Nr. 2 1 Ter Glrtze: er A«z«l-geftU>rt. Im Westen bedrängen die Teattsck)en die Rumänen von Craiova aus. SüÄich der lKsenbshn- linie lhat der Feüch sich nod) nicht besonders ausgebreftet, sondern manöveriert hauptsächlich nur in öAicher Richtung, während die Rumänen am Oltez-Flusse, einem Nebenftrlffe des Alt, rmter dem seördlichen Truck;veick)en. Der Oltez bedeutet kein besonderes Hindernis ftrr den Feind. Ter W ist ganz gerviß Von größerer Be- deutimg. In dieser Beziehung bildet er aber keine entscheiderche Schrarcke gegen den fortgesetzten deutschen Borlnarsch. (§5 zeigt sich nun klar, daß die Operationen in der Tobrudscya nur eine Ablenkung darstellen, M dem Zweck, die russischammänischen Streit- kräfte zu zerstreuen und dadurch die ^Operationen Falkenhayns zu erleichtern. Indessen hofft mal: in Petersburg, daß das russische Oberkommando dirrch geeignete Gegenangriffe infftandc sein wird, den linkea: Flügel aus der gegenwärtigen schwierigen Lage zu bs- fteien und somit sein bestes zu tun, um den Bormarsch des Feilches auf rumänischen: Boden zum Stehen zu bringen. Peinliche Fragen im englischen Unterhaus. London, 28. 9iov. (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus Houston (Unionist) fragte den Ersten Lord der Admiralität, ob er in der Lag? sei. einen vollständigen und genauen Bericht über den k ü r -lick e n Angriff i m K a n a l m geben und ob er endgiiltig erklären könnte, ob feindliche Schiffe versenkt oder tue nigstens beschädigt worden wären, sowie ob er festgestcllt Hütte, ob seitens der Admiralität oder von Personen, die mit ihr in Verbindung ständen, ein Mangel an Wachsamkeit oder eine Versäumnis stattgesunden habe. Mc. Namara antwortete, daß Balsour seinen bisherigen Erklärungen nichts hinzuzufügen habe. Houston fragte darauf, ob die Regierung sich nicht klar mache, daß es an der Zeit sei, die volle Wahrheit zu sagen. Mc. Namara erwiderte, er müsse die Unterstellung, als ob nicht die Wahrheit gesagt worden sei, sehr übel nehmen. .Houston sagte: Ich sprach von der vollen Wahrheit! Edward Carson fragte darauf, ob dem Hanse die Informationen mitgetcilt werden könnten, die Balsour der Presse gemacht habe. Mc. Namara erwiderte, er könne sich im Augenblicke dessen nicht erinnern. — Oberst Nute fragte, ob kein Kriegsgericht gehalten worden sei, um den Verlust des Torpedo bootszerstörer „Flirt" zu untersuchen. Mc. Namara erklärte, daß über den Verlust sowohl des „ftlirt" als des „Nuvien" ein Kriegsgericht stattgefunden habe. Talziel fragte, ob jemand infolge jener Vorgänge einen Tadel erhalten habe. Mc. Namara erwiderte: Soviel ich weiß, nein. Mir ist nicht bekannt, daß ein Tadel notwendig gewesen wäre. Houston fragte zum Schluß: Ist diese Geheimtuerei wirklich notwendig? Die Geheimtaguug der französischen Kammer. Paris, 28. Noo. (WTB) Zu der heute beginnenden Geheimtagung haben sich 41 Abgeordnete für die Diskussion in die Rednerliste eintragen lassen. Kartoffelknappheit in Frankreich. Amsterdam, 27. Nov. (WTB.) Nach einer Pariser Meldung des „Handelsblad" hat der Polizeipräfekt die Ablieferung aller Kartoffelvorräte von mehr als einer halben Tonne anqeordnet. Die Ablieferung soll jeden Dienstag stattfinden. Wenn die Maßregel nicht hilft, wird der Präfekt sämtliche Vorräte beschlagnahmen lassen. * Die norwegischen Kriegsgcwinrre. Kopenhagen, 27. Nov. (WTB.) „National Tidcnde" meldet aus Kristiania: Die norwegischen Schiffahrtsgesellschaften gaben 1915 durchschnittlich eine Dividende von 43 Prozent, die Walsischfanggesellschallen 35,5, die Banken 7,5 und die Industrie-Unternehmungen bis 13 Prozent. Nach den Angaben der Steuerbehörden sind im Jahre 1915 die Vermögen in Norwegen um 654 Millionen, die Einnahmen um 328 Millionen Kronen gestiegen. Eine „Liga zur Erzwingung des Friedens". Köln, 28. Nov. (WTB.) Tie „Kölnische Zeitung" meldet aus Washington vom 26. November: Ans der Jahreskonferenz, der Liga zur Erzwingung des Friedens, die Ende der Mache in New Mrk stattsinder, wird die Rede des deutschen Reichskanzlers, die nian im Wortlaut aus Berlin i>it kommen lassen, verlesen werden. Man hört die Meinung, die Rede werde dw Grundlage für eine Friedenserörterung abgeben. Ter kanadische Premierminister Borden wird an der Konferenz teilnehmen; die Rede jedock; die Borden gestern im Rechtsanwaltrlub in New 2 Aus dem Reiche. Der 60. Geburtstag des Reichskanzlers. Berlin, 29. Nov. Dem Reichskanzler von Beth- mann-Hollweg widmen die Blätter zu seinem 60. Geburtstage die Anerkennung, daß er, wie der „Lokal-Anzeiger" schreibt, aufrechten Hauptes, unbeirrt durch Angriffe, die schwere Last einer Verantwortung trägt, die bei lieberschreitung des siebenten Jahr zehnts seines Lebens aus ihm liegt. — Die „Voss. Ztg." schreibt 7 Soweit auch ihre Ansichten selbst auseinander gehen mögen, wird die Mitwelt Herrn von Bethmann das Zeugnis nicht versagen, daß er in schwerster Zeit seines Amtes mit bewundernswerter Unermüdlichkeit wallet. Sie wird anerkennen, daß er gewissenhaft und opferfreudig all sein Können einsetze für das öffentliche Wohl und daß seine Absichten allezeit rein und lauter waren. — In der „Germania" heißt es: Das deutsche Volk ist sich der Bedeutung der Arbeit des Kanzlers in seiner erdrückenden Mehrheit voll bewußt und hat sich unbekümmert um seine politische Stellungnahme im einzelnen einmütig hinter ihn gestellt, um ihm seine Aufgabe nach Möglichkeit zu erleichtern. — Der „Vorwärts" meint: Tie Sozialdemokratie versucht, sich an den dhufgaben: der Zeit nach Maßgabe ihrer Grundsätze und Kräfte zu beteiligen. Sie ist keine Regierungspartei. Sie versteht ihre oppositionelle Aufgabe auch nicht dahin, daß sie alles, was mit der Regierung zusammenhängt, unbesehen Herunterreißen muß. Sie hat Herrn von Bethniann bis in die letzte Zeit oft scharf bekämpft. Sie hat aber auch Angriffe! auf ihn zurückgewiesen, die sie für ungerecht hielt. Laut „Berl. Tgbl." fand gestern abend beim Reichskanzler ein parlamentarisches Essen statt, zu dem das Präsidium des Reichstages, die Parteiführer und die Mitglieder des Haushalt- ausschusses eingeladen itotb einschließlich der Sozialdemokraten erschienen waren. Auch die Staatssekretäre, die Unterstaatssekretäre, der Kriegsminister, der Präsident des Kriegsernährungsamtes und der Leiter des neuen KriegsamteS befanden sich unter den Teilnehmern an b$r Veranstaltung. Berlin, 26. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Heiiüe abend ver- ämmelte sich vor dem Reichskanzler-Palais eine große Menschenmenge, Um den Reichskanzler am Vorabend seines 60. Geburtstages zu beglückwünschen. Als das Lied: „Eiue feste Bnrg ist unser Gott!" angestimmt wurde, erschien der Reichskanzler am Fenster. Ein Herr trat aus der Menschenmenge hervor und begrüßte den Reichskanzler in warmen patriotischen Morten. An die Nacht vom 1. August 1914 erinnernd und die Einigkeit und den Siegeswillen des deutschen Volkes betonend, brachte er zum Schluß ein Hoch auf den Reichskanzler aus. Der Reichskanzler erwiderte etwa folgendes: Ich danke Ihnen tiefbewegten Herzens für die schönen Lieder und Ihre herzlichen Worte, wie für die freundliche Gesinnung, die Sie hierhergeführt. Diese Gesinnung ist doch nur ein Ausdruck der grenzenlosen Hingabe und Liebe für unser Volk, die uns alle eint und uns mit Gottes Hilfe gegen Tod und Teufel schützt. >Äe haben dm ernsten Ruf gehört, der in diesen Tagen an unser Volk ergeht, «den Ruf tzür Arbeit, damit es unseren Kämpfern nicht an .Waffen fehle un> dem Volk daheim nicht am Notwendigen. Kriegsdienst und Hilfsdienst am Vaterland sei heute unser aller Schassen! Wie es^ in Geibels Lieae heißt, tu dem Liede von den drei Riesen am Schmiedefeuer: Zur rechten Stunde sei das Werk getan, das Schwert des Siegs hat Eile! Alle müssen, alle Werder em Rufe folgen. Der Geist jener heißen Augustnacht, der Sie soeben gedachten, lebt noch heute auch im trüben November. Dann werden wir die schwere Zeit, die auf Land und Volk lastet, in dem Gedanken an unsere Söhne und Brüder, die draußen fechten und bluetn, sterben und siegen. siegreich bestehen, heiligen Zorn im Herzen, und das Vaterland, das niemand zertrümmern kann, «lange ein Deutscher lebt. „Das Reich muß uns o-och bleiben!" ln solcher Stunde drücken wir unsere Gefühle am besten in dem Rufe aus: 'Seine Majestät der Kaiser, um den wir uns alle Pork hielt, gewährt einen reckt bedenNchm. Ausblick. Er sagte: scharen, der an der Spitze unserer Kämpfer draußen, das deutsche Auf das Urteil der Welt müssen sich die Hoffnungen derer aus- Volk ^siegreich durch diesen Sturm führt, lebe hoch!" hauen, die nach einem Weltgerichtshos ausschauen, hinter dem die Begeistert siel die Menge in den Hochruf ein und stimmte Weltstteitinacht steht, um verbrecherische Nationen iin Zaume zu halten. Bordens schmähsückriger Ausfall aus amerikanischem Boden gegen eine Amerika befreundete. Nation hat hier viele entrüstete Aeußerungen hcrvorgeruscn, nicht minder, wie seine Lobpreisung der englischen See Herrschaft gerade jetzt, wo Washington so viele Klagen über die britische Anmaßung erheben mußte. Kaiser Wilhelm in Wien. Berlin, 28. Nov. (WTB. Amtlich.) Se. Maj. der Kaiser ist heute vormittag in Wien eingetrofsen und shat crm Abend die Rückreise curgetreten. Ter Kaiser hat zwar weaen seines noch nicht überwundenen Erkältungszustandes auf ärztlichen Rat darauf verzichten müssen, an der großen -Drauerfeierlichkeit teilzunehmen, hat es sich aber nicht versagen wollen, von dem Heimgegangenen Herrscher, seinem treuen Freunde uno Verbündeten, persönlich und als ^oberster Kriegsherr der verbündeten deutschen Streitkrafte Abschied zu nehmen. Seine Majestät hat in alter Stille an der Bahre des Kaisers und Königs im Gebete geweilt und einen Kranz zu Füßen des hohen Entschlafenen nieder- belegt. Dem Ernste der Zeit entsprechend, hatte Seine Majestät ausdrücklich gebeten, von jedem Empfange abzusehen. Der Tag war ganz dem Andenken des toten Kaisers und der vertrauten Aussprache mit dem jungen Herrscherpaar gewidmet, dem in diesen schweren Tagen nahe zu jein der dringende Wunsch des Kaisers gewesen war. ver §eekrieg. Zwei russische Transportschiffe untergegangen. Stockholm, 28. Nov. (WTB.) „Aftonbladei" erfährt aus zuverlässiger Helsingforser Quelle: Z w e i große -russische Transportschiffe, von .Helsingfors nach Reval unterwegs, seien Ende Oktober mit dem 4 2 8. Regiment in voller Kriegsstärke an Bord unter- gegangen. Das Regiment hatte eine Zeitlang den finn- iländischen Wachdienst versehen. Das Unglück sie wahrscheinlich auf eine Minen-Explosion zurückzusühren. Englischer Kreuzer „New Castle" gesunken. Rotterdam, 28. Nov. (WTB.) Nach- hier eingetrosse- nen Nachrichten ist der englische Kreuzer „New «Castle" am 15. November in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und bei dem Bestreben, den heimatlichen Hafen zu erreichen, am Eingang zum Firth of Focth gesunken. Er "befand sich zur Zeit des Unglücks in Begleitung von zwei andren Kreuzern. Bon der Besatzung des „New Castle" sind (27 Mann tot, 45 wurden verwundet. Berlin, 28. Nov. (WTB.) Das bei dem Streifzug in cher Nacht zum 27. November versenkte englische iBewachungsfahrzeug war der im Minensuchdienst 'tätige Fischöampfer „N arv a l". Die Besatzung gehörte zur Mopal-Navat-Res erve. London, 28. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet : Kapitän und Besatzung des norwegischen Dampfers „V i b o rg" (1.311 Bruttoregistertonnen) aus Hau- gesund wurden gelandet. Sie erzählen, daß das Schiff von Linern deutschen U-Boot versenkt wurde. Der englische Danrpfer „En na ston, der vorher als -»ersenkt gemeldet wurde, ist, von einer Mine oder einem ^Torpedo schwer beschädigt, in Gravesend angekommen. das Lied: „Deutschland, Deutschland über alles!" an. Preise für Haselnußöl. Ter Kriegsausschuß für Oele und Fette läßt den bei, weitem größten Teil des ihm zur Verfügung stehenden Oeles zur M a r - g a r i n e h e r st e l l n n g verwenden, weil die Bevölkerung in den meisten Teilen Deutschlands Margarine noch nötiger braucht als Oele. Speiseöl kann durch den Kriegsausschuß deshalb zur Zeit nur in solche Bezirke abgegeben werden, deren Bevölkerung cm die Verwendung von Rüböl und Leinöl statt anderen Fettes im Frieden besonders gewöhnt ist. Soweit dep Kriegsausschuß Oel abgibt, berechnet er für das unter seine Aufsicht-gestellte Oel den Kommunal verbänden 4,50 Mark für das .Kilo. Dieser Preis steht genau im Verhältnis zu dem \ Margarinepreis und ergibt sich aus dem Durchschnitt der Preise ' für inländische und den zur Zeit sehr teuren ausländischen Oel- salaten, Oelen und Fetten. Für die Kleinhandelsspannung bestehen zur Zeit keine allgemeinen Bestimmungen. Der Kleinhandelspreis für das Kriegsausschuß-Oel beträgt in der Regel 5—5,50 Mark das Kilo. * Daneben kommt anderes Oel verschiedener Art und Herkunft zum Preise bis zu 36 Mark für das Kilo in den Handel. Dieses Oel ist zum Teil aus Haselnüssen und anderen, dem freien Verkehr belassenen Früchten hergestellt, znm Teil ist es freilich vielleicht auch auf gesetzwidrigen Wegen in den Handel gekommenes Rüböl nsw. Die Hcrstellnng von Haselnußöl und einigen anderen im freien Verkehr vortommenden Oelen ist wegen der Kostspieligkeit der meist im Auslande zu erwerbenden Grundstoffe so teuer, daß selbst in einzelnen Fällen bei Preisen bis zu 25 Mark das Kilo, wenn es sich wirklich um solche Feinöle und nicht um widerrechtlich verkaufte Rüb- und Leinöle handelt, noch keinen übermäßigen Gewinn darzustellen brauchen. (WTB.) Aus Stadt und Land. Gießen, 29 . November 1916 . Zur Milchversorgurrg tti Gießen. Die zahlreichen Bestrebungen der Zöglingsfürsorge werden seit nenn Jahr een in hervorragender Meise durch Lieferung einwandfreier Kindermilch unterstützt. Hier hat insonderheit mit großen Kosten das Hofgut Winnerod es erreicht, daß eine tu berkel freie Kurmilch in -großen Mengen täglich btit Säuglingen unserer Stabt zur Verfügung stand. In zahllosen Fällen hat sich diese Milch glänzenD bewährt. In vielen verzweifelte Fällen stellte sic für das bedrohte Säuglingsleben die einzige Rettung dar. Wir Ovaren hier in Gießen manch'r größeren Stadt weit voraus. Schon seit Kriegsausbruch bestanden den Bestrebungen, die weitere Versorgung in gleicher Weise sicher zu stellen, zahlreich!" Schwierigkeiten. Sie wurden erst behoben durch Eingreifen der Negierung in Darmstadt, indem von dort aus die Abgabe der Krastsnttermittel auf Gesuche der Interessenten hin ailgeordnet wurde. (Andere große Städte haben Riesenbeträge für die Milchversorgung zur Verfügung gestellt, l>aben Einrichtungen geschaffen neue geschaffen, die bei uns nur zu erhalten, zu unterstützen waren Was ist bei uns .alles darin vorerst geschehen? Nach! dem gestrigen milchsreien Tage erhalten wir heute solche wieder Wo kommt sie her? Tie heute am 28. November erhältliche Milch bat manches durchgemacht. Nach fccu neuesten Anordnungen haben sämtliche Milcherzeuger ihre Milch abzuliefern und an eine Zentrale zu versenden. Gestern am 27., ist diese abzuliefernd-e Milch gesammelt worden Sie stammt bis zu den kleinsten Betrieben zurück von den Meldungen am 26. früh, mittags, abends, war also am 27. zum Teil schon einen Tag galt. Tie gesamte Milchmenge wird jetzt zusammen geschüttet, auf 60 Grad erhitzt und tiefgekühlt — zu ihrer Erhaltung ? Am 28. kommt sie zur Verteilung,- bj,§ zum 29. mittags nttifo fte reichen. Beim Einkauf bereits^zum Teil ztvei Tage alt, gereicht sic bis zum Verbraarch am 29. früh ein Alter vom drer -Tagen, Wenn solche Regelung schon jetzt im Winter zweifellos in! nianchen Füllen, namentlich im frühesten KindeSalter, Schädigungen: veranlafseir kann, so wird sie bei Eintritt lnärmerer WitternnO geradezu eine Gefahr in sich schließen. Eine „FrischmllckVersorgung", das Ideal, schaltet sie systematisch aus. Hiermil sind aber die Folgen der Nenordwrng nicht abge-, schlossen. Das Risiko der Milch kr hhalter ist ein vielsack vergrößertes im Vergleich zu früher. Ter Ankaufspreis bis zu! 2000 Mark pro Tier ist um mehr als das Doppelte gestiegen!. Folge: diejenigen Betriebe, die seit Jahren in die Verbassernngl il.re Betriebe ihren Stolz setzten mrd diese besonders für Säuglinge zu bevorzugende Milch lieferten, werden zur Verringerung ihres Viehstandes schreiten müssen. Tie bisher geübte ärztlickie Konttolle des Viehes kann, weil illusorisch geworden, unterbleiben. Tas täglich gerade von diesen Betrieben gelieferte Vorzugsmilch- qii-antum wird sich ständig verringern. Zu Zeiten, in denen das Auftreten häufigerer Kinderevkrankungen zu erwarten steht, denen! durch solche Milch vorgebeugt werden kann, ist da nn eine sofortige Abhilfe rmmö^lich geworden'. Es erschiernt deshalb im Interesse der Säuglingsfürsorge, die gerade in Hessen durch zahlreiche Förderungen anderen deutschen Landestcilen voranging, dringend geboten, die in ihren Bemühungen erfolggekrönten Betriebe nicht mit einem Schlage zu verwüsten. Diese sollteir^krästtgst unterstützt werden. Auch unsere heullge mit mancherlei^ Schwierigkeiten arbeitetrdc Milchversorgung macht es nicht unmöglich, daß für Säuglinge und jüngere Kinder besonders geeignete Milch in bisheriger Weise bereitgestellt wird. Spezialarzt Tr. Klein rr. * Der Bedarf arr Zahlungsmitteln. ist im Verlauf des Krieges in allen Ländern außerordentlich gestiegen. Von den großen Summen des Bargeldes ist ein sehr erheblicher Teil auf die verschiedenen Kriegsschauplätze und in die besetzten feindtick)en Gebiete abgewandert. Ein anderer Teil entfällt auf die gestiegenen Warenpreise uird Löhne sowie auf die infolge des Krieges vermehrten Barzahlrmgen. Aber diese Ursachen allein konnten eine so gewaltige und ständig wachsende Enttmhme von Geldmitteln, wie sie sich jetzt gezeigt hat, nicht herbeiführen^ es ist vielmehr und namentlich in den letzten Monaten außerordenö-' lich erschwerend hinzugetteten eine wie es scheint in der Veoöl- kernng schnell um jich greifende Aufspeicherung von Za^ungs- mittetn von den größten. Papierabschnitten bis zu den kleinsten Münzm herunter. Eine solckie Bewegung birgt, wie sinnlos es aber ist, aus unberechtigter Furcht und Sorge Bargelder länger als nötig bei sick aufzubewahren, anstatt sie bei einem dazu berufenen Jnstittite sicher und verzinslich nnterzubringen. Und dadurch die Zahlungsmittel wieder dem Verkehr zuzuführen, zeigt uns 'nachstehend wiedergegebene Unterhaltung, die einer unserer Mitarbeiter airgeblich irgendwo in der Umgegend erlauscht hat und die wir im Interesse der guten Sache unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Krause: Guten Tag, Herr Nachbar, wohin denn so eilig, so früh i«>m. Tagn Kriege befehligte Generalleutnant Riedel einen größeren Truppenverband. Iungwehr. Mittwoch, 29. Nov., 8^ Uhr: Antreten. Komp. 620: Realgymnasium. Komp. 621: l . Abteilung Oberrealschule. 2. Abteilung Gymnasium. ** Die Bestelltste für Schlüssel waren. Wie cms der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im heutigen Blatt zu ersehen ist. wird für die Mgabe der Schlüssel- tvaren — darunter sind Teigw-aren, Hülsenfrüchte und Mühlenerzeugnisse (Grieß, Graupen und .Haferflocken) zu verstehen in den Geschäften der Stadt eine besondere Regelung eingeführt. Man hat hierfür das sogenannte Be ste ll-Sy st em, das sich in anderen Städten bereits bewährt hat und immer größeren Anklang findet, gewählt. Die Vorteile dieses Systems bestehen darin, daß nur soviel Waren an die einzelnen Geschäfte abgegeben werden, als dein tatsächlichen Bedarf der Kundschaft entspricht. Es wird so vermieden, daß sich in einzelnen Geschäften Vorräte ansammeln. Die Stadt ist daher in der Lage, bei der Verteilung sich etwa ergebende Ueberschüsse zu besonderen Zwecken, etwa für Krankenanstalten und Schwerarbeiter, zu verwenden. Bei jedem /Kteinhandelsgeschäft, das Schlüsselwaren verkaufen will, wird künftig eine sog. Bestellliste angelegt, zu der sich jeder, der Waren dort kaufen will, unter Ablieferung der betreffenden Marken, anziv- melden hat. Die Zuteilung an die Geschäfte erfolgt dann auf Grund der eingereichten Bestell-Listen Der Zeitpunkt, wann die Anmeldung zur Bestell-Liste sowie die Abgabe der Waren erfolgen kann, wird jeweils besonders bekannteben. Die neuen Marken werden am Samstag in Brotmarkenbeztrten cntsgegeben. '* Neue Zuckerkarten. Wir verweisen auf die in, heutigen Blatt abgedruckte neue Zacker-Verbrauchsregelung. EH werden im ganzen Grostherzogtum Hessen gültige neue Zuckerkarten ansgegeben. Die ausgcgebenen älteren Karten sind vom 1. Dezember ab ungültig. ES wird noch darauf hmgewiesen, daß nach der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern über den Verkehr mit Zucker künftig nur noch 500 Gramm Zucker auf den Kopf und Monat gibt. Im Monat Dezember gibt eS mit Rücksicht auf die Herstellung von Weihnachtsgebäck in den Haushaltungen eine besondere Zulage von 2 50 Gramm. Die neuen Karten werden voraussichtlich au, Samstag aus den Brotiuarkeu- bezirken ausgegeben. Gültig sind vorläufig die Zuckern,arkeu Nr. 1, 3 und 3. ** Berkehrss perrung. An, 30. November und am 1. und 2. Dezember d. I. wird Frachtstückgut im Bereiche des Eisenbahndirektionsbezirks Frankfurt (Main) zur Beförderung nicht angenommen. Militärgut und Privatgut für die Militärverwaltung bleiben von der Maßnahme unberührt. An den drei nächster, auf die Sperrtage folgenden Werktagen wird der Annahmeschluß für Frachtstückgut auf 12 Uhr mittags festgesetzt. Ueber Ausnahmen vom Annahmeschluß — m ber Regel auf allen kleineren Bahnhöfen —, sowie über alle sonstigen Fragen erteilen die Güter- und Eilgrtt- eckfertigungen nähere Auskunft. ** V erein für Krankenpflege. Der Verein für Krankenpflege, dessen Aufgabe es ist, mittelst der Station barmherziger Schwestern der Pflege von Kranken und Armen zu dienen, hat in seiner Generalverfaminlung vom 22. ls. Mts. an Stelle des verstorbenen Rechners, Freiherrn von Jungenfeld, unter Anerkennung der großen ^Verdienste desselben .um den Verein, Amtsgerichtsrat Wachtel als Rechner des Vereins gewählt. Ter Vorstand besteht nunmehr aus folgenden Personen: Justizrat Grünewald, Vorsitzender; Amtsgerichts rat Wachtel, Rechner; Rochtsanwalt Peters, Schriftführer; Hosrat Jacob Grünewald, Geh. Rat H eichelh eim, Drogist W. Kil- binger, Seifenfabrikant P. Möbs, Prokurist Hermann Petri, Uhrmacher Otto Schmidt. ** Sorge für die Schuljugend. Aus Elt-ernkreisen erhalten wir folgende sehr beachtenswerte Zuschrift: Tie nrm,geihafte, jetzt durch die NichtlieserunL der Vollmilch noch mehr beeinträchtigte Ernährung unserer Schuljugend zwingt alle Eltern zu den, Wunsche, daß alsbald seitens der Volksschulen und insbesondere der höheren Schulen, diesen Verhältnisse im weitgehendsten Maße Rechnung getragen werde. Es erscheint notwendig, daß der Lehrplan geändert wird, die Anforderungen durch Blenderung des Klassenzieles herabgesetzt toerden und die Stunden Ml verrin gert wird. Auch« wegen des Lehrermangels genügen täglich die Stunden Unterächt von 9—12 Uhr; Uel*erstuuüen. >oie Singen, zu denen die Kinder schon in den ersten Schuljahren schwere Bücher und Notenhefte milschleppen müssen, konnten ohne jeden Scknden für die künftige Bildung jetzt wegfallen. Auch im Interesse der den Eltern zur Verfügung stehenden Geld- nrittel, sollte von zu umfangreichen Büchern, die für jüngere Schüler eine tägliche Last von inehr als 10 Pfund ausmachen, als ^eynuiuei uUyuuw uOumuULui loewen. Dscher ftrtcQ mutz uiu-> lernen und schon gdefat haben, in erster Linie für die körperliche Gesundheit der SchUljngend zu sorgen; bei den jetzigen EnlährungsverhAtnisien sind aber die Anforderungen oiel zu hoch. ** Belehrung über Todeserklärung Kriegs- Ver schollen er. Nach der Bundcsratsberordnun§ vom 18. April 1916 können Kriegsteilnehmer, die während des Krieges vermißt worden faib, im Wege des Aufgebotsverfahrens für tot erklärt werden, »venu von dem Leben des Vermißten ein Jahr lang keine Nachrichten eiugegMWen fach. Der Antrag ist bei dem Amtsgericht des letzten inländischen Wohnsitzes schriftlich oder zu Protokoll des Ge- richtssckMeibers Ku stellen. Gerichtsgebühren werden für das Verfahren nicht erhoben. Der Antrag kann von jedem gestellt ,verden, der an der Todeserklärung ein berechtigtes Interesse hat, insbesondere von Angehörigen und Erben des Vermißten. Vor Stellung des Antrages ist zu prüfen, ob ein wirtschaftliches Interesse an der Feststellung des Todes besteht. In dem Ausgebotsveftahren ist-eine „Auskunft zum Zwecke der gerichtlichen Todeserklärung" vorzulegen, die von den Angehörigen bei dem ZentralMachweise- Bureau des zuftäifaigen Kriegsministeriums unmittelbar zu beantragen ist !und diesen von dort aus unmittelbar zugesandt wird. In dem Antrag an das Zenttal-Machweise-Bureau ist die genaue Adresse des Antragstellers anzugeben. Ber Abfasiung der Anträge ist der Bctzirksaüsschuß Gießen für vermißte und kriegs-- gesangene Deutsche bereit, den Antragstellern zur Hand zu geyen. . ** Konferenz der hessischen Bergwerksbetriebsleiter. Tie Leiter der hessischen Bergwerksbetriebe traten am 23. November in Frankfurt a. M. zu einer Konferenz zusammen, an der in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung auch Vertreter des Königs. Stellvertt. Generalkommandos, der Kriegs- gcfangeneninspektion und der Ernährungs-Abteilung teilnahmen. Zunächst wurde verhandelt über bergpolizeiliche Notwendigkeiten, die aus Kriegsrücksichten bisher zurückgesdellt worden sind, aber doch nicht aus dem Auge verloren werden dürfen. Das gilt besonders von der Richtighalttmg der Grnbenbilder durch Nachtragung der neuen Arbeitspunkte nsw. Auch die Weitera,^- dehnung der Fernsprechanschlüsse ist wichtig für die Sicherheitsmaßnahmen auf Gruben. Zur Vermeidung von Härten durch lB e r - jährung von Ansprüchen aus der Arbeiterversichernng wurde der Anshang ausklärender Drucksachen des Großh. Oberversicherungsamts empfohlen. Sodairn wurde eine Reihe von Fragen aus dem Gebiete des berggesetzlichen Gewerkschaft sr e ch t es erörtert, die durch- neue gerichtliche Entscheidungen eine Aenderung der seitherigen Praxis herbeiführen müssen. Im Zusammenhänge mit der gegenwärtigen Kriegsarbeit stand die Frage der amtlichen Bescheinigungen b i Bestellungen von Erqänzungs- Materialien und bei Neuem cbaffangen für die Bettiebe. Es bestand Einigkeit darüber, daß die Belästigung der Besteller und der Behörden mit der Forderung amtlicher Bescheinigungen auch für sehr unbedeutende Lieferungen den Wunsch nach einer Vereinfachung recht ferttgt. Entsprechende Anträge sollen gestellt werden. Die Schwierigkeit der S p r e n g st o s f b e s ch a s f u u g konnte durchs eine Uebersicht über die noch verfügbaren Mengen in mehreren Fällen behoben werden. Bei dieser Gelegenheit ivnrden auch einige allge meine Gesichtspunkte für beit Sprengstossvcrbrauch ausgestellt. Ueber die vier Hauptpunkte der Tagesordnung, belr. die Fördersteigerung, die Arbeiterbesck>afftlng und -ernährung, der Heran zichung frem.der Arbeitskräfte und betr. den Wagen- und Gruben- holzmangel entspann sich eine lebhafte Erörterung, an der auch die militärischen Vertreter sich in dankensioertcr Weise beteiligten. Das Ergebnis war insofern erfreulich, als die Werksleiter die Gewißheit mitnehmen konnten. daß sie für ihre aufs höchste angestrengten Betriebe und Arbeiter auch die entsprechende Unterstützung bei allen amtlichen und militärischen Stellen Erfahren werden. Mit dieser Zuversicht schloß die ungewöhnlich stark besuchte Konferenz. ** Rechtzeitig zu Weihnachten ein kaufen. In vier Wochen ist das Weihnachtsfest, also nur noch eine kurze Spanne Zeit. Deshalb möchten wir jetzt schon die Bitte, die wir in jedem Jahre an das kaufende Publikum richten, daß mit Weihnachts- bestellungen und Weihnachtseirrffa«fen möglichst rechtzeitig begonnen wird, besonders eindringlich wiederholen. Der Mangel an Personal, an Hilfslkrästerr, an vielen Materialien nnd die Schwierigkeiten der Versendung und Beförderung machen sich immer störender bemerkbar, so daß im Interesse des kaufenden Publikums wie in dem der Geschäftswelt, namentlich aber auch der kaufmännischen Angestellten und des Verkaufsperjonals der frühzeitige Beginn der Weihnachtsbesorgungen unter Benutzung der Vormittagsstunden unerläßlich ist, tvenn sich der W^ihnachtsoerkehr in einer alle Kreise befriedigenden Weise vollziehen soll. Zier aide der Teil des Publikums, dem es nicht an Zeit und Mitteln fehlt, seine Einkäufe und Bestellungen rechtzeitig nnd in aller Ruhe zu erledigen, sollte hiervon Gebrauch machen. Die Verhältniisfe liegen eben derart, daß jeder Rücksicht nehmen nttrß. Ganz besonders sei darauf hingewiesen, daß mit der Versendung von Paketen an die im Felde stehenden Angehörigen nnd Freunde nicht gezögert wird. Man sollte nicht nur daran denken, unseren tapferen Feldgrauen eine Weihnachtsfreude zu bereiten, sondern auch daran, daß die Gaben dort auch rechtzeitig eintteft'en. ** D i e zum Bezüge von Kartoffeln n u b Kohlen zum ermäßigten Preise angenieldeten HauShaltungsvorslände können den Liesernngsschein von Mittwoch, den 29. November ab in Empfang nehmen. Siehe Bekanntmachung. ** Weihnachtsbescherung der Kleinkinder- B e w a b r a n st a l t. Wie alljährlich, so wird auch in diesem 3. Kriegsjahre eine Weibnachtsbescheruug vorbereitet. 300 Kinder im Alter von 2 1 /, bis 6 Jahren, deren Väter zumeist im Felde stehen, sind zu bedenken. Gaben an Geld. Kleidungsstücken und Spielsachen sind willkommen und werden von den Borstands- ,nitgliedern sowie Lehrerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule und den Anstaltsschwestern entgegengenommen. Siehe Anzeige. ** Der näch ste Städtische Seefisch,narkt wird erst Donnerstag, den 7. Dezember, abgebalten. ** D i e Auszahlung der F a m i l i e n u n t e r st ü tz n n g e n an die Angehörigen der zun, Heeresdienst Einberusenen für 1. bis 15. Dezember bezw. für November findet vom 30. November bis 7. Dezeinber statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den in der Bekanntmachung angegebenen Tagen abgeholt werden. Landkreis Gietzen. n. Heuchelheim, 29. Nov. Der Sohn des hiesigen Bürgermeisters, dev Kriegssreiwilltge Ad. Kreiling, bisher Vize-Feld- webel im Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 253, wurde zum Leutnant im gleichen Regiment befördert. tt. Treis a. L., 28. Nov. Sonntag nachmittag fand in der lsiesigen Kirche ein Gedächlnisgottesdienst für die in letzter Zeit gefallenen hiesigen Krieger: Heinrich- Käs, Heinrich Becker und Konrad Müller, statt. Auch, der schon über ein Jahr Vermißten, des Georg Grau und Johann Heinrich! Nuhn, wurde ehrend gedacht und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß doch noch einmal ein Lebenszeichen von ihnen konuwen möge. — Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: Unteroffizier Will,. Becker vom 2. Marine-Jnfanterie-Regiment und Gefreiter Will). Kehr vom Res.-Jnf.-Regt. 88, letzterer besitzt auch schon die Hessische Tapserkeitsmedaille. Ter seit 5. September ds. Js. vermißte Musketier H. Will vom Jnf.-Regt. 129, hat dieser Tage aus russischer, ,md der seit 24. Okt. ds. Js. vernrißte Ersatzreservist Johs. Antend vom Jnf.-Regt. 168 ans französischer Gefangenschaft geschrieben, erstever aus Kiesel, Gouv. Perm, letzterer ans Paris. ** Watze „ bor 29. Nov. Dem Wehrmann Karl Hirz II., der seit Anfang des Krieges im Westen fä'mpft und jetzt im Osten steht, ist die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen worden. Kreis Büdingen. Ka Büdingen, 29. Nov. Der Postscheckverkehr öffentlicher Kassen hat sich im Kreise Büdingen bedeutend gehoben. An- aeschlossen sind jetzt die Kreiskasse und 74 Gemeindekasieu. Die Kreiskasse hatte in 7 Monaten von Avril bis Oktober 1916: 100 Ueberweisungen aus Postscheckkonto, 729 Postschecke; in Einnahme 689 176 Alk. und in Ausgabe 674 084 Mk. Der bargeldlose Ueber- weisungsverkehr wird besonders gepflegt. uu: uuut) . ” des Gasverbrauch» Oandoats KlctS Schollen. b O Gedern, 29. Nov. Am Totenionntag fand hier aunrr der allgemeinen Gedächtnisfeier für dre Gefallenen noch em derer Gedächtnis-Gottesdienst für ^ie rn ven 9 Monaten auf dem Felde der Ehre gefallenen Krreger aus umer ^ Gemeinde statt. ES waren die Krieger: Alusketier 5iarl ^ bach, Sandsormer, gefallen am 24. Februar 1916 dur J chuß beim Sturm auf Beauinont; Heinrich Post, Hauow- - Landsturinmann in einem Jnsauterie'Regiment, gefallen am - bruar 1916 in Frankreich; Heinrich Dtöhr, Land.v.rt, Erwtz reservist in eurem Jniauterie-Regiiuent, verstorben "ach . - Ber,vur,düng durch Granatsplitter an, 13. Alärz 1916 im • 19 lazarett in Bouziers. T,e beiden letzteren 'vnren FannUenvale. Der OrtSgeistliche hielt die Gedächtnisrede über 1. Zoy. <*, ^ Kreis Wetzlar. = Wetzlar, 29. Nov. Nach Mitteilungen deS Gaswett oll ivegen unzulänglicher Koblenzufuhr, die durch Wageumang^ veranlaßt ist, eine Einschränkung eiutretcn. . ^ ra. Wetzlar, 29 N°v Unter dem Borsrtz des tagte die ziemlich gut besuckste Hnuptoersammlung dos £ om Vereins. Nachdem int letzten Jahre durch 2*^*9 wieder 19 Mitglieder ab gegangen sind, zählt der Verein noch 6 Patrone und 130 Mitglieder. Tie Jahresrechmmg «mit 1907,37 Mark ab, außerdem verfügt ber herein über nwr Tombau-Unterhaltungsfonds in Höhe von 56 L04,81 Mcrrck verstorbener La,U>sn,ann, Rentner Albert Hofmann Wiesbaden dem Verein eine Zuwendung von 25 000 Mk.^ vermacht. gen über die Gitteranlage am Tom beschlössen den gelckMrncv«^. Test der diesjährigen Hauptversammlung. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 29. Nov. Ter in der letzten Kreistagssi^Ml auf Anregung hes KreistagsmitgliÄ>es Universitätskurcttor Gel). Ober-Regierungsrat H a s s e n p f l u g ins Leben gernsertt B,a t e r - ländische K r e i s a u s s ch u ß , der den Zweck haben loll, r n der Kriegszeit vielleicht zutage tretende Gegensätze den versck'Fdenen Bevöl?erungsklass>w durch gegenseitige 9lnsjprmy«i und Fühlungnahme mit den Beteiligten auszngleichen^ hnelt b, Haushaltungen eidesstattlich angegebenen Kartoffelvorräte statt. --- Frankfurt n. M.. 27. Nov. Mit Rückwirkung vom I. November au bc,villigte die Stadtverwaltung ihren Beamten iind Bediensteten eine weitere monatliche K r i e g s t e u e r u n g s' z n l a g e. Diese beträgt für Verheiratete mit 1 und 2 Hindern 23 Mk. lseither 20 Mk.), ,nit 3 und 4 Kindern 30 Mk. (25 Mk.), mit 5 und mehr Kmdcri, 38 Mk. (60 Mk). Bei Beschäftiauna nur Beschäftigung nur lk. 0,90—1,50 Lägen,es Teiles des 'Monats beträgt die Zulage Mk. lich, je nach der Kiuderzahl. Bei Ledigen und Verheirateten ohne Kinder ivird die bisherige Zulage unverändert weitergewährt. X. panan, 29. Nov. Der Landwirt und Müller Konrad Bau mann in Bruchköbel hatte, wie eine Revision festzustellen vermochte, tu 25 Fällen Selbstversorgern inehr Brotgetreide vermahlen als gesetzlich zulässig ivar. Das Schöffengericht Hanau verurteilte ihn zu 300 Mk. Geldstrafe. g. E s ch iv e g e a. d. Werra, 29. Nov. Bei der Ausführung von Kanalisatiousarbeiten in der Düngebacherstraße wurde heute der Vorarbeiter Schröder aus dem beuachbarlei, Dorfe Eltmannshausen durch herabstürzende Erdmaffen verschüttet und gelötet. vermischrer. * Sofia. 27. Nov. (WTB.) In der vergangenen Nacht ist der größte Teil der d e u t s ch e n S ch u l e in S o f r a nieder- gebrannt. Hierdurch wird der Schnlbetrieb empfindlich gestört, was um so bedauerlicher ist, als die Schule, die von 420 Kindern, davon zwei Drittel Bulgaren besticht war, wertvolle kulturelle Arbett leistete und in der letzten Zeit einer, besonders starken Zuspruch seitens der bulgarischen Bevölkerung fand. Der Schaden ist nur teilweise durch Versicherung gedeckt. Kopenhagen, 28.Nov. (WTB.) „Polittken" meldet: Die Besatzung des vor einer Woche in der Bucht von Biscaya versenkten d än i il ch e n Dampfers „Therese" ist hier ern- getroffen. Tie Besatzung berichtet, daß sie, da bei der Versendung des Dampfers schwerer Sttrrm herrschte, von dem Unterseeboot ausgenommen und im ganzen 18 Stunden auf ihm verblieben sei. Ter Dampfer sei, nachdem er von der Besatzung verlassen, durch Brandbomben zum Sinken gebracht worden^ Am nächsten Tage hielt das Unterseeboot einen n o r w e g i s ch e n D a m p f e r an, der mit Kohll' von lÄrgland nach Italien unterwegs war. Auch er sollte versenkt werden. Da aber für dessen Besatzung an Bord des Unterseebootes kein Platz mehr war, mußte er die Besatzung der „Therese, die 19 Mann stark war und zur Hälfte aus EnAändern bestand, ausnehmen und sich verpflichten, sie nach Brest zu bringen Hierdurch rettete er sich vor der Versenkung. Inzwischen näherte sich ein englischer Dampfer, hinter dem versteckt sich ein englischer Tov- pedojäger befand. Ter Torpedojäger eröffnete sofort das Feuer auf das Unterseeboot, dieses konnte indessen noch rechtzeitig unter Wasser verschwinden. * Der englische MunitionSmini st er gegen die Kirchenglocken. Wie die Londoner Blätter berichten, hat der englische Munitionsminister sich an den Bischof von Ehelmsford mit der Bitte geivandt, das Läuten der Kirchenglocken in den Munitionsdistrikten zu untersagen. Ta die Arbeiterschicht in den Munitionsfabriken iottwährend wechselt und viele Nachtarbeiter aus den Schlaf bei Tage angewiesen sind, werde ihre Ruhe durch das Läuten der Kirchenglocken empfindlich gestört, und deshalb solle das Läuten der Glocken während des Krieges in diesen Bezirken unterbleiben. Letzte Nachrichten. Eine neue Friedensfrage im englischen Unterhaus. London, 28. Nov. Im Parlament ftagte der SoziaM Snowden, ob nichtt die Zeit gekommen sei, Friedensverhanb- lungen an^usangen. Nachdem der Kanzler offen erklärt habe, daß Teutschlalw nur einen Verteidigungskrieg führe und nur die Sicherstellung von Deittschlands Unabhängigkeit ,md Entivicklung verlange nnd daß Deutschlcrnd ebenfalls das besetzte Gebiet rm Westen fteigeben werde und die mcderen (Gebiete Gegenstand von Unterhandlungen sein könnten, stehe nichts mehr im Wege, die Verhandlungen anznlwhne.n. Minister Bonar Law erklärte, er könne dies facht ttin, u,cd sagte, daß der Kanzler die von Snowden erwähnten Erklärungen keineswegs abgegeben habe, sondern immer rmter der Voraussetzung von Deutschlands Sieg gesprochen liabe, weshalb jede Erörterung ft'ir einen ^britischen Mifaster ausgeschlossen ist. Amerikanische Kriegsgennnne. London, 29. Nov. Der Newyorker .^-»rrefpU»d«ck der „Ti in es" iveifa darauf Imt, daß der junehtnendc Reichtum in den Vereinigten Staaten infolge des Krieges aus der Stattstik der Einkommensteuer in dem mit dem 30. Juni endigenden Finanzjahre hervorgehe. Die Einnabmen u- ttlnnen am »..In.ii imr. AumeMunjj rechte ;ilj erbeten. ul Kurie in einzelnen Fächern können jederzeit begonnen worden. Prospekt gratis. Versteigerung. Samotag, 2.' De», »via, nachmitiagS 8 Ul»r sollen i»> fiädt. Pfandlokale, Selters- wea, li dghier, die wegen rilckstnndlaen 2'eiträgen auv OrtC'ix’aitfcnCnffc (dienen, sonne die wegen räckuändigem Gnv- und Wgssergeld ge- pfändeten Gegenstände vor- steigert werden. 18500ID G o m in ecker, Psandmelster. Ztnchrus. Den Heldentod fürs Vaterland starb unser treuer SangeSbruder Ferdinand Becker im Res.-Jnf.-Regt. Nr. 254, 1. Komp. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 013 , u Kcsliiigmeiil Hmmie, ReiSkirchcil. Allgem. Deutscher Franeu-Verein Ortsgruppe Gietzeu Alice - Frauen - Verein Gießen. Wir machen auf den vorsiebenden Vortrag von Wrau Schreiber. Krieger aiiönerksäm'nnd dtUcn""unsereH' en Besuch. «üWD Die Vorstände. alieber um zahlreichen !- II! vom m Erster Vortrag s Donnerstag, den 30. November, 8*/ 4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Herr Acrlchcrcr!>»-. Walstr Jifinrf (BiiMiip „Rumänien“ (Mit Lichtbildern) Die Mitgliedskarten können gegen Erstattung des Beitrags von Mk. 2.— am Eingang de« Saales empfangen werden. Für Studenten und Schüler s ’\r. 0.50, jiir Nichlmitglieder Mk. 1.00. u. i n dauernde - leigen aller Nohmaierialien preise sind wir genötigt, eine Erhebung der Preise fürHnfbeschlag an l. Dezember 1018 wie folgt eintreten zu lassen: K>>> »»kt schvkrkS Mch» Rk. 1.50 ßii atiifä lkichtct.v>ufciicii „ 1.40 Ei»»lteSKsfcisc» ..... -I 5 rlanettbeschlag: ki« ititS eifrn.-JO ßi« «Itrt i|ti . ... «*}f sä'llUiche sonstige Schmtede-Arbelten erfolgt ein Aufschlag von 351 Wir (litten unsere verebrliche Kundschaft Oüfl. biervon Kenntnis nehmen zn wollen. MN) Die freie Schmiede-Bereinigung für Stadt und .Kreis OUesteu. Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhrs Familien-Konzert KONZERT von J /a® Uhr abend» Sonntag von 4 Ulir nachmittAg» ab IBotel ISnpii^n. Gccher Zleisch- und wurftvorrat diese Woche «« u»d cmpsiclilt solches zur Abnahme M. Kegler, £& 85 tr|t[pfii|c 5 !if 6 »fffi|trn«(iS= 5 lnfl«lt tu Nidda. Sonntag, den 3. Dezember IVlO. nachmittags 2'/, Uhr im Gasthaufe „Zum Solmfer Hof" in Hunaeu AllsltroriStiltt. MlWeiitrottsWMlAllll Tagesordnung: Aenberung des 8 24, Abs. 2 der Satzung (Höchst. Versicherungssumme betreff.) 84 i 2£_Der Vorstand. Wir beehren uns, die Besitzer von Schuldverschreibimgen unserer Gewerkschaft gemäfi ü 6 des Gesetzes v. 4 . 1 is <)0 4 " einer Montag, den 18 . Dezember INI«, vormittags lOVjlIbr, in dem GeschgftSlokal der Landwirtschaftlichen Hyvotliekenbank. Frankfurt am Main. Nene Mainzer Strmre 3 .'»l stattfindenden Versammlung mit nachfolgender Tagesordnung etnzuladen: 1- Keucht über die derzeitige Lage der Gewerkschaft. 2- Beschlnsifassttttg Uber die weitere Stundung der fällig gewesenen und bis zum 1. Juli 1918 fädln werdenden Zinsen bis tfnbc 1918. 9. Beschlnsifajsnna iiber die Sistierung der Auslosungen ;w>'. Schuldverschreibungen siir die Kalenderjahre 1919, 1917 und 1918 und die weitere Stundung der ans früheren Verlosungen rückständigen Beträge bis Ende 1918. 4. Beschlntzfassuna über die etwaige Bestellung eines gemeinsamen GlnubtgervertreterS i. S. des Geseires vom 4. 13. 1899. 1 v Darmstadt, den 34. November 19td SFifiOD ^ „ Gewerkschaft Kur—Cüln. Der stellvertretennde Vorsitzende des GrubenvorstandeS- __ Mager . Amtliilje littfiluiip üfrfwöflöfiinimrr Oirjjrn- Die Heb realster für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer für 19t« E. I. liegen 19 Tage lang und zwar vom 1. bis eimchliebltch 9. Dezember dS. >>S. im Bureau der Handelskammer zu Giehen. Lonvstratze 7. wahrend der AmtSstunden 19-13 Uhr vorm, und S-S Uhr nachm.) zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den Inhalt der Hebregister sind nnerbalb dieser zehntägigen Irtst bei der Handelskammer schriftlich vorznhrtngen. 8678Ü BHsainra Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil« nähme bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bröckelmann und die zahlreichen Kranzspenden sagen wir herzlichsten Dank. Philipp 3 lmcnÖllf., kemkindeeinnehmn, und Kinder. „ Allendors a. d. Lahn, den 26. Nov. 1916. Z igsrsttsn äinokt von SorPabrlk »a Vrlglllülprel»«, 180 rigarsU. Lleluv. I.g 9 1 .»« .. .. 2 „2.Ü0 12? " » f ,» 2.^0 JJ - .. 4.2 „3.-10 roo .. „ 8 . 3 ..4.33 ohne joden Zuschlag f. neue Stonoru.ZolIerJHS.hnn- ?inarPfifl^P rlnia Qualitäten gi»°Ll£!! 76. -b.200. - M.p.Mlllo Goldenes Haus Zigarelteniatirik V. m. ü. H. KÖLN, Ehrenstrasse 34. Telefon A 9068. [ 110 D Alle Reparaturen schnell und preiswert Gebrüder Waag Schirm-Fabrik ',«5 Gießen, Ssllerswog Nr. 58 Fluss- u. Seefische 3er ir! Ilelerl in teuer oewDRsektai Ausstattung stilrein u.preiswert (Uo BrUklSoäe Uaiv. - Pmrturd Wie adjiihrlich so wird auch in diesem li Kriegsjahre für unsere Kinder die WcihnachtSbeschernng vorbereitet. Wir haben »00 Kinder im Alter von 3'/, bks « Jahren, deren Väter zumeist im Felde stehen, zn bedenken. Wer füllt nnS die Hände? Gaben an Geld, Kleidungsstücken und Spielsachen sind willkommen. Die Unterzeichneten Vorstandsmitglieder, sowie die Lehrerinnen der üüberen und erweiterten Mädchenschule und die rlnstaltSschwcstcrn sind bereit, solche Gaben entgegenznnebmen. Sonst ist niemand berechtigt, für unsere Anstalt zn sammeln. Der Vorstand der Kleinkinder-Bcwabranstalt. Schwabe, Pfarrer, Vorsitzender. Uran Jrrsttzrat Grünewald, Liebtgstraste 2l. s)rau Anna Georgi. WeserftratzeL A-ran Johanna Haas,Ost-Anlage91. Arau RechnunaSrnt Kalbfleisch, Ludwigstrahe 7. Frau Geheimerat Leltt. Moltkeslrahe 82. Iran Professor Martin. Aohanneüstrane tu. Frau Marie Schwan, Seltersweg «4. n-ran Aootleker Schwteder, Schulstrabe 1 . Krau Karola 'Walther. Neuen Baue 39. Schwester Leuchen 'Welsch. Diezstrahe J5. Pfarrer 2luöfeld. Apvthekenbesitzer Bauer. 3leallehrer Jan«. 85581) empfehle: Ia. Qualität Kognak Rum • jömtUiföre - --— 7 —ä— - der A irma Hartwig Kantorowicz A.-G., Posen - in Felöpostp«>ck»rngen. 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