Kr. 2^0 Tc--. Sietzrner Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen: Siehener.>samiliend»ät1er; KreirbloN für den Kreis Gietzen. vezugspreis: monatl. 90 Pi., viertel- iährl. Mk. 2.65-. durch Abhole- lu Zweigstellen monakl. 80 Pf.: durch diePost Nik.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. ,>ernfprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitungI12 Verlag,Geschästsstelleöl AnschriüsiirDrahtnach- richten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt *66. Jahrgang Postscherttonts: Frankfurt a.M.U686 Zwittingsrundtzruck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Buch- u. Ztemtzruckerei R. Lange. Schristkitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schulstr. 7. Dienstag. 28. November /.iinuhme vor Anzeige: «. die Tagesnummer bts /uinNachmiklag vorher. Zeilenpr eir, f. Anzeigen: örtlich 20 Vf., Ver- mietungen u. ’Btellenqp* suche 15Pf., auswärts 26 Pf., b. Plahvorschriit 30 Pf., Neklaiuen 75 Pi., bei Plcchvorschrist SV Pf. Vauptschckitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Auq. Goey. Stadt m b Land, Vermischtes u.G«" richtssaal: Fr. R. Zer::. Anzeigenteil: H. Äeck, sarntlich in Gießen. Bmrtvertehr: Gewerbcbank Gießen ikJ' (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht. Im Somme-Gebiet nur geringes Feuer. Ohne Artillerievorbereitung versuchten abends die Franzosen, iu den Südteil des St. Pierre- Vaast- Waldes einzudringen; Maschinengewehrscner der Grabenbesatzung und schnell einsetzendes Sperrfeuer der Artillerie trieb sie zurück. Heeresgruppe Kronprinz. Oestlich von St. Mihiel mißglückte ein französischer Handstreich gegen einen unserer Posten. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des General - Feld- marschalls P rinzen Leopold von Bayern. Nichts Wesentliches. Front des Generaloberst Erzherzog Joseph. In den Karpathen wurden russische ErknndungsaLlei- -uugen im Ludolva-Grtziet, mehrere Bataillone nördlich des Regrisovatales abgewiefen. Die beiderseits des Alt rwn Norden vordringenden deutschen und ösherreichifchmngarischen Truppen des Generalleutnants Krafft von Dellmensingen haben den Feind hinter Öen Topo 1 o gu - Ab fchu itt geworfen. Oestlich von Tivgeni durchbrach das sächsische Infanterie-Regiment Nr. 182, vortrefflich unterstützt durch das zu schneller Wirkung dicht vor dem Feind? auffahrende neumäri'ische Feld- artillerie-Regiment Nr. 54. die feindlichen Linien und nahm dem Gegner an Gefangenen 10 Offiziere, 400 Mann, an Beute 7 Maschnrengeroehre ab. Der Veda-Abschnitt ist oberhalb und unterhalb Alexandria erreicht, die Stadt selbst genommen. Von Turnu-Severin her drängten unsere Truppen den Rest der rumänischen Orsova-Gruppe nach Südosten ab -, dort verlegen ihm andere Kräfte den Weg. Der geschlagene Meind hat neben blutigen Verlusten hier 28 Offiziere und 1200 Mann, drei Geschütze, 27 gefüllte Mcunilionsrvagen und 800 beladene Fahrzeuge eingebüßt. 3 Aus den Donau-Häfen zwischen Orsova und Rustschuk finb unserem Besitz bisher sechs Dampfer und achtzig Schleppkähne, meist mit wertvoller Ladung, gesichert worden. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der D o b r u d s ch a scheiterten mehrere von russischer Kavallerie und Infanterie ausgeführte Angriffe. Ein Vorstoß bulgarischer Bataillone warf den Feind aus dem Vorfeld unserer Stellungen östlich von Erchesec zurück. Die D o n a u - A r m e e ist — Widerstand der Rumänen brechend — im V o r s ch r e i t e n. MazedonischeFront. Zwischen Prespa-See und Cerna heftiger Artil- ieriekaurps. Starke Angriffe auf die Höhen östlich von Para- lovo brachen an dem zähen Aushalten deutscher Jägey- vataillone zusarmnen. Oestlich des Wa rd a r belegten die Engländer die deutschen Stellungen mit starkem Feuer. Ein dann erfolgender Vorstoß ist ab gewiesen worden. An der Strmma Gefechte von Aufklärungsabteilungen. Der Erste Generalguartiermeister ' > — J Ludendorff. s Berlin, 27. Nov., abends. (WTB. Ainllich.) Im Weste n ruck O st e n nichts Besonderes. In Rumänien ist die ganze Alt-Linie in unserer Hand. In Mo nastir-Ebene uiw dm Bergen im Cerna- Bogen schwere Niederlage der Entente durch Scheitern eines großen Angriffs von Truova (nordwestlich Aronaftir) bis Makova. Auch der gestrige Tag hat neue Siege gebracht, zwar noch keine, die uns in voller Uebersichtlrchkeit dargestellt werden, da die Entscheidungen eben erst gefallen sind und unsere Heeresleitung, die seit einigen Tagen auch kurze Abendberichte ausgibt, sich auf knappe Mitteilung des Erkennbaren beschränken mußte und wohl selbst die Einzelheiten noch nachprüft. Aber die Stichworte sagen viel. Das ganze Alttal ist in unseren Händen. Die beiderseits dieses Flusses von Norden her vorgedrungenen verbündeten Truppen sind außerdem bis hinter den Topolog-Abschnitt vor- aedrungcn. Der Topolog. mündet 70 bis 80 Kilometer südlich von der rumänischen Grenze in den Alt, fließt mit diesem zum größten Teil parallel in einem östlichen Abstande von etwa 20. Kilometern. Tiavcni, das im Tagesbericht genannt wird, wo der Durchbruch der rumänischen Stellung erreicht wurde, liegt 15 Kilometer östlich von Rimnik-Balcea. Unsere Truppen werden also bald auf den Argos stoßen, der in gerader Linie von Nordwest nach Südost an Bukarest vorüber in die Donau fließt. Der rumänischen Hauptstadt sind wir jedoch schon von Süden her näher gerückt. Der Vedea-Ab schnitt ist oberhalb und unterhalb Alexandria erreicht und diese Stadt selbst ist in unserem Besitz. Wir sind also vom unteren Mttale in breiter Front erheblich weiter nach Osten vorwärts gezogen. Von Alexandria bis Bukarest sind 80 Kilometer. Die bei Orsova stehenden feindlichen Reste sind erfolgreich aufgefangen und aufgerieben worden, wobei 1200 Gefangene und reichliche Beute in unsere Hände siel. Me Entlastnngsversnche der Feinde in der Dobrndscha und an der mazedonischen Front sind kläglich gescheitert. Mit Spannung erwarten wir besonders die n ä h e r e n Mitteilungen Mer die „schwere Niederlage" Sarrails in der Ebene von Monastir. Dort ist bekanntlich zur Verstärkung der Bulgaren General B e l o w mit deutscheu Truppen ein- getrosfen, und seinem Eingreifen haben wir den neuen, entscheidenden Sieg zu verdanken. Das Schicksal Rumäniens ist besiegelt; die französische und englische Presse stimmen bereits Klagelieder darüber an, und wenn sie hier und da auf eine Umgruppierung des rumänischen Heeres verweisen, die noch rechtzeitig eine Wendung herbeizuführen in der Lage sei, ähnlich wie es den Franzosen an der Marne gelungen sei, den deutschen Bormarsch anfzuhalten, so ist das als ein Beruhigungsmittel zu betrachten, das nur für den Augenblick wirkt. Die neue Entwicklung im Osten scheint denjenigen Politikern recht zu geben, die in erster Linie auf einen Frieden mit Rußland hinausarbeitem Es erscheint uns recht zutreffend und schlagend zu sein, was Georg Bernhard in der „Boss. Ztg." neuerdings zur Frage England oder Rußland aus führt: „Vom deutschen Standpunkt Müßte am ttrifffommenjteit ein Friede fern, der zugleich die RichlMnien für unsere zNMnstrge, auswärtige Politik obgibt. Wir halten «bie MögMchVeit, uns mit England dauernd vertragen, für eine Illusion. Nicht als obs wir meinten, es müsse in Zickunft ein dauernder offi-rer Kriegszustand zwischen Deutschland und England bestehen. Ader Englands Sorge um seine industrielle und kommerzielle Entwicklung muß es immer wieder ba$a treiben, das Hoclchnnüiven Deutschlands zu hindern. Tie Frage ist nicht so zu stellen, ob wir uns mit England vertragen könnten, sondern die Frage ist: kaum und will sich England mit uns vertragen? England Barm uns freundschaftliche Versicherungen geben, es Krrm mit uns Frieden halten, aber es wird sich an jeder Schwierigkeit Beteiligen, die uns von irgendeiner Seite in den Wog gelegt werden würde. Und das trotz aller äußerlichen Freundschaft. Ist solch Betragen für nns von Wert? Wir können nach unserer Auffassung sowohl den Verkehr mit oen Kolonien, die wir in Zukunft haben werden, als auch die Frechen der Meere für den Handel nach Uebecsee uns nur dadurch dauernd sichern, daß wir unsere starke Flotte nitd imfer starkes Heer auf die Seite stellen, die dadurch das Uebergewichlt über bic mg loche Seemacht bekommt. Term dieser Krieg hat gezeigt, daß England gegenüber jeder Flotten Koalition machtlos sein wird, und nur dann seine Herrschaft über die Meere auszm'kben vermag, wenst ihm keine mit der deutschen Seestreitmacht vereinigten Flottelr gegenüberstehen. So muß unseres Erachtens die realpolitische Erwägung für die Znkunsä aussehen. Und sie deckt sich gleichzeitig mit dem, was. wir für eine möglichst schnelle Beendigung dieses Krieges erwägen müssen. Ter Sieg über Rußland schafft die einzige Möglichkeit, die Koalition der gegen uns ankÜmpfenden Mächte vielleicht nicht zu sprengen, aber zu lockern —- nicht weil Rußland seinen Waffengefährten die Treue brechen will oder soll, sondern weil ihm jede Aussicht auf einen Erfolg des Kampfes immer mehr schwindet. Ob die Person des Zaren oder irgendeines Münsters oder selbst eine liberale Tuwamehrheit für den Friedensfchluß in Frage kommt, ist ganz gleichgültig. Denn sie alle werden über die Tatsache der politischen Nutzlosigkeit ihres Kampfes nicht Fortkommen können. Diese Tatsache sollen wir nutzen, sobald sie sick offenbart." * * * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 27.Nsv. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27.dkovember 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. Der bei Turnu Severin geschlagene Feind ist in iüdö stlichcr R ichtu n g im Rückzug und wird van österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen erfolgt. Unsere Beute aus diesen Kämpfen beträgt 28 Offiziere und 1200 Mann an Gefangenen, drei Geschütze. 27 gefüllte Munitionsmagen und 800 beladene Fuhrwerke. Auch in den Donauhäfen fiel reiche Beute in unsere Hände. Oestlich des unteren Alt ist der Veda- Abschnitt nördlich und südlich von Alerandria erreicht. Am oberen Alt ist der Feind hinter den Topolugo-Mschnitt gttvorfen, östlich Tigveni die feirrdlichc Stellung durchbrochen, wobei der Feind 10 Offiziere. 400 Mann an Gefangerren und sieben Maschinengewehre einbüßte. Ein russischer Angriff mehrerer Bataillone nördlich des N e g r i s o v a - T a l e s gegen unsere Tnrp- pen blieb erfolglos. Feirwliche Erkundungsabteilungen im Ludowa-ßüebiet wurden abgewiesen. HeeresfrontdesGeireralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Italienischer und südöstliche- Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hö fe r, Feldmarschalleutnant. Eine Unterredung mit Kronprinz Rnpprecht. Kronprinz Rnpprecht ist auf wenige Tage von der Front nach München znrückgekehrt, riachHem er seit Ausbruch des Krieges nicht mehr hier gewesen ist. Aus einer Unterredung, die er den „Münchener Neuesten Nachr." gewährte, teilt das Blatt u. a. folgendes mit: Es wurde festgestellt daß bei den ungeheuer schweren und bluti- gcu Kümpfen an der Somme nunmehe fast alle bayerischen Stämme rühmlichen Llntell und gerade auch w-ährend der Mmpfe der letzten Tage Bayern in heroorragendem Maße sich ausgezeichnet hätten. Ein!Zeichen von der Kraft und Stärke, die in den Truppen kbd und von der Hingebung, msft der sie das Vaterland verteidigten, sei der Umstand, daß sie sich nach den schwersten Mmpfen hureutgen Tagen der Riche aufs allendschn ellerholten. Mm müsse das besonders hervorheben. Auf die Fcage nach den Verlusten gab der Kronprinz zu, daß nattirlich bei solck)en Kämpfen auch die deutschen Verluste nicht gering sein könuten, aber die Gegner hätten erheblich höhere .Verluste an Menschenleben erlitten. Besonders gelte das von der: Engländern. Namenllich treffe dieses zu bei den letzten großeir Kämpfen. Auf die Frage, ob man an der Somme auch schon den jmrgsten Jal 7 rganF der Franzos«:, also 1917, angetroffen l)abe, antwortete der Kroirprinz, es sei bestimmt festgestellt, daß dieser Jahrgang bereit in den Kämpfen verwendet worden sei. Die Fenide zeigten, so versicherte der Krl.mprinz auf eme Ztvischenfrage, anfänglich^ die .Hoffmmg durchzudringen, was ausgeschlosserr sei ruid was sie jetzt selbst einzusehen beginnen. Mar^ dürfe sich jederrfalls noch aus weitere viele schwere Angriffe aefaßi machen. Er sei imnier falsch, den Oiegner zu nnterschätzen. Wie lange diese Angriffe noch dauerten, lasse sfth znrzett iri-cht vomuSstttpen., aber er, körme versichern, daß die deutsche Heeveslettuna au.s alles vorbereitet sei. Sie tue ihr möglichstes. Zu den EinbucKnngen, die die ,Faont da und dort erhalten hat, und der-teilweisen Zurücknahme unserer ^Lellungsn meinte der Käonprürz, wenn ein oder das andere Torf oder Stellimg verloren gehe, so sei das oft nur ein Kampf um Namen. Vor Gnrzem hat Hindenburg bei seinem Aufentt halte in Hannover M Dpch zu einer ängstlick)en Dame, die auf die Geländeverkuste an der «Somme hrnwres, einen treffenden Vergleich gebraucht. «Er sagte: tzabeir doch oft in der Küche einen ein- gebeulten Kochtopf, aber Sie werden mir MgÄren, daß Sie doch auch in einem srüchsn Topf jede Speise gar machen kömren." Auf diese Gdsckstchte, die ich dem Kronprinzen erzählte,, bemeickte ^r, das sei set>r zutreffend. Im Anschluß dararr sagte der Kroirpriuz, daß man auf Hin-deinburg und Ludendsrff alles Jfrerttunte 11 icf.cn dürse. Äöcyr solle doch mir out die be seUen fr.rrn •>jüiclwi (Mrö?te binsehem baitu würde man alle Sdjtote TigEeiten ui der Heimat tragen, „Seit Beginn der Snnmekämpfe feaoer. uft:, ' H> llklir der Kronprinz fort, „die Verhältnisse gunfti «er g- j i Be sonders sind wir an Artillerie sehr stark geworden/ Aui L /vage nach der Haltung der feindlichen Truppen sagte der Lrvupvun t»it grossem Ernst und Nachdruck: „Die Franzosen sind «uSgeheit l?cte Soldaten. ?luch die Engländer sind sehr tapfer. GS ist ein großer Nahm unserer u-noergleichlichen Truppen, diesen an JaA überlegenes und respektablen Gegnern so ersvtgrvich Dider- stared gel-üßn ^.u haben." ?lller Augen in Deutschland und in der ganzen Welt sind aus die Gebiete von Somme UTtb Ancre gerichtet. k'Mnnm 'wir uns ans die Festigkeit der Westfront auch weiterhin so verlassen wie bisher, trotz der Operationen im Osten und Südosten? Da^ war die nstchttgste Frage, die der Kronprinz sofort kurz lmrd zuversichtlich beantwortete mit den Worten: ,Mn Durch b ru ch wird nicht erfolgen." vie Ueversührung der Leiche Katjfer ^ranj jojefs in die hosburg. Wien, 27. Nov. (WTB. NichtamEch.) Heute abend erfolgte die Ueberführmrg der Leiche des Kaisers von Schloß Schönbruim in die Hofburg. Alle Fenster waren dicht besetzt. Tausende und Abertckuseride waren herbeigeströmt. Lautlose Stille überall, doppelt ergreifend im Dunkel der Nacht, nur vom Schein der schwarzumflorten Laternen, auflodernden Oriflammen und Fackeln erhellt. Ter UebersüHrung ging die Einsegnung der Leiche im Schloß durch die HofgeistlichiVeit voran, die kurz vor 10 Uhr an den Sarg trat. Tie»Maiestäten, die Mitglieder der Allerhöchsten Familie rmd die im Auge mitsaHrenden Personen der nächsten Umgebung des Verblichenen folgten tief erschüttert der Zeremonie. Mit der Einsegnung der auf das Schaubell gehobenen Leiche Milde die Uebersuhrung! abgeschlossen. Tie Kirchcntore wurden geschlossen und werden morgen früh für den Einlaß des Publikums zur Besichtigung der Leiche geöffnet._ _____ Die Lage irr der rumänischen Hauptstadt. Bern, 27. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Bund" meldet >4tLcl< eincrir Petersburger Bericht: B u k a r e st ist in ein Kriegs- l a g c r infi g e w andelt. Eine Masse Militär ist dort arrwescnd. Die Hälfte der Bevölkerung hat schon die Residenz verlassen. Der Straßenbahnverkehr ist gering. Die Teuerung nimmt zu. „Rjetsch" -usolgc gibt der Kommandant von Bukarest bekannt, daß die große Zahl von Offizieren auf den Straßen die Llusmerks-amkeit auf sich lenke. Infolgedessen sollen alle rumänische Offenere, die keine bestimmte Aufgabe in Bukarest haben, sofort an die Front zurückkehren. Ossiziere, die dienstlich in Bukarest Wi tun haben, dürfen sich nicht mehr auf den Straßen zeigen. Die Mehrzahl der französischen Ossiziere von der Sondern:ission Berllwleto ist jetzt das rechte User der Donau bewachtMr, den Fluß und nahmen an der Ei:mahme der Stadt teil. Unsere Artillerie tauf dem rechten Ufer zerstreute feindliche Kolonnen, die in der NKHe von Turmi Severin operierten. * . " Russische Fälschungen. Großes Hauptquartier, 27. Nov. (WTB. Amtl.) , Durch russische Zeitungen wird die Meldung verbreitet, daß ^die Russen an der Südwestfront in der Gegend von Sarny einen Zeppelin abgeschossen und dabei die Besatzung voii 26 Manu gefangen und etwa 300 Kilogramm Boniben, zwei Geschütze und zwei Maschinengewehre erbeutet haben. — Die Meldung ist erfunden. Znm Rücktritt Stürmers. Berlin. 28 Nov. Nach neueren Nachrichten aus Rußland, ,so schreilst die „Germania", erscheint es hier nicht ausgeschlossen, daß der N .i cktrit t Stürmers mit dem Wechsel im militärischen Oberbefehl indirekt zusammenhängt. Die Berufung des öjrofrfurftoen sei ein deutliches Anzeichen dafür, daß mall in Mißland aus dem Wege sei, die äußersten Anstren- ;gumgen für die Rettung der verfahrenen kriegerischen Lage zu 'machen: in dieser Richtung liege auch die Ernennung Trepows. >Mau b'sfe. der letztere werde die ÜNunitionserzeugung beträchtlich zu heben wissen. * Die neue Krisis i« Griechenland. London, 27. Nov. (WTB.) „Weellv Dispatch" erfahrt »aus Athen, daß Aomiral Fournet im Notfälle Athen be- ']el\cv werde, wenn die Regierung nicht in die Auslieferung 'der Artillerie willige. Die Royalisten erklärten, daß sie die \ Auslieferung der Waffen verweigern werden. Am Hymet- tus ist Artillerie gesehen worden, an der Station wurden ^ Waffen an 10000 Reservisten ausgeteilt. Die Reservisten wurden im Laufe der Nacht nach verschiedenen Kasernen gebracht. Die Feuerwehr fuhr die ganze Nacht durch die Staat, .angeblich unr Brande zu löschen, in Wirklichkeit aber, um Waffen auszuteilen. Am 25. November früh wurde von General Papulös, der vor einiger Zeit wegen seiner antr- chenizelistischcn Haltung aus Janina abberufen worden war, ein Abwehrbund gebildet. Sämtliche Offiziere haben sich dein Bunde angeschlossen. Die Abwehrbewegung wird durch die Nachrichten von den Niederlagen der Mrmänen bestärkt. Die Reservisten wollen sich in das Innere des Landes außerhalb des Bereiches der Marinegeschütze zurückKiehen und einen Guerillakrieg führen. Bern, 27. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." erfährt aus Athen, daß der König und die Regierung entschlossen sind, um keinen Preis die Ausliefe- rung der militärischen Ausrüstung zuzugestehen. Der Seekrieg. Neuer Vorstoß an die englische Küste. B e r l i n. 27. Nov. (WTB. Amtl.) Teile unserer S e e-- ftreitkräfte unternahmen in der Nacht vom 26. zum 27.Novr -cher erneut einen Streifzug bis dicht vor die englische Küste. Unweit Lowestost wurde ein feindliches Bewachungsfahrzeug versenkt und die Besatzung gefangen genommen. Einige neutrale Dampfer wurden angehalten, untersucht und, da sic keine Banumare führt.n, wieder freigelassen. Unsere Streitkräfte kehrten, ohne irgend sonst eine Berührung mit dem Feinde zu finden, zurück. Der Chef des Admiralstabs der Marine. „Britanic". Rotterdam, 27. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) An der Unterhaussitzung vom Donnerstag fragte Sir M. Myles: Weiß man, ob der Dgmpfer „Britanic" torpediert oder auf eine Mine gelaufen ist? Asguith antwortete: 92och nicht! * Kopenhagen, 27. Nov. (WTB.) stLach einer Lloyds- melduna soll der englische Dampfer ,Aer seyrran" (388 Tonnen- versenkt worden sein. Kopenhagen, 27. Nov. (WTB.) Nach der „National- tihentoc" ist der dänische Dampfer „Dansbed" (3000 Tonnen) in dem irischen Kanal von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet worden. London, 27. Nov. (WTB. Nichtamttich.) meldet : Nk-an glaubt, daß der englische Dampfer Emlyn- verrre (544 Bruttoregiftertoniwr- vevsenkt worden sei. Aus dem yauptausfchuh der Reichstags. Berlin, 27. Nov. (WTBs Im Harcptausschuß des Reichstages begründete zunächst ein Zentmmsredner einen Antrag, die Anssi'lhrun-gsbeftimmnngen vom Bmwesrat unter Zustimmung des Hauptausschusses zu erlassen, den Hauptaussclxuß zum Zusammentritt während der Unterbrechung der Verhandlungen des Reick>§1ags zu ermächtigen und den Zeitpunkt des Außerkrafttretens nicht vom Bundesrat, sondern vom Reichstag bestimmen zic lassen. Dem Grmrdgedanken dieses Arrtrages traten die sozialdemokrattschen und der fortschrittlick-e Redner bei. Letzterer meinte, gewisse Befugnisse könnten dem Kri egsa m t übertragen werden, damit die Müglickckeit eines raschen Handelns gegeben sei. Der Reichstagsausschuß uttrsse über alle wichtlMU Fragen auf dem lausenden erhalten bleibend Ein Redner der Konservattven wünschte keine Verschiebung der Befugnisse von Reichstag und Bundcsrat. Nach der Verfassung ist der Bundesrat berufen, Aussührungsbesttmmun- gen zu erlassen, er sck aber bereit, dem Reichstage eine weitgehende Mitwirkung zu ermöglichen, etwa dährn, daß vor dem Erlaß allgemeiner Ausführungsbeftimmmrgen ein parlamentarischer Ausschuß gehört werde. Staatssekretär des Innern Dr. Helfserich erklärte unverbindlich, der gegenwärtige Gesetzentwurf sei sozusagen ein M ante l g e s e tz. Deshalb habe der Bundesrat sich auf bestimmte Richtlinien und Ausführungen festgelegt. Es sei notwendig, den Gedanken, dem das Gesetz dienen soll, so rasch als irgend möglich zu verwiü?lick>en. Ter Bundesrat sei imter diesen Umständen gezwungen, einen weitgehenden Kredit für die Ausführung im einzelnen vom Reichstage zu verlangen. Das Gesetz wevds mit einer erheblich größeren Zahl von Paragraphen an§ den Verhandlungen hervorgehen. Gr habe Verständnis für die W! ü n s ch e des Reichstages nach Kautelen und verstäEer eigener Wirkung. Das 65eset berühre die persönliche Freiheit des Staatsbürgers in erheblich stärkerem Maße, als etwa die wirtschaftlichen Verordnungen des Dündesrates. Er l>alte es für vollkommen unmöglich, alle vom Bundesrat zu erlassenden Ausführungsbestimmungen des Gesetzes an die Zusttmmung des Reichstages öder Ausschusses zu binden. Die Handlungsfreiheit, die daS Kriegsamt unbedingt brauche, dürfe nickv eiugesch'änkt werden. Tie Täligkeit des parlamentarischen Eruährungsbeirates sollte nicht als unfruchtbar und wertlos bezeichnet werden. Bei der Weiterberatung erklärte ein Vertreter der Deutschen Fraktion, der Gesetzentwurf sei unvollkommen irnd deshalb sei bei der Ausführung die Mittuirllmg des Reichstages nöttg. insbesondere, wenn es sich uw den Erlaß matt/riell-ve.ckftlick-er Verordnungen lxmdle. Ein dLationalliberater wünschte in dem Gesetz ausgesprocken, daß die Aussührungsbestimmungeu der Bundesrat' erlasse, daß allgemeine Verovdnimgen aber der Zustimimmg eines vom Reichstag gewählten Ausschusses von 15 Mitgliedern bedürfen. Ein Zentrumsredner sprach sich ebenfalls für einen derartigen^ Ausschuß aus. Ein Sozialdenrokrat forderte, daß die Befugnissei des Ausschusses gesetzlich umschrieben werden müßten, um Konflikte zu vermeidem Schließlich! einigten sich die Parteien dahin, daß die zur Ausführung des Gesetzes er- sorderlichen allgemeinen Bestimmungen vom Bundesrat nur mit Zustimmung eines vom Reichstag aus seiner Mitte gewählten Ausschusses von 15 Mitgliedern erlassen werden können. Das Kriegsamt sei t>erpslichtet, den (Ausschuß über alle wichtigen Vorgänge aus dem Lausenden zu halten, ihm aus Verlangen Auskunft zu geben und seine Vorschläge entgegen zu nehmen, sowie vor Erlassung vou wichttgen Anordnungen allgemeiner Art seine Meinungsäußerung einzuholen. Alsdann entspann sich eirre Anssprackie Wer den Termin der AußerkrafttvetuTig des Gesetzes. Bon konservativer Seite wurde beantragt, das Gesetz drei Mamate nach Friedensschluß wieder auszul-eben, wälwend die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft automatisch die Aushebiung am 1. Juli 1917 e intreten lassen will. Staatssekretär Dr. Helfserich legte Wert darauf, daß die Geltung bis Kriegsende gesichert werde. Einseitig die Aufhebung dem Reichstag mit Ausschluß des Bundes rat s zu überlassen, sei nach) seiner Ansicht nicht angängig. Ein Zentrumsredner glanbte, daß der Reichstag eine gewisse Macht in der Hand behalten und sich nicht aus Bitten an den Bundesrat verlassen solle. Es würbe l^eschlossen, daß das Gesetz nach Mlauf eines Monats nach Friedensschluß, ausgehoben werden solle. Nachdem noch die Frage der Ent- sch.ädigung sür Schäden aus der Still- oder Zrisammeillegung von .Betrieben erörtert worden \xjox, wurde die Weiterberattmig auf Dienstag vormittag vertagt. Am dem Reiche. Der Preis für Gerste. Berlin, 27. Nov. (WTB.) Tie Reichs - Ger st e n - Gesellschaft m. b. H. gibt bekannt: . Ter Reichskanzler sKriegsernähnmgsamt) hat ausschließlich die Rcichs-Gersten-Gefellschgst tu. b. H. in Berlin ermächtigt, bei ihren Einkäufen den gesetzlichen Höchstpreis für Gerste, der zurzeit 26 Mark für 'den Doppelzenttier beträgt, zu überschreiten. Tie GeseUchaft darf demgemäß einsiMeßlich der Druschprämie derzeit bis zu 34 Mark für den Doppelzentner zahlen. Nach bestimmter Anweisung darf sie aber diesen Preis nur so lange an- legen, bis sie das erste Drittel der durch sie auszukausenden Gesamtmenge erkvorben l«tt. Für das ztveite Drittel muß der Preis auf 32, sür das letzte Drittel auf 30 Mark herabgesetzt lverden. Zu diesen Preisen dürfen idie Gerstenbesitzer ihre gesamten geerrite- ten Mengen an die Boaustragten der Reühs-Gers'ten-Gesellfchast gegen Bezugssckseine verkaufen, also sowM bic ablieferungspftich- tigen sechs Zehntel, toie die abkieserruigsfreien vier Zehntel und mich .die darüber hinaus fveigelafsenen kleinsten Mengen bis zu' zehn Doppelzentner. Diejenigen Produzenten, die die ablieserungs- pslichtigen sechs Zehntel ihrer Ernte nüht freiwillig an die Reichs- Gersten-Gesellschaft zu den genannten höheren Preisen oder alt die Kmmnunalverbande zum gesetzlichen Höchstpreis abliesiwn, haben zu gewärtigen, daß ihnen die. Gerste höchstens zmn gesetzliclien! Höchstpreis enteignet fvird, der zurzeit 280 Mar? beträgt und möglichenveise demnächst eine weitere Hera'bsetznng erfahren wird. Tie Reick>s-Gersten-Gesellschaft wird in allernächster Zeit das erste Trittel der GesanttMenge erworben haben. Der Einkaufspreis wird in den ersten Tagen des Dezember von 34 auf 32 Mark sür den Doppelzentner gesenkt werden Unvarzügliches Angebot an die Beauftragten der R. G. G. ist rwvven'c'ig, wenn der erhöhte Preis noch £ut Zahlung kommen soll. Die Hvssirung aus eine nachträgliche Preiserhöl-ung ist völlig nnbevechtigt. Im Gegenteil ivird hinmit nachdrücklich erklärt, daß eine Erhöliung der (^erstenchtfansspveise unbepingt ausgeschlossen ist, daß vielmehr nach! den mrnlten Anweisungen die vorgesehenen Preisherabsetzmrgeni rücksichtslos durch-- geführt werden rstüssen. ^ Der Preis für Schtveiz-erkäsr. Berlin, 26. Nov. (WTB.) Die Zentrcll--Einklrufsgesell- schast m. b. H., Wa.rena.bteilu.ng 13, Käse, gibt bekannt, daß mit Mcksicht der Verteuerung der Schweizer Zahlungsmittel der zutässlge L a Q e n ti o ch jl v r e i s bei dem Berttruf von Schweiz e r Hartl ä f e (Emmcnthaler) an den Verbraw» cher nrit Wirtnng vom 25. November an, von 2B0 auf 2.4 0 Mark sür ein Pfund erhöht wird. Die bisherigen Hrmdelszuschläye, die aus den von der Verrechnungsstelle fitr Schweizerkäse in München erhältlichen Bedingungen zu ersehen sind, bleiben dagegen auch weiterhin mweründert. Es wird besonders daraus hingewiesen, daß die zugelassenen Höchst^uschläge für den Großhandel und den Zwischenhandel nicht gefordert werden dürfen von den Vertreter der Schweizer Exporteure, die lediglich den Verkauf der Ware zwischen dem Schweizer Verkäufer und dem deutschen Käufer vermitteln. * Ter Reichsverband zur Unterstützung deutscher Veteranen teilt mit, oaß er aus Grund eines mit dam! Reichsausschuß der Kriegsbffchädigtenfürsovge getroffenen Abkommens die Hälfte der jährliche Mitgliedarbäträge und der Zinsen seiner Kapitalien dieser Reichs stelle zusichren wird, um es ihr zu ermöglichen, auch da, wo die für die Kriegs des ck>ädigtLnf umsorge ausgeworfenen staatlichen Mittel nicht ausreichcn, helfend einzugreisen. Tie sonsttgen vom Reichsverband gefanüneUcn Mittel werden nach' wie vor zur Unterstützung der übrigen Veteranen der ?lrmee und Marine verwendet. Nach dem gegenwärtigen Kriege, der so imgel-euve Opfer fordert, deren Zahl nock: nicht abgeschlossen ist, werden die zur Unterjttitzung der Kriegsteilnehmer für lange Jahre erforderlichen Mittel sehr groß sein. Der. Reichsv-erbaich bedarf zur Aufbringung dieser Mittel großen Zuwachses an Mitgliedern mit festen Jahresbeiträgen und Spenden ans allen Kreisen des deittscheu Volkes! Er hat sich datier entschlossen, ein Heimat- heer zu gründen, in das er sämtliche deutsche Männer, Frauen, Jünglinge s>md Jungfrauen einnitrcten und für dasselbe zu werben bittet. Auch Mitglieder mit kleinen Beiträgen sind herzlich willkommen. Jeder gebe also nach, seinen Kräften und betrachte es als seine Herzenssache und heilige Pflicht, bie ungeheure Dankesschuld gegen unsere Brüder abtragen zu Helsen, die zu Lande, zu Wasser und in der Luft nett zahllosen Feinden ringen. O schätz, 27. Nov. (WTB. Amtlich^ Bei der am 23. Nov. erfolgten Reichstagsersatzwahl sür den Wahlkreis Osch,atz-Grimma wurden im ganzen von 18 722 Wahlberechtigten 14 306 Sttmmen abgegeben. Davon entfiel aus den Fabrikbesitzer Tr. Wildgrube-Drcsden (konservatip) 7980, aus den Vuchhmtdler Lipmski-Leiptzig (Sozialdemokrat) 6322 Sttmmen. Zersplittert waren vier Stimmen. Dr. Wildgrube ist gewählt. Ans Stadt «nd Land. Gießen, 28. November 1916. Die Seminare für technische Lehrerinnen (Handarbeits- und .HauSwirtschasts-Lehrerinnen) des Alicc-Schnl-Vereins in Gießen. Ter im Jahre 1878 gegründete Alice-Schül-Verein sür Frauen- bildung und -erwerb hatte sich schon bald nach seiner Begründung! anch die Ltusbildung von Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten zur Ausgabe gemacht, zunächst in halbjährigen, später in ganzjähri Mir lKlurfeu. tEiu großer Teil der in Hessen und besonders in der Provinz Oberhessen tätigen Lehrerinnen hat in diesen Kursen seine Ausbildung erhalten. Das Programm der Kurse wurde beständig enveitert, parallel der immer größeren Wichttg^keit, welche dem Handarbesisunterricht in den Mlädchenschulen beigemessen wurde, und in Uebereinstimmung mit den immer größeren Anforderungen, die infolgedessen die Bundesstaaten an die Vorbildung und an dao Können der Lehrerinnen stellten. »Erst viel später wurde auch der hauswirtschasllicl)e Unterricht in das Programm der Schule ausgenommen, und vor sieben Jahren, als erstes in Hessen, ein Seminar für Hauswirtschastslehrerinnen mit einjährigem Kurse eröffnet, in Verbindung mit einer Haushaltungsschule, die sotoohl zur Vorbereitung für das Seminar, wie auch allgemein zur Ausbildung junger MLdcheir in allen Zweigen der Hauswirt- schclst »dient. Zurzeit sind dies^ beiden Seminare für technische Lehrerinnen von 19 Schülerinnen besucht. Schon seit einigen Jahren fanden die Abgangsprüfun- g e n an beiden Seminaren unter staatlicher Aisisickiit statt, aber die erteilten Zeugnisse berechtigten nur zur Anstellung in Hessen. Erst im März dieses Jahres wurde zwischen der hessischen und der preußischen Regierung ein Uedereinkommen gelrossen, nach welchem die Abgangszeugnisse der Seminare für technische Lehrerinnen in Hessen auchGültigkeitsürPreußen besitzen sollen und umgekehrt. Somit ist jetzt den hier ansgebildeten Lehverimren ein erlEütz ioeiteres Feld sür ihre Tättgfeit eröffnet. Dieses Uedereinkommen hatte aber auch eine erhebliihe Verschärfung der Ansprüche an die Vorbildung der Semina- risttnnen zur Folge. Während früher auch eine gute Volksfchul- bildung für ausreichend erachtet wurde, wird jetzt gefordert, daß die Arsizunehmenden eine lO ktassige höhere Mädchenschule (Lyzeum) oder wenigstens eine 9klassige Röädck)enmittelsck)ule durchlaufen hcv- ben. (Ist das nickst der Fall,' so haben sie die entspreck-cirden Kenntnisse in einer Aufnahmeprüfung nachzuNTeisen. Es ist ferner eine A u s n a h m e p r ü s u n g zum Nackümsts der erforderlichen technischen Vvrtenntnisse abzulegen; sür das §)andarbeitsfeminar wird die Beherrschtmg des Strickens, Häkekns, Nähens usw. verlangt, für das Hauswirtschastsscminar Kochen, Reinemachen, Bügeln usw. Von der lcchnisck)en Aufnahmeprüfung sind nur diejenigen befreit, welche »r kötmen. Tenn in manck>en, namentlich größeren Städten >vird von den anzustellenden tockMischen Lehrerinnen außer der Besähigimg für Hanoarbeits- und Hauswirtschastsunterricht auch die Befähigung im Turnen gefordert. In den Unterricht über Gesmrdheitslehre, der von einem Arzt erteilt wird, ist ein theore - tisch - praktischer Kursus über Säuglings- und Kinderpflege eingeschlossen, der die Lehrerin in den Stand setzen soll, an Fortbildungsschulen für die weibliche Jugend den Unterricht in diesen Fächern zu übernehmen. Tenn das ist eine we^en der durch den Krieg verursachten großen Menschenverlustc jetzt besonders wich - ttge Ausgabe, der zurzeit das preußische Mnttsterium durch Ein- richttlng besonderer Kurse sür Fortbildungsschilllehrerinuen nähergetreten ist. Mit der Ausbildung der Heranwachsenden werblichen Jugend in Fortbilduirgsschülen beschäfttgen sich aber schon retzt, noch vor Beendigung des Krieges, in intensiver Weise viele öffentliche »und private Stellen: es gilt überall, wo sie rwch nicht bestehen — und das ist die Regel — , weibliche Fortbildungsschullm zu errichten, in denen an erster Stelle der Unterricht in den wnblichen Handarbeiten und in der Hauswirtschaft stehen wird. Tie hierzu rrottge Zahl von Lehrerinnen aus^Mbilden, ist eine der mm den Seminaren für technische Lehverirmen in den nächsten Jahren zu lösenden Aufgaben. ** Auszei ch n ung. Fahrer Adalbert W l o d a r e ck, wohn- bait in Gießen, Fahrer in der Res.-Konrp. Pionier-Reqiment 25, seit Anfang des Krieges beinr Heere, erhielt das Eiserne Kren z. — Der Kriegsfreiwillige Gefreite Fritz Wacker aus Gießen, Res.- Jnf.-Regt. 254. der kürzlich mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasie aus- gezeichnet wurde, erhielt die Silberne Medaille des Fürsten von Schwarzburg'Rndolstadt für Tapferkeit im Kriege. ** Zur Einschränkung des Personenzugverkehrs sind uns verschiedene Aeußerungeu ^gegangen, bte es hauptsächlich bettogteu, daß für Anwohner der Nebenstrecken dir Verbind irng nnt Gießen und besonders mit den G i c [? euer Kliniken außerordentlich erschwert worden ist Die Königl. Eisenbahndirektion, der wir diese Beschwerden noermittelten, schreibt uns hierzu: „Bekanntlich drängt sieh der Güterverkehr auf den Eisenbahnen in den herbst- »nonatcn am stärksten zusammen. Während des Krieges iiuic ! die Bewältigung dieses starken Herbstverkehres natur- gemäs' größere Ähwierigleiten als in Friedenszeiten, da dir Eisenbahnen für Heereszwecke stark in Anspruch genommen sind und namentlich viele Lokomotiven und viel Personal für die Heeresverwaltung freimachen mußten. Die Befriedigung des Güterverkehrs steht jetzt unbedingt an erster Stelle, soweit er der Versorgung der für .Heereszwecke arbeitenden Gewerbebetriebe sowie der Beförderung von Lebensmitteln für die Bevölkerung dient. Der Ausfall von Personenzügen und demgemäß wieder die da- tmtd) eingetretene Verschiebung von Anschlußzügen war daher nicht zu vermeiden. Ta die Maßnahme, wie anzw- nehinen ist, mir als eine vorübergehende zu betrachten sein wird, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie in dem Leserkreise Ihrer geschätzten Zeitung in dieser Hinsicht auf- klä'-end mitzuwirken sich bereitsinden wollten." ** Geh. % o r fl r a t Weigand t. Am 23. November verschied nach längerem Kranksein Gch. Forstrat i. P. Weigand int 76 Lebensjahre. Wenn seine Beisetzung auf dem neuen Friedhöfe am Totensonntage nach seinem und der Familie Wunsch in aller Stille gedacht war, so konnte doch eine Zahl seiner Freunde — ihrem Herzensbedürfnisse folgend — dem bescheidenen und beliebten Manne das letzte Geleite zu geben. Mit nachstehenden Taten aus seinem Leben soll ihm ein Gedenkblatr gewidmet bleiben. Am 18. April 1841 zur Steinfutt bei Bad-Nauheim geboren, besuchte Wtüggnd die GttverbescktUle zu Darmstadt und die Universität zu Gießen und bestand die allgemeine fachliche Staatsprüfung im Früh jckhr 1867. Dienstliche Aufträge und Beschäftigungen in den verschiedensten Obersörstereien des Großherzogtum s gaben ihm die Vorbereitung, für spätere selbständige Stellung. Am 8. Juni 1876, nach neunjähriger Wartezeit, nmrde er zum Oberförster der Oberförsterei Beerfelden, am 12. April 1884 als solcher der Oberförsterei hocb- W'eisel in Butzjbach und am 5. Mai 1900 als Oberförster der neu geschaffenen Obersörsterei Wieseck in Gießen ernannt. Am 25. November 1897 war ihm der Titel Forstmeister, 1901 das Ritterkreuz erster Klasse des Philipps-Ordens verliehen worden. Mit seinem Uebertvitt in den Ruhestand würde ihm am 1. Oktober 1912 der Titel Geb. Forstrat zuteil. Tie Oberförsterei Wieseck, welche Wei- saand so 12 Jahre verwaltet lwtte, verschtvand damit wieder als selbständiger Tienstbezirk irnd wurde in die angrenzenden Reviere aufgeteilt. Weigand hatte gerade hier seine langjährigen Tienst- erfahrungen und seinen präklischen Blick betätigen können und sich als fleißiger Wirtschafter bewährt. Tie von ihm gerade in dieser Stelle begründeten neuen Bestände und seine Umwandlungen unwüchsiger Laubholz-Waldteile auf geringen Böden in frohwüchsige Nadelholzbesckinde werden durch ilire höheren Erträge den betreffen- ben Waldbesißern und Gemeinden in späteren Jahren, ihre klingende Nützlichkeit und Notwendigkeit noch deutlich beweisen. Weigand war verheiratet mit Marie geb. Wehn aus Gießen. Seine Witwe sund seine beiden Töchter überleben ihn. Wergand war der beste, das eigene Ich stets zurückstellende Familienvater. Gewissen- fxtfri rfv'it und Pflichttreue sind die Pfeiler von Weigands dienstlicher Tätigkeit gewesen. — Als gerader, biederer Charakter, von einfacher, anspruchsloser Natur war Weigand nicht allein bei seinen Berufsgenossen beliebt, mich seine Untergebenen und alle Teile der Bevölkerung seiner Dienstbezirke bewahren ihm ein gleich gutes Angedenken. ^ ** Vortrag Adele Schreiber-Krieger. Wenn einmal die Geschichte 'des Weltkrieges geschrieben wird, dann wird man in einem besonderen Kapitel auch ehrend der Frauen gedenken. Tenn br; deutsche Frau hat durch regste und vielseitigst Tätigkeit, durch nie versagende Spannkraft, nnernrüdliche Sorgsamkeit und stete, opferwillig Hilfsbereitschaft ein gut Teil dazu beigetragen, daß das deutsche Volk durchgehalten hat, daß die Aufrechterhaltung der heimischen Volkswirtschaft möglich gewesen ist. Was die htl nder l tau sende von Frauen und Mädchen im Einzelnen geleistet, wie erfolgreich, sie sich auf den verschiedensten Gebieten unseres Volks und Wirtschaftslebens betätigt haben, das soll durch den berufenen und beredten Mund einer der bekanntesten Gestaltet: in der Deutschen Frauenbewegung, der Frau Lldele Schreiber- Krieger, emgchimd gewürdigt werden, welche morgen abend 8V» Uhr in der Neuen Aula auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des Hansa-Bundes über das Thema „Die Frau im Weltkriege" sprechen wird. Es sei auch an dieser Stelle nochmals auf die Veranstaltung, M welcher jedermann freien Zutritt hat, hingÄviesen und zu zahlreichem Besuche ausgefordert. ** Soldaten heim. Tie Feier von Gro ß h e r z 0 gs G e- biurtstag im Soldatenherm nahm einen schönen Verlauf. Die Mapelle des Ersatz-Bataillons unter der vortrefflichen Leitung des Herrn Bruno Herr mann bot ein sehr gewähltes Programm «Der von Müsiklehrer Gernhardt geschulte Verwuudeten-Säw- gerchor brachte mehrere Lieder zü Gehör, die wie die Musikvorträge reichen Beifall fanden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine ztu Herzen gehende begeisternde Ansprache des Herrn Pfarrer Mahr. — Der Saal into die NÄenräume waren bis auf den LeHteti Matz gefüllt, und die Teilnehmer wurden frei bewirtet. — Die tarn Fräulein Sta m ml er gütigst zugesagte Mitwirkung n&rfetc wegen Heiserkeit der Sängerin leider ausfallen und findet mm bei nächster Gelegenheit statt. ** Volks- und Viehzählung 1916. Am 1. Dezem der 1916 findet eine allgemeine Auszahlung statt. Die Zählung itrfolgt durch besondere Zahler. Am 29. 0 . Mts. werden den cin- «elrren Haushaltungen haushaltungslisten zugestellt. Tie Listen lind am Nirmittag des 1. Dezember von dem haushaltungsvor-- stand ordnungsmäßig und vollständig auszufüllen und zu unterschreiben. Tie Abholung der Listen erfolgt am Nachntittag des 1. D^ember durch die Zähler. Nähere Awveisung zur Ausfüllung bet Lrsten ist jeder Liste aufgedruckt: die Vorschriften sind genau Ml beachten. Ferner ftndet am 1. Dezentber 1916 eine Zählung der in den Gemarkungen Gießen und Schisfettberg vorhandenen Bestände an Pferden, Rindvieh, Schafen, Schweinen Ziegen und Federvieh durch besondere Zähler statt. Den Zählern sind die zur Ausfüllung der vorgeschriebenen Ortsliste erforderlichen Angaben zu machen. Wer vorsätzlich eine Anzeige, zu der er ausgefordert wird, nicht erstattet oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark bestraft oruch kann Vieh, dessen Vorhandensein verschwiegen worden ist im Urteil für dem Staat verfallen erklärt werden. Siehe Anzeige. ** 6. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom 11 November bis 15. Dezember 1916 wird gegen den Lie- ferrmgsab schnitt 6 der Süßstoff karten, „h" (blatl) und „G" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Siehe Kreisblatt •• Bierglas - und Bierkrugoeckel a ujj4 Zinn, sowie andere Zinnqegenllände können noch ant 80. d. Mts., zwischen 2 und 6 Uhr nachmittags, in der Sammelstelle im städtischen Gaswerk abgeliefert werden. " D i e B e t r ä g e für Altgummi, das int städtischen Gaswerk abgelittert wurde, können vormittags von 10—12 und nachmittags von 2—6 Uhr ans dem technischen Bureau des Gas- werks in Empfang genommen werden. Beträge, die bis zum 20. Dezember nicht abgeholt sind, werden der städtischen KriegS- fürforqe überwiesen. •• Lichtspielhaus Bahnhof st raße 34. Bis Freitag einschließlich wird Homunculus II. Teil, Das geheimnisvolle Buch deS Homunculus, gegeben. Dazu das gute Besprogramnr. U. a. Welker Lorbeer, Künstlerdrama in 4 Akten, verfaßt und inszeniert von Walter Schmidthäßler. Landkreis Gießen. n. Al len darf a. d. Lda., 27. Nov. Für die drei letzt- geiallenen Krieger von hier, geboren in den Jahren 1699, 1895 und 1896, fand gestern nachmittag unter Beteiligung deS Krieger- veretnS in der Kirche eine Gedächtnisfeier statt. EL war d»e fünfte Feier dtefer Art, dte yrer während deS Weltkrieges ge- halteit wurde. - Die kürzlich abgehaltene HanSsammlung für Ost- Preußen ergab 285 Mk. -m. Birklar, 28. Nov. Dem hiesigen Landsturmmann Wilhelm Mensel, Jnsanterie-Regt. 180, 2. Komp., wurde für hnvorragcnde Tapferkeit daS Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. -m. Hungen, 28. MV. Eine betrübende Nachricht ttaf gestern vormittag hier ein. Gerade an seinen! Geburtstage wurde der Familie Philipp Seibert die erschütternde Kunde, daß ihr ältester Sohn Will y im blühenden Mter von 22 Jahren den h e l d e n t 0 d erlitten hat. Er stand als Oeuttrant in einem! Infanterie-Regiment und machte zuletzt die schweren Kampfe an der Somme mit. A ft e f | c I b a d), 28. Nov. Dem Lehrer H. Schmidt, z. Zt. Lentnaitt und Bat.-Adjntant cm Ref.-Jni.'Regt. 80, wurde tvegen hervorragender Tapferkeit das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Leutnant Schmidt steht seit dem Beginn deS Weltkrieges im Felde. Im vorigen Jahre wurde ihm das Elserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Die Gemeinde ist stolz und freut sich ihres tapferen Helden. Kreis Büdingen. # Büdingen, 27. Nov. Die hessische TapferkeitsMedaille erhielten der Fähnrich Hermann Schäfer und Hugo G 0 l d - schmidt. # B oben Hausen, 27. November. Im Kampfe gegen Rumänien starb den Heldentod der Musketier Richard Schneider. # Düdelsheim, 27. Nov. Die hessische Tapftrkeits- medaillc, vom Großherzog persönlich überreicht, erhielt der Lehrer Ger sin, Leutnant d. R. im Jnf.-Reg. 168. — Das Eiserne Kreuz erhielten die Muskettere G 0 l l und Bolz. # Fauerbach, 27. November. Im Westen starb den Heldentod der Musketter Hermann Wenzel im Jnfanterie-Negittrent Nr. 168. z. Geiß-Nidda. 27. Nov. Rührig wie immer arbeitet unser Kriegshilfsausschuß weiter. Unsere nahezu 100 Feldgrauen erhalten auch in diesem Jahr ein Weihnachtspaket im Werte von etwa 4 Mark, enthaltend 1 Fläschchen Kognak, 20 Zigarren, Briefpapier, 1 Notizbuch, Sicherheitsnadeln und 1—2 Bändchen sorgsam ausgewählten Lesestoff. Eine zu diesem Zweck eingcleitete Sammlung im Torfe ergab die hübsche Summe von 419 Mark. Wenige Tage vorher wurden 3 Fuhren Gemüse: Kartoffeln, Kraut, Rüben u. dcrgl. vom Hilfsausschuß eingesammelt und an die Lazarette in Büdingen und Nidda zum Versand gebracht. Auch der Kettnot in Jndusttiegegendcn tritt man nunmehr näher. Man hofft von jeder schlachtenden Fantilie — je nach Gelvicht des Schlachttieres — Vr—1 Pfund Fett als freiwillige Abgabe zu erhalten. Tie guten Resultate verdanken wir einzig dem Opfersinn in unserer Gemeinde und der Rührigkeit des ge schäftsführenden Ausschusses, der außerdem noch ansehnliche Summen für Marine und Ostpreußeuhilfe verntittelt hat. # Geiß-Nidda, 27. November. Tie hessische Tapfer keitsmedaille erhielt der Landsturmmann Haas im Landwehr- Infanterie-Regiment Nr. 81. # Rindcrbügen, 27. November. Ans dem Felde der Ehre starb der Reservist Röder. Kreis Alsfeld. — Alsfeld, 27. Nov. Das Kreisamt verbot die Aus f u h r v 0 n Gänsen aus dein Kreise Alsfeld und bedroht Zuwiderhandelnde mit Geldstrafen bis zu 1500 Mk. oder Gefängnis strafen bis zu sechs Monaten. '* Homberg, 28. Nov. Gefreiter Herinann Schweika im Lazarettverwaltungsdienst Bad-Nauheiut erhielt das Kriegs ehren Zeichen, das ihm feierlich durch den Chefarzt überreicht wurde. Kreis Lauterbach. M. Angersbach, 26. Nov. Die Diebstähle mehren sich in unserer sonst ruhigen Gegend geradezu in bedenklicher Weise. Während vor einigen Tagen das benachbatte Landcnhausen von Ein brechern heimgcsucht wurde, sind in einer der letzten Nächte in hiesiger Gemeinde mehrere Einbrüche und Einbruck>sversuche verübt worden. Dem Anschein nach sind es meist Lebensmittel, nach denen die Diebe ihr Begehren richten, doch sind ihnen auch bei dem Spezereihändler Friedrich Herber 400—500 Mark Bargeld in die Hände gefallen; auch suchten sie vermutlich nach Wertpapieren oder Zinsscheinen, denn sämtlickte Papiere und Kleiderschränke waren dnrchtvühlt und tin der Stube zerstreut Die Beute, die den Einbrechern zum Opfer ftel, muß so reichlich gewesen sein, daß sie nicht aus einmal fortgeschafft werden konnte, demt einen ^Topf mit etwa 200 eingelegten Eiern und einen gefüllten Topf mit Schweinefett fand man snachtrüglich in einem benachbarten Wlinkel versteckt vor, wo man sie jedenfalls später holen wollte. Don den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur. rr. Willofs, 26. Nvv. Seit 1813 begeht die hiesige Kir chengemeinde alljährlich den -24. November als einen streng zu haltenden Feiertag. Es ist das ein sogenannter „verlobter Tag", wie es deren zahlreiche in vielen anderen Gemeinden in vergangenen Zeiten gegeben hat: örtliche Feiertage, die zur Erinnenmg an irgend em außergewöhnliches Ereignis, wie Feu- ersbrunst, hagelschlag, Ueberschwemmung u. dergl. begangen wur Iden. Die meisten dieser althergebrachten Feiertage sind dem Geist der modernen Zeit zum Opfer gefallen. Aber hier und da haben sie sich erfreulicherweise mit Zähigkeit behauptet; so auch in unserer Gemeinde. Der Krieg hat die Feier des Tages eher gefestigt, als erschüttert. Er beruht auf folgender geschichtlicher Tatsache: Die Russen schleppten aus der Verfolgung der bei Leipzig geschlagenen Franzosen eine schlimme Viehseuche ein, die am 24. November 1813 wieder erlosch. Zur Erinnerung cm diesen denllvürdigen Tag gelobte man damafls ihn als Feiertag stets dankbar zu begehen. Dies Gelöbnis haben Kinder und Kin deskinder tteulich bis heute gehalten. Kreis Schotten. □ Caiibac^, 28. Nov. Der Gräflichen Familie wurde vor gestern früh die telegraphische Nachricht, daß Graf Hans zu SolntS-Laubach, Leutnant im 4. Garde-Regiutent zu Fuß auf dem Kriegsschauplatz in Mazedonien den Heldentod fürs Vater land erlitten hat. Graf Hans war der jüngste Sohn des ver storbenen Grafen Friedrich, er stand im 36. Lebensjahr und war im Zivilberus Regierungsassessor. ** 111 f < 1 , 26. Nov. Ein Leichenzug, so groß und schön svie ihn unser Dorf noch nicht gcs-ehen, besvcgte sich am letzten Freitag nach nnsernt Friedhof. Galt,es doch, die sterbliche .hülle des von hier gebürtigen Lehramtsassessors Dr. heirrrich Bast der als Leutnant und Kompagnieführer auf dem Felde der Eb-- gefallen, in der heimatlichen Erde beizusetzcn. Bon nab und fern waren Leidtragende, die den Verstorbenen zu Lebzeiten hatten schätzen und lieben igelernt, in großer Zahl erschienen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Das Friedberger Ersatz-Bataillon hatte die Trauerparade gestellt in Stärke von 2 Offizieren und 65 Mann darunter 16 Mann von der Musikkapelle, die es verstanden, durch den Vortrag passender Weisen die Feier erhebend und weihevoll zu gestalten. Auck unsere Vereine, der Veteranen- und Militär verein, der MÄruergesangverein, soivie die J-ugendwehr, hatten cs sich nicht nehmen lassen, dein gefallenen Helden das letzte Geleite zu geben. Der Ortsgcistlickie, Pfarrer R ö m e r, lstelt eine ergreifende Grabrede. Prof. L a m v a s-Friedberg widmete dem Verblichenen im Namen des Lehrerkollegiums des dortigen Gpm nasinms einen tiefempfundenen Nachruf. Unter warnten Worten wurden weitere Kränze niedergelegt von Lebrmntsassessor Lauckhardt-diidda int Namen des histvrisch-Plrilologtunen Vereins und von Utttervfftzier Paul im Aufträge des Vereins lazarettS Nidda. Dr. Bast ist idas zehnte Blutopfer, das der Krieg aus unserer Gemeinde gefordert l)«t. Drei Krieger werden ver mißt, zwei davon schon seit 1914, der dritte seit 15. Juni 1916 Kreis Frieöberg. Friedberg, 27. Nov. Auf Veranlassung der Preis prüfungsstelle für die Provinz Oberhessen fanden hier mehrtägige Probe schlachten von Großvieh nud Scktweitunt statt. Durch diese soll festgestellt werden, tvelchk wirklickien Unkosten bei den Schlachttmgett enkstehett. wie sich die Tiere der einzelnen Wett- und Gewichtsklassett verwerten lacken und welche tatsächlichett Genünne bei Zugrundelegung bcu Metzgern dabei dann verbleiben. Tie Schlachtungen wurden unter amtlicher Aufsicht ausgeführt. Starkenburg und Rheinhesfen. ke. W 0 r m S. 27. Nov. Ein aus Garbentetch be^ Dieven gebürtiger 35jähriger K r a n k e n w ä r t e r, der von ^rtevoe g attS tvegen Betrugs verfolgt wird, wurde hier festgenotnm • --- Klein - Steinheim , 27. Nov. Allbürgermeister Braun feierte mit seiner Gattin das Goldene Hochzeitste. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, '27. Nov. Manche Kr ie g s d r a n g sa l ^ hat unsere engere heiniat, der Kreis Wetzlar durchgcmacht r.«- 14. Jahrhundert war ritt Jahrhundert des Kriegs, des junger, und der Pest. Besonders ettvähnt seien mir die hmttm.neuer- schlachten zwischen hermannsttin und Wetzlar im 14 v yajrnjirnocTi, als Landgraf Otto von Hessen den Erzbischof von Mainz rm Linsenberg besiegte (1328) und ellva 50 Jahre später der Gelehrte gegen die Ritter stritt, welch" srch den „Bund der terner" feit 1371) und danach in . \ ..Bund der Geiellen ver alten Minne"- rfeit 1375) zusammen äckosiett hatten. ErnS ver chrecklichsten Jahre war das Jahr 1340, wo „der, schwarze Tod wütete. Um diese Zeit ist eine ganze Reihe Döner mtserertt - gcnd untergegangen, so das Dorf Hustede (Hausstadtbet Lvau girmes, welches in einer Urkunde von 1358 erwähnt toird, und au welches jetzt die hausstädter Mühle erinnert. „ ' .. ra. Dutenhofen, 27. Nov. Infolge des Kriege» ttta«' die Zusammenlegung der Fel d m a r k nur langsame Fon chritte. Cs handelt sich hier um eine Gesamtfläche von 527,6 Hektar, darunter nur 23 Hektar Wald, ober viel Wies en . Tic Getnemve erhebt jetzt 200 Prozent Gemeindeumlagen. ra. Dorlar. 27. Nov. Landsturmmann Heinrich W tl l (Kompagnie PelS-LettSden. 221. Infanterie-Division) starb im Aller von 23 Jahren den Ehrentod. Hessen-Nassau. — Oberursel, 26. Nov. In dcw Wohnung des Weichen- 'tellers Josef Knüttel wollte die zehnjährige Tochter Rosa tm Herd Kohlen ziuschiitten. Dabei schlug die Flamme zurück und letzte des Mädchens Kleider in Brand. Die jüngere achtjähttge Schwester 'prang sofort z!ur Hilfeleistung herbei und löschte die Flammen, erlitt aber dabei selbst so schwere Brandwütchen, daß sie diesen naa? einigen Sttmdcn erlag. Die ältere Sckpvester ist zwar auch schwer verletzt, dürfte jedoch mit dem Leben davonkommen. Die Teilnahme atr dem Geschick des Mädchens, das sein Leben zur Rettung der ~ chwcster opferte, ist allgemein. --- 5c a t b a ch i. T.. 26. Nov. Int nahen Bonantes war^ ein leistes Kalb gestohlen und abgeschlachtet worden Ein Poltzet- hnnd, den man auf die Spur setzte, trabte von Bonames nach hier bis vor die Wohnttttg eines Milchhändlers. Dieser gestand auch, als der Hund ihn unablässig anbellte, feilte Tat ein. Ter Dieb ist Soldat, zurzeit aber tvegen landtvittfchastlicher Arbeiten beurlaubt. Wegen Falschmünzerei ist er bereits vorbestraft. — I d st e i n , 26. Nov. Während der Abwesenheit des Besitzers drangen Einbrecher in den O b e r h a n s e r H 0 f bei Battrod ein, erschösset! dett idoshnnd und stahlen dann ein fettes chwein und vier Enten. g. E s ch w e g e a. d. W., 26. Nov. Durch ein v e t heerendes Gr 0 ßseue r wurden heute nachmittag in dent benachbarten Dorre Oberhone die Scheunen, (Stallungen und Wittschaftsgebäude der Landwitte Thiele und Schilderoth vollständig ein geäschert und die Wohnhäuser stark beschädigt. Die gesamten beträchtlichen dies^ jährigen Erntevorräte sind m i t v e r b r a n ntt. Der Schaden ist groß!uird nur teilweise durch Versicheruug gedeckt. Die Entstehungs- ursache ist twch nicht ermittelt. vermischtes. * Aschaffen bürg, 27. Nov. (Vriv.-Tel.) Große U n t e r- ch l a g n n g e n ryurden bet dem hiesigen Bankhaus Fleisch- m a n n L Theobald, begangen durch die langjährigen Prokuristen E i l e r und F a 11 ft, anfgedeckt. Es handelt sich angeblich um ca. 50 000 bis 60 000 Mark. Fattst ist flüchtig. * Bern, 27. Nov. (WTB.) Mailänder Blätter berichten von großen Verheerungen, die ein orkanartigbr Sturm gestern auf ganz Sizilien anrichtete. Tie Ueherschtvemmungen verursachten ungehetrren Schaden. Mehrere Personen wurden getötet. Tie Eisenbahn- und Delegraphenverbindungen sind größtenteils gestött. Viele Gebäude sind eingesrürzt. Attivekstiäts-Nachrichten. --Frankfurt a. M., 26. 9lov. Prof. Heinrich Titze, Ordinarius für römisches und detitsches Recht an der Universität Göttingen, hat den Rtlf an die hiesige Universität zu Ostern 1917 angenommen. -- Frankfttrt a. M., 26. Nov. Eine stark besuchte Versammlung der Frantsttrter Studentinnen sprach sich nach eingehenden Dorträgett der Tanten stuä. Matthaei, Wertheimer und Nicol für die Zivildienstpflicht ait§ und stellten sich in einer Entschließung dem Vaterland freiwillig z u r Verfügung. Letzte Nachrichten. Die Einheitsfront der Mittelmächte. Budapest, 28. Nov. „Az Est" meldet aus Sofia, daß sich die Armeen Falkenhayns und Mackensens bei Slatina vereinigt haben. Die ttnter dem Oberbefehl Mackensens stehenden Truppen übersetzten die Donau bei Svistov mit Flößen. Tie österreichisch-ungarische Donau-Flottille tmd das deutsche Mo- torboot-TelachemenI leisteten hierbei ausgezeichnete Dienste. In derselben Na äst wurde über die Donau eine Pontonbrücke gebaut: eine völlig feste Brücke, die auch die Beförderung von Artillerie ermöglichte, ist in Ausführung. Tie Kttegshandtlung wurde durch Nebel b e g ü n st i g t, der auch noch morgens aus der Gegend lag. Nach Bertteibung scknnacher Wach-Detachements verschanzten sich unsere Trttppen, bauten das linke Donauufer bei Zrm- nicea zum Brückenkopf aus und dann begann der Vorinarsch gegen Karakal und Statt na, wo inzwischekt die Vereinigung der von Süden vvrgedrungenen bulgarischen Truppen mit den Mls Cra- jova vorgehenden österreichisch-tingattschen und deutschen Truppen vor sich ging. In Rutnänien ist nuntnehr die Front der Zentral- inächste und ihrer Bcrbündtten einheitlich, ebenso wie sie es nach der Bcgegimng von Cladova im Feldzüge gegen Serbien gewesen ist. Slattna liegt ettva 70 Kilometer von Pitestt, am Brennpunkt der bei Rirmnk und Cantpolung käntpfenden rumänischen Armeen. Besondere Wichttgkeir lKit der Vormarsch jener Gruppe, die von Zitnnieea in nordöstlicher Richtung aufbrach und Ale- xandria bereits besetzte. Bern, 28. Noo. Nach italienischen Meldtmgen zerstörten die Rumänen die Donau bahn F e t t e st i - B u k a r e st. „Tonne für Tonne." Haag, 28. Nov. Asquit'h erklärte im llnterhause, daß Verhandlungen im Gange sind für einen gemeinsamen B u s ch l u ß alle r Bund e s genossen dahin, daß die Deutschen die von ihren llntersvebooten versenkten Schiffe der Miierten in natura Tonne fftr Tonne ytmiffm'tattrrt mützttn. Krisenlust in Frankreich. Genf, 28. Nov. Offiziösen Meldungen Pariser und Lyvner Blätter zufolge stehen e i n) ch n e i d e n d e Aend er ungen im französischen Kabinett, wie itrnerhalb der obersten französischen Heeresleitung bevor. Heber das Ergebnis der noch fortdauernden Besprechungen des ftanziffisthen MiniPerrats wird vorlättsig mitgeteilt: Das nntgeschafftme LebensnnMelon* unter dent llntetttaatssekretär Thierrn lvird in ein selbständiges Lobens- mittelministeriunr rnit diktatottschan Besngnissan umgetoandelt. Eine durchgreifende Reorcnnrisation ist inr Mtmitionsmimstvrium.' vorgesehen^ Nach den Ändeutungien mehrerer Blätter, vor all-enrt bre „Pittoire" und des „Oeuvre", scheint sich das rvMtzMche damit zu beschäftigen, den alten Plan eines Obersten Kriegs- rat es der Alliierten endlich! zur Erledigung zu bringen. General Joffre tvird voraussichllW nrit dent Posten des 'Präsidenttn des neuen Kttegsrates betraut werden. Tie scÜlvrven Niederlagen der Rumänen, die die heutige Pariser Presse utit seltener Offenheit eingesteht (der ^,GauloiS" meint, daß manche Lunche schon das hauptguarttcr Falkenhapns in Btckarest sehen) bilden zweifti- los ine Anregung z-u dief«n Schritt. Am 24. November erhielten wir die tieferschütternde Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, der treusorgendeVater seiner Kinder, unser einziges Kind, Schwiegersohn und Schwager, der Landsturmrekrut Sally Hammerschlag nach 20-monatiger treuer Pflichterfüllung, durch einen Kopfschuß im Alter von 35 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer: Rosalie Hammerschlag geb. Eckstein und zwei Kinder Jakob Hammerschlag und Frau Familie Eckstein. Veteranen-Verein. , Von dem Ableben unseres ^5 lieben Kameraden Karl Köhler setzen mir unsere Kameraden geziemend in Kenntnis. Die Bestattung findet Mittwoch, den 29. d. Mts. nachm. 3V, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 85311) Ter Vorstand. MWH Muschenheim und Kesselbach, den 27. November 1916. Danksagung. ™rj£r!r b i c vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlatzuch des Hlnscheidens unseres lieben Vaters Wilh. Horrr für die rege Beteiligung des Krieger- und Weichen- UellervereinS und die zahlreichen Blumensvenden Dank öie,em Wege unseren aufrichtigsten Die trauernden Hinterbliebenen. Gietzen, den 27. November 1916. (013195 0 « Am 25. November verschied infolge eines Unglücksfalles mein guter treuer Gatte, Vater und Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und OnkeP Dr. med. Paul Schaub freiwilliger Arzt am hessischen Lazarettzug 0 3 Inhaber der Rote-Kreuz-Medaille und des Hessischen Sanitätskreuzes iindkranken j d« e He a e C r h es Über Zwijähriger aufopfernder Arbeit für die Verwundeten In tiefer Trauer: Drucksachen aller Art "ekert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die _ Brühl’sclie Universitäts-Druckerei , Schulstr. 7 Geffentlicher Vortrags §rau Adele bchrsiber-Arieger: Else Schaub geb. Trank Gertrud Schaub Frau Pfarrer Elisabeth Schaub _ f geb. Schultheiß Pfarrer Adolf Hepding und Frau Clara geb. Schaub Forstmeister Hugo Schaub und Familie Gutsbesitzer Heinrich Frank (im Felde) und Familie Emma Frank geb. Heerlein und Tochter Professor Dr. Hugo Hepding (im Felde) _ , und Familie Bankdirektor Dr. Ferdinand Weyl (i. Felde) und Familie. MD den 27. ar No S vemb?r e ?916 HaUSen ' Lis P enhausen - Wiesbaden, Frankfurt a. M, Die Beerdigung findet Mittwöol^^. Nov^ 3ühr^nachm,aui demtV^ldWedhof ln Darinstadt 9tatt; Mittwoch, den 29. November 1916, abends 8 V 2 Uhr, in der großen Aula der Landesuniversität. 8459D Es ladet hierzu ein: Hanfa-Mrd für GeNerbe. Handel u. Industrie Ortsgruppe Gießen. Vciiriu^endkrLft zosst du hinaus, Fürs Vaterland zu streiten, Doch kehrst du nicht zurü.k nach Haus An deiner Gattin Seite. Die deutsche Erde bleibe frei, War auch dein heiß Bestreben Getroffen von des Feindes Blei, Entfloh dein junges Leben. Die Gattin und das Söhnlein dein Nebst Eltern und Geschwister tief •rr , , .. . . trauernd steh’n, wir können dich nimmermehr hier wieder seh’n. Ach, scheiden ist ein hartes Los Die Trennungstränen glänzen Wir können dich beim Friedensschlnß Mit Lorbeem nicht bekränzen. Wir müssen trauernd seitswärts steh'n Wenn andere wiederkommen, Doch Gott gibt frohes Wiederseh’n Im Friedensland der Frommen, Ruhe sanft! die Erde sei dir leicht, Schlaf wohl in fern n Gründen, Du hast das schöne Ziel erreicht, Wo wir uns wiederfinden. Ziehung 1. u. 2. Dezbr. Eisenacher Nach Gottes unerforschlichem Willen traf uns unerwartet Hi« Hehi ra \ r flro? e ^obnebt. 6 aü mein heißgeliebter, teurer Gatte, der nebe \ ate^ seines Kindes, unser hoffnungsvoller guter Sohn Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate und "Neffe & h ’ Gefreiter Georg Häuser MÄÄöÄf,““ °“ h In tiefem Schmerz: Frau Christine Nänser geb. Haas and JnA Heinrich Murner III. and Familie nndwle Haas and Familie Wilhelm ftchraandt nnd Familie Hermann feemmler, z. Zt. im Feld and Frau nebst allen Angehöriger. Steinberg, Leihgestern, den 27. November 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. [013494 Wir beehren uns, die Besitzer von Schuldverschreibungen unserer Gewerkschaft gemntz § 6 des Gesetzes v. 4. 12- 1 S 99 su.erner Montag, den 18 . Dezember 1916, vorunttaaS 10 /_> Uhr. m dem Geschäftslokal der Landwirtschaftlichen Hypothekenbank, Frankfurt am Main, Neue Mainzer ^-trage 2.>I stattstndenden Versammlung mit nachfolgender Tagesordnung emzuladen: a o die derzeitige Lage der Gewerkschaft. -- Beschlukrfasntng über die weitere Stundung der mlllg gewesenen und bis zum 1. Juli 1918 fällig werdenden Zinsen brS Ende 1918. u 3. BeschlimfassunguberdieSistierung der Auslosungen Mä'lbv-rschrcibunge.n für. die Kalenderjahre 191(), 1917 und 1918 und die wettere Stundung der biS^ Ende^l918 Verlosungen rückständigen Beträge 4. Beschlußfassung über die etwaige Bestellung eines gemernmmen Gläubigerverlreters i. S. des Geseires vonr 4. 12. 1899. 1 v ° Darmstadt, den 24. November 1916. 85 fion Gewerkschaft Kur—Cöln. Der Itettvertretennde Vorsitzende des Grubenvorstandes- Mager. iißffflann’s von höchster Triebkraft 1000 sten* des Thüringer Museums in Eisenach . 3333 6cipinne Eus.niürk 11000 190000 II sums Sk? ohne Abzug zahlbar taailM.SK: durch JoffeHebank G.m.b.H Eisenaeh. ferner ln den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen. In Gießen zu haben bei: E. Bnchacker, Fr. Fllmm, Lotterie-Einnehmer, Joh. Faber, E. Jana» D. Krag, W. Sammler, Seltersw. 2o. Allgem. Deutscher Frauen Verein Ortsgruppe Gienen Alice - Frauen - Verein Gießen. ^ ,Wir machen auf den vorstehenden Vortrag von Frau -Schreiber Krieger aufmerksam und bitten unsere Mitglieder um zahlreichen Besuch. 8532D _ Die Vorstände. Zur 8487a Uli§ iiir tafale! Einige 100 Kessel in Guß und Stahlblech jede Größe und Ausführung emailliert und inoxydiert, führe nur erstklassige Ware und gebe von heute ab auf Listenpreis 10 Prozent Rabatt. Gleichzeitig empfehle ich mein .. großes Lager in 8498 Ofen, Herden u. Kesselrümpfen W. 2)irM Si4f: Diezstraste 6. Televhon 283. t- empfehle meine reichhaltige Auswahl in Zahnbürsten nur erster Qualität, ferner Zahnpasien, 'Seife, •Pulver, und Zahnseidc, sämtliche Mundwässer. Medizinal-Ilfoprie zum Kreuzplatz _ Kreuzplatz 9. _ Durch das dauernde Steigen aller Nohmaterialien- preise sind wir genötigt, eine Erhöhung der Preise fürHufbeschlag ab 1. Dezember 1916 wie folgt eintreten zu lassen: Ä» neues Wms Hisels» II. 1.50 Ei» »k«tS IkiAeS Huseisc» „ 1.40 Ei» altes Mise».-.80 Klanenbefchlag: Ali neues ifni . . . . „ -JO i» nltes Gi(e».-.30 «r JW sämtliche sonstige Schmiede-Arbeiten erfolgt ein Zluttchlag von 2o%. Wir bitten unsere verehrliche Kundschaft höfl. biervon Kenntnis nehmen zu wollen. 85361) Die freie Schmiede-Bereinigung für Stadt und Kreis Gießen 43 S C* Iß 1 1"Pastillen su; «Watte ÄaJ.'üiea.-Drog., SoiSursw. 35 Otto fechasf. W M U g ramr ff... ■ jib- m i —— WeihilllWzestieiikt j P?ass?scise!f:e fi'a. Erülaaten/ fierron-, liaciasriag, Am- üaad a. golä. Uhren umständehalber zu verkaufen. Sdiriftliche Angebote unter 8520 an die Geschst. d. G. A. ither .Klavier Stimmen § und Re parateren billigst 1 Möhrino. Ludwigsfraese 55. Stolze-Schrey. Mittwoch, den 29. No vcmber, abends 9 Uhr beginnen wir in der Dezirks- schule West-Anlage, nüeder Wrde-Bersteigerun^ Donnerstag den 30. November 1916, vormittags 10 Uhr sollen im Großh. Hojmarstalle dahier drei aus- ranqierte Landgestütsbeschäler versteigert werden. Dieselben sind 5 und 6 Jahre alt, Zugfest, fromm, zwei Braune immer als Gespann gegangen. Darmstadt, den 23. November 1916. Großherzogliche Landgestüts-Direktion. 8Ö27D Schürke. einen Lehrgang für Damen und Herren Unterrichtsdaner 15 Abende Lehrgeld einsckl. Lehrmitte Mk. 7.50. Einzelunterrichi jederzeit. Auskünfte erteil! der Vorsitzende, ki. I£eLz, Nord-Anlage 19. Der Vorstand des Steno grapben-Vereins Stolze- Schrcv c. V. Gienen. Hlleiir lieli Dir.: Hermann Steingoetter. Dieustag.28.Novbr.1916 abends 8 Uhr Volksvreise Volkspreis, Volks-Vorstellung Maria Stuar« Trauerspiel in 5 Auszüge»! von Fr. v. Schiller. Ende 11 Uhr.