Llr. 267 Ter Siehener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen: Siehener Zamilienbiütler; Kfeisblclt für den Kreis Stehen. vezugspreis: moncrtl. 90 Pi., oiertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abdole* u. Zweigstelle«! monatl. 80 Pi.; durch die Post Mk. 2.45 viertel* jährl. ausschl. Bestellg. Fernst rech - Anschlüsse: für die Schristleitlmq112 Berlag.GeschästHstolleöl Auschriit fürDrahtnach* richten: Anzeiger Giehen. Erft« Blatt (6#. Jahrgang Postscheckkonto: Zranksurt a.M. tt686 Genera!-Anzel Montag, tZ. Aoveniber (9(5 Ge nkverkehr: bedank Giehen 3willingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R. Lange. Schristlettung. Seschästsstellr u. Druckerei: Schulftr. 7. Annahme von Anzügen die Tagesnummer tu3 zumNachmittag vorher. .^eilerHrels, f. 2lnzeiqen: örtlich 20 Pf.. Vermietungen u. Stellengesuche 15Pi., auswärts 25 Pf., b. Plntzvorschrift 30 Ps., Reklaiuen 75 Ps., bei Platzvorschrist 90 Ps. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u.Feuilleton: Aug. Goetz, Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz.. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. ortschritte gegen Rumänien. MTB.) Trotzes Hauptguartier. 11. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Klares Herbsttoetter begünstigte die beiderseitige Ar- tsslerie- und Fliegertätigkeit. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Nördlich der Ancre brachte eine unserer Patrouillen aus der feindlichen Stellung zwei Maschinengewehre zurück. Bei einem Nachtangriff gelang es den Engländern nordöstlich von Courcelette in geringer Breite in unsere vordersten Gräben einzudringen. Den Franzosen brachten Häuserkämpfe bei der Kirche Sailly-Saillisel kleinere Vorteile. Im übrigen scheiterten die dort auf breiter Front geführten Angriffe. Den Bombenangriffen der feindlichen Flieger gegen Ortschaften hinter unserer Front sind gestern nenn Ein- uuchner des besetzten Gebietes zum Opfer gefallen. Der angerichtete militärische Schaden ist gering. Im Luftkampf und durch Abwehrfeuer sind gestern wieder zehn feindliche Flugzeuge abgeschossen worden. Oe st l i ch e r Kriegsschauplatz. Front des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Mit starken, neu herangeführten Kräften versuchten die Russen vergeblich, uns die bei Skrobowa gewonnenen Stellungen zu entreißen. Ihre Angriffe brachen verlustreich zusammen. An der N a r a j o w k a drangen deutsche Truppen in die russische Hauptstellung südwestlich von Folw. Kras- nolesie ein und wiesen nachts fünfmalige heftige Gegenstöße des Feindes ab. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Anr Smotrek in den Karpathen hatte ein Vorstoß deutscher Jäger vollen Erfolg. Sie führten sechzig Russen gefangen aus den genommenen und zerstörten Stellungen zurück. Angriffe deutscher und österreichisch-ungarischer Truppen an der N o r d o st f r o n t v o n S i e b e n b ü r g e n s i n d erfolgreich weiter geführt worden. Westlich der Straße von Predcal nach Si- nok wurden mehrere verschanzte rumänische Linien im Sturm genommen und einhundersrchzig Gefangene gemacht. An den Paßstraßen weiter westlich spielten sich gestern nur kleinere Kämpfe ab. bei denen einige Höhenstellungen von uns gewonnen und zweihundert Gefangene ein gerächt wurden. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Unverändert. Mazedonische Front. Südlich von Korea haben sich Gefechte unserer Seiten abteilungen mit französischen Truppen entwickelt. Im östlichen Telle der Ebene von Monastir und auf den Höhen nördlich der Eerna haben französische und serbische Kräfte mehrmals Angriffe unternommen, die verlustreich scheiterten. Nur südlich von Polog hatte der Feind in die vordere Stellung einzudringen vermocht. An der Strumafront lebte die Artillerietätigkeit beiderseits des Butkovo-Sees auf. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen. Aus der D o b r u d sch a und von der Donauftont nichts Neues. Mazedonische Front. f ^ Arn Westteil des Cernabogens wurden starke serblsch-franzöfische Angriffe durch deutsch-bulgarische Truppen abgewiesen. Bei Polog gewann ein feindlicher Vorstoß Boden. Der Erste Generalguartiermeister L u d e n d o r f f. (WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern. Auf dem N o r d u f e r der Somme war die Artillerie- tätigkeit nur zeitweise stark. _ _ Ju Sa i l l y - S ai l l i s e l sind gestern abend neue Kämpfe entbrannt, die noch im Gange sind. Südlich des Flusses verstärkte sich das Feuer im Abschnitt Frcsnes—Chaulnes. Beiderseits von Ablaincourt verhinderte unsere Artillcriewirkung die Entwickelung des sich vorbereitenden Angriffs. Oe st licher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Aus dem Ost Ufer der Narajowka scheiterte südwestlich von Folw. Krasnolesie ein erneuter Angriff der Russen gegen die von uns gewonnenen Stellungen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Am SüdteilderWaldkarpathen lebte das Ar- ttllenefeuer auf. Dort fanden für uns günsttg verlaufende Gefechte statt. An der siebenbürgischen Front wurden von ven Deutschen Truppen nördlich des Oitoz-Passes achtmalige Vorstoye des Gegners abgeschlagen. ^ der der Abweisung rumänischer Angriffe am Mte. Fruntu und Mte.Smte, sowle be, Wegnahme feindlicher Stellungen bndersetts des Alt wurden — einschließlich der gestern gemeldeten 200 Gefangenen — 18 Offiziere üv-r 1 000 Mann und sieben Geschütze ein- «edracht An der Pwcdcalstrahe. am Szurduk- Paß uird der O r so va schoben wir unsere Vortruppen vor. Wre die Lebensansprüche zusammengeschmolzen sind! Der tiefe> schlichte Sinn des heiligen Wortes: „Unser täglich Brot gib uns heute" waltet heute überall in der Heimat, nieder und jede sucht Schutz vor irgend einer Not des Krieges, und es isst^als habe ein Lebenswinter sich um unsere Herzen gelegt. Schnee und Eis sind Schwierigkeiten, die uns davon abhalten, unseren Fuß hinauszusetzen in die Wälder, Felder und Berge, die sonst vom Jubelsang, der heiteren Lust der Wanderer erfüllt sind. Und so hat sich das Kriegsleben in der Heimat ebenfalls in eine größere Enge zurückgezogen. Die Tagesgespräche werden karger, aber altes Sinnen und Empfinden ist aus Eins gerichtet: Wann und wie wird der Friede kommen; Gott gebe uns allen Kraft und Mut durchzuhalten, und unser täglich Brot gib uns heute! Mit welcher Erschütterung erfaßt uns in solchen Stimmungen das furchtbare Geschehnis bei Wilhelmshagen, in der Nähe Berlins! In eine Kolonne von 22 Streckenarbeiterin- nen ist der Balkanzug hineingefahren, 19 der Frauen und Mädchen waren auf der Stelle tot, eine wurde verletzt. Ein trockener Bericht gibt den Verunglückten selb st die Schuld an der Katastrophe; sie sollen eben erst in froher Stimm- mung den Insassen eines vorüberfahrenden Militärzuges zngewinkt und darüber den heranbransenden Balkanzng vergessen haben. Nebliges Wetter hat das Ueberhören der Signale und das Uebersehen -bei Gefahr ebenfalls gefördert. Wcr dürfen nicht schelten und an.schn.tdig.en, und wie einpftnd- lich der Zeitgeist das nüchterne Beschnüffeln solcher Unfälle, das Beurteilen mit kaltherziger und kurzbeiniger Logik ablehnt, das beweist der „Vorwärts", der diesem Falle einen Leitaufsatz widmet und zu dem erwähnten Bericht bitter bemerkt, „man könnte daraus vielleicht den Schluß ziehen, daß die arbeitende Bevölkerung, insbesondere die weibliche, unter den gegenwärtigen Verhältnissen „übermütigen Stimmun- 6^n/^??ch zu leicht zugänglich sei, dieser Schluß wäre aber entschieden falsch." Das ist unsere Meinung auch. Es handelt sich, wie das sozialdemokratische Blatt richtig feststellt, „um die beklagenswerten Folgen der beklagenswerten Um- stände, die es notwendig machen, daß immer neue Scharen von Mädchen und Frauen gefährliche Männerarbeit verrichten müssen". Was den „Vorwärts" antreibt, das Ereignis politisch zu behandeln, ist der Gedanke, die arbeiteiide Frauenwelt zum gewerkschaftlichen Zusammenschluß aufzurufen. „Mch die Frauen in ihrer Masse müssen begreifen, was die ^^llMnwtron für sie bedeutet. Sie Müssen begreifen, daß der getq Werks chaftliche Zusammenschluß ihrer Menschenwürde Schutz, ihren Forderungen .nach besseren Lebensverhältnissen Nachdruck verleiht Und zugleich auch die Uusallgefahren in ihrem Berufe vermindert Die Leistungen die die Mbeiterorgaichationen auf all diesen Ge- r AMi-z besonders auch aus dem der Unfallversicherung voll- oracht haben, müssen den im aufgeklärten Frauen lebendig Vor Augen geführt wewen. Bim der Erkenntnis ihrer nächsten IM' teressen ausgehend, werden sie dann auch zum Verständnis für die große Idee der sozialistischen Solidarität emporsteigen " Uns scheint, daß hier das politische Messer zu scharf eingegrifftn hat. Wir leben im Kriegszustand, der ja nicht ewig hoffentlich überhaupt nicht mehr lange dauern wird, und Frauen, die heute noch „gefährliche Männerarbeit" ver- später vielleicht wieder zu anderen Berufen zuruct. Immerhin, Zusammenschluß ist eine Parole, der man nicht widersprechen darf. Wäre es nur möglich, die Herzen und Geister recht enge zusammenzuschließen, um die Beschwernisse der Zeit besser zu überbrücken. In den Blättern wird heute die ^dee einer „allgemeinen Zivildienstoflicht" ^rtert. Alle unbeschäftigten Personen, ohne Unterschied des Geschlechts, bis ins Greisenalter hinein, sollten an den Aufgaben und Arbeiten teilnehmen, die der Krieg mit seiner Ein- chrankung der Arbeitskräfte im Innern, in der Heimat dar- bietet. Eine gesetzliche Regelung also, neuer Zwang, neue Minderung der Bewegungsfreiheit. Aber etwas, was uns vielleicht wirklich Not tut! Jeder soll an einem ^Platze Wert, wo er nach seinen Kräften und ^Zähigkeiten Nützliches leisten kann. Hilfe, aeaenseitiae UpteFutzung^im Daseins kanips.sür diejenigen, die Mich t der Zivildienjtpflicht erngeordnet werden können, müssen nebenherschreiten. Keiner und Keine darf vergessen bleiben, und vas schöne Wort „Unser täglich Brot gib uns heute" soll kein bitterer Notruf werden, sondern ein frommes Gebet bleiben ^ - cä™ "Aru^r"spricht KarlStorck vom „Miterleben des Krieges daherm wobei er auch an der oben besprochenen Einengung unserer Bedürfnisse, an dem „Lebenswinter" rührt, der uns nach Schutz und Trutz umsehen läßt. Er will die Lebensgeister rn dieser Zeit schüreil und meint, auch die Freude, wirkliche Freude, tue uns letzt not wie das tätliche Brot: „Wir.bvdürstn mcht imr für den Körper der Ernährung, der Erhöhung rm MrsspMmrn von der Arbeit, der Ruhe im! Schlade wir brachen diese HÄfe auch für Geist und Seele. M^Sette und Geist aller werden heute höhere Anforderungen q«|WXt als in Fr^denszeü. Für alle, welchem Stande., lvelcher BckdungsstUfe sie lMÄ «waehhttm mögen, ist die Summe der Retzamg, die vom Lxb-en auf stis Nervensystem ansgeht, viel größer als in Friedenszerk. Selbst di^ Stumpfsten und Trägsten haben jetzt so etwas >vic ein seelisches'Mrleben. Bei dm Empsirldungsfähige:! loerden an dieses imerhörte^Wifordernngen gestellt. Da ist es geradezu höchstes Gebot der VEPttlichkeit, dafür zu sorgen, daß aus der Reizung keine NeberreDing wird, daß die Erschütterung der Psyche nicht zur Psychose führt. Wir dürfen Uns nicht noch mit Absicht seelisch käjreten. Geraoe um standlfalten zu können, um immer wieder neuen Kräfte verrat anzusanrineln, um für den höchsten Fall der Not noch einen Ueberschüß aufgespart zu haben, bedürfen wir auch für die Seele der Ausspannzcng, der 3tuhe und der Erholung. Wir bedürfen ütj)em MeerHos Leides der Inseln der Freude. ^Ja, Freude .nt «ns not, wie das tägliche Brot. Aber wohl verstanden Freude, nicht jene vielfältigen Ersatzniittel, mit denen trügerische VergnügungshmMer ihre nmcherischen „Unter- haltungs^-Geschäfte treiben. Dieser Wucher blüht nicht erst seit dem Kriege,' sondern schoi^ lange vorher. Und darin liegt die innerste Ursache der Schwierigkeiten. , Wir können nicht mehr reisen. Daß die Reisen ins Ausland fast unmöglich geworden süid, wäre ein Glück, wenn es dazu geführt oatte, daß n>ir unser eigenes Vaterland dadurch besser kennen lernten. Me): auch hier ist das Reisen bald so erschoert, daß ^ Vergnügen bereitet. Nicht verküliimert ist uns dagegen für einen Tag in unserer engeren Heimat. Eelvst der Großstädter kann da die köstlichsten Entdeckungen in der uoigcbung machen. Eine Fülle heimlicher, verborgener Schönheit erichlreßt sich ihm, die um D köstlicher wird, weil er sie chuß^ar wird Zeuge des Kampfes, den die Natur ssrr ihre Schonhert gegen das grausame,Erdrosselungswerk der Menschheit fuhrt und getvinnt für sich selbst ein Lebensbeispiel des sieghaften Durchhaltens unter jchwersten Bedingungen, c f- Möglich geworden durch den Krieg sind mich unsere G e- ' o ch! ch a f t e u, jene protzigen Abfütterungen Uiid drangvollen r l![J L J, nnn ‘ u ?, l 9ei t an sich gleichgültiger Menschen, mit denen man höchstens äußerlich prunken wallst. Aber der wahren Gesel- ki'greit kann das imr förderlich sein. Stärker als ie ist in diesen Zeiten der Belastturg das Bedürfnis, sich als Mensch zum Men- lchen auszipprechen, sich in das ungeheure Geschehen zu vertiefen, das wir erleben die Sorgen und Mühen der Gesamtheit nachzn- fuhlen und ui lreundi chastlicher Beratung die Wege auszuspüren sührm"^' ^ ^letzt für die Gesamtheit zum Heile .. Diese eiserne, winterliche Zeit muß nicht nur Schlachten- liege und diplomansche Früchte zur Reife bringen, sondern auch Gute.: enter aufwürtssteigenden Kultur. Körper und Geijt nitpt auf mn blindes Vorwärtsstürmen zu richten, sott-" dern auf den höheren Töcrt der Dauer, der Besinnung, der Zufriedenheit,, das bleibt unser Ziel. Wie die Decke von S-ck)nec und Eis die Bodenwärme erhält und die Kräfte des Wachsens schont und bewahrt, so soll der Deutsche unter der richten Decke des Krieges seine Lebenswärme für künftige Tage steigern. Die österreichifch-nngarifchen DageSSerichte. ^ . Wien. 11 Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart: 11. November 1916. Ocstlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie .. . Erzherzog Karl. "n'ere Angriffe beiderseits des Olt-Flusses (Alt- Flusses) haben wertere Fortschritte gemacht. Westlich des Pre- öeal-Flusses erstürmten österreichisch-ungarische und deutsche Truppen sechs yinterelnandenr liegende rumänische Stellun- gc» und behaupteten dies gegen zwei feindliche Gegen- augriffe. An diesem Frontteil wurden 366 Gefangene eingebracht und zwei Maschinengewehre erbeutet. Jm Gncr- gyo - G eb i r ge Werschritten wir nördlich Halo das Bistri- cwra-Tal. > ..§"S.motres in den Karpathen hatte ein Vorswk deutscher Jager vollen Erfolg, wobei der Feind 6Y Gefangene emoutzte. Hecresfront des Gcneralfcldmarschalls chr.nzc» Leopold von Batzern. Oestlich der Narajowka nahmen deutsche Tmppen in schneid igeln Angriff ein einhniidertzwanzig Meter breites Grabenstück der fc,ndlichen Hauptstcllung. Fünf nissische Gegenangriffe an dieser Stelle blieben ebenso erfolglos w e icnc, die der Feind gegen die neuen deutschen Graben bei S k r o b o v a rrchtete. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Fcldmarschälleutnant. . i ^-."n 12^rov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 12. November 1916. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl. ^ Orsvva und südlich des Sznrduk-Passes haben wir Gelände gewonnen. Im Alt-Tal (Olt- Tal) wurden dem Feind lwermals einige Stellungen ent rissen. Nordwestlich von Soosmezoe versuchten die Rn mänen achtmal unsere Stellungen anzngreifen. sie wurden stets restlos abgewiesen. . Zur Südteil der Karpathen erhöhte Gefechtstätig- kett. Dre Beute aus den Kümpfen um den Roten-Tnrm Paß seit 10 November bettägt 18 Offiziere, über 1000 Mann u,ld sleben Geschütze. Heeresfront des GeneralfeldmarschallS Prinzen Leopold von B a v e r n rfol^os^ ^ ^ üvaii,tt,fü blieb ein russischer Vorstoß Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Der Stellvertreter des Chefs oes Generalstabs v. Hofer, Feldmarsch alleutnant. Ereignisse zur See. Unsere Seeflugzeuge haben in der Nacht vom 11. auf den 12. Padua angegriffen und mit schweren Bomben werden könne, sticht ohne Hoffnung, gibt aber keinen Anlaß für die optimistische Auffassung, daß Deutschland, wenn wir uns ihm diskret näherten, bereit wäre, die Forderungen zu bewilligen/ die wir stellen müssen. Der Artikel schließt, daß nicht nur der Westen, das heißt Belgien, sondern auch der Osten, das heißt Polen, von der deutschen Bedrohung erlöst werden müssen. England und Holland. London, 11. Nov. (WTB.) Das Reutersche Bureau Volltreffer im Militärkonrmando-Gcbäude. Bahnhof und *? er hxi t if dp ert Regier ung und Infanterie-Kaserne erzielt, in letzterer sowie in der Stadt feirA b wurden Brände erzeugt, die noch auf 40 Kilometer sichtbar lNrederlande, als dessen Vorsitzender Dr. Lrndhorst Ho waren. Trotz heftiger Beschießung und ungünstiger Witte rung kehrten die Flugzeuge unoersehrtzzurück. Flottenkommando. vom Kaiser Franz Josef. Wien, 11. Nov. (WTB.) Die Korrespondenz Wilhelm werde. man zeichnet, ein Handelsvertrag abgeschlossen wurde. Das Abkommen, das vor wenigen Tagen in London unterzeichnet worden ist, sichert Großbritannien regel- uräßige, beträchtlich erhöhte Zufuhren von niederländischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Es sei zu hoffen, daß der niederländifch-großbritannische Handel als Folge des Abkommens zum mindesten auf die frühere Höhe gebracht „N eltie" und „Tita n" sind zum Sinken gebracht worden. Die Bemannungen wurden durch vorüberjahrende Schiffe ausgenommen und nach England gebracht. Amsterdam, 11. Nov. (WTB.) Lloyds meldet: 17 Mann von der Besatzung des englischen Dampfers „Bogota" sind gerettet worden. Der englische Dampfer „Earl o f F o r s o r" ist v e r s e n k t worden. London, 11. Nov. (WTB.) Lloyds meldet aus Go- roucha: Der dänische Dampfer „Freia" (2168 Tonnen) ist am 10. November versenkt worden. meldet: Wie wir erfahren, ist der Kaiser seit einigen Tagen von einer leichten katarrhalischen Affek Amsterdam, 11. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Handelsblad erfährt, hat England gefordert, daß die Ausfuhr ti ö n befallen. Der Kaiser, dessen Tageseinteilung keine ^n O b ft aus Holland nach Deutschland verboten werden müsse, Veränderung erfahren hat, nimmt die üblichen Vorträge ^^udischem Obst und Obstprodukten a ' ' 7 ö nach Holland gestattet. Ter Handel ist in einigen Fällen durch entgegen. Wien, 12 Nov. (WTB Die leichten Kaiser sind in so erfreulicheni Rückgänge begriffen, daß i I englische Regierung genötigt worden, ausländisches Obst, das AäAÄA? ^bernts nach.Holland emgeführt war. wieder,nach England zurück- WWelm meldet: Die leichten fotorrWifdjen Erscheinungen beim i zuschicken und vor ein mglisches'Prisengericht ,n brin'gem Ferner uacy l hat England einige holländische Boote angehalten und die darin dem Ausspriich der Aer^te die bestehende Indisposition als be- hoben betrachtet werden W Seine Majestät empfing heute den | ÄJ& transportieren. Die englisch-russische Freundschaft. Obersthosmeister Fürsten von Montenuovo, die Generaladsntanten I mekw T°-upferge,sellsch°sten entschlossen, keine Südfrüchte Grafen Barr und Fveiherrn von Bolfras, sowie den Ministerprä s idente?: von Körber in Audienz. Fliegerangriffe im Saargebiet Kopenhagen, 12. Nov. (W.B.) Nach hiesigen Zeitungen fand im Petersburger R a t h a u s e am 11. November eine Berlin, 11. Nov. (WTB. Amtlich.) Feindliche Flug-, .. ~ ,. rr - - — ?.euge griffen am 10. November zwischen 11 und 1 Uhr mittags SZwße Versammlung der Gesellschaft „Dre englische Flagge", die n . x. : . ± ... er\- I tnr pinp vi'rtn.nhpnrnn imnrfwm fwtrr frmfr iirttv SWiußif^m.'K vn-t-i-r'^vt vniff Ortschaften und Industrieanlagen im Saar gebiet an. .. Ortschaften Völklingen, Wehrden und Forbach wurden mit Bom für eine Annäherung zwischen England und Rußland wirken will, statt. Eine Anzahl russischer Politiker, und der englffche Botschafter ben belegt. Drei Einwohner wurden gelötet, zwei leicht, zwei ^y.chanan waren anwesend. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Duma schwer verletzt. Militärischer Sachse^rden ist nicht entstanden. Der ! Präsident Rod z ian ko , sagte in einer Ansprache, das Schwert übrige Sachschaden ist gering. Der „Temps" über die Kriegslage. ern, 11. November. lWTB.) In einer militärischen Be könne erst in die Scheide gesteckt werden, wenn ein vollständiger Sieg als Lohn für die kolossalen Opfer errungen worden sei, die die Alliierten für das gemeinsame Ziel, nämlich die Wieder^ Herstellung der Ruhe, gebracht hätten, die durch den lieberfall der germanischen .Reiche aus Serbien gestört worden sei. Es fei Die Wahl Wilsons. Haag, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung der „United Preß" hat Wilson 8563750 und Hughes 8162 754 Stimmen erhalten. Das Abstimmungs- ergebnis in New Hamshire und Minnesota ist noch zweifel- hl^ft-^bwohl die Republikaner noch nicht zugeben wollen, daß jWilson gewählt ist, soßvird doch 'allg-emern angenommen, daß dre amtliche Zählung das Ergebnis nicht mehr ändern wird. traftttmg weist der Temps" daraus hin, daß sich zur'zurzeit unmöglich. %u entscheiden, wer von den Alliierten die schwerste Ufer werde von den Truppezr der Mittelmächte eine große Artille rittätigkeit entwickelt, auch werde ein neuer Uebergangsversuch ge Kriege ^unumgänglich. w«. .-uw yr | Daraus wurden dem englischen Botschafter eine Anzahl russi- meldet nran durse sedvch mcht annehmen datz Mackensen ernsthaft scher Fahnen überreicht, der sie als eia Symbol des Bündnisses den Ueoeraana Nernif/Üen Fkfrtrvr Pr fiifft tu , >l>*r'MY.r»Firif?%frfvn I «V. AQ >_.• t rc.. ...tu *... r . den Uebergang versuchen werde, bevor er sich in der Norddobrudscha nicht jeder Gefahr entledigt habe. Radoslawow über die Lage. Ah^po. (WTB.) „Utro" zufolge äußerte sich Mi an 43 englische Städte verteilen wird. Er erklärte in seiner Rede, daß deutsche Geheimagenten zwischen Rußland und England Zwietracht säen Und die russische öffentliche Meinung zu überzeugen^ „, JVVU , . versuchten, .daß England Rußland in den schrecklichen Krieg hin- nisterprä'ftdent R adosl cVo w" gester/^^emtt^v^rauli'chen 1jum es zu schwäch U^ dmm ferne Waffe Versammlung der Deputierten der Regierungspartei u. a. folgen dermaßen: Tie allgemeine strategische Lage ist sehr beftiedigend. Die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen entwickeln sich derart. gegen Rußland 'zn richten. Diese wahnsinnige Lüge sei nicht wert, dementiert zu werden. Er schloß: „Der Kam'pf wird fort-i gesetzt, bis die erhabenen Grundsätze, für die die Entente kämpft. daß fortab entscheidende Äenderungen jaigunften der Entente als ^ .t>ie okknvierten Gebiete befreit sind. Ein un- -nsgrschlossen gellen können. Tie Zentralinachte sind ihres Sieges l ehrttches Kompromiß kann einen üanernden Frieden nicht ersetzen." gewiß. Der Krieg kann möglicherweise ohne Friedenskonferenz beendigt werden. Me Gebiete, für die der bulgarische Soldat sein Blut vergossen hat, werden bulgarisch bleiben. Der bulgarische Bericht. Sofia, 12. Nov. (WTB. Nichtarntlich) Bericht des Generalstabs vom 11. November. Mazedonische Front: Westlich der Effenbahn Bitolra— Lerin lebhaftes Artillcrieseuer. Oestlrch von derselben Linie und im Cerna-Bogen dauerte der Kampf während des ganzen Tages und teilweise während der Nacht zum 12. November an. Alle Aus Frankreich Bern, 12. Nov. (WTB. Mchtcrmtlich.) Auf Anordnung des Pariser Polizeipräfekten müssen in Paris und im Seine-Departement die Kaffeehäuser und Re staurants um 1 / 2 IO Uhr schließen. Ein sranzöfischer Nationalrat für Ersparnisse. Bern, 12. Nov. (WTB.) Der „Matin" meldet die bevor stehende Schaffung eines Nationalrates für Ersparni- Ängriffe des Feindes wurden gebrochen. Dennoch glückte es dem' sin r N e, der alle Maßnahmen zur Schonung der materiellen Hilfs- Gegner, sich auf den Höhen, die einen Vorsprung vor unseren/ Quellen für Lebensmittel und andere Gegenstände und die beste Stellungen nordöstlich von dem Dorfe Polog bilden, zu behaupteu. Verwendung der öffentlichen Gelder vorsehen soll, um den Geld- !An der Moglenioa-Frvnt schwache Arttllerie- und Mcinentäligkeit^ abftuß nach dem Ausland zu vermeiden. Der „Matin" glaubt zu ^Westlich vom Wardar lebhafte Artillerietättgkeit. Oestlich vom wisien, daß der Vopfftz des Rates dem früheren Präsidenten Fab Wardar und am Fuße der Bebasica-Planina Ruhe. An der "^res angeboten werden wird. Struma-Front Geschützfeuer imd Patrouillengefechte. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. R n m ä n i s ch e F r 0 n t: An der Donau nichts Neues. In der Dobrudscha Gefechte an den vorgeschobenen Stellungen unserer Trüvven ohne wesentliche Ergebnisse. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. Das türkische Parlament. Die Kohlentransportkrise in Frankreich. Bern, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Journal" führt in einem Leitartikel aus, daß die Kohlentransportkrise in alben Teilen Frankreichs sehr fühlbar gervoroen sei. Gewisse Munitionsfabriken hätten den Verrieb einstellen muffen. Auch eine Gießerei, die täglich 400 Gesä-osse von 155 Millimeter her- gestellt habe, hätte wegen Metall'mangels Arbeiter heimschicken Konstantinopel, 11. Nov. (WTB.) Tie Eröffnung der müssen. In gewissen Gegenden wächst die Krise zu einer Kata ordentlichen Parlamentstagung wird verfassungsgemäß am strovhe aus. Tie VerSehrsbettiebe seien am Ende ihrer Lelstungs-- .14. November durch eine Thronrede erfolgen. I sähigkeit. Ein englischer Kranz sür Boelcke. Berlin, 13. Nov. Es wird bekannt, so berichtet der Mitarbeiter der „Köln. Ztg." und des ,^Lokalänz." Prof. Die englische Presse und die Rede de» Reichskanzlers. Amsterdam, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Es fällt Wegener vom westlichen Kriegsschauplätze, daß das auf, daß, tvährend der Londoner Korrespondent des „Nieuwe englische Fliegerkorps über unseren Linien einen Rotterdamschen Courant" ausführlich über die Aeußerungen Kä:anz zu Ehren Boelckes abgeworsen hat. Er sagt: Wir ^der englischen Presse zn der Rede des Reichs- freuen uns, daß trotz mancher Gegenrede auch von eng- »kanzlers telegraphiert, das sonst so eifrige Reutersche lischer Seite im Ftiegerkampf diese Ritterlichkeit, die wir Bureau sich darauf beschränkt hat, einen kurzen Auszug aus selbst üben, auftecht erhalten bleibt. Es ist ja allmählich fast der „Westnnnster Gazette" und der „Pall MM Gazette" die einzige Stelle, wo das in diesem immer erbitterter hierher zu melden. Der Korrespondent des „Eourantt" betont, j werdenden Kriege noch geschieht daß die Kanzlerrede bei der englischen Presse ungünstig ausgenommen wurde. Nach den Telegrammen des Rotterdam- scheu Blattes scheint die englische Presse die Mitteilungen ^ vor Ausbruch I st e^r i u m sandte an das sächsische Kriegs Ministerium einen Pracht 'des .Krieges fast ganz rgnomert zu haben. Dagegen polemß- vollen Kranz für Jmmelmann, dessen Eichenblätter aus versiert fie ausführlich gegen die Ausführungen des Reichs- goldeter Bronze bestehen. Ueber den Kranz erstrecken sich zwei kanzlers betreffend die Sicherung eines dauernden Friedens anderthalb Meter große Flügel als Fliegersymbol aus Silber. 1 nach dem Kriege. Daraus erhellt ohne weiteres, daß die Rede des Reichskanzlers Eindruck gemacht hat. Der Zweck der ^Polemik ist offenbar, den Eindruck abzuschwächen. Nach dem „Rotterdamschen Cour." schreibt die „Westminster Gazette"- In der Tat bildet du Rede des Reichskanzlers wid die anschließende Debatte, wenn man sie mit den früheren Erklärungen dieser Art ^vergleicht, einen Fortschritt in der Richtung, die wir I Vertreter des Wiener K. K. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus wünschen. Dkut schen Jntb,jetzt in der Stimmung des^Protestie- |Madrider Zeitungen melden, daß,der amerikanische Damp- Eine türkische Spende sür Jmmelmann. Berlin, 11. Nov. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokal-Anzeiger" meldet aus DresdenDas^türkische Kriegsmini- Der Seekrieg. Der amerikanische Dampfer „Columbia" versenkt. Madrid, 12.Nov. (M.T.B. Nichtamtl.) Funkspruch vom rens und der Selbstentschuldigung, die, von unserem Standpunkt gesehen, sich günstig von der Stimmung unterscheidet, die im ser „Columbia" (8580 Tonnen) durch ein deutsches- vorigen Jahre herrschte. Etwas ist damit gewonnen, daß sie sich I Kuweit von Corunna verse n k t wovdeii sei. Die Ladung nicht mehr ihres Kriegsabenteuers rühmen, und daß sie ftchTDbestand a!us Kupfer, Stahl und Fett, bestimmt für Genua. Die Be- manrmng ist wohlbehalten. Sie erzählt, daß das Schiff am 6. No- Finisteve angehalten worden sei. Da jedoch die /mit welchen Beweisgründen immer, bemühen, darzntun, daß ihr : Kamps rein defensiv ist. Mit Geduld und Enffchlossenhät dürfen I ürmhTr f.« jmr erwarten, daß ftc es zu weiterentnotwendigen Schritten bringen, «7 ^ ^ ^ - /- 'die nöttg ftnd, bevor wir von Friedeir träumen können. Einstweilen -üksschrffung m die Rettungsboote beim Sturin gefährlich war, ist klar, daß den verantworttichen Persönlichkeiten eine Ahnung von wartete das Unterseeboot volle zwei Stunden, bis sie gefahrlos den Grenzen der Macht Deutschlands kommt, obwohl die Müi- bewerfftelligt werden konnte, tarcsten im Reichstag noch immer der Mernurig uiti), daß wenn I * nur die Motte Eroberung und Einverleibung verändert würden, o rtttKrtM .. \ Q r rt u^ or , rk . die Tatsache bleiben könnte, Belgien soll nicht annektiett aber I - 0 n d 0 n, 11. 9ioo. (WTB.) Lloyds Agentur meldet: Bürgschaften chm auferlegt werden. Deutschland will sogar feine norwegische Dampfer „Thllgaug" ist g e s ll nken. Zustimmung zu einem Friedensschluß erklären, aber man muß London, 11. Nov. Lloyds meldet: Es wird berichtet, vettttden. daß es sich selbst an die Spitze ziu stellen wünscht:!daß der englische Dampfer „Bagota" gesunken ist. ^ei^chlan' über alles' Tie Reichs-tagsdebatte läßt diejenigen, Amsterdam, 11. Nov. (WTB.) Das „Handelsblad" ^welche gbruven, vav Deutschland schließlich zur Vernunft gebracht!meldet: Die beiden englischen Fischdampfer Ein neuer tohntarif im Holzgewerbe. Berlin, 11.Nov. Nach mehrtägigen Verhandlungen, die im Reichsamt des amtlich auf 65 Pfg., mit der Teuerungszulage von 15 Pfennig, auf 80 Pfg.; vom 66 und mehr Pfg. sämtlich auf 70 Pfg , mit der Teuerungszulage von 15 Pfg., auf 85 Pfg. festgesetzt Städte, die emen Vertragslohn bisher Nicht vereinbart haben, sind ber.der nächsten Vettragserneuerung in eine den örtlichen Ver- haltnrffen entlprechende Lohnklasse einzurei'hen. Auf alle bestehen- ben, ^h, zurzeit gezahlten Löhne ist gleichfalls die nach der für den Veschaftigungsott maßgebende Teuerungszulage, und zwar in Höhe von 1 0 Psennrg für die Stunde, vom 15. November 1916 an. in Hohe des Gesamtbetrages vom 15. Februar 1917 an zu zahlen. ^ ie veltehenden ^öhne der Arbeiterinnen werden vom Io. November 1916 ab um 10 Pfennig die Stunde erhöht. Um den gleichen Betrag erhöhen sich auch die vor dem Krieg, vereiubnrtenj Vertragslohne der Arbeiterinnen. Jugendliche Arbeiter unter 18 wahren erhalteii dieselbe Teuerungszulage wie die Arbeiterinnen, also 10 Pfennig die Stunde auf die bestehenden Löhne vom 15. November 1916 ab. In den Städten, in denen seither chon au? Grund öttlicher Vereinbaimng der beiderseittgen Organi- Mtivnen Teuerungszulagen gewähtt werden, können diese bei der Durchführung der jetzigen Zulage bei männlichen Arbeitern bis zur Hvhe von 10 Pfennig, bei Arbeitettnnen und jugendlichen Arbeitern unter 18^^ahren bis zur Höhe von 5 Pfennig die Stunde angerechnet werden. . , < Die vorstehenden Teuerungszulagen auf die Stmidenlöhne finden es uns leicht werden, uns von dem gleißenden Golde zu trennen. Schmach und Schande Wer diejenigen Taheimgebliebenen, die sich zu einem solcheii Opfer nicht aufraffen können. Vor mir liegt ein Ring mit einem kleinen Goldplättchen, in dem die Jahreszahl 1813 mit der ausgehenden Sonne eingeprägt ist, der für unsere Familie stets wettvoller war, als alle everbteft Goldsachen. Möchte es in Zukunft recht viele derartige Ringe geben mit der Jahreszahl 1916, die sowohl an die jetzt abgelieietten Gold- gegenstände erinnern, als auch unsere Opferfteudrgkett und Liebe Wem Vaterlaride den künftigen Generationen bezeugen sollen. Möge, wie damals, die Sonne bald wieder golden aufgehen über einem fticdlichen, blühenden deutschen Vaterlande. Eine deutsche Frau!. * ** Auszeichnung. Dem Obermaat Georg Keil, Sohn des Schornsteiniegermeisters V. Keil, auf S. M. S. „Goeben", wurde der Türkische Eiserne Halbmond verliehen, nachdem er schon vor einiger Zeit mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. •* Biebertalbahn. Vom 15. ds. Mts. ab treten Aende- rungen tut Fahrplan ein, die bei den Fahrkartenausgabestellen rfragt werden können. ** Die diesjährige Synode des evang. Dekanats Gießen findet morgen, Dienstag Mchm. 1 Uhr, im Konftrmandelv-' aale der Johanneskirche dahier statt Tie Eröffnurrgsansprache hält Pfarrer K ö h l e r - Steinbach. Außer nrit geschäfttichen Angelegenheiten wird sich die Synode im Anschiljuß au ein Referat von) Warrer Mahr dabier mit der Frage nach den „kirchlichen Gemeindeaufgaben nach dem' ftrieg-c' sowie mtt der der „Festsetzung eines einheitlichen Korifttnkationstermftres in Hessen" beschäftigen^ Außerdem fteherr ^wch Anträge zur Ernährmrgs- und Bevölke- rungsftage zur Berhandlurng. . ** Beschränkung des Postschalterdienftes. Bom 15. November ab müssen infolge der durch den Krieg bedingten Verhältnisse die Schalterdrenststunden beschränkt werden, und zwar beim Postamt 2 in der Schulstraße ans die Zeit von 8—1 und von 2—7. Beim Postamt 1 (Bahnhossstraße) werden vorerst lediglich die Paketannahme- und Ausgabeschalter um 7 Uhr abends geschlossen werden. ** Vermißte von Le Quesnoy. Wie uns der Bezirksausschuß Gießen für vermißte und kriegsgefangene Deutsche mitteilt, hat die Untersuchung über dre ini Frühjahr dieses Jahres auftauchende Postkarte, die angeblich von seit Le Quesnoy vermißten Angehörigen hessischer Regimenter aus einem Gefangenenlager in Kanada geschrieben worden sein sollte, nunmeyr ihren gerichtlichen Abschluß gefunden. Auf Grund der Gutachten von Schriftsachverständigen verurteilte das Schöffengericht Gießen den aus Oberhessen stammenden, später in Nord- Amerika und zuletzt in Frankfurt a. M. wohnhaften Deutsch- Amerikaner Friedrich Wilhelm Böckel als Urheber der niederträchtigen Fälschung zu 3 Wochen Gefängnis. ** Die Bucheckernernte. Die „Darmst. Ztg." schreibt: In den Tageszeitungen sind mehrfach Beschwerden über die Vorschriften, die durch die Bundesratsverordnung vom 14. September d. Js. über die Bucheckern getroffen worden sind, zum Ausdruck gelangt und Mänderirngsvor- schlä^e und Wünsche vorgetragen worden. Um die in dieser Hinsicht anscheinend bestehenden Mißverständnisse und Jrr- tümer aufzuklären, sei folgendes mitgeteilt: Buchenwälder sind nicht in allen Gegenden Deutschlands in größerer Ausdehnung vorhanden; im Nordosten unseres Vaterlandes fehlen sie fast gänzlich. Die Bucheckernernte ist heuer nur im Süden und Südwesten von Deutschland einigermaßen von Belang: von dem Oelmangel ist aber ganz Deutschland gleichmäßig betroffen. Es erschien daher nicht angängig, daß der Bundesstaat, der durch die Gunst der Natur mit Bucheckern bedacht wurde, diese für sich behält und zu Oel verarbeiten läßt, während die Bevölkerung der anderen Bundesstaaten leer ausging. Die erwähnte Verordnung be zweckte daher durch die Vorschrift der Ablieferung und gemeinsamen Verarbeitung der Bucheckern, das ganze Reich gleichmäßig mit Oel zu versorgen. Den einzelnen Ländern, rn denen Bucheckern vorwiegend geerntet werden können, konnten lediglich besondere " Vergünstigungen zugestanden werden, die zugleich einen starken Anreiz zum Sammeln bilden sollten. Neben Freigabe von 1/4 der gesammelten Menge bis zum Höchstbetrag von 25 kg zur Oelgewinnung für ven eigenen Hausstand der Sammler, wird dem einzelnen Bundesstaat für je 100 kg anä seinem Gebiet abge lieferter Bucheckern die Lieferung von bis zu 4 kg Oel und 25 kg Oelkuchen oder Oelmehl als Vorausleistung ohne An recknung auf die Verteilung weiterer Mengen von Oel und OeÜuchen gewährt. Es liegt außerhalb der Zuständigkeit -der Landesregierung, die Vorschriften dieser Verordnung abzuändern oder Ausnahmen zuzulassen. Auch für die Sammellöhne ffnd die vom Kriegsernährungsamt festge setzten Richtpreise maßgebend. Neuerdings sind die Landes behArden ermächtigt worden, in EinzelsäUen den den Sammlern zustehenden Anteil von 1/4 auf 1 / 2 , jedoch unter Ein Haltung der Höchstmenge von 25 kg, zu erhöhen, wenn nach dem sachverständigen Gutachten der zuständigen örtlichen Norstbehörde die Masse nicht so groß ist, daß schnell und imühelos gesammelt werden kann, oder wenn sonst die Ausnahme zur Förderung der Sammeltätigkeit dringend notwendig erscheint. Hiernach wird auch weitergehenden Wünschen Rechnung getragen werden können, wo dies nach den Örtlichen Verhältnissen berechtigt erscheint. — Vaterländische Pflicht ist es für jeden, soviel er vermag, dazu beizutragen, daß die Bucheckern möglichst restlos eingebracht werden. Die Felder sind leer, nun gilt es im Walde »noch die Ernte einzutun, um die OelversorgUng des deutschen 'kBolres zu sichern. Namentlich die Schulen, die unter der 'hingebenden Leitung und Führung der Lehrer und jLehrerinnen schon so sehr Ersprießliches und Segensreiches in dieser Sache geleistet haben, sollten weiter helfen, «damit ein voller Erfolg erzielt wird. Eine weitere Erhöhung !des Sammellohns, der übrigens heute schon den dreifachen Metrag des Preises beträgt, der sonst in Bucheljahreu im freien Verkehr für die Bucheln bezahlt wurde, ist in Anbetracht der Zunahme der Schwierigkeiten des Sammelns bereits angeregt. I ** Die Buchführungskurse für Handwerker- Frauen und -Töchter, die sich letzten Winter so großen Zuspruchs erfreuten, werden heute, Montag, abends 8 Uhr, für »(diesen Winter wieder ihren Anfang nehmen. Sie werden im Saale '(der 2. Klasse der höheren Mädchenschule (Eingang Tammstraße), abgehalten. In der für Handwerker-Frauen und -Töchter, die ohne Mlann oder Vater das Geschäft weiterführen sollen, immer schwerer weidenden Kriegszeit, ist die Kenntnis guter Buchführung fvon größtem Nutzen. Reallehrer A p p e l hat wieder in uneigennützigster Weise die Leitung der Kurse übernommen; der Ällg. Deutsche Frauenverein (Ortsgruppe Gießen), ist dadurch in der Lage, den Unterricht unentgeltlich gewähren zu können. Nach Beginn eines Kursus ist eine Beteiligung neuer Teilnehmernnnen nicht mehr möglich, die Anmeldungen zum 1. Kursus müssen also wor heute abend erfolgen. Wir veriveisen auch noch auf die heutige I Anzeige. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Auf die Wiederholung der hübschen Kleinstadt-Komödie „Das Alter" in der ^rgigen Dienstag-Abonnements-Dorstellung sei auch an dieser »Stelle hingewiesen. "Das heutige Kreisblatt Nr. 145 enthält Bekanntmachungen über Anmeldung von Wertpapieren; Futtermittel; Hausschlachtungen; Kartoffelbezugsscheine; Feier des Geburtstages de4 Grobherzogs und Ergänzungswahl des Kreistages des Kreise? Gießen durch die 50 Höckstbesteuerten. ” 31 b fl a b e von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit «cm 11.—20. November ds. Js. wird gegen den Liefecungs abschnitt 5 der Süßstoffkarten „ll* (blau) und „G* (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. Siehe Bekanntmachung. •* Gerste zur Mästung von Jungschweinen. Die zur Verfügung gestellte Gerste ist zur Hälfte eingetroffen und wird von Dienstag, 14. ds. Mts. ab ausgegeben. Siehe Bekanntmachung. ** Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Das augenblicklich zur Aufführung gelangende Filmdrama „Der Thug", im Dienste der kTodesgöttin bewährt sich als sehr wertvolle Neuerscheinung der Mmkunst. Besonders interessant sind die indischen Landschaftsbilder, die an Ort und Stelle ausgenommen sind. Ebenso sind alle indischen Geräte echter Herkunft. Der Inhalt ist fesselnd. Ein gutes Beiprogramm füllt den weiteren Teil des Programms. Landkreis Gießen. 'V- Großen-Linden, 13. Nov. Der jüngste Sohn der Händlerin Georg Weber Witwe — sie hat vier Söhne im Felde — Otto Weber wurde im Osten mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Weber diente bei Ansbruch des Krieges bereits ein Jahr bei den weißen Dragonern. Mehr als vierzig unserer tapferen Krieger haben sich bis jetzt die Auszeichnung unseres Heimatlandes erworben. 4 * Stangenrod, 13. Nov. Unser Lehrer Wilhelm G ö r g. her als Ersatzreservist einrückte, wurde zum Leutnant der Landwehr ^befördert. Er ist bereits Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaille »und des Eisernen Kreuzes. * Utphe, 11. Nov. Der Kriegsfreiwillige Gefreite Ludwig Wetterhahn wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Wetterhahn meldete sich zu Kriegsbeginn freiwillig zürn Heeresdienst und wurde dem aktiven Infanterie-Regiment Nr. 116 zugeteilt, in .wuchern er jetzt noch känlpst. Kreis Büdingen. — Büdingen, 12. Nov. Eine der ältesten Mitbürgerinnen der Stadt, die 91jährige Witwe Ehristtane Knas, ist am vorigen Zittwoch Ur-Ur-Gro ß mutt er geworden, eine Freude und Gnade, die einem Menschen nur sehr selten beschert wird. Die alte Frau ist noch recht rüstig und geistig interessiert. Zur Geburt ihres Ur-Ur-Enkels wurden ihr viele herzliche Aufmerksamkeiten zuteil. # Büdingen, 11. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielten der Fahrkanonier Georg Hofmann und der Landsturmmann Rtch. Mangold, das Friedrichskreuz der Hoboist Bärget. Bösgesäß, 11. Nov. Das Kriegs-Ehrenzeichen erhielt ür hervorragende Tätigkeit in der Kriegsfürsorge der Lehrer Frtedr. Hermann, zurzeit im Felde. # Bleichenbach, 11.Nov. Auf dem Felde der Ehre starb der Pionier Heinrich Sittner. — Das Eiserne Kreuz erhielt Musketier Rud. Velten im Jnf.-Rgt. 117. * Borsdorf, 11. Nov. Seit den letzten Kämpfen vor Verdun werden Albert Döll, Karl Eifer, Ludwig Möbus und Karl M ö b u s vermißt. # Düdelsheim, 10. Nov. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Musketier Nazarenus im Jnf.-Regt. 222. - Das hiesige Reservelazarett wurde nach zweijährigem Bestehen aufgelöst. y. Nidda, 12. Nov. Der Kaufmannslehrling W. F. von hier, der in Friedberg in Lehre steht und heute hier bei feinen Angehörigen weilte, schoß einem Schuljungen mit einem Tesching durch die rechte Hand. Der Vater des Verletzten erstattete Anzeige bei der Polizei. 2$. O r t e n b c 19 , 13. Nov. Die dringliche Eingabe betreffend die Bucheckernernte, die der hiesige Zweigverein vom Roten Kreuz in ähnlichem Sinn wie die Gemeinde und das Kreisamt Büdingen an Großh. Ministerium der Finanzen und an Herrn von Batocki richtete, hatte insofern schon einen Erfolg, als das Kriegsernährungsamt erlaubte, daß den Sammlern nicht ein Viertel, sondern die Halste bis zur Höchstmenge von 25 Kilogramm belassen wird Und daß für das Kilogramm abgelieferte Bucheckern, bis zu 70 Pfg. bezahlt werden kann. Hoffentlich tragen diese neuen Bestimmungen wesentlich dazu bei, daß der Sammeleifer noch größer und damit ein großer Teil der ungeheuren Schätze, die noch in den ßVÄdern liegtn, zum Besten des Volksganzen gehoben wird. Kreis Alsfeld. " Büßfeld, 13. Nov. Dem Lehrer Daniel Appel, der als Telephonist bei einem Feldmaschinengewehrzuq in den Kar pathen steht, wurde wegen hervorragender Tapferkeit vor dein Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Laulerbach. z. Grebenhain, 12. Nov. Ter Musketier Andr. Fischer welcher bei den Kämpfen in Galizien seit Juni d. I. vermißt wurde, hat seiner Familie mitgeteilt, daß er in russischer Gefangenschaft geraten sei, sich am Bahnbau bcffnde und um Zusendung von warmen Unterkleidern und Strümpfen gebeten: Musketier Emil Le sch, vom Jnfanterie-Reg. Nr. 168, wird auch schon seit 13 Wochen vermißt, lieber die Beiden schon über 1 Jahr in der Champagne-Schlacht vermißten Infanteristen Leopold Zrm m ermann und Emil Faitz sind alle Nachforschungen erfolglos ge blieben. > ü. Ober-Moos. 13. Nov. Unteroffizier Bau! Fischer, der seit Anfang des Krieges im Felde steht, erhielt aus dem west liehen Kriegsschauplatz das Eiserne Kreuz. Ebenso erhielt dort Musketier Paul S ch ä g die Hessische Tapserkeits- medaille. ü. M 0 0 s e r - G r u n d , 13. Nov. In den Dörfern unseres Grundes sammeln eben die Schüler fleißig Bucheckern. Manche Schulen haben es auf einige Zentner gebracht. Die nahen Buchenwälder liefern eine reichliche Lese, da ausgereiite Eckern in Menge vorhanden sind. - Auch Privatleute sammeln eifrig diese Oel fruchte, tote es bereits früher auch schon mit den Haselnüssen ge chehen ist. Wer einmal Biicheckernöl benutzt hat, schätzt es. Kreis Friedberg. # Aus der Wetterau, 11. Nov. Es mag sein, daß man- der Bauersmann seine Kartoffeln eben zurückhält, um im Früh jahr einen weck höheren Preis zu erzielen. Es kann nicht genug betont werden, daß sich die Betreffenden in einem großen Irrtum befinden. Jeder vernünftige Landwirt sollte deshalb jetzt eine recht große Menge Kartoffeln absetzen, damit die Städter ihren Kartoffelbedarf decken können. Auch aus dem einfachen Grunde weil während des Winters ein gewisser Prozentsatz in Fäulnis übergeht. Kreis Wetzlar. d. Wetzlar, 12. Nov. Der Vorsitzende des Kreisausschusses gibt bekannt, daß für d i e s e Woche auf den Kopf der Versorgungs berechtigten 25 Gramm Speisefett (Butter und Schweineschmalz) nach den Fettkarten zur Verausgabung kommen. — Für diese Woche sind der Stadt durch den Kreis und Viehhattdelsverbaird an Schlachtvieh überwiesen: 13 Stück Rindvieh, 8 Schweine und 10 Kälber. Es entfallen nach dem Gewicht der Schlachttiere auf den Kopf der Bevölkerung 200 Gramm Fleisch. ra. Bellersdorf. 12. Nov. Die Eheleute Heinrich Neu hos I. feierten in diesen Tagen das Fest der Goldenen Hochzeit. ra. G a r b e n h e i m bei Wetzlar, 12. Nov. Unteroffizier Fritz Mohr, Feld-Art.-Regt. Nr. 63, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. Tel. Groß-Rechte nbach, 12. Nov. Seinem Brnder Karl folgend, starb am 29. Oktober in einem Feldlazarett an den Folgen einer schweren Kopfverletzung der Landsturmmann Wilhelm Medebach im Alter von 27 Jahren den Ehrentod. schlag erteilt. Der neue Pächter übernimmt den Wtrtschastsbetrteo vom 1. Dezember d. IS. ab. , . „ ^ ra. Limburg, 12. Nov. Vom 15. November ab fallen brs auf weiteres auch die beideü Westerwald-Züge nachmittags um 2.24 und 2.30 Uhr, also in der Richtung nach Montabaur uno Westerburg, aus. _ - vermischtes. Ein Eisenbahnunglück. Köpenick. 11. Nov. (WTB.) Heute vormittag fuhr tu der Nähe von Wilhelmshagen der Balkanzug ut eine Schar von Streckenarbeiterinnen. 18 Frauen tvurden getötet, eine Frau verwundet. ^ - , * Berlin, 11. Nov. (Priv.-Tel.) Zu dem Eisenbahnunglück bfi Wilhelmshagen meldet der „Berliner Lokal-Anzeiger": 22 Sttcckenarbeiterinnen traten, als cm Militär- Urlauberzug nach Berlin durchfuhr, auf das Nebengelem und winkten von hier aus den Soldaten lebhaft zu. In diesem Augenblick brauste der Balkanzug von Berlin mit großer Schnelligkeit hieran, den die Frauen infolge des starken Nebels und des -arnw des Militärzuges nicht bemerkten. 19 Frauen waren sofort tot, drei wurden schwer verletzt. Vier Arbeiter, dre der Kolonne angehörten, blieben unverletzt, erlitten aber durch den Anblick der Katastrophe Nervenerschütterungen. Auf der Unfall 'teile sah es grauenhaft aus. Sie war in einer Weite von etwa 50 Meter Breite und 30 Meter Länge völlig mit Blut überzogen. Ueberall sah man zersetzte Gliedmaßen und Leiber liegen Die Leichen werden in der Halle des Rahnsdorfer Friedhofes aufgebahrt. * Eine mutige Retterin. Bei stürmischem Wetter hat, wie verschiedene Berliner Blätter melden, die Ehefrau A. Ranke aus RanchfangSwerder mit eigener Lebensgefahr in der Nähe der Rohrinseln im Zeuthener See zwei tu i t den Wellen kämpfenden Soldaten gerettet. Es gelang der tapferen Frau, beide Soldaten, deren Boot gekentert war, in ihren Kahn zu retten. Die Retterin ist nach der Anstrengung und Ausregung ertrankt. __ Handel. Berlin, 10. Nov. (WTB.) Unter dem Namen Deutsche H a u p t b a n k f ü r H y P 0 t h e k e n s ch u tz , Mt.-Ges. ist in Berlin von dem Arbeitgeberverband für das Baugewerbe in Gemeiwchaft mit den führenden Organisationen der deutscheit Hausbesitzer eine Rückversicheruugsgesellschaft misi 3 Millionen Mark Kapital begründet worden, die bestimmt ist, nach einem neuartigen -allstem Zinsen und Kapital der Hypotheken zu verbürgen. Tie Ausbreitung des Unternehmens über ganz Deutschland ist in Vorbereitung. Letzte Nachrichten. Hessen-Nassau. Bootsunglück bei Limburg. Limburg, 13. Nov. (Drahtnachricht.) Gestern abend ereignete sich auf der Lahn zwisckien Limburg und Dehren bei Dietkirchen ein schrveres Bootsunglück. Das um 6,15 Uhr von Limburg abgehende Lahnschiff hatte kaum das Mühleiter Ufer passiert, ab eine heftige Explosion des Benzolkessels erfolgte. Die Flam men schlugen aus dem Kessel und ergriffen das Schiffchen. wobei ein Mädchen in Brand geriet. Die Passagiere wurden von einer Panik ergriffen und der Bootführer Kölle versuchte, das,' Boot an das Mühlener Ufer heranzufülwen, was auch gelang Währenddessen retteten sich die Passagiere durch Sprung in das' Wasser. Ein Mitfahrer aus Dehren rettete mehrere Personen Trotzdem ist ein Mädchen dabei ertrunken. Weder die verkohlte Leiche des verbrannten Mädchens noch die der Ertränke neu konnte bisher gelandet werden. [] Biedenkopf, 13. Nov. Der Landrat hat angeordnet, daß bei jeder Hausschlacktun g ein bestimmtes Teil Fett zu den üblichen Preisen an die Sammelstelle abzugeben sei. DaS Fett würde den Munitionsarbeitern weiterverkauft. [} Kirchhain, 13. Nov. Unter großem Andrange wurden am Freitag hier von der Laudwirtschastskammer Russen pferde verkauft. Der Handel ging bei hohen Preisen flott. X Hanau, 10. Nov. Die Stadtverordneten haben in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, den städtischen Beamten, Lehrern usw. Teuerungszulagen in der gleichen Höhe und in der gleichen Abgrenzung, wie sie der preußische Staat gewährt, zuzubilligen. --- Uniterliederbiach, 11. Nov. Die 13 bezto. 14 J-ahre allen Schüler Eb^el und Encker entwendeten aus dem Weifen- back'schen Pulverlager eine Kiste mit 25 Pfund Pulver. Die Ladung gruben sie auf einem Acker ein und sprengten sie als! „Mine" in die Luft. Hierbei erlitt Ebel schwere Verletzungen am ganzen Körper, während Eucker mit leichteren Verwundungen davonkam. Beide Jungen kameir in das Höchster Kreiskrankcnhaus. g. Eschwege a. d. Werra, 11. Nov. Auf den: kurhessischen Braunkohlenbergwerk Zeche Marie am Hirschberge bei Eschwege wurde gestern der verheiratete Bergmann Ludwig aus Rommerode durch herabstürzende Gesteinmassen verschüttet und getötet. ul. Limburg, 12. Nov. Bei der Neuverpachtung der hiesigen Bahnhoiswirtschait wurde dem Babnhofswirt Harbusch aus Haiger zu einem Pachtbetrag von 6000 Mark jährlich der Zu- . Alle Kräfte dem Vaterlande! Berlin, 13. Nov. Urtter dieser Ueberschrift schreibt der Berliner „Lokal-Anzeiger": Die Vertagung des Reichstages durch die Regierung ist bekanntlich diesmal bei einem nicht unerheblichen Teil der Bolksverttetung auf Widerspruch gestoßen. Man ineinte, daß doch schon vor Mitte Februar Ereignisse eiittreten Sonnten, deren schleunige Besprechung im Parlament wünschenswert erscheinen würde. Man setzte sich aber über die Bedenken hinweg in der Erwägung, daß es ja in einem solchen Falle die Re - gierimg in der Hand habe, das Haus auch vor dem festgesetzte Termin wieder einzuberufen. Wie unr nun von sonst zuverlässiger Seite erfahren, dürfte von dieser Möglichkeit demnächjt Gebrauch gemacht werden. Allerdings würde den Anlaß dazu nicht, ivie tvohl diese der Vertagung widerstrebenden Elemente gedacht lfaben, dm auswärtige Polittk geben, sondern innere Angelegenheiten. Man nimmt in den Kreisen, aus denen unsere Jnfor- mattonen stammen, an, daß es sich unter anderem um ein Gesetz handelt, durch das alle deutschen Kräfte in gewissem Umfange demVater- lande dienstbar gemacht werden, ohne daß durch diese Maßnahme die Wehrpflicht verlängert wird. Dabei ivird die Regierung in der angenehmen Lage sein, auf Taten hinzmveifen, die ihren guten Wstllen erhärten, den Wünschen des Reichstages gerecht zu werden. Die Erörterung der Kriegsziele bei- spietsiveise wird nach den Informationen unseres Gewährsmannes bis dahin freigegcben fein mit der Maßgabe, daß nicht Berufsstände und Parteien gegeneinander verhetzt oder neuttale Staaten verletzt werden. Vielleicht dürfte auch, schon über das Schicksal des einen oder anderen der vom Reichstage angenvminenen Jnitiatrvgesetzc authentisch beftiedigende ,Auskunft gegeben werden können. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" bemerkt hierzu: Soweit die uns zugcgangene Mitteilung. Wlir würden jede Maßnahnre begrüßen, daß ein Zusammenfasisen aller im Volke vorhandenen Kräfte bedeutet, denn die Vermehrung von Arbeit und Leistung kann der gewalttgen Aufgabe, die Deutschland zu erfüllen hat, nur von Vorteil sein. Dies würde inffo höherem Maße der Fall sein, je mehr dabei beabsichtigt wäre und je vollkommener es gelänge, dm neu für die Staatsaufgaben heraugezogenen Kräfte auf die Plätze zu stellen, auf denen sie nach ihrer Vorbildung, ihren Kenntnissen und Erfahrungen am meisten zu leisten vermögen. Der Zentralausfchutz der Volkspartei. Berlin, 13. Nov. Am Sonntag hielt der Zentralaus- suß der Fortschrittlichen Volkspartei eine Sitzung ab. Nach einem Bericht des Mgeordneten Payer gelailgte mit allen gegen eine Stimme folgende Entschließung zur Annahme : „Ter Zentralausschuß billigt die Haltung der Reichs tags- ftccktton der Fortschttttlichen Vvlkspartei und dankt ihr für die klare und weitblickende Führung. Er verurteilt die schädigenden Umtriebe .gegen die verantwortliche Leitung der Reichsgeschäfde und anerkennt zur Erfüllung der durch den Weltkrieg gestellten Aufgaben die Notwendigkeit der polittschen Zusammenarbeit mit der Reichsregierung auf dem Boden sachlicher Verständigung. Ter Zentralausschuß spricht dem Heere und der Flotte volle Bewunderung und den wärmsten Tank für ihre unvergänglichen Verdienste unr das Vaterland aus und bezeugt, daß das deutsche Volk unter allen Opfern und Entbehrungen in unerschütterlicher Entschlossenheit gewillt ist, das Reiche zu. schützen und seine Wohlfahrt in einem ehrenvollen und dauernden Frieden zu sichern." _ Nachruf. , 5ol Kampfe fürs Vaterland starb am 18. Oktober 1916 unser lieber, guter Kamerad Karl Velten Unteroffizier im Infanteric-Regt. 254 im Alter von 24 Jahren. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Seine Kameraden: IVlietpuci Kinder!. Ehepaar (Beamter) sucht für 1. Januar od. später bcff. 3-ZimimrniohilUli Schr.Ang.u. 013247 a. d.G. S Karl Art»«, z. Zt im Felde Karl Brückcl, z. Zt. im Felde Ott« Brückei, z. Zt. im Felde Wilh. Dorn, z. Zt. im Felde Wilh. Eckhardt, z. Zt. i. Felde ErledricSa Hardt, z.Zt. i. Felde Karl Halbrot, z. Zt. im Felde Wilh. Link, z. Zt. im Felde Karl Hhller I., z. Zt. im Felde Karl Müllern., z.Zt. im Felde Otto Mai, z. Zt. im Lazarett Willi Weber, z. Zt. im Felde AueiiMt Weber, z.Zt. im Felde Otto Körb, z. Zt. im Felde Wilh. Deutsch Otto Pohl. MW ..Wegen Einberufung wird für Kontor und Versand junger Mann zum baldigen Eintritt ge , sucht. Derselbe muh auf Schreibmaschine geübt sein. Angebote mit Gebaltsansprüchen nur schriftl. erbeten. Justus Formhals, Ztgarrensabriken, 81 — Broken-Linden. — Lang-Göns, den 10. November 1916. Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vorn Liebsten, was man hat. Muß scheiden. Gestern nacht entschlief sanft an einem schweren Leiden nach über 3jähriger glücklicher Ehe mein herzensguter, teurer Gatte, der liebevolle Vater seiner beiden, jetzt so armen Kinder, mein lieber Bruder, unser guter bchwiegersohn, Schwager, Onkel und Vetter Suche zum baldigen Eintritt für einfache Buchführung u. Korrespondenz einen lücht. jungen Mann , mit flotter Maschinen- und schöner Handschrift. Gute > Schulbildung Vorbedingung. Ausführl. Handschrift!. Off. mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbeten Heinrich Mochhänsler Wetrlar. [8184 Friseurgehilfe .6sucht. Erich Dtutzenstein, Neustadt 6. [8166 Für Bahnbau Lang GönS bis Grube Aron Herr Julius Weniger S Erdarbeiter Jüngere Verkäuferin zum 1. Januar gesucht <7iiling Schulze, Kreuz- Platz. |8246 Jüngeres Dienstmädchen sofort gesucht. 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Von Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. ||iir Mm Erdarbeiter! gesucht. 8107 Wchtincher Schmidt. Fahrbursche wird sofort bet freier Kost und Wohnung gesucht. ( 8I8 ° LwüScdmaN.Biergrohljandl. Frankfurter Stratze 7 ßiil ßaiisbiirfche Lehrling sof. gesucht. Bäckerei Eorn, St ein str. 33. Konrad Sperling Ü im 49. Lebensjahre In tiefer Trauer: Fran Elise Sperling Marie Sperling Heinrich Sperling, z. Zt. im Felde. [8171 Gießen (Bruchstr. 4), den 13. November 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. November nachm. 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt auf sofort gesucht, bei hohem Lohn. M. Kehler, Pserde- metzger. _ [013249 s*aui rum Sortieren von Säcken n. f. leichte Lagerarbeiten ge- sucht. Vereinigte Getreide- bäudler, Freedrichstr. 8 pari. Zu erfragen 6—7 Uhr nachm. Damen oder Kriegsbeschädigte zum Vertrieb patrio!. Kunstblätter gesucht. Dentsc'ae ¥er- tneb s-Sentr.,Dort i ffittmi. B160 hv Suche für sofort ein braves IMenstniMchcn für Hausarbeit. 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