m. 2 cs (Athener erscheint tätlich, eucher Sonntags. — Beilagen: Siegencr ^amiliendlatter; Ktcisblcti fflt den Kreis Metze«. Bezugspreis: TTumoil. 90 'iu viertel- jährl. 'Dif. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Vf..- durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Vestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristlcitunqN2 Verlag,GeschLstsftelleül Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Erster Blatt ;ü6. Jahrgang Mittag, 20. November Wb psfischeckkontv: Zrankfvrta.M. N 686 vankoerkehr: Gewerbebank Gießen 3wi!IIngrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Buch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle «.Druckerei- Schulstr. 7. Annahme von Anzergr.' i i? Tagesnummer bis ^u'.u9!nchmittag vorher. Zcilenpreis, f. Anzeigen: örtlich 20 M., Vcr- nnetungcn u. Stellengesuche 15Pf., ausrv ä rks 25 Pf., b. Platzoorschrife 30 Pf., Neklanien 75 Pi.^ bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug.> Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuille ton: Aug. Goetz, Stadt ui.d> Land,Verntischtesu.Ge-> richtssaal: Fr. N. Zen.;.! Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.- Unsere Tru eler lief i EM.) Grotzes Hauptquartier, 18. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht. Die englische Artillerie richtete ihre Wirkung vornehmlich gegen unsere Stellungen auf beiden Ufern der A n c r e. Nach Fcuervorbereitung führten am Abend die Fran- zosen gegen S a i l l i s e l und die südliche Anschlutzlinie einen starken Angriff, der im Feuer zusammenbrach. Heeresgruppe Kronprinz. ,, . An der NorÄfront von V e r d u n und in einzelnen Ab- schiutten der Vogesen lebte zeitweilig die Feuertätigkeit auf. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Au der S ch t scha r a und am S t o ch o d war die feindliche Artillerie rühriger als in den Vortagen. Bei Witoniez (nordwestlich von Luck) gelang ein deutsches Patrouillenunternehmen in vollem Umfange. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. In den verschneiten Karpathen hat sich bis zu den Paß-Straßen südlich von Kronstadt (Bxasso) die Lage nicht geändert. In vergeblichem, opferreichem Ansturm versuchten die Rumänen die Mitte der deutschen Front nordöstlich von Campulung zurückzudrängen. In den Waldbergen zu beiden Seiten des Flußtalcs des Alt und des Jiu schreitet der Angriff deutscher und österreichisch-ungarischer Truppen vorwärts. Wir machten wieder Gefangene. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Auf dem linken Flügel der deutsch-bulgarisch-ottomani- schen Dobrudscha -Armee kam es gestern zu Artillerie kämpfen. Mazedonische Front. Französische Angriffe in der Ebene südlich von Monastir und gegen die Front des pommerschen Infanterie- Regiments Nr. 42 auf den schneebedeckten Höhen im Bogen der Cer na wurden blutig abgewiesen. Erbitterte Kämpfe spielen sich täglich um die Höhen nordöstlich von Cegel ab. Am 15. 11. war einer der Gipfel von den Serben gewonnen worden. Der Oberbefehlshaber, General der Infanterie Otto von Be low, im Brennpunkt des Kampfes anwesend. nahm an der Spitze deutscher Jäger die verlorene Stellung im Sturm zurück. Seine Majestät der Kaiser ehrte Führer und Truppe durch Ernennung des verdienten Generals zum Chef des Jägerbataillons. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Berlin. 18. Nov. Abends. (WTB. Amtlich.) Durch gewaltigen Artillerieeinsatz vorbereiteter englischer Durchbruchsversuch auf beiden Ancre-Ufern ist fehlgeschlagen. Bei Grandcourt Kampf noch im Gange. In westlicher Walachei guter Fortschritt unserer Truppen. An mazedonischer Front neue schwere Kämpft. (WTB.) Grosz es Hauptquartier, 19. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz N u p p r e ch t von Bayern. Das seit Tagen auf unseren Stellungen beiderseits der Ancre liegende Feuer machte dort die. Fortsetzung des englischen Angriffes wahrscheinlich. Gestern hinter der feindlichen Front auftretende Kavallerie und frühnwrgens einsetzende gewaltige Feuersteigerung kündeten einen neuen großen Durchbruchsversuch an. Er endete in einer blutigen Schlappe für die Engländer und gab ihnen nur an wenigen Stellen bedeutungslosen Ge- ländegewinn. Die unter dem Befehl der Generale Fuchs und Freiherr Marschall kämpfenden Truppen haben in zäher Gegenwehr dem englischen Ansturm getrotzt. Wir sind südwestlich von Serrc, in Grandcourt und an wenigen Punkten südlich des Dorfes zurückgedrückt und stehen in einer vorbereiteten Riegelstellung auf dem Südufer der Ancre. Alle anderen Stellungen der wiederholt angegriffenen 12 Kilometer breiten Front wurden von unseren braven Truppen gehalten oder un Gegenstotz zurückgewonnen. Starkes Muer der französischen Artillerie im Abschnitt stwluh von Sailly Saillisel leitete Angriffe ein, die am Nordwestrand des St. Pierrc-Vaast-Waldes verlustreich zu- sammenbrachen. Monastir ausgegeben. Oe st licher Kriegsschauplatz. ">" Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Besonderes. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. Oestlich des Putna-Tales und im Gyergyo-Gebirge wiesen bayerische Regimenter Vorstösze starker russischer Kräfte südlich des Hcgyes ab. Unsere Operationen seit Ende Oktober an der sicben- bürgrschen Südfront haben den beabsichtigten Verlauf genommen. Der Austritt aus den Gebirgsenqen in die wallachische Ebene Et trotz zähen Widerstandes der Rumänen von deutschen und österreichisch - ungarischen Truppen erkämpft worden. Starke rumänische Kräfte sind zwischen Jiul und Gi- lort in der Schlacht von Targu-Jiu durchbrochen und unter ungewöhnlich hohen blutigen Verlusten geschlagen. Versuche des Feindes, mit neu herangcführten Truppen uns von Osten zu umfassen, scheiterten. Im Nochdrängen haben unsere Truppen die Bahn Orsova— Craiovo erreicht. 'Südlich des Roten-Turm-Pasfes ist der Weg Calima—Nesti—Suici überschritten. Die Gesamtbeute der 9. Armee in den Tagen vom 1. bis 18. November beträgt 189 Offiziere, 19 338 Man n. 2 6 G e s ch ü tz e, 17 M u n i t i o n s w a g e n u n d 7 2 Maschinengewehre. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Genera lfeldmarschalls vonMackensen An der D ob rud scha-Front Patrouillengefechte. Bei Sllistra weiter lebhafteres Infanterie- und Artillerie- feuer. Mazedonische Front. Nachdem es dem Gegner gelungen, an der Höhe 1212 nordöstlich von Monastir Fortschritte zu machen, haben die deutsch-bulgarischen Truppen eine Stellung nördlich von Monastir eingenommen. Monastir ist damit aufgegeben worden. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Berlin, 19. Nov. (WTB. Amtlich.) Beiderseits der Anere und am S ai n 1 Pierre-Vaast-W a ld zeitweilig starker Artilleriekampf. In der Walachei Fortschritte. Frohe Botschaft! „Unsere Operationen seit Ende Oktober an der srebenbürgischen Ostfront haben den beabsichtigten Verlauf genommen", mit diesen einfachen Worten verknüpft Ludendorff in seiner Tagesmeldnng keine weitere Charakterisierung; er sagt nicht „Sieg", nicht einmal Erfolg, und dennoch klingen uns seine Sätze wie ein Heller, ftendiger Trompetenstoß. Ja, wir dürfen es aussprechen; es ist an der srebenbürgischen Ostftont ein glänzender Sieg errungen worden, an den sich kühne Erwartungen knüpfen dürfen. Wir wundern uns zunächst darüber, daß Ludendorff so bescherden von der Erkämpfung des „Austritts aus den Ge- brrgsengen rn die walachische Ebene" spricht. Das ist freilich das Entscheidende. Daß wir sodann in schnellem Siegesläufe schon weiter in die Walachei nach Süden vorgedrungen sind, ka rF’Pfk ^ er Mitteilung des Tagesberichtes, heute schon oO bis 60 Kilometer südlich des ursprünglichen Kampfplatzes Targu-^ru stehen, das ist für unsere Oberste Heeresleitung nur etwas Selbstverständliches, für uns Laien jedoch das Ueberzeugen.de, Ueberraschende, Glänzende. Die schwierigen (Kevrrgskamme und engen Täler, die von verhältnismäßig wenig Truppen stark verteidigt werden konnten, zu überwin- E und zu durchschreiten, das gab kritische Zeiten, wie die Mai froste, die ein Blütenwachstum bedrohen. Wir sind hindurch, und die Früchte reifen schnell. Die Bahn Orsova- Craiovo läuft von dem Mittelpunkt der Westgrenze der Kleinen Walachei nach Osten und Südosten, und unsere Truppen haben sie an einer Stelle erreicht, die etwa 80 Kilometer von der Westgrenze- also von Orsova, liegt. Unsere Heere sind von der Nordgrenze her gekommen und haben bis zu der erwähnten Stelle ebenfalls etwa 80 Kilometer durchlaufen! Auch im weiter östlich liegenden Alt-Tale sind unsere Truppen bis in die Ebene vorgedrungen. Es ist klar, daß jetzt auch der Widerstand der bei Campulung und Sinaia kämpfenden Rumänen erschwert und nutzlos werden muß. Denn jetzt haben die Angreifer Boden'gefaßt, um nach Ost uiid West sich auszubreiten und sich zu entwickeln. Me Lage der rumänischen Armee vor Orsova ist auf das äußerste gefährdet. Um zu ermessen, wie groß die Fortschritte des letzten Tages sind, vergegenwärtige man ich, was der Berner „Bmid" noch in seiner gestrigen Sonntag-Ausgabe schrieb: „An der siebenbürgischen Osfflanke ist der russische Gegendruck, Iber den Abstieg ins obere Marvsbecken und ins Quellgebiet: der Alt erstrebte, immer noch stark, aber nicht stark genug, um die deutsck-e Offensive ans der Linie Predeal-RotentuiM-Petrosew) durch Einbruch irt die linke Flanke m schädigen. Inzwischen halten die Runiänen unter BoderiveAust nördlich Sinaia und Kam- Polung verzweifelt stand, können sich aber des gegnerischen Druckes mcht entledigen und sind an beiden SteUen zurückgedrängt Morden. Im Afttal sind! sie nach dem Treffen von Spini ins Wachen gekommen, Und im Jultal hat sich das Glück wieder völlig von ihnen abgewendet. Wie sick- vermuten ließ, sind sie dort aus der Verteidigung ins Gleiten geraten und wurden von verstärkten deutschen und österr.- ungarischen Kräften über Tergu In hinausgedrängt. Nach ihrer eigenen Meldung kämpfen sie bei Capesti midi Gapaciosa, südlich und südöstlich von Tergu In. Sie haben also dre eigentliche Talpforte und das Becken von Tergu Ju verloren und verteidigen jetzt in den Hügelregionen die Zugänge vckr Crarova. Das wichtige Capaciosä liegt 14 Kilvineter südöstlich Tergjn Ju an der Bahn nach Craiova. Gelangen die Verbündeten werter, so tvird die Lage der rumänischen Cernagrupve vor Orsova unhaltbar. Die konzentrisch wirkende Offensive der Zentralmachte schiebt sich also von Norden langsam in die Walachei hinein imd zwar l« nach dem Widerstand stäffelförmig vordrückend. Im Jultal sind 4b Kr.ometer, rm Alttal 25 Kilonreter,!gegen K'awpolNng 27 Kilo-' Meter und gegen Sinaia acht Kilometer zurückgelegt worden. Der Druck wächst sichtlich, Gegenmaßnahmen offensiver Natur sino höchstens an .der Ostflanke und in der Dobrudscha zu vermuten ers-ordern aber ^ große Vorbereitmrgen imd nachhalrige Kraft Mackensen steht in der Deckung und wartet ans seine Stunde." Mackensens Zeit wird jetzt wohl gekommen sein. Er hat dre Rumänen bisher längs des ganzen Donauufers durch Artillerie beängstigt und in Unsicherheit versetzt. Die Katastrophe rn der westlichen Kleinen Walachei wird seine Unternehmung gewaltig erleichtern. Was will dagegen die Räumung Monastirs viel bedeuten? Nach wie vor werden die Bulgaren dem Feinde den werteren Vormarsch nach Norden verwehret!, und Sar- rarl hat nicht viel mehr als einen „Achtungserfolg" erreicht, den er nach den ruhmredigen Ankürrdigungen freilich nvtrg brauchte. Der Berner „Bund" stellte gestern übe; dresen Terl der Kämpfe folgende Betrachtungen an: _ „General Sarrail verfolgt seine Offensive gegen Mona- ß; r in mühsamen Stellungskämpfen. in welche die Operation«- sahrgkert der Serben Leben gebracht hat. In Unserer Betrachtung vom 6. Oktober wurde ausgeführt, daß Sarrails Erfolge dort wenig von Belang ferm, solange die Bulgaren den Cernaabschnitt und dre Linie Malovista-Monastir-Selecka Planina l1212) zu behaupten ivüßten. Um die Höhe 1212 tvird jetzt gekämpft, nachdem die Serben die Lime Polog-Beljeselo erstritten haben. Die Blugwvsr haben die Höhe 1212 zunächst behauptet und stehen in der Linie Negocani-Kenali trotz schwerster Beschießung noch fest. Man muß annehmen, daß die Schlacht uni den Besitz von Monastir jetzt auf der ganzen Linie vom Cernabogen bis zum Maliksee entbrannt ist, entbraimt, ohne schon in die Entscheidung gewachseii Ml nn.. Ter Maliksee schiebt sich zwischen den Prespasee irnd den Ochndas« und verargt den Raum von Koritza. wo Flottenkämpfe stattftnden. Bermutftch werden sich die Käinpfe auch rechts bei Cernabogens stärker ausprägen, wo die Bulgaren von Kaimakcalar Gonnista zurückgegangen sind. Ihr Widerstand wird dori m der Lmie Makovo-Zovik seine Hauptstütze finden. In Zentrum und auf dem pochten Flügel der Salonikifront werden Franzosen und Engländer erttlastend Vorgehen, um den Anarif, auf Mouasttr zu erleichtern." Im Westen ist ein neuer, großer Durcstbruchsversuch der Engländer in einer Frontbreite von 12 Kilometern ge- schertert! Sre erlitten, wie Ludendorff es ausdrückt, eine „blutige Schlappe" und hatten nur an wenigen Stellen „bedeutungslosen Geländegewinn". Es wird ja irr der Heimat wieder einige „Trübsalsspritzen" geben, wie Blücher die Pesftmrsten zu nennen pflegte, die das langsanre Abbröckeln der Westfront bejammern und Schlimmes daraus weissagen wollen — aber sie nehmen der Gesamtheit des Volkes rricht den Optinrismus. Dieser ist slötig im Kriege. Irr der „Berliner Volksztg.", einem denrokratischen Blatte, schreibt Generalleutnant Frhr. v. Freytag-Loring- hoven, der Chef des stellvertretenden Gerreralstabs iir Annee: „Die teure Heimat ist ringsum behütet. Darum aber sei sie ich mit Stolz dessen stets bewußt, srxis das sagerr wÄl: Frankreich und Rußland auf das schverst qgetrofsen, großer Gelrietstoile sträubt: Belgien, Serbien, Montenegro zir Boden gavorsen; Rumänien ernstlich gefährdet; der übernrächtige Ansturin der Erg- länder sind Franzosen mr dov Somme unter schtverstesi, mrersetz' lösten Verlusten abgewiesen; ein englische oder' ffrr Gi glaub sal> reiches schiss nach! dein andern nuf deii Griurd des Meeres befördert. Wahrhaftig, es ist kein Hurra-O)ptiurisnms. der sich ötC0öT, wirklichen oder eingebildeten, berauscht, wir auae- sMs solcher Erfolge voll Vertrauen in die Zrrkimft sehem" Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte Wien, 18. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' 18. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. Beiderseits des Schyl sind die deutschen und österreichisch ungarischen Truppen trotz heftigsten feindlichen Widerstandes in stetem Vordringen. Auch östlich des Olt- (Sllt-) Flusses wurde Gelände gewonnen. Nordöstlich von sEampulung scheiterten erbitterte Gegenangriffe des Keindes. An der si eb enb ür g i sche n Ostfront bei Schnee- jfall Mw Frost geringere Kampftätigkeit. Heeresfront des Ge neralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Zn Wolhynien stellenweise lebhafter Artillerie- jkampf. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschalleutnant. Wien. 19. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Der Südflügel der unter dem Oberbefehl des Generalobersten Erzherzog Karl stehenden verbündeten Streitkräfte hat in den letzten Tagen einen vollen Erfolg erkämpft Truppen der Armee des Generals von F a l k c n h a y n bahnten sich in der Schlacht bei Targujiu den Zutritt aus dem Gebirge und gewannen gestern mit der im Motru-Tal vorrückenden Kolonne die von Derciorova nach Craiova führenden Bahn. Zähester rumänischer Widerstand, der vielfach Namentlich östlich und südöstlich von Targujiu in erbitterten Gegenstößen Ausdruck fand, waren vergebens. Auch die beiderseits des Olt (Alt)-Flusses vordringenden österreichischlungarischen und deutschen Streitkrüfte erreichten in fortdau- >rrwem zähen Ringen den Gebirgsfutz. Sie überschritten gestern die Linie Calimanesci —Suici. Rumänische Angriffe scheiterten hier ebenso wie nördlich von Campo- lung. _ f dt "nd in der Walachei 189 rumänische D^^kre^ 19 338 Mann. 26 Geschütze. 17 Munitionswagen mo 72 Marchinengewehre eingebracht worden. An der sieben- Dürgifchcn Ostfront südöstlich von T o e l a y g e schlugen baye- der Armee des Generals von Arz einen russi- Men Vorstoß ab. Weiter nördlich keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Wippach-Tale südlich von B i a l i a wurde ein italienischer Graben genommen und besetzt. 4 Offiziere 120 Mann gefangen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * * * Der Kriegsdienst. Berlin. 19. Nov. Das Kriegsministerium hat Anord- gmng- getroffen, daß bei der Verwendung der Mannschafte 7i auf die Familienverhältnisse der oft schon durch schwere Blutopfer hart geprüften Familien Rücksicht zu ^chmen ist, und daß Familienväter mit vielen Kindern NSalrchsl nicht dauernd in vorderster Linie Verwendung * * Der Dank des Kaisers an General v. Below. Berlin, 18. Nov. (WTB. Amtlich.^ Der Kaiser hat s>an den Oberbefehlshaber Generäl der Infanterie v. Belo w ^der an her (Spitze des Lauenburgischen Jäger-Bataillons eine m Me werben verloren gegangene .Höhenstellung- im jSturm zurücknahm, folgende .Kabinettsordre gerichtet - ,M«n tnöer General v. Below' Ich habe voll Freude und R5W vernommen, daß Sie tm ^>chlachtgetümmel sich an die Spitze hes Jäger-Bataillons Nr. 9 gestellt und dem übermächtigen Gegner «ine wichtige Höhe im Eerna-Bogen wieder entrissen haben Ich Lanke Ihnen und den tapferen Jägern von Herzen für diese Tat Die in der Geschichte fort leben wird. Meiner warmen Anerkennung tvill ich besonoeren ?lusdruck geben und ernenne Sie 'Aum Chef des Lauenbnrgischen Jäger-Bataillons Nr. 9." Deutsche Marineflieger über Furnes. Berlin, 18. Nov. (WTB. Amtlich.) In der Nacht Dom 16. zum 17. November belegten deutsche Ma- Vrn es lug zeuge die Stadt Furnes und den Flugplatz Eoxyde mtt zum größten Teile schwerkalibrigen Bomben nn Gesamtgewicht von über 1400 Kilogramm mit gutem Erfolge. In Furnes wurden mehrere Brände beobachtet. Eines der Flugzeuge setzte bei Coxhde zwei Scheinwerfer durch Maschinengewehrseuer außer Betrieb. * . * -Lus dem srauzöstschen Heeresbericht vom 17. November abends. Außer lebhaftem Artilleriekamps nördlich der Somme in der Gegend von Saillisel von der ganzen Front nichts zu melden. Flugwesen: Fkiegerhauptmanu Beauchamp stieg um 8 Uhr morgens auf una richtete seinen Flug nach Münchekt. Er kam mittags, über M ünche n au uno warf mehrere Bomben auf den Balmhof als Vergeltung für die Bewertung der offenen Stadt Amiens, die in den letzten Tagen von- den Deutschen ausgeführt wurde. Er landete dann in (Santa Dona di Piava (Italien), 20 Kilometer nördlich von Venedig, nachdem er die Alpen überflogen hotte. Er legte eine Strecke von 700 Kilometer zurück. *. Der bulgarische Bericht. Sofia, 18. Nov. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 17. November: Mazedonische Front: Ein feindlicher Angriff bei dem Torfe Poustek zwischen dem Malik- und Prespa-See wurde abgeschlagen. In der Ebene von Mvuastir wurde ein starker feindlicher Angriff auf die Linie Veluchina—Kanina durch deutsche Artillerie blutig aügewiesen. Im Cerna-Bogen schlugen wir durch Gegenangriff einen feindlichen Sturm aus Höhe 1212 und aus das Torf Bruck zurück und erbeuteten drei Maschinengewehre und einen sNinenwerfer. Auf beiden Seiten des Wardar und am Fuße der Belasica Planina schwaches Attilleriefeuer. An der Struma- Front schvache Kämpfe zwischen vorgeschobenen Abteilungen und lebhaftes Aritlleriefeuer. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe Rumänische Front: Längs der Donau Ruhe. In der Tobrudscha keine Veränderung der Lage. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Sofia, 19. Nov. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 17. November. Mazedonische Front: Im Mschnitt Veluchina—Noleven lebhaftes Attilleriefeuer. Im Eerna-Bogen wiederholte der Feind seine Angriffe, er wurde aber blutig zurückgeschlagen. Ebenso scheiterten Angriffe, die der Feind in der Nacht zum 18. November in der Gegend des Dorfes Grunichte und bei Nonte unternahm. Westlich des Wardar schwaches und östlich des Flusses lebhaftes, aber (zeitweilig aus setzendes Artilleriefeuer. Am Fuße der Belasica Planina und an der Struma-Front schwache Artillerie tätig keck. Veftuch e kleiner feindlicher Abteilungen, unter dem Schutze des Nebels vorzurücken, scheitetten. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. Rumänische Front: Es ist kein wichtiges Ereignis zu Melden. Der türkische Bericht. K o n st a n t i n o p e l, 19. Nov. (WTB.) Bettcht des Generalstabs vom 18. November. Aon der sEuphrat- und Tigris-Front sowie aus Persien kein wichtiges Ereignis, außer Eckundungstätigkeit. Ein Teil unsere ^.Streitmacht, die aus Hamadan ab geschickt war und auf das 150 'Kilometer südöstlich von Hamadan gelegene Sultanabad vorrückte, vertrieb.russische Kavallerie, auf die sie stieß, und gelangte bis 15 Kilometer vor Sultanabad. Ein Angttfs, den die Russen mit einem Teil ihrer streitkrüfte nordöstlich von Rewandnz gegen un einem Teil ihrer Streitkräfte nordöstlich von Rewandnz gegen unsere Grenze zu unternehmen versuchten, wurde mit Verlusten für sie abgeschlagen. Ka u k a s u s f ron t: Der Feind, dem es gelungen war, unter dem Schutze heftigen Maschinengewehrfeuers in eine unserer Vorstellungen von 100 Mieter Ausdehnung ttnzudringen, wurde durch erneu Gegerrangriff wieder daraus vertrieben. Tie Stellung blieb' in unseren Händen. — Kein wichtiges Ereignis von den anderen Fronten. < Der Ssbllvettretende Generalissimus. Der Zar an den Reichsrat. Kopenhagen, 18. Nov. (WTB.) Meldung des Petersburger Telegraphen-Agentur. Der Z^r hat an der: Reichsrat ein Telegranrm gerichtet, in dem er für die patriotischen Gesinnungen und den einmütiger Wunsch alles zu opfern, um den Endsieg herbeizuführen, dankt. Der Zar sagt: Ich bin der festen Ueberzeugung, daß wir durch die heldenmütigen Anstrengungen unserer Armee Und derjenigen der Alliierten die historischen Probleme Ruß lands und diejenigen der Völker, die mit uns kämpfen lösen werden. Der russische Kriegsminister über den Krieg. Petersburg, 18. Nov. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur: In der Reichsduma gaben der Kriegs minist er und der Marine mini st er außerhalb der Tagesvrdnmig Erklärungen ab, die von der gesamten Duma mit lebhafter Begeisterung ausgenommen wurden. Ter K r i e g s m i n i st e r sagte: 27 Monate dauert der b l u - t hg e, grausame Weltkrieg. Unser vielgeliebter .Herrscher wünschte den Krieg nicht und wollte seinen Ausbruch nicht. Wir twissen alle, daß weder der Kaiser, noch unsere tapferen Verbündeten btt deii Bemühungen, den Weltbrand zu vermeiden, im Lager des Gegners Unterstützung gefunden haben. Im feindlichen Lager wurde während etwa zehn Jahren der Gedanke gepflegt, daß man sich mit Gewalt der Vorherrschaft und des ersten Platzes unter allen Völkern bemächtigen müsse. (Bttfalll In diesem fttnd- lrchen Lager srnd etwa zehn Iähve lang die Schmetter geschliffen und die Waffen vorbereitet worden. Man wattete nur auf die festgesetzte Stunde, um die Nachbarn zu überfallen und sie anzugreisen, um sie mit einem zermalmenden >Schlage zu Boden zu [Reefen imb sie zu zwingen, sich seinem Willen zu unterwerft^. (Beifall) Diese zermalmenden Schläge sind verschwunden wie Rauch. 27 Monate danett.der Krieg. Gott allein weiß es, wie lange er noch dauern wird. Ms alter Soldat bin ich im überzeugt, daß jeder Tag uns dem Siege näherbringt. (Beifall) ^eder Tag bttngt uusereii bösen, frechen Fttnd der Niederlage näher., (Beifall.) Welches ist die Wandlung, die in der Welt vollzogen wird? Was ist denn geschehen? Es ist gerade das gttcheheu, was gewisse Persönlichkeiten im August 1914 voraus- sahen, das, was Nicht nur sn Rußland, sondern in allen Ländern der Alliierten, ttncn W der Treue darstellt, daß nicht das Heed ollem Krieg führt, sondern der ganze Staat. (Beifall.) Mte möglichen Menschen lourden zur Munitronsher- ft el l u n g genommen, nicht nur Männer und Kinder, sondern auch Frauen und junge Mädchen. Tie Zahlen zeugen für die Ergebnisse dieser Mgeknetnen Bewegung. Ich werde 'nicht alles aufzählen, sondern wich darauf beschränken, feftzustellen, daß die Zunahme in gewissen Fällen das Vierzigfache betrug. Ich werde die Aufmerksamkeit, der DuMa auf die Attillettemunition lenken, die Frage der Verpflegung aber nicht berühren und offen lwraussagen, daß es Mangel gibt, daß die Lage aber erträglich ist Tie Schwierigkeiten, mit welchen mir bei den Kraftwagen zu kämpfen haben, und nicht, unsere Schuld. Auch das Flugwesen enl-i wickelt sich. Das ist -es, tvas die allgemeine Arbeit betrifft V^öae es, mir gestattet sein, ans Sie und Ihre Hilfe auch in Zuknüft ber der allgemeinen Arbeit für unsere tapfere Armee zu zählen , r v-erud rst gebrochen. Er wird nicht davon- kommen. Ich wiederhole: Jeder Tag bttngt uns Siege, nähert nähert den Gegner der Niederlage. Und wie der Präsident der T-Uma sagt: Wir müssen siegen, koste es, was es wolle. Dies ist der Befehl des Obersten Kriegsherren nnserse tapferen Heeres, ^teö erfordert die Wohlfahrt unseres Vaterlandes. Alles andere kommt erst tu Atueitcr ißinie in Betracht. Ich lege Wett darmift noch innmal die volle Lofcherhett ttnes alten Soldaten ansznsprechen, daß 'wir nrchk nur sregen müssen, sondern daß wir auch den Sieg davonrragen werdeti, koste es, :oas es wolle. Keine Macht der Welt ist imßande, Rußland zu besiegen. Ter M a r i n e m i n i st e r erklätte: Ich rverde mich kurz sasseu und nicht das wiederholen, was der Kriegsminister gesagt hat. Nur das will ich wiederholen: DerKriegwirdbiszum Ende geführt. (Anhalterrder Beifall.) Nachdem ich erfahren habe, daß der Kriegsminister hier Erllärungen abgeben würde, hielt ich >es für meine, Pflicht, auch eine Ettlärung abzugeben und Ihnen, wie immer, offcii urtd frei heranszusagen, daß Ihre dauernde Unterstützung bei der nationalen Verteidigung mir auch diesmal das Recht gibt, mich an Sie zu wenden, da die nationale Ver> teidlgnng gebitterisch Ihre einmütige Zufarnnvenarbttt erheischt, k Anhaltender Btt fall.) Nachdem der ^Narineminister neben dem Kttegsminister Platz genommen hatte, nahmen die BttfallsbezeugMigen zu und erreichten einen ungewohnten Umfang. Ter VLattneminister grüßte dar- ailf die Versammlung. Die Mitglieder der Duma verließen die Plätze unter Bttfallsbezeugungen und umgaben die Plätze der Regierung. Ter Präsident hob darauf die Sitzung auf. Ter Kriegsund der Mattneminister stiegen unter ununterbrochenem Bttfalt tn den Sitzungssaal herunter, wobei sie mit den Mitgliedern deri Duma Händedrücke wechselten. Nach Wiederaufnahme der Sitzung gttff Roditschew das Wort und sagte bet Besprechung der Worte des Kriegs- und Ma- rineministers, daß selten so beweiskräftige uiid nützliche Wotte m einem so gettgireten Augenblick ausgesprochen worden seien. Ter Redner sagte: Ter Vertrtter unseres Heeres erklätt eiitsprechend dem Willen des Kaisers, daß das Heer bis zum Ende kämpfen! werde. Tre Duma wünscht nichts anderes. Sie hat sich nur zuj diesem Zweck versammelt. (Beifall.) * * * Regulierung des Lebensmittelverbrauches in England. .... J 1 ^ 0 rt, 18. Nov. (WTB.) Die neuen abends veröffentlichten Besttmmungen über die Lebensmittel er- nlachtigen das Handelsamt, den Verbrauch jedes^ Nahrungsmittels zu beschränken, die FabrikatiE, die Erzeugung und die Art der Versorgung des Publikums zu regeln, außerdem Schritte zur Festsetzung von Höchst- preisen, zur Beschlagnahme von Vorräten und der Eingehung von Angaben betreffend die Bestände, Kontrakte, "osten usw. zu tun. Aus Indien. London, 18. Nov. (WTB.) Der Staatssekretär für Indien teilt mit, daß die indische Regierung am 14. Novbr. die Anfammlung großer, auf 6000 Mann geschätzter St r e 1 1 r x aij t e der Mohmands an der Grenze gegen- uoer von Chubkair bekannt gab. Die englischen Truppen griffen sie am 16. November an. Der Feind war zu zerstreut, um ein >gn.tes Ziel für die Kanonen abzugeben. Zum ersten Male in einen: indischen Kriege wurden Flugzeuge mit sehr großem Nutzerr attgewandt. Me feindlick)en Ver- luste sollen an 100 Tote oder Schwerverletzte betragen. Me Verluste der Engländer sind: 1 Mann tot, 10 verwundet. Die Streitkräfte der Mohmands scheinen zurückgeschlaqen worden zu sein, denn am nächsten Morgen fand' man bei Der Erkundung nur noch eine sehr kleine Gruppe. * Die Kämpfe in Ostafrika. L o n d o n, 18. Nov. (WTB.) In einer amtlichen Meldung aus Ostafrrka wird berichtet: Am 8. November ^^r Feind drei Angriffe auf einen kleinen britischen Posten bei Malangali. Me wurden abgeschlagen. Eine britische Abteilung vom Rusidji-Fluß traf etn. Der Fetnd wurde geschlageii und zerstreut. 8 Europäer und 18 Eingeborene wurden gefangen gerwmmen, 11 Tote aufgesammelt. Me englischen Verluste betragen: ein Toter und 5 Verwundete. * * * Die Lage der Schweiz. ™ (WTB.) Der ..Bund" schreibt zur Note des Bundesrates an die Entente' Tie Antivort des Bundesrats zeigt den «anzen Ernst der Lage Ate räumt, vor allem wit der euphemistischlNi Tarstellung^r Entente aus, öitte verlange von der Schweiz in Wirklichkeit nichts anderes, als was wir Deutschland .zugestanden liaben. Die Forderungen smd, wre aus dem vierteti Teil deullich hervorgehl, m etnent rategonichen, wenn nicht sogar drohenden Tone formuliert worden. Tie Entente verlangt tricht mehr und nicht wertiger, als daß die Lchwerz ihrem eigenen Vertrag mit der Entente zuwider von einem ^ag auf den andern Maßnahmen gegen die ttaen-- Industrie durchführt, ferner die Suspension innerhalb der kürzesten Frist der Ansffihr Mer Maschinen, Mer hlfdvo-elcktrischen Produkt.- und aller Baumwollgetvebe jeder Art, um die notwendige Untersuchung zu ermöglichen, als ob die Schweiz ein Verbrechen bedangen hatte, das die streng len UntersuchuugsMaßnahmen erhäsch- so schroff und un freundlich auch pie deirtsche Note war, iv t uussen, ichon gestehen, daß die vierte >Forderung der Entente etioas ür unser -Ltaatswesen seit Menschen gedenken Ungeroohntes enthält. kann man sich doch nicht behandeln lassen. Trotz aller Quer trelbereien hat der Bundesrat in der ernsten Migttegenhttt die übettvaltigende Mchcheit des Schweizer Volkes hinter sich. In diesem Linue ka,m er in die Verhandlungen, die zwttftllos folgen werden, nntreten. * Das Befinden des Kaisers Franz Josef. Wien, 19. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korrespon- )enz Wilhelm meldet: Ueber das Befinden des Kai- ^rs wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Im Befinden Seiner Majestät ist insofern eine gelinde Besserung eingetre- ten, als die Temperatur heute früh 36,6 Grad betrug und nur us.37,7 Grad am Abend stteg. Das subjektive Befinden, owie die Herztätigkeit sind anhaltend gut. Der Kaiser empfing im Laufe des Tages den ersten Obersthofmeister Fürsten Montenuovo, die Generaladjutanten von Paar und von Bolfras, den Kabinettsdirektor von Schiesel, den Sektions- wbf Daruvary und den Ministerpräsidenteti von Körber in einstundrger Audienz. Ver Seekrieg. Der Unfall der „Deutschland". Amsterdam. 18. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) TaL Reuter, chc Bureau meldet aus Nem London: Ter augenblickliche Zustand von u-Deutschland nttrd streng geheim gehalten. Wie verlautet, ist das Innere des U-Bootes nicht beschädigt. Es wird innerhalb weniger Tage wieder zur Abfahtt berttt sttn. Ein Mitglied der Besatzung erzählte über den Z u s a m m c n st o ß: Der Scklevp- danrpser kam unerwattet vor das U-Boot und wurde von diesem von rückwärts gerammt. Infolgedessen ist der Kessel des Schlepp dampfers explodiert und das Schiff gesunken. Der Kapitän Hirsch des deutschen Tampftrs Neckar wurde gerettet: er hatte sich an emen Rettungsgüttel geklammert, der vom U-Boot ausgeworfen wurde. Berlin, 20. Nov. Amerikanische Kabeldepeschen französischer Blätter tgeben laut „Voss. Ztg." New Yorker Blätter-' Meldungen lvieder, daß her Zusammen stoß der „Deutschland" mit dem amerikanischen Schleppdmnpier auf ein A t t e n t a t gegen das Handelstauchboot zurückKusühren sei Ein Motorboot suchte die „Deutschland" zu rammelt Die „Deutschland" rot cf) aus uttb stieß iab e t ausdenSchlepperauf. Beiter werde berichtet, -aß ein Mann verhaftet wurde, der eine Pulverladung in -ie „Deutschland" schaffen wollte. Die „Deutschland" sei nur venig beschädigt und werde in Mrze wieder aus fahren. Newhaven (Connecticut), 18. Nov. (WTB.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Die Eigentümer des Schleppdampfers. mit dem die „Deutschland" zusammenstieß, haben gegen die „Deutschland" Klage erhoben, da sie sie kür den Untergang des Schleppdampfers und das Ertrinken der Mannschaften verantwortlich machen. N-Bootersolge im Mittelmeer. Berlin, 18. Nov. (WTB. Amtlich.) Zu der deutschen amtlichen Meldung vom 15. November, nach der eines unserer! st-Boote am 5.' November 80 Seemeilen westlich von Malta einen zirka 12000 Tonnen großen, von Zerstörern und Fischdampfcrn geleiteten Transportdampser versenkt hat, verbreitet die englische Admiralität folgende Erwiderung: Diese amtliche deutsche Meldung ist ein offenkundiger Ver- fuxft, die verbrecherische unmenschliche Tat der Versenkung eines Postdampfers olme Warnung zu verwischen. Das einzige «m 6, Novemluw gesunkene Schiff war der Postdampfer „Arabia" (7938 Tonnen), der olme Warnung ungefähr 300 Meilen östlich von Malta versenkt wurde. Dieser Verlust ist cmt' 8. November amtlich bekannt gegeben worden. Damit versucht die englische Lldmiralität eine bewußte Irre- Mrung Ider öffentliche Meinung. Es handelt sich um zwei zeitlich and örtlich völlig getrennte Fälle: Erstens: Wi edurch WTB. am 15. November bekannt gegeben lvurde am 5. November 80 Seemeilen wesüich von Malta ein 12 000 Tonnen großer bewaffneter Transportdampfer durch Unterwasserangriff versenkt. Zweitens: Der Transportdampfer „Arabia" wurde am 6. November 300 Seemeilen östlich von Malta ebenfalls durch Unterwasserangriff Versankt. „Aralna" hatte 15-Zenttmeter-Ge schütz-Armierung und beförderte einen Regiernngstransport von vielen Hunderten Kriegs^ arbeitern für Frankreich (Chinesen, sowie schwarze Und farbige Engländer' Mmn die englische Negierirng es zugelassen hat, daß auf hem Transportdampfer „Arabia" auch Passagiere mitgenommen wurden, so hat sie, wie in früheren Fällen, in leichtsinniger Weise das Leben ovn Nichtkämpfern aufs Spiel gesetzt. Die Explosion in Archangelsk. Berlin, 18. Nov. (Priv.-Tel.) Die „B. Z." meldet aus Stockholm: Nach einer amtlichen russischen Meldung rrsolgte die Explosion in ^Archangelsk bereits am R. November auf dem cnn russischen Kai liegenden mit Munition beladenen Dampfer „Baron Friesen". Durch die Explosion entstand daun ein Uferbrand. Der größte Teil der Munition soll angeblich bereits gelöscht gewesen und samit dem Feuer entgangen sein. Nach einer aus Vardoe eingelaufenen Privatnreldung soll der „Baron Friesen" auf der Reede von Bakaritzi gelegen haben und von einem Tauchboot torpediert worden sein. Insgesamt wird die Anzahl der sofort Getöteten und ibren Wunden Erlogenen nunmehr mit 530 angegeben, darunter elf rusfische Artillerie-Marineoffiziere und fünf englische Offiziere. Kopenhagen, 18. Nov. (WTB.) „Politiken" meldet Lus Malmö: Der Helsingborger Dampfer „Tuva", der von Archangelsk am 2. Oktober abgegangen war, hat seinen schwedischen Bestimmungshafen nicht erreicht. Daher wird angenommen, daß er mit Mann und Maus unter gegangen ist. Der 2300 Tonnen große Dampfer hatte 20 Mann Besatzung. Kopenhagen, 18. Nov. (WTB.) „Berlingske Titzende" -meldet aus Kristiania: Die Meldung von der Versenkung des norwegischen Dampfers „Veg a" der regelmäßigen Route Bergen-New Castle erregt großes Aufsehen „Morgenbladet" bezeichnet die Versenkung als eine unfreundliche Handlung: daß sie ausgeführt wurde, während wichtige Verhandlungen zwischen Deutschland und Norwegen geführt wurden, sei geeignet, ernste Verstimmung hervorzurufeu. Gleichzeitig veröffentlicht die Presse Einzelheiten über die englischen Verletzungen der norwegischen Neutralität, wovon sich die letzte am 3. November ereignet habe Diese Verletzungen gaben Anstoß zu der norwegischen Verordnung, die die Deutschen als gegen Deutschland gerichtet auffassen. London, 18. Nov. (WTB.) Lloyds meldet, daß der portugiesische Segler „Emilicv' und die dänische Bark „Kenja" versenkt worden sind. Üod) ein Brief hindenburgs an den Reichskanzler. Berlin, 19.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ter General feld- narschall vonHindenburg hat an den R ei ch sk anzl er das fachstehende Schreiben gerichtet: Großes Hauptquartier, den 19. November 1916. An den Herrn Reichskanzler! Euere Exzellenz haben mein Schreiben vom 27. September b4. Ztz in Idem ich die schwere dankenswerte Arbeit des Knegsernäh- mn'gsamtes zü unterstützen beabsichtigte, den deutschen Bundes- :egierungen mitgeteilt und haben die von mir geäußerten Wnniche rnterftützt. , ^ Zu meinein Erstaunen sehe tch jetzt, nachdem das schreiben in ne Presse gelangt ist. daß es in Zeitungserörterungcn so mrsgeleat «rtz, als ob ich die Verordnungen auf dem Gebiete der Volksernah- cmig als überflüssig und schädlich schlechthin verurteilte. Tas entspricht nicht meiner Auffasiüng Ohne einen B ton na geht es nicht ab. Das gilt, wie für die Losung der Krnährun gsfrage, so auch für die Beschaffung von Krregsgerat und yvc Ausnutzung unserer Arbeitskräfte ^ _ . Mr den Erfolg ainf allen diesen Gebieten ist aber entscheidend, )aß zu dem Zwang die tatkräftige, nur oon vaterländischem Pflicht- pffigC Leitete MarbeU ftder einzeln«! tritt. In besonderem! kann auf dem Gebiete der Volksernährung erst dre selbstlose Pflicht erfüllimg der gesamten Landbevölkerung den staatlichen Anoronun gen eine lebendige Wirkung verleihefi. Jeder an ferner stelle muß über die gesetzlichen Vorschriften hinaus zur Ernährung d-er Truppen und Krieasarbeiter hevgebcn, was irgend entbehrt werden kann.) Das hatte ich bei meiner Bemerkung über die großzügig zu organi- siereiidc Werbearbeit durch die Führer der Landwirtschaft tm Auge. Ich vertraue zu fest auf den bisherigen patriotischen «um der deutschen Landwirte, als daß ich an dem Erfolg ihvcr Llufklarungsarbert zweifeln könnte. , _ * Euere Exzellenz würden mich zu Dank verpflichten, wenn Lie meine Ansicht der Oessentlichkcit zur Kenntnis bringen wurde. von HindenbUckg. Berlin, 20. Nov. Ter deutsche Landwi r t sch« f ts- rot richtete einen Ausruf an die deu tschen L andw l rte, in denk auf die schwere Arbeit des Heimatheeres hiugewresen und gesagt wird, mehr als sc zuvor sei es l>eute unsere vaterländische Pflicht, unsere ganze Kraft in den Dienst der Erzeugung der Lebensmittel zu stellen. Wie der eine Teilnnseres Volkes m bei spiellosem Heldentum im Felde gegen eine Welt von Feinden! kämpfe und ein anderer in rastloser schwerer Airbait die militarr-- schen .Kriegsmittel schasse, so sollten auch t)ic Landwirte unter Hintansetzung aller eigenen Wünsch' für die Ernährung nuferer Kriegsarbeiter sorgen. Hindenburg vertraue und mit thin und durch ihn vertraue das gaifze deutsche Volk aus die Landwirte. Die Goldankmisstelle ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet! Aus Stadt und Land. Ließen, 20. November 1916. ** Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wurde am 13. November dem Lehrer Georg Matthäus zu Heegheim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Berstadt, Kreis Büdingen. — Uebertragen wurde am 13. November der Schulamts- aspirantin Marie Ries eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu Pfungstadt, Kreis Tarmstadt. —Ter Groß her zog hat am 14. v. Mts. dem Bezirkskassier Rechnungsrat Gutfleisch zu Homberg a. d. Ohm aus Anlaß feines fünfzigjälnigen Tienstjubi- läums die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Auszeichnung. Mit dem Eisernen Kreuz l. Klasse ist der Leutnant Fillmann, Sohn unseres früheren Mitbürgers Heinrich Fillmann, ausgezeichnet worden, nachdem ihm schon früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse, oie Hessische Tapferkeits- medaille und der Bayerische Militäroerdienstorden 4. Klasse mit Schwertern verliehen ivar. Mit Kriegsbeginn ist Fillmann als Freiwilliger in die bayerische Armee eingetreten. Er erhielt die Auszeichnung als Führer einer Stoßtruppe für eine erfolgreiche Unternehmung, welche er mit dieser gegen ein zwischen den Stellungen gelegenes und besetztes Gehöft ausgeführt hatte. LU L andesuniversität. Wünschen verschiedener Teil- nehmer entsvtechend, ivird die Vorlesung des Professors Dr. Gmelin über V e r s a s s u n g s g e s ch i ch t e und V e r s a s s u u g s r e eb t Oesterreich-Ungarns auf Mittwoch 7-8 Uhr verlegt. _ Beginn 22. November. Auch N i ch t st u d i e r e u d e haben Zutritt. " V o r t r a g s v e r e i n i g u n g (Kaufmännischer und ßfetretbeucrein). Der 2. Vortrag, der in dieser Woche ver- choben werden mußte, findet nunmehr am kommenden Freitag (24.) statt. ** Hessen am Törzburger Paß. Der »Kreuzzeitung" wird vom südöstlichen Kriegsschauplatz gemeldet, daß au den Kämpfen am Torzburger Paß neben Bayern und Ungarn namentlich Hessen, Frankfurter und Badener beleiligt sind In schwierigen! Gebirgskamps wird hier Kuppe au Kuppe in zähein Ringen erftritten. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Auf den Ludwig T h o m a - A b e n d, den die morgige Tienstag-Abonnementsvor- stellung, bringt, sei ganz besonders Hingeiviesen. Tic drei freuen Einakter des bayrischen Meisters „Tie kleinen Verivaifdten", „Tich- tcrs Ehrentag" und „Brautschau" haben bei den bisherigen Aufführungen in München und Nürnberg ganz außerordentlichen Beifall gefunden find dieser Beifall ist auch hier bei der sorgfältigen Einstudierung zu erwarten. Das gesamte darstellende Personal ist in den drei Stücken beschäftigt, die Spielleitung führt Direktor Steingoetter. — Ter hier immer gern gesehene Charak- tcrEomifer Earl William Böller wird am Tonnerstag, 23. November, ein einmaliges Gastspiel in Hauptmanns „Biberpelz" geben. Ter „Wehrhan" Büllers ist neben dein „Striese" die bekannteste Figur, die der beliebte Gast geschaffen hat, und Bülter wird.diesmal um so mehr Teilnahme erwecken, als er mit diesem Jahre aus eine 25 jähriac Gastsvieltätigkeit zurückblicken kann. Ter Reinertrag der Vorstelluiig zu Großherzogs Geburtstag am kommenden Samstag ist für die Kriegsfürsorge bestimmt; als „Iphigenie" wird an diesem Abend Fräulein Charlotte Pils vom Tarinstädter Hoftheater gastieren. ** Ue Hergangs weiter ließ uns von Samstag ab alle Möglichkeiten des Novemberprogramms durchkosten. Frost, Schnee, Glätteis, Regen, Sonneirschein wechselten sich in schneller Folge ab. Dem Sa Minolta ge kam das schlecht zu statten. Tie Konzerte waren weniger gut besucht und auch die Straßen waren^nicht so belebt^wie sonst. Mit einem rührendeit Eifer betrieben Sammler und Sammlerinnen ihre Aufgabe, so daß doch noch ein girtes Ergebnis des Sammeltages zu erhoffen ist. ** Eine Bekanntmachung betreffend Bestandserhebung von Vorräten der Spiunpapierindustrie ist am 20. November 1916 erschienen. Hiernach sind monatlich Zii melden: die Vorräte an Natron-(Sulfat-) Zellstoff: Papier jeder Art, ganz oder teilweise aus Natron- > Sulfat-) Zellstoff hergestellt, sofern die Vorräte 1000 Kilogramm übersteigen: aus reinem Sulfitzellstoff hergestelltes Spinnpapier: Papiergarn jeglicher Art, Zellstosigarn und Papier Mischgarn wie Textilit, Tcxttlose, Garne mit Faserseele nsw., sofern die Vorräte 250 Kilogramm übersteigen: Papier- maschmen, welche Spinttpapier l-erstellen: Streifenschneidemaschinen für Spinnpapier; bestimmte Spinnmaschinen. Tie erste Meldung ist über die bei Beginn des 1. 12. 1916 vorl^andenen meldepflich- tigen Vorräte bis zum 5. 12. 1916 zu erstatten. Die Meldungm sind an das Webstoffmeldeamt ^der Kricgs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums Berlin SW. 48, Verlängerte Hedemannstraße 10, ans besonderen amtlickfien Meldescheinen zu richten, die bei der Vordruck-Verwaltung der Kriegs- Rohstoff-Mteilung angefordert werden können. Der Wortlaut der Bekanntinachung ist im heutigen Kreisblatt abgebrncft irrtb am Bürgermeistereigebände angeschlagen. ** Volkszählung a in 1. Dezember 1916. Mämter und ^Frauen, die das Amt ciaces Zahlers, sei es unentgeltlich, sei es gegen Bezahlung, übernehmen ivollen, werden in einer Bekanntmachung gebeten, sich bis spätestens 24. November ds. Js. in der Zeit von vormittags 8 bis 12 U!hr nachmittags auf dem Mdlde- bureau Gvvßh. Polizeiantts, Meidengasse 5, Zimmer Nr. 7, zu melden. Aliceschule Gießen. Neue Vierteljahrskurse in Schneidern, Weißzeugnähen, Handarbeiten, Bügeln und Kochen beginnen am 4. Dezember. Die Seminare für. technische Lehrerinnen begiiinen neue Kurse Ostern 1917. Siehe Anzeige. M Der nach st e Städtische Seesischmarkt beginnt Dienstag, den 21. November, vormittags 9 Uhr in den Markt- lauben. Verkam voii besten Seefischen (Schellfisch), Miesmuscheln, Rauchsisch als Ersatz sür Railchfleisch. ** Städt. KrautvarkaUf. Im Hofe der Stadtknaben- schiule wird bis auf weiteres Dienstags und Freitags vormittags von 9 bis 12 Uhr Weißkraut. Rotkraut und Wirsing pfundweise und fn größeren Mengen abgegeben. Die Preise iverden jeweils an der Verkaufsstelle angeschlagen. Landkreis Gießen. u. A l l e n d o r s a. d. Lda., 20. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Ersatz-Reservist Maurer Friedrich R e i ii h a r d t von hier. Er wurde kürzlich schwer verwrindet und befindet sich zurzeit noch in einem Feldlazarett. K. Ettingshausen, 19. Noventber. Vorgestern ivurdc hier ein englischer Kriegsgefangener festgenommen, der aus dein Gießener Lager entivichen ivar. .Kinder hatten den Flüchtling, den Hunger itnd Kälte in das Dorf geführt hatten, entdeckt. Er ivtirde bald von einem Landstunnmänn geholt imd ins Lager zu rückgeb rächt. Pit dem heutigen Tage sind die Tresch- arbeiten m unserem Torfe beendigt. Der Erttag des Korns war verhältnismäßig gering. Tie anderen Frnchtarten gaben gut aus. Auw der Erttag der .Kartoffelernte läßt zu wünschen übrig. Er wäre noch geringer, wenn iinserc Gemarklmg nicht drainiert wäre. ** G v ü » b erg, 20. Nov. Leutnant der Res. F. G e ii g- nagel, Laiidiv.»Inf.-Regt. 116, Ziihaber des (fernen Kreuzes, wurde uonx Großherzog die Hessische Tapse rkcits Medaille überreicht. LJ Lang-Gons, 18. Nov. Unteroffizier Solln Grnne- b a u in, welcher zurzeit als veriizißt acnrclbet ivurdc. teilte feiner Faiirilie mit, daß er sich in russischer Gefangenschaft befindet. ** Rödaen . 20. Nov Schütze Lildivig S ch m i b t, der seit Aiisang des Krieges im Felde steht, erhielt daS Eiserne Kreuz. Die Hessische Tapserkeitsiiiedaille erhielt er schoii tm vorigen Jahre. Kreis Büdingen. # Büdingen, 18. Nov Nach einer schwereif Verwundung starb in einem Feldlazarett in Rumänien der Musketier Hars. G Bobenhausen, 18. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielten der Pionier AlbuS und Kanonier Reuter. # Borsdorf, 20. Nov. Pionier Karl Möbus wurde vor nicht allzu laiiger Zeit mit den: Eisernen Kreicze ausgezeichnet. Jetzt hat er auch die Hessische Tapferkeitsmedaille er- halten. — Seit Alli'ang dieses Monats wird der an den Somnre- kämpsen beteiligte Musketier Ernst U h l vermißt. # Düdelsheim, 20. Nov. Die Hessische Tapferkeitsmedaflle erhielt der Gefreite Geyer. G'Lorbach, 18. Nov. Das Eiserne Kreuz erhrelt der Musketier G o t t s ch a l k. > ^ Ortenderg, 18. Nov. In Aniocsenheit ferner hohen Ehrenvorsitzendetf, der Gräfin Kuno zu Stolbrrg-Roßlo. hielt der hiesige c v g l.-kirchliche FraNenverern la. o. Zweigverern des Alicefrauenvereins) am 13. ds. Mts. seine ordentliche Jahresversammlung ab. Ter Jahresbericht, der schnftttch vorülg, bot. noch einmal einen Blick über die geleistete Jahresarbeit, dre der Zeit entsprechend natürlich meist Kriegsarbeit war. Dre Ernmach- stelle des Roten Kreuzes stellte nach dem Gewicht der fertigen Produkte ohne das der Gefäße her: 12,87 Zenin. Gemüse. 1P6 Zent ^ ner Obst, 94,75 Liter Obstsaft, 5,84 Zentner Marmelade. oO Pmno Törrobst, 4 Zentner Bohnen und 7 Zentner Sauerkraut rm Fab, zusamnren etwa 27 Zentner Gemüse und Obst. An H e i nr a v b er t gab der Verein 1800 Paar Heeresstrümpfe in Arbeit und bezahlte dafür 1980 Mk. 2lir Liebesgaben wurden ttotz Wollknapphert nom 180 Paär Strümpfe ustd eine große Anzahl Lazarettpantoffeln an- geferttgt. Ter Verein zählt zurzeit 94 Mitglieder. — Wie im ver gangenen Jahr beteiligte sich auch in diesem Jahr der hiesige Zwerge verein vom Roten Kreuz au der Versorgung der Soldaten, die zum Bereich des 18. 2lrmeekorps gehören, mit Liebesgaben zum Werb- nacbtsfest. Im Verein rnit den angeschlossenen Gemeinden Bcl!- mnth, Bergheim, Bobcnhausen, Eckartsborn, Effotderback), Gelnhaar, Lißbcrg. Schwickartshansen, Selters, Usenborn, Wippenbach brachte er die Kosteir hierfür im Bekragc von 550 MH. auf. Auch für du Ortenberger Soldaten ist augenblicklich wieder eine Weihnachts liebesgabenseirdung in Vorbereitung, eine hierfür cingeleitetc Sammlung ergab bis jetzt 850 Mk., es sollen zirka 200 Soldaterr beschenkt werden. Kreis Alsfeld. # Flensungen, 20. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Lehrer Ludwig Lehr. # Ruhlkirchen, 20. Nov. Zum Leutnant d. R. befördert wurde der hiesige Lehrer Joharrires Erl er. =» Seibelsdorf, 20. Nov. Ter Müller Lang voir hier wurde wegeii W n cf) e r § mit Weizenmehl zur Anzeige gebracht. Er ließ sich für das Pfund 35 statt 24 Psg. zahleir. Kreis Schotten. G Schotten. 18. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielten der Musketier K r onr nr iiir Jiif.-Rqt. 186, der Maschilienaewehr-Schütz' tzeliinch Schlörb im Just-Rgt. 389 rnid der Gefreite Wilheln S ch l ö r b im JnL-Rgt. 118. — Laubach, 20. Nov. Das hiesige Schöffengericht vcr' urteilte eine reiche Landwirtsfran ans Wetterield ivegeir Milch- v a n t s ch e r e l zu einer Woche Gefängnis und 200 Marl Geldstrafe. Kreis Friedberg. ' A u s d e r W e t t e r a u , 20. Nov. Die Herbstsaat leide' sehr unter der Mänseplage und dem Schnecke ii fraß. Mai sollte gar nicht meinen, daß trotz der daiiernd »taffen Witterung die Mänseplage so groß sein könnte. Wem» die Mäuse iiicht mit allen Mitteln Mampft werden, so iverden sie großen Schaden a»t richten. Starkenburg und Rheinhessen. IN. Offenbach a. M.. 20. Nov. Durch di? Beschlagnahme de?, Levers drohte die völlige Lahmlegung der bekannten Osfenbachrr Lederindustrie. Um nun dieser durch die.Beschlagnahme der leichten Schaf . Ziegen- und Kalbfelle drohenden Lahmlegiing zu begegnen, wurden Oberbürgermeister Dr. Düllo und Reichstagsabgeordnete- Karl Ulrich als Vertreter oer Offenbacher Lederindustrie bei bn Leoerzenttale in Berlin vorstellig. Es ist ihnen gelungen, eine teilweise Freigabe der Leder zu erwirken. In der gleichen 'AngelegenHeck richtete Reickistagsabgeowneter Ulrich eine sog. ssteinc Anfrage an den Reichskanzler. — Als die Insassin des städtischen Versorgungshauses Ammer zur letzten Ruhe geleitet wurde,^wurde während der Tranerfeier der bejahrte Ehemann von eiirem' Herzschlag betroffen der seinen alsbaldigen Tod im Gefolge hatte. Hessen-Nassau. \ Der 100. Geburtstag Friedrich Stoltzes. = Frankfurt a. M., 19. Nov. Frankfurts Bürgerschaft feiett in diesen Tagen in einer Reihe festlicher Peranftaltungen den 100. Geburtstag Friedrich Stoltzes, des großen Lokal- und Freihettsdichters der Mainstadl. Ten Auftakt der Feierlichkeiten bildete heute mittag ein Hnldignngsakt auf dem Römerberg, an dem sich die ganze offizielle Welt Frankfntts beteiligte. Im Mittelpunkt der Huldignngsfeier stand die Festrede des Stadttats R u p p über Friedrich Stoltzes Leben und Bedeutung als Dichter der Mainstadt. Musikalische Tarbiettrngen gaben der schlichten Feier den entsprechenden Rahmen. Nach einem gemeinsamen Gesänge begaben sich die Festteilnehiner nach dem StoltzeDenkmal. Hier legte Oberbürgermeister Voigt mit einer Ansprache den Kranz der Stadt Frankfurt nieder. Ihm schlossen sich viele andere Körperschaften mit Kranzniederlegungen an. — Weitere Gedächtnisfeiern lnelten heute der Llusschuß sür Volksvorlemngen ir einer überfüllten Versammlung und der Verein Jugendwohl in der Städttschen Gewerbeschule ab. Das Schauspielhaus feierte den Tag durch die Llnfführung von Stoltzes Lokalschwank „Alt- sfi?anksutt". Auch die kommeirden Taae bringen noch zahlreiche Veranstalttingen zu Ehren des Dichters. Der Mord in der Kölner Straße aufgedeckt. --- Frankfurt a. M., 19. Nov. Der Mörder der Gastwirtsfrau Emilie Lahne mann in der Kölner Straße wurde durch den hiesigen Polizeikommissar Silbersdorf in Amsterdam in der Person des 16 jährigen Schiffers Christian Leder aus dem Haag ermittelt und verhaftet. Der Bursche hatte längere Zeit bei Frau Lähnemaun gewohnt und ivar eines Tages unter Hinterlassnirg der Mietschulden verschwnrfden. Er besorgte sich einen Lluslandpaß und vollfübrtc daun die Mordtat mr der Frau, um! ffichl in den Besitz der nöttgen Reisemittel zu setzen. Als er in der sWohnung kenr Geld Vorsand, bestahl er einen Schiffskameraden und fuhr nach Holland. Genaue Untersiichuugen hinterlasseuer Fingerabdrücke an verschiedenen Gegenständen in der Wirtschaft führten auf die Sprir Leders utrd dem Erfolg, daß der jugendliche Bursche in Llmsterdam der Mordtat in nnzweifelhaster Weise überfühtt werden konnte. Leder wird,^ sobald die Auslie- ferungsverhandlungen mit Holland abgeschlossen sind, nach hier zur Äbutteilung gebracht. [] Marburg, 19. Nov Im ganzen knrhesfischen Oberhessen siel in vergangener Nacht und beute früh so reichlicher S ch n e e, daß heute schon die Schlitten in Benutzung genommen iverden komlten. — In der Nähe von Roßberg ivurde vorgestern im Oberwald ein großer Hirsch erlegt. X. kFnlda, 20. Nov. Ter Landrat des Kreises Frankenberg gibt bekannt, daß die Genehufiguna Hausscklachtnng von Schweinen rmr in Aussicht gestellt werden könne, wenn der Antragsteller sich bereit erkläre, von der Hansschlachtung eine bestimmte Menge frischen Specks oder Schwatte für die Munitionsarbeiter gegen Bezahlung als Liebesgabe zur Versilgung zu 'stellen. Bei allen 2lnttägen für Hausschlachtungen ist der Vermerk „Bereit zur Liebesgabe an die Mienitionsarbeiter" aufzu- nehmen. I F. C. Kassel, 20. Nov. Die W u r st b e r ei t u n g durch die Stadt erfolgt vou dieser Woche ab. ES ,vird eine Leber- ivurst zil 2 Mk. das Pfund, eine Blntivnrst zu 1.80 Mk. und eine Grützivurst zu 1,25 Mk. hergestellt. Der Magistrat ist in der Lage, die wöchentliche Fleischme»,ge um 30 Gramm zu erhöhen. Kalb- fieisch erfährt einen Abschlag von 15 Pig. pro Pfund. Ach gar zu schwer traf ans die Auch die Geschwister trauern _ Kunde, Um den geliebten Bruder, [sehr nie schrieb Dein Kamerad; Sie sehen ihn nun nimmermehr ,! e P, eine tiefe Wunde, Und leiden wie Vater und die bleibt bis in das Grab. Mutter. Ach, es ist ja kaum zu fassen, daß du nie mehr kehrst zurück. So früh mußtest du dein Leben lassen; vorbei ist nun unser ganzes Glück. Zerrissen ist unser trautes Heim, jetzt sind wir einsam und allein. Wenn auch uns bricht nun fast das Herz. Wir müssen ertragen den furchtbaren Schmerz; so schlaf denn wohl geliebtes Herz! Du hast den Frieden wir den Schmerz Als Opfer dieses schrecklichen Weltkrieges fiel nach kaum fünftägiger treuer Pflichterfüllung am 30. Oktober 1916 fern von all seinen Lieben unser lieTTbi-, herzensguter Sohn, Bruder, Enkel Neffe und Kusm, der Jägeg* Wilhelm Schäfer Reserve-Jäger-BatfailSon Nr. 17, 4. Kompagnie. \iel zu früh mußte er infolge feindlicher Minensprengung wenige Tage vor seinem 20. Geburtstage sein junges Leben lassen. Seine tieftrauernden Eltern und Geschwister: Heinrich Schäfer I., Marie Schäfer. geh. Vogel, Eltern, Unteroffizier Heinrich Schäfer, z. Zt König'. Geschoßfabr. Spandau, Elisabethc Schäfer, Anna Schäfer, Albert Schäfer, Geschwister, and alle Angehörigen. Mainzlar, Staufenberg, den 20. November 1916. 013375 Fsnsioa JBr^zuu^sceB Bäossz -BellevuelZim.m. u.ohneBer. iUica- f. jede Zeitdauer. Mittag- u. Abendlisch. Elektrisch , liefe t, Bad. Tel. 1085. [8099 Sch. 3-Zimmcr Wohn. evtl. kl. 4-Zimmer Wohna. ver 1. Januar zu mie.cn ge- sucht. Schrift!. Angeb. unter 013382 a. d. GiebenerAuzeiger für Freilcituitg urrd HausinftaLlatiorr bei hohem Lohn in die Nähe Wetzlars gesucht. Gustav Blecher, Herborn. 18325 Melzifeppselle n. flaastaiie gesucht. Adolf JMöhi, Bahn- bofstratze 5. [013379 Fnseurgehüfe gesucht. Erich Stutzeusiein, Neustadt 6. >8:302 Schaserei-Gcsellschaft zu Leun sucht aus sofort einen tüchtigen ss, i Schäfer. Ein. Arbeiter für Gartenarbeit und leichte Beschäftig, in der Schlosserei s. Georg Schioferfctein, Maschine t rcibr.Iii c fr, «Hess cn >. ZN"Hausb„i-sche gesucht. Aug. Kilbiuger, Seltersweg 79. Zuverlässige Person zum Zeitungstragen gesucht. Walltorstrastc 21. Unerwartet erhielten wir die Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Jäger Otto Pfaff Freiwilliger im Jäger-Ball. 11. 3. Kompagnie im kanm vollendeten 20 . Lebensjahre im Feldlazarett infolge Verwundung den Heldentod erlitten hat. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Pfaff. Launsbach, Giessen, den 20 . November 1916 . 83 .. -uche zu Weihnachten eine tüchtige MagdD d.clw. Landwirtschaft versteht Fraa Bürgermeister Hanlt, Ehrlaßshansan, Kr. Wetzlar. HIeie@seta£sEe 9 Oiesssn. ^ierteljalirskurse in Schneidern, Welstzeua- i a *£teMmber aXb w!f n 'itP liaeln ,- uri0 Kochen beginnen am O S5° em ? Gl ' .Anmeldungen spätestens Samstag, den ^ber, 10—6 Uhr im Schulhaus Steinstratze 10. -tc Seminare für (ecfrnische Lehrerinnen beginnen neue Kurse Ottern 1917. Die staatlichen Prüfungen ?®r™S%m« r rä.T I0Cn n !l- c[j o Ä11 o Anstellung in Breiigen Mtn.-Erl. vom 2i. 3. 1916). lieber die Aufnabme- bedmgungen mbt der Vorstand, sowie die Seminar- Ls— »»ss.rtsayg Kraut Verkauf. b-rStadlknabenschule wird bis out weiteres AMtüzs u Freitags sgriiilttliB wi 9 —12 Uiji 1 Weihkraut, Rotkraut und Wirsing pfundweise und in Mengen abgegeben Die Preise werden jeweils MyAmWeiij gesucht. [8339B 5ilinik für Hautkranke. Dreher und Hilfsarbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. !««« Georg Karl Reit Maschinenfabrik. _ Ge,ucht für dauernde Arbeit 40 Frauen u, Mädchen Arbeitsanzüge und Beköstigung sind auf dem Werk erhältlich. 828?D AH-». Eiskmerke Sjjto 8 . i. i. §. Mß lar b. Wetzlar. ßkbnMIk Fffkr an der Verkaufsstelle angeschlagen. Giegen, den 18 . November 1916 . Der Oberbürgermeister. Keller. 18327 B Städtischer Seestfchmarkt. 9 ugÄ„ b ri;fVcf«L^ 6 ' """JM wÄ&r tfSStöSföSäSHg; EL«: Milftärfr. junger üfann der längere Zeit aut staaU. Bureau tätig war, sucht Lei beicheidewAnspr. Beschäftig., evtl, halbtags. Gute Zeugn. Sehr. Ang. u. 013385a. d. G. A. Statt besonderer Anzeige. Samstag nachmittag entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere liebe Schwägerin, Ttmte und Kusine Fräulein Marie Stuerz im Alter von 82 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Ludwigstr. 7), 18. November 1916. 8338 Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 2 Lnr, auf dem Neuen Friedhof statt. H^ch-.Trachtiae Fabrknh u. ein Rurd wegen Ausgabe der Landwirtschaft, sofort zu verkaufen. liulth. Lieber, Großen-BoHeck. [013374 von Wem, Spirituosen, Essig, Oel usw. zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 013372 an den Gicst. Anz. 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Möhl Giessen, 19. November 1916. iit größten Niesensorten empfiehlt, da setzt beste Pflanzzeit, preiswert. Gärtnerei 2»ttnges, Mar- burger Strane 67. asm ata». Kanpecieira, Särlelgsjiier. t 8213 O tto Sc haaf, Seltersw. 39. Bekanntmachung. rft: Volks za hluna am 1 . D e z e n, h r v V SÖetnfft; Volkszühluna am 1 . Dezember 1916 Männer und Frauen, die das Amt eines mihlJrä tß rJi Gießen, den 18. November 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. Kafenderbloeks . (55x40 mm) 1917 for.su billigst.Preisenliescrb., auch grünere Mengen. •Jr Weiner t. Giessen, bapierrvarengrosthandlung. Oa&rtfa t ton u. Versand von _ Jeldpostschachteln. [8321 Mußt. 18, Nebeilhiuls Leuie^cr 1. De,. 1916,u"vc"r- mieten. Näheres Alicestr. 2^ oder Bl. [8247 für unsere Kriegsgefangenen LU kaufen gesucht. [8333 Gewerkschaft Louise Kieder-Ohinen. 703 , 88 sGebrauchte National Kontrollkassen jeber Art werden gekauft. Preis und beide Fabriknum- mern der 5kasse erbeten an Kndolf lossc, Berlin. SW . 19 o. J . p. 1 4959 ! 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Gcwinne zu 1000 if 1324 4673 9970 14136 kqSSo 17971 18977 38708 40737 41986 60722 R?«on o 6 Z?n 28 71675 72303 73115 80338 61498 84435 7 68098 88188 89202 92766 96956 100003 101607 108456 H3062 114024 117915 124169 130165 130925 138140 137696 141203 148143 163238 163897 154476 168609 168301 159143 161868 165471 165706 166930 169410 171956 172625 173084 175208 182875 183205 183588 189344 189862 197289 199994 202577 203433 203811 204226 206062 206234 212239 212853 217430 222731 222860 223239 233205 , 192 Gewinne zu 600 M 662 878 1684 6537 10861 12 S1 15584 16708 18310 22078 23467 29545 36526 38044 39078 4053 1 43083 45374 47762 60239 61839 583 " 57045 62 315 66132 66701 72499 77255 79799 in-M, 86 , 763 90097 93123 96857 100079 105017 105060 10o064 112215 116707 120185 120323 121087 12?R° - 1 123500 124044 129045 130294 131171 133781 1^67 149K4R 138630 139056 140065 141728 74 2464 142646 144097 145487 146301 146448 147360 15022? 150678 151688 156859 165932 158993 163702 167238 170766 171806 173447 176789 180666 188189 190438 191051 193572 201662 204917 212859 220417 220899 ZIZ S 3 S s 226392 223 <” SS In der Nachmiüaftsziehung wurden Gewinne über 240 Mark gezogen. 3 Gewinne za 10 000 M 11627 4 Gewinne zu 6000 M 38004 233076 •f-ofi! 8 So’™ 11 ® Z " 3000 M 3919 21072 27643 34440 35281 36903 37707 37939 44426 61889 62174 67442 JJ? 01 8826 q 89504 93 015 96454 05890 100833 107717 114432 117848 125845 129273 137984 148561 166182 184483 187149 203239 208247 223996 o„J 78 ° e ;r inne zu 1000 M 13-61 1516 6143 8445 3355 14029 15 1H 17208 18983 19762 23161 28039 30741 37724 424 35 43367 44855 47203 49432 54784 55604 56619 62021 62043 62658 63133 64293 84422 7 °249 71970 73003 73823 73825 73981 .74770 77686 77895 79651 79928 84349 67984 «9764 9im 53 94046 94448 05271 100442 103620 105278 106979 107123 H3623 114107 114852 119433 119472 127567 129622 133246 136920 148758 149929 153268 1555-77 160666 156847 167336 167970 161792 104143 i?0553 1 7 2655 177796 179413 181971 182080 194926 197011 235284 208982 209494 212046 218038 220920 202 Gewinne zu 500 M 3408 3360 8409 1R771 17485 213 20 22422 24655 27863 30205 30686 30793 80900 32074 34418 34597 36536 37741 40731 Sq 42248 46643 48121 49801 62021 63034 64164 MW 50172 60063 61867 62831 63413 66038 70354 71537 73639 74601 75091 76949 82461 84619 95528 lÄnl 98743 987 93 101673 109599 110729 H1074 iS lirtion 113023 115248 119633 130668 131596 132528 132974 133350 136333 136334 137482 137953 140243 143492 146240 151615 163068 I6I414 M0484 170011 170760 176122 181484 UW2 1B174« 183988 184273 186969 187423 188740 189726 lOl^on ; 9 ; 031 19671 ? 197821 198120 204934 2OeIo0 ll692B 223127 223687 223818 226326 228169 228064 AA