Nr. 2;T> -er lsqciatf erscheint täglich, außer Sonntnas. - Beilagen: Giesrenc, amilienblatter; breisbtatt für Leu Ureis Hieße», vezugspreir: nwnatl. 90 Pj., Vierteljahr!. Mk. 2.65-. durch Äbl)vle- iu Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!« ausschl. Bestellg. ^eristprech - Anschlüsse: für dieSchriitleituuql12 Verlag,GeschaitSsteÜeöl Anschrift für Draytnach- richten: Anzeiger Gießen. Erster Glatt 166 . Zahrgmg PostscheiNcutts: Zrantfurt a.M. U686 Mittwoch, 22. November M6 Zwillingsrunddrukk ».Verlag: Vrühl'sche Univ.-8«ch- u. Stemdruckerei «.Lange. Schriftlettung. Sieschästrftette ».Druckerei. Schulftr. 7. Vankverkehr: Sewerbebank Siehen ^ «nai/me von Anzetgen die Lagesnurnmer bis zum Nachmittag vorher äeilenpreir, s. Anzeigen: örtlich 20 Pf., Vermietungen u. Stellengesuche 15 Pst, auswärts 25 Pf., b. Plahvorschrift 30 Pf Reklamen 77, PI, bei Platzvorschrist 90 Pst Hauptschriftleiter: Aug.^ G o e h. Verantwortlich für Politik n. Feuilleton: Aug. ktzoetz. Stadt und- Land, Vermischtesu.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Hälfet Sronj Io Craiova genommen. Rücktritt des § v. Jagow. ^ /DTB.) VrotzeS Hauptquartier, 21. Nov (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht van Bayern. * . Artillerie bekämpfte mit beobachteter Wirkung ferndluhe Batterien und Stützpunkte. Lebhaftes feindliches Feuer lag auf unseren Stellungen beiderseits der Ancre und am St. Pierre Vaast-Walde. Kein Jnfanteriekampf. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. In der Champagne und im Maasgebiet lebte währelld einzelner Tagesstunden die Artillerietätigkeit auf. * Oestlichcr Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Wesentliches. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. Jur Ludowa-Gebiet (Waldkarpathen) wurde ein Patrouillenunternehmen von deutschen Jägern planmäßig durchgeführt. Vierzig Gefangene wurde;! eingebracht. Ein Entlastungsvorstoß der Russen im Nachbarabschnitt scheiterte blutig. Am Ostrande Siebenbürgens nur kleine Gefochtshand- lungen. Die deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen nördlich von Campolung wiesen auch nachts wiederholte rumänische Angriffe ab. Am Alt wurden den Rumänen einige wichtige Ortschaften und verschanzte Höhen in hartem Kampfentrissen. _ Unsere Infanterie steht vor Craiova, dem mshengen Sitz des Oberkommandos der ersten rumänischen Armee. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Von ArtNleriefeuer abgesehen, keine besonderen Ereig- nrsse. Constantza und Cernavoda wurden beschossen. Unsere Fliegergeschwader bewarfen Verkehrsanlagen bei Bukarest mit Bomben. Mazedonische Front. Zwischen Prespa-See und Cerna fühlt der Gegner an die deutsch-bulgarischen Stellungen mit Vortruppen heran Serbische Vorstöße an einzelnen Stellen der Moglena- Front, durch starkes Feuer vorbereitet, scheiterten. In der überschwemmten Strumaebene Zusammenstöße von Aufklärungsabteilungen. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Berlin. 21. Nov.. abends. (WTB. Amtlich) Im Somme-Gebiet starker Nebel. Gefcchtstütig- keit heute geringer. Craiova ist genommen. Kaffer granz Josef f Wien. 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Ertra- ausgabe der Kaiserlichen Wiener Zeitung meldet, daß Seine Kaiserliche und Königliche Apostolische Majestät Franz Josef I. heute. 21.Mvember. abends 9 Uhr. im Schlosse Schönbrunn sanft im Herrn entschlafen ist. Gibt es denn noch Dinge, die wir außerhalb des Zusammenhanges mit dem Krieg zu betrachten habend Früher empfingen wir im ruhigen, sicheren Port die Tagesbotschaften mannigfacher Art, und manchmal häuften sich solche Botschaften von weittragender Bedeutung wie heute- da galt uns das Schicksal des Einzelnen viel, da schob die Menschheit, in viele Jnteressenlager verteilt, ihre Neugierden, Hoffnungen und Urteile wirr durcheinander. Das ist jetzt anders geworden. Die ganze Nation befindet sich in einem Schiff, und der Strom, der es trägt, ist der Weltkrieg; alles blickt vorwärts in eine Richtung, ein Gedanke nur lebt in allen, „unvenuischt mit minder würdigen Trugen". Uud so umschließt auch heute ein gemeinsames Band dre Ereignisse, die dem Tage das Gepräge geben. Wir klagen nicht. Der 86jährige Kaiser Franz Josef sank ins Grab, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Herr v. Jagow, gab ein Steuerruder aus der Hand. Die Richtung Schiffes wird beibehalteu, es schwankt keinen Augen- r™ schwergebeugter, von hoher Alterslast'be- schstverter, aber doch standhafter, wrlleuskrästiger, zuversichtlicher, von den Leistungen und Aussichten seiner Völker froh bewegter Monarch hat unsere benachbarten Verbündeten erue weite Strecke in den Krieg hinein geleitet. Er hat aus- mrd durchgchalten nicht nür in düsteren persönlichen Schicksalstagen, sondern auch in Schnierz, Leid und Gefahr, die sein Vvlk bewegten. Die furchtbare Erschütterung, die der Weltkmeg brachte, hat den Kaiser Franz Josef nicht zu stür- zen vermocht; sein aufrechter Sinn blieb Stütze mrd Halt >einem Volke, das ihn liebte, ja vergötterte. In seinen letzten Lebensjahren hat der von viel Herbem und Tragischem geläuterte Lebensinhalt des Kaisers noch eine leuch- '-ude Aufgabe erfüllt. Heute durste Franz Josef getröstet und friedvoll in die ewige Ruhe eingehen, denn es ist Nicht eingetroffen, was vielfach prophezeit worden war. ^vas Reich Habsburg ist nicht zerfallen; seine Völker sind lebenskräftig nebeneinander und haben ihre Feinde niedergeworfen und nied erg eh alten. In Oe sterreich-iUngarn wird heute eine schmerzliche Bewegung um sich greifen; aber der Klage ist keine Bitterkeit beigemischt. Der Thronwechsel steht unter den besten Auspizien. Und das Trcmergeläute hat einen milden, versöhnlichen Klang: ,.Wenn die Blätter fallen In des Jahres Kreise, Wenn zum Grabe wallen Entnervte Greise, Da gehorcht die Natur Ruhig nur Ihrem alten Gesetze, Ihrem ewigen Brauch; Da ist nichts, was den Menschen entsetze." Staatssekretär v o n I a g o w war in einem hohen Amt kem Großer, kein in großen Gewalten Thronender. Bei fernem Amtsantritt, nach dem Tode Kiderlen->Wächtccs, durfte und sollte man neue Hoffnungen auf ihn setzen, denn das Auswärtige Amt, das sein Vorgänger nur kurze Zeit geleitet hatte, war noch immer erneuerungsbedürftig, und das deutsche Volk erhob immer eindringlicher und singender den Blick zur Leitung der auswärtigen Politik. Doch es zeigte sich bald, daß Jagow, der frühere Botschafter ui Rom, keine überragend selbständige Persönlichkeit war. Cr trug artb vertrat die Politik des Reichskanzlers, über die ausführlich zu sprechen heute nicht die geeignete Zeit ist. Auch der neue Mann, der bisherige Unter staats sekvetär Zimmermanii, der erjte Staatssekretär des Auswärtigen von bürgerlicher Absinft, der aus dem Konsulardienst emporgestiegen ist, wird keine großen Veründerungeii machen. Solche bringt heute vorwiegend das Schwert, nicht die Feder. Immerhin, die Ausschau in die Zukunft erfordert für den Reichskanzler tüchtige, scharfblickende Helfer. Möchte, tvenn die blutige Arbeit ruht, wenn die Zeit der Friedensverhandtungen gekommen sein wird, ein kraftvoller, zweifelsfreier, entschluß- sieudiger und- bedeukenanner Geist in der Wilhelmstraße herrschen? Denn was Hindenburg über die Beamtenwelt in den jetzigen Kriegs tagen gesagt hat, das gilt erst recht für die leitende Spitze in entscheidungsvoller Zeit. Craiova ist genommen! Dies ist ein Wort, mit dem wir wirklich eine Stifte höher in der Weltgeschichte steigen ^etzt steht den Verbündeten Heeren auch der Vormarsch in die rumänische Hauptstadt offen! Mit Spannung stehen wir vor den Ereignissen der nächsten Tage, denn jetzt wird sich wieder ein Stück Bewegungskrieg abspielen, das Ueber raschungen hervorfördern kann. v .^^^^nfterben dieses Weltkrieges' will uns der Tod mehr wie sonst schrecken. Zu einer Zeit, wo wir die blühende Jugend ins Grab senken sehen, müssen wir uns mit dem Naturgesetz des Sterbens jener, die ihr Leben ausgelebt haben, um so leichter ab finden. Und doch ruft die Trauerkunde von dem Tode des greisen Kaisers Franz Josef eine besonders schmerzliche Erschütterung in uns wach, denn mit ist ein Mann dahrnge gangen, der nicht nur zwei normale Menschenalter hindurch in unserem Nachbarlande der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht war, sondern dem urger menschliches Mitgefühl schon deshalb gebührt, weil ihm nichts Menschliches fremd blieb, kein Leid in diesem Erdendasein erspart wurde. Der Erbe seiner Krone, Kron- pmnz Rudolf, wurde ihm in der Blüte der Jahre durch ein tragisches Schicksal entrissen, seine Gemahlin Elisabeth fiel von der Mörderhand des Anarchisten Luccheni, sein Bruder Erzherzog Maximilian wurde in Oueretaro hingemordet >d so folgte in seinem schmcrzenreickxm Dasein Katastrophe UN - ; n ü 'V'^ -, rr ..w. a w.v. lu/ vH ^*w.|tuiL oLu-iu-nau-uiit aus Katastrophe bis zu der letzten, dem enftetzlichen Attentat K C fr r? un * 1014 Erzherzog Franz Ferdinand und desfen Gemahlin zum Opfer sielen und das den Auftakt zum Weltkrieg bildete, dessen Ende, dessen glückliches Ende zu sitzen dem greisen Herrscher nicht mehr beschieden sein sollte. Schwer hat die Krone allezeit auf Franz Josefs Haupt gebrüllt. Am 18. August 1830 geboren, wurde er schon im 18- Lebensjahre, am 2. Dezember 1848, zur Herrschaft hc* rufen in einem Augenblick, wo Metternichs Staatskuuft gsindlich bankerott gemacht und das Reich der Habsburger bis an den Rand deßi Abgrundes' gebracht hatte. Zu jung, um aus den Lehren des Revolutiousjahres zu lernen, war er zuerst ein williges Werkzeug des Ministers Fürsten Schwarzenberg unseligen Angedenkens, und erst nach dessen im Jahre 1852 erfolgtem Tode gewann er mehr Freiheit der'Be- weaung, die ihn Ansätze zu politischen Reformen machen ließ. Aber es blreben zunächst Ansätze, und so trat die durch den Feudalismus und Zentralismus geförderte Entnervung des Staates im Jahre 185U aus den italienischen Schlachtfeldern erschreckend zutage, wie sie sieben Jahre später bei dem Ciitscherdungskampf mit Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland auf den böhmischen Schlachtfeldern zu völligem Zusammenbruch führte. Me Stellung ür Deutschland und Italien war für immer verloren, und jetzt galt es durch eine innere Konsolidierung jene Verluste wett Au machen. rhm dies nach Maßgabe der schwierigen, durch das Volkergeniisch gegebenen innerpolitischari Verhältnisse ge- luiigen ist, das ist das Hauptverdienst, ist das' bleibende Ver- menst des Kaisers, dessen Schuld es nicht war, wenn bei dem Dualismus mit Ungaiw noch Reibungspunkte gering blieben und die Begünstigung der Tschechen durch die österreichische Kabinettspolitik die Deutschen wiederholt in scharfe Oppo- sition trieb. In beiden Beziehungeri werden unsere Bundes- genossen die Lehren des Weltkrieges wohl beherzigen, der Oesterrerchern und Ungarn gezeigt hat, daß sie aufeinander angewiesen sind, und der die Staatssiinä>lichkeiL großer Teile des Tschecheuvolkes (Kaiser Franz Josef hat sie einst ür "llomischte Gesellschaft" bezeichnet) in erschreckender Klarheit enthüllte. Endlich fhat dieser Weltkrieg auch die ^bije Politik des Monarchen glänzend gerechtfertigt, der, als ihm dank Fürst Bismarcks vorausschauender Politik von deutscher Seite die Hand, zur Versöhnung und dann zum Bündnis gereicht wurde, siei von kleinlichem Groll und mit ktugeni Erfassen der Zukunft herzhaft zugrifs. Dem Bundesgenossen den schon der Mtreichskanzler „zuverlässig wre Gold' genannt hat, und dem Deutschland in dieser Weltkriegskatastrophe die Treue hielt, gilt unser ehrfurchtsvolles Gedenken über das Grab' hinaus. Zuverlässig wie Gold, diese ehrenvolle Bezeichnung verdient auch, das wissen wir, der neue Herrscher, der am 17. August 1887 zu Persenbeug als ältester Sohn des Erzherzogs Otto (1906 gestorben) und der Erzherzooin Maria ^osefa, einer Schwester des Königs von Sachsen, ae- a r Franz Josef. Er besuchte einzelne Unterrichtsfächer am Schottengymnasium, studierte in Wien, trat dann in das Biliner Jägerbataillon ein und wurde später dem XII. bohmiichen Dragonerregiment in Brandeis über- wiesen ^m jetzigen Kriege hatte er, der vor einigen Wochen zum Generaloberst und Großadmiral der Flotte ernannt wurde, den Armeeoberbefehl auf verschiedenen Kriegsschau- platzen, zuletzt an der Ostfront, inne. Seiner am 21. Oktober, 1911 geschlossenen Ehe mit der 23 Jahre alten Prin- zespn Zita von Parma, der Tochter des verstorbenen Herzogs Robert von Parma und der Herzogin Maria Antonia, einer Tochter des Miguel Braganza, ist ein vierjähriges Söhnchen entiprosjen, also der jetzige Thronfolger. Voii dem neuen Herricher, dem vor einigen Monaten der frühere Minister des Acutzeren Graf Berchtold zugeteitt wurde, um ihn mir den politiichen Geschäften, namentlich mit denen der auswär- ttgen Potttik, vertraut zu machen, weiß man, daß er eine charakterstarke Persönlichkeit von vielseitiger Befähigung mid frei von Vorurteilen ist. Vor allem aber dürfen wir eines betonen: Die zu Taten entschlossene gutdeuftche Gesinnung und die unerschütterliche Bundestreue Karl Franz Josesi gegenüber Deutschland, das sich der Donaumonarchie als so getreuer Sekundant erwiesen hat, ist über allem Zweifel er- haben. * k * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirft verlautüart: 21. November 1916. O c st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. Die beiderseits des Sch-yll kainpsenften verbündeten Streittraftc trieben den Feind weiter zurück. Si-> nähern sich Craiova. Oestlich des Olt (Alt-) Flusses haben wir auf den Höhen südlich voir S c av e n i Fuf; gefaßt. Nördlich von Campolung setzte der Feind seine Angriffe fort. Seine Anstrengungen waren abermals vergebens Bei de, Armee des Generals von Koevctz voliführten im L ud o w a - Gebiet deutsche Jäger eine erfolgreiche Streifung. Herresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Geringe Gefechtstätigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Ein tiefgegliederter Gegenangriff auf den von unseren Truppen unlängst eroberten Graben südlich m>n Bialia wurde abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den k. und t. Truppen nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höfer, Feldiuarschalleutnant. * ..Wien, 21. Nvv. (WTB.) Das Armeeoberkommando teilt amtlich unt: Craiova, der Hauptort der westlichen Walachei, ist heute vormittag in Besitz genommen wmden. * * * Rücktritt des Staatssekretärs v. Jagow. Berlin, 21. Nov. (WTB. Auttlich.) Wie wir hören, hat der Staatssekretär des Auswärttgen Amtes. StaatS- mmlster von Jagow. aus Gesundheitsrücksühken um simcn Mschied gebeten. Zu seinem Nachfolger ist der Unter- ftaatssekretär Zimmermann in Aussicht gcmumnrn. Der Reichskanzler. Berlin, 21. Nov. (WTB. Mchtamtl.) Der RsrchskanF- 1er Ist aus dem Großen Hauptquartier wieder nachBe vÜi n tzurü ck g e k ehr t. Der Kaiser an Generaloberst von Woyrsch. Großes Hauptguartier, 21. Nov. (WTB. Amtlich.) Sevve V^jestpä der K a i s c r hat den Generalobersten von Woyrsch durch folgende A.O. K. MN Chef des 4. SckLeftschen Jnfanterre-Regiments Nr. 51 ernannt: Mein lieber Generaloberst von Woyrsch? Ms ich Sie zu Beginn des Krieges an die Spitze des schle- srschen Landwehrwrps gestellt lxcke, wußte ich, daß ich dicves Kommando in leine besseren Hände, als die des verdienstvollen mib in der Heimat allgemein verehrten ftüthieven Komm«lmdäerenden Ge- lneoals meines schlesijckren 6. Arineckkorps lesen konnte. Bon dem Vertrauen Ihrer braveil Landwehr getrogen, haben Sie mit derselben in schweren rurd aufreibenden Kämpfen einem an Zahl loert überlegenen (Gegner gegenüber die preußische Waffaieh« in glänzender Weise hochgehalten. Ihrer bewährten mrd unerschrockenen Führrmg rmd 1»er ausdauernden Tapferkeit der unter Ihnen.zu ge- rneinsamenr Handeln verbundenen deutschen und österreichisch-un- Mrischen Arnieekorps sind alsdann weitere ylimzendc Erfolge beschchden Morden. Durch Ihren kühnen Werchselübergang ^ bei Jwongarod im Juli 1915 haben Sie zu der endgültigen Niederwerfung der russischen Heere in Polen in hervorragendem Maße beigetragen. Nim bietet Ihre Heeresgruppe in unerschütterlicher Front dem Feinde die sieggewohnte Stirn! Voll Stolz und Dankbarkeit verehrt Ihre schöne schlesische Heimat in Ihnen den Schirmer der Grenze! Ich selbst will heute cncdi meiner hohen und dankbaren Anerkennung 'darnach erneu besonderen Ausdruck geben, daß ich Sie zum Chef des 4. nieder sch lest scheu Infanterie-Regiments Nr. 5 1 ernenne, ^zn diesem tapferen Regiment, das Ihnen bereits im Frieden in seiner dervorrageirden Tüchtigkeit gut bekannt war, ilnrben Schlesiens Söhne ihren kriegerischen Ruhm bestens bewahrt. In der Wnterschlacht in der Champagne, bei Souchez, bei Frise und artf den blutgedränkteir Feldern an der Sonrme hat sich das .Regiment imtvm'gangM^n Ruhm erworben. Es gereicht inir daher Kirr besonderen Freude, Sie an die Spitze dieses kampferprobten Regiments zu stellen, das stolz darauf sein wird, mit seiner ruhmreichen Geschichte nun auch Ihnen Namen >zu sehen. Großes Hauptquartier, den 21. November 1916. geh.: W i l >h e l in I. U. An den Generalobersten von Woyrsch ^ la suite meines 1. Garderegiments zu F^^- Oberbefehlshaber der Hoeresgruppe Woyrsch^. Der Einbruch in die Waiachei. Berlin, 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.^ Das stetige Dor- drrngen der österrcicküsch -u ngnrischeu und deirtsckfen ^ Truvven verbände in den Transsylvanischeu Alpen und ihr energischer Einbruch in der Walachei müssen uni so höher bewertet werden, als die Truppen ganz außengenwimliche Schtvierigkeiten zu überwinden hatten. Inden Bergen herrscht harter Winter. Tie Gebirgs- übergänge, die sich zwischen Gipfeln bis zu 2500 Meter Höhe hin- duvclgvinden, sind vereist. Von gariz wenigen Punkten abgesehen, »oie bei Predeal (imb beim Roten-Turm-Paß, wo Eisenbahnen zur Berft'rgung stehen, sind Wagen und in ganz beschränktem Maße M.'Iomobile das einzige Befö rderungsmrttel. Der Vulkanpaß überschreitet das Gckbirge in 1621 Meter Höhe. Die Kämpfe vo-nc 6. bis 12. November üm das Plateau rvestlich von Baftent denn Predeal-Paß spielten sich in verschneiten Höhen von über 2000 Meter Höhe ab, die Eroberung des Monte Fruntu am 12. November in 1500 Meter Höhe. Der Törzburger Paß liegt «ff 1322 und der Toemoeser-Paß mif 1206 Meter Höhe. Für t*f Truppen, den Train, die Verpslegungs- und Munitions-, Polonnru. rme He Artillerie, steht fast ausnahmslos nur eine schmale vereiste Paßstraße zur Verfügung, als einzige Berbim- datngsader diese; gewaltigen, in dauerndem Kämpfe stehenden Trup-- penmassen. Jod-? Höhe muß einzeln gestürmt, jeder Berg einzeln ^MWcrngen, eEettert um» erobert werden . Unter rmgelieuren Schwie- rigSiten iwnß wieder rrnd nneder die Artillerie vorgezogen und List dem unwegsam nt Gebirgsterrvin in Stellimg gebracht werden. Ml das vo .Augen gehalten, erhält man eine einigermaßen Tiare Vorstellung voN oen ungeheuren Amördewllngen, die an die' Trttppeu gestellt wurden, von Zähigkeit, Disziplin -rnd Msvpferung der deursch-öfterreichi, ch-imgarischen Verbände. Die Rumänen dagegen verfügen allenthalben über Bahnen, die bis tief in die Berge hiw- -einftttrcn Sie batten den Vorteil der Ortskenntnis, so daß der Kleinkrieg in dem wild zerklüfteten, nmibersichtlichen weg- und, steglosen Gelände das Lleußerste an Umsicht und Ausdauer für die An greifenden erforderte. Ueberdies wurde dieser Kleinkrieg noch von der Zivilbevölkerung unterstützt, die vielerorts mit der Waffe xti der Hand am Kampfe teilnahm.. Trotz aU dieser großen SchSni-rcgkeften Dna-chte der Vormarsch der verbündeten Armeen ftän-- dig! Fortschritte, bis der Einbruch iw die Walachei alle Anstren- jgunyw; könnte. Ti e Bahnlinie Orsova — Craiova ist in einer Breitevvn 3 0 Kil o mete rn in den Händen der Verbündeten. Die Breite des Angriffs ergibt in dem Zusammenhang mit einer Tiefe ein Gesamtbild der ganz ungeheuren Kraft- beistung aller Verbände. Die Armee F a l k e n h a v n hat ihren .Angriff trotz des erbitterten Widerstandes der Rumärren und 'des Fvanfftreurkrieges der Bevölkerung im Laust von nur acht Tagen chmr rückst u-emger als 80 Kilometer vorgetragen. Sie steht heute bereits tief in der Kornkammer Rumäniens, in der Walachei. * Französischer Heeresbericht vom 20. November, nachmittags. An der gesamten Front verhältnismäßig ruhige Nacht. Orieutarmec: Tie Schlacht, die seit dem 10. November -an der Front der Orientarmee von der Cerua bis zum Prespa-See Mt Gange ist, endete mit eurem voller Sieg der Mlickrten. Der \ß!&. November bezeichnet? das Gelingen des ausgedehnten Manö- jvers, duw?) das die deutsch-bulgarischen Truppen, die die Gegend lvon Monastir verteidigten, umfaßt wurden. Am Abeird des> !1.8. Nvvembei nallmen jdie Serben, die ihre fiegreickr? Offensive fort- lietzden, Grunista, östlich der Cerna. In derselben Nackch fiel Jaratek rm Bogen des Flusses in die Hände der französisch-setdischen Trup- pcrt. In energischer Fortführung ihres Erfolges nahmmr die Serben Kvach planvollen .Kämpfen in der Nacht auf den l9. November die Wöhe 1376 und verjagten in der Frühe des Morgens des 19. Novembers den Feind aus Makowe. Am gleichen Tage wurden mehrere Lmieir bulgarischer Schützengräben m Richtung auf Dobromir «benfalls von den Serben erobert. Diese kül-ne Borwärtsbewegungs ^wang die Deutschen und Bulgaren, ihre letzten Stellüngen vor Monastir zu räumierr. Frwrzösische Kavallerie folgte den feindlichen .Nachhuterr auf dem Fuße ürrd rückte um 8.30 Uhr nrorgens in die Stadt ein. Ihr folgten Kolonnen sranzösisclstrussischer Infanterie. ?Jnr Verlaust des Tages bemöchtigteu sich rufsisch-frastzösrschc Truppen, die sogleich nördlich von Monastir verstießen, nacheinander der Höhe 821 und des Dorfes Kerklma inrd gelegten bis zur Karaman und Orizani, die sie sogleich angriffen. 622 Gefangene Und zahlreiches Material blieben in unserer Hand. Der neue Gew«ltstreich in Griechenland. Athen, 21. November. (WTB.) Meldung des Reuterschen Wureaus: Ter deutsche, österreichisch-ungarische, bulgarische und türkische Gesandte müssen sich oinf rrnem (Dampfer emschifstn, der zur ihrer Verfügung gestellt ist; andernfalls ttrihrtxm sie mit Gewalt entfernt Werden. AdmiiÄ r -ourne ! hat ihnen das direkt mitgeteilt. Der K'önig hat ede Verantwortungabgelehnt. Die fpmvffche Ges«ü)t- üpEnimmt den Schutz der deutschen Untertanen, bst ameri- •X c tMrr öslerveich^unyarrschcn, sowie türkischen und bul- Harlschen Xto&xtimtxL Athen, 21. November. MTV.) Der Athener Korre,ponScnr der Londoner „Times" meldet, daß Wmchsal Fournet am Sonntag aband um 7 Uhr eine Note an die Gesandte n^d e r Mittelmächte gerichtet hat, tu der er sie ersucht, die L-taot vor Mittwoch zu verlasst». Sie weroen vermutlich an Bord eines Kriegsschiffes natf) Tedeagatsch gebracht werden. Das WTB. bemerkt zu dieser Vdckdung: Da Deutschland feit geraumer Zeit von jeder telegraphischen und brieflichen Verbindung Mit Griechenlsnd ab ge schnitt « 2 r ist, kann die Rrchtig- keit dieser Meldungen hier nicht werden. An sich wäre cs der Entente durchaus zuzactrauen, daß sie der langen Kette fortgesetzter Vergewaltigungen des Völkerrechts u-nd der Freiheit der kleinen Staaten in der angegebenen Weist die Krone aufsttzt. * Neue Eisenbahnen in Rußland. Petersburg, 21. Nov. (WTB.) Im Verkehrsministerium wurde zur letzten Beratung über die neuen Eisenbahnbau-« plane, ehe sie der Dinna vorgelegt werden, eine Konferenz eröffnet. Bon der Regierung wurde hervorgehoben, daß jährlich niindestens 6000 Kilometer neue Eisenbahnen gebaut werden müßten, trenn den steigenden Anforderungen des Landes entsprochen tverdetr solle. Es wurde beschlossen, zunächst eine neue Eisenbahnlinie von Kungrod noch Tschardschuj östlich des Kaspischen Meeres zu bauen, die den. Weg zu neuen Perrobmmgebieten eröffnen, und auch einen Teil der mächtigen .Hmrptbalm bilden wlirde, die in Zukunft Rußland mit Indien verbstiden solle. Ferner lvurde der Bau einer neuen Bahnlinie zum Weißen Meere vorgesehen. * * Hollands Wehrmacht. Haag, 21. November (WTB. Nichbarntlich.) Di? Zweite Kammer lhat gegen den wiederholt ausgesprochenen Wunsch des Kriegsministers mit 59 gegen 4 Stimmen den Antrag des Abgeordneten Navchant airgenommen, daß die L a n d st u r m k l a s s e 19 0 9, die 26M7rigen, erst aufgerufen werdim sollerr, nachdem die Klasse 1917, die 18 jährigen, der Miliz und des Lmidsturms aus- gerusetl worden ist. Haag, 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegs- minister teilte in der Zweiten Kammer mit, daß^ falls keine außergewöhnlickMr Sch,Gierigkeiten entstehen, mxf) vor August 1917 sämtlichie Jahrgänge, die am 1. April 1914 unter hie Waffenj gerufen ^vurben, abgelöst sein werderr Der Minister hofft, von den Landstirrmjahrgängen 1907 wrd 1906 keinen Gebrauch machen zu müssen. Die spanische Flotte. Berlin, 21. Novernber. Der ^.Berliner Lokal-Anzeiger" meldet aus Budapest: Der Madrider Berick^terstatter des „Az Est" Meldet durchs Funkspruch: Sieben. Unterseeboote, die die spanische Regierung in den Vereinigten Staaten in Cartha- gena und Italien vor einigen Monaten bestellte, sind fertig gestellt und werden demnächst in Caditz eint reffen. Man rechnet damit, daß die spanische Flotte anfangs 1918 über 30 Unterseeboote verfügen wird. Wirtschaftliche Maßnahmen Schwedens. Stockholm, 21. Nov. (WTB.) Ta amtlich festgestellt worden ist, daß die Vorräte an Weiten und Roggen für das Jahresbedürsnis des Landes nicht hinlänglich sind, sondern Brotmangel befürchtet werden muß, wenn nicht sofort Maßnahmen getroffen werden, so beschloß die Regierung gewisse vorläufige Maßnahmen, bis umfassendere, zu Anfang des Jahres 1917 getroffen werden, irämlich Höchstpreise für Weizen, Roggen, Gerste, .Hafer, Weizen- und Roggenmehl. Ter Volkswirtsckiastsausschuß soll Maß- nal)w.en für die Organisation von staatlichem Einkauf und Verkauf von Getreide und Mehl treffen. Der Ausschuß ivird Wüter ermächtigt, im Lande Getreide cinznkaufen und erhielt für diese Zwecke aus Staatsmitteln vorläuffg 5 MiUionen Kronen. Die sackrverststtdigL „Times". London, 21. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der militärische Mitarbeiter der „Times" 'schreibt in einem Artikel, das; die Siege der Briten und Franzosen an oer Somme, an der Ancre imd bei Verdien taktische Siege seien, keine strategisck^n. Das erste Ziel der Alliierte müsse sein, möglichst viele Deutsche z u löten, und dies sei auch erreicht worden. Die Zeit für die Strategie komme später. * Der Friede. A in st erdam , 21. Nov. (WlTB. Nichtamtlich 0 Der Londoner „Dimes" mtri> von einem Korrespondenten aus New Port gemeldet, die „New Pork Times" vertrete offen die Ansicht, daß die Zeit, um Friekden zu schließen, gekommen sei. Die „New Bork Tinres" druckt eine Reihe Artikel ab, die, wie das Blatt sich ausdrückt, aus einer Feder von London stammen, die aus beiden Seiten der Erdkugel als zustäst^g anerkannt werden. Die Londoner „Times" benreM dazju, daß für die Engländer nach wie vor die Wdrte gelten, die Wguith in der Guildhall gesprochen hat. Ans Stesdt unü Gießen, Lcrno. 22. November 1916. Der §ee?rieg. Die Verluste der feindlichen Handelsflotten. Berlin, 21. Nov. (WTB. Amtlich.) Im Monat Oktober sind 146 feindliche HandelsfahrKeuge von insgesamt 306 500 Brutto-RegisLer-Tonnen von Unterseebooten und Torpedobooten der Mittelmächte aufgebracht, versenkt oder durch M inen verloren gegangen. Ferner si;rd 72neutraleHandclsfahrzeuge mit insgesamt 87 000 Brutto-Megister-Donnen wegen Beförderung von Bannware zum Feinde versenkt worden. eit K'riegsbeginu sind durch kriegerische Maßnahmen der Ntrttelmächte 3 322000 Tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes verloren gegangen; davon sind 2 550000 Tonnen englisch. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die „Deuffchland" abgefahren. New London, 22. Nov. (WTB. Nirktamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus: Die „Deutschland" ist abgefahren. A m st e r d a m , 21. Nov. (WTB.) Die Zeitungen melden aus New Aork, daß die Eigentümer der „Deutschland" für die Freigabe des Schisses 87 000 Dollars hinterlegt haben, nachdem auf Grund des schwebenden Prozesses ein Zun'ickhaltungsbefehl gegen das Schiff ergangen war. Tie „Deutschland" darf demnach jetzt jederzeit deir Hafen von New London verlassen. * Berlin, 21. Nov. (WTB. Amtlich.» Lünes unterer U-Boote hat am 14. November im englischen Kanal ein französisches Bewachungsfahrz eng, anscheinend einen Zerstörer der „Llrc"- oder- „Sape"-Klasse, versenkt. Außer sechs feindlichen Handelsschiffen wurde voir demselben U-Boot der norwe^ffche Dcunpser „Ullvang", der Eriegsmaterial für die srauzösffche Regierung an Bord hatte, versenkt. A t h e ik, 21. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Meldung des Reir- terscheu BureauS: Der griechische Küstenfahrer „Spets- cis" wurde versenkt. Soweit bisher bekannt, ist dabei eine Person tödlich verunglückt. London, 21. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Lloyds msldet, daß der Kapitän und ein Teil der Besatzung des n o r w e gisch e n D a m p s e r s F i n n, gelandet wurden. Sie erzähltsn, daß der Dampfer von eiusm deutschen Unterseeboot versenkt wurde. Bucheckernernte. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Aus verschiedenen Gegenden des Landes wrrd berichtet, daß die Bevölkerung über die Abli-eferungsvorjchriften für die Bucheckern verstirmnt und verärgert sei. Der notwerrdrg gewordene Hinweis auf die Vorschriften der BundesralS-« Verordnung, die vielfach ganz außer acht gelassen wurden^ habe die Folge gehabt, daß das Sammeln der Bucheln ganz eingestellt worden sei. Es wurde sogar versucht, den Glauben zu erwecken, das Sammeln erfolge nur für die Reichen, die sich dann das Oel kaufen könnten. Lieber sollen die Bucheln verfaulen, so konnte man hören, als daß sie den Sammelstetlen abgeliefert werden. Solchen ganz ungerechtfertigten Ausstreuungen gegenüber muß wiederholt darauf hingewieseu werden, daß nur die gebieterische Notwendigkeit, die Oelversorgung Deutschlands sicherzustellen, zum Erlaß dieser Vorschriften geführt hat. Der Bevölkerung der Gegenden, in denen es Bucheckern gibt, wurde die Vergünstigung eingeräumt, daß die Sammler V* der gesammelten Menge bis zum Höchstbetrag von 25 5kilogramm zur Oelgewinnunq für den eigenen 5)ausstand zurückbehalten dürfen. Diese 25 Kilogrcmrm Bucheckern liefern etwa 5 Liter Oel. Ms sich heraus stellte, daß die Ernte vielerorts geringer aussällt, wurde zugestanden, daß der Anteil des Sammlers in (wogenden mit geringerem Mastertrag auf die Hälfte, unter Einhaltung der Höchstgrenze von 25 Kilogramm erhöht werde. Weiter zu gehen ist, in Anbetracht des geringen Ergebnisses im ganzen, nicht möglich. Denn, es sei dies hier hervorgehoben, das aus den ab gelieferten Bucheckern gewonnene Oel muß in erster Linie zur Versorgung des Feldheeres und der Munitionsarbeiter verwendet werden. Ist bei dieser Sachlage das Verlangen gerechtfertigt, zuerst 25 Mlogramm für sich sammeln zu dürfen ürrd nur den etwaigen Ueb-erschutz abgeben zu wollen? Ist es berechtigt, zuerst an sich zu denken, wenn es sich darum handelt, den Soldaten, die oem ständigen Ansturm der Feinde standzuhalten haben, den Arbeitern, die ihnen die Waffen und Geschosse hierfür Herstellen, kräste- spendende Nahrungsmittel zu liefern? Gerade der Gedanke, zu diesem vaterländischen Zweck selbst beitragen zu können, sollte den Sammeleifer aufs äußerste anspornen, damit das in dieser schweren Zeit doppelt kostbare^Gut geborgen und zum Besten des .Heeres und der Arbeiter verwendet werden kann. — Hoffentlich trägt dieser Hinweis dazu bei, daß die Sanrmeltätigkeit wieder ausgenommen und neu belebt wird. Man wende nicht ein, die Jahreszeit sei zu weit vorgeschritten, die Witterung zu rauh und die Tage zu kurz. Solange nicht Schnee den Boden deckt, kann immer noch weiter gesammelt werden, bei Barfrost sogar am besten. Wenn die Fingerspitzen die sckprrfkarrtigen Früchte nicht mehr fassen können, so kann das Zusammenkehren der Bucheln angewendet werden, das bei einigswmaßen reichlicher Mast am besten fördert und auf das die Forst- vcrwaltung von vornherein hingewieseu hat. Nach oberflächlichem Durchsieben raffe man Buck)eckern mit dem Kehricht in Sacke. Die Abende sind lang genug, um die Bucheln sauber auslesen zu können. Deshchb frisch ans Werk! Wer Bucheln sammelt, sorgt für das Heer und dev Heeresbedarf, er sorgt zugleich für den eigenen Hausstand. Denn nur für diesen ist dem Saminler gestattet, sich aus seinem Anteil Oel schlagen zu lassen. Zu kaufen ist das Buchelöl nicht. * ** Inngwehr. Mittwoch, 22. November - Antretrn: 81/4 Uhr. Komp. 621 (2.): Realgymnasium. K-onrp. 620 (1.): 1. Abteilung: Ober-Realschule; 2. Abteilung: Gymnasium. ** Eine Fe st Vorstellung findet am Samstag, ben 25. November 1916, abends halb 8 Uhr im Stadttheater zur Feier des Geburtstages des Groß Herzogs statt. Nach dem Vorspiel zur Oper „Iphigenie in Aulis" von Gluck, ausgeführt von der Kapelle des Ersatz-Bataillons des Jnsantcrie-Reginrents Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter Leitung des Musikleiters Bruno Herrmann gelangt „Iphigenie ans Tauris", Schauspiel in 5 Auhügen von Wolfgcmg von Goethe nrit Fräulein Pils vom Hoftheater in Tarinstadt als Gast zur Aufführung. Der Reinertrag wird der Kriegsfürsorge überwiesen. Die Bürgersckmft wird in einem Aufruf des Oberbürgernreisters im l-eutigen Anzeigenteile ersucht, durch zahlreicher! Besuch den wohltättgen Zweck in vollem Maße sicher zustellen. ' ** Huhn ermarder. Am 21. November wurden aus einem Garten an der Lahn, in der Nähe des Bootshauses, zwei Hühner (gelbe Italiener) entwendet. Als Diebe winden zwei junge Leute in der Nähe des Tatortes im Alber von 14 bis 16 Jahren gesehen, die Rucksäcke trugen, in denen sie anscheinend die gestohlenen Hühner hatten. ** K r ankenreute nur für in valide Kriegsteilnehmer. Nach delt gesetzlichen Bestimmungen haben verwundete und erkrankte Kriegsteilnehmer nur dann Anspruch aus die Krankenrente aus der I n v a l i d e n v e r s i ch e r u n g, wenn sie nach lAblauf von 26 'Wochen'vom Dage der Erkrankung oder Verwundung an noch invalide im Sinne der ReichsvefficherungS- vvdnung sind, außerdem aber auch genügend Marken geklebt und bic Anwartschaft, auf Rente aufrechterhalten haben. Demgegenüber hat das Oberversicherungsamt Darmstadt vor längerer Zeit entschieden, daß allen versicherten Kriegsbeschädigten, die ununterbrochen längerals 26 Wochenim Lazarett bleiben müssen, die Rente zn gewähren ist. Begründet wurde diese Auffasftmg damit, daß allgemein Kriegsteilnehmer stets für die Zeit ihres Lazarettaufenthalts als invalide im Sinne des § 1255 der ReichSversichevungsordnung zu betrachten sind und daher !An- spruch auf Kranken- und Invalidenrente haben, soweit im übrigen die Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Der Gesetzgeber geht von fret Frage aus, ob der Versicherte sich mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand etwas erwerben, verdicmen kann. Das ist aber unmöglich, (jlo lange er sich im Lazarett befindet, da er keine Möglichkeit hat. sich gewerblich zu betätigen. Es ist daher, sofern nicht befondere Umstände vorliegen, nach Ansicht des Oberversicherungs- amtS während der LaizarettbeHandlung Erwerbstzm- sähigkeit im Sinne des 8 1255 der Rcichsversicherungsordnung anzunehnren. Gegen dieses Urteil des Obcrversicherungsamts hat chas Lcmdesversicherungsantt Darmstadl Revision beim Reichs- versicherungsamt Berlin eingelegt. Dieses hat, uüe wir erfahren, vor einigen Tagen dahin entsctiieden, daß die Rente nur solchen versicherten Kriegsteilnehmern zu ae- währen ist, die nach Ablauf von 26 Wochen noch invalide (d. h. mehr als 66% Prozent) erwerbsbeschränkt sind. Diese endgültige Entscheidung, die für versicherte Kriegsteilnehmer von außerordentlicher Bedeutung ist, entspricht wohl den gesetzlichen Bestimmnngcnt, immerhin wäre aber eine weitherzige Auslegung der Besttmmung, entsprschend der Entfcheidmig des Oberversi- cherungsamls im Jrtteresst der Kriegsbeschädigten sehr z-u nmnschwi gewesen. ** Der «Erfolg her Bo'lks- und Bern fszählung am 1. Dezember ds. Js. hängt in erj'ter Linie davon ab. daß es den (Vemeftldebehörden gelingt, Pie nöttge Anzahl v»n tüchtigen Zählern zu gewinnen. Diese haben nicht nur die Haushaltunyslisten ft; den einzelnsr Haushaltungen abzugeben ulD dami Meder einzusammeln, vielmehr ist es ihre Hchiptaußgabe, naäMrprüfen, ob die von den HMrsbalttrngsoorsdLnden gemachten Einträge vollständig und richtig sind. Unterbleibt dies, so sind späterhin zeitraubende und unliebsame 9ftkffr<%n wwermeijdlich. EH ist zu erwarten, daß ftch recht viele schreibgewandte und geeignete Pennen den Gemeinde '^Mtafecn oi-> ZMtt mit *k-c,uaoifcj Ueüai, um freiwM« auf bw* fSnfröümlteiöiifte \nlrdbwtjfc 0* .. . T **** Tir ri^> ck nkarlosf ^ l Berwertung 4 - Ge - lellfd)öft hot l>oin M^rirfl^Tiuiinnnh^uint bif ^5nnäd0i(TU’Kfi et»» Lßfteii. ^ avtDiicl s cbjn itzel m,d K ar t vs 1 c l f Io ck cn tnc Zi mcnftMidn'n ')lc\nvA\c\*\wdn\ unbrauchbar sind. und auch durch entkpreclxncke '^'.uivirmm biefcni ssvccke mcht bintftbat gemacht Lrtbcn Immen, aus Antrag §ut Vers ütter-ung, frei-ugeben. Die gleickre Ermäcktssrnug ‘ft Ci ' : ^ u Ntr das bm der F-obrikatton von Lttosselschnitzetn entfiel ;»U>c Sf ar t oM c l) chlu ifecl m c§ I nnd> iw die bei der Beiinav'.ing iu>n KarttsiMl flocken zu Kartosseluralz- nil'bl entiteheitde K arroffelflMckenkl eie. . I ^ f , | ^ u , e fl _ . | Das Ammien de> Händlers Heinrich Baduin üertmeslkrnnivog 21, ein älteveo, allerdings vernack> WohnhäuSäen inmitten von zirka 1000 Quadratmeter (Gartenland umrbc gestern tnt L^ege des Zmingsverkanfs für «0000 Mk dein Erwerber. Gek^-imrat Professor Pfeiffer, Luaescklayen. Tav An.mssen befindet sich in der schönsten Lago des imsorer Stad! und ist an drei projektierten Strafen gc- feaen Bei dem Kaufpreis Wurden die Hhwnbeken, womit das Grundstück belastet ist, nickt einmal aa-itj gedeckt. »• © t o 1 & c - © ch r c i). i oijs-.wHr'v Mittwoch beginnt in der NezirkS- idnilc, West-Anlage, luicbev ein Lehrgang für Da,neu und Herren. Unterrichtsdauer Id Abende. Siehe Bekanntmachung. "AUS dem Ätadtthsaterburean. Nochmals fei nuf die morgige Anst'nhrung von Hauptmanns „Biberpelz^ mt Herrn Carl William Bull er als ^Wehrhaluck hinqewtefen. ( 5-4 ist das erste,nal^ daß der beliebte Gast diese seine Glanzrolle im jetzigen Stadtthealer spielt, und da sich auch in den anderen Hauptrollen eine gute Besetzung ermöglichen liest, so steht ein genust- ,-eicher und emv eblenswerter Albend in Aussicht. " In Kaffee bäufern, Gastwirtschaften und 6 p e i s e a n st a l t e n darf nur n o ch S ü ß st o s \ (S a c d) n v t n) nn Gäste verabfolgt werden, kein Zucker mehr. Siebe Bekannt- n che n backverbot für Bäcker. Bäckereien dürfen daS ihnen von der Stadt Gießen überwiesene Mehl nur zur Be- reituug von Brot. Brötchen und Zwieback verwenden, die Herstellung anderer Backwaren, insbesondere von Kuchen, ist verboten. Siehe Bekanntmachung. ., . " Der nächste Städtische S e e s i s ch m a r k t beginnt Donnerstag, den 33., November, nachmittags 3 Uhr in den Markt- tauben Verkauf von besten frischen Seefischen (Schellsisrh. <5abuau), Miesmuscheln und Rauch fisch als Ersatz für Rauchfleisch. -> * Stadt. Krau t v e r ka u s. Um einen Andrang bei der Erautabgabe zu vermeiden, müssen die vor! .ngten Mengen vorher hei dem städtischen Tiefbauamt. Asterweg Nr. 0, wahrend den MMstnnden angemeldet werden, woselbst d,e Bestellungen in eine Lift? eingetragen und fortlaufende Numnrenr ausgegeben werden. Die Abgabe des Krautes erfolgt an den Berkansstagcn der Rcrhew solm' der eingegangenen Bestellungen und aus ge gebettelt Nummern rnckpreebend. . Landkreis Gießen. *• Wieseck 22. Nov. Der Gardedragoner Hch, Will, welcher von Beginn deS Krieges im Felde sieht. sowie der MnS Musketier August Da pp er, Inf.-Regt. Nr, 332. wurden wegen tapferem Verhalten vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Büdingen. -4t. R « d i n a e n. 22. Nov. Be, einem Sturmangrff starb den Heldentod der Leutnant d. Res. Ernst E i b a cb im Jns.-Rgt. 390. -- Das Eiserne Kreuz erhielt der Fähnrich Schäfer un Inf Reginient 9v.^ ^ ^ 22. Nov. Dem Kommunalverband Büdingen ist Hw* t i et) c n m arme lade in 12,st kg-Qsitnet anqeboten roorben. Der Verkaufspreis an den Verbraucher wird stch auf etwa eine Mark stellen. . * BorSdorf, 21. Nov. Nach Mitteüuna eines Kameraden ist der als vermißt gemeldete Musketier Ernst U h l in den schweren Kämpfen an der Somme gefallen. ^.er junge Held war ein allseitig beliebter Mensch. _ _ . chst Düdelsheim, 22. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier ^o^n^i g. ^ ^ Nach langer Krankheit starb hie? der Großh. Bürgermeister Georg Ritzel. + Ober flocfflabl, 28 Nov Fürs Vaterland starb der Musketier August W a l t h e r. — Lehrer Jung erhielt das Kriegs Ehrenzeichen. Kreis Lauterdach. ü Gjnn-enan. 22.Nov. Ern auS Gießen stammender zehn- Mrigiw>-rWI!mss, halber lnc bnn.at ver- lassen nmßte. kamt man nur bemitleiden, da er mit fernen 10 Jahren die Heimat und seine Lieben ,rickst vergessen konnte. Kreis Schotten. We Gedern, 21. Nov. In der letzten Sitzung des Orts- ausfchuffes für K r i e g s f ü r s o r g e wurden die Herren vr. mtd. Binsack und Mühlenbesitzer O b e r h e i m zu Mitgliedern des OrtSmisfchusieS neu gewählt, letzterer an^^telle des mfolge Pensionierung von hier verzogenen Fürstlichen Rendanten E l o o 8, letzterer für den zum Heeresdienst etnbernfenen Lehrer L, st. n Aus dem hinteren Vogeltzberg. 22. Nov. Auch bier bat der Winter mit Macht seinen Gnrzug gehalten. Nach tivä Tagen Frost fiel in der Nacht von S-unSürg aus Sonntag emc 6-10 Zentimeter hohe Schneedecke. Am Sonntag wurde hier und da bereits eine erste Schlittenpartie geivagt intd noch abends tüute melodisches Schellengeläute durch die Straßen. Kreis Friedberg. — Vilbel. 31. Nov. Ein hier eingetrofsener Güter wagen ist unterwegs beraubt worden. In erster Linie sielen den Dieben grogere siir BÜbet bestimmte LebenSmitteivorräte anheim. Starkeuburg und Rheinhejfen. ---Mainz, 21. Nov. Am Kostheiiner llebcrgang. der ver- j-bentlich bnrcf) keine Schranke geschlossen ,var, überfuhr eine 'Maschine dnS Fuhrwerk deS Gutsbesitzers Schneider anS Kästet und tötete die beiden Pferde auf der stelle. Der Fuhrknecht erlitt lebensgefährliche Verletziingen. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 21 Nov Die Ulmbachtalbahn von Wetzlar bezw. Stockhcmscn, ALendors vaü} lUtn schreitet ihrer Vollen dung rasch entgegen. Durch sie ivird bkegamtlichen Oueilen^zusvlg« im Ulmtal ein ungewölnUich reichen Bergbaugebiet erschlossen und dem grossen Verkehr augegliebert. Im Ulnilwwbtal i nurden in Bong 85 Gruben selber ans Esten- und Manganerz. 1.5 ans -Tupfer .Bin und Zinkerz, 15 auf Don. 5 ans Dtuchiclüner und o ans nun- kohle festgestellt. Die neue* Linie soll. lobatd die ^rhaltnrste osf ernchglickj-en, in nordwestlicher Rüytmui von Ulm an'.- über Beu- stoin, Rodenberg nach Driedorf weitergesührt weaden und bringo dani.it eine neue Verbindung znnscl.i n der Lahnbahn, und der Westerwaldguerbahn, zugleich aber ersajUeßt ste ern brshier noch wenig ansgemltztes Industriegebiet von überaus reickjen Bodcu- schätzen. Hessen-Nassau. Stoltzc-Ausstellung. Frankfurt a. M., 21. Nov. Im vsttorrfchen Museum wurde beute mittag eine S-tol tzc-Ans fiel lilirg cr öffnet, oic ungewöhnlich reichhgltig ist lind die das Frankfurt von 1848 und 1Aö0 in ausgezeichneter Weise dem Besucher nayebrmgt. Im Mittelpuilkt der Ausstellung fielst das bekannte Pmuwama von Frankfurt un Jahre 1848 von Lüsten. (Sme ,5# von Bilde"/, zeigt Staltzes Elrern. Vaterhaus. Lehrer, meun.de und de . die Sn.nntage von 1848. ferner sind dw von Stoltze horml^. gegebenen Zeitungen. „Erebbelzeitiuig mid „Latern . m rnä, AuSwabl vertreten. Dabei erfährt man, daß mich Wilhelin Vwch Mitarbeiter an der ..Latern" war. Handschriften. Prozefzal rn v,v dM niete" feilt Stock usw.. Büsten und viele andere pcifon- lre Erinnerunasgegenstände vervoMtündigen du Ausstellung m ^dicklichster Mise und geben tieso, oft rulweude Einblicke rn res Dichters Häuslichkeit und Akenschliäsieit. b.uit an gnnMichnn Xikbr, Wie »iftteuö aU Melde-Rappon 0 ^ vorgesehen Wr Me 'Äufrediterbattunfl der n>ue CfWerm ist dem Studien P,a^o>nmandanten der älteste OsN^r. für die Im den Uuterofiöiwrm und der M-irmchast em 7feld>. t> veranttvartlicl». In ÄnSsich, gNn°nUnen,sl'h-ne,,^E°de M Theater, >Kmr»erte» und Bo-rtr.ine» >mme treier wintntt m o> N'tsseiisclöstlichen »'»»Mnmn'lninien l zu mnnnlnrn "" riitoeTtH(l)C Beuützimg bei üfsentlich'*»' und snmnar - Bibliotderen niid nötigenfalls däe Befreiung von del, Gebühren der tzoch^Men Mrimatrikulationsgeblihven, Kolleglimgelder usw.) wurde schon von Anbeginn fest ge legt — vermifchte». ' 4)stadst. 20. Nov. (SB. ®.) Heute uachu.tttak, sind die „iestueu Lotsen mit II Manu des Hamburger Dampler, .Fritz Hugo StinneS »" !,ier eingetroffen, der msolge einer Kessel- exvlosion südlich Sandhamm untergegangen ist Er war mit Erz von Litlea »ach Hamburg unt«k>vigl. Der Kap'tdn IM sechs Mann bestiege,i das erste Rettungsboot, elf Mann da^ zn e,te ersteres kenterte, man sab zivei Mann sich an den Trmnmern c n- klammern, ihr weiteres Schickfal ist unbekannt. Der fchwet st Da.npser „Bore" nahm die elf Mann des zweiten Bootes auf und rief die Psladter Lotsen herbei. y Kirche und Schule. = Frankfurt a. M., 22. Novembc'r Eine sauimlung aller evangelischen Ofcmcinbe'n lYr^lmkfurtS über die Konfirmandenkleidung bei der bevorstetstniden Konsignation einem sehr beachteiiHverten Entichluß -^e bgt alun Eltern mit Eindringlichkeit ans .verz. auf die 'onst ülststben vc, schieden en Borstest und Konfirmation sklerder »ovaen der großen Knappljeit ait Kleiderslossen Verzicht »ii liestten imb Tüt betbc W«« nur ein und dasselbe Änd M beschaff, bczw tragn n lassem Von einem einheitlichen .KonsirMjattonskler.de soll in diesem stnöi mnii flhflcyelnMi werden. WSchenti. Aeberficht derCoderfäkle i. -.Stadt «letzen. 46. Woche. Voni 12. bis 18. November ISIS. Eiuivohnerzahl: nnaenoiniuen ja 33100 (infj. 1800 Mann Militär» SterblichkeitSzifser: 12,56 *L,. Nach Abzug von 4 Ortsfremden: 6,29 °/„. Im Marburg 22 Nov. Nack.-deni die Marbnrger OrtS^ gruppe des Vereins ^Frauenbildntm-Frauenstudinm" in den beiden erste!, KriegSwintan mit der Brranstattung jutanuncnfimtflenKv Vortcagskurse auSgesetzt hatte. >vüt !>e d>e>eil.^mt>r Mmh >n Aortmgöreiho mm t». Gunkel an» (^esfen nbn ..Dir Propheten Israels" ihre Xätiitfnt wieder ouWtowt- . .. rn Battenberg. 21 Äov. Bürger,neinee BI oh r gedrn.ki ank- chesnndheitSrucksichton (ein 31m! denmachh .uederznlegen Ta- mit taucht erneut der Plan aus, tue unser Ethdlchen eine» B e r u s S- bürge r meiner auznstctlen. 3kie Dienstgesehhlte^ uberninunt einNweilen der bisherige Beigeordnete G-rbsru>e,f!er «chnechcr. ... B i e d e » k o p f, 22. 9to». E« ist in Aussicht genommen, bei genügender Beteiligung durch die Ortsgruppe de-; Later, laudisehen Fraueuvereins hwrseldst eine» Knrius nbzubalteu, », dem Liraneu und Mtidehe» die S e l b ft a n s e r t t g u » g v o n Och > h- w e r k nuS Abstilleu aller Art gelehrt u'erdeu soll. Der K»r us wird aus eine Woche mit täglich 5 b>r S Stunden Unterricht sich etftredcn. „ 22 . 9lol ,. Maschineutechniker Veiurieh Mulch (Garde-Fttftlier in, Lohr-Jns.-Rgt., 10. Komp.) starb im Aktiv von 20 Jahren den Elneniod von -en Internierten Stndenten ln Zürich. Tie tmrsasswven Kriegs-Litbestverke der Schwei, wurde» jüngst durch das dankenswerte UntenrelMen bereichert mt^inerten Stu- deuten die Möglichkeit der Fortsetzung ihrer nnterbroctreiren -Studien zu aewÄicrn. Eine leoderrtende Iahl derselben r t denn auch hererts an den scliivoizerisänin Hoclikchnwn untergebracht. In Zürich be- silwen sicli lxr-,eit rund 100 internierte Studenten, außer simf Krau- MtLm W»« der Stadt gr-M. lauter .Dusche. The A» . walrmc in dir Lchrcmstaltai Zürichs besorgten rm Rahmen M.» all- Sei«", „hilfswerks der .vmhsch»,le» für »irregsgesmigene' Me . - , e-7>... >fta y. V. A *. /Mir S4(> ) inih Dl. Oil 0 t, ** ES starben an Zu! Erwachsene Altersschwäche Krupp Lungenentzündung Tuberkulose Herzleiden Blinddarmentzündung Krebs 2 Kl) 1 KD Iffl 2 1 KD 1 Ta) Summa: : 8(4) 8(2) Kindei m 2 . di» . grabv T (i) rniessorei!' Tr Egger (für die Universität, und Dr. Grotz- m-ann (für dws PolytechtnikunO, wobei auch die Rektoren und eme stattliche MnMhl anderer Lehrkräfte nritwirkten. Es wurden von ilmen 5e Ämiewmigen zum Studium und d,c vorliegenden Bew- Manrwren hieran geprüft nnd darnach, die Verteilung der Bewerber a\d UmwrWt, Polytechnikum und andere Anstalren getroffen, imrrden auch dem Konservatorium für Musik fi'mf ^tuLnereilde inid essier der die. Mlaturitätsprüfung m wachen lmtte. ^m Gymnasium iSrfföorf wlßWrtefm. Bon eff Sssi^ ,eren u>U> ecl.S Vrzeseldwebe mit Ofsizäerscharakrer besuchen 14 die Universität, drei das Poly techn^mn^ ^ Mten Södels und Pensionen einzeln dis die Unteroffiziere und Sioidaten wurden in zwei feaufcrn an KTsäSffifc «nqmtHen; ebenso die {taten zugeteilten Ordomm»»en. die ans Jnteniieichm schioenerischer (tzefan^nenlagcr aEtvöhlt nnerden. Die Verköstigung cst den Hansnnrten gegen einen Pensionsbetraq vocc 6 Fr. ftir den Ogsczcer. -I Fr stk d«e Mannschaft überlassen. Die Stichiereuden .»erden m.sü be.tc ver- pflegt nvch sind voll fc* Üobes sür d,e ihnen ermesene Gostfrennd- ^ Sie stechen unter militärischem Befehl, im besonder,, unter der Aufsicht des Studien-PlatzkonrmandcurtemSamtiltS-Hauptmaiins Tr Ii Stveckert An Sonntagen ist für Protestailten und Kntho tikcn'der Besklck des tÄottcÄienstes .rngeordnet. Tie gierenden erstellen sich"der grösttmriglictzqn Wrecheit! erne eigentliche BeMa chmm stnvet 'licht sstUt. und jeder fügt s,ch gerne ohne Zwang den, militärischen Tagesbefehl, 'der u. a. tue Tagwache „m 7 Uhr morgens und Ausgang bis 9V* 1% «Ä?' ÄEÄ ffirfjt au, getroffen. ^^'^"di^Ostizi^ri'ist wü'i^nMch zweimal eine Zujammm _1 <1) 57i) Sinnt.: Die ut stiammetn Sei^uru oui«“ w^ n an ' bet Todesfälle in der betreffe,wen Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. , , ^ - Veröffentlichung des Äroßh. KreisgesundheitSamts Gießen. I. V.: Schenck. ^v^efkaften der Redaktton. Mnvvvmo Rufrageu bleiben unberückstchtt«t.k 5. v. ll>. Seil 1. Oktober 1915 ist die Gewährung oer ^chui- aeldbethilie an den Nachweis der Bedürftigkeit gebunden, d. h. sie wird gelvährt, wenn gle, chzcit, g ,> am i l \ t n - u n t e r st ü tz u n g g e z a h l t w i c d. Llnträge wegen Gewährung von Schulgeldbeihilfen werden am einfachsten vom Vater be, seinem Tru ovculeil geslelsi. ^ m - — ■ tctzte Nachrichten. Zuin Rücktritt Jagows Berlin 22. ^oov. Ter Berliner ,,L^ka1"AnMger fchrowt. Der Rücktritt ' des SwatLseckvetärS von Imwtv mag nach auben lsin vielfach liberoaschond kommen, in uiitcwricWeten ffmjö ][ tmc man iriwm längere Zeit darmck vorberestet, ^lich^ daß^ dv Entscheidnna in dem anqenhlickltck^.-n Zeitpunkt noch Nicht mNülen wäre wrnn nicht der- uneckwartete Tot M«res Wiener Botschafters von Tsck i rsckLt, sil einer Nenovdrmng der Mrsimal verhalt ms ich der leitende,, Stesten ^sereS anSwäetuM, TXetist^ TEstcrssnna gegeben hätte. Wir haben schon berich>tet, daß mub Iagom für diesen Posten Äs ^oerber^nnnt wae Wem, er statt dessen aus den, Reicklsdrensle mvÄchechet^ so wrrd dss-se Entschecknnm mit durch die Erkenntnis herlxnMsithrt 'oorden si-iu. daß es in dieser Zeit an allen Mäßgebmch^ auBvärttgen Politik ebenso starker, ,me gefchnkter Vnnde bedarss ES ist kein Geheimnis geblieben daß Herr wjr imch aufew Wn iM't über die drittel verfügte, ferne .Absichten und Id«n wirksam vor der Oeffmtlichkeit ziu i*ertreten. Bvtfchnftcr Gerards Rückkessr nach Brrlin. Bc-rlin 22. Nvv. Me der ..Lokal-Anzeiger" auS Kiwer- lässig Quelle erführt, tvird verr Gerard der «erstu» schaftei' der Vereinigten Staaten, denenacich ans Pc wi -urücUckhren rmd sich! m New Bock am 7. nächsten Monats ein. schissen Die griech-ifchk Krise. Lugano. 21. Nov. ..Corriere della Sera" berichtet aus Atheir vom 20. d. Mts. nachmttagS: Der Kronra t b es chl v ß bie Forderungen des Admirals Fvurnet zu verwerfen. Vielleistzt ,vitt> iwch eine wrdere Sitzung stnttsinden. Die Ä ^D^^Kabinett LanckrvS bes^fti^t Ücb nach imrer Athener Depesche der Pariser Blatter, mck dem ltn , .vfemö Konstantst, zugegangenen Schreiben B rra n ds. Drefec Mün Briands, der schon von der „Tttnes erwähnt nnrche' sttlU da^ u Dickreu in Aiu-sscht, saus drc königliche de Bürgschaften für eine kräftige ^ördernng der" (Stttiitegiflc böte. - 4 > nie Han u&tfangc JnfirnaSons-rtatenal beiden ölektriztiätswerteo mdJdätaMeurSW 2 sleueJSe, fo£bp£ tiefh°bar>& Typen: 25 ~WaS ■ 100130 V 6 S 60 \Jc&-2QQ'Z3Q VaZf iznfepJcheiden. ßch von den. gewohnhehen MelaDdpahf Lampen du^ ih&en gingen öhxxxrVenbran benschend fchones, weißes tichi, vovfeühaSe hebt* \repteilung, neue gefiaJhge. Glodzerifibrrrn Hotel Fürstenhof Giessen Eröffnung sämtlicher Räume Hotel > Cafe > Restaurant • Saaibau und Kegelbahn Mitte Dezember 1916 C, Dürschinger z* Zt* Frankfurt am Main yi ItffVtf f. IMm Samstag, 25 . November 1916 , abends n Uhr findet im Stadttheater eine Feft-VsvfteÜMMg Pbaisdi m T n?“?, ,, “ a ‘ n '\ bcn2 i S - November1916, narfmiittn« __ W, 3 Ubr begrünend, tu de» «uwoimae „ . Rrieysversic lierurui -Auszahlung Oer ^°uchfisch als Ersatz empfehle: Ia. Qualitä liognak Hum fämtUifön der Firma Cafe Amend ffent© nachmittag 4 Uhr Familien-Konzert Cafe Ernst Ludwiö ’i'fter*” KÜNSTLER-KONZERT ia Gießea. Der Vorstand. W |p Ä lt\ Bekanntmachung Wau wm SB ist ■ U nter ,BeUWNLhim: »ruf die Bekaniltmo ~—■ Hartwig Kantorowicz A.-G., Vosen — — m Feldpostpackungen. Vraktrsche Fcldkocher :: ::Hartspiritns. M73 Medlzinal-Drogme 3hm Kremplet uernivrecher 706 Otto Winterhasf Kreu^lap ! täglich von V,8 Msr abends Sonntags von 4 l!hr nachnisttags ab Motel Ubppen. Bekanntmachung. 06 mit Brotgetreide und Mehl. Grund der Bekanntmachung des Buudesrats Ernte 1916 r./ 1-ilo befhntme ich mit (t/tixchuiioiuio hp-r 9rnf ÄÄ dlnfhL« ngSTgSaft SSfe' in 3lndKm örtreff fÜr deu^zirk 8 1 f »MKSLL ‘feSSJStofSÄ § 2 . ^^rorten ober mit GeLswase bis zu 15M Mark § 3 AerorLmung tritt um 23. November 1916 m $iefcett, den 18. November 1916. 99SSL Der Oberbürgermeister. Keller. heu ^JLw Cau ^? Ä ^f l!ß C? u C^ rc Bekamrtmachtrng über iqi6< Lerbrauch^ucker im Betriebsjahre ld) H raur «rulmerksmn, baß den Besitzen' Gastwirtschaften jeder Art. Speise- anftalten üfw. der Stabt Gießen Zncker z^rr Verabsot- von Getränken, insbesondere ^^lec, Tee und Lrmonade. nrcht mehr überwiesen wird v*^ ß ^ cr nui ’ lloch Süßstoff (Saccharin) an Kaste tn °Vwe7den.^"^E"sch°i--n und Speiseanftalt-n °er Gießen, den 20. November 1916. 8982B Der Oberb^irgermeisier. Keller. Krantverikauf. j^LV»L.'»Lss« L L Ü^vschen Tiesbauamt, Asterweg Nr. 9, während der Amis stunden an.ge meldet iverden, woselbst die Bestellun- ss;zÄ in9,tostn und ttaksu ^°lgt an den Ver-anfs- _ Rtthen foLge der eurg-eganyenen Bestellmtgeni mrd ausgegebenen Nummern ents.prsch.eitd. ^ Gießen, den 21. November 1916. 83816 Ter Oberbürgernveifter. Keller. Flu^ u. Seeßschj I. M. Schulha Telephon 119 . - Prompte Versand nach auswärts, p luWuaM Als Srfihl’su^a gewGnscbte® u.prei8wert »Itastlurct Dir.: Hermann Steingoetter. Mittwoch, 22. Nov. 101k abends 7 Uhr: llnter der blühenden Lind, Ein sröbt. Spiel in 3 Akte, mit Gesang und Tanz vo, s>r. Geller!. em , Ende 9% Uhr. Donnerstag, 23. Nov 191t abends 8 Ufir Elamaligcs Bastspiel Cap William Bälle?. Der Biberpelz Diebskomödie in 4 Ak'en von Gerhart Hauvtmanu Ende nach 10'/« Ubr. i