Nr. 27b Der Oietzsnsr BnjiUtr erscheint tätlich, autzer SonntckgS. — Beilagen: EietzenerFamUiendiütter; Areisdiatt für den Kreis -letzen. Bezugspreis: monotl. &) Pf., oiertel- jährl. Mk. 2.65; durch Ad hole- u. Zweigstellen rnonatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Ferrrsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung112 Verlag,Geschäftsstellebl Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Donnerstag, 23. Novenwer Mb Erstes Blatt *66. Jahrgang Donnerstag, 23 ,1 Eichener Anzeiger Anuahn.e von Anzelgen *. bie LageSrrummer diS k zum Nachmittag vorher», W Seilenpreis, f. Anzeigen: r örtlich 20 M., Vermietungen u. Stellengesuche 15Pf., auswärts 25 Pf., b. Plahvorschristt 30 Pf., Reklamen 75 Pi„ beiPlatzvorschritlSvU- General-Anzeiger für Oberhessen Hauptschriftleiter: Aug., Goetz Postscheivonto: Krankfutta.M. **686 Swillingrninddrnck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei 8. Lange. §christleit«ng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. fäm,uch"in iielln. tz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. «°°S. St°dt und. Fortschritte an der Roten-Turm-patz-5tratze und in den Zeitentalern des Alt. (WTB.) Grobes Hauptquartier. 22. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ne-liges Wetter hinderte größtenteils die GefechtS- tätigteit. Südlich des La Bassee-Kanals drangen Patrouillen des Auhaltischen Infanterie-Regiments Nr^ 93 und des Magdeburgißhen Pionier-Bataillons Nr. 4 in die englischen Gräben ein und brachten nach Zerstörung der Verteidigungsanlagen Wer 20 (befangene und ein Maschinrn- 1 gewchr zurück. Auch im Sommegebiet blieb das Artilleriefeuer MgÄLber gering und verstärkte sich abends nur auf beiden lAnrre-Ufern und am St. Pierre Paast-Walde. Ein Angriff Der Englärcher nordwestlich von Serre brach in unserem Abwehrfeuer zusammen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Südwestl ich vo n R i g a holten Vortrupps deutschen ^Landsturms aus der russischen Stellung ohne eigenen Verlust dreiundddreißig Gefangene und zwei Maschinengewehre. Im übrigen vom Meere bis zum Karpathenknie bei .Kronstadt (Bnrffo) keine gröberen Gefechtshandlungen. Nördlich von Campolung wiederholten sich die vergeblichen rumänischen Angriffe gegen die deutsche und österreichisch-ungarische Front. An der R o t e n - T u r m - P a ß - S t r a ß e und in den Seitentälern des A l t wurde kämpfend Boden gewonnen. Widerstand des geschlagenen Gegners durch Bajonett- An-riff und Attacke schnell brechend, drangen vormittags mn Nord, West und Ost preußische Infanterie, von Westen her Eskadronen Ihrer Majestät Kürassier-Regiment Königin als erste deutsche Truppen in Craiova ein. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls vonMackensen. In der Dobrudscha in der Nähe der Küste Feuer- 'ampf-Gefochte. An der Donau stellenweise Artilleriefeuer. Mazedonische Front. Zwischen Ochrid a und Prcspa-See, sowie in der Ebene von Mona st ir kamen Vortrupyen der Entente in den Bereich der deutsch-bulgarischen Stellungen. Oestlich von Parolova gewannen unsere Garde- täger eine Höhe zum«^ und hielten sie gegen mehrere starke Angriffe. ^er Erste Generalgnarticrmeister L u d e n d o r f f. * Berlin, den 22 November 1916, abends. (WTB. Amtlich.) Fm Somme-Gebiet nichts von Bedeutung. Bei Orsova Fortschritte. Nordöstlich M o n a st i r scheiterten Entente-Angriffe an deutsch-bulgarischer Front. * * * Es ist das gute Recht der „Norddeutschen Allg. Ztg.". 'gegen Vorhaltungen. Stellung zu nehmen, dile, verblümt oder unverblümt, der Reichsleitung gemacht worden sind, und da der Brief Hindenburgs an den Reichskanzler zweifellos auch übertriebene Bedenken von Zeitungen gegenüber den Regierungsorganen zum Vorschein gebracht hat, so wundert es uns nicht, daß das genannte Organ der Reichsregierung auf diese Dinge zurückkommt. Ganz leicht konnte der „Norddeutschen Allg. Ztg." diese Aufgabe nicht werden, denn der Eindruck, daß Hindenburg über die Fettfrage hinaus eine allgemeine Mahnung an die höheren Organe, der Reichsregierung hat richten wollen, läßt sich nicht ohne weiteres verwischen. Auch wir hatten diesen Eindruck gehabt und hatten ihm hier Ausdruck gegeben. Die „Einheit des Handelns", von der die „Noxdd. Allg. Ztg." in ihrer vom Wolff-Bureau verbreiteten und von uns nachstehend abgedruckten Notiz spricht, wurde und wird dadurch nicht beeinträchtigt. Wir hatten uns über den kerw haften Ton des Feldmarschalls gefreut, batten sein männ- liches, offenes Wort gepriesen, das wir über eine übertriebene Aengfblichkeit stellen, die davon ausgeht, als ob im Kriege überhaupt keine gegenseitigen Aufmunterungen und Aneiferungen mehr öffentlich ausgesprochen werden dürften. Der temperamentvolle Brief Hindenburgs hatte einen Lolchen SLgche! der Oxitt§ und Aufmunterung; er soll ihn. auch behalten und darf nicht abgestumpft werden. Hrn- denburg hatte ein Lob für das Beamtentum im allgemeinen und er hat die Schwierigkeiten hervorgehoben, in die es gelange, wenn von oben her, also von den Zenttalstellen, Unentschlossenheit und Zagheit sich geltend mache. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." macht in den heute veröffentlichten Sätzen den Versuch, den Hindenburgischen Vorhalt auf die Bundesregierungen abzuwälzcn. Das ist nicht ohne weiteres gerechtfertigt, denn er traf auch, und zwar ganz besonders, die zuständigen Reichszentralstellen, die ja mit Vollmachten aller Art versehen sind und von denen Entschlußfreudigkeit und Energie in ganz hervorragendem Maße verlangt werden muß. Eine gute Wirkung hat Hindenburgs Brief auch nach der Richtuug gehabt, daß der deutsche Landwirtschaftsrat und neuerdings auch Her geschästs- sührende Ausschuß der Konservativen in Aufrufen an die Landwirte zur freiwilligen Lieferung von Fett und Nahrungsmitteln aufgefordert haben. Diese Werbetätigkeit soll bei den behördlichen Maßnahmen nebenher gehen. * Der neueste Tagesbericht bringt uns erfreuliche Fortschritte in Rumänien. Kämpfend haben unsere Truppen an der Roten-Turrn-Paß-Straße und in den Seitentälern des Altflnsses Boden gewonnen. Das sind die Gebirgstäler in der östlichen Großen Walachei, und es handelt sich da wahrscheinlich um Rückzugs kämpfe der Rumänen, die der Lage im nahen Westen Rechnung ttagen müssen, lieber die voraussichtlichen Folgen dieser unserer Siege in Rumänien stellt der Berner „Bund" folgende Betrachtungen an: „Es erhebt sich nun bie Frage, wie sich diese deutsch-österreichischen Erfolge zum Erfolg Sarrails verhalten. Die Auswirkung iver Erfolge ist im Süden eine sichtbarere, weil sie sich an einen festen Prmkt heftet, im Norden eine weiterreichende, weil sie eine neue Phase des ^ Feldzuges einleitet und die Perspektive auf die Donau ' frei gibt. Es hängt von den deutsch-bulgarischen Gegen maß nahmen in Mazedonien Und den r u s s i s ch - r n in ä n i s ch e n Gegenmaßnahmen in der kleinen Walachei ab, wie sich die Verhältnisse weiter entwickeln, bleibt aber festzuhaltcn, daß die Kämpfe in Mazedonien, in der Dobrudscha, in der Walachei und in der Moldau in einem inneren Zusammenhang stehen und nicht losgelöst voneinander betrachtet werden dürfen." ’ * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 22. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Craiova ist nach kurzem Kampf genommen worden. Beiderseits des Olt- (Alt-) Flusses wichen die Rumänen weiter zurück. Nördlich von Campolung blieben alle Anstrengun- gen des Feindes, durch erbitterte Angriffe Erfolg zu erringen, abermals ergebnislos. Sonst an der Ostfront nichts von Belang. " Italienischer und südöstlicher Kriegs sch aupratz. Unverändert. Der Stellvertreter des CHFs des Generalstavs v. Hofer, Fcldrnarischalleutnartt. * * * Die Krisis in Griechenland. Lugano, 23. Nov. Ter „Corriere della Sera" meldet aus Athen unterm 21. d. Mts., milstags: Die Lage ist plötzlich ernst geworden, obgleich die äußere Ruhe sorkdauert und man den deuts scheu Gesandten ruhig und allein in den Sttaßen Athens gehen sieht. Eine steigende Erregung macht sich unter den königstreueu/ Offizieren bemerkbar, von dä:en ein Teil zum Widerstand entschlossen sein soll, auch ttit foent (Falle, daß der König nach- gibt. Tie Truppen sind in den Kaserne,! konsigniert. Zahlreiche Patrouillen von griechischen und Seesoldaten durchstreifen die Stadt. Man sprichst von einem bevorstehenden Rücktritt der Regierung, jedoch ist die Ansicht vorcherrschend, daß die Krone und die Regierung, obgleich« sie den Anschein des Widerstandes bewahren wollen, vor den Megorischer Forderungen des Admirals Fournet nachgeben werden. Tie Vettizelisten sind sehr zufrieden mir dem Gang der Ereignisse und sehen voraus, daß die venizelistische Regierung bald- auch im alten Griechenland herrsch,en werde. Der RegierungsantriU des Kosfers Karl. Wien, 22. Nov. (WTB. Nichtamtlich) Eine Extraausgabl der „Wiener Zeitung" oeröffenEicht nachstehendes Allerhöchstei Handschreiben: Lieber Dr. von Körber! Ich habe die Atzegierung am heutigen Tage übernommen und bestätige Sie und dre^übrigen Mitglieder des österreichischen Ministeriums ir: ihren Stellungen. Zugleich beauftrage ich Sse, die beigeschlossene Proklamation an meine Völker KU verlautbaren. Wien, am 21. November 1916. Earl, m. p. von Körber m. p. An meine Völker! Tief kbewegt und erschüttert stehe ich und mein Haus, stehen meine treuen Völker tat der Bahre des edlen! Herrschers, dessen Händen durch nahezu sieben Jahrzehnte die Geschicke der Monarchie anvertraut waren. 'Durch die Gnade des All- mÄhtigen, die ihn in frühen ^ünglingsjahren auf den Thron gerufen hatte, ward ihm auch die .Kraft verliehen, unbeirrt und ungebrochen durch schwerste menschliche Leiden, bis ins hohe Greisen- alter nur den Pflichten zu Heben, die sein hehres Amt und die heiße Liebe zu seinen Völkern ihm vorsckriebeu. % Seine Weisheit, Einsicht und- väterliche Fürsorge haben die dauernde Grundlage friedlichen Zusamurenlebens und freier Entwickelung geschaffen und aus schweren Wirret und ßwfahren durch böse und gute Tage Oesterreich- Ougarn durch eine lange und gesegnete Zeit des Friedens auf die .Höhe der Macht geführt, auf der es heute im Verein mit treuer: Verbündeten den Kampf gegen Feinde rings herum besteht. Sein Werk gilt es fortzusetzen untt zu fördern. In sturmbewegter Zeit besteige W den ehrwürdigen Thron meiner Vorfahren, den inein erlauchtm: Ohm mir in unvermindertem Glanze hinterließ. Noä) ist das Ziel nicht erreicht, iwch ist der Wahn der Feinde nicht gebrochen, die meinen, in fortgesetztem Ansturm meine Monarchie und ihre Verbündeten niedi.'rringen, ja zettrümmern zü können. Ich weiß mich eins mit meinen Völkern in dem unbeugsamen Erttschluß, den Kanrps durc^ukämpfeü, bis der Friede errungen ist, der der: Bestand arteincr Monarchie sichert und- die festen Grundlagen ihrer Entwickelung verbürgt. In stolzer Zuversicht vertraue ich darauf, daß meine Ixüden- mutige Wehrrnacht, gesttitzt aus die -aufopfernde Vaterlandsltebe Miner Völker nrch in treuer MfßwöMcrschaft M dM vxrhün^ . J i ‘ Crchtriog Karl PranziOSGf betet Geeren, Eh tx*fnter^m alle Angriffe der Feinde mit Gottes! Erev-rgem Beistand fclMvefjren und den siegreichen Abschluß des Krieges herbei führen wird. .^enfo unerschütterlich ist mein Dtttranen, daß meine Mo- * )cre ? Macht Stellung in der altverbriesten, in Not und G^ayr neu bestegelt, kr untrennbaren 'Schicksalsgemeinschaft ihrer vewen (Ltmrten^ wnrz elt, nach innen und nach außen gestählt und gf “ en durch Feuer und Gegenangriffe zu- ruckgeworfen. Zu beiden >etten des Wardar schwaches Artillerie- seuer und Patroutllenzusan rmenstöße. Durch tmsere Artillerie schos- ?en wir etn feindliches Wtgzeug ab, das ins Wardartal stürzte dte beiden Flteger wurdet r gefangen. Am Fuße der Belast«!-' Mantna und an der Struma Artillerietätigkeit. 5? des Aeg äi scheu Meeres Ruhe. Feindliche Flleger warfen Bomben auf unsere Lttellungen bei O rsano und aus dte Brücke bet Buk, erzöckten aber keinerlei Ergebnis der Feind durch Bomben seine b^terden Zn seln ntcht wert von Kalafat lagen. SetneArtülerte beschoß schtzoach Silistria, Oltina, Rasova und ^ernavooa. * . Fu der Dobrudscha schwache Artillerietätigkeit und Ge- sechte zwtschen Erkündungsabtz nlungen und Wachtposten An der Mste des Schwarzen Meeres beschossen mor- Zive: ruffische Torpedos wtszerstörer den Leuchtturm von die Strnken gebracht wurde. 1108 Personen wurden gerettet, von welchen 28 verletzt sind. Man glaubt, daß 50 Personen um- gekommen sind. Berlin, 22. Nov. .(WTB. Nichtamtlich.) Deutsche U- -^oote haben folgende französische Segler versenkt: Notre-Tame, de Bonseoours, Fanelly, Laroche Jaqueleine, Alchon, Eugene, Pettt Jean. Drei der Schiffe waren mit Kohlen nach Frankreich- beladen. " . ck * 6 Die franzöfiische Kammer. tßaT it: ?t ZE-Mb«. (WTB. MchiLmtlich.) Meldung der ..A genee H erk^lten Rufe: N i e d e r m/t t dem Krieg! schwer Geh.hr verschassetr ' ° erniftt * " - i - Die spanischen Mehworlagen. Madrid, 21.Nov. Meldnng des Wiener k u k Tele- yraphen-Korrespondenz-Trrrrean: Der Senat verhandelte über dte vom Kri e-kls m in ist-er ei ng e b r a ck, t e n Wehr vor lagen welche die Reorganisation der spanischen Armee bezwecken. Sobald dre Vorlagen vom Senat angenommen sirrd, werden sie cyr die Kammer werter-, geleitet. ™ 3 n ^sen Vorlagen ist k/ie Eitüteilung Spaniens in ackt Militärterritorialbezirke Ächbeh-M-n. Die Friedensstärke der Armee beträgt 140 000 Mann von denen auf Afrika 50000 entfallen. Die gesamte Kriegs, stark erträgt 700 000 Mcinn. DaS aktive Heer wird aus 20 Drinsionen gebildet. Bes. zehn von diesen verbleiben die dem rednzverten Friedensstand. Die Kriegs- beträgt über 17 000 Mann. ^ie Brigaden bestehen qcl$ 12 Bataillonen, zwei Eskw> Der Gesetzentwurf über den vaterländischen Hilfsdienst. Berlin, 22. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Entwurf eines Gesetzes, betreffend den vaterländischen Hilfsdienst. 8 . 1 - I e d e r m ä n n l i ch e D e u t s ch e vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 60. Lebensiahre, soweit er nicht zum Menstle in der bewaffneten Macht einb-ernfen ist, ist zum vaterländischen Hilfsdienst während des Krieges verpflichtet. 8 2. Als vaterländischer Hilfsdienst gilt außer dem Menst bei Behörden und behördlichen Einrichtungen insbesondere die Arbeit in der Kriegsindustrie, in der Landwirtschaft, in der Krankenpflege und in kriegswirtschaftlichen Organisationen jeder Art, sowie in sonsttgen Betrieben, die für die Zwecke der Kriegführtlug.oder Volksversorgung tm- mittelbar oder mittelbar von Bedeutung sind. Die Leitung des vaterländischen H>ilfsdienst«s obliegt dem im Königlich preußischen Kriegsministerium errichteten Kriegsamte. § 3. Der Bundesrat erläßt die zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Besttmmnngeu. Er kann Zuwiderhandlungen mit Gefängnis bis zu einem Jahre, mit Geldstrafe bis zu 10000 Mk. oder mtt einer dieser Strafen oder mit Haft bedrohen. 8 4. Das Gesetz tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Der Bundesrat bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. In der allgemeinen Begründung heißt es: Mil unerhötter Zähigkeit,NNd beispiellosem Krästeeinsatz roird der Krieg von unseren Gegnern weitergeführt zn dem Immer wieder verkündeten Zwecke, die staatlichen und wirtschaftlichen Lebens- und Entwicklttngsbedingungett des deutschen Volkes zn vernichten. In gewalttger Menge werden fortgesetzt Waffen zu diesem «Kampfe geschntiedet, nicht bloß von arbeitenden Mänttern und Frmren der .Verbandsländer, sondern auch« in den nenttalen Staaten. Trotz aller schon errungenen Erfolge mnßi das deutsche Volk noch immer Wetter dem Answrm einer Welt von Feindert standhalten, einzig und allein mrf die eigene Kraft und den Beistand seiner Berbündeteit angewiesen. Um den Sieg zu sichern, ist es geboten, die Kraft des gesarnten Volkes in den Dienst des Vaterlandes zu stellen. Tie Waffenfähigen verrichten draußen vor dem Feinde immer aufs neue Wunder der Tapferkeit und Amsdauer. Unerschütterlich stcht, allen Entbehrungett und beispiellosen Anstrengungen trotzend, der Wall, den Deutschlands Söhne rings um das Vaterland errichttt habet:. Auch die Daheimgeblieebnen, Mün- n er wie Frauen, haben sich! durch ihre Arbeit im Dienste der .Kriegswirtschast in einem hohen Maße der Volksgenossenschaft im Felde würdig Meigl. Auch! sie kötrnen sich hingebender rastloser Pflichterfüllung rühmen. d Aber diese Heimarme e kann no ch beträchtlich verstärkt werden. Der Kriegsarbeit fehlt bisher die straffe ein- hettliche Zusammenfassung und Regellmg, die allein die Leistungen zu einem Höchstmaß zu steigern vermag und erst in vollem Umfange verbürgt. Zn diesem Zwecke die gesamte nicht zum Heeresdienste herangezogene Bevölkerung in der Heimat zu erfassen und die Volkskraft für das große Ziel der Vaterlandsvetterdigurtg zwecDienlrch zu verwetten, ist Aufgabe des durck) die Allerhöchste .Kabinettsorder vom 1. November 1916 ins Leben gerufenen .Kriegsamtes. Die Vorlage bezweckt diesem Amte die für die Erfüllung seiner ^Aufgaben aus diesem (Gebiete,-Lüsnso den zur Mitwirkung davtt decufenen sonstigen Behörden die für die Be-' tattgung notwendtge staatsrechtliche Grundlage zu geben ^ ^Wer rrgend arbetten kann, hat in dieser großen und schwvrertz oett keur Recht mehr, müßcg zu sein. Durch! das Gjffetz soll eine ge,etzliche Verpstrchtung zum vaterländischen Hilfsdienst geschaffen! Werden. Auch m der Heimat mvtß jeder deutsche Mann die ganze rkrast dott einsttzen, wo das Vaterland sie am nöttgsten braucht und wo er nach seurer körperlichen und geistigen Bekranlagung diesem den besten Dienst lotsten kann. Für die Bestimmung darüber, toelche Arbetten wahrend der Tauer des Krieges überhaucht fortzustthreN und welche von den einzelnen Personen zu verriästen sind, darf mAi E E^stchtschunkt ausschlaggebend schn, ob und in welchem Maße dte Arbett für dte Zwecke der Kriegführung tutd der eng damit zusammenhängenden Bolksoersorgung vot: Nutzen ist , Wre tm H«resdienste, .darf bei diesem gesamten Borgehen! kerne Rucksrcht ÄUf soz'rale Unterschiede gelten^Für de« vaterlandttckmr Menst, welcher Att er auch sei, kann es nur Staatsbürger, nicht Schichten und Klassen geben _ der Udverimfimg & ur Beschästigung wird, soweit es das ^^Ä?^^Ü^^Ä 5 ?bstatttt, aus das Lebensalter, die Fami- ltencherhaltngse, den Wohnort, die Gesundhett und bisherige Tättg^ ^ der .HtlfsdtenstMtchttgen gebührende Rücksicht zu nehmen sech Stretttgketten, dte sich ^aus der Heranziehung zur Tättgkeit oder mich aus dem Wunsche nach dem Wechsel der'Arbeitsstelle ergeben sollen, von den mrlEfchen Schkichtungsstellen ausgeglichen obei ^ e J° nm Et Arbeitgebern änd Arbeitnehmern tn gleicher Zahl besetzt werden. ) aj Ssdarf erwartet werden, daß weite Kreise des Volkes in best Mterlandsllebe !mtd Oprerf«udtgkett nicht hinter denen zurückstehen wollen, dte sofort nach Ausbruch des Ktteges in Scharen frei- willig zu den Fahnesi geeckt sind. Unzweifelhast fehlt es vitten gegenwarttg nur an emer, geeigneten Gelegenheit zu freiwilligem -c mvb Hetmatdienst in zielbewußtersimd zweckdttn^ ltcher Weise geregelt, wetDen sicherlich so viele freudig sich ihnr ettt- der ^allerdings als letzt^ Mittel nicht entbehtt weiden kann, nur in verhältnismäßig seltenen Fällen cr<« forderlich werden wird. " ^ wird .Unter anderem bemerkt: Den gleichen Zwmrg für Frauen .auszuspwchen, erscheint entbehrlich in der ^wagimg^daß dte tm Kriege bisher so bewährte Arbeitskraft der deutschen Frau auch ohne besonderen Antrieb in reichem Mäße wtro berettgestellt werden können. * {^ Msführung des Gesetzes ersdrdettichen Bestimmungen wttt> Er dec Buu-desrat erlapen können, da den unendlich mamrig- Mlttgen, m stetem Wechsel begriffenen BerhälLuissen nur du^, bewegliche Bestimmungen, nicht aber durch starre gesetzliche Bor- schrtft-en Rechnung getragen werden kanE ... Die dem Gesetzentwurf beigegebenen Richtlinien für dte Ausfuhrungen besagen im wesentlichen: 1. Als im vaterländischen Hilfsdienst tättg gelten alle Personen, die bet Behörden, behördlichen Einrichtungen, in ber Kriegsrndusttie, Landwirtschaft, Krankenpflege und in kriegswirtschaftlichen Organisationen jeder Art sowie sonfti- q l ^uft-n und Bettreben, die für Zwecke der Kriegführung und Vollsversovgung unmittelbar und mittelbar'von deutung, beschäftigt sind^, so die Zahl dieser Personen das Bedürfnis nicht übersteigt. a r3 Ci Ue ? er die Frage, ob die Zahl der bei einer Behörde beschäftigten Personen das Bedürfnis übersteigt, entscheidet dte zuständige Reichs- oder Landeszenttalbehorde im Ein- dernehmen mit dem Kriegsamt. Ueber die Frage, was als behördliche Einrichtung anzusehen ist> und ob die Zaht der de: solchen beschäftigten Personen das Bedürfnis über- entscheidet das Kriegsamt nach Benehmen mit der zw ständigen Reichs- oder Landeszenttalbehörde. Uebrigens entscheiden über die Frage, ob der Beruf oder Betrieb int Sinne der Ziffer 1 von Bedeutung ist, sowie ob und in welchem Umfang die Zahl der in dem Beruf, Organisatum »?°-^det^ebe tätigen Personen das Bedürfnis übersteigt. Ausschüsse, die für den Bezirk jedes Stellvertretenden Ge^ neralkommandos zu bilden sind. Jeder Ausschuß besteht aus einem Offizier als Vorsitzenden, zwei höheren Staatsbe, amten, von denen einer der Gewerbeanfsicht anaehören soll sowie aus je einem Vertreter der Arbeitgeber und Arbeit^ nehmer; einen Offizier bestellt das Kriegsamt, in Bayern. Sachsen und Württemberg das Kriegsministerium, dem in ' dwsen Bundesstaaten auch im übrigen der Vollzug des Ge< setzes im Einvernehmen mit dem Kriegsamt zukommt. Die übrigen Ausschußmitglreder bestellt je für ihren Bezirk die Landeszenttalbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle Vor der Enffcheidung des Ausschusses soll die beteiligte Gemeindebehörde gehört werden^ Werden Marineinteressen berührt, so ist vor der Entscheidung auf Verlaugen dev Marine ein von ihr zu bezeichnender Marineoffizier m Horen. Gegen die Entscheidung des Ausschusses findet Be- schwerde bei der beim Kriegsamt einzurichtenden Zentral» stelle statt. Bei Beschwerden aus Bayern. Sachsen und Würb temberg ist ein Offizier von dem betreffenden Kriegs- mimsterium zu bestellen. Das Recht der Beschwerde steht dem Betriebsinhaber. Organisationsleiter oder dem den Berus Ausübenden, sowie dem Vorsitzenden des Ausschuffes zu Die nicht im Sinne des Gesetzes beschäftigten Arbeits- kraste können lederzeit zum vaterländischen Hilfsdienst heran, gezogen werden. Heranziehung erfolgt in der Regel zunächst durch dre Aufforderung zur freiwilligen Meldung. Soweit dieser Aufforderung nicht in ausreichendem Maße entsprockeu wird, erfolgt dre Heranziehung Hurch schriftliche Aufforderung eines Ausschusses, ^eder, dem die Aufforderung zugegangen ist, hat ber erner der in Frage kommenden Stetten Arbeit zu suchen. Soweit hierdurch die Beschäfttgung binnen zwei Wochen nach Zustellung der Aufforderung nicht herbeigesührt wird, frndet dre Ueberwersung zu einer Beschäftigung durch den Ausschuß statt. Ueber Beschwerden entscheidet der Ausschuß. Die Beschwerde hat kerne auffchiebende Wirkung. Niemand darf ernen Arbeiter in Beschäftigung nehmen, der bei erner der rn dem Gesetz bezeichneten Stellen beschäftigt ist oder rn den letzten 14 Tagen beschäftigt gewesen war, sofern der Arberter nicht eine Bescheinigung des letzten Arbeitgebers darüber beibringt, daß er die Arbeit mit Zustimmung des Arbertgebers aufgegeben hat. Weigert sich der Arbeitgeber, dem Arberter auf Antrag eine entsprechende Bescheinrgung auszustellen, so steht dem Arbeiter die Beschwerde an den erwähnten Ausschuß offen. m Die „Norddeutsche Allg. Ztg." über Hindenburg und den Reichskanzler. Berlin, 22. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Me „Nordd. Mg. Ztg." schreibt unter der Ueberschrrift: Die Einheit des Handelns. Erstes Erfordernis einer erfolgreichen Dneg- führung ist die Einhett des Handelns auchi auf der inneren Front. Der Krieg ist nicht nur ein Kampf der Waffen, sondern auch ein Kampf der Wirtschaft. Me Erzeitgung des Kriegsbedarfs und die Vollsversorgung sind für den Ausgang des Krieges von der gleichen Wichttgkeit wie die eigentlichen .Krregshandlungen. In allen diesen Mngen brauchen wir das engste ZusaTinnenwirken aller Beteiligten. Dieses Zusammenwirken her^ustellen und aufrechtzuerhülteu ist die oberste Aufgabe der leitenden Stellen. In der Frage des vaterländischen Hilfsdienstes wird ihre gemeinsame Arbeit eine neue Probe ab legen. Wenn es eines schlagenden Beweises für dieses vertrauensvolle Zusamnienwirven bedurft Hütte, so »Ware der Beweis erbracht worden durch den Brief des Generalseldmcnschalls v. Hindenburg an den Reichskanzler, und die Folgen, die der Kanzler dem Briest gab. Offen und freimütig teilt der Feldmarsch all den: Kanzler seine Sorgen und Wünsche mit. Offen und freimütig bringt der Kanzler mit einem warmen Appell den Brief zur Kenntnis der Bundesregierungen, iu deren Hand die Ausführung auf dem Gebiete der Voltsernährung liegt, denn er sieht in dem Schreiben des Feldmarschalls die denkbar wertvollste Unterstützung seiner eigenen Bestrebungen. Leider unterblieb es nicht, den Brief und seine Weitergabe durch den Kanzler aus dem Zeugnis der vertrauensvollen Zusammenarbeit in das Gegenteil umzudeuten. Hätte der Kanzler Grund gehabt, die Kritik und Einmischung zu sehen, wo ihm wertvolle Mitarbeit angeboten war, so hätte er den Brief wohl anders behandelt. Daß er ihn selbst verbreitete, zeugt nicht nur von vertrauensvoller Einheit des Denkens und des Handelns an den leitenden Stellen, sondern auch davon, daß eine kleine Gesinnung dort keinen Raum hat. Aus dem Reiche. - Die nächste Sitzung des Reichstags. Berlin, 22. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die nächste Plenarsitzung des Reichstages ftrldet am Samstag, 25. Nov., nachmittags 3 Uhr statt. Ar»» Stadt ttttfe Land. Gießen, 23. November. 1916 Weihnachtssendungen. Die Reichspostverwaltung richtet auch in diesem Jahr an jedermann das Ersuchen, mit den We i h n a ch t s s e n du n g en bald z u beginnen, damit die Pakettnassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen. Nachdem die Zahl der Eisenbahnzüge vernnndert worden ist, ist cs noch, weniger als in fricheven Jahren tunliche, bei dem außerordentlichen Anschwellen des Verkehrs, die gewöhnlichen Beförderung ssttsten einzuhalten und Namentlich auf weite Entfernungen eine Gewähr für vvchtzeitige Zustellung vor dem Weihnachtsseste z-u übernehnten, wenn die Pakete spät eingeliefert werden. Vielmehr erheischen die gegenwärtigen, durch den Krieg geschaffenen schwieriger: Vor kehrsverhältnisse dringend die besonders frühzeitige Auf lieferung der W e i h n a ch 1 s s e n düngen, damit die pünktliche Ueberkunst der Pakete gesichert ist und Bettittrsstockungen ferngehalten werden. Die Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Etwaige aus dem Berpackungsstoff vorhandene alte Aufschriften und Beklebe ettel müssen beseitigt oder unkenntlich, gemacht tverden. Die Benutzung von dünnen Pappkasten, schwachen Schachteln Zigarrenkiste:: usw. ist M vermeiden. Die Au fsch,ri f t der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht deutlich auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes Weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier, dagegen sind Pakekkardenvordrucke ungeeignet für Pake! au sich risten. Bei in Leinwand verpackten Sendungen mit llttscl und anderen Gegenständen, die Feuchtigkeit. Fett, Blut usw. al'setze»:, darf die Aufschrist nicht ans die Umhüllung geklebt werden. Ter Name des Bestimmungsorts muß recht groß und kräftig geruckt oder geschrieben sein. Die Paket auischrift Muß sämtliche Angaben der Paketkarte entölten. also mich- den Freivermerk, bei Paketen mit Postnachnahme bei: Betrag der Nachnahme sowie den Namen und die Wohnung des 2lbsenders, bei Nlpaketen den Bennert „durch Eilboten" usw damit bei einem Verlust der Paketkarte das Paket doch' dem Empfänger in gewünschter Weise misgehändigt werden kann. Auf Pakten nach großen Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Paketen.nach' Berlin auch der Postbezirk iE, W, SO uffv..) anzngeben. Damit die Pakete den Empfängern auch dann möglichst schnell zugeführt werden können, tofnu die Aufschrift abfallen oder unlesbar werden sollte, wird den sendern Dringend geraten, in das Paket selbst obenan einen Zettel mit dem NaMen, dem Wohnort und der Wohnung des Paketempfängers z-u legen. Zur Beschleunigung des Betriebs ttägt es wesentlich bei, wenn schon der Absender die erforderlichen Marken auf die f Paketkarte klebt. Tie Versendung Mehrerer Pakete mit einer Paket karte ist für die Zeit vom 12. bis einschließlich 2 4. Dezember weder int inneren deut scheu Verkehr noch im Verkehr mit deM Auslande gestattet. Gemeinschaftliche Eintiefenmgsbescheimgungen über mehrere gewöhnliche Pakete werden in der bezeichnten Zeit nicht ausgestellt * ** Hoftrauer-Ordnung. Wegen des Ablebens Seiner Kaiserlichen und Königlichen Apostolischen Majestät des Kaisers Franz Josef I. von Oesterreich, Königs von Ungarn, ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 12. Dezember d. I. einschließlich angeordnet worden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerfwr um den linken Oberarm. ** AmtlichePersonalnachrichten. Das Ehren zeichen für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog verliehen: Wilhelm Jestadt, Johann August Beith, Wilhelm Hessel, Karl Reuber, Franz Dr^ouet, sämtlich- zu Mainz, David G e n ß, Adam Becker zu Mainz-Kastel und Johann Hoos zu Mainz-Kostherm Philipp Weyell, Peter Ober th ier I., Heinrich Fröhlich, Michael Heeb, Martin Heinh, Wilhelm Klein, Peter Grün III., Johann Kolb I., Peter R n p p, Philipp Kolb V., Johann' Ru pp, Jakob Heintz, sämtlich zu Tiefenthal. t ^ , I ** Weihnachtsspende 1916. Be: der Haus- und Straßensammlung am 18. und 19. November sind 3780.33 Mark eingegangen. Die ungünsttge Witterung an den beiden Sammeltagen hat das Ergebnis sehr beeinträchtigt; es ist das geringste seit Kriegsbeainn. Hoffentlich wiro die Ein Zahlung bei den Spenden-Annahmesttllen den Bettag noch wesentlich erhöhen, damit das Rote Kreuz seine Aufgabe der Versorgung unserer Feldgrauen und Verwundeten mit Weihnachtsliebesgaben in vollem Umfange erfüllen kann wie es unsere tapferen Kämpfer verdienen. ** Kartoffelenteignung. Dem Pächter Hugo Ja cobi in Utphe sind 2900 Zentner Kartoff'elvvrräte enteignet worden, da er sich weigerte, gemäß der Bundesratsverordnung! 25 Prozent der etwa zu Brennzwecken koMingentterten Kartoffeln sofort nach der Ernte als Speisekartoffeln cm den Kommunalver band abzuliefern. Vorgesten: träte:: 40 Landsttrrmlente, geführt von einem Unteroffizier, auf denr Bahnsteig der Oberhess. Bahn an. Außer einem Beamten des .Kreisaints iM> 2 Gendarmen stellte sich Mich ein Sachverständiger ein u:tb um 8.18 Uhr setzte sich die Zwangsvollstreckungs-Expedition mit lder Eisenbahn nach Utphe in Bewegung. Auf Veranlassung des Kreisamts standen in Utphe fünfzehn Gespanne bereit, um die Kartoffeln nach der Station Bürstadt — Wohnbach zu verbringen. Pächter Jakobi erhält für die enteigneten Kartoffeln statt 8 Mk. pro Malter, die er bei freiwilliger Ablieferung erhalten hätte, nur 5 Mk. pro Doppelzentner, er hat aber außerdem die nicht geringen, Kosten des DrtttMc^MerfahvmS Kl tragen. WaS den öarftorfrt veranlaßt hat, seine Verpflichtung dem Konmrunalverbcmd gegen- aber nicht W erfüllen, ist unklar und zwar um. so unbegreiflicher, als # er int Herbst etwa 50 Waggon Frühkartoffeln zum Preise von 19—20 Mk. pro Malter mtt einer anzuerkennenden Schnelligkeit an den Kommunalverband abgeliesett hat. Dieses Vorkommnis möge zur Warnung .dienen imd Landwitte, die ebenfalls mit Vorräten zurückgehalten haben, veranlassen, diese herzugehen, bevor die Gntttgnungskomnffssion, die jetzt ihre Tätigkeit ausgenommen hat, auch cm sie hercmttitt. ** Teuerungszulagen für Eisenbahnarbeiter. Vom November an sollen d:e den Eisenbahnarbeiten: und -ar- beiterinnen bisher gezahlten Teuerungszulagen teilweise erhöht werden, wie denn auch erloeitette Fanülienstandsgruppen gebildet worden sind. —> Auch den nur vorübergehend eingestellten und beschäftigten Arbeiten:, männlichen und weiblichen kann, sofern sie mindestens einen Monat beschäftigt sind, eine Teuerungszulage gewährt werden. Ausgeschlossen von dieser sind alle jugendlichen Arbeiter und die nicht vollbeschäftigten Leute, wie Putzfrauen usw., die gegen Pmffchalvergütung eingestellt sind. ' e Die Genehmigung der Kartoffellieserunch von: Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher auf Bezugsschein darf nach den erlassenen Bestimmungen von den Kommunalverbändem erteilt werden, sofern dadurch die Lieferungspflicht des Kommunalverbatwes für die Gesamtheit nicht beeinträchtigt wird. Die große Verzögerung und das stellenweise ungünstige Ergebnis der Kartoffelernte hat aber in den meisten Kommunalverbänden eine wesentliche Einschränkung solcher Aus- nahmebewilligungen nöttg gemacht, weil die verfügbaren Arbeits kräfte, Gespanne und Eisenbahnwagen zunächst für die Heran Schaffung der an die Bedarfsverbände zu liefernden Kartoffelmengen gebraucht werden. Tie Kommunalverbände, die für die Durchführung dieser Lieferungen verantwortlich sind, können Ausnahmebewilligungen lnur etteilen, wo eine Beeinträchtigung der Gesamt lieferung zweifellos nicht in Frage steht. (Berlin, WTB. amtlich.) * In der Vortragsverein igung Gießen (Kau: männischer Verein und Ortsgewerbeverein) hält morgen abend Schriftsteller W. Schwiegerhausen aus Lewzig einen Lichtbilder Vortrag über „Unsere Verbündeten des Isla nt". (Siehe Anzeige.) '* Großh. Haupsteueramt. Die Geschäftsräume sind am SamStag, den 35. November l. Js. ans Anlaß des Geburtstages des Grobherzogs geschlossen. Postdienst an Großherzogs Geburtstag. Am 36. November findet eine zweiinalige Briefbestellung, sowie eine einmalige Geld- und Paketbestellung statt. Die Postschalter find von 8-9 vormittags und von 11 vorm, bis V/ 2 Uhr nachmittags geöffnet. Der Schellfisch ist billiger geworden. Wie wir erfahren, sind die Schellfische, die vorige Woche einen unerhört hohen Preisstand erreicht hatte::, mittlerweile um 2b Proz. billiger geworden und werden nächste Woche jedenfalls noch billiger werden. " Lebensmittelkarten. Die Ausgabe der Brot-, Butter Fett-, Fleisch- und Milchkatten erfolgt diesmal Freitag, den 24. Nov., und Samstag, den 25. Nov., und zwar für die Bezugsberechtigten von A—K am Freitag und von L—Z am Samstag. ** 6. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin:. In der Zeit von: 11.-15. Dezember dss. Js. wird gegen den Lieierungs abschnitt 6 der Süßstoffkarten „H“ (blau) und „G“ (gelb) von den Süßstoff-Abgabestellen Süßstoff abgegeben. Mit dem 15. Dezember verliert der Abschnitt 6 seine Gültigkeit. Siehe Bekanntmachung Landkreis Gießen. . . ch L^e i h g e st e t n , 23. Nov. Tie Familie des Zimcher meisttrs und Beigeordneten Weller erhielt die Nachrichtt, daß ihr ältester Sohn, Kaufmann Otto Weller VizefeMvebel d. und Off: zrersaspirant in einem Füsllier-Regrment, an ber Somme den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Ter brave, tüchtige und! bescheidene junge Mann wird allgemein betrauert. '* Std), 23. Nov. Die hiesigen Zweigvereine vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverem ließen für d:e im Felde stehenden Truppen eine Weihnachtskiste mit Liebesgaben im Wette von zusammen 330 Mk., sowie eine Weinkiste mit 2b Flaschen abgehen. tt. Treis a. L., 23. Nov. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 16. d. M. im Feldlazarett nach einer am 13. d. M. er haltenen schweren Verwundung der Musketier Konrad Müller von hier im Alter von 26 Jahren. Er stand beim Res.-Jnf-Reg. Nr. 8ll. r- Forstmeister Schneider dahier, zurzeit beim Landst.-Jnf.-Bat. Heppenheim im Felde wurde zum Hauptmann und Führer >der nach fernem Namen benannten Kompagnie ernannt — Zum Unteroffizier befördert :m:rde Lehrer H. Walter dahier, der beim Landst.-Jnf.-Bat. Wetzen im Felde steht. Kreis Büdingen. fff: Effolderbach, 23. Nov. In Rumänien starb den Heldentod der Musketier Otto B ä ck e l. # Orleshausen, 23. Nov. An einer schweren Krankheit starb in einem Metzer Lazarett der Unteroffizier Richard K l e h Kreis Alsfeld. üp. Ruppertenrod, 23. Nov. Das erste Heldengraü ans unserem Httmatsttedhof -aus diesem Weltkrieg ist jetzt gegraben worden: es birgt den'Landsturmrekruten Konrad P re iß. Er war ccm 4. August d. Js. bei Verdun verwundet worden und wieder so weit hergestellt, daß er hierher zu Urlaub kam. Da setzte ein noch im Kopfe steckender Granatsplitter mit Eiterung ein, und Preiß verstarb in Gießen an dieser Wunde. Tie Eltern ließen den Verstorbenen hier beerdigen. Ern sehr großer Trauerzug gab dem für dos Vaterland Gefallenen das letzte Geleit. Der hiesrge Krieger verein ließ am Grabe die Ehrensalve feuern. Unter den prächtigen Kränzen, die an des HeLen Grffb niedergelegt wurden, befand sich auch ein Kranz der Bergwettsgrube Luhe, bei der der Betttorbene früher gearbeitet hatte. Mit dem Verlust dieses Sohnes tttfft seine Eltern ein schweres Schicksalt er ist ihr drittes Opfer für das Vater land. Ihr ältester Sohn Heinrich fiel am 28. August an der Somme. Ter zweitältttte Johann wird seit dem 3. September 1914 in den Vogesen vermißt: er gilt als gefallen. Der vierte und letzte Sohn dient als Rekrut bei eurer Maschinengewehr-Kompagnie. Man hofft, daß dieser vierte Sohn nicht zur Front kommt. Kreis Schotten. chp Burkhards, 22. Nov. Die Führung der Bürger meistereiqeschüste wurde dem Gemeinderatsmitgliede Gastwirt Karl Schmidt übertragen. up. Aus dem Bogelsberg, 23. November. Obwohl die meisten unserer Landwirte vom vorderen Vogelsberg Wagen Pfülg und Egge gewaschen und zur Wintenuhe gebracht, haben wir auch noch vereinzelt Landwitte, denen der Schnee zu früh kam. Da aber jetzt wftder der Schnee überall gewichen ist, kann das Pflügen der Stoppelfelder fottgesetzt und zu Ende geführt werden. Seit das Zugvieh in Stallruhe gekommen, zeigt sch die Folge der Herbstbestellung in einer Abnahme der Mllchproduktion. Die tritt jedes Jahr um diese Zeit eff:, um bald wieder im Dezenrber den normalen Stand einzunehmen. Kreis Friedber-. ad. L e i d h e ck e n, 22. Nov. Der Wehrmann Martin Bischofs von hier, Sohn des verstorbenen Polizeidieners Bischoff, bei dem Jnf.°Rqt. Nr. 116, erhielt am 10. November das Eiserne Kreuz 2. Klasse. nt. Wohnbach, 23. Nov. Dem Unteroffizier Friedrich Bischoff von hier, Sohn des Bäckermeisters Bischoff. beiden: 71. Artillerie-Regiment, der am 3. Juni mit der Hessischen Tapser- keitsmedaille ausgezeichnet wurde, wurde am 11. Nov. daS Eiserne Kreuz 2. Klasse verlieben. Starkenburg und Rheinhessen. = WeiSkirchen, 23. Nov. Durch spielende Kinder wurde hier eine mit Erntevorräten gefüllte Scheune eingeäschert. Hessen-Nassau. ra. Camberg, 23. Nov. Sergeant Wilhelm T h i e 5 von hier wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Frankfurt a. M., 23. Nov. Mehrere hiesige Groß- Aepfelweinkeltereien haben ihrem gesamten Personal, das teilweise sogar jahrzehntelang in den Betrieben tätig war, wegen Mangel an Beschäftigung zum 1. Januar 1917 gekündigt. X Hanau, 22 . Nov. Der Landral des Kreises Hanau hat jede Ausfuhr von Kohlrüben aus dem Landkreise Hanau verboten. Landwirtschaftlichen Betrieben ist. sofern sie über einen Ueberschuß von Kohlrüben verfügen, die Abgabe nur mit Geneh- mig:un des Kommunalverbandes gestaltet. Birst ein i. V., 23. Nov. In einer statt besuchten Ber- smnmlnng des LoMvirtschastlichen Vereins für den Kffeis Geln- hcnrsen tttlte der Vorsitzende, Oekonomierat Knauer- Altenhatzlaü mit, daß der Lieferungszwang für Milch an die Molkereiei: des Vogelsberges angeorduel tvorden ist. In allen Orten mit Molkerei- Genossenschaften haben nicht nur die Gei:offen, sondern alle Milät erzeuger ausnahmslos die Mickst, die MAch der zuständigen Molkerei abzuliefern. Tie Säpviettgkeiten der Milchzufuhr nach den einzelnen Molkereien erfäl)rt ff: aller Mrze besttedtgende Regelung, so daß. mit effter stetgeitdei: Milch- und Fettvettorgung der Verbraucher gerechntt werden kann. - Kassel, 23. Nov. Zur Herbeiführung einer befferm Fleischversorgung schloß die Landwittschaftskammer mit Vtehzüch- tent des RegieruMsbezitts Kassel Verträge über die Mästung von 10 000Schwginen ab. Tie Tiere müssen zum 31. März 1917 abgeliefert, körnten aber, falls die Beschaffung von Maftsuttep Schwiettgkeiten bereitet, ettt nach diefem Tage der Sarnmelstelle Augefflhrt werden. Ferner sollen den Llaridlpitten bei Betnebs'- flächen von 25 Morgen 2 Kühe und ein Refervettnd, bei 40 Morgen 3—4; btt 60 Morgen 5-5 Kühe bezw. Mitder belassen werden g. B e b r a, 22. Nov. Auf der Eisenbahn strecke Bebra — Eifenack wurde gestern der Eisenbahnarbeiter Fromm aus Rönshausen von einer Vorspannlokomotive überfahren und getötet. Ter Getötttc war ttnem PcrsonenzUge ausgewichen und auf das Nebengeleisege« tteten, als aus diesem aus der entgegengesetzten Richtung eine Maschine herankam, die ihn überfflhr. ra. Aus Nassau, 23. Nov. Die Schulzttchnungen zur fünfte:: Kttegsanltthe ergaben im Regierungsbezirk Wiesbaden 2 215 709 Mk.: außerdem sind durch Lehrpersonen Zttchnungen von Privaten im Bettage von 1 477 945 Mk. vermittelt worden. Das Gesamtergebnis mit 3 693 654 Mk. übetttttgt .das der vierten Kriegsanltthe um 252 457 Mk. Die königliche Regierung bezeichnet das Ergebnis als bttonders erfteulich, zumal die Werbearbeit in die Herbstsetten fiel. verkmidchtes. Der Durchstich des Tanrusgebirges. Die ,F. Z.E meldet aus K o n st a n t i n o p e l: Am 1b. November mittags fand der glückliche Durchstich des Tunnels im T a n r u s g e b ir g e statt. Eine große Feierlichkeit schloß sich hieran au. Das letzte technische Hindernis für die Fertigstellung der B a g d a d b a h n ist damit beseitigt. Die Ballgesellschaft der Bagdadbahn ließ zur Erinnerung an dieses Ereignis eine kunstvolle Medaille prägen. Nirche «nd Schule. Frankfurt a. M., 22. Nov. Vom Sonntag bis Bußtags tagte hier im Gemttnd-ehause der Wingettstraße die Allianz-: onferenz zur Vertiefung des Glaubenslebens/ ttne Veranstalttnrg, die namentlich aus Süd- und Südwestdeutschland sehr rege besucht :oar. Vorträge hielten die Prediger Heinrichs- Elberfeld und Möller- Oehttngeit, Tr. B ü r r n g - Frankfurt a. M., Pastor C h r ist l i eb-Heidelberg, Pfaner Dr. Bps ch uufo Prediger Kücklich aus Frankfurt a. M. Tie Redner behanüelten in ihren Vorträgen das Generalthema ,,Die Einhttt der Kinder Gottes^'. Aivchliehe AachVichten Jsraclitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 25. Nov. 1916: Vorabend: 4.30 Uhr. — Morg: 9.00 Uhr. Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs. — AbdS: 4.50 und 5.25 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 2 5. Nov. 1916 Freitag abd. 4.10 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. Feier deS Geburtstages S. K. H. des Großherzogs. — Nachm. 3.30 Uhr. — Sabbatausgang 5.25 Uhr. — Wochengottesdienst: morg. 7.00 Uhr, abds. 4.00 Uhr. kehte Rachrichte«. Italienische Niedertracht. Lugano, 23. Nov. Tie Nachttchl vom Ableben des Kaisers Franz Josef wird in Italien mit ^haßerfüllter Freude ausgenommen. . Der „(Homere della Sera" meldet, daß am Mailänder Polytechnikum und an zahlrttchen Mittelschulen zim: Beweise der Freude den Schülern freigegeben wurde. Die vorliegenden ettten Presseäußerungen bewegen sich, zumttst auf so niedttg-em Niveau, daß sie kaum iviederzugeben sind. Alle Erinnerungen aus der italienischen Vergangenheit sttt 1848 werde:: herang^ogen. Der „Eorttere della Sera" wärmt auch schon gegen den neuen Kaiser das Viärchen auf, er habe sttnem im Juni vottgen Jahres geborenen Sohn aus Jtalie:chaß den Tttel effres Mattgrasen von Asiago gegeben, während im Juni in Wirklichkeit gar kein Erzherzog gebom: wurde. Der „Seoolo" fordett Wien höhnisch aus. ein großes Grab vorzubereiten, da der Kaiser und sefft Rttch zto sammen begraben werden sollen. Der „Messagero" schrttbt, kttn Italiener könne die Majtttät dittes Todes vttptttieren. Die Portugiesen an der Front? Bern, 23. Nov. Nach einer Lissaboner Meldtmg des „Tewps" wird General Tamagnini demnächst mit dem ettten portugiesischen 'Koittingent an die Front abgehen. Explosion in einer Petersburger Munitionsfabrik. Kopenhagen, 23. Nov. Tie Petersburger Delegraphen- Agentur meldtt, daß in Petersburg in einer Minritionsfa bttks in der Rastannaje-Straße sich eine schüvere Explosion erttgnete. Eine Anzahl Pers-onen sind umgekommien. Die Ursache der Explosion ist unbekannt. Die benachbarten Gebcffche sind bttchädigt. Tie knappe anrlliche Meldung fügt hinzu, daß 'im Augenblicke der Explosion über hundett Menschen ff: der Fabrik beschäftigt waren. Ob jemand davon gerettet ist, verschweigt die amtliche Metdung.- Neuer Streik in Süd-Wales in Sicht. London, 23. Nov. Die „Times" macht in einem Leitartikel darmff at:fmettsam, daß in Südwales noch vor Ende des Monats ein neuer Bergarbttletttrttk auszubrechen drohe, wenn nicht rechtzeittg etwas getan werde, um ihn zu verhindem. Tie Bergarbeiter verlangen eine Lohnerhöhung. Die Berg- wettsbttitzer hingegen wollen die Löhne Herabfetzen. Beisetzung des Finanzministers Braun. Darm stad t, 22. 9dov. Die Beisetzung der sterblichen Ueberreste des Finanzministers i. R. Dr. Ernst Braun erfolgte heute nachmittag kurz vor dem Dunkelwerden. Im Trauerhause fand eine kurze Trauerandacht statt, wel auch Se. k. Hoheit der Großherzog und die drei Minis u. a. beiwohnten. Trotzdem auf Wunsch des Verewigten die Beisetzung in der Stille erfolgen sollte, ordnete sich vor dem Hause in der Rheinstraße ein größerer Drauerzug. An der offenen Gruft aus dem alten Friedhof hielt Stadtpfarrep Belte eine kurze, ergreifende Gedächtnisrede, worauf der Sarg unter Gebet in die Gruft gesenkt wurde. Mit der Nie- derlegung zahlreicher Kränze, darunter auch ein solcher des Großherzogs, schloß die schlichte Trauerfeier. Der Präsident der Zweiten Kammer, Herr Oberbürgermeister Köhler, hat folgendes Beileidstelegramm gesandt: Frau Finanzminister Braun Exz. „Ticfett^chüttert von der Tranerki:nde spttcht Ah«en unU den I ln gen die Zweffc Ka Mnrer die het^lichste Tttlnatzmie dem Hinscheiden Ihres treuen Gatten ans. Ten allznsrühen Verlust dittes ansgezttchneten Mannes, des hockchegabten und ettolg- rttchen Staatsman::e-. des unermüdlichen Arbetters zum Wohl der Gesamtheit empffndet die Zwttte Kammer mff dem ganzen Lande ou f das Schmerzlichste, grz. Köhler, K r mm«p rM>enc 'f ( Dort in jenen selben Höhn werden wir uns wiedorseh’n. Nach 27 monatiger treuer Pflichterfüllung starb am 7. November auf dem Felde der Ehre mein heißgeliebter, herzensguter, hoffnungsvoller, einziger Sohn, der Lehramtsassessor Tü tMtser Schuhmacher für ständige Arbeit gesucht. Herbert, Marktplatz 2. l 01344 -’ Wärter baldigen Eintritt ge- 450 Mark im Jahr bet Dr. Heinrich Bast Leutnant d. R. u. Kompagnie-Führer im Inf.-Reg. 99, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. KI. u. der Hessischen Tapferkeitsmedaille, eingereicht zum Eis. Kreuz I. KI. Die tiefgebeugte Mutter: Elisabethe Bast Witwe. Ulfa, den 21. November 1916. 9422D Die Beisetzung findet auf dem Friedhofe zu Ulfa Freitag, den 24. November nachmittags 1 l a 3 Uhr statt. zum sucht. ---- freier Station und Dienstkleidung. Lohn jährl. steigend bis 600 Mk., nach 6 Jahren Dienstprämie v. lOOOMk-Ver- sorgungsbercchtigle Kriegsteilnehmer bevorzugt. [ 9,4S B Gr. Direktion der Landes* Seil* n. Ptlogeanatalt BieBen. Aufruf. Am Samstag. 25. November 1916, abends 7’/2 Uhr findet im Stadttheater eine ^eft-Vorftelluug __ CY ^ < rr\ r , . ^ . _ gesucht. 8418B Chirurg. Klinik. Militärfreier, vertrauenswürdiger Manu als 8375B Nachft- «vächf®i» sofort gesucht. Lohn 700 Mk. ch, Dienstkleid. 1 Mark jährli^,, .... . täglich Kostentschädigung. Direktion der Heil- und Pflegeanstalt Gießen. Fahrbursche Danksagung. per sofort gesucht, evtl. Kost und Wohnung. [8427 Emil Scbmall, Biergroß- irterStr.7. Handlung, Frankfurter Str. Für die liebevolle Teilnahme unserer lieben beim Heimgange JUilgerer Hausbursche L evtlauchSchnljunge gesucht. Ernst Balser, Mausburg. Marie 8tusr2 sagen wir herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 23. November 1916. ges. Driesch, Seltersweg 70. 8430 Weil LehrliW mit guter Schulbildung auf Kontor gesucht. [8415 Georg f’cüiiefersteän, Maschinenfabrik Lied, Hessen. Saub.Lanffrauod.Mädchen gesucht. FrauHerbertWw., Stevhanstrahe 3 pnrt. [ 0134S7 Aelt. Mädchen oder Frau, am liebsten vom Lande, in einfachen Haushalt gesucht. Näheres Frau Stein, Glaub rechtstratze 5, I. [° 13427 zur Feier des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit des Crotzherzogs statt. Vorspiel zur Oper „Iphigenie in Aulis" von Gluck, ausgeführt von der Kapelle des Ersatz- Bataillons des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter Leitung des Herrn Musikleiters Bruno Herrmann. 2 . „Iphigenie auf Tauris". Schauspiel in 6 Aufzügen von Wolfgang von Goethe. Gastspiel von Fräulein Charlotte Dils vom Hoftheater in Darmstadt. Der Reinertrag wird der Kriegsfürsorge überwiesen. Ich ersuche die Bürgerschaft, durch zahlreichen jltätigen Zwe«' Besuch den wohltätigen Zweck in vollem Make sicherzustellen. Der Oberbürgermeister Keller. 83848 Nachruf. Unser guter Kamerad randftnrmmann 8425O Heinrich Will Nt am 13. November 1916 nach treuer Pflicht- ermllung durch Verwundung mit einem Granatsplitter gefallen. Wir werden ihm stets ein liebes und treues Angedenken bewahren. Die Offiziere, Anteroffiz. u. Mannschaften der Kompagnie Pels-Leusden, Landsturm-Insant.-Sataillon Heppenheim, zugsteilt der 22?. Infantene-vivifion. On Felde, den 20. November 1916. Kriegsbeschädigter Offirier, vorübergehend hier tätig, sucht einfaches, rubiges Zimmer. Schriftliche Angebote unter 013439 an die Geschäftsstelle d. Gieh. Anz. Stelieiiangetrste Techniker gesucht. Heinrich Schön Sc Co., G. m. b. H. 18367 Kaufmännische Hilfskraft TodeS-Anzeige. Gestern abend verschied nach kurzem schweren Kranksein unser gutes Söhnchen und Brüderchen Friedrich im zarten Alter von 5 Monaten. Dies zeigt tiefbetrübt an Briefträger Adam Hofmann nebst Angehörigen. Gretzen [Grabenstr. 4), 22. November 1916. nK Beerdigung ftndet statt: Freitag, den 24. Novbr., nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des für das Kontor alsbald gesucht. Angebote mit Angabe über seitherige Tätigkeit, Zeugnisabschriften und Gebaltsansprüchen an 8375 Laafmiidchen gesucht. Corvinm, Schottstr. 8, I. 013429 Ein alt. Mädchen ° 13 ' 30 in Küche und Hausarbeit erfahren, zu drei Damen gesucht für 1. Jan. Frau Borg* 19,1. rat Dannenberg, Alieestr. Jüngeres 18414 Dienstmädchen sofort gesucht. Frau Prof. Al tendorf.Ludwigsvladll I. VovtNKgs-Veveinigung Kaufmännischer Verein Grtzgewerbeverein Greften zreitag, 24. Nooember I>M>. abends 8% Uhr. in der neuen Aula Tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit für 1. Januar oder früher gesucht. Gartenstrahe 19, Med,ziualrat Walger, .Kreisarzt. [8413 Gebrüder Kahl. Schlosser Tücht. Kaufmann, Verb., v. Militär entlassen [nicht Krregsbefchäd.j, zuletzt b.Be- Horden beschäftigt, sucht, geputzt auf gute Zeugnisse per soiort Stellung für Bureau, Expeditioy od. Reise nach liier od. außerhalb. Schr. Angeb. unt. 013440 an die Geschäfts- stclle d. Gtetzener Anzeiaers. für dauernde Beschäftigung gesucht. [8428 Maschinenfabrik Reit, Gießen. [8428 Aelterer und jüngerer Neuen Friedhofs aus. •8421 Schlosser Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen H Blumenspenden sagen herzlichsten Dank MarDreteZghresgeb.KmlW,,.KiM. Gießen, den 23. November 1916. für Automobilreparaturen sofort gesucht. 18434 Göbel Sk Appel, Alicestratze 26. Tüchtiger, mililärfreier Bäcker pm baldigen Eintritt ges. bet gutem Lohn. 18399 Wetzlar Braunselser Konsum-Bcrein, Wetzlar. Tiiclii. 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Mittwoch, den 20 . November. abends 9 Uhr beginnen wir in der Bezirksschule West-Anlage, wieder einen Lehrgang für Damen und Herren. Unterrichtsdaner 13 Abende. Lehrgeld einschl. Lehrmittel Mk. 7.50. Einzelunterricht jederzeit. Auskünfte erteilt der Vorsitzende, K. Rehs, Nord-Anlage 19. Der Vorstand dcS Stenographen-Vereins Stolze« Schrev e. D. Gießen. [w #9 D Wer zerrissene* SdaAm , eerk, Geschirre, Leder, ZeJtstoffe, Fahrradmintel, J Filz usw. selbst aas bessern ! will, verwendet vorzüglich | die N5hah!e Stepperin Solide, beste , D.R.G.M.__ Konstruktion. Näht Stepp« sdd» \rie Maschine. Laml zu handhaben. Garantie für Brauthbarkeit. Viele Anerkennungen« — Preis Mk. 2.50 mit Nadelsor» . tiernng und Ldnenrwim, verpadtt und postfrei. Ia Lederhandlungen käuflich oder direkt durch Job. Zucker Stuttgart-Botnan& Mllllllerfvrllverei«. Zusammenkunft f im BereinSheim Köhler. Samstag, 25. November: Stiftungsfest. □24.X[.0m.nIII.7XKeI(lg. 9, Krzcti. ier Gii Dir.: Hermann Steingoetter. 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