Nr. 2l\ Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: Siehener Familienblütter; Kreisblatt für den Ureis Sichen. vczugspreis: monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Alk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Bit. 2.45 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Iernsprech - Anschlüsse: !ürdieSchri'tleitung112 Verlag,Geschnstssteueöl Anschrift fürDrahtnach- rrchten: Anzeiger Gießen. Erstes vlatt M. Zahrgang Freitag, \l. November Postscheckkonto: Zrankfurl a.M. U686 etger pr 3Ni!!ing§t-unddruü u. Verlag: Brühl',che Univ.-Buch- u.Steintzruckerei «.Lange. Schriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr.7. vankoerkehr: Sewerbebank Stehen Annahme von Anzeigen 1 die Tagesnnmmer bis zuinNachmillag vorher Seilenpreis, f. 2lnzeigen: örtlich 20 Pf., Per- inietungen u. Ctelleuge- suche 15Pf., auswä rts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., Reklamen 75 Pi.,, bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug.. Goetz. Verantwortlich^ für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz. Stadt und Land, Vermischt es u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.. Anzeigenteil. H. Beck, sämtlich in Gießen. GelündegMinn an der 5om«. (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarsch alls Kronprinz Nupprecht von Bayern. Teilvorstöhe der Engländer an der Straße Mailjy- S e r r e. sowie östlich und siwöstlich von B e a u m o n t scheiterten im Handgranatenkamps. Stärkere Angriffe gegen Grandcourt brachen in unserem Feuer zusammen. Den Franzosen entrissen wir den Ostteil vonSail- llselin hartem Häuserkamps. Abends stürmte das han- iloverschc Füsilier-Regiment Nr. 73 zäh verteidigte französische Gräben am Nordrand des St.Pierre Vaast- Waldes. Acht Offiziere. 324 Mann und fünf Maschinengewehre sind eingebracht. Bei den gestrigen Kümpfen im Abschnitt Ablain- court-Presso i re ist keine Aenderuug der beiderseitigen Limen erngctreten. Einem feindlichen Fliegerangriff aus Ostende sielen neununddreitzig Belgier zum Opfer. Als Vergeltung für Abwurf von Bomben auf friedliche lothringische Orte wurde Nancy in den letzten Tagen von der Erde und aus der Luft beschossen und beworfen. O r st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Am Brückenkopf von Dünhof (südöstlich von Riga) wurde eine angreifende russische Jnfanterieabteilung zurückgetrieben. Front des Generalobersten Erzherzog Karl. Fm Südteile der Waldkarpathen lebte die beiderseitige Artillerietätigreit auf. An der sieb en bürgt scheu Osts ro n t scheiterten östlich des Kutnatales starke russische Angriffe. Nördlich von Sulta unternahmen österreichisch-ungarische Abteilnnaen eine Erkundung auf den Mt. Alunis. Bei Sosmecö (Ojtos-Patz) blieben russische Vorstöße ohne Erfolg. Die Kampftätigkeit nördlich von C a m p o l u n g hat sich verstärkt: auch an den über den Roten-Turm- und Szurduk- Paß nach ^-üden führenden Straßen verteidigt der Rumäne zähe seinen heimatlichen Boden. Wir machten Fortschritte und nahmen gestern fünf Offiziere und über1200Manngefangen. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Genecalfeldmarschalls vonMackensen. In der D o b r u d sch a kleine Gefechte vorgeschobener Abteilungen. Die rumänische Meldung der Besetzung mm Bonascic ist erfunden. An mehreren Punkten der Donau-Linie FeuervonUferzuUfer. Mazedonische F.ront. Die vorbereiteten neuen Stellungen im Cerna-Ab- schnitt sind bezogen. An der Struma Patrouillcn- geplänkcl. u Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. * Berlin. 16. Nov. Abends. (WTB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Ancre-Ufer ist Kampf bei B e a u - court im Gange. An s i e b e n b ü r g i s ch e r S ü d f r o n t e r f o l g r e i - chesVord ringen. Vom Balkan bisher nichts Neues. Wir spüren da oben, an der Spitze unserer Obersten Heeresleitung, wieder den Geist des Befreiers, dessen Faust das Nussenuuglück in Ostpreußen abgewendet hat. Das Bild unseres größten Feldherrn haben lvir uns fest eingeprägt; es gewinnt wegen der rein menschlichen Züge, die wir darin sehen und spüren, alle Herzen. Aber das Wesen des Mannes entwickelt sich vor uns erst durch neue Kundgebun- gen seiner Auschauungs- und Handlungsweise. Da 'unterstreichen wir die erste Wahrnehmung, die wir nach der Schlacht vvir Tannenberg so freudig in die Worte vom „eisernen Besen" kleiden durften: Hindenbnrg ist kein Zauderer. Sein neuester Brief mit den markanten Schlußworten, die wir heute im 2. Blatte nachtragen, zeigt dies auf das Deutlichste. „Das deutsche Volk will starke, entschlußfreudige Beamte sehen!", so ruft er dem Kanzler zu. Das ist für uns ein denkwürdiger Augenblick, dessen Gehalt und Bedeutung gegemvärtig nur irr bescheidenem Rahmen erörtert werden kann. Später wird inan sich ferner erinnern und man wird vielleicht von einer histori- ^w n J? c tm l bc sprechen, die das ausläutete, was als Gebot und Erfordernis nach mancherlei Erfahrungen in der Luft lag- ^st. es noch mehr? Hat Hindeuburgs Wort eine vieldeutige Mahnung und Warnung in sich? Er ist ein Sol- Patenvater der für seine Truppen sorgt nach alter Regel guter Feldherren. Mr sorgt auch sstr die Truppen, die ibrn in Fabriken Werkzeuge und Munition zum Schlagen liefern. Allein ein Mann, der so spricht, der so nachdrücklich Stärke und Entschlossenheit betont, wird auch aus dem Gebiete, wo er selbst die gestern erörterten Verhandlungen mit Vertre- tern des Staates und der Verwaltung führen muß, den gleichen Impuls verraten. Wir wissen, daß im Hauptquartier bedeutsame Beratungen stattgefunden haben über die Art unserer Seekriegfuhrung und ähnliches. Und wir vermuten, daß solche Beratungen, die sich auf die Richtlinien des künftigen Friedens beziehen, auch heute sich öfter abspielen mögen. Auch da wird sich der Augenblick ergeben müssen, wo „langwierige Beratungen", „Bedenken aller Arv' endlich abgeschlossen werden durch einen festen, sicheren Entschluß. Hindenbnrg sagt uns, daß ein solcher Entschluß für das Volk, besonders für diejenigen, die unter etwaiger Unentschlossenheit bei ihren dienstlichen Verrichtungen zage und müde werden würden, die erste Voraussetzung des Erfolges ist. Wir finden Hindeuburgs Wort erfrischend, nicht nur, soweit es sich um Fett für die Ju- dustriearbeiter handelt, sondern auch um ein Programm für die notwendigen diplonmtischen Anbahnungen. Ist dort die Gefahr „langwieriger Bedenken aller Art" nicht noch größer als in der berührten einzelnen Wirtschaftsfrage? Entschlossenheit allein wird freilich nicht gefordert, es muß ihr die nötige Begabung und Eingebung zur Seite stehen. Das Volk will starke und entschlußkrästige Beamte; es will die äußeren, augenfälligen Merkmale eines befähigten, führenden Staatsmannes bewundern. Die Aktendurchforschung der Vergangenheit kann wichtig und zweckmäßig sein; aber das Erfassen des Gebotes der Stunde, der 'Zukunft, ist wichtiger. Hindenbnrgs Mahnung wird nach mancher Richtung nicht ohne Wert und Folge sein. * * ' Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 16. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Grneraloberstcn Erzherzog Karl. Die Kämpfe beiderseits des Schul- und des Olt- (Alt-) Flusses schreiten günstig vorwärts. Es wurden über 1266 Gefangene eingebracht. Nördlich von C a m p o l u n g und bei Sösmezö wehrten wir starke rumänische Angriffe ab. Nördlich von Sulta unternahmen österreichisch-ungarische Abteilungen eine Erkundung auf den Mt. Alunis. Südöstlich von Tölgyes blieben russische Angriffe erfolglos. Auf den Höhen von Meste- kanesti Vorpostengeftchle. Heeresfront des Generalfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bei den österreichisch-ungarischen Truppen keine Kampfhandlungen von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Die gestern gemeldete Unternehmung östlich von Gö rz fortsetzend, eroberten unsere Truppen wieder einen feindlichen Graben, nahmen 60 Italiener gefangen und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Eines unserer Flugzeuggeschwader belegte die militärischen Anlagen bei der Station Por La Carana ausgiebig mit Bmnbey. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer. Feldmarfchalleutnant. * * * Die Engländer und Franzosen an der Westfront. London, 16. Nov. (WTB.) „Daily Chronicle" bekämpft tn enteilt Leitartikel die Forderung des französischen Hauptmannes Philipp Millet in einem Londoner Morgenblatt, daß die britische Armee einen viel größeren Teil der Westfront in Frankreich übernehmen müßte, und die ungünstigen Vergleiche, die er zwischen der militärischen Leistung der Engländer und Franzosen anstellt. Die Unterlagen dieser Vergleiche, sagt das liberale englische Blatt, seien ungerecht und beleidigend. Der Verfasser habe sich auf das rohe Argument der Meilenlange der Front beschränkt, ohne die besonderen Schwierigkeiten der englischen Front und die starken deutschen Trnppenanhaufungen gerade ihr gegenüber zu berücksichtigen. Solche Artikel könnten nur die eine Wirkung ansüben, nämlich böses Blut zwischen den Verbündeten zu machen. „Daily Chronicle" legt Millet nahe, er sollte die Arbeit tun, zu der ihn seine Regierung nach England geschickt habe und nicht für englische Zeitungen schreiben. Der bulgarische Bericht. Sofia, 16 9tov. (WTB.) Bulgarischer GeneralstLbsbericht vom 15 November. Mazedonische Front: Während des gmizen ümges , landen die Stellungen in dev Ebene von M onaftir unter sehr heftigem feindlichen Artillerieseuer, insbesondere östlich der Eisenl^chn. Tie 'kräftigen Angriffe des Feindes scheiterte n ^angesichts des hartnäckigen Widerstandes unserer Truppen. Der iFenD, der an einigen Paukten in unsere Stellungen ernge- drungen war wurde vernichtet. Bor der Front eines emzigenj dm lerer zählten wir 400 Leichen. Im .Cer na-' Bogen lebhafte Känipfe. Die bulgarischen mid deutschen Truppen zogen sich aus die Stellungen nörolich der Dörfer.Tepazizki und Tscheghels zurück. An der M o g l e n a - F r o n t, am Fuße der Belasten Planina und an der Struma-Front, abgesehen von schwachem Geschützkampf, nichts Wichtiges. An der Küste des A e g ä i s ch e n M e e r e s näherte sich ein feindliches bewaffnetes Transportschiff der Mündung des Flusses Ueghiarmeskdere südwestlich! von Narrori und schoß erfolglos mehrere Bomben aus die Küste ab. Rumänische Front: Längs der Donau Gewehrschüsse zwischen Posten und Artillerietätigkeit. Bei Tntrakan und Z i l i st r i a , sowie in der D o b r u d s ch a nichts Wesentliches An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Rumänischer Heeresbericht vom 15. November. Nord- und Nordwestfront: An der Westgrenze der Moldau bis zum Slanta- und Oitaz-Tal ist der Feind durch unsere Truppen über die Grenze hinaus verfolgt worden. Wir machten achtzig Soldateil zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr. Vom Punatal bis Predelns keine Veränderung. Im Prahvvotal schwache Artilleriebeschießung. In der Gegend von Dragoslavle {jrifT der Feind von neuem wiederholt mit Unterstützung der sck-weren Artillerie an, wurde aber überall zurückgeworsen. Unsere Truppen halten ihre Stellungen. Im Alt-Tal erhielt der Feind Verstärkungen und zwang uns gegen Salatrus und B'rezotu ein -wenig zurückzugehen. Im Jiutal setzte der Feind den Angriff mit Heftigkeit fort. Trotz einzelner Gegenangriffe wurden unsere Truppen gezwungen, sich auf eine zweite Verteidigungslinie zu- ruckzuziehen. An der Eerna keine Tätigkeit. Südfiont: An der Tonau längs des ganzen Flusses gegenseitiges Infanterie- und Artilleriefeuer. In der Tobrudscha besetzten wir das Dorf Boas- eio an der Donaju und rückten auf der ganzen Front vor. In den beiden letzten Tagen entfaltete der Feind von neuem eine besondere Tätigkeit. Feindliche Flieger überflogen Tornu, Magurele und Zimnicea und die Gegend von Giurgiu, Ticea, Eampulung, Sinaia und Roman und warfen Bomben, wobei tic leichten Schaden anrichteten. Sie warfen Bomben aus die Hauptstadt und ihre Umgebung, töteten und verwundeten friedliche Einwohner, lnmptsächlich Frauen und Kinder. Bei dieser Gelegenheit iwrrfen Jie' eine große Anzahl Bomben über dem Pala)t ab, wo die Königin Und die rumänischen Prinzen wohnten, aber glüMcheftveise hatten diese das Schloß nach dem Tode der Prinzessin Mircea verlassen. Wiederholt und besonders gestern überslo«en feindliche Flieger kleine Städte und Dörfer, stiegen hmt ihren Apparaten tief hinunter und verfolgten mit Maschinen- gewehrfeuer die friedliche Bevölkerung, die sich aus den Straßen befand oder auf den Feldern arbeitete. " 1 ! w * JE 11 i ; Rußland und die Polen. Petersburg, 15.!Nov. (WTB.) Meldung der Petersburger Telographen-Agentur. Ter r u s si s ch e S t a a t s r a t hat seine Sitzungen imeder ausgenommen. Der Präsid-ent G o l u b e w führte aus, daß alle Gedanken der Nation und alle ihre Anstrengungen auf die nationale 'Verteidigung gerichtet sein müßten. Das Reichsratsmitglied S ch e b e k o verlas eine Erklärung zur P o l e n f r a g e, in der er sagte, die blutigen Hände des uralten Feindes Polens reichten ihm jjetzt die falsche Unabhängigkeit dar, aber das polni,che Volk werde sich durch efn so unwürdiges Spiel nicht betrügen lassen. Tie polnische Frage werde durch Rußland und seine Verbündeten gelöst werden. Das ReichsratsMitglied S t s ch e g l o witow erklärte im Na- men der Rechten des Staatsratess, es gebe keine Worte, der Entrüstung Ausdruck «zu verleihen, die man bei dem Aiiblick der schmerzlichen Prüfung empfinde, die der grausame, alles verachtende Feind Polen auserlege. In diesen Tagen der Prüfung, sagt der Redner, mu,se der 'ritterliche Aufrüf, den der Generalissiurns auf Anordnung des Kaisers am 14. AuMst 1914 ml Polen richtete, hell in den Herzen der Polen nnderstrahlM, die sich im feindlichen Lfiger befinden Damals ertönte der erste nürktiche Aufruf, der die Polen aufsorderte, ,ich innter dem Zlfter des rusfischcku Zaren zu einen. Die Ereignme des ersten Kriegsjahres machten eine Reorganisation Russuch-Polens unmöglich. Trotzdem habe beim Kcuwnerwonner Polen aus Anordnung des Kaisers die Selbstverwaltimg der Gemeinden erhalten. Die Polen nmßten jeden Verdacht aus ihren Herzen bannen, daß ihre Wiederherstellung absichtlich verzögert worden sei. Dre von den deutschen und österreichischen Generalgouvei> nenren verkündete Unabhängigkeit sei für die Polen der Weg zum Grabe, nn Weg, den sie noch im Mutstrome durchniessen müßten, ^hr »eck liege m den Händen Rußlands, des angestammten Der- ftidigers der Slawen. Tie Lösung der polnischen Frage könne nur ans der großmütigen Güte des russischen Zaren hervorgehen. Andere Redner driickten sich ähnlich aus. Am Schlüsse der Sitzung gab der Minister d e s I n n e r n iNi Aamen der Regierung eine Erklärung zu den über die Polen- srage gelMtenen Reden ab. Protopopow sagte, die Regierung bleibe letzt ime früher unverändert aus der Grundllage des Aufrufes des Generalissimus und auf der im Jahre 1915 von dein eheinaligen Ministerpräsidenten Gorempkin gehaltenen Rede Fie Regierung stütze sich ebenso sicher auf diesen Aufruf, als Blut der stolzen Völker einzig aus dem Felde und einzig für die heilige Sac!^ der Verteidigung 'der Integrität des' Zarenreiches gegen den Anschlag des grausamen Feindes, der keine Freiheit und Gereckstigkeit kenne, vergossen worden sei. Petersburg, 16. Nov. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Ageutur. Die diPlomatischeu Vertreter Rußlands sind angewiesen, den Regie- nuKpit, bei denen sie beglaubigt sind, folgenden Protest zu überreichen: Ich bin von meiner Regierung beauftratch, söltTenves zirr Kenntnis Euerer Exzellenz zn bringen: Irr Ä^iftichtung oes Völkerrechts lmben die deutschen und östeuceichisth-ungarischen Mili- tärbelwrden in ckSarschau und Lachlin eine Kundgebung erlassen nach der die r u s s i s ch e it Provinzen Pole n s künftig erneu gesonderten Staat bilden sollen. Die russische Regien'n> erhebt Einspruch gegen diesen M, der eine neue Verletzung mternatronaler Verträge darsteftt, die feierlich von Deutschland tzaw, •üciierrcitt^Urigfirit beschworen sind, limb erftört ihn null tzrnb nichtig. Ich stelle fest, daß die Provinzen des Königreiches Pttcn nicht ans gehört haben, einen integrierenden Bestandteil des nrMschen Milche s zu bilden, und daß ihre Bewohner durch den Eid .Ler Tvem, den sie den: Kaiser, meinem erhabenen Herrn, geschworen Jja&et, gebmrdcn sind. TranSporLfrage und Lebensmittelteuerung in England. . London, 16. Nov. (W.T.B.) Unterhaus. Im Laufe einer Besprechung der hohen Lebensmittelpreise hob Run - eiman die .Wichtigkeit der Transportfrage hervor. Er Erwähnte, daß, wenn die Schiffswerften in doller Tätigkeit wären, England jährlich -wer Millionen Schiffstonnen Herstellen könne, während es seit Beginn des Krieges nur zwei und eine viertel Million verlor. Es seien Schritte unternommen, um oen Bau von Schiffen m beschleunigen, .und er rechne mit der Fertigstellung von Einer halben Million Tonnen während der letzten sechs Monate dieses Jahres. Rnnciman hob hervor, wie wichtig es sei, daß alle Sbttlen, die init Lebensmitteln zu tun hätten, Hand in Hand arbeiten, ,und kündigte die bevorstehende Ernennung eines Lebe nsmittelkontrolleurs an, der große Vollmachten besitzen solle. Er solle in den Stand gesetzt werden, Personen, drö Lebensrnittel verschwenden oder vernichten, zu verfolgen, ferner! vorMffchreiben, m Zwecken die Nahrungsmittel verwendet weiven dürfen, die Herstellung ge-vifser Lebensmittel wie Mehl zu regeln, dev Handel und die Verteilung der Waren m beaufsichtigen, die Vorgänge auf dem Ma-tkte m regeln und den Aufkauf Ol Spekulationszweckcn zu verhinderrr. Bis Ott Ernennung eines Lebens Mittelkontrolleurs würden diese Vollmachten dem Handels- amt Olftehcn. Rotterdam, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Nreuve Rotterdamsckre Courant" meldet aus London: Die Absicht Run- ttmans, eine Kontrolle über die Lebensmittelver- 's o r g u n g «effrzuführen, wird von der P r e s s e im ganzen güuitta ^ausgenommen, das einzige Bedenken, das dagegen zu äußern ist, sei, daß die Maßregel zu spät komme und nicht drastisch genug sei. Die Minister sollen auf Grund des Reichsverteidigungsgesetzes ermächtigt werden, gegen Personen, die Nahrungsmittel vergeuden, «nfzutreren und vorzuschireiben, wieviel einzelne Lebensmittel verwendet oder nicht verwendet werden dürfen. Ferner sollen sie die Vollmacht erhalten, die Erzeugung gewisser Lebensmittel, nament-, lichl von Mehl. zu regeln und, wenn es nötig ist, auch in den Ver- skauf und die Verteilung von Lebensntitteln, soloie in die Transaktionen der Märkte regelnd einzugreisen. Man erwarte ferner eine Verordnung über die Verwendung von Nahrungsmitteln, die auch für den rnenschlichen Gttwauch in Bettacht kommen und für die Viehmast. Tie Herstellung von Kartoffelmehl wird wahrscheinlich verboten werden. Es sollen noch im Laufe dieser Woche vorläufige '»Schritte unternonrmen werden, um einer inerteren Erhöhung des Mehl- und Kartoffelpreises vorzubeugen. Das englische Oberhaus und die Unterseeboote. London, 16. Nov. (WTB.) Oberhaus. In seiner Antwort auf die Bemängelung der Wirksamkeit der Maßnahmen der Admiralität gegen feindliche Unterseeboote sagte Marguis Greine: Die Admiralität hatte in der Zerstörung von Unterseebooten entschieden Erfolg, und ttotz der größeren Schwierigkeiten infolge der vermehrten Größe, schwereren Bewaffnung und stärkeren Wände der neuen Unterseeboote wäre, es -ein Irrtum, anzunehnren, daß er nicht auch diesen gegenüber erzielt worden wäre. England und der Kohlenmangel in Frankreich. - Bern, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In der gestttgen Sitzung der französischen Kamwer wurde die Vorlage betrcffcrtb Koh- Denverteilung und Regelung der Preise behandelt. Aus den Aus- ftihrungen des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Sembat, geht ^hervor, daß England monatlich nstr 2 Millionen Tonnen cinsühren fkcnm, während 4 MiMonen Tonnen verlangt werden. Für die .französischen Eisenbahnen besteht zurzeit ein Reservebestand von ^annähernd 800 000 Tonnen, was ungefähr den Monatsbedars Leckt. Ter Abgeordnete Augagneur steUte fest, daß 24 Milli- Een von Englmrd eingeführter Kohlen nicht genügen könnten, amd daß die Kohlenkrise vielmehr durch den Kohlen Mangel als Durch die Transpottkrise verursacht worden sei. Minister Sem- chat erwidette, die französische Regierung beschästtge sich, fort- srvähreiid mft der Frage. Allein in England sei die Kohlenförde- tQmg infolge der Einberufungen zurückgegmrgen. Augagneur /bemerkte darauf, daß infolge der ungenügenden Kohleneinfuhr ferne Rationierung der Kohlenabgabe an die Jndusttte nöttg werde. Im Anschluß an die Aussprache wurden die ersten sechs Attikel der Vorlage angenommen. Bern, 16. Nov. (W.T.B. Nichtamtl.) Temps zufolge dehnen ftch die Schwierigkeiten der Kvhlenbeschaffung für die Pariser Beleuchtungsgesellschaften immer mehr j«us. So liegen seit vorgestern auch Otte in der weiteren Bannmeile von Patts, wie Versailles, Virefloy, Chesnay und St. Ehr -infolge Gasmangels im Dunkeln. Zur Beleuchtung oes Der- iailler Weftbahnhofes mrc> der wichtigsten Verkehrsstraßen wurde Lampenmaterial hervvrgeholt. Lastautonwbile wirroen nach Patts »entsandt, um Kohlen zu holen. Der Gemeinderat von Celle-St. Glmw hat den Präsekten benachttchtigt, daß die Gemeinde die -Schulen schließen müsse, da die Heizung der Schulräume unmöglich sei. < Englisch-norwegisches Emürhrabkommen. Kristiania, 16. Nov. (WTB.) Tie Verhandlungen, die länger als einen Monat in England zwischen englischen maßgebenden Persönlichkeiten und Verttetern der norwegischen Importeure des norwegischen Staats geführt wurden, sind jetzt abgeschlossen. „Morgenbladet" teilt mit: Nach Mitteilungen des Proviantterungsdirektors Pedersen sei ein Einfulirübereinkommen abgeschlossen worden für Getreide, Kolonialwaren, Fettwaren und 'Gitterstoffe. Außerdem sei die Frage der staatlichen Einfuhr geregelt worden. Die UeberttnkoMmen hätten Gülttgkttt für ein Jahr und stten vom 1. Okttber ab schon in Kraft gettetcn. Die Einfuhr finde jetzt regelmäßig statt. Der Proviantierungsdirektor Ntttnt, die Einfuhr für das kommende Jahr stt gesichert. Private Meldungen besagen, daß auch die Verhandlungen über die Frttgabe her beschlagnahmten Kaffeesendungen abgeschlossen stten, .teilen aber nichts über das Ergebnils mit. Die Stellung der Frau in der niederländischen Verfassung. Haag, 16. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Die Zweite Mammen nahm heute in der Debatte über die Verfassungsrevision den Artikel an, demzufolge Frauen in die General st aaten gewählt werden können. Aas aktive Frauenwahlrecht war gestern verworfen worden. n S Der „Sultan von Aegypten". Beirut, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die hiesigen Matter veröffentlichen eine amtliche Mitteilung des Ober- Ecmmtandos der 4. Armee, wonach das Kriegsgericht in Aleppo Hussein Kernal Pascha, der sich zum Khediven und dann zum Sultan von Aegypten erklärte, in Anbetracht dessen, daß er einer: Bestandteil des türkischen Kaiserreiches unter fremde Herrschaft stellte, in contumaciam zum Tode verurteilt und daß dieses Urteil bereits durch kaiserliches Jrade bestätigt wurde. Ein erfolgreicher deutscher Flieger. Berlin. 17. Nov. Der im} Januar 1915 als Kriegsfrtt- "wrlliger zur Front gekommene Flieger!eutnant Lefferc aus Wilhelmshaven erhielt laut „Bett. Lok.-Anz." für den Abschuß des jiemtai ensltschcn Fliegers den Orden Pour le MSriite. Zum Tode Tschirtys. , Wien, 16. Nov. (WTB.) Kaiser Wilhelm telegraphierte an die Witwe des deutschen Botschafters von Ts ch irsch ky: . , ^ . Die traurige Nachricht Von oem so plötzlichen Hinscherden Ihres Gatten hat mich ttef erschüttert. Ihnen und den Jhttgen spreche ich zu dem schweren Verluste mttne herzlichste Tttlnahme aus. Ich selbst verliere in dem Heimgegangenen einen treu^ ergebenen Freund und Diener meines Hauses, der sich der ihm gestellten Aufgaben stets mit der größten Hingebung gewidmet hat, und dem ich ttn dankbares Andenken bewahren werde. Möge Ihnen! der Allmächtige in dieser schweren Zett mit sttnem Tröste ber- ftehen. Die fünfte Kriegsanleihe in Oesterreich-Ungarn. Wien, 16. 97ov. (WTB. Nichtamtlich.) Laut amtlichen Prospekt werden als fünfte österreichische Kriegsanleihe 40jähttge steuerfttte 5Vzpuozentige anrottisable Staatsanleihe und steuerfreie 5Hprozentige am 1. Juni 1922 rückzahlbare Staats- schatzsck>ttuc ausgegeben. Für ersten bettägt der Zttchnungsprers 92.50, für letzteren 96.50 Prozent. Tie Zeichnung begimrt am 20. November und endtt am 16. Dezember. Budapest, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Tie fünfte ungarische Kriegsanleihe gelangt nächste Woche zur Ausgabe. Ausgegeben werden 6prozentige Renten-Oblikationen zu einem 'Kurse von 97,13, sowie bV-Prozenttge vom Jahre 1922 in 20 gleichen Raten zu ttlgende Amottisations-Obligätionen zu ttnem Kurse von 95 Prozent. Die Anleihebedingungen sind dieselben, wie bei der vierten Kttegsanltthe. Der Zttchnungstermm ist auf vier Wochen festgesetzt. Der Seekrieg. „U 41". C London, 16. Nov. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet vom 15. Nov.: Auf die deutsche Darstellung über den sogenannten „zweiten B aralong fall" erließ die Admiralität eine weitere Erklärung. Es sei ein für allemal vollkomNteu uwvahr, daß ein Befehl der Adnriralität bestehe, nach> dem xs nicht nötig stt, überlebende Mannschaften deutscher Tauchboote zu retten. Zur Widerlegung der deutschien Veröffentlichungen in dieser Angelegenheit gibt die Mmiralität eine lange amtliche Erklärung des Komniandanten des Schiffes bekannt, daß „U 41" versenkte. Dieser sagte, es stt unwahr, daß er das Boot über-, raimt habe, in dem sick/ noch lleberlebende gefunden hätten. Sie seien über Pord nttvrungen, als das Schiff sich dem urr- beschädigten Boote genähert habe. Als sie ausgenommen werden stten, stten sie so behandelt worden, wie «es die Verhältnisse des Schiffes zugelassen hätten. Aus den Schifssbeständen seien sie mit trockener Kleidung verseherr worden. Ein Arzt sei nicht an Bord gewesen. Trotzdein seierr die Wunden der verwandeten Gefange- iren gewaschen und verbunden worden. Sie seien alle mit Matratzen und Kopfkissen und genügend Bettdecken versehen worden. Aerztliche Hilfe sei den verwundeten Gefangenen zutttl geworden, als das Sckiff am folgende Tage im Hafen angekommen stt. Ter deutsche Osftzier gab zu, er habe keine Erinnerung daran, auf welche Weise er aus dem Tauchboot heransgekominien sei und was er dann getan habe. Ter unverwundete Offizier habe mit sttner Behandlung völlig zufrieden geschienen, habe inrmer gelächelt, wenn man ihn 'angeredet habe in gebvochervem englisch gesagt, nickst inehr käntpwn! Hierzu bemerkt das Wolsfsche Bureau: Diese Darstellung von englischer Seite trägt den Steinpel der Unwahrheit an der Stirn, denn, wäre sie wahr, so hätten die Engländer den Oberleutnant Crmnpton nach der Schweiz entlassen. 7 russische MunitionSdampser iu die Luft geflogen. Berlin, 17. Nov. In Ar changelsk gingen am 15. November abends sieben russische M ulti t i o nsdamP s e r, die am Morgen angekommen waren, in die Luft. Die Explosion war so gewalttg. haß Eistnteile 700 Meter weit geschleudert! wurden. 763 Schwerverletzte sollen in die Krankenhäuser emge- liefert worden sein. London, 16. Nov. (WTB.) Der Parlanrentssekretär der Admiralität erklärte heute, von dem gesamten Tonnengehalt der britischen Hand els d amp fer von 1000 Tonnen und darüber zu Beginn des Krieges seien bis Ende September 1916 etwas über 2VZ Prozent verloren gegangen. Dies umfasse alle Verluste, sowohl durch Kriegs- als auch durch Seegefahr. London, 16. Nov. (WTB. > Lloyds meldet: Der spanische Dampfer „Oiz Men di" ist versenkt worden: die Bemannung wurde gelandet. Amsterdam, 16. Nov. (WTB. Nichtcmttlich.) Der Dampfer „Midland", von Rotterdam nach London, wurde von einem Unterseeboot nach Zeebrügge gebracht. London, 16. Nov. (WTB. Nichtcmttlich.) Lloydsmeldung. Der griechische Dampfer „Barbara" (2831 Tonnen) und der norwegische Dampfer „Lek- k a n" wurden versenkt. Bern, 16. Nov. (WTB.) „Echo de Paris" meldet aus La Coruna: Der Dampfer „Leo XIII." traf auf dem Meere den verlassenen brennenden norwegischen Dampfer „Gamm a", der alsbald sank. Das Schicksal der Besatzung ist unbekannt. Bern, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Parisien" meldet: Die Goelette St. Nicolas wurde versenkt. Die Besatzung landete in Fecamp Kopenhagen, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kapitän des dänischen Dampfers „Ragnar" meldete seiner Reederei aus Vigo, daß der Dampfer am 11. November 100 Seemeilen nördlich Finisterre von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden sei. Die Besatzung sei gerettet und in Vigo gelandet worden. Der Dampfer war mit einer Kohlenladung auf der Reise von Cardiff nach Marseille. Kristiania, 16. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Norrvegischen Telegramm-Bureaus. Der norwegische Vizekonsul in Le Havre meldet dem Minister des Aenßern: Der Dampfer „Üllvane" von Hangesnnd wurde am 14. November versenkt. Die Besatzung ist in Rettungsbooten in Le Havre angekommen. Aus dem Reiche. Berlin, 16. lWTB. Nichtamttich.) In der Sitzung des Bundesrats vom 16. diovember 1916 gelangten zur Annahme: btr Entwurf, einer Bekanntmachung über die Bearbeitung der Volkszählung vom 1. Dezember 1916, der Entwurf einer Verord- imng über Saatkartoffeln, der Entwurf eurer Bekanntmachung über die Ertttlung von Anwartschaften aus der Krankenversicherung, sowie eine Ergänzung der zunr Gesetze Wer die Feststellung von! .Kriegsschäden erlassenen Ausfülnungsbestimmungen. , Berlin, 17. Nov. Der Reichskanzler hat aus die ttebersendung der Kündgebung führender Männer aus der Haupt- ünd Resioen'st idt Bodens geantwortet, er sehe in ihr ttn erfreuliches Zeichen für die sich siegreich durchsetzende Erkemttnis von dem obersten Gebot der Stunde, das von uns auch im Innern die Aufrechterhaltung einer geschlossenen Front verlange Nur int Besitze eines solchen Rückhaltes vermvgear die Führ-er des Reiches die volle Wucht des deutschen Volkswillerrs aus die Ents>ch,eidung des Krieges und die Beschleunigung eines iregrercheu Frl.L^-c.Üv n: sic Wag schale zu wersen. Eö sei 'mger! aller Pflicht, unseren Feindan die Augen zu ösftren und sie er-» kennen zu lassen, daß nur eitter Wahn aus eine angebliche^ Erschütterung des einigen und starken deutschen Siegeswillens Hoff^ nungen bauen könne. Berlin, 16. Nov. (Priv.-Tel.) Der „Berl.Lok-Anz." meldet: Ter Gesetzentwurf über die Einsührung der H i l f s d i e n st p s l i ch t ist -«inzwischcar den Bundesregierungen zugestellt worden, ob aber der Rttchstag bereits am 5. Dezember ttn- berufen nnrd, wird bezwttselt. Seitens der Regierung wird die Angelegenheit jedenfalls mit der größten Dringlichkeit behandelt, Wals schon daraus hervorgeht, daß von ihr ttn- gehende Beratungen mit den Partttführern über die Einführung der Hilssdienstpslicht gepflogen werden. Die M^csttfattffMe ist morgen von stt bis \ 2 % Uhr geöffnet! Aus Stadt und (and. Gießen, 17. November 1916. Mitteilung der Landesobststelle. Die Landesob-ststelle hat am 15. November für den Verkauf von ttnaelagertem Winterobst besondere Bestimmungen erlassen, von weüben die Aufhebung der Bezugsscheine das kaufende Publikum besonders berührt. Die Einrichtung dieser Bezugsscheine hat sich in verschiedener Hinsicht nicht bewährt. Einmal führte sie dazu, daß die Verbraucher die auf ihren Namen bei der Bürgermttstertt ausgestellten Vezugsschttne einfach Händlern übergaben, welche damit ttn flottes Obstgeschäft betreibe^ konnten: sodamr ztttigten sie eine unerhörte Ueberschrtttung der Höchstplceise, indem beim Mangel jeglick,er Konttolle die Verbraucher jeden verlangten Prtts bezahlten, auch srttwittig darüber» hinaus höhere Prttse bezahlten, in dem Bestrebmr, aus alle Fälle sich« mit Obst ttndecken zu können. Nach den neuen Bestimmungen müssen sowohl alle Erzeuger und Einleger von Obst dieses durch die Kommissionäre der Landesokststelle verkaufen und alle Verbraucher die gewünschten Obstmengen durch biefe Kommissionäre beziehen. Ausgenommen hiervon sind nur Obstkäufe unter 50 Pfund in Ladengeschäften und auf den Märkten. Es bleibt jedern Käufer von Obst unbenommen, einen Lagerhalter von Obst selbst zu ermitteln und die gewünschten Obstmengen mit diesem zu vereinbaren. Ter Kauf und Versand indessen kann nur durch den zuständigen Kommissionär erfolgen, der einen V e r s a n d s ch e i n mit aufgedruckter Kausguittung iausstellt. In dieser Quittung haben Käufer und Verkäufer zu bescheinigen, daß sie die Höchstprttse, deren Höhe für jeden Monat sestgelegt und vorgedruckt ist, nicht überschtttten! haben. Jede Großh. Bürgermeisterei des Landes erhält ttn Verzeichnis der Kommissionäre und der Kommissionärbezirke, so daß leder Beteiligte sich, bei dieser Stelle unterrichten kann. Jeder Lagerhalter von verkäuflichem Obst, cinerltt ob ser das Obst selbst erzeugt oder gekauft l-at, ist von heute ab verpflichtet, mittels ttnes Meldescheines, der auf allen Bürgermeistertten erhältlich ist, eine Meldung über die ttnge- lagerten Mengen Obst an die Gefchäftsabtttlung der Landesobst- stelle, Sandsttaße 36, zu erstatten. Wer diese Meldung unterläßt, erhält keine Käufer zugewiesen und darf, btt Vermeidung hoher . Strafen, das Obst auch nicht selbständig verkaufen. Tie Eiseuba Hube Hörden und GendarmeriestationEn sind angewiesen, sowohl bei Bahn- wie auch Fuhrwerksverkehr mrr solches Obst dnrchgel-cn zu lassen, für welches entweder ein von der Landesobststelle gestempelter Fracktbritt oder ttn ebenso gestempelter Bersandschein vorgelegt werden kann. Wer als Erzeuger von Obst von seinen^ Vorrat noch an Verwandte schenkungsweise abgeben will, bedarf, wenn diese in einer anderen Gemeinde wohnest, eincrltt ob innerhalb oder außerhalb des Gvoßherzogtums, hierzut eines Versandscheines der Landesobststelle Darmstadr, Ullee 6, der gegen Vorttnsendung ttner Gebührvon30Psen- n ig ausgestellt wird. Ter diesbezügliche Antrag muß Angaben über die zu verschickenden Obstmengen und des Verwandtschaftsverhältnisses zwischen Msender, der in diesem Falle^ stets auch Erzeuger sein muß, und denr Empfänger enthaften: diese Angaben müssen sodann von der zuständigen Gvoßh. Bürgermttsterei beglaubigt sttn, insbesondere, daß der Wsender auch Erzeuger des Obstes ist. •• Auszeichnung. Nachdem der Flieger Heinr. W o r ch vor einiger Zeit zum Gefreiten befördert wurde, ist ihm dieser Tage auch das Eiserne Kreu» 2. Klasse verliehen worden. Worch steht eit Februar 1915 bei einer sächsischen Feldfliegerabteilung im Felde. ** Tödlich verunglückt ist gestern vormittag eine hiesige Frau cin dem Ausladegeleise der Firma Bär L Wetterhahn hier. Sie wurde von einem vorbeisahrenden Eisen^ bahnwagen gegen die Lagerrampe gedrückt und ist an den Folgen, die sie davonttmg, in der hiesigen chirurgischen Klinik, wohin sie verbracht worden war, verstorben. **—i2°(EeTfiu3 wiejs das Thermometer heute morgen um 7 Uhr auf. Mit der nun einsetzenden Kühle hat sich oer Himmel nach der starken Bewölkung der letzten Tage völlig aufgeklärt und uns einen frostigen, aber klaren Herbsttag beschert. Die Dächer waren stellenweise an der Schattenseite bis gegen Mittag stark bereist. Möglich auch, daß vereinzelte Schneeflocken als Vorboten des Winters herabgetanzt waren. Die Straßen waren wie init einer dünnen Schicht von Daunenfederchen überstreut. ** K o n z e r t v e r e i n. Kaum hatte der Konzerwerttn seinen Kamrnermusikabend, für welchen das Dresdner Wille-Quartett gewonnen worden war, augekündigt, als wegen Erkrankung zweier Herren dieser Vereinigung eine Absage erfolgte. Es ist dem Vorstande gelungen, an Stelle der Dresdener das Stuttgarter Wendling-Quartett für den SonntcN zu verpMchten, so daß eine Verschiebung des Konzertes nicht in Erwägung gezogen zu U'erden brauchte. Tie Wendling'sche Körperschaft — Pros. Earl Wendling, Hans Michaelis, Philipp Neeter und Alfted Saal — bat sich in vergangeueur Winter cm anspruchsvollen dcuffchen vJcu* sikstätten glänzende Erfolge erspielt und steht auch btt^ uns von seinem erstnmligen Auftreten' in: letzten Winter durch die mtustei^ gültige Wiedergabe sttner Darbietungen in bester Erinnerung, ^as Programnl wird voraussichttich das gleiche blttben, so daß awa> bei diesem Quartett, das als ttnes der besten deuhscheir gut, env '.nusikalischer Hochgenuß iu Aussicht gtttellt werden kann. Bei dieser Gelegenheit sei ausdrücklich auf den nmhnehrigcn .'^uherew Beginn der Konzerte hingewiesen. Sie fangen letzt m Rücksicht ans die zahlrttchei: auswärtigen Besucher und die veränderten Fahrpläne pünktlich um 5 Uhr an. Tie hrestgen MuftD freunde werden unfern Gästen diese Konzession ^ sicherlich gern macken. Es darf wohl damit gerechnet werden, daß sämtliche Besucher rechtzeitig erschttnen und auf ditte Werse den pimitlichen Anfang des Konzertes herbeiführen helfen. ** Kriegsvorlesung über Nahrungsmittel- Versorgung. Auf vielseitigen Wunsch werfen wir nochmals darauf hin, daß die Vorlesung des Herrn Professor Tr. Klebe r g e i über Nahrungsmittclerzcugung und Nalirungsnnttelver- soroung in der Kttegszttt Montags von 6—7 Uhr im Agrikultur-Chemischen Laboratorium, Frankfurterstt. 85, Hiauptgc- bäude, stattfindet. Btt dem außerordentlich großen Interesse, das von allen Gebildeten dieser z. Zt. wirklich brennenden Frage entgegen gebracht wird, nmß es als sehr dankenswert begrüßt werden, wenn von sachverständiger Seitq eine solche beLchvende und damit zugleich woyl auch aufklärende und beruhigende Uebersicht über die Verhältnisse auf denr Gebiete unserer Nahrungsmittelerzeuguue und Nahrungsmittelversorgung gewahrt wird. ** Tie Abgabe von Vollmilch (Kuhmilch) an Der-l sich je nach dem Alter zwischen Vs und 4 Pfund. Bis letzt ist ^e- «*-»!• i.v»w iw ffnhmhtni» iSimßi fite botf nur auf Grund von!«sammelt in Uellershausen von Kindern 300 Pfund, in Harters- berechtigt zum Bezüge der Hausen: 50 Pfund. Tie Sammlung wird bei gutem Wetter fort- \nr nur /tu Kr>™ Kii»ff^ I gesetzt. Ties jur Kenntnisnahme und Aneiserung. uvu ■v v * i. m* -» w./ " fcra lidiCL* und die Entnahme durch ßie darf nur auf Grund von! lammelt Nilchkarten erfolgen. Die Milchkarbe berechtigt zum Bezüge fa-»-« hm,,™ - aus ihr »crmcrftcn Milchmenge und zivar nur au dem anfgedrnck ten Tage. Tie Milchkarten such nicht übertragbar. Verloren« Karten werden nicht ersetzt. Einen Anspruch ans Abgabe von Mstch geben die Milchkarlen nicht. Die Macharten werben aus Grund KreiS Friedberg. 08 . Friedberg, 17. Nov. Aus dem Felde der Ehre gefallen . — am. -jf .i: . _ . r.__ M ^C aeben ine SOJiuMarlen nick!. Die Milchssarten werderl auf Grund °° » 1 c 0 D £. r «- £'■ ' Jlon - - U V' ü T,V . ,,2." Äu^fartin *um Bezug- wn Vollmilch regelm&feig in den!»- der Musketier gerb. tz ° h 'n ° n' Sohn d-z «g-nteu Hch. Hoh- Swtfarfcubcsu-fe.. ^n und auf die Dauer von zwe, lefch" verwundet und kam nach kurzem Ausencha« pSTKÄS. «*«h **«■•>•••<*« L nfollÄ^if"^«, ^ b - Res. PHU.P'°N°r °°" hier wurde zum Leutnant DUgeivdUirNVN. VJLUU;' 1 . 11 ^ 19 * (|iuaaru|v L/u- wn Verwaltung zugelassenen Milchhändler. Die Lieferung an alle rn einer Strafe wohnenden Bezugsberechtigten erfolgt nur durch den bestimmten Händler. Der Kauf von anderen .Händlern ist un- befördert. . I Q. Bad-Naüheim, 17. Nov. Das anläßlich der in Frankfurt a. M. ab gehaltenen Dagung der deutsch-spanischen Vereine I , 1 T/T -irr, TbMt,.,- »iirr /u’iiKffkpn 11 rnnffiiTvnmrr gebrachte den bestimmten Händler. Der Kauf von anderen Händlern ist un- ' ^ Neum Tbeater zur putschen UxauMhrung gebrachte gulchsig. Ein Verzeichnis per Händler und der von ihnen zu be- W ^' ch a rfrf'' wJnsrovnriieT Tamavo v Raus deutsch von liefernden Straßen wird besonders bekannt gegeben. Die Mstch- ^ . a-üern im kiesigen Kurtheater mit den Franko Händler haben die von den Bezugsberechtigten erhaltenen Milch- ) Künstlern 4 ur Äufsübrun/ und errang dank vorzüglicher ^!en zu sammeln und wöchentlich ur dem vorgeichrrebEi J Hauptrolen^durch Eugen Klopfer und Helene schlage dem Lcbensnnttelambe ernz-ureichen. Der Verkehr Mit ,r,L Urhttnr f-m CMMa Ser in gleichem Magermilch bleibt einer besonderen Regelung Vorbehalten.^^ ^ em begabten Dichlor wie den Darstellern züzu schreiben ist. — Der um die Pflege des Männergesanges in unserer Stadt - » , r~i • . i .r. .. (.CI.. ».// C7,v(.iSTU, f K Näheres siehe Bekanntmachung. ** eine Br Visen düngen an deutsche Ge iH'rW Ke- um oie Pfwge ui:» tu uhi^^ ~ m von ^nMicher Seite R^iEg Eigkeit zuriükblicken/ Dem/Wunsche des Jubilars entsprechend Grund Mes zwischen der deutichen und frlUizofischen .!u.^erung von einer Feier des Gedenktages Abstarld genommen. — getroffenen Abkommens Sendungen mät Brut, Zwieback und BiviUU ^roe v an se cr^ow ^ im Singsaal der Ernst-Ludwig- an deutsche .Kriegs- oder Zvflgesangene rn Francreich Nicht I sehr Ml^ichen Z'uhSrern über ,Leibniz mrd das zulässig sind Tvotzdecn Nt bekamrtgeloordeu, " l beutf^ Volk". J/dem auf Veranlassung des Bildungsoererns ge- zMDeicke Pakete nnt derartiger B^vare rcker du Grzahre wuk^ falls der Winter streng wird, mit einem Einfrieren gerechnet werden." o ch - W e i f e l, 17. Nov. Dein Musketier Wil. K a u ß ^ °»n hi», im Jns.-Rgt. Nr. 132, wurde dus Eiserne Kreuz °°r,ieheu. tkÄich^ 600 O^ramnr Brot erhalten ^ Tie erdingunasstelle der Handwerks Kreis Wetzlar. _ _^ stette oer 5 janDiücu»»j ra. Wetzlar, 17.Nov. Die Ul>n bachtalbahn (Wetzlar- famm er, die es sich bisher s^chon angelegen sein ließ, die reichen I Stockbausen—Ulm) geht ihrer Vollendung entgegen. Nach berg- Berdienftquellen aus den bedeutenden Kriegslieserungen auch in I amtlichen Quellen sind im 4Hmbacf>taT 85 Grubenielder auf Eflen die Kreise des Hmidwerkerstandes zu leiten, hat einen neuen I Nlangcmerz, 1b auf Kupier-, Blei- und Ziukerz, 15 ans -ron, schönen Erfolg zu verzeichnen. Es ist ihr gelungen, bedeutende 5 Dachschiefer und 5 aus Braunkohle festgestellt. Eine Wetter- Mengen Jnstandsetzungs arbeiten an M i lit a r 1 t i e - I füt)runq dieser Teilstrecke über Berlstein, Rodenberg, Driedorf zur feli - - " .M ' ^lltchl lut| ui m vuuui. umv«v| !“•*-" -- «T- V r 1 yuiviiimui. Arbeiten, die notw ewigen Zubehöre, Leder, Eisen, Nagel Usw ra. Hof-Rechten b ach. 17. Nov. Die hiesige Pflege geliefert werden, ist jetzt dem Schuhmacher günstigste Gelegenheit anftalt geht mit 43 2Vaiseu und Halbwaisen in das Wmterhalb- geboten, sich mit Arbeit reichlich zu versehen und den in der letzigen 1 jatjr. Die Anstalt wurde im Jahre 1879 hier eingerichtet und war Zeit der Lederknappheit nicht unwesentlich zurückgegangenen Rer-I ^^rerst dem Miitterhaus Soberilheini aiigegliedert. dienst zu verbessern. Bei entfernt liegenden Bezircen kaicn dre ra. O b e r q u e m b a ch, 16. Nov. Für die Gemarkung Ober Arbeit durch Zusammenschluß mehrerer Orte in größeren Mengen»quembach mit einern Flächeninhalt von 582 Hektar ist ietzt das bezogen werden. Tie Verteilung, welche tunlichst vn einer zentral! Zusamnienlegimgsveriahren bis auf den Aiisbaii der Wege be gelegenen Bahnstation erfolgen sollte, bietet keine Schünercgkecten. eiT fcet. Tie Fürsorge des Staates und der Provinz, dre m der heutigen Nummer unseres Blattes befindet sich ein In- I Grundstücksznsamnienlegiuig deii bedürittgeii Gememden ziitcil serat der Hessischen Handwerker-Zentral-Genossenschaft Darmstaot, I,viirde. durften wir in befoiidereiii Ataße erfahren. Es smd zuletzt dem alles Wissenswerte zu entnehmen ist. Die Weiterverbrectung! j)j c Zusammenlegung von 15 Gemeiiideu des Kreises Wetzlar dieser Nack iichten in Schuhmack-erkreisen von Mund zu Pcund ^2180 Dlk. bewilligt ivorden. Hessen-Nassau. ]\ Marburg, 16. Nov. Tas, Landratsamt machte bekannt, die Lieferung der für die hi eforderten Kartoffeln ümg war bisher >«*«*« W j K harte lobet morgen ^^ Lecher hat Finger ge^wird Zeiten gang und gäbe man. so ist durch die Kriagchert der Ber- tzwrschen so nngnnftrg verändert, daß t ^ 9™™ syste- brauch des Rnböhs oder des samcntetts, ime es ans dem ünd nnt sterstn Frngern rst nicht gut Bnch-ckern J - bekl t , ’ nb Lande bezeichnet wird, wieder zu Ehren gekommen, und die ztver matffche .Bnck>eckernlala,,-n Versorgung Rußlands mit anslandrlchem Knegsmatena, her. «us Alten-Buseck 16. aus Trohe 1. Im T'°nst «ekE frch noch ^^.^.fen wurde. Aus dem ,rnh-r zremlick öden, nordisch ein Alten-Buseck 16. aus Trotze 1- Tienst ^n^n tzch noch^ ,mrde. Aus dem iruher ziemlich »den. nordisch «n- Alten-Buseck 178, ans Trohe 46 Neun unlerer Emberuflnen Haf^piatz wurde ein internationaler MarinetresfMnkt, dessen ,en mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, emer mit dem Sam- ,,, ™ iteiben der Berichterstatter Stephen Graham der <— M.»°«e,ckmet tiamtl. I ^M^"Mdert ".Schisse aus allen Ländern der Welt ankern QUs ÄÄrf' ISitÄ” ^gezeichnet (sämtl Ls Men«' ll mit Per , Lessischen Tapfer ntsuredgüle ^ __ _ der SeMsch«. stn'Den v°n ArLÄLk. und die Zufahrtsftratz«. sind mit s10 aus Alten-Buseck, l aus Trotze'. Auverdem haben 5 Alters w d ^ Frachten aller Art versperrt. Während ern Busecker Herde Auszeichnungen. ^efeldwebÄ K-rl Staub-ch ^em Kriege nicht mehr als 50 Schisse in der erssrerenl pus Alten-Buseck ^hat tms Erserne und 2 Klasse und dre Va»rArchangelsk einliefen, ist heute der Hafen von Seefahr- Hessische Tavserkertsmedarllc,^ u rn \PiMiiftbc ootben’e seuacn aller Ari fast blockiert. Große NebersecdgMpser,'Trans Eiserne Kreuz 2 . Klasse und das Schaumburg'LiVP'sche golden z g ' Küstenfahrer rmd dreideckhohe Flrißboote srnd en, Kreuz. Im Kriege 1870/71 waren -wbmueausllten-BuseckZtz TerRauch ans den Schloten all dieser Scknss aus Trohe l, Mann, von dmen n rr 3 lau ”'g 'g J Mr der Stadt eine ewige Wolke, die mamschon, aus großer venrmndet wurden Gesa en rst tmmÄS aus unseren vewen^vr^ aiiren dunklen Nebel erblickt. In der «tadt selbst treffen niemand, ^ie 'Seelenzahl i «7O ^ioloten Ausweisung der sich Leute aus aller Herren Ländern, entivrechend den warben der als jetzt. Infolge der rm Jahre 1870 onolgten ^ Ettu^g WÄ au fcpn Masten sicht man norwegisch- und amenkan„che ^selben Farben großflächig an den Bordwänden anl- Li) auv mixilim. VMinirtrh TD (te Heimat zuructleyren. , Flaggen/dieselben Farben'großflächig, an.den Bordwänden auf •* nr' 17 Nov. Musketier Heinrich Meusel im gemalt, w-eiterhin russische und lranzvlischle Ha n^ls flaggen uich ^ 1 q/ 116 3 Komp erhielt wegen Tapferkeit vor am meisten englische Fahnen. Im .Hauptgaithof von chrchangelsk Jnfanter,e-Reg,ment 116, 3. r, ^ - Gestern erhielt g^ubt man in England zu fern, denn hier snw dw Führer aller Von ihrem seit 3 Monaten vermißten Sohn englischen Handelsschiffe, und nur d,e ^diensteten chrechen ruflttch. Famttie ^ e ch e n o russischer Gefangenschaft befinde und I Einen internationalen Käpitänilommtttch gibt e>.' ,m ..Eale Par,._ . die Olachrrcht, daß er sich tu rmnicyer ^ ^mmt es häufig vor, daß es der ganzen G-esellichMt unmöglich wird, sich gegenseitig zu verständigen. Seltsam fleht es e? ihm gut gehe. , . derSommefchlacht' verliehen in,^ ^ ^W. ^.1:!^e^^"^bflmachungstage als (S^a^refer.ift ÖS tm Heeresdienst. _ .. s^i Neulich würde in Archangelsk - und dies war die Sensation Kreis Lauterbach. «reis ouuiuwu«». ^ ^nfvreÄ - die elektrische Straßenbahn eröffnet. Es ist die la. UeNershausen, 17. ^ov- Be, emer Sammlung von^ ^H^'Straßenbabn der Welt. Die Eröffnungsfeier war für Attcheckern während einer Zeit von drei^ Stundei,, {mc ^ | wftcuro^äif^r Gemüter sehr merkivürdig. Sie fand, unter Teil 5(3) 10 ( 8 ) 9 7(7) 5(4) 1 ( 1 ) 5 (2) 1 1 KD anderen benannten Ursachen 2 (2) l(y 3(1) 5(2) 4 (4) 4(2) 8 ( 6 ) 2 6 ( 6 ) 5(4) 5(2) 1 1 1 ( 1 ) 1 (1) 2 ( 2 ) vom 2. viS ,8. Jabr 1 ( 1 ) _1 ( 1 ) 2 ( 1 ) 1 ( 1 ) 2 ( 2 ) 1 ( 1 ) 1 (1> Kl) Summa: 69 (43) 56 (32 ) 4 (3) 9 (§s Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen. Dr. W a l g e r, Med.-Rat. Letzte Nachrichten. Pest: Kämpfe im Cerna-Bogen. erlin, 17. Nov. Ter Berl. „Lok.-Anz." meldet aus Buda- „Az fEst" meldet aus dem bulgarischen HauptquartierEi T,e vor 'einigen Tagen begonnene neue Offensive im Cernabogen konnte nur an gesetzt werden, nachdem, der Feind Verstirrkungen herangezo gen hatte Tie Verstärkungjen erhielt der F^kind teils aus den rn Saloniki neueftens eingetroffenen Truppen, teils von anderen Ab schnitten der mazedonischen Front. Auch bei diesen Angriffen hatte der Feind ungeheure Verluste, die größten am Montag und m der Nacht auf den 14. November. Tie neue Offensive wurde von Rou- gues veranlaßt, hat aber sehr wenig Aussicht auf Erfolg, tefls wegen be« Widerstandes, den die verbündeten Truppen leisteten, tetts wegen der Witterungsoerhälvriffe. denen die zsnm grötzten Teste auZ Kolonialtnippen bestehenden feffMichen Truppen kaum standhalten f 1, 71 Neubildung des rumänischen Kabinetts. Zürich, 16. Nov. „Jnsornwtion" berichtet aus Bukarests Große Anfmerksamkett erregt in pol,tischen Kreisen eine sehr lange Unterredung des Königs m,t M a r g h i1v - man. Tie umlirufenden Gerüchte über eine Neubildung der Regierung werden damit in Zusammenhang gebrackst. Das Organ Marghstommis ,,Politigue" veröffenst,cht eine Erklärung. ,n der in schärfster Weise gegen die von Marghiloman gemachten vln- sttengungen Stellung genommen wird, als ob Marghiloman oder Carp äls Agenten Deutschlands anzusehen seien. Voreilige Arstfreude bei den Serben. Sofia, 16. Nov. Den Serben erschien die Einnahme Mona ft irs so sicher, daß sie vor den letzten Angriffen schon das Programm für die feiexlidjtc Einweihung der otabt zur neuen serbischen Hauptstadt durch eiue dort abzuhaltendc Parade ausge- arbeitct hatten. Um 10 Uhr sollte die Parade der serbischen Trup^ ven vor dem serbischen Kroirprinzen sein und um 4 Uhr ein großes Festbankett stattffnden, dem ancii alle hinter der Front ivestenden Mitglieder der serbisckwn Skuptschina beiwolmen sollten. Tie Pa rade war schon tagelaiw von den Offlzieren cingeübt und die Soldaten zu größter Sorgfalt ermahnt worden. Tie deutsck,.' bulgarische Eiseuuuuicr von Mvnastir lxtt nun den schönen serbischen Plan vereitelt. Ein totgkprügelter Bischof. Stockholm, 16. 9äov. Ter Bisck>os 'der altgläubmen russischen Moskauer Kirche nmrde dott von einer in Ochrana- diensten stehenden Bande totgeprügelt. Der Bischof 1>esand sich auf dem Heimweg von einer Anitshandlung. Gr war den Moskauer Polizeibehörden besonders verhaßt, lveil er ernc Krnmttris der geheimen Unregelmäßigkeiten der Vettertrnng besaß. In eurer Nebenstraßen wurde er von Holiganen überfallen und verprügelt, \\o >diaß nentlieht ein Stockholmer Telegramm, daß die Zuerteilung des Nobelr»re,ic' für Literatur an Romain Roland bestättgt Dieser erklärte, daß er den Betrag des Preises unter WohlsahrtSernmchtungcn > verteilen werde. Weihnachten naht heran! An diesem Fest der Liebe wollen wir unseren Brüdern, die noch immer in hartem, aber erfolgreichem Kampf gegen zahlreiche Feinde stehen, unsere Liebe beweisen und Weihnachtsgaben hinaussenden. Kein Feldgrauer im Schützengraben, kein Verwundeter im Lazarett soll vergessen werden. Sie sollen empfinden, mit welcher Liebe und Anhänglichkeit wir in der Heimat ihrer gedenken. Wir wissen, datz wir keine Fehlbitte tun, wenn wir zum dritten Kriegsweihnachtsfest den oft bewährten Opfersinn unserer Bürgerschaft aufrufen und um Geldspenden bitten. Tief ist unsere Schuld? Groh sei unser Dank! Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter unvergesslicher Gatte, unser guter Schwiegersohn und Schwagor ipl.-ing. Christian Werner Yizefeldwebel und Offiziersaspirant im Res:-Inf.-Regt. 81, Inhaber des Eisernen Kreuzes am 5. November nach 20 monatiger, treuer Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. In tiefer Trauer: Anna Werner geb. Bopf Aktuar Bopf und Frau Otto Bopf, Leutn. d. Res., z. Zt. im Felde. Lieh, den 16. November 1916. 8286 unsere Kämpfer alles 1 Der Oberbürgermeister. Keller. Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende des Zweigver- Vereins Zweigverein Metzen: eins Metzen vom Roten Kreuz: Frau B. Gebhardt. Wiener. 2n der Stadt findet die Sammlung für die Weihnachtsspende in der gewohnten Weise durch Büchsensammlung verbunden mit dem Verkauf einer von einem hiesigen Künstler entworfenen Weihnachtspostkarte am 18. und IS. November in den Häusern und auf den Strafien statt. 7947 ,. Außerdem nehmen die Kasse des Roten Kreuzes, die Geschäftsstellen des Eichener Anzeigers und der Oberhessischen Dolkszeitung, die hiesigen Banken und Bankgeschäfte, sowie die Bezirkssparkasse Spenden entgegen. Die Tinzeichnungslisten liegen dort während des ganzen November auf. Gießener Konzert-Verein ^erehs für Krankenpflege. Sonntag, den 19. November 1916, abends 5 Uhr, Einladung in der neuen Aula. Das zur General-Bevfamml IIII Mittwoch, den 22. November 1016, abends 8V a Ubr lm„HotelKöblcr"eventl.9Uhr. 2 .Generalversammlung. Tagesordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes. für dauernde Beschäftigung flicht II. ASetteniheimeir, Inh.: 6. Lvsod Sr C. Kerber. Heute morgen verschied plötzlich erwartet, infolge eines Unglücksfalls, meine liebe Ziinlitt HMblirslhe gesucht. Fran A. Plack, Neuen Bäue 17. [8200 Frau, unser treusörgende Mutter mutter und Grohmutter und uw ..eine liebe Schwieger- Lehrling zu Ostern evtl, auch schon früher gesucht. [8274 Schriftliche Angebote an Gebrüder Kahl. Zcitlillgsträgenirneil für sofort gesucht. [8293 I. Weinert, Neucnweg 0 . geb. Löberrich im Alter von 55 Jahren. [8278 In tiefer Trauer: Joseph Mühl rrnd Kinder. Giehen lNeue Bäue 10), den 16. November 1916. Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 3' Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Stuf 1. Dez. vd. Weihnachten ci SÄ eS Mädchen gesucht gegen hohen Lohn. H. Müller, Dentist, Büdingen. Bahnhosstras',e6. Jüngeres Dienstmädchen für sofort gesucht. [013310 Fr. Tbürner, Ludwigslr. 40. Junge« Mielchen oder Laufmädchcn per sofort gesucht. SLalvilleisek, Liebigstrahe 71. _(01331(5 aus Stuttgart. Professor Carl Wendling, Hans Michaelis, Philip Neeter und Alfred Saal Streichquartette von Mozart, Beethoven, Schumann Der Ueberschuss kommt Kriegswohlfahrtszwecken zugute. EINTRITTSKARTEN: 1. Platz M. 3.. 2. Platz M. 2.—. 3. Platz M. 1.—, 4. Platz 50 Pkx.. sämtlich numeriert, Studentenkarten 75 Pfe., für Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pfg. sind in der Musikalien-Handlunff von Ernst Challier, Telephon 671, und abends an der Kasse zu h»ben. 8182O Oeffnung des Saales 4 1 / 2 Uhr. Alte Kunden deren Konto beglichen, erhalten auf Waren und Möbel besondere Vergünstigung. AllgMM Srtöfninfenfiiijc Weu. Die Beiträge zur Krankenkasse und Invaliden' Versicherung für Monat September können noch bis zum 27. November ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 15. November 1916. Der Vorstand. I. A.: Alb. Lentz. 8276 V ctai&imcp 2 Gin solider FührkncA (militärfrei) sucht Stellung. Ludwig Happel, Wotsmels- baaseu, Kr. Biedenkopf . 8288 Friinlein, tüchtig im Ma schinensäireiben und allen Bureauarbeiten s. Stellung für sofort. Schriftliche Ang. unter 013318 a. d. G. Änz. "^"Fnnges Fräulein sucht Stelle bei Kindern. ,füm-ie Bäcker, Bahnbofstr. 50 l. Große Mengen Jnstandsetzungsarbeiten an Militärstiefeln zu vergeben. 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