Hr. 268 Der Gietzener Anzttoer erfdieini läßlidi, mkßer Sonntags. — Beilagen: Eichener KamilienMtter; Ureisbiatr für den Kreis Siehcn. vezuyLpreis: mottalL 90 Pj.. viertel- jährl. Mk. 2.65-. durch Abhole* u. Zweigstellen monLtl. 60 Pf.: durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. ^ernsprech - Anschlüße: für die SchrötleitungllZ Verlag,Geschästsstelleol 2tnschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Erstes Vlan M. Zshrga^g Dienstag, 14 . Revember \%b Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 11686 e- Aug. Goetz. Stadt und, Land ^Vermischtes u.Ge-! richtssaal: Fr. R. Zenz., Anzergentell: H. Beck, sämtlich in Gießen.. (WTB.) Trotzes Hauptyuartier, 13. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Ge ncralfeld marfchalls Kronprinz R u p p r e ch t v o n Bayern. Zwischen An c re und Somme zeitweilig starker Artil- leriekampf. Unser Feuer zerstreute feindliche Infanterie im Vor- gelande unserer Stellungen südlich von Warlencourt und wirkte gegen Ansammlungen in den englischen Gräben westlich von Gaucourt l'Abbayc. In Sailly-Saillisel halten wir den Ostrand. Beiderseits des Dorfes griffen die Franzosen nachmittags mit starken Kräften an, sie wurden abgewiesen. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen. Ein nördlich der Doller (Oderelsaß) nach Artillerievorbereitung erfolgter französischer Vorstoß scheiterte vollkommen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des GcneralfeldmarschallS Prinzen Leopold vonBayern. Zwischen Meer und Karpathen keine wesentlichen Ereignisse. Front des Generalobersten der Kavallerie Erzherzog Karl. Im Gvergyo-Gcbirge haben deutsche und österreichisch- ungarische Bataillone den Bitea Arsurilor genommen. Dort, auf den Höhen östlich von Belbor und auf dem Ostufer der Putna versuchten die Russen in mehrmaligen Angriffen vergeblich. uns den errungenen Geländegewinn streitig zu machen. Auch auf den Berge.! zu beiden Seiten des OitoS-Paffes wurden feindliche Vorstöße zurückgewiesen. Nordwestlich von Campolung ist Candesti von unseren Truppen genommen worden. Südöstlich des Roten-Turm-Passes und der Szurduk- Stratze sowie nördlich von Orsova hatten rumänische Kräfte bei starken Gegenangriffen keinerlei Erfolg. Sie büßten wieder neben blutigen Verlusten über 1000 Gefangene ein. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarfchalls v o n M a ck e n s e n. Längs der Donau gegen den linken Flügel unserer Stellung in der nördlichen Doörudscha vorfühlende feindliche Abteilungen wurden vertrieben. Cernovada ist vom linken Donmmfer erfolglos beschossen worden. Mazedonische Front. In der Ebene von M o n a st i r starkes Artillerie- feuer. Gegen verlustreiche Angriffe des Feindes bei Lazec und Kenali und nordöstlich von Brod an der Eerna sind die ' deutsch-bulgarischen Stellungen restlos behauptet worden. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. • • ’ Heute verkündet auch das amtliche Wolfs-Bureau, daß die Regierung die Einführung einer allgemeinen Arbeitspflicht in der Weise und dem Umfange plant, wie es unser Berliner Mitarbeiter im Leitartikel des 2. Blattes unserer heutigen Ausgabe näher entwickelt. Manche Illusionen werden dadurch zerstört, denn es gab einige unverwüstliche Ueber- optimisten, die auf Grund vager Gerüchte von Friedensverhandlungen prophezeiten, daß der Krieg schon Ende dieses Jahres durch den Frieden abgelöst werde. Nein, damit rechnet unsere Regierung offenbar nicht: sie kann ebensowenig wie wir wissen, wie lange der Krieg noch dauert, und sie rechnet vorsichtig noch mit längerer Dauer. In Oesterreich- Ungarn finden wir dieselbe Lage vor. Dort wird ein Volksernährungsamt neu geschaffen, und die Zuversicht, mit der man dabei ans Werk geht, bietet uns die Gewähr, daß unser nächster Bundesgenosse auch für längere Kriegsdauer zum kraftvollen Durchhalten bereit und befähigt ist. Für. Bulgarien hat der militärische Oberkommandierende Schekow erklärt, das bulgarische Heer befinde sich in einer noch besseren Verfassung als beim Ausbruch des Krieges, und die Zeit werde nicht ein Helfer der feindlichen Entente, sondern ein Förderer unserer eigenen Sache sein. Nimmt man hinzu, daß in der Türkei die allgemeine Dienstpflicht im Anzuge ist, für die Enver Pascha jüngst so aufmnnternde Worte gefunden hat, so dürfen wir zusammenfassen, daß wir, nach einem früheren Wort des Reichskanzlers, das er in seiner letzten Rede nicht mehr wiederholt hat, „z n neuen Schl ä- gen bereit" sind. Der Gesamtheit unserer Feinde dagegen erwachsen Gefahren, die in der Rede des Herrn Asquith angedeutet worden sind. England sucht nach neuem Heevesersatz, aber die Besorgnisse, daß einer oder der andere Bundesgenosse selbständig einen Frieden mit den Mittelmächten abschließen könnte, bereitet den neuen Rüstungen sicherlich .Hemmungen und Verzögerungen. Man sieht, daß ans ein Stück Vertragspapier weniger zu bauen ist als auf die solide Grundlage wirklicher Interessengemeinschaft und einheitlicher Stärke, wie wir sie aus der Seite der Mittelmächte finden. Die Frage der allgemeinen Arbeitspflicht, die in ihren lEinzelheite nmoch nicht gelöst ist, wird in nächster Zeit, also schon vor Mitte Februar, auch den Reichstag wieder beschäftigen, den die Regierung nach einer offiziösen Ankündigung des „Tag" „in nächster Zeit" einzuberufen gedenkt. Damit sind alte Wünsche auf dem Gebiete der inneren Politik^ zu neuem Leben erwacht. In der erwähnten Notiz des „Tag" wird zu der Regierungsvorlage über die Arbeitspflicht noch gesagt, die Regierung werde dabei „in der angenehmen Lage sein, aus Taten hinzuweisen, die ihren guten Willen erhärten, den Wünschen des Reichstags gerecht zu werden". „Die Erörterung der Kriegsziele beispielsweise werde bis dahin freigegeben sein mit der Maßgabe, daß nicht Berufsstände und Parteien gegeneinander verhetzt oder neutrale Staaten verletzt werden. Vielleicht dürste auch schon über das Schicksal des einen oder anderen der ^iom Reichstage angenommenen Jnitiativgesetzc authentisch befriedigende Auskunft gegeben werden können." Die „Tagt. Rundschau" macht dazu einige bittere Glossen, die unseres Erachtens nicht berechtigt sind. Das Blatt findet, die Regierung wolle, nach dem Wortlaut im „Tag" (der doch durchaus nicht amtlich oder authentisch zu sein braucht) Dinge miteinander vermengen, die gar nichts miteinander zu tun haben: „Man gebe dem Gewissen der Nation das Seine und gebe der Forderung unseres Krieges um Sein oder Nichtsein das Ihre!" Das Mißtrauen des Blattes wird übrigens durch den Erlaß des neuen Kriegsministers v. Stein über die Schutzhaft schon zum Teil als unbegründet erwiesen. Die „Tägl. Rund sch." hatte es nicht nötig, die Schutzhaft und die neu geforderte Arbeitspflicht aneinander zu reiben, damit d-:aus das Feuer der Opposition gegen den .Kanzler erglühe. Alles zu seiner Zeit! Wir wollen dem Kanzler geben was des Kanzlers ist, aber der neuen Vorlage über Arbr>snll^ck?t braucht man nicht die Knopfe einer besonderen Kriegspartei anzunähen; das Vorhaben der Regierirng kann allgemeine Billigung finden. Da „Berliner Tagebsl." schlägt auch in eine besondere Kerbe. Es meint, durch die Feder seines Spezialisten für „Neuorientierung", des Reichstagsabg. Sivkowich, jetzt müsse die Negierung vom Reichstag auf die neuen innerpolitischen Bahnen geschoben werden. Herr Sivkowich verweist darauf, daß Zentrum, Nationalliberalc, Volkspartei und Sozialdemokraten einig darüber gewesen seien, daß eine Neuorientierung erfolgen müsse, so verschieden die Meinungen auch gelautet l ben. Dann fährt er fort: Ees gibt im Reichstag zweifellos einen großenNeuorien- t i e ru n g sb l o-ck, her bei Rücksichtnahme aus seine einzelnen Teile und bei Verzicht auf parteitaktische Vorteile fähig ist, in vertrauensvoller gemeinsamer Tätigkeit die Neuorientierung in feste Formen zu gießen. So kommt alles darauf an, daß es gelingt, bis zum Frühjahr die übrigen vorwättsstrebenden Kiäfte zum Handeln zu einigen. Auch die ganz schwache Hoffnung, daß der Krieg noch vorher zu Ende gehen könnte, befreit von der Pflicht zu diesem Versuche nicht. Eine verkchttc Rücksicht auf die widerstrebenden) Parteien sollte die Entschlußfreudigkeit zu alsbaldiger Neuorientierung weder hintanhalten, noch unterdrücken. Der Gedanke hat wenig Aussicht auf Verwirklichung. Denn es wird wirklich nicht nach jedermanns Geschmack sein ,die Regierung zu drängen, wi eHerr Sivkowich es am Schluß seines Aussatzes mit folgenden Worben ttrndtut: „Keine deutsche Regierung würde es wagen, im Schicksalskampf Deutschlands den Entschlüssen Widerstand zu leisten, die ein parlamentarischer Neuorientierungsblock vom Zentrum bis zur Sozialdemokratie ihr zur Nachachtung vorlegte." In den von Sivkowich^ genannten Parteien ist oft genug ausgesprochen worden, daß, wenn das Dach des Hauses noch brennt und raucht, an eine Ausmöblierung nicht gedacht werden könne. • k * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich ) AmtlirZ wird verlautbart: 13. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. Im Bereiche von Orsova, an der Sznrduk-Straße und südöstlich de§ Vörös-Toro ny-Paffes rannte der Feind vergeblich gegen, unsere Truppen an. Nordwestlich von Campulung warfen österreichisch-ungarische und deutsche Abteilungen die Rumänen aus dem zäh verteidigten Orte Ca nd e str. Beiderseits von Scosmozo wurden mehrere rumänische Angriffe abgeschlagen. Im Abschnitt Toelgyes erstürmten österreichisch-ungarische und deutsche Truppen den Berg Bitea Arsurilor nördlich von Hollo. Angriffe starker russischer Kräfte, die südöstlich von Toelgyes und bei Belbor unseren Kolonnen entgegengewörfen wurden, brachen zu- ammen. HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold vonBayern. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer und s ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Nichts von Belang Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Ereignis sezurSee. In der Nackt vom 12. auf den 13. belegten unsere Sec- flugzeuge die Fabrikanlagen von P o n t e L a g e s e u r o und die Bahnanlagen von R a v e g n o mit Bomben. Die Wirkung war verheerend. Im ersteren Orte wurden Volltreffer in zwei Zuckerraffinerien, bei der Schweselraffinerie. in dem Elektrizitätswerk und auf der Eifenbahubrücke erzielt und mehrere Brände beobachtet. In Ravegno wurde das Bahnhofsgebäude voll getroffen. Unsere Flugzeuge sind unversehrt zurückgekehrt. Flottenkommando. * * * Beschießung von Baltisch Port durch deutsche Torpedoboote. Berlin, 13. Nov. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 10. zum 11. Novbr. stießen deutsche Torpedobootsstreitkräfte auf einer Erknndungsfahrt in dem Finnischen Meerbusen bis Baltisch Port vor und beschossen die Hafenanlagen dieses russischen Stützpunktes wirksam auf geringe Entfernung. Ein russisches Linienschiff gesunken. Kopenhagen, 14. Nov. (WTB. Nichtamtlich. Die hier eingetroffenen russischen Zeitungen enthalten die folgende Meldung des russischen A d m i r a l st a b e s : Am 20. Oktober 7 Uhr früh brach auf dem Linienschiff„Jm- p e r a t r i c a Maria" ein Brand aus, der eine Explosion verursachte. Der Brand brach in den Oelbehältern aus und ergriff trotz aufopferndster Arbeit der Offiziere und Mannschaft die Munitionskammern. Das Schiff sank. Bier Offiziereun.d145Mannsindertrunken. Außerdem starben 64 Mann an den erlittenen Brandwunden. Das Schiff liegt unter ttefem Wasser auf der Reede von Sewastopol. Man hofft, es heben zu können. m Der Angriff feindlicher Flugzeuge im Saargebiet. Berlin, 13. Nov. (Amtlich.) Feindliche Flugzeuge griffen am 10. November zwischen 9 Uhr 30 Min. und 10 Uhr 30 Min. abends Ortschaften und Fabrikanlagen im Saargebiet an. Da die Bomben zum. Teil aus freies Feld sielen, zum Teil überhaupt nicht explodierten, wurde nur geringer Sachschaden angerichtet, militärischer Sachschaden überhaupt nicht. Dagegen wurden verschiedene Wohnhäuser getroffen und dabei in Burbach ein Einwohner getötet, einer schwer und zwei leicht verletzt, in Dillingen zwei leicht verletzt. Irr Saargemünd wurde durch einen verirrten Flieger ein Haus zerstört und dabei zwei Einwohner getötet und sechs leicht verletzt. Ein Angriff aus lot hringische Ortschaften und Fabrikanlagen, der am selben Tage kur?» vor Mitternacht erfolgte, blieb gänzlich -erfolglos. Noch in derselben Nacht warfen unsere Flugzeuggeschwader über 1000 Kilogramm Bomben aus Lu ne- ville, Nancy und dm Flugplatz Malzeville ab. Au der Somme belegten unsere Bombengeschwader in derselben Nacht die Bahnhöfe, Munitionslager, Truppenunterkünste und Flugplätze des Feindes mit nahezu 6000 Kilogramm Bomben, däochi lange war der Erfolg durch gewaltige Brände weithin sichtbar. Nene Fliegerangriffe auf das Saargebiet. Berlin, 13. Nov. (WTB.) Inder Nacht vom 11. November zum 12. Novenrber wiederholten französische Flugzeuge die Angriffe ans das Saar gebiet. Diesmal gelang es nur einem kleinen Teil'davon, bis zur Saar vorzustoßen. Auf Dillin gen und Umgegend wurden einige Bomben ab- geworsen, von denen die eine einen Pferdestalll. die andere einck Waschküche traf. Dabei wurden vier Personen schwer, zwei leicht verletzt. Getötet ist niemand. Ter Sachschaden ist gering. Viele Bomben trafen die den Ott umgebenden Wiesen, wo sie im weichen Erdboden steckenblieben. Verschiedene Flugzeuge belegten die Orte Bnsendors und Spittel mit Bomben. Dort wurde niemand verletzt. Auch entstand kein Sachschaden. Endlich warf ein Flieger, der sieb anscheinend über den Wolken verirrt hatte, in de-p Nähe von Neukinhen einige Bomben auf eine Wiese. Der französische Funkspruch vom 11. November, Eiffelturm- 4 Uhr nachmittags, meldet: Ein fianzösisches Flugzeug überflog in der Nacht vonr 9. Hiovember znm 10. November N e u b r e i ^ ach und Straßburg und warf sechs Bomben auf den Bahir- lhof Offenburg, wodurch bedeutender Schaden entstand. — Hiervon ist kein Wort wahr. In der ddackck vom 9. November zum 10. November sind weder auf den Bahnhof Offenburg, noch sonst in Baden Bomben abgeworfen roorden. Es kam überhaupt kein Flieger in dieser Nacht über den Rhein. * Feindliche Flieger über Bölcke. Berlin, 13. Nov. (WTB. Amtlich.) An der S o m m e - Front wurde am 11. November von einem feindlichen Flieger hinter unseren Linien ein Kran z ab geworfen, dem eine Inschrift mtb ein Begleitschreiben beigefiigt waren. In der Ueberfetzung lautet die erstere: „Zur Erinnerung au Hauptmann Bölcke, ucheren tapferen und ritterlichen Gegner, vom Königlichen Fliegerkorps." Das Anschreiben hat folgenden Wortlaut: „An di>e vor dieser Front tätigen Offiziere des deutschen Fliegerkorps. Wir hoffen, daß Sie diesen Kranz finden, bedmrern jedoch, daß er so spät kommt. Das Wetter hat uns daran gehindert, ihn früher zu schicken. Wir trauern nrit Bölckes Angehörigen und Freunden. Wir alle erkennen seine Tapferkeit Grüßen Sie, bitte, den Hauptmann Gpane und Leutnant Lang Vvn dem Merane Squadron gez.: I. Seaman Gren Lt." — Das betreffende Armee-Oberkommando hat den Eltern des Haupttncmns Balcke den Kranz und die zwei Schreiben übersandt. Der bulgarische Oberkommandiercnde über die Lage. Budapest, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Sofi wter Spezialberichterstatter des „Az Est" hatte mit dem bulgarischen Oberkommandierenden Jet off eine Unter redung. Dieser sagte darin u. a.: Unsere Feinde haben mit Unrecht behauptet, daß die Zeit ihr bester Bundesgenosse sei. Ich glaube im Gegenteil, daß die Zeit den Zentralnuichten und ihren Bundesgenossen sich hilfreich erweist Namentlich die b u l g a r i s ch e A r m c e ist h e u t e w e r t v o l l e r und l e i st u n g s f ä h i g e r als zu Beginn des Krieges .Ferner hat sich nicht bloß, die militärische, sondern auch die politische Lage sehr gebessert, namentlich durch den Sieg bei den Dardanellen und die Proklamierung der Unabhängigkeit Polens. Was Sarrails angekündigte Offensive betrifft, müßte seine Armee doppelt so stark sein, als sie ist, um die Aussicht des Erfolges zu haben. Der Winter ist für die Truppen Sarrails viel ungünstiger, als für die unsrigen, die das Balkanklima gewohnt sind. Auf die Verbindung zwischen den italienischen Truppen und der Armee Sarrails haben wir gerechnet. Diese Vereinigung hat keine große Bedeutung. Die Italiener werden übrigens den größten Teil ihrer Kräfte nach dem Epirus senden, anstatt für fremde Interessen in Mazedonien zu fesseln. Auf die Frage nach der Lage in der D o b r u d s ch a sagte Je- koff: Die Serben zählen hier nicht mehr. Ihre Truppen sind größ- itenteils vernichtet. Die Rumänen bewähren sich besser, als wir ^gedacht haben, obschon das nicht allzuviel heißen will. Die Qualität der russischen Truppen ist minderwertig: wir überschätzten sie. -Me russophile Idee hat in Bulgarien ausgespielt. Unsere Operativ neu ^nehmen mit der Pünktlichkeit eines Uhrwerkes ihren Fortgang. Der langsame Fortschritt der aus Siebenbürgen eingeleiteten Offen ffive ist keine Ueberraschung, da das Gelände sehr schwierig ist .Die Russen und Rumänen werden dort ihre Hauptkraft zusammen ziehen. Der bulgarische Bericht. Sofia, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeres bericht: # i Mazedonische Fr oNt: Westlich der Eisenbahn Bitolia-Lerin lebhaftes Artitteriefeuer. Gegen den Abschnitt Oeftretz-Kenul i rückten schwache feindliche Abteilungen vor sie wurden ffchon durch Feuer verjagt. Im Cerna-Bvge 'wurden heftige feindliche Angriffe durch deutsch-bulgarische Truppe Lurückgeschlugen. An der Mo-glenica-Front und westlich desWardar das gewöhnliche Artilleriefeuer. Oestlich des Wardar Ruhe. Am Fuße der Belasica-Planina und an der Struma-Front Scharmützel zwischen Patrouillen-Abteilungen und schwache Artillerietätigkett. Ein von unserem 'Feuer getroffenes feindliches Flugzeug fiel 'in den feindlichen Linien nieder. < An der ä gäi schett Küste Ruhe. Rumänische Front: Längs der Donau schwaches gegen tfettiges Feuer. In der Dobrudscha griff der Feind zweimal mit starken Kräften an dem äußerste ftncen Flügel unsere Stellung an, wurde aber jedesmal zur Umkehr gezwungen. Tie Stadt Cernavoda wurde ohne Erfolg vom linken Ufer der Donau beschlossen. An der Küfte des Schwarze n Meeres Ruhe. Rumänischer Heeresbericht vom 13. November. Nord- und Nordweftfrvnt: Im Trotustal griffen unsere Truppen den Alunisberg 8 Kilometer nördlich Goiofa und den Preottseleberg, 7 Kilometer nördlich Agas an wird besetzten beide. Im Jzotul zerstörte unsere Arttllerie eine Fabrik in Usvelgps. Der Feind unternahm acht Angriffe in der Mchtung des Hügels Cernica zwischen Slanio und Oltuz, die alle ,Mrückgeschlagen wurden, und nach denen __ wir auf der ganzen Front von Vraneea bis Slanio zum Angriff übergingen. Wir besetzten den Hügel Lupcel und Fatamcarta. Im Buzeotal wurde iein feindlicher Angriff, der am rechten Ufer um sechs Uhr nach- snrittags begonnen hatte, um acht Uhr abends zurückgeschlagen. Bei Taklabustzi, Bratocea .und Predelus Patrouillengefechte. Im Prahovatal Unternehmungen feindlicher Artillerie gegen Larefti und Candffti. Der Kampf ist im Gange. Im Alttal rücken wir bevor ein geordnetes verfassungsmäßiges Staatswestn Platz greifen kann, bat den Herrn Generalgouverneur bestimmt, eine Berordn'ung zn erlassen, die die Bildung eines aus Wahlen heroorgehenden Staatsrates 'im Kö- nrgreiche Polen anbahnt. Tie Teilnahme der in österreichischer Verwaltung stehenden Gebietsteile des Königsreiches Polen an dem Staatsrat wird noch durch Vereinbarungen mit den österreichisch-ungarischen Behörden geregelt werden. J:n Generalgon- vernement Warschau finden die Wahlen zun: Staatsrat in folgender Wepe statt: In den ländlichen Bezirken wählen die Kreistage, :n den Stadtkreisen Warschau und Lodz die städtischen Körperschaften :nsge,amt 70 Abgeordnete. Diese Abgeordneten wählen rhrersttts nach> b<& Grundsätzen der Verhältniswahl acht Mitglie- Ans Hessen. Das Verderben von 800 Kisten Büchsenmilch. Abg. v. Brentano hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag gestellt: Anktiüp send au den (nachfolgenden Zeitungsartikel stelle ich den Antrag, Grotzh. Regierung zu ersuchen, Auskunft zu geben, ob die Mitteilung der Wahrheit ent- pricht und sich dahin zu äußern, was sie gegenüber der zu tun gedenkt, daß sich derartige unvermrtwortliche Sachen in der heutigen schweren Zeit nicht wiederholen. Mainz, 30. Oktober. 800 Kisten Büchsenmilch oercwrben! Verschicke ne Blätter brachten jüngst die Nachricht, daß im Mainzer Zollhafen 800 Kisten verdorbener Büchsenmilch lagerten, die der Zentral-Einkaufs-Gesellschaft (ZEG.) tt: Berlin gehörten. D-iesej Nachricht inachte Auffchen. Man hielt es für unglaublich, daß eine Gesellschaft, per das Deutsche Reich zum Einkauf von Lebensmitteln eine Monopolstellung eingeränm!t hat, große Muffen von Lebensniitteln habe verfaulen lassen. Nunmvhr hat oie ö^eschäfts- stelle der ZEG. eine Mittettung veröffentlicht, welche die Eingaben der Blätter bestätigt. Danach hatte pine Müttrzer Firma die 800 Kisten kondensierte Milch ans dem Auslande eingeführt mit der Absicht, sie an die Mainzer Stadtverwaltung zu verkaufen. Die ZEG. beschlagnahmte die Sendmig, entdeckte aber erst später, daß die Milch nicht haltbar war und bot darauf die Milch der Vöainzer Stadtverwaltung zun: Kaufe an, die aber den Kauf ablehnte. Inzwischen war die ganze Ladung vevdv'rben. In eurer Zeit, in der jeder Tropfen Milch kostbar ist, sind solche Vorkommnisse unerhört. Airs Stadt uni? £ ** Li ebesgaben für Kriegs gefangene in Rußland. Bei dem Versand von Liebesgaben an Kriegsgefangene in Rußland werden von den Angehörigen vielfach alte Zeitungen und sonstiges bedrucktes Papier als Packmaterial verwandt oder den Sendungen sogar schriftliche 9Ritteilungen beigesügt. Dies hat zur Folge, daß derarttge Pakete den Adressaten inchr ausgeliefert und diese selbst obendrein :wch bestraft werden. Im eigenster: Interesse der Gefangenen sollten daher die Absender darauf achten, daß die bestehenden Vorschriften für die Verpackung der Gegenstände streng beobachtet werden. Die Pakete werden an: _ besten in einen haltbaren Stoff sauber eingenäht und die Lldvesse entweder unmittelbar auf die Verpack::ng oder auf ein aufgenähtes Stück Leinwand in deutscher Und russischer Sprache geschrieben. Die Gesangenenfürsorgestellen des Roten Kreuzes sind berett, bein: Ausschreiben der Adressen behilflich zu sein. ** Für Angehörige von in Afrika internierten Deutschen. Nach zuverlässige:: Mittetturrgen, die von verschiedenen Setten ettrgegangen sind, verweigern di(e> englischen Zensurstellen in Afrika die Aushändigung von Briefen an internierte Deuffche, wenn sie in deutscher Schrift geschrieben sind. Mese Briese gehen zurück mtt dem Vermerk: „Lateinische Schrift in deutschen Briefen." Angehörigen von in dlftika beffndlichen Deutschen wird daher empföhle::, sich nur lateinisckMr Schriftzeichen zu bedienen. ** Hasen die b stahl. In derRachÜMm 12. November wurden cn:s einem Garten der Stephanstraße dahier zwei Stallhasen, ein großer graubrauner weiblicher belgischer Riese und ein schwarz-weißer Holländer entwertet. ** Gefunden. Me am Samstag als verloren gemeldete Handtasche mit Inhalt ist wieder zur Stelle gebracht. Eine Frau aris Herford hat sie gesunden und Nachricht gegeben. M Silberne Hochzeit. Lehrer und Kantor Joseph Marx und seine Ehefrau feiern ain Samstag, den 18. November Silberne Hochzeit. ** Dienst-Jubiläum. Gießermeister W. R o h l e d e r, hier, feiert morgen, den 1b. d. Mts., die Wiederkehr des Tages, an dem er vor 25 Jahren seine Dienste bei der Firma Heyliqen- st a e d t & E o., Maschinenfabrik und Eisengießerei Akt.-Geß, an- getretejr hat. E Ueber Kartoffel- und Gemüse Versorgung wird Prof. Dr. Kleeberger am Sonntag, 19. November 1916, nachmittags halb 2 Uhr, im Saal des Felsenkellers, Ecke Bahn- '.hoff und Liebigstraße in Gießen, einen Vortrag halten. Wir verweisen auf die Bekanntmachung im heutigen Kreisblatt. M Der neue Fahrplan, der aut 15. d. Mts. in Kraft tritt, tmrd heute^übend in den Gängen und an den BaWsteigen der Stationen zum Aushang gebrackft. Der neue amtliche Taschenfahrplan lvird am 15. d. Mts herausgegeben. ^ Lebensmittelkarten. In letzter Zeit ist wiederholt festgesteW worden, daß für Personm, die bereits von hier verzogen oder zum Heer eingestellt sind, die Lebensmittelkarten weiter abgeholt werden. Die Säumigen haben bei Meidung von Weiterungen die betreffenden Abmeldungen in den zugehörigen Bezirken alsbald zu bewirken. In allernächster Zeit findet eine amtliche Mchpriffung der Personenzahl statt. ** Die Auszahlungen der Fa milien unterstütz ungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einbe- fenen für 16. bis Ende November 1916 findet vom 15. bis 17. November im Stadthause, Zimmer Nr. 7, statt. Siehe Anzeige. ** Das heutige Kreisblatt Nr. 116 enthält Bekannt- niachungen über Höchstpreise für Zwiebeln, Mischungen von Knochenmehl und Kali, Maswegeln gegen die Maul- und Klauenseuche, Höchstpreis für Weizengrieß, Bucheckern, und Unterricht in der iandw. Winterschule Lich. Landkreis Gießen. ** Birklar, 14. Nov. Der Gefreite Gustav Stiefel, Sohn von Nathan Stiefel, hat sich an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben. ** Dan bringen, 14. Nov. Gefreiter Heinrich H o f m a n n, welcher bereits zwei Jahre im Felde steht, wurde zum Unteroffizier befördert. Großen-Linden, 14. Nov. Karl Hardt, Sohn des Landwirts Georg Hardt, der als aktiver Soldat mit dem Feld- Artillerie-Regiment Nr. 61 ins Feld rückte und in kurzer Zeit zum Unteroffizier befördert wurde, sich auch bald darauf durch tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse erwarb, wurde am 7. November zum Vizewachtmeister ernannt. b. S t e i n b a ch , 13. Nov. Ludwig H a a S , Sohn des Schuhmachermeisters Philipp Haas VI. dahier, erhielt für mutvolles Per- halten in der Sommeschlacht die Hessische Tapserkeitsmedaille. Haas befindet sich seit Februar 1915 im Felde und kämpfte stets an den Hauptsronten. # Stangenrod, 14. Nov. Auf dem Felde der Ehre starb der von hier gebürtige Lehrer Karl Meid. tt. Treis U. L., 11. Nov. Bon den hiesigen Kriegern wurden in letzter Zeit folgende mit dem Eisernen Kreuze zweiter Klasse ausgezeichnet: Forstmeister Schneider, Oberltn. und Kom- pagrcieführer beim Landst.-Batl. HeppenheiiN im Felde, die Unteroffiziere Konvad Will und Heinr. A> m e nd, beide im Jüf.-Regt. Nr. 116, der Obergefreite in der Fußn-Art.-Batterie Nr. 564 Wilh. Erb Und der Schütze Ludwig Leinweber im JUf.-Regt. 193. Die Hessische TapferkeilsMedaille erhielten der Unteroffizier Nik. Pfeil (besiHt auch das Eiserne Kreuz), zurzeit beurlaubt, der Pionier beim Mpenkorps Otto Kehr und der Musketier Konrad Klein beim Landst.-Jns.-Regt. Nr. 20. So weit bekannt, haben jetzt 21 Krieger aus unserer Gemeinde das Eiserne Kreuz und 12 die Hessische TuHferkeitsmedaille; sieben von ihnen besitzen beide Auszeichnungen. Seit den letzten Kämpfen vor Verdun wird der Metzgernreister Jvhs. Aintend dahier vermißt. Kreis Büdingen. # Dauern heim, 14. Nov. Der Sohn unseres früheren Pfarrers, Heinz W o l k e w i tz, Assistenzarzt im Jns.-Rgt. 87, wurde zum Oberarzt befördert. # Eckartsborn, 14. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier August Haas. # Eckartshausen, 14. Nov. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Reservist K e u ch l e r. 4 Nidda, 12. Nov. Eieftern waren es 50 Jahve, daß unser 1. Geistlicher Pfarrer Werner in den Kirchendienst trat, und morgen werden es 26 Jahre, daß er in unserer Gemeinde wirkt. Da sich der Jubilar in allen Kreisen der Bevölkerung des ganzen Kirchspiels gvoß-er Liebe und Verehrung erfreut, so gestattete sich seine! goldene Jubiläumsfeier zu einer allgemeinen Feier der ganzen Kirchengemeinde. Mn eigentlichen Jubiläums tage, gestern, wurden dem Jubilar zahlreiche Glückwünsche persönlich und schriftlich dargebracht, dazu auch eine größere Zahl Geschenke. Die kirchliche Jubiläumsfeier fand ,heute im Vormtttagsgottesdienste in detz hiesigen Kirche statt, die aus sinnvolle Weise geschmückt und von Besuchern dichtgefüllt war. Superintendent P e t e r s e n von Darmstadt Und der gesamte Kirchen Vorstand geleiteten den Jubilar zur Kirche. Die Oberklasse der Volksschule trug zwei paffende Lieder vor und dann hielt der Jubilar die Festpredigt, der er den 23. Psalm tzu Grunde legte. Superintendent D. Petersen übev- brachte die herzlichen Glückwünsche der obersten Kirchenbehörde und verlas ein Dekret, wodurch der Großherzog Pfarrer Werner tzmn „Ki r chenra t" ernannt hat. Obwohl der Jubilar Herl dienstälteste aktive Geistliche in ganz Hessen ist, hofft er doch noch einige Jahre im Amte bleiben zu können. Denn er erfreut sich noch einer guten Gesundheit und großer geistiger Rüstigkeit. Kreis Lauterbach. — Ilbeshausen, 13. Nov. Die hiesige evangelische Gemeinde feierte durch einen schlichten Fe st gottesdien st das 150jährige Bestehen ihrer Kirche. Der ursprüngliche Plan, zu dem Jubiläum eine durchgreifende Erneuerung deS Gotteshauses vorzunehmen, mußte deS Krieges wegen verschoben werden. rr. Schlitz, 14. Nov. Ter Vorstand vom hiesigen Ziveig- vevein des Rötere Kreuzes hat beschlossen, 330 Mark dem hessischen Hanptverein zur Verfügung zu stellen, zwecks Beschaffung einer Einheitsliste mit Wechnachtsgaben zur Besckierung einer Kompagnie im Bereich des 18. Armeekorps. — In.den letzten Tagen Kurde das hiesige Vereinslazarett vom Roten Kreuz von den Landwirten des Schlitzerlandes mit außerordentlich reichen Zufuhren an Kartoffeln, Gemüse, Kohlrabm, Obst u. dergl. opferwillig bedacht. ’ Kreis Schotten. # Schotten, 14. Nov. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Kanonier Karl M e i d t. 4b B u f e n b o r n , 14. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Jochim in: Jns.-Rgt. 116. Kreis Friedderg. ke. Friedberg, 14. Nov. Tie hiesigen Milchproduzenten beschlossen vom 15. November d. Js. ab den M i l ch p r e i s auf 34 Pfennig für Vollinilch, in das Hans gebracht, 32 Pfennig bei dem Landwirt abgeholt und 26 Pfennig für Magermilch pro Liter festzusetzen. bz. Butzbach, 13. Nov. Die durch den Tod des Konrmerzien- rats V o p e l i u s freigewordeue Mltgliedstelle im Rechnungs- ausschnsse des Kyffhänserbundes hat die Vertreterversammluug des Bundes der Kriegerkameradschaft Hassin iibertragen. Die Hcffsia hat Medizinalrat Dr. Bogt dahier diese Mitgliedslelle übergeben. Starkeuburg und Nheinhessen. — Worms, 13. Nov. Reichstagsabgeordneter Freiherr H e y l zu Herrnsheim stiftete für die Lutherkirche ein kostbares Marmorrelies. — Bingen, 13. Nov. Ter Stadtverwaltung wurden von einem hiesigen Weinhälrdler 12 009 Kilo Walnüsse zur Oel° Pressung angeboten. Als die Stadt der Ordnung wegen dies der Z.-E.-G. in Berlin pflichtschuldigst nulteilte und dabei um Freigabe des Oels für die Einwohnerschaft ersuchte, versagte Berlin die Erlaubnis und forderte die Niisse für ihren Bedarf ein. ch. Bingen, 12. Nov. Klar und deutlich ist im Binger Milde das Rollen der schweren Geschütze an der Westfront zu vernehmen. Gestern nachmittag dröhnte das Donnern, unaufhörlich herüber. Es setzte überhaupt nicht aus. Auch auf dem Rochus- und Scharlachberg sowie aus dem Rochuswege konnte man den Geschützdomrer deutlich vernehmen. Es scheint, daß er in der Umgebung von unserer Stadl fast überall zu hören ist. Kreis Wetzlar. d. Wetzlar, 13. Nov. Nachdem bisher größere Mengen Wurzelgemüse ausgesührt worden sind und da alles noch Vorhandene im Kreise selbst benötigt wird, hat der Vorsitzende des Kreisausschusses die Ausfuhr von Dickwurz, Stoppelrüben, Weißen Rüben, Kohlrüben sowie Möhren aller Art aus dem Kreise Wetzlar verboten. Das Ausfuhrverbot ist am 7. d. Mts. in Kraft getreten und bezieht sich auch auf bereits verkaufte, aber noch nicht ausgeführte Wurzelgemüse der genannten Art. — Der Kreiskominunalverband Wetzlar, wie auch die Gemeinden des Kreises gewähren für das bis jetzt ausgedroschene und noch bis zum 15. d. M. einschl. zum Ausdrusch kommende und vom Kreiskommunalverband bezw. den Gemeinden zu erwerbende Brotge- tteide eine Druschprämie von 12 Mark für die Tonne. ä. D o r n h o l z h a u s e n, 13. Nov. Der Gefreite Konrad K l ö s von hier, bei dein Negimcntsstabe eines Reserve-Feldartillerie- Regiments im Osten, wurde mit bem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Klös steht seit Kriegsbeginn inr Felde. Ein Bruder von ihm befindet sich in französischer Gefangenschaft. ä. EberSgöns, 13. Nov. Die Wiederwahl des Landwirte? und Schmiedes 'Konrad Schindel znm Vorsteher unserer Ge- meinbe ist von dem Landrat an! die gesetzliche AintSdauer vo»i sechs Jahren bestätigt worden, ebeiiso die des Landwirtes Johannes Hoßbach von Lützellinden als Vorsteher dieser Gemeinde. Hessen-Nassau. [1 Marburg, 13. Nov. Mit Pferd und Wagen durchziehen Händler die Kreise Marburg und Kirchhain und kaufen bei den Landwirten Gerste, Erbsen usw. auf, soviel sie nur erhallen können. Tie Händler und ihre Fraueii besuchen die Leute oft noch in den späten Abendstunden rrnd belästigen diese in zudringlichster Weise. Das Landratsa-mt hat sich deshalb veranlaßt gesehen, daraus hinzuweisen, daß Verkäufer und Käufer sich strafbar machen. — Anläßlich des 50jährigen Bestehens des Vaterländischen Frauenvereins fand gestern in den Stadtsälen eine F e st feier statt. — Frankfurt a. M., 13. Nov. Geh. Oberjustrzrat Dr. Huper tz, Oberstaatsanwalt beim hiesigen Oberlandesgericht, blickt heute auf eure 50jährige Wirksantkeit im Justizdienst zurück. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmete er sich in erster Linie der Gefangenenfürsorge in umfassendster Weise und mustergültigster Act. Unter seiner Leitung entstanden auch die großen Zenttalgesängnisse in Frankfurt und Freiendiez a. L. Der Jubilar steht im 72. Lebensjahr. X. H a nu n, 12. Nov. Regierungspräsident Gras v. Berns- torff aus Cassel hielt vorgestern im Kreis hause zu Hanau Besprechungen mit Verttetern der Behörden des Stadt- und Landkreises, des Wirtsckastsverbandes und der städtischen Notstands- kommission ab, wobei die Ernährungsftagen behandelt wurden. Djas Schtvergewicht der Verhandlungen bildete die Erörterung der Kartoffelversorgung. ra. Biedenkopf, 13. Nov. Zur Erleichterung und weiteren Ausbreitung der Jugendpflege im hiesigen Kreise hat der Kreisausschuß einen Lichtbilder-Apparat mit Lichtquelle aus Kreismitteln beschafft, welcher erfreulicherweise in den Wintermonaten fleißig benutzt wird. g. Bebra, 13 Nov. Aus dem Sägewerke Ltspenhausen wurde heute ein Arbeiter bei dem Auslegen eines Treibriemens auf die im Betriebe befindliche Riemenscheibe von der Transmission erfaßt, mit herumgeschleudert und lebensg esährlich verletzt. X Hanau, 13. Nov. In K l e i n - W a l 1 st a d t a. Dl. äscherte ein Großf euer das Anwesen des Bäckermeisters Löffler vollständig ein. Das Nachbaranwesen der Witwe Kunkel wurde stark beschädigt.. ra. Her mannst ein, 13. Nov. Jäger Ludwig Spory (Res.-Jäger-Bat. Nr. 24, 2. Komp.) starb infolge seiner schweren Verwundung in einem Feldlazarett im Alter von 30 Jahren. ra. Naunheim, 13. Nov. Im jugendlichen Alter von 21 Jahren starb Musketier Wilhelm Heinrich N e e b kurz nach seinem älteren Bruder den Ehreutod fürs Vaterland. X Schlüchtern, 13. Nov. Der in UnÄehen verstorbene Landwirt Martin Baumeister hat für wohltätige Zwecke der Gemeinde Unslehen ein Vermächtnis von 41000 Mk. hinterlassen. F. C. Aus Kurhesse »i, 13. Nov. Die diesseitige Lcmd- wirtschastskammer hat 500 Kälber erworben, die auS den besetzten Gebietsteilen des Westens stammen. Diese Tiere werden demnächst in Hersfeld, Fulda, Hanau, Marburg, Kirchhain und Ziegenhain zum Verkauf gestellt, um den Landwirteu Gelegenheit zu geben, sich preiswertes Magervieh anzulegen. ul. Limburg, 13. Nov. Bei dem B o o t s u n g l ü ck auf der Lahn am Sonntag abend sino außer den beiden Mädchen keine weiteren Personen tätlich verunglückt. Es bestätigt sich, daß die 22 Jahre alte Lina Burggraf aus Dehrn bis auf das Skelett verbrannte und die 17 Jahre alte Theresia Schlitt aus Niedertiefenbach den Tod in der Lahn fand. Ihre Leiche konnte trotz aller Bemühungen noch nicht geborgen werden. Ein trauriges Geschick rvill tH, daß zwei Brüder der Ertrunkenen im Felde gefallen sind. Weiter wurde ein junges Mädchen namens Laßmcmn aus Dehrn verletzt, sowie mehrere Erwachsene und .Mnder von Niedertiesen- bach. Die Ursache des Unglücks konnte von der aus der Unglücksstelle versammelten Gerichtskommission nicht festgestellt werden. Wahrscheinlich trifft den Bootssührer keine Schuld. vermischtes. Das Eisenbahnunglück bei Rahnsdorf. Berlin, 13. Nov. (Priv.-Tet.) Zu dem Eisenbahnunglück bei Rahnsdorf teilt die „B. Z." noch mit: Die ursprünglich verbreitete Nachricht, der Balkanzug habe das Unglück, das er angerichtet, nicht gesehen uno sei, ohne zu halten, in voller Fahrt weiter gefahren, trifft nicht zu. Der Führer sah inr letzten Augenblick das Unglück kommen, ohne es jedoch verhindern zrr können. Er bremste sofort und brachte den Zug etwa IM Meter hinter der Unglücksstetle zum Stehen. Märkte. Gießen, 14. Nov. Marktbericht. Auf de'.n heutiqeir Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 0,00-0,00, Hühnereier das Stück 00-00 Pfg., Käse das Stück 0-00 Pfg., Käsematte 1 Stück 3 Pfennig, Kartoffeln das Pfund 00 Pfennig, Btilch das Liter 36 Pfg., Spinat 25 Pfq. oaS Pfd., 63elberüben 10—12Psg. das Päckchen, Rosenkohl 00 Pfg. da? Pfd., rote Rüben 10-00 Pfg., Zwiebeln das P'und 14-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Pfg., Blumenkohl 20—60 Pfennig, Sellerie 10-25 Pfennig das Stück, Meerrettig 20—25 Pfg. das Pfd., Kohlraben 10—25 Pfg., Nönrisctz Kohl 00—00 Psg. das Päckchen, Lauch 5—8 Pfennig das Stück, Weißkraut 15 bis 30 Pfennig, Rotkraut 20 bis 40 Pfennig das Pfd., Birnen 18—22 Psg. das Pfd., Tafeläpsel 20—22 Pfg. das Pfund, Wirtschaftsäpsel das Pfund 10—12 Pfg. — Marktzeit von 8 biS 2 Uhr. Letzte Nachrichte«. Der Leiter des österreichischen Ernährungsamtes. Prag, 14. Nov. Wie „Bohemia" aus Wim meldet, ist zum Leiter des neu zu schaffenden Ernährungsanttes Feldzeuam erster Ritter Rohm von He r m a n st ä 1 t e r, Sektionsches int Kriegsmimsterium, ernannt worden. Ministerpräsident von Korber, der gestern vom Kaiser in IV4 ständiger Audienz empsangm wurde, hatte nachmittags eine Besprechung mit Feldzeugmeister von Rohm. Ter bisherige Präsident des ErnährungSamtes, Ritter von Keller, verbleibt als Vizepräsident im Amte. Dei^englisch-russische Dardanellrn-V^rtrag. Stockholm, 14. November. „Golos Rossij" meldet, das Uebereinkommen der verbündeten Regierungen über die Meerengen van Konstant! no pel soll in der nächsten Zeit veröffentlichü: werden. Tie Veröffentlichung entspringt der Notwendigkeit, endlich der in der russischen Gesellschaft herrschenden Unruhe über eine mögliche Lösung dieser Frage in Rnßland ungünsttgem Sinne ein Ende zu machen, sowie die Versuche, Spaltungen wegen dieser Frage und Uneinigkeit zwischen die verbündeten Länder zu tragen, endlich> tzu beendigen. Griechenlands Demütigung. Amsterdam, 13. November. Wie Reuter aus Athen berichtet, g«vähtte die griechZische Regierung ans Verlangen per Ententegesandteu den Beamten und Offizieren, die sich Venizelos anzuschließen wünschen, volle Bewegungsfreiheit. stellte sie die Bedingung, daß die Offiziere um ihre Entlassung aus der griechischen Armee nac^usuchen haben. Tie Gesandten besuchten mit Genehmigung des Königs die vei'hasteten Ossiziere, um ihnen mitMteilen, daß sie auf freien Fuß gesetzt seien. Tie venizelistische' Regierung werde demnächst bekannt geben, daß England und Frankreich den Osftzieren und Beamten, die sich ihr anschließen, dafür bürgen, daß sie nach Beendigung ihrer gegenwärtigen Tätigkeit die früheren Adntter und .Stellungen zurückerhalten. Lluck,! die Ansprüche aus Beförderung und Pension blieben bestehen. Neue Revolten in Mexiko. i. Kä l n, 14. Nov. Die ,Köln. Ztg." meldet von der Schweizer Grenze: Die frar^ösischen Blätter melden übev New Work neue Revolten in Mexiko. General Wlla hat sich der Stadt^Chihuahua bemächtigt. Die Revotte gegen Carranza macht große Fortschritte. Das Mngreisen der Truppen des amerikanischen Generals soll von neuem von den amtlichen amerikanischen Stellen in Envägung gezogen werden. Zür Bekämpfung der Tuberkulose. i. Köln, 14. Nov. Sanitätsrat Dr. Wilhelm Quadflieg, Oberarzt des Wurm-Krrappschaftskrankenhauses in Bardenberg bei Aachen, ist ein wichtiger wissenschaftlick-er Fortschritt in der Bekämpfung der Tuberkulose zu verdanken. Ihm ist es namentlich bei feinen sogenannten biochemischen Forschungen zur Bekämpfung der Tuberkulose und Syphilis gelungen, deri Schweißerreger und ein Asudin zur wirksamen Bekämpftmg de.' ^Nachtschweiße der Schwindsüchtigen zu ftnden. Das Heilmittel hat sich in nahezu 10 Monate langer Prüfung glänzend bewährt: es hat in keinem der vielen behandelten Fälle versagt. Das Heil- mtttel hat dabei den Vorzug, vollständig unschädlich zu sein. © h i sn e werden ap.sgaSfiSKwrttmiid T«a flfcarsifigoa ScHiir mfabrik ß «ade H Co. Iä Waschpulver fmnrCcnftet) Engros- u. Detail-Verkauf, v . Lohn, Kaiser-Allee 18. 013265 Stets zuverlässig al* «Ltb-wt-rtcs S-oSmtiiel bei Hufieu „nt> Heiserkeit find M* seit 20 Jührtxx emgeführtei, Gif fowe» immer io t*r Hau-ovot-eke fein, am jie bei «frMI. trmgeu in ber zasrilie zur H«mt> zu hoben. «yven> Tobleiten Mniv,™ sicher vor den oft ernsten Koige» eüieS Husten« oder Katarrhs. Schachtel mit 400 Tabletten in alle» Apocheken und Oroaerten m. 1.—. Sanmng vor Aachtchmun-ent — Verlangen Sie stets ^ybert'. Am 14. d. Mts. abends wird der neue, am 15. d. Mts. in Kraft tretende „Fahrplan" unseres Bezirks in den Gängen und an den Bahnsteigen der Stationen zum Aushang gebracht. Der neue amtliche Taschenfahrvlau wird am 15. d. Alls, herausgegeb^n. 82061 Frankfurt iMains, den 13. November 1916. _ Königliche Eisenbahndirektion. _ Bekanntmachung. Für die Obst- und Gemüsetrockenanlage werden täglich, auch in kleineren Mengen, Aufträge entgegengenommen. Der Trocknungsprets beträgt 3.— Mk. für den Zentner Frtfchwaren. Es wird darauf hingewiesen, daß sämtliche Obst- und Gemüsesortcn, wie Aevsel, Birnen, Weißkraut, Rotkraut, gelbe Rüben, Kohlrabi, Kartoffeln usw. zur Trocknung übernommen werden. Die Anlieferung hat nur vormittags von 10—IS Ubr und die Abholung nachmittags von 2—5 Ubr zu geschehen. 8187V Elektrizitätswerk u. Straßenbahn der Stadt Greßcn. S t o l t e. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Die im Oktober 1809 geborenen Landsturmpflichtigen der Stadt Gießen muffen sich am 15.Aovemberd.JS. vormittags von 8—12 und nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melderr. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. 8066B Die Auszahlung der Familienuntcrstützuugen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16 bis Ende November 1916 findet statt: An diejenigen, deren Namen beginnen mit' A—H Mittwoch, den 15. November J— R Donnerstag, den 16. November 8 — 2 Freitag, den 17. Otovember. Zahlstelle: Stadthaus, Zimmer Nr. 7. Zahlstunden: von 8—1 Nbr vormittags. Die Unterstützungen dürfen nur an den vor- genannten Tagen abgebolt werden. _ 81988 In letzter Zeit ist wiederholt seftgcstcllt worden, daß für Personen, die bereits von hier verzogen oder zum Deer eingestellt find, die Lebensmittelkarten weiter abgebolt werden. 82008 Ich fordere hiermit die Säumigen — bei Meidung von Weiteruttgen — auf, die betr. Abmeldungen in den zugehörigen Bezirken alsbald zu bewirken. In allernächster Zeit findet eine amtliche Nachprüfung der Personenzahl statt. _ In der Zeit vom 1. September bis 31. Oktober 1916 wurden in den Wagen der städtischen Straßenbahn nach folgende Gegenstände gesunden: 6 Damenschirme, 3 Herrenschirme, 1 Kindersckirtu. 1 Geldbörse, 1 schwarzer Beutel, 2 Bücher, 1 Trauerflor, 1 Schlüffel, 2 Obstkörbe, 1 Schraube. 1 Paar (tzlacöhandschuhe, 1 Brieftasche, 1 Marktkorb, eine Kindermütze. Die obigen Sachen können im Verwaltungsgebäude der städtischen Elektrizitätswerke und Straßenbahn. Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werden. 81998 Retort In Jeder gewVneefetm Ausstattung stilrein u.preiswert dta BrfiMW* Utav.-Orudkartt V i ' Lichtspielhaus - Bahnhofstr. 34 Programui vom 14.—17. November. Stuart Webbs, der weltberühmte Detektiv und Kriminalist, in seinem neuesten Abenteuer ST BEB HELFERUF dS Der erste Film der neuen Stuart-Webbs-Serie mit Ernst Reicher, dem gefeierten Liebling der Damenwelt, in der Hauptrolle. ADAM WO BIST Dü Glänzendes Filmlustspiel in 2 Aufzügen. [8197a Dazu das sehr gute Beiprogramm. = Ein schweres Arbeitspferd braune Stute, zugfest und treu, und ein leichtes Arbeitspfelb Fuchs-Wallach, preiswert abzugeben. [8220 Wilhelm Watzenborn in Södel. Telefon Nr. 1, Amt Wölfersheim. Zimmer Kit‘p'ij)i:ad3(i p. r -Zimurer- Wolinnna per 1 . Dez. z. uermicten. Näheres LAVsiised, Bismarckstr. 1411 ^Verschiedene] Sch. Wcbnnng, 2 ob. 3.8 immer m. Küche, möbl. ob. unmöbl. z. uerm. bkorll-Lnlsgv 7l!l. l"» Sch.Marrsarden-Wobnuna z. verm. S.rcuzvlatz 10. 18009 [ Möbl. Zimmer] Pension Brand! tfeaen Büce22 iBetlevue)Z,im.m.u.oHneVer. pfleg, f. jede Zeitdauer. Mittag u. Abendlisch, (elektrisch Vickt, Bad. Tel. 1088. [8099 Möbl. Zimmer mit voller Pension z. verm. 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Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute, treubesorgte Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Mathilde Neurath geb. Muhl nach kurzem schweren Krankenlager im nahezu vollendeten 48. Lebensjahre sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Georg Neurath und Kinder. Klein-Linden, Reichelsheim, 13. November 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. November, nachm. 3Vs Ohr vom Sterbehaus, Frankfurter Straße 10, aus statt. Todes-Anzeige. Gestern entschlief sanft nach einer kurzen, schweren Krankheit unser herzensgutes, unvergessliches Kind, liebes Schwesterchen, Enkelchen und Nichtchen laiita, im Alter von 4 Jahren in der Klinik zu Giessen. In tiefem Schmerz : 8221 Lina Stein Elise Stein Heinrich Stein, Familie Wilh. Stein z. Zt. im Felde Familie Lang Emilie Stein Familie Sommerlad. Rödgen, Wieseck, Beuern, 14. November 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr statt. Todes-Anzeige Heute mitta unsere liebe l Grostmutter 12 Uhr entschlief sanft in Gott lütter, Schwiegermutter und Zrau Elise Mchmann geb. Stemmler nach langem schweren, in Geduld getragenem Vetden. Die trauernden Hinterbliebenen i. d. N.: Frau Elise Neibeling geb. Küchmann. Giesten [Bahnhofstr. 30), den 13., Nov. 1916' Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes ans statt. 8209 f^gnvin.n,rekfc*fce Qeld-£otterie findet am 18. November 1636 statt Kleine Losanzahl. • Hohe Gewinn* anrahl. • Nur Geldgewinne. Auf (0 Lose I Gewinn garantiert. 6763 Geldgewinne Mark iite Beter M. Montag morgen entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Dkutter, Schwiegermutter, Grostmutter und Urgrohmutter Frau geb. Grnber im Alter von 83 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Becker VIII. Familie Ludwig Hofmann III. Alten-Buseck, den 14. November 1916. Die Beerdigung findet Mttwoch, den 16. November, nachmittags 2 Uhr, statt. 013272 iso m Haup tgewinn Mark 762 Geldgewinne Mark rlÜDOD I 6000 Geldgewinne Mark_ WM» Wir suchen für unseren Steinbruch kräff! 0 f riitfrr frnte bei hohem Lohn für dauernde Beschäftigung. ScheidhmierLGiesfing Aktiengesellschaft Abteilung Mainzlar B^nkfacit. 8207D Wir suchen ein bereits in kaufmännischem Betriebe tätig gewesenes 8194c Fräsilem für fotort oder später. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen an die HUteld«MUscbe Creditbank Filiale ©iesesen. Evangel. Arbeiterverein. Mitteilung, Konrad Sperlina gestorben ist. ** Der Vorstand. Giesten, den 14. November 1916. DieBeerdigung findet Mittwoch, den 15. Nov., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhoses statt. 8214D Für die zahlreiche Teilnahme sowie Kranzspenden bei bem Verluste meines lieben Mannes und Vaters sage ich allen innigsten Dank. Math. Friedrich und Kind. Gießen, den 14. November 1910. Benin chm. llficr iKaiser- Wilhelin-Regt.) in Äctzen. Wir erfüllen hiermit die % traurigePflichtunsercMitgliedcr von bem Ableben unseres lieben Kameraden Uomad Sperling - geziemend in Kentnis zu setzen. Die Beerdigung ffndet Mittwoch, den 15. Nov. 1916 nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes auS statt. Um zahlreiche Beteiligung ivird gebeten. 8215D Der Vorstand. 6763 Geldgewinne Mark 4 Ö 000 Lospreis 2 M., 6 Lese UM., 11 Lose 20 M. &pfÄ Io allen Verkaufsstellen and Generalvertrieb J.SchTSfeicke^i H Stuttgart, Marktstr. 6 _ Telephon 1921 . Hier bei: Bich. Bneh&eker, FriJz Pllmm, Jak.Dan?,V/ilh. Semmler, W?lh. Rappert H, Job. Faber, W. Baiser, ^hv Äkaderaiscli gebildeler Mann, derlange inFrankreich gelebt, gibt Stunden in Fraasösisch nnä Latein. Zu erfragen in der Geschst. d. G. Anz. l 013 ^ Im MusterungS Nebenraum in der Schillerstraste X Paar Schnfirscbnhe vert. Bitte dies, an den Eigentümer zurückzusenden. Barl Ester, Villingon, Kreis Giesten. 1013261 Sat.•Kindersehürrs Bahnhof —Franks. Str. verl. Abzug. Franks. 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