanken hat, daß man sic jetzt wieder ausgrub 'und „renovierte", entzieht sich unserer Kenntnis intb unserm 23erftonibiTt3. Dieses belanglose Klein stadttdyll mag aus einer Lo- kalbühne recht gut wirken, im Spielplan unseres Stadttheaters ist es wiederum eine Niete. Daß dies kein vereinzeltes Urteil ist, konnte jeder, der Ohren hatte zu hören, aus den Gesprächen iw W-andelgange entnehmen. Einem Stadtmusikus wird die erschütternde Weisheit beigebracht, daß das Alter der Jugend Platz machen muß. und ein verwegener ^ünglmg zu der Erkenntnis geführt, daß sich in der Beschränkung etft der Meister zeigt. Solch Exemplum zu statuieren, wurde man m eut nicht humorlos geschontes Klein st adtmilieu versetzt und mit einer Reihe von Nebenfiguren bekannt gemocht, die nicht neu erfmtdeu, aber teilweise reckslt glücklich behandelt sind. Den Darstellern boten sich daher dankbare Rollen. Wilhelm Hellmuth, dem auch die Spielleitung oblag, stattete seinen Stadtmusikus mit behaglichen Zügen aus. Es gelang ihm wie fast immer erne typisch empfundene Gestalt. Adolf Falken als scm Sohn bot eme brave Leistung. Prachtvoll in Maske und Sprel war der Kantor, den Max Wesolowski verkörperte. Der Künstler bleutet für unsere Bülme entschieden einen Ge- wrmr. Eine so klug durchdachte Gestalt hoben tvir seit langem hrer nicht mehr erlebt. Elli D ornhöfer hat ein Spiel,' bei dem man nicht recht warm werden kann. Martha G e r s d o r f f füllte ihren Platz als unsentimentale Großstädterin recht gut aus E Helene Kall mar verstand sich auch diesmal wieder auf ein sympathisches Spiel. Kleinere Rollen wurden in großer Zahl vergeben und boten tellweise Gelegenheit zu geschickter Skiz- ziernng. -Dt« Uranfführnngeines Heine-Stückes. AuS Magdeburg wird uns geschrieben: In jenen ersten Tagen der Stafrcximimsetl, in betrat der junge Ruhm Heinrich Heines auszuleuchten begann und die berühmteste Koloratursängerin ihrer Zett, Angettca Eatalani, Triumph über Trinmpb feierte, führen Wtfl Sxrnurrat Stern und Adolf Steinmann, die Verfasser des am ^. Magdeburg aus der Taufe gehobenen Heine Aückes: ,,StudrosuS Hein e", ein Bild aus .Heines Göttinger Studentenzeit. Die Möglichkeit eines Zusammentreffens- der Südecke des Dreiecks. Von einem weiteren Ausbau dieser. Erfolge hat er, jedenfalls infolge der bereits erllittenen Verluste, Abstand nehmen müssen. Dafür verlegten unsere Feinde die Wucht ihrer gemeinsamen Angriffe ganz unverkennbar in den Nordabschnitt zwischen Somme und Ancre, und hier ist es ihnen gelungen, bas erkämpfte Dreieck nicht unerheblich zu erweitern. Den Höhepunkt ihrer Anspannung und ihres Erfolges bedeutet die Schlacht des 25. bis 27. September, welche den Feinden die Ortschaften Gueudeconrt und Ranconrt und das gesamte zwischen ihnen liegende Gelände, eingeschlossen die größere Ortschaft Combles, eintrug. Das Ziel ihrer unerhörten Anstrengung aber, den strategischen Durchbruch an der Spitze des Dreiecks, haben sie auch in dem unvorstellbar gewaltigen und mörderischen Ringen des September nicht erreicht. Das beweist ein Blick auf die Karte der Lage zu Ende September: Das Dreieck, welches zu Beginn des September mit der Spitze bei Longuevät im wesentlichen im Sinne der Hauptangriffsrichtung lag und so die feindliche Anfangsabsicht des strategischen Durchbruchs wenigstens in der Anlage verkörperte, hat sich nach der gescheiterten Wiederaufnahme dieser Anfangsabsicht im Lauf des September zu einem flachen Bogen verwandelt. Das feindliche Ziel konnte also nur in den Schenkeln des Dreiecks in stärkerem Maße erreicht werden. Gercttx da, wohin die Gesamtrichtung des Angriffs zielte, nämlich an der Spitze, ist der Feind nicht nennenswert vorwärts gekommen. Der vierte Abschnitt, der im wesentlichen mit denr Oktobermonat zusammensällt, hat eine ununterbrochene Fortsetzung der feindlichen Angrisfstätigkeit auf der ganzen Front gebracht. Auch in diesem Zeitraum ballte der Feind seine Kräfte in Zwischenräumen von jetzt nur etwa fünf Tagen zu gewaltigen Angriffshandlnngen, „Großkampftagen", zusammen, ohne daß in den Pausen der feindliche Ansturm völlig ansgesetzt hätte. Aber diese gesamte, ununterbrochene und höchst gesteigerte Anspannung hat dem Feinde im Oktober nur örtliche, auf Karten kleineren MaßstabeS überhaupt unerkennbare Fortschritte gebracht. Der Ausbau der deutschen Widerstandskraft hat nämlich seit dem kritischen 25. September derartige Fortschritte gemacht, daß wir heute dem' Feinde in einer Stärke gegenüberstehen, welche seine zahlenmäßige Ueberlegenheit zum mindesten durch den höheren Kampswert unserer Truppen aller beteiligten Waffengattungen ausgleicht. Dieser Stand der Dinge zu Ende Oktober beweist unwiderleglich, daß es der verbündeten Heeresmacht Englands und Frankreichs nicht gelungen ist, den an der Somme gebundenen Bruchteil der deutschen Streitkräfte zu zerreiben und damit unsere Westfront zu erschüttern. Das ist die Antwort der deutschen Sommekämpfer auf das eine der neuerdings verkündeten schon erheblich eingeschränkten Ziele der feindlichen Sommeosfensive. Die zweite dieser bescheidener gewordenen Fragen an das Schicksal war: wird es gelingen, soviel feindliche Kräfte zu binden, daß Deutschland wenigstens außerstande ist, seirren tapferen Bundesgenossen im Südosten Europas ge- nügetrd Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen, um sie z-nr Abwehr oder gar zur Niederzwingung des neuen Balkangegners instand zu setzen? Vom Eintritt dieses neuen Verbündeten hatte sich die Entente eine entsprechende Wendung der Lage auf der gesamten Ost- und Südostfront versprochen. Hatte sie uns bisher an beiden Fronten unerschütterlich gefunden, so glaubte sie mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß das bisherige Gleichgewicht der Kräfte an der Ostfront durch Hinzutritt Runräniens endgültig zu ihren Gunsten verschoben werden würde, während die Wiederaufnahme der Sommeosfensive es uns unmöglich machen sollte, diese Verschiebung auszugleichen. Was im Westen bisher mißlungen war, sollte nun im Osten glücken. Und wie ist's geworden? Auf diese Frage war die Antwort: wir haben die Westfront unerschütterlich gehalten und trotzdem genügend Kräfte freimachen können, um nicht nur den russischen Massenansturni zum Stehen zu bringen, sondern auch dem neuen Feind seinen tückisch errasften Gewinn aus dem Rachen zu reißen und die Bulgaren bei Rückeroberung des räuberisch ihnen ab gepreßten Landes am Donaudelta zu unterstützen. Schon fiitb die Eingangspforten zum Herzen Rumäniens, die Balkanpässe, in unserer Hand. Der Plan unserer Feinde, mit Rumäniens Hilfe unsere Verbündeten inr Südosten einen nach dem andern zu vernichten, unsere Verbindungen mit Konstantinopel zu durchreißen, die Osmaneuhauptstadt in ihre Hände zu bringen und damit die schmerzlich entbehrte Einheit unserer Einkreisung herzustellen, ist gescheitert. Auf die zweite Schicksalsfrage der Entente tautet unsere bisherige Antwort: die eroberte Dobrndscha, das befreite Siebenbürgen. Starke und Verluste üer feindlichen Mächte. Generalleutnant z. D. H. Rohne erwähnt in der „Voss. Ztg." eine Uebersicht über die Stärke der im gegenwärtigen Kriege ausgestellten Heere, die nach dem Londoner ^Journal os the Union of Dcmocratic Control" die in New Pork erscheinende Wochenschrift „Independent" gebracht hatte. Es ist darin angegeben, was irrt Juni 1915 verfügbar war, rvas seitdem bis Ende 1915 hinzugetreten ist und welche Verluste die Armeen erlitten haben. Tie Vertu stzifsern umfassen die Zahl der Gefallenen und Vermißten, erhöht um 20 v. H. der Verwundeten, die voraussichtlich nicht wieder diensttauglich werden und 5 v. H. als an Krankheit verstorben oder dauernd dienstunbrauchbar geworden. Danach waren im Juni 1915 verfügbar neu hinzugetreten zusammen in Rußland 6 200 000 3 200 000 9 400 000 Mann „ Frankreich 3 600 000 750 000 4 350 000 , „ England 1500 000 1400 000 2 900 000 ‘ „ Italien *1400 000 500 000 1 900000 „ so daß der Vierverband nicht weniger als 18 520 000 „ ans die Beine gebracht hat, wobei Belgien, Serbien und Montenegro nicht berücksichtigt sind — von Japan ganz zu schweigen. Tie Verlust e sind angegeben: für Rußland mit 2 940 000 Mann „ Frankreich. „ 1560 000 „ „ England „ 347 000 „ „ Italien „ 220 000 „ Diese trockenen Zahlen erhalten ihre Bedeutung erst, wenn man sie mit der Größe der Bevölkerung vergleicht. Nach dem Stattstischen Jahrbuch für das Deutsche Reich vom Jahre 1915 bettug die Bevölkerung in den Jahren 1910 oder 1911: in Rußland rund 106 000 000 Köpfe „ Frankreich! „ 40 000 000 „ „ England „ 46 000 000 „ „ Italien „ 35 000 000 >, Hiernach beträgt die Stärkederaufgest eilten Heere im Verhältnis zur Bevölkerung: 8,9 v. $. io,8 „;/ 6,3 °/5 „,, in Rußland „ Frankreich „ England „ Italien Frankreich hat weitaus die im Verhältnis zu ferner Bevölkerung 'stärkste Armee aufgebracht: wie erschöpft es aber ist, zeigt die geringe Ziffer des Nachschubes — 750 000 Mann. Tic Verluste betragen für: Rußland 31,3 v. H. der Heevesstärke. 2,7 v. H. der Bevölkerung Frankreich 36,3 „ „ „ „ 3,9. England 12,0 „ „ „ „ 0,6 Italien 11,6 „ ., „ „ 0,6 England hat es, wie immer, verstanden, den von ihm geschürten Krieg hauptsächlich von anderen führen zu lassen. Das tritt in, 'wesen Zahlen iuxf> nicht so in die Erscheinung, wie es wirklich der Fall ist; denn ein sehr großer Teil seiner Verluste betrifft die nt der Bevölkerungsziffer nicht ettthaltenen Farbigen. Heines mit der berühmten Sängettn, von dem die Lebensge-, schichte des Dichters freilich nichts zu erzählen weiß, haben die Verfasser zu einem Sttmmnngsstückchen verarbeitet, dein seiner Eigenart wegen der Erfolg nicht versagt bleiben wird. Infolge eines Postunfalles hat die berühmte Sängerin unweit Göttingens in der Wittsäwft für Landwehr unfreiwilligen Ansentl>alt. Göttinger Studenten, unter ihnen Heine, suchen sie zu trösten, und während Heines Freunde ihren Wagen und Gepäck bergen, spinnen sich zwischen ihr und Heine zarte Fäden-an. Den Stunden harmonischen Glücks, die Heine genießen durste, folgen schwere Schicksalsschläge. Seine Weigerung, das Dichter! aufzugeben und nur noch der Jurisprudenz zu leben, fühtt zum Bruch mit seiner Familie, fern Ehrenhandel mit dem Studenten Wiebel aus Eutin kommt aus ihm unbegreifliche Weise zirr Kenntnis des Senats, der ihn wegen Ueberttttung des Duellverbotes regiert. Um sich selbst wiederznflndan, rüstet er sich zu seiner Harzreise, nach herz- licknm Abschied von den Freunden begegnet ihm noch einmal die Catalani. Aus ihrem Munde erfähtt er, daß sie selbst die Anzeige an den Senat erstattet hatte, nicht ans egoisttschen Gründen, sondern wml sie einen Hauch seines Dichtcrgeistes verspürte und nicht wollte, daß sein Leben vielleicht im Duell sein Ziel fände Um ihn für Deutschlands Dichterparnaß zu erlitten, tat sie diesen Lchrrtt, für den sie von Herne Verzeflstrng erhält, und versöhnt sckieiden sie von cinmider. — Die Verfasser haben mit Geschick einen Ausschnitt mrs Heines Leben leberrdig zu gestalten vermocht. Auch die anheimelnden Episoden aus der Biedermeierzeit, die durch allerhand charakteristische Stteislichter ans dem Göttinger Professoren- und Studentenleben ausgchellt und obendrein durch Heines Persönlichkeit noch anziehender gemacht werden, dürften dem Drama, das über das Niveau eines guten Unterhaltungsstückes gar nicht hinausgreifen will, überall eine gute Llufnahme sichern. Die Aufführung am Stadttheater, urtter Tischlers Leitting glanzvoll inszeniert, errang infolge der ausgezeichneten Darstellung des jungen Heine durch Ludwig Christ und der vornehmen Gestaltung der Catalani duvch Else Lüders einen vollen Erfolg. — Berliner Theaterbrief: Berliner Uraufführung eines Sternheim-Klinger Dramas. Aus Berlin wird uns geschrieben: Tic am Montag erfolgte Ur- Qlsführnng pes Kl inger scheu Drarnas „Das leidende Weib" in der Bearbeitmrg von Carl S t e r n h c i m inr Berliner Deutschen Theater kamr aus eine Vorgeschichte von fast drerviertel Jahren zurückblicken. Vor diesem Zeitraum stand das Stück noch unter dein Verbot der Zensur und konnte daher nur in einer einmaligen, stteng gesckiilofsenen Vorstellung vor gcladeneni Publikum gegeben werdet!. Llber die Theaterzensur bewies, daß au.ch sie unter Umständen ihre Strenge zu mildern vermag, und ermöglichte so die Ausnahme des Werkes in Reinl)ardts „Deutschen Zyllus". Ter Zeüpunkt mag gerade jetzt gewählt worden sein, um den vor kurzem anfgefühtten „Soldaten" von Lenz ein Werk seines Zeitgenossen und Freundes Friedrich Maximilian Klrnger folgen^zu lassen. Mlerdings ist es nur noch teilweise ein Klinger- sches Stück, da Carl Sternheim sich nicht mit einer Neueinrichtung begnügte, sondern eine inodern inspittette Umdichttmg schrieb. Während Klinger sich gegen die literarisirende lobe seiner Zeit wandte und die Leiden der Frau von der gekünstelten Att ihrer Männer herleitete, greift Sttrnheim die Einzelheiten der Diplomaten gattin heraus, dis unter den Einflüssen der wirren Sttmmiung der Krtegszeit einer jäh anflcnchtenden Liebe zum Opfer fallt. Das Stück hat viele starke Momente und ist auch sprachlich oft vvn reizvoller Eigenatt, ohne jedoch über die Kluft hrwwegzukommen, die sich in jeder Beziehimg zwischen Klinger und Sternheim anftnt. Sternheim verzichtet diesmal auf seine scharfe Irottte, die sein Bestes ist, um mehrfach in Sentimentalitäten zu gleiten, aus denen er dann wieder in dichterisch vettiesten Momenten herausfällt. Dementsprechend sind die Iiollen ziemlich schviettg und zersplittert geworden, mit einenr jähen Wechsel vmr Tivaterhaftem^ und Menschlichem. Die beste Leistung des Abends ist Lutte Höflich als Frau des Gesandten, die nttt außervrdentlick-em Takt über verschiedene Schrviettgkeiten 'hinwegkommt und den Mittelpunkt bildet, dem die einzelnen Szenen des Stückes itnmer wieder in stadem Lochnmng znsttömen. Bruno Decarli hielt die schwierige Gestalt des Gttandten aufrecht, und Gtnard von Winterstesu war stark und natürlich wie immer in der Gestalt ttnes derbgernüt- vollen preußischen Ofsiziers. Paul H a r t m a n n sprach den sungcn Liebhaber und Kriegshelden nttt glücklicher Wärme, ohne in die Gefahr ernes falschen Pathos zu verfallen. , B. s Weihnacht s Märchenbuch dar Alliierten. 5- ie . tcr J eT j-! sind wieder einmal am Werk, um ihre würdige Ernigkelt und Einheitlichkeit zu beweisen. Trotzdem diese neue gemeinschaftliche HQtdlUng der gegen uns Verbündete Mächte unter Führung Englands vorberettet und untertwmmen wird, handelt es sich dresnial um keine Fttndseligkeit, sondern der Mntechslung halber um ttn Eigenlob. Me der „Ganlois" mitzutttlen loeiß, bereitet nämlich ein Londoner Verlag für die kommenden Wcil)-- nachten ein sog. „Märchenbuch der Alliietten" vor. Diese Märchen werden von dem englischen Schriftsteller Edmund Gosse aus den Sagem der alliierten Völker gewählt, die Jllusttattonen fühtt der englische Zttchner Atthur Rackhan auS. Jede alliitntte Natton wird durch ttn Märck>en vettrtten fein, das die edle Rttnheit und die hoben Werte der betreffenden Natton unwiderleglich dartun soll Es ist nicht zu leugnen, daß diese Idee der Propaganda orichnell ist und sicherlich wird das Buch sttne Reize habeu, da die Mliietten und ganz besonders England, sich ja beßannttich ausgezeichnet auf Märchendichttingen verstehen! Das Reuterbureau ist zu verkaufen 2Xirfcr Berliner Mitarbeiter schreibt uns : ko ist zju verkaufen! Die Direktion des C. (Wkm^ung für Reuters Telegrcrphen-Compagnie) ^lbft terlt der staunenden Mitwelt diese Nachricht mit. Da Reiner aber das Lügen zur zweiten Natur geworden ist, gibt er natürlich nicht die volle Wahrheit. Er spricht von sehr günstigen Kaufangeboten und von der Wahrung des unab- hänaigen Charakters des Bureaus. Mer jeder Eingeweihte weiß, daß die Aktionäre seit Ausbruch des Krieges keine Dwiverrde mehr gesehen haben. Es muß also wohl etwas in Ordnung sein. Als Baron Herbert de Reuter im April v. I. Selbstmord beging, da wußten die Kabel in echt englischer Heuchelei nur einen sentimentalen Privatgrund: Aus Gram über den Tod seiner Frau, die der Sohn des „Fvvßen" Gründers so sehr liebte. Unterdessen ist aber doch manchcis bekannt geworden, was auch auf andere Ursachen sHttefien laßt und wodurch die jetzt bevorstehende Transaktion erklärt wird. Das Reuterbureau steht seit Kriegsausbruch unter staatlichem Kommando. Der Krieg macht sich für R. T. C. keineswegs bezahlt. Viele Abonnenten auf dem Kontinent, die einst willig und geduldig den Ideuterstoff in sich auftiahmen, sind weggefallen. Das Geschäft mit China geht besonders schlecht, und in Nordamerika hat inan sehr böse Auseinandersetzungen gehabt. Der neue Schwindelchef, Herbert Haley, der wenige Tage nach der englischen .Kriegserklärung an die Spitze des Bureaus gestellt worden war, hat durch seine faustdicken Lügen, mit denen er die englischen Boriemverte in den Vereinigten Staaten Hochhalten wollte, selbst die Jankees stutzig gemacht. Die Belagerung Aachens, die Beschießung von Frankfurt a. M., die verschiedentlichen Giftmorde des deutschen Kronprinzen usw., das war auch für die Amerikaner auf oie Dauer zu viel. Selbst england- freundliche Blätter, wie „New' York Herald", „Now York Times", „Chicago Daily Expreß" und „Sun" weigerten sich schließlich, Reuters Depeschen zu bringen und drohten, nur noch Wolfftelegramme aufznnehmen, soweit man ihrer drahtlos habhaft werden körure. Aus der weiteren Auseinandersetzung mit Reuter scheinen dann etliche Kündigungen erwachsen zu sein. Das Bureau schränkte zwar hierauf die Mteilung für Fabrikation eigentlicher Lügen etwas ein und erweiterte dafür den Betrieb der Verschleierung und Umdichtung der Wahrheit. Aber das sinnlose Hinauspfeffern aufgelegter Unwahrheiten hat dem eng lischen Nachrichtenhaus doch mächtig geschadet. Dazu kom men noch rein interw-geschästliche Rückständigkeiten des Reuterbetrnebes, die zu einein Rückgang der Aktien werte geführt haben. Der verstorbene Baron war bekanntlich ein großer Knickr, ein kleinlicher Mensch, der alles Heil des geschäftlichen Wohlergehens im sparsamsten tforttxmrfton erblickte. Das Redaktionsgebäude in 24 Old ^Qvry zu Loirdon blieb durch Jahre und Jahre hindurch dieselbe Baracke. Der Weg zum vierten Stockwerk führt über lebensgefährliche Stufen. Die Dachkammer, in der Reuters „Allgemeine Korrespondenz" hergeftellt wird, würde man in Deutschland keinem Lumpensammler als Aufenthaltsort zu muten. Die Angestellten werden aufs äußerste ausgebeutet. Es wird mtt Überstunden gearbeitet, wobei erst ruht wenig ^eistung herauskommt. Das ganze System ist auf winzigste Bureauspesen und möglichste — Börsenverwertung des Nachrichtendienstes eingerichtet. Die Hauptsache ist gar nicht die Redaktion, sondern das Bankhaus, das Baron Herbert für stinen besonderen Gebrauch gegründet hat. Dieses eigene Bankhaus ist ihm von seinen Landsleuten sehr verargt worden. Kurz vor dein Kriege wurde die Reutergeiellschaft auch in einen heftigen Geschäftskampf mit der englischen Presse verwickelt, weil sie durch das Versprechen von günstiger Be fprcchung bei ihr annoncierender Geschäftshäuser das Ännon- cenwesen an sich zu reißen versuchte. Das Reuterbiireau ist m lenem Kampfe unterlegen und hat seitdem während des Krieges geschäftlich kein Glück mehr gehabt. Es geht abwärts «nt dem Glanz des „Vakrs der Lüge", mit der Gründung des hessischen Dorfjuden Julius Reuter, der seinen Adel 1870 sY Sachsen-Koburg-Gotha erhielt, um dann eine politische Macht in England zu werden. Der Weltkrieg wird und muß auch mit diesem Monopol aufräumen. Die Brechung des Renterschen Einflusses wird nach dem Frieden eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Politik sein. Deutschland hat gezeigt, was es in der Organisation vermag wird den niedergehenden Reuter mit einem ehrlichen, wahrhaft deutschen Weltnachrichtendienst ablösen. Die eng tische Götterdämmerung hat begonnen. mann gern", — das war btfc Stimmung der unbesiegten Truppe, die nach Erfüllung ihrer Schuldigkeit in die neue, bessere Stellung abzog. W. Sch euerman n, Kriegsberichterstatter. Aus Stsrdt und Lerud» Gießen, 4. November 1916. Weihnachtsspenbe 1916! o ^ r£u ä' das wie in früheren J«hren auch in diesem ^ayre die Versorgung unserer Feldgrauen im Schützengraben tPI? .unserer Verwundeten in den Lazaretten übernommen hat, bittet in dem rm Jnserateirteil abzed ruckten Ausruf um Spenden. Ilnstre braven Kärnpfer haben Anspruch darauf, von der Heimat mit Weihnachtsge,chenken bedacht zu werden. Biele sind unter iyiren, die von ihren Angehörigen nichts erhalten können, und es §£*? Mr uns, dre wir das W-eihnachtSsest zu .Hause in der warmen ^tube feiern lärmen, doch ein bitteres Gestchl, daß diese Tapferen, die Leben mrd Gesundheit für uns alle in die Schanze schlagen! leer ansgehen sollten. ^ ^ A Das Rote Kreuz will aber nicht nur sie, sondern ausnahmslos alle unsere braven Soldaten mit einer Weihnachts- gabe erfreuen, um ihnen damit zu beweisen, wie wir in der Heimat ckwen Heldenmut und ihre Ausdauer dankbar anerkennen. Des- halb wird wohl jeder gerne ein Scherftein beittagen, um dieses Lrebeswerk zu ermöglichen. Tie Versorgung ist durch Zusammenwirken des Roten Kreuzes mit den Militärbehörden derart geregelt, daß alle im Felde stehenden Formationen bedacht werden. Tie Versorgung einzelner I ^ rnppentelle durch ihren Garansonort soll, weil dadurch eine sehr ungleichmäßige Verteilung der Weihnachtsliebesgaben herbei geführt > wurde, ausgeschaltet sein. Rrlegsbriefe aus dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten/ LrÄhaste Artillerietätigkeit an der Westfront. Großes Hauptquartier, 2. Nov. Seit einigen Tagen beginnt der Feind auch an Abschnit .5 verhältnismäßig ruhig waren, seine Ar- trllerretattgkett zu steigern. Gestern war das Feuer in Flan dern uwd im Artois, zwischen der Aisnq und der Champaane- ^ont, IM Mschnitt von St. Mihiel, wo es schon seit einigen Tagen anhalt, ferner neuerdings bei Chateau-Salins in und selbst im sonst stillen „Schweizerzipfel" bet Byel fast am Südende der Westfront gesteigert, aber nirgends erfolgten Jnfanterieunternehmungen, welche die Granatenverj chweudnng gerechtfertigt hätten. Auch an der Slwrmefront begnügte sich der Feind nördlich des Ancre- bach^ urch südlich des Sommeflusses mit der Fortsetzung fernes starken Artrllerrefeuers. Südlich der Ancre dagegen an der ganzen Front zwischen Courcelette bis Rancourt erfolgten nach einer bis 6 Uhr abends dauernden starken Artillerievorbereitung abermals schwere Angriffe, die aber weit davon entfernt blieben, das Ziel des ersten Offensiv- /as inzwischen durch bie Beschießung arg verwüstete Städtchen Bapaume, zu erreichen. Nur bei Morval und am Nordrande de; Waldes St. Pierre-Baast konnten sich die Franzosen in zwei noch umkämpften Nestern festsetzen. Bei ^ailly gingen wir zum Angriffe vo^-und die verzweifelte Verteidigung des von der Kriegskrikik der Verbündeten für so wichtig gehaltenen Platzes konnte uns nicht hindern, darin Fuß zu fassen. Me inzwischen erfolgte Räumung der von uns gesprengten Feste Vaux war von den Verdun- rruppen, in deren Bereich ich eben bin, schon seit einiaen Tagen erwartet worden. Der Deutsche geht nicht gern zuruck aber nachdem die Feste als Unterstand großen Stttes unser^ Verrmnoffensive uns ihre Menste geleistet hat, ist sie setzt wo die Verhältnisse an diesem Frontabschnitte sich durch den Uebergang zum Stellungskrieg geändert haben von S^uH&npfctn dem fteinbe ohne Neid und mit Schadenfreude überlassen worden. „Den Wurstkessel von schweren Batterien auf den deckungslos gewordenen Trümmerhaufen hauen, gönnen wir dein Franz- Verwundeten-Unterricht. Am letzten Dienstag fand mr Hvrfaal- der Anatomie der 4. Vorttag über Arbeiterver- licherung durch Buremibeamten H. Kirchner statt und zwar wurden bne erschienenen Verwundeten über die Geltendmachung il/rer Ansprüche aus der Kranken - und Invalidenversicherung aufgeklärt. Während bei der Jirvalidenversi- cherung Pie Zurücklegung einer Wartezeit vorgeschrieben ist, hat m^^tticherte ° n r dem Eintritt in die Versicherungspflichtige Befcbasttgnng im Falle seiner Erkrankung sofort Ansvruch auf die Leistungen der Krankenkasse, selbst auch dann, wenn der Arbeitgeber versäumt hat, die Abmeldung zur .Krankenkasse recht- .3" bewirken. Tritt ein Versicherter aus der versicherungs- V1ilchttgen Beschäftigung aus, so hat er noch auf die Dauer von o Wochen Anspruch auf die Regelleistungeii. Ebenso steht es ihm frei, während dieser Zeit der Kranünkas'e gegenüber die Erklärung abzugeben, daß er von dem Rechte der W e i t e r v e r s i ch e - r u n g Gebrauch macht. Kriegsteilnehmer, die sich beim Eintritt m den Militärdienst nicht weiterversichert haben, können dies innerhalb 6 Wochen nach Rückkehr in die Heimat nachholen, haben fedoch für die verflossene Zeit keinen Ansch-uch aus Leistungen der Krankenkasle. Anträge wegen Auszahlung von Kranen, Sterbegeld usw. fmb an dre Kranken lasse, welcher der Versicherte angehort, zu richten. Bei Merirungsverichiedenheiten entscheidet dav zustaiiDrge Vcrjicherungsamt. Gegen die Eirtscheidung des VMicherungsamtes ist binnen eines Monats (vom Tage der Zustellung der Enstcherdung) Beruftmg zulässig, die an das Ver- stcherungsamt emzureichen ist mrd von dott an das Oberver- Ncherungsanit weitergegeben wird. Gegen die Entscheidung des Oberversicherungsamtes ist in bestimmte Fällen Revision beim Reichsversicherungsamt in Berlin zulässig. Bei der Invalide nv e r s i ch. e r u n g sind Anträge aus Invalidenrente usw. s/O Versrchierungsamt, bezw. bei der Bürgermeisterei zu stellen. Es sind dabcr vorzulegen: Invaliden karte, Bescheinigungeir über ausgerechnete Katten, uwd Militärdienstleiftunqen, Krank- hecks- und Arbeitsbescheinigung, Gebuttsschein, bei Verheirateten außerdem Heiratsurkunde, sowie Geburtsurkunden der Kinder unter 1p ^ahren.d ^ie Landesversicherungsanstalt erteilt hierauf dem Berficherten einm Beicheid, gegen den innerhalb eines Monats Berufung an das,Oberversicherrmgsamt zulässig ist. Gegen das Urteil des Oberversicherungsamts ist in bestimmten Fällen binnen wconats^rist Berufung mr das Reick>soersichcrungsamt Berlin ein- zureichen. Tie Lrnsfuhruiigen des Vorttagenden wurden durch besondere Vorfichrnngen (Vergrößerimgen von Formularen be- zuglich Beitragsrechnungen, An- und Abmeldung, Newenanträ- gen, Bescheiden und dergl.) i5ntsprechend erläutert. Anschließend mr den Vortrag wurden den Erschienenen durch den Leiter des Verwundeteminterrichts Pros. Henneberg eine Anzahl Licht- ^^--.^^Io>asten, Bauten, Hafenanlagen usw.) vorgefühtt. ^Qch.sischer Dank für den S i e b e n b ür g i s ch e n Notpfennig Der Ausruf zur Sammlung von Gaben zur Unter,tutzung der Srebenburgischen Flüchtlinge hat in unserer Stadt bereits weithin Widerhall gefunden, so daß bereits ein erheblicher Teckbettag nach Hermann,tadt zirr Stillung der allerschlimmsten fnschen Not gesandt werden konnte. In dem nrhrenden Dankschreiben das alsbald von dem Hermannstadter Sächsi- ,chen Hilfsausfschuß hier einlief, heißt es unter anderem: „Wrrchanken nicht nur für die namhafte Spende selbst, sondern auch < dm freundliche Gemmung, die sie bekundet. Der Einfalt der walachischen Horden in unsere gesegneten Gefilde hat viel Elend nnt sich gebracht. W ist aber rm Laufe unserer 800 jährigen Ge- schichte mcht das erstemal, daß solche Stürnie über uns gegangen UU £ t ur Augenblick wohl gebeugt, aber nicht gebrochen, uns wieder aufgerlchtet hchm. Deshalb lassen wir auch diesmal deir Mut nicht sinken und hoffen bestimmt, durch Fleiß und Arbeit die uns geschlagenen Munden wieder Hecken zu können. Wenn dann die eigene Arbeit auch noch durch die materielle und moralische Unter Mung unserer Freimde und Brüder im großen deutschen Mutter- lande rn so erfreuliwer Meise gefördett wird, wie durch Ihre dies- ^Ä^.Spmde und Teilnahme, kann und wird der Erfolg auch nicht ausblechen. Der Brus schließt mit der Mtte, allen Spendern von Gaben rn Gießen herzlichsten Dank zu sagen und der Sache der Siebenburger Sachsen nocq werter freundlich zu gedenken. Möchte diese Hoffnung durch Eingang weiterer reichlicher Gaben für das tapfere Siebenburger Sachsen-Völkchen in recht erffeuliche Erfüllung gehen! Landkreis Gießen. Daubringen 3. Noo. Dem Unteroffizier Ludwig H o f f m a n n, Sohn des Stembruchaufsehers Ludwig voffmann II. rourbe m den öommefampfen die Hessische Tapferkeits- Medaille verliehen. Hoffmann erhielt im März 1915 bei den Impfen um Verdun das Eiserne Kreuz und wurde zum Unteroffizier befördert. " G r ü n b e r g , 2. Nov. Dem Großh. Amtsrichter Brücke! dahrer wurde als Vorsitzender der Kommission für Famckienunter- stutzunqen für den AintsgerlchtSbezirk Grünberg das K r i e a s - ehrenz eichen vom Großherzog verliehen. Brücke! ist ein geborener Lang-Gönser. ' J ~ ✓ -ft e f selbach, 3. Nov. Dem hiesigen Bürgermeister K Schwalb, der sich auf dem Gebiete der Kriegsfürsorqe besondere Verdienste erworben hat, wurde vom Großherzog ein Ehrenzeichen verliehen. ^ , S L a n g - G ö n s, 2 . Nov. Unteroffizier Karl Velten i« Res.-Jnf.-Regt. 254, ist au\ dem- Felde der Ehre ant nn^Oo1°^r.qeiaaen. K. Velten ist der Sohn des Käsefabrikanten und Landwirts Konrad Velten. Kreis Schotten. 4ß Rebgeshain, 3. Nov. Seit August d. 1s. wurde dei- Musketier G e i ß von hier im Osten vermißt. Nun hat er aus dem Gesaugenenlager Lodeinoje-Polje geschrieben. Kreis Wetzlar. ^^l,ar^3. Noo. Die Jagd nach den Einleger chw einen nimmt auch rm hiesigen Kreise in letzter Zeit ae- burchziehen Leute, uamentlich aus der Drersstadt, dre Orts-chafteu, um nach verkäuflichen Schweinen zumEmlegen für dre Hausschlachtung Umschau zu halten. In der fffi*. dre Wafchküchen ober andere Rmrme in Schwernestalle umgewairdeft. Sachverständige befürchten, daß durck) unverstandrge Fiitterung und schlechte Stallungen viele Tiere emgehen werden. Nirchlsehc; N- Revisor 9 ^ 7 °mber. abends 7‘/, Uf,r: „ÄS? > ®ri t« ,mh uJ , nb , enb ? 6 Uhr: Zu Schillers Geburtstag: §r "°s',nd letztes Gastfpie! des Herr» Adoli Klein: „Don Carlos." 1. ’ ?°°°'"b°r. abends 7>/. Uk,r: „Viel Lär.n um '^.November, ..nachmittag» 3 Uhr: .Die Mon- zärtlichen Verwandten." Abends 67,' Uhr tag, den 13. November, abends 7*/, Uhr: „Peer Gynt." Revisor. Börsen-Wochenbericht. m ' 7" Frankfurtn. M., 3. November, r. ^ f r e i e II Verkehr der Börfe setzte sich die Auswärts-- bewegung in dreser Woche auf den meisten Gebieten rveiter fort. fnrt-rJ !? im b ^r Kriegslage, insbesondere die ^N^eckenden Erfolge in Rumänien und das veffchärfte Vorgehen unserer Torpedo- und Tanchbvote haben das Verttauen auf ^^udrgung des Krieges anfs neue gehoben, wenn' Volkerring-ens selbst leider sich immer noch nicht : l C i Anregung gab ber Börse allerdings auch die chnftKlag e, namentlich die glänzende Verfassung der Kohlen- uwd Eisenrndnstrie, die in den jüngsten ckusfuhrmrgen der Betriebsleiter der großen Hüttenwerke gelegent-, Generalversammlnnglni wieder deutlich vor 'Augen geführt a 11 i n ^uftrie wurden ebenfalls sehr besrie- ^e^de Nachn-chten verbreitet, dre der Kauflust der Spekulation neue Nahrung gaben, xer Kali-Absatz ist in starker Steigerung be- ^ für das lausende Jahr wieder aus &160 Millionen Mark, womit man sich wieder etwas dem MB^bsatz des Fnedensfahres 1913 nähett. Das Hanptiiiteresse im freien Börsenverkehr war denn auch, auf Montan- u n d 54 a k i- Z"1e Zer»t Erstere wurden auch in Ermattung ■ SfL.- U bevorstehend angenommenen KohlenpreiserhöHuna von! industrieller Sette aus dem Markte genommen, wobei die Ge- mit JSP^ er Kohlenerzeugnng die Führung hatten. Gelfenkirchener Phomx und Harpener zogen krüfttg an, ferner waren Es-ch^Luxentburger, Caxo, Lauvahütte und Birdernssche Eisenwerke lebhaft gefragt und höher. Von Kaliwerten standen Westeregeln, Aschersleben, Deutsche Kali und Heldburg im Voroergrunde des ^ntcwefses. Rüftungswerte trateii demgegenüber mehr rn den Hintergrund. Von anderen Jndnsttiepapieren! waren noch einzelne Antowerte, wie Daimler, Benz, Klever und Fahrzeug Eisenach begünstigt, auch chemische Werte, insbesondere Griesheimer Badische Anilin und Höchster Farbwerke waren gefragt und hoher. Weiteres Interesse zeigte sich auch ftir Deutsche Erdol-Artlen nnd Ste-ana Romana, die neuerdings Kursbesse- rungen erzielten, ferner waren Gummipeter zu steigendem Kurse lebhaft gesucht. Schiffahrtswerte liegen ruhig, doch gittj behauptet. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich dagegen nach längerer Verimchlässignng in Bankaktien, von denen Deutsche Diskonto Commandit, Dresdner. Darmstädter, Handelsge- ellschaft und Natwnalbank für Deutschland im Kurse anziehcn Sonnten. Deutsche Anleihen lagen fest. Von ausländischen Anleihen waren Rnsseii, Rumänier nnd italienische Werte schwä- scher schweizerische Wette fest. Von amerikanischen Werten waren Frisko Bonds andauernd zu höherem Preise gesucht. Geld war wetter flüssig. Privatdiskortt etwa 4*7 %. ortnati 0 ase< 3 Ojj mJEe#"' tfolasser. Jur Vermeidung son Verwechselungen m m -rrt f. 2-, 3» u. 4-Ztmmerwovn. au vermieten. Wedrum, Lred ner strafte 80. _ 17617 I*4 a iliair > Vtkivag sofort a. uerin. Ne ucnwe g42. [ ol20ai 1 kl. 2- n. 3-Zim.-Wtha. cm nur ruh.,guteLeutesof. od.svälerz. . "e^1»^aisc r-2lpec38. j 013101 ! La»!aasi8.7,Eingang Schloft- ' sUilfe, 2- n. 3-Zlm. - Woännnn aii vermieten, auf Wunsch mit Stallung und Scheuer. Näheres Schloftgafsc 16 im Laden. s7944 ö«1»dbesreNuns p*ji Drrmletunqs» IhtjekKn oixx dql. wird dringend um «nzave 6er]®nz>ei*enm*ininer gebet. Verlag des Gich.Anzeigers 6 Zim mer ISßobevnc Bleichstrahe 1 ] Kleine Wobnuna (1 Zim., 2 Kabinett und Küche» an ruhige Leute an vermieten. Näheres Liebigstrafte 61 n. Bleich str. 11 I. 16666 6-Ztinmer-Wohnnng per sofort oder später au vermieten. W. Riabins,er. S Bahrrhofstr. 49 5-ZimWerwodnung, sämtl. Zubehör, 2 Balkons. Trockenboden, Bleichplatz, 2. Stock zu verm ieten. _ [7426 Keplerstratze 9 eine 5Zimmer-Wobnuna Erdgeschoft) zu verm. l ils * Abermann & Künß. Keonstr. 265-Z.-W. m.Zubch. sof. ob. sväter zu verm. Näh. (tzroft. Steinweg 201. 7162 Bleiohstraße 16 A Ist aafsofort od. später «'»r I. Stock, bestehend aus: 5 Zlea., Znbelu, Gas, Gartanaat. zu vermieten. M Wchnaag ist aea ksrxvr. Näh. d. Ileinr. Wallach. Bismarckstraße 14II. I 018077 | 4 Zimmer | 'Neuzeitlich eingerichtete i-ZlMtr-Mh!!. 3. Stock, mit allem Zubehör •u vermieten. [6423 Cinbä uler, Aebtgstrafte 74. Wßalhergrr Weg 65 4 'immer-Wobnuna, neuergerichtet, sofort zu ver- niieten. Näheres bet !6211 j 0 tt& betqct, Lö berstratze 3. S-Z.-Wobs., [.Stock, zu verm. ;Vr-nksurtcr Str. 71. f 01 ** 5 3 Zimmer | D a n ru ¥• ocrnt. tt 'verza gt, Schottstr. 11. [ 648< ' rofdorfer Str. z. verm. Näh. Wt)h. Planä, Müh [str. 3. | 7678 TDllk 8 - 3 iM.-Agh!N!!!g Alt v erm. Wcaaawsg 58. 177 58 Schöne 3-Zimmcr Wohn. , t vermieten. Gebr. Weil, Neustadt 1V. |7857 Haus}. ALcinbeKshiie-l 3 Zimmer, Küche, Bodenzimmer [Schützenstraftel sofort, evtl. spater zu vermieten. Näheres Hu W. Rinn, Ost»Anlage. [7950 ZwsiS-Zimmer-Woümaagea z. vermieten. Sannenslr,13. 013078 RI-celpfati 36 p. [ 01307 ° 3 - Zimmer - Wohnung per 1 Dez. z. vermieten. Näheres H. Wallach, Bismarckstr. 1411. 3di.3-2.-W., Gartenant.,Gas Bleichpl., z. v. Fraafef. Str.Sö. 1 2 Zimmer r, 172 Steinstrafte 23 sofort Mobnuua von 2 Zim. und Küche zu vermiet. Näheres Nord-Anlage 38 Bureau. 2 Zimmer mit Küche und Zubehör in der Mansarde an ruhige Leute zu verm. Zu erfragen Soi tersw»fl89 1. 013027 Landgraf Bbilipvs-P!atz 6 sch. 2-Zim.Wobn. z. verm. Näh. F ranklu rta r St r. 28. j 7905 1 Verschiedene | Mchelmstrafte io”r. 6-Zim- mer-Wohng., Friedrichstr. 15, з. Stock 5-Zimmer-Wvhnung z. vermiet. Näh. Frankfurter Strafte 29. _ [4806 irofborfet Str. 30 ist im Parterrestock eine Mckerei mit Laden и. 4-Zimmer-Wohn., letztere evtl. a. allein, im I.St. eine 4-Zim.-Wohn. — beide mit Zubehör und Garten- anteil für sofort oder später zu vermieten. Näh. bei [° m C. Allanflirfor, Crednerstr. 43. ‘ -1 11. 3-4-OiMKsr-Wfea. zu uenmeten. «mifcrsefeiEtr. 711. ®ST Wohnmäg "MT sofort billig zu vermieten. Mnrbn rgc r Str. 29. [ 0131 °3 Wobnnng zu vermieten. N euen B aue 17 1. [7765 UUMssröen-Mniing an einzelne Dame zu verm. Frankfurter Str. 11 . [7773 Zim klme SJoOmingcn zu verm. N eustadt 5 3 IIS. 012872 Kl. Logis sof. zu v 7viglor, An den Bahnh äs en 20. ; 013032 Großes, leeres Zimmer mit Kabinett zu vermieten. Nah. in der Geschäftsstelle des Gieftener Anzeigers. (0130(48 | MS bl. Zimmer M3M. Zim. in. Pension zu ver- mtetea. StU-Anlage 7. P 83 Möbl. Zimmer zu ter* mieten. Kaisor-Allee 521. 012mctoi\. Näh. Bah,, tHtMvakc CS. [7057 012901] . 2- u.3 Z. W. zu verm. Kaiser-Allee 6. Wirtschaft auf Hekto zu verpachten, auch für Kriegsbeschädigt, passend. Schriftliche Angebote unter 013078 an den Gieh. Anz. WUWW o-Zimlncr-Wohnung mögl. m. Gartenanteilz. miet. gesucht. Schrifil. Angeb. unt. 013046 a. d. Giehener Anz Aegüüie möhlierteZMi- mit elektrischem Licht für Herrn aus dauernd gesucht. Offerten Mit genauer Preisangabe erbeten an ?a. Schwaab, loflieferaniea, Seltersweg 23. 7975 öemtttJ.Zimmer, auch 2, nahe d. Bahn, mögl.m.Zentralheizg. sucht ruhiger Mieter z. 1. Dez. Schr.Angeb. u.013065a.d.Ge- schästsstelle d. Giehener Anz. Möbl. Zimmer mit voller Pension in gutem Hause für älteren Herrn gesucht, mög- lichst in der Nähe der Universität u. Kliniken. Schr. Angebote unter 013028 an den Giehener Anzeiger erb. Stellungsuchenden zur Beachtung Den Bewerbern um ausgeschrte- bene Stellungen wird dringend geraten, ihren Angeboten keiner» lei Original-Papiere (Zeugnisse, Urkunden und bgl.) beizufiigen. Wir können zur Wiedererlana» ung derartiger Papiere, sowie auch von Bildern nur ausnahnis» weise behilflich sein, weil uns die Auftraggeber von Offertanzeigen in den meistenFüllcn nicht bekannt sind Do» wertvollen Papieren dürfen den Angeboten stets nur Abschriften beigegeben werden. Verlag des Gietzener Anzeigers Tüchtiger Schriftsetzer gesucht, desgleichen ein ÜMitigsr Hann für meinen Hetzraum. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Gietzener Stempelfabrik, Frankfurter Strafte 126. 7910 Zuin sofortigen Eintritt werden eine größere Anzahl tüchtige auch solche, die selbständig sind, für dauernde Arbeit gesucht. Arthur Pfeiffer, Weklar. :o D Ein ordentl. zuverlan. ev. NSckohe» von 16—18 Jahren für bald tagsüber gesucht. Borst, mit Zeugnissen bei krl.Lteraa.Wolkeng.27 H. 018001 Tiicht. Mädchen mit guten Zeugn. i. Eininachen, Kochen, Backen sow. all. Hansarb.sehr perfekt, sselit aui ein Hoigutals Sitttre. Desgl. s.ich eine8as«LLN., n. U.30J. i. gut. Hausi.Landsow.meht.Lküävh. kraü lUarg».rstbe Herr, ge- werbsmäftige Stellenver- Mittlerin, Sonnenstr. 6. [ 013, ° 7 Lehrmädchen mit guter Schulbildung für sof. gesucht. Zu erfragen bei Sigmund .Jacob, [ 780B Kurzwaren - Grofthandlung. [Z'Kgusmsm sucht angenehme Beschäftig, bei monatlicher Vergütung von 85 Äik. Schriftliche Ang. unter 013071 a. d. Gieft. Anz. C Junge Kr (auch Kriegsbeschädigter) für Bureauarbeiten zu sofortigem Eintritt ^esrnliit. Kurzschrift und Maschinenschreiben Bedingung. Schrift!. Angebote an 79230 Ullderus'schs EisenWsttr, WeMr. Jung, kaufm. Hilfskraft mit Erfahrungen in Lohnbuchhaltung und Maschinenschreiben sofort gesucht. Ausführl. Angebote mit Zeugnisabschriften nnd Gehaltsansprüchen erbittet 7^7 Rudolf Hering, Holzhausen, Krs. Siegen. Militärfrcier, energische Handwerker zur Beaufsichtigung der Kon trollabteilung gesucht, l" 12087 Firma Spoerlia^e, vorm. Staudinger & Co., Giesten, Steinstrafte 39. Älelterer, miliiärsrcier Schlosser sofort gesucht. [7973 _fcfi -el ß&ckcrget«e31e gesucht. 0 13098] Neuenwcg 50. Zuverlässig, leizei’ für Wolf'sche Lokomobile, Nahe Gieftens, per 1. 12. 16 gesucht. Gelernter Schlosser bevorzugt. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieft. Anzeigers. 78681) .jEntier VarbHnfer imilitärfr.» sucht Ttcttllng in.Kolonial-, Material-, F-arbwaren nnd Drogen. Schriftliche Zlngeb. u. 7859 an d en Gieft. An z. LrissLbeLLllüM,. sucht leichte Beschäftigung i.schr.Arbeiten. Schristl. 2lngeb. unt. 013075 an den Gieft ner Anzeiger. Ko tori^tin jüngerer Gehilfe | gesucht. Kaiser-Allee 36 III 50 Maurer für Fabrikbau bei Köln ge« sucht. Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erfragen bei Ilüscr & Oie., Ober* Kassel irstiie | ioiortgesucht.MarktvlavI? Kalibers Rüctealrau für Lazarett gesucht. Schristl. Angeb, u. 7888 0 a. d. G. Anz. Saubece kräftige Frau od. Mädchen t. r.ilchtragen ges. Näh. b. ?kav2.0ieuenw. 18.1, ^ Tüchtige unabhängige Waschfrnn ftggling^heim. [7955 Saub. F au oder Mädchen f. tladim. gesucht. Zu erfragen ln der Geschäftsstelle des Mehener Anzeigers. [13096 Tüchtige Nock- n. Taillcn- arbeitcrin gesucht. 1013083 N. 5l»tgcimann, Stephan- strafte 43 11. Sl. Gesudit zum 1. Dezember tüchtige Köchin für groften Haushalt. Vor- zustelten vormittags 10—12. ^ 79t3 j Franknrrter Str. 49. Suche für sofvrt eine S a ckf li ck e r in o.Mk«! M. RuS, Neustadt 21. ^Alljts KÄ^eß für Küche nnd Hausarbeit f. sos. gesucht, «ah. KaHmallg. i zur Krone, Nliläa. [7895 nS Mädchen ; nicht unter 18 Jahre alt, in ! einen ruhigen Haushalt nach ; Friedberg i. H. bei hohem ^ Lohn sofort gesucht. Näheres , 5laldt, Wieseck, Graben- ! strafte 4 b. [7913 : Suche ehrl. zuverl. UAäefts», , welch, bügeln kann, ^ase'g- aastaU 8obv».a, Liebigstr. 63. Anst. Mädchen kann unter ^ günstigen Bedingungen die ! feine Damcnfchneidcrci er- ' lernen. 1013023 j Goetliestraße 31 I. j 018080 1 Zum 1. Dezember ein \ (ttclit. Alloisamildchen gesucht. Fran Dr. Cermak, 1 Liebigstrafte 86 p. Aelt. lädch. od. Fran : zur Führung eines frauen- : losen Haushaltes aufs Land ' gesucht. Schriftliche Augeb. , u. 013085 an den Gieft. Anz. . Braves, sletftiges Haus- u. i Küchenmäd«l»rn gesucht. 0130941 Hotel Prinz Carl. ' TilÄtigcs Mädchen ! z. 15. November od. 1. Dezbr. in kl. Hgttshall gesucht. [7959 r Fra»» b>b*. I evl, Bismarck- ■ strafte 38 T. mit gu en ornft. Kenntnissen sucht Steilung ver soi. oder später in Buchhaltung auch Konto-.Korrent Schristl. Angebote n. l!40 2l a. d. Gieft. An z. Zavflrl. Barne mittl. Alt. tu. gut. Handschrift, i. Buchfüh- rung u. Nlaschinenschreiben beivandert, such! Stellung aus Bureau od. dergl. Schr. Anieb. unter 013016 an den Giehener Anze i ger erb eten. Junges, anstättdigesNSäoLeu in'.!,-' tagsüber leichte Besch.iflignng, am liebsten zu Kindern. SanSgai;8e 25xr.^E Für innges. willigesM« ch a in vbotogravh. 2lrbeiten er- 'chrisil. EksiA roerbtn verkäml. Villa, Wohn . Gc ichästsbaus,kl. u. gr.lSüter, Mtiblenod. sonstigeAnwesen Geschäfte zwecks Zuführung an vorhandene Käufer und Interessenten f. Jntmobilien. Selbstverkäufer schreiben an den Verlag des 795231 Verkaufs-Markt Frankfurt a. M.. Zeit 68. Besuch erfolgt kostenlos. verkauft. Haus in. f Ullj! Kohlen-,Holzhandlung, Gasthaus, Landgut, Mühle, Sägewerk, Ziegelei, Platz gleich. Off. v. Besitzer an Georg Celsenhof, postlagernd gießen. 17049s! Hühnerhans f gebraucht, dsch gut erhalten mit Maßangabe u. Preis zu kaufen gesucht. Frankfurter Strafte 151 v. Treibriemen ^ncu u. gebraucht, in allen Dimensionen, zu höchsten Preisen ges., auch Riemen- scljeiben und2 gute Schreib- masch. PreiSoff. erb. 0. 6. F. Mio her, Jnttr.-Fabrik, Braaaschwaig 32. 7435 ss gebrauchte Schcckdrueker Kontrollkasse zu kaufen gesucht. Angebote mit Fabriknummern und billigstem Preis erb. unter J. P. 14 959 an RnMf Rosrs, Berlin SW. 19. 7031 ss Ein altrs Hkldchen zum Futterkochen gesucht. Zu erfrag, in d. Geschäftsstelle des Gieft Anz. 7971 Gebr. eisernes Kinderbett und Tevvichläufer gesucht. Schriftliche A.ige'.ote unter 13112 an den Giehener Anzeiger erbeten. Kleines Q.uantum 7976 ^Mttrrfartoüeln (Kfürfit. Mueller, Marb. Str. 35. Leichtes Pferd (H ftriidi? Lampe und 4U kaufen gröftere gesilcht. Schristl. Angeb. mit Preis un t. 013108 an d en Gi eft A nz. 1 Zimmer gebraucht Lino- * lcum, 1 gebraucht. Teppich gesucht. Schriftliche Augeb. unter 13113 an den Giehener Anzeiger erbeten. Tüchtiges Kääedo» a. liebsten vom Lande, gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle des Giehener Anzeigers. [13097 Saub. od. Fran gesucht. Aliccstr.26 II. [ 0I3#7B lertauichen. 013070 Beuern, Untergasse 21. 2 frijdnnelfenbf KW verkaufen. Schlosser en. I 0 "" 68 schönes Einlcg-Schweinzu pvf KA [ouno J»nge Ziege | cuckenbergstrofte 6. Hcllmold, Stelnstrafte 31. 13111 Ästcrweg 15. [010503 Mittwoch, 8. November 1916, vorm, von Hör 5000 -k- alteö [7929 D ßieSen. Ein noch gut erhaltener Ofen und Herd Moltkcftrafte 2 II. Doppelflinte 43092 WWM zur Zucht Einlegschwein gesucht. BetriebSvvrrichtung, zirka 300 qm Gröftea.d.Krofdorfer oder Marburger Strafte gelegen, bei 12000 Mk. Anzahl, zu kaufen ges. Schr. Angeb. unter 013081 an den G. Anz. Besserer, gut erhaltener Mantel für 7fahr. Mädchen z. kaufen gesucht. Schr. Angeb. u. 7875 a n den Gieften er^Llnzeiger Dictwurz u. Futtermittel zu kaufen gesu tit. [013067 Liebigstraftc 65. SeSratuöteScrfe aller Art gesucht insbesondere Sfiitiiodif ?>> 8 Ug. Mckilülilk !«1 Vst. per Stück. R. Hirsch, 7969 ss Frankiert am ffls'.v, Mainzerlandstrafte 181/1 H. Tetephon Hansa 5974. 1 Strick- lumpen kaufen zu höchsten Preisen l KM» t Samstags geschloffen. Kaufe alle Sorten 8&cfce, Sacklumven, Packtuch. Zuge lassen von der Retchssack- lleüe Berlin. Tronfk, Nord- Anlage 3. _ [012347 Komme von an^wärts zum Ankauf getragener Herren--, Damen- und Kinderkleider, Schuhe, Wäsche nsw. Bin Dienstag am Platze. Schristl. Angeb. unt. 7933 an den Gießener Anzeiger erb. 1 Griindl. Unterricht tN «3J lasciiiaeosc&reüisn Stenographie Buchführung a. allen Handelsfächem durch bewährte Lehrkräfte. Tages- a. Aboadharst HonorarMk.lO.- An m el dun g t ägli ch. Kostenlose Stellenvermittlung:. FranzVogt&Go.,Gie!l8n Goethestr. 32. Tel. 2054. Ankauf m N1teksen,Lumven,Knochen, Papier, Kupfer. Meiftns, Zink, Zinn. Blei bei 156 Louis Rothenberger Tel. 176. Nenenweg 22. kraaklari-M. (VI.) T.4904 [T>. Kaufe getragene Herren-u. Damen- .Kleider u. -Schuhe. Zahle die höchsten Preise. [013017 L. Kostnzweiff, Selteröw. 58. Starte genügt. (Höhere Privatschule Seita — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit. Gute Erfolg;e. Einjährigen-, Pr 5 umreite-, Al>itnr5eniteEi- priifnng. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzl ichen Schulpflicht. (Minist Verfügung vom 13 V. 14). Näheres durch 47U Direktor Brackemann, Lud-wigstr.70, Femr. 633 < v Grdl. Nachhilfe stunden erteilen Studenten in allen Fächern. Schr. Ang. u nter 013053 an den G. Anz. Srtcilc MWlseßuniinl für Gymnasiasten gegen mäftiges Honorar. Schristl. Ang. u. 013069 a. d. G. Anz. Ir», koaservatorischer wird erteilt. 013106 1 Crednerstraße 18 I. WerträgtBücher bei! Araerikaaisehe Bachl^^rnag. Angebote sind zu richten an P ostfach 19, Gieften. [° 18000 Perfekte Frlsssae, Kriegern^ kann n. einige Dam. z. Frisier, annehm. Eloic’istr.llll. I 013103 In nuicm Hause Privat-Miltngstisch 7 8381 Bismarckftra '-e 6 II. PtHstl Sranöl, & iBellevue.) Vorzug!. Privat- Mittags-u. Abendtifch. l 78 ^ Stztt s. Alillkell kostenlos abzngeben [7954 H. Schafsftaedt, G. nr. b. H. 1 Klovvelivitzenkragen von einem Kinde verloren Der Finder wird gebeten, ihn bei Fraa v. Llsoahsril, Wilhelmstr. 12, abzug. l '^ 082 Smvfehle mich itn n^nellcn Frisier., Ondulieren. Einfach 50 Mg., eleg. 70 Psg. oa ** E. Sandorv, Afterweg 16 H. - AHalt konzessioniert Inhaber: Hans Kratz. Versiergernng verfallener Pfänder Festtag, 17. liov. 1916, morgens 9 Uhr. Brandgasse 8. OffenttneA, F.\IO\ Schütz Ein© Vargrösserung n als passendes Weihnachtsgeschenk vollständig 30 cm breit 36 cm hoch (einschliesslich Karton) (einschliesslich Karton) erhält jeder von seiner eigenen Aufnahme, der sich in der Zeit von heute bis einschliesslich Montag, den 4. Dezember, einerlei in welcher Preislage, bei uns photographieren lässt. 12 Postkarten von Ji 1.90 an 12 Visit (matt) tJt 4.— 12 visit (Glanz) für Kinder »^2.50 12 Cabinet, Dldlt Jl 8.— Gleiche Geschäfte in vielen Städten Süd- und ftSitteldeutschlands. VerRräSemnsen nach jedem Bilde. Bei niehrer. Personen kleine Preiserhöhung. Andere Formate entsprechend billig. Sonntaqs von 10 Uhr vorm, an geöffnet. Aufnahmen bei Dunkelheit mittels elektrischem Licht. ü@u eröffnete Ein Geheimnis für viele ist es, daß so manche ihrer Mitmenschen elegant, modern und schick gekleidet gehen, obwohl ihr Einkommen kein so hohes ist. Es ist begreiflicherweise von großem Interesse, allerdings Mur für Herren folgendes zu wissen: Wir verkaufen von Reisenden, sowie feinsten Kavalieren nur wenig getragene, teils auf Seide gearbeitete, an Stoff und Haltbarkeit unübertroffene, gereinigte Ansügc, getragen 18 Mk., 22 Mk., 25 Mk. und höher, JPaletots „ 16 Mk., 20 Mk., 24 Mk. und hoher. ESST" Frack-und Gesellschafts-Anzüge “ÜB -werden verkauft und verliehen. —-— Nene Anzüge zum Preise von 30 Mk., 35 Mk. und hoher. Nene Ulsters n. Paletots z. Preise v. 30 Mk., 35 Mk. u. höher Kaufhaus für Monatsgarderoben Seltersweg 58, Giessen, Eingang Ecke Volksbad, 1 Treppe, L. Hoscnzweig. Wegen Ersparung hoher Ladenmiete 1 Treppe. Aivwärtiger Ktmdseh&Ü wird gegen Varzeigen dieser Annonce Fahrt vergütet. 012586 WeiHnachlsspende 1916. Weihnachten naht heran! An diesem Fest der Liebe wollen wir unseren Brüdern, die noch immer in hartem, aber erfolgreichem Kampf gegen zahlreiche Feinde stehen, unsere Liebe beweisen und Weihnachtsgaben hinaussenden. Kein Feldgrauer im Schützengraben, kein Verwundeter im Lazarett soll vergessen werden. Sie sollen empfinden, mit welcher Liebe und Anhänglichkeit wir in der Heimat ihrer gedenken. Wir wissen, datz wir keine Fehlbitte tun, wenn wir zum dritten Kriegsweihnachtsfest den oft bewährten Opfersinn unserer Bürgerschaft aufrufen und um Geldspenden bitten. Tief ist unsere Schuld! Groß ist unser Dank! ebrauchs- und Luxusmöbel Stets reichhaltigste Auswahl 7498a Teppiche, Bettvorlagen, Linoleum,Vorhänge Hofmöbelfabrik Th. Brück ln allen Preislagen Don anerkannt vorrüg. Ucker Qualität. Srohss hager in Beleuchtungskörpern fürelekfrlfches Licht, elektr. Beiz- u. Kochapparate Ileue Wofan«bampen Cype „6“ Friedrich Baumann • SiehenL^- Akkumulatoren, Kaffenbafferien, Ulefall-Drahflampen Waschpulver „Edelweiß" B5rstkla»w2ge Marke frißt nicht unter die^ VundeSratSverordnung vom 5. Oktober 1916 und wird - - ipr Kr üon den am 25. dS. Mts. ij* Kraft tretenden Höchstpreisen nicht berührt. Äach wie vor marken- und verkehrsfrei. 99 Alk a“ Fabrik sür Waich - und Bleichmittel, Aogsbnr*. 7828 General - Vertrieb: C. Robert Scharpf, Frankfurt a. 31. Sanatorium Lindenfels i. Od. ZW. Ihnrata'lt HeidelbergtfWm.h. Im idoAl.WaJdg. r el. Mcpüsü, cta. Me uibMoqMirliss äß. Preise —Prospekt kostenlos. S. B. Sr. Selrallt. S © h a p m e für Regen o. Senne •r~i 1.13. o /n Schirm- Bnäde $ Go., ü [6085 Seltcrsweg 52, Giessen. Für unsere Kämpfer alles! Der Oberbürgermeister. Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende des Zweigver- Vereins Zweigverein Gießen: eins Gießen vom Roten Kreuz: Frau B. Gebhardt. Wiener. In der Stadt findet die Sammlung für die Weihnachtsspende in der gewohnten Weise durch Büchsensammlung verbunden mit dem Verkauf einer von einem hiesigen Künstler entworfenen Weihnachtspostkarte am 18. und 19. November in den Häusern und auf den Straßen statt. Außerdem nehmen die Kasse des Roten Kreuzes, die Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der Oberhessischen Dolkszeitung, die hiesigen Banken und Bankgeschäfte, sowie die Bezirkssparkasse Spenden entgegen. Die Einzeichnungslisten liegen dort während des ganzen November auf. Nationaler JraueMxnjl Allgem. Deutscher Franenverein Ortsgruppe Gießen. Das Verpacken, Schreiben und Adressieren von Feldpost' sendungen besorgt bereitwilligst und uuentgeltlich: Mo«, tag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Ubr vorm.: Süd-Anlage 4H, Frau Professor Kalbfleisch. Außerdem erteilt Auskunft über Adresse und Rat für Feldpostbriefe gern u. unentgeltlich in ihrer Sprechstunde: die Frauenrechtsschutzstelle Gießen. Anfertigung von Jackenkleidern imimniiiiiHtimii [Vjäntel »nnn»ii»«»i„n« Pelzwaron ♦ Backfisch-Kostüme, tarijcllen nach neuester Mode Jetzt besonders günstig zu billigsten Preisen Jede Garantie für tadellos. Sitz u. besteVerarbeitun* Die besten Referenzen stehen zu Diensten F. Rohr, Gießen, jetzt Seliersweg 61 Fenster und Balkon-Turen in jeder Ausführung nach eigenen u. gegebenen Entworfen Bilder-, Spiegeleinrahmungen Rahmen- und Glas-Handlung Sämtliche Reparaturen. 7767 Solide Arbeit. Schnellste Bedienung- Karl Euler, Glasermstr. Telephon 771. Glessen Kirchstrafle 13. Schreibmaschinen - Reparaturen werden In unserer Spezialwerkstatt für alle Systeme schnellstens ausgefDhrt. Aushilfsmaschinen zu Diensten, Reichhaltiges Lager in Farbbändern, Kohlepapiere usw. GOBEL & APPEL Ailctttraut 21 vm Tolefon Iw