Kr. 2U Der ckietzener Lnzeiaer erscheint täglich, nutzer Sonntags. - Beilagen: Sietzener Kamiiienblätter; Ureisvlatt HAr den Kreis Sieben. Vczugspreis: rnonatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. L.65-. durch Abhole« il Zweigstellen rnonatl. 80 Ps.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristletlmig112 Verlag,GeschästSstelleol ' A n s ch r i i l f ü r T r a h t n a ch - richten: Anzeiger Liehen. Erstes Blatt löb. Jahrgang Postscheckkonto: Zrankfurt O.EU686 5reitag, 24 . November (9(6 Annabme von Anzeigen die iapcsnummer bis zum Nachmittag vorher., ^ellenpreir. s. Anzeigen^ örtlich 20 Pf., Ber^ mietungen u. Stellenge-- suche 15 Ps., auswärts 25 Ps.. b. PlatzvorfchrM 30 Ps., Reklamen 75 Pf„ bei Plahvorschrift SO Ps. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Goetz, Stadt untx Gewerbebank Liehen Land.VermischteSmGe- richtssaal: Fr. R. Zen-., Anzeigenteil: H. Beck, Zwttlmgsrunddruck u. Verlag: Vruhl'sche Umv.-Vuch- u. Zteinörrrckerei R. Lange. Zchristlettung, Geschäftsstelle v.Druckerei: 5chulftr.7. sämtlich in Gießen (WTB.) Großes Hauptquartier. 23. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nu pp recht non Bayern. In den Abendswnden nahm das feindliche Artillerie- feuer beiderseits der A n c r e und im S a i l l y - A d s ch n i t t zu. Teilanqriffe der Engländer nördlich von Gueude- court. der Franzosen gegen den Nordwestrand des st. Pierre Vaa st - Waldes scheiterten. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Krönt des Ge ncralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Südlich von S m 0 r g 0 n nach starker Feuervorberci- tunq vorgchende russische Patrouillen wurden vertrieben. Aufklärendes Wetter ries an verschiedenen Stellen zwischen Ostsee und Waldkarpathen regere Artillerietätig- keit hervor. Front des Generalober st en Erzherzog Karl. Am Ostrande von Siebenbürgen Gefechte von Aufklärungsabteilungen. Die Russen verstärken sich dort. In der Walachei hat sich die Lage nicht geändert. Bei Craiova fielen neben anderer Beute dreihundert Eisenbahnwagen in unsere .Hand. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls von Mackensen. In der Dobrudscha und an der Donau an mehreren Punkten Artilleriefeuer. Mazedonische Front. Die Gefechte östlich des Ochrida-Sees endeten mit dem Rückzug des Gegners. An der deutsch-bulgarischen Front zwischen dem Prespa-See und dem östlichen C e r n a - rauf wurden mehrfach Mlvorstöhc. an der Höhenstellung östlich von Paralovo starke Angriffe des Feindes zurück- geschlasen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfs. * Berlin. deu 23. November 1916. abends. (WTB. Amtlich.) Auf beiden Somnre-Ufern starkes Artilleriefeuer, besonders nördlich der Ancre und am Saint Pierre Baast- Walde. In der Walachei planmäßiger Fortgang der Operationen. In der Dobrudscha und an mehreren Stellen der Donau lebhaftes Feuer von Ufer zu Ufer. * * * Der Pauptanss ch^u ß des Reichstags hat gestern eine überaus wichtige Sache in Angriff genommen: das geplante Gesetz über die a 1 lgemei ne Arbeitspflicht. Wir haben die Grurrdzüge und Richtlinien des Entwurfes bereits ausführlich mitgeteilt, und als Einleitung zu den Beratungen der Parlamentarier gab es gestern noch interessante Aufklärun,gsreden der Regierungs- und Militär- Vertreter. Staatssekretär Dr. Helfferich und der Präsident des neuen Kriegsamts, Generalleutnant Grüner, legten die Absichten der Regierung dar. Es ist die allgemeine Volks- Überzeugung, daß dieses Gesetz notwendig und für die weitere Kriegführung förderlich ist. Das kam bei den Rednern aller Parteien zum Ausdruck. Freilich nicht ohne kritische Anmerkungen und Vorbehalte. Und das ist gut so, denn unfehlbar sind die obersten Instanzen in einer so '.veittragender: Sache, die schnell erledigt werden muß, rächt. Aber eine kurze Frist wird genügen, daß der Reichstag seine Anregungen intb Besserrungsvorschläge in den Gesetzesplan hineinarveitet. Vom sozialdemokratischen Redner bis in die Rechen der Konservativen hinein wurdest weiterer Rechtsgarautien gefordert. Ebenso übereinstimnrend lauteten die Meinungert, daß in der Frage der Leute-Beschaffung auch noch andere Wege üeschritten und Reformen in dem bisherigen Verfahren getroffen werden könnten. Staatssekretär Dr. Helfferich unterstrich es noch einmal, daß die freiwillige Pflichterfüllung die Hauptarbeit leisten müsse, der Zwang müsse als ultima ratio soweit als irgend möglich im Hintergrund bleiben. Aber die Durchführung der Hilfsdienstpflicht werde eine organisatorische Arbeit allergrößten Stiles erfordern. Die Zahl der Arbeitsfähigen. die ohne Beschäftignng sei, sei heute verhältnismäßig gering; der Schwerpunkt der Durchführung des Gesetzes werde also nicht in der Heranziehung bisher Unbeschäftigter, sondern irr einer Verschiebung der Arbeitskräfte aus den bisherigen Tätigkeiten in. andere, für die Kriegführung und Volksversorgung wichtigere liegen. Von der Heranziehung der Frauen solle abgesehen werden. Obwohl das Ueberangebot weiblicher Kräfte aus denr Ar- beitsmarkt stagk nachgelassen habe, übersteige die Zähl der arbeitsuchenden Frauen doch immer noch regelmäßig die vorhandenen Stellen, so daß schon äus der Lage des Arbeits- Marktes heraus eine Zwangsorgairisatwn hier nicht als erforderlich erscheine. Trotz des fehlender! Zwanges werde ledoch auch hier planmäßiger als bisher vorgegangen werden müssen. Zwar hätten manche Betriebe im Ersatz männlicher Kräfte durch Frauenarbeit die größten-Anstrengungen gemacht und Vorbildliches geleistet, im ganzen gäbe es aber auf diesem Gebiet zweifellos noch viel" zu tun und zu erreichen. Generalleutnant Grüner versprach, daß kein berechtigtes Interesse ohne Not geschädigt werden soll. Zu den Einzelheiten der Durchführung führte Generalleutnant Gröber dann noch aus. daß die notwendige Einschrän- kungundStillegungvon Betrieben mit besonderer Vorsicht und ohne Gewaltsamkeit vorgenommen werden soll. Gerade hier müsse engste Zusammenarbeit zwischen der Industrie und dem Kriegsamt gesichert werden. Die Heranziehung der Hilfsdienstpftichttgen aus ihrer alten Beschäftigung solle nur allmählich nach Bedarf erfolgen. Dem Zwang, der unter Umständen ausgeübt werden müsse, stehe ein geregeltes Rechtst)erfahr en gegenüber, an dem auch die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind. Die Leitung müsse aber in militärischen Händen bleiben, da die Raschheit und Vollständigkeit der Ausführung nicht beeinträchtigt werden dürfen. Die Ans spräche wurde von einem Redner des Zentrums eingeleitet. Er forderte eine Klärung der Bedarfs- ftage. Durch Beseitigung des Burfchendienstes bei Offizieren, insbesondere in der Heimat, durch Einschränkung der Ordonnanzen, durch Ausräumung gewisser Militär- und Zivilbureaus könnten viele Kräfte freigemacht werden. Aus de§ Bevölkerung der besetzten Gebiete, für die wir zu sorgen hätten, sei mehr herauszuziehen, zumal unser Volk angestrengt zu arbeiten gezwungen sei. Der Reichstag müsse bei' Erlassen, Vorschriften, wie bei ihrer Durchführung eine Mitwirkung und Kontrolle erhalten. Ein sozialdemokratischer Abgeordneter erklärte, es seien Sicherungen für loyale Durchführung der Vorschriften in das Gesetz einzuarbeiten. Die Verwendung Tausender von Berufsarbeitern zu nebensächlichen militärischen Verrichtungen sei eine Vergeudung wertvoller Kräfte, und es ließe sich da noch viel sparen. # Auch ein Redner der Nationalliberalen meinte, gewisse Rechtsgarautien für die loyale Durchführung der Vorschriften müßten gegeben werden, auch für die Zusammensetzung des Schiedsgerichts. Ein Fortschrittler führte aus, um Willkürtich- keiten vorz üben gen, müßten genau umschriebene Ausführungsbestimmungen im Einvernehmen mit dem Reichstag Vorbehalten werden. Der vorgesehene Rechtsschutz sei zu gering. Auch auf andere Weise könnten noch Kräfte und Mannschaftsersatz geschaffen werden. Der Vertreter der Konservativen sagte u. a., es müsse auch auf die Bevölkerung der besetzten Gebiete zurückgegriffen werden. Bei der Ausführung des Gesetzes sei Bedacht darauf zu nehmen, daß die landwirtschaftliche Erzeu- gung keinen Schaden leide. Die 'Frage der Beschneidung der Unternehmergewinne sei sehr schwierig und würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein Mitglied der D e u t sich e n F r a k - t i 0 n verwies darauf, daß der Reichstag längst ein Einschreiten gegen die Vergeudung von Arbeitskräften in Bureaus usw. gefordert, aber bei der Regierung nicht das nötige Gehör gefunden habe. Er sei für rasche Verabschiedung des Gesetzes, aber auch dafür, daß vor Erlaß der Ausführungsbestim- mungen der Reichstag gehört werde. Auch ein weiteres Mitglied der Nationalliberalen meinte, in den militärischen Bureaus könnten ebensogut weibliche Kräfte beschäftigt werden wie anderwärts. Auf 100 Arbeitsgesuche kämen 135 Frauenangebotc. Wenn alle notwendigen Kräfte herangezogen werden sollen, könne er nicht einsehen, warum nicht auch die Frauen unter Berücksichtigung ihrer besonderen Verhältnisse in das Gesetz einbezogen werden würden. Die Lebensbedingungen eines Teiles der Industrie würden bei der Ausführung des Gesetzes vielfach unterbunden, während ein anderer Teil blühe und verdiene. Deshalb müsse bei der StillegungvonFabrirenvorsichtigver- fahren werden. * Am heutigen Freitag sollen die Verhandlungen des Haupkausschusses fortgesetzt werden. An die Abgeordneten sind die wichtigsten und verantwortungsvollsten Aufgaben heran getreten. Sie haben dafür mitzusorgen, daß das folgenschwere Gesetz, das ftrie !ein anderes m die Existenzen ein greift, volkstümlich gestaltet werde. Der Ruf nach Kontrolle, öffentlicher Behandlung vyn Beschwerden und Schwierigkeiten ijt berechtigt. Klare Grundlagen in einem allgemeinverständlichen Deutsch müssen geschaffen werden. Dann aber wird das neue Gesetz, das ja von überflüssigen Härten frei und nach den Erklärnrngen der Regierungsvertreter milde und mit der Gewährung billiger Fristen, unter Vermeidung plötzlicher Gewaltwirkungen, angewendet werden soll, eine patriotische Tat fein. * * * Der österreichrsch-rrrigarffche Tagesbericht. Wien, 23.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. November 1916. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef. An der unteren Cerna haben wir auf dem linken Ufer- Fuß gefaßt. Sonst aus der Walachei nichts zu melden. An der ungarischen Ostgrenze und in den Waldkarpathen war die Aufllärungstättgkeit reger. He eresfrontdesGeneralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Stellenweise gesteigerter Geschützkampf. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der Regierungswechsel in Oesterreich-Ungarn. Budapest, 23. Nov. (WTB.) Kaiser Kurt richtete an den Grafen Tis za ein Handschreiben, indem er chn und die Mitglieder des Ministeriums in ihren bisherigen Stellungen bestätigt und den Ministerpräsidenten damit betraut, die übersandte Proklamation, die mit der in Oesterreich erschienenen gleichlautend ist, kundzumachen'. Wien, 23. November. lWTB.) Die Leichenfeier für Kaiser Franz Josef wird sich zu einer großartigen Trauerkundgebung gestalten. Ter LeichenMg wird sich am 30. November aus der Hofburg über den Burgplatz durch die Ringstraße und Wvllzeile zur Stefanskirche bewegen, wo Kardinal Pisst die feier- liefiG Einsegnung vornehmen wird, worauf die Leiche in der Kapuzinergruft beigesetzt wird. Kaiser Wilhelm an Kaiser Karl. Berlin, 23. Nov. (WTB.) Me „Nordd. Mg. Ztg." meldet: Der Kaiser hat an den Kaiser von Oesterreich und König von Ungarn nachstehendes Telegramm gerichtet: Aich bas Tiefste erschüttert von dem Heimgang Deines Hochverehrten Oheims, des Kaisers Franz Josef Majestät, sage ich Dir meine innigste und herzlichste Teilnahme. Die Regierung des verewigten Kaisers, die durch Gottes Gnade die seltene Dauer von pichtunbsechzig Jahren erreichte, wird in der Geschichte der Monarchie als eine ZeitdesSegens fortleben. Me Völker Oesterreich-Ungarns trauern um ihren Führer, an dein sie in vollstem Vertrauen und innigster Liebe hingen. Wir, die wir einer jüngeren Generation augehören, waren gewohnt, in der Gestalt des Heimgegangenen Monarchen ein Vorbild schönster Herrscherlugend und wahrhaft königlicher Pflichterfüllung zu erblicken. Das Deutsche Reich verliert in ihm einen treuen Bundesgenossen, ich persönlich einen väterlichen hochverehrten Freund. Mitten in dem ^größten Weltkrieg hat Gottes unerforschlicher Wille den treu bis zum letztem Atemzug an der Seite seiner Verbündeten Stehenden dahingenommen und ihm nicht mehr gestattet, den Aus- "gcmg ldes Kampfes und die Wiederkehr des Friedens zu sehen. Der Allmächtig» gebe ihm nach seinem langen segensreichen Leben Iben einigen Frieden. Dir aber Kraft und Beistand, die schwere Bürde -zu tragen, die in dieser ernsten Zeit Dir zufällt. Der Segen des Heimgegangenen möge über Dir und Deinen Völkern weiter rvalten! Mit innigsten Gdbeten und treuester Teilnahme gedenke ich Deiner. Wilhelm. Die Antwort Kaiser Karls. Der Kaiser und König Kurl hcrt darauf mit folgendem Telegramm geantwortet: In der schicksalsschweren Stunde, da mein erlauchter Großoheim her Kaiser und König, zu Gott abberufen wurde, und bitterster Schmerz mich, mein Haus und Oesterreich-Ungarns Lande erfüllt, war m.ff die mlich tiefergreifende Teilnahme, die Du, treuer Freund, mir bekundet hast, ein wehmutsvoller Trost. Habe aller«, wärmsten Dpnk hierfür unjd für all die Verehrung und echte Freundschaft, die Du dem Hochseligen, der Dich so sehr hoch- geschätzt hat, bewahrest. Wsse Deine und Seine Bündnistreuc im jetzigen Weltkriege felsenfest stand, so soll es für uns bleiben, indem das leuchtende Andenken und der Segen des Verewigten uns geleiten nröge auf der gemeinsamen Bahn zu dem ehrenvollen Erfolge unserer gerechten Sache! Das walte Gott! In treuer Freundschaft drückt innig Deine Hand Karl« Ein Armeebefehl Kaiser Wilhelms. Berlin, 23. Nov. (WTB. Amtlich.) Das Armee-Derort»* nungsblatt gibt folgenden Armeebesehl bekannt: Nach Gottes Ratschluß ist am.gestrigen Tage des Kaisers von Oesterreich und apostolischen Königs von Ungarn Majestät noch? einer fast 68jährigen, reich gesegneten Regierung ans einem arbeitsvollen Leben geschieden. In aufrichtiger Trauer, vereint mit feinem uns in Freundschaft so eng verbundenen Volke und mir seiner Armee, die mit den deutschen Truppen auf zahlreichen Schlachtfeldern dieses Weltkrieges in tteuer Waffenbrüderschaft gesochten, geblutet und gesiegt Ijat, stehe ich mit meinem! Haufe, meiner Armee und dem ganzen Vaterlande auf das schmerzlichste bewegt an der Bahre dieses hochedlen Monarchen und treu- bewährten Bundesgenossen. Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater in wahrer Freundschaft zugetan, !var der hohe Entschlafene mir ein lieber^ väterlicher Freund und Berater. Tief nmrzelt in unser aller Herz das Gedenken an ihn. Seine hehre Herrschergestalt steht leuchtend in der Geschichte aller Zeiten. Als G-enerolseldmarschall und Chef zweier Regimenter seit langem! in nahen Beziehungen zu meiner Armee stehend, verliert dves« in dein verewigten Kaiser einen hohen Gönner, dessen zahlreicher Beweise .gnädigen .Wohlwollens und lebhaften Interesses sie in steter Dankbarkeit eingedenk bleiben wird. Es wird ihr ein tiefempfundenes Bedürfnis sein, auch die äußeren Trauerzeichen anleg en zü dürfen. Ich befehle: 1. Sämtliän Offiziere des Feld- und Besatzungsheeres legen, soiveit es die gegenwärtigen Verhältnisse gestatten, auf 14 Tage Trauer an. 2. Bei meinem Großen Hauptquartier, dem Kaiser Franz Garde-Grcnadier-Regiment Nr. 2, dem Husaren-Regiment Kaiser Franz Joses von Oesterreich, Wnig von Ungarn (Schleswig-Hok- steiuischeS) Nr. 16 währt diese Trauer drei Wochen. 3. Während der ersten drei Tage dieser Trauer 3 ) flaggen säintlilche militärischen Menstgebüude in der Hemmt halbmast, b) ist ebendort — außer bei Feuerlärm und Alarm — von dens Truppe» kein Spiel zu rühren. 4. An den B ei setzu n gs seierl ichkeiten haben Ab lordnungeu — Felduniform mit Hetmtüberzug — der vorge^ nannten beiden Regimenter und des ztveiten westfälischen Husaren- Regiments Nr. 11 in folgender Stärke teil^unehmen: Von dem Ersatzbataillon des Kaiser Franz (^rde-Grenadier-Regiments Nr. 2 ein Stabsoffizier, ein Hcruptmann, ein Oberleutnant, ein Leutnant; von Pen beiden Kavallerieregimentern: je ein Stabsoffizier, ein Rittmeister, ein Oberleutnant, ein Leutnant. Großes Hauptquartier, den 22. November 1916. Wilhelm. Auch für die Flotte hat der Kaiser ähnliche Anordnungen getroffen. Die rumiinischcn Franttireur». Berlin. 23. Wo». > WTB.) Tie „Nordd. Mgem. Zdg. M-rribi rn^er der lieberichrift: „Maßregeln gegen das Verhalten der ruvränischen : f . ^*5 . T » l j n ä n 11 dM' Landbevölker icng beteiligt cUei L Meldungen deutscher Trupsven hervor geht, 111 s 11 * • 1 * 1 - e 1 11 n .k völkerrechtswidriger Weise an D dem Hinterhalt angegriffen. Sehr häufig haben unsere rapseren Bagagemannsch asten zur Waffe greifen niüssen, ^ htt überall an stauchenden Franktireurs zu verteidigen. liste de Lyon" vom 16. November verbündet mit offen- • Sl - Genugtuung auf Grund oou Augenzeugenberichten, daß orunwnren Greise, Frauen und Kinder.an der Verteidigung des heimatsick>en Bodens Mitwirken. Nach den schlimmen Erfahrungen, die die deutschen Truppen Perm Emmarsch in Belgien und Nordsrankreich mit der fmiatischen mw vor ktnnem Verbrechen zrm'ickschreckenden Bevölkerung machten, ffch nimmehr gegen diese völkerrechtswidrige Art der Karegfflhr-nng beiser zu schützen wissen. Die in Rumänien kämpfen den deutschen Truppen erhielten den Befehl, nidrt nur jede Zivil Person, die sich am Kampfe beteiligt, sondern auch die Behör- öen i e Jk e .f v v r Verantwortung zu ziehen, da ber der an und für sich friedliebenden Gesinnung der rumänischen Beoölke- ^lng außer Zweifel steht, das; die Anstifter der schändlichen, jedem ^o.kerrecht hohn sprechenden Bewegung der rumänischen Bevvlkc rung rn den Behörden selbst zu suckln sind. Aus Griecheuland. x . ® eT ^ n : 23. Nov. (WTB. Amtlich.) Wie der grie-- mitteilt, hat der französische Befehlshaber der vereinigten Seestreitkräfte der En- ^ en griechischen Gewässern den Gesandten Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türkei und Bulga- vrens notifizier, daß sie mit dem Personal ihrer Gesandtschaften und Konsrttate sofort den griechischeir Boden zu verlassen hätten. Deutschland hat bei Griechenland und sämt- lrchen anderen neutralen Staaten, sowie bei Frankreich und England gegen diese Verhöhnung des Völkerrechts, der freien Willensbestimmnng eines neutralen Staates und die elementarsten Grundsätze internationaler Gesittung schärfste Verwahrung eingelegt. Athen, 23. Nov. (WTB.; Meldung des Reuterschen Bureaus. Die feindlichen Gesandten und ihre Umgebung sind mildem griechischen Dampfer „Nykalit" nach 12 ® ee gegangen. An dem Großmast wehten die feindlichen Flaggen. Zwischenfalle l>aben sich nicht ereignet. Athen, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- fch^ Bureau meldet: Admiral Fonrnet hat den feindlichen Konsuln und den Mitgliedern der feindlichen archäologischen Schulen irtitgeteilt, daß sie Atehn Zugleich mit ihren Gesandten verlassen müssen. Athen, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Um 2.10 Uhr nachmittags hat eine französische Marineabteilung den Bahnhof der Pele- p o n ne s - E i f e n b a h n besetzt. Amsterdam., 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach ernem hiesigen Blatte meldet die „Times" aus Athen ^r Justiz min ister sei zurückgetreten. In einigen sTreyen glaube mau, daß das Kabinett stürzen werde, wenn die Auslieferung des von den Alliierten verlangten Kriegsmaterials endgültig verweigert werde. nicht gestatttt werden, daß dieser Zustand länger fortdauere. Die urü ßte n sehr vereinfach-t werden, außerdem mußten zwei fl er f chlose Tage pro Woche eingeführt werden, air denen weder Fleisch noch Fisch angeboren werden dürfe. Ter Verbrauch an eingeführten Lebensmitteln nrüsse stark eingeschränkt werden, denn dre^ Schwierigkeiten der Schiffahrt würden zunächst nicht atmefmien. Auck) die populären Restaurants und Teehäuser seren von diesen ein schränkenden Bestimmungen nicht auszunehmen. Zum Lch-lipse erklärte Runciman, das; die Regierung, wenn die Werte Nicht aus eigenem Antrieb etioas tun, gezwungen sein! wurde, selbst entsprechende Maßregeln zu treffen. Auch cm di? Zuckerbäcker wandte sich Runciman nrit der Aufforderung, den Zuckeroerbrauch einzuschränken. * Holländisches Käseausfuhrverbot. Hau g, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Das. Korrespondenz- Vuremi meldet, daß vom 1. Dezember an kein Magerkäse mehr ausgeführt werden darf. Der §eM§g. Zum Untergang des Dampfers „Britannic". ... L o n d v n . 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Daily News" ^fahrt aus Liverpool, daß der Dampfer B r i t a n n i c bei ' ^Msausbruch von der Admiralität übernommen und als Hospi- talschiff ausgerüstet wurde. Er galt als das schönste Hospttalschiff !der Welt und war in jeder Beziehung modern eingerichtet, namentlich, roas me Bettungseinrichtuugen betraf. Das Schiff hatte einen doppelten Boden von mehr als 5 Fiiß Tiefe mit einer Anzahl wasserdichter^Abteilungen, Dieses System -oar längs der Seiten- wände des Lchffses bis über die Wasserlinie hinauf fortfetzt. Tic Einrichtung »var so, daß im innern Schiff während der Reise keinen Augenblick eine Tür offen stehen konnte. Auch die Retsimgsboots waren besonders groß und modern eingerichtet. Der Dampfer führte deren 48. Tie Rettungsboote waren in vier von einander getrenn- ten Gruppen angebracht, so daß bei jedem Boot ein größerer Raum ?ur Verfügung stand, uni im Falle eines Unglücks die Passagiere in Rech und^ Glied aufstellen zu rönnen. Das Schiff war vor einem Fahre fertig und verließ am 21. November Liverpool. Ter Bau kostete ungefähr 2 Millionen Pfund. Aach allen bisher vorliegenden Nachrichten hat sich das Schiff auf dem Wege nach Saloniki, von England kommend, befunden, rfttt. diese Fahrtrichtung war eine auffallend große Zahl von Perionen an Bord: diese Tatsache berechtigt zu dem zwingenden Verdacht Z>es. Mißbrauches des Lazarettschiffes zu Transport- z wellen. sofern das Schiff übrigens die vorschriftsmäßigen Abzeichen eines Lazarettschiffes geführt hat, wird ein deutsches Unterseeboot als Ursache für den Untergang des Schiffes sicherlich mast an Frage kommen. London, 23. Nov. MTB/, Reu.'cr meldet, daß der! Dampfer „Alice" (822 Tonnen) aus Rouen am 20. No-! vember von einem deutschen Unterseeboot mittels Bomben versenkt wurde. London, 23. Nov. (WTB.) Nach einer Meldung von Lloyds soll der französische Segler „L e l i e" v c r f e n ! t worden sein. A msterda m, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Wie ans London berichtet wird,Ist der g r i e ch cs cheDampfer Nparti gesunken. Drei 55crfoneu sind nmgckommen. * Berlin, 23. Nov. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokal- Anzeiger" näeldet aus Stockholm: Ein japanisches Tauchboot ist im japanischen Meere explodiert. Die Mehrheit der Besatzung wurde von einem Kreuzen geborgen, darunter 2 Tote und 15 Verwundete. Vorsitzenden, aus einem höheren Beamten und aus je einem Vcr-. treter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Den Offizier bestellt das Stellvertretende Generalkommando oder die von ihr be- stimmte Stelle^ Ohne Zuziehung eines höheren Beamten entscheidet dieser Ausschuß endgültig über Beschwerden in solchen Fällen, wo k>er Arbeitgeber sich ioeigert, einem Arbeiter eine Bescheinigung darüber auszustellen, daß er die Arbeit mit Zustimmung des Arbeitgebers aufgegeben hat. Der Ausschuß kann nach Untersuchung des Falles, wenn ein wichtiger Grund für das Aussck>eiden vorliegt, dem Arbeiter eine Bescheinigung ausstcllen, die in ihrer Wirkung die Bescheinigung des Arbeitgebers ersetzt. Berlin, 23. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Die Aenderung^ der Verordnung über den Verkehr mit Stroh und Häcksel vom 8. November 1915, der Ent- svurf einer Bekanntmachung über die Prägung von E i n - p f e n n i g st ü ck e n a u s A l u m i n i u m , der Entwurf einer Bekanntmachung über die Verwendung von Chlorzinn zur Erschwerung von Seidenwaren und die Aendcrung von § 13 des Beschlusses vom 26. März 1914 betreffend die Aufwandsentschädigungen an Familien für im Reichsheere, in der Marine oder in der Schutztruppe eingestellte Söhne. O s ch a tz , 23. Nov. (WTB.) Bei der heutigen NeichstaaS- erfatzwahl im 11. Sächsischen Wahlkreis Oschatz-Grimma für den verstorbenen Abgeordneten Dr. Giese wurde der konservative Kandidat Dr. W i l d g r u b e mit 7978 Stimmen gewählt. Der Sozialdenwkrat Lipinski erhielt 6322 Stimmen. 63 Stimmen waren ungültig. Eine eingespurte hohe Staatsstelle. Wie der „Darmft. Ztg." mitaeteilt wird, ist beabsichtigt, die durch das unerwartete Ableben des Herrn Ministers Braun frei gewordene Stelle des Präsidenten der Ober- rechnungskammer mit Rücksicht auf die dermaligen Verhältnisse und die Notwendigkeit äußersder Sparsamkeit auf allen Gebieten der Staatsverwaltung zunächst nicht definitiv zu besetzen. Die Ausfuhr von Milch. Die Wgeordneten Dr. Schmitt und Genossen beantragen in der Zweiten Kammer: „Diese wolle beschließen, die Großh. Regierung zu ersuchen, sofort die nötigen Schritte zic tun, damit seitens des Konrmunalverbandes^ Hessen die Ausfuhr von Milch insoweit eingeschränkt wird, als diese Milch zur Beseitigung der schweren Milch not in den Städten und einzelnen Orten Hessens notwendig ist." Die Besprechung des Antrags ergab eine weitgehende Uebereinstimmnng zwischen den Mitgliedern des Ausschusses und der Regierung in der Richtirng, daß die im Lande erzeugte Milch wenigstens soweit im Lande verbleiben müsse, als sie zur Versorgung der Vollmilchberechtigten mit Vollmilch und der übrigen Bevölkerung mit einer ausreichenden Menge Magerrnilch ersordeulich ist. Der Ausschuß beantragte daher, dem Antrag der Abgeordneten Dr. Schmitt und Genossen zuzustimmen. VkeWösnkauMÄe ist morgen von JO bis \Vk Uhr geöffnet! Bon der französtfchen Kammer. 23. Nov. (WTB.) Lyoner Blättern zufolä verlief die DiensLagsschung der französischen Kam in er sehr erregt. Nach den Regierungserklärungen, die i einer halbstündigen Geheimsitzung abgegeben wurden, nähr die Karnmer fedoch mit 450 gegen 38 Stimmen die Vor läge, betreffend Zählung des Jahrganges 1918, an. Das Wirtschaftsleben Ln Franlreich. Bern, 23. Nov.. lWTB Nichtamtlich.) Nach dem „Temps sind unter den vom franzonswen Ministerrat beschlossenen Maß nahmen, die sofort in Krart treteic sollen, unter anderem eui §Een: Einführung eines Einh eits bro res: Verba der Heritelluna aller Z u ck c r b ä ckersa che n, die nicht längeral vier Tage haltbar sind, und Schließung aller Fleischer ladeil und Schlachthäuser während zweier Wo chentage. * Der vereinfachte Speisezettel i-, England. ... 'si Nov lWTB. Nichtamtlich.) Die „Times" cr mhrr, daß der Pra,ident des Handclsanrtes Ru nciman in eine Veriammlung von .Hotelwirten erklärt lyabt, er habe Weihnachts Ettils gesil-en, die jelbst in Frieornszeiten für überreichlich gelten wurden, che aber fetzt, während England und seine Bundesgenvssin fich rm Kriege besinden, einfach ein Skandal seien. Es könnt Gsetzenes? StadLLK-ecrtev« Der Biberpelz. Eine Tiebskomödie von GerharL H a u p t m a n n. Gastspiel von Carl William B ü l l e r. tzMiptinanns „Biberpelz", eine der wenigen modernen Konu ««r, drc nut Kleists „Zerbrochenem Kruge" irgendwie oergliche werden können, i,t schon früher am hiesigen Stadttheater gegebe worden. Bon einer Erläitterrmg d-es Inhaltes kann daher aby iKen werden. Von .Hauptmanns Versuchen ans dem Gebiete di rst 'rer „Biberpelz" entick/ieden der beste. Selbst Ln „Kollege Crampton", in dem die Nebenfiguren keinerlei festen Un riß gewinnest, kann mit der trefflicheren Charakteristik der fcha' gesehenen Personen der Tiebskomödie in dieser Beziehung nickt vei glichen wcrdm, geschweige denn „Der rote .Hahn", die ickfwäch'lick Ausfpmnung dw „Biberpelzes", oder die rpmffNartcrrkismlw erhek lich abweichende, an Shakespeare anknüpfende Komödie von „Schln Urch Jau". Was den „Biberp.lz" hält, ist die sichere Gnindlage dc „Zerbrochenen Kruges", auf dem er aufbaut. Wenn auch die Expc sijtion Ku langatmig ilt, so wickd doch die Spannunix vom zweite Aufzuge ab beträchtlich gesteigert uno dauert — obwohl die beide letzten Akte technisch nur eure Wiederholung der beiden ersten sind - bis m den Schlußszenen an, die wohl das beste sind, was Haup mann an klugerdachter Wirkung in der Komödie zu erreich:,en wußti Als Gestalter hat er in der Mutter Wolffen eine ganz prachwol! Figur geschaffen, der sich der überkluge Amtsvorsteher Wehrhah wmÄig zur Seite stellt. Diesen beLen Rolsim zuliebe ersckfeint de „Biberpelz" oft c auf dem Spielplan. Sie sind sehr dankbar, ohri daß die Schwierigkeit, sie gut und glaubwüMg durchzusichren, dam' unterschätzt werden soll. Ter Rolle des Wehrhahn wogen wurde der Biberpelz diesmo gegeben, denn Carl Willram Büller war zu Gaste. Diese Künstler hat vor einiger Zeit ein eigenartcges Bühuenjubiläur gefeiert, da er das 25. Jach seiner Gastspiel tätigt eit voltendebc Eine Veröffentlichung der „Magdeburgischen Zeitung" hierzu lieg uns vor, die einige Daten seiner Büchienlaufbach zusancmenstcklll 2 ie sind interessant genug, ihnen folgendes zu entnehmen. ''Bülsir? l-.nsi.e Verpflichtungen waren 1883—89 am Leiptz-ige ’• st '* 91 nmrde er alsdann Nachfolger von Emi ' ff hcater in Berlin. Der Zusammenbruch diese trckea n'Vni' ' dem (bedanken des (sKrskrerens nahe % ^ gelang ihm gföupi,, so daß ec nunmehr auf 25 Jahr ALS dem Reiche. Berlin, 23. 9kov. (WTB.) Ter H a u p t a u s s ch u ß des Reichstages trat heute voimsibtag zusammen, um den Gesetzentwurf über dm vaterländischen Hilfsdienst zu beraten. Staatssekretär Dr. Helfferich leitete die Erörterungen mit einer Begründung des Entwurfes ein. .Hierauf nahnr Generalleutnant Gröner zu vertraulichen Ausführungen das Wort. Aus den.' Richtlinie für die Ausführung des Gesetzes über den vaterländi- sck)en Hilfsdienst teilen wir zur Ergänzung noch folgendes mit: Die beim Kriegsamt einzuricklrende Zentralstelle für Beschwerden gegen die Entscheidungen der Ausschüsse besteht aus zwei Ofsizi-eren des Kriegsamtes, von deiwn der eine den Vorsitz führt, aus zwei von "bein Reichskanzler ernannten Beamten und aus einem von demjenigen Bundesstaat zu ernennenden Beamten, dem der Betrieb, die Organisation oder der Verufsausübende ''an- gebört. Werden Marineinteressen, berührt, so ist eircer der Osfi- ziere voin Reichsmarine-aNrt zu bestellen. Bei Beschüoerden aus Bayern, Sachsen und Würtrensierg ist einer der Offiziere von dem betreffenden Kriegsministerium zu bestellen. Wenn der von foeyi Kriegsamt durch) Vermittlung der Landeszentralbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle ergeheirden Aufforderung zur freiwilligen Meldmrg nickt in ausreich-endmü Maße entjprechen wird, erfolgt eine s ch r i f t l i ch e Aufforderung durch/ den Ausschuß, der in der Regel ffir seden Bezirk von cin.er Aerzteko mmi )sio7i zu bilden ist, aus einem Offizier als mMsmmi&m ri*WR98sm Kisim mrunterbrochiener Gastspiele zurückblicken kann. In diesen 25 Jahren trat Büller 3959 mal als Sck.-nr,'pieler, 43 mal als Rezitator, zusammen Än 4002 Abend-m cmi. Lhü 'häufigsten in diesem Zeitraum spieltt er der! „Srriese" in dem 1884 erschienen.ru „Raub bet Sabinerinnen" 1170 mal ,'im gmrz-en über 1800 mal'. Haupt- mawns „Biberpelz" hat BüLer, mad/yem es cm ZI. September 1893 in Berlin entschiedene ?lblehnunc. erfahren hatte und infolgedessen 31/2 Jahre ruhte, am 3. April 1897 im Zollstheawr 'in Wien zum Leben verholfen. Frau Schmittlein spielte die Mutter Wolffen, Büller den Weyrl-ahn und „sie führten das Stück dort P Triumph, ber sich nun erst in Berlin einstellte!", wie Parll <-ch,lentt-er kurz vor seinem Mleben schrieb. Millers Interesse an bem Wchrhahn .hat Hauvtmann es also zu danken, daß seine Komödie dann durch ihn an über 100 deutschen mrd auslärcdischen Bühnen zur Aufführung gelangte. - Oft erst nach hatten Kämpfen gelang es Büller, die Direktoren für diese Konwdie zu gewinnen, da alle das in Berlin seinerzeit durchs-,esallene Stück ablehnten.. Wenn.Büller nur seinen Striese und Wehrhaha geschaffen hätte, w würde er sich danftt schon große Verdienste um die deutsche Schauspielkunst erivorbm haben. Tmch sind seine anderer: Rollen von gleick.enr Wette. Es sind 91 verschiedene Rollen, die Büller in den 25 Jahren zur TatttelluNg brachte." Wir können dem Blatte nur beipflichten, wenn es fottfähtt: „Hente noch steht Miller immer noch auf der Höhe seiner Kunst, die nccht verflachen kann, weil er durch nimmermüdes Suchen nach den Rätseln in der Menscheirbrust stets neue Stimmungen, Launen, Lcckter, tragikomische Wechselwirtungen in den Gestalten auslöst, die immer dort einen Widerhall finden, wo MeusäZm mit der Seele schauen, mit warmem Herzen lachen können in dem Gefühl, daß Büllers sonniger Humor Befreiung bringt von' manck?er Sorgenlast." Carl William Büller stellte auch bei uns mit Wchrhahn erne Gestatt auf die Buhne, deren überlegene Ausgestaltung man so lercht nicht wird vergessen können. Ter dünkelhafte Amtsvorstand vom ^grünen Tisch, der mtt seinem. Glasauge nicht soviel sieht, wie Mutter Wolffen mit ihrem Hnhnercruge, der mit schnei- digcr Ueberlegenhett Sozialisten wittert und sich von seiner eigenen Walchfrau hinters Licht führen läßt, um die Diebin schließlich als dre eurzrge ehrliche Vcsion zu erklären, ivurde bis aufs I-Tüpfelchen so restlos gelöst, daß man seine Helle Freude daran I)aben konnte. Jede Geste saß und der sckmeidige Buttauttotenton war, die von Hauptmann nickst in dem Maße vettvendete Interjektion- „ekelhaft" mit eingerechnet, prachtvoll getrvfferi. Erfreulfth lvar es zu sehen, daß sich unsere hiesigen Kräfte auch neben dem Gaste zu hatten vermochten. Tie Mutter Wslffen, Ans Biabt nnd Land. Gießen. 24. November 1916. Zur KarLoffeLversorgungsfrage. Es ist begreiflich, daß es den Hausfrauen eine Beruhigung ist, ihre Winterkartoffeln im Keller W haben. Aber es ist notwendig sick. klar zu sein, wie groß die Verantwortung ist, die diese Vergünstigung nrit sich, bringt. Schon von jeher war die Pflegschaft der Winttrporräte an Kartoffeln, Gemüse und Obst ech Prüfstein für die Tüchtigkeit^ einer Hausfrau. Jetzt tritt noch ein Neues hinzu: Tie Kartoffel ist ein Gut, mit der wir gar nicht sorgsam -genug wngehen können und das wir gar nichit genau germg uns täglich von dem Wintervorrat zumessen können. Augenmaß täuscht! Es kann nur dringend gewarnt werden, ein Wiegen der Kartoffeln vor deist Zuteilen für eine Mahlzeit nicht peinlich genau zu machen. Natürlich kann man auch einmal in einem bestimmten Gefäß sich die Tages-, menge abwiegen und sich dann danach bei der Einteilung richten. Auf jeden Fall ist es ratsam eher zu kn-app als zu reichlich sich zuzU-- messen, denn das Ende trägt die Last. Ein sorgsames Einkellerm der Kartoffeln versteht sich von selber. Ein trockener Keller, der gelüftet werden Farm, eignet sich am besten zur Aufnahme. Große Mengen breitet man auf dem Boden aus, kleinere Mengen verwahrt man in Kisten. Ter Raum, in dent Me Kartoffeln lagern, darf nicht warnr, muß aber frostfrei sein. Jede .Hausfrau wird wissen, daß die Pflegschaft emes ihr arv- vertrauten Ernahrungsmittels,, von der Bedeuttrng, aenan so wichtig ist, wie der streng durchs sich selbst zu regelnde Verbrauch. Luise T e l 0 s e a, hätte derber sein und besser berlinern köirnen, sonst verstand sie es aber trefflich, die gerissene Verschlagenheit der ehr- sichen Haut glaubhaft herauszukehreir. Auch ilwe Töchter machten ihre Sache gut, Fisi Bort als gemütsträge Lemrtine, Heleng K a l l m a r als die gewecktere vorlaute Adelheid. Kutt L e r ch, neuerdings mehr lwrvorttetend, machte den schwerfälligen Mann oer Frau Wolfs zu einer recht braven Leistung. Wichelm Hellmuth behandelte ben Schiffer Wulkow mit sicherer Ruhe. Hans Werthmann rvar in Rentier Krüger eine Rolle zugeteitt worden, die seinen Fähigketten sehr entsprach. So war seine Charak- terifierung des aufgeregten alten Herrn diesmal aller Ehren wett, tluch Cwnst Theiling prägte die zweifelhafte Gestalt des Motes gut aus. Mcht vergessen sein sollen Adolf Falken als Doktor Fleischer. Emil Walden als seinem hohen Vorbilde sich getreulich) nachbttdender Amtsschreiber, Rudolf G 0 l l .in der komischen Maske des Amtsdieners und Anna Kretzer in der kurzen Rolle der Frau Motes. , ,J l ’ r Spielleiter des Abends, Otto Conradi, hätte das fo ichon fchleppende Tempo des ersten Aufzuges weseirtlich be- fcküeunrgen dürfen. Der Besuch der Aufführung war nicht ganz )o, iwe nmn es sowohl des Stückes wie des Gastes wogen hätte vorausfetzttl können. zz * ca ' $ e -^ ^ . ö r ' 23. Nov. Die Sammlungen des W e tz - tV e r ® e ' HF cktsvereins an Museumsstücken und Literatur »ollen nach einem den Stadtverordneten vorgelegten Vertrags- entwarf in das Eigentum der Stadt übergehen unter der Bedingung der Mchtveräußerung. Die Stadtverordneten haben der Vorlage einmütig zugestimmt. — Bei Gelegenheit des Abbruches des alten Bezrrks?ommandos und des späteren Abbncches des Nebengebäudes, in li>etrf das Museum bisher nntergebracht getv«sen, gibt es in der nächsten Stadwer otmti enversammlung M beraten, wo für die Folge das städtische Museum untergebracht werden soll. -- Frankfurt a. M., 23. Nov. Die Verwaltung des' G 0 e t h t * Museums klagt in ihrem Jahresbericht für das Jahr 4915, da,-, für dce Bücherei des Jnstttuts mir die wüchsigsten neu erschein enden Werke angeschaffc werden könnten., und fährt dann fort: „^ie Preise für, alle Seltenheiten des .Handschriften-, BLcher- und Bttdermarttes sind gcgeicwärtig durch das Auftreten g a n z neuer K ä u f e r g r u p p e n, die aus bekannten Gttffchcn frisch ettvorbene Kapitalien in solchen Wetten anlegen, in derarsig ungesunder Weise angeschwollen, daß sich eine Kvnrurnmz auch bei größeren Mitteln nicht vcrantwotten ließe." Amerikanismus — *Ui111e '4J r r) uit a1 11 a (f) r i rf) t e«. Der Grvß - bot|o i txu am 22. November dem ordentlichen Professor an der Teckmilchen Hoch'i'.rüe zu Darmsttwt Lud^mg von Rößler das Nittetkreuz 1 Masse des 'Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. - Der G ro [\ 1) e t % o g hat am 22. No urnUiri den ordentlich",: Professor in der medizinischen Fakultät m'd Direktor des hygienischen Instituts der Landesumversitäk. Gn-ßc-n Tr. Paul Schmidt MN sein Nachsnchn mit Wirkung vom l. VU>ril 1917 aus dem Staatsdienst entlassen. — Der G r o ß d e r z o g Imt am 22. November den Oberlel.rer m dem Real gimnmsmm zu Mainz Professor Dr. Gn^ 2 v-->«'rL^> t auf sein ^chci suchen unter Anerkennung seiner euen Dienste und Verleihung des Charakters a,. . ‘ fyUnh' Lg rat mit Wirkung vom 16. Mvember 1916 ab in dei \icv seht. — Der Großhevzog l>at am 22. November dm'^ber lolrm-, an der Oberrealfclmle zu Mainz Professor Dr. Jakob Curschmann zum Oberlelner e.n dem Realgymnasium zu Mainz und den Oberlehrer unch Rektor an der höheren Bürger schule KU Ober-Ingelheim Professor Ludwig Schäfer zum Ober Lehrer an der Oberreal,clmle z-u Mainz, innde mit Wirkung vom 16. November 1916 an. ernannt. — Der Grvßherzog bat am 22 Novemlxn den vom Fürsten zu Ysenburg und Büdingen zmn Oberlehr« an dem Wolfgang-Ernst Gymnasium zu Büdingen mLseirtterten Lehramtsassessor Dr. Walther Die m er für diese Stelle bestätigt. _ — Der 0) r o ß h e r z o g bat am 22. November dein Kreis bmnn, Vektor des Kreises Dieburg Baurat Georg Teiß zU Erbach zum B randvers icherun gsinspektor mit Wirkung vom Tage seines DiensturUritts an ernannt. ** ^ u 8 z e i eh n u n g e n. Unteroffizier Theodor Wagner erhielt das Eiserne K r e u z 2. Klasse. — Dem Ofsizieraspiranten und Vizefeldwebel Rudolf Fourier, Sohn des OZeschäftS- füyrers Fourier, wurde wegen tapferen Verhaltens die Tapferkeils Medaille vom Großherzog eigenhändig überreicht. Das Eiserne Kreuz erhielt er schon voriges Jahr. - Nachdem Leutnant Aug. Rinn vor kurzem an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt, wurde ihm am 18. November 1916 vom Ölvofe- Herzog die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e verlieben. Leutnant Rinn ist ein Enkel von Herrn Ludwig T o d t, Weserstraße 12. ** Die Bollmil chversorgu ng. Am Montag, den 27. d. Mts., dein lieber gangstag zur neuen Ordnung, ist es leider, wie aus einer amtlichen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zu ersel)en ist, nicht möglich, alle voll- Personen mit Vollmilch zu versehen; es ist jedoch Vorsorge getroffen, daß die Kinder im l- und 2. Lebensjahre Vollmilch erhalten; außerdem aus den Beständen der Stadt k o n d e n s i e r t e M i l ch. Das Nähere entlstllt die erivahnte Bekanntmachung. ** Jugendliche Diebe. Am hiesigen Bahnhof würden gestern drei jugendliche Bürschchen int Alter von 15 Jahren aus den umliegenden Ortschaften verhaftet, welche in dein letzten Tagen die Stadt durch Einbrüche unsicher machten. So führten sie unter anderen den schon berichteten Hnh n er di e b stahl in einent Hänschen an der Lahn aus und verkauften die Hühner an einen Geflügel- Händler in der Stadt. Auf der Badenbnvg stahlen sie eine 10-Literflasche mit Branittwein und begruben diese auf dem Felde in einen Haufen Kartvffelsträncher, wo sie un- 4 Versehrt gefunden wurde. Drei weitere Bürschchen von der Diebsgesellschaft entzogen sich ihrer Verhaftung durch die Flucht. Hoffentlich gelingt es der Polizei recht bald, auch diese hinter Schloß und Niegel zu bringen, damit ihnen ihre Diebeslust nicht zur Gewohnheit wird. ** Vaterländischer Abend der Gießencr Studentenschaft. Am 22. November fand im Hotel Schütz der erste Vaterländische Abend der Gießeuer Stzchentenschast statt, der namentlich auch von feldgrauen Gliedern der Ludoviciana, die Orrzeil dra Gießerrer Garnison oder den hiesigen Lazaretten airge- hören, gut besuckrt ioar. Der Vorsitzende, Professor König, vcr- lirnd mit l or^lidvcn BegrüßtmgÄvorteu die Anregung, den im Felde ,?ehendni An gehörigen der U'.riversität mit den ihnen seitens bei* Alma Mater zu ^dachten Liebesgaben auch eilten von den Teil- nelnnern mr dieser Feier Unterzeichneten Weihna chtsgrust an die Front zu senden, ein Vorsckstag, der allseitigen Beifall fand. W Digte ein Vortrag des Vertreters der physikalischen Chemie, ProfessorS rfiaum, über den Kampf ums Dasein, der die Z'ichörer in die Kenntnis der für die Behauptung unserer Existenz Und für unsere wirtschaftliche Entwickelung grundlegenden Lebens' bedrugNTtgcn in geistvoller Waise einführte. Der Rektor, Professor S ch i a n, gedachte in ergreifeTiden Worten derfürdas Valerlend in den Tod gegangenen Kommilitonen unter ^Mitteilung von Auszügen aus einer Reihe von Feldpostbriefen, die die glühende Vaterlandsliebe der gefallenen jungen Helden bekunden. Die treue Anhänglichkeit der akademischen Feldgrcuien an die Ludo- VieiMia inmitten der wild-eslen Kriegsstürnie hob Geheimrat Haupt hervor, indem er zugleich über die Gedankengänge über die N e u g e st a l t u n g des a k a d e m l s ch e n Gemeinschaftslebens Mitteilung machte, die iijm in diesen Tagen von cand. tbeol. Berger, zurzeit Leutnant, aus dein Schützengraben vor Betdun gesandt worden waren. Musikalische Vorträge (Klaviertrio iund Geigen stücke, von Klavier begleitet), sowie Koinm ersgesänge füllten den Rest des schwimgvoll verlaufenen Abends aus. ** Zugleitun gs st ellen. Infolge der grossen Ber spätnngerl der Güterzüge sind in mehveven Eisenbahndirck- tionsbezirken nunmehr Zug l e i tungs stell nt eingerichtet worden. ßitt Bezirk Frankfurt beispielsweise in Frankfurt (Hauptgüterbahnhof) und in Gießen. Die Zng- leitungsstellen sollen durch geeignete Vorkehrungen Verspätungen der Güterzüge und die Stockungen im Güterverkehr verhindern. Sie sind bereits in früheren Jahren, namentlich im Kohlenrevier, mit gutem Erfolge eingerichtet gewesen. **AllgeMeineEisenbahn-Berkehrseinschräu- kung Folgende Waren sirrd von der Annahme als Eisenbalm- Eil- und Frachtstückgilt vom 23. November bis einschl. 2. Dezember ds. Js. ausgeschlossen: Badcwannerr, Bilder, Bilderrahmen, Bil-^ lards. Bettfedern, Felle, Fourniere, Galaitterieioaren, Gemälde. Glas und Glaswaren, GrabeiTtfasftmgen, Grabdenkmäler. Grabsteine, Grammophone, Harmoniums, Hüte, Kinderstühle, Kinder- sportwagen, neue Kinderwagen, 5kinderwagengestelle, 5klaviere fPimnnos und Flügel), Korbmöbel, Korbloagen, Kunstgegenstände. Kütsanvagen, Läufer, Leitern, Luxuswaren, Matratzen, neue Möbel, Möbelgestellc (z. B. Sofa- und Stuhlgestelle, Modewaren, Nkusikautomaten, Parkettstäbe, leere Pianokistcn, Phonographen, Polsterwaren und Füllmaterial dazu (z. B. Seegras, Werg), Por- zellarnvaren, Putzivaren, Rohr, Rol>vgewebe, Schlitteir, Spiegel leere Sviegelglaskisten, Spiegelral/men^ Spielwaren, Sprung- federn. Steirrgitt, Strvhstchchenk/ülseit, Stühle, Tapeten, Teppiche Terrakottawaren, Theaterreguistten, Thüringische, Böhmische und Nürrrberger Waren, Töpferwaren, Vogelkäfige, Waschbretter, Wnschrrmschinen, Waschtischaussätze aus Marmor. In besonders dringlichen Fällen, z. B. bei Sendungen an Lazarette, Krankenhäuser, Apotheken, können Ausnahmen zugelassen werden. Militärgut und P r i v a 1 g u t für die Militärverwaltung werten von der Sperrmaßnahnie nicht betroffen. ** Die Eierversorgung steht gegenwärtig wie alljährlich um. diese Zeit unter dem >EirMtß der in der kalten Jahreszeit stark verhinderten, zmn Teil vK71g eingestellten Legetätigkeit der Hüw?er. Das gilt stfiF.Herstäirdttch nvdü bloß für das Gebiet des Deutschen Rei/ies, sondern —' v»n geringen, durch klimatische Verhältnisse lwdingteti UnterW-^at abgesehen — für alle europäische Staaten, Tie Folge ist, daß auch die Einfu.hr aus den: »eutralen sich in den letzten Wochen rapid vermindert hat. Diese BenWindcrung!der Gmsul-r ist gröfrex genasen, als nach den VerhiMnissen und den vorl-erisen Ergebnissen erwartet iverden formte, weil es d^r engkischeu Regierung gelnngm^ ist, einige der wichtigsten Eier Ausfuhrländer zu einem bedeittend erchMen Everversauv nach England zu zwingen. Zieht >«-«1 iveiter M Batracht, daß au.s der andern Seite unter denr Eiuslruß der aßt- gemeinen Knappheit an Lebeitsmitteln die Nachfrage nach Giern erheblich. gestiem'n ist uud vielfach Kreise erfaßt hat. die zu normalen Zeiten inlr sehr ivenig oder überliaupt nur ausitahinSun'ise ctnm.rl Eier zu verzehren pflegten, imd daß die Heeresverwalttrng bedcni tende Mengen Eier in Anspt'uch nimmt, so wird es begreiflich, daß dw gegemvärtig herrschende Eierknappheit nanventtich in den auf euren crhölsten Eier verbrauch eirtgestellten Großstädten außer ordentlich ^ unangenehm empftulden >vird. Aber mit dieser Tatsack^e ivrrd man sich »pohl oder übel ab- Tilden müssen. Rach Lage der Sache besteht keine Möglichkeit zur Herbeiführung einer erböyten Produktion. Wa-^ zur Zeit iwck» Mls deni Auslande emgeführt lverden kann, nnrd zusammen mit den von der Zentral -Einkaufsgesellscktaft in .Kühl bäusern ein gebt gerten Beständen in gleichmäßiger Verteilung auf die eierarnic Zeit, j-edocki unter Berücksickstigung der besonderen Bedürfnisse der Bezirke der SckNverindustrie nno der Großstädte in Gebieten mit geringer Eierproduktton zur Verteilung gebracht. Immerhin werden mcch die Großstädte und Jndnstriebezirke in der nächsten Zeit leider mit einer weiteren Verringerung il/rer Eierversorgung rechnen nrüssen. ** Reichs-Reisebrolmarken z-ur Brotversor gun g auf Reisen unbedingt erforderlich! Durch die am 15. Oktober d. I. in .Vfraft getretene Anorotmng des Tirek torinms der Reichsgetreidestelle über die Einführung lwn Reichs Reise-Brottnarken ist es den Kominnnalverbänden zur Pflicht ge macht worden, für Reisezwecke der ortsansässigen Bevölkerung auf Anfordcrm Reichs-Reisebrotmarken zu verabfolgen, und Zlvar Beziehern von Brotkarten im llmtansch gegen die komiminale Brot karte sind Selbstversorgern unter Kürzung der Mehlkarte. ES ver lassen iltdessetl immer noch zahlreiche Reisende die Heimat, ohne für die Zeit der Abwesenheit im Besitz von Reichs-Reisebrotmarken zu sein, was schot: hänstg zu Unzuträglichkeiteir geführt l)at. In der Uebergangszeit bis zum 1. Dezember d. I. ist es den Kam munalverbänden auf Grund der vom Direktorium der Reichsge treidestelle erlassenen Ueltergnngsbesttnnnungen möglich, den in ihrem Bezirk sich vuriibergehend anflwltcndcn Fremden, die mit den ergangenen Vorschriften noch nicht genügend r>ertraut sind und sich daher nicht mit Reichs-Reisebrotmarken versehen haben, durch Ausgabe von Tagesbrotkarten oder in ii Im lichter Weise noch auszu- helfen. Vom 1. Dezember d. I. ab ist dies aber nicht mehr zulässig. In il-rem eigenen Interesse iverden deshalb die Reisen den auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht, sich ftir die Zeit der Abwesenheit am Wohnort mit Ncichs-Reisebrotmarken zu versorgen. ** Vvlkszählungam 1. Dezeinber 1916. Die Schul- abttnlung Großh. Ministeriums des Jmleril erließ folgendes Aus- schlveiben an die Großh. Tirekttonen, die Leiter der höherent Bürgerschulen und die Großh. Kveisschillkommissionen: 2lllf Beschluß des Bundesrats soll am 1. Dezeurber ds. Js. die ortsanwesende Bevölkerung fesfoestellt werixm. Bei den früheren Volkszählungen ist die Mitwirkuitg der Lehrer in erheblichem Umfange in Anspruch genrontinlen worden. Auch bei der dies" jährigen Zählung Ivird 'es nvttvmdig sein,' die Lehrer zu einer regen Beteiligiurg am Zählgeschäfte anfzufordern und ihnen nicht nur für tun: Zahltag selbst, sondern auch für den 30. November und den 2. Tezmrber weitgehende Etleichterumten zu gelvühren. stdeben den Lehrern werden auch die Schüler der oberen Klassen d^w höheren Schuleri das Amt eines^ Zählers übernehnum kört- neu, wenn sie in geeigneter Meise aus die Bedeutung der Volks- Zahlung hingewiesen ntrd ihnen eingehende Erläuterungen zu den Zählpäpieren gegeben werden. Durch Freigabe des Zähltags selbst, Lwgebenenfalls auch des der Zäblung vorangehenden und des ihr sollenden TagS, dürfte eine Mitwirkung der Jugend am Zsblgeschrft in großem Umpsang ermöglicht werden. Wir empfehlen JVn*«r, allen Lehrern und Schülern der Oberllassen in höheren Lehranstalten hiervon Kenntnis zu geben und ihnen, so- wett sie sicht zunr Zählgesclmft zur Verfügung stellen, weitestgehende Erleichterimg'en zu gewäl>ren. Wenn erforderlich, ist der Unterricht anszu setzen. ** Kartoffeln, die als Speisekartoffcln oder als Fabrikkartosfeln verwendbar sind, dürfen nach der Bekannttnachnng vom 14. Oktober 1916 nicht verfüttert werden. Da übeir die Lluslegung dieser Bestimmung Zweifel entstanden find, wird vom Kriegsernährungsaint darauf hingewiesen. daß für die Frage, welche Kartoffeln als Speisekartoffeln und als Fabrikkartosfeln anznsehen sind, die von der Reichskar- tosfelstelle festgesetzten Lieferungsbedingnngen maßgebend sind. Nach diesen Lieferungsbedingungen müssen als S p e i s e k a r t o f f e l n gute gesunde Kartoffeln von 3,4 Zentimeter Mindestgröße geliefert werden; sichtlich angesroreüe oder verfanlte Kartoffeln dürfen nicht verladen werden. Tie Mitliefcrnng derarttger Kartoffeln, jedoch nur in einer IVr Pwzent des Gclvichts übersteigenden Menge, ferner Erdbesatz von mehr als 4 vom Hundert in einer Liefermrg und Krebsbesatz berechtigen den Käufer zur Zurückweisung. Als Fabrikkartosfeln sind uitauscselesenc gute gesunde und möglichst sorgfältig von Erde gereinigte Kartoffeln, für welche ein besttmmter Stärkegehalt nicht gewährleistet tvird, zu liefern: verfaulte Kartoffeln dürfen nickst verladen mer den; die Mrtliesernng derartiger Mrtoffeln, jedoch ran in einer lVs vom Hundert des Gewichts übersteigeirden Menge berechttgten den Käufer zur Zwrücklveisung. Kartoffeln, die nach den Bedingungen der Reichskartoffel st eile weder als Speisekartoffeln noch als Fabrikkartosfeln geliefert werden können, sind also zur V e r f ü t t e r u n g zugelassen. ** S aatkarto ffeln. In der Presse ist wiederholt erörtert ivorden, ivieviel Kartoffeln der Landwirt als S a a t k a r 1 o f f e l n z tl r ü ck b e h a l t e n darf. Zu dieser Frage bemerkt das Änegsenrälirnngsamt, daß die bisherige Vorschrift, tvonach per Kartvffelerzeuger als Saatmenge nicht mehr als 16 Doppelzentner pro Hektar vertoenden darf, ldeiglich für die Kartoffelbestellrmg im Jahre 1916 (öelttmg gel-abt hat. Diese Bor - schirist ist also nunmehr durch ZeitablmcsBeseitigt, uird es kann jeder Landwirt 'iin Jahre 1917 diejenigen. Mtmgen Kartoffeln als Saatgu't venvenden, die er zur ordnungsmäßigen Bestellung seines Kar- tosfellandes bedarf. Irrige Auffassung ftndet sich ferner wiederholt bei Erörterung der Frage, weiche Kartoffelmengen dem Landivirt belassen werden müssen, soferil er es zur Enteignung kommen läßt. Hierzu wird bemerkt, daß int 'Falle der Enteignung der Kartoffelerzeuger keinen Anspruch darmrs hat, daß ihrn Kartoffelmengen, sei es zur Ernährung seiner selbst und seiner Angehörigen oder als Saatgut belassen werden. Außerdem ist darauf hinznweisen, daß rat Falle der Enteignung nach der Bundesvatsverordnung vom 2. März 1916 der Uebernahmepreis um Mark Z0 für die Tonne gekürzt »vird. M Soldatenhei m. Samstag, den 25. November 1916, nachm- 3 bis 5 Uhr, im Soldatenheim Feier von Groß- yerzogs Geburtstag unter gütiger Mitwirknng von Fräulein Jda Stammler, Konzertsängerin, Gießen, der Kapelle des Ersatz'Batl. Jns.-Regt. 116 und des Verwundeten-Ehors. ** Die Vereinigten „H a s s i - Mi l i t ä r-D er e i n e haben anläßlich des 6;eburtstages des ülroßhevzogs, sowie zum Gedenken ihrer gefallenen Kameraden Sonntag, 26. Nov., gemeinsamen Kirchgang. Siehe Anzeige. •• Aus dem Stadttheaterbureau. An dieser Stelle sei nochmals auf die morgige Vorstellung z»l (ÄroßherzogS (tzebnrtstag hingeiviesen, deren Reinertrag der Kriegssürsorge überwiesen wird. — Frl. Charlotte P i l S vom Darmstädtcr Holtheater, die für die Rolle der „Iphigenie" gewonnen worden ist, spielt diese Rolle auch in Darutstadt. ** Das heutige KreiSblatt Nr. 152 enthält wichtige Bekannttnachnngen über Bezugsscheine, auf die wir auch an ieser Stelle Hinweisen. Landkreis Gießen. Z. ©eils&aujcn, 24. Nov. Wöhrmann Wtlyelm Luh, II. Kompagnie dcS Landwehr-Jnf.-RegtS. 116, wurde zum Gefreiten befördert. ü. H e u ch e l h e i m , 24. Nov. Zugführer Joh. I u n g und Frau von hier feierten kürzlich in aller Stille ihr 25jährigeS E h e j u b i I ä it m. Am 11. November d. I. waren auch 2b Jahre verflossen, seitdem genannter Jung als Angestellter im Dienste der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemcinschaft tätig ist. — Aus Frankreichs Boden siel der von hier gebürtwe Wehrmann Ferd. Volk- m a n n IV. ®c hinterläht eine Frau mit vier Kindern. Land» siurnimann Karl Benner ist in russische Gefangenschaft geraten« Pionier Otto Volkinann, dessen Bruder Wilhelm bereit- schon fast vor zwei Jahreii den Heldentod in Feindesland fand, gilt alß vermißt. Kreis Laut erb ach. rr Schlitz, 23. Nov. In der Naclst von« SanEag mif Sonntag licrtten wir einen so starken Schneefall, wie seit Jadren nicht. Die Straßen itxrren verschnieit mrd meistens impassrerbar. Nm, n,eln ist der Sckmee iniedi'r geschmvlz zirgesi'llwt. Die Saaten «wen fick» infolgedessen, gut wieder onlwickiüt, und bctS zuletzt gesäte nne aiwli Weizen, sind scl»ön mrfgegangen. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 24. Nov. In der aestriften Stadt- v e r o r d n e t e it v e r s a nt m 1 u n g kam folgeitoes gux ^bantn latng: Tie bei der ant 1. Dezenter stattsiitdettden DolkS^ und Viehzählung l^icki-äftigten Zähler erhallen für ihn' Müh»k> nntltttttg eine Verchtttntg von 20 Mark. - Für Cnrichtu^z eines neuen Gasofens int städtischen (.^loiverk iverden emschließlic» der Bauarbeiten rund 24 000 Mark beivilligt. Die Ausfülirimgt des Ofens wird der Firma Martin & PagrN>lechcr in Mühllieimi übertragen. — Der monatliche Zuschtß ft'cr die KrtcgSfürsonw des Roten Kreuzes wird für die Monate Januar bis einschlioMch Rlärz vmt Ü(X) Mk. auf 1200 M. erhöht. — Denl Ersuclien ber Beantten des slädttftwn Liclstlvcrks entspreck>end ivird cms den« Grundstück des tt^asnn'rks ein Schweine- und Ziegen stall erbaut. Tie Kosten belaufen sich auf 1700 Mark. — Nächste Wockic wird Reichstagsabgeordneter Kvpsch-Berlin hier m öffentlicher Ver- sammlnng über „Deullchlands politisch', ratd ivirlfchaftlich Lage" sprechen. «a. Butzbach, 34. Nov. SanitätSimterofsizier ?lug. S e e - iv a l d von hier, dem schon früher das goldene Sanitätskreuz verliehen ivnrde, ist jetzt mit dein Eisernen Kreriz ausgezeichnet ivorden. Dieselbe Auszeichnimg erhielt der Landsturmmann Jak. Frank von hier, zurzeit als Verwundeter im hiesigen Teillazarett »Hess. Hof*. oa. Vilbel, 24. Nov. DaS Eiserne Kreuz erhielten die Gardisten Martin Gerhardt und Wilhelm Kreiling, beide im Jnf.-Rgt. 11b. Starkenburg und Rheinhessen. ha. D a r m st a d t, 22. pchv. Das erste offen Nicke Denk«« mal für Hmipttnann Bölcke, Deutschlands grüßten Flieder- Helden, dürste in Darmstadt errickstet lverden, »vo der ftmge Held einen Teil seiner militäriscl/Fackilichen Ausbildung erholten bat. Heute abend trat ans Einladung des Geh. Rates Provinzialdireb« tor Fey im Sitzungssaal der Stadtverordneten eine größere Ber^« sammlnng zusammen, in ivelcher der Vorsitzende den Gedanken der Errtchtting eines Bölckc-Tenknrals näl-er erläuterte, der in der hiesigen Bevölkerung vielfach zum Ausdnlck gekommen sei. Die ganze Stadt lverde ein Denkmal tit Stein und Erz für den ru^pett Helden mit Freuden begrüßen. Hauptmaitn Nagel, der Letter der lstesispn Funkerabteilung, stimmte dieser Anregung mit Begeisterung zn und enllvarf ein interessantes Bild von dem Leben und besonders von der wohl einzig dastehenden naschen militärischen Lausbahn Bölckes und seiner Erfolge. Nach weiterer Debatte kam die Versammlung dahin überein, einen besonderen Ausschuß für die Errichtuug eines Bölcke^Denkmals zu bilden und die Stadtver- walttmg mit den rveiteren vorbereitenden Schritten zu beauftragen, ivomit sich der stellvertretende Oberbürgermeister gern bereit erllärte. m. Offeubach a. M., 24. Nov. Die Stadt Offenbach bat ratnmehr die Einftihrimg der R e a i e s ch 1 a ch t u u g e n be- ! schlossen, die bereits in der itächsten Woche ziur Durck>sühNun.g gr-- langen soll. Die gesantte Fleisch und Wurstversorgnng regelt die Stadt, während die Metzger als BerklNtfLstellen dn'uen. Unter ^Zugrundelegung des .^ndensysdems erivartet inan auf diese Weise eine bessere Regetttng der Fleischabgabe. Tan Metzgerit ivird iteben einer entspreebcn.den iBergichrng eut Zuschlags gewicht von gewährt. Die Ofseitbacher Fleischev-Jitramg sorvie der Schweine- Metzger-Derein lxtben zu dieseit Maßnahmen der Stadt ihr Einverständnis gegebert. — Der Landivirt' Josef Winter in Obertshausen, !der stark entralmtte .Milch als Vollmilch verkauft hat, wurde votit Offtnbackper Sckiöffeitgericht zu 500 Mark Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängnis verurteilt. — Spurlos oericljftmmbcn ist seit Dienstag der 16 läl-rige Heinrich Degenl-ardt ans der Geishornstraße 11. Mlein Anschern nach lmt sich der junge Mann, der etnxt 1,65—1,70 Meter groß ist uitd an der linken Halsseite eine senkrechte Narl>e trägt, ein Leid angetan. Kreis Wetzlar. ru. Garbenheim bei Wetzlar, 23. Nov. Vor gerade 60 Jahren wlirde der B a h n b a u G i e ß e n —- W e h l a t* in hiesiger Gemarkung durch Vermessen der Grundstücke in Angriff ge liömmen. Als rveitere Bahn kam die Teilstrecke Lollar—Wetzlar in Betracht, ivelche vor 40 Jahren (1876) vollendet wurde. Hessin-Nassau. kü. Frankfurt a. M., 27. i>tov. Weil sie einen Salatöl- Ersatz hergestellt und vertrieben, der über 98 Prozent au» Wasser bestand, vollstälidig fettfrei war und säst gar keine Nährstoffe enthielt, wurde der Witwe Anna B u cb h e i t, Weißsrauen' straße 18 dahier, der 6;eiverbebetrieb uiitersagt. --- K ö n i g st e i n, 23. Nov. In dem Befindender Groß- h e r z o g i n - M n t t e r 2l d e l h e i b von Luxe in® u r g macht sich ein langsames Abnehmen der Kräfte bemerkbar. Die Kranke ist bet vollem Beivußtsein »md nimmt noch an allen Vorgängen der Umgebnng regen Anteil. X Hanau, 23. Nov. Ans der Strecke Fricdberg—Hanau lösten sich gestern abend Teile eines nach Hanau fahrenden Güterzuges los und stießen aus einen aus der Station Bruchköbel stehenden Güterzttg auf. Infolge des heftigen Anpralles wurden mehrere mit nohlen beladene Wagen v o l l st ü n d i g z e r - t r ü m m c r t. Der Materialschaden ist bcdelitend. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. X Gelnhausen, 23. Nov. Eine mffrnterte Schwindle v i u erschien beute nachmittag in hiesiger Stadt imd bot Speck zum Preise von 3 Mark, sowie Butter zu 1.80 Mark daS Pfimd an, mit bem Hinzu fügen, daß Butter und Speck in Hanau lcutcrtcrt. Ein 16jährigteS Nttidchen, daü von feitter Mutter 54 Mark zirm Einkauf von 10 Pfund Butter tmd 12 Pfimd Speck erl-alten hatte, fi'lhrte die Schwindlerin nach iljrcr Ankunft in Hanau üi die Wirtsck>aft zur ,,8üosenau". Hier ließ sie sich die 54 Miark ratter dem Vorwand goben^ die Ware in der Küche genaimter Wirtsckiaft holen zu wollen. L>ie verschvand jedoch unter Mitnahme des ^lieldes auf Ninnnerwiedersoheit. [] A us dem Kreise Marburg, 23. Nov. Die 9tach- ftaae nach Kaffee, Seife itnd die Gutgläubigkeit der vielfach jetzt alleinsteheudert Frauen machte sich eine Hausiererin zu Nutzen, die hauptsächlich mit Taschentüchern haudtckte und damit in der: Dörfern von Haus zu Haus .zog. Sie fand eifrige Muser ihrer Ware, als sie ihnen eräftuete, daß sie befugt und in der Lage sei, Kaffee, Seife usw. in größeren Mengen beso-raen zu können. Jft Cappel z. B. soll es der Händlerin inöjglich, gelvesierr sein, fiir weit liber 100 M Taschentücher ztt verkaufen. Auf die andereu bestellteii Waren dürsten die Leute vergeblich warten. «trchNche Nachrichten. «acholische Gemeinde. Samstag, den 2 5. N o v e m b e r, am GebtrrtStage Er. Königl. Hoheit des Großherzogs, ist vormittags 9'/, Uhr Militär- gotteSdtenst. _ Märkte. ke. Wiesbaden, 23. Nov. Heu- und Stroh markt ) Man notierte: Heil 0,00 bis 0,00 Mark, Stroh (Richtstroh) 5.20—0.00 Atk., Kornlangstroh 0.00 Mk. Alles für BO Kilo. Kriegsbriefe aus dem Osten. unserem mn Öftrer entsandten Kriegsberichterftalter, stlnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Wieder Stellungskrieg in Galizien. Gespräche. - Stimmungen. — Landschaften. ctn n *, Am Dnjefter, Mitte November „L'er stelllmgskriirg ist mit blödsinniger Wucht ausgebrochen 4agte der klenre Leutnant. „Na, mir ist's schnuppe oder piepe, ich >^he auf Urlaub. Man tomi nie nicht weeßen, wie's später wird Elas Tnan hat, hat man. Schöne, ruhige Gegend!" Er zeigt zum .^niefter, der in breitem Bogen durch das. NTerthrn eberre Ärnd 5U Unseren Füßen floß. „Mau kommt doch; mal wieder zum Atmen. Der Stel-lungsanrsbau ist ja keine reine Freude, und man kann M größere Genüsse vorftellen, als im Lande Galizien zu Liegen Aber das bißcherr Ruche geht doch den Leuten ein wie Glühwein den Sie bei uns mal trinken sollten." Dazu kam es nun nicht aber gestern, am Sonntag, in der Kamine, sangen Leute von einem Regiment, das ich am Narocz- 0ee fyatte stürmen sehen, sehr vergnüglich die Frage: „Warum trägste denn die neue graue Felduniform?" Und jemand, der vom Westeu kam, atmete tief es war ein weißflattriger, milder M-ondabend und sagte: „Ach mal ein Tag in 'Galizien!" Er legte wohl dcnr Wert nicht so auf den Begriff der Tageszeit dabei, sondern meinte das, toas ein anderer ausdrürkte^ „Man merkt mal, daß die Welt eine wmideröüpsck'e Ernrichtnna ist. . . . Mau bekowert sich m' . „Die Lindenallee sieht i: \chöner als im Sommer aus, loie schön das feine Gewirr sich o. oen Himmel stellt, und Linie sich ^gegen Lime biegt. Göttliche iigranarbeit . . ." „Die Riädchen so Sonntage- ,chen doch alle liier recht nett aus. Diese frischen, blanden Geftchtcr. wenn sic auf der Dorfstraße stehen. Drollig ist das chor der Krr-che. Links die Männer, rechts die Frauen . . ". Man ist geneigt, alles in freundlichem Licht zu betrachten. Man zeigt ein Bild oon dem grauenvollen Wald bei Verdun, der nur noch ans schwarzen, zersplitterten Stünrpfen besteht, und zeigt auf den Birchwald hier, der in letzter, fast rül)render Schönheit noch ein paar l>elle gelbe Farbenftecke auf dem granschwarzcn Unterton trägt Gm Abend am Drrjester. Der Mond steht hinter flaumigen wergen Wolken, die sich schnell verschieben. Dann geht das Licht rwll über die weite Nebellairdsckwft, die erfüllt von schwebenden Schleiern. Nur der Fluß glanzt matt-klar durch die wie unwirklichen, duftigen Gebilde. Oder eine plötzlich durchkommendc Helligkeit ain Mittag. Die sonst noch fast ztu weiche unb warme Luft hat »erbhett bekommen. Leichter Wind. Plötzlich stehen in der Ferne hinter fast rostbraunen Wolken die weißen Spitzen der Karpathen Tvs Land ist fruchtbar. Es gibt viel Vieh. Viel Geflügel Der Acker könnte Rekordernten tragen. Die Leute bauen so viel als Wfc brauchen, und sie sind bescheiden. Bescheiden auch in ihren strohgedeckten Häusern. Ein Tisch, eine Bank, ein Bett, eine Reibe Heiligenbilder. Der Boden besteht ans gestampftem Lehm, die Bänke aus kaum gebeiztem Kiefernholz. Ein Schrank ist schon ein Luxus Um Glas, em Prmttgegenstaird, der auf dem Eckbrett zur Schau steht. Die Freude an bunter Farbe zeigt sich in den Papierblnnwn die ihre Heiligen schmucken. Ein Stuck grellbunte Tapete ist hinier daA Bett genagelt. Bei ein paar neueren Häusern war dann die Tapete schon durch bunten Stoff ersetzt, und bimte Tassen standen aus bl-anugeberztem Schrank. Die .Heiligenbilder stehen dann längst unter kMa3 und Rahmen, sie versorgt man zuerst. Das Leben ist ja 93mi, voll Arbeit und voll trörfnn Kummer, und die Heiligen ,—7 Prächtcg und fern und licht. Das Exempel dieser Leben ist so einfach, es wäre nicht schwer, eine glückliche Lösung zu finden. . Aie klenften Bengiel sckjon Ijüten die kleinen, struppigen, geduldigen Pferde. Mit eurem Satz sitzen sie oben. Trab. Wilder Galopp, sae srnd geborene Reiter. Polnische Kavallerie. . . Das ist die Umwelt. Da ist so ein Abend. Es hat Eiserne Kreuze gegeben oder Knegsordeu der Bundesstaaten. Man hat einen Grund zu feiern. Das Graue., ophon spielt, Wagner, Volkslieder, Gassenhauer. Der Lurbaß tritt in Tätigkeit. Lüh so, der Lurbaß? Eine Stange wrrd mit einer großen leeren Konservenbüchse — am besten einer ehemaligen 10 Pfund-Tose Heringen fest verbunden. Heber dre Trommel werden Trahtseiten gespannt. An die Spitze der Stange kommen auf einen Nagel ein halbes Dutzend Blechdeckel — am besten vvrt Kirschkompottbüchsen —, und dann wird das Instrument mit erner Säge aus Holz gleichmäßig gestrichen und aus hre Erde gestoßen. Es ist übrigens nicht so leicht. Der Oberarzt der Trahter (es war ein Llbend chi Kasino der vereinigten Fuicker und Trahter) konnte es nicht. Ja, die Bayern hatten Bier gestiftet, grausten fing der Wind an zu singen. Wir sangen lauter. Und fchneiftich spielte der Hanpttncrmr den Burbaß und ein Tanzte. Jawohl. Sollte man das nicht jagen? Verdreht nochmal! Jtnmer wieder habe ich mit staunender Freude gesehen, itnc sie sich durch die grauen Wellen beißen und glerch wieder nrnnter alle Segel hissen, wenn mal das Kriegs- men nrtnger gmg und ihre Fohrstreckc. Es kommt schon bald nnrdrr Sturm. ©rfurrfl genug. Mlfatincn! Sick brkomern > Src smd luug. uud das ist schö». Wer stielte es sonst aus? Auch im Stellungskrieg Treck. Raserei. Schinden gibt's genug dabei, trotz- »rad, trotzdem. ... Der Tag ist ja doch Sehnsucht, und ihre Flugelschlgge rauschen durch die Nacht, cktrch das schick sende Krön- land GaliZiM. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Univerfitäts-NetichVichten. ^ n - M., 22. Nov. Ans deii Mitteln der Ewil Cohnstaedt^tlftung hat die naturwissenschaftliche Fakultät der Umversitat Frankfurt einem Preis für die Bearbeitung eines Theinas aus dein Gebiet der theorettsch-cn Physik curs gesetzt. Das Thema lautet: „Es wird allgemein angenommen, daß an der Ober- lache fester Körper eine Gaslwut haftet. Tie Naturwissenschaften ^ Fakmtat verlangt eine Experimentaluntersuchung über die Art und Ticke dieser Haut, insbesondere an Metallplatten " Der ansg-esetzte Preis beträgt 100(1 Mk. Tie Bewerbungsarbeiten sind ms zum 30. ^imi 1918 einzureichen. Zur Prüfung von Arbeiten, die nicht kt ernem Jnstttut der Universität Frankfurt entstanden nrd, ist die Fakultät nicht verpflichtet. Vorstel-ende Aufgabe ist ne erste ivlffenfchnftliche Preisausgabe, die von der jungen Univer- ftät Frankfurt gestellt wird. — Tr. Wilhelm Brandt, Assi- stent am Tr Senckenbergischen Botanischen Universitätsinstitut. iind Tr. medl Günther Hertwig, Assistent am Tr. Seiickenbergi- chen Anatomischen Unwerfitätsinstitut, sind durch Erlaß des Ün- terricktsmimsters als llniversitätsassisteirteii angerrommen worden. <ßcrsd)tefaa(. ul. Limburg, 21. Nov. Am 21. Juni ds. Js. entgleiste auf dem Bahnhof Nassau ein Triebwagen. Der Her- gaug war folgenderinaßen: Au dem betreffenden Tage konnte aus dem Bahnhof Nassau für den Triebwagen, der diassau fahrplanmäßig um 1,58 verlassen soll, infolge verspäteten Eintreffens eines Güterzuges das Hauptsignal zur Abfahrt nicht gestellt werden Oberbahuassisteitt Romeyk gab als diensthabender Beamter den Befehl, daß der Triebwagen von einem anderen Geleise absahren solle. Tie Weichen wurden darauf von dem Weick>ensteller Kreußlcr entsprechend gestellt. Kurz darauf stellte Kreußler die Weiche wieder in die vorige Lage, annehmend, der Triebwagen habe ftizwischen die Stelle passiert. Das war aber nicht der Falt. Die Folge war. daß deoTriebivagcn entgleiste. Verletzt wurde niemand, der Schaden' war ascr^^Eine Mitfahrende behauptete^ einige Tage Brirst- schwerzil> AngeklikU ipiH/r i^-oei stell er : jaij-Hinx.eit zu haben. Das Gericht bestraft die beiden desbers eafsistent Romeyk erhielt 30 Mark, Weichen- :ocark Geldsttafe. Letzte Nachrichten. Zum Thronwechsel in Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. Nov. Ter neue .Herrscher wird als Kaiser vön Oesterreich deir Titel Carl I., als König von Ungarm den Titel Carl IV. siihren. Biida pest, 24. Nov. „Az Estt" erfährt von einer dem Hvfe nahestehenden Persönlichkeit, Köirig Carl werde die vorgeselfsriebenem sechs stNonate nicht abwarten, fondern noch in diesem Jahre, möglicherweise vor Weihnackften, sich krönen lassen. In der L>rtzn7lg d^s ungarischeir Abgeordnetenhauses vom 20. Novem!d'r lmrd dm Antrag ^gestellt werden, eure Form für die Verivirftichuirg des Andenkens Franz Josefs zu finden. Der Wiener Berichterstatter des „Az Est" erfährt: Diploniatrsche Kreise bxüaffen sich mit der inkeresstmten Frage, ob der spanische Kön i g, der bekanntlich mit der österreichischen Herrfchersainilie eng verwandt ist liirtiö, lüie verlautet, an dem Begräbnis teilzunehmen tminsckt, nrcht darmi von der Entente verhftrdert ioerdml wird, die darni eine Verschiebung der Neutralität erblicken könnte. Es wurden diplomatische Berhandlilngeu eingeleitet. die ergeben iverden, ob dm: spanische König persönlich an dem Begräbnis teilnehmen wird oder Nck) bloß vertreteii lasset: wird. Tie persönliche Tei ln affine des Kötngs Ferdftrcmd i,t beinahe gewiß. Graf Botho Wedel deutscher Botschafter in Wien Berlin , 24. Nov. Auch der „Berl. Lok.-Anz." schreibt jetzt- Wie tmr zuverlässig hören, ist Gras Botho Wedel, bisher Chef der Pm-ional-Abteilung im Auswärtigen Amte, zum Nachfolger des verftorbenen Herrn von Tschirschky als Botschafter des Deutschen Reiches in Wien ausersehtzrr. Die deutschen Kriegsgefangenen in Ellgland. A ur st er da m, 23. Nov. Am Dienstag >vurde namens der Regierung im Uuterhanse bekannt gemacht, daß Pläne ausgear beitet würden, um kleine Abteilungen Kriegsgefangener den Land- nnrten zii vernneten. Diese sind ft'ir die Bewachung. Unterkimft und Ernährimg der Gefangeneii veranttoortlrch. Ein vom Krieg- Ministerium enrannter Anssckxuß beschäftigt sich mit dem Plane Gefangene in großem Maßstabe auf dem Lande zu verwerten', das für diesen Zweck angekaiift werden soll. Erplosion in einer französischen Pulverfabrik. Genf, 24. Nov. Tie Pulverfabrik in Bassens bei Bordeaux explodierte nach! einer Meldung der Lyoner Nenvel liste. Mehrere Arbeiter sind gelötet mrd eine Anzahl verwundet worden. Tie Gebäude sind vollständig zerstört. W bleute mittag entschlief sanft nach schwerem Leiden im 76. Lebensjahre mein lieber Mann, unser herzensguter Vater und Großvater Geheimer Forstrat Karl Weigand In tiefer Trauer: Marie Weigand geb. Wehn Eise Gleim geb. Weigand Henny Weigand Dr. med. Gleim, z. Zt. Stabsarzt Hans, Ernst und Henny Gleim. Gießen, Alsfeld, den 23. November 1916. Gerichts-Assessor Dr. Richard Heim Leutnant der Reserve und Adjutant des 1. Landu'.-Fuss-Artillerie-Bataillons Nr. 4 Klara Heim geb. von Münchow beehren sich ihre Kriegstrauung ansuseigen «149 Kaltensundheim und Giessen, 22. Nov. 1916. V-----/ Die Beerdigung findet in aller Stille statt. 8447 D Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass meine liebe Frau, unsere gute Mutter Elisabetha Amend geb. Heep heute nachm, um S 1 ^ Uhr nach längerem schweren Leiden im Alter von 5< Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Ameud III., Gemeinde-Einnehmer. Allendorf a. d. Lahn, den 22. November 1916. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. November nachmittags 2 ! / 2 Uhr statt. 1 Stiidt. Wohnunttstrachweis Gießen, Astenveg 9. (Kö find 31! tiermieten: !S440B 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentral' 4 herrschaftliche Wohnungen von 6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 4 Wohnungen von vier Zimmern, oVm f * -.jyymuiHVll null vier -8 Wohnungen von.! Zimmern, 5 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer. 4 Laden- rnumc mit je einem Zimmer, 4 Lagerräume mit ArbeitS- vaum. 17 möblierte Zimmer, l möblierte Wohnung von ..^Bunmern und Küche, 1 größeres Fabrikgebäude, 2Stall- IFume mit Burschenzimmer, 1 Stall mit Lager, eine Wohnung von 2—3 Zimmern in Bellersheim. Sn mieteu gejucht: 14 Wohnungen von 1-10 Zimmern. * ü Jiaunic ftir em Burean in leicht erreichbarer Lage. empfehle Krttuze asw. in schöner Auswahl Carl Volk, Lieber Straße 7. 013442 T'pailppH&te SchlBlor Blasoa il QUCI Schürzen Crepe Flora QJ/ odehausQalcmo ri / br öie'.scn Schuh, trnßo 5-Zim.-Wota.TLST in. Badezimmer u.sonstigem Zubehör. West-Anlage 46, peu hergerichtet, per sofort oder später zu verm. 17000 perfekt in Stenogrnvh., Maschinenichr.,soivie Kenntnisse der Buchhaltung und Korresp., sucht Stellung sof. oder l. Dezetuber. Schr. Ang. u. 8443 nn den G. Anz. koaslor Brandt Neoen Eäne22 «BellevuelZim.m. u.ohneBer. risleg. f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Äbendtisch. Elektrisch Licht, Bad. Tel. 1086. [8445 Schreinergehilfe gesucht C. Zimmermann, _ Neuen Baue 15. [° 19 *« gesucht. 8418B _ Chirurg. Klinik. Nack, Auerbach a. d. Bergi strafte wird sofort fleißiges, kräftiges, durchaus braves Hlädchen vom Lande ges. Gute, dauernde Stelle. My - Fremdeupensiou Viktor: Früulein, welches schon a. anderen Bureau tätig war, perfekt in allen kattftn. Arbeiten, soivie Stenographie, Schretbmaschine, s. Stellung. Schr.UnL u. 013.4Limb.G.A. Hilfsschwester.s. Kriegsausbruch tätig, sucht St. in Laz., bei Arzt od. in Privathaus. Schwester Johanna Der«, 5. Zt. Teillazarett Minne bürg in Wettlar. 18431 Einen schönen, sprungftthigen Simmentaler Zncht- bnllen hat zu verkaufen Christian Schombert U. Groft-Eichcn. 83071 Zwei zugfeste, drci- lährige Fahrochicn iauch geeignet für schweres Lastfuhrwerk» stehen zu verkaufen bei Karl Peter, Weiters- hain, Post Nieder-Ohmen. 1 Simmental« Herdbach-Knh frischm.. unter dreien die Wahl, verkauft Annnet Tkeiß, Stocbhansen b. Dtücke. 0134,ii Simmentaler Mntterkalb tgewöhntj zu verkaufen. l°"^ Ph. Zimmer II., Bersrod, Kreis Gießen. Einige Zentner Klccben zu verkaufen bei H. Günther, Frankfurter Straße 142. [ 01MH fiön e uc ' fiinöeridifliifel au verk. Stoykautr. 14 p. [ 8S78 SamStag, den 25. November nachm. 3—5 Uhr im Soldatenheim 5eier des Geburtstags „5r. Ugl. Hoheit des Großherzogs". Nt i t w i r k e n d e: Fräulein Jda Stammler, Konzertsängerin, Gießen, die Kapelle des Ersatz-Bataillons des Jns.-Regt. 116, unter Leitung des Herrn tNusikleiters Bruno Herrmann. und der Berwundelen-Cbor unter Leitung des Herrn Musiklehrers Gernhardt. [8453 D vereinigte hassia Militär-Vereine Anläftlich des Geburtstages 8 e. Kößigl. Hoheit des sowie zum Sonntag, den 26. November, gemeiniam.Kirchgang(Stadtkirche). Antrelen9V«Uhram Kriegerdenkmal. 8448V Der Vorstand. K. 5/16. [8442 B Freitag, 12. Januar 1917, vorm. 10®/« Uhr, werden im Großh. Amtsgericht Oließen, Zimmer Nr. 14, die dem Heinrich Jentzen zu Vs und dessen Witwe Elise Jentzen geb. Schneider zu beide zu Gießenzugeschriebeneit nachstehend verzeichneten Parze llen versteigert. 1. Flur 1 Nr. 8M/.o--380qm Grabgarten, in der Schep- veneck, 2. Flur 1 9!r. 826 = 319 qm Hofreite daselbst lWest-An läge Nr. 71>. Die anttsgerichtliche Verfügung ist auf dem Zimmer des DrtsgerichtS öffentlich angeschlagen. Gießen, 23. Nov. 1916. Großherzogl. Ortsgericht I. B.: L e 0. nnd DamenabteilnnK. SamStag. 25. November VereinHabend. [ 8m c iefjitfltierein Heiteekeit. SamStag, 25. November: Versammlung im Vereinslokal. Wegen wicht. Besprechung bittet um zahlreiches Erscheinen [8454D Der Vorstand. WtzWkll ftr Lebensmittelkarten verschiedene Ausführungen. Stück 10 Pfg. 18135 J. Weiwert, Neuenweg 9. Wiederverkäufer wollen Dlusterund Preise verlangen. vir.: Hermann Zleingoetler. SamStag. 25. Nov. 1916, Abends 7V_> Uhr: Feß-MslelliingziirFeier Seiner Sönigl. Hoheit Deä lsroßheezoB so» ßejseil und bei Mein Llioertiire zu Juhigeuie in Aulis von Cln 6 hieraus: Iphigenie ans Tauris Schauspiel in 5 Aufzügen von Goethe. Gastspiel Charlotte Püs vom Hoftheater Darmstadt. Ende 9-/« Uhr.