Nr. 274 oi Cleht«er aujdtef crftbcint läßlich, außer EonulaqS. - Beilagen: Gietzcne i LamilientzlÄter; Kreisblatt für den Kreis Kietzen, vezngspreis: monatl. 90 Pi., viertvl- jährl. Mk. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- führ!, ausschl. Bestellst. ernsprech - Anschlüsse: Oir dieScliristleitunst113 Verlag,Äeichäitsstelleöl Anschr.istfürDrahlnach- richten: Anzeiger Gießen. Erster via« 16 Ö. Zahrgang Postscheckkonti: Frankfurt a.M. N686 Eenerai-Anzel MM 3williugsr«nddruck «.Verlag: vrühl'sche Unio.-Such- u.Steindruckerei «.Lange. Schristleitung, Seschästsftelle ».Druckerei: Schulftr Dienstag, 2 \. November Mb AkiUüfme »vu Anzeigen K die Xaflcftnumroet bis zum Nachmittag vorher. Zeklenpreir^. Änzergen: örtlich 20 Pf., Ber- «Nietungen u. Ctellenqe- suchelSPf., auswärts 25 Pf., b. PlatzvorfchrrfL 30 Pt., Reklamen 75 Pf., bei PLatzvorschEtvOPi. Harryt schritt le« er: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt o d Land, V erwischt es u.G o - richtSsaal: Fr. R. Zen . Anzeigenteil: H. Beä, sämtlich in Gießen. vankverkehr: Kewerbebank Gießen 7k »2 Der Vormarsch aus Craiova. (WTB.l Trohes Sauvtauartier. 20. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nupprecht von Bayern. Das englische Artillrriefeuer war gestern im ganzen geringer, stark nur auf beiden Ancre-Nfern. Zwischen S e r r e und B e a n m o n t, sowie gegen unsere Stellungen sjwlich von Miraumont in den Wendstunden verbrechende Angriffe scheiterten verlustreich. Im Handgranatenkamps warf unsere Infanterie die Engländer au§ dem Westteil von Grandcourt hinaus. In den Gegenangriffen der letzten Wochen sind 2 2 Offiziere und 900 Mann gefangen uird 3 4 Maschinengewehre erbeutet worden. Erneut versuchte der Franzose von Nordwesten her in den St.Pierre Vaast-Wald emzudringen, er wurde zurückgeschlagen, obwohl starkes Feuer den mit frischen Kräften geführten Angriff vorbereitet hatte. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei starker Kälte war die Gefechtstätigkeit durchweg gering. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. Unsere Operationen gegen die russisch^rmnänischc Front nahmen planmäßig ihren Fortgang. Nordöstlich von Eampolung erschöpften in täglichen vergeblichen Angriffen die Rumänen ihre durcheinander geworfenen Verbände. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der Dobrud scha und längs der Donau bis zum Hafen von Oltina (östlich von Silistra) Artilleriefeuer. MazedonischeFront. Die Einnahme der neuen Stellungen nördlich von Mo - nastir hat sich ohne Störung durch den Gegner vollzogen. Neue deutsche Kräfte haben die Kampfzone erreicht. An der M o g l e n a - F r o n t sind serbische Vorstöße bei Bahovo uiw Tusin von den Bulgaren abgewiesen worden. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. w Berlin, den 20. November 1916. abends. (WTB. Amtlich.) Artilleriekampf nördlich der Somme. Unsere Truppen nähern sich Craiova, der Hauptstadt der westlichen Walachei. An der unteren Donau und an der S t r u m a lebhafteres Feuer. * » * Während unsere Oberste Heeresleitung meldet, daß unsere Tmrppen sich Craiova, der Hauptstadt der westlichen Walachei, nähern, wird noch einmal um das Schicksal Griechenlands aewürfelt. Es ist der ^Entente nicht gelungen, dieses Land uno seine Militärmacht auf ihre Seite zu bringen, und was sie von den Mitteln und Waffen Griechen lands für ihre Zwecke benützt hat, z. B. die griechische Flotte, das verdankt sie nur räuberischer Erpressung/Die Lage des Königs Konstantin ist ganz absonderlich, und sie ähnelt noch mehr derjenigen der standhaften Penelope als dem Schicksal des Helden von Jthaka selbst. Es liegt in diesem Vergleiche des Königs mit einem unsterblichen, in der Sage hochgefeierten Weibe nichts Beschämendes. Er braucht dieselbe List wie jene, als sie vorgab, ihre Entscheidung hinauszuschieben, bis das bräutliche Gewand fertig gewirkt sei. Nur braucht König Konstantin die Maschen nicht aufzubösen, denn der' große Krieg ist sein Helfer, der webt und loirkt und die Bemühungen und Erwartungen der Entente auflöst wie die Maschen eines Strumpfes. Und immer wieder neue Ochsen und Schweine wollen die Freier schlachten. Heute wird gemeldet, daß der französische Admiral Fournet — General Sarrail ist anderweitig beschäftigt — in Athen eine neue Note überreicht habe, in der die beschleunigte Uebergabe von Waffen, Munition und anderem Material gefordert wird. Die Franzosen sind also noch immer nicht ohne Furcht, daß das gequälte Vol^ eines Tages im Rücken ihrer Balkanfront einen Befreiungskampf beginnen könnte. König und Ministerrat in Athen weigerten sich, der neuen Forderung Folge zu geben, und die „Times" erklärt die Lage als „beunruhigend". Das ist uns eine große Freude, denn die „Times" wird sicherlich nicht dazu neigen, die Lage für die Entente ungünstiger hinzustellen, als sie rn Wirklichkeit ist. Dazu kommt als Letztes noch ein weiterer, unerhörter Gewaltstreich der Entente. Sie verlangt, nach dem Reuter-Bureau, vou der griechischen Regierung die Entlassung dev Gesandten Deutschlands Oesterreich-Ungarns, Bulgariens und der Türkei. An den Lappen „Wohlwollende Neuttalität", der schon in schreienden Farben schillert, wird noch ein neues Stück angenähl. Was wird nun der „neuttale" griechische Staat machen? Heute soll in Athen die Entscheidung fallen. Lehnt der König das Verlangen ab, so werden die Franzosen und Engländer vielleicht mit einem Gewaltstreich arttwortzen, ähnlich wie sie ja bereits früher in ihren: griechischen Jntereffengebiet die amtlichen Vertreter der Mittelmächte verhaftet und weggeschleppt haben. Stimmt der König zu, was schwer anzunehmen ist, so braucht er immer noch nicht die Hoffnung auszugeben, daß iüm aus dein. Norden „der Frecheit Licht" hervorbrechen wird, denn seine' sttategische Meinung über die Kriegslage wird dieselbe geblieben sein, und er wird genau wissen, wie laut die Schläge in der Walachei den Jubelruf der Entente in Monastrr überdröhnen. * Gerade die Vorgänge in: Osten zeigen, daß der Friede vorläufig noch etwas umnebelt ist. Es muß sich enffcheiden, wer die Lage siegreich beherrscht, Mackensen mrd Falkenhayn oder Sarrail und Brussilow. Russische Minister haben gesagt, Gott allein wisse, wann der Friede kommen werde. Aber der Nebel um Rumänien und Griechenland wird sich verziehen, und dann werden die Russen vielleicht besser die weisende göttliche Hand erblicken. Die „Voss. Ztg." mahnt das deutsche Volk zu neuem Aushalten rnrd warnt vor den Scheidemannschen Einbläsereien mit folgenden zutreffenden Sätzen: „Es ist ja so leicht, dem Volke jetzt von Frieden zu sprechen. Es ist Io dankbar, und kann hinterher so wirksam für die Sammlung vo :Eählerstimmen sein. Wir fühlen jetzr alle die Lasten des Krieges so schwer, kein Wunder, daß für de:: Bürger wie für den Soldaten das Wort Friede:: einschmeichelnder klingt denn je. ?lbcr Man :nuß do ch auch die andere Seite der Sache bedenken:- Wir sind jetzt an einer sehr kritischen Stelle des Krieges angelangt. Unsere Feinde sehen allmählich ein, daß der Kampf, den sie führen, 'hoffnungslos-daH, je länger dichest von ihnen oütstichte Krieg dau-. ert, j:ch 1 ein imt so ' ure: enthüllt. Sic machen sich längsten wsft Iden Opfern vertraut, die sie iverden bringen müssen, falls Dcuttchlaud auf seiner Stärke Mharrt. Deshalb lancieren' ste Friedenswünsche, deshalb versuche:: sic, die Neutralen zu Inter - ventionen anzuregen. Sie wissen, daß auch das deutsche Voll! den Frieden will, und sie hoffe::, durch Reden urü> Schreiben, es weich zu machen. Und dazu zu bringen, un: eines schnellen Friedens willen seine Zukunft zu verkaufen. Das hieße unsere militärischen Erfolge diplomatisch ruinieren. Das hieße unsere Entwicklung ruinieren und uns in den Bankrott hnreintreiben. Jetzt irr dieser gefährlichen Epoche gilt es. kaltblütig zu bleiben, und die Nerven zu behalten. Tie Agitation Schieidemanns aber dient dazu, die Nerven des deutschen Volkes zu schwächen, statt sie zu stärken." Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 20. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. November 1916. Oe st sicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. Die Operationen gegen Rumänien verlaufen planmäßig. Nördlich von Campulung wurden wieder heftige Angriffe abgeschlagen. Heeresfront des Generalfeldmarschalls PrinzenLeopoldvon Bayern. Nichts von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Kerne Ereignisse von Bedeutung. Der Stellvertreter des Chefs des Geiieralstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der Reichskanzler im Hauptquartier. r. Berlin, 20. Nov. (WTB.) Der Reichskanzler hat sich am Samstag abend zu einem kurzen Aufenthalt in das Große Hauptquartier begeben. Die letzten Uämpsr an der Somme. Berlin, 20. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bon militärischer Seite wird uns geschrieben: Die Deilangriffe der letzten Woche:: brachte:: die englisch-sran- zöftschen Heere nicht weiter. Nachdem die eigenen Blätter sich gegen diese Kampfart gewandt haben und erklärten, daß Erfolge aus diese Weise nicht zu erreiche:: seien, versuchten es die Engländer neuerdings wieder unter reichlicher Beanspruchung ihrer Kolonial- truppcu mit MassensLürmen. Es ist Mcht cmzuuebmen, daß diese Methode lange berbehalten wird, denn die Angriffe. vom 18. vnd 19. November kosteten die Engländer geradezu ungeheuerliche V e r lu st e. Der schwedische Hauptmann M>errgaard bezifferte am 12. November in „Dagens Nyheter" den englische Blutzoll für den Kilometer in den letzten Monaten aus 46 000 Mann, tvährend er in: Jluli 16 000 Mann für freu Kilometer betrug. Der Monat November mia> eine neue wesentliche Steigerung der bereits gebrachten Opfer bringe::, die nach vorsichtiger Schätzung fänden Zeitraum vom 1. September bis etwa 1. Mvember mindestens 600 000 betragen. Die ersten Erfolge gegen BeaUnrout, Hamel und Beaucourt versetzten die Engländer in eine schwierige Lagle. da die deutsche Artilleriebeobachtung über die Höhen von Serve verfügt und die in die genommenen Stellungen ein ged:un genau Truppen vom deut- chen Artilleriessuer gefaßt und znsanrmengeschossen wurden. Den Versuch, sich ans dieser schwierigen Situation zu befreie::, mußten d:e Engländer jedoch mit noch schwereren Verlusten bezahlen, ohne :rgend etwas zu erreiche::, Dse des Sturm und Siegen über das oeu* schlämmte Gelände vor getriebenen Skurmtruppen werden, in Schlamm Uno Mlorast steckend, von der deutschen Artillerie und dem Maschinengewehrseuer niedergemäht. In der Nacht vom 18,. auf den 19. November wuroen die Angriffe auf der ganzen Front von Serre bis Warlencvurt wiederholt. Es gelang lediglich, in einen Teil von Grandcourt eiuzudringen, doch schon am folgenden Vormittag wurden die Englischer im Handgranatenkamps wieder hinausgeworsen. Die in dem Vorgelände für den Durchbruch bereitgestellte Artillerie kam natürlich nicht zum' Eingreifen. Ebenso versagte die Begleitung des Sturmangriffes durch Panzerautomobile, von welchen eines durchs Volltreffer südlich von Graudeourt vernichtet umrde. Die Deutschen machten bei den Gegenangriffen in der letzten Woche 22 Osstziere, 900 Mann zu Gefangenen unv erbeuteten 34 Maschinengewehre. Davon entfalten allein auf den 48. November 11 Offiz:ere, 370 Mann Und 20 Maschinengewehre. Wie die Engländer, hatten auch die .Franzosen keinerlei Erfolge. Ihre noch am Abend des 19. November versuchten Angriffe gegen den St. Pierre- Vaaft-Wald IvUrden blutig abgcwiesen. Die Entscheidung au der SvmMe ist längst gefalle^. Jeder Durchbruchs- versuch ist zum Scheitern verdammt. Allein -angetrieben von dc. entflammten Bolksstimmung, svrtgerissen von der im Somme-M schnitt aufgebaute:: !und in Bewegung gesetzten Kriegsmaschin-., treiben die englische und französische Heeresleitting ihre Truppen immer von Steuern gegen den Feuergürtel der Verteidiger vor, mit dem einzigen lErgebnis, daß bei geringen örtlichen Fortschritte:^ ihre Verluste immer grauenhaftere Ausmaße annehmen. Französischer Heeresbericht vom ÜI9. November nachmittags. Die Nacht war an der ganzen Front verhältnismäßig ruhig. F/ u g dien, st: Es bestättgt sich, daß Feldwebel Dorme am 16. 97ovember in der Nähe von SNarchelepot sein sechzehntes deutsches Flugzeug abgeschossen hat. Orient-Armee: Vom Doirau- see bis z:cm Wardar lebhafte Tättgkeit der beiderseitigen Arttlle- rien. Im Oft,An setzten die Serben ihr Vorrücken auf Gruniste fort und schlosse:: diesen Ort ein. Im Cerna-Bogen schlüge:: die Serben einen neuen bulgarischen Gegenrngriss aus die Höhe 1212 ab. Der Feind zieht sich ft: Unordnung zinmck und wird von den Serbe:: verfolgt, die den Rand des Bergrückens 1278 erreichten. Südlich von M v na st i r machten die französischen und russischen Truppen Neue Fortschritte in Richtung aus Heleven. Englisck>e Flieger belegten feindliche Lager bei Seres mit Bomben. Unsere Flieger belegten Biwaks und Unterkünfte bei Novak Monastrr mit Bv«nbeu- Tie Truppen der Orientarmee rückten morgens um acht Uhr in Monasttr ein. .Heute ist der Jahrestag der Einnahme von Monastir durch die Serben im Jahre 1912. Sum jürrgsten Erfolg in Rumänien. B erlin, 20. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Bon zuständige r ö t e 1 1 e erfahren wir: Mit der Niederhage der Rumänen i: der Schlacht von Turgu Jiu und denk Durchbrrich der deutsch-östei' rnsüscheu Tiwppen am 18. November bis zur Bahnlinie Orsova - Eracova treten die Kriegshandlunge:: gegen Rumänien in eine neu, Phase ein. Dieser rasch u:id «lergisch durchgeführte Vorstoß ha eine :uul) größere BäveUtnNg als der Durchbruch in der Dobrud- sck)a, d:rrch der: die Rumänen im Oste:: gefesselt und vom Osten he: bedroht wurden. Vöit dem Vorstoß zur Bähvckmie Orsova—Craiov< wurde die Tür zur walachischein Ebene eirrgedrückt. Nachdem in Okwber noch um die Schlüsselpunkte in: Norden von Rumänien unk :n den ftebenbürgpchen Geb:rgen erbittert gerungen wurde, wnch- nach Be?,wingm:g der Pässe der Truck der Mittelmächte entsprechenk ihrem Raumgewinn nach Süden von Tag zu Tag. In gleick^n Maße mit diesem Truck dehnte sich auch die Kampsfront beideneit- der hauptiächlich bedrohten Mittelpunkte bei Predeal und nvrdlick von Eampolung aus, so daß schließlich in den Gebirgen, der Molda: und m den Waldkarpathen aus alle:: Puntten bis hinter nach Orsooc acnmgen wuvde. Im Raume de^PredealPasses wurden vom 5 btt 1l. November d:e Höhen westlich Büsten: erstürmt. Im Ausgangc des ^oerzburger Passes drangen die Angreifer nördlich von Campo^ lung vom 1-2. brs 17. November bis in die Linie Jandesti—Mamsti 25 Kilometer Wich des Roten-T:mn-Passes vor, besetzten sie, ani 9. November Sardem Und am 12. November den Fnintu-Berg Sttmi .rnen wehrten sich zerfprang. In heißer Schlaucht wurden die Rnmä- n e:: t r o tz z ah e st en W:d e r stan des b e: Turan I i u n n - ter außerordentlich schweren blutigen Verlusten e n 1 scheiden d g e s ch l a g e n. Wie die Schlacht im Ramne Eon ^ L?"^Cer.n°voda stellt die Schlacht bei Tnrgu JA: einen der Marksteine :n der Geschichte des rumänischen Feldznges dar. Die siegreiche:: ^iwppen der Zeyttalmächte nutzten augenblicklich ihren kttwlg m:s und brachen trotz ungeheurer Hin dernisse, verschneiter Wege und kaum gangbarer geschlveige denn fahrbarer Straßen in die walachische ^t'one dur ch. Ein von Osten gegen die durchdrechenden Trupveu gesilhrter rmmämlcher Gegenstoß komtte das Schicksal der Ent- iche:du:msschlacht nicht Mebc wenoen. Die Kolonnen sind im Vormarsch, ^-ie Schlacht bei Turgn Jiu ist ein neuer Beweis f:tt dav exakte Zusammenarbeiten und die innige Waffenbrüderschafr der österrerchisch-mngarischen Tnippea: imter weftschcnicnder Füh- rm:g. Auffalleiid ist, daß die rumänische Z i v i l b e v ö l - k e riiti g, durch die säMur Mederlage mifgestachett, sich an: Kampfe beteiligt. Ans die .^kvlonne»: der Truppen wird häufig aus dem Hint-.-rbalt geschossen. Mit dem dtbstlRleiden der Eiserlbat.uliott Orsova-Eraiova ttrben die bei Orsova känchsarden rurmiuifdu'u Berbü:idetcn ihre einzige Skückzngslinie verloren. Die deutsstv Heeresleittmg meldet fttt den Zttttaum von: 1.—16 Nov eine. Geiamtblntte von 189 Offizieren, 19388 Mmm, 26 Geschützen und 72 Ma sch in engeurelwei:. Nach den riesigen Verlusten der Sd-2 mäive:: in der Dobnidscha und in Siebcnbür^: trifft sie der uc - - Schlag schwer. Gegen den Ei:ch:mch in die Wawchec erblaßt d-' rern lokale Crfolge Sarrails bei Ädmlastrr volltomMN Kumänifcher Heeresbericht vom 19. November N o rfc* uirb N ordwe fl f r out: Nichts Neues an der West- tzrenze der Moldau nutzer nördlich von Muntenie dis zum Pra- dooatal. wo wir feindliche Angriffe zürückschlugen. In der Gefach von Dragoslavlo drang»: wir weiter vor, machten vier Ossi- ziere und 80 Soldaten zu Gefangenen und erbeuteten zwei Ma- tzschrargouwhoe, zivei Geschütze und fünf Wagen mit Waffen. Im > Olt-Tale dauern die Kämpfe in der Gegend von Oesti, Sinei und ' Brezou an. Im Jiu- und Georinmtale heftige Kämpfe. An der Cerna keine Zlämpfhandlung. Süd'front: An der Donau und in der Dobrudscha schwack-es Artillerie- und Jnfanteriefeuer. * 9Äonaftir. Paris, 19. Nov. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Die ,£ r t en t a x in ee rückte am Vormittag in Monastir ein. * * * Griechenland. Athen, 30. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ren- terschen Bureaus. Die Alliierten verlangten, datß dem j d c ii t f d> e rt, dem österreichisch-ungarischen, dem t ü r - fischen und dem bulgarischen Gesandten ihre Pässe ausgchändigt werden. Die Regierung betrachtet diese Forderung als unannehmbar. Es wurde ein Kabinettsrat unter dem Vorsitz des Königs abgehalten, um die Angelegenheit zu besprechen. ' Der König hat für morgen früh 10 Uhr einen K r o n r a t einberufen Es herrscht große Beunruhigung, da die Alliierten verlangt haben, daß die feindlichen ^sandten am Mittwoch abreisen. Bern, 30. Nov. (WB.) Der „Corriere della Sera" meldet aus Athen: Admiral F o u r n e t hat eine neue Note überreicht, die die Uebergade von Waffen, Munition und sonstigem Material beschleunigt wissen will. Das zu übergebende Kriegsmaterial soll der Ausrüstung zweier ’ griechischer Jahrgange entsprechen. Amsterdam, 20. 9rovcmber. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „T i m e s" meldet aus Athen: Ter M i n i st e r r a t hat entschieden. daß es möglich ist, den in der hetzten Note des Admiral Fournet enthaltenen Forderungen nach! Anslieserung von Kanonen, Gewehren. Granaten und Eisenbahnwagen Folge zu geben. Man ist in militärischen Kreisen anscheinend fest entschlossen, dies um jeden Preis zu verhindern. Tie Lage ist beunruhigend, besonders mit Rücksicht auf dje Haltung des Reservistenbundes. Es scheint festzustehen, daß Briand am ■ Samstag dein Könige telegraphisch den Rat gegeben hat. sich von , den schlechten Einflüssen freiznmachen und die freundschaftlichen Beziehungen zur Entente wieder herzu stellen, ohne dabei die Neutralität auszugebeu. Am Sonntag empfing der König Admiral Fourwet in Audienz. Das russische Kabinett. Rotterdam, 20. Nov. (WTB.) Nach dem „Nieuw Notterdamschen Courant" meldet der Londoner ,,Daily Telegraph^ aus Petersburg: Nach den Vorgängen bei der Eröffnung der Duma kann man kaum annehmen, daß Este Stellung des Kabinetts unverändert bleiben werde. Für den Kriegsminister Schuwajew und den Marineminister Grigoro witsch ist es unmöglich, zusammen mit allen ihren Kollegen weiterzuarbeiten, entweder müssen sie zurücktreten oder jemand anderes. 2llle wahren "Freunde Rußlands und der Entente hoffen, daß Schuwajew und Grigorowitsch im Amte bleiben werden. Die Förderung der russischen Landwirtschaft. Kopenhagen. 20.Nov. (WTB. Nichtamtl.) „Ber- slingske Tidende" meldet aus Petersburg: Der Ackerbau- flninister hat in Amerika für 40 Millionen Rubel landwirtschaftliche Maschinen bestellt. London, 20. Nov. (WTB.) Lloyds meldet, daß der italienische Danipfer „L a l a", der englische Dampfer „L a d y C a r r i n g t o n" (3920 Tonnen) und der portugiesische Dampfer „San N i c o l o" versenkt wurden. („Lala und „San Nicolo" sind nicht in Lloyds Register enthalten.) Kristiania, 20. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Einem Telegramm des norwegischen Vizekonsuls in Saint Malo zufolge ist der B e r g e n e r D a m p f e r „Joachim B r i n ck Lund" am 16. November 60 Seemeilen ost-nordöstlich von Quessant versenkt worden. Der Steuermann und drei Mann sind in Saint Mailo eingetroffen. Der Kapitän und acht Mann werden vermißt. Der Dampfer hatte 1605 Bruttoregistertonnen und war mit 1300 000 Kronen kriegsversichert. London, 20.Nov. (WTB. Nichtamtl.) Die Fischdampfer „H c t s u s e" und „Veronika" wurden versenkt. Ein Aufruf des deutschen Landwirtschaftsrates. Der Deutsche Landwirtschaftsrat.erläßt unter dem 20. Nov. ßolgenden Aufruf an die deutschen Landwirte und Landwirtsfrauen! Deutsche Landwirte! Hindenbnrg ruft — ruft uns und mit uns alle Staude unseres Volkes auf zur äußersten Hingabe und Kraftentsaltimg int Dienste des Vaterlandes. — Mit tiefem Verständnis für die schweren Aufgaben unserer Landwirtschaft hofft er, von der hohen vaterländischen Gesinnung der deutschen Landwirte, daß sie ihm helfen tverdcn bei der siegreichen Ueberwindung der in immer größerem! Umfcurge von der ganzen Welt gegen :ms aufgebotenen Kriegsmittel. Ungeheures haben unsere herrlichen Truppen im Felde t geleistet. Gewaltiges ist von Laudwi.rtsckja.ft uud Industrie daheim. geschaffen. Wir können nicht unterliegen, wenn wir alle zusammenstehen, nur mit vereinter Kraft die in immer ZröserOm Maße erforderlich! werdenden militärische!: und tvirtschaftlick-en Kriegsmittel zu schaffen. Jmmler größer wird das heimische Heer unserer Brüder, die in der Tiefe heißer Schächte oder vor glühendem Feuer uns die Waffen schmieden, welche unsere Fetudc vernichten und uns einei: ehrenvolle!: Frieden bringen! ftiller:. Immer schwieriger lvird diesen unseren Brüdern die Arbeit und fast unmöglich! wird sie, wenn die schwerarbeilenden Männer und Frauen, denen die natürlichen Hilfsmittel nickjt im gleichen Maße wie uns zur Verfügung stehen, nicht so viel Nahrung bekommen, wie zur Auftecksterhaltung ihrer vollen Arbeitskraft 'erforderlich ist. Unsere vaterländische Pflicht ist es darum alles zu vergessen, was uns Landwirte wohl manchmal bedrückt Und erbittert hat. In uodji weit höherem 'Maße als je ^uvor ist 'es heute unsere vaterländische Pflicht, lmfere ganze Kraft freudig in den Dienst der Erzeugung von Lebensmitteln für unser Volk zu stellen. — Jede, wenn auch, noch so große Schwierigkeit muß überwunden werden — jedes Opfer mufc gebracht, jede Kraft muß angespannt werden, — zu schaffen, zu erhalten und unserem Heere und Volke zu geben, was es braucht, und mit uns den endlichen vollen Sieges preis zu erringen. Wie der eine Teil unseres Volkes im beispiellosen Heldentum im' Felde gegen eine Welt von Feinden kämpft, und ein anderer Teil in rastlos schwerer Arbeit uns die militärischen Kriegsrnittel schafft, so wollen auch wir Landwirte unter Hintansetzung aller eigenen Wünsche, wo und wie immer es geht, für die Ernährung unterer .Kriegsarbeiter sorgen und freudig alles hingebeu, was wir mit Gottcks Hilfe in inühseliger Arbeit unserem Boden abgewinne!: und nur irgend selbst entbehren können. Hindenbnrg vertraut und mit ihm und durch ihn vertraut das gawe deutsche Volk auf uns. So wollen wir denn freudig jedes Opfer bringen, welches der Ernst einer unsere ganze Zukunft entscheidenden Zeit vonuns fordert. Deutsche Landwirte, schafft und gebt iveiter, bischer endliche volle Siejg über alle unsere Feinde und ein der Größe unserer Opfer entsprechender Friede errungen sein wird! Aus dem Reiche. Die italienischen Ofsiziersverlufte. Wien, 20. Nov. (WTB. Nichtamtl.) Aus dem Kriegs- presfeguartier wird gemeldet: Nach einer privaten Statistik haben die Italiener seit Kriegsausbruch an Toten elf Generale, 118 Obersten und Oberstleutnants, 194 Majore, ,1014 Hauptleute, 862 Oberleutnants und 3248 Leutnants Herloren. Vom 1. bis 15. November sind 3 Obersten und .Oberstleutnants, 11 Majore, 27 Hauptleute, 22 Oberleutnants und 70 Leutnants gefallen. Deutschland und Amerika. Köln a. Rh., 20. Nov. (WTB. Nichtamtlich) Die ...Kölnische Weitung" meldet aus Washington: Staatssekretär Lansing tchat nachmittags in einer Besprechung mit Zeitungsberichterstattern jaMÜich die Behauptung zurückgewiefen, daß die Washingtoner ^Regierung einen Bruch mit Deutschland befürchte. Die Erzählungen [träfet Art. welche in der „NewPorker Evening Post", der,,Times" sünd „Tribüne" erschienen, wurden für absurd und gänzlich unbe^ Mündet erklärt, wobei« Licmsmg nachdrücklich betonte, daß dia leitenden Regierungskreise keine derartigen Besorgnisse hegten^ tzumal, feit Hindenbnrg und Lichendorfs der Politik des Reichs- Arnzlers zugestimmt hätten. Der §eekrleg. Der Unfall der „Deutschland". Berlin, 21. Nov. Die Pommersche Landwirtschaftskammer leitet eine Sammlimg von Speck und Schn:alz als pommersche Hindcnburg-Spende unter Uebernahme der Patenschaft für bestimmte Fabriken und Bergwerke ein. Königsberg, 20. Nov. (WTB.) Anläßlich seines vierzigjährigen Jubiläums sind dem Hauptschrift- le:ter der Königsberger Allgemeinen Zeitung, Alexander W y n e k e n, zahlreiche telegraphische Beglückwünschungen, unter anderem vom Reichskanzler, General Ludendorff, den Unterstaatssekretären Zimmermann und Richter, Staatsminister von Moltke und dem Oberpräsidenten von Berg, zugegangen. Das Telegramm Hindenburgs lautete: „Anläßlich Ihres heutigen Ehrentages, an dem Sie auf eine vierzigjährige, an Arbeit irrtb Erfolgen rettfre Tätigkeit als Verantwortlicher Hauptschriftleiter der „Königsberger Allgemeinen Zeitung" zurückblicken, sende ich Ihnen meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Ich gedenke dabei dankbar Ihrer vaterländischen Verdienste während des Krieges um ihre schwergeprüfte Heimat-Provinz und die mir als Oberbefehlshaber-Ost anvertraut gewesenen Truppen und Gebiete. Feldmarschall von Hindenburg." preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 20.Nov. (WTB. Nichtamtl.) In der heutigen Sitzung des Preußischen Abgeordnetenhauses wurde der bekannte Antrag der Konservativen, Nationalliberalen und Freikonservativen über die P o l e n s r a g e in namentlicher Abstimmung mit 180 gegen 104 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen angenommen. Rotterdam, 20. Nov. (WTB.) Der „Nieuwe Rotter- Ramsche Courant" veröffentlicht eine Meldung des „Daily Telegraph" aus New-London, nach der als Schadenersatz für das durch die „D e u t s ch l a n d" gerammte Schleppboot fgegen die Eigentümer der „Deutschland" eine Forderung -von 5 0 000 Mark (?) pro Tonne des untergegangenen Mchiffes erhoben worden sei. Die „Deutschland^ liegt jetzt -aus dem Ankerplatz, von wo sie abgefahren ist. Sie hat zu ch erden Seiten des Bug ein Leck. Das Bundesgericht hat eine lllntersuchung über den Vorgang angeordnet. Der Zusammenstoß erfolgte bei Mondschein. Die Explosion in Archangelsk. Berlin, 20. Nov. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokal- Änzeiger" meldet aus Stockholm: Die Explosion in Archangelsk erfolgte zunächst auf drei Munitionsdampferp ziemlich gleichzeitig. Wenige Minuten später gingen vier der übrigen Dampfer in die Luft. Die auf dem Fluß liegen- fbett anderen Dampfer flüchteten, wobei ein großer Teil geschädigt wurde, zum Teil sehr schwer. Mindestens 20 /Dampfer werden Archangelsk vor Eintrftt der Bereisung nicht verlassen können. Da die Feuerwehr station wenige Minuten nach Ausbruch der Explosion vernrchtet war, waren Wöschunhsarbeiten fast vollkommen ausgeschlossen. Die Zahl pder Getöteten und Verletzten soll die bisherigen Angaben j-vesentlich überschreiten Zahlreiche Warenbestände, die für -den Winter ausgestapelt waren, nmrden vernichtet. Der Wert der vernichteten Munition am Lande, abgesehen von dem Inhalt der explodierten sieben Munitions- danivs.r. wird auf ungefähr 80 Millionen veranschlagt, !2^<< Ballen Baumwolle sind verbrannt. Zwe: Gummi- sabriken schätzen ihren Schaden auf 15 Millionen Rubel. Der A^amte Automobilpark der neuen Automobilzualinie MetersbuxH-^-Mostau ist Niedergebra mit. Aus Stadt mnd Land. Gießen, 21. November 1916. •• Auszeichnungen. Der Musketier Adolf S t i e b e r aus Gießen, zurzeit in der Korpsschlächterei des 16. Armeekorps, erhielt für die Gefangennahme eines französischen Kampffliegers mit Flugzeug das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Der freiw. Krankenpfleger Kurt v. ' Münchow aus Gießen erhielt auf dem südöstlichen Kriegsschauplätze die Rote-Kreuz-Medaille 3. Klasse. ** Gies- en er Hausfrau en-Ve rein. Am 23. November. abends 8% Uf)T findet in der ncüen Aula der Universität die ordentliche Hauptversammlung des Gießencr Haus- ftauen-Vereins statt. Mit der Versammllmg soll eine Ausstellung von Schuhen verbunden werden, die Mitglieder des Vereins ge- arbeftet haben. In kurzem wird der Gießener Hausfräuen-Verein Lehr knr se geben, in denen Frauen und Mädchen technisch aus- gebitdet werden, um gute .Hausschuhe für Männer, Frauen null Kruder selbst 'Herstellen zu können. Zeug- und Tuchschuhe sollen gemacht werden, die geeigneten Ersatz für die teuere Fußbelleidung aus Leder bilden. Wichtig ist hierbei vor allem, daß alle sonst nicht mehr verwendbaren Stoffabfälle und Reste, !vie sie sich in jedem Haushalt vorfinden (Tuch-, Flanell-, Stofflappen usw.)/ verwendet werden können. Die Kurse seien namentlich kinderreichen Müttern empfohlen, da sie Gelegenheit geben, ohne großen Kostenaufwand toarmes Schühwerk herzustellen, das an trockenen Tagen and* Mus der Straße getragen werden kan::. Die ausgestellten Schuhe sind verkäuflich. Der Gießener Hansfrauen-Verein hat die Anregung zur Fertigung von solchem Schubzeug durch die Hausfrauenvereinigung 1915 Frankfurt a. M. erhalten. Die Vorsitzende dieser Vereinigung hat es in liebensivürdiger Weise übernommen, einen Vortrag über die in Frankftirt a. M. getroffene Einrichtung zu halten. (Siehe Anzeige.) ** Tie Landschule t nt Krieg. Die Einberufung der Mehrzahl der Lehrer zur Fahne hat die Arbeit in den S-chulen Überaus erschwert. Durck) Zusammenlegung der Klassen ans einer dreittassigen Schule mit 180 .Kindern eine zweiklassige zu mack-en, geht in der Regel schon aus räiLmtichen Gründen nicht. Und zwei euinasnge Schulen, auch meint sie benachbart liegen, tu eure ei.nzi.ge.' umznwandeln, in wegen der weiten Schulweg? nicht angängig. Da werdeil beim nickü nur die Lehrer des Ortes oft über Pflicht stundenzahl zur Vertretung herangezogen, sondern maluher Lehrer muß mehrmals in der Wochie kleine Reisen unternehnnm, um seiner Vertreterpflicht zu genügen. Dazu lvird der Unterricht durch die vielen Erlanbniserteilungei: erschwert. Daß der Baiter Hilfe Mben^ muß, weil die arbeitenden Kriegsgefangene:: nicht einmal der Zahl nach, die eingezogenen Landarbeiter ersetzet: können und lyejl die landwirlschastlick-en Arbeiten gemacht werden müssen, schon» um der Volksernährung willen, sieht der Landlehrer ein. Wenn, aber unter diesen Umständen die Leistungen der Schule namentlich in den Nebenfächern zurückgehen, so ist das weiter nicht zu v-er-- wundern. Nach beendetem Kriege lvird die Landlehrerschaft angestrengt arbcüten ipüssen, wm die Schulen auf den Stand zu bringen, den sie vor dem Kriege hatten. AVer, wie man sich auch durck/hilft, bis dahin steht auch die entlegenste Schule nicht still. ** U e b e r B estan d serhebun g von .Wer ? ze u'S - ma schiinen ist am 21. November 1916 eine Beftmntmachung veröjsentlicht worden. Hiernach unterliegen die in der Bekannt- machiung nälj-er bezeichneten Gegenstände, insbesondere Trehbm:v^ M'stechmasckftnen, Revolverbänke, Fräsmaschinen, Schleifmaschinen, Bohrmaschinen, Bohr- und .Fräswerke, Vertikal-Boh?- und Dreh- werke, Shaping-, Stoß- und Hobelmaschinen, Automaten, Hinterdrehbänke, Zentriermaschinen, Pressen und Stanzen, Aufwurf-» Luft- uud Fallhämmer, sowie Abgratpressei: einer genau geregelten Meldepflicht, soweit die Maschinen nicht voll und ausschließlich und für eine längere Tauer als 2 Monate vom 21. November 1916 ab für Kriegszwecke beschäftigt sind. Tie erste Meldung hat Mr den am Beginn des 21. November 1916 vorhandenen Bestand bis zum 30. November 1916 an die Königliche Feldzeugmeisterei, Ätzck»- nische Zentral-Wteilung, Berlin W. 15, Lietzenburgerstr. 18'20, zu erfolgen. Tie Meldungen sind aus besonderen amtlichen Melde- schieinen für jede eii^elne Klasse der Maschinen auszufüllen. Tie Meldeschieine fönir-en bei dem Verein deutscher Werkzlengmaschinen^ fabriken, Berlin W., Bayrische Straße 2, oder bei dem Verein deutschier Maschinenbau-Anstalten, Berlin-Eharlottenburg 2, Hardenbergstraße 3, angefordert werden. Der Wortlaut der Bellrnnt- machnng ist im heutigen Kreisblatt abgedruckt und am Bürgermeistereigebäude angeschlagen. ** H ö ch sl p r e i s e für Rüben. Alif Grund verschiedener Mißverständnisse sieht sich die Reichsstelle für Gemüse und Obst veranlaßt, festznstellen, daß durch die Verordnung vom 26. Oktober 1916, betreffend Höchstpreise für Rüben, Höchstpreise nicht l 2 ur für Kohlrüben, gelbe und iveiße Feldmöhren und Stopvelrüb^n, sondern für Möhren aller Art, also auch auf rote Möhren feft- gesetzt ivorden sind. ** Kohlrüb en als Kartoffelersatz. Das Kriegs-- ernährungsamt hat der Reichskartoffelstelle den Auftrag gegeben, in möglichst großem Umfange Kohlrüben auszukauseu, um dort, wo infolge länger anhaltenden Frostes nicht genügend Speise- kartosseln zur VersÜMNg stehe::, Kohlrüben als Ersatz überweisen zu könne::. Ten Bedarfs verbänden, die Kohlrüben wünschen, wird zunächst «eine Menge überwiesen werden köimen, die ausreicht, um für 6 Wochen an Stelle von Kartoffeln Kohlrüben zu geben, unter Zugrundelegmlg einer doppelten Rübenration gegenüber den für Speisekartoffeln gellenden Tageskopsmengen. Tie Kohlrübe soll hierbei nicht ellva die Kartoffel ganz ersetzen, sondern eine Zugabe bilden, wenn es infolge der Witterungsverhälmissel nicht möglich ist, die Kartoffelratio!: in voller Höhe zu verabfolgen . Daß die Kohlrübe ein sehr gutes mw bekömmliches Nahrungs-' Inittel ist, das in vielen Landesteilen auch sich bereits im Frieden sehr eingebürgert hat, ist bekannt. Die Kohlrübe hat überdies den Vorteil, daft sie weniger ftostentpftndlich ist als^ die Speisekartoffel, so daß sie auch bei mäßigem Frost ohne Schaden trans-' portiert werden kann. ** Neue Schnellzuglokomotiven. Auf den wichtigen Strecken werden demnächst Schwermaschinen eines gan,^ neuen Typs im Betrieb erscheinen. Diese von der deutschen In genienrkunst währe::d des Krieges erdachten und aus deutschem^ Material für die Preußisch-Hessische Eisenbahnverwaltung erbauten Lokomotiven, die zur^ait ihre Probefahrten ablegen, zeigen als Neuerung das Dreizyllndersystem. Auf 18 Rädern laufen diese kolossalen Maschinen mit Tender, der außer 7000 Kilogramm Kohlen 31000 Liter Kesselwasser mitftlhrt. Sie sind imstande, schwere D-Züge fttit einer Geschwindigkeit von 110 Kilometern, in der Stunde gleich 1835 Metern in der Minute zu beförder:!. könnten daher ohne Zwischenstationen in zwei Stunden von Frankfurt nach Köln fahren. Mit der neuen Lokomotive feiert daher auch unsere Maschinenindnstrie mitten im Weltkrieg wieder einen glänzeirden Sieg. M Vortragsvereinigung Kaufmännischer B e r- ein — Ortsgew erbeverein. Freitag, 24. Nov. 1916, abends 87, Uhr, in der neuen Aula, wird der Vortrag Nr. 2 gehalten. Schriftsteller W. Schwiegerhausen ans Leipzig wird über »Unsere Verbündeten des JSlam^ (mit Lichtbildern) sprechen. Siehe Anzeige. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Wiederholt sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Gastspiel Carl William Büllers im „Biberpelz" am nächsten Donnerstag stattftndet lieber Büllers köftlick>en „Wvhrhahn" entnehmen wir einer auswärtigen Zeitu!lg: ,Leder Wick, jedes Wort, jede Bewegung war dem Leben abgelauscht und ein köstlicher Humor gab sich in der Art zu erkennen, wie der Amtsvorsteher mit dem Amtsdiener, t>eim dunkle:: Ehrenmann Motes, dem Amtsschreiber und den anderen handelnden Personen verkehrte. Herr Miller ließ sich auch nickß- einen einzigen Augenblick hinreißen, die Charakteristik bis zu jenen Grenze zu steigern, wo die Karikatur ansetzt, er blieb stets lebenswahr und wußte durch das selbstgefällige Lächeln, durch das törichte Zwischenrvden mit dem höchsten Anschein der Intelligenz und durch das Zepterschivinge:: mit dem langen Bismarckbleistift auch dem! ernstesten Gesicht ein beifälliges Lächeln abzügewiimen." ** Lichtspielhaus, Bahnhof st ratze 34. Auf dem Programm vom 21.—24. November 1916 steht: ^Geopfert", ein soziales Schauspiel in 4 Akten. Wildbad Gastein, ein malerisches Naturbild. „Arthur Meiers Flitterwochen", entzückendes Lustspiel in 3 Teilen, und ,Achtung, Löwen", urkomische Szene. — Ab SamStag, den 2b. Nov., beginnt der 2. Teil des Homunculusfllms 7 .Das geheimnisvolle Buch deS HomunculusE mit Olav Foens in der Hauptrolle. "* Btereinschränkunq. Wie an vielen anderen Plätzen, so wird auch in hiesiger Gegend in nächster Zeit eine bedeutende Einschränkung der Bierliesernng platzgreisen. Die Brauereien sehen sich hierzu gezwungen, da das Kontingent einschließlich der Heereslieserungen auf etwa 2b Prozent herabgesetzt werden soll. "* Hessische Handwerkskammer. Die Kontrollstelle für sreigegebenes Leder, Berlin, hat die Bedingungen für die Abgabe von sreigegebenem Schuh-Oberleder dahin geändert, daß Betriebe, die weniger als 10 Arbeiter beschäftigen, das Oberleder ohne Karten beziehen können. Die gelbe Karte für Schuh-Oberleder wird somit nicht mehr erneuert, jedoch sind die Verpsttchtungs- scheine stets zu unterschreiben. ** Fischzucht. Wie alles freiliegende Land jetzt zur Nahrungsmittelerzeugung ausgenntzt ist. so müßte:: auch alle Gewässer, die irgend einen Ertrag an Fischfleisch abloersen können, im Frühjahre beseht werden. Dadurch ivürde auch das sonst sehr gefährdete Fortbestehen vieler FischMchtanstalten und Teichwirtschaften geftchert. In: vaterländischen Interesse muß von dem Einsetzen vo:: Jungfischen Gebrauch gemacht werden. Insbesondere sollten es sich die Gemeinden angelegen sein lassen, Ortsteiche Mit Karpfen, Schleiei: und anderen geeigneten Fischen zu besetzen. Landkreis Gießen. •* Allendorf a. d. Lda.. 21. Nov. Der Landsturmrekru! Mar Joseph von hier erhielt für Auszeichnung vor dem Feinde die Hessische Tapferkeitsmedaille. Joseph ist zurzeit im Osten. ** Taub ringe::, 20.9ft)v. Sonntag, den 19. d. Mts., abends 972 Uhr, brach wieder ans dem .Hose Heibertshlmsen bei Taubringen Feuer aus. Es si:id 80 bis 90 Wagen voll H«: verbrannt, Pferde sowie das Rindvieh konnte:: noch gerettet werde::. Das Schlimmste ist, daß es in:mer an Wasser mangelt, da der Hof Heibertshausen nicht an die Wasserleitung in Dalnbringcn cmgc- chlossen ist. Herr Brenn mann sowie auch dessen Frau waren selber nicht anwesend, als der Brcnü) gestern abend ausbrach. Ans J welche '.Hrt mit Weise das Feuer emstaud. ist bis letzt noch nicht feßgefteltt. __ Lollar, 21. Nov. Nachden: vor kurzem erst die Scheune aus dam -Heibertsyäuser Hof ein Raub der Flammen wurde, brannte gestern abend der Pferdestall gegen 9 Uhr. Der angrenzende Kuhfiatl konnte erhalten und das Biel, konnte qerettet werden. ES scheint hier doch Brandstiftung vorzuliegen. Auf dein Hole lind Russen beschäitiat. (1 Watzvnbv-ru Stcinberg, 21. Nov. Johannes Set äs er IX., Musiker :md Wagnermeister in Steinbcrg, hat vier §vhue und einen Schw-egersolm ins Feld gesandt. Die zwei alteftot | Söbme sind in Frankreich gefallen. Johmm Ludrmg, vom Res.-Rgt. 116. 7. Komp. am 28. Aua. 1914, Heinrich, vom Res.-Jnf.-Rgt. 87, 5. Komp., am 1. Oktober 1915. Der dritte Sohn Karl, Bcttattl-ons- lambour, der am 28. August 1914 durch Verleihung des Eisernen Ki uzes 2 Masse mrsgezeuhnet wurde, und der Schwiegersohn; Otto .Hcw:: mixben schver verwundet, aber vollständig wiederher- eeslellt Der tüncht-e Sohn Georg, im 20. Lebensjahre stehend, hat iu einem Feldart.--Regiment die bisherigen schltveren Kampfe an der nomine mttgnnackft. Ihm ist nun am 30. September d. I. wegen senreZ muHgen. unerschwckenen Verhaltens die Hessische Tapterkertsmebrille verliehen worden. ! Kreis Büdingen. - Büdingen. 21. Nov. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr Bo ekmann wurde dahier die diesjährige Herbstsitzung de Kreistages al'gehalten. Der Kvmmuuulverband für den Kreis Büdingen erbrachte dem vorliegenden Geschäftsbericht zufolge nn Geschäftsjahr 1915 ein«: Ueberl'chug von 300 000 Mk., der als Reserve zurückgelegt werden soll. Ein Antrag des Kreistag so l geordneten Schon b, aus diesem Ueberschuß den Kreis- zusch'lp für die Unterstützung der Kriegerfrauen von 3 auf 5 Mk. mouat'icl zu erhöhen, begegnete dem Widerspruch des Abg.Falk (Friedberg :md kannte deshalb nicht zur Berattmg kommen. Auch ein Antrag auf Herabsetzung des Brvtpveises fand unter der Begründung, daß das Brot im Kreise Büdingen besser als anderswo sei. keine Annahme. Kreisrat Boekmaun bmrbrkte hierzu, daß die Gute des Brotes in der nächsten Zeit etwas sinken dürfte, weil die Müller setzt den Ueberschuß von mehr als 97 Prozent befählt erhielten und aus diesem Grunde bestrebt seien, das Getreide bis zum Aenßersten auszumahkn. 8 . O r t e n b e r g, 19. Nov. Die Diakonieschwester Frieda Vogel von hier, die seit dem Ausbruch des Krieges in einchtz Barackenlazarett des Tempell-ofer Feldes bei Berlin in der Verwundeten pflege tätig ist, wurde mit der Roten Kreuzmedaillq 3. Klasse ausgezeichnet. — Vizefeldwebel und Offiziersaspirant, Rechtsanwalt Holzapfel von hier, welcher bei einer schweren Mörserbatterie im Westen siebt, erhielt wegen besonderer Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon vor längerer Zeit. — Gräfin, K nno zu Stolberg Roßla und Prinzessin Mathilde, welche seit Kriegsbeginn abwesend war, sind wieder im hiesigen Schlosse einyezogen. Kreis Lauterbach. M Maar, 21. Nov. Aus der hiesigen Gemeinde sind im Lause der letzten Wochen mehr als 1000 Zentner Kohlrüben, die in diesem Jahre eine ganz vorzügliche Ernte gegeben haben, aus der Eisenbahn verlad«: und nach Osfenbach befördert worden, wo sie die fehlenden Kartoffeln zur Volksernährung ersetzen sollen. Bei günstiger Witterung sind noch weitere Lieferungen zu erwarten. Der Verkaufspreis bettägt pro Zentner 2,50 Mark frei bis Verladestelle. Denjenigen Landwirten, die eine größere Fläche in diesem Jahre mtt Kohlrüben bebaut haben, wird ein schöner Verdienst bei den Lieferungen geboten. Uebrigcns ish diese besondere Art von Kohlrüben, die anstatt den: üblichen weißen Fleisch ein gelbliches Jiruere zeigt, ein ganz vorzügliches Nahrungsmittel und wird in der hiesigem Geg«tt> vielfach als Speise aufgetischt. Kreis Schotten. Lü Laubach, 20. Nov. In das hiesige Schüleralumnat sind gestern zwei Türken eingetreten. Sie werden Unterricht an inesigem Gymnasium mitnehmen. — Mit Einschränkung des Eisenbahnverkehrs hat die Z n g v e r b i n d u) it # auf der Strecke Fiftda—Gießen auf den Frühzug Fulda ab 4.55 Uhr Mücke an über Friedberg :«rch Frankfurt ist Nur noch mit den: Abendzug ab Mücke i5,31 Uhr möglich. Ebenso ist der Anschluß nach der Strecke Fulda—Meßen auf den Frühtzug ab Fubva 4.55 Uhr an Mücke 7.10 Uhr beschränkt. Diese Veränderung«: haben auch in hiesiger Stadt einen anderen Postaustrag nach sich gezogen. Die Frühpost wird um'9 Uhr, die Spätpost um 4 Uhr mittags bestellt. Starkenburg und Rheinhessen. = Mainz, 19. Nov. Ter Oberbürgermeister hatte für den Stadtteil Mainz-Momb-cvch -ein Ausfuhrverbot für Frisch- g c m ü s c erlassen, da durch umfangreiche Abwanderungen des Gemüses die Versorgung der hiesigen Bevölkerung gefährdet erschien. Durch dieses Verbot wurden jedoch viele Mombacher Händler, die seit Jahren den Frankfurter Markt beschickten, erheblich ' geschädigt. Aus ihren Einspruch hob der Oberbürgermeister das Ausfuhrverbot für Mombacher Frischgemüse nach Frankfurt er. M. lieber auf. Kreis Wetzlar. ta. Wetzlar, 20. Nov. Nach dem Gewicht der Schlachttiere entfiel in der abgelaujenen Woche auf den Kopf der Bevölkerung eine Fleischmenge von 200 Gramm. An Butter kamen nur 30 Gramm zur Verteilung. ra Eh rin gshausen , 21. Nov. Die hessische Belehnung vom Jahre 1468, durch- welche sämtliche Dörfer aus der Dill wieder an So!ms-Brannsels kamen, gibt uns Anhaltspunkte über die damalige Größe rmseres Amtsortes. Danach hatte bis dahin jedes Haus in Ehringshausen jährlich! 2 Mesten Graben- oder Fuderhaber an den Landgrafen von Hessen zu entrichten. Tie ganze Lieferung betrug 3 Malter 12 Mesten. Da ein Malter 16 Mesten umfaßte, so waren es im gauzen 60 Mesten. Demnach- hatte Ehringshaufen damals — die Hcimberger und die Schoss«: war«: frei von der Lieferung — ca. 34 Häuser und ungefähr 170 bis 200 Büwohner Bor hundert Jahren hatte es 470 und im Jahre 1900 insgesamt 1304 Seelen mit über 200 Wohnhäuser::. ta. Mudersbach, 20. Nov. Unsere neuerbaute Schule ist stillschweigend in Betrieb genommen worden; sie erhebt sich überaus freundlich an der Straße nach Hohensolms. r«. A u s dem Kreis e Wetzlar, 21. Nov. Nach sachverständigen Gutachten der Forstbehörden ist die Bucheckernmasse nicht so groß, daß den Sammlern nach Ablieferung der bisher vorgefchriebenen Menge ein genügender Anteil für ihren eigenen Bedarf bleibt. Der Regierungspräsident bestimmt daher, daß die Hälfte der gesammelten Menge, jedoch höchstens 25 Kilogramm Bucheckern, für den eigenen Haushalt behaltest werden kam:. Hessen-Nassau. ]f Marburg, 19. Nov. Um Ungleichheiten bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Lebensmittel zu verhüten, hat der Magistrat folgende Bekanrttmachung erlassen: Wegen der allgemein«: wirtschaftlich schwer«: Lage wird znr Förderung gleichmäßiger Verteilung der Lebensmittel den Kaufleuten das Ein-, holen von Bestellungen bei den Kunden hiermit untersagt. Auch schriftlich und telephonische Aufträge für nach Karten zu ver- , kauftiwe Lebensmittel dürfen die Kausleute nicht annehnttn. Der Einkauf hat durch Vorlage der ausgegebenen Lebensmittelkarten in den Kckusmcnrnsläden zu erfolgen. — Vom Landrat wurde ferner die Ausfuhr 'von Kohbraben aus denk Kreise Marburg ohne besondere lcmdrätliche Genehmigung untersagt. = Frankfurt a. M., 20. Nov. Tie Frankfurter KriegMücheu ließ«: gestern eine Erhöhung der Eßpreise für Mchtknsgsteil'nHmer erntreten. Sie koch«: jedoch dafür besser, indem sie den Speisen Mhrhefe und andere Ersatzmittel zufügen. - —1 Iw Schlacht- und Viehhof tvuvde die Zentralküche ftir Schul- kinderspeifung eröffnet. Boi: dieser Zentrale aus werden täglich 10 000 Portionen durch Kraftmag«: den einzelnen städtischen Turnhallen zugeführt, wo die Speiseausgabe für je 3 oder.4 Schiften erfolgt. Jeder Turnsaal ist nach, einheitliche Muster eingerichtet. Für die jüdische Bevölkerung nsird auf der Zeil eüu SpeiselMlle eingerichtet, in der zwiar rittrell, aber sonst wlire in den Volksküchen gekocht wird. —, Auf Anordnung des Magi- sttatÄ wurden heute in allen hiesigen Wirtschaften, Kriegsküchen und sonst:gen Speisearrsdallen für die Gäste K erlasse lscheine eingeführt. Ms jeden Schein werden 125 Gramm Kartoffeü: ver- X Hanau, 19. Nov. Die Handelskammer Hanau sprach sich m ihrer Plenarsitzung für die Drnahmre der von Kommerzienrat Conthal ankäßlifti seines 25 jährigen Handels ka:nm er-Präsidenten-Jubiläums m:d seiner Ernennimg zum Ehrenbürger von Hanau errichteten Stiftung von 20 00 0 Mark nebst Zin seu aus und faßte d«: Beschluß über der«: Verlvaltung und Vcr- tvendung. In der Regel sollen zum 1 Januar und 1. Juli je etwa 1000 Mk. auf Grund von Vorschlägen der Handelskammer- Mitglieder zur .Verteilung gelangen, davon die Hälfte in Hanau, um» ztvar an hilfsbedürftige Hinterbliebene der im gegenwärtig«: Kriege Gesall«wn, 3^rscholl«wn ode^ infolge Erkrankung in Heeresdienst oder Krankenpflege Verstorbenen, zu llnterstützungen für Erwerbstätig^it oder Kiirdererziehung oder in besonderen Notlagen. Ferner sprach sich die Plenarsitzung für Beibehaltung' der sogen. Sommerzeit vom 1. Mai bis 30. September au§, dagegen :ncht für deren Ansdehnung auf den dlprit mit Rücklicht ans die mit Schqftkindern und in der Landwirtschaft ge- miachten Erfahrungen. Auch für das Kriegsjahr 1916 beschloß die Handelskanrmer d:e einjährige Verlängerung der Amts - dauerder Mitglieder. = Usingen, 19. Nov. Infolge zu geringen Absatzes verkaufen Schweftrezüchter des Kreises il-re Ferkel zu recht netten Preisen als Spanferkel an Reismde, besonders aber an Jäger, die jetzt in großer Zahl den Kreis aufsuchen. Die Käufer führen die Tiere in Rucksäcken über die Kreisgrenze. Das Landratsamt hat nunmehr geg«: diese neue Art der Fleischversorgung umfassende Maßregeln getroffen und bedroht die Schlveinezüchter, die ihre Ferkel ohne Erlanbrns verkaufen, mit erheblichen Strafen. — Kassel, 19. Nov. Ter 17jährige Rangierer Mecke geriet in der Maschinenfabrik von Henschel zwischen die Puffer zweier Wagen und wurde totgedrückt. — Beim Ueberschreiten der Bahngeleise wurde der Rangiermeister a. D. Wienand von einer Lokomotive überfahren und getötet ke. Kassel, 20. Nov. Un: eine regeln:äßige und einheitliche Versorgung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kassel bei der herrschenden F e t t n o t zu ermöglichen, wird für den Bereich der hiesigen Bezirksfettstelle die den Verforgungsbcrechtigten zustehende Mei:ge an Fett für die Woche und Person aus höchstens 62'/, Gramm (statt 90 Grannn), die den Selbstversorgern zustehende Menge ans 125 Grannn <180 Gramm) herabgesetzt. g. Nieder ho ne bei Eschwege, 19. Nov. Aus dem hiesigen Bahnhof fuhr gestern ein nach Bebra aussahrender Güterzng einen: aus dieser Richlung eilftahrenden Güterzuge in die Flanke Die Maschine und einige Güterwagen entgleisten und wurde,: stark beschädigt. Das Fahrpersonal erlitt keine Verletzungen, jedoch ist der Ataterialschaden beträchtlich. Beide Hauptgeleise der Strecke Bebra—Göttingen waren einige Stunden für den Verkehr gesperrt. Der Unfall wurde durch Ueberfahren des auf Halt stehenden Ein» fahrtsignals herbeigeführt. X. Schlüchtern, 21. Nov. Einen entsetzlichen Verbrennungstod erlitt die 80jährige Witive des Kirchenrats Hoffman:: zu W a s u u g e Als sie sich zu Bett begab, versuchte sie durch Ansblasen die Nachtla,npe zu löschen, wobei aber die Flannne zurückschlug und der Oelbehälter ervlodierke. Bei den Beinühungen der vor Schreck hilflos gewordenen Frau, die Flannne zu ersticken, gerieten ihre Nachtkleider in Brand. Von Brandwunden an: ganzen Körper schrecklich zugerichtct, verstarb sie. Vermischtes. Ein „Üe-ensmittelMeber stwßten Stiles". * München, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Pvlizci- direktion teilt mit: Ein L eb e ns m i t t e l schi e b d r größten S r: l s ist am 14. November nmbmittags hier in dem Schreiner Adolf Metzler ans Sachs«: in dem Augenblick festgenvmmen Word«:, als er mit einem Barbcttage von etwa 28 000 Mark ab- reisen wollte. Metzler, ^der vor den: Kriege als Spezialität den Heiratsschwirchel bettieb und deshalb and ivegen anderer Betrügerei«: vielfach, zuletzt mit drei Jahren Zuchthaus, vorbesttaft ist, ,oar von nrehrer«: Lebensmiktelsirin«: in Westfalen und Sachsen, vor allem mm der Firma Rwrg Becker ftn Schwelm bei Barmen beauftragt, in großem Stil Leb«:smitte! hier und auf d«n Lande anfzukauf«:. Metzler walmte seit über einem Jahre in einem hiesigen .Hotel und sandte in dieser Zeit nachweislich Lebensmiltel, deren Ausfuhr verbot«: ist, waggonlveise im Werte von mehreren Hunderttausend Mark cm seine Auftraggeber. Tie letzte Sendung von neun Kisten mit einen: Gewicht von insgesamt 80 Zentner, größtenteils Fleisch, Wurstwaren, Speck, Butter, Käse, Honig, Mehl und Marmelade, wurde bei einer hiesigen Speditionsfirma u:mritte!bar vor 5er Mfahrt beschlagnahmt. Die beteiligten hiesigen Schäfte, die die Lebensmittel an Metzler unter erheblicher Ueberschreitimg der Höchstpreise ohne Markenabgabe geliefert haben, sind znm größt«: Teil sestgestellt, ebenso auch eine Anzähl von Agent«: und Ketten Händlern, die Metzler als Helfershelfer dienten. Tie Bekam:tgabe der Namen bleibt Vorbehalten, bis die umfangreichen Erhebungen beendigt sind. Statt Zinsen — 50 Pfund Schweinefleisch. - --- Kreuznach, 20. Nov. J,n hiesigen ^^lnzeiger" las man Freitag folgendes D a r l e h n s g e s u ch : „1000 Mark ans ein Jahr zu leihen gesucht. Zinsen ein Viertel von einem über 200 Pfund schweren Schwei n/ — Die Verzinsung wäre gar so übel nicht. * • Bern, 20. Nov. (WTB.) Aus einem großen Teil Frankreichs wird ein starker Barometer stürz gemeldet, der teilweise über 40 Millimeter beträgt und sich auch in Paris unangenehm bemerkbar rnachte. Besonders aus Marseille und Bordeaux wird gemeldet, daß gewaltige Springfluten die Straßen überschwemmten und den Tramverkehr unmöglich machten. Hunderte kleiner Fahrzeuge wurden vernichtet. Auch größere Schiffe scheiterten vor der Einfahrt. Hilfeleistung war wegen der Heftigkeit des Wellenganges unmöglich. Universitäts-Nachrkchten. --- Frankfurt a. M., 20. Nov. Im gegenwärtigen Winter- senwster sind an d«' Universität Frankfurt a. M. bislier 302 Studierende (darunter 52 Frauen) nein immatrikuliert worden. Die Gesamtzahl der inunattikiftierten Studi«'end«: bettägt nnnlnehr 1511 (geg«: 1343 im Sommerf«:rester). Von den 1287 männlichen Studierenden stehen rund 650 im HeereÄ>:enst. Zur Teilnahme an den Vorleßmrgeu sind außerdem bis jetzt 82 Gasthörer mft> 527 Besucher zugelassen. — In der medizinisch«: Fakultät hat sich Zalwarzt Dr. Phil. Karl Fritsch, Leiter der Technischen Abteftuug des Zahnärztlichen Instituts für das Fach der Zahn- Heilkunde habilitiert. Seine Llntrittsvorlesung behaiftielt die zahn- ärzftichl-chirurgische Prothese. Märkte. Gießen, 21. Nov. Marktbericht. Ans dein heutige:: Wocheninarkte kostete: Butter das Psd. 0,00-0,00. Hühnereier das Stück 00-00 Pfg., Käse das Stück 0-00 Psg., Käseumtte 1 Stück 3 Pfennia, Kartoffeln das Pfund 00 Pfennig, Ntilch das Liter 36 Pfg., Spiimt 2ö Pfg. bas Pfd., (tzelberüben 10—18 Pfg. das Päckchen, Endivien 10—15 Pfg., rote Rüben 12—00 Pfg., Zwiebeln das Pfund 15-00 Pfg., Rüste 100 Stück 00-00 Psg., Blumenkohl 20—70 Pfennig, Sellerie 10-25 Pfemüg das Stück, Meerrettig 20—25 Pfg. das Pfd., Kohlraben 10—25 Psg., Wirsing 10 bis 30 Pfennig das Stück, Lauch 6—8 Pfennig das Stück, Weißkraut 15 bis 30 Pfennig, Rotkraut 15 bi? ^0 Pfennig das Pfd., Birnen 18—25 Psg. das Pfd., Tafeläpsel 20—22 Pfg. das Pfund, Wirtschaftsäpscl das Pfund 00-00 Pfg. — Marktzeit von 8 btS 2 Uhr. Vrlefknften der Uedaktlon. lAnoutzme Ansragen bleiben uubcrücksichttgt.» 8. 8. Die Auskunft darüber erteilt Ihnen das zuständige Bezirkskonrmando. Das Gerücht über die Musterung des Jahrganges 1899 entzieht sich unserer Beurteilung. wöchentl. llebersicht derTsdesfälle i. ü. Stadt Gießen. 45. Woche. Boin 5. bis 11. Novernber 1916. Einwohnerzahl: a::genommen zu 33100 (iukl. 1600 Mann Militär» Sterblichkeitsziffer: 25,13°/,.. Nach AvzuA von 8 Ortsfremden: 12,56°/,,. „ . Kinder Es starben an Zus- erwachsene tm l . Lebend- jahr vom 2 bt« 16. Jahr Angeborenem Bildungssehler 1 — 1 — Altersschwache 1(1) 1 (1) Diphtherie 2(2) Kl) — 1 (1) Lungentuberkulose 4 4 — — Herzleidei: 1(1) 1 (1) — —- Gehirnschlag Ny 1 (1) — Geisteskrankheit HO 1 (1) — Nierenentzündung Kl) 1(1) — Krebsleiden 1 1 — — Selbst,nord anderen benannten Todes- 1 1 KD Ursache«: 2(1) 1 — Summa: 16(8) 13 (6) 2(1) 1 (1) Slitnt.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, »me v:el der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. . Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen Dr. W a l g e r, Med.-Rat. Letzte Nachrichten. Wetterles Haß gegen Deutschland. London, 21. Nov. Ter friihere deutsche Neichstagsabgeorü- Uete Abbe Wolterle, der seit Beginn des Krieges in Frankreich die Revm:chepolittk untersetzt, reist in letzter Zeit in Frankreich umher ünd hält Protestteden gegen die in gewissen Volks kr«' r sich breit machende Friedenspropaganda. Am 29. Oktober sprach er in dem Theater Massenet in Saint-Etienne unter^ der Deo«. Kein Friede mit Deutschland ohne Rückgabe von Elsaß-Lothringen Ten anloesend«: industriellen Arbeitern sagte er, daß kein französischer Arbeiter ruhig schlafen könnte, bevor nicht d:^ deutsche Konkurrenz vom Erdboden verschwunden sei. Als er noch Reichs- tagÄQ-geordneter gewesen sei, habe er Kenntnis von vielen geheimen Plänen Deutschlands erlangt, die er sein«: Freunden nach Frankreich übermittelt habe. Im Jahre 1910 wollte er schon nach Frankreich übersiedeln, aber der Bischof von Metz, der a u ch ein Freund Frankreichs sei, habe ihm in einer Konferenz gerat«:.'lieber noch in Teutschlmrd zu bleiben, weil er dadurch Frankreich mehr initzen könne. Ganz Elsaß-Lothringen wollte litt Frantteich sterben nnd watte auf die Befreiung. Wetterlc schloß seine Rede mtt d«: Worten: Ein Friede ohne Elsaß-Lothringen wttd eine ewige Schande :md einen Fluch für Frankreich be d«:teu. Wetterle wttl Ende November nach Amerika reisen, um in den Vereinigt«: Staaten Propaganda zu treiben. Krieg gegen deutsche Musik. Lugano, 20. Nov. Bei der Eröfsturng der großen Saison- konz-erte im Augusteum in Ron: sollte auch Warner gespiclr w«'deu. Wahrend das feinere Publikum sich ruhig und gesittet verhielt, begannen die anderen zu schreien: Wir w o l l e n k e i n g deutsche M u s i k! Nieder mit Deutschland! Es kam zu wüsten Tumult«:, wobei sich besonders Damen und einige Gemrindern:e hervortaten. Schließlich mußte der Kapellmeister mit dem Orchester den Konzertsaal verlass«: uni) unter dem Publikum erschienen Korn- binieri und verhaftet«: die Hauptschreier, darunter z:v« Gemeinde- rate. Lloyd George, der Lrbensmitteldiktator. K o p en ha gen, 21. Nov. Wie aus London berichtet wttd, ist Lloyd George nunmehr zum Lebensmttteldikiator ernannt worden. Lloyd George erklärte, dies sei die schlverste Aufgabe, die ihm während des Krieges anverttaut lvorden sei. — „Daily Mail" fordert in einem scharfen Artikel von der Regierung ein energisches Lluftreten geg«: die immer unheimlicher wer- dende U-Bvot-Gefahr, verlangt die Bewaffnung aller englischen HcmdÄsschifte mit Geschützen, die vorn höchsten^ Gericht der Vereinigten Staaten als völkerrechtlich zulässig anerkannt worden sei«:. Die Regierung müsse die Verordnung erlass«:, daß kein Schisi mehr den Londoner Hafen yeklassen dürfe, das nicht mit ett:er entsprechen«: Ai:zahl von Geschützen bÄvasfnet sei. Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch beim Zaren. Genf, 20. Nov. Der Pariser „Temps" berichtet aus Petersburg : Dem „Rjetsch" zufolge berief der Zar den Großfürsten Nikolai Nikolajenntsch ins Hauptquartier. Die Z. am Mittag" schreibt hierzu: Südrussische Blätter hatten kürzlich berichtet, Ottkolajetvitsch werde vom Zaren, der infolge seines Aufenthaltes im Haupteuartter leidend geworden sei, zu seinem Stellverttetcr al^ Oberstkommaitdierender der gesamten russischen Armee ernannt werden. In der letzten Zeit ist der Name des Großfürsten auch im Zusammenhang mit russisriien Maßnahmen gegen die Proklamation des Königreichs Polen genannt worden. Es zieht? Mie leicht holt man sich dabei eine Erkältung oder doch went-- ftens eine lästige peiferfeit. ÄLSTIfEM schützen davor, denn sie erhöben den Spcichelstv- und keergen so, ans natürliche Aeise deoinfiz'erend, den folgen einer Erkältung vor. Sie enthalten keine Minrra- lien und wirken daher nicht störend, sondern eher günstig auf die Lerdanu,«. 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WlX)C _ Die Vorsitzende. 12 Watet ivf 1 Handarbeits - Zigarette §. ä F. ßsiisiiüiffe - - Stück 6 ^ und verschiedene andere gute Fabrikate in jeder Preislage. 8349a Zitronen . . . Stuck 12 a Wie an vielen andern Plätzen, so wird auch in hiesiger Gegend in nächster Zeit eine bedeutende Einschränkung der Bierlieferung platzgreifen. Hierzu sind die Brauereien leider gezwungen, da - wie allgemein bekannt - das Kontingent einschließlich der Heereslieferungen auf etwa 25% herabgesetzt werden soll. (8355D) & Verlag von Emil $£& Roth in Giessen. Bahnholstr&Se 28 ::: Laflwigsüraße WalHoi.'ÄtraSa 24 -—-— 29 Ä" WersKWM Stets neueste Auflagen in allen Maßstäben 1 : 25 000 biß 1 : 300000 ZchmeiliuM iik tocilliifien KriegöschkWlilti 1 : 300000 in 4 Blättern. Züsavimcildrillke m Dlicheii KriegssilM-liit 1:300000. in 13 Blättern. S Keüttslstabsksckii »am weßlilSrn KMgiiü in 1:100000. Für Militär- und Zivil-Behörden Preisermäßigung. Verzeichnisse und Uebersichten kostenfrei gegen 10 Pfg. 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